Spoiler 2968: Die Schweigsamen Werften, Michael M. Thurner

Brandheiß: Das allerneueste Heft der Erstauflage, die neuesten Spekulationen!
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Arthur Dent
Terraner
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Hauptpersonen:
Antua Tapper – Als Diplomatin fühlt sie sich unwohl.
Yüs Ghysar – Der Blue empfindet mehr für Positroniken als für Diplomatie.
Hoppatoon – Der Roboter sammelt Erfahrungen.
Paula Katasser – Die Administratorin zeigt wenig sympathische Züge.
Perry Rhodan – Der Terraner ist zunächst nicht willkommen.

Schauplatz des Geschehens ist Frobisher. Der vierte Planet von Frobishers Stern ist knapp 26.000 Lichtjahre von Sol entfernt. Frobisher gehörte einst zur ZGU. Nun ist die gemischte Bevölkerung von Terranern und Gatasern Mitglied der Opral-Union, die wiederum zur LFG gehört.

Die Terranerin Antua Tapper ist als Diplomatin auf Frobisher tätig. Den Job hasst sie, ebenso wie sie ihren Kollegen Yüs Ghysar hasst. Der Gataser und sie sind als Kontakter tätig, um zwischen Blues und Menschen zu vermitteln. Tapper ist unfreiwillig in ihre Tätigkeit gerutscht. Noch 1 Jahr zuvor war die ehrgeizige Karrieristin stellvertretende Kommandantin der Raumflotte des Systems. Eine Anweisung von ihr hat zum Tod von zwei Kadetten geführt. Die Terranerin nimmt starke Medikamente und leidet unter der Situation, in einer Kolonie am Rande der Bedeutungslosigkeit leben zu müssen.

Nachdem der Tag mit Yüs Ghysar mal wieder höchst unerfreulich lief, bekommt sie überraschend einen Anruf der Administratorin Paula Katasser. War Antua Tapper in der Vergangenheit als ehrgeizig zu bezeichnen, wird sie von der Administratorin in jeder Hinsicht getoppt. Paula Katasser geht sprichwörtlich über Leichen. Sie hat einen Auftrag für Antua Tapper und erinnert sie daran, dass sie es war, der sie ihren Job als Kontakterin nach der Verfehlung im Dienst zu verdanken hat. Tapper macht sich falsche Hoffnungen, als sie sich auf Katasser einlässt. Um was es geht, bleibt zunächst unklar. Ein Gleiter holt sie mitten in der Nacht ab und bringt sie zum Raumhafen. Unangenehm ist ihr, dass auch Yüs Ghysar mit von der Partie ist. Ein schneller Kreuzer bringt sie zum Flaggschiff der Flotte. Die MASARA SKATCHIS steht in der Nähe des Planeten Stormy Norman, einem Gasriesen des Systems. Bevor sie von Bord des Kreuzers geht, wird Tapper von ihrer Vergangenheit eingeholt. Der Kommandant des Kreuzers ist ein Bruder der durch ihre Schuld getöteten Kadettin und er ist unversöhnlich.

Antua Tapper und Yüs Ghysar werden über ihren Auftrag in Kenntnis gesetzt. Von Stormy Norman aus sind hunderte Perlenschiffe in den Raum aufgestiegen und eine künstliche Intelligenz, die sich Eins-das-Ganze nennt, erwartet eine Antwort auf die Frage, ob die Bewohner des Systems Freunde oder Feinde des Wanderers sind. Während man auf den Beistand der Opral-Union wartet, hat Paula Katasser ein Angebot der Fremden angenommen. Da sie keine Antwort auf die Frage nach dem Für und Wieder zu ES abgeben will, sollen sich zwei Bewohner von Frobisher zu den Fremden begeben. Eins-das-Ganze will sie testen und ihre Beweggründe herausfinden. Und Tapper hatte sich in der Vergangenheit immer kritisch zu ES und den Unsterblichen geäußert und wurde daher ausgewählt. Die Terranerin bekommt einen Medikamentencocktail verpasst, der sie gegen Beeinflussung ihres Geistes durch die Fremden schützen soll. Und im Notfall sollen verabreichte Botenstoffe die Terranerin leistungsfähiger machen. Ihre Körperchemie wird im Gefahrenfall optimiert.

