Spoiler 3015: Raptus Terrae von Leo Lukas

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Soulprayer
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Spoiler 3015: Raptus Terrae von Leo Lukas

Beitrag von Soulprayer » 30. Mai 2019, 16:40

Die Hauptpersonen des Romans:
Reginald Bull – Der Resident der Liga Freier Galaktiker erzählt vom Raptus-Ereignis.
Hulio Kørkgaard – Ein junger Mann kommt in eine heikle Position.
Anna Patoman – Die Admiralin ist der Schrecken aller Wissenschaftler.
Shinae Bull-Zindher – Bulls Tochter gewinnt einen traurigen Freund.
Perry Rhodan – Der Zellaktivatorträger hört vom Raub der Erde und des Monds.
Spoiler:
Die THORA fliegt auf den Heimathafen der Liga-Flotte, dem Patoman Space Port auf Rudyn, ein.
Die Reminiszenzen der alten Stadt Terrania auf der Erde sind deutlich zu spüren. Insbesondere die Solare Residenz über dem See Lake Thetys lassen Perry spüren, dass die Zeit alles verändert.
Nach einer Übernachtung kontaktieren die Terraner Icho Tolot, der allerdings zuerst seine Festung nochmals auf Sabotage überprüfen will, bevor er runter zu den anderen kommt. Die Zwillinge Dancer und Schlafner sind mittlerweile in kompetenter medizinischer Behandlung.
Aber um die Zeit abkzukürzen beginnt Bully mit seiner Geschichte, wie alles begann:

Neccor, Miniservo-Roboter von Hulio Kørkgaard, weckt seinen Herrn, weil jemand an der Tür läutete. Es ist Lashkovicz, der schon mit vollem Elan mit ihm bei den örtlichen Feierlichkeiten in Havanna auf Partnersuche gehen will. Hulio will sich eigentlich lieber mit seinen Studien der Hyperphysik zur Aufnahme in der Terranischen Flotte widmen und die Suche abblasen, als sie zwei Frauen begegnen. Die Wege trennen sich als Hulio, der sich unversehens in Romy verguckt hat und sie zurück begleitet. Sie verstehen sich so gut, dass Romy ihm ihre Daten gibt, damit er sie nach ihrer Ausbildungsmission kontaktieren kann, wenn nichts dazwischen kommt.
Aber so einiges kam "dazwischen", nicht nur wurde er aufgrund seiner schlechten Ergebnisse auf die Warteliste der Uni gesetzt, es passierte auch die Invasion des Techno-Mahdi, der Großangriff der Thoogondu auf die Milchstraße und kurz nachdem der Weltenbrand, der Hulio schwer zu schaffen machte. Nur die Hoffnung Romy wiederzusehen ließ ihn die Periode des Hyperlichts durchstehen.

Bully unterbricht kurz seine Erzählung; die gesamte Geschichte ist im Museum "Terraneum" nachlesbar, falls er dort 'effizient' alles nachholen möchte, aber Perry besteht auf den persönlichen Bericht. Sie seien in sein Haus gezogen wegen dem Zugang zu Allerorten, aber haben lange Zeit keinen Fuß hinein setzen können. Während Icho für Beruhigung in der Galaxis sorgte, versuchte Reginald im Auftrag des Galaktikums die Fluchtbewegungen nach Sagittarius zu koordinieren. Homer G. Adams wurde zum Kontaktbeauftragen zum Galaktikums bestellt. Erst gegen Ende 1552 NGZ schwächten sich die Symptome des Weltenbrands ab und Bully gründete das RAS TSCHUBAI-Suchkommando (RTS), dass er Anna Patoman unterstellte.

Für Hulio ist der 30. November 1553 NGZ ein bedeutender Tag - der Einberufung in die Flotte auf das Schulschiff NSONGO, dass der RTS zugewiesen worden ist und so mehrere Monate den Bereich des ehemaligen Chaotemporalen Gezeitenfeldes absuchte. Als die NSONGO danach abberufen wird, ergreift Hulio die Gelegenheit auf der GALBREITH DEIGHTON VII persönlicher Adjutant von Admiralin Patoman zu werden. Aber nach weiterer ereignisloser Suche wurde auch das RTS zurück gerufen und Hulios Jugendidol, Reginald Bull, ging an Bord.
Als Assistent von Anna Patoman bekam er in der Besprechung mit, dass am 23.3.1554 NGZ unweit des Kuipergürtels DREYER-Sonden geborgen wurden, Großdrohnen die unbekannte Regionen der Milchstraße autark erforschen. Die Sonde stammte allerdings aus der Zukunft, dem Jahr 1556 NGZ, selbst NATHAN belegte diese Information als authentisch. Kurzerhand wurde in der Kuiperstadt Tiscarenopol Urlaub ausgerufen, wo Hulio unverhofft auf Romy stösst. Sein Vater jedoch bremste ihn auf akkurate Weise, nichts mit ihr anzufangen.

