Zyklus: Der Sternenozean

Unvergessene Abenteuer, legendäre Zyklen - nachgelesen und neu diskutiert.
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Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitragvon Clark Flipper » 15. Dezember 2018, 18:24

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Clark Flipper hat geschrieben:Aber die HI war ähnlich wie die Scherung,
sie beschäftigte die Leserschaft.


Ohne Autokorrektur hätte dies dort gestanden. ;-)
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Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitragvon HOT » 15. Dezember 2018, 18:54

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Clark Flipper hat geschrieben:
Clark Flipper hat geschrieben:Aber die HI war ähnlich wie die Scherung,
sie beschäftigte die Leserschaft.


Ohne Autokorrektur hätte dies dort gestanden. ;-)



....und bringt Abenteuer, wie das letzte und philosiphische Streitereien über die Kosmokraten...

Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitragvon HOT » 28. Dezember 2018, 11:26

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Hefte 2236 und 2237

Der Finger Gottes und Die Welt der Hyperkristalle

Autor: H. G. Francis

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Der Roman spielt vor dem Eintreten der Hyperimpedanz.

Dando wächst auf Caiwan, in einem ländlichen Dorf namens Gentury auf. Das ganze Dorf lebt von den Einkünften eines Mannes namens Menma, der in der nahe gelegenen Stadt Takijon Arbeit gefunden hat. Als eines Tages dieser Mann nach Gentury kommt, um dem Dorf wieder einmal einen Teil seines Gehaltes zu spenden, trägt er eine Tätowierung auf der Brust, die ihm die Weißen – so nennen die Caiwanen die Arkoniden – verpasst haben. Diese führt zu der Verbannung Menmas aus dem Dorf, weil die Caiwanen die Arkoniden als Götterboten ansehen und die Unverletzbarkeit der Haut als oberstes Gebot betrachten. Menma verlässt geknickt das Dorf.

Dando begibt sich auf die Suche nach Menma, der für ihn eine Vorbildfunktion hat. Doch anstelle des Verbannten findet er eine Positronik mit dem Namen Kopf. Diese klärt ihn darüber auf, dass die Arkoniden nicht von den Göttern geschickt wurden, sondern einfach nur eine überlegene Technik besitzen. Das Gespräch dauert nicht lange, weil Kopf die Energie ausgeht. Dando beschließt, nach Takijon zu gehen, um dort Geld zu verdienen und eine Batterie für Kopf zu kaufen.

Sein Aufenthalt in der Stadt beginnt schmerzhaft, er berührt eine der Zaubermaschinen der Arkoniden (einen Roboter) und wird dafür mit der Neuropeitsche bestraft. Während er sich wegen der Nachwirkungen nicht bewegen kann, kümmert sich eine junge Caiwanin namens Otarie um ihn. Zwischen den beiden herrscht große Sympathie, weshalb sie fortan zusammen weiterziehen.

Während Otarie Dando die Stadt zeigt, beobachten die beiden, wie ein Caiwane von Tato Protana Aaqrass' Graswölfen zerfleischt wird. Über die Gründe können sie nur spekulieren. Dieses Ereignis sorgt dafür, dass Dando mehr über die Zustände auf Caiwan erfahren möchte. Otarie erklärt ihm alles und erzählt ihm, dass der caiwanische Oberpriester Owara Asa Tagakatha die Arkoniden als Götterboten akzeptiert hat. Außerdem zeigt sie dem Jungen vom Lande den »Finger Gottes«, den Tempel, in dem der oberste Priester residiert. Auf der Reise dorthin verlieben sich die beiden und sind von nun an ein Paar.

Zurück in Takijon, finden die beiden Arbeit in einem Bergwerk, wo sie für die Arkoniden Hyperkristalle abbauen dürfen. Dando kann eine Batterie für Kopf kaufen, und von der Positronik lernen sie einiges über die angeblichen Götterboten. Die beiden beginnen mit dem stillen Widerstand. Sie versuchen sogar, Owara Asa Tagakatha für den Widerstand zu gewinnen, doch der Priester hat zu viel Angst vor der Macht der Arkoniden.

Wieder zurück in Takijon, müssen die beiden feststellen, dass ihre Wohnung niedergebrannt und Kopf gestohlen wurde.

Als sie wieder zurück im Bergwerk sind, kommt Otarie bei einem »Unfall« – der eindeutig von den Arkoniden herbeigeführt wurde – ums Leben, was in Dando den Entschluss, gegen die Arkoniden zu kämpfen, nur bestärkt. Über Jahre hinweg setzt er seinen Widerstand fort und erzielt große Erfolge. Als er den Arkoniden in die Arme läuft, wird er tätowiert. Doch die Caiwanen sehen seine Tätowierung nicht als Sünde, sondern als Auszeichnung.

Als Dando nach über zehn Jahren der Meinung ist, der Widerstand sei stark genug, besucht er noch einmal den Priester. Dieser ist nicht zu Hause, so dass Dando den Finger Gottes erkunden kann. Zu seiner Überraschung befinden sich in der Wohnung des Priesters, der immer das genügsame Leben predigt, viele technische Gegenstände der Arkoniden und die Positronik Kopf. Dando nimmt Kopf wieder in seinen Besitz und zerstört den Finger Gottes mit Desintegratoren, die er in der Bleibe des Priesters gefunden hat.

Für diese Tat wird er von den Arkoniden gefangen genommen und soll hart bestraft werden. Dass es nicht dazu kommt, verdankt er den Caiwanen, die geschlossen in den Streik treten. Die Arkoniden müssen mit den Caiwanen verhandeln und Dando als deren Handelsführer anerkennen. Weil der Tato in seinen Verhandlungen keinen Erfolg erzielt, verhandelt der Adlige Thorman da Vakalo, ein Arkonide, der Dando bereits kennt und ihn im Gegensatz zu den anderen Besatzern von der Kristallwelt nicht herablassend behandelt hat, mit Dando.

Es kommt zu der Einigung, dass die Caiwanen besseren Zugang zu Bildung bekommen und die alleinigen Schürfrechte für den roten Hyperkristall Khalumvatt erhalten. Die Bevölkerung feiert diese Einigung wie den größten Sieg ihrer Geschichte.

Was sowohl Dando als auch die anderen Caiwanen nicht wissen, ist, das die Arkoniden Khalumvatt für minderwertig erachten und sich nun freuen, dass sie die dummen Ureinwohner über den Tisch gezogen haben.

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Der Obere Priester Owara Asa Tagakatha fühlt seinen Einfluss durch Dando Gentury bedroht, also verübt er einen Giftanschlag auf ihn. Er betäubt Dando mithilfe eines Getränkes und setzt ihn weitab von den Schaspaken in einer Schlucht aus. Zu allem Übel streunt auch noch ein Graswolf in der Nähe herum. Doch Dando wird in letzter Sekunde gerettet, Kokon Kotan, ein junger Caiwane, der genau wie Dando in Gentury aufgewachsen ist und mittlerweile zum erfolgreichen Ingenieur aufgestiegen ist, rettet Dando vor dem Graswolf und rettet ihm so das Leben. Zwischen den beiden entsteht eine enge Freundschaft und die beiden arbeiten jetzt sehr eng zusammen.

Dando hat in den letzten Jahren viel erreicht. Die Arkoniden haben den Caiwanen begrenzten Zugang zu Hypnoschulungen ermöglicht, und Dando ist zum unumstrittenen Sprecher der Caiwanen aufgestiegen und wird von seinen Artgenossen nur noch »Eins« genannt. Dies ist eine Tatsache, die Owara Asa Tagakatha nicht akzeptieren kann. Er intrigiert und besucht ein Institut, in dem die Caiwanen Hyperkristalle untersuchen. Dabei stellt er fest, dass dort nicht nur der rote Khalumvatt untersucht wird, sondern auch Skabol und Losol. Der Priester sieht seine Chance gekommen und zeigt Dando bei den Arkoniden an. Diese nehmen ihn fest. Doch statt Dando, wie eigentlich zu erwarten, ewig im Gefängnis sitzen zu lassen, schenken die Arkoniden dem Führer der Caiwanen nach zwei Tagen die Freiheit.

Dando kehrt überrascht nach Takijon zurück, doch anstatt von den Caiwanen freundlich empfangen zu werden, wird Dando mit Häme überschüttet und mit Nahrung beworfen. Der Grund dafür ist, wie sich später herausstellt, die Tatsache, dass die Arkoniden eine Möglichkeit gefunden haben, ohne Hilfe der Caiwanen die wertvollen Hyperkristalle abzubauen, und deshalb viele Caiwanen ihre Arbeit verloren haben. Durch Tagakatha aufgehetzt, suchen die nun Arbeitslosen die Schuld bei Dando Gentury.

Dando igelt sich ein und sucht nach einer Möglichkeit, seinem Volk zu helfen. Und bald gibt es Hoffnung. Ein Raumschiff der Arkoniden stürzt ab, und die »Weißen« riegeln ihr Gebiet hermetisch ab. Das Volk von den Sternen scheint ernsthafte Probleme zu haben.

Tato Protana Aaqrass ruft Dando zu sich und fordert die Übergabe der Khalumvatt-Minen, im Gegenzug erhalten die Caiwanen das Recht, Losol und Skabol abzubauen. Dando lehnt ab. Später diskutiert er mit Kopf und Kokon, was die Arkoniden zu dieser Handlungsweise bewegt. Kopf vermutet, dass eine Veränderung von Hyperkonstanten zur Folge hatte, dass Losol und Skabol nun weniger wert sind als Khalumvatt. Beobachtungen von Caiwanen bestätigen dies. Nur noch Geräte, die Khalumvatt einsetzen, funktionieren richtig.

Am nächsten Tag zieht Dando los, um ein wenig Ruhe zu haben. Er baut geistigen Kontakt mit den Schaspaken auf. Dabei stellt er fest, dass die Anwesenheit der Schaspaken dafür verantwortlich ist, dass die Hyperkristalle nicht zerfallen. Da sich die Schaspaken immer in der Nähe der Caiwanen aufhalten, können nur diese die Hyperkristalle abbauen. Nach dieser Erkenntnis hat Dando eine Begegnung mit zwei Arkoniden. Es handelt sich um Mal Detair und Kantiran, die als Prospektoren nach Caiwan gekommen sind. Nach anfänglichem Misstrauen gelingt es Kantiran schließlich, Dando von seinen guten Absichten zu überzeugen. Von nun an arbeiten der Sohn Perry Rhodans und der Führer der Caiwanen zusammen.

Owara Asa Tagakatha hat die Rolle der Schaspaken erkannt und informiert die Arkoniden über seine Erkenntnis. Tato Protana Aaqrass besetzt darauf mit Gewalt die Bergwerke der Caiwanen, Widerstand ist zwecklos. Bald darauf finden die Arkoniden eine Möglichkeit, die Schaspaken einzufangen. Alles scheint verloren, doch Kantiran hat die rettende Idee: Dank seiner Parafähigkeit schafft er es, den Schaspaken zu befehlen, sich von den Arkoniden fernzuhalten. Die Arkoniden sind nun nicht mehr in der Lage, Hyperkristalle abzubauen. Daran ändern auch die 4 GWALON-Kelche im Orbit über Caiwan nichts, die von Mascantin Ascari da Vivo zur Unterstützung geschickt wurden.

Der Tato hat keine andere Wahl, er will Dando Gentury, den er als Wurzel allen Übels erkannt hat, umbringen. Bevor er den Führer der Caiwanen verhaften kann, verübt Owara Asa Tagakatha wieder ein Attentat auf diesen. Diesmal stürmt er mit dem Messer auf ihn zu und versucht, ihn zu töten. Es scheint, als ob der Priester gewinnen würde, bis Kokon Kotan ihn mit einer Armbrust erschießt. Dann haben auch die Arkoniden Dando gefunden. Sie verhaften ihn. Kantiran und Mal Detair ist es inzwischen gelungen, den Planeten zu verlassen.

Dando wird auf den Marktplatz geführt. Er wird vor die Wahl gestellt: Entweder er ruft die Schaspaken wieder zu den Arkoniden oder er wird erschossen. In diesem Moment erscheinen die Schaspaken. Sie graben unter dem Tato eine Grube, in die er hineinstürzt. In der Grube wird er von den Schaspaken in Stücke gerissen.

Nun haben die Caiwanen die Oberhand, und Dando kann den Arkoniden die Preise für Khalumvatt diktieren.

Persönliche Meinung:

Diese Romane hätte es nicht gebraucht. Den ersten habe ich noch etwas lustlos gelesen, den zweiten nur noch überflogen und die Zusammenfassung auf der Perrypedia genutzt. Es mag ja seinen Reiz haben, technisch primitive Kulturen der arkonidischen High-Tech-Kultur gegenüber zu stellen und die Emanzipation der einen gegen die Anderen kann ein Thema sein.

Einziger Lichtblick war das Ende vom ersten Heft, wo die Caiwanen wieder über den Tisch gezogen wurden.

Eine gewisse kritische Verarbeitung von Kolonialismus und Neo-Kolonialismus ist sicherlich nicht von der Hand zu weisen. Aber trotzdem fand ich es reizlos zu lesen.

Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitragvon HOT » 29. Dezember 2018, 10:07

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Heft 2238

Die Friedensfahrer

Autor: Uwe Anton

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Am 1. Mai 1332 NGZ geht die umgerüstete TRAJAN auf ihren ersten Testflug. USO-Oberst Tom Abertin, der Kommandant, klärt Monkey und Roi Danton über alle möglichen Neuerungen des LFT-Raumschiffes auf, die der Hyperimpedanzschock nötig machte. Während Monkey im Quinto-Center zurückbleibt, geht Roi Danton als dessen Stellvertreter mit an Bord. Obwohl er vom Rang her unter Abertin steht, ist Roi Danton Expeditionsleiter.