Die Terranerin und der Gataser werden an Bord eines riesigen Perlenschiffs gebracht und dort von einem Roboter begrüßt. Hoppatoon hat eine merkwürdige Rückenkette, die sich ständig bewegt und will die beiden befragen und dabei Erfahrungen sammeln. Auch körperliche Untersuchungen werden vorgenommen. Die beiden versuchen den Roboter hinzuhalten, um selbst an Informationen zu gelangen. Ghysar entpuppt sich als überaus hilfreich. Er ist Positronikspezialist und hat Hoppatoon bei der Begrüßung unbemerkt mit einem positronischen Kontaktplättchen geimpft. Darüber kann er nun zeitweise Hoppatoon beeinflussen und tote Winkel schaffen. In der Zeit können sie sich ungestört unterhalten und das Schiff erkunden. In den offiziellen Gesprächen versuchen sie die Welt von Hoppatoon zu begreifen, der nur Freund oder Feind des Wanderers akzeptiert. Schließlich erkennt der Roboter die beiden als potentielle Verbündete an und gibt ein paar Informationen preis. Die Flotte wartet auf Führungspersonal, das über das Hooris-Prozedere an Bord kommen soll. Eins-das-Ganze soll Informationen über die Lage in der Milchstraße sammeln. Und die Flotte wird demnächst zu einem Treffpunkt aufbrechen. Zur Tagstatt der Thoogondu.

Tapper und Ghysar arbeiten an einem Weg, Frobisher über die gewonnenen Erkenntnisse zu informieren, als sie von Hoppatoon angegriffen werden. Der Roboter hat die Manipulation durchschaut. Gleichzeitig setzt sich die Flotte der Perlenschiffe in Bewegung. Die Schiffe der Administratorin versuchen zu folgen, doch die Schiffe der Thoogondu setzen eine Mischung aus Transitionen und Linearraummanövern ein und sind bald nicht mehr auffindbar.

Hoppatoon hat derweil die Gefangenen am Leben gelassen. Und Ghysar hat noch ein Ass im Ärmel während bei Tapper der Drogencocktail zu wirken beginnt. Bei einem Kampf mit Hoppatoon reißt sie ihm die Rückenkette aus dem Leib und beschädigt ihn sehr. Ghysar kann erneut tote Winkel schaffen und die beiden verbergen sich im Schiff. Der Gataser kann mit dem Roboterteil und einem Interkom Zugriff auf Schiffsysteme nehmen. Das Schiff hat einen Pulsar erreicht. Es ist der Hooris-Stern. Etwa 19.200 LJ von Terra entfernt. Die beiden können ein Funksignal absetzen. Das ruft einige Schiffe der Blues auf den Plan, die die Pentasphäre angreifen. Und auch die RAS TSCHUBAI ist informiert, die das Raumgebiet durchflogen hat, weil dort auffällig viele Pentasphären gesichtet wurden. Die RAS TSCHUBAI unterstützt die Blues beim Angriff auf das Schiff mit Tapper und Ghysar an Bord. Die sind erneut in Bedrängnis, denn Hoppatoon hat sie wieder aufgespürt. Tapper geht erneut über ihre Leistungsgrenzen hinaus und zerstört den Roboter.

Nun greift Gucky ein, der zusammen mit Donn Yaradua an Bord der Pentasphäre springt und die beiden auf die RAS TSCHUBAI teleportiert. Yaradua bekämpft den Drogencocktail in Tappers Körper. Doch eines kann er nicht heilen. Tapper ist nach einem Selbstmordversuch, den sie vor einem Jahr mit einer Strahlung unternommen hatte unheilbar krank. Sie hat nur noch Monate. Die wird sie an Bord der RAS TSCHUBAI verbringen. Perry Rhodan, der sie besucht, hat dafür gesorgt.
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MMThurner
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Wen's interessiert: Hier schreibe ich ein bißl was zur Entstehungsgeschichte des Romans.

