Spoiler 2941: TEIRESIAS spricht, von Kai Hirdt

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NEX
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Re: Spoiler 2941: TEIRESIAS spricht, von Kai Hirdt

Beitrag von NEX »

marafritsch2705 hat geschrieben:... Also...strategisch gesehen war diese sevcooris reise ein finanzielles soqie ein militärstrategisches fiasko...was in einem putsch der machtverhältnisse der gäonen gipfelte...da dannan der wahre machthaber war(so wie perry es immerschon bei den terraner ist!)...und nun eine sommerset an die macht geputscht wurde.
Was soll der Vergleich mit Perry? Perry war immer demokratisch gewähltes Staatsoberhaupt und in keinster Weise zu vergleichen mit Dannan.
Dannan putscht. Das ist Fakt und steht auch so in den Romanen.
Somerset ist die gewählte Solastratorin. Das ist Fakt und steht auch so in den Romanen.
Sie ist in keinster Weise ihres Amtes enthoben worden. Obwohl es einige versuchten, konnte es niemand. Das ist Fakt und steht auch so in den Romanen.
Dass das Militär seine eigene Suppe kocht (siehe IWAN und IWANOWITSCH in der Milchstraße), ist davon unbenommen. Dass das Militär auch Regierungsmitglieder auf seiner Seite hat, ist davon unbenommen und steht auch in den Romanen.

Aber verdrehe bitte nicht die Tatsachen. Du würdest am liebsten wohl die Romane umschreiben, so dass sie zu deiner Meinung passen. (Scherung?) :devil:
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NEX
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Re: Spoiler 2941: TEIRESIAS spricht, von Kai Hirdt

Beitrag von NEX »

marafritsch2705 hat geschrieben:...So wurden die gäonen eingeführt/ es ist kein demokratisches reichauch wenn das volk demokratisch regiert wird
Wäre Somerset nur eine Marionetten- oder Operetten-Regierung, hätten keine Militärs gemeutert und sich auf die Seite Somersets gestellt. Also scheint es Andersdenkende zu geben. Warum geschieht vieles im Geheimen? (Expedition in die Milchstraße, Versuche mit den Khuluntur). Warum gibt er dann Sivathassam keinen Befehl, sondert äußert nur einen Wunsch? Dannan zieht im Verborgenen seine Fäden, aber er weiß, dass er nicht gesetzmäßig handelt, allerdings seiner Meinung nach richtig. Deshalb ist er der Putschist.
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nanograinger
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Re: Spoiler 2941: TEIRESIAS spricht, von Kai Hirdt

Beitrag von nanograinger »

marafritsch2705 hat geschrieben:...
So wurden die gäonen eingeführt/ es ist kein demokratisches reichauch wenn das volk demokratisch regiert wird
Du scheinst nicht zu merken, was für einen Unsinn du schreibst. Ist aber egal, da nur zählt, was in den Romanen steht, und nicht, was du dir dazu fabulierst. B-)

Und in den Romanen wird das ZSI als Demokratie beschrieben, das von der gewählten Solastratorin geführt wird. Dass das Militär (und der Geheimdienst) eine starke Stellung und großen Einfluss hat, ist unbestritten, aber erinnere dich an Gi Barrs Reaktion, als er von der IIG erfährt. Das Selbstverständnis des ZSI ist definitiv nicht das einer Militärdiktatur mit Hand-Puppen als politische "Führung". Sonst hätte sich Dannan das Attentat auf Somerset schlicht sparen können. Hat er aber nicht. Was sagt dir das?
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Re: Spoiler 2941: TEIRESIAS spricht, von Kai Hirdt

Beitrag von Waringer »

