Klassiker - MATERIA (PR 1950-1999)

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Re: Klassiker - MATERIA (PR 1950-1999)

Beitragvon thinman » 6. August 2018, 11:53

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thinman
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nanograinger hat geschrieben:Am 2. März 1999 erschien der 1958. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

Der Oxtorner und sein Okrill von Arndt Ellmer




Es wird ein deutlicher Ball Richtung Monkeys Herkunft gespielt, der sich aber als Roter Hering entpuppt.

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Re: Klassiker - MATERIA (PR 1950-1999)

Beitragvon Tiberius » 8. August 2018, 18:36

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Tiberius
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thinman hat geschrieben:
nanograinger hat geschrieben:Am 2. März 1999 erschien der 1958. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

Der Oxtorner und sein Okrill von Arndt Ellmer




Es wird ein deutlicher Ball Richtung Monkeys Herkunft gespielt, der sich aber als Roter Hering entpuppt.

In welchem Roman wird der Rote Hering enttarnt?
Sprich: Dass Monkey nicht Torlan Tuffek ist?
Leser sind in der Überzahl und machen sich demzufolge mehr Gedanken über einen Roman, als es ein Autor je könnte.
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nanograinger
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Am 9. März 1999 erschien der 1959. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

Im Hypertakt von Robert Feldhoff


Bild
Titelbild: Swen Papenbrock

Der folgende Text wurde der Perrypedia entnommen gemäß den Bedingungen der GNU-FDL

Handlung des Romans

Am 31. August 1290 NGZ steht die THOREGON SECHS immer noch in der Randzone von DaGlausch. Vor dem Fernflug nach Gorhoon, wo Perry Rhodan über den Pilzdom der Nonggo ins Solsystem wechseln will, soll sich die neue Besatzung an Bord einleben. Des Weiteren müssen wichtige Reparaturen an Bord durchgeführt werden. Auch sind die 1000 Männer und Frauen zwar allesamt TLD-Agenten, kennen einander persönlich aber so gut wie gar nicht. Verschiedene Zusammenkünfte sollen dafür Sorge tragen, dass die Mannschaft zusammenwächst. Rhodan und Reginald Bull halten sich aus diesem Prozess heraus, der von Don Kerk'radian koordiniert wird.

Indessen bemühen sich die Techniker um Ruud Servenking und die Wissenschaftler um Tautmo Aagenfelt um das Hypertakt-Triebwerk. Es hat aufgrund eines Energiemangels, den SENECA nicht erklären kann, eine Leistung von nur 40 Prozent. Der ÜL-Faktor beträgt wahrscheinlich nur 48 Millionen, es ist ebenfalls nicht nachzuvollziehen. Das ändert sich auch nicht, als ein weiterer Reaktor aktiviert wird und weitere Hypertropzapfer ihre Arbeit aufnehmen.

Mitte September – inzwischen tief im Leerraum – bleibt die neue ÜL-Technik allen an Bord suspekt. Immerhin können die Teams um Aagenfelt und Servenking eine SERT-Haube installieren, über die der Emotionaut Roman Muel-Chen das Hantelschiff fliegen soll.

In der Messe C-8 finden alle Besatzungsmitglieder Platz, und dort wird bis Anfang Oktober eine Bordcharta verabschiedet, der fast 90 Prozent zustimmen. Sie orientiert sich an der Thoregon-Agenda und lautet:

  • Thoregon schützt Leben und Kultur seiner Mitglieder. Die SOL (es deutet sich schon jetzt an, dass der neue Name sich nicht halten wird) wird versuchen, diesem Ziel Geltung zu verschaffen.
  • Der Einzelne ist so viel wert wie das Kollektiv. Das Wohl des Einzelnen soll nicht für übergeordnete Zwecke geopfert werden. Dieser Grundsatz gilt in unverminderter inhaltlicher Qualität auch an Bord der SOL.
  • Thoregon streitet für den Frieden. Die SOL wird als THOREGON SECHS versuchen, bewaffnete Auseinandersetzungen zu vermeiden. Sollten sie unvermeidbar sein, wird die Besatzung bestrebt sein, nicht allein Schaden von sich abzuwenden, sondern auch das Leben etwaiger Gegner zu schonen.
Trotz des friedlichen Konzepts stimmt die Versammlung auch dem Antrag Kerk'radians zu, jedem Besatzungsmitglied einen verbindlichen Rang zuzuordnen. So soll gewährleistet werden, dass das Schiff auch bei Gefahr effizient operieren kann.

Aagenfelt ist auch mit dem Bau eines Hypertakt-Orters beschäftigt, denn momentan ist es für die Menschen ein Blindflug, und sie müssen sich auf SENECA verlassen. Da mehrere Prototypen nacheinander unter unerklärlichen Umständen zerstört werden, übernimmt Monkey die Sicherheit des Wissenschaftlers. Der Oxtorner muss dabei an die letzte Nano-Kolonne denken, wird aber von SENECA beschwichtigt. Der sieht keinen Zusammenhang, denn auch er überwacht Aagenfelt mittels des Zentralen Intern-Checks (ZIC). Das wiederum macht Monkey misstrauisch.

Das Team Kerk'radian, Pria Ceineede und Steph La Nievand erarbeitet zusammen mit SENECA ein Hierarchiegefüge. Es basiert auf den ehemaligen Rängen der Solaren Flotte und wird Ende November in Kraft gesetzt. Dem entsprechend wird Fee Kellind zum Oberst erhoben und als Kommandantin bestätigt. Sie untersteht nur Rhodan und Bull. Oberstleutnants werden Kerk'radian (Schiffsverteidigung), Monkey (Außenoperationen) und Muel-Chen (Kosmonautik). Es folgen die zehn Majore Juno Kerast (2. Pilot), Ceineede (3. Pilotin), La Nievand (ZbV), Servenking (Cheftechniker), Viena Zakata (Funk/Ortung), Grenjamin Fandwert (Beiboote), Trabzon Karett (Positronik/Syntronik), Lene Jeffer (Bordwaffen), Hery-Ann Taeg (Medo-Abteilung) und Aagenfelt (wissenschaftliche Abteilungen). Dann kommen noch 120 Leutnants, ein Militärgericht wird nicht eingerichtet.

