Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Unvergessene Abenteuer, legendäre Zyklen - nachgelesen und neu diskutiert.
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Wie findet ihr den Zyklus im Vergleich?

Die PR-Serie erreichte mit dem Kosmischen Schachspiel ihren Höhepunkt.
2
10%
Interessanter/besser als die vorhergehenden Zyklen (Cappins, Schwarm, Altmutanten)
6
30%
Schlechter als die vorhergehenden Zyklen (Cappins, Schwarm, Altmutanten)
3
15%
Vergleichbar mit Apfelkuchen
9
45%
 
Abstimmungen insgesamt : 20
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Richard
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Was das "Negativ - Universum" an sich betrifft glaube ich, dass das ganze entweder nicht ganz so durchdacht war (v.w. wie konnte sich dieses SI soweit entwickeln wie es jetzt da steht) oder aber Anti-ES konnte tatsächlich das zu dem Zeitpunkt aktuelle SI "nehmen" und in eine anderes Paralleluniversum kopieren und einige Dinge (charakterliche Ausrichtung einige Geschichtsdaten,...) in seinem Sinne verändern ... oder man betrachtet das ganze Negativ Universum als ein "Abenteuer im Kopf" der beteiligten Leute an Border der MARCO POLO....
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Faktor10
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Tess :saus: :saus: soll damals eingegriffen haben
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Faktor10
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Also kein Kopfkino
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Yman
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Am 9. März 1973 erschien der 602. Roman:

Der Sprung nach Luna von Clark Darlton


Untertitel: Rettungsaktion für einen Teleporter – Mausbiber Gucky begegnet seinem negativen Ich


Hauptpersonen: Perry Rhodan, Gucky, Menesh Kuruzin, Mentro Kosum, Ras Tschubai, Ben Fallha, Bardok, Casanti, Kaltenbrunner

Handlung: Gucky geht zu Rhodan mit einem Plan. Fünf Space-Jets sollen mit Raketen Olymp angreifen und dabei Gucky die Gelegenheit geben, mit zwei Begleitern zur Oberfläche zu teleportieren. Von Olymp aus soll es mit einem Container zur Erde gehen. Die Begleiter sind Menesh Kuruzin (Afroterraner, Kommandant einer Kreuzerflotille) und Mentro Kosum (Emotionaut). Außerdem lässt Rhodan mit Kreuzern Flottenbasen des Solaren Imperiums angreifen, damit die Aktion auf Olymp nicht als Einzelfall erscheint. Der Plan gelingt, aber nur zwei Space-Jets kehren zur MARCO POLO zurück. Auf der Erde teleportiert Gucky zunächst in den Himalaja, wo er ein Versteck kennt.

Weiter geht es dann nach Afrika, wo Ras Tschubai ein Kraftwerk sabotiert hat. Dort riskiert er es, ein Signal zu geben, wird aber zuerst von Gucky II gefunden, kurz danach aber von Gucky, und die Flucht geht weiter in die Antarktis und dann nach Imperium Alpha, weil sie einen Raumanzug für Tschubai brauchen, um mit mehreren Teleportationen zum Mond vorzudringen. Auf dem Mond wird es noch mal für eine kurze Zeit kritisch, als Tschubai mit Kosum in eine Station teleportiert, die sich daraufhin in einen HÜ-Schirm hüllt und Rhodan II infolgedessen, mit starker Verzöerung, Alarm für den Mond auslöst. Gucky und seine Begleiter beschaffen sich eine Space-Jet und gelangen zurück zur MARCO POLO.

Ben Fallha, Bardok, Casanti, Kaltenbrunner sind Guckys (und Tschubais) Helfer auf Terra, denen Gucky dann ebenfalls hilft, als es nötig wird. Sie bleiben aber auf der Erde zurück.
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Faktor10
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Und hier das Tibi.
Bild
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Yman
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Das Tibi finde ich ziemlich gut. Es zeigt die Flucht des Einsatzteams mit dem geretteten Tschubai vom Mond. Aber den Roman fand ich ziemlich schwach, vor allem im direkten Vergleich mit dem vorhergehenden Roman von William Voltz. Gucky als Clark Darltons Figur zieht hier einen Einsatz durch und ist ein ernst zu nehmender Charakter und kein Spaßvogel, aber es kommt wenig Spannung auf.

