Spoiler 2939: Mnemo-Schock, von Michelle Stern

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AARN MUNRO
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Re: Spoiler 2939: Mnemo-Schock, von Michelle Stern

Beitrag von AARN MUNRO »

Habe das Heft jetzt auch fertiggelesen. Sehr gelungene Sache. Hübscher Stil, Handlung sehr gut beschrieben (wenn man die übliche, weibliche Schwerpunktschreibweise auf Kinder etc. überliest). Sehr gelungenes Heft!
"Doc war Pazifist, was ihn nicht daran hinderte, realistisch zu denken!" (Robert A. Heinlein in "The moon is a harsh mistress")
AARNs PR- Artikel auf https://www.zauberspiegel-online.de
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Verkutzon
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Re: Spoiler 2939: Mnemo-Schock, von Michelle Stern

Beitrag von Verkutzon »

Wurde eigentlich irgendwann mal erwähnt, ob Col Tschubai noch auf der RAS lebt?
Verkutzon sah eine endlose Schwärze. Ein nie gekanntes Schwindelgefühl erfasste ihn. Ungläubig liess er Laires Auge sinken. Aus: PR-Heft 1120
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Richard
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Re: Spoiler 2939: Mnemo-Schock, von Michelle Stern

Beitrag von Richard »

Im laufenden Zyklus war jedenfalls nicht mehr von Col die Rede.
Aber das heisst nicht, dass er seinen Job auf der RT los wurde bzw. er freiwillig ging.
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Günther Drach
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Re: Spoiler 2939: Mnemo-Schock, von Michelle Stern

Beitrag von Günther Drach »

Col Tschubai kommt in "Die Nacht der 1000" vor.
yesterday, upon the stair, i met a man who wasn't there!
he wasn't there again today, oh how i wish he'd go away!

― william hughes mearns: antigonish

nolite te bastardes carborundorum.

Der PR-Fanroman des NGF (2004-2008)
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Richard
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Re: Spoiler 2939: Mnemo-Schock, von Michelle Stern

Beitrag von Richard »

Oh, dann habe ich das wieder verdrängt; vermutlich selektives Gedaechnis, ich empfand Col jetzt nicht als *die* Bereicherung an Charaktaeren innerhalb der RT.
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nanograinger
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Re: Spoiler 2939: Mnemo-Schock, von Michelle Stern

Beitrag von nanograinger »

Schöner Roman von Michelle Stern, der geradezu beispielhaft einer großen Anzahl von Akteuren eine Rolle im Geschehen gab, ohne dass dies irgendwie konstruiert wirkte. Besonders gefiel mir bspw. die Art und Weise, wir Täller zwar zuerst von der einen Seite (der Reporterin) und dann von der Führung der RT "benutzt" wird, aber sich trotzdem behauptet und sich nicht verbiegen lässt. Auch Gi Barrs Paso Doble mit Odin Goya ist gut "getanzt". Die "Interview"-Einschübe heben schön den Kontrast der unterschiedlichen Sichtweisen der RT-Besatzung in Kontrast zur monolithischen Doktrin der Thoogondu oder des ZSI unter A.P. Dannan hervor.