Anfang Dezember findet Monkey eher zufällig heraus, dass die SOL einen Zwischenstopp im Normalraum einlegt. Er wurde von SENECA nicht angekündigt, und der Oxtorner kann kurz das Schiff verlassen. So erkennt er, dass die SOL nicht Gorhoon anfliegt, sondern die Milchstraße. Das bedeutet unter anderem, dass das Schiff mit dem maximalen ÜL-Faktor von 120 Millionen fliegen kann.

Monkey weiht nicht Rhodan und Bull darüber ein, die SENECA am intensivsten überwachen wird. Vielmehr informiert er Aagenfelt, Servenking und Karett kund. Zusammen gelingt es ihnen, eine Bombe mit Fernzünder an der Schnittstelle zwischen ZIC und SENECA zu platzieren. Anschließend gilt es, abzuwarten.

Am 28. Dezember muss Rhodan überrascht feststellen, dass die SOL nicht Gorhoon, sondern die Milchstraße und das Solsystem erreicht hat. Kurz darauf stellt SENECA, von der Nano-Kolonne beherrscht, die Besatzung unter Arrest.

Re: Klassiker - MATERIA (PR 1950-1999)

Beitragvon Richard » 12. August 2018, 20:16

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Mich hat es damals schon überrascht, dass Shabazza eine seiner doch nicht sonderlich zahlreichen Nanokollonen verwendete um SENECA zu übernehmen. Ursprünglich wollte Shabazza die SOL ja untergehen lassen....

Und dann .. hui - Monkey erkannte sozusagen "mit freiem Auge" dass es Richtung Milchstrasse geht. Respekt dachte ich mir damals ....

Re: Klassiker - MATERIA (PR 1950-1999)

Beitragvon Richard » 12. August 2018, 20:17

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Mich hat es damals schon überrascht, dass Shabazza eine seiner doch nicht sonderlich zahlreichen Nanokollonen verwendete um SENECA zu übernehmen. Ursprünglich wollte Shabazza die SOL ja untergehen lassen....

Und dann .. hui - Monkey erkannte sozusagen "mit freiem Auge" dass es Richtung Milchstrasse geht. Respekt dachte ich mir damals ... oder doch eher unwahrscheinlich...
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Tiberius hat geschrieben:
thinman hat geschrieben:
nanograinger hat geschrieben:Am 2. März 1999 erschien der 1958. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

Der Oxtorner und sein Okrill von Arndt Ellmer




Es wird ein deutlicher Ball Richtung Monkeys Herkunft gespielt, der sich aber als Roter Hering entpuppt.

In welchem Roman wird der Rote Hering enttarnt?
Sprich: Dass Monkey nicht Torlan Tuffek ist?

Ich glaube nicht, ob das jemals wieder aufgegriffen wurde. Insofern wurde eine Verbindung der Personen Tuffek und Monkey einfach nie bestätigt.
Aber vielleicht täusche ich mich.
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Richard hat geschrieben:Mich hat es damals schon überrascht, dass Shabazza eine seiner doch nicht sonderlich zahlreichen Nanokollonen verwendete um SENECA zu übernehmen. Ursprünglich wollte Shabazza die SOL ja untergehen lassen....

Und dann .. hui - Monkey erkannte sozusagen "mit freiem Auge" dass es Richtung Milchstrasse geht. Respekt dachte ich mir damals ... oder doch eher unwahrscheinlich...

Ich fand Shabazzas Einsatz der Nanokolonne schon plausibel, schlie0lich war es eine recht gute Chance, seine Niederlage auf Century noch in einen Sieg zu verwandeln und Perry Rhodan seinem Herr und Meister vorzuführen.

Ich kann mir auch gut vorstellen, dass Bilder der Milchstraße in vielen Kinderstuben der Galaktiker hängen, nachdem man spätestens seit den 2400er Jahren Bänden vernünftige Bilder der Milchstraße von außen hatte. Außerdem hat Monkey bekanntlich Kameraaugen mit Speichern.

Re: Klassiker - MATERIA (PR 1950-1999)

Beitragvon thinman » 13. August 2018, 13:59

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nanograinger hat geschrieben:
Tiberius hat geschrieben:
thinman hat geschrieben:
nanograinger hat geschrieben:Am 2. März 1999 erschien der 1958. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

Der Oxtorner und sein Okrill von Arndt Ellmer




Es wird ein deutlicher Ball Richtung Monkeys Herkunft gespielt, der sich aber als Roter Hering entpuppt.

In welchem Roman wird der Rote Hering enttarnt?
Sprich: Dass Monkey nicht Torlan Tuffek ist?

Ich glaube nicht, ob das jemals wieder aufgegriffen wurde. Insofern wurde eine Verbindung der Personen Tuffek und Monkey einfach nie bestätigt.
Aber vielleicht täusche ich mich.


jetzt nur aus der Erinnerung - hatten wir nicht ein paar Bände zuvor den Hinweis, daß auch Monkey von seinem Okrill nicht mehr als Partner akzeptiert worden ist. Wäre es deutlicher gewesen, würde es jemand anderem auch aufgefallen sein, und es hätte Spuren in der PP interlassen. Man müßte jetzt in knapp 18 Jahre alten Forendiskussionen nachschlagen, diese sind aber leider alle schon in das große schwarze /dev/null gewandert.

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thinman hat geschrieben:
nanograinger hat geschrieben:
Tiberius hat geschrieben:
thinman hat geschrieben:Es wird ein deutlicher Ball Richtung Monkeys Herkunft gespielt, der sich aber als Roter Hering entpuppt.

In welchem Roman wird der Rote Hering enttarnt?
Sprich: Dass Monkey nicht Torlan Tuffek ist?