Viel Spaß

Michael

https://mmthurner.wordpress.com/2018/07 ... odan-2968/
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Arthur Dent
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MMThurner hat geschrieben:Wen's interessiert: Hier schreibe ich ein bißl was zur Entstehungsgeschichte des Romans.

Viel Spaß

Michael

https://mmthurner.wordpress.com/2018/07 ... odan-2968/

Oh ja, Paula Katasser ist tough. Und noch ein bisschen mehr. Eine Figur, die unseren braven zögernden und zaudernden Perry (O-Ton Roman) mit Haut und Haaren verschlingen würde und den ZA für sich behält.
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MMThurner
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Arthur Dent hat geschrieben:
MMThurner hat geschrieben:Wen's interessiert: Hier schreibe ich ein bißl was zur Entstehungsgeschichte des Romans.

Viel Spaß

Michael

https://mmthurner.wordpress.com/2018/07 ... odan-2968/

Oh ja, Paula Katasser ist tough. Und noch ein bisschen mehr. Eine Figur, die unseren braven zögernden und zaudernden Perry (O-Ton Roman) mit Haut und Haaren verschlingen würde und den ZA für sich behält.


Aber das wollen wir ja nicht, oder?
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Arthur Dent
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MMThurner hat geschrieben:
Arthur Dent hat geschrieben:
MMThurner hat geschrieben:Wen's interessiert: Hier schreibe ich ein bißl was zur Entstehungsgeschichte des Romans.

Viel Spaß

Michael

https://mmthurner.wordpress.com/2018/07 ... odan-2968/

Oh ja, Paula Katasser ist tough. Und noch ein bisschen mehr. Eine Figur, die unseren braven zögernden und zaudernden Perry (O-Ton Roman) mit Haut und Haaren verschlingen würde und den ZA für sich behält.


Aber das wollen wir ja nicht, oder?

Das Bild des zögernden und zaudernden Perry, das hier von dir dem Blues-Kommandanten in den Mund gelegt wurde, wird ja nicht zum ersten Mal gezeigt. Ich will jetzt gar nicht die Diskussion anfangen, wo das ganze seinen Ursprung hat. Aber es ist was wahres dran. Der Held kann aktuell gegen Atlan, gegen Bull, gegen andere nicht anstinken und hat einen gewissen Ruf erhalten. Es liegt an Euch, den Ruf wieder herzustellen. Er muss nicht über Leichen gehen wie Paula Katasser aber mal ehrlich. Dem Held fehlt es momentan an einem Profil. Seine Tagesausflüge mal hierhin mal dorthin sind ein bisschen wenig.
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ByOtherMeans
Marsianer
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Dieser MMT Roman war auch ziemlich Klasse.

Nur kamen die Schweigsamen Werften gar nicht vor...
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Troll Incorporation
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Die Thoogondu waren jene Invasoren, die an vielen Orten der Milchstraße große Flotten versteckt gehalten hatten. Und das bereits seit tausenden Jahren ... hatten die Pentasphären ... der Zeit getrotzt und befanden sich in einem ausgezeichneten Zustand.

... und die große Menge großer Raumschiffe ist nie jemanden aufgefallen? -_-
Sorry, das und der Plot, dass die Thoogondu einst das Sagen in der Milchstraße hatten und dann das Wissen um ihre Existenz vollkommen ausgelöscht haben (sollen), ist für mich an den Haaren herbeigezogen und vollkommen unglaubwürdig. <_<
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Kardec
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Troll Incorporation hat geschrieben:........und vollkommen unglaubwürdig. <_<

Jetzt bist aber schon sehr streng :D Ist ja immerhin 35.000 Jahre her - und spontan fällt mir außer den Halutern niemand ein, der die Geschichte der Thoogondu in der MS ansatzweise weitererzählen könnte.