Und wir lernen, dass die Thoogondu erst vor ca. 3000 Jahren ihre Hegemonie in Sevcooris erreichten. Das passt dann sehr gut mit dem "Anwerben" der Orion und deren Besatzung in der Schwarm-Krise vor 1500 Jahren zusammen.
Kritikaster hat geschrieben:Der Roman krankte aus meiner Sicht etwas unter dem Spannungskiller, dass schon durch den Titel klar war: Das Lügengespinst wird allen zugänglich gemacht werden. Insofern konnte man alle verzögernden Elemente nicht so ernst nehmen.
Ja und Nein. Sicher war durch den Titel klar, dass der "Hort der Wahrheit" seine Geschichte erzählt würde, aber weder war klar, wer alles davon betroffen sein würde (nur die RT und unmittelbare Umgebung, Gäon, das Neo-Solsystem, der ganze Kugelhaufen?), noch war klar, was für Auswirkungen das haben würde. Sehr gut fand ich, dass der Schock nicht einfach in einer Notlage zur Rettung ausgelöst wurde, sondern nach entsprechender Vorbereitung in einem geplanten und abgesprochenen Vorgehen.
Kritikaster hat geschrieben: Sorgen macht mir die Gesamtthematik. Die Anklänge an aktuelle politische Fragestellungen waren mehr als deutlich. Was ist Wahrheit? Was sind Fake News? Wie kann der Einzelne das unterscheiden, was sind die Kriterien? Nicht jeder kennt Perry schon so lange wie wir und weiß deshalb, dass er meistens nicht lügt. In der Realität (auch der einer Geschichte) ist diese Thematik sehr viel komplizierter und brisanter. Kann das innerhalb einer Romanserie überhaupt adäquat eingefangen werden? 8-)
Wieso denn nicht? Ich finde, dass gerade dieser Aspekt auch in diesem Roman sehr gut behandelt wird. Perry gibt bspw. zu, dass er selbst nicht sicher sein kann, ob er nicht von ES in der einen oder anderen Weise manipuliert wurde oder wird (über den ZAC, man erinnere sich, dass Bully ja ebenfalls solche Bedenken bzgl. seines eigenen ZAC hat).

Um Wahrheit von "fake news" zu unterscheiden gibt es in PR wie in unserer Realität nur zwei Möglichkeiten: Unabstreitbare Indizien (bspw. die Artefakte auf Porass, die die angebliche Geschichte der Soprassiden widerlegten) oder glaubwürdige Augenzeugen (hier dürfte Gi Barr noch seine wichtige Rolle spielen). Aber natürlich muss man auch die Bereitschaft und Offenheit mitbringen, überhaupt in Betracht zu ziehen, dass der eigene Standpunkt vielleicht nicht korrekt ist. Oder so von sich und seiner Mission überzeugt sein, dass man sich die Macht sichern will wie A. P. Dannan, vollkommen unabhängig davon, was denn die Wahrheit ist.
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Grauleben
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Re: Spoiler 2939: Mnemo-Schock, von Michelle Stern

Beitrag von Grauleben »

Wegen der Diskussion "Thoogondu fremdbeeinflusst oder nicht" im letzten Spoilerthread könnte man sich ja auch einmal überlegen, weshalb der Kampf in Sevcooris denn so lange (Jahrtausende oder sogar über ein Jahrzehntausend) andauerte, ohne eine echte Entscheidung zu erreichen. Die Thoogondu kamen vor ca. 30.000 Jahren zerrupft dort an, geben wir ihnen gute 5.000 Jahre zur Konsolidierung, bevor der echte Krieg ausbrach, dann kämpften die dort über 20.000 Jahre lang hin- und her. Und plötzlich, vor guten 3000 Jahren, gelang dann der endgültige Sieg? Da könnte man sich schon fragen, was gab denn nach dieser langen Zeit des Kampfes, der sicher alle Seiten schwächte, plötzlich den Ausschlag? Oder auch, wessen Hilfe hatten sie da auf einmal?

Irgendwie suche ich halt immer noch nach einer Verbindung Thoogondu/Gemeni, weil ich mir nur schwer vorstellen kann, dass diese beiden Themenbereiche nicht doch irgendwie miteinander verknüpft sind.
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HerbertSeufert
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Re: Spoiler 2939: Mnemo-Schock, von Michelle Stern

Beitrag von HerbertSeufert »

@Grauleben

Wir wissen immer noch nicht allzu viel!
Ich gehe aber davon aus, dass der Kern des Problems in der Milchstraße liegt und das Finale des Zyklus dort spielt.
Deshalb messe ich dem erweiterten Milchstraßenplot die größte Bedeutung zu!
Insbesondere der Agenda um die erzwungene Abwesenheit von ES und die Wieder- oder Neuimplikation der SI auf die Handlungsbühne.

