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Re: Silberband 119

Beitragvon Sholoubwa » 25. Januar 2013, 20:20

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Sholoubwa
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Ich hab mich jetzt 2/3 durch die 119 durchgehört. Bin gerade bei den Betschiden. Ich habe eine Frage an diejenigen, die die Hefte kennen.

Es geht um Aerts. Das Konzept "der letzte Verbrecher" ist ja aus heutiger Sicht etwas problematisch - irgendwo zwischen naiv und bedenklich ("Psychobehandlungen").

Ich fand, im SiBa wurde das jetzt nicht sooo unangenehm oder explizit beschrieben, wie ich zunnächst befürchtete. Für mich klang das eher so wie "einer der letzten Verbrecher", "Aerts bezeichnete sich selber gern als Der Letzte Verbrecher".


Meine Frage: Wurde das damals schon so beschrieben, oder hat Hubert hier korrigierend/mildernd eingegriffen?
Zuletzt geändert von Sholoubwa am 25. Januar 2013, 20:26, insgesamt 2-mal geändert.

Re: Silberband 119

Beitragvon Sholoubwa » 25. Januar 2013, 20:22

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Sholoubwa
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Nochwas: ein Kompliment an Hubert.
Ich habe vor Jahren mal die ersten 5 Hefte des Zyklus gelesen und war völlig genervt, dass nach dem kosmischen Beginn (1000), die Handlung für etliche Bände zu diesem Dschungelplaneten blendete.

Die Reihenfolge der Hefte so massiv zu ändern, hat mein Lese/Hörvergnügen diesesmal beträchtlich erhöht.
Gut gemacht, Hubert! :st:

Re: Silberband 119

Beitragvon ianmcduck » 25. Januar 2013, 23:27

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ianmcduck
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Sholoubwa hat geschrieben:Ich hab mich jetzt 2/3 durch die 119 durchgehört. Bin gerade bei den Betschiden. Ich habe eine Frage an diejenigen, die die Hefte kennen.

Es geht um Aerts. Das Konzept "der letzte Verbrecher" ist ja aus heutiger Sicht etwas problematisch - irgendwo zwischen naiv und bedenklich ("Psychobehandlungen").

Ich fand, im SiBa wurde das jetzt nicht sooo unangenehm oder explizit beschrieben, wie ich zunnächst befürchtete. Für mich klang das eher so wie "einer der letzten Verbrecher", "Aerts bezeichnete sich selber gern als Der Letzte Verbrecher".


Meine Frage: Wurde das damals schon so beschrieben, oder hat Hubert hier korrigierend/mildernd eingegriffen?


Wenn ich mich recht erinnere, wurde schon in den Originalromanen Aerts als der letzte Verbrecher und die Erde ansonsten als das Paradies ohne jegliches Verbrechen beschrieben. Und Aerts war eben am Ende nur deswegen ein Verbrecher, weil er eigentlich ein Agent SETTH-APOPHIS sein sollte, dies aber schief ging. Mögliche Verbrecher wurden durch psychosoziale Behandlung (was auch immer das sein sollte) in die Gesellschaft integriert. Im Nachhinein äußerst bedenklich (und natürlich auch peinlich), auch wenn die Autoren das zu dem Zeitpunkt natürlich anders sahen. In den Originalen kam das aber noch stärker rüber als im Silberband.
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Re: Silberband 119

Beitragvon Sholoubwa » 27. Januar 2013, 09:08

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Danke für die schnelle Antwort. Ich hatte schon den Verdacht, dass Hubert da ein bisschen korrigieren würde.

Re: Silberband 119

Beitragvon Thoromir » 28. Januar 2013, 10:12

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Thoromir
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Sholoubwa hat geschrieben:Danke für die schnelle Antwort. Ich hatte schon den Verdacht, dass Hubert da ein bisschen korrigieren würde.