Nicht nur die Chronodynamikerin Aichatou Zakara untersuchte die Sonde, sondern auch das auf chronodimensionale Phänomene spezialisierte Clark Walter Institut auf dem Saturnmond Titan.
Zwei Jahre später, am 20.5.1556 NGZ, stellten sich im Solsystem Singularitätsstreifen (SSTR) ein, die später als "Prä-Raptische Phase" bezeichnet wurde. Zweidimensionale Abschnitte taten sich im Raum auf, die zuerst mikroskopisch klein waren aber größer wurden bis zu mehreren tausend Kilometern - sie übten teilweise bis zu 100 Gravos aus ohne eigene Masse zu besitzen. Eine Theorie besagte, dass die hyperphysikalischen Besonderheiten Sols als Siegel einer Superintelligenz und sechsdimensional strahlenden Juwel eine Inkompatibilität besaß, was zum 'retrochronen Raumzeitexzerpt' führte, so dass in solchen Singularitätsstreifen die Zeit rückwärts verlaufen kann. Am 21.9.1556 NGZ wölbten sich die zweidimensionalen SSTR zu Kuben und Zakara entschloß sich nach einigen Experimenten mit dem Dolan JASON und Opiter Quint durch einen solchen hindurch zu fliegen. Sie landeten 446 Jahre in der Zukunft: 2002 NGZ.
Die dreidimensionalen Verwerfungen beeinträchtigten Raumflugverkehr und insbesonders Transmitter. Am 13. Dezember 1556 NGZ kam der Posbi Ganud in das Solystem, um auf seine Familie achtzugeben. Shinae erzählte diesem von einem traurigen Freund, Opeth Ezenzer, den Bully allerdings nicht kannte.

Hulio kapselte sich ein, er mochte die Arbeit mit Anna Patoman. Aber neue Aufgaben führten ihn nach Nuuk auf Grönland, wo zwischen dem 5. Januar und dem 7. Januar 1557 NGZ eine xenobiologisch außergewöhnliche Tierkolonne materialisierte, die keinerlei Geräusche verursachte. Sie wurde im allgemeinen "Die Prozession" genannt. Die Tiere konnten mit toter Materie und ihrer Umwelt interagieren, aber für Lebende waren sie wie Geister, als ob sie auf die Erde gespiegelt worden sind. Die Experten waren ratlos. In dieser Zeit war es, dass Vynifred Kørkgaard es schaffte, ihren Sohn Hulio wiederzusehen, in der sie ihm mitteilte, er solle gefälligst seine große Liebe sofort wieder aufnehmen, es gäbe keine Bedenken.

Als Reginald Bull zu seiner Familie zurückkehrte, erzählte Shinae ihm vom 'traurigen Freund' Opeth Ezenzer und beschrieb ihm das Aussehen eines Thesanit. Außerdem tritt noch etwas in Erscheinung, was nichts mit dem Weltenbrand zu tun hätte. (Bully ist sich daher sicher, dass die Thesanit irgendwie am Raub der Erde beteiligt waren)
Als Kommissar bat er den TLD um Hilfe, nach Wesen zu suchen, die dem Aussehen seiner Tochter entsprechen. Allem Anschein nach gibt es sie im Umfeld Luna/Terra, aber es gibt keine Beweise nur Aussagen. Laut Shinae kamen sie von Allerorten und ihr Freund bot ihrer Familie an zurückzukommen - die Breviatur der Stadt sei offen. Sie wollte nicht nach Halut, wie Tolotos anbot, sie wäre nirgendwo in der Milchstraße sicher.

Währenddessen ließ Anna Patoman nichts unversucht, die Singularitätsstreifen zu erforschen und Hulio nichts unversucht, um seine Liebe zu Romy wieder zu gewinnen. Und just an diesem 3. März 1557 NGZ erklang ein Schrei, der 129 Sekunden über die Erde schallte und alle Lebewesen sich schmerzverkrümmt windeten. Eine neue Spur tat sich auf, die auf das Gebiet der Psiphänomene führte.

Als Bully nach Haus kam begrüßte Ganud ihn mit der Notiz von Toio und Shinae, nach Allerorten nachzukommen. Bully sah es aber als seine Pflicht an, der Menschheit beizustehen.
In den nächsten sechs Jahren wurden die hyperphysikalischen Irritationen schlimmer, weswegen Hekener Sharoun die Solare Residenz nach Rudyn verlegte, wo ein verbessertes Modell des TERRANOVA-Schirms zur Verfügung stand. Die Bevölkerung fühlten sich verraten, was im Attentatsversuch auf ihn und Sharoun am 16. November 1572 NGZ gipfelte. Neun Tage später wurde Reginald Bull kommissarisch und im Amt bestätigte neue Resident der LFG. Das Ephelegonsystem wurde nach und nach und als die Erde verschwand konzentriert ausgebaut, die galaktische Politik zeigte sich noch resistent gegenüber dem Weltenbrand.

Hulio Kørkgaard machte nicht viel Federlesen, als er sich entschied, Romy Sastra zu heiraten. Er schied aus dem aktiven Flottendiest aus und sie zogen gemeinsam nach Vedado, einem Bezirk in Havanna. Sein ehemaliger Freund Ladimir Lashkovicz gab ihm freudig eine Arbeit, die ihm sogar gefiel. So konnte er seinem Vater Karel sogar einen der besten Personengleiter austatten. Aber seine Träume wurden zerstört, als weltweit alle hyperphysikalische Aggregate aufhörten zu funktionierten und seine Eltern aufgrunddessen starben. Am Grab seiner Eltern gab er die Hoffnung auf, dass ein Perry Rhodan im letzten Moment kommen würde und sich noch alles zum Guten wenden konnte.
Die Hyperkorrosion griff infolge alle höher entwickelten Technologien an.