Kai Hirdt hat geschrieben: In ein paar Jahren kann viel passieren. Man kann zum Beispiel, gerade wegen der zitierten Erfahrungen, auf die Idee kommen, dass so eine Administrative Priorität eine tolle Sache ist.
Ja, den Gedanken hatte ich auch schon, dass es als Reaktion darauf entstanden sein könnte. Das wäre wohl plausibel. Das Zeitfenster dafür sah wie folgt aus:
März 3433: Konferenz der Verräter
Juli 3437: Reise der MARCO POLO nach Gruelfin
Juni 3441: Rückkehr der MARCO POLO (Schwarm-Krise)
Juli 3441: Unfall der ORION

Naja, vielleicht war die AdPri auch vorrangig der Zugang zum Chef-WC (Whistler DeLuxe, von Feen u. Siganesen geschöpftes Papier) an Bord: ;)
Rhodan <Räuspern>: „Administrative Priorität!“
Fähnrich Kawuppke: „Sir? Dort entlang.“
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Raktajino
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Re: Spoiler 2941: TEIRESIAS spricht, von Kai Hirdt

Beitrag von Raktajino »

Waringer hat geschrieben:Naja, vielleicht war die AdPri auch vorrangig der Zugang zum Chef-WC
Vielleicht könnte man das als Schlüssel kopieren für die Walls und Co. :devil:
Waringer
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Re: Spoiler 2941: TEIRESIAS spricht, von Kai Hirdt

Beitrag von Waringer »

nanograinger hat geschrieben:Witzige Polemik, aber leider unzutreffend. Es wurde lediglich in einer der vielen Lücken der großen PR-Erzählung eine weitere Facette hinzugefügt, die in diesem Fall absolut ins Bild passt. "Überrangcodes" der einen oder anderen Art gibt es in PR zuhauf, die „Administrative Priorität“ ist lediglich eine weitere Variante davon.
Danke, für den vollkommen berechtigten Einwurf. Das zeigt wieder einmal, dass man nur durch kritisches Hinterfragen interessante Zusammenhänge aufdecken kann. Handelt es sich bei den „Überrangcodes“ nicht um eine relativ neumodische Erfindung? Ihr dürft nicht vergessen, dass es zu Zeiten des Solaren Imperiums keine hyperintelligenten, sprechenden Bordcomputer gab. Das waren bessere Taschenrechner. Auch die MARCO POLO besaß so etwas nicht. Das waren die sechziger Jahre, die Zeit der Lochstreifen und Relais. Zu Zeiten des Solaren Imperiums kann ich mich nur an 2-3 Begebenheiten erinnern, immer im Zusammenhang mit Stationen, an denen eine Art Identifikation erfolgte: Atlan und das arkonidische Robotgehirn, das Venusgehirn und die Übergabe OLD MANs, wobei diese Übergabe eher biologischer Natur war. Die Situationen wo Terraner oder Rhodan dagegen die Kontrolle über ihr Raumschiff verloren haben, sind Legion. Ein konkretes Beispiel: In der Nr. 251 (Armee der Biospalter) wird die CREST III von den Biospaltern angegriffen und eingenommen. Rhodan kann mit Hilfe von Gucky fliehen. Warum hat Rhodan damals nicht einen Überrangcode angewendet und die CREST III gesperrt? So konnten die Biospalter damit zu ihrem Heimatplaneten fliegen. Erstens, weil es ihn nicht gab und zweitens, weil es für die weitere Geschichte kontraproduktiv gewesen wäre. Auch für Romane wie Nr. 348 u. 349 (Partisanen von der CREST) wäre so etwas hilfreich gewesen. Und nein, ich kann mich auch nicht erinnern, dass man Rhodan damals einen Thermoblaster an den Kopf gehalten und zur Herausgabe der „Überrangcodes“ gezwungen hätte. Und die ORION war ein Schiff des Solaren Imperiums bzw. der sechziger Jahre. Viel schlimmer noch! Die spätere Idee des sogenannten Autorisationscodes (authorization code) ist eine Erfindung der Neuzeit und stammt vermutlich gar aus anderen Serien (STAR TREK), wo es exzessiv verwendet wurde:
http://de.memory-alpha.wikia.com/wiki/Autorisationscode
(Das kommt halt davon, wenn man zuviel STAR TREK sieht. ;))
Das Konzept und die Bedeutung des heutigen Zugangscodes oder Paßwortes für Computer und Maschinen dürfte den damaligen Autoren zu der Zeit auch nicht richtig geläufig gewesen sein. Ich stelle mir gerade eine Szene vor, in der Perry Rhodan sich einen 20stelligen Kode mit arkonidischen u. terranischen Sonderzeichen überlegt. :D Und so ist es manchmal problematisch neue Techniken plausibel in alte Romane zu integrieren, weil es evt. mit den alten Geschichten nicht vereinbar ist. In den alten Romanen gab es auch keine Holografie. Dafür gab es schräg ausgeführte Teleskoplandestützen, die angeblich federten und Torbogentransmitter. Alles Einrichtungen, von denen man sich in der modernen Serie aus verständlichen Gründen inzwischen getrennt hat.

