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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon dandelion » 1. Juli 2018, 20:22

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dandelion
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Unser Atlan macht also im Urlaub das Gleiche wie während seiner Dienstzeit als Erdenhüter und Frauenversteher. ;)

Spannend kann die Geschichte aber natürlich trotzdem sein, ich kenne sie leider nicht.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Yman » 1. Juli 2018, 21:07

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Yman
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Lumpazie hat geschrieben:Im Jahr 1986 erschien das chronologisch 30te Zeitabenteuer (der Reihe der Planetenromane als Nr.276):

Fürsten des Chaos

von Hanns Kneifel

Handlung:

Als Atlan dieses Mal erwacht, erwartet ihn eine bereits wieder voll einsatzfähige Usha Tizia. Er spürt eine Lücke in seinem Gedächtnis, wo eine Person sein sollte, doch Ushas Fürsorge lässt ihn das bald vergessen. Vergessen scheint auch ihre frühere Zuneigung zu ihrem Lehrmeister Rico, seit sie dessen wahre Natur kennt. Stattdessen bekundet sie klar ihr Interesse an Atlan, und auch er ist nicht abgeneigt. Noch während sie ihre neue Beziehung zelebrieren, meldet sich jedoch ES: Die Superintelligenz hat Pläne mit der ehemaligen Sklavin, die weit über eine Bettgefährtenschaft mit dem Arkoniden hinausgehen. Sie soll mit Atlans Hilfe ein eigenes Königreich erhalten. Zuvor jedoch muss die Oase vor einer Bedrohung gerettet werden, mit der niemand rechnen konnte: Ein Erdrutsch hat den Flusslauf versperrt, und die Felder der Oase sind vertrocknet. Schon haben viele Menschen die Siedlung verlassen, und die Zurückgebliebenen leiden Hunger und Durst. Von einem weiteren Problem gänzlich anderer Natur berichtet zudem Rico: In der Nähe der Stadt Byzanz bzw. Konstantinopel sind die Stollen eines Silberbergwerkes gefährlich nahe an ein arkonidisches Flottensilo aus der Zeit der Gründung von Atlantis vorgetrieben worden. Der Kontrollrobot des Silos hat Alarm ausgelöst und könnte in der Lage sein, zum Schutz der Anlage die Stadt zu verwüsten. Rico konnte den Robot vorerst beruhigen, doch die Lage muss vor Ort unter Kontrolle gebracht werden. ES will, dass Atlan seine Reise dorthin zusätzlich mit dem Bau einer Festung für den Herrscher Ostroms verbindet.


Leider bin ich etwas im Rückstand, habe aber wieder angefangen zu lesen. Die Oase ist vorerst wieder gerettet, da Atlan und Rico den Fluss wieder zum Fließen gebracht haben, und nach 90 Tagen Aufenthalt in der Oase geht es weiter nach Konstantinopel. Die nötigen Baumeister hat Atlan bereits im Gefolge. Der Anfang dieses Abenteuers hat mir gut gefallen, das Aufwachen Atlans, Usha Tizia an seiner Seite, der Auftrag von ES, das übliche langsame, bedächtige Vorgehen mit allen nötigen Vorbereitungen.

Das Verhältnis von Atlan zu ES wird als ähnlich einem Vasallen zu dessen Lehnsherrn beschrieben. Der Ausdruck Vasall wird sogar von ES selbst gebracht. Letztlich sind sie beide Hüter der Menschheit, aber ES ist nun mal sehr viel mächtiger als Atlan. Die Möglichkeit, sich einem Auftrag von ES zu widersetzen, hat Atlan nicht.

Theoretisch könnte Atlan nun, nach seinem Venusflug, per Hyperfunk die arkonidische Flotte herbeirufen, aber ob ES dies wirklich zulassen würde, bleibt das Geheimnis von ES. Wer weiß, ob nicht auch seine zahlreichen Frauengeschichten Atlan dazu bewegen, auf der Erde zu bleiben. Frauen, in die er sich verlieben kann, bietet ihm die Erde ja genug. Für Abwechslung ist gesorgt. Seine aktuelle Gefährtin, Usha Tizia, wird nicht ewig an seiner Seite bleiben. Sie ist dazu ausersehen, ein eigenes Königreich zu bekommen.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon dandelion » 2. Juli 2018, 21:40

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dandelion
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Lumpazie hat geschrieben:Eine davon ist "Ein Roboter auf Urlaub" von Hanns Kneifel. Sie wird in der Chronologischen Zählung der Zeitabenteuer als Nr. 34a geführt und ist im Blauband Nr. 9 enthalten.

Ein Roboter auf Urlaub

Laut Blauband 9 spielt die Geschichte nach Atlans Begegnung mit Leif Eriksson und um die Jahrtausendwende.