Am 2. Januar 1614 NGZ kam Bully mit der GALBREITH DEIGHTON VII im Solystem an und musste feststellen, dass Chaos ausgebrochen ist. Kurzerhand übernahm er die Koordinierung der Evakuation und rief eine Notmobilmachung aus. Es ging so weit, dass Piloten auf Sicht fliegen mussten, weil Hypergeräte nicht mehr funktionierten. Zusätzlich zur Evakuierung weigerte sich ein Zehntel der Erdbevölkerung und 90 Prozent der Arkoniden in Neu-Atlantis zu gehen. Als NATHAN sich von der Außenwelt abtrennte, blieb Homer G. Adams im Solsystem; die Hyperlokationswürfel, die sich aus den Singularitätsstreifen bildeten, vereinigten sich um Terra und Luna. Die nächsten vier Tage wurde später als 'Quadratur der Tage' bezeichnet, bis am 5. Januar 1614 15.55 Uhr NGZ Terra und Luna verschwand. Der Raub, Raptus genannt, ist geschehen. Drei Milliarden Bewohner sowie NATHAN und YLA verschwanden ins Nichts. Weder onryonische Experten noch Expeditionen mit Unterlichtantrieb kamen nicht mehr zum Ort, wo der Planet zuvor stand.

Hulio Kørkgaard und seine Frau werden von der Notmobilmachung aus dem Schlaf gerissen. Nach fast 60 Jahren wird er mit ihr zur NSONGO zugeteilt und kamen Aufgaben zur Totalevakuierung von Terra nach so gut es ging. Sie schauten genauso wie das Oberkommando tatenlos zu wie die Erde verschwand und konnten doch nichts machen. Das Wort "Raptus-Zone" machte die Runde. Erst sehr spät, am 19. April 1614 NGZ, erschien innerhalb der Raptus-Zone ein neuer Planet mit dessen Mond am Platz der Erde. Sein Erscheinen erzeugte ein gravitatives Chaos, was viele LORETTA-Tender vernichte. Der TERRANOVA-Schirm konnte nicht mehr aufgebaut werden. Reginald Bull ließ die Situation wissenschaftlich untersuchen, und es erschien, als ob der Planet mit denselben Mitteln erschien, wie zuvor die Erde verschwand. Am 23. April ereignete sich Unmögliches, als sich der TERRANOVA-Schirm trotz der zerstörten Tender nach und nach aktivierte. Um nicht eingeschlossen zu werden gab Reginald Bull das Solsystem auf.

Das 'Clausum' trat ein: eine fremde, unüberwindliche Barriere umschloss das gesamte Solsystem, vermutlich ein pervertierter TERRANOVA-System. 1619 NGZ kam Anna Patoman aus ihrem Ruhestand 1578 NGZ zurück und wirkte bis zu ihrem Tod als Beraterin.
Perry fragt Bully ob er die Cairaner verdächtigt, aber sie werden erstmal ausgeklammert, weil sie erst Ende des 17. Jahrhunderts auf die galaktische Bühne traten. Auf die drängende Frage Perrys, warum Terra zum Mythos geworden ist, sei wohl die 'psychoplastische Deformation' schuld, welche die Erinnerungen wortwörtlich überschreibt und sie zu Erzählungen degradiert, die man mal gehört hat. Man konnte sich seiner eigenen Erinnerung nicht mehr sicher sein. Seit 1615 NGZ gibt es diesen Effekt, der sich auf alle Sternenvölker überträgt. Es gäbe sogar eine Abneigung darüber nachzudenken. Erst eine Sextadim-Psychomedikerin namens Laila Tennester von Tahun entdeckte in den ÜBSEF-Konstanten eine Veränderung, die auf eine sechsdimensionale Prägung der Galaxis zurückschließen lässt. Benannt wurde die Veränderung 'Terranisches Odium', T-Odium, was eine Resonanz zu diesem Aufdruck sei. Vermutlich ist das Epizentrum des galaxisweiten Stempels das Solsystem.
Puh, sooo.... Das war mal ein Brocken... und sorry, aber als um 2:00 Uhr noch kein eBook da war, bin ich ins Bett gegangen.
Ich fühle mich, als ob ich die Encyclopedia Britannica zusammengefasst habe...
Ich lauerte förmlich darauf, Streichungen vorzunehmen, aber manches konnte und wollte ich einfach nicht in der Kurzfassung auslassen.
Berüchtigterweise verstecke ich ja immer wieder Sachen im Spoiler, so dass es sich auf jeden Fall lohnt, auch das Heft zu lesen!!!

Weil diesmal kann ich mir vorstellen, dass selbst Macca froh ist, nicht in meinen Schuhen zu sein. ;)
Ich habe nach besten Wissen und Gewissen gearbeitet, und ich bitte darum:
Wenn ihr Fehler in meinem Spoiler findet dann merkt das bitte an!!
VG
Soulprayer

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Re: Spoiler 3015: Raptus Terrae von Leo Lukas

Beitrag von Ronald Tekener » 30. Mai 2019, 17:11

Vielen Dank für den schnellen und komplexen Spoiler.

Skaarganis
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Re: Spoiler 3015: Raptus Terrae von Leo Lukas

Beitrag von Skaarganis » 30. Mai 2019, 17:19

Moin moin,
Geiler Roman!
1/1/1


Jetzt bin ich gespannt, was uns Tolotos nächste Woche noch zu erzählen hat.
Ach ja, was ist eigentlich, wenn der Raub von Terra und Luna überhaupt keinen Verantwortlichen hat, sondern schlicht eine Wechselwirkung zwischen Löschung des Weltenbrandes und dem Siegel in Sol ist? Das wäre mal eine neue Definition von "Dumm gelaufen".

Grüße von Skaarganis

astroGK
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Re: Spoiler 3015: Raptus Terrae von Leo Lukas

Beitrag von astroGK » 30. Mai 2019, 17:33

Skaarganis hat geschrieben:Moin moin,
Geiler Roman!
1/1/1


Jetzt bin ich gespannt, was uns Tolotos nächste Woche noch zu erzählen hat.
Ach ja, was ist eigentlich, wenn der Raub von Terra und Luna überhaupt keinen Verantwortlichen hat, sondern schlicht eine Wechselwirkung zwischen Löschung des Weltenbrandes und dem Siegel in Sol ist? Das wäre mal eine neue Definition von "Dumm gelaufen".