Wenn du heute jemanden nach dem "Angevinischen Reich" frägst und die Lokalität grad eine Offline-Hölle ist :P , werden vermutlich 99 von 100 Personen große Augen machen. Dabei war dass "AR" das mächtigste u. fortgeschrittenste Reich des Hochmittelalters in Westeuropa.
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Kritikaster
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Ein gelungener Abenteuerroman mit passendem Spannungsbogen, viel Humor, einfühlsamen Charkterisierungen, in der Schilderung der verschiedenen Kulturen sogar auf nicht aufdringliche Art tiefgründig. Ich habe ihn genossen. Gut auch, dass das Happy End nicht zu happy ausfiel. Meine zwei Stirnrunzler fielen in diesem sehr positiven Gesamtzusammenhang nicht ins Gewicht.
Im Heft erklärt Perry noch mal ausdrücklich, dass er genug damit zu tun hat, sich um die Menschheit zu kümmern. Ich habe schon früher darauf hingewiesen, dass mir das etwas zu wenig ist. Wenn aber wie in diesem Heft deutlich wird, dass die Serie sich insgesamt um Verständnis und Zusammenleben aller Kulturen kümmert, dann soll mir Perrys Haltung recht sein. 8-)
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Kritikaster
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Troll Incorporation hat geschrieben:... und die große Menge großer Raumschiffe ist nie jemanden aufgefallen? -_-

Wenn du bedenkst, dass die schweigsamen Werften so schweigsam sind, dass man nicht mal in dem nach ihnen benannten Roman einen Pieps von ihnen hört, dann kriegst du vielleicht einen Eindruck vom Grad der Geheimhaltung. Überzeugt dich das? 8-)
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Arthur Dent
Terraner
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Troll Incorporation hat geschrieben:
Die Thoogondu waren jene Invasoren, die an vielen Orten der Milchstraße große Flotten versteckt gehalten hatten. Und das bereits seit tausenden Jahren ... hatten die Pentasphären ... der Zeit getrotzt und befanden sich in einem ausgezeichneten Zustand.

... und die große Menge großer Raumschiffe ist nie jemanden aufgefallen? -_-
Sorry, das und der Plot, dass die Thoogondu einst das Sagen in der Milchstraße hatten und dann das Wissen um ihre Existenz vollkommen ausgelöscht haben (sollen), ist für mich an den Haaren herbeigezogen und vollkommen unglaubwürdig. <_<

Streng betrachtet hast Du Recht. Deine Betrachtung der Dinge beruht auf dem Serienkosmos. Und in diesem Kosmos gab es Zeiten, in denen die Galaxis aufgrund des technischen Fortschritts zum Dorf verkümmerte. Man ging in Terra früh aus dem Haus, nahm auf Ferrol einen Coffee-to-Go, aß im Kristallpalast auf Arkon zu Mittag, ging Abends in die angesagte Bluesdisco auf Gatas und nahm seinen Schlummertrunk wieder auf Terra. Zur gleichen Zeit durchpflügten tausende von Raumschiffen die Milchstraße, nahmen Ortungen über tausende von Lichtjahren vor und drehten nicht nur sprichwörtlich jeden Stein um, um nachzusehen, was darunter ist.
Die Serie hat sich von diesen unrealistischen Szenarien getrennt. Diese Emanzipation war notwendig, weil ein „weiter so“ nicht mehr möglich war.
Und heute haben wir die Situation in diesem Roman, dass man in einigen wenigen Gasriesen der Galaxis ein paar tausend Raumschiffe verstecken konnte. Ich halte das für realistischer als zu fragen, warum hat keiner in den vergangene Jahrtausenden da mal nachgesehen?
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Merkosh
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Troll Incorporation hat geschrieben:... und die große Menge großer Raumschiffe ist nie jemanden aufgefallen? -_-


Bisher dachte ich ja auch dass Werften, die solche Raumriesen bauen, eher zur energieintensiven Schwerindustrie gehören, von der nötigen Rohstoffbeschaffung oder Materieumwandlung ganz abgesehen. Man kann wohl vermuten dass sich der Alte vom Wanderer nie wirklich um die Einhaltung seines ausgesprochenen Bannes gekümmert hat. Die Thoos hätten es auch einfach ignorieren können und dableiben, hätte den Alten vermutlich auch zu keiner Handlung veranlasst.
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Richard
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Troll Incorporation hat geschrieben:
Die Thoogondu waren jene Invasoren, die an vielen Orten der Milchstraße große Flotten versteckt gehalten hatten. Und das bereits seit tausenden Jahren ... hatten die Pentasphären ... der Zeit getrotzt und befanden sich in einem ausgezeichneten Zustand.