Ich glaube nicht, ob das jemals wieder aufgegriffen wurde. Insofern wurde eine Verbindung der Personen Tuffek und Monkey einfach nie bestätigt.
Aber vielleicht täusche ich mich.


jetzt nur aus der Erinnerung - hatten wir nicht ein paar Bände zuvor den Hinweis, daß auch Monkey von seinem Okrill nicht mehr als Partner akzeptiert worden ist. Wäre es deutlicher gewesen, würde es jemand anderem auch aufgefallen sein, und es hätte Spuren in der PP interlassen. Man müßte jetzt in knapp 18 Jahre alten Forendiskussionen nachschlagen, diese sind aber leider alle schon in das große schwarze /dev/null gewandert.

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Ja, natürlich gibt es diese Parallelität mit den Okrills, aber das war es dann auch, meine ich. Wenn ich die Zeit dazu finde, schaue ich nochmal nach, ich habe die Romane noch griffbereit.

Re: Klassiker - MATERIA (PR 1950-1999)

Beitragvon Richard » 13. August 2018, 21:01

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nanograinger hat geschrieben:
Richard hat geschrieben:Mich hat es damals schon überrascht, dass Shabazza eine seiner doch nicht sonderlich zahlreichen Nanokollonen verwendete um SENECA zu übernehmen. Ursprünglich wollte Shabazza die SOL ja untergehen lassen....

Und dann .. hui - Monkey erkannte sozusagen "mit freiem Auge" dass es Richtung Milchstrasse geht. Respekt dachte ich mir damals ... oder doch eher unwahrscheinlich...

Ich fand Shabazzas Einsatz der Nanokolonne schon plausibel, schlie0lich war es eine recht gute Chance, seine Niederlage auf Century noch in einen Sieg zu verwandeln und Perry Rhodan seinem Herr und Meister vorzuführen.

Ich kann mir auch gut vorstellen, dass Bilder der Milchstraße in vielen Kinderstuben der Galaktiker hängen, nachdem man spätestens seit den 2400er Jahren Bänden vernünftige Bilder der Milchstraße von außen hatte. Außerdem hat Monkey bekanntlich Kameraaugen mit Speichern.[/quote

Nun: Lt. Perrypedia hatte Shabazza neun Nano-Kolonnen - sprich nicht wirklich eine so grosse Anzahl ....
Ich habe diesen "Augenersatz" von Monkey jetzt immer so interpretiert, als dass da "nur" die Dinge gespeichert werden, die Monkey sieht und nicht etwa als eine Art Datenbank, in der Monkey nach belieben diverse Dinge nachschlagen kann.

btw: hat man eigentlich mal wo Infos bekommen, ob sich mit der Erhöhung der Hyperimpedanz bei Monkey und dessen Kameraaugen was geändert hat? - Ich denke, dass die zumindest ursprünglich syntrongesteuert waren .. sprich da sollte es eine Um/Nachrüstung gegeben haben.
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Richard hat geschrieben:
nanograinger hat geschrieben:
Richard hat geschrieben:Mich hat es damals schon überrascht, dass Shabazza eine seiner doch nicht sonderlich zahlreichen Nanokollonen verwendete um SENECA zu übernehmen. Ursprünglich wollte Shabazza die SOL ja untergehen lassen....

Und dann .. hui - Monkey erkannte sozusagen "mit freiem Auge" dass es Richtung Milchstrasse geht. Respekt dachte ich mir damals ... oder doch eher unwahrscheinlich...

Ich fand Shabazzas Einsatz der Nanokolonne schon plausibel, schlie0lich war es eine recht gute Chance, seine Niederlage auf Century noch in einen Sieg zu verwandeln und Perry Rhodan seinem Herr und Meister vorzuführen.

Ich kann mir auch gut vorstellen, dass Bilder der Milchstraße in vielen Kinderstuben der Galaktiker hängen, nachdem man spätestens seit den 2400er Jahren Bänden vernünftige Bilder der Milchstraße von außen hatte. Außerdem hat Monkey bekanntlich Kameraaugen mit Speichern.

Nun: Lt. Perrypedia hatte Shabazza neun Nano-Kolonnen - sprich nicht wirklich eine so grosse Anzahl ....

8 der 9 Nano-Kolonnen hatte Shabazza ja schon eingesetzt. Als er von der SOL floh, hatte er nur noch die Wahl die letzte Kolonne mitzunehmen, oder sie eben für die Übernahme SENECAs einzusetzen. Letzteres machte für mich schon Sinn, wie oben erwähnt.
Richard hat geschrieben:Ich habe diesen "Augenersatz" von Monkey jetzt immer so interpretiert, als dass da "nur" die Dinge gespeichert werden, die Monkey sieht und nicht etwa als eine Art Datenbank, in der Monkey nach belieben diverse Dinge nachschlagen kann.

Nun, es ist doch anzunehmen, dass Monkey auch nach dem Einsatz der Kunstaugen Aufnahmen der Milchstraße von außen gesehen hat. Aber ich finde es noch wahrscheinlicher, dass er auch mit seiner normalen Erinnerung sich an entsprechende Bilder erinnern kann. Ein Grundkurs in Astrophysik und Astronomie sollte schon zu der Ausbildung eines TLD-Agenten gehören, die Leute kamen ja schon etwas rum.
Richard hat geschrieben:btw: hat man eigentlich mal wo Infos bekommen, ob sich mit der Erhöhung der Hyperimpedanz bei Monkey und dessen Kameraaugen was geändert hat? - Ich denke, dass die zumindest ursprünglich syntrongesteuert waren .. sprich da sollte es eine Um/Nachrüstung gegeben haben.

Ich kann mich an kein solches Statement erinnern, allerdings auch nicht an eine Syntronsteuerung der Augen. Nun meine ich, dass Monkey als vorsichtiger Mann nach Bekanntwerden der Warnung vor der HI-Erhöhung genug Zeit hatte, seine Augen auf Positronik umzustellen. Er taucht übrigens als Person erst am Ende des Sternenozeanszyklus auf. Es bliebe also selbst nach der Erhöhung genug Zeit.
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Aus dem aktuellen Anlass der Rückkehr Lotho Keraetes in die EA (PR 2974) werde ich morgen anstatt des turnusgemäßen PR 1960 den Roman PR 1977 "Transformation" von Horst Hoffmann einstellen, der die Lebens- und Entstehungsgeschichte Lotho Keraetes bis zu seinem ersten Job als Bote von ES erzählt. Die Geschichte steht für sich selbst und spoilert deshalb nichts über die Entwicklung der Handlung zwischen PR 1960 und 1976.