Grüße von Skaarganis
Unterstütze ich. Bin auch schon sehr gespannt auf das Treffen mit Icho Tolot und der Wochengeschichte dazu.
Der Untertitel zu
Spoiler:
In den Augen des Riesen
In Icho Tolots Festung – ein unheimlicher Gegner schlägt zu
lässt Spannendes erwarten. Weitere Aufklärung, vermute ich, aber wenig, was dann wieder das übliche Wehklagen einiger über den mangelnden Handlungsfortschritt auslösen wird.

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Troll Incorporation
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Re: Spoiler 3015: Raptus Terrae von Leo Lukas

Beitrag von Troll Incorporation » 30. Mai 2019, 17:51

Entschuldigung, das muss jetzt mal raus:
Als ich mit dem Roman angefangen habe, war ich frohgestimmt … erstens, weil ich die Schreibe von Leo mag und zweitens, in der guten Hoffnung, endlich mal etwas zu erfahren.

Nach den ersten Seiten wollte ich schreiben: „Ein schöner Roman, der in meinen Augen 2 Monate zu spät kommt. Diesen Roman als Band sieben acht, neun hätte ich okay gefunden.“
Ein paar Kapitel weiter war ich nur noch verärgert. <_<
Der Roman ist ein Negativbeispiel für „Show, don’t tell!“ … und ich bin mir sicher, das liegt nicht an Leo.
So viele Elemente, die in dem Roman so nebenbei als Geschichte nacherzählt („tell“) werden, hätten einen eigenen Roman verdient.
Dieses Info-Dumping hätte allein für 4-5 Romane gereicht ... aber, anstatt sie von Bully "nacherzählen" zu lassen, sie durch Protagonisten „erleben“ lassen.

Hey, der Zyklus ist jetzt fast 4 Monate alt.
Und jetzt erfahren wir in einer wahren Daten-Sintflut die Basics, die man eigentlich in den ersten Tagen, Wochen hätte eruieren können z.B. durch einzelne Kommandounternehmen.
Das hätte z.B. so aussehen können:
  • 3000 Die RAS kommt in der Cairanische Epoche an. Zemina Path warnt: „Geht vorsichtig vor!“
  • 3001 – 3006 Nach der Warnung von Zemina schickt die RAS Beiboote aus, die Informationen beschaffen sollen: bei den Posbis, den Jülziish, … Es kommt zu den beschriebene Begegnungen mit den Ladhonen, der Gewitterstadt, der Ausweglosen Straße usw.
  • 3007 Kontaktaufnahme zu Bull. Am Ende: „Bull beginnt zu erzählen …“
  • 3008 Blende: Das Beiboot, das sich bei Terra umsehen soll bzw. auf die Lauer legen soll wird, aufgebracht & vernichtet. Erste Info werden im letzten Moment übertragen.
Es folgt eine Serie von Romanen, die in der Zeit zurück gehen und uns die Ereignisse aus der Sicht „der kleinen Leute“ erleben lassen:
  • 3009 Rückblick „damals“: Das Hyperlicht wird schwächer. Die defekte Dreyer-Sonde wird gefunden.
  • 3010 Erscheinen der Singularitätsstreifen. Die Hyperallokationswürfel tauchen auf.
  • 3011 Raum- bzw- Transmittertransport werden immer schwieriger
  • 3012 Die Prozession der Andertiere. Am Ende: „der Schrei“
  • 3013 Die Lage im Solsystem spitzt sich dramatisch zu. Hyper-Korrosion.
    Am Ende: Terra u. Luna verschwinden.
  • 3014 Ein neuer Planet. Chaos! Ein Jahr später: Entdeckung des Terra-Odium
  • 3015 Posisintflut
Wenn man daraus eigene Romane gemacht hätte, hätte sich Bully nämlich auch sparen können, ständig zu sagen: „Das erzähl ich dir ein andermal“. (= „Möhre vor Nase“)
Und auch hier wieder diese „Verschleppungstaktik“ nach dem Motto „Das kann/darf ich Dir nicht sagen. Das kommt in einem späteren Roman“.
Beispiele gefällig?
Allein aus diesem Roman:
  • Wie viele Tage ist Rhoden jetzt mit Bully zusammen? Und immer noch wird das Schicksal von seiner Frau und seiner Tochter diskret umschifft.
    Zitat: „Rhodan bemerkt Wehmut in seiner Stimme“ … und er fragt nicht, was mit den beiden ist?.
  • Zitat: „Dann das Attentat auf Hepinger Sharoun: Die Einzelheiten möchte ich momentan aussparen. Später werde ich dir mehr darüber erzählen.“
  • Zitat: „Über die Rolle der Barniter sollten wir auch noch …“ - “Ein andermal.“
  • Zitat: „Du schuldest mir noch eine Erklärung dafür, wie Terra binnen weniger Jahrhunderte in Vergessenheit geraten ist.“ – „Hat das nicht Zeit bis morgen?“
Fazit:
Die letzten bald vier Monate kam ich mir vor wie ein Esel, dem eine Möhre vor die Nase gehalten wird … und dem jetzt die Möhren mit dem Kübel in den Hals geschüttet werden.
… ich bin raus

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Re: Spoiler 3015: Raptus Terrae von Leo Lukas

Beitrag von Macca » 30. Mai 2019, 17:56

Prima Spoiler! :st:
Klasse Leistung :st:

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Re: Spoiler 3015: Raptus Terrae von Leo Lukas