Zurück zum Thema: nachträgliche Erinnerungen, Glaubwürdigkeit und Plausibilität. Ich denke, dass nachträglich eingefügte Erinnerungen ein interessantes Thema bzw. Problematik innerhalb der Serie darstellen. Wurde nicht auch in „Terminus“ eine Erinnerung später hinzugefügt? Und sind die Autoren nicht schelmisch genug sind, so etwas zu praktizieren, wenn sie es wollten, eine (Re-)Engrammierung des Lesers? :unschuldig: Wie kommen die überhaupt auf so etwas? Philip K. Dick und seine Romane (Total Recall, Blade Runner etc.)? Ich fände es amüsant, wenn man vielleicht auf diese Weise die „Solaristen“ unter den Lesern „bestrafen“ wollte. Nicht umsonst werden an dieser Eingangs erwähnten Textstelle im Roman mehrere Begriffe mit negativer Konnotation (Nebenbedeutung), wie „Personenkult“ etc. verwendet . (Aber auch einen „Personenkult“ gab es damals nie. Voltz hätte so etwas nie geschrieben. Siehe auch Nr. 419). Jedenfalls handelt es sich bei der AdPri um ein nachträglich hinzugefügtes Engramm bei Rhodan und dem Leser, also eine später hinzugefügte Gedächtnisstruktur. (Die Autoren könnten, wenn sie wollten, sich die furchtbarsten Erinnerungen ausdenken und diese in die Serie integrieren. Man könnte auch eine Erinnerung erfinden, dass das SI mal einen Planeten mit Einhörnern, Delphinen und Kuschelbären vernichtet hat.)

Mit den Erinnerungen innerhalb der Serie hat es interessanterweise folgende Bewandtnis: Wird eine Erinnerung erwähnt, die in der Serie beschrieben wurde, so ist diese falsifizierbar, also nachweisbar bzw. nachlesbar und wir können sie teilen. Sehr plausibel, glaubwürdig und angenehm. Wie sagt man so schön: Gemeinsame Erinnerungen verbinden. Nehmen wir an, Rhodan erinnert sich an den verloren gegangenen Flottentender DINO III. Kennen wir, denn wir waren damals „dabei“. Die Geschichte hat ein Engramm bei uns hinterlassen. Warum ich DINO III erwähne? Die Geschichte der DINO III und OLD MANs ist die Geschichte der ORION und des ZSIs. In beiden Fällen geht in der Vergangenheit ein Raumschiff verloren und kehrt als Problem oder Geschenk zurück. Der Unterschied besteht darin, dass die Geschichte der ORION nachträglich hinzugefügt wurde und als Rückblick Jahrzehnte später erzählt worden ist. Unter nachträglich eingefügten Erinnerungen oder Handlungen leidet die Plausibilität und emotionale Verbundenheit ein wenig. Dieselbe Problematik besteht übrigens auch bei den Thoogondu u. Lemurern in der Milchstraße, für die man sich leidlich plausible Erklärungen ausdenken mußte, weshalb früher niemals irgendwelche Relikte von ihnen gefunden worden sind - obwohl sie so beherrschend waren. Jeder kennt das aus lang laufenden Serien in denen urplötzlich ein niemals zuvor erwähnter Verwandter (Tochter, Sohn etc.) auftaucht und Bestandteil der Handlung wird. Dasselbe galt übrigens auch für die Tiuphoren, der angeblich „uralten Gefahr aus der Vergangenheit“ - von der wir aber nie zuvor etwas erfahren haben. Nicht, dass man mich falsch versteht, es handelt sich hierbei nicht um eine Kritik, sondern im Prinzip nur um eine Erörterung der verzickten Problematik für die Autoren und was das für Auswirkungen beim Leser hat.

