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Faktor10
Kosmokrat
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Na , dann bin ich gespannt.
Unbelehrbarer Altleser.Allem Neuen aber aufgeschlossen. Leider mit ausgeprägter Rechtschreibschwäche.
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old man
Zellaktivatorträger
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Also, wenn ich Eure Begeisterung so lese, sollte ich mir das Buch wohl doch holen, ich wollte es eigentlich auslassen, mein SUB ist viel zu groß... :D
Zu den Sternen !
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Faktor10
Kosmokrat
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Das Buch ist heute neu gekommen und diesmal ist es in Ordnung. Am liebsten würde ich erst den hinteren Teil mit der Mondlandung lesen. :rolleyes: Ich verkneife es mir aber. :(
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GruftiHH
Superintelligenz
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So. Ich bin jetzt in der Militärakademie angekommen. Jetzt gefällt mir der Roman besser. Die Kindheit war für mich uninteressant und hatte (meiner Meinung nach) arge Längen.
* Am Ende des Regensbogen sehen wir uns wieder. *
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Klaus N. Frick
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In seinem Blog »Gedankensprünge« hat Norbert Fiks den Roman »Perry Rhodan – das größte Abenteuer« von Andreas Eschbach sehr ausführlich und vor allem sehr sachkundig besprochen. Lohnt sich!
Hier:
https://blog.fiks.de/2019/03/03/der-eschbach-ist-da/
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Klaus N. Frick
Kosmokrat
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In einem sehr lesenswerten Artikel auf der Internet-Seite von Fischer TOR schreibt Johannes Rüster über die »positive Utopie« von PERRY RHODAN und wie sie sich in dem neuen Roman von Andreas Eschbach positiv wiederfindet.

Ein sehr lesenswerter Beitrag! Hier:

https://www.tor-online.de/feature/buch/ ... ve-utopie/
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M13
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Klaus N. Frick hat geschrieben:… Lohnt sich!
Hier:
https://blog.fiks.de/2019/03/03/der-eschbach-ist-da/


Allerdings!!
Herzlichen Dank für den Link.

Gruß,
Uwe
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ernie
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Hallo,
Ich bin durch. Leider, denn selten habe
ich ein so schönes Buch gelesen. Auch
wenn ich einige Passagen schon im
Vorfeld kannte, war es ein Vergüngen das
Buch zu lesen.
Ich hoffe, das viele Nicht Perry Leser einen pder auch zwei Blicke in das Buch werfen. Sie werden es nicht wieder aus der Hand legen.

Danke Andreas für dieses Buch.
Ad Astra
ernie
-------------------
1.Auflage: 3006
Neo 190
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Rotti1961
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GdvZ.
Neben der grossen "Sofortumschalter" Geschichte sind es die vielen Kleinigkeiten, die das Buch so lesenswert machen. Ob es nun der Erzähler ist (der als Einziger schuldig seine Strafe absitzt) oder das von der STARDUST inspirierte Stones Cover. Selbst das Schubsen unserer Hauptfigur (a la Forrest Gump) an den Größen der damaligen Zeit (Martin Luther King, John F. Kennedy, Malcolm X) und entsprechenden historischen Ereignissen vorbei ist kein reines Name Dropping, sondern zeigt die Charakterentwicklung des jungen Rhodan.
Ein wirklich sehr schön zu lesendes Buch - fesselnd und optimistisch.
Elwood: It's 106 miles to Chicago, we got a full tank of gas, half a pack of cigarettes, it's dark... and we're wearing sunglasses.
Jake: Hit it.
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TC2012
Plophoser
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astroGK hat geschrieben:Lieber Andreas ( hier im Forum, wie auch im Perry Rhodan Universum duzen sich alle) Danke für dieses grandiose Buch ich habe noch sehr selten mit derartigen Vergnügen 871 Seiten gelesen. Du hast mir Perry Rhodan sehr nahe gebracht so wie es noch kein einziger Roman aus der Serie bis jetzt vermocht hat.
Spoiler:
von seinen Vorfahren seine Kindheit bis hin zum Beginn der Geschichte. Und als ich mir dachte das sind aber noch 100 Seiten und der Mondflug steht kurz bevor, kam der Knaller. Die gesamte Geschichte der Dritten Macht bis hin zum Angriff der Fatanen, der Entstehung des Mutanten Korps, der IV Invasion bis hin zum ersten Hypersprung mit der GOOD HOPE in ein fremdes Sonnensystem. Es war ein wundervoller Schluss und eine unerwartete Leseerfahrung, noch mal die ersten zehn Romane in komprimierter und so eindrucksvoll erzählter Form noch einmal geistig zu erleben. Es wäre schön auch den weiteren Weg Rhodans in einem weiteren Buch in dieser komprimierten Buch spannend zu erleben zu können. Das bleibt aber mit fast 100iger Wahrscheinlichkeit nur ein fanischer Wunschtraum

