Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

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Harzzach
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von Harzzach »

Kardec hat geschrieben: Ich hab den Roman gelesen - und ich merk mir auch ganz gut, wie du sicher schon bemerkt hast :D - aber auch ohne die Positionsdaten rumzuposaunen, hätte die USO-Flotte gerufen werden müssen. Dann ist halt eine Position verbrannt - na und?
Verena ließ Monkey aber eine andere, im Roman klar begründete Entscheidung treffen. Somit ist die Frage nach der ausbleibenden Verstärkung keine mehr. Was DU anstelle Verenas/der Expokraten geschrieben hättest, ist wiederum eine ganz andere Sache :)
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Harzzach
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von Harzzach »

HerbertSeufert hat geschrieben:Bestimmt kommt da noch was und es wird z.B. die HaLem-Armee aktiv und engrammiert das SOL-System im Sinne des Gondunats neu. Meines Erachtens eh ein schwerer strategischer Fehler der Terraner, diese Armee nicht auszuschaffen. Halt storytechnisch gewollt!
Kritisierst Du jetzt Deine eigene Spekulation? Geil! :lol:
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Richard
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von Richard »

USO Agenten im Einsatz koennen auch nicht so einfach mal auf Knopfdruck wieder zurueck zum Abwehrkampf in das Hauptquartier kommen.

Mein Eindruck ist auch, dass die aktuelle Inkarnation der USO im Gegensatz zur USO zu Atlans Zeiten nicht über eine grosse eigene Flottenverbände und entsprechende Einsatzsoldaten verfügt. Ich kann das nicht nicht mit irgendwelchen Heften belegen.
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Troh.Klaus
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von Troh.Klaus »

Für mich der vom Titel her erwartete Lückenfüller.
Von der Schreibe ordentlich, für die Entwicklung des Zyklus imho ohne Belang (vielleicht habe ich aber auch den wichtigen versteckten Hinweis überlesen).
Bleibt gesund!
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Harzzach
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von Harzzach »

Richard hat geschrieben: Mein Eindruck ist auch, dass die aktuelle Inkarnation der USO im Gegensatz zur USO zu Atlans Zeiten nicht über eine grosse eigene Flottenverbände und entsprechende Einsatzsoldaten verfügt. Ich kann das nicht nicht mit irgendwelchen Heften belegen.
Ich habe auch noch nichts von großen Flottenverbänden gelesen. An der Schlacht ums Kreit-System nahmen gegen die Onryonen lediglich knapp 300 Schiffe teil, 200 wurden dabei zerstört. Gut möglich, dass Monkey daraus entsprechende Lektionen gelernt hat. Überlasse das galaktische Kriegshandwerk anderen und vergeude nicht sinnlos wertvolle Ressourcen.

Bei der Schilderung des neuen Flaggschiffes von Monkey als kleine 800m-Kugel wurde ja auch gesagt, dass die Neue USO Unauffälligkeit bevorzugt. Die durchaus eindrucksvolle Militärmacht, welche die USO unter Atlan war, ist definitiv Vergangenheit. Die Neue USO nimmt wohl die Rolle eines Galaktischen Geheimdienstes ein, der keine großen Flotten, sondern unauffällige, aber besonders leistungsfähige Spezial-Schiffe benötigt. Mal schauen, wann wir erste Details zur HARL DEPHIN erfahren dürfen.
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HerbertSeufert
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von HerbertSeufert »

Nein, mein lieber Harzzach, ich kritisiere nicht meine eigene Spekulation, obwohl dies - zur Abwechslung - mal »geil« wäre, wie Du richtig schreibst.
:devil:

Es wurde ja schon früher von Foristen angemerkt, dass der in situ-Verbleib der HaLem-Armee wohl ein schwerer strategischer Fehler sein könnte, wenn man mal
einen gewissen Realitätsbezug von Security-Überlegungen zugrundelegt.

Aber man lässt natürlich plottechnisch die Kerle vor Ort, um genau das Desaster zu erzeugen, welches man mit gewisser Vernunft hätte vermeiden können.

Insofern ist die Entscheidung der Obrigkeit zwar in hohem Maße unvernünftig, aber für einen spannenden Fortgang der Zyklusstory wohl »alternativlos«.

Die HaLems hätten auf einer Station im Leerraum oder - näher gelegen - im Wegasystem den geplanten Handlungsaspekt nicht erfüllt.

