STELLARIS 60

Beitragvon Gerhard Huber » 5. September 2017, 19:40

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Gerhard Huber
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In PERRY RHODAN-Heft 2926 erscheint Ulf Fildebrandts zweite STELLARIS-Story mit dem Titel »Eine intelligente Maschine«.
Mehr Informationen gibt es hier:

http://www.perry-rhodan.net/newsreader/items/ulf-fildebrandt-verfasste-seine-zweite-stellaris-geschichte.html
»I love deadlines. I like the whooshing sound as they fly by.«
Douglas Adams

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Klaus N. Frick
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Ein kleines Jubiläum für die STELLARIS-Gechichten: Ulf Fildebrandt schrieb die sechzigste Story – es geht um Roboter.

https://perry-rhodan.net/aktuelles/news ... geschichte
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Kritikaster
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Jetzt habe ich fast zwei Wochen seit der Veröffentlichung gewartet, dass sich mal jemand zu der Geschichte äußert. Kommt immer noch nichts. Da verstehe ich die Mitforisten nicht. Ich gehe davon aus, dass die Stellarisgeschichten häufig von Menschen geschrieben werden, die noch nicht so viel Erfahrung mit dem Schreiben zumindest von SF haben. Sie veröffentlichen hier also nicht wie die Autoren der Serie mit viel Routine und Selbstbewusstsein sondern mehr versuchsweise und sind deshalb in erhöhtem Maße auf Rückmeldung angewiesen. Und was kommt dann von den Foristen? Nüschte.
Finde ich nicht fair. Es gibt im Forum genügend Menschen, die selber Erfahrung mit eigenen Kurzgeschichten haben, die für Fanzines schreiben, die die Bedeutung von Leserreaktionen eigentlich kennen müssten und denen es keine Mühe bereiten sollte eben ein paar Gedanken in die Tastatur zu übertragen.
So, jetzt klappe ich den moralischen Zeigefinger wieder ein und hoffe, dass ich ihn zukünftig nicht mehr brauche.
Also:
Wie hat dir die Grundidee der Geschichte gefallen? Wie der Gesamtaufbau, die Details, die sprachliche Umsetzung? Was hat gestört, was hättest du anders gemacht?
8-)
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Richard
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Ich lese die Stellarisgeschichten nur unregelmaessig (und Erfahrung im selber schreiben habe ich in dem Sinn nicht)..
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Clark Flipper
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Ich lese Stellaris gar nicht und schreiben war noch nie mein Ding. :gruebel: Vielleicht habe ich mich deshalb nicht von dem Post angesprochen gefüllt. ;-)
Die Ultimativen Antworten des SF:
"Es geschieht weil es geschah." und "42"
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Günther Drach
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Die Geschichte ist in meinen Augen recht sauber und ruhig geschrieben. Der Anfang wirkt etwas holprig.
Also vom Handwerklichen her durchaus in Ordnung.

Das Problem, mein Problem ist das Gefühl. Wie soll ich sagen, der emotionale Impakt bzw. das Fehlen davon.
Die Thematik erinnert zumindest mich an "Blumen für Algernon". Aber das Manko ist, der Autor / die Story kann mich emotional nicht wirklich berühren, was in meinen Augen für solche Geschichten nötig wäre. Kein wirkliches Fiebern / Mitleiden von meiner Seite, selbst zu dem ferronischen Jungen.

Soll der künftige Käufer entscheiden, ob er den Roboter noch mal starten, ihn sein Dilemma noch mal durchlaufen lässt. Nun ja -- ist das die Pointe, ist das eine Pointe? Brauchen Kurzgeschichten heutzutage eigentlich noch Pointen, überraschende Wendungen am Ende?

(P.S. Du hast vollkommen Recht. Als ich vor Jahren hier noch dem Forum mit meinen "literarischen" Machwerke auf die Nerven ging, beschwerte ich mich auch immer wieder über das tosende Schweigen. Stellaris lese ich nur sehr selten, aber ich werde versuchen, es in Zukunft öfters zu machen und mich hoffentlich auch ab und zu zu äußern.
Lustig übrigens: Ich habe mehrmals versucht, über Wim Vandemaans Beiträge in Stellaris "einzusteigen" und tatsächlich hatte ich meistens den gleichen Kritikpunkt wie oben auch bei ihm: ich fand keinen wirklichen Zugang zu den Handelnden, sie ließen mich kalt.)
Der vollständige Fanroman des NGF (2004 - 2008) -- tut euch was Gutes, lest ihn!

now, take her from these stews and frozen lakes.
she will remember not what did occur,
but if it pleases you, tell her when she wakes ...
... a flower grows yet in hell that's named for her.

-- der dämon etrigan zu swamp thing in moore/bissette/totlebens down amongst the dead men
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Kritikaster
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Günther Drach hat geschrieben: Ich habe mehrmals versucht, über Wim Vandemaans Beiträge in Stellaris "einzusteigen" und tatsächlich hatte ich meistens den gleichen Kritikpunkt wie oben auch bei ihm: ich fand keinen wirklichen Zugang zu den Handelnden, sie ließen mich kalt.)