Mit der chronologischen Zählung komme ich hier nicht klar. Warum 34a, da doch die Erzählung nach Atlans Begegnung mit Leif Erikson spielt. Dieses Abenteuer hat aber die Nr. 35. Eigentlich müsste dann " Ein Roboter auf Urlaub" doch die Nr. 35a haben.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Lumpazie » 4. Juli 2018, 08:14

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dandelion hat geschrieben:
Lumpazie hat geschrieben:Eine davon ist "Ein Roboter auf Urlaub" von Hanns Kneifel. Sie wird in der Chronologischen Zählung der Zeitabenteuer als Nr. 34a geführt und ist im Blauband Nr. 9 enthalten.

Ein Roboter auf Urlaub

Laut Blauband 9 spielt die Geschichte nach Atlans Begegnung mit Leif Eriksson und um die Jahrtausendwende.



Mit der chronologischen Zählung komme ich hier nicht klar. Warum 34a, da doch die Erzählung nach Atlans Begegnung mit Leif Erikson spielt. Dieses Abenteuer hat aber die Nr. 35. Eigentlich müsste dann " Ein Roboter auf Urlaub" doch die Nr. 35a haben.


Mmmhhh....anscheinend sind sich die Bearbeiter der Perrypedia hier nicht einig - keine Ahnung. Ich habe die Zählung aus dieser Auflistung entnommen:

Eine sortierbare Übersicht zu den Zeitabenteuern findet sich hier:

http://www.perrypedia.proc.org/wiki/Zeitabenteuer

Die ist ja die Grundlage unserer Einstellweise der Romane. Vielleicht haben hast Du ja in diesem Fall einen Fehler in der Perrypedia gefunden. Den sollten wir dann an die Jungs weitergeben!

Tante Edith meint: Lumpazie hat die Romane selber nicht gelesen, daher kann ich dazu schlecht was sagen ;)
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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Yman » 4. Juli 2018, 10:19

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Lumpazie hat geschrieben:Im Jahr 1986 erschien das chronologisch 30te Zeitabenteuer (der Reihe der Planetenromane als Nr.276):

Fürsten des Chaos

von Hanns Kneifel


piehdschäij hat geschrieben:Und wieder ein Roman, dem ich nichts abgewinnen kann. Entweder gehen wir gerade durch eine schlechte Phase, oder ich leide an einer Kneifel-Überdosis. Da ich momentan sowieso sehr wenig Zeit habe, will ich lieber etwas lesen, was mir Spaß macht, und steige aus.


Sehr schade, dass du aussteigst. "Fürsten des Chaos" fand ich etwas langweilig, und ich konnte dem auch nicht viel abgewinnen. Atlan führte hier zwar keine Gespräche mit Gelehrten wie Archimedes, aber es war doch einer dieser Aufbau-Romane, die du eigentlich doch magst.

Der Roman bildet auch noch mal einen weiteren Abschluss des Narnia-Zyklus, da zum einen die Oase wieder hergerichtet und zum anderen nun auch Usha Tizias weiteres Schicksal geklärt wird. Eine schlechte Phase kann ich nicht erkennen.

Lumpazie hat geschrieben:Im März des Jahr 1971 erschien das chronologisch 32te Zeitabenteuer (der Reihe der Planetenromane als Nr.86):

Feldzug der Mörder

von Hanns Kneifel


Handlung:

Bei einem Einsatz des historischen Korps auf Dong-soni wird Atlans Erinnerung an seine Zeit im Heer des Hunnen Attila geweckt. Als am Abend alle am Lagerfeuer sitzen, berichtet er von den Geschehnissen der damaligen Zeit.

Nachdem er in der Schlacht auf den katalaunischen Feldern an der Seite Theoderichs gegen die Hunnen gekämpft und gesiegt hat, ist Atlan aufgebrochen, um auch die restliche Welt vor der Eroberungswut Attilas zu schützen. Er hofft, dies erreichen zu können, indem er selbst sich den Hunnen anschließt. Sein Plan ist, Attilas Planungen zu sabotieren, doch sollte das nicht gelingen, ist er als letztes Mittel auch zum Mord bereit.

In einem ausgebrannten Dorf findet der Arkonide die junge römische Adelige Patricia, die sich ihm anschließt.


Das Dorf war nicht einfach nur ausgebrannt, und Atlan findet dort nicht nur Patricia, sondern vor allem die Leichen der grausam niedergemetzelten Bewohner, auch Frauen und Kinder, und selbst die Tiere wurde grausam getötet. Mich hat es gewundert, dass Atlan überhaupt noch Plan A verfolgte: Sich in das Lager der Hunnen zu begeben und Attila von dessen Plänen abzubringen.

Aber wäre Atlan gleich zu Plan B übergegangen, wäre der Roman wohl kürzer geworden. Mit seinem Robotfalken hätte Atlan Attila ziemlich schnell und sicher erledigen können, aber das hätte nicht der realen Geschichtsschreibung entsprochen, an die Kneifel sich ja sich ja in der Regel hält.


dandelion hat geschrieben:
Lumpazie hat geschrieben:Im März des Jahr 1971 erschien das chronologisch 32te Zeitabenteuer (der Reihe der Planetenromane als Nr.86):

Feldzug der Mörder

von Hanns Kneifel



Atlan frönt seinen privaten Rachegelüsten und wird schließlich zum Meuchelmörder. Nicht gerade ein glanzvolles Ende der Geschichte, noch dazu er auf zwischenmenschlichen Gebiet den Kürzeren zieht. Da gibt es doch tatsächlich ein weibliches Wesen, das ihn versetzt.