Das letzte Mal als ich derart fasziniert nicht mehr zu lesen aufhören konnte, war es "Das Drachene Ei" von Robert L. Forward (mein bisher einziges Lieblingsbuch)


Das Drachen Ei ist spitze. Das Buch muß man als SF-Fan lesen. :-)
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Ethan Edwards
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Hallo zusammen,

ich habe das Buch jetzt zur Hälfte durch und bin bis jetzt sehr angetan davon. Eine eingehendere Beurteilung folgt dann, wenn ich es zu Ende gelesen habe.

Auf einen ziemlich peinlichen Fehler möchte ich jetzt schon hinweisen:

Spoiler:
Am 12. Mai 1956, dem Tag an dem Rhodan seinen Jugendfreund Leroy zum letzten Mal sieht, zitiert er den bekannten Spruch aus Spider-Man: "Mit großer Macht kommt auch große Verantwortung". (Seite 283). DasProblem dabei ist, dass Spider-Man erst 1962 das Licht der Comic-Welt erblickt hat. Rhodan und Leroy können also als Kinder und Jugendliche keine Spider-Man-Abenteuer gelesen haben.
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Klaus N. Frick
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Nach wie vor ist »Perry Rhodan – Das größte Abenteuer« in aller Munde – und jetzt geht der Autor mit seinem aktuellen Buch auf Lesetour. Wir informieren über die Termine mit Andreas Eschbach – hier:

https://perry-rhodan.net/aktuelles/news ... euer%C2%AB
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Kaowen
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Klaus N. Frick hat geschrieben:Nach wie vor ist »Perry Rhodan – Das größte Abenteuer« in aller Munde – und jetzt geht der Autor mit seinem aktuellen Buch auf Lesetour. Wir informieren über die Termine mit Andreas Eschbach – hier:

https://perry-rhodan.net/aktuelles/news ... euer%C2%AB


Es gibt übrigens noch einen weiteren Termin für eine Lesung mit Andreas Eschbach: 05.07. in der Mayerschen Buchhandlung in Dortmund. Für diese Veranstaltung habe ich mir schon ein Karte gekauft.
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M13
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Ethan Edwards hat geschrieben:… Auf einen ziemlich peinlichen Fehler möchte ich jetzt schon hinweisen…


Was spricht dagegen, dass das Buch von unserer Historie genau in diesem Punkt auch abweicht?
Klar, könnte das angesprochene Problem ein Autorenfehler sein. Muss aber nicht.

Gruß,
Uwe
Zuletzt geändert von Richard am 14. März 2019, 21:33, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Quote repariert
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GruftiHH
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Ich bin noch nicht durch. Mir fehlen noch gut 180 Seiten.

Aber bis jetzt finde ich das Buch durchwachsen. Meine Rezi wird also doch etwas kritischer ausfallen (aber mit Begründungen) als so manche, die ich schon gelesen habe.