Kein vernünftiger Security- oder Militärexperte würde so handeln, aber Vernunft ergäbe halt keine spannende Story.

Kontrarationalles Handeln der Protagonisten ist ja innerhalb bester Serientradition.
Anders ließe sich manchmal die Bedrohung gar nicht herstellen.
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Clark Flipper
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von Clark Flipper »

Gesetz dem Fall, das alles so ist wie es scheint, dann sollte man sicher alles da lassen wo es ist.

Oder werden Blindgänger auch sofort abtransportiert?

Wohlweislich nicht, da niemand weis was da alles so passieren kann.

1. Regel: Finger weg und Objekt sichern.

Nun ich kann mich irren aber ich meine genau das gelesen zu haben.

Also nix da mit Plottdriven, selbst wenn es so ein schönes Totschlagargument ist.

By the Way, einen Jobwechsel zum Sicherheitsexperten würde ich mir nochmal durch den Kopf gehen lassen. ;-)
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Harzzach
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von Harzzach »

HerbertSeufert hat geschrieben: Es wurde ja schon früher von Foristen angemerkt, dass der in situ-Verbleib der HaLem-Armee wohl ein schwerer strategischer Fehler sein könnte, wenn man mal einen gewissen Realitätsbezug von Security-Überlegungen zugrundelegt.
Ja, könnte. Wir wissen derzeit aber nicht, was mit den Figuren nach Abflug der RAS passiert ist. Von daher ... finde ich es ein wenig, höflich ausgedrückt, sinnlos die erst noch stattzufindende Handlung auf Basis der eigenen Spekulation zu kritisieren.

Abwarten und Tee trinken. Nicht Kaffee. Wie hier im Smiley. Kaffee ist nicht gut, wenn man abwarten soll. Gar nicht gut! *zitter* *kreislauf hochjag*
:kaffee:
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HerbertSeufert
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von HerbertSeufert »

@Clark Flipper

Nun, ein Blindgänger wird gesichert, die Bevölkerung in der Umgebung evakuiert und dann die Entschärfung unter höchsten Sicherheitskautelen vorgenommen.
Üblicherweise ist der Bombentyp und die Art des Zünders aus nationalen oder internationalen Unterlagen bekannt.

In anderen Fällen werden verdächtige Objekte gesprengt, z.B. abgestellte suspekte Koffer.

In manchen Fällen erfolgt Abtransport des als gefährlich vermuteten Objekts und Sprengung oder robotische Analyse auf entsprechendem Gelände abseits bewohnter Gebiete.

Keinesfalls wartet man ab, wie sich die Sache entwickelt.
E=mc²
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Clark Flipper
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von Clark Flipper »

Nun ist das Leben auch kein Roman und somit wissen wir auch nicht was mit dem HaLem passiert ist.

Folglich kann eine weiterführende Entwicklung ja abgelaufen sein.

Uns wurde bisher einfach nicht darüber berichtet.

Von daher ist sogar ein möglicher Abtransport drin, was ich aber nicht gut finden würde. Man stelle sich das mal im Vergleich zu einen Castor Transport vor.

:rolleyes: Ein Castor hätte das aber hingekriegt.
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HerbertSeufert
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von HerbertSeufert »

Lieber Harzzach!
Dies ist keine Kritik, aber in Realität lässt Niemand ein nicht näher einzuschätzendes unbekanntes Objekt, welches plötzlich auftauchte oder entdeckt wurde und schon einmal in Zusammenhang mit dubiösen Vorgängen stand, in seinem Vorgarten, allenfalls »eine kleine Mauer außen herum errichtend«.

Abgesehen davon besucht Bull in Band 2923 »Angriff auf den Spross« die HaLem-Armee auf Merkur.

Dies ist deutlich nach dem Abflug der RT, der im Juni 1551 NGZ stattfand, nämlich im August.
Die Situation ist ziemlich unverändert, das kosmische Leuchtfeuer ist am
26. Juli erloschen.