Die Vorgeschichte mit der Schlacht auf den katalaunischen Feldern wurde anscheinend nicht in Romanform veröffentlicht, obwohl mehrfach, auch detailliert, auf die dortigen Ereignisse eingegangen wurde. Im Verzeichnis der Zeitabenteuer habe ich keinen Hinweis gefunden.

Atlan unterstützt nun die Römer, die er doch zuvor gehaßt hatte. Auch der Bau eines Raumschiffes spukt wieder in seinen Gedanken, zumindest in der Taschenbuchversion. Ich nehme an, daß diese Passage im Blauband nach den Ereignissen auf dem Stern der Astarte umgeschrieben wurde.

Ein Roman mit einer Vielzahl von Kämpfen, in denen sich Atlan als unbesiegbarer Held präsentiert. Die überlegene Technik und seine "tierischen" Helfer machen es möglich. Spannend war es aber doch.


Einigermaßen spannend war es, aber es gab anders als im vorherigen Abenteuer "Fürsten des Chaos" nicht viel Schönes zu erleben. Ein glanzvolles Ende des Romans war kaum möglich. Atlan hatte hier kaum eine Wahl, außer abzuwarten, bis Attila an seinen Würmern in der Lunge stirbt.

Als Atlan Ildico den roten und den grünen Ring gibt (rot für Tod, grün für Heilung), habe ich nicht damit gerechnet, dass beide das gleiche Mittel enthalten. Auf diese Weise stellte Atlan natürlich sicher, dass Attila das Mittel in jedem Fall bekommt. Allgemein ist es natürlich auch bei modernen Medikamenten so, dass beide Wirkungen (Tod und Heilung) oft dicht nebeneinander liegen.

Dass Patricia ihn verlässt, ist für Atlan verschmerzbar. Die große Liebe war es nie, und er hat mit ihr auch nicht viel Schönes erleben können, wie z.B. Ausflüge mit dem Gleiter, Badeurlaub am Strand, Besuche in der Unterwasserkuppel, usw. Immerhin ist Patricia nicht durch seine Schuld umgekommen.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Yman » 4. Juli 2018, 19:00

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Lumpazie hat geschrieben:Im Juni es Jahres 1986 erschien das chronologisch 29te Zeitabenteuer (der Reihe der Planetenromane als Nr.279):

Jahrhunderte des Krieges

von Hanns Kneifel


Dieses Abenteuer hat mir ganz gut gefallen, besonders der Gegensatz bzw. Wechsel zwischen dem märchenhaften Morgenland und dem etwas primitiveren Frankenland. Ganz klassisch baut Atlan auch wieder in langer mühevoller Arbeit eine Art Oase auf, ein Dorf am Rhein, wo das Schiff entsteht. Dieses Mal ist es etwas ganz Besonderes: Ein eisernes Dampfschiff. Handwerker, besonders Schmiede, werden angelernt, usw. und Atlan trifft wieder eine Gefährtin, Tyanna.

Ähnlich wie Atlan einen Hort der Zivilisation als Ganzes aufbaut, baut er seine Gefährtin zur Gefährtin auf, Behandlung der Wunden, Haut, rausputzen mit schönen Kleidern, Hypnoschulung, usw. Und es geht auch wieder auf eine Sonneninsel zum Ausspannen. Im Gegensatz zu Patricia erlebt Tyanna das übliche Programm: Flüge im Gleiter, Ausflüge zur Sonneninsel, die dortige Zweisamkeit, und am Ende die Aufnahme in die Unterwasserkuppel, von der es im Buch sogar eine Lagekarte und eine Risszeichnung gibt.

Zu den Höhepunkten zählen Atlans Vorkehrungen zum Schutz des Kalifen vor Meuchelmördern und der Kampf gegen die Wikinger auf hoher See, und auch die Auseinandersetzung mit ES, der sich dieses Mal als viel zu optimistisch zeigt, was die Zusammenarbeit zwischen Morgenland und Frankenland betrifft, aber am Ende auch einsichtig ist. Wie so oft hat er Atlan viele Freiheiten gelassen, versucht ihm aber auch wieder den Einsatz der Arkonflotte auszureden.

Da wir im Jahr 800 sind, hat Atlan ja die längste Zeit in der Kuppel hinter sich. Es kommen nur noch 12 Jahrhunderte, aber trotzdem noch viele Zeitabenteuer.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Yman » 5. Juli 2018, 18:06

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Lumpazie hat geschrieben:Im Juni es Jahres 1971 erschien das chronologisch 30te Zeitabenteuer (der Reihe der Planetenromane als Nr.89):

Das Goldene Raumschiff

von Hanns Kneifel


dandelion hat geschrieben:Interessant ist die Darstellung des goldenen Raumschiffes als Rakete. Hans Kneifel hat sich um eine genaue Beschreibung gedrückt. Er schreibt von "aufstrebenden Linien" und drei Stummelflügeln mit runden Auflagetellern. Woher die Stellaren Gäste kommen, wird nicht klar. Atlan hält sie für Akonen, die Raumschiffsform deutet aber nicht darauf hin.