Was wissen wir schon über das Finetuning der sog. Scherung?
Wir wissen aber um die EIRIS-Kehre und deren Wirkradius.
Sevcooris liegt deutlich außerhalb dieser HM-/SI-Resistenzzone.
So wie im letzten Zyklus Orpleyd und auch - demnächst vielleicht - Sashpanu.

Wissen wir denn, ob die beiden Phänomene der Scherung und der Eiriskehre, die nicht direkt genetisch verbandelt sind, aber annähernde Synchronizität der Erstbekanntwerdung aufweisen, nicht doch gewisse Berührungspunkte haben?

Kann es z.B. sein, dass das Prinzip der Scherung noch nicht in jede Richtung universal ist, dass man z.B. bei genügend weiter kosmographischer Entfernung von der Milchstraße plötzlich in einer Raumzeit auftaucht, die noch nicht von der Scherung erfasst ist.
Orpleyd spricht nicht zwingend dagegen: Erstens sind seither etliche Jahre vergangen und zweitens muss die Ausbreitung des Scherprozesses nicht isotrop sein, also nicht richtungsunabhängig.
Vielleicht ist dieser Prozess sogar deutlich anisotrop, mit hoher Gefahr für Fernreisende, plötzlich vom Heimatzweig der Realität abgeschnitten zu werden,
so wie man als Surfer von der Welle überrollt werden kann.

Ich weiß nicht, in welche Richtung die Expokraten planen, aber etwas stimmt mit dem Sevcooris-Runway ganz und gar nicht.
Auf klassische Weise ist die Gondunats-Bühne noch längst nicht abgefrühstückt und trotzdem gibt es die dunkle Vorahnung eines baldigen (erzwungenen und fluchtartigen?) Topos-Wechsels der RT-Expedition?

Wie könnte man das erklären?
Ich fürchte, es hat nicht nur etwas mit Wahrheit und Wahrheitsbeugung im Goldenen Reich zu tun, sondern mit physikalischen Wirklichkeiten.
Dann könnte es bald um die nackte Existenz in vertrauter gemeinsamer Realität mit dem Universum der Milchstraße gehen.
Schnell ist ein Rückweg versperrt.

Und, was wir auch noch nicht wissen, ist, was sich hinter dem Terminus »Q-Zündung« verbirgt.
Angeblich war die gäonische Milchstraßenexpedition mit der IWAN IWANOWITSCH GORATSCHIN in diese Richtung bereits erfolgreich, wie wir dem ersten Heft der USO-Trilogie Nr. 2831 »Kampf um Quinto Center« entnehmen konnten.
War dies wirklich »nur« auf die durchgeführten Sonnenzündungen gemünzt? Oder auf Quinto-Center?

Könnte »Q« nicht doch eher für »Quanten« stehen?
Was könnte eine »erfolgreiche Quantenzündung« implementieren?

Ist ein verhängnisvoller Prozess in der Milchstraße bereits angelaufen?

PS: Zu Deiner Frage des Zusammenhangs zwischen dem Thoogondu-Komplex und den Gemeni:
Es wird sicher einen geben!
Ist GESHOD eine negative höhere Macht?
Die Ausstrahlung der Sprosskerne deutet in diese Richtung!
Zuletzt geändert von HerbertSeufert am 16. Dezember 2017, 22:28, insgesamt 2-mal geändert.
E=mc²
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Raktajino
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Re: Spoiler 2939: Mnemo-Schock, von Michelle Stern

Beitrag von Raktajino »

Wir drücken dir die Daumen. :D
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HerbertSeufert
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Re: Spoiler 2939: Mnemo-Schock, von Michelle Stern

Beitrag von HerbertSeufert »

@Raktajino
Wem drückt IHR die Daumen und, wer sind »WIR«?
:devil: :D :st:
E=mc²
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Raktajino
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Re: Spoiler 2939: Mnemo-Schock, von Michelle Stern

Beitrag von Raktajino »

Alle, die die Plastiktüte vermissen????
Nee, alle im Forum! :D
Zumindest 4 alle! :D (Die werden wier schon zusammenkriegen). :o
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HerbertSeufert
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Re: Spoiler 2939: Mnemo-Schock, von Michelle Stern