Hat er ja auch. Du sagst ja selbst, Aerts bezeichnet sich selbst als "letzter Verbrecher". Im Original WAR er der letzte Verbrecher.
Das ist also schon ein bißchen relativiert worden, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.

Re: Silberband 119

Beitragvon Langschläfer » 28. Januar 2013, 10:37

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Sholoubwa hat geschrieben:Ich hab mich jetzt 2/3 durch die 119 durchgehört. Bin gerade bei den Betschiden. Ich habe eine Frage an diejenigen, die die Hefte kennen.

Es geht um Aerts. Das Konzept "der letzte Verbrecher" ist ja aus heutiger Sicht etwas problematisch - irgendwo zwischen naiv und bedenklich ("Psychobehandlungen").

Ich fand, im SiBa wurde das jetzt nicht sooo unangenehm oder explizit beschrieben, wie ich zunnächst befürchtete. Für mich klang das eher so wie "einer der letzten Verbrecher", "Aerts bezeichnete sich selber gern als Der Letzte Verbrecher".


Meine Frage: Wurde das damals schon so beschrieben, oder hat Hubert hier korrigierend/mildernd eingegriffen?

Ich nehme es an, dass er da ein bisschen eingegriffen hat - hier ein paar Zitate aus dem eBook 1007 (entspricht iirc der EA):

»Ich bin Robert W. G. Aerts«, erwiderte der Besucher. »Ich raube, betrüge und schrecke auch vor Gewalttaten nicht zurück. Du kannst mich Dillinger nennen.«
Etwas an dieser sanften Stimme irritierte Smago, aber er fand noch immer keine Erklärung für das, was sich da vor seinen Augen abspielte.
»Wir wissen beide, dass es keine Verbrechen mehr gibt«, sagte er zu Aerts. »Was soll also dieser Unfug?«
Der seltsame Mann seufzte und trat näher an die kreisförmige Theke heran.
»Du willst offenbar nicht kapieren. Das passiert mir häufig, aber es ändert nichts an der Tatsache, dass ich ein Gangster bin.«
Smago lächelte verzerrt.
»Negative psychische Veranlagungen werden bereits im Kindesalter erkannt und korrigiert
Aerts schüttelte den Kopf, als bedauerte er die ganze Entwicklung. Mit einer plötzlichen Körperdrehung beugte er sich über die Theke und hieb Smago mit dem Kolben der Waffe gegen die Schläfe. Smago ächzte und sank innerhalb seines Ringes zusammen. Aerts überzeugte sich, dass der Kaufmann bewusstlos war, und zog dann einen Beutel aus der Tasche. Er faltete ihn sorgfältig auseinander und begann, ihn mit Gegenständen aus den Regalen zu füllen. Dabei traf er eine Auswahl, die ihn als Sachverständigen auswies.
Als Smago eine halbe Stunde später aus der Bewusstlosigkeit erwachte, war der Mann mit den kostbarsten Schätzen aus dem Angebot des Kaufmanns verschwunden.
»Donnerwetter!«, entfuhr es Smago, und er rieb sich die schmerzende Beule am Kopf. »Tatsächlich ein richtiger Verbrecher. Dass es das noch gibt!«
Er begann zu überlegen, welche öffentliche Behörde für diesen Fall zuständig sein mochte, denn dieser Aerts brauchte zweifellos Hilfe.

Vielleicht die Polizei?
»Ich weiß überhaupt nicht, was wir tun sollen«, sagte Roga verzweifelt. »Vermutlich dürfen wir ihn nicht einmal festhalten.«
»Du meinst den Dieb?«
»Ja«, bestätigte Roga unglücklich.
»Wie habt ihr ihn gefasst?«
»Er hat hier eingebrochen«, erklärte der Beamte. »Dabei haben ihn drei unserer Mitarbeiter erwischt und überwältigt. Er sitzt drüben auf der anderen Seite des Ganges in einem Untersuchungsraum und beschimpft jeden von uns, der ihm Fragen stellen will. Natürlich ist er psychisch krank, und ihm muss geholfen werden
»Woher weißt du, dass er identisch mit dem Dieb ist, der Carfesch bestohlen hat?«, wollte der Transmittergeschädigte wissen.
»Ganz einfach, er brüstet sich mit allen seinen Taten. Er bezeichnet sich als den letzten lebenden Gangster und möchte, dass wir ihn Dillinger nennen – was immer das bedeuten mag.«

