Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

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HerbertSeufert
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von HerbertSeufert »

Geschmäcker sind bekanntlich verschieden!
Und das ist auch gut so!

Trotzdem bin ich einigermaßen verwundert, auf wie wenig Gegenliebe Hubert Haensels vorliegender Roman hier im Spoilerthread trifft.
Vom Vorgängerroman von Kai Hirdt hätte man evtll. die Beantwortung einiger grundsätzlicher Fragen zum Komplex Sevcooris erwarten können und ich muss zugeben, auch ich hatte diesbezüglich einige Hoffnung in »THEIRESIAS spricht« gesetzt. Statt dessen gab es nur die Niederschlagung des halbherzigen Dannan-Komplotts im ZSI und den Meinungsschwenk vieler Gäonen gegen die Lügen des Gondunats sowie den Rückaufbruch der RT in die Milchstraße.
Gut geschrieben, aber gegen die Erwartung des Romanoutcomes nach 6 Heften zum Thema » Lügengeschichten des Goldenen Reichs und die Folgen«.

Diesmal erwartete ich keine Erkenntnisse, jedenfalls keine relevanten.
Und Haensels Schtreibe war nicht schlecht!
Wirklich nicht!
Ich las den Roman zügig durch, was mir bei »Langweilern« schwerfällt.
Somit für mich Alles »im Normbereich«.
Nichts Verkehrtes versprochen und aus der Vorgabe das wahrscheinlich Mögliche gemacht!

Nein, für mich war der bisherige schriftstellerische Tiefpunkt dieses Zyklus das Dualwerk 2934/35 von CM!
Das ist zwar meine »nur« private Meinung, zu der ich aber komplett stehe.

Ich war geradezu entsetzt, dass ein Exposé-Autor, der sich seine Vorgaben ja praktisch selbst erstellen kann, derartige Romane abliefert.

Die Handlung der Hefte war banal, die Gedanken der Protagonisten bzw. des Autors oberflächlich. Ich habe mich über weite Strecken nur geärgert.
Alles nichts, was irgendwie in die Tiefe ging, nichts doppelbödiges, eher Kinderkram. Und das reicht einfach nicht für eine Serie wie PR.
Es tut mir leid, wenn ich dies über einen von zwei Chefautoren sagen muss, aber CM ist seit langem außer Form.
Dünnes »PR-Action« genügt nicht.

Da sind Hirdts und Haensels aktuelle Romane im Verhältnis Balsam für die gebeutelte Leserseele.
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Raktajino
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von Raktajino »

Kritikaster hat geschrieben:Nach dem Roman hätte ich mich gern bei der Leserkontaktseite beruhigt, lese hier aber von der LKS-Tante, dass sie von Translatoren ausgeht, die schon im vorbewussten Bereich wissen, was eine Person sagen will und deshalb keine Zeitverzögerung bei der Übersetzung entsteht. Jetzt, glaube ich, lege ich das ganze Heft erstmal weg und höre auf, mir Gedanken zu machen. 8-)
Ich glaube, wir liegen ihr einfach willenlos zu Füßen. :D
Will sagen, habs auch gelesen. :D
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HerbertSeufert
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von HerbertSeufert »

@Kritikaster @ Raktajino

Man muss davon ausgehen, dass Michelle Stern zum Zeitpunkt der Schreibe über »präsumptive Realtime Translation« noch nichts von Meltdown und Spectre gehört hatte.
Preload hat so seine Eigenarten! :devil:
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Grauleben
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von Grauleben »

Ja, das ist schon ziemlich merkwürdig. Da befindet sich die "gute Köchin" mehr als ein Jahrzehnt (!) im "Feindesland" und in direktem sozialen Kontakt mit den "Feinden", sitzt obendrein noch an der Quelle eines Nachrichtendienstes und hat mithin alle Möglichkeiten sich ein eigenes Bild der Lage in der MS zu bilden und dennoch zweifelt sie nicht an der Richtigkeit des eigenen Handelns oder der Validität gäonischer Informationen. Informationen, die in direktem Gegensatz zu praktisch allem stehen, was sie in all den Jahren in der MS selbst erlebt. All das bringt sie nicht zum Nachdenken, nein. Das schafft erst Monkey, in ein paar Tagen, mit ein paar dürren Sätzen. Aha. Ja. Wers glaubt. Da präferiere ich doch eher Raktajinos These, Monkey würde über irgendwelche Holzkästchen verfügen, mittels derer er die Köchin weichkocht. Das wäre zumindest eher glaubhaft.
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Casaloki
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von Casaloki »