Auch das Verhalten passt nicht zu Akonen. Bei den Gästen mit dem goldenen Raumschiff könnte es sich auch um bislang unbekannte Lemurerabkömmlinge handeln oder sogar um ES-Androiden von Wanderer. Denn für welchen Planeten in der Milchstraße brauchten sie diese seltsamen Koordinatenplatten? Als Atlan in das Schiff stieg, konnte er die Beschriftung der Steuerungselemente (in einer Art abgewandeltem Interkosmo) lesen und das Schiff auch manuell/optisch auf das Ziel Arkon ausrichten. Dazu brauchte er keinerlei Koordinaten. Einer der wenigen Planeten, der ohne exakte Koordinaten sehr schwer zu finden ist, ist Wanderer.

In einem Erinnerungssplitter erwähnt Rico, dass wenige Jahre vor diesem Abenteuer vier arkonidische Schiffe das Sonnensystem durchflogen haben, ohne die Erde zu erforschen oder Kontakt herzustellen. Rico und Atlan vermuten, dass ES dazwischen gefunkt hat. Als die Gäste abgeholt wurden, hatte Rico ganz ähnliche Schwierigkeiten.

Wenn man außer Acht lässt, dass die Zeitabenteuer nicht chronologisch entstanden sind, bietet dieses Abenteuer wenig Neues. Eine rauhe Seefahrt kombiniert mit der Landung Außerirdischer und einigen Schwierigkeiten an Land. Atlans Schiff wird entwendet, mitsamt der Ausrüstung, und für einen kurzen Moment ist da auch wieder die Angst vor dem Verlust des Zellaktivators.

Atlans Ausrüstung ist dieses Mal relativ bescheiden: Neben den beiden Robottieren, einem Vogel und einem Hund, die man schon kennt, ist es vor allem sehr viel Gold. Atlan braucht allgemein so viel Gold, dass im Roman sogar erwähnt wird, dass die Goldvorräte sich erschöpft haben und entweder Atlans Roboter irgendwo Gold abbauen müssten oder Gold aus den arkonidischen Silos geholt werden muss. In dieser Situation ist nun ein goldenes Raumschiff gelandet ... Aber für Atlan ist Gold nur ein Mittel zum Zweck, ebenso das goldene Raumschiff.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Yman » 5. Juli 2018, 18:55

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Lumpazie hat geschrieben:Am 15. September 1981 erschien der 2. Perry Rhodan Jubiläumsband (zum 20-jährigen Bestehen der größten Weltraumserie) mit 11 Kurzgeschichten aus dem Perry Rhodan Universum. Eine davon ist "Ein Roboter auf Urlaub" von Hanns Kneifel. Sie wird in der Chronologischen Zählung der Zeitabenteuer als Nr. 34a geführt und ist im Blauband Nr. 9 enthalten.

Ein Roboter auf Urlaub

von Hanns Kneifel

Handlung:

Atlan und Rico haben beschlossen, sich beide einen Urlaub zu gönnen, ganz ohne Zivilisationsversuche und Abenteuer. Als Ort der Entspannung haben sie Spanien ausgewählt. Während Rico sich bei einem Schwertfeger als Geselle verdingt und in seiner Werkstatt im obersten Geschoss von dessen Wohnturm liebevoll an allerlei Mechanik arbeitet, will Atlan eine nahe Stadt aufsuchen. In Gedanken schon ganz bei den Freuden der Freizeit, achtet er nicht auf die Gefahren seines Weges und gerät prompt in den Hinterhalt einer Räuberbande.


Als Spannungselement muss wieder einmal der Verlust des Zellaktivators dienen, d.h. Atlan erlebt in seinem Urlaubsversuch unfreiwillig ein Abenteuer, während Rico eine Uhr und eine Pumpe konstruiert, was natürlich etwas mit Zivilisation und deren Fortschritt zu tun hat. Rico kann auch unabhängig von Atlan agieren, und er wird auch stets für einen Menschen gehalten.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon dandelion » 5. Juli 2018, 22:07

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Yman hat geschrieben:
Lumpazie hat geschrieben:Im Juni es Jahres 1986 erschien das chronologisch 29te Zeitabenteuer (der Reihe der Planetenromane als Nr.279):

Jahrhunderte des Krieges

von Hanns Kneifel


Da wir im Jahr 800 sind, hat Atlan ja die längste Zeit in der Kuppel hinter sich. Es kommen nur noch 12 Jahrhunderte, aber trotzdem noch viele Zeitabenteuer.