Nein - die Gesundheitsbehörde!
Aerts fuhr fort, Alaska zu mustern.
»Willst du vielleicht deine Maske abnehmen?«, erkundigte er sich misstrauisch. »Es könnte ja sein, dass alles, was über eine humane Behandlung von psychisch Gestörten erzählt wird, nur Lug und Trug ist.«
Alaska zog einen Stuhl herbei und setzte sich Aerts gegenüber. Roga und Carfesch blieben im Hintergrund und schwiegen.
»Es geht mir nicht darum, was du alles getan hast«, erklärte Alaska. »Ich will nur sicher sein, dass dein Besuch bei dem Sorgoren rein zufällig war und keinen tieferen Sinn hatte.«
»Ich wusste nicht, dass Wohneinheit drei-acht-fünf in der vierten Zeile des achtundzwanzigsten Bezirks von einem Außerirdischen bewohnt wird«, betonte Aerts mit Nachdruck. »Mein Einbruch dort hat also keine kosmopolitischen Hintergründe, wenn du das meinst.«
Alaska war sicher, dass dieser Mann die Wahrheit sagte. Aerts' Besuch bei Carfesch war ein zufälliger Treffer gewesen. Der Dieb gehörte zu keiner kosmischen Machtgruppe.
Alaska erhob sich und schob den Stuhl zurück.
»Was geschieht jetzt?«, fragte Aerts.
»Nichts«, antwortete Saedelaere freundlich. »Jedenfalls nicht von meiner Seite aus. Die Gesundheitsbehörde wird sich weiter um dich kümmern. Vermutlich wird man einen Psychotherapeuten auf dich loslassen
Aerts lächelte böse.
»Ich bin weder frustriert, noch hatte ich eine schlimme Kindheit«, eröffnete er dem Maskenträger. »Ich bin ganz einfach böse, ein richtiger Krimineller.«
»Er ist stolz darauf!«, rief Roga entsetzt dazwischen.
»Der Wunsch, anders zu sein als alle anderen, treibt ihn an«, vermutete Alaska. Er klopfte mit dem gekrümmten Zeigefinger gegen seine Maske. »Ich verstehe ihn – deshalb.«
Roga fragte unglücklich: »Was sollen wir jetzt tun?«
»Ich würde ihn mit einem Psychologen zusammenbringen«, riet Alaska dem Beamten.
Roga fluchte leise vor sich hin, als er Alaska und Carfesch in den Gang hinausbegleitete und die Tür wieder verschloss.
»Ich finde es nicht schön, dass du mich mit diesem Problem allein lässt«, warf er dem Transmittergeschädigten vor. »Du solltest dich dieser Sache annehmen oder jemand bestimmen, der dazu in der Lage ist

Die Gesundheitsbehörde ist nicht in der Lage, einen Psychater auszuwählen?
Für Carsa war dieses Interesse an Aerts nicht neu. Sie wusste, dass man ihn schon ein paar Mal festgenommen hatte. Bisher war es ihm jedoch immer wieder gelungen, sich dem Zugriff der Behörden zu entziehen. Vor allem hatte er sich allen psychischen Manipulationen erfolgreich widersetzt.


Ganz Terra - psychisch überwacht und weichgespült und gebügelt, und wer abweicht, wird "behandelt", bis er Schaf unter Schafen ist?


Der Roman hat mich damals schon sowas von angekotzt...
Neun von zehn Stimmen in meinem Kopf sagen mir ständig das ich nicht verrückt bin. Die zehnte pfeift die Melodie von Tetris.