... und die große Menge großer Raumschiffe ist nie jemanden aufgefallen? -_-
Sorry, das und der Plot, dass die Thoogondu einst das Sagen in der Milchstraße hatten und dann das Wissen um ihre Existenz vollkommen ausgelöscht haben (sollen), ist für mich an den Haaren herbeigezogen und vollkommen unglaubwürdig. <_<


Ich habe mir dabei die Frage gestellt wann/wie diese Pentasphaehren entstanden sind.
Vermutlich sickerten immer wieder einzelne Pentasphären ein und diese bezogen jeweils in einem System Stellung und die robotische Mannschaft hat dann die Werften erbaut, die dann wieder diese Pentaspähren erbauten. Daher auch der Name "Schweigsasme Werften": die sind nach meiner Theorie ohne Beteiligung von Lebewesen entstanden.

Aber nun ja ... mal sehen wie diese Werften bzw. deren Entstehungsgeschichte tatsaechlich erklärt wird.
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Merkosh
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Naja, ich weiss nicht so recht. Einfach eine Werft da und heraus kommen Pentasphären? Fehlen da nicht ungefähr 27 tausend andere Glieder in der Kette? Ein modernes Auto (hehe... Vorsicht... Autovergleich) ist unendlich unkomplizierter und dennoch braucht es praktisch die industriellen Ressourcen eines ganzen Planeten um das Endprodukt fertigzustellen. Jemand schürft das Eisenerz, Stahlhütten veredeln es zu brauchbarem Blech, jemand muss die Maschinen bauen um die Stahlhütten zu bauen, jemand die Blechwalzwerke. Das Erz kommt vielleicht aus Brasilien, die Maschinen aus Japan oder China. Das Auto braucht auch Scheinwerfer, die sind heutzutage aus Kunststoff. Hier braucht es eine komplette chemische Industrie um diesen herzustellen, das Wolfram für die Glühfäden kommt wieder woanders her und das Glas für den Kolben nochwoanders. Das alles wird über stetige Warenströme nach Italien geliefert, wo Osram dann H7 Birnen draus macht, die dann nach Wolfsburg gehen um in einem VW eingebaut zu werden. Der VW hat auch Computer (Steuergeräte), die Chips sind aus Silizium (Sand). Bis aus dem Sand ein Computerchip wird braucht es wiederum 27 tausend andere Schritte und Industrien die darin involviert sind. Gewaltige Warenströme fliessen um den Globus bis der Polo in der Abholhalle steht. Äh, ja, ich denke ihr versteht was ich meine.

Das dürfte bei einem hochkomplexen und gewaltigen Raumschiff wie einer Pentasphäre noch wesentlich aufwendiger sein. Meiner Ansicht nach bräuchte so eine Werft die Ressourcen eines oder sogar mehrerer hochtechnisierter Sonnensysteme um produzieren zu können. Gewaltige Warenströme würden fliessen, ungeheurer Aufwand getrieben. Dass sowas unentdeckt und geheim bleibt kann ich mir nun garnicht vorstellen. Aber was weiss ich schon. Äh, nur so meine Gedanken zu den Werften, den Roman muss ich eh erst noch lesen.
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Kardec
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Das Prinzip der Materieumwandlung wurde irgendwann vor dem MdI-Zyklus eingeführt. Die sogenannte "Schwingquarze" bedürfen der Exploration. Jedenfalls bei den Galaktikern.
Wir wissen noch nicht, wie die Serienmacher das uralte Gondunat technisch aufgestellt haben. Wenn man die Titelvorschauen so anschaut, kommt ein Eindruck auf.
Spoiler:
"Sternentor": eine Art Transmitter über 100 Mio LJ Reichweite!