Die Vorteile nachträglich hinzugefügter Erinnerungen u. Handlungen liegen wohl darin, dass man sich im Prinzip alles ausdenken kann was man will und es absolut überrraschend geschieht. Die Nachteile nachträglich hinzugefügter Erinnerungen liegen in der mangelnden Plausibilität bzw. Aufhebung der Ungläubigkeit, möglicher Logikbrüche und der fehlenden emotionalen Verbundenheit, da es sich um keine echten Erinnerungen handelt. Diese Bedeutung der emotionalen Verbundenheit mit alten Erinnerungen macht auch verständlich, warum Leser beim Verlust bestimmter Figuren (Danton, Altmutanten, Tekener etc.) so aufgebracht sind. Andererseits „meckern“ Leser auch, wenn man sich für die Aufklärung alter Erinnerungen u. Geheimnisse viel Zeit läßt („Was ist eigentlich aus xyz geworden?“).
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HerbertSeufert
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Re: Spoiler 2941: TEIRESIAS spricht, von Kai Hirdt

Beitrag von HerbertSeufert »

@Waringer

Ich will auf nicht allzuviel Details eingehen!
Nur Eines: Die restlose Spurenbeseitigung einer Zivilisation wie der des Goldenen Reichs -I in Cooris und Poshcooris (abgesehen von Thoo!) ist undenkbar!
Das geht beim allerbesten Willen nicht.
Selbst, wenn man einige hundert Jahre »Rückbauzeit« ansetzt!

Die abgegebenen Erklärungen dazu sind meines Erachtens rein hypothetisch!
Eine echte Schwachstelle des Plots.
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Arthur Dent
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Re: Spoiler 2941: TEIRESIAS spricht, von Kai Hirdt

Beitrag von Arthur Dent »

Waringer hat geschrieben:...
Mit den Erinnerungen innerhalb der Serie hat es interessanterweise folgende Bewandtnis: Wird eine Erinnerung erwähnt, die in der Serie beschrieben wurde, so ist diese falsifizierbar, also nachweisbar bzw. nachlesbar und wir können sie teilen. Sehr plausibel, glaubwürdig und angenehm. Wie sagt man so schön: Gemeinsame Erinnerungen verbinden. Nehmen wir an, Rhodan erinnert sich an den verloren gegangenen Flottentender DINO III. Kennen wir, denn wir waren damals „dabei“. Die Geschichte hat ein Engramm bei uns hinterlassen. Warum ich DINO III erwähne? Die Geschichte der DINO III und OLD MANs ist die Geschichte der ORION und des ZSIs. In beiden Fällen geht in der Vergangenheit ein Raumschiff verloren und kehrt als Problem oder Geschenk zurück. Der Unterschied besteht darin, dass die Geschichte der ORION nachträglich hinzugefügt wurde und als Rückblick Jahrzehnte später erzählt worden ist. Unter nachträglich eingefügten Erinnerungen oder Handlungen leidet die Plausibilität und emotionale Verbundenheit ein wenig. ...
Warum sollte die Plausibilität leiden, wenngleich du einschränkst "nur ein wenig"?
In der Schwarmkrise sind Raumschiffe verloren gegangen. Tausende, Zehntausende, vielleicht Millionen. Es ist eine der größten Katastrophen der PR-Historie gewesen. KHS hat es geschrieben, dass Schiffe verloren gingen. Er hat natürlich die ORION nicht namentlich erwähnt, ebensowenig hat er allen anderen Schiffen einen Namen gegeben.
1500 Jahre später und ebensoviele Hefte spinnen Christian und Wim die Geschichte, die damals begann, weiter. Sie greifen auf diese Erinnerungen zurück und geben dem Kind einen Namen.
Es kommt halt nun nur noch darauf an, was im Kopfkino der Leser abläuft. Du sagst, darunter leidet die Plausibilität. In meinem Kopfkino kmme ich zu dem Schluß: Großartig gemacht.