Was ich mich nur frage: Warum muss so viel erklärt werden? Ich bin halt die Generation, die mit der Mondlandung, mit den Rassenunruhen, Vietnam, Malcom X und mit dem Kalten Krieg aufgewachsen sind.

Aber was lernen die Kinder denn dann heute noch im Geschichtsunterricht?

Mich haben diese Einschübe sehr im Lesefluss behindert. Aber ok. Es soll ja auch ein breites Publikum ansprechen und auch neue Leser in unser Universum entführen.
* Am Ende des Regensbogen sehen wir uns wieder. *
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GREK987
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Ethan Edwards hat geschrieben:Hallo zusammen,

ich habe das Buch jetzt zur Hälfte durch und bin bis jetzt sehr angetan davon. Eine eingehendere Beurteilung folgt dann, wenn ich es zu Ende gelesen habe.

Auf einen ziemlich peinlichen Fehler möchte ich jetzt schon hinweisen:

Spoiler:
Am 12. Mai 1956, dem Tag an dem Rhodan seinen Jugendfreund Leroy zum letzten Mal sieht, zitiert er den bekannten Spruch aus Spider-Man: "Mit großer Macht kommt auch große Verantwortung". (Seite 283). DasProblem dabei ist, dass Spider-Man erst 1962 das Licht der Comic-Welt erblickt hat. Rhodan und Leroy können also als Kinder und Jugendliche keine Spider-Man-Abenteuer gelesen haben.


Anscheinend stammt das Zitat ursprünglich von Voltaire https://www.etsy.com/de/listing/2149422 ... sser-kraft
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Gerlof101
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Ich bin gerade dabei das hörbuch ans abspielen. Noch nicht so weit (hab gerade den ersten begegnung mit Leroy angehört) aber bisher gefalt es mir sehr gut. Ich habe schon eine ganze menge easter-eggs identifiziert aber ich würde mich sehr fruhen wenn es ein annotierte version geben wird im nächsten zukunft. Ich frage mich also ob und wann es eine im english üdersetzte version geben wird.
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Ich21
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GruftiHH hat geschrieben:
Was ich mich nur frage: Warum muss so viel erklärt werden? Ich bin halt die Generation, die mit der Mondlandung, mit den Rassenunruhen, Vietnam, Malcom X und mit dem Kalten Krieg aufgewachsen sind.

Aber was lernen die Kinder denn dann heute noch im Geschichtsunterricht?

Mich haben diese Einschübe sehr im Lesefluss behindert. Aber ok. Es soll ja auch ein breites Publikum ansprechen und auch neue Leser in unser Universum entführen.


Ich bin nicht in der Zeit aufgewachsen und tatsächlich hab ich davon auch nicht so viel in Geschichte gelernt (eher in Englisch...). ich fand diese historischen Sachen jedenfalls sehr interessant und sehr lustig, mir vorzustellen, dass Perry Rhodan da immer dabei war :D
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Fellmer
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Mir hat das Buch auch sehr gut gefallen.
Wie Andreas Fiktion und Wirklichkeit miteinander verwoben hat fand ich klasse.
Ich habe richtig Lust bekommen die ersten Bände noch einmal zu lesen.
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astroGK
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Fellmer hat geschrieben:Ich habe richtig Lust bekommen die ersten Bände noch einmal zu lesen.
Wollte ich anfangs auch. Aber jetzt wünsch ich mir zuerst ein ähnlich gutes Buch, dass mir nahebringt, wieso die Venus so stark abweicht von unserem realen Planeten. Ich möchte eine schlüssige Darstellung, die dann nahtlos ins Perryversum überleitet. So ein Buch, dass von der fernsten Vergangenheit den Bogen spannt wieder bis zu den Romanheften ab Band 7.
Arbeitstitel "Perry Rhodan - Erbe der Lemurer"? ^_^
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GruftiHH
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Auf meiner Seite habe ich eine ausführliche Rezension über den Roman veröffentlicht.

https://www.cwoehli.de/_perry_rhodan___ ... euer_.html
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Klaus N. Frick
Kosmokrat
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Ohje, diese Meldung ist auch schon eine Woche alt. Egal: Gleich in der ersten Woche kam Andreas Eschbach ja mit seinem PERRY RHODAN-Buch auf die Bestsellerliste.