Beitrag von HerbertSeufert »

@Raktajino
Forsight is better als Nachsight! :D :devil: :rolleyes:
Ad astra!
E=mc²
Waringer
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Re: Spoiler 2939: Mnemo-Schock, von Michelle Stern

Beitrag von Waringer »

Harzzach hat geschrieben: Nicht ganz :)

Das Solare Imperium hat NIE massive Angriffskriege mit dem Ziel der totalen Vernichtung gegnerischer Völker (!) geführt, so wie die Thoogondu dies in Sevcooris wohl getan haben. Nie! Der eine oder andere arkongebombte Planet ist eher dem Actionbedürfnis der Leser durch die Autoren geschuldet gewesen als einer stringent und konsequent aggressiven Politik des SI. Zudem in solchen Fällen meist immer Gucky zur Stelle war, um zumindest ein paar Exemplare einer Spezies zu retten. Die bewusste Vernichtung von Völkern stand in der Führung des SI nie zur Debatte.
Ich frage mich auch wie Bewohner des ZSI zu dieser Vorstellung („Wir werden zurückkehren, eines Tages. Wir werden über die Milchstraße herrschen, so wie du es hättest tun sollen, Perry Rhodan. Du hättest sie anführen sollen, die Völker der Galaxis, nicht irgendein Gremium aus Minderwertigen, denen ein Ferrone vorsteht. Du hättest der erste Mann dieses glorreichen Imperiums bleiben sollen und hast versagt. Du hast deine Einstellung geändert, hast den Traum der Alleinherrschaft der Menschheit aufgegeben.“ etc.) gekommen sein sollen. Handelt es sich dabei um eine weitere „Gehirn-Wäsche“ der Thoogondu? Dem ZSI ist doch die gesamte Geschichte des SIs bis zur Schwarm-Krise bekannt? Naja, es wurde ja bereits angedeutet, dass es an einem fehlenden Rhodan gelegen haben könnte. Das SI hat sich z.B. nach Beseitigung einer Bedrohung (MDI) geradezu fluchtartig aus Andromeda zurück gezogen und die Tefroder den Maahks überlassen oder hat sich einem Konflikt mit Dabrifa, dem Carsualschen Bund u. der ZGU, die mit dem Pazifismus (!) des SI nicht einverstanden waren, durch Flucht (Fall Laurin, ATG-Feld) entzogen. Und damals, nach dem Angriff der Blues auf Arkon und Zerstörung von Arkon III, hat man sich fluchtartig aus der Galaktischen Allianz und dem Vereinten Imperium (Arkon + Terra) zurückgezogen, dessen „Vorsitz“ (Großadministrator) man praktisch hatte. Der Titel „Großadministrator“ wurde später blödsinnigerweise ohne Grundlage für das SI einfach übernommen. So gesehen ist das SI in der Geschichte eher von einem Rückzug oder Flucht von Positionen geprägt gewesen, um Konflikte oder Kriege zu vermeiden.

Eine andere Möglichkeit wäre, dass die Autoren uns Glauben machen wollen, dass das SI agressiv und beherrschend war. Werden mittlerweile auch Hooris-Kristalle mit den Romanen ausgeliefert? :rolleyes: Spaß beiseite, man muß den Autoren auch mal ein Lob aussprechen, dass sie die Auslegung und Interpretation von Geschichte, Fake News etc. zum Gegenstand machen. Andreas Eschbach hatte das damals auch schon in den Romanen über die falsche Welt, wo unter anderem die Figur des Crest (oder Rhodans) einfach umgedeutet wurde, thematisiert. Es geht oft um die Deutungshoheit der Geschichte. Mir hat auch damals schon die Thematik um die kontrafaktorische Geschichtsforschung gut gefallen, deshalb mal ein explizites Lob an die Autoren. (Man darf auch mal loben. :D )
Harzzach hat geschrieben: Die Vorwürfe, dass die PR-Serie faschistoid sei, entzündeten sich übrigens nicht an zerstörten Planeten, sondern an der Figur des Perry Rhodan selbst in seiner Funktion als unsterblicher, dauergewählter (!) Großadministrator UND dem damals vorherrschenden Militarismus in der Serie, wo so gut wie keine Zivilisten als Handlungsfiguren vorkamen und wenn Zivilisten in den Handlung vorkamen, dann nur als anonyme, hysterische Schafsherde, die man immer mit milder Strenge lenken, die man von Manipulationen durch Fremdvölker befreien oder in Tiefbunker schicken muss.
Grundsätzlich ja, Voltz hat dem damals aber schon entgegengearbeitet und oft Figuren verwendet, die eher Zivilisten in Uniform waren (Picot, Surfat, Poindexter, Olek etc.).
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nanograinger
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Re: Spoiler 2939: Mnemo-Schock, von Michelle Stern