Beitrag von Soulprayer » 30. Mai 2019, 18:01

@Dieter
Als Autor deinerseits sind das gute, valide Argumente.
Retrospektiv auf die letzten 300 Bände seitdem WV und CM Expokraten sind, denkst du dass die angesprochenen Kritikpunkte sich mit der Zeit entwickelt haben oder andere Ursachen diese Entwicklung begünstigt haben?
Macca hat geschrieben:Prima Spoiler! :st:
Klasse Leistung :st:
Danke :)
VG
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Re: Spoiler 3015: Raptus Terrae von Leo Lukas

Beitrag von Troll Incorporation » 30. Mai 2019, 18:16

Soulprayer hat geschrieben:@Dieter
Retrospektiv auf die letzten 300 Bände .... sich mit der Zeit entwickelt haben oder andere Ursachen diese Entwicklung begünstigt haben?
Auch wenn ich gelegentlich schon mal was "rumschreibsel" maße ich mir nicht an, mich auch nur in die Nähe der Stufe eines WV und CM zu stellen.

Allerdings bin ich in der Mitte von Neuroversum zum ersten Mal meines damals 35-jährigens Perryversum-Lebens aus der Serie ausgestiegen (weil zu konfus, verschwurbelt, serienimmanent "unrealistisch", ...).
Der Thez-Fez war dann das 2. Mal. Und jetzt schon wieder ...

Also an irgendetwas muss es ja liegen, dass dass anscheinend nicht mehr "meine" Serie ist.
Vermutlich werde ich zu alt ... oder die Serie ist zu "niveauvoll" für mich geworden.
(Ich lese seit ca 1972 und ich hab da nie irgendwelche gesellschaftpolitischen Ansprüche draus ziehen müssen ... ich wollte und will für 2 Stunden aus der Welt fliehen. Letztens habe ich wieder ZBV gelesen - das waren noch Zeiten :devil: .)

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Re: Spoiler 3015: Raptus Terrae von Leo Lukas

Beitrag von Ce Rhioton » 30. Mai 2019, 18:31

Vielen Dank für den sehr guten Spoiler. :st:
Ich habe den Roman noch nicht gelesen, generell ziehe ich allerdings im Zweifel rückblickende Schilderungen aus Sicht der damals unmittelbar betroffenen Protagonisten vor. Rückblickende Erzählungen von Protagonisten aus dem Jetzt können die Dramatik m.E. nicht ausreichend vermitteln.
Ich hätte gerne meinen Style zurück. :unsure:

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Re: Spoiler 3015: Raptus Terrae von Leo Lukas

Beitrag von astroGK » 30. Mai 2019, 18:46

Troll Incorporation hat geschrieben: Fazit:
Die letzten bald vier Monate kam ich mir vor wie ein Esel, dem eine Möhre vor die Nase gehalten wird … und dem jetzt die Möhren mit dem Kübel in den Hals geschüttet werden.
… ich bin raus
Kann das Fazit verstehen aus deiner persönlichen Sicht. Ich kann auch deine Enttäuschung nachvollziehen, wenn ich mir vorstelle dass du diesen Zyklus mit anderen Zyklen vergleichst, wo es wesentlich rascher zur Sache gegangen ist. Mir ging es teilweise so im vorigen Zyklus, wo ich ebenfalls eine Zeit lang ausgesetzt habe. Erst gegen Ende des Zyklus stieg ich wieder ein. Die Gründe waren ähnlich wie bei dir, aber als ich mir jetzt einige Romane die ich ausgelassen habe wieder angesehen habe und durchgelesen, musste ich feststellen dass diese durchaus spannend waren, wenn man sie für sich nahm und nicht erwartete dass jeder Roman einen großen Fortschritt in der übergreifenden Handlung bringt.
Auch ich habe auf diesen Roman jetzt sehnlichst gewartet, war aber nicht enttäuscht dass er erst jetzt kommt. Denn zwischen 3000 und 3015 liegt eine Menge an spannender Einzelromane mit sehr interessanten Geschichten der jeweiligen Woche, mit kleinen Infohäppchen garniert Genau so lese ich die Serie jetzt und bin froh darüber dass ich diese Haltungsänderung eingenommen habe. Jeder Roman wird jetzt wieder zum Vergnügen solange er nur spannend genug geschrieben ist, damit der mir zwei Stunden Lesespaß beschert.

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Re: Spoiler 3015: Raptus Terrae von Leo Lukas

Beitrag von Dunkle Geburt » 30. Mai 2019, 20:28

Mmmmm. Dem Spoiler nach klingt das Verschwinden der Erde eher nach einer Art "Naturereignis" oder Nebeneffekt der ganzen Brennerei/Löscherei oder irgendwelcher Siegel und deren Inkompatibilitäten mit wasauchimmer. Weniger nach einer bewussten Entführung. Aus welchem Grund wurde dafür der Begriff des Raptus gewählt, der ja eher für eine Entführung oder Raub steht? Danke für den Spoiler, klingt als ob das der erste brauchbare Roman des Zyklus sein könnte.

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Re: Spoiler 3015: Raptus Terrae von Leo Lukas

Beitrag von astroGK » 30. Mai 2019, 20:33

Dunkle Geburt hat geschrieben:Mmmmm. Dem Spoiler nach klingt das Verschwinden der Erde eher nach einer Art "Naturereignis" oder Nebeneffekt der ganzen Brennerei/Löscherei oder irgendwelcher Siegel und deren Inkompatibilitäten mit wasauchimmer. Weniger nach einer bewussten Entführung. Aus welchem Grund wurde dafür der Begriff des Raptus gewählt, der ja eher für eine Entführung oder Raub steht? Danke für den Spoiler, klingt als ob das der erste brauchbare Roman des Zyklus sein könnte.
Wenn man nur den Spoiler liest, dann kann das schon so sein. Nur das ist der Grund warum man nicht nur den Spoiler lesen sollte und dann irgendwelche Aussagen treffen.