Ist schon mal ne Ansage.
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Merkosh
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Die Materieumwandlung würde nur das Problem der Beschaffung der Rohstoffe beheben. Also Eisen z.B. direkt aus Dreck oder Gas des Gasriesen. Der richtige Aufwand kommt eh erst hinterher, wenn man aus den Rohstoffen ein hochkomplexes Raumschiff bauen will, mit all seinen zilliarden Maschinen und Systemen usw.. Solange in den Romanen nicht beschrieben steht dass die Thoogondu riesige Multiduplikatoren benutzen um Pentasphären in Serie nach Atomschablone zu produzieren bleibe ich weiterhin skeptisch.
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Kritikaster
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Merkosh hat geschrieben: Der richtige Aufwand kommt eh erst hinterher, wenn man aus den Rohstoffen ein hochkomplexes Raumschiff bauen will, mit all seinen zilliarden Maschinen und Systemen usw.. Solange in den Romanen nicht beschrieben steht

Bisher stand noch in keinem Roman, dass ein einziges Thoogonduschiff überhaupt in der Milchstraße produziert worden ist. Von daher finde ich die hier dargelegten Überlegungen ein wenig schräg bzw. im luftleeren Raum angesiedelt. 8-)
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Richard
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Nun, der Begriff "Werften" deutet doch zumindest an, dass was gebaut wurde.
Es wäre zumindest Logistisch durchaus ok, wenn man die benötigten Raumschiffe gleich im Einsatzgebiet baut, erspart den langen Flug...
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Merkosh
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Ja eben, Werften. Und keine Transmitter oder ähnliche Sternentore aus denen Schiffe von ganzweitweghergeholt im Strom sprudeln. Obs schräg ist oder nicht, das waren halt meine Gedanken, die ich so vor mich hindachte und hier reinschrob als ich Troll Incs Beitrag so las, weil er sich offenbar verwandte Gedanken um die geheimnisvollen Werften machte. Und wenn zwei was ähnliches denken könnte ja irgendwas dran sein, an diesen Gedanken. Oder so.

Mir fehlt einfach die komplette Kette an Zulieferern und Zulieferern für die Zulieferer, die Teile, Halb- und Fertigprodukte produzieren und liefern, welche dann in den Werften zu riesigen Pentasphären zusammengelötet werden. Sowas baut sich nicht einfach so, dazu bedarf es der Infrastruktur und der Ressourcen eines ganzen hochtechnisierten Sonnensystems um das zu leisten. Oder Multiduplikatoren. Sonst kippe ich morgen in Wolfsburg eine Tonne Stahl, 2 Säcke Sand, 3 Säcke Kunststoffgranulat, etwas Kupfer und Wolfram vors Werkstor und sag dem Pförtner sie sollen da mal nen Polo draus machen, nächste Woche komme ich ihn abholen. Dass da eine Werft ist und die werkelt so einsam und alleine vor sich hin, keiner merkt was und raus ploppen fertige Pentasphären in grosser Zahl ist für mich ungefähr auf dem Plausibilitätslevel von Fingerknochen die im Halbraum einen Kompass imitieren. Wenn ihr das anders seht ist es auch OK, ich schreib nun auch nix mehr zu dem Thema, sonst regen sich nur wieder unnötig Leute auf.
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R.B.
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Erstmal vielen Dank für den gut geschriebenen Spoiler!
:st:
Ich weiß zwar jetzt, was auf mich zukommt, das nimmt die Lust am Lesen aber keineswegs. Ich habe die ersten 20 Seiten hinter mir und bis jetzt gefällt mir dieser Band außerordentlich - ganz im Gegensatz zu 2967.
"It is a pleasure and an honor to sign the Golden Book of this ancient city (...).
It is in this spirit that I come to Cologne to see the best of the past and the most promising of the future. May I greet you with the old Rhenish saying: Kölle Alaaf!"
John F. Kennedy am 23. Juni 1963 auf dem Balkon des Rathauses zu Köln am Rhein.
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PJoppen
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Merkosh hat geschrieben:Ja eben, Werften. Und keine Transmitter oder ähnliche Sternentore aus denen Schiffe von ganzweitweghergeholt im Strom sprudeln. Obs schräg ist oder nicht, das waren halt meine Gedanken, die ich so vor mich hindachte und hier reinschrob als ich Troll Incs Beitrag so las, weil er sich offenbar verwandte Gedanken um die geheimnisvollen Werften machte. Und wenn zwei was ähnliches denken könnte ja irgendwas dran sein, an diesen Gedanken. Oder so.