Beitrag von nanograinger »

Waringer hat geschrieben: Ich frage mich auch wie Bewohner des ZSI zu dieser Vorstellung („Wir werden zurückkehren, eines Tages. Wir werden über die Milchstraße herrschen, so wie du es hättest tun sollen, Perry Rhodan. Du hättest sie anführen sollen, die Völker der Galaxis, nicht irgendein Gremium aus Minderwertigen, denen ein Ferrone vorsteht. Du hättest der erste Mann dieses glorreichen Imperiums bleiben sollen und hast versagt. Du hast deine Einstellung geändert, hast den Traum der Alleinherrschaft der Menschheit aufgegeben.“ etc.) gekommen sein sollen. Handelt es sich dabei um eine weitere „Gehirn-Wäsche“ der Thoogondu? Dem ZSI ist doch die gesamte Geschichte des SIs bis zur Schwarm-Krise bekannt?
...
Vielleicht erinnert sich das ZSI (oder auch die Expokraten) auch an Situationen wie dem ersten Auftreten auf Ferrol, als Perry eine zumindest jingoistische Haltung an den Tag legt. In PR 11 schreibt ihm Kurt Mahr folgende Einstellung zu:

"Bei allem, was unternommen wurde, durfte das große Ziel nicht aus den Augen verloren werden: die Menschheit zur führenden Rasse der Galaxis zu machen. Der Mensch hatte darauf zu achten, daß seine Geheimnisse auch seine Geheimnisse blieben."

Damals gab es noch kein SI, aber diese Einstellung zog sich noch lange in der einen oder anderen Form durch die Serie. Das oben aus PR 2939 zitierte "Selbstverständnis des ZSI" (wobei man sich von Verallgemeinerungen immer zurückhalten sollte) ist nicht sehr weit vom Selbstverständnis des SI bis zum Schwarm-Zyklus oder sogar bis zur endgültigen Zerschlagung des SI mit PR 673 entfernt.

Das sieht man auch sehr schön im letzten Roman, als das Raumschiff BOUNT TERHERA eingeführt wird und Gucky über diese Namensgebung sinniert. Das ZSI entspricht in etwa einem SI unter Führung eines Militärs wie Bount Terhera. Aus der Perrypedia:

"Terhera besaß außergewöhnliche Intelligenz und Scharfsinn und konnte mit seiner Autorität und seinen rhetorischen Fähigkeiten seine Umgebung beeindrucken. Er war gleichzeitig mutig, aber auch rücksichtslos gegenüber anderen. Besonders Fremdvölkern brachte er eine ausgeprägte Abneigung entgegen.
Terhera glaubte, die Menschheit sei dazu bestimmt, über die Milchstraße zu herrschen. Die Solare Flotte sollte das Instrument ihrer Herrschaft sein.
Er war skrupellos in der Verfolgung seiner Ziele, an die er mit Überzeugung glaubte. In der Wahl seiner Mittel hatte er wenig Hemmungen und schreckte selbst vor Verbrechen bis hin zum Mord nicht zurück."

Arbo P. Dannan lässt grüßen.