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Re: Spoiler 3015: Raptus Terrae von Leo Lukas

Beitrag von Dunkle Geburt » 30. Mai 2019, 20:38

Deshalb schrieb ich ja "dem Spoiler nach". Lesen (kaufen) kann ich den sowieso erst morgen oder übermorgen.

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Re: Spoiler 3015: Raptus Terrae von Leo Lukas

Beitrag von Skaarganis » 30. Mai 2019, 20:43

Moin moin,
astroGK hat geschrieben:
Dunkle Geburt hat geschrieben:Mmmmm. Dem Spoiler nach klingt das Verschwinden der Erde eher nach einer Art "Naturereignis" oder Nebeneffekt der ganzen Brennerei/Löscherei oder irgendwelcher Siegel und deren Inkompatibilitäten mit wasauchimmer. Weniger nach einer bewussten Entführung. Aus welchem Grund wurde dafür der Begriff des Raptus gewählt, der ja eher für eine Entführung oder Raub steht? Danke für den Spoiler, klingt als ob das der erste brauchbare Roman des Zyklus sein könnte.
Wenn man nur den Spoiler liest, dann kann das schon so sein. Nur das ist der Grund warum man nicht nur den Spoiler lesen sollte und dann irgendwelche Aussagen treffen.
das Problem ist, dass ich erst das Heft und danach erst den Spoiler gelesen habe und trotzdem den Eindruck hatte, dass das ein natürliches Ereignis gewesen ist. Nur weil da ein paar Thesaniten rumgespukt haben, bedeutet das nicht automatisch, dass die damit irgendwas zu tun haben. Was eine Beteiligung allerdings nicht automatisch ausschließt. Ich denke da gerade an die Ennox, die auch erst aufgetaucht sind, als die toten Zonen auftraten, an denen die Ennox ja letztlich auch nur indirekt "Schuld" waren.

Es stellt sich aber in der Tat die Frage, warum der gesamte Vorgang als Raub definiert wurde, denn dazu müsste man einen entsprechenden Räuber bemerkt haben.

Grüße von Skaarganis

Edit: schlimme Orthographie ;)

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Re: Spoiler 3015: Raptus Terrae von Leo Lukas

Beitrag von Rebecca » 30. Mai 2019, 21:18

Troll Incorporation hat geschrieben:Entschuldigung, das muss jetzt mal raus:
Spoiler:
Als ich mit dem Roman angefangen habe, war ich frohgestimmt … erstens, weil ich die Schreibe von Leo mag und zweitens, in der guten Hoffnung, endlich mal etwas zu erfahren.

Nach den ersten Seiten wollte ich schreiben: „Ein schöner Roman, der in meinen Augen 2 Monate zu spät kommt. Diesen Roman als Band sieben acht, neun hätte ich okay gefunden.“
Ein paar Kapitel weiter war ich nur noch verärgert. <_<
Der Roman ist ein Negativbeispiel für „Show, don’t tell!“ … und ich bin mir sicher, das liegt nicht an Leo.
So viele Elemente, die in dem Roman so nebenbei als Geschichte nacherzählt („tell“) werden, hätten einen eigenen Roman verdient.
Dieses Info-Dumping hätte allein für 4-5 Romane gereicht ... aber, anstatt sie von Bully "nacherzählen" zu lassen, sie durch Protagonisten „erleben“ lassen.

Hey, der Zyklus ist jetzt fast 4 Monate alt.
Und jetzt erfahren wir in einer wahren Daten-Sintflut die Basics, die man eigentlich in den ersten Tagen, Wochen hätte eruieren können z.B. durch einzelne Kommandounternehmen.
Das hätte z.B. so aussehen können:
  • 3000 Die RAS kommt in der Cairanische Epoche an. Zemina Path warnt: „Geht vorsichtig vor!“
  • 3001 – 3006 Nach der Warnung von Zemina schickt die RAS Beiboote aus, die Informationen beschaffen sollen: bei den Posbis, den Jülziish, … Es kommt zu den beschriebene Begegnungen mit den Ladhonen, der Gewitterstadt, der Ausweglosen Straße usw.
  • 3007 Kontaktaufnahme zu Bull. Am Ende: „Bull beginnt zu erzählen …“
  • 3008 Blende: Das Beiboot, das sich bei Terra umsehen soll bzw. auf die Lauer legen soll wird, aufgebracht & vernichtet. Erste Info werden im letzten Moment übertragen.
Es folgt eine Serie von Romanen, die in der Zeit zurück gehen und uns die Ereignisse aus der Sicht „der kleinen Leute“ erleben lassen:
  • 3009 Rückblick „damals“: Das Hyperlicht wird schwächer. Die defekte Dreyer-Sonde wird gefunden.
  • 3010 Erscheinen der Singularitätsstreifen. Die Hyperallokationswürfel tauchen auf.
  • 3011 Raum- bzw- Transmittertransport werden immer schwieriger
  • 3012 Die Prozession der Andertiere. Am Ende: „der Schrei“
  • 3013 Die Lage im Solsystem spitzt sich dramatisch zu. Hyper-Korrosion.
    Am Ende: Terra u. Luna verschwinden.
  • 3014 Ein neuer Planet. Chaos! Ein Jahr später: Entdeckung des Terra-Odium
  • 3015 Posisintflut
Wenn man daraus eigene Romane gemacht hätte, hätte sich Bully nämlich auch sparen können, ständig zu sagen: „Das erzähl ich dir ein andermal“. (= „Möhre vor Nase“)
Und auch hier wieder diese „Verschleppungstaktik“ nach dem Motto „Das kann/darf ich Dir nicht sagen. Das kommt in einem späteren Roman“.
Beispiele gefällig?
Allein aus diesem Roman:
  • Wie viele Tage ist Rhoden jetzt mit Bully zusammen? Und immer noch wird das Schicksal von seiner Frau und seiner Tochter diskret umschifft.
    Zitat: „Rhodan bemerkt Wehmut in seiner Stimme“ … und er fragt nicht, was mit den beiden ist?.
  • Zitat: „Dann das Attentat auf Hepinger Sharoun: Die Einzelheiten möchte ich momentan aussparen. Später werde ich dir mehr darüber erzählen.“
  • Zitat: „Über die Rolle der Barniter sollten wir auch noch …“ - “Ein andermal.“
  • Zitat: „Du schuldest mir noch eine Erklärung dafür, wie Terra binnen weniger Jahrhunderte in Vergessenheit geraten ist.“ – „Hat das nicht Zeit bis morgen?“
Fazit:
Die letzten bald vier Monate kam ich mir vor wie ein Esel, dem eine Möhre vor die Nase gehalten wird … und dem jetzt die Möhren mit dem Kübel in den Hals geschüttet werden.
… ich bin raus
Ich kann das gut nachvollziehen. Ich bin zwar tatsächlich dagegen, dass man die Informationen über so viele Romane gezogen hätte, wie hier beschrieben. Insbesondere den Rückblick hier über 5 oder 6 Romane zu ziehen wäre mir zuviel gewesen, aber ich war auch überrascht, dass nachdem es vorher mal hieß, dass man sich mehr auf "Show, don't tell" konzentrieren will, jetzt hier sehr viel "tell" war. Etwas, finde ich gar nicht so schlecht. Die Maxime macht ihren Sinn, in ihrer Absolutität kann sie aber auch nervig sein.