Liegt wohl daran, daß hier die Datenlage sehr viel besser ist, als in vorausgegangenen Jahrhunderten. Hans Kneifel hat ja gerne historische Persönlichkeiten oder Ereignisse als Ansatzpunkte für seine Erzählungen genommen. Das bedeutete aber natürlich auch sehr viel mehr Recherchearbeit als für einen Roman der zeitlich im 3. oder 4. Jahrtausend v. Chr. angesiedelt ist. Bei denen war dagegen mehr Platz für eigene Interpretationen der Menschheitsentwicklung.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Yman » 6. Juli 2018, 07:16

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dandelion hat geschrieben:Wie weit war Atlan Herr seiner Entscheidungen? Vielleicht war es manchmal ganz gut, daß ES immer wieder mal eingegriffen hat. Atlans Verhalten im Abenteuer um das Goldene Raumschiff läßt sich diesbezüglich aber schwer einordnen. Hat ES dazu beigetragen, daß er in einem Anfall von geistiger Umnachtung das ersehnte Transportmittel entführt und dadurch zerstört hat, ohne sich mit der ihm nicht feindlich gesinnten Besatzung abzusprechen? Ein irrationales Verhalten.

Eine Kurzschlusshandlung. Er sieht das Ziel so dicht vor Augen, und sein Plan hätte vielleicht auch funktioniert, wenn nicht diese Selbstzerstörungsautomatik eingegriffen hätte.

Die Konstruktion des Schiffes ist auch fragwürdig. Jeder kann hineinstürmen, Knöpfe drücken, das Schiff starten, usw. aber danach setzt die Zerstörung ein. So etwas macht nur Sinn, wenn Alarmstarts die Regel sind und die Autorisierung erst nach dem Start erfolgt, wenn Zeit dafür ist. Sonst wäre es logischer, zu verhindern, dass das Schiff überhaupt erst ohne Autorisierung gestartet werden kann.

dandelion hat geschrieben:Auch seine immer noch bestehende Absicht, mit einer arkonidischen Flotte zur Erde zurückzukehren, um die "wahre Kultur" zu bringen, klingt eher seltsam.


Bei all dem Grauen, dass Atlan auf der Erde erlebt, kann er schon mal auf die Idee mit der Flotte kommen. Wahrscheinlich geht Atlan auch davon aus, dass er als Admiral über kurz oder lang das Kommando über diese Flotte bekäme, aber wirklich durchdacht ist es nicht. Atlan weiß ja nicht, wie es auf Arkon aussieht.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Yman » 6. Juli 2018, 18:38

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Das nächste Zeitabenteuer müsste "Der Ritter von Arkon" sein, dessen Anfang mir sehr gut gefällt.

Spoiler:
Atlan hat einen Bogner, der wegen Wilderei gehenkt werden sollte, ausgelöst und zu seinem Knappen gemacht. Danach befreit er mit bewährten Methoden ein Dorf von der Pest und macht sich bereit für ein großes Turnier. Begleitet wird er wieder von einem Robot-Falken und einem Robot-Wolf. Seine zukünftige Gefährtin Alexandra von Lancaster hat er auch schon mal kennen gelernt. Eine echte Gefahr für Atlan ist nicht zu erkennen. Dieses Abenteuer dürfte schon eher einem Urlaub nahe kommen.


Im Buch Nr. 8 "Ritter von Arkon" ist das TB "Fürsten des Chaos" enthalten.
Im Buch Nr. 9 "Herrscher des Chaos" ist das TB "Der Ritter von Arkon" enthalten.

Wurden die Buchtitel durcheinander gebracht?

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon dandelion » 7. Juli 2018, 22:00

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Yman hat geschrieben:Im Buch Nr. 8 "Ritter von Arkon" ist das TB "Fürsten des Chaos" enthalten.
Im Buch Nr. 9 "Herrscher des Chaos" ist das TB "Der Ritter von Arkon" enthalten.

Wurden die Buchtitel durcheinander gebracht?


Scheint so zu sein. Eine ähnliche Verwirrung gab es auch noch bei Blauband 10. Der trägt den Titel "Balladen des Todes". Der Roman mit diesem Titel (Tb 305) ist aber erst in Blauband 11 enthalten. Kann mir nicht vorstellen, was dahintersteckt. Eigentlich müsste die Vorlaufzeit für die genaue Festlegung der jeweils enthaltenen Titel lange genug gewesen. Schlichte Unachtsamkeit?

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Yman » 13. Juli 2018, 21:27

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dandelion hat geschrieben:Scheint so zu sein. Eine ähnliche Verwirrung gab es auch noch bei Blauband 10. Der trägt den Titel "Balladen des Todes". Der Roman mit diesem Titel (Tb 305) ist aber erst in Blauband 11 enthalten. Kann mir nicht vorstellen, was dahintersteckt. Eigentlich müsste die Vorlaufzeit für die genaue Festlegung der jeweils enthaltenen Titel lange genug gewesen. Schlichte Unachtsamkeit?


In Band 9 steht sogar im Vorwort (von Hans Kneifel), dass auch TB 286 "Der Arkonide und der Großkhan" in Band 9 enthalten sei, was aber erst in Band 10 enthalten ist. Ich frage mich, wer letztlich für solche Fehler verantwortlich war.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon dandelion » 14. Juli 2018, 17:09

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Ich nehme an, daß Hans Kneifel diese Unstimmigkeiten bei der geplanten Neubearbeitung bereinigt hätte. Auf die Handlung hatte die Titelverwirrung ja ohnehin keinen Einfluß. Leider ist es aber nicht mehr dazu gekommen.