Anderes Beispiel. KHS hat die Kindheit von Perry weitgehend nicht beschrieben. In dem wunderbaren Roman "Der Junge von Case Mountain" wird die Vergangenheit der Titelfigur lebendig. Der Held gewinnt erst durch diese Geschichte an Format. Es spielt keine Rolle, dass nichts davon in früheren Romanen erwähnt wurde.

Auch andere Vorkommnisse der Vergangenheit werden fortgesponnen, ohne dass wir früher davon lasen. In 2921 lässt MMT den Epsaler Odin Goya über das Nochurna sinnieren. KHS hat das nie erwähnt. Ist es dadurch unplausibel?

Bitte bedenke: Jede Geschichte hat einen Anfang. Und manche Geschichten, die wir glauben zu kennen, werden eben heute weiter angereichert oder bekommen gar einen neuen Anfang. Ich finde das klasse.
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HerbertSeufert
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Re: Spoiler 2941: TEIRESIAS spricht, von Kai Hirdt

Beitrag von HerbertSeufert »

Sowohl Waringer als auch Arthur Dent haben irgendwo recht.

Welche Foristen finden das restlose Verschwinden eines jeglichen Artefakts und jeglicher Memorabilie einer machtvollen galaktischen Hochkultur im Zeitraum des Gondunats -I plausibel?

Vielleicht gibt‘s ja logisch nachvollziehbare Gründe und Bedingungen, die nur ich nicht verstehe!?!
Etwas »sehr konstruiert« finde ich dieses spezielle Storyparadigma bisher schon!
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jogo
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Re: Spoiler 2941: TEIRESIAS spricht, von Kai Hirdt

Beitrag von jogo »

HerbertSeufert hat geschrieben:...
Welche Foristen finden das restlose Verschwinden eines jeglichen Artefakts und jeglicher Memorabilie einer machtvollen galaktischen Hochkultur im Zeitraum des Gondunats -I plausibel?
...
Unter bestimmten Bedingungen ist es zumindest nicht undenkbar. Wir müssen uns dazu aber von unserer "Alltagsdenke" befreien, schließlich lesen wir doch genau auch deshalb SF.
Nehmen wir ein Beispiel aus dem sportmedizinischen Bereich: Doping. Unter vielen Mäntelchen gibt es Entwicklungen, welche das Doping vorantreiben. Die "Doping-Ermittler" hinken immer einen Schritt hinterher. Will heißen, dass der Nachweis einer neuen leistungssteigernden Substanz zunächst nicht möglich ist.
Spiegelt man dies nun auf die oben dargestellte Spielwiese, dann kann man sich dies durchaus vorstellen. Und was die Erinnerungen angeht... nun, dazu wurde in den vergangenen Romanen schon einiges ausgeführt, wie das geht. Ich meine: So betrachtet nicht ganz unplausibel.
Ich denke, dass der Knackpunkt oftmals die Fragestellung an sich ist. Unsere Vorstellungskraft wird durch das Erlebte mehr oder weniger behindert. Daher ist die Frage "Welche Foristen finden das... plausibel?" rhetorisch ...hm... unglücklich gewählt, da zu einer solchen Frage eigentlich niemand (außer ich selbst) die Hand haben kann. Die Frage müsstest du anders stellen: "Welcher Forist kann sich vorstellen, dass das restlose.... plausibel sein könnte und warum?"
Ich hoffe, es ist einigermaßen klar, worauf ich hinaus will?
Die beste Möglichkeit seine Träume zu verwirklichen, ist aufzuwachen.
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HerbertSeufert
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Re: Spoiler 2941: TEIRESIAS spricht, von Kai Hirdt