Wirklich spannend fand ich nur zwei Momente, die schnell vorüber gingen: Die direkte Konfrontation zwischen Tschubai, Gucky II und Gucky, sowie den kurzen Moment, in dem Tschubai mit Kosum in der Station unter den HÜ-Schirm gefangen war.

Schade fand ich, dass Darlton nicht viel dazu eingefallen ist, das Afrika auf der Parallelerde im 35. Jahrhundert näher zu beschreiben. Ziemlich unglaubwürdig fand ich, dass Tschubai und Gucky ausgerechnet im Imperium Alpha nach einem Raumanzug für Tschubai suchen mussten. Da muss es ja ungefährlichere Alternativen gegeben haben.


Die Hauptautoren des Zyklus sind Kurt Mahr und William Voltz mit jeweils 9 Romanen, gefolgt von H. G. Ewers mit 8, Hans Kneifel mit 7, Clark Darlton und Ernst Vlcek mit jeweils 6, und H. G. Francis als Schlusslicht mit nur 5 Romanen, also insgesamt 7 Autoren für 50 Romane.
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dandelion
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Tja, Spannungselemente waren dünn gesät und insgesamt ein Roman von bestechender Schlichtheit.

Gucky, der Richtige, kennt ein Versteck im Himalaya und hat dort bei früheren Besuchen ein paar Konservendosen hinterlassen. Aber das war ja wohl auf Erde 1. Die Konserven sind auch im Versteck auf der falschen Erde vorhanden, wo sie nur der böse Gucky hingebracht haben kann. Der hat also auch "einsame Teleporterwanderungen" unternommen. Hier hatte er also die gleichen Bedürfnisse wie unser Gucky, trotz der doch so gegensätzlichen Charaktereigenschaften.

Darltons Namensgebung für seine Romanfiguren hat mich schon öfter verblüfft. Diesmal bringt er einen Kaltenbrunner in die Handlung ein, der auf der Parallelwelt zu den Guten gehört und demgemäß auf Terra 1 zur Gegenseite. Das löst bei mir doch einige realweltliche Assoziationen aus.
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dandelion
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Yman hat geschrieben:Das Tibi finde ich ziemlich gut. Es zeigt die Flucht des Einsatzteams mit dem geretteten Tschubai vom Mond.


Und zwar mit einer guten alten Space Jet, die aber hier mehr einer fliegenden Untertasse ähnelt. Sehr flach und mit einer glatten Oberfläche ohne Öffnungen oder Aufbauten.

Die Bezeichnung Space Jet ist mir ebenso wie Shift oder Kaulqappe in der langen Zeit meiner Rhodanabstinenz immer im Gedächtnis geblieben. Diese kleinen Einheiten haben mich in der Jugendzeit anscheinend mehr beeindruckt als die großen Kugelraumer. Sie waren auch sehr früh als Rißzeichnungen zu sehen. Gefallen mir immer noch.
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nanograinger
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Zu Band 601 "Die falschen Mutanten": Das Geschichte des "Austauschs" der beiden Ras Tschubais ist natürlich eine dankbare Geschichte, aber Voltz macht auch etwas daraus. Besonders gut fand ich, dass Ras Tschubai I sich seine Humanität bewahrt und nicht in seiner Notlage über Leichen geht. Allerdings fand ich etwas kurios, dass er nicht zumindest versucht, einer der bewaffneten Oberbosse (Atlan II oder Perry II) als Geisel zu nehmen, um aus Imperium-Alpha zu fliehen. So wird er einfach nach seinem Geständnis der Sabotage der MP II paraysiert. Und dann muss sich der Ara-Mediziner opfern, damit er entkommen kann.