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Polls sind doof. ;)

Re: Silberband 119

Beitragvon DelorianRhodan » 28. Januar 2013, 20:28

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Mit 1007 hat WIVO etwas daneben gelegen. Aber die Betschiden-Ebene überzeugt doch, oder? :gruebel:

Re: Silberband 119

Beitragvon Sholoubwa » 28. Januar 2013, 21:00

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DelorianRhodan hat geschrieben:Mit 1007 hat WIVO etwas daneben gelegen. Aber die Betschiden-Ebene überzeugt doch, oder? :gruebel:

Geht die Frage an mich? Wie ich schon schrieb: Ich wollte mal vor Jahren bei Band 1000 einsteigen und hatte mir den Zyklus gebraucht zugelegt. Ich bin wohl bis 1005 gekommen. Soviel zur Betschiden-Ebene...
:D
Ich finde sie aber im SiBa - gestrafft und an anderer Position - nicht so übel.

Re: Silberband 119

Beitragvon TC2012 » 1. Februar 2013, 22:49

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DelorianRhodan hat geschrieben:Mit 1007 hat WIVO etwas daneben gelegen. Aber die Betschiden-Ebene überzeugt doch, oder? :gruebel:


Die Betschiden machen Spaß. Man fiebert mit den Figuren mit.

Re: Silberband 119

Beitragvon Werner Fleischer » 2. Februar 2013, 00:08

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DelorianRhodan hat geschrieben:Mit 1007 hat WIVO etwas daneben gelegen. Aber die Betschiden-Ebene überzeugt doch, oder? :gruebel:



Könntest du das ein wenig erläutern für diejenigen die den Roman vielleicht anders in Erinnerung haben wie du es jetzt meisnt?
Spinal Tap und die Rutles sind die "Krone der musikalischen Entwicklung"

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Re: Silberband 119

Beitragvon Langschläfer » 2. Februar 2013, 07:53

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DelorianRhodan hat geschrieben:Mit 1007 hat WIVO etwas daneben gelegen. Aber die Betschiden-Ebene überzeugt doch, oder? :gruebel:

Die haben mich bis kurz vor Schluss ebenfalls eherst genervt...
Neun von zehn Stimmen in meinem Kopf sagen mir ständig das ich nicht verrückt bin. Die zehnte pfeift die Melodie von Tetris.

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Re: Silberband 119

Beitragvon ianmcduck » 2. Februar 2013, 09:25

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Langschläfer hat geschrieben:
DelorianRhodan hat geschrieben:Mit 1007 hat WIVO etwas daneben gelegen. Aber die Betschiden-Ebene überzeugt doch, oder? :gruebel:

Die haben mich bis kurz vor Schluss ebenfalls eherst genervt...


Also in den Original-Bänden war ich von denen auch nur irritiert. Im Silberband ist das ganze ein wenig besser geregelt. Vielleicht, weil es gekürzt wurde. ;)
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Re: Silberband 119

Beitragvon Slartibartfast » 2. Februar 2013, 17:40

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Langschläfer hat geschrieben:
DelorianRhodan hat geschrieben:Mit 1007 hat WIVO etwas daneben gelegen. Aber die Betschiden-Ebene überzeugt doch, oder? :gruebel:

Die haben mich bis kurz vor Schluss ebenfalls eherst genervt...

Wat? Hey, nichts gegen Scoutie! :o( :D

Re: Silberband 119

Beitragvon DelorianRhodan » 3. Februar 2013, 15:29

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Werner Fleischer hat geschrieben:
DelorianRhodan hat geschrieben:Mit 1007 hat WIVO etwas daneben gelegen. Aber die Betschiden-Ebene überzeugt doch, oder? :gruebel:



Könntest du das ein wenig erläutern für diejenigen die den Roman vielleicht anders in Erinnerung haben wie du es jetzt meisnt?