Beitrag von HerbertSeufert »

@jogo

Deine Argumentation ist schon klar, es geht auch gar nicht um Geschichtsverfälschung oder »Erinnerungsfrisuren«.

Schon der Ansatz des Konstrukts ist etwas schräg! Warum hätte man wirklich Alles bis zur letzten Schraube mitnehmen sollen auf die lange Reise ins Ungewisse!?
Um dem WANDERER keine materielle Erinnerung zu gönnen, das ist eine relativ schwachbrüstige Erklärung!

Und, dass beim Abtransport gar nichts übersehen wurde, das gibt es in Realität nicht!

Und massive Eingriffe in die Landschaft vor 30. 000 oder 35.000 Jahren sind mit modernster Methodik lange nachvollziehbar!
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Arthur Dent
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Re: Spoiler 2941: TEIRESIAS spricht, von Kai Hirdt

Beitrag von Arthur Dent »

HerbertSeufert hat geschrieben:Sowohl Waringer als auch Arthur Dent haben irgendwo recht.

Welche Foristen finden das restlose Verschwinden eines jeglichen Artefakts und jeglicher Memorabilie einer machtvollen galaktischen Hochkultur im Zeitraum des Gondunats -I plausibel?

Vielleicht gibt‘s ja logisch nachvollziehbare Gründe und Bedingungen, die nur ich nicht verstehe!?!
Etwas »sehr konstruiert« finde ich dieses spezielle Storyparadigma bisher schon!
@Herbert

Das völlige ausradieren einer Zivilisation, bzw. deren Spuren stelle ich mir ebenfalls schwer vor. Doch auch hier sind wir Opfer unseres Kopfkinos. Weder steht in den Romanen wo die Thoogondu in der Milchstraße siedelten, noch wie viele Planeten ihr Sternenreich umfasste. Wie kennen ihren Ursprungsort und dort, das hat die Expedition von Opiter Quint ja gezeigt, sind Spuren gefunden worden.

Unser Kopfkino behindert uns auch deshalb, weil die Galaxis früher als Dorf beschrieben wurde. Frühstück in Terrania, danach shoppen auf Arkon, Mittags in dem kleinen behaglichen Restaurant auf Ferrol. Danach Kaffee auf dem Mars, Abends ins Ritz auf Gatas und danach einen Schlummertrunk in der Canis-Major-Galaxie genommen. Wegen der herrlichen Aussicht! Na, du kennst es ja :st:

Daraus leiten wir nun ab, dass die ganze Galaxis erforscht ist und alles bekannt. Die heutige Autorengeneration verfolgt, aus meiner Sicht zu Recht, einen realistischeren Ansatz. Wäre dem nicht so, könnten wir die Milchstraße als Handlungsort sonst weitgehend ausschließen, weil es alles „Neue“ und „Unbekannte“ nicht geben dürfte. Überspitzt ausgedrückt.

Natürlich tun sich die Autoren schwer, den „neuen Realismus“ zu schreiben. Keine Frage. Und bei den Lesern, die den Serienkanon als heilige Bibel unter dem Kopfkissen liegen haben, werden sie nicht punkten.