Hier geht's zur entsprechenden Meldung auf unserer Internet-Seite:
https://perry-rhodan.net/aktuelles/news ... ellerliste
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Lion
Marsianer
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Registriert: 30. Juni 2012, 06:47
Ich bin noch am lesen (50%), aber das Buch fesselt und überzeugt schon jetzt.
Es ist kein Eschbach-Roman wie sonst, aber die vielen Details sind stimmig ausgearbeitet.
Kritik kann ich nur verstehen, wenn die Erwartungshaltung die ist, einen Thriller zu lesen, denn man kennt ja das Ende schon.
Aber wie wird oft zitiert: "Der Weg ist das Ziel"!

Es ist eine Wohltat dies zu lesen / hören.
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HOT
Plophoser
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Wohnort: Hamburg
Hier nun - wie mein alter 68er-Lehrer immer gesagt hat - die "Kritische Würdigung" meinerseits.

Hinterm Spoiler vesteckt für die, die sich davon nicht den Lesegenuss verderben lassen wollen.

Spoiler:
Was habe ich da grade eigentlich gelesen?

Ein Geschichtsbuch über Kriege und Bürgerrechtsbewegungen des 20. Jahrhunderts? Ja, sogar sachkundig mit interessanten Details.
Eine Pilotenstory? Oh, ja! Für mich als PC-Simulatorpilot schlüssig, spannend, realistisch.
Eine Abhandlung über die Grundlagen und die Anfänge der Raumfahrt? Auf jeden Fall und für einen Raumfahrtinteressierten wie mich mit vielen interessanten Fakten.
Eine Familiengeschichte? Ja, leider…
Oder Science-Fiction? Ja, aber erst ganz langsam windet sich die fiktive Geschichte in die realitätsnahe ein und verschwimmt mit ihr.

Also tatsächlich alles davon und ich fand es zwar durchgehend sehr unterhaltsam und unglaublich routiniert geschrieben, aber wo war die Seele des Ganzen, wo das Stück eigenständige Literatur, dass ich von einem Bestsellerautor erwarte?

Dazu muss ich sagen, dass ich bisher nichts von Eschbach gelesen hatte, auch wenn die Themen immer spannend klingen. Außerdem erwarte ich von Autoren, dass sie zwar geschliffen und nicht holperig, aber einigermaßen eigenwillig schreiben. So könnte man einen Roman von Willi Voltz nie mit einem von Hanns Kneifel verwechseln, weder bei der Sprache noch bei den Protagonisten. Eschbach kommt jedoch so glatt rüber, dass einem jeder Satz eines US-amerikanischen Soldaten wie schon mal irgendwo gelesen vorkommt. Er gebraucht mir zuviele Stereotypen, insbesondere bei den Szenen in Paris, der Stadt von Revolution, Rotwein und freier Liebe. Der Roman hat aber durchaus auch seine Momente, die aus der guten Beobachtung von Menschen resultieren.

Unser Perry Rhodan bleibt aber leider – bis auf seine Phase der Selbstzweifel vor der Wende beim Apollo-Programm und dann erst wieder auf dem Mond – eine blasse Gestalt. Er löst zwar die Kuba-Krise aus, hört Martin Luther King reden und verprügelt den stellvertretenden Polizeichef von Paris*), aber alles das nur als „Sofortumschalter“ und extremer Gerechtigkeitsfanatiker. Klar ist er gegen die sogenannte „Rassentrennung“ in den USA, gegen den Vietnamkrieg – die Episode über Vietnam ist literarisch wirklich sehr gut gelöst! – und mischt im Paris der 68er mit. Er ist eben einer von den Guten und das wird er ja dann als Chef der Dritten Macht, als Großadministrator des Solaren Imperiums und bis über Band 3000 hinaus auch sein. Das ihm für so kleine „Eskapaden“ aber vom FBI „unamerikanische Umtriebe“ vorgeworfen werden, scheint mir 20 Jahre nach McCarthy, jedoch unter dem alten antikommunistischen Haudegen Nixon, doch etwas übertrieben. Allerdings legt es eine der wenigen psychologisch schlüssigen Spuren, um Rhodans Desertieren und die Gründung der Dritten Macht mit zu begründen.