Während des Testfluges identifiziert die Orterchefin der TRAJAN, Dalia Argula, Orterimpulse von drei arkonidischen GWALON-Kelchen. Danton gibt den Befehl, möglichst unerkannt zu verschwinden. Doch dann wird ein weiterer Orterreflex entdeckt. Die TRAJAN registriert Hyperemissionen im höchsten Spektrumsbereich. Argula vermutet hinter den mysteriösen Emissionen ein beschädigtes Raumschiffstriebwerk unbekannter Bauart. Danton lässt das Schiff verfolgen, aber auch die Arkoniden haben das unbekannte Schiff geortet und gehen ebenfalls auf Verfolgungskurs.

Die TRAJAN folgt dem Schiff zum Devolter-System, einem bisher unbedeutenden Sonnensystem, während die Arkoniden die Spur scheinbar verloren haben. Das unbekannte Raumschiff nimmt Kurs auf Devolter Zwei, und die TRAJAN geht in den Ortungsschutz der Sonne, um den eventuell doch noch auftauchenden GWALONS nicht vor die Flinte zu laufen.

Mit dem Leichten Kreuzer »TR-ME-1«, Eigenname KASOM, fliegt Roi Danton Devolter Zwei an und beginnt mit dem Landemanöver, als neben dem fremden Schiff wie aus dem Nichts ein Gebäude auftaucht. Sowohl das Schiff als auch das Gebäude sind von einem unbekannten, grün schimmernden, glasartigen Material, mehr geben sie allerdings ortungstechnisch nicht preis. Das Gebäude verschwindet ab und zu, was die Terraner zu dem Schluss kommen lässt, dass auch die Fremden unter den Folgen der erhöhten Hyperimpedanz leiden.

Plötzlich tauchen zwei Wesen auf, die den Terranern bekannt vorkommen, jedoch nicht in dieser Körpergröße. Es sind zwei Algorrian, allerdings »Algorrian-Fohlen«. Wie sich schnell herausstellt, handelt es sich bei den beiden um die Kinder von Le Anyante und Curcaryen Varantir. Im Gegensatz zu ihren Eltern sind Dinn Anyan und Cele Jontia relativ redselig. Da taucht noch ein weiteres Wesen auf, das als Cashibb vorgestellt wird. Er ist der Wächter des Bahnhofs der Friedensfahrer. Roi ist überzeugt, etwas sehr Großem auf der Spur zu sein und versucht, den anderen weitere Aussagen zu entlocken. Doch der Roboter gibt nur die Auskunft, dass es sich bei dem grünen Schiff um ein Schiff eines Friedensfahrers handelt, der scheinbar in Schwierigkeiten ist.

Dann öffnet sich ein Schott des Friedensfahrerschiffs und der Friedensfahrer tritt heraus. Er spricht in der Sprache der Mächtigen und stellt sich mit dem Namen Megthan Urthian vor.

Auf die Frage nach seiner Anwesenheit antwortet der Friedensfahrer ausweichend. Über das Ziel der Mission müsse er schweigen; er gibt nur bekannt, auf der Reise nach Erranternohre zu sein, wo sein Eintreffen dringlichst erwartet würde. Angeblich würde davon das Leben von Millionen Lebewesen abhängen. Sein Zwischenaufenthalt in der Milchstraße sei nicht geplant gewesen. Ihm seien einfach die Hyperkristalle ausgegangen.

Roi hofft, über einen Deal an weitere Informationen zu kommen, doch da meldet die KASOM, dass sich eine Space-Jet nähert, die von den Arkoniden verfolgt wird. Danton ruft daraufhin die TRAJAN zur Hilfe. Als die GWALONS das USO-Flaggschiff entdecken, lassen sie von der Space-Jet ab. Da die Arkoniden nicht auf die Funkanrufe der TRAJAN antworten und die Waffen klarmachen, lässt Roi Danton die Feuerkraft des USO-Schiffes spielen. Während die Arkoniden scheinbar nicht auf ihre Transformkanonen zurückgreifen können, werden sie von dem Ultraschlachtschiff der TRÄGER-Klasse aus dem All gepustet. Scheinbar sind die Arkoniden noch nicht so weit, was die Probleme der Hyperimpedanz betrifft.

Nach dieser kurzen Schlacht landet Danton wieder auf Devolter Zwei und sieht seine Felle davonschwimmen, was den Deal mit Megthan Urthian angeht. Denn die Besitzer der Space-Jet stellen sich als die beiden Algorrian heraus und haben Hyperkristalle an Bord.

Curcaryen Varantir stellt direkt klar, dass er auf Devolter Zwei keine Fremden duldet und keine Auskünfte erteilt. Nachdem das Raumschiff des Friedensfahrers mit Hyperkristallen ausgestattet ist, setzt er seine Mission fort. Le Anyante gibt Roi aus dank für die Rettung ihrer Kinder noch einen kleinen Hinweis:

Die Friedensfahrer sind eine intergalaktische Organisation, die im Bereich der Galaxien Erranternohre, Norgan-Tur und Tschuschik wirkt, aber auch in der Milchstraße, teilweise bis zum Mahlstrom der Sterne.

Entlang dieser Zone finden sich die Bahnhöfe der Friedensfahrer – einer Zone, die von der Universalen Schneise im Kern gebildet wird und der Quartalen Kraft, die sich von dort ausbreitet.

Mehr sagt Le Anyante nicht, außer, dass sie mit dieser Aussage Roi Danton die Zukunft der Milchstraße und ihrer Völker in die Hand gelegt hat.

Curcaryen stellt nochmals klar, dass die Wichtigkeit von Devolter Zwei streng vertraulich ist. Danton erklärt sich zum Stillschweigen auch bereit.

Während des gesamten Einsatzes erinnert sich Roi Danton immer mal wieder an vergangene Liebschaften, denen er seine Probleme bezüglich des riesigen Schattens seines Vaters und seines wirklichen Namens Rhodan geschildert hatte. Als er nun zur TRAJAN zurückkehrt, fasst er den Entschluss, sich nicht mehr hinter der Maske Roi Danton zu verstecken, sondern gibt bekannt, dass er sich ab sofort wieder Michael Rhodan nennen lassen will.

Der Bahnhof verschwindet wieder aus der Ortung und die TRAJAN kehrt nach Quinto-Center zurück.

Persönliche Meinung:

Die Algorrian sind ja nicht so mein Ding. Was ich verstanden habe, ist dass sich so einiges "kosmisches" zusammenbraut. Wurde nicht Voltz vorgeworfen, er habe es damit zu weit getrieben? Hier jedenfalls kommt es mir so vor. Aber egal. Uwe Antons Beschreibung der Gedanken und Gefühle von Michael Rhodan waren lesenswert. Die Rückblenden auf OLD MAN, PAN-TAU-RA und BARDIOC habe ich einordnen können, dass ein Begriff wie Camelot etwas mit PR zu tun haben könnte war mir neu.

Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitragvon Clark Flipper » 29. Dezember 2018, 11:26

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Für Camelot hättest du zum Anfang von Thoregon einsteigern müssen. :D

Stichwort: Menschheit ohne Perry.

Das Thema Friedensfahrer usw. wir noch ein eigener Zyklus behandelt. ;-)
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Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitragvon Richard » 29. Dezember 2018, 23:40

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Jep, da wäre eher mal Band 1800 ein guter Einstieg gewesen um mit Camelot (in PR) was anfangen zu können.

Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitragvon Arthur Dent » 30. Dezember 2018, 10:15

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@HOT
Du musst Dir keine Sorgen machen. Camelot ist nur ein flüchtiger Moment der Serienhistorie, der nie richtig gezündet hat.

Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitragvon Stalker » 30. Dezember 2018, 10:38

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Arthur Dent hat geschrieben:@HOT
Du musst Dir keine Sorgen machen. Camelot ist nur ein flüchtiger Moment der Serienhistorie, der nie richtig gezündet hat.


Das stimmt leider. Die Idee hatte richtig viel Potential, das leider nicht genutzt wurde.
Endlich wieder bei der EA aufgeholt

Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitragvon HOT » 1. Januar 2019, 12:46

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Heft 2239

Verrat auf der Kristallwelt

Autor: Rainer Castor

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Der Kugelsternhaufen um Arkon ist wieder sichtbar geworden. Der Kristallschirm, der seit 1303 NGZ das System umgab, ist mit dem Auftauchen der Hyperimpedanz erloschen. Zur Hebung der allgemeinen Moral und als Zeichen einer neuen Aufbruchstimmung sollen neben traditionellen Festlichkeiten auch technische »Durchbrüche« präsentiert werden. Angeblich steht eine Reaktivierung des Kristallschirms bevor, und es wird mit allen Mitteln versucht, die Reise zu den 1300 Lichtjahren entfernt stattfindenden 53. KAYMUURTES-Spielen zu ermöglichen.

Die Festivitäten bieten eine gute Gelegenheit, den Imperator zu sehen – in der Vorstellung einiger Kreise zum letzten Mal. Zahlreiche Anschläge sind in den letzten Jahrzehnten rechtzeitig vereitelt oder gerade noch verhindert worden, wobei jedem halbwegs politisch Kundigen klar war, dass es neben den offiziellen Versionen vom »spinnerten Einzeltäter« auch Strömungen und Interessengruppen im Hintergrund gab, die sich unweigerlich in den 80 Jahren Amtszeit von Bostich I. geformt hatten.

Asughan – Angehöriger der Kristallgarde und für die Sicherheit von Bostich I zuständig – sitzt mit brisanten, aber nicht gesicherten Informationen über einen geplanten Umsturzversuch in einem bekannten Feinschmecker-Restaurant, das in Geheimdienstkreisen als neutrales Gebiet gilt, um letzte Erkundigungen einzuholen.

Rückblick (30. Juli 1325 NGZ)
Auf Traversan wartet Jasmyne da Ariga auf das erste Treffen mit ihrem Vater – Atlan. Trotz ihres Alters und ihrer Erfahrung nervös, erinnert sie sich an Erzählungen über seinen Werdegang, an ihre Mutter Theta Ariga I. – die Herrscherin des Kristallimperiums und 1240 NGZ ermordet – und wie die beiden sich kennenlernten.

Atlan ist nicht nur aus privaten Gründen gekommen, sondern auch, um die (komplizierte) politische Situation zu besprechen. In dem Bewusstsein, dass man die Vergangenheit kennen sollte, um das Heute zu verstehen, lässt man noch einmal die Hintergründe und Zusammenhänge passieren, die zum jetzigen Zustand geführt haben.

Alle sind sich in einem Punkt einig: Ein Sturz Bostichs ist unter den gegebenen Umständen nicht wünschenswert und sollte mit allen Mitteln verhindert werden.

Kristallpalast (20. April 1332 NGZ)
Seit dem 14. Mai 1304 NGZ Zellaktivatorträger – verliehen von Lotho Keraete – verkörpert Bostich das anspruchsvolle, aber auch anstrengende Bild des immer frischen und aktiven Herrschers. Gelangweilt hält er Audienz und erinnert sich ...
... an das unbeschreibliche Gefühl, als der Aktivatorchip in seinen Körper drang,
... an den Einfluss der negativen Superintelligenz SEELENQUELL und die Befreiung davon, ausgerechnet durch die Terraner um Perry Rhodan,
... an die Warnungen seines vielleicht einzigen Freundes Aktakul, der im Gegensatz zu den Terranern auch ältere Aufzeichnungen über Hyperstürme berücksichtigte, z. B. die der Archaischen Perioden, in denen das damalige Reich fast völlig zum Erliegen kam,
... an den Zeitpunkt, an dem er unter „Anleitung“ der ihm von seinem (fehlerhaften) Extrasinnvorgespiegelten Traumzeit-Imperatoren den Plan zur Schaffung des Göttlichen Imperiums fasste, und wie er sich endlich von seinen »Schatten« erlöste,
... an die Katastrophen und Kämpfe der Vergangenheit, die das Imperium jedes Mal wieder gestärkt haben erstehen lassen (so würde es auch diesmal sein!),
... an die (Kommunikations-)Probleme, die allein die Ausdehnung des Imperiums unter den erschwerten Bedingungen schafft, z. B. die verstreuten Kolonialwelten und die Zersplitterung des Reiches,
... an die Lage in Hayok und die dortige Stationierung der Festung PRAETORIA durch die Terraner,
... und dass ausgerechnet jetzt Asughan Informationen über ein geplantes Attentat oder sogar einen Umsturzversuch bringt.

Ein Treffen allerdings kommt nicht mehr zustande. Bostich wird gemeldet, dass Asughan mit seinem Gleiter abgestürzt ist und – auf den ersten Blick unabhängig davon – ein Spezialitätenrestaurant durch eine Explosion vernichtet wurde.

Experiment (20. April 1332 NGZ)
Aktakul, der Wissenschaftler, beobachtet den Versuch, eine Probesonde durch einen Feldring in den Halbraum zu katapultieren. 700 Meter dicke und 3000 Meter durchmessende Plattformen mit an der Unterseite installierten Sonnenzapfern sollen die nötige Energie liefern.

Weniger ein Transmitter als mehr eine »Schleuder« ist das Prinzip von den Situationstransmittern oder »Stoßimpuls-Generatoren« entliehen.

Der Bann wird gebrochen – die Sonde erreicht eine Geschwindigkeit von 1.000.000 ÜL und eine Reichweite von 250 Lichtjahren. Durch fünf Stationen kann also die Entfernung zwischen Thantur-Lok und dem Austragungsort der schon erwähnten KAYMUURTES-Spiele überbrückt werden, speziell für die noch nicht an die Gegebenheiten angepassten Schiffe.