Was mir aber nicht klar wurde: Wie kam Ras Tschubai I überhaupt nach Imperium-Alpha? RT II hatte den Auftrag die MP I zu infiltrieren, aber ein ähnlicher Befehl für RT I wäre ja Wahnsinn gewesen, wenn man mit der MP fliehen wollte.

Dann gibt es offenbar ein massives Problem mit den Exposeinfos zwischen Band 600 und danach (betrifft noch mehr Band 602). In Band 600 fliehen unsere Helden bekanntlich, nachdem sie von der Organisation um Tycho Ramath II (mit einem Etat von etwa einem Zehntel der Regierung) befreit werden und die MP erobern. Auf die Person Tycho Ramath kam man, weil man sich aus der Umkehrung der Charaktere in ihm im Paralleluniversum eine Unterstützer erhoffte.

Nun fliegt man in diesem Roman nach Olymp und stellt genau die gleichen Überlegungen bzgl. Bount Tehera II an. Nur schildert Voltz dies so, als wären diese Überlegungen Perry völlig neu. Klar, Voltz konnte den Vorgängerroman von Mahr nicht kennen, als er diesen Roman schrieb, aber sollte das nicht im Expose die Geschichte des Vorromans zusammengefasst werden? Sehr seltsam.

Noch etwas stieß mir sauer auf. Als RT II sich in Terheras Büro dazu entschließt, Perry umzubringen, wird er von Atlan erschossen. Hätte es ein Paralysator nicht auch getan? Zur Not hätte man Ras II auch noch bewusstlos schlagen können, damit er nicht wegteleportieren kann. Wo sind hier die humanen Militärs unseres SIs? Nebenbei zerstört er auch noch gleich den ZA, wie praktisch.
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Yman
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nanograinger hat geschrieben:Was mir aber nicht klar wurde: Wie kam Ras Tschubai I überhaupt nach Imperium-Alpha? RT II hatte den Auftrag die MP I zu infiltrieren, aber ein ähnlicher Befehl für RT I wäre ja Wahnsinn gewesen, wenn man mit der MP fliehen wollte.


Ich dachte, er sei von seinen Leuten bzw. mitgenommen worden, als diese die MP verließen, d.h. die beiden Tschubais waren beim "Austausch" nicht weit voneinander entfernt. Leider ist es zu lange her, dass ich das gelesen habe. Dass RT II von Atlan getötet und der Aktivator zerstört wird, ist leider dieses typische problemlösende Denken der Autoren/Expokraten. So war es halt einfacher.

In der Atlan-Serie war es beim Kampf gegen die Prezzar-Erhalter auch einige Male genau so, dass seitens der Solaner grundsätzlich immer mit Paralysatoren gekämpft wurde, außer am Ende war es dann doch plötzlich ein Impulsstrahler/Thermostrahler/Desintegrator, der verhinderte, dass man die betreffende Person noch befragen konnte und als Leser vorzeitig entsprechende Informationen bekommen hätte, was es mit dem ganzen auf sich hatte.

Mit dem Einstellen des nächsten Romantitels usw. werde ich noch ein paar Tage warten. Vielleicht will ja noch jemand dazukommen oder etwas über PR 602 schreiben.
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Klaus Eberhardt
Siganese
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nanograinger hat geschrieben:Vielleicht will ja noch jemand dazukommen oder etwas über PR 602 schreiben.


Gerne: 602 ist unterdurchschnittliche Kost, aber es gibt Schlimmeres.
Interessant dass sogar noch in den 600ern gerne mal zu drastischen Mitteln gegriffen wird: Ras sprengt ein Atomkraftwerk, um sich bemerkbar zu machen: "Nicht ein einziges Gebäude war noch vorhanden, und die Fluten des Kongo waren gelb (!!) verfärbt. Der Fluß würde die Radioaktivität in die Städte tragen, an denen er vorbeifloß." Für Mutantennachschub im Paralelluniversum ist also gesorgt.
Auch Gucky zündet in Imperium Alpha eine "eigroße Atombombe".
Und das waren die "Guten"! Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben, der Film war da fast schon 10 Jahre alt...

dandelion hat geschrieben:Die Bezeichnung Space Jet ist mir ebenso wie Shift oder Kaulqappe in der langen Zeit meiner Rhodanabstinenz immer im Gedächtnis geblieben. Diese kleinen Einheiten haben mich in der Jugendzeit anscheinend mehr beeindruckt als die großen Kugelraumer. Sie waren auch sehr früh als Rißzeichnungen zu sehen. Gefallen mir immer noch.