Tatsächlich hätte man viele der Informationen vorher halt schon mal über Hinweise, mehr "show" einflechten können, und dann hier geschickt zusammenfügen können.

Wenn man hier etwas kritisieren kann IMHO, ist es, dass gerade im Gespräch zwischen Bully und Perry zuwenig "show" ist. Das Gespräch ist, wichtig, und wird von dem Informationsgehalt über die anderen Dinge, vollkommen verdrängt. Die persönliche Beziehung geht stark unter (was besonders ärgerlich ist, weil das in den beiden Vorromanen schon zu kurz kam).

Es macht den Eindruck, als würden viele Autoren mit den Kernfiguren der Serie wenig klar kommen und die Serie lieber um diese Figuren herum, mit eigenen neuen Figuren erzählen. Mich interessiert aber eben gerade auch die persönliche Geschichte der Unsterblichen und ihrer Reiche. Hier habe ich mehr über die Entwicklung des "Reiches" erfahren und ich hatte auch ein paar persönliche Episoden von Bully mit seiner Familie. Aber das war es auch schon. Es wirkte wieder so, als würde der eine Unsterbliche hier ganz alleine das gesamte Schicksal erdulden - als hätte es Icho und Homer, die nur am Rande in der Vergangenheitserzählung erwähnt waurden, kaum Kontakt.

Hier wären Rückblenderomane, eben aus der Sicht der Unsterblichen und mit ihnen als Hauptcharakteren (plus weitere Charaktere wie eben die Admirälin, die mir gut gefallen hat), wahrscheinlich schöner gewesen. Und dann bei dem Gespräch Perry und Bully ein wenig persönlicher werden. Den beiden Figuren auch Raum geben, diesen mit ihrem Charakter erfüllen zu können.

Die Kunst dieser Serie muss es doch sein, die Unsterblichen beständig und wieder und wieder weiterzuentwickeln, ohne sie auszuerzählen, ohne sie im Kern zu brechen.
“Most people do not listen with the intent to understand; they listen with the intent to reply.” —Stephen R. Covey.

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Re: Spoiler 3015: Raptus Terrae von Leo Lukas

Beitrag von astroGK » 30. Mai 2019, 21:27

Skaarganis hat geschrieben:
Es stellt sich aber in der Tat die Frage, warum der gesamte Vorgang als Raub definiert wurde, denn dazu müsste man einen entsprechenden Räuber bemerkt haben.

Grüße von Skaarganis

Edit: schlimme Orthographie ;)
Es wird nur gesagt, dass der Begriff des "Raptus" irgendwie aufgekommen wäre und dann übernommen wurde. Aber niemand weis, wie dieser entstand.

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Re: Spoiler 3015: Raptus Terrae von Leo Lukas

Beitrag von Soulprayer » 30. Mai 2019, 21:39

Rebecca hat geschrieben:Die Kunst dieser Serie muss es doch sein, die Unsterblichen beständig und wieder und wieder weiterzuentwickeln, ohne sie auszuerzählen, ohne sie im Kern zu brechen.
Ich hab leicht den Eindruck, dass die ZAC-Träger einfach schwierig zu behandeln sind, weil sie "schicksallos" sind.
Ich meine damit, so viele Leute haben im Genesis-Zyklus ihr Schicksal gefunden, aber den Unsterblichen wird das selten gegönnt sein.
Skaarganis hat geschrieben:und trotzdem den Eindruck hatte, dass das ein natürliches Ereignis gewesen ist. Nur weil da ein paar Thesaniten rumgespukt haben, bedeutet das nicht automatisch, dass die damit irgendwas zu tun haben. Was eine Beteiligung allerdings nicht automatisch ausschließt. (..)
Es stellt sich aber in der Tat die Frage, warum der gesamte Vorgang als Raub definiert wurde, denn dazu müsste man einen entsprechenden Räuber bemerkt haben.
Hm, ich versteh deinen Standpunkt, aber wenn du nach Haus kommst und nur noch einen LKW siehst, der gerad mit deinen Sachen abfährt, weißt du trotzdem nicht, wer der Räuber ist - um das mal in eine Analogie zu packen.
Dunkle Geburt hat geschrieben:Eben. Wenn man ein paar Pai'uhn K'asaltic rumschleichen gesehen hätter wärs was anderes. Gucky hat ja ein Alibi.
Hm, frag mich gerade, ob Lokoshan noch lebt. :unschuldig:
Zuletzt geändert von Soulprayer am 30. Mai 2019, 21:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Spoiler 3015: Raptus Terrae von Leo Lukas