Mir fehlt einfach die komplette Kette an Zulieferern und Zulieferern für die Zulieferer, die Teile, Halb- und Fertigprodukte produzieren und liefern, welche dann in den Werften zu riesigen Pentasphären zusammengelötet werden. Sowas baut sich nicht einfach so, dazu bedarf es der Infrastruktur und der Ressourcen eines ganzen hochtechnisierten Sonnensystems um das zu leisten. Oder Multiduplikatoren. Sonst kippe ich morgen in Wolfsburg eine Tonne Stahl, 2 Säcke Sand, 3 Säcke Kunststoffgranulat, etwas Kupfer und Wolfram vors Werkstor und sag dem Pförtner sie sollen da mal nen Polo draus machen, nächste Woche komme ich ihn abholen. Dass da eine Werft ist und die werkelt so einsam und alleine vor sich hin, keiner merkt was und raus ploppen fertige Pentasphären in grosser Zahl ist für mich ungefähr auf dem Plausibilitätslevel von Fingerknochen die im Halbraum einen Kompass imitieren. Wenn ihr das anders seht ist es auch OK, ich schreib nun auch nix mehr zu dem Thema, sonst regen sich nur wieder unnötig Leute auf.


Na, wenn es darum geht anderen nicht auf den Schlips zu treten so dürfte hier nix mehr geschrieben werden^^ .. Plausibilität und PR sind 2 Dinge die eher locker zu sehen sind. Kann gemacht werden.. wird meistens ignoriert.

Also, es hilft die Romane so zu lesen als wenn du nen Terminator im Kino siehst... (sonnst könntest du auch fragen wieso all die hochstehenden Invasionsflotten / Mächte, deren Möglichkeiten zigfach über den der Galaktiker liegt, nie über die gestolpert sind.) :D
aktueller Status der EA: Bild .. Die Dekonstruktion des Blues schreitet voran...

.. die IT .. schläft nie.., weshalb ich mehr als oft nicht Antworte. Keine Absicht und ich entschuldige mich schon mal prophylaktisch..
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Arthur Dent
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Kritikaster hat geschrieben:
Merkosh hat geschrieben: Der richtige Aufwand kommt eh erst hinterher, wenn man aus den Rohstoffen ein hochkomplexes Raumschiff bauen will, mit all seinen zilliarden Maschinen und Systemen usw.. Solange in den Romanen nicht beschrieben steht

Bisher stand noch in keinem Roman, dass ein einziges Thoogonduschiff überhaupt in der Milchstraße produziert worden ist. Von daher finde ich die hier dargelegten Überlegungen ein wenig schräg bzw. im luftleeren Raum angesiedelt. 8-)

Auf der Homepage wird man diesbezüglich ziemlich kräftig gespoilert.
Da steht,
Spoiler:
dass die Schiffe eingelagert wurden.
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Grauleben
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Boah, die Mutter aller Spoiler und sogar ganz offiziös :staun:
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Kritikaster
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Merkosh hat geschrieben: Obs schräg ist oder nicht, das waren halt meine Gedanken, die ich so vor mich hindachte und hier reinschrob als ich Troll Incs Beitrag so las, weil er sich offenbar verwandte Gedanken um die geheimnisvollen Werften machte.