Wenn ich richtig gelesen habe, war KNF zur Erscheinungszeit der betroffenen Blaubände als Redaktionsleiter tätig. Vielleicht gibt es da noch den einen oder anderen Erinnerungsplitter an die näheren Umstände der Titelgebung. Wäre nicht uninteressant.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Lumpazie » 15. Juli 2018, 09:52

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Im September des Jahres 1971 erschien das chronologisch 36te Zeitabenteuer (der Reihe der Planetenromane als Nr.92):

Der Ritter von Arkon

von Hanns Kneifel

Bild

Handlung:

Als in Terrania eine Museumsausstellung über das Mittelalter eröffnet wird, ist natürlich auch Atlan eingeladen. Die Reproduktion einer englischen Burg in Kombination mit Name und Aussehen seiner Führerin öffnen dabei einmal mehr die Schleusen seiner Erinnerungen ...

Im Jahr 1100 weckt Rico seinen Gebieter, weil er festgestellt hat, dass auf der Burg Diarmuid im Norden Englands seltsame Dinge vorgehen. Es scheint, als würden dort Nachfahren der Stellaren Gäste, deren goldenes Raumschiff Atlan zweihundert Jahre zuvor versehentlich zerstört hatte, an einem Hypersender arbeiten. Atlan macht sich auf, um herauszufinden, was dort wirklich vor sich geht und ob sich daraus auch für ihn die Möglichkeit einer Rettung ergibt. Zugleich will er die von Kreuzfahrern eingeschleppte Pest bekämpfen und in der üblichen Art zivilisatorische Anstöße geben.

Bereits im ersten Dorf stößt er auf Schwierigkeiten. Er siegt gegen den normannischen Ritter Surrey von Mowbray im Kampf um den jungen Gromell, der als Wilderer gehenkt werden soll. In dem Ritter hat Atlan sich damit einen Feind gemacht, der ihm noch länger erhalten bleibt. Den jungen Mann macht Atlan zu seinem Knappen, und es stellt sich heraus, dass er der Nachfahre eines ehemaligen Bewohners der Burg Diarmuid ist. Gemeinsam reisen sie weiter nach Abergavenny, wo bald ein Turnier stattfinden soll. Atlan macht die Bekanntschaft der schönen Alexandra von Lancaster, um die er sich von nun an bemüht. Da die Pest den Ort bereits erreicht hat, nimmt er hier auch diesen Kampf auf und befreit die Bewohner bald von der Krankheit und weiterer Ansteckungsgefahr. Auch die anwesende Ritterschaft und die Bewohner der Burg werden hierbei, sowie bei der Demonstration technischer Weiterentwicklungen mit einbezogen.

Schließlich beginnt das Turnier. Atlan erkämpft sich das Recht, die Königin der Liebe und der Schönheit zu küren, und er wählt Alexandra. Das trägt noch zum Zorn Mowbrays bei, der ebenfalls am Turnier teilnimmt. Doch er wird wiederum von Atlan besiegt, und schließlich steht der Arkonide einem Schwarzgerüsteten gegenüber. Er siegt nach langem Kampf. Aus Namen und Verhalten seines letzten Gegners schließt er, dass es sich um einen Ritter von Diarmuid handelt. Atlan sorgt nun noch dafür, dass der junge Grafensohn, dessen Freund die Pest nach Abergavenny gebracht hatte, ebenfalls geheilt wird. Dann macht er sich noch während des Abschlussfestes auf die Weiterreise. Mowbray hat einen Hinterhalt für ihn vorbereitet, doch Alexandra warnt Atlan, und mit Hilfe der Robottiere und Gromells Bogenschießkünsten können sie die Angreifer vertreiben.

Als sie sich schließlich dem Ziel ihrer Reise nähern, beschließt Atlan, die Burg zunächst in einer anderen Verkleidung zu besuchen. Er tarnt sich als reisender Mönch, der den Burgkaplan besuchen will, und wird freundlich aufgenommen. Schnell erkennt Atlan, dass die Burgbewohner offene und freundliche Leute sind. Allerdings haben sie noch zwei weitere Gäste: Mowbray und Alexandras Vater sind Atlans Spur gefolgt und bereits vor ihm eingetroffen. Atlan hebt seine Tarnung auf und ficht ein weiteres Duell mit Mowbray aus. Als er bereits gewonnen hat, Mowbray jedoch sein Schwert nach ihm werfen will, erschießt Gromell den Ritter.