nanograinger hat geschrieben: Sie hat selbst eigentlich niemanden auf dem Gewissen. Der "Türöffner" Claudio Makkai, der auf QC schoss, hat bereits das Zeitliche gesegnet. Agostina Settember hat lediglich für Ablenkung durch die "Wahnsinnsseuche" gesorgt. Sie ist aus Sicht der USO eine Verräterin, klar, aber sie hat weder den Plan der Übernahme ausgearbeitet, noch hat sie selbst irgendjemanden getötet (soweit ich erinnere).
Und genauso einfach macht sie es sich. "Ich hab ja nur Essen und vergiftete Medikamente ausgeteilt." Aber mit Wollen und Wissen den Angriff vorbereitet, und irgendwo sagt sie ja auch beiläufig, dass es dabei Verluste auf Seiten der USO gab. Was ist denn das für eine Rechtfertigung? Stimmt, erst Monkey kocht sie offenbar weich, denn sie checkt gar nicht, dass beide Seiten sie für eine Verräterin halten. Das kommt Madame gar nicht in den Sinn. Wau, von der Dame will ich echt mehr lesen.......nicht! :sn:
„Ich habe Dinge gesehen, die ihr Menschen niemals glauben würdet. Gigantische Schiffe, die brannten, draußen vor der Schulter des Orion. Und ich habe C-Beams gesehen, glitzernd im Dunkeln, nahe dem Tannhäuser Tor. All diese Momente werden verloren sein in der Zeit, so wie Tränen im Regen. Zeit zu sterben.“ Blade Runner, Roy Batty (gespielt von Rutger Hauer).
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nanograinger
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von nanograinger »

Grauleben hat geschrieben:Ja, das ist schon ziemlich merkwürdig. Da befindet sich die "gute Köchin" mehr als ein Jahrzehnt (!) im "Feindesland" und in direktem sozialen Kontakt mit den "Feinden", sitzt obendrein noch an der Quelle eines Nachrichtendienstes und hat mithin alle Möglichkeiten sich ein eigenes Bild der Lage in der MS zu bilden und dennoch zweifelt sie nicht an der Richtigkeit des eigenen Handelns oder der Validität gäonischer Informationen. Informationen, die in direktem Gegensatz zu praktisch allem stehen, was sie in all den Jahren in der MS selbst erlebt. All das bringt sie nicht zum Nachdenken, nein. Das schafft erst Monkey, in ein paar Tagen, mit ein paar dürren Sätzen.
Es sind nicht die "dünnen Sätze" Monkeys. Es ist die neue Situation (im Vergleich zu den 10 Jahren davor), in der sie Versagerin und Verräterin für beide Seiten ist. Es ist recht einfach, aus allen verfügbaren Informationen genau das herauszuziehen, was in die vorgefertigte Weltsicht passt (gibt es auch sehr schöne Beispiele hier im Forum B-) ). Aber wenn diese Weltsicht einem in die Gefangenschaft führte, dann kommt man vielleicht doch eher ins Grübeln, ob das mit der eigenen Überlegenheit soweit her ist....
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HerbertSeufert
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von HerbertSeufert »

Es kommt zwar im Roman selbst nur indirekt vor, trotzdem muss es ja irgendeinen »Wahrheitsbeweis« gegeben haben mit dem Monkey Agostina Settember drehte.
Entweder handelt es sich dabei um eine aussagekräftige Geheimdatei aus den Speichern der IIG oder eine den Thoogondu-Beratern abgepresste Info.

Es ist mehr als verwunderlich, wenn es eine Datei an Bord des Invasionsflaggschiffs geben sollte, die knallhart belegen würde, dass die gesamte öffentlich anerkannte Historie der Thoogondu in Cooris, Poshcooris und Sevcooris nur Lug und Trug ist. Die Datei müsste ja »real« und »fiktiv« im dialektischen Vergleich zeigen.
Wozu sollte eine solche Datei gut sein?

Und, wenn man diese Info einem Thoogondu-Berater abgepresst hat, muss man wohl davon ausgehen, dass man einen der ganz Oberen des Systems gefangen hat,
denn auch den durchschnittlichen oder gehobenen Thoogondus ist diese komplexe Sachlage nicht bewusst.
Es müsste schon Jemand aus der Gilde des Gondus sein, aus der Riege der Steuerleute der Lüge.
Denn vermutlich kennen nur diese die Wahrheit gondischer Lügen- und Machtpolitik.
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nanograinger
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von nanograinger »