Geht mir genauso. :st:
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dandelion
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nanograinger hat geschrieben:Als RT II sich in Terheras Büro dazu entschließt, Perry umzubringen, wird er von Atlan erschossen.


Diese Szene hat mich überrascht, zumal in einem Voltz-Roman. Atlan neigt aber vielleicht mehr zu Extremlösungen, Perry hätte sicher einen Paralysator verwendet. Vermutlich wäre Tschubai II mit seinen Teleporterfähigkeiten nicht so leicht festzuhalten gewesen.

In PR 602 gibt es die für mich befremdliche Szene, in der Gucky II telekinetisch versucht, Gucky I und Tschubai I an der Teleportation zu hindern. Ist so etwas überhaupt möglich?
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nanograinger
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Zu Band 602 "Der Sprung nach Luna"
dandelion hat geschrieben:Tja, Spannungselemente waren dünn gesät und insgesamt ein Roman von bestechender Schlichtheit.

Gucky, der Richtige, kennt ein Versteck im Himalaya und hat dort bei früheren Besuchen ein paar Konservendosen hinterlassen. Aber das war ja wohl auf Erde 1. Die Konserven sind auch im Versteck auf der falschen Erde vorhanden, wo sie nur der böse Gucky hingebracht haben kann. Der hat also auch "einsame Teleporterwanderungen" unternommen. Hier hatte er also die gleichen Bedürfnisse wie unser Gucky, trotz der doch so gegensätzlichen Charaktereigenschaften.. ...

Ja, das war schon absurd, aber diese Absurditäten sind ja leider die Grundlage dieses (Teil-) Zyklus. Das Paralleluniversum ist exakt so, wie es die Autoren in einem bestimmten Moment brauchen. Gucky II macht auch Teleporterwanderungen im Himalaja, und lässt exakt am gleichen Platz Konserven und ein Heizgerät zurück. Aber seinen Bungalow am Goshun-See baut er in eine Festung um, mit (ausgeschaltetem ?) Radar auf dem Dach.

Ansonsten ist der Roman ein perfektes Beispiel für ein "Gucky erledigt alles alleine"-Langweiler. Kosums Teilnahme am Trip ist immerhin motiviert, er muss die Super-Space Jet fliegen. Kuruzin ist aber ein reiner Stichwortgeber, denn ich gehe mal davon aus, dass Kosum auch den Funk abhören könnte. Die Sache ist so langweilig, dass das Kommando nach dem Auffinden Ras Tschubais sogar ein paar Tage "Urlaub" in der Antarktis machen und sich Kosum und Kuruzin bei einer Hilfsaktion für eine verunglückte Schlittentour beteiligen.

Außerdem weiß auch dieses Kommando nichts von Tycho Ramath II und seiner Rebellen-Organisation. Statt dessen suchen sie ein paar arme Schlucker im Kongo auf, die auch prompt erwischt werden und dafür wohl entsprechend bezahlen. Die Sache mit dem sabotierten Atomkraftwerk wurde ja schon erwähnt. Das ist aber nicht das einzige deprimierende aus Umweltschutzsicht. Denn tatsächlich sind wohl sowohl die Urwälder im Kongo als auch im Amazonasbecken bis auf je ein Naturschutzgebiet gerodet. Ras freut sich auch wie ein kleiner Junge, als er tatsächlich im Kongo-Reservat einen Affen sieht. Armes Terra.

