Klassiker - MATERIA (PR 1950-1999)

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Re: Klassiker - MATERIA (PR 1950-1999)

Beitragvon 123Kid » 24. Februar 2019, 11:20

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123Kid
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Die Geschichte von Torr Samaho hat mich damals beeindruckt.
Ich empfand den Roman damals als einen weiteren Höhepunkt von RF.
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Klaus N. Frick
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123Kid hat geschrieben:Die Geschichte von Torr Samaho hat mich damals beeindruckt.
Ich empfand den Roman damals als einen weiteren Höhepunkt von RF.


Das würde ich auch heute noch so sehen.

Re: Klassiker - MATERIA (PR 1950-1999)

Beitragvon Richard » 24. Februar 2019, 14:34

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Richard
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Und in dem Roman wird auch klar aufgezeigt, dass auch bei den KK gilt, dass der Zweck offenbar die Mittel rechtfertigt.
Ich beziehe mich damit auf die Art & Weise wie Torr Samaho sein geistiges Potential stärkte (der Befehl des Selbstmords an sein Volk) und wie Cairol darauf reagierte (ausser, dass er eine Stärkung des geistigen Potentials registrierte war ihm das egal). Sprich ich denke, dass Cairol wohl in der Lage gewesen wäre den Geistesinhalt von Torr Samaho zu untersuchen und so festzustellen, wie der sein Potential erweitert hat. Für mich wirkte das wie die Aktion einer parasitären SI, die sich ihre Opfer unfrewillig einverleibt.

Re: Klassiker - MATERIA (PR 1950-1999)

Beitragvon Ce Rhioton » 24. Februar 2019, 14:59

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Ce Rhioton
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Richard hat geschrieben:Und in dem Roman wird auch klar aufgezeigt, dass auch bei den KK gilt, dass der Zweck offenbar die Mittel rechtfertigt.

Nicht nur offenbar, ganz gewiss sogar.
Ich beziehe mich damit auf die Art & Weise wie Torr Samaho sein geistiges Potential stärkte (der Befehl des Selbstmords an sein Volk) und wie Cairol darauf reagierte (ausser, dass er eine Stärkung des geistigen Potentials registrierte war ihm das egal).


Cairol hat es registriert. Dies zu hinterfragen, war nicht seine Aufgabe. Wir sollten nicht den Fehler begehen, Höhere Mächte (und deren Beauftragte) nach menschlichen Maßstäben beurteilen zu wollen.

Re: Klassiker - MATERIA (PR 1950-1999)

Beitragvon 123Kid » 24. Februar 2019, 15:27

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Klaus N. Frick hat geschrieben:
123Kid hat geschrieben:Die Geschichte von Torr Samaho hat mich damals beeindruckt.
Ich empfand den Roman damals als einen weiteren Höhepunkt von RF.


Das würde ich auch heute noch so sehen.
Ich auch. :st:
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Re: Klassiker - MATERIA (PR 1950-1999)

Beitragvon Richard » 24. Februar 2019, 15:56

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Richard
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Ce Rhioton hat geschrieben:
Richard hat geschrieben:Und in dem Roman wird auch klar aufgezeigt, dass auch bei den KK gilt, dass der Zweck offenbar die Mittel rechtfertigt.

Nicht nur offenbar, ganz gewiss sogar.
Ich beziehe mich damit auf die Art & Weise wie Torr Samaho sein geistiges Potential stärkte (der Befehl des Selbstmords an sein Volk) und wie Cairol darauf reagierte (ausser, dass er eine Stärkung des geistigen Potentials registrierte war ihm das egal).


Cairol hat es registriert. Dies zu hinterfragen, war nicht seine Aufgabe. Wir sollten nicht den Fehler begehen, Höhere Mächte (und deren Beauftragte) nach menschlichen Maßstäben beurteilen zu wollen.


Möglicherweise kam das jetzt nicht so an wie ich es meinte: Für mich zeigte es da (wieder mal) auf, dass eben die KK bzw. deren Beauftragten letztlich in der Wahl der Mittel für die Zweckerreichung sich kaum unterscheiden.

Re: Klassiker - MATERIA (PR 1950-1999)

Beitragvon nanograinger » 24. Februar 2019, 23:58

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Richard hat geschrieben:....
Möglicherweise kam das jetzt nicht so an wie ich es meinte: Für mich zeigte es da (wieder mal) auf, dass eben die KK bzw. deren Beauftragten letztlich in der Wahl der Mittel für die Zweckerreichung sich kaum unterscheiden.

Fehlt da nicht noch etwas in der Art "von den Chaotarchen und ihren Beauftragten"?

"Mörderprinz, Wird nie ein König sein." Der ganze Roman ähnelt einer griechischen Tragödie, auch weil Samaho letztlich tatsächlich eigenhändig zum Mörder an Karvenchel wird. Aber die Geschichte Samahos ist ja noch lange nicht zu Ende.

Re: Klassiker - MATERIA (PR 1950-1999)

Beitragvon Richard » 25. Februar 2019, 00:11

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Bei den CTs bin ich immer schon davon ausgegangen, dass die in der Wahl ihrer Mittel zum Zweck sozusagen problemlos mal über Leichen gingen.