Aktuelle Handlungszeit ist Ende November.
Zuletzt geändert von HerbertSeufert am 6. Januar 2018, 18:42, insgesamt 1-mal geändert.
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NEX
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von NEX »

Vielleicht besteht die Sicherung hier durch einen Paratron-Schirm?
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Casaloki
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von Casaloki »

Es tut mir sehr leid, aber dieser Roman hat mir gar nicht gefallen. Zunächst ging mir dieser Faolein auf den Sender. Die Geschichte um ihn dreht sich ständig im Kreis: Er sitzt in seinem Versteck, nascht Nüsschen, Vurguzz und Schoki, dann geht er auf Erkundungstour, wird immer wieder fast entdeckt, jammert in Gedanken andauernd seiner Schwester hinterher, verflucht Monkey, und reflektiert wiederholt sein Wissen über die IIG. Er jammert und zweifelt, er verherrlicht seine Taten. Und das bis kurz vor Ende von Kapitel 11. In einer ewig scheinenden Schleife. An diesem Punkt hatte ich gehofft, der Autor hat ein Einsehen und lässt Faolein abdrücken. Aber nein, dieser Lappen lässt schon nach nur wenigen Sekunden und einigem Bitten seiner Schwester die Waffe fallen. Bild

Seine Schwester ist auch nicht besser. Sie dreht ihre Runden im goldenen Käfig, Monkey kommt, sagt ein zwei Sätze, geht wieder, sie dreht wieder ihre Runden, duscht, mampfelt terranisches Obst, schaut Videos und jammert ob ihres Schicksales und ihrem Bruder hinterher. Dann kommt kurz vor Schluss Bewegung in die Sache: Monkey sagt einen Satz mehr und sie knickt, nicht sichtbar für uns, ob des Wissens, welches ihr präsentiert wird, ein. Echt jetzt. Den entscheidenden Moment dürfen wir nicht erlesen. Und diese Dame hat ganz ganz viele Leben auf dem Gewissen. Was nicht reflektiert wird. Oder zumindest diente es dem großen Ganzen in ihren Tagträumen. Tja. <_<

Das wars. Mehr passiert in diesem Roman faktisch nicht oder ist bloßer Zuckerguss, um die Langeweile zu übertünschen, die mich beim Lesen ergriffen hat. Ich hab mich selten auf die Vorschau für die nächste Woche gefreut. Tut mir leid, Herr Haensel, für meinen Geschmack haben sie schon deutlich bessere Romane geschrieben. Von mir sind deshalb die (subjektive) Note 5 für Story und 5 für Stil.

Mal ganz abgesehen davon, dass ich mit Gestrigen, die der Majorität der (in diesem Fall galaktischen) Bevölkerung ohne diese zu Fragen ihr angeblich besseres Leben aufdrücken wollen. Mit Gewalt. Bitte bitte bitte: Nach 2950 nie wieder dieser ZSIler. Bidde. Ehrlich. :sn:
Zuletzt geändert von Casaloki am 6. Januar 2018, 18:48, insgesamt 1-mal geändert.
„Ich habe Dinge gesehen, die ihr Menschen niemals glauben würdet. Gigantische Schiffe, die brannten, draußen vor der Schulter des Orion. Und ich habe C-Beams gesehen, glitzernd im Dunkeln, nahe dem Tannhäuser Tor. All diese Momente werden verloren sein in der Zeit, so wie Tränen im Regen. Zeit zu sterben.“ Blade Runner, Roy Batty (gespielt von Rutger Hauer).
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HerbertSeufert
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von HerbertSeufert »

@NEX

Ja, den Paratron-Schirm gibt‘s.

Aber wohl etwas unsicher, ob der offensichtlich höherdimensional verorteten Fähigkeiten der Statuen.
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Grauleben
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von Grauleben »

Spätestens seitdem man um die "sechsdimensionale Tastresonanz" der Hooris Kristalle weiß ist eigentlich klar dass Paratrons keine hinreichende Sicherheit bieten können.
marafritsch2705
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von marafritsch2705 »

Na dann sollte man die harlem armee mal fix verschiffen und in die nächste sonne schubsen;

Alternativ auf eine einsame forschungsstation am rande der galaxie.. oder einschmelzen
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nanograinger
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von nanograinger »

Sehr lustig das...
Casaloki hat geschrieben:...Zunächst ging mir dieser Faolein auf den Sender. Die Geschichte um ihn dreht sich ständig im Kreis: Er sitzt in seinem Versteck, nascht Nüsschen, Vurguzz und Schoki, dann geht er auf Erkundungstour, wird immer wieder fast entdeckt, jammert in Gedanken andauernd seiner Schwester hinterher, verflucht Monkey, und reflektiert wiederholt sein Wissen über die IIG. Er jammert und zweifelt, er verherrlicht seine Taten. Und das bis kurz vor Ende von Kapitel 11. In einer ewig scheinenden Schleife. ....