Meiner Meinung nach müssen die Thoogondu also gar nicht zu Maßnahmen wie großmaßstäblichen Re-Engrammierungen der Menschen des ZSI greifen. Die oben zitierte Einstellung ergibt sich in Eigendynamik bei entsprechender "Fütterung" mit selektiv ausgewählten Nachrichten über die "chaotischen Zustände" in der aktuellen Milchstraße.
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Re: Spoiler 2939: Mnemo-Schock, von Michelle Stern

Beitrag von Clark Flipper »

Ich denke die Menschen in Nordkorea leben auch in einer welche welche wir so nicht kennen.
Das liegt aber daran das unsere Regierungen uns nicht die Wahrheit sagen ... :rolleyes:
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Re: Spoiler 2939: Mnemo-Schock, von Michelle Stern

Beitrag von Ce Rhioton »

And we have just one world
But we live in different ones ...
:unsure:

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Re: Spoiler 2939: Mnemo-Schock, von Michelle Stern

Beitrag von Raktajino »

Das erfordert von Seiten der Autoren höchstes Fingerspitzengefühl. :D
Man will natürlich die lesenden Solaristen nicht vor den Kopf stoßen. :devil:
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Re: Spoiler 2939: Mnemo-Schock, von Michelle Stern

Beitrag von Oceanlover »

Die Dreierreihe fängt ja gut an. Michelle hat klasse vorgelegt. Wenn das so weitergeht, können wir nicht meckern (zumindest nicht ich). ;)

Überhaupt mal ein dickes Dankeschön an alle Perry Rhodan - Macher für die schöne wöchentliche Auszeit aus dem Alltag.
Nette Grüße
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Re: Spoiler 2939: Mnemo-Schock, von Michelle Stern

Beitrag von Harzzach »

Waringer hat geschrieben:So gesehen ist das SI in der Geschichte eher von einem Rückzug oder Flucht von Positionen geprägt gewesen, um Konflikte oder Kriege zu vermeiden.
Das könnte direkt aus der Wahlrede eines Bount Terhera stammen :)

Nein, was hier ja vollkommen unter den Tisch fällt, ist die langfristig sinnvolle Reduktion des Solaren Imperiums auf ein vergleichsweise überschaubares Kerngebiet mit knapp 800 Systemen. Das SI des Jahres 3400 war stabil und gefestigt, die Solare Flotte die mit Abstand mächtigste Sternenflotte aller Machtgruppierungen in der Milchstrasse und die Solare Abwehr, zusammen mit der USO, hat einen erfolgreichen Agenten-Krieg gegen alle Böswilligen geführt. Man hätte die Anti-Terranische Koalition auf allen Ebenen besiegen können. Hat man nicht, weil Rhodan klugerweise auf interne Verwerfungen in den Nachfolge-Staaten/Reichen gesetzt hat. Demzufolge konnte das SI nach der Schwarmkrise am schnellsten wieder restauriert werden, weil man keine Verluste durch einen terranischen Bürgerkrieg erlitten hatte und war dann NOCH mächtiger als schon zuvor. Rhodan als Ersten Hetran auszurufen, war seitens des Konzils fast schon zwangsläufig. Rhodan war damals THE MAN schlechthin.

Es ist jedoch schwierig kurzlebigen Normalos so eine langfristige Perspektive zu vermitteln, so dass ich Nanos Meinung teile, dass die Thoogundels in Sachen ZSI gar nicht viel manipulieren mussten. Da genügen schon ein paar Änderungen in den historischen Speichern der ORION und *schwupps* sieht Rhodan nicht mehr allzu gut aus. Dazu noch ein wenig aktive Propaganda und wir haben ein ZSI mit Sendungsbewusstsein und der Meinung, dass Gäonen die allergrößten Checker überhaupt sind.
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Arthur Dent
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Re: Spoiler 2939: Mnemo-Schock, von Michelle Stern