Kristallpalast (23. April 1332 NGZ)
Tagung des Regierungsgremiums – des Zwölferrates. Auch Jasmyne da Ariga ist anwesend. Bostich vermutet den/die Verräter in ihren Reihen, denn wer sonst könnte die Macht nach einem erfolgreichen Umsturz so schnell an sich reißen und auch behalten?

Es wird »Tagespolitik« besprochen: die Auswirkungen der erhöhten Hyperimpedanz, der erfolgreiche Versuch mit dem Stoßimpuls-Generator, Maßnahmen zur Stabilisierung und dann Verbesserung der wirtschaftlichen Lage und das Wichtigste – Beschaffung von so viel Hyperkristallen wie irgend möglich, auch um den Preis riesiger Schulden und notfalls auch mit militärischen Mitteln.

Später warnt ihn Jasmyne da Ariga vor den anderen Mitgliedern im Zwölferrat und davor, sich durch unbedachte Aktionen gegen Unschuldige weitere Feinde zu machen.
Schlussakt

Acht Verdächtige – jeder durch List auf einen anderen Ort aufmerksam gemacht, an dem ein Anschlag auf den Imperator möglich wäre; sieben Veranstaltungen, auf denen nichts passiert; die achte endet in einem Blutbad. Die Spur führt zu Thendorn da Gonozal, dem persönlichen Protegen Bostichs.

Für Bostich ist klar, dass hinter Thendorn der Klan der Gonozals steckt – eventuell sogar Atlan persönlich?

In der traditionellen Aufmachung eines Dagorista mit Schwert und Schild begibt sich Bostich auf den Weg zu dem enttarnten Verräter, der bisher nichts preisgegeben hat. Sich seiner Sache nicht ganz sicher, richtet er ihn dennoch mit dem Schwert.

Epilog
An einem unbekannten Ort beglückwünscht man sich zu dem gelungenen Plan, Bostich auf eine falsche Fährte gesetzt zu haben. Er misstraut jetzt den falschen Leuten, seine Aufmerksamkeit ist in die falsche Richtung gelenkt. Man wartet auf den richtigen Augenblick, um endgültig zuzuschlagen.

Persönliche Meinung:

Leider bleiben die Romane von Herrn Castor bei allem Respekt vor seinem umfangreichen Wissen weiterhin fast unlesbar für mich.

Statt eines technischen Handbuchs hat er diesmal einen Almanach des arkonidischen Adels abgeliefert. Dabei kann er durchaus beschreiben, macht das aber nur in Spurenelementen, wenn er z.B. einen Dialog zwischen Atlan und seiner Tocher in typischer Kneifel-Manier ablaufen lässt. Nun gut, ich habe auch den Werdegang von Bostich erfahren, den ich nur beiläufig als Protagonisten kannte.

Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitragvon Clark Flipper » 1. Januar 2019, 14:42

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Leider kann man Rainer Castor nicht mehr fragen, aber so manchesmal habe ich beim Lesen seiner Romane gedacht, ob er sich in der Pflicht sah, als "Experte" der er damals war, soviel an Informationen bringen zu müssen. :unsure:

Als ich damals "Der Blutvogt" gelesen habe, habe ich mir gewünscht das er auch bei PR so frei in den Romangeschichte hätte agieren könnte.

Manchmal hat es geklappt, hier allerdings sind es eher die Fakten die den Roman wichtig für das Perryversum machen.
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Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitragvon Plondfair » 1. Januar 2019, 16:05

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so verschieden sind die Geschmäcker, der 2239 hatte mir gefallen, für mich war dies eine Fortsetzung des 2039, wo eine detaillierter Gegenentwurf zum "westlich-demokratischer" LFT von RC ausgearbeitet wurde.

So ein Roman lieferte halt Perryversum-Grundsubstanz, den zivilisatorischen Rahmen , in dem unsere Romanfiguren agieren.

Natürlich ist die Kritik berechtigt, wie immer zu viel Datenfülle und zu viele Querverweise , danach kam ja lange Zeit von RC kein weiterer PR-Einzelroman, während er die ATLAN- exclusiv-Serie in Buchform umformte.

Einmal so ein Roman im Zyklus, incl. eines Romans mit der obligatorischen Lebensgeschichte einer neuen Figur, lass ich mir gerne gefallen. ;)

Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitragvon GruftiHH » 2. Januar 2019, 10:36

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Huch.... Da eilt HOT aber schon sehr schnell durch den Zyklus. :D

Da ich die Arkoniden mag hatte ich mich damals über den Roman sehr gefreut. Da kam viel Hintergrund Info....

Ich kann HOT aber verstehen. Es war schwere Kost. Geballtes Wissen.

Aber dann solltest Du, lieber HOT, mal die Arkon-Trilogie lder Blaubände lesen. DASSS ist Historie von Rainer Castor. LOL
* Am Ende des Regensbogen sehen wir uns wieder. *

Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitragvon HOT » 27. Januar 2019, 17:47

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Heft 2240

Der Graue Autonom

Autor: Frank Borsch

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Die sechzig auf Ham Erelca gefundenen Bionischen Kreuzer sind von den Motana nach Tom Karthay gebracht worden.

Venga, eine junge Botin der Planetaren Majestät Kischmeide, hat den Auftrag, am Teich der Trideage auf eine Botschaft der Ozeanischen Orakel zu warten. Nach einer Woche des Wartens taucht der Vater Keg Dellogun auf und fordert Venga auf, Perry Rhodan zu holen. Auf dem Weg zur SCHWERT verstaucht sich die Botin den Fuß, hält allerdings tapfer durch.

Als Perry Rhodan, Atlan, Zephyda und Rorkhete am Teich einlangen, ist von den Schota-Magathe nichts zu sehen. Irgendwann – Atlan wird schon ungeduldig – tauchen die seekuhartigen Wesen auf. Rorkhete bittet Keg Dellogun, seinen Stiefvater, noch einmal die Auren von Perry und Atlan zu prüfen. Dellogun lehnt ab, er sieht keinen Sinn darin, die Auren nochmals zu prüfen. Das Ergebnis der ersten Prüfung sei eindeutig, die beiden Ritter besäsen zwar eine Aura, aber es sei keine Schutzherrenaura. Um aber weitere Sicherheit zu haben, verweisst der alte Schota-Magathe auf den Grauen Autonom Ka Than. Er gibt den Rückzugsort des Autonomen bekannt, es ist der Planet Mykronoer, nur 33 Lichtjahre von Tom Karthay entfernt.

Die SCHWERT macht sich auf dem Weg ins Myk-System, mit an Bord auch Venga und die Ozeanischen Orakel. Während des Fluges bittet Perry Rhodan Keg Dellogun, den Boten von ES, Lotho Keraete, auf eine Aura zu prüfen. Der alte Weise kann nichts feststellen, erkennt aber etwas Besonderes an dem Boten der Superintelligenz. Aufgrund des unnachgiebigen Bohrens Perry Rhodans gibt Keg Dellogun die Geschichte seines Volkes preis:

Früher waren die Schota-Magathe die Friedensvermittler in Jamondi. Aufgrund ihrer Teleporterfähigkeit wurden sie von vielen Völkern verehrt. Allerdings rankten sich auch unwahre Legenden um die Macht der Orakel. Sie sind keine Hellseher, die in die Zukunft schauen können. Nach der Blutnacht von Barinx wurde ihr Volk von den Kybb gejagt. Nur wenige Splittergruppen überlebten.

Venga macht sich derweil an Rorkhete heran, sie will sein Geheimnis lüften, erfahren, warum er so verschlossen ist. Dies gelingt ihr auch zum Teil. Sie macht ihm Mut, seinem Ziehvater entgegenzutreten und ihn zur Rede zu stellen. Rorkhete sucht die Kabine der Orakel auf und es kommt zu einem heftigen Austausch von Meinungen. Rorkhete erfährt von den Gesetzen, die die Herrin der Ozeanischen Orakel erlassen hat, und dass Keg Dellogun gegen eine der zwei Regeln verstoßen habe und ein Ausgestoßener sei – alles nur wegen Rorkhete.

Auf Mykronoer angekommen, versuchen Rhodan, Atlan und Zephyda, zum Grauen Autonom vorzudringen. Mit dabei haben sie den Boten von ES auf einer Antigravliege. Der Autonom soll auch ihn genau untersuchen.

Durch eine Welt der Schatten erreichen die Gefährten den Thronsaal des Autonom, einer humanoiden Gestalt ohne rechte Konturen. Auch Ka Than prüft die Auren und kommt zu dem Ergebnis, dass sie zwar ähnlich denen der Schutzherren seien, aber mehr auch nicht. Den Vorstoß Perrys, die Auren zu modifizieren und die beiden Ritter doch zu Schutzherren zu erklären, lehnt Ka Than mit einer einfachen Begründung ab: Er könne gar keine Schutzherren weihen. Er sei zwar eine große Macht, aber nicht allmächtig. So offenbart er den Gefährten seine Geschichte, auch seinen verheerenden Fehler: die Erschaffung von Karel Vanidag. Nach diesem Fehlschlag zog er sich in die Neutralität zurück. Trotzdem gibt er Informationen weiter, die die Gefährten benötigen; er berichtet von den Schildwachen und dem Paragonkreuz. Zum Thema Lotho Keraete äußert er sich zurückhaltend. Das Wesen sei etwas besonderes, er will es untersuchen. Vielleicht kann Ka Than ihn wieder erwecken, dazu braucht er aber Zeit. Nach einigem Zögern lassen sich Atlan und Perry darauf ein, den Boten von ES zurückzulassen. Bevor sie den Grauen Autonom verlassen, bittet dieser Zephyda zu einem Gespräch unter vier Augen. Er gibt ihr indirekt zu verstehen, dass sie einen Konvent der Majestäten einberufen soll. Er deutet an, dass sie die nächste Stellare Majestät sein könnte.

Auf dem Rückflug zeichnet sich ein weiteres positives Ereignis ab: Venga kommt mit Atlan in Rorkhetes Kabine. Der Arkonide setzt sich mit dem Shoziden an einen Tisch und fängt an, diesem Lesen und Schreiben beizubringen, damit er in der Feste von Shoz die alten Unterlagen selbst durchforsten kann, auf der Suche nach seiner Vergangenheit.

Persönliche Meinung:

Frank Borsch hat ein reelles Stück PR abgeliefert. Es öffnet sich langsam zu den "Hintermännern" im Sternenozean. Rorkhete bekommt endlich seine Geschichte, die Kybb-Kranar sind nicht die einzigen Widersacher. Mal sehn, wie es weiter geht. Auf jedenfall geheimnisvoll und neugierig machend.

Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitragvon HOT » 31. Januar 2019, 18:51

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Heft 2241

Die Todbringer

Autor: Arndt Ellmer

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Handlung

Corestaar, der Karthog der Feste Roedergorm, wird seit Tagen von einem Schatten verfolgt. Trotz aller Versuche gelingt es ihm nicht, seinen Verfolger zu stellen. Atlan und Zephyda fahren mit der Ausbildung der Besatzungen für die Bionischen Kreuzer fort.

Perry Rhodan und Atlan machen sich auf die Suche nach der Ehernen Schildwache. Sie durchkämmen die Umgebung Kimtes, ohne eine Spur zu finden. Also müssen die beiden am Blisterherzen und am Teich der Trideage nach der Schildwache suchen. Dazu benötigen sie die Erlaubnis der Planetaren Majestät Kischmeide, die diese jedoch ohne Probleme gewährt.

Aber auch im Zentrum Kimtes finden sie keine Spur der Schildwache, die beiden beschließen, mit der SCHWERT nach Baikhal Cain zu fliegen, um dort im Land Keyzing nach der Medialen Schildwache zu suchen.

Bei der Ausbildung der Todbringer von der Feste Roedergorm bahnen sich derweil Probleme an: Die Motana von der Festung werden mit der Zeit aggressiv und greifen sogar ihre eigenen Leute an. Nach diesem Schub von Aggression werden die Todbringer depressiv und versuchen sich umzubringen. Es scheint keine Lösung für das Problem zu geben.

Derweil gelingt es den Karthog Corestaar, seinen Verfolger zu stellen. Es handelt sich um Selboo, der den Karthog dazu bringen möchte, noch einmal mit den anderen Motana zu singen. Nach langer Überredung durch Selboo willigt Corestaar schließlich ein, an Bord der SCHWERT zu kommen, in der Hoffnung, die Anwesenheit Corestaars könnte den Männern der Feste Roedergorm helfen. Der Karthog hält die Nähe zu singenden Quellen nicht aus, und stürmt aus der SCHWERT. Er stellt fest, dass der Gesang keinesfalls – wie von Zephyda vermutet – eine beruhigende Wirkung auf die Todbringer macht, im Gegenteil: Er macht sie noch aggressiver.

Yanathon und Selboo suchen in den alten Schriften der Feste Roedergorm nach einer Lösung für das Problem – und finden sie: Der Karthog der Feste hat das Potenzial zur Sanftwoge. Diese kann der Karthog durch Gesang auf die Todbringer von der Feste übertragen und so ihre Aggressivität mildern. Außerdem finden die beiden heraus, dass der Karthog immer ein Todbringer ist.

Selboo berichtet Corestaar von ihren Ergebnissen. Der Karthog ist überrascht über die Tatsache, dass er ein Todbringer ist, und kann sie erst einmal nicht akzeptieren. Er erklärt sich aber dazu bereit, seine Fähigkeit der »Sanftwoge« auszuprobieren.

Das Experiment gelingt, und während eines Chorals verteilt Corestaar die Sanftwoge über die Todbringer Roedergorms.

Nun steht dem Aufbruch nach Baikhal Cain nichts mehr im Wege. Die Flotte startet voll bemannt in Richtung des Heimatplaneten Zephydas. Dort angekommen, erwartet sie eine Flotte von 500 Raumern der Kybb-Cranar. 250 Schiffe können nach kurzem Kampf vernichtet werden. Der anderen Hälfte gelingt die Flucht. Die unerfahrenen Todbringer haben sich recht schnell warmgeschossen.

Mithilfe einer neuen Waffe, die Selboo entdeckt, wird das Hauptquartier der Kybb-Cranar auf Baikhal Cain, das Kybbur, zerstört. Auch mit den 4000 auf dem Planeten liegenden Raumern wird kurzer Prozess gemacht; die Motana vernichten alle gnadenlos.

Nicht nur diese Brutalität der Motana entsetzt Rhodan. Auch Zephyda, die nur noch Kriegsherrin genannt wird, trägt zur Sorge Rhodans bei, indem sie bekannt gibt, keine Gefangenen machen zu wollen.

Persönliche Meinung:

Motana rauf und runter eben - ich verzchte auf einen Kommentar.

Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitragvon HOT » 2. Februar 2019, 14:53

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Heft 2242

Letoxx der Fälscher

Autor: Robert Feldhoff

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Iant Letoxx ist ein Kybb-Trake. Bei seiner Abschlussprüfung hatte er betrogen. Mit dem Einsatz seines gesamten Vermögens hatte er einen Fünf-Plan bestochen und sich so die Prüfungsfragen besorgt. Sein Ausbilder und Intimfeind Didan Gerreth, ein Eins-Plan, vermutete auch Betrug, konnte aber keine Beweise finden.

Bei den Kybb-Traken kommt es nach bestandener Prüfung zur Beschneidung; dabei werden mit Fallbeilen, bei vollem Bewusstsein, die beiden Arme abgetrennt und durch kybernetische Modularme ersetzt. Schon bei der Beschneidung lässt Gerreth Letoxx wissen, dass er einen Betrug wittert. Letoxx stellt sich gleichgültig, wird dann aber von seinem hochrangigen Ausbilder ausgebootet. Er wird als Acht-Plan nach Futhorn, den Wrackplaneten, versetzt, einer Außenstation ohne wirkliche Funktion – der Endpunkt für Versager.

Auf Futhorn beginnt Letoxx, sich mit gefälschten Personalberichten hochzuarbeiten. Nach einem Jahr auf dem Wrackplaneten ist er bis in den Rang eines Eins-Plans dritter Klasse aufgestiegen und wird nach Tosh Mede versetzt, der Geheimniswelt.

Wie Letoxx von seinem Vorgesetzten gezeigt bekommt, wird auf Tosh Mede der Schaumopal, der auf Baikhal Cain abgebaut wird, eingelagert. Ebenso erfährt er von Motana-Föten, die von Ash Irthumo angeliefert werden. Auch auf Tosh Mede arbeitet er sich mit seinen üblichen Tricks weiter nach oben.

Nach einem Schaumopalunfall, bei dem er die gesamte Anstalt durch sein beherztes Eingreifen rettet, erhält er eine Belobigung, und wegen seiner Manipulationen wird er wenig später zu einem Eins-Plan erster Klasse befördert. Danach erhält er Zugang zum primären Kreis der Anlage. Dort erfährt er, dass der Schaumopal zu so genannten Opalziegeln gebrannt wird. Zu diesem Zweck werden auch die Montana-Föten gebraucht, diese werden verbrannt und setzen dabei einen Psi-Stoß frei, der den Schaumopal transportfähig macht. Die Ziegel werden danach mit Transportraumern ins Tan-Jamondi-System transportiert, das geheimnisvollste System Jamondis, immer zwanzig Ziegel in einem Transport.

Mit der Zeit kommt es immer häufiger zu Veränderungen der Hyperimpedanz. Letoxx erpresst den Kommandanten der Anstalt, ihm den letzten Frachter zu überlassen, dieser hat nur achtzehn Ziegel geladen, um damit Tan-Jamondi anzufliegen. Er erkennt, dass die Hyperimpedanz sich nicht mehr umkehren wird. Dank seiner kleinen Erpressung bekommt er seinen Wunsch erfüllt.

Mit letzter Kraft erreicht der Traponder EVIKE das Tan-Jamondi-System und die Besatzung wird gefangen genommen. Das Raumschiff wird von den so genannten SPURHÖFEN via DISTANZSPUR weiter zum Schloss Kherzesch abgestrahlt.

Aufgrund seiner Leistungen, vor allem weil sich seine Vermutung bezüglich der Hyperimpedanz bestätigt, wird er zum Eins-Katalog dritter Klasse befördert – seine erste Beförderung ohne Tricks – und auf Tan-Eis, den dritten Planeten des Tan-Jamondi-Systems, versetzt. Dort bekommt er das Kommando über die Museumsstadt Taukirk. Als Adjutant wird ihm sein verhasster Ex-Ausbilder Didan Gerreth zugeteilt.

Nach dem Zusammenbruch aller syntronischen und anderer Hightechgeräte sieht Letoxx seine Chance gekommen. Was in Taukirk lagert, ist plötzlich kein archaischer Schrott mehr, sondern lebensnotwendige und vor allem funktionierende Technik.

Nachdem er von Taukirk aus die anderen Städte mit dem Wichtigsten versorgt hat, finden sich auch drei alte Raumer, die wieder raumtüchtig gemacht werden und mit denen er zu einem der SPURHÖFE fliegt. Durch seine Leistungen wird er wieder aus Taukirk abgezogen, und er bekommt den Auftrag, das zusammengebrochene Funkrelaisnetz in Jamondi zu reaktivieren – eigentlich eine unmögliche Aufgabe, aber durch seine Kenntnisse, die er in der Museumsstadt erlangt hat, kann er auch diese Klippe umschiffen. Es gelingt ihm, das alte positronische Funknetz zu reaktivieren.

Durch seine Leistungen wird er weiter befördert zu einem Eins-Katalog zweiter Klasse und darf, auf Anordnung eines geheimnisvollen Prim-Direktors sogar an Sitzungen der Eins-Kataloge erster Klasse teilnehmen.

Als über die neuen Funkstrecken die Meldung kommt, dass ein Bionischer Kreuzer bei Baikhal Cain gesichtet wurde, bekommt er den Auftrag, diesen Kreuzer abzufangen. Ihm ist klar, dass dies mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln nicht so einfach möglich ist. Indem er Zeit schindet, findet er die Lösung in den Tiefen der Museumsstadt. Obwohl ihn sein ehemaliger Adjutant Gerreth und die ehemalige Museumskomandantin Kil Dinike hintergehen, kann er diesen Verrat an ihm aufdecken. Er tötet Dinike und Gerreth und lässt zwei so genannte K/Neutros an Bord seines Flaggschiffes bringen, um sie auf dem Weg nach Baikhal Cain zu untersuchen. Und tatsächlich handelt es sich um die Waffen, mit denen ehemals die Bionischen Kreuzer vernichtend geschlagen werden konnten.

Persönliche Meinung:

Spitzenmäßiger Roman von Feldhoff. Hier hält er, was ich mir von ihm versprochen habe. Genial bechreibt der die fremde Kultur der Traken, ihre starre Hierarchie, die internen Machtkämpfe, merkwürdige Techno-Rituale gepaart mit animalischer Biologie. Dazwischen der Karrierist, der Betrüger, der Mörder, der doch schlauer als alle anderen ist.

Feldhoff schafft es, dass man sich mit so Einem identifiziert und hofft, dass er durchkommt und es schafft. Aber: Halt! Das ist ja die Gegenseite, die rüssten ja gegen die Bionischen Kreuzer der Motana, gegen die Guten, gegen Perry und Atlan. Oh, Mann!

Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitragvon HOT » 9. Februar 2019, 11:26

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Auf die Gefahr hin, dass ich nur noch mit mir selbst diskutiere, teile ich trotzdem auch den nächsten Roman mit Euch:

Heft 2243

Die Mediale Schildwache

Autor: Frank Borsch

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Nachdem die Motana mit ihrer Flotte aus 61 Bionischen Kreuzern die Kybb-Cranar aus dem System von Baikhal Cain vertrieben haben, stehen sie vor einem Flüchtlingsproblem.

In der Gewissheit, dass der Planet auf Dauer nicht zu halten ist, versuchen die Motana, die größtmögliche Zahl ihrer Artgenossen zu retten. Immer mehr Motana trauen sich aus ihren Verstecken in den Wäldern und machen sich auf den Weg zum Raumhafen von Baikhalis. Zephyda koordiniert die Evakuierung des Planeten, da in jeder Sekunde mit der Rückkehr einer verstärkten Kybbkrieger-Armee zu rechnen ist.

Während die Motana zum 6,7 Lichtjahre entfernten Ios-System gebracht werden sollen, will Perry Rhodan im Land Keyzing nach der Medialen Schildwache suchen. Nachdem er tagelang alleine wartet, bekommt er in seinen Träumen den Weg zur Station der Medialen Schildwache gewiesen. Nach über einem Monat wird Perry Rhodan dann auch real fündig; er entdeckt die Station der Schildwache und kann in sie eindringen. Allerdings findet er nur verlassene Räume vor, nur in die Zentrale kann er nicht vordringen, sie ist verschlossen. Bei einem weiteren nächtlichen Traumaufeinandertreffen befragt ihn die Schildwache, in der Sprache der Mächtigen, nach seiner Einstellung im Bezug auf die Hohen Mächte des Universums. Die Antwort lautet, dass Rhodan weder den Kosmokratenweg bevorzugt, noch den der Chaotarchen, er sei beiden Seiten zu nichts verpflichtet. Nach seiner Moral befragt, lautet die Antwort Rhodans:

»Ich sehe mich in der moralischen Tradition der alten Ritter der Tiefe, die niemals Macht um ihrer selbst willen anhäuften. Die halfen.«

Die Schildwache schien mit den Antworten zufrieden zu sein und verschwamm in Rhodans Traum.

Während Rhodan im Land Keyzing unterwegs ist, lässt Zephyda den Heiligen Berg sprengen und vernichtet damit das einzige bekannte Vorkommen von Schaumopal.

Als Rhodan zur Schildwachen-Station zurückkommt, ist auch das Zentralschott kein Hindernis mehr. Dort findet er die Mediale Schildwache, sie hat den Körperbau einer Frau, goldschimmernde Haut, Rhodan ist fasziniert. Die Schildwache ist in ein Stasisfeld gehüllt und scheinbar in ihren Träumen gefangen. Perry schafft es gerade, das Feld zu deaktivieren, als Alarm durch die Station gellt.

Die Kybb greifen an, Iant Letoxx mit seinen 1005 Schiffen. Zephyda schickt den Kreuzer GRÜNER MOND auf die Suche nach Perry und der Schildwache, während sie sich mit der SCHWERT und den anderen Bionischen Kreuzern der Kybbflotte zum Gefecht stellt. Zuerst sieht es nach einem leichten Sieg der Motana aus, doch dann ...

Kurz vor der Rückeroberung von Baikhal Cain kann Perry Rhodan sich und die Mediale Schildwache in Sicherheit bringen. Bei dieser Aktion löst ein Mechanimus der versteckten Station der Medialen Schildwache das Abschmelzen des Eises im Land Keyzing aus, doch die GRÜNER MOND rettet die beiden von der Oberfläche.

Etwa zur selben Zeit lässt Letoxx die K/Neutros einsetzen und stürzt dadurch die gesamte Motanaflotte ins Chaos, die Epha-Motana können unter dem Psi-Einfluss nicht mehr auf die Matrix zugreifen, die Bionischen Kreuzer werden flügellahm, die STURMWIND wird das erste Opfer der Kybb. Es folgen noch zwanzig weitere Bionische Kreuzer, doch die totale Vernichtung bleibt aus. Die Motana schaffen es, sich der Psi-Wellenfront ein wenig anzupassen und zu fliehen.

Persönliche Meinung:
Die Handlung im Sternenozean nimmt weiter Fahrt auf. Nachdem wir uns lange genug in den Wäldern und Burgen der Montana rumgetrieben haben und ich dachte, die Bionischen Kreuzer machen der Kybb-Zivilisation den Garaus, hat doch dieser verdammte Lentoxx im letzten Heft eine üble Geheimwaffe K/Neutros gefunden und bis zum Schluss des Romans ist mir nicht kar, wie es ausgeht. Dramatisch und spannend, konnte nicht aufhören zu lesen, bis ich durch war.

Rhodans Suche nach der Schildwache fand ich nicht so ganz logisch, aber vielleicht habe ich auch was nicht verstanden, jedenfalls wunderte mich die ganze Szenerie etwas. Aber unser Held stand im Mittelpunkt, hatte eine wundersame Begegnung, zu der anscheinend nur er fähig war. Stand gut in der Tradition, dass nur Perry selber - z.B. auf dem Planeten bei BARDIOC oder bei Prüfungenn durch ES - eine entscheidende Rolle gegenüber einer außergewöhnlichen außerirdischen Intelligenz spielen kann.

Die blaue Dame auf dem Titelbild nahm insofern vielleicht etwas viel vorweg, aber ich hatte da garnicht so drauf geachtet.

Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitragvon nanograinger » 9. Februar 2019, 22:23

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HOT hat geschrieben:Auf die Gefahr hin, dass ich nur noch mit mir selbst diskutiere, teile ich trotzdem auch den nächsten Roman mit Euch:
...

Keine Bange....

Letoxx, der Fälscher ist einer der besten Romane von RF, keine Frage. Der Roman ist in vieler Hinsicht vergleichbar mit seinem PR-Erstling, PR 1328 "Die Harmonie des Todes". Dor wird die (bis dato) Lebensgeschichte des Ophalers Salaam Siin erzählt, ein der positivsten Charaktere der ganzen PR-Serie. Hier erzählt er nun die Lebensgeschichte (in Überlänge) des "Fälschers" Letoxx, Wie HOT schon oben schreibt, schafft es RF, diesen an sich üblen Charakter innerhalb einer sehr inhumanen Kultur trotzdem zu einem Sympathieträger werden zu lassen. Das muss man erstmal schaffen. Für Nachwuchsautoren ist das wohl ein Roman aus dem Lehrbuch. B-)

Aber auch handlungsmäßig geht es mächtig voran. Letoxx findet die K/Neutros und es ist klar, dass man damit den Bionischen Kreuzern schwere Probleme machen kann. Und so kommt es auch im nächsten Roman, Darüber hinaus tastet man sich (zunächst als Leser) an die nächst höhere Strukturen heran, sowohl was die Kybb angeht (Tan-Eis, Spurhöfe, Schloss Kerzesch) als auch die eigene Seite (die Schildwachen in Borschs Roman, der auch sehr gelungen ist).

Es geht also weiter auf die nächste Stufe der Eskalation. Aber was spätestens hier klar wird: Die Grausamkeit der Gegner ist nicht nur eine Eigenschaft der unteren Chargen. Die Herstellung der Opalziegel aus Schaumopal und Motana-Föten spengt alles bisher dagewesene in der PR-Serie. Und die Opalziegel gehen ja ans Schloss Kerzesch, wo der Schlossherr sicher weiß, wie die "Ziegel" hergestellt werden.

Der Zyklus ist wirklich nichts für Zartbesaitete...

Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitragvon HOT » 10. Februar 2019, 19:36

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@nanograinger: Na, dann kann's doch mit Freuden weiter gehen!

Heft 2244

Bürgergarde Terrania

Autor: Horst Hoffmann

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Unsere Geschichte beginnt mit zwei Morden. Das erste Opfer ist Jehad, einer der vierzehn engsten Mitarbeiter (Adjunkten) des Sektenführers Carlosch Imberlock; das zweite seine Lebensgefährtin Alisha, die zur falschen Zeit in ihr Appartement zurückkommt und eine Fremde vorfindet, die sich Dateien mit wichtigen Plänen aus dem Computersystem lädt.

In der Sagha-Eysbir-Halle – benannt nach der Tochter von Theorod Eysbir, der von ihr verraten wurde (siehe Band 2213) – treffen sich 200 maskierte Leute, die mit der Situation im Zusammenhang mit der Sekte um Gon-Orbhon unzufrieden sind. Der Einfluss derselben steigt stetig, und die Regierenden wollen oder können nichts dagegen unternehmen. Als erster Redner tritt Terrence auf, die rechte Hand von Marschall Tellon, dem Kopf der Bürgergarde Terrania. Der Marschall selbst erscheint in einem Verzerrerfeld als dunkler Schatten. Er will die Existenz der Bürgergarde bekannt machen und ruft zum offenen Kampf gegen die Sekte auf. Seine Rede endet mit den Worten: »Ab heute wird zurückgeschlagen!« Die Art des Auftritts und die Rede finden starken Anklang, und viele nehmen vor Begeisterung ihre Masken ab. Der Marschall verlässt die Versammlung, und Terrence als Kontaktperson übernimmt die weitere Organisation.

Unter den Anwesenden befinden sich viele bekannte Persönlichkeiten, einer von ihnen ist Arthur G. Darkoven, ein erfolgreicher Anwalt mit einem leichten Herzleiden. Darkoven ist der Idee vom »aktiven« Widerstand gegen den Kult um Gon-Orbhon regelrecht verfallen; sein Leben erhält von diesem Moment an einen neuen Fokus. Ungeduldig wird er zusammen mit einigen Gleichgesinnten unabhängig von der »offiziellen« Marschrichtung der Bürgergarde einen eigenen Anschlag planen, in der Hoffnung, anschließend vom Marschall bestätigt zu werden.

Im Orbit um Terra kreist seit mehreren Tagen mit unklarem Auftrag die Space-Jet WAYMORE mit drei Angehörigen des Terranischen Liga-Dienstes an Bord: Chip Greuther, der Chef der Truppe; Bernie Schneider, trinkender und Zigarre rauchender Mediker sowie traditioneller Anhänger des sogenannten »Karnevals«; und schließlich Maggie Sweeken, Funkerin und Ablösung für die überraschend abberufene Tamara Ortiz. Wichtigstes Gesprächsthema – neben den nervigen »Goodies« von Bernie über seine Zeit als erfolgreicher Stationsarzt – ist natürlich die Sekte um Gon-Orbhon. Dabei hat jeder der drei neben der offiziellen Haltung – also Religionsfreiheit, solange keine Gesetze nachweislich gebrochen werden – seine ganz privaten Ansichten.

Ein weiteres Thema ist die geheimnisvolle Baustelle am Mond, und zum ersten Mal fällt der Begriff Operation Kristallsturm, ohne allerdings mehr zu wissen als die Gerüchteküche hergibt.

In der WAYMORE geht das Warten weiter; Anfragen werden hinhaltend beantwortet. Dann endlich – das von Chip lang erwartete Signal »Tiritomba« geht ein und sie werden über die Hintergründe ihres Auftrags unterrichtet: Zum ersten Mal seit langer Zeit hat ein Raumschiff von außerhalb (!) des Sonnensystems den beschwerlichen Weg zur Erde zurückgelegt, genauer: Der 500-Meter-Frachter TOMBA von Ferrol (System Wega, Entfernung 27 Lichtjahre) mit 500 Millionen Mikro-Fusionsreaktoren an Bord, ein in der augenblicklichen Lage unermesslicher Wert. Die WAYMORE nun soll die TOMBA sicher bis zur Landung begleiten. Welch lohnenderes Ziel gäbe es für einen technikfeindlichen Attentäter, der noch im Solsystem oder kurz vor der Landung aktiv werden könnte? An Bord der TOMBA hat man noch nichts von Gon-Orbhon gehört, und dementsprechend ungehalten ist man über die »Belästigung«.

Die angespannte Lage wird deutlich, als Bernie Schneider auf der TOMBA überreagiert – er »stellt« den jungen Rechnerspezialisten Alonso, der sich seiner Meinung nach auffällig benommen hat. Das Ganze stellt sich allerdings als Missverständnis heraus, das von Elya Comarro, der Kommandantin der TOMBA (zudem noch Alonsos Mutter) aufgeklärt wird.

Die Ankunft auf der Erde wird mit großem Hallo gefeiert – der befürchtete Anschlag erfolgt NACH der Landung bei Löschung der Fracht. Das Resultat sind mindestens 31 Tote, 100 Verletzte und eine Menge zerstörter Reaktoren.

In einem persönlichen Treffen mit Noviel Residor wird Chip über die Lage und einige Hintergründe unterrichtet. Offiziell kann man nichts gegen die Sekte unternehmen. Zwar hat man nachweislich Spuren bzw. Rückstände einer direkten Mitarbeiterin aus dem inneren Kreis um Carlosch Imberlock gefunden, aber Imberlock selbst distanziert sich von solchen Taten und stellt sie als Einzelaktionen dar.

Dann wird Chip erklärt, dass man die Anhänger der Sekte im Prinzip nicht für ihre Taten verantwortlich machen kann, da sie wahrscheinlich unter fremdem Einfluss stehen. In der Sonne befinden sich die Überreste einer ehemaligen Superintelligenz Namens ARCHETIM, die wiederum von außerhalb über eine Brücke angezapft wird. Die Entstehung dieser Brücke und des Gon-Orbhon-Kultes fallen zeitlich zusammen, so dass ein Zusammenhang mehr als nur wahrscheinlich ist.

Als Nächstes wird ihm eröffnet, dass die Bürgergarde Terrania als illegale Vereinigung angesehen wird, die Selbstjustiz üben will. Chip und sein Team sollen eingeschleust werden, um mehr über die Pläne der Garde und speziell über Marschall Tellon in Erfahrung zu bringen. Alarmierend ist, dass es der Bürgergarde gelungen ist, die Tonkanäle öffentlicher Sender mit ihren eigenen Ausstrahlungen zu überlagern und dass Terrence, obwohl er offen auftritt, als unbekannt gilt! Es ist deshalb nicht auszuschließen, dass die Garde heimliche Unterstützung durch TLD-Agenten bekommt, eventuell sogar aus höchsten Kreisen.

Arthur G. Darkoven hat seinen Anschlag durchgeführt, bei dem 13 Jünger umgekommen sind, konnte aber seitdem noch keinen Kontakt mit Terrence herstellen. Endlich zu einem Treffen mit Marschall Tellon geladen, wird er von diesem wegen seiner Einzelaktion getadelt, da er der Organisation hätte schaden können. Der Zulauf hatte kurzfristig nachgelassen, erst der Anschlag auf die TOMBA hat das Blatt wieder gewendet, ja die neuen Mitglieder der Garde könnten sich sogar als »brauchbarer« erweisen, da es Leute sind, die auch endlich zuschlagen wollen.

Chip und sein Team fliegen zum Tempel der Degression, um sich selbst ein Bild von der Umgebung und von Carlosch Imberlock zu machen. Die Gebäude im Umkreis des Tempels sind von ihren früheren Bewohnern verlassen worden und haben sich zu einem Ghetto für die Sektenanhänger entwickelt.

Chip unterbreitet Imberlock das Angebot, dass der TLD die Sekte vor weiteren Übergriffen der Bürgergarde schützt; im Gegenzug sollen sie auf Aktionen gegen die Garde verzichten. Imberlock lehnt hochmütig ab und das Team hat Mühe, sich angesichts derartiger Überheblichkeit zu beherrschen.

Als sie noch einmal das von der Bürgergarde zerstörte Haus untersuchen, bei dem die 13 Jünger getötet wurden, erkennt Bernie Schneider unter den am Tatort aufgefundenen Gegenständen einen kleinen Inhalator für Brust- oder Herzkranke.

Inzwischen erfolgen die Sendungen der Bürgergarde sogar mit überlagertem Bild.

Das Team will nun versuchen, sich in die Bürgergarde einzuschleusen, und die Kontaktaufnahme erfolgt erwartungsgemäß leicht. Sie erleben eine Anwerbeaktion, schreiben sich ein und warten. Mehrmals werden sie zu Treffen geladen und immer werden sie vertröstet. Die Aufträge, die sie erhalten, sind zumeist kleinere Dinge wie Botendienste. Zumindest bekommen sie so die Möglichkeit, Bilder zu machen und die eine oder andere Wanze anzubringen. Um auf sich aufmerksam zu machen, liefern sie sogar TLD-eigenes Material über geplante Aktionen der Sekte. Beim nächsten ereignislosen Treffen spielt Chip dann den ausrastenden Ungeduldigen, und tatsächlich erhält er von Terrence direkt den Auftrag, sich für »eine große Sache« bereitzuhalten.

Am Morgen des folgenden Tages dann die Nachricht: ein Attentat, bei dem Imberlock, seine vierzehn Adjunkten und weitere Jünger umgekommen sind.

Chip befürchtet noch einen weiteren großen Schlag – schließlich soll er selbst sich ja dafür bereithalten – und sieht nur noch eine Möglichkeit des Handelns. Allein macht er sich auf den Weg, als überraschend Imberlock unversehrt im Video auftaucht!

Chip wundert sich nicht mehr, dass der TLD den Aktionen der Bürgergarde macht- und einfallslos gegenübersteht – es MUSS einen oder mehrere TLD-Agenten im Dienste der Garde geben.

Er klappert mehrere Treffpunkte auf der Suche nach Terrence ab. Bernie Schneider wartet inzwischen auf Darkoven, den er wegen seines Herzleidens für Tellon hält. Chip spürt Terrence auf und entnimmt seinem Computer Hinweise auf den Aufenthaltsort des Marschalls. Dort angekommen, findet er Bernie Schneider – der ihm diesmal zuvorgekommen ist – und den in sein Feld gehüllten Marschall Tellon vor, ohne dass die beiden ihn bemerken. Der Marschall droht mit der Sprengung des gesamten Tempels, falls Schneider etwas gegen ihn unternehmen sollte. Bernie ist sich seiner Sache zuerst nicht sicher, aber dann erkennt er sein ehemaliges Teammitglied Tamara Ortiz! Bevor diese aktiv werden kann, greift Chip ein und entfernt mit einem Desintegrator ihre beiden Hände – zuerst die mit dem Sender zur Sprengung des Tempels, dann die mit der Waffe. Ein weiterer Wächter wird von der eintreffenden Maggie betäubt.

Später wird ihnen die ganze Geschichte erzählt: Tamara Ortiz war eigentlich auf Carlosch Imberlock und seine Jünger angesetzt, dann auf die Bürgergarde, aber zu der Zeit war sie schon in die Rolle des Marschall Tellon geschlüpft. Der Anschlag auf den Tempel war ihr ein Leichtes, da sie selbst die Überwachung des Tempelbezirks leitete.

Das Team wird belobigt, erhält drei Tage Sonderurlaub und soll anschließend weiter Schutzdienst für die Sekte verrichten.

Persönliche Meinung:

Nach dem humoristischen Heft 2222 vom selben Autor, hatte ich doch ein wenig Angst, hier enttäuscht zu werden. Aber: Im Gegenteil.

Es wurde hier ein richtiger Thriller geboten, der dem "Sternenbiest" von Feldhoff durchaus das Wasser reichen kann. Krimi oder Thriller sind durchaus etwas, was ich gerne lese, wenn der Autor einem damit nicht nur die Nerven kitzeln, sondern auch noch wirklich was zu erzählen hat.

Hoffmann zeigt uns eine erschreckend aktuell anmutende Handlung zwischen religiösen Fanatikern und Selbstmordattentätern, seinen nicht weniger aufgehetzten Gegnern - einer von undurchsichtigen Gestalten geführte Bürgerwehr - und drei TLD-Agenten, die mit ihren eigenen Loyalitäten hadern und dabei psychologisch differenziert beschrieben werden. Vielleicht sind die Agenten sogar etwas zu sehr mit Problemen, Zweifeln und gegenseitigen schwierigen Beziehungen für einen so kurzen Roman überfrachtet und Hoffmann hätte nur aus einer persönlichen Perspektive erzählen sollen. Besser aber so, als flache, stereotype Charaktere, wie sie bei Vielschreibern zu oft vorkommen.

Der religiöse Führer Carlosch Imberlock gewinnt bei Hoffmann für mich mehr Autenzität, als bei den bisherigen Beschreibungen anderer Autoren.

Kurz und gut: Weiter so und bald wieder von Horst Hoffmann.

Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitragvon nanograinger » 11. Februar 2019, 17:10

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In der Tat ist die Situation für die Regierung und den TLD sehr unangenehm. Man weiß, dass die Sektenmitglieder (zumeist) beeinflusst ist, will das aber nicht öffentlich machen, weil man nicht die Macht dahinter über das eigene Wissen informieren will (man weiß ja nicht, um wen es sich hierbei handelt). Man muss also sogar die Sekte vor den Leuten wie die Bürgergarde schützen, was sicher ungeheuer populär ist, da ja die Sektenmitglieder auch Anschläge verüben. Hoffmann brachte diese Zwickmühle gut herüber, wenn ich mich recht erinnere.

Operation Kristallsturm: Nächster Roman.

Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitragvon HOT » 15. Februar 2019, 18:13

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Heft 2245

Opeeration Kristallsturm

Autor: Arndt Ellmer

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Das streng geheime Projekt RAINBOW steht kurz vor der Vollendung – geheim deshalb, weil man Anschläge der technikfeindlichen Sekte um Gon-Orbhon befürchtet; geheim auch nicht nur nach außen – so wird zum Beispiel der Produktionsmanager nicht über alle Fertigungsabläufe unterrichtet, und zu einem klärenden Gespräch mit ihm kommt Malcolm S. Daellian lieber »in Person«, als eine eventuell unsichere Video-Konferenz abzuhalten. Das Konstruktionsbüro für RAINBOW ist zur Tarnung in einem Hangar untergebracht, zu dem sogar ein normaler Alltagsbetrieb vorgetäuscht wird.

Die hohe Priorität des Projektes erkennt man auch daran, dass Malcolm zur Einhaltung des Fertigstellungstermins kurzfristig (genauer bis heute Abend) 200 zusätzliche Helfer für die Montage im Orbit anfordern kann.

Montage wovon? Offensichtlich handelt es sich bei RAINBOW um ein »Zapfschiff« zur Energiegewinnung – eine Methode, die auch schon von den Arkoniden mit Erfolg getestet wurde (siehe Band 2239). In einer möglichen endgültigen Ausbaustufe könnte die gespeicherte Energie dann über Tankstationen weitergegeben werden, die im ganzen Sonnensystem verteilt wären und an denen bis zu 48 Raumschiffe gleichzeitig andocken könnten. Für Malcolm sind diese weitreichenden Pläne aber vorerst noch Zukunftsmusik. Andere Fragen sind drängender – so zum Beispiel das Zusammenspiel von Zapfer und Speicher oder die technische Berücksichtigung der letzten Erkenntnisse aus der Hyperimpedanz-Forschung.

Außerdem hat er die Folgen seines Unfalls noch nicht in letzter Konsequenz überwunden; dauernde zynische Anspielungen auf seinen Zustand gehören inzwischen zu jedem Gespräch und sogar zu seinen eigenen Gedanken.

Über eine abgeschirmte Verbindung erkundigt sich Myles Kantor nach dem Fortschritt von RAINBOW. Er selbst hält sich im Volcan-Center auf dem Merkur auf, wo man versucht, Unregelmäßigkeiten im Strahlungsspektrum der Sonne zu finden, die Hinweise auf die tote Superintelligenz ARCHETIM geben könnten. Dafür braucht man viel Energie, und ein erfolgreicher Versuch mit RAINBOW könnte die Situation sowohl diesbezüglich als auch eventuell die gesamte Problematik um Gon-Orbhon schlagartig ändern.

Zum Schluss erkundigt sich Malcolm noch nach den Aktivitäten auf dem Mond, erhält aber eine ausweichende Antwort, was seine Neugier natürlich nur vergrößert.

Außerdem macht er sich Sorgen wegen eines möglichen Anschlags auf RAINBOW. Praktisch jeder kann sozusagen »über Nacht« unter den Einfluss Gon-Orbhons geraten und das Projekt sabotieren. Deshalb hat er einigen Robotern folgende Aufgabenstellung gegeben: Wo in RAINBOW bringe ich am besten eine Bombe an, um den größtmöglichen Schaden für Material und Menschen zu verursachen?

Auf dem Weg zu einem Shuttle, das ihn in den geostationären Orbit von RAINBOW bringen soll, erhält er von NATHAN die letzten Meldungen: Vorerst ist nicht mit Schwankungen in der Hyperimpedanz zu rechnen – solche Einflüsse während eines Experiments könnten unabsehbare Folgen haben! – Und ein Anschlag in der Techniksektion des Rainbow-Dome konnte gerade noch vereitelt werden; der Attentäter allerdings hat sich selbst getötet.

Dann begegnet er auf etwas seltsame Art Noviel Residor, dem TLD-Chef. Dieser bittet Malcolm, den Testflug nicht mitzumachen, da erstens nicht auszuschließen ist, dass sich ein »Schläfer« an Bord befindet, und zweitens ist das Experiment gefährlich. Malcolm aber empfindet es als seine Pflicht, dabei zu sein, und verabschiedet sich mit den Worten: »Totes Wissen nützt niemandem.«

Endlich unterwegs, will Malcolm aber erst noch einen Abstecher zum Mond machen, um jetzt endlich zu sehen, was dort vorgeht. Obwohl er nicht zu den direkt autorisierten Personen gehört, ist er wichtig genug, um sich ein wenig Ärger leisten zu können. Er bittet den Piloten, an der Sperrzone entlangzufliegen, um mit den Teleoptiken einen Blick riskieren zu können. Im Inneren des von Kleinstraumschiffen abgeschirmten Hohlraums erkennen sie zehn Entdecker der zweiten Generation, 30 Tender der PONTON-Klasse sowie 30 QUASAR-Raumer (»LFT-BOXEN«). Warum, fragt sich Malcolm, dieser Aufwand; wirklich nur zur Sicherung von Hyperkristallminen oder doch ein Angriff auf den arkonidischen Kristallschirm? Zum einen fühlt er sich übergangen, weil er nicht informiert ist, andererseits aber sieht er diese Maßnahme ein, da er ja auch übernommen werden könnte.

Zurück im Erdorbit, sehen sie das Zapfschiff: eine offene Gitterkonstruktion, die als Gerüst dient für zehn Ringspeicher mit je 500 Meter Durchmesser und 50 Meter Dicke, für eine Kommandoeinheit aus einem umgebauten VESTA-Kreuzer, und dazwischen weitere Anlagen wie Kraftwerke, Generatoren und Triebwerke. An den Polen sitzen zwei bewegliche Parabol-Zapfantennen mit 500 Meter Durchmesser. Das Ganze wirkt wie ein Raumschiff ohne Außenverkleidung.

Malcolm macht einen ersten »Rundflug« durch das Gerüst und sucht nach möglichen Angriffspunkten, die auch für einen Attentäter in Frage kämen. Entsprechend der simulierten Szenarien wäre der beste Ort für eine Bombe in der Nähe der nach ihm benannten Daellian-Meiler. Eine Explosion hier würde in einer Kettenreaktion auch die Energiespeicher erfassen, und die Explosion wäre dann wohl noch weit draußen im Raum zu sehen.

RAINBOW I macht sich zusammen mit den Begleitschiffen auf den Weg. Das Ziel – die Sonne – ist nach 1,5 Stunden erreicht.

Malcolm begibt sich im Schutz eines Deflektorfeldes wieder nach draußen. Eine holografische Simulation nimmt seinen Platz ein. Er informiert niemanden, da alle verdächtig sind. Wenn ein Attentäter zuschlagen sollte, dann wenn alle Speicher gefüllt sind – der Effekt wäre einfach größer und sicherer.

Malcolm wendet einen Trick an: Er verändert die Temperatur in gewissen Innenbereichen und beobachtet dann im Infraroten; tatsächlich entdeckt er auf diese Weise ein »Wärmeloch« – einen blinden Passagier.

Der Zapfvorgang beginnt und der Energiedurchsatz wird langsam erhöht. Malcolm beobachtet weiter das »Wärmeloch«, das jetzt, wie vermutet, zu den Daellian-Meilern unterwegs ist. Als der Attentäter aktiv werden will, kann ihn Malcolm außer Gefecht setzen. Er versucht noch, Informationen zu bekommen, aber der Attentäter begeht wie gewohnt vorher Selbstmord.

In diesem Augenblick geht der Alarm los. Es scheint, als wenn die Physik beenden wollte, was der Attentäter nicht geschafft hat: Die Ringspeicher zeigen Überlastung. Der Zapfdurchsatz wird heruntergefahren und Energie abgelassen. Alle Techniker, die noch »draußen« sind, werden in die Zentralkugel geholt. Die Begleitschiffe werden über die Situation informiert. Dann wird die Sicherheitszelle abgesprengt, allerdings in Richtung Sonne. Als das Zapfschiff explodiert, bekommen sie einen zusätzlichen Schub in diese Richtung.

Die folgende Phase erlebt Malcolm als Albtraum seines Unfalls, kommt dann aber langsam wieder zu sich und erfährt, dass die Sicherheitszelle von einem Begleitschiff mit Traktorstrahlen eingefangen wurde.

Zurück auf der Erde, verkündet er allen 2000 Mitarbeitern, dass die Teile für ein Nachfolgemodell schon vorproduziert seien und sofort in den Orbit gebracht würden. Die Messdaten des Versuchs werden ausgewertet und Fehler der bisherigen Konstruktion beseitigt. Da mit einem zweitem Versuch gerechnet wurde, dauert es diesmal nur drei Wochen, bis das Nachfolgemodell RAINBOW II einsatzbereit ist.

In der Zwischenzeit macht sich Malcolm schon wieder Gedanken über »Operation Kristallsturm«. Um weitere Informationen zu ergattern, trifft er sich als Erstes mit dem Chefkoch des Marco-Polo-Restaurants, Elfreed Baiolekk, dann noch einmal mit Myles Kantor. Überraschenderweise wird er von diesem aufgefordert, alle Arbeiten an seinen Stellvertreter zu übergeben und sich dann um »Operation Kristallsturm« zu kümmern. Sie fliegen gemeinsam zum Mond, wo er diesmal Entdecker der Saturn-Klasse zu sehen bekommt, die mit zusätzlichen Boostern ausgestattet werden, die die Leistung der ehemaligen ANDROTEST bei weitem übertreffen. Er wird noch einmal über die bis jetzt bekannten Hintergründe unterrichtet und kommt dann von selbst auf des Rätsels Lösung: Es ist eine Expedition zum anderen Ende des von der Sonne ausgehenden psionischen Zapfstrahls geplant. Dabei ist relativ schnelles Handeln gefordert, bevor alle Sternhaufen vollständig im Normaluniversum erschienen sind und Gon-Orbhon dann wahrscheinlich ins Solsystem wechseln wird. Die Geheimhaltung und die Täuschungsmanöver erfolgen deshalb, damit seine Jünger – und damit er selbst – nichts davon mitbekommen.

Als Basis für diese Operation wurde Hayok gewählt. Gon-Orbhon ist dort nicht aktiv, und an Material und Personal steht dort alles Nötige zur Verfügung.

Malcolm macht sich die Entscheidung nicht leicht; es handelt sich schließlich um ein Himmelfahrtskommando. Andererseits fordert ihn RAINBOW aber nicht mehr voll. Er willigt ein, unter der Bedingung, das Projekt bis zu seinem erfolgreichen Abschluss begleiten zu können.

Die RAINBOW II ist unterwegs. Diesmal wird alles live übertragen und überall sind Roboter zur Absicherung. Nach sechs Stunden sind die Speicher voll. Sie fliegen zurück zur Erde und speisen die Energie in das öffentliche Netzt.

Malcolm Daellian verschwindet fast unbemerkt.

Er übergibt das Projekt noch an seinen Stellvertreter – dem er ganz im Vertrauen etwas über Hyperkristalle und Howalgonium erzählt und ihm einschärft, es auf keinen Fall weiterzusagen – und macht sich auf den Weg.

Es erfolgt noch ein Umweg über eine Polizeistation, wo Bré Tsinga, die von Gon-Orbhon »übernommen« wurde, in einem Sicherungstransporter übergeben wird und die Reise mitmachen soll.

Am 3. Juli 1332 NGZ setzt sich der Verband in Bewegung – Richtung Hayok.

Persönliche Meinung:

Es geht rund! Alles was bisher auf Terra um den "Gott" Gon-Orbhon geschah fügt sich langsam zu einem kosmischen Zusammenhang mit Hayok und dem Sternenozean zusammen.

Arndt Ellmer gibt sich mit dem "Untoten" Malcolm Daellian sehr viel Mühe, ihn fast schon gruselig zu beschreiben und seine Zerrissenheit zwischen Tod und Leben darzustellen. Nicht einfach. Um die Leser des Forums daran Anteil nehmen zu lassen, erlaube ich mir eine weitere Illustration aus der Perrypedia einzufügen:

Bild

Zu Johnny Bruck's Zeiten wäre diese Innenillustration das ideale Titelbild gewesen, heute muss man am Zeitschriftenstand bei Science-Fiction gepflegteres bieten, wie die oberkritische Diskussion um das 3000er-Titelbild zeigt.

Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitragvon Richard » 15. Februar 2019, 22:25

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Nunja ... eine Innenillu hat laengst nicht die "Aussenwirkung" wie ein Tibi eines (Jubi-)Heftes....

Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitragvon HOT » 18. Februar 2019, 13:10

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Oh, nein ich merke grade, dass ich einen Roman übersprungen habe...und es garnicht gemerkt habe...trotzdem, weil er mir so gut gefiel und ich grade meine Eindrücke frisch im Kopf habe, kommt jetzt erst mal:

Heft 2247

Attentat auf Hayok

Autor: Uwe Anton

Bild

Prolog
Ascari da Vivo betrachtet das Spiegelbild ihres inzwischen wiederhergestellten Gesichts, als eine Nachricht vom Imperator eintrifft – nur Ton, da die Verbindungen noch nicht wieder die gewohnte Qualität haben. Inzwischen wissen sie um den Hintergrund für den Aufmarsch der Terraner in Hayok: Operation Kristallsturm richtet sich nicht gegen die Eastside der Milchstraße – und damit indirekt gegen die Interessen Arkons –, sondern ist eine Expedition zur Großen Magellanschen Wolke, um einer Gefahr namens Gon-Orbhon zu begegnen. Im Augenblick ist nur Terra betroffen und es besteht keine unmittelbare Bedrohung für Arkon, aber wer weiß? Der Imperator jedenfalls lässt die Terraner vorerst gewähren, verlangt aber, seinen speziellen Freund Reginald Bull genau im Auge zu behalten. Ascari informiert Bully über die Entscheidung und stellt die Bedingung, dass ein noch zu benennender Beobachter die Reise begleiten soll. Gleichzeitig überlegt sie, wie sie den zweiten Teil der Anweisung auf ihre Art auslegen kann.

Bekkeran (1)
Vhalaum ist die Hauptstadt von Hayok. Hier leben 28 Millionen Bewohner im Umkreis von 100 km, davon 10 Millionen Nicht-Arkoniden in den östlichen Gebieten und darunter wiederum 2 Millionen Terraner im Etymba-Viertel. Zwei davon laufen außerhalb ihres Viertels einer Bande von sieben jugendlichen Arkoniden über den Weg. Der Anführer dieser Gang ist Bekkeran. Er hasst die Terraner, speziell nach dem Schandfrieden von Hayok. Die beiden terranischen Geschäftsleute können der Konfrontation nicht aus dem Weg gehen und werden von der Übermacht zusammengeschlagen. Die Aktion wird von einem Unbekannten unterbrochen ...

Kantiran (1)
Kantiran und Mal haben sich volllaufen lassen. Ihr Gespräch ist nicht gerade geistreich, und die ganze Situation ist Kantiran irgendwann peinlich. Ausgerechnet er!. Ausgebildet an der Kadettenakademie Paragetha, beste Beurteilungen und selbst manipulierte Tests unter verschärften Bedingungen gemeistert! Zudem macht ihn sein bester und einziger Freund Mal auf sein unreifes Verhalten insgesamt aufmerksam. Aber Kantiran denkt immer noch an seine erste große Liebe Thereme. Und er kann Bully nicht verzeihen, dass er Shallowain, den Mörder von Thereme, hat entkommen lassen.

Bekkeran (2)
... einem hochgewachsenen Arkoniden mit vollkommen weißen Augäpfeln und angstfreiem Auftreten. In provozierender Art bietet er Bekkeran an, mehr gegen die Terraner zu unternehmen als das, was sich gerade abgespielt hat. Erstes Treffen heute Abend – falls er sich traut.

Reginald Bull (1)
Bully beobachtet den Abflug von 15 der 30 PONTON-Tender auf dem Weg in die Große Magellansche Wolke. Sie sollen als mobile Stationen für die eigentlichen Entdecker-Fernraumschiffe dienen, und ihre Ausrüstung ist entsprechend der erschwerten Umstände angepasst worden.

Bully verspürt eine Aufbruchstimmung wie LANGE nicht mehr. Er befindet sich an Bord der RICHARD BURTON und will die Mannschaft über den Einsatz unterrichten. Als erster Entdecker wird die RICHARD BURTON aufbrechen, die Tender dienen als Sprungbretter. Die weiteren zehn Entdecker und 15 Tender bilden die zweite Welle. Zusätzlich werden sie von 15 LFT-BOXEN als Lasttransporter begleitet. Die RICHARD BURTON ist schneller als die anderen Schiffe umgerüstet worden und wird wahrscheinlich nur den Hinweg schaffen. Die Anzahl der mitgeführten Aggregate reicht für den Hinflug plus einer Manöverreserve, wobei noch niemand weiß, was sie am Ziel erwartet. Sie sind also auf die zweite Welle angewiesen, die dann auch den Rückweg schafft.

Die RICHARD BURTON ist für diesen Vorstoß ausgewählt worden, weil die Besatzung schon Erfahrung mit den neuen Bedingungen sammeln konnte, und außerdem befindet sich eine der zwei existierenden Ultra-Giraffen an Bord, ein Gerät, mit dem man Gon-Orbhon aufspüren will.

Bekkeran (3)
Bekkeran und der Fremde unterhalten sich über die Terraner. Bekkeran hasst sie und macht sie für alle Schwierigkeiten verantwortlich, speziell im Zusammenhang mit dem erhöhten hyperphysikalischen Widerstand; ja, er hält es sogar für möglich, dass Perry Rhodan selbst an der Schraube gedreht hat.

Der Fremde bietet Bekkeran noch einmal die Gelegenheit an, mit seinen Freunden gezielt gegen die Terraner vorzugehen. Zuvor aber sollen sie ihm zeigen, dass sie dieser Sache würdig sind. Bevor sie sich trennen, nennt er Bekkeran noch seinen Namen: Tormana.

Kantiran (2)
Kantiran und Mal streifen durch das Terranerviertel – in dem sich nicht NUR Terraner, sondern auch viele Fremdrassige und sogar Kolonialarkoniden aufhalten – auf dem Weg zu einer Arbeitsagentur. Diese allerdings erweist sich als Behördenlabyrinth; ohne Papiere können sie hier keine Hilfe erwarten.

Wieder draußen, werden sie von einer jungen Frau abgefangen, die sich als Scazada Toan, oder kurz Sca, vorstellt und genau auf solche Personen gewartet hat.

Bekkeran (4)
Bekkeran vermutet hinter dem Namen Tormana einen Kralasenen, einen Angehörigen der Geheimdiensttruppe des Imperators. Welche Ehre, dass dieser ausgerechnet auf Bekkeran und seine Truppe aufmerksam geworden ist! Nun, sie würden ihm zeigen, WIE würdig sie sind – auf IHRE Weise.

Vor dem nächsten Treffen verstecken sich alle bis auf Bekkeran. Als Tormana erscheint, fallen sie über ihn her – zumindest versuchen sie es. Nach wenigen Augenblicken ist alles vorüber, und Tormana fragt auf seine leicht spöttisch-provozierende Art: »Das nennst du würdig?«

Kantiran (3)
Kantiran und Mal ist mithilfe von Sca Arbeit in einer Forschungsgruppe über Formenergie vermittelt worden. Jetzt haben sie ehrlich verdientes Geld und ein neues, besseres Quartier. Mal hat inzwischen eine Freundin, eine Springerin namens Kashmate. Sie machen sich schick, um diese im Battory zu treffen, wobei Kant auch gleich eine Freundin von Kashmate vorgestellt werden soll.

Kant trinkt etwas Unbekanntes, fühlt sich plötzlich benebelt, sieht einen Typen, der ihm vorher schon mal aufgefallen war, trinkt noch ein wenig mehr und bricht dann zusammen. Als er wieder zu sich kommt, befindet er sich in seinem Quartier, umsorgt von Sca. Sie erweist sich als die erwähnte Freundin von Kashmate und war noch rechtzeitig zur Stelle, um Kants Zustand als Unverträglichkeit zu erkennen. Sein Getränk bekommt Terranern nicht, und Kant ist ja zur Hälfte Terraner.

Kant denkt zwar immer noch an Thereme, aber irgendwie gefällt Sca ihm; wenn er sich nur nicht so elend fühlen würde ...

Bekkeran (5)
Tormana hält Bekkeran für den Begabtesten aus seiner Gruppe, verlangt aber noch eine Bewährungsprobe als Zeichen dafür, dass er es wirklich ernst meint mit seinen Aktionen. Er zeigt Bekkeran einen Vibratornagel, mit dem er einen Terraner töten soll – welchen, überlässt er ihm.

Kantiran (4)
Kantiran bereitet sich auf ein gemütliches Treffen mit Scazada vor. Gedeckter Tisch, Blumen, Musik. Er war ihr etwas schuldig, und außerdem hatten sie sich angefreundet und verspürten beide eine gewisse Zuneigung.

Als Erstes eröffnet sie ihm, dass ihr Arbeitgeber vom Betätigungsfeld Formenergie auf Positronikchips umgestiegen ist, dann – küssen sie sich und sagen eine Weile nichts mehr.

Bekkeran (6)
Bekkeran begibt sich in das Industriegebiet Vhalaums, um seine Mutprobe abzulegen. Er wundert sich über die Terraner, die hier arbeiten. Waren sie nicht ein Sicherheitsrisiko? Gab es keine Arkoniden, die die entsprechenden Arbeiten machen konnten? Genau der richtige Ort, um ein Zeichen zu setzen.

Die Auswahl des Opfers fällt schwerer als gedacht. Nach welchen Kriterien sollte er vorgehen? Ein klarer Auftrag mit festem Ziel wäre einfacher. Am besten gar keine Auswahl. Einfach den Zufall entscheiden lassen. Und so geschieht es.

Kantiran (5)
Einen Monat später: Kantiran und Scazada machen sich fertig für das Battory. Sca ist im Bad, als Kant hinter sich eine piepsige Stimme vernimmt – Gucky. Er ist im Auftrag Bullys gekommen, um Kant über einige Entwicklungen zu informieren. Bully will Kant an Bord der RICHARD BURTON haben, unter anderem weil er mit seinen Parafähigkeiten eine Verstärkung wäre. Kant lehnt das Angebot vorerst ab, denkt aber weiter darüber nach. Es wäre eine Möglichkeit, allem zu entfliehen. Als Sohn von Perry Rhodan und Ascari da Vivo wäre es ihm wahrscheinlich eh unmöglich, ein normales Leben zu führen, zum Beispiel mit Sca.

Bekkeran (7)
Als Nächstes soll Bekkeran beim Battory eine Tasche mit einem Sprengsatz deponieren, den Zünder auslösen und dann schnell verschwinden. Schließlich soll ihm bei diesem Einsatz nichts passieren. Nach erfolgreicher Durchführung winkt als Belohnung seine weitere Ausbildung, bis er in einigen Monaten so sein wird wie Tormana und dann selbst neue Rekruten in den Kampf schickt.

Kantiran (6)
Kant erzählt Mal von Guckys Besuch und seinem Vorschlag, die Expedition zu begleiten. Mal ist von der Idee begeistert, zumal er den Eindruck hat, dass Kant hier auf Hayok nicht wirklich glücklich ist, sondern sich nur etwas vormacht.

Später in seinem Quartier trifft er Gucky wieder – diesmal zusammen mit Bully. Dieser erklärt Kant die Hintergründe für seine damalige Handlungsweise im Zusammenhang mit Schallowain. Auf den Rat von Rechtsexperten hin mussten sie ihn entkommen lassen. Kant bekommt für seine Entscheidung noch einen Tag Bedenkzeit, dann bricht die RICHARD BURTON auf.

Bekkeran (8)
Bekkeran schwelgt in Phantasien, sieht die Ereignisse, die durch seinen Anschlag ausgelöst würden: ein Flächenbrand – zuerst die Terraner, dann andere Fremdrassen und zum Schluss die Kolonialarkoniden, bis Hayok und der ganze Sternhaufen wieder IHNEN gehören würde!

Kantiran (7)
Es kommt zur Konfrontation mit Sca. Sie hat den Eindruck, dass Kant ihr etwas verschweigt, aber er kann ihr die Wahrheit über sich und sein Leben natürlich nicht erzählen. Sca will mit Kant heimisch werden, und erwartet eine eindeutige Antwort von ihm – heute nach der Arbeit, im Battory, wenn er mag.

Kant unterrichtet Mal inzwischen von seiner Entscheidung, den Flug doch mitzumachen, und will ihn dabei haben.

Dann hören sie von einem Anschlag auf das Battory. Kant ist sofort beunruhigt, da Scas Schicht seit einer halben Stunde vorbei ist und sie dort auf ihn warten wollte, und sie eilen beide hin.

Bekkeran (9)
Bekkeran ist vor dem Battory. Obwohl sich neben Terranern und Fremdrassigen auch Arkoniden in der Umgebung aufhalten – jedes Zeichen fordert Opfer – deponiert er die Tasche mit der Bombe unter einem Blumenbeet und drückt den Auslöser. Das Letzte, was er sieht, ist ein greller Blitz.

Reginald Bull (2)
Bully bereitet sich innerlich auf den Start der RICHARD BURTON vor. Es geht etwas hektisch zu und es gab auch Unfälle, aber insgesamt ist die Moral an Bord gut. Nur ein kleiner Prozentsatz der Mannschaft hat um eine Versetzung nach PRAETORIA gebeten. Bully betrachtet die RICHARD BURTON nach ihrem Umbau: Um die Außenhülle herum sind abkoppelbare Funktionsblöcke angebracht worden, die dem Gesamtgebilde das Aussehen eines Würfels mit 3000 m Seitenlänge verleihen, der aber an zwei Seiten offen ist. Die RICHARD BURTON ruht dabei auf der Bodenplatte.

Bekkeran (10)
Der Terranische Nachrichtenservice für Hayok berichtet in einer Sonderausgabe, dass der Anschlag vor dem Battory bisher 14 Todesopfer gefordert hat, darunter auch der Attentäter. Es habe sich herausgestellt, dass der Zünder der Bombe derart manipuliert war, dass dem Ausführenden kein Entkommen mehr möglich war. Der Täter – der vermutlich auch einen tefrodischen Techniker ermordet hat – ist inzwischen identifiziert: Es handelt sich um den 15-jährigen Abbadhir Reeh, auch bekannt als Bekkeran.

Kantiran (8)
Kant und Mal sind unterwegs zum Ort des Anschlags. Kant weiß jetzt, dass er kein Häuschen im Grünen will. Der Gedanke ist ihm zwar widerwärtig, aber wenn Sca bei dem Anschlag ums Leben gekommen sein sollte, wäre er dieses Problem los. Andererseits würde er alles tun, um sie lebend dort herauszuholen.

Als sie sich weiter nähern, sehen sie Verletzte und Verstümmelte. In so einer Situation gehen einem seltsame Gedanken durch den Kopf: Warum, z. B., fehlt an der Hand dort nur der Ringfinger? Sie sehen einen sterbenden Maahk, der hier wegen der Hyperimpedanz gestrandet ist; keiner würde je erfahren, was mit ihm geschehen ist.

Dann sehen sie Sca. Sie sitzt auf einer Mauer und hat nur eine leichte Kopfverletzung. Sie führen sie weg von diesem Ort des Grauens, versorgen sie und dann verabschiedet sich Kant.

Epilog
Kantiran ist in der Zentrale der RICHARD BURTON und beobachtet die letzten Startvorbereitungen. Ein Gleiter mit dem vereinbarten Beobachter des Imperiums nähert sich, allerdings befinden sich drei Personen an Bord.

Dann geht es endlich los. Die seltsame Konstruktion hält, und nach 25 Minuten erfolgt der Übergang in den Linearraum.

Die Imperialen Beobachter betreten die Zentrale: Trerok, ein Wissenschaftler, der schon in Tradom dabei war; Qertan, ein Dron und Leibwächter von Ascari da Vivo; und schließlich sie selbst.

Persönliche Meinung:
Dem Perrypedia-Kollegen, der obige Zusammenfassung geschrieben hat, muss wohl der Roman genauso gut gefallen haben wie mir, sonst hätte er sich nicht so eine Mühe gegeben, ihn quasi nachzuerzählen.

Uwe Anton hat es mal wieder gebracht. Selten wurde in einem PR-Roman soviel gesoffen, gekotzt und geprügelt und gleichzeitig so sensibel geliebt und doch nicht zurück-geliebt, wie in diesem Heft. Kant ist ein interessanter Charakter und bleibt es. Uwe schaft es, absolut nachvollziehbar darzustellen, wie er zwischen der bürgerlichen Lebenswelt und dem Abenteuer, dass ihm seine Herkunft ermöglicht, hin und her gerissen ist. Schön, wie Gucky und Bully am liebevoll gedeckten Frühstückstisch auftauchen und in etwa sagen: "Ey Alter, es geht nach Magellan, was willst du mit einem Häuschen im Wendehammer in Pinneberg?" Genau, sagt sich der Leser, da komme ich mit!

Parallel zur aufkommenden Idylle wird ein jugendlicher Kleinkrimmineller zum unfreiwilligen Selbstmordattentäter aufgebaut. Irgendwie beinahe schrecklich aktuell...

Nun muss ich aber erst mal Leo Lukas' davor liegenden Roman nachholen - ist schließlich auch einer meiner expliziten Lieblingsautoren.

Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitragvon HOT » 20. Februar 2019, 09:28

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Heft 2246

Kavuron, der Spieler

Autor: Leo Lukas

Bild

Hayok: Bully übergibt das Kommando über die im Sternenarchipel stationierten Einheiten an Julian Tifflor. Er selbst übernimmt fortan die Leitung der Operation Kristallsturm. Seine erste Amtshandlung besteht darin, PRAETORIA so umzugruppieren, dass sie wie ein großer Hammer aussieht. In dieser Mjölnir-Konfiguration kann PRAETORIA besser als Raumwerft genutzt werden, wodurch die fälligen Umbauten an den ENTDECKERN und LFT-BOXEN schneller vorangehen.

Von all diesem bekommen die beiden Celistas Stentral und Oltran nichts mit. Sie wurden nach ihrer Teilnahme am Kommando Berlen Taigonii (siehe Band 2233 – Wiedergeburt) strafversetzt und dürfen nun für den arkonidischen Positronikspezialisten Kavuron da Untrach als Laufburschen arbeiten. Ihre Aufgabe besteht darin, die Habseligkeiten von Netzwerkjunkies, die Kavuron in einem Spiel im Cyberspace besiegt und getötet hat, einzusammeln und diese dann zu Kavuron zu bringen. Da Kavuron für die arkonidische Führungsspitze arbeitet und einen Großteil des Netzes selbst programiert hat, hat er gegenüber seinen Gegnern einen großen Vorteil.

Reginald Bull wechselt auf die RICHARD BURTON, das Flaggschiff der Operation Kristallsturm, über. Julian Tifflor übernimmt die PRAETORIA. Am Tag darauf treffen Malcolm S. Daellian und Bré Tsinga auf dem Entdecker ein (siehe Band 2245 – Operation Kristallsturm). Kaum hat Daellian seinen Antrittsbesuch bei Reginald Bull absolviert, erhält dieser einen Anruf von Julian Tifflor. Dieser teilt Bull mit, dass die Arkoniden den Terranern ein Ultimatum stellen: Ascari da Vivo fordert die Terraner auf, die Operation Kristallsturm aufzugeben, andernfalls sieht sie sich gezwungen, dem Treiben der Terraner militärisch einhalt zu gebieten. Dabei beruft sie sich auf einen Funkspruch Bostichs, der den Befehl enthält, die Hyperkristallvorkommen in der Eastside um jeden Preis zu schützen.

Da Bull und Tifflor nicht wissen, ob dieser Funkspruch wirklich existiert, oder ob Ascari da Vivo nur blufft, gilt es, die Existenz und den genauen Wortlaut von Bostichs Funkspruch festzustellen, um zu erfahren, mit welchen Befugnissen die Mascantin wirklich ausgestattet ist. Für diese Aufgabe haben die TLD-Agenten maximal 5 Stunden Zeit. Leider ist es ihnen unmöglich, sich in das arkonidische Netzwerk zu hacken. Und so verrinnt die Zeit, während man fieberhaft nach einer Lösung sucht.

Gucky hat die rettende Idee: Er teleportiert in die LFT-Botschaft und bittet das Specter um Hilfe. Dieses lehnt zuerst ab, lässt sich aber schließlich von Gucky überzeugen. Allerdings stellt das Specter zwei Bedingungen an Gucky: zum einen die strikte Geheimhaltung seiner Existenz, zum anderen die Garantie einer permanenten Verbindung zu seinem Heimatrechner Khasurn. Gucky willigt ein, und so geht das Specter in den Einsatz. Es loggt sich in das Arkonidische Netz ein und begibt sich auf die Suche nach Bostichs Funkspruch.

Das arkonidische Netz erscheint dem Specter geradezu banal konstruiert. So ist es für die Wesenheit, die aus Mayk(ie) Molinas entstanden ist, kein größeres Problem, in geschützte Bereiche des Netzes vorzudringen. Bei seiner Reise durch Hayoks planetares Netzwerk wird das Specter jedoch von Kavuron entdeckt. Dieser ist glücklich, endlich einen würdigen Gegner gefunden zu haben, und stellt das Specter. Jedoch gelingt es dem Specter, Kavuron zu entkommen. Dieser gibt sich aber nicht geschlagen und schaltet alle Schnittstellen des Netzwerkes nach Außen ab. Damit ist auch die Verbindung des Specters nach Khasurn getrennt und eine Rückkehr des Specters erst einmal unmöglich. Dadurch, dass die Verbindung zu Khasurn unterbrochen wurde, fällt im Specter nun die Lebensenergie. Der Kampf ums überleben beginnt. Trotz seiner schwierigen Situation gelingt es dem Specter, den Funkspruch Bostichs aufzuspüren und an die Außenwelt weiterzugeben. Es übernimmt die Kontrolle über variable Verkehrsschilder und schickt den Funkspruch im Morsecode nach draußen. Gucky springt zu einem dieser Verkehrsschilder und filmt die Nachricht ab.

Der Inhalt des Funkspruchs stellt keine gute Nachricht dar. Ascari da Vivo ist tatsächlich mit den nötigen Vollmachten ausgestattet, um die Operation Kristallsturm zu unterbinden. Bully bleibt nichts anderes übrig, als die Mascantin über die wahren Hintergründe der Operation Kristallsturm aufzuklären. Ascari möchte sich mit Bostich beraten; wie der Imperator auf die Neuigkeit reagieren wird, ist ungewiss.

Derweil versucht Gucky, das um sein Leben kämpfende Specter zu retten. Er beauftragt Filana Karodnadse, die organischen Komponenten Khasurns in die RICHARD BURTON zu bringen und dort anzuschließen. Danach begibt er sich auf die Suche nach Kavuron. Dabei wird er jedoch von einem transportablen Pieper behindert. Diese Tatsache macht Gucky neugierig, und er versucht zu ergründen, wer auf Hayok einen transportablen Pieper mit sich herumträgt. Bei dem Besitzer des Piepers handelt es sich um Stentral. Gucky läuft ihm und seinem Kollegen Oltran genau in die Arme und prallt gegen eine Wand, die den Mausbiber in die Bewusstlosigkeit schickt. Vorher gelingt es ihm jedoch, den Pieper Stentrals unbrauchbar zu machen. Stentral und Oltran bemerken dies jedoch nicht und bringen Gucky zu Kavuron.

Im Cyberspace beginnt derweil der Kampf zwischen dem Specter und Kavuron. Für das Finale hat sich Kavuron einen besonderen Avatar ausgesucht. Er tritt dem Specter in Gestalt von Maykie Molinas sadistischem Exehemann, Torre Molinas, gegenüber. Nach dem anfänglichen Schock darüber, Torre Molinas wiederzusehen, erfährt das Specter jedoch, dass sich hinter seinem Gegenüber nicht Torre Molinas verbirgt, sondern Kavuron, der nur das Abbild eines Exschülers als Avatar benutzt. Das Specter hat in diesem Kampf schlechte Karten und kämpft hart ums Überleben.

Derweil erwacht Gucky und macht mit Stentral, Oltran und Kavuron kurzen Prozess. Er zwingt Kavuron, die gekappten Verbindungen von außen zum arkonidischen Netzwerk wiederherzustellen, und ermöglicht so dem Specter die Flucht. Das Specter kehrt zu seinem Stammrechner Khasurn, der nun in der RICHARD BURTON angeschlossen ist, heim.

Gucky überlegt, wie er mit Kavuron verfahren soll. Schließlich entscheidet er sich dafür, den Herrscher des arkonidischen Netzwerkes den Netzwerk-Spielern auszuliefern, die eine Begegnung mit Kavuron überlebt haben, und diesen zu überlassen, wie sie mit ihm verfahren.

Persönliche Meinung:

Hat mir sehr gut gefallen. Zwar wußte ich nun schon, dass die Flotte Richtung Magellanischer Wolke abgedampft ist, aber dass Bully Asacri da Vivo, also damit auch Bostich, das echte Ziel der Expedition verraten hatte/musste, war denn doch ein Knaller. Dagegen war der Aufbruch der BASIS danals fast schon ein Klacks.

Am besten hat mir aber die Lukas'sche Beschreibung der virtuellen Spielwelten und Spex' und Gucky's Aktionen gefallen. Der Papagei hat mich halb wahnsinnig gemacht und Stentral und Oltran waren auch wieder dabei. Köstlich.

Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitragvon nanograinger » 20. Februar 2019, 10:52

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HOT hat geschrieben:...Schön, wie Gucky und Bully am liebevoll gedeckten Frühstückstisch auftauchen und in etwa sagen: "Ey Alter, es geht nach Magellan, was willst du mit einem Häuschen im Wendehammer in Pinneberg?" Genau, sagt sich der Leser, da komme ich mit!...

Du hast ein Häuschen im Wendehammer in Pinneberg? B-)

HOT hat geschrieben:Der Papagei hat mich halb wahnsinnig gemacht und Stentral und Oltran waren auch wieder dabei. Köstlich.

An den Papagei kann ich mich gar nicht mehr erinnern. Stentral und Oltran als "Stan und Ollie"-Hommage sind ein typisches LL-Stilmittel. NIcht jeder mag das (reale Personen in das fiktive Perryversum einzubinden), aber in diesem Fall fand ich das gelungen.

Re: Zyklus: Der Sternenozean

Beitragvon HOT » 20. Februar 2019, 13:14

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nanograinger hat geschrieben:Du hast ein Häuschen im Wendehammer in Pinneberg? B-)


...das ist so mein Symbol für spießige Bürgerlichkeit...aber bitte nicht persönlich nehmen... Kants Freundin "drohte" ja mit dem Häuschen am Stadtrand...

Der Papagei war unglaublich albern, man vergisst ihn auf lange Sicht aber sicherlich wieder.
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