Re: Klassiker - MATERIA (PR 1950-1999)

Beitragvon Richard » 18. August 2018, 20:18

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Richard
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nanograinger hat geschrieben:
Richard hat geschrieben:
nanograinger hat geschrieben:
Richard hat geschrieben:Mich hat es damals schon überrascht, dass Shabazza eine seiner doch nicht sonderlich zahlreichen Nanokollonen verwendete um SENECA zu übernehmen. Ursprünglich wollte Shabazza die SOL ja untergehen lassen....

Und dann .. hui - Monkey erkannte sozusagen "mit freiem Auge" dass es Richtung Milchstrasse geht. Respekt dachte ich mir damals ... oder doch eher unwahrscheinlich...

Ich fand Shabazzas Einsatz der Nanokolonne schon plausibel, schlie0lich war es eine recht gute Chance, seine Niederlage auf Century noch in einen Sieg zu verwandeln und Perry Rhodan seinem Herr und Meister vorzuführen.

Ich kann mir auch gut vorstellen, dass Bilder der Milchstraße in vielen Kinderstuben der Galaktiker hängen, nachdem man spätestens seit den 2400er Jahren Bänden vernünftige Bilder der Milchstraße von außen hatte. Außerdem hat Monkey bekanntlich Kameraaugen mit Speichern.

Nun: Lt. Perrypedia hatte Shabazza neun Nano-Kolonnen - sprich nicht wirklich eine so grosse Anzahl ....


8 der 9 Nano-Kolonnen hatte Shabazza ja schon eingesetzt. Als er von der SOL floh, hatte er nur noch die Wahl die letzte Kolonne mitzunehmen, oder sie eben für die Übernahme SENECAs einzusetzen. Letzteres machte für mich schon Sinn, wie oben erwähnt.


Da hätte ich eher noch aktiv die Zerstörung der SOL eingeleitet und mir die Nano-Kolonne noch für einen anderen Einsatz aufgehoben. Aber was solls, lt. den damaligen Expokraten hat Shabazza das halt so gemacht.

nanograinger hat geschrieben:
Richard hat geschrieben:Ich habe diesen "Augenersatz" von Monkey jetzt immer so interpretiert, als dass da "nur" die Dinge gespeichert werden, die Monkey sieht und nicht etwa als eine Art Datenbank, in der Monkey nach belieben diverse Dinge nachschlagen kann.

Nun, es ist doch anzunehmen, dass Monkey auch nach dem Einsatz der Kunstaugen Aufnahmen der Milchstraße von außen gesehen hat. Aber ich finde es noch wahrscheinlicher, dass er auch mit seiner normalen Erinnerung sich an entsprechende Bilder erinnern kann. Ein Grundkurs in Astrophysik und Astronomie sollte schon zu der Ausbildung eines TLD-Agenten gehören, die Leute kamen ja schon etwas rum.


Von allen moeglichen Blickwinkeln, von der es Aufnahmen der Milchstrasse von "Aussen" gibt - meinst Du -hat Monkey ausgerechnet jene Aufnahme gesehen, die mit dem Bild übereinstimmt, dass er bei seinem Ausflug nach aussen sieht?
Ich halte das eher für unwahrscheinlich.
Zudem werden Raumschiffe aufgrund der Ortungsdaten geflogen bzw.die Kurse entsprechend gesetzt. - Ich denke jetzt nicht, dass da so viel mit mehr oder minder "optischen Aufnahmen" gearbeitet wird.
Und selbst wenn Monkey schon mal Aufnahmen der Milchstrasse gesehen hat: er muss auch den Speicherinhalt seiner Kameraaugen immer wieder mal entleeren, dass wurde meiner Erinnerung nach erwähnt.
Ich halte es letztlich für unwahrscheinlich, dass Monkey (oder auch Perry, Adams ..) so einfach ohne Zusammenhang mit Sicherheit bei einem Blick von der Raumschiffoberfläche her sagen kann: "Hoppala, das ist ja die Milchstrasse, da in 30.000 LJ Entfernung!")



nanograinger hat geschrieben:
Richard hat geschrieben:btw: hat man eigentlich mal wo Infos bekommen, ob sich mit der Erhöhung der Hyperimpedanz bei Monkey und dessen Kameraaugen was geändert hat? - Ich denke, dass die zumindest ursprünglich syntrongesteuert waren .. sprich da sollte es eine Um/Nachrüstung gegeben haben.

Ich kann mich an kein solches Statement erinnern, allerdings auch nicht an eine Syntronsteuerung der Augen. Nun meine ich, dass Monkey als vorsichtiger Mann nach Bekanntwerden der Warnung vor der HI-Erhöhung genug Zeit hatte, seine Augen auf Positronik umzustellen. Er taucht übrigens als Person erst am Ende des Sternenozeanszyklus auf. Es bliebe also selbst nach der Erhöhung genug Zeit.

Zu der Zeit war doch gefühltermassen alles mit einem Syntron ausgestattet; vergleiche das mal mit dem heuzutage bei uns aktuellen IOT Ansatz. Und Positronikspezialisten waren zu der Zeit schon sehr duenn geseht, da kann ich fast nicht glauben, dass man Monkeys Kameraaugen ursprünglich mit was anderen als syntrongesteuerten Kameraaugen ausgestattet hat.
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Richard hat geschrieben:
nanograinger hat geschrieben:
Richard hat geschrieben:Ich habe diesen "Augenersatz" von Monkey jetzt immer so interpretiert, als dass da "nur" die Dinge gespeichert werden, die Monkey sieht und nicht etwa als eine Art Datenbank, in der Monkey nach belieben diverse Dinge nachschlagen kann.

Nun, es ist doch anzunehmen, dass Monkey auch nach dem Einsatz der Kunstaugen Aufnahmen der Milchstraße von außen gesehen hat. Aber ich finde es noch wahrscheinlicher, dass er auch mit seiner normalen Erinnerung sich an entsprechende Bilder erinnern kann. Ein Grundkurs in Astrophysik und Astronomie sollte schon zu der Ausbildung eines TLD-Agenten gehören, die Leute kamen ja schon etwas rum.