Re: Klassiker - MATERIA (PR 1950-1999)

Beitragvon Julian » 25. Februar 2019, 09:48

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Ce Rhioton hat geschrieben:
Richard hat geschrieben:Und in dem Roman wird auch klar aufgezeigt, dass auch bei den KK gilt, dass der Zweck offenbar die Mittel rechtfertigt.

Nicht nur offenbar, ganz gewiss sogar.
Ich beziehe mich damit auf die Art & Weise wie Torr Samaho sein geistiges Potential stärkte (der Befehl des Selbstmords an sein Volk) und wie Cairol darauf reagierte (ausser, dass er eine Stärkung des geistigen Potentials registrierte war ihm das egal).


Cairol hat es registriert. Dies zu hinterfragen, war nicht seine Aufgabe. Wir sollten nicht den Fehler begehen, Höhere Mächte (und deren Beauftragte) nach menschlichen Maßstäben beurteilen zu wollen.


Grds. muss man dies aber doch, schließlich war Rhodan und seine Gefolgsleute, Rho-danos (also noch formbare Leute mit eingeschränktem Willen gutes zu tun zu glauben) bis zu den Vironauten nichts anderes.

Damals setzte ja soweit ich mich erinnern kann die Verbannung ein.

MATERIA war einer der geilsten Zyklen, eigentlich mit Mdi unwiederbringlich
für mich

Spoiler:
Zum Schluss wieder dieser magische Koffertrick, wie heute im Band 3000 in der Leseprobe bereits erfahren,
nur das es sich hier um ein menschliches Wesen handelt das Rhodan rettet als Teleporter (oder trügt mich meine Erinnerung doch?)

gr J
Neugier, Trailer, Spoiler - der Weg zur dunklen Seite sie sind.
"Es ist ein Gesetz, daß das Universum intelligentes Leben tragen soll". (Atlan 499)
»Nachor dachte darüber nach, aus welcher schier endlos großen Menge täglicher Erlebnisse sich die Persönlichkeit eines Lebewesens formte, wie vielen Veränderungen und Verfeinerungen ein Charakter ausgesetzt war, wie er wachsen konnte oder zerbrechen unter dem Eindruck immer neuer, nie versiegender Erfahrungen ...«

Re: Klassiker - MATERIA (PR 1950-1999)

Beitragvon nanograinger » 25. Februar 2019, 10:38

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Julian hat geschrieben:...
Spoiler:
Zum Schluss wieder dieser magische Koffertrick, wie heute im Band 3000 in der Leseprobe bereits erfahren,
nur das es sich hier um ein menschliches Wesen handelt das Rhodan rettet als Teleporter (oder trügt mich meine Erinnerung doch?)

gr J

Keine Ahnung, was du mit Koffertrick meinst (vielleicht solltest du Band 3000 doch mal lesen, der Koffer ist sehr passiv, gelinde gesagt).

Teleporter-rettet-Rhodan kommt in acht Wochen, also nicht ganz am Schluss des Zyklus. Die Gegenseite in jenem Roman lernt man in der kommenden Woche kennen.

Re: Klassiker - MATERIA (PR 1950-1999)

Beitragvon nanograinger » 25. Februar 2019, 18:45

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Richard hat geschrieben:Bei den CTs bin ich immer schon davon ausgegangen, dass die in der Wahl ihrer Mittel zum Zweck sozusagen problemlos mal über Leichen gingen.

Auch bei den KK war das längst bekannt, ich erinnere nur an die Weltraumbeben und das Tiefenland.

Re: Klassiker - MATERIA (PR 1950-1999)

Beitragvon Richard » 25. Februar 2019, 22:55

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Richard
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Ja. Das ist mir schon beim ersten Lesen des Kosmische Burgen Zyklus negativ aufgefallen: niemand hat nachgefragt warum die KK hier so vorgingen und doch galten sie lange Zeit noch als die "Saubermaenner".

Bei der Auswahl der RdT als Helfer bzw. eben potentiellen RdT hatte ich immer das Gefühl, dass man da durchaus lautere Charakter haben wollte. Bei den Kommandanten der Kosmischen Fabriken war das wohl mehr als egal.

Re: Klassiker - MATERIA (PR 1950-1999)

Beitragvon 123Kid » 25. Februar 2019, 23:01

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Also ich empfand es schon damals so, daß KK und CC eh nur zwei Seiten einer Medaille waren.
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Baptist Ziergiebel
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Noch zu 1986 - Kampf der Giganten. Wenn man Raumschlachten mag, kommt man um diesen Roman nicht herum. Was Castor hier auffährt, kann mit den früheren Vernichtungsorgien eines Scheers problemlos mithalten. Nach dem Katz und Maus Spiel zwischen MATERIA und der Sol in den vorigen Romanen, zeigt jetzt die "Fabrik", was für ein unglaubliches Mordinstrument sie wirklich ist. Castor steigert sich dabei von einem Superlativ zum nächsten, erst die heftige Explosion der Pseudo-Sol, dann die Hypersonne als Waffe, schließlich die unfassbare Explosion des Wandlers, ohne dass es langweilig wird. Ein volles Ding auf die Zwölf, ein Roman, den ich bis heute mehrfach und immer wieder gerne gelesen habe.