Stört mich aber nicht. Ich finde die neuen Geschichten besser als die alten. Na ja, meistens jedenfalls.
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HerbertSeufert
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Re: Spoiler 2941: TEIRESIAS spricht, von Kai Hirdt

Beitrag von HerbertSeufert »

@Arthur Dent

Du hast im Gesamten vollkommen recht, aber dieser ganz spezielle Punkt stört mich trotzdem irgendwie.
Schon die Motivation der Thoogondus zum sog. »Rückbau auf Null« entzieht sich etwas meiner Phantasie.
Das war doch »wirtschaftlich« eine völlig sinnlose, allenfalls hochemotionale Massivstaktion.
Gegenwert NULL!
Zuletzt geändert von HerbertSeufert am 12. Januar 2018, 10:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Spoiler 2941: TEIRESIAS spricht, von Kai Hirdt

Beitrag von jogo »

Ja, und die Thoogondu sind wirklich sehr schräg drauf.
Die beste Möglichkeit seine Träume zu verwirklichen, ist aufzuwachen.
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Raktajino
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Re: Spoiler 2941: TEIRESIAS spricht, von Kai Hirdt

Beitrag von Raktajino »

HerbertSeufert hat geschrieben:Welche Foristen finden das restlose Verschwinden eines jeglichen Artefakts und jeglicher Memorabilie einer machtvollen galaktischen Hochkultur im Zeitraum des Gondunats -I plausibel?
Really! :D
Und Lemurer?! :D
Natürlich stimme ich dir zu. Auch wenn die PR-Historie schräg dazu steht, ist es doch PR-gemäß. :D
jemo
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Re: Spoiler 2941: TEIRESIAS spricht, von Kai Hirdt

Beitrag von jemo »

In der Milchstraße gibt es Pi-mal-Daumen 200 Milliarden Sterne, wenn man da nicht weiß wo man genau suchen muß, dann können da so einige tote Zivilisationen verborgen sein.
Ich finde diese Stelle des Plots auch nicht glücklich, möglich wäre es aber.
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Arthur Dent
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Re: Spoiler 2941: TEIRESIAS spricht, von Kai Hirdt

Beitrag von Arthur Dent »

@Herbert

Yep, die Motive, die Paranoia müssen noch geklärt werden. Und wenn es etwas gibt, das mich persönlich als Leser am meisten stört, dann ist es, wenn ganze Völker an einem Strang ziehen. Insbesondere dann, wenn sie Individualität als Merkmal haben, ist mir das unreflektierte gemeinsame Handeln ein Dorn im Auge. Siehe Tiuphoren, siehe Gäonen, siehe Onryonen.
Ich stelle mir vor, ich bin Thoogondu, habe es einigermaßen zu etwas gebracht, bin verheiratet, habe drei Kinder und soll plötzlich 111 Millionen Lichtjahre umziehen. Und werde das Ziel noch nicht mal erreichen.
Was mache ich? Ich schnappe mir ein Raumschiff mit ein paar Tausend Gleichgesinnten und setze mich ab.
In der Serie gibts so was nicht. Da ziehen alle am gleichen Strang. Alleine die Beschreibung von Differenzen sind doch die herrlichsten Geschichten. Differenzen gibts bei den Terranern. Die "Anderen" kennen das nicht. Das Beschreiben von Handlungen einzelner wird quasi zur Handlung aller erhoben.
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Re: Spoiler 2941: TEIRESIAS spricht, von Kai Hirdt

Beitrag von Raktajino »

Australien?! :D
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Re: Spoiler 2941: TEIRESIAS spricht, von Kai Hirdt

Beitrag von Raktajino »

Aber et jibt doch noch den Edel-Thoo als Kulturverwalter von Thoo. :D
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Harzzach
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Re: Spoiler 2941: TEIRESIAS spricht, von Kai Hirdt

Beitrag von Harzzach »