Seine Schwester ist auch nicht besser. Sie dreht ihre Runden im goldenen Käfig, Monkey kommt, sagt ein zwei Sätze, geht wieder, sie dreht wieder ihre Runden, duscht, mampfelt terranisches Obst, schaut Videos und jammert ob ihres Schicksales und ihrem Bruder hinterher. ...
Ja, genauso ist es. Und wie heißt der Titel des Romans? Ja, "Geschwisterkampf". Okay, dabei erwartet man vielleicht zunächst an ein Geraufe unter Geschwistern, aber dem ist eben nicht so.

Hubert Haensel inszeniert einen Kampf der Geschwister jeweils mit sich selbst. Beide sind eigentlich in einer aussichtslosen Situation, beide wissen, dass sie versagt haben in ihren bisherigem Wertesystem, für beide stellt sich die Frage, ob ihr bisheriges Handeln ob ihres Versagens gerechtfertigt war, usw. Bei Agostina gibt es als einzigen äußeren Einfluss einen kurz angebundenen Monkey, bei Faolain die wenigen Kontakte mit der USO-Besatzung oder am Anfang sich sinnlos opfernden Gäonen. Agostina erlebt mehr und mehr die "Hölle", in einem goldenen Käfig im eigenen Saft zu schmoren, Faolain kann sich zwar etwas durch Beschäftigungstherapie ablenken, aber dafür ist die Enttäuschung nach seiner Entdeckung um so herber.

Die verbindenden Elemente der Erinnerung sind schön gemacht und erläutern die gegenseitige Abhängigkeit der beiden voneinander. Nur dadurch wird es glaubwürdig, dass Faolain am Ende vom Suizid absieht.

Der ganze Roman scheint mir ein Experiment Huberts, die "Kehrwende" von Feinden in Partner (wenn auch noch nicht Freunde) einmal ganz anders zu erzählen. Keine Kosmopsychologen etc. (hatten wir ja schon in den vorigen Romanen mit Agostina davor).
Casaloki hat geschrieben: Dann kommt kurz vor Schluss Bewegung in die Sache: Monkey sagt einen Satz mehr und sie knickt, nicht sichtbar für uns, ob des Wissens, welches ihr präsentiert wird, ein. Echt jetzt. Den entscheidenden Moment dürfen wir nicht erlesen.
Es ist mir einerseits auch nicht wirklich verständlich, warum die Erzählung von Faolain deutlich mehr Raum einnimmt als die von Agostina. Andererseits kann ich auch verstehen, dass die Szene, in der ihr Monkey was-auch-immer zeigt, um sie von der Wahrheit zu überzeugen, bewusst herausgelassen wird, denn für uns Leser sind das sicher keine Neuigkeiten, also kann man es auch weglassen.
Casaloki hat geschrieben: Und diese Dame hat ganz ganz viele Leben auf dem Gewissen. Was nicht reflektiert wird. ...
Sie hat selbst eigentlich niemanden auf dem Gewissen. Der "Türöffner" Claudio Makkai, der auf QC schoss, hat bereits das Zeitliche gesegnet. Agostina Settember hat lediglich für Ablenkung durch die "Wahnsinnsseuche" gesorgt. Sie ist aus Sicht der USO eine Verräterin, klar, aber sie hat weder den Plan der Übernahme ausgearbeitet, noch hat sie selbst irgendjemanden getötet (soweit ich erinnere).

Und das, was sie getan hat, wird reflektiert. Monkey sagt es ihr in knappen Worten, aber deutlich. Und er sagt auch, wie und warum er sie "retten" will (S. 48 linke Spalte oben). "Ich kann Sie retten, indem ich Ihnen eine Gelegenheit zur Wiedergutmachung gebe. Helfen Sie mir, Agostina, und helfen Sie der USO - aber nicht um unseretwillen. Helfen Sie damit vor allem der Menschheit! Helfen Sie nicht, weil ich Sie dazu zwingen müsste, sondern aus freien Stücken. Es gibt nur eine Schwierigkeit dabei: Sie müssen die Wahrheit akzeptieren. .."