Gruß.
Das ist ... TERRA!
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nanograinger
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Am 28. September 1999 erschien der 1988. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

Die Diener der Materie von Robert Feldhoff


Bild
Titelbild: Swen Papenbrock

Der folgende Text wurde der Perrypedia entnommen gemäß den Bedingungen der GNU-FDL

Handlung des Romans

An Bord von MATERIA sinniert Torr Samaho weiterhin über sein bisheriges Leben:

Das PLATEAU ist eine kleine Ebene am oberen Ende einer Felsnadel, die aus einem undurchdringlichen temporalen Nebel hervorragt und nach oben von einer Dunstglocke abgeschirmt wird. Das einzige Gebäude enthält neben einem Nahrungsspender nur die Konserven mit den Maunari-Körpern.

Völlig allein verbringt Torr Samaho 20 Jahre, bis er von unten her einen Glockenton hört und der temporale Nebel sich zu senken beginnt. Samaho entdeckt vier Meter unterhalb des PLATEAUS einen Vorsprung, wo eine Treppe beginnt. Er klettert rund zwei Kilometer hinab, bricht seine Erkundung aber ab, weil Cairol zurückkehrt. Der Kosmokratenroboter bringt den zweiten Diener der Materie, den nur einen Meter großen froschartigen Paradyn Smonker, der ebenfalls in einen Maunari-Körper übergeht.

Obwohl sie einander nicht mögen, müssen die beiden gemeinsam 90 Jahre verbringen. Dann bringt Cairol die sieben übrigen Diener der Materie. Es sind Parr Fiorano, Farzad Farzamfar, Pan Owwe, Ramihyn, Tomjago, Mkammer und Noge Byzan Ore'olk. In den dann übrig bleibenden Maunari-Körper fährt der Kosmokrat Hismoom, der die Diener initiiert, wobei Cairol sich abschaltet. Hismoom erklärt die kosmischen Zusammenhänge und den Kampf zwischen Ordnung und Chaos, wobei die Chaotarchen das GESETZ außer Kraft setzen wollen. Das wichtigste Hilfsmittel der Kosmokraten sei die Intelligenz, weshalb mit den Sporenschiffen auch On- und Noon-Quanten ausgesät und Schwärme Intelligenzsteigernd eingesetzt würden. Der Kampf aber beginne erst mit der Entstehung des Lebens.

Die Kosmischen Fabriken MATERIA, NAR SARENNA, WAVE, ROA KERENA, JORGON, NOCTUA, SUVARI, GUE und KYMBRIUM hätten die Schlacht von Kohagen-Pasmereix zwar überstanden, nicht aber deren Kommandanten. Für die neuen Diener gelte es, die drei Millionen Jahre bis zur Einsatzfähigkeit neuer Chaotender zu nutzen, um die Sättigung des Universums mit Leben voranzutreiben, Ultimaten Stoff zu sammeln und der Entstehung eines Thoregons entgegenzuwirken. Weil Geschöpfe diesseits der Materiequellen oft an ihrer eigenen Macht scheiterten, werden den Dienern der Materie Beschränkungen auferlegt. Sie können nie in andere Zonen des Multiversums vordringen, nicht über Kosmonukleotide gebieten und niemals hinter die Materiequellen gelangen. Nachdem sich Hismoom zurückgezogen hat und sein Maunari-Körper zu Asche verbrannt ist, werden die Diener von Cairol in ihre Fabriken versetzt.

Auf MATERIA muss Samaho erkennen, dass sich sein Titel nur auf das Sammeln des Ultimaten Stoffes bezieht und seine Einflussmöglichkeiten eher bescheiden sind. Auch die anderen gelangen zu dieser Einsicht.

In den folgenden Jahrhunderttausenden lässt Samaho drei Schwärme erbauen, wirkt an der Erschaffung des neuen Ordens der Ritter der Tiefe auf Khrat mit und überwacht die Verankerung des Frostrubins durch die Porleyter. Da ihn dies nicht befriedigt, setzt er sich über die Anweisungen Hismooms hinweg und konstruiert mithilfe der Erranten den Universentaucher CROZEIRO, eine elf Meter große Kapsel aus Psimaterie. Die Strangeness-Beharrungskräfte seines Körpers verhindern jedoch, dass er in ein anderes Universum übertreten kann.

Unmittelbar danach versammelt Fiorano durch den RUF alle Diener auf dem PLATEAU. Fiorano trägt den Anzug der Gravitation, durch den er kosmische Schwerkraftlinien sinnlich wahrnimmt und manipuliert. In mehr als einer Million Jahren hat er in seiner Fabrik KYMBRIUM mit verschiedenen Anzügen experimentiert und so mehrere Anzüge der Vernichtung erschaffen sowie einige Einzelexemplare wie den Anzug des Blutes und den Anzug des Kriegsherrn, die er schon verschenkt hat. Samaho übergibt er den Anzug der Macht, der die geistigen Gaben seines Trägers potenziert. Ramihyn bekommt den Anzug des Todes, Farzamfar den Anzug des Vertrauens, der jedes Wesen zu seinem Freund macht. Mkammer den Anzug der Distanz, der eine Manipulation des Raumes ermöglicht, Pan Owwe den Anzug der Zeit, Ore'olk den Anzug der Dunkelheit, Tomjago den Anzug des Traums. Der misstrauische Smonker lehnt den Anzug der Begabung ab, der es möglich macht, jede Fertigkeit mit doppelter Geschwindigkeit zu lernen. Fiorano, der für jeden Anzug 800 Jahre benötigte, reagiert zornig und zerstört diesen Anzug.