Noch zwei Szenen zum Augenverdrehen: 1) Perry II ist so außer sich ob der fortgesetzten Flucht Tschubais, dass in der Autor wortwörtlich in einen "Teppich beißen" lässt. Vermutlich ist das zwar ein süddeutscher Teppich, also eine Decke, aber diese Art von Humor ist doch wenig angebracht angesichts der Lage. 2) Gucky vermutet Tschubai in Afrika, weil er ja aus Afrika kommt und schon immer mal wieder zurück wollte. Da ist Ras Tschubai also seit fast 1500 Jahren in Diensten des SI (und Vorläufer). Sollen wir nun glauben, dass er seit der Entdeckung seiner Teleporterfähigkeit nicht mehr zurück in Afrika bei seiner Familie war?

Das war ein wirklich gedankenlos und lieblos abgewickelter Roman von Clark Darlton.
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nanograinger
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dandelion hat geschrieben:...
In PR 602 gibt es die für mich befremdliche Szene, in der Gucky II telekinetisch versucht, Gucky I und Tschubai I an der Teleportation zu hindern. Ist so etwas überhaupt möglich?

In Band 601 wird Tschubai I ja paralysiert. Aber paralysierte Teleporter können ja immer noch teleportieren. Um das zu verhindern, stören die anderen Mutanten gemeinsam Tschubais Teleporterfähigkeit, bis die mobilen Schutzschirme da sind.

Da sich bekanntlich Mutanten zu einem Parablock zusammentun können, lasse ich mir diese Erklärung gefallen. Und im obigen Falle von Band 602 klappt es eben nicht, weil Gucky II alleine die beiden anderen Mutanten nicht genügend stören kann. Lediglich die Erklärung mit dem telekinetischen Festhalten halte ich für sehr unglücklich formuliert. Aber Darlton nahm es bekanntlich nicht besonders genau in manchen Dingen, die ihm nebensächlich erscheinen.
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Faktor10
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Es war insgesamt kein guter Roman.
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Lumpazie
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Richard hat geschrieben:Was das "Negativ - Universum" an sich betrifft glaube ich, dass das ganze entweder nicht ganz so durchdacht war (v.w. wie konnte sich dieses SI soweit entwickeln wie es jetzt da steht) oder aber Anti-ES konnte tatsächlich das zu dem Zeitpunkt aktuelle SI "nehmen" und in eine anderes Paralleluniversum kopieren und einige Dinge (charakterliche Ausrichtung einige Geschichtsdaten,...) in seinem Sinne verändern ... oder man betrachtet das ganze Negativ Universum als ein "Abenteuer im Kopf" der beteiligten Leute an Border der MARCO POLO....


Genau so habe es aber auch in Erinnerung! Da es aber einen Roman betrifft, der hier noch nicht besprochen wurde, alles im Spoiler:

Spoiler:
Anti-ES spaltete das Negativ-Universum kurz nach der Schwarmkrise ab, zum Zwecke des kosmischen Schachspiels. Ich meine, das es hier die Aussage von Orana Sestore II gibt, das Rhodan sich nach der Schwarmkrise zum negativen geändert hat (dürfte der Roman 605 "Sprung nach Galax-Zero).
Allerdings lass ich den Roman in der 4.Auflage - kann gut sein, das dies nachträglich eingefügt wurde. Ob es also so in der 1.Auflage auch stand, kann ich nicht sagen.
Es is kein’ Ordnung mehr jetzt in die Stern’,
D’ Kometen müßten sonst verboten wer’n;
Ein Komet reist ohne Unterlaß
Um am Firmament und hat kein’ Paß;
Und jetzt richt’ a so a Vagabund
Und die Welt bei Butz und Stingel z’grund
(Johann Nestroy)
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Faktor10
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Ich glaube wohl.
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nanograinger
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Es gibt in nahezu jedem Roman des Zyklus, die ich bisher nachgelesen habe, unterschiedliche Aussagen. Einigermaßen konsistent ist, dass die "Inversion" der Charaktere im Sol-System am stärksten ist, und dann bei wachsendem Abstand schnell abfällt. Die Plophoser und Olymper scheinen im Allgemeinen ganz normale Leute zu sein. Die Altmutanten auf WABE-1000 (Band 603) im Milchstraßenzentrum sind klare Perry II Gegner.

