Fremdsprachen wie Arkonidisch

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Julian
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Fremdsprachen wie Arkonidisch

Beitrag von Julian »

Wollte den Spoiler zu 3090 wo das CEE wieder als englische Umschreibung genutzt wird nicht damit belästigen.

Auch wegen eines in Whatsup verbreiteten Video wo ein komödiantischer Bayer sich darüber mukiert das zuviel momentan in englisch ausgedrückt wird, wie der lockdown light usw.
Sehr köstlich gedreht und humorvoll, weil er dann auf die bayrische Sprechweise verweist und auch einfordert das sollte man ab jetzt doch so benennen.

Nun ist mir aufgefallen das es an dem Beispiel im Roman 3090 nicht nur geblieben ist mit englisch in Rhodan.

Hatte dazu auch mal eine Begegnung zum Fan-Buchcon in Dreieich wo ich zufällig einen Autor am Mittagstisch traf der zwar nicht für Rhodan schreibt aber es umgeht englische Ausdrücke wie bodybuildung zu benutzen. Dafür setzt er dann Körperertüchtigung ein oder ähnliches.

Etwas seltsam finde ich es schon das terranisch als in deutsch übersetzt vorliegend mit englischen Ausdrücken von der Geburtszeit eines Rhodan stammend gespickt ist.

Wo bleibe ich als Fan der z.B. keine Ahnung hat wie arkonidisch richtig ausgesprochen wird, nur vom Rhodan-Film weiß ich wie Crest einmal sehr deutlich Anweisungen erteilt in seiner Heimatsprache.
Oder gibt es dazu bereits eine Bibliothek in digitaler Form wo ich einige Kenntnisse auffrischen könnte?

https://www.perrypedia.de/wiki/Satron

Soll zwar nicht so umfangreich sein wie klingonisch für trekkie-Fans, aber wenn es was gäbe, das wäre sehr nett dazu Hinweise zu bekommen.

Gruß J
Ad Astra
Neugier, Trailer, Spoiler - der Weg zur dunklen Seite sie sind.

Der gute Geschmack ist die Fähigkeit, der Übertreibung entgegenzuwirken.

Wahrheit ist normalerweise nur eine Entschuldigung für einen Mangel an Fantasie (aus Star Trek-Serie)

Wer macht hier meinen Turner schlecht, dem haue ich auf das GesXXXXX
ähnlich dem "Du kaufst mir jetzt den Simmel ab, sonst schneide ich Dir den XXXXX ab. (frei nach Otto) :devil:
Wim Vandemaan
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Re: Fremdsprachen wie Arkonidisch

Beitrag von Wim Vandemaan »

In alten Zeiten redeten Menschen von "Fremdwörtern", ganz so, als könnten sich Wörter aus der Fremde in die eigene Sprache verirren.
Heute sprechen Sprachwissenschaftler eher von "Internationalismen". Das Wort "Bodybuilder" ist hierzulande demnach längst kein englischer Ausdruck mehr, sondern ein deutscher Ausdruck, der aus dem Englischen in die deutsche Sprache übernommen worden ist und deswegen auch im "Duden - Deutsches Universalwörterbuch" steht (und dort nach deutschen Regeln flektiert wird). Bodybuilding bedeutet übrigens auch etwas anders als Körperertüchtigung.
Wo sollte man denn auch eine Grenze ziehen? Das griechische Wort "Engel" wieder durch "Bote" ersetzen? Das lateinischstämmige Wort "Fenster" durch das urdeutsche "Windauge"? Das lateinischstämmige Wort "Dichtung" durch das "Gesagte"? "Sport" durch "Vergnügung"? "Fair" durch "fachlich"? Das arabische Wort "Admiral" durch "Befehlshaber zur See" oder "Wasserhauptmann"?
Das fände ich allenfalls kurios, kauzig, kapriziös, uncool oder knuffig.
Das Englische ist übrigens nicht zuletzt deswegen Weltsprache, weil es nicht weniger, sondern deutlich mehr Wörter aus anderen Sprachen integriert als alle anderen Sprachen der Welt. Die Aufnahme von Internationalismen sehen viele Sprachwissenschaftler geradezu eine Kennziffer für die Lebendigkeit einer Sprache an.
Ich persönlich würde das Englische mit seinen etwa 700.000 Wörtern als immanent-vielsprachig bezeichnen; damit lassen sich im Englischen extrem feine Nuancen abbilden (folk/people), präziser als im Deutschen (ca. 400.000 Wörter) oder im Französischen (etwa 300.000 Wörter).
Wenn ich nun davon ausgehe, dass sich von den etwa 3000 bis 6000 Sprachen, die zur Zeit von Rhodans erstem Mondflug auf der Erde gesprochen worden sind, vor allem Englisch ins Interkosmo eingebracht hat, denke ich, dass in diesem Erdenanteil entsprechend viele Ausdrücke aus vielen altteranischen Sprachen transportiert worden sind. Also: Das Interkosmo, das von den Terranern gesprochen wird, wimmelt von englisch-, deutsch-, französisch-, japanisch-, jiddisch- und so weiter stämmigen Worten. Weswegen solche Begriffe eben auch in unseren Texten auftauchen, wir vom "Change Everything-Ereignis" sprechen, vom "Hôte" Mulholland oder gelegentlich von den "Blues", vom "Telepathen" (und nicht vom Fernfühler) oder vom "Mediker" (und nicht vom Heilkundler oder Heiler).
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Thoromir
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Re: Fremdsprachen wie Arkonidisch

Beitrag von Thoromir »

Julian hat geschrieben: 26. November 2020, 10:59 Oder gibt es dazu bereits eine Bibliothek in digitaler Form wo ich einige Kenntnisse auffrischen könnte?

https://www.perrypedia.de/wiki/Satron

Soll zwar nicht so umfangreich sein wie klingonisch für trekkie-Fans, aber wenn es was gäbe, das wäre sehr nett dazu Hinweise zu bekommen.
Ich verstehe dien Frage nicht ganz. Du fragst, ob es digitale Bibliothek für arkonidische Worte gibst, und verlinkst dann sogar zu eben dieser Bibliothek?
Also... damit hast du deine Frage doch selbst beantwortet :-)

Was ich immer wieder faszinierend finde, sind die vielen deutschen Worte im englsichen

Neben dem wohl allen bekannten Wort "Kindergarden" sagt man, wenn jemand niest "Gesundheit". In Coronazeiten soll man "stossluften" Wenn man alles geschafft hat, ist man auch in den USA "totaly kaputt". Der "Blitz" aus Blitzkrieg wird in Sportkommentaren verwendet. "Doppelganger", "Schadenfreude", und jede Menge anderer Worte werden im englischen verwendet. :-)
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Julian
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Re: Fremdsprachen wie Arkonidisch

Beitrag von Julian »

Es geht um die Aussprache.

Wie die Wörter klingen.

Gruss J
@Wim
Wie kann ich jemanden widersprechen den ich im Grunde verehre.
Gute Zeit!
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AushilfsMutant
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Re: Fremdsprachen wie Arkonidisch

Beitrag von AushilfsMutant »

Arkonidisch ist halt kein Klingonisch. Leider!
„...der Gastgeber fragt in die Runde, was den jeder gerne zu trinken hätte. Der Kosmokrat reagiert verwirrt, man kann mehr als nur Wasser trinken? Der Chaotarch, der gleich neben an sitzt, fragt sich ob es auch genug Tee/Wasser/Kaffee....Arten im Angebot gibt. Darauf hin, kommt es zum Streit zwischen den Beiden, was den nun die richtige Flüssigkeit zum Trinken sei...“

Auszug auf dem Buch: Die Hohen Mächte und der Moralische Code (Band 14, Seite 345, Absatz 2)
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