Zurück auf MATERIA baut Samaho einen der leeren Ecktürme der Kosmischen Fabrik zu einem Orchestersaal aus und versammelt 100 talentierte Musiker. Von der Archivwelt Mthiesen III in Pooryga, lange schon verwüstet, kann er Noten und Klangkonserven der crozeirischen Kultur bergen. Doch sein alter Traum von der Musik währt nur hundert Jahre, dann sind die Musiker tot.

Samaho beginnt eine Rundreise zu den anderen Fabriken. Auf einen direkten Kontakt mit Ramihyn auf WAVE verzichtet er, weil dieser seinen Anzug nicht mehr ablegt und Samaho ihm sich nur mit einem Vitalenergiespeicher nähern könnte. WAVE, die Fabrik des Totengräbers, bevölkern neben Robotern nur eine Rasse von Untoten.

Owwe vernachlässigt auf SUVARI seine Aufgabe, ein neues Sporenschiff in das Arresum zu senden und sammelt Schädel, um den Ursprung der humanoiden Rassen zu ergründen. Zum Beweis dafür, dass er das Sporenschiff längst abgeschickt hat, besitzt Owwe einen Ayindi-Schädel. Im Übrigen weist er darauf hin, dass auch die anderen Diener ihren Neigungen nachgingen. Ore'olk wandelt mit seinem Anzug an den Ereignishorizonten der größten Black Holes, weil er nur dort den Gedanken an die Ewigkeit erträgt, Farzamfar behauptet, in seinem Archiv die Namen aller Wesen verzeichnet zu haben, die seit seiner Geburt im Universum gelebt haben, Tomjago träumt davon, dass alle Diener der Materie hinter die Materiequellen gehen werden, um den Sinn der Schöpfung und des GESETZES zu erkennen. Von sich selbst weiß Samaho, dass auch er seine Aufgaben vernachlässigt.

Um seinem neuen Orchester ein längeres Dasein zu ermöglichen, baut Samaho Stasisprojektoren in den Turm ein. Bevor er mit Olökujrfhhb Qwpolkjmnvcfdr in Erranternohre den ersten neuen Musiker rekrutiert, stößt er auf Hinweise auf die Errichtung eines neuen Thoregons. Samaho gibt Cairol den Auftrag, sich darum zu kümmern, doch der Roboter wird zerstört. Jahre später erreicht Cairol der Zweite MATERIA, ermahnt Samaho, seinen Pflichten nachzukommen und schlägt vor, bis zur Zerschlagung des Thoregons das Kommando über die Fabrik zu übernehmen. Samaho akzeptiert, muss aber in Kauf nehmen, dass Cairol den Kurs MATERIAS ändert und er so viele Jahrtausende warten muss, bis er in der Galaxie Siom Som den Ophaler Carmoun Rihis entführen kann.

In der Folgezeit rekrutiert Cairol der Zweite Shabazza, bringt die SOL nach MATERIA und greift schließlich am Dengejaa Uveso die abtrünnige Superintelligenz ES an.

Samaho widmet sich nur kurz der Realität und kehrt zu seiner Musik zurück. Der Roboter fleht ihn zwar an, sich gegen eine Niederlage zu stemmen, doch Samaho glaubt nicht, dass die Kosmische Fabrik zerstört werden kann.

Aber das Unglaubliche geschieht und nach 2,8 Millionen Jahren seiner Kommandantur geht MATERIA zugrunde. Geschützt durch den Anzug der Macht rettet sich Samaho in die CROZEIRO, stößt dabei den beschädigten Cairol beiseite und fliegt die THOREGON SECHS an.

Perry Rhodan und Fee Kellind spüren die sich nähernde Kapsel. Die gesamte Besatzung, bis auf Blo Rakane, Roman Muel-Chen und Rhodan, verliert durch einen mentalen Schlag das Bewusstsein. Es folgt Samahos RUF und eine Rachedrohung, dann ist es vorbei und der Diener der Materie fort.

Am 5. April 1291 NGZ, nur noch terranische Raumschiffe stehen am Dengejaa Uveso, taucht Wanderer auf und ES erscheint in Gestalt eines weißhaarigen alten Mannes auf der SOL. Der Terraner befragt ES nach der Bedeutung Thoregons, doch die Superintelligenz lehnt mit Hinweis auf das Prinzip der verdeckten Information ab. ES teilt mit, dass Wanderer in DaGlausch erwartet werde, wo er auch gern die SOL hätte. Das Hantelschiff landet deshalb auf der Kunstwelt. Wenig später meldet sich Cistolo Khan, der mitteilt, dass die Verbindung ins Solsystem abrupt unterbrochen worden sei. Da ES Rhodan nicht in DaGlausch benötigt, wechselt der Sechste Bote von Thoregon auf die PAPERMOON. Obwohl er Mondra Diamond in DaGlausch weiß, die inzwischen ihr Baby zur Welt gebracht haben muss, will er die bedrohte Menschheit nicht allein lassen.
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Baptist Ziergiebel hat geschrieben:..... Ein volles Ding auf die Zwölf, ein Roman, den ich bis heute mehrfach und immer wieder gerne gelesen habe.