Von allen moeglichen Blickwinkeln, von der es Aufnahmen der Milchstrasse von "Aussen" gibt - meinst Du -hat Monkey ausgerechnet jene Aufnahme gesehen, die mit dem Bild übereinstimmt, dass er bei seinem Ausflug nach aussen sieht?
Ich halte das eher für unwahrscheinlich.

Wir befinden uns hier im Jahr 1291 NGZ und es gibt sicherlich holografische Darstellungen der Milchstraße, die man sich vermutlich schon in der Schule anschauen und selbst aus allen Blickwinkeln erschließen konnte. Und sicherlich werden Milchstraßencharakteristika wie der Orionarm oder die Magellanschen Wolken etc. genauso Lerninhalte sein, wie das heute die Form der Kontinente o.ä. sind.
Richard hat geschrieben:...
Und selbst wenn Monkey schon mal Aufnahmen der Milchstrasse gesehen hat: er muss auch den Speicherinhalt seiner Kameraaugen immer wieder mal entleeren, dass wurde meiner Erinnerung nach erwähnt.

Laut Perrypedia kann der Speicher 2000 Tage Videomaterial speichern. Das ist eine Menge Daten. Natürlich müssen die immer mal wieder gelöscht oder ausgelagert werden, aber dass er diverses Kartenmaterial im Spiecher belässt, halte ich für plausibel.
Richard hat geschrieben:Ich halte es letztlich für unwahrscheinlich, dass Monkey (oder auch Perry, Adams ..) so einfach ohne Zusammenhang mit Sicherheit bei einem Blick von der Raumschiffoberfläche her sagen kann: "Hoppala, das ist ja die Milchstrasse, da in 30.000 LJ Entfernung!")

Ob du das unwahrscheinlich findest, ist alleine deine Entscheidung (Adams hat übrigens ein fotografisches Gedächtnis). Es gibt sicher Blickwinkel, in dem eine Identifkation schwierig sein könnte, aber was die drei genannten Personen angeht, so ist meine Erwartung eher, dass sie das könnten.
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Wie angekündigt, stelle ich heute aus gegebenem Anlass den 1977. Roman der PR-Serie ein.

Am 13. Juli 1999 erschien der 1977. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

Transformation von Horst Hoffmann


Bild
Titelbild: Ralph Voltz

Der folgende Text wurde der Perrypedia entnommen gemäß den Bedingungen der GNU-FDL

Handlung des Romans

Die EX-1298 wird auch HUMBOLDT genannt und steht unter dem Kommando von Oberst Negra Tolt. Am 26. Januar 2512 vernimmt das Raumschiff – es steht am Rand der Eastside – einen Notruf aus dem Tollar-System, circa 38.000 Lichtjahre zu Sol. Dort existiert auf Xynax eine terranische Splitterkolonie. Der Explorer geht auf Kurs und wird über dem Planeten, dem ersten seiner Sonne, von zehn Blues-Piratenschiffen angegriffen. Wenig später droht die EX-1298, schwer angeschlagen in die Sonne zu stürzen.

Die knapp 100 Überlebenden verlassen in Raumanzügen das Schiff, die Beiboote sind zerstört. Die Lage ist hoffnungslos, die noch acht Blues-Schiffe ziehen sich zurück und missachten die Notrufe. Xynax ist nicht zu erreichen – und so nehmen die Menschen sich das Leben. Zuletzt bleiben die 33-jährige Biologin Florence Lamar und der 24-jährige Leutnant Lotho Keraete übrig, die ineinander verliebt sind. Doch auch Lamar geht in den Freitod.

Bevor Keraete den Mut fasst, sich zu töten, tauchen überraschend fremdartige Roboter auf und bergen ihn. Die Maschinen nehmen Keraete mit auf einen Kugelraumer mit abgeflachtem unterem Pol, wo vier Antriebszylinder sitzen. Es wird HARQUIST genannt, und dort verliert der junge Terraner sein Bewusstsein.

Als Keraete nach 30 Tagen, wie er hört, erwacht, findet er sich in der scheibenförmigen Raumstation Heim wieder. Sie durchmisst 800 Meter und ist 200 Meter dick. Heim, HARQUIST und als Drittes ein kastenförmiger Sender befinden sich aber nicht in der Milchstraße, sondern in Whirlpool (DaGlausch) im Orbit der planetenlosen, roten Sonne Goppler. Die Roboter sprechen Keraete mit »Bolphor« an, was so viel wie Auserwählter bedeutet. Doch er muss vorerst verarbeiten, in welchen kosmischen Fernen er sich befindet.

Im Laufe der Zeit gibt Keraete dem Roboter, mit dem er am meisten Kontakt hat, den Namen James. Die Stationssyntronik nennt er Nathan. Er erfährt, dass der Auftraggeber seiner Entführung den Robotern das Dogma der absoluten Isolation auferlegte. Entsprechend ist Heim autark und isoliert vom Leben in Whirlpool.

Nach einer mehr als 100-jährigen Tiefschlafphase fühlt sich Keraete einerseits irgendwie unsterblich, andererseits aber missbraucht. Von James erfährt er, dass ES der Auftraggeber ist, den der Roboter als Superintelligenz umschreibt. Demnach soll Keraete ab dem sogenannten Konstituierenden Jahr als Bote von ES fungieren. Der junge Terraner begreift das alles nicht und lässt es fast wehrlos über sich ergehen, dass die Roboter ihn schrittweise in ein Objekt aus geschmeidigem, ultramarinblauem und regenerativem Metall verwandeln. Es beginnt mit dem kleinen Finger seiner linken Hand.

Als Keraete (Ist er überhaupt noch ein Mensch?) schon ungefähr 240 Jahre in Heim weilt, tauchen 442 sternförmige Raumschiffe bei Goppler auf. Mittels eines virtuellen Rundgangs lernt Keraete die CawCadd kennen, zehnbeinige Spinnenwesen. Sie bezeichnen sich als Überlebende eines Kesselbebens.