Aber: Bount Tehera II auf Olymp (Band 601 und 602) hat auch einen invertierten Charakter. Das wird in Band 602 Roman so erklärt, dass er auf Terra geboren ist (in Band 601 gibt es keine Aussage, meine ich). In Band 603 steht dann, das nur die Leute im Sol-System charakterlich invertiert wurden, weshalb man sich bei den Altmutanten auf WABE-1000 Unterstützung erhofft.

Das passt alles nicht wirklich zusammen, zumindest passt Bount Tehera II nicht rein (und der kommt immerhin in zwei der vier Romane bis inkl. 603 vor). Offensichtlich stand hier entweder nichts Eindeutiges in den Exposes, oder die Autoren haben sich die Freiheit genommen, von der Expose-Vorgabe nach Gusto abzuweichen.
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thinman
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nanograinger hat geschrieben:
Das passt alles nicht wirklich zusammen, zumindest passt Bount Tehera II nicht rein (und der kommt immerhin in zwei der vier Romane bis inkl. 603 vor). Offensichtlich stand hier entweder nichts Eindeutiges in den Exposes, oder die Autoren haben sich die Freiheit genommen, von der Expose-Vorgabe nach Gusto abzuweichen.


Es muß seinen Grund haben, dass sich einer der beiden Spieler regelmäßig bei den Schiedsrichtern beschwert hat. War WiVo nicht auch als Schiri tätig ?

thinman (umpire)
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nanograinger
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thinman hat geschrieben:
nanograinger hat geschrieben:
Das passt alles nicht wirklich zusammen, zumindest passt Bount Tehera II nicht rein (und der kommt immerhin in zwei der vier Romane bis inkl. 603 vor). Offensichtlich stand hier entweder nichts Eindeutiges in den Exposes, oder die Autoren haben sich die Freiheit genommen, von der Expose-Vorgabe nach Gusto abzuweichen.


Es muß seinen Grund haben, dass sich einer der beiden Spieler regelmäßig bei den Schiedsrichtern beschwert hat. War WiVo nicht auch als Schiri tätig ?

thinman (umpire)

Interessante Sichtweise B-)
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Yman
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Am 16. März 1973 erschien der 603. Roman:

Planet der Ritterspiele von H.G. Ewers


Untertitel: Sie landen auf einer barbarischen Welt – und finden zwei alte Freunde

Hauptpersonen: Perry Rhodan, Powlor Ortokur, Neryman Tulocky, Dalaimoc Rorvic, Tatcher a Hainu, Ralf Marten, Kitai Ishibashi, Gucky


Handlung: Man will die Altmutanten als Verbündete gewinnen und fliegt nach WABE-1000. Ewers lässt Perry sinngemäß (beinahe wörtlich) folgendes sagen: Da sich die Mutanten zum Zeitpunkt des Antimaterieschocks nicht im Solsystem befanden und von der negativen Geistesumpolung nur Lebewesen betroffen wurden, die sich zum entscheidenden Zeitpunkt im Solsystem aufhielten, sollten ihre positiven Geisteseigenschaften erhalten geblieben sein.

Rhodan bestimmt, dass zuerst drei unbemannte Raumlinsen auf WABE-1000 landen sollen, dann drei bemannte: Eine mit ihm und Atlan, eine mit Gucky und Tolot, und eine mit Rorvic und a Hainu, wobei sich Rorvic freiwillig meldete. Die beiden auf WABE-1000 befindlichen Oxtorner Ortokur und Tulocky treten ihnen nach der Landung ohne Raumanzüge ungeschützt im Vakuum entgegen. Sie empfangen Rhodan und zeigen ihnen die acht Leichen der Ersatzkörper der Altmutanten. Diese haben jedoch andere Körper erhalten.