Und das ist ja bekanntlich immer die größte Schwierigkeit, wenn die Wahrheit nicht dem entspricht, von dem man ein Leben lang überzeugt war.
Kritikaster
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von Kritikaster »

Casaloki hat geschrieben: Das wars. Mehr passiert in diesem Roman faktisch nicht oder ist bloßer Zuckerguss, um die Langeweile zu übertünschen, die mich beim Lesen ergriffen hat.
Danke. Dein Beitrag hat mir viele Worte erspart. Der Roman hat mich streckenweise regelrecht entsetzt.
Der Abspann mit den Worten "dabei könnten die Settember-Geschwister eine wichtige Rolle spielen" war für mich geradezu wie ein Tiefschlag zu lesen.

Was war das Interessanteste im Roman? Die Tatsache, dass er am 3.11. noch nicht fertig geschrieben war. Warum? An diesem Tag monierte der Forist 2008, dass man den Asteroiden Quinto-Center nicht als Mond bezeichnen könne. Und der Autor hat es dann geschafft, in den Roman eine Passage einzufügen (oder er fing ohnehin gerade erst an, den Roman zu schreiben) warum man das doch kann.
S.7: "Quinto-Center durchmaß rund 62 Kilometer - weswegen ihn einige als kleinen Mond, andere als großen Asteroiden bezeichneten. Als Mond hätte Quinto-Center der Begriffsdefinition gemäß freilich einen Planeten umkreisen müssen, aber das war nicht der Fall. Der Asteroid war dank seiner Antriebe frei beweglich und nahezu beliebig positionierbar - auch als Mond, wenn Monkey das so entschied."
Diese nachgeschobene Begründung, weshalb der Autor eines früheren Romans mit der Bezeichnung "Mond" keinesfalls einen Fehler gemacht haben kann, wirkt auf mich einfach nur lächerlich. Soll das jetzt zum Prinzip erhoben werden, ähnlich wie die Farbe halutischer Raumanzüge nachträglich kanonisiert wurde, um den Fehlervorwurf zu vertuschen? Wieviel Vertrauen in die Fähigkeit einzelner Autoren, zu solch banalen Fehlern zu stehen, fehlt da eigentlich?
Die hier angeführte Begründung ist aus meiner Sicht übrigens lächerlich. Ich werde Q-C in Zukunft nur noch als Kraterstadt bezeichnen, schließlich könnte Monkey den Asteroiden ja auch gegen einen Riesenplaneten steuern.

Nach dem Roman hätte ich mich gern bei der Leserkontaktseite beruhigt, lese hier aber von der LKS-Tante, dass sie von Translatoren ausgeht, die schon im vorbewussten Bereich wissen, was eine Person sagen will und deshalb keine Zeitverzögerung bei der Übersetzung entsteht. Jetzt, glaube ich, lege ich das ganze Heft erstmal weg und höre auf, mir Gedanken zu machen. 8-)
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Axo
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von Axo »

nanograinger hat geschrieben:
Casaloki hat geschrieben: Dann kommt kurz vor Schluss Bewegung in die Sache: Monkey sagt einen Satz mehr und sie knickt, nicht sichtbar für uns, ob des Wissens, welches ihr präsentiert wird, ein. Echt jetzt. Den entscheidenden Moment dürfen wir nicht erlesen.
Es ist mir einerseits auch nicht wirklich verständlich, warum die Erzählung von Faolain deutlich mehr Raum einnimmt als die von Agostina. Andererseits kann ich auch verstehen, dass die Szene, in der ihr Monkey was-auch-immer zeigt, um sie von der Wahrheit zu überzeugen, bewusst herausgelassen wird, denn für uns Leser sind das sicher keine Neuigkeiten, also kann man es auch weglassen.
Das sehe ich ein wenig anders. Wie kommt denn Monkey auf die Erkenntnisse, die Gäonen hätten bisher Unsinn geglaubt? Woher hat er denn diese Erkenntnis - wohl kaum aus den gäonischen Logbüchern der IIG. Also genau die eigentlich interessanten Erkenntnisse hat der Autor weggelassen.
Der Umgang mit Büchern bringt die Leute um den Verstand.
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von nanograinger »