Arthur Dent hat geschrieben:@Herbert

Yep, die Motive, die Paranoia müssen noch geklärt werden. Und wenn es etwas gibt, das mich persönlich als Leser am meisten stört, dann ist es, wenn ganze Völker an einem Strang ziehen. Insbesondere dann, wenn sie Individualität als Merkmal haben, ist mir das unreflektierte gemeinsame Handeln ein Dorn im Auge. Siehe Tiuphoren, siehe Gäonen, siehe Onryonen.
Ich stelle mir vor, ich bin Thoogondu, habe es einigermaßen zu etwas gebracht, bin verheiratet, habe drei Kinder und soll plötzlich 111 Millionen Lichtjahre umziehen. Und werde das Ziel noch nicht mal erreichen.
Was mache ich? Ich schnappe mir ein Raumschiff mit ein paar Tausend Gleichgesinnten und setze mich ab.
In der Serie gibts so was nicht. Da ziehen alle am gleichen Strang. Alleine die Beschreibung von Differenzen sind doch die herrlichsten Geschichten. Differenzen gibts bei den Terranern. Die "Anderen" kennen das nicht. Das Beschreiben von Handlungen einzelner wird quasi zur Handlung aller erhoben.
Abgesehen davon, dass in der PR-Serie oft genug beschrieben und gezeigt wurde, dass ausserirdische Völker keine anonyme Masse, sondern aus vielen fremdartigen, aber diffrenzierten Individuen bestehen, so wurde in den aktuellen Romanen auch oft genug erwähnt, dass die Thoogondu einen sehr starken Gemeinschaftssinn haben, der bei solchen Massenumsiedelungen für nur wenig "Abweichler" sorgen wird. Die es logischerweise auch in diesem Volk gibt. Mit Khuulespiu, der ES gewarnt hat, haben wir ja einen ganz prominenten thoogundischen "Abweichler".

Von daher ... ich kann an Hand der Romane nicht erkennen, was Dich hier stört.
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Arthur Dent
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Re: Spoiler 2941: TEIRESIAS spricht, von Kai Hirdt

Beitrag von Arthur Dent »

@Harzzach
Na, das liegt doch auf der Hand. Es ist ein Quotenabweichler, ein Quotenthoogondu! :D :D :D
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nanograinger
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Re: Spoiler 2941: TEIRESIAS spricht, von Kai Hirdt

Beitrag von nanograinger »

Kurze Zwischenfrage: Was hat der Auszug der Thoogondhu und die Frage von angeblich fehlenden/nicht aufgefundenen Hinterlassenschaften mit dem Roman "TEIRESIAS spricht" zu tun?

Wenn dieses Thema, das bspw. zuletzt beim Roman "Das Zerwürfnis" aktuell war, unbedingt besprochen werden muss, dann doch vielleicht im entsprechenden Spoiler-Thread oder nun im Zyklus-Thread?
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Arthur Dent
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Re: Spoiler 2941: TEIRESIAS spricht, von Kai Hirdt

Beitrag von Arthur Dent »

@nanograinger

Antwort: Wenig bis gar nichts. Aber der Gesprächsfaden zu Ereignissen der Vergangenheit entstand in diesem Thread und passte auch zum Roman. Über die Plausibilität ähnlicher Vergangenheitsbezüge sind wir dann da gelandet, wo wir gerade stehen.
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Clark Flipper
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Re: Spoiler 2941: TEIRESIAS spricht, von Kai Hirdt

Beitrag von Clark Flipper »

Also in meiner Vermutung passt noch alles.

Ich denke immer noch, das es durch die Scherung eine "alternative/veränderte Vergangenheit" gibt.
Die Ultimativen Antworten des SF:
"Es geschieht weil es geschah." und "42"
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HerbertSeufert
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Re: Spoiler 2941: TEIRESIAS spricht, von Kai Hirdt

Beitrag von HerbertSeufert »

Zum Trost:
Es scheint im Band der nächsten Woche um einen etwas individuelleren Thoogundu namens Moothusach zu gehen.
Dieses ist explizit kein »Vorspoiler«, sondern fußt rein auf der Titelankündigung zum Schluss des aktuellen Romans dieser Woche.
E=mc²
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