In der Folge machen die CawCadd, die zuvor als Piraten lebten, die drei Stationen, in die sie nicht eindringen können, zu Bestandteilen einer orbitalen Stadt. Nach circa 330 Jahren sehen sich darum Keraete und die Roboter gezwungen, das Dogma der Isolation zu brechen. Grund dafür ist der Anbau von Kobaltmoos durch die Spinnenwesen. Diese kristalline Pflanze dringt in die Hülle von HARQUIST ein. Doch dagegen können sie nichts ausrichten.

Nach genau 1500 Jahren in Heim ist Keraetes Transformation zu einem Roboter aus weichem Stahl mit menschlichem Gehirn abgeschlossen. Er wiegt jetzt 176 Kilogramm. Indessen haben die CawCadd ihr Wissen über die überlichtschnelle Raumfahrt eingebüßt, sich sogar zu Kannibalen zurückentwickelt. Sie fressen die Alten und Kranken, aber auch Teile ihrer Brut.

Im Jahre 4878 wird Keraete erneut aus dem Tiefschlaf geweckt. Die Roboter um James haben in seine linke Hand derweil einen Paralysator, in die rechte Hand eine Kombination aus Thermostrahler und Desintegrator eingebaut. Des Weiteren ist sein Gehirn an einen Pikosyn angeschlossen. Nun teilt James mit, ES erwarte ihn im Zentrums-Black-Hole der Milchstraße.

Keraete dringt im Kampf gegen die CawCadd bis zur HARQUIST vor, doch das Schiff ist aufgrund des Kobaltmooses flugunfähig. So schlägt sich Keraete zum Sender durch und setzt einen Notruf an ES ab. Anschließend flieht er in den Weltraum, wo vor einer Ewigkeit alles begann. Nach 1,5 Stunden erscheint ein 110 Kilometer langes Zapfenschiff, zerstört Heim, Sender und HARQUIST und nimmt Keraete an Bord. Der Auserwählte, der sein neues Leben längst akzeptiert hat, bricht zum Standort der Superintelligenz auf.
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Baptist Ziergiebel
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Tja, ES. die freundliche Superintelligenz von nebenan... von wegen! Egal ob grauslige Spinnenwesen oder arme, in Raumnot gelangte Menschen, hier werden die harten Bandagen ausgepackt. Ergebnis: Galto Quohlfart zum Zweiten nur ohne "Humor"...
Dazu zeigt ES mit dem zerstörerischen Zapfenschiff mal etwas aus seinem Arsenal.

Ich mag mich täuschen, aber ein wenig gibt es schon Parrallelen zum ESschen Auftreten während des BARDIOC-Zyklus, wo ES ja schon mal einige neue Seiten von sich zeigte. Etwa die Selbstverständlichkeit, mit der ES im Leben der Menschen, dort die Konzepte, hier Keraete, herumpfuscht.

Spoiler:
Und hier wie dort versucht die SI ihr Handlung durch nachgereichte Visionen zu rechtfertigen. Ich meine mich zu erinnern, dass ja noch ein Band kommt, in dem ES Keraete ein Horrorschicksal vorspielt, wenn es ihn nicht "gerettet" hätte...


Gruß.
Das ist ... TERRA!

Re: Klassiker - MATERIA (PR 1950-1999)

Beitragvon Richard » 19. August 2018, 20:56

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Richard
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ja, stimmt -

Spoiler:
An so einen Band kann ich mich auch erinnern; da ging es um das Schicksal der Ex wenn dieser Raumer nicht durch die Blues zerstoert worden wäre.
"Natuerlich" wäre auch in dem Fall die Besatzung verstorben, halt etwas später und natürlich auf andere Art und Weise.
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Ich weiß nicht wirklich, was eure Spoiler-Tags hier sollen. Ich kann mich nicht wirklich an die von euch beschriebene "Rechtfertigung" erinnern, aber die war möglicherweise genau den Fragen der Leser nach dem "Warum?" geschuldet. Genau diese Frage wird übrigens auch im allgemeineren Sinn von Atlan in PR 2974 gestellt.

Aber diese Frage nach dem Warum? zieht sich ja was ES angeht durch die ganze Serie. In manchen Dingen wurde diese Antwort gegeben. Ob das dann immer eine gute Antwort war, sei dahingestellt.

Was die hier beschriebene Situation angeht, so ist die Antwort doch recht klar, meine ich. ES kann trotz all seiner Macht nicht alle Wesen vor dem Tode retten oder gar ein unsterbliches Leben verleihen (und selbst wenn ES das könnte, würde das der Idee des Lebens doch ziemlich sinnlos machen). Also geht ES sehr selektiv und in Eigeninteresse vor, und dies nicht erst seit dem BARDIOC-Zyklus, sondern bereits seit dem Beginn der Serie.

Auf die Frage, warum von der HUMBOLDT nur Lotho Keraete gerettet wurde, gibt es eine einfache Antwort: Er ist der Letzte, der sich aufgegeben hat. Wäre dies Florence Lamar gewesen, wäre vielleicht sie als Bote ausgewählt worden (ein weibllicher Bote würde übrigens ganz neue Situationen für Machos wie Atlan ermöglichen). Dass die Spinnenwesen zum Schluss vernichtet werden: Wer den Roman gelesen hat, wird für diese Wesen ebenso wie für das Kobaltmoos wenig Sympathie hegen und damit recht gut klar kommen.

Re: Klassiker - MATERIA (PR 1950-1999)

Beitragvon Richard » 19. August 2018, 23:05

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Richard
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Die Story mit der alternativen Zukunft der HUMBOLDT bzw. deren Besatzung wird im nächsten Band Schlacht um Wanderer erzählt.
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nanograinger
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Richard hat geschrieben:Die Story mit der alternativen Zukunft der HUMBOLDT bzw. deren Besatzung wird im nächsten Band Schlacht um Wanderer erzählt.