Kritikaster hat geschrieben:...
Die hier angeführte Begründung ist aus meiner Sicht übrigens lächerlich. Ich werde Q-C in Zukunft nur noch als Kraterstadt bezeichnen, schließlich könnte Monkey den Asteroiden ja auch gegen einen Riesenplaneten steuern.
Ich bin mir "ehrlich gesagt" (man lese die LKS) nicht sicher, was hier eigentlich lächerlich ist. B-)
Kritikaster hat geschrieben:Nach dem Roman hätte ich mich gern bei der Leserkontaktseite beruhigt, lese hier aber von der LKS-Tante, dass sie von Translatoren ausgeht, die schon im vorbewussten Bereich wissen, was eine Person sagen will und deshalb keine Zeitverzögerung bei der Übersetzung entsteht.
Ja, das fand ich auch spaßig. Aber noch spaßiger fand ich, dass heutzutage noch jemand Duzen als Zeichen der "Menschheit im Niedergang" sieht und ein anderer sich über "geil", "ganz ehrlich" und "mega" echauffiert.
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von nanograinger »

Axo hat geschrieben:
nanograinger hat geschrieben:
Casaloki hat geschrieben: Dann kommt kurz vor Schluss Bewegung in die Sache: Monkey sagt einen Satz mehr und sie knickt, nicht sichtbar für uns, ob des Wissens, welches ihr präsentiert wird, ein. Echt jetzt. Den entscheidenden Moment dürfen wir nicht erlesen.
Es ist mir einerseits auch nicht wirklich verständlich, warum die Erzählung von Faolain deutlich mehr Raum einnimmt als die von Agostina. Andererseits kann ich auch verstehen, dass die Szene, in der ihr Monkey was-auch-immer zeigt, um sie von der Wahrheit zu überzeugen, bewusst herausgelassen wird, denn für uns Leser sind das sicher keine Neuigkeiten, also kann man es auch weglassen.
Das sehe ich ein wenig anders. Wie kommt denn Monkey auf die Erkenntnisse, die Gäonen hätten bisher Unsinn geglaubt? Woher hat er denn diese Erkenntnis - wohl kaum aus den gäonischen Logbüchern der IIG. Also genau die eigentlich interessanten Erkenntnisse hat der Autor weggelassen.
Es sind Tage vergangen, seit die IIG gekapert wurde. Genug Möglichkeiten, jede Menge Infos der IIG Positronik auszulesen und mit den eigenen Infos über die Menschheitsgeschichte zu vergleichen.

Und wenn tatsächlich neue Infos vorliegen, dann werden wir sie vermutlich im folgenden Band erfahren. Es geht aber in diesem Band nicht um die Infos, sondern um die inneren Kämpfe der Geschwister mit sich.
Kritikaster
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von Kritikaster »

nanograinger hat geschrieben:
Kritikaster hat geschrieben:...
Die hier angeführte Begründung ist aus meiner Sicht übrigens lächerlich. Ich werde Q-C in Zukunft nur noch als Kraterstadt bezeichnen, schließlich könnte Monkey den Asteroiden ja auch gegen einen Riesenplaneten steuern.
Ich bin mir "ehrlich gesagt" (man lese die LKS) nicht sicher, was hier eigentlich lächerlich ist. B-)
.
Na, dann denk noch mal nach, was der Unterschied zwischen lustig und lächerlich ist. 8-)
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nanograinger
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von nanograinger »

Kritikaster hat geschrieben:
nanograinger hat geschrieben:
Kritikaster hat geschrieben:...
Die hier angeführte Begründung ist aus meiner Sicht übrigens lächerlich. Ich werde Q-C in Zukunft nur noch als Kraterstadt bezeichnen, schließlich könnte Monkey den Asteroiden ja auch gegen einen Riesenplaneten steuern.
Ich bin mir "ehrlich gesagt" (man lese die LKS) nicht sicher, was hier eigentlich lächerlich ist. B-)
.
Na, dann denk noch mal nach, was der Unterschied zwischen lustig und lächerlich ist. 8-)
Solltest du vielleicht auch. Was der eine lustig findet, findet der nächste lächerlich. B-)
Kritikaster
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von Kritikaster »

nanograinger hat geschrieben:. Was der eine lustig findet, findet der nächste lächerlich. B-)
Yep. 8-)
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Raktajino
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von Raktajino »

Casaloki hat geschrieben:Die Geschichte um ihn dreht sich ständig im Kreis: Er sitzt in seinem Versteck, nascht Nüsschen, Vurguzz und Schoki, dann geht er auf Erkundungstour.
Tun wir das nicht alle?! :D
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