Die Bände 1000 und 1007 von WIVO haben mich in Silberband 119 nicht mehr überzeugt, im Gegensatz zum Zeitpunkt des Erscheinens 1980.
Die jahrmillionenlange Suche nach den potentiellen Zellaktivatorträgern durch Beauftragte der Kosmokraten, die Geschichte um Laires Auge, mit dem Perry Rhodan jeden Ort in der Kosmischen Hanse per distanzllosem Schritt erreichen kann, die Story um den "letzten Kriminellen" wirken auf mich etwas deplatziert, auch wenn Hubert Haensel beide Romane stark gekürzt hat. Der "letzte Kriminelle" bzw. wie das Verbrechen ausgerottet worden sein soll, war nach meiner (heutigen) Meinung eine der wenigen schwachen Ideen von WIVO und Band 1007 einer seinen schlechteren Romane.

Die weiteren in SIBA 119 enthaltenen Bände der Milchstraßenebene, die Geschehnisse auf Mardi Gras, fand ich ich schon damals nicht so gelungen. Aber da erwartet uns ja noch der "Held von Arxisto"...... :X

Die Betschiden Ebene war jedenfalls für mich der gelungenere Teil dieses Silberbands.

Re: Silberband 119

Beitragvon ianmcduck » 3. Februar 2013, 16:09

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DelorianRhodan hat geschrieben:
Werner Fleischer hat geschrieben:
DelorianRhodan hat geschrieben:Mit 1007 hat WIVO etwas daneben gelegen. Aber die Betschiden-Ebene überzeugt doch, oder? :gruebel:



Könntest du das ein wenig erläutern für diejenigen die den Roman vielleicht anders in Erinnerung haben wie du es jetzt meisnt?



Die Bände 1000 und 1007 von WIVO haben mich in Silberband 119 nicht mehr überzeugt, im Gegensatz zum Zeitpunkt des Erscheinens 1980.
Die jahrmillionenlange Suche nach den potentiellen Zellaktivatorträgern durch Beauftragte der Kosmokraten, die Geschichte um Laires Auge, mit dem Perry Rhodan jeden Ort in der Kosmischen Hanse per distanzllosem Schritt erreichen kann, die Story um den "letzten Kriminellen" wirken auf mich etwas deplatziert, auch wenn Hubert Haensel beide Romane stark gekürzt hat. Der "letzte Kriminelle" bzw. wie das Verbrechen ausgerottet worden sein soll, war nach meiner (heutigen) Meinung eine der wenigen schwachen Ideen von WIVO und Band 1007 einer seinen schlechteren Romane.

Die weiteren in SIBA 119 enthaltenen Bände der Milchstraßenebene, die Geschehnisse auf Mardi Gras, fand ich ich schon damals nicht so gelungen. Aber da erwartet uns ja noch der "Held von Arxisto"...... :X

Die Betschiden Ebene war jedenfalls für mich der gelungenere Teil dieses Silberbands.


Ja, die Terraner der 1000er-Bände sollten wohl als besonders aufgeklärt und fortschrittlich erscheinen, und das einzige, was dabei rauskam war, dass sie wie absolute Weicheier rüberkamen, denen man nicht einmal zutrauen würde, einen kleineren Konflikt für sich zu entscheiden.
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Re: Silberband 119

Beitragvon Sholoubwa » 3. Februar 2013, 19:56

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Eine Sache wird mir nicht ganz klar: Da suchen die KK, ES und Carfesch äonenlang nach dem zweiten Träger. Dann wird er gefunden und alle (also ES und Carfesch) sind vollkommen platt, dass es sich um ein Kind handelt.

Na und? Dann soll ES halt einmal um den Block gehen und *schwupps* sind 20 Jahre rum und Perry ein erwachsener Mann.
Wozu also die Verwunderung, das "Sehnsucht nach den Sternen" wecken?