Poins of Lancaster versöhnt sich mit seiner Tochter, und Atlan vereint seine Kräfte mit denen der Burgbewohner, um ein Hyperfunksystem zum Laufen zu bringen. Als schließlich alle Arbeiten getan sind und man nur noch warten kann, zieht es ihn jedoch in die Fluchtkuppel zurück, wo er die Zeit bis zur erhofften Rettung im Tiefschlaf verbringen will. Alexandra nimmt er mit sich.
Personenregister

Atlan von Arcon alias Bruder Vaughan Der Arkonide tritt als Ritter aus Toulouse und als Mönch aus Falconbridge auf.
Rico Während dieses Abenteuers bleibt der Roboter in der Fluchtkuppel und versorgt seinen Herrn lediglich mit Informationen.
Surrey von Mowbray Normannischer Ritter
Gromell der Fletcher Wilderer, der hängen soll und von Atlan freigekämpft wird, um als sein Helfer und Knappe zu dienen; Enkel eines ehemaligen Bewohners der Burg Diarmuid Faighe.
Alexandra von Lancaster Tochter des Poins von Lancaster, die mit Atlan durchbrennt
Poins von Lancaster Herr der Burg Lancaster, nahe Abergavenny

Der obige Text wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Yman » 15. Juli 2018, 11:14

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Lumpazie hat geschrieben:Im September des Jahres 1971 erschien das chronologisch 36te Zeitabenteuer (der Reihe der Planetenromane als Nr.92):

Der Ritter von Arkon

von Hanns Kneifel

Handlung:

Als in Terrania eine Museumsausstellung über das Mittelalter eröffnet wird, ist natürlich auch Atlan eingeladen. Die Reproduktion einer englischen Burg in Kombination mit Name und Aussehen seiner Führerin öffnen dabei einmal mehr die Schleusen seiner Erinnerungen ...

Im Jahr 1100 weckt Rico seinen Gebieter, weil er festgestellt hat, dass auf der Burg Diarmuid im Norden Englands seltsame Dinge vorgehen. Es scheint, als würden dort Nachfahren der Stellaren Gäste, deren goldenes Raumschiff Atlan zweihundert Jahre zuvor versehentlich zerstört hatte, an einem Hypersender arbeiten. Atlan macht sich auf, um herauszufinden, was dort wirklich vor sich geht und ob sich daraus auch für ihn die Möglichkeit einer Rettung ergibt. Zugleich will er die von Kreuzfahrern eingeschleppte Pest bekämpfen und in der üblichen Art zivilisatorische Anstöße geben.


Dieses Zeitabenteuer hat mir sehr gut gefallen. Atlan wird von einem Robot-Falken und einem Robot-Wolf begleitet, und als Ritter, der an Turnieren teilnehmen will, braucht er auch einen Knappen, den er in Gromell dem Fletcher findet, den er vor der Hinrichtung bewahrt, wobei er sich aber diesen normannischen Ritter Surrey von Mowbray zum Todfeind macht.

Der Kampf gegen die Pest war so das Übliche, was man von anderen Abenteuern her schon kannte, aber hier nahm es mit der ausführlichen Schilderung aller möglichen Maßnahmen wie dem Fangen der Ratten, der Reinigung der Räume, der Verabreichung von Antibiotika, dem Auflegen des Zellaktivators zur Wunderheilung, usw. einen sehr breiten Raum in der Erzählung ein. Besonders spannend war es nicht, da Atlan den Kampf gegen die Uhr locker gewann. Antibiotika waren damals wohl auch noch, anders als heute, richtige Wundermittel. Mir gefiel dabei aber besonders die Darstellung der mittelalterlichen Welt.

Dass Atlan bei den Turnierkämpfen und Überfällen auf ihn siegreich bleiben würde, war auch vorherzusehen (also Erfolg auf der ganzen Linie, auch bei der neuen Dame seines Herzens, Alexandra von Lancaster), aber mir hat es gefallen.

Das Zeitabenteuer war auch als Reiseroman angelegt mit einem klaren Ziel: Die Burg der Nachfahren der Stellaren Gäste. Das Dorf um die Burg war zu Atlans Überraschung sehr modern angelegt, d.h. die Stellaren Gäste waren eigentlich seine Verbündeten, da sie genau das taten, was er auch getan hätte.

Kneifel verlegt dann den abschließenden Kampf Atlans gegen dessen Todfeind Mowbray auf diese Burg. Durch diesen Kampf rückt dann aber das Besondere der Burg, die Existenz eines Hypersenders, in den Hintergrund, was aber nicht schlimm ist, denn Kneifel hat (wieder einmal durch das chronologisch chaotische Schreiben seiner Zeitabenteuer) das Problem, dass Atlan bereits im Besitz eines Hypersenders und einer Gefährtin ist (ein Problem, das bei der Ersterscheinung dieses Abenteuers natürlich noch nicht bestand).
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dandelion hat geschrieben:
Yman hat geschrieben:Im Buch Nr. 8 "Ritter von Arkon" ist das TB "Fürsten des Chaos" enthalten.
Im Buch Nr. 9 "Herrscher des Chaos" ist das TB "Der Ritter von Arkon" enthalten.

Wurden die Buchtitel durcheinander gebracht?


Scheint so zu sein. Eine ähnliche Verwirrung gab es auch noch bei Blauband 10. Der trägt den Titel "Balladen des Todes". Der Roman mit diesem Titel (Tb 305) ist aber erst in Blauband 11 enthalten. Kann mir nicht vorstellen, was dahintersteckt. Eigentlich müsste die Vorlaufzeit für die genaue Festlegung der jeweils enthaltenen Titel lange genug gewesen. Schlichte Unachtsamkeit?