Ist schon klar und deine Gedanken sind auch sehr logisch. Nur habe ich eben die Befürchtung, dass Werft hier in einem anderen Sinne gemeint ist (aber Rastplatz oder Gasversteck klingt eben nicht so gut) und die Autoren damit die ganzen Einwände von vornherein ins Leere laufen lassen.
Im Übrigen hatte ich aber durchaus ähnliche Probleme, mir zum Beispiel vorzustellen, welche Riesenpötte früher auf Luna gebaut wurden. Von der Logistik her kaum vorstellbar.
Oder im vorliegenden Roman die Umfunktionierung eines Interkomanschlusses zu einer Hyperfunkanlage. Da braucht man gar nicht erst anfangen nachzudenken, wie das denn überhaupt halbwegs realistisch gehen können sollte. 8-)
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R.B.
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Wohnort: Köln
Auch nach Beenden des Romans kann ich sagen, dass er mir gut gefallen hat. Die Story lässt sich leicht lesen, sympathische Hauptdarsteller, eine unsympathische Administratorin, der man sofort die Meinung sagen möchte, ein seltsamer Roboter, der im Auftrag eines noch seltsameren Zentralgehirns aus der Terranerin und dem Jülziish erfahren will, wie die Welt funktioniert. Nachdem ich in Band 2967 nicht reingekommen bin, war ich hier sofort in der Handlung drin.

Wobei der Titel des Romans durchaus auch "Die Terranerin und der Jülziish" sein könnte - in Anlehnung an Williams Voltz' Meisterstück "Der Terraner und der Gläserne" (Band 447). Die Charaktere sind vergleichbar, obwohl völlig andere Personen. Das langsame Annähern der beiden Probanden ebenso, obwohl völlig anderes Umfeld. Der vorletzte Satz beginnt mit Yus Ghysar, ihr Freund (…). Band 447 endet mit dem Satz von Merkosh "Wrrrirr sind Freunde, in der Tat!". Und diesen Vergleiche meine ich als unbedingtes Kompliment an MMT.

Kritikaster hat geschrieben: Wenn du bedenkst, dass die schweigsamen Werften so schweigsam sind, dass man nicht mal in dem nach ihnen benannten Roman einen Pieps von ihnen hört, dann kriegst du vielleicht einen Eindruck vom Grad der Geheimhaltung.

:gruebel: :gruebel: :gruebel:
Dann sind sie aber doch ein wenig arg schweigsam und überaus geheim...
Arthur Dent hat geschrieben:Und heute haben wir die Situation in diesem Roman, dass man in einigen wenigen Gasriesen der Galaxis ein paar tausend Raumschiffe verstecken konnte. Ich halte das für realistischer als zu fragen, warum hat keiner in den vergangene Jahrtausenden da mal nachgesehen?


Dem stimme ich zu. War nicht die Rede davon, dass absichtlich Gasriesen am Ende der Milchstraße ausgesucht wurden, also in unbedeutenden Gegenden? Und unter 100 - 200 Mrd Sternen werden irgendwo ein paar mit Gasriesen à la Jupiter und wesentlich größer sein, in denen man 30 - 35.000 Jahre Raumschiffe im Tot - Modus verstecken kann, ohne dass sie gefunden werden.

Merkosh hat geschrieben:Mir fehlt einfach die komplette Kette an Zulieferern und Zulieferern für die Zulieferer, die Teile, Halb- und Fertigprodukte produzieren und liefern, welche dann in den Werften zu riesigen Pentasphären zusammengelötet werden. Sowas baut sich nicht einfach so, dazu bedarf es der Infrastruktur und der Ressourcen eines ganzen hochtechnisierten Sonnensystems um das zu leisten.


Ja, o.k., ich geb dir unbedingt recht. Da fehlt noch etwas. Aber: Die Erklärung, wo die Raumschiffe denn letztlich herkommen, liegt noch nicht vor. Bis jetzt sind sie ja nur aufgetaucht. Und weiß der Geier, wie sie in die Jupiters reingekommen sind.

Bitte schreib deine Gedanken ruhig und unbedingt weiter hier rein, auch wenn sie scheinbar von der Norm abweichen. Dafür ist ein Forum ja schließlich da. Denn man darf durchaus auch anderer Meinung sein als die Anderen....

:st:
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John F. Kennedy am 23. Juni 1963 auf dem Balkon des Rathauses zu Köln am Rhein.
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