Danke für den Hinweis. Aber dieser Roman wird erst in 17 Wochen eingestellt werden. Nächsten Sonntag geht es PR 1960 "Gefangene des Bordgehirns" weiter.
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nanograinger
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Ich habe mir heute nochmal PR 1978 "Schlacht um Wanderer" zu Gemüte geführt. In der Tat wünscht sich Lotho Kerate Folgendes von ES:

"Dann zeig mir bitte mein Leben, wie es ausgesehen hätte, wenn wir nicht mit der HUMBOLDT auf die Blues gestoßen und von ihnen abgeschossen worden wären; wenn wir nicht in die Sonne gestürzt wären."

Und so erzählt ES die Geschichte, wie die Lotho und Florence Lamar eine Liebesnacht verbringen; wie die HUMBOLDT am nächsten Tag in ein unbekanntes Sonnensystem einfliegt und auf einem Sauerstoffplaneten humanoide Wesen entdeckt werden; wie sie Kontakt aufnehmen und feststellen, dass die dortigen Bewohner in Symbiose mit einem "Grünschimmel" leben, der aber für andere Humanoide tödlich ist, wie ein akonisches Wrack mit vielen Leichen drastisch zeigt; wie auch die HUMBOLDT-Crew sich am "Grünschimmel" infiziert und innerhalb zweier Tage alle sterben, Florence Lamar im Schlaf neben Lotho, und Negra Tolt im Kommandosessel, kurz bevor es schließlich Lotho erwischt.

Danach ergibt sich folgender Dialog (PR 1978, S. 59):

>>Das wollte ich ganz bestimmt nicht sehen, ES<<, antwortete Kerate. >>Aber es hat mir den Abschied von meinem Leben, wie ich es kannte, erleichtert.<<
>>Du hast dich also entschieden?<<
>>Ich war immer schon entschieden<<, sagte der Terraner. >>Aber jetzt werde ich keine Zweifel und keine falsche Wehmut mehr haben. Leid tut es mir nur um meine Kameraden. Konntest du nichts tun, um ihnen dieses grausame Schicksal zu ersparen?<<
ES gab ein Geräusch von sich, das sich der Terraner im Körper eines Cyborgs nicht erklären konnte.
>>Selbst ich kann nicht immer und überall sein, Lotho Keraete Ich war nicht da, um ihre Bewußtseine in mich aufzunehmen. Sie sind jetzt an einem anderen Ort.<<

Und schließlich:

>>Aber wieso gerade ich?<< fragte Lotho. >>Was habe ich vorzuwesen, das Milliearden andere nicht hätten? Ich bin unbedeutend unf habe noch nichts Großes bewegt in meinem Leben.<<
>>Versuche nicht, meine Beweggründe zu verstehen!<< sagte ES mit leichtem Tadel. >>Ich hatte meine Gründe. Das Verhältnis zwischen mir und der Menschheit wird auf eine neue Grundlage gestellt werden müssen, aber das soll dich jetzt nicht belasten. Ich habe einen ersten Auftrag für dich, Lotho Keraete.<<

Und so beginnt es..... B-)
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nanograinger
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So, wieder zurück in den normalen Ablauf

Am 16. März 1999 erschien der 1960. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

Gefangene des Bordgehirns von Horst Hoffmann


Bild
Titelbild: Swen Papenbrock

Der folgende Text wurde der Perrypedia entnommen gemäß den Bedingungen der GNU-FDL

Handlung des Romans

Der 28. Dezember 1290 NGZ ist angebrochen, und Cistolo Khan muss an die GILGAMESCH denken, die inzwischen in Chearth eingetroffen sein sollte. Der LFT-Kommissar ist zu einem Sympathisanten von Camelot geworden, im Gegensatz zu vielen anderen Terranern. Das bewies zuletzt vor einem Monat die Rede von Lester Bround, dem Vorsitzenden der Terranischen Front im Astor-Park von Terrania. Dessen Worte gegen die Unsterblichen erhielten großen Zuspruch.

Stunden später erhält Khan überraschenden Besuch von Camelot. Mit einer Space-Jet landen Gucky und Icho Tolot, und der LFT-Kommissar erfährt deren Erlebnisse in der Galaxie Puydor. Letztlich waren sie am 14. November mit der GAAFENOO auf Camelot gelandet, wo die Mediker von Port Arthur sich sofort um Michael Rhodan bemühten. Doch sie konnten nicht helfen, und so flogen der Ilt und der Haluter weiter zum Solsystem. Den in Kälteschlaf liegenden jungen Rhodan haben sie mitgebracht, Julian Tifflor blieb bei Homer G. Adams. Und Hotch-Kotta ist schon wieder auf der Heimreise.

Khan leitet die Jet weiter nach Mimas zur Kuntami-Klinik – und erlebt nochmals Stunden später die nächste Überraschung: Am Rand des Solsystems erscheint die SOL, und über Funk meldet sich Perry Rhodan. Der Terraner spricht kurz angebunden von technischen Problemen mit dem Hypertakt-Antrieb und behauptet, vorerst niemanden an Bord empfangen zu können.

Tatsächlich hat SENECA eine Simulation Rhodans vorgeführt, denn die gesamte Besatzung der SOL befindet sich weiterhin in ihren Quartieren eingesperrt.

Irritiert über das Verhalten Rhodans, informiert Khan Paola Daschmagan und Noviel Residor, die wenig Interesse zeigen. Die Verärgerung Khans steigt am nächsten Tag vollends, als die SOL unangekündigt Fahrt aufnimmt und sich zwischen Terra und Trokan positioniert.

Der Oxtorner Monkey kann sich eine gewisse Bewegungsfreiheit erhalten. So gelingt ihm die Zündung der Bombe an der ZIC-Schnittstelle, und SENECA muss jetzt zur Überwachung der Menschen Roboter einsetzen. Das garantiert weiteren Besatzungsmitgliedern Beweglichkeit, und es wird eine Vorgehensweise gegen SENECA geplant. Als Erstes stellt Trabzon Karett fest, dass das manipulierte Bordgehirn aus den Datennetzen Terras Informationen über die Systemverteidigung abzapft. Um die LFT-Führung zu warnen, will Rhodan außerdem die SZ-1 von der Rest-SOL abtrennen. Er, Reginald Bull, Monkey und zehn TLD-Agenten brechen dorthin auf.