Na ja ... ich würde sagen: Wir machten eine Titelplanung, die mussten wir ein Jahr im voraus festlegen. Und dann kam das Manuskript des Autors, der sich auf wundersame Weise nicht an seine eigene Planung gehalten hat.
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Klaus N. Frick
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Yman hat geschrieben:
In Band 9 steht sogar im Vorwort (von Hans Kneifel), dass auch TB 286 "Der Arkonide und der Großkhan" in Band 9 enthalten sei, was aber erst in Band 10 enthalten ist. Ich frage mich, wer letztlich für solche Fehler verantwortlich war.


Im Zweifelsfall bin immer ich schuld.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Clark Flipper » 16. Juli 2018, 12:15

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Clark Flipper
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Klaus N. Frick hat geschrieben:Im Zweifelsfall bin immer ich schuld.


Das kenne ich. :D
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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Yman » 16. Juli 2018, 19:29

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Yman
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Klaus N. Frick hat geschrieben:
dandelion hat geschrieben:
Yman hat geschrieben:Im Buch Nr. 8 "Ritter von Arkon" ist das TB "Fürsten des Chaos" enthalten.
Im Buch Nr. 9 "Herrscher des Chaos" ist das TB "Der Ritter von Arkon" enthalten.

Wurden die Buchtitel durcheinander gebracht?


Scheint so zu sein. Eine ähnliche Verwirrung gab es auch noch bei Blauband 10. Der trägt den Titel "Balladen des Todes". Der Roman mit diesem Titel (Tb 305) ist aber erst in Blauband 11 enthalten. Kann mir nicht vorstellen, was dahintersteckt. Eigentlich müsste die Vorlaufzeit für die genaue Festlegung der jeweils enthaltenen Titel lange genug gewesen. Schlichte Unachtsamkeit?


Na ja ... ich würde sagen: Wir machten eine Titelplanung, die mussten wir ein Jahr im voraus festlegen. Und dann kam das Manuskript des Autors, der sich auf wundersame Weise nicht an seine eigene Planung gehalten hat.


Klaus N. Frick hat geschrieben:
Yman hat geschrieben:
In Band 9 steht sogar im Vorwort (von Hans Kneifel), dass auch TB 286 "Der Arkonide und der Großkhan" in Band 9 enthalten sei, was aber erst in Band 10 enthalten ist. Ich frage mich, wer letztlich für solche Fehler verantwortlich war.


Im Zweifelsfall bin immer ich schuld.


Man hat's nicht leicht als Chefredakteur. :lol:

Ich kann mir gut vorstellen, dass es mit Hans Kneifel nicht ganz einfach war, besonders bei der Herausgabe der Zeitabenteuer. Der zuständige Redakteur war da kaum zu beneiden. Am Anfang scheint die Herausgabe der Bücher aber noch nicht so schwierig gewesen zu sein.
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Klaus N. Frick
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Yman hat geschrieben:
Man hat's nicht leicht als Chefredakteur. :lol:

Ich kann mir gut vorstellen, dass es mit Hans Kneifel nicht ganz einfach war, besonders bei der Herausgabe der Zeitabenteuer. Der zuständige Redakteur war da kaum zu beneiden. Am Anfang scheint die Herausgabe der Bücher aber noch nicht so schwierig gewesen zu sein.


Sagen wir es so: Chefredakteur war Dr. Florian F. Marzin, und die Absprachen mit Hans Kneifel waren nur mündlich getroffen worden, nicht schriftlich. Sprich ... jeder sagte dann etwas anderes zu mir ...

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon thinman » 17. Juli 2018, 19:25

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Klaus N. Frick hat geschrieben:
Sagen wir es so: Chefredakteur war Dr. Florian F. Marzin, und die Absprachen mit Hans Kneifel waren nur mündlich getroffen worden, nicht schriftlich. Sprich ... jeder sagte dann etwas anderes zu mir ...


"A verbal contract is not worth the paper it is written on." Sam Golwyn

Na ja ... ich würde sagen: Wir machten eine Titelplanung, die mussten wir ein Jahr im voraus festlegen. Und dann kam das Manuskript des Autors, der sich auf wundersame Weise nicht an seine eigene Planung gehalten hat.


Nichts neues.
Darf man hier den Marquis de Sade zitieren ?

thinman

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Clark Flipper » 17. Juli 2018, 20:03

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thinman hat geschrieben:"A verbal contract is not worth the paper it is written on." Sam Golwyn


So richtig Sinn macht diese Aussage aber auch nicht. :unsure: :D
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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon thinman » 17. Juli 2018, 22:14

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Clark Flipper hat geschrieben:
thinman hat geschrieben:"A verbal contract is not worth the paper it is written on." Sam Golwyn


So richtig Sinn macht diese Aussage aber auch nicht. :unsure: :D

War für den Mann eine typische Aussage. Ein weiterer Godlwynism ist seine Ablehnung einer Einladung : "Include me out."

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