Beitrag von Dunkle Geburt » 30. Mai 2019, 21:39

Skaarganis hat geschrieben:Nur weil da ein paar Thesaniten rumgespukt haben, bedeutet das nicht automatisch, dass die damit irgendwas zu tun haben.
Eben. Wenn man ein paar Pai'uhn K'asaltic rumschleichen gesehen hätter wärs was anderes. Gucky hat ja ein Alibi.

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Re: Spoiler 3015: Raptus Terrae von Leo Lukas

Beitrag von christianf » 31. Mai 2019, 02:15

Danke für den schönen Spoiler und der Roman hat mir auch gefallen :D

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Re: Spoiler 3015: Raptus Terrae von Leo Lukas

Beitrag von AARN MUNRO » 31. Mai 2019, 08:50

Erst einmal: danke für den tollen Spoiler.War sicher ein Haufen Arbeit ... :st:
Bin noch am Lesen, da der Roman bei uns erst heute kam. Schon die ersten Seiten aber enttäuschen ziemlich ... reine Lexikonbeschreibung ..bin aber erst Seite 12 ... muss sehen, was noch kommt, und wie es erzählt wird.Immerhin ist Tolotos wieder da (nicht "Icho", wie so oft in der fernen Vergangenheit fehlerhaft von mangelhaften Autoren geschrieben wurde ...in der Gegenwart macht das ja keiner, nicht wahr? Alle halten den Kanon ein ...).Wenn ich den Roman fertig habe, werde ich sehen, ob ich mit der Kritik von Dieter konform gehe ...
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Re: Spoiler 3015: Raptus Terrae von Leo Lukas

Beitrag von AARN MUNRO » 31. Mai 2019, 09:11

Wer hat Ahnung von Baseball? Ist es nicht der Werfer, der läuft?Um einen Homerun zu erzielen? Bei Leo klingt das so, als wäre es der Schläger?
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Re: Spoiler 3015: Raptus Terrae von Leo Lukas

Beitrag von LaLe » 31. Mai 2019, 09:23

Der Schläger läuft. Sollte er auch, wenn ihn die Polizei nicht erwischen soll.

Ne ernsthaft. es läuft der Schläger.
Die Katze grinste.
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"Woher weißt du, dass ich verrückt bin?"
"Sonst wärst du nicht hier", antwortete die Katze.

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Re: Spoiler 3015: Raptus Terrae von Leo Lukas

Beitrag von AARN MUNRO » 31. Mai 2019, 09:38

LaLe hat geschrieben:Der Schläger läuft. Sollte er auch, wenn ihn die Polizei nicht erwischen soll.

Ne ernsthaft. es läuft der Schläger.

Gut, dann hätte Leo recht.

Aber jetzt was Anderes: Ich halte es für unwahrscheinlich, dass sich Admiralin Patoman einen Gefreiten- Frischling als Adjutant aussucht.Seltsame Befehlsketten in diesen Stäben ...
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Re: Spoiler 3015: Raptus Terrae von Leo Lukas

Beitrag von Skaarganis » 31. Mai 2019, 10:16

Moin moin,
AARN MUNRO hat geschrieben:Aber jetzt was Anderes: Ich halte es für unwahrscheinlich, dass sich Admiralin Patoman einen Gefreiten- Frischling als Adjutant aussucht.Seltsame Befehlsketten in diesen Stäben ...
hmm, so unüblich ist das gar nicht. So ein Adjutant ist ja letztlich nichts anderes als ein besserer Laufbursche, und da kann das ruhig ein Mannschaftsdienstgrad sein. Mein damaliger Regimentskommandeur - seiner Zeit Oberst auf dem Sprung zum General - hatte in seinem Stab auch zwei Mannschaften, einer davon Fahrer.

Grüße von Skaarganis

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Re: Spoiler 3015: Raptus Terrae von Leo Lukas

Beitrag von AARN MUNRO » 31. Mai 2019, 10:38

Skaarganis hat geschrieben:Moin moin,
AARN MUNRO hat geschrieben:Aber jetzt was Anderes: Ich halte es für unwahrscheinlich, dass sich Admiralin Patoman einen Gefreiten- Frischling als Adjutant aussucht.Seltsame Befehlsketten in diesen Stäben ...
hmm, so unüblich ist das gar nicht. So ein Adjutant ist ja letztlich nichts anderes als ein besserer Laufbursche, und da kann das ruhig ein Mannschaftsdienstgrad sein. Mein damaliger Regimentskommandeur - seiner Zeit Oberst auf dem Sprung zum General - hatte in seinem Stab auch zwei Mannschaften, einer davon Fahrer.

Grüße von Skaarganis

Bei einem Fahrer ist das ja okay, aber bei einem Adjutanten, der eventuell Admiralsbefehle weitergeben muss ... und nicht nur Kaffee aus der Messe holen ...na ja ...
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