Das ist alles richtig, was du schreibst richtig. Aber solche Romane müssen die Ausnahme bleiben. Denn einerseits brauchen sie eine lange Vorbereitung, andererseits würde eine regelmäßige Wiederholung sich sehr schnell abnutzen.
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Absolut, etwas Besonderes sollte sowas schon bleiben.

Tja, die Diener der Materie. Damals, beim ersten Lesen der Romane in jungen Jahren, überwog schon die Faszination. All diese riesigen Jahreszahlen, die gewaltigen Dimensionen, mit denen hier gespielt wurde, das quasi leibhaftige Auftreten eines Kosmokraten, all das sorgte für große Augen. Mit einigem zeitlichen Abstand sieht das allerdings sehr anders aus. Schon damals habe ich mich gefragt, wie das mit den Sieben Mächtigen zusammenhing. Waren die nicht mehr mächtig genug? Oder geheimnisvoll? Zweiteres kann es nicht sein, denn geheimnisvoll war an den DdM gar nichts, da ja alles gleich bis in`s Detail offen gelegt wurde. Haben die Mächtigen ihre Order nun von Samaho und Co. bekommen?

Das eigentliche Problem ist aber nicht, dass die Diener nur eine einfallslose Kopie der Mächtigen waren, sondern dass hier zahlreiche, über lange Zeit aufgebaute und gepflegte Serienmysterien durch simples Einziehen einer neuen kosmischen Bürokratiestufe entzaubert wurden. Die Schwärme, der Orden der Ritter der Tiefe, DIE ANZÜGE DER VERNICHTUNG... alles nur Nebenbeiprodukte gelangweilter Fabrikkommandanten. Das empfinde ich mittlerweile als sehr ärgerlich...
Spoiler:
zumal diese Unsitte weiterhin bestand, wie man noch an der Brücke in die Unendlichkeit sehen wird
. Dieses "Entrümpeln" alten Serien"ballasts" durch eine solche Hau-Ruck Methode ist ein kreatives Armutszeugnis. Dann lieber Wegparken, wie es heute gehandhabt wird.

Gruß.
Das ist ... TERRA!

Re: Klassiker - MATERIA (PR 1950-1999)

Beitragvon 123Kid » 3. März 2019, 19:08

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Baptist Ziergiebel hat geschrieben:Dieses "Entrümpeln" alten Serien"ballasts" durch eine solche Hau-Ruck Methode ist ein kreatives Armutszeugnis. Dann lieber Wegparken, wie es heute gehandhabt wird.


Das habe ich damals nicht so gesehen und heute auch nicht.
Ich empfinde es eher als Erweiterung des bestehenden und in anbetracht der Zeiträume ist es mir auch nicht so vorgekommen als wäre hier eine neue Ebene eingezogen worden.
Und wenn ich mich recht erinnere wurde auch nie gesagt das über den Mächtigen nur noch die KK ständen.

Nein, für mich war und ist dies SoW.
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Re: Klassiker - MATERIA (PR 1950-1999)

Beitragvon Richard » 3. März 2019, 20:24

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Richard
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Mit den DdM wurde halt eine weitere Hierarchieebene eingeführt. Nach meinen damalige und auch aktuellen Gefühl hat das keineswegs die bis dahin bekannte Hierarchieebene seitens der KK "verletzt". Es war im Gegenteil relativ unklar wer tatsächlich die "In Dienst Stellung" der jeweiligen Sieben Mächtigen in unserem Universum iniziiert hat.
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Ich sehe die Diener der Materie auch nicht wirklich als eine Hierarchie über den Mächtigen. Für die Erschaffung der Schwärme werden sowohl die DdM als auch die Mächtigen genannt. Klar, im Roman wird erwähnt, dass Samaho bei der Erschaffung des neuen Ordens der Ritter der Tiefe auf Khrat mitwirkt, aber was heißt das schon konkret? Letztlich haben die DdM, die Mächtigen und die RdT unterschiedliche Aufgaben. Die DdM sind ganz klar der militärische Arm mit ihren Kosmischen Fabriken, die Mächtigen waren für die Lebensverbreitung zuständig und die RdT waren Krisenmanager (überspitzt ausgedrückt). Dass so etwas wie der Anzug der Vernichtung von einem "Militär" wie einem DdM erdacht und gebaut wird, macht für mich mehr Sinn als etwa von den Porleytern.