Casaloki hat geschrieben:
nanograinger hat geschrieben: Sie hat selbst eigentlich niemanden auf dem Gewissen. Der "Türöffner" Claudio Makkai, der auf QC schoss, hat bereits das Zeitliche gesegnet. Agostina Settember hat lediglich für Ablenkung durch die "Wahnsinnsseuche" gesorgt. Sie ist aus Sicht der USO eine Verräterin, klar, aber sie hat weder den Plan der Übernahme ausgearbeitet, noch hat sie selbst irgendjemanden getötet (soweit ich erinnere).
Und genauso einfach macht sie es sich. "Ich hab ja nur Essen und vergiftete Medikamente ausgeteilt." Aber mit Wollen und Wissen den Angriff vorbereitet, und irgendwo sagt sie ja auch beiläufig, dass es dabei Verluste auf Seiten der USO gab. Was ist denn das für eine Rechtfertigung? :
Es ist die Rechtfertigung jeder Organisation mit militärischer Struktur. Es gibt ein übergeordnetes "Gut", für das eben diverse Kollateralschäden in Kauf genommen werden müssen. Die Geschichte PRs und bspw. des SIs ist voll davon.

Aber ich wollte Agostino nicht rechtfertigen, das ist nicht mein Job. Ich wies nur darauf hin, dass sie im Vergleich zu anderen Mitgliedern des Gäonen-Kommandos niemanden direkt auf dem Gewissen hat. Mit anderen Figuren der PR-Geschichte, die nach ihrer "Wende" für unsere "Guten" arbeiteten, braucht man sie erst recht nicht zu vergleichen (bspw. Hotrenoor-Taak oder Ekatus Atimoss o. ähnliche Kaliber).
Casaloki hat geschrieben: Stimmt, erst Monkey kocht sie offenbar weich, denn sie checkt gar nicht, dass beide Seiten sie für eine Verräterin halten. Das kommt Madame gar nicht in den Sinn. Wau, von der Dame will ich echt mehr lesen.......nicht! :sn:
Natürlich kommt ihr das nicht in den Sinn. Sie hat ja auch objektiv das ZSI nicht verraten, denn sie wurde getäuscht. Monkex macht ihr lediglich klar, dass a) es die anderen Gäonen vielleicht anders sehen, und b) dass sie für ihre Version keine Beweise hat.

Und falls du den nächsten Roman lesen wirst, wirst du sicher von ihr lesen, das kann ich voraussagen, ohne den Roman schon zu kennen. B-)
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Grauleben
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von Grauleben »

Ja, es kann natürlich sein dass uns dieser "Wahrheitsbeweis" als ein echter Knaller im nächsten Band serviert wird und uns alle aus den Socken haut, genauso wie er es bei der Köchin vielleicht tat. Aber so richtig glauben kann ich daran leider nicht. Nach all der seichten Dümpelei der vergangenen Bände habe ich da irgendwie kein Vertrauen mehr.
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nanograinger
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von nanograinger »

HerbertSeufert hat geschrieben:Es kommt zwar im Roman selbst nur indirekt vor, trotzdem muss es ja irgendeinen »Wahrheitsbeweis« gegeben haben mit dem Monkey Agostina Settember drehte.
Entweder handelt es sich dabei um eine aussagekräftige Geheimdatei aus den Speichern der IIG oder eine den Thoogondu-Beratern abgepresste Info.
....
Schönes Beispiel für die Einstellung, die ich vorhin erwähnte. Es passt nicht in deine Vorstellung, dass es einen »Wahrheitsbeweis« gibt, also kann es keinen geben. Alles klar, mach weiter so.... B-)

Ach ja, kleiner Spoiler aus der Leseprobe von PR 2943:
Spoiler:
Der nächste Roman PR 2943 spielt zeitlich zumindest in Teilen vor dem Ende des vorliegenden Romans PR 2942.
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HerbertSeufert
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von HerbertSeufert »

@nanograinger

Wo habe ich behauptet, dass es keinen »Wahrheitsbeweis« gibt?
Ich sprach ausdrücklich davon, dass dieser entweder aus den Speichern der IIG oder von einem hochrangigen Thoogondu stammen würde.
Wobei ich die zweite Möglichkeit für deutlich wahrscheinlicher halte, denn ein Speicherinhalt an Bord des Invasionsflaggschiffs der Gäonen, der die gesamte offizielle Geschichte als Lug und Trug desavouiert, macht wenig Sinn.

Bisher gehe ich davon aus, dass auch höchstrangige Gäonen nicht am Geschichtsfalsifikat der Thoogondu zweifelten.
Und da auch der »gemeine Thoogondu« von diesen Machenschaften nichts weiß und die offizielle Geschichtsversion verinnerlicht hat, kann diese Info eigentlich nur von einem Mitglied der Gilde des Gondus stammen, der wahrscheinlich Invasionsbevollmächtigter für die Milchstraße ist.