Beitrag von Arthur Dent »

nanograinger hat geschrieben:Schöner Roman von Michelle Stern, der geradezu beispielhaft einer großen Anzahl von Akteuren eine Rolle im Geschehen gab, ohne dass dies irgendwie konstruiert wirkte. Besonders gefiel mir bspw. die Art und Weise, wir Täller zwar zuerst von der einen Seite (der Reporterin) und dann von der Führung der RT "benutzt" wird, aber sich trotzdem behauptet und sich nicht verbiegen lässt.
Für mich klar der beste Teil an diesem Roman. Mit Täller schlägt Michelle Stern zwei Fliegen mit einer Klappe. Der Mandaame ist die ständige Mahnung an alle, dass ihm und seinem Volk schwerstes Unrecht angetan wurde. Darüberhinaus ist er Katalysator für die Entwicklung von Gi Barr, der Andersartigen, wie die anderen Gäonen auch, ablehnend gegenübersteht. Und nun offensichtlich in die "richtige" Spur gefunden hat.
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Re: Spoiler 2939: Mnemo-Schock, von Michelle Stern

Beitrag von Waringer »

nanograinger hat geschrieben:
Vielleicht erinnert sich das ZSI (oder auch die Expokraten) auch an Situationen wie dem ersten Auftreten auf Ferrol, als Perry eine zumindest jingoistische Haltung an den Tag legt. In PR 11 schreibt ihm Kurt Mahr folgende Einstellung zu:

"Bei allem, was unternommen wurde, durfte das große Ziel nicht aus den Augen verloren werden: die Menschheit zur führenden Rasse der Galaxis zu machen. Der Mensch hatte darauf zu achten, daß seine Geheimnisse auch seine Geheimnisse blieben."
Hm, ja, solche ambivalenten Anwandlungen gab es zu Zeiten des „Erben des Univerums“ öfters. Besser zu sein oder zu führen ist aber per se nicht verwerflich, bedeutet es in der Evolution auch immer zu überleben. Die Frage ist, was man daraus macht: mit großer Macht kommt große Verantwortung. Interessant ist nebenbei gesagt, dass so etwas in der Wirtschaft auch immer angestrebt wird: die Marktführerschaft. Und niemand tritt in der Bundesliga oder bei Olympia an, um letzter zu werden (außer vielleicht Eddie the Eagle). ;)
nanograinger hat geschrieben: Damals gab es noch kein SI, aber diese Einstellung zog sich noch lange in der einen oder anderen Form durch die Serie. Das oben aus PR 2939 zitierte "Selbstverständnis des ZSI" (wobei man sich von Verallgemeinerungen immer zurückhalten sollte) ist nicht sehr weit vom Selbstverständnis des SI bis zum Schwarm-Zyklus oder sogar bis zur endgültigen Zerschlagung des SI mit PR 673 entfernt.

Das sieht man auch sehr schön im letzten Roman, als das Raumschiff BOUNT TERHERA eingeführt wird und Gucky über diese Namensgebung sinniert. Das ZSI entspricht in etwa einem SI unter Führung eines Militärs wie Bount Terhera. Aus der Perrypedia:

"Terhera besaß außergewöhnliche Intelligenz und Scharfsinn und konnte mit seiner Autorität und seinen rhetorischen Fähigkeiten seine Umgebung beeindrucken. Er war gleichzeitig mutig, aber auch rücksichtslos gegenüber anderen. Besonders Fremdvölkern brachte er eine ausgeprägte Abneigung entgegen.
Terhera glaubte, die Menschheit sei dazu bestimmt, über die Milchstraße zu herrschen. Die Solare Flotte sollte das Instrument ihrer Herrschaft sein.
Er war skrupellos in der Verfolgung seiner Ziele, an die er mit Überzeugung glaubte. In der Wahl seiner Mittel hatte er wenig Hemmungen und schreckte selbst vor Verbrechen bis hin zum Mord nicht zurück."