Die beiden Oxtorner können von Rhodan gewonnen werden. Einer der Oxtorner nennt Perry "Mister Rhodan", was unter normalen Umständen im Paralleluniversum ein todeswürdiges Verbrechen gewesen wäre. Die Altmutanten wurden vor 19 Tagen überstürzt abgeholt, mit einem Ultraschlachtschiff der USO, das umgekehrt die Oxtorner nach WABE-1000 brachte, quasi in die Verbannung, weil sie Abscheu gegenüber einem Verbrechen von Lordadmiral Atlan II zeigten.

WABE-1000 wird durchsucht, hüllt sich dabei aber in einen Paratronschirm, d.h. eine Falle schnappt zu. Eine weitere Falle besteht in einem Schott, das Antimaterie enthält und mit einer hauchdünnen Ynkeloniumhülle überzogen ist, bei deren Beschädigung es zu einer gigantischen Explosion käme, aber Tolot durchschaut dies rechtzeitig. A Hainu schließt, dass der Mechanismus zum Abschalten der Fallen auf der Damentoilette versteckt sein muss, da Einsatzkommandos vorwiegend aus Männern bestehen und kein Terraner eine Toilette durchsuchen würde.

Weiterhin schließt das Team, da 17 Tonnen PEW-Metall fehlen, dass die Altmutanten auf Ritter-Planeten sein müssten, da dort eine Kleidung, die 50 Kilogramm Metall enthält, in Form einer Rüstung als normal und unauffällig gilt. Die Altmutanten brauchen unbedingt Kontakt zu PEW-Metall. Da einer der Oxtorner sich daran erinnert, zwei Palpyroner (Nachkommen arkonidischer Kolonisten) gesehen zu haben, geht es auf nach Palpyron.

Das Einsatzteam besteht aus Rhodan, Atlan, Danton, den beiden Oxtornern, einem namenlosen Piloten, sowie den Mutanten Lloyd, Tschubai, Gucky, Rorvic und a Hainu. Rorvic kaspert wie üblich herum, und noch vor dem Einsatz kommt es zu einem Zwischenfall mit seinem Leichtmetall-Schwert, das den Oxtorner Ortokur aber nicht verletzen kann. Atlan würde Rorvic und a Hainu, die von Gucky bereits die Spitznamen Don Roxote und Sancho Hansa erhalten haben, am liebsten zurücklassen.

Rhodan diskutiert mit Atlan das Vorgehen im größeren Maßstab, Atlan macht den Vorschlag, die Solare Flotte zu zerstören und das Solsystem unter Quarantäne zu stellen. Die MP verschwindet im Ortungsschatten der Sonne, dann geht es mit einer Space-Jet los.

Auf dem Planeten kommt es zur ersten Begegnung mit Einheimischen. A Hainu fühlt sich respektlos behandelt und bittet Gucky, falls dieser seine Gedanken liest, sein Gegenüber telekinetisch von seinem hohen Ross herab zu stoßen, was auch geschieht. Das Ziel ist der Iskrai-Tempel, der ein Geheimnis hüten soll. Gucky spürt, dass Kitai Ishibashi auf dem Planeten ist. Rhodan erklärt seltsamerweise, dass (der Suggestor) Kitai kein Telepath sein, der die Gedankeninhalte anderer Personen lesen können, was es schwer machen würde, ihn zu überzeugen.

Rorvic und a Hainu erreichen den Tempel, wo Rorvic mit seinen Parakräften einen Energieschirm zusammenbrechen lässt, wodurch im Tempel aber ein Hypersender aktiviert wird. Die übrigen, Rhodan, Atlan, Gucky usw. erreichen eine Burg, wo das Turnier stattfindet, am dem Kitai teilnimmt. Ralf Marten ist auch dort, und es gelingt, die beiden zu überzeugen. Währenddessen werden Rorvic und a Hainu von drei USO-Spezialisten angegriffen, aber Rorvic kann den Angriff mit seinen Parakräften abwehren.