Auf Mimas haben Gucky und Tolot die Funkübertragung verfolgt, und der Ilt ist sofort misstrauisch. Da sie den Medikern auf Mimas sowieso nicht helfen können, versuchen sie, in die SOL einzudringen. Doch eine Teleportation ist nicht möglich.

Michael befindet sich in der Obhut von Professor Dr. Galan Wojtyczek. Dessen Team entdeckt, dass im Körper des unsterblichen Patienten 3,3 Millionen mikroskopisch kleine Fremdkörper zirkulieren. Diese werden als Mikro-Maschinen mit unbekannter Funktion eingestuft, doch bald schon liegen weitere Erkenntnisse vor. Demnach schützt eine Virus-ähnlich gegliederte Strukturhülle aus anorganischem Material vor den heilenden Impulsen des Zellaktivatorchips. Diese Hülle umschließt einen Kern aus amorph-organischer Materie, die Hauptbestandteil der Mikro-Maschinen ist.

Die Wissenschaftler messen auch Spuren einer permanenten Psi-Strahlung, deren Frequenz derjenigen des Supermutanten Ribald Corello entspricht. Darin muss die Ursache der Beeinflussung durch Shabazza begründet liegen.

Am letzten Tag des Jahres wettern Medienvertreter, wie Danae Llalasse von der Terrania Post oder Harri Betonen vom Venus Star, gegen Camelot und die Unsterblichen. Aber auch Politiker, wie Flame Gorbend, Daschmagan oder Bround, tun ihre Meinung kund. Da erscheint aus dem Pilzdom auf Trokan der Fünfte Bote von Thoregon, Mhogena.

Der Gharrer übergibt dem LFT-Kommissar Informationen über die Entwicklungen in Chearth und bittet nochmals um die Entsendung einer Flotte. Khan verspricht auch Hilfe, und Mhogena kehrt in seine Heimat zurück.

Wieder auf Terra, setzen ihn die Erste Terranerin und der TLD-Chef unter Druck. Residor befürchtet sogar eine Allianz gegen die LFT, wenn die anderen galaktischen Völker von der Größe der Gefahr durch die Sonnenwürmer erfahren.

Über Schleichwege erreicht Rhodans Gruppe am ersten Tag des neuen Jahres die SZ-1. Während Rhodan die Kommandozentrale stürmt, sorgen Monkey und drei weitere TLD-Agenten für die Trennung von der Rest-SOL. Doch der Freude folgt die Ernüchterung. Die ganze Aktion ist SENECA nicht verborgen geblieben, der die SZ-1 per Traktorstrahl wieder einfängt. Kurz darauf geht die THOREGON SECHS in den Hypertakt.

Im Norden Kalkuttas lebt weiterhin Genhered Zensch Meved im Museum Janir Gombon Alkyetto. Der Nonggo weiß, dass auf Terra der 2. Januar 1291 NGZ geschrieben wird, als ein 100 Meter durchmessendes Raumschiff nahe seiner Zuflucht landet. Dem Schiff entsteigt ein Haluter, der sich als Blo Rakane vorstellt. Genhered, der nicht viel über dieses Volk weiß, kann sich nicht über dessen weiße Haut wundern. Rakane ist Wissenschaftler und fragt sich, ob in dem Museum Informationen über die Guan a Var gespeichert sind, die schließlich von den Nonggo einst besiegt wurden?

Re: Klassiker - MATERIA (PR 1950-1999)

Beitragvon Richard » 26. August 2018, 21:56

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Richard
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Hm, einerseits wird in dem Band der Leidensprozess von Roi quasi eingeleitet ... Armer Kerl ....
Und dann erfahren wir auch, dass SENECA die FLucht von Perry & Co vereitelt. bzw. eben der durch die Nanokolonne beeinflusste SENECA.

Re: Klassiker - MATERIA (PR 1950-1999)

Beitragvon Wintermute » 27. August 2018, 09:12

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PerryPedia hat geschrieben:Stunden später erhält Khan überraschenden Besuch von Camelot. Mit einer Space-Jet landen Gucky und Icho Tolot, und der LFT-Kommissar erfährt deren Erlebnisse in der Galaxie Puydor. Letztlich waren sie am 14. November mit der GAAFENOO auf Camelot gelandet, wo die Mediker von Port Arthur sich sofort um Michael Rhodan bemühten. Doch sie konnten nicht helfen, und so flogen der Ilt und der Haluter weiter zum Solsystem. Den in Kälteschlaf liegenden jungen Rhodan haben sie mitgebracht, Julian Tifflor blieb bei Homer G. Adams. Und Hotch-Kotta ist schon wieder auf der Heimreise.


Seitdem ich den oben übrig gelassenen Auszug aus dem PP-Artikel gelesen habe, suche ich nach einem Ersatz für den "jungen Rhodan". Zum Zeitpunkt der Handlung kann man auch bei Michael mit Sicherheit nicht mehr von jung sprechen ;-)

Hmm, was hieltet ihr vom "jüngeren Rhodan"?
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Ceterum censeo SOL esse redeundum

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Re: Klassiker - MATERIA (PR 1950-1999)

Beitragvon Lumpazie » 27. August 2018, 12:16

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Wintermute hat geschrieben: Seitdem ich den oben übrig gelassenen Auszug aus dem PP-Artikel gelesen habe, suche ich nach einem Ersatz für den "jungen Rhodan". Zum Zeitpunkt der Handlung kann man auch bei Michael mit Sicherheit nicht mehr von jung sprechen ;-)

Hmm, was hieltet ihr vom "jüngeren Rhodan"?


Ich würde das so verstehen, das sich das auf seinen alten Herrn (Perry Rhodan) bezieht. Also Perry (der Ältere/Vater) und Michael (der Jüngere/Sohn). ;)
Es is kein’ Ordnung mehr jetzt in die Stern’,
D’ Kometen müßten sonst verboten wer’n;
Ein Komet reist ohne Unterlaß
Um am Firmament und hat kein’ Paß;
Und jetzt richt’ a so a Vagabund
Und die Welt bei Butz und Stingel z’grund
(Johann Nestroy)
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