Arbo P. Dannan lässt grüßen.
Ja, Bount Terhera, da stellt sich doch die entscheidende Frage. Wenn eine Figur wie Rhodan den Ausschlag gab, dass das SI sich nicht in einen imperialistischen, gemeingefährlichen Moloch verwandelt hat, welche Strukturen u. Mechanismen im SI wären denn dann ohne Rhodan dafür verantwortlich gewesen? Solange das SI eine Demokratie war, kann das nur der Wähler sein. Man könnte also nicht das System dafür verantwortlich machen, sondern nur den Wähler, der daneben gegriffen hat. Den einzigen plausiblen Vorwurf, den man anbringen könnte, wäre, dass das SI derart mißraten war, dass der Großadministrator bzw. das Amt über eine irgendwie geartete zu große Machtfülle in dieser Demokratie verfügte.
nanograinger hat geschrieben: Meiner Meinung nach müssen die Thoogondu also gar nicht zu Maßnahmen wie großmaßstäblichen Re-Engrammierungen der Menschen des ZSI greifen. Die oben zitierte Einstellung ergibt sich in Eigendynamik bei entsprechender "Fütterung" mit selektiv ausgewählten Nachrichten über die "chaotischen Zustände" in der aktuellen Milchstraße.
Das denke ich auch, durch ein bißchen subtile Indoktrination bzw. „Fütterung“ läßt sich das gewünschte Ergebnis erzielen. Die Thoogondu sind in Sevcooris ja eher bemüht, als Friedenstauben zu erscheinen. Wären erfolgreiche Thoogondu, die in der Vergangenheit agressiv und kriegerisch auftraten, nicht sogar ein besseres Vorbild für die Militaristen des ZSI?
Raktajino hat geschrieben:Das erfordert von Seiten der Autoren höchstes Fingerspitzengefühl. :D
Man will natürlich die lesenden Solaristen nicht vor den Kopf stoßen. :devil:
Sind das die, die ihre Leserbrief Kritik an Michelle mit Briefmarken des Solaren Imperiums frankieren? :D
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Re: Spoiler 2939: Mnemo-Schock, von Michelle Stern

Beitrag von Raktajino »

Mein lieber Waringer, da prüfe sich jeder selbert. :D
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Re: Spoiler 2939: Mnemo-Schock, von Michelle Stern

Beitrag von Raktajino »

Mal schaun, ob es dem ZSI gelingt: Make the Solar Imperium GREAT again! :lol:
Ein Glück, dass wir auf der transatlantischen Seite rechts sind - wenn du vor dem Globus stehst - und Europa auf die Fahnen geschrieben haben. :D
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Re: Spoiler 2939: Mnemo-Schock, von Michelle Stern

Beitrag von Casaloki »

Harzzach hat geschrieben:
Die Vorwürfe, dass die PR-Serie faschistoid sei, entzündeten sich übrigens nicht an zerstörten Planeten, sondern an der Figur des Perry Rhodan selbst in seiner Funktion als unsterblicher, dauergewählter (!) Großadministrator UND dem damals vorherrschenden Militarismus in der Serie, wo so gut wie keine Zivilisten als Handlungsfiguren vorkamen und wenn Zivilisten in den Handlung vorkamen, dann nur als anonyme, hysterische Schafsherde, die man immer mit milder Strenge lenken, die man von Manipulationen durch Fremdvölker befreien oder in Tiefbunker schicken muss.
Kleine Ergänzung. Bei diesen Personen des Militärs handelte es sich fast immer um Männer. :rolleyes:
„Ich habe Dinge gesehen, die ihr Menschen niemals glauben würdet. Gigantische Schiffe, die brannten, draußen vor der Schulter des Orion. Und ich habe C-Beams gesehen, glitzernd im Dunkeln, nahe dem Tannhäuser Tor. All diese Momente werden verloren sein in der Zeit, so wie Tränen im Regen. Zeit zu sterben.“ Blade Runner, Roy Batty (gespielt von Rutger Hauer).
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Re: Spoiler 2939: Mnemo-Schock, von Michelle Stern

Beitrag von Clark Flipper »

Das eigentlich erstaunliche an der Geschichte ist nur, das so eine dümmliche Idee auch nach Jahrzehnten noch mit möglichen Argumenten versorgt wird.

Und das obwohl schon immer klar war welche Idee hinter diesen Vorwurf steckte.

Nun ja, ihr Erfinder ist Tod, sein paranoider Vorwurf soll wohl seiner Gedenken.
Die Ultimativen Antworten des SF:
"Es geschieht weil es geschah." und "42"
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