Die Frage ist eher, ob man überhaupt solche Dinge wie die Herkunft der Anzüge erklären muss, oder lieber die Herkunft für immer im Geheimen lässt. Aber das ging mit Rainer Castor natürlich nicht, da musste alles erklärt werden, auch wenn es keinen interessierte. Man schaue sich nochmal PR 1973 an, in dem Porleyter, Paddler, Erranten, Querionen, Petronier und die Sonnen-Ingenieure zusammen verquast wurden.

Re: Klassiker - MATERIA (PR 1950-1999)

Beitragvon Richard » 4. März 2019, 02:48

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Richard
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Ich hatte das v.w. Hierarchie jedenfalls in Erinnerung und in der Perrypedia steht das auch so: Aufgabenbereich der DdM. Ob das im aktuell besprochenen Band ausgesagt wurde oder eventuell doch erst später weiss ich nicht mehr.
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Richard hat geschrieben:Ich hatte das v.w. Hierarchie jedenfalls in Erinnerung und in der Perrypedia steht das auch so: Aufgabenbereich der DdM. Ob das im aktuell besprochenen Band ausgesagt wurde oder eventuell doch erst später weiss ich nicht mehr.

Ich kenne den Perrypedia-Eintrag. Er hat keine anderen relvanten Quellen also die Romane 1987 und 1988. Im PR-Kommentar zu PR 1988 steht
(online verfügbar auf https://www.pr-materiequelle.de/ )

"Es sieht ganz so aus, als würden wir mit den Dienern der Materie und ihrer exponierten Stellung eine neue Qualitätsstufe im Reigen der Kosmokraten-Beauftragten kennenlernen: Deutlich stärker als jeder>Supermutant, andererseits aber klar unterhalb dem Status einer Superintelligenz angesiedelt, verfügen die Kommandanten der Kosmischen Fabriken über ein Macht- und Bewußtseinspotential sowie eine Weisungsbefugnis, welche klar über die Kompetenz der Mächtigen, der Ritter der Tiefe, der »Roboter« oder der kleinen Hominiden hinausreicht. Die Diener der Materie sind als Befehlshaber (»Generäle«?) angesehen, da von ihnen der Einsatz der Sporenschiffe und Schwärme (!) ausgeht und über sie der Kontakt zu anderen Helfern der Kosmokraten stattfindet. Ihre Handlungsgrundlage beruht weniger auf präzisen Einzelanweisungen als vielmehr auf einer allgemein gehaltenen Direktive, so daß notwendige Detailmaßnahmen selbständig in die Wege zu leiten sind."

Es bleibt meines Erachtens unklar, ob sich die DdM wirklich eine weitere Ebene der Hierarchie darstellt, oder ob dies eher einem menschlichen Kategorisierungswunsch entspricht. Letztlich haben DdM, Mächtige, RdT und Kosmokratenroboter schlicht unterschiedliche Aufgaben.
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Am 5. Oktober 1999 erschien der 1989. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

Countdown für Chearth von Susan Schwartz


Bild
Titelbild: Swen Papenbrock

Der folgende Text wurde der Perrypedia entnommen gemäß den Bedingungen der GNU-FDL

Handlung des Romans

Aufgrund einer Übereinkunft, die Dao-Lin-H'ay und Ronald Tekener mit den Belagerern des Lhanzoo-Systems getroffen haben, kommt es am 8. April 1291 NGZ zum Austausch von 17 gefangenen Tazolen gegen neun Maahks. Diese werden von einem Beiboot der DSOOBRATH übernommen und es zeigt sich überraschend, dass sie die Religion der Algioten angenommen haben. Das schien bei den vernunftorientierten Wasserstoffatmern bislang als unmöglich. Die neun Maahks verehren Ghodam, den Gott der Wanderer und Reisenden. Er ist ein sachlicher und kühler Denker, der gezielt dem algiotischen Pantheon hinzugefügt wurde, um Gharrer und Maahks zu bekehren.

Indessen nimmt Dro ga Dremm das Auftauchen der SHE'HUAN zum Anlass, die elf führenden Scoctoren zu einem Elcoxolbad auf die HEDO RU GIOR einzuladen. Unter ihnen regt sich Unzufriedenheit über seine Amtsführung, zumal er das Kommando aufgrund einer göttlichen Vision übernahm und sich nicht einer Wahl stellte. Besonders Nan er Ovans einstigem Vertrauten, Corr re Venth, und dessen Freund Illus an Sick, ist ga Dremm ein Dorn im Auge. Da die Scoctoren aber zu keinem gemeinsamen Handeln bereit sind, wagen die beiden es nicht, offen gegen den Nachfolger von Vil an Desch vorzugehen. Ga Dremm ruft jetzt zum Sturm auf die SHE'HUAN auf.

Als die Algioten ihre 15.000 Raumschiffe vor dem Lhanzoo-System abziehen, starten Dao-Lin und Tekener mit der DOLAMO und 30 weiteren VESTA-Kreuzern zur SHE'HUAN. Dort hat inzwischen der Todesmutant Vincent Garron eine rätselhafte und farbenprächtige Vision und behauptet, die Vernichtung der Guan a Var wäre ein fataler Fehler.

Da Icho Tolot aufgrund einiger Ereignisse eine Massendrangwäsche befürchtete, sind bis auf 2000 Haluter alle weiteren Artgenossen von ihm auf der Extremwelt Saandoka abgesetzt worden. Damit ist der ehemalige Tender zurzeit nicht voll einsatzbereit.