Wo sind aber seine Ecken und Kanten, die er sich vielleicht erst einmal abschleifen musste, bevor er unser Held von 3000 Heften wurde? Warum hat sein Freund Leroy die schlecht laufende Ehe und nicht Perry? Warum vermasselt er nicht den Flug mit dem Düsenjäger und Bully rettet ihn? Warum zerstreitet er sich nicht mit einigen NASA-Astronauten, weil er eifersüchtig ist, dass die ins Weltall fliegen und nicht er? Er könnte im Weißen Haus einfach mal vorlaut sein… Immerhin erscheint ihm im Drogenrausch Ernst Ellert, aber „Eva“ musste ihn dazu auch noch verführen, bevor sie dann mit Valerian ins All… ach nein, ist ja kein Cross-Over.

Das Ganze läuft mir jedenfalls, was sein Person angeht, einfach zu gradlinig ab. Hier ist soviel Potential und ein Willi Voltz hätte aber auch jeden erdenklichen Konflikt mitgenommen, wenn er diese Vorgeschichte geschrieben hätte. Auch eine Person wie Perry Rhodan hat doch innere Widersprüche auszufechten, bis er zu dem Mann heranreift, der auf dem Mond im Angesicht eines außerirdischen Raumschiffes über sich hinauswächst.

Diese leichtverdauliche Glätte macht das Buch zwar unglaublich flott lesbar, aber es fehlt mir der Biss. Mit unserem Helden kann und soll man sich natürlich identifizieren, aber ich finde er ist irgendwie ein steriler Jesus des 20. Jahrhunderts geworden, kein eigenwilliger Typ mit einer abgedrehten Zukunftsvision, der auch mal auf die Kacke haut, oder daneben liegt.

Großartig fand ich nun allerdings die kongeniale Nacherzählung der Begegnung zwischen Perry, Bully und den Arkoniden auf dem Mond. Thora, die bei K.H. Scheer immer etwas von einem zickigen Fräulein hatte, ist bei Eschbach ganz arrogant-selbstbewusste Kommandantin. Eschbach braucht nur wenige Dialoge, beschreibt mehr die Hintergründe und macht die Schlüsselszene der ganzen Serie zu einem neuen Aha-Erlebnis. Auch wenn sich in meinem Kopf das Lesen der damaligen 3. Auflage, dann der Silberband und schließlich Neo, in der Erinnerung etwas mischten. Eschbach bringt jedoch zwei Dinge hervorragend zusammen: Seine moderne Art des Schreibens und den klassischen, genialen Plot von 1961.

Meine oben formulierte Kritik heißt nun aber nicht, dass ich diese Qualität etwa nicht genossen habe, die dann grade auch anhand der IV und der Figur des Ernst Ellert genau das – endlich – passieren ließ, was die Serie für mich ausmacht: Science Fiction mit einer kräftigen Prise Phantastik. Ich hoffe sehr, dass das viele Leute motiviert, als neue LeserInnen einzusteigen!

*) Das einzige Mal, wo er etwas menschliches, möglicherweise verwerfliches, tut, sogar gewalttätig wird – wie erfrischend!
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GruftiHH
Superintelligenz
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Da bringt HOT einige interessante Aspekte über die Person Perry Rhodan mit rein. Es stimmt. Im Buch reifen seine Eigenschaften nicht, sondern sind schon voll da. Er lernt wenig aus den Ereignissen, da diese eigentlich nur die Eigenschaften des Helden bestätigen.
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