Später gibt Rorvic a Hainu, der Rorvic Juckpulver in die Wäsche streute, eine Ohrfeige, woraufhin Rhodan Rorvic sagt, dass es in der Solaren Flotte keine Prügelstrafe gibt und Rorvic sich danach richten soll. Kurz darauf erscheint eine unsichtbare MARCO POLO, deren Zug- und Antigravitationsstrahler den Iskrai-Tempel aus dem Boden reißen, das PEW-Metall aussortieren und in einen Laderaum ziehen. In diesem Moment wird ein Flottenverband geortet. Rhodan befiehlt, die Space-Jet schnellstens wieder an Bord zu nehmen, was auch gelingt.
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Und hier das Tibi.
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Die Herren Dalaimoc Rorvic, Tatcher a Hainu sind mal wieder in Bestform. Diesen Roman würde ich als Lückenfüller bezeichnen. Er ist aber gut zu lesen. Das Tibi ist einfach eine Wonne. J. Bruck hat die beiden also D. R. und T.a. H. auf diesem Bild recht eindrucksvoll verewigt.
Wir erfahren etwas von der Geistesumpolung aber so richtig kann dies aber dann doch nicht so durchdacht sein. :help:
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Yman
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PR 603: Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Er hatte genau die richtige Mischung aus Ernsthaftigkeit und Spaßfaktor. Rorvic und a Hainu sind dieses Mal genau in den richtigen Rollen bei ihrem Einsatz auf dem Ritterplaneten. Die Ernsthaftigkeit bestand darin, dass Rhodan II ein Verbrecher ist, der von potenziellen Verbündeten gehasst wird, und Rhodan geht selbst in den Einsatz, um seine potenziellen Verbündeten von sich zu überzeugen. Das ist natürlich das Gegenstück zu Rorvic und a Hainu.

Mit den beiden Oxtornern wurden genau die richtigen Mitstreiter gefunden, und natürlich sind auch Atlan, Danton und Gucky auf dem Ritterplaneten voll in ihrem Element. Die Kämpfe sind relativ unblutig, was mir gefallen hat, trotzdem war es spannend, denn die eine oder andere Falle gab es ja doch, und den "Paralleliten" kann es auch jederzeit an den Kragen gehen. Z.B. ist Ras Tschubai II bereits tot.

Was mich sehr irritiert hat, ist dieser sogenannte Antimaterieschock. Offenbar gab es eine parallele Entwicklung, und die Veränderung der Charaktere begann erst in jüngerer Vergangenheit, durch ein Ereignis, das auf das Solsystem beschränkt war. Was natürlich ein klarer Hinweis auf das kosmische Schachspiel ist, aber in den vorherigen Romanen so nicht dargestellt wurde. (Immerhin ist man hier bereits jetzt schon nach 4 Romane um einiges schlauer als im aktuellen Zyklus nach 14 Romanen).

Faktor10 hat geschrieben:Die Herren Dalaimoc Rorvic, Tatcher a Hainu sind mal wieder in Bestform. Diesen Roman würde ich als Lückenfüller bezeichnen. Er ist aber gut zu lesen. Das Tibi ist einfach eine Wonne. J. Bruck hat die beiden also D. R. und T.a. H. auf diesem Bild recht eindrucksvoll verewigt.


Ja, das Tibi ist schon sehr eindrucksvoll. Als Lückenfüller würde ich den Roman nicht bezeichnen, denn Rhodan geht hier sehr aktiv gegen Rhodan II vor, indem er versucht, ihm seine Altmutanten wegzunehmen. Der Einsatz auf WABE-1000 passt ins Schema der bisherigen Romane. Dass der Einsatz auf dem Ritterplaneten in eine zweite Runde geht, ist okay, und die Handlung wird vermutlich sinnvoll weitergebracht. Zumindest hat Rhodan Verbündete gewonnen: Zwei oxtornische USO-Spezialisten und zwei Altmutanten, das ist keine schlechte Einsatzbilanz, ohne eigene Verluste.
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Faktor10
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Ich denke in diesem Teilbereich des Zyklus gab es Koordinierung Probleme. Was später noch mehr auffällt. Wieso wissen die Protagonisten dann plötzlich was vom Schachspiel.
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