Nahe der Nova Eleprysi, wo die SHE'HUAN parkt, sammeln sich 5600 Rachenschiffe der Wlatschiden, 3000 gharrische Walzenraumer und 10.000 Einheiten weiterer Chearth-Völker. Sie werden von 60.000 Knotenschiffen und Pfeilschiffen angegriffen, die aber hohe Verluste erleiden. Unter den 6000 Abschüssen, die vor allem die Intervallkanonen der SHE'HUAN erreichen, befinden sich auch vier Scoctoren-Schiffe. Anschließend setzen sich die Galaktiker und Chearther ab, um nicht noch weiteres Unheil anrichten zu müssen. Ga Dremm legt dies als glorreichen Sieg aus.

Bei einem weiteren Bad erscheint den Scoctoren ein geheimnisvolles Nebelwesen und sie vernehmen mental die Worte: Die Signale sind untrüglich ... Der Zeitpunkt des Handelns kommt jedoch zu früh ... Wie auch immer, lasst uns Gangrangoranka verwirklichen. Mit dem mentalen Aufschrei Dies ist keinesfalls der richtige Ort! verschwindet die Erscheinung wieder.

Um seine Autorität zu unterstreichen, behauptet ga Dremm, das Gangrangoranka sei eine Geheimwaffe, die den Algioten als Geschenk der Götter übergeben werde. Es zu verwirklichen, bedeute nichts anderes als den endgültigen Sieg über die Chearther. Zur Einschüchterung seiner Widersacher ermordet der Oberste Scoctore zusätzlich an Sick mit einem Würgeeisen.

Am 14. April stehen die SHE'HUAN und die PYXIS im Zentrum von Chearth, genau zwischen dem Protonebel, der Nisaarus Haus enthielt, und den Gomrabianischen Hyperraumhügeln. Diese wollen die Haluter erkunden. Zuvor aber bricht Garron zusammen und spricht mit fremd klingender Stimme die Worte: Ich bin Sirku und Gan Grango Ranka?
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nanograinger
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Am 12. Oktober 1999 erschien der 1990. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

Der Silberwolf von Arndt Ellmer


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Titelbild: Ralph Voltz

Der folgende Text wurde der Perrypedia entnommen gemäß den Bedingungen der GNU-FDL

Handlung des Romans

Rückblick:

Mitte Dezember 1290 NGZ fallen den Galaktikern die ersten algiotischen Antipsionischen Reflexionsnetze in die Hände. Anschließend gehört der 19-jährige Siganese Rudyr Pinkor auf der MERLIN zu der Arbeitsgruppe von Domino Ross und Kirk Albado, die einen Netz-Neutralisator (Ne-Ne) entwickeln soll.

An dem Netz, das ein Voranese trug, stellt Pinkor fest, dass der UHF-Bereich zwischen 664 Terakalup und 1,6 Petakalup reflektiert wird. Dabei liegt die Leistungsspitze bei 0,94 Petakalup. Da bei einem Experiment am 25. Dezember, bei dem Julio Mangana das Netz trägt, kein solcher Peak auftritt, gehen die Wissenschaftler davon aus, dass dies nur geschieht, wenn das Netz nicht getragen wird. Weiterhin wird deutlich, dass die Netze tödlich wirken können, wenn ihr Steuerprogramm manipuliert wird.

In der Folge bauen die Siganesen einen Sender, der psionische Strahlung neutralisiert und durch einen modifizierten Minenwerfer oder Raumtorpedo ins Ziel getragen werden kann. Anfang Februar des neuen Jahres schießt der Kreuzer der VESTA-Klasse KORONA, Kommandant ist der Mehandor Kobo Reaumyr, auf dem sich der Meister des Sandes Shaivendon aufhält, einen ersten Neutralisator auf ein Knotenschiff nahe der Vlatschi-Kolonie Wheean ab. Unter der Wirkung der psionischen Strahlung sterben jedoch die an Bord weilenden Saggarer und Oschongen.

Die Siganesen sind betroffen, arbeiten aber nach einem Appell Ronald Tekeners und Dr. Liddy Ansunds weiter. Vier Wochen später wird an Netzen, die für Saggarer und Tazolen bestimmt sind, Leistungspeaks registriert, die sich voneinander unterscheiden. Die Netze stehen demnach mit den Gehirnen der jeweiligen Intelligenzen in Wechselwirkung, um die Psi-Reflexion der Gharrer zunichte zu machen. Die Neutralisationsstrahlung wird verringert – doch bei dem folgenden Versuch, nach weiteren vier Wochen, verliert die Besatzung eines Algiotenschiffes den Verstand.

Shaeivendon ist zu keiner weiteren Zusammenarbeit bereit, aber die Siganesen geben nicht auf. So steht Mitte April 1291 NGZ ein funktionsfähiger Netz-Neutralisator bereit, und die KORONA erreicht mit dieser guten Nachricht am 16. April die SHE'HUAN.