Und nochwas dazu: Weil die Menschen ach so barbarisch sind, kriegt der gute Perry seinen ZA dann doch nicht (hat ES überhaupt die Befugnis dazu? Ist doch nicht sein ZA.), sondern muss erst das Rätsel lösen und sich danach einige Zeit als würdig erweisen.
Atlan wird aber mitten in einem galaktischen Krieg der ZA plus Massenvernichtungswaffe in die Hände gedrückt...?

:nixweis:

Was sagt Ihr? Lässt sich das irgendwie serienintern "hinbiegen" oder handelt es sich hier schlicht und ergreifend um nicht ganz geglücktes retcon (aka "nachgeschobener Hintergrund")?

Re: Silberband 119

Beitragvon ianmcduck » 3. Februar 2013, 20:00

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Sholoubwa hat geschrieben:Eine Sache wird mir nicht ganz klar: Da suchen die KK, ES und Carfesch äonenlang nach dem zweiten Träger. Dann wird er gefunden und alle (also ES und Carfesch) sind vollkommen platt, dass es sich um ein Kind handelt.

Na und? Dann soll ES halt einmal um den Block gehen und *schwupps* sind 20 Jahre rum und Perry ein erwachsener Mann.
Wozu also die Verwunderung, das "Sehnsucht nach den Sternen" wecken?

Und nochwas dazu: Weil die Menschen ach so barbarisch sind, kriegt der gute Perry seinen ZA dann doch nicht (hat ES überhaupt die Befugnis dazu? Ist doch nicht sein ZA.), sondern muss erst das Rätsel lösen und sich danach ein paar Jahrhunderte als würdig erweisen.
Atlan wird aber mitten in einem galaktischen Krieg der ZA plus Massenvernichtungswaffe in die Hände gedrückt...?

:nixweis:

Was sagt Ihr? Lässt sich das irgendwie serienintern "hinbiegen" oder handelt es sich hier schlicht und ergreifend um nicht ganz geglücktes retcon (aka "nachgeschobener Hintergrund")?


Bitte kein neues nachträgliches Hinbiegen. Davon gibt's inzwischen schon viel zu viel (siehe auch den Thread um das 6D-Juwel). Wenn man ein verbogenes Metallstück wieder zurückbiegen will, bekommt man oft auch nur ein zweifach gebogenes Metallstück raus und kein gerades. ;)
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Re: Silberband 119

Beitragvon Sholoubwa » 3. Februar 2013, 20:05

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Ich möchte auch gar nicht, dass offiziell gebogen wird. Ich dachte mehr so an hier, unter uns. ;) (... und evtl. hab ich ja auch einen Aspekt übersehen...)

Du hast aber selbstverständlich recht: "Nach fest kommt ab".
Ich finde es schön, wenn man viel später einen Hintergrund erfährt, der alles im neuen Licht zeigt. In dieser Hinsicht wird bei PR aber tw. ein bisschen übertrieben. Da wäre weniger definitiv mehr.

Re: Silberband 119

Beitragvon Werner Fleischer » 3. Februar 2013, 20:09

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Sholoubwa hat geschrieben:Eine Sache wird mir nicht ganz klar: Da suchen die KK, ES und Carfesch äonenlang nach dem zweiten Träger. Dann wird er gefunden und alle (also ES und Carfesch) sind vollkommen platt, dass es sich um ein Kind handelt.

Na und? Dann soll ES halt einmal um den Block gehen und *schwupps* sind 20 Jahre rum und Perry ein erwachsener Mann.
Wozu also die Verwunderung, das "Sehnsucht nach den Sternen" wecken?

Und nochwas dazu: Weil die Menschen ach so barbarisch sind, kriegt der gute Perry seinen ZA dann doch nicht (hat ES überhaupt die Befugnis dazu? Ist doch nicht sein ZA.), sondern muss erst das Rätsel lösen und sich danach einige Zeit als würdig erweisen.
Atlan wird aber mitten in einem galaktischen Krieg der ZA plus Massenvernichtungswaffe in die Hände gedrückt...?