PS: Manchmal wundere ich mich schon wie auch hochintelligente Leute wie Du das Gegenteil von dem verstehen oder verstehen wollen,
was man in mehreren Beiträgen klar geschrieben hat!
Nichts für ungut, aber so ist es!
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R.B.
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von R.B. »

Casaloki hat geschrieben:Es tut mir sehr leid, aber dieser Roman hat mir gar nicht gefallen.
Mir auch nicht. Für mich war das (leider) Langeweile pur, es ist nichts passiert, für das Geschriebene hätten aus meiner Sicht 2 Seiten gereicht. Die hier ausgetauschten Argumente kann ich klar nachvollziehen, zum Beispiel den Kampf der Geschwister mit sich selber. Kam bei mir aber nicht an, ich habe mich ziemlich durch das Heft gequält.

Wobei ich aber sagen muss, dass mir die ganze Quinto-Center Story nicht zusagt. Von vorne herein vergeigt, halte ich diese Ebene bislang für total überflüssig. Hier könnte, glaube ich, schreiben wer will und was sie/er will - es wäre sehr schwierig, mich zu einem positiven Ergebnis zu bewegen. Das hat also nichts mit Hubert zu tun.
HerbertSeufert hat geschrieben:Es ist für mich relativ schwer vorstellbar, dass hinter diesem ganzen USO-Plot, dem jetzt das vierte Heft gewidmet ist, nicht noch mehr oder eine andere Entwicklung steckt.
Ja. Das ist die einzige Hoffnung, die ich zu diesem Thema habe. Dass eben irgendwann nochmal was kommt, was einen Sinn in die die ganze Geschichte bringt.
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jogo
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von jogo »

Carrasco hat geschrieben:...Etwas beunruhigend finde ich nämlich, dass die Anzahl der Romanbewerter (also per Notenvergabe) hier im (natürlich nicht repräsentativen) Forum seit Monaten kontinuierlich sinkt.

Ich hoffe, es ist nur steigende Unlust am Benoten, und nicht am Lesen.
Du kannst von einer Unlust am Benoten ausgehen. Zum Einen gibt es einige Foristen, die sich aus diversen Gründen gegen das Benoten ausgesprochen haben und trotzdem lesen. Dann mag es sein, dass einige Nichtleser möglicherweise benotet haben, was aber nur eine Annahme auf supertönernen Füßen ist. Und du kannst sehen z.B. nach der Diskussion um Einser-Klicker und Jubelperser (siehe Spoiler 2928), dass die Zahl der Abstimmungen nochmals zurückging.

Es werden oftmals sehr schnell Worte anders verstanden als es vielleicht ursprünglich gedacht ist. Hinzu kommt, dass die meisten Menschen sich selbst für sehr offen halten... solange die eigene Meinung nicht zu stark infrage gestellt wird. Das ist bei dem einen mehr und dem anderen weniger ausgeprägt, aber eben immer vorhanden.
Wenn du dir nun aber einen Foristen vorstellst, der den Eindruck hat anschließend an seinen Beitrag filetiert zu werden, dann wird doch recht schnell klar warum diese Person nicht mehr gerne postet oder erst gar nicht damit beginnt. Hierbei spielt es keine Rolle, ob die Person mit Roman und/oder der Entwicklung desZyklus zufrieden ist oder nicht.
Nehmen wir nun mal den Fall von den Spoiler 2928 und betrachten die Entwicklung der Anzahl der Abstimmungen und die zugehörigen Anzahl der Einser-Bewertungen. So lässt sich hier mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit rückfolgern, dass sich hier einige in der Seele getroffen zurückgezogen haben.

Deine Sorge, dass sich aufgrund der geringeren Benotungen, die Anzahl der Leser verringert hat, ist daher nicht wirklich anwendbar.

Natürlich kann die Anzahl der Leser trotzdem rückläufig sein. Oder eben auch im Wachstum begriffen sein.

Was die Entwicklung der Leserschaft angeht, musste man natürlich in den letzten Jahrzehnten sorgenvoll die Einstellung der Nachauflagen wahrnehmen sowie diverse anderer Entwicklungen. Aber solange es Klaus auf die Reihe bekommt Gelder für diverse Projekte loszueisen, wie diverse Miniserien, braucht man noch nicht wirklich sorgenvoll in die Zukunft blicken.

Aber ich denke, dass es klug wäre, wenn wir Foristen manchmal etwas mehr Gedanken um die Wirkung unserer geschriebenen Worte verlieren würden.
.... actio = reactio ....

Wie auch immer: Die heutige Autorenschaft ist schon ganz gut unterwegs. