Rund wie 'ne eckige Kugel

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Rund wie 'ne eckige Kugel

Beitragvon halut » 12. Mai 2018, 23:44

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halut
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… ist die Miniserie.

Die Schilderung des Exkaiserpaars passt nicht zur EA. Auch erschließt sich mir nicht, weshalb deren Geschichte jetzt eingeschoben wird. Die Handlung bringt es nicht voran und erklärt auch nichts Handlungsrelevantes: und das in Band 9. Aber es passt zum bisherigen Ablauf. Irgendeine Figur bekommt irgendeinen Handlungsfetzen und als Leser muss ich raten, wie dieser in die Gesamthandlung reinpasst.

Auch über den Anlass der Invasion erfahren wir praktisch nichts außer dem Namen.

Es gibt in der galaktischen Technik keine Möglichkeit, Hyperwellen wirksam abzuschirmen. Wie dann die gesamte Kommunikation unterbrochen werden kann, bleibt mir ein Rätsel. Ebenso wie alle Rechner infiltriert wurden, nur genau die passende Kommunikation durchzulassen.

Jegliche private Kommunikation wird unterdrückt und das fällt neun Tage lang in der Milchstraße nicht auf?

Jede kommerzielle Kommunikation, die plötzliche in die Politik schwenkt, wird punktgenau unterbrochen, und das fällt neun Tage nicht auf?

Die Olymp-Flotte hat keinen Austausch mit der restlichen LFG-Flotte, und das fällt neun Tage nicht auf?

Vetris-Molaud schickt eine Invasionsflotte und kein USO- oder TLD-Agent bekommt das mit? Stehen die Tefroder nicht unter scharfer Beobachtung der Geheimdienste?

Die Handelsverbindungen werden unterbrochen, weil die Schiffe abgefangen werden. Der enge Zeittakt aller Händler wird unterbrochen, sie können ihre Lieferverpflichtungen nicht erfüllen und neun Tage fällt das in der Milchstraße nicht auf?

Perry und Gucky sind mal praktisch unbekannt, aber plötzlich erkennt sie jeder.

Die Figur Perry wird geparkt.

Die Figur Gucky wird passend geparkt und wieder aktiviert.

Insgesamt bin ich sehr unzufrieden mit der Miniserie.
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Frank Chmorl Pamo
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Olymp musste wohl zur Freigabe ein paar aktuelle Elemente der EA beinhalten:
- Tefroder und VM als aktuelle Gegenspieler und Gegner
- ein Geheimnis aus tiefster Vergangenheit
damit gewonnene Neuleser keinen allzugroßen "Kulturschock" beim Blättern in der EA durchleben.
Gleichzeitig durfte die Handlung wohl nicht zu komplex werden. Alle Deine Erörterungen, wie das "verlöschen" der Informationsquelle Olymp in einer eng verflochtenen Milchstraße, waren bei der Zyklusplanung wohl obsolet.
Da in der aktuellen EA auch die Leichtigkeit nicht auf dem Programm steht, durften meine geliebten Freifahrer auch nicht vorkommen.

Das auf Olymp sind keine Freifahrer, tut mir leid Uschi. Das war irgendein Planet mit Standard-Terranern.
Genausogut hätte man vor der Vertreibung der Arkoniden aus ihrer Heimat eine Serie "Arkon" herausbringen können, die die Existenz eines jahrtausende alten Feudalsystems, nein, nicht als Fakt im Hintergrund stehen lässt, sondern dies schlicht verschweigt und das arkonidische Reich als Demokratie hinstellt.
Ein bischen in alten Heften blättern, in der Wikipedia stöbern, hätte zumindest einige Reminiszenzen an die "gute alte Zeit" ermöglicht, selbst wenn diese Phase für Dich ein Schwarzes Loch sein sollte.

Re: Rund wie 'ne eckige Kugel

Beitragvon Susan Schwartz » 14. Mai 2018, 12:54

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Susan Schwartz
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selbst wenn diese Phase für Dich ein Schwarzes Loch sein sollte

Ist sie nicht. Aber heute schreiben wir andere Zeiten. Klar kann man einen kühnen Freifahrerkapitän im Kampf gegen die Invasoren nehmen, aber eben nicht bei dem vorgegebenen Konzept einer Miniserie. (Dazu gibt es eine redaktionelle Checklist) Dass dir das alte Flair fehlt, kann ich verstehen, aber das waren eben auch die guten alten Zeiten.
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Frank Chmorl Pamo
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Susan Schwartz hat geschrieben: Aber heute schreiben wir andere Zeiten.


Leider auch viel zu ernste Zeiten. Vorausgesetzt das Szenario wäre das selbe, dann wäre auch etwas Lokalkolorit drin gewesen.
So hätten Sichu und Gucky auch mal einen Freifahrerraumer als "Taxi" benutzen können.
Ich finds nur schade, dass Du nicht das eine oder andere Zuckerl in die Hefte gesteckt hast.
Aras sind immernoch alle Mediziner oder Bioforscher. Wenn man von Springern liest, sind es zumeist Händler, usw.
Ich will hoffen, dass in einer nächsten Miniserie etwas mehr Würdigung alter Schauplätze stattfindet, wenn man sich da wieder einen alten Handlungsort herauspickt.

Re: Rund wie 'ne eckige Kugel

Beitragvon Susan Schwartz » 16. Mai 2018, 14:38

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Susan Schwartz
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Das versteh ich jetzt nicht. Werden die Aras und Springer nicht dadurch gewürdigt, dass sie das sind, was sie damals schon waren? Für mich ist das irgendwie ein Widerspruch.
Es sind ja auch durchaus Reminiszenzen drin, die meisten Autoren haben da etwas reingebracht. Ob das nun ziu wenig ist, ist Leserentscheidung.

In der nächsten Miniserie, so es sie geben wird (dazu muss ja die Geschäftsleitung immer erst ihr ok geben) wird sowieso alles anders gemacht, weil von einem anderen Autor konzipiert. Da wird es bestimmt auch ein ganz neues Thema geben. So wie es bisher gehalten wurde - jede Miniserie unterscheidet sich von der anderen und hat ihr eigenes Konzept. Somit ist letztendlich dann doch für jeden was dabei. :D

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