:nixweis:

Was sagt Ihr? Lässt sich das irgendwie serienintern "hinbiegen" oder handelt es sich hier schlicht und ergreifend um nicht ganz geglücktes retcon (aka "nachgeschobener Hintergrund")?


Nun schrieb Voltz diesen Roman sicherlich aus dem Blickwinkel eines Vaters. Und ein Vater, aber auch ein Pädagoge ist sich bewusst das Kinder sich frei entwickeln müssen. Und nichts anderes schreibt Voltz. ES lässt Perry Rhodan diese Möglichkeit und damit hinterlässt uns Voltz eine kleine aber wichtige Botschaft. Kinder sollen nicht frühzeitig geformt werden sondern es bleibt abzuwarten zu was sie sich entscheiden. Die Voltzse Figur ES bewies damit mehr Menschlicheit als ihr viele seiner Nachfolger zubilligten. Voltz bewies zudem das ES noch weise war, bei Feldhoff und Anton konnte der Leser oftmals den Eindruck gewinnen das ES nicht Herr seiner Sinne ist.
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Re: Silberband 119

Beitragvon ianmcduck » 3. Februar 2013, 20:09

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Sholoubwa hat geschrieben:Ich möchte auch gar nicht, dass offiziell gebogen wird. Ich dachte mehr so an hier, unter uns. ;) (... und evtl. hab ich ja auch einen Aspekt übersehen...)

Du hast aber selbstverständlich recht: "Nach fest kommt ab".
Ich finde es schön, wenn man viel später einen Hintergrund erfährt, der alles im neuen Licht zeigt. In dieser Hinsicht wird bei PR aber tw. ein bisschen übertrieben. Da wäre weniger definitiv mehr.


Naja, was die Überraschung angeht, ein Kind vorzufinden, ging man wohl vom menschlichen Standpunkt aus: Ich hab den Träger gefunden und will ihn endlich loswerden und jetzt kommt mir da diese Göre an. :lol:
Was die Prüfungen für Perry angeht, wollte ES vielleicht auf Nummer sicher gehen und in Perry die richtige Reife zu entwickeln, damit er mit dem ZA keinen Schindluder treibt. Bei Atlan hat ES vorher eben eine andere Methode verwendet, nämlich die Verbannung auf die Erde, wo er nicht so viel kaputt machen konnte wie im Großen Imperium. :P
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Re: Silberband 119

Beitragvon GruftiHH » 14. Mai 2014, 10:19

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Durch Zufall bin ich bei Amazon auf "Der Terraner / Graffiti" als E-Book gestoßen. Es ist gratis und beinhaltet die 10 kurzen Texte von WiVo und Grafiken von Marie Sann.

Sehr schön. :st:
* Am Ende des Regensbogen sehen wir uns wieder. *

Re: Silberband 119

Beitragvon Klaus N. Frick » 14. Mai 2014, 13:43

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GruftiHH hat geschrieben:Durch Zufall bin ich bei Amazon auf "Der Terraner / Graffiti" als E-Book gestoßen. Es ist gratis und beinhaltet die 10 kurzen Texte von WiVo und Grafiken von Marie Sann.

Sehr schön. :st:


Freut mich, dass es Dir gefällt. Es ging ja leider ein wenig unter ...

Re: Silberband 119

Beitragvon Ce Rhioton » 6. Januar 2019, 18:24

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Arndt Drechsler hat geschrieben:Ja ja der Perry......Es gibt eigentlich mit dieser Figur immer ein Problem. Aus meiner Sicht, wurde der eigentlich nie so ganz richtig definiert. Als ich die Serie früher selber gelesen habe, hatte ich von dieser Person eigentlich immer nur ein verschwommenes Bild vor den Augen. Komischerweise bei den anderen Figuren nicht. Besonders bei Thora...huiiii....die war ja wie echt....und weckte die Fanta....hüstel..ja..gut... :wub:
Aber für mich war aber der Perry auch der Lindbergh Perry. Das war für mich die beste Darstellung.


Letzter Satz - absolute Zustimmung! :st:
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