An Bord der PYXIS werden indessen psionische Emissionen geortet und Vincent Garron erklärt, Sirku, ein männliches Wesen mit hohem Psi-Potenzial, habe sich mit ihm in Verbindung gesetzt. Bei dem Begriff Gan Grango Ranka entdeckt der Linguist Alfredo da Wolkenstaina Ähnlichkeiten zu der Sprache der Nonggo und als mögliche Übersetzung bietet er »Tauchen durch die Ewigkeit« oder »Sprung durch das Große Nichts« an.

Unterdessen ist Atlan da Gonozal mit dem Silberwolf Ganzetta auf dessen GANIRANA unterwegs. Sie bergen eine Nachrichtenboje, auf der Admiral Granschok mitteilt, dass Enderrhome, eine der letzten Basiswelten der Wlatschiden, von den Algioten bedroht werde. Ganzetta ist bestürzt, denn auf Enderrhome befindet sich auch der Historienspeicher seines Volkes. Darin enthalten sind Daten über Gunjar, auf dem sich die Wlatschiden entwickelten und das heute die Hauptwelt der Vlatschis ist. Gunjar hat für alle Wlatschiden einen hohen ideellen Wert, denn in der Kristallwüste entwickelten sie unter dem Einfluss Nisaarus ihre Intelligenz. Die Verehrung dieses heiligen Ortes behielten die Wlatschiden bei, obwohl Gunjar den Vlatschis überlassen wurde, die wie die Wylatschos und Erenstel von den Wlatschiden abstammen.

Der Silberwolf weiß weiterhin zu berichten, dass nach dem Bau des Sonnentresors in der Kristallwüste ein bläuliches Licht erschien und sich aus dem Boden ein Kristallellipsoid erhob. Nach dem Weltenschöpfer ihrer Mythologie nannten sie das Gebilde Hernstals Tor. Die Vlatschis untersuchten es anfangs, doch heute ist die Kristallwüste eine Tabuzone und nur Vredentaich, ein Eremit und Hyperphysiker, lebt noch dort.

Die Boje weist auch auf Lynkor im Vhaust-System hin, wo 400.000 Wlatschiden leben. Die Algioten sollen dort ein Missionierungszentrum errichtet haben, woraufhin Ganzetta vorschlägt, dort den Netz-Neutralisator zu testen. Als Psi-Reflektoren werden Mhogena und die Meister des Grauen Sandes Amithuso, Grelentho, Thaugis und Popaugin an Bord genommen. Zuvor jedoch gewährt der Fünfte Bote von Thoregon den Halutern widerstrebend den Wunsch, die Gomrabianischen Hyperraumhügel untersuchen zu dürfen, von denen offenbar ein Pfad in die Vergangenheit des zerstörten Tiefenlandes führt.

Zusammen mit der QUANTHUZ fliegt die KORONA das Vhaust-System an und der Ne-Ne-Werfer schleudert am 17. April 60 Sender in einen Orbit um Lynkor. Gemeinsam lassen die Gharrer ihre psi-reflektorischen Kräfte wirken – und die Algioten heißen die Chearther willkommen und bekunden, dass sie sich auf einem Irrweg befunden haben. Ganzetta, der mit einigen Soldaten auf Lynkor landet, muss feststellen, dass sich die Algioten zwar ruhig verhalten, die Wlatschiden aber, die in ihrem neuen Glauben an Algions Götter gefangen sind, sich gegenseitig bekämpfen. Obwohl sein Hass auf die Algioten nun noch größer ist, willigt Ganzetta ein, Vil an Desch auf den Planeten zu bringen. Wie Atlan hofft, unterwerfen sich sowohl Algioten als auch Wlatschiden und die Lage ist geklärt.

Auch auf den Modulen der GILGAMESCH im Lhanzoo-System wird die Stimme Sirkus vernommen. Demnach ist Sirku gerufen worden, um Gan Grango Ranka einzuleiten und niemand darf sich dem in den Weg stellen.

Zurück bei der SHE'HUAN, erklärt Amithuso, Mhogena habe eine denkwürdige Begegnung mit seinem Schattenbruder gehabt und könne sich momentan mit niemandem in Verbindung setzen. Kurz darauf hat Garron wieder Kontakt zu Sirku. Der Monochrom-Mutant äußert, es werde etwas Eindrucksvolles entstehen, das nicht mit einer Gefahr verbunden sei. Dann erscheinen 12.000 Pfeilschiffe und Knotenschiffe und zwingen die Galaktiker zum Rückzug.

Auch auf Gunjar kommt es zu einem Ereignis: Der uralte Kristallhüter Vredentaich verlässt Hernstals Tor und sucht einen Boten. Janniko von der Historikergilde erinnert sich an die Weissagung, Chearths Antlitz werde sich wandeln, sollte Vredentaich das Tor je verlassen.

Re: Klassiker - MATERIA (PR 1950-1999)

Beitragvon Richard » 17. März 2019, 19:57

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Richard
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Ein 19 Jahre alter Siganese muss ja bei denen fast noch als Kleinkind gelten ;).

Ansosnten fand ich da die Arbeit an den "NeNe" Werfer ganz interessant und auch die Geschichte der Wlatschieden, von denen wir hier einen Teil erfuhren.
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