Das geht mir ähnlich, dazu tauchen die Handelnden zu selten in meinem Leseleben auf. Dass letztens das Personal des Raumers auch noch ausgetauscht wurde, habe ich unter dem Gesichtspunkt gar nicht verstanden. Die Macher haben da offenbar einen ganz anderen Zeit- und Personenbezug.
Zur Folge 60: Die Grundidee fand ich ganz gut, sie erinnerte mich an meinen TV-Receiver, den ich alle paar Wochen vom Netz nehme, da er sich mit dem Monitor nicht verträgt und die Störungen sich immer wieder aufschaukeln, so dass ein Neustart nötig wird. Technik eben.
Der gute Robbi hatte also mein Mitgefühl.
Sprachlich konnte ich gut mitgehen, das war alles sauber ausgedrückt und locker lesbar.
Einige Details haben mich allerdings etwas aus der Geschichte gerissen. Erst ist die Herkunft der Kiste völlig unklar, dann reklamiert sie der Antiquitätenhändler ganz selbstverständlich als sein wertvolles Eigentum. Erst bekommt der Junge dringendes Lagerraumverbot, weil er dort ja auch nichts zu suchen hat, dann ist er da aber gleich wieder, obwohl er bei seinem ersten Besuch vermutlich nichts anderes als langweilige Kisten vorgefunden hat. Das hat mich nicht so überzeugt, was seine Motivation für einen weiteren Besuch betraf.
Aber wie gesagt: Gute Grundidee. Eine besondere Pointe brauchte es für mich nicht mehr. 8-)
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Yman
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Kritikaster hat geschrieben:Wie hat dir die Grundidee der Geschichte gefallen?

Die Grundidee, dass ein Junge eine Beziehung zu einem Roboter aufbaut, der nur für kurze Zeit funktioniert, lernt und dann eine Art Demenz entwickelt, hat mir gut gefallen.

Kritikaster hat geschrieben:Wie der Gesamtaufbau, die Details, die sprachliche Umsetzung?

Die sprachliche Umsetzung ist gut, aber mir war die Geschichte, obwohl es eine Kurzgeschichte ist, etwas zu langatmig angelegt, mit zu viel Nebensächlichem gefüllt, vor allem am Anfang.

Kritikaster hat geschrieben:Was hat gestört, was hättest du anders gemacht?

Ich hätte die Geschichte stärker auf das Wesentliche fokussiert und nur ein Minimum an Figuren benutzt, z.B. den Jungen, seinen Vater und den Roboter Kalu. Mehr hätte es nicht gebraucht. Vater und Sohn aktivieren den Roboter und erleben, was passiert. Am Ende ist der Junge traurig, hat aber etwas gelernt.
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Mr Frost
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Die Geschichte war gut geschrieben.

Es fehlte nur an einem wirklich gut gemachten Ende.
"Soll sein Käufer entscheiden, was mit ihm geschieht (...)" fand ich unbefriedigend.
Ich hätte mir ein irgendwie anderes oder überraschenderes Ende gewünscht.
Ich bin kein besserer Autor, ich meine nur, dass das Ende irgendwie unoriginell war.
Rest wirklich prima.

Daumen hoch!
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Mr Frost
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Yman hat geschrieben: (...) Am Ende ist der Junge traurig, hat aber etwas gelernt.

Gute, alternative Idee!!
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Tuoma
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Mr Frost hat geschrieben:Die Geschichte war gut geschrieben.

Es fehlte nur an einem wirklich gut gemachten Ende.
"Soll sein Käufer entscheiden, was mit ihm geschieht (...)" fand ich unbefriedigend.
Ich hätte mir ein irgendwie anderes oder überraschenderes Ende gewünscht.
Ich bin kein besserer Autor, ich meine nur, dass das Ende irgendwie unoriginell war.
Rest wirklich prima.

Daumen hoch!


Vielen Dank für das Lob (ich habe die Geschichte geschrieben :))
Der Kommentar, dass das Ende unoriginell war, kam ja schon ein paar Mal. Bei meiner nächsten Geschichte werde ich das besser machen. Ich hatte mir gedacht, dass ich es nicht übertreiben wollte, sondern dass der Roboter durch die Jahrhunderte weitergereicht wurde und dass sich dieses Anschalten schon einige Male wiederholt hat, daher keine besondere Aktion. War vielleicht ein wenig zu einfach gedacht von mir.
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Mr Frost
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Tuoma hat geschrieben:(...)
Vielen Dank für das Lob (ich habe die Geschichte geschrieben :))
Der Kommentar, dass das Ende unoriginell war, kam ja schon ein paar Mal. Bei meiner nächsten Geschichte werde ich das besser machen. Ich hatte mir gedacht, dass ich es nicht übertreiben wollte, sondern dass der Roboter durch die Jahrhunderte weitergereicht wurde und dass sich dieses Anschalten schon einige Male wiederholt hat, daher keine besondere Aktion. War vielleicht ein wenig zu einfach gedacht von mir.

Natürlich gerne. Respekt! Weiterhin viel Erfolg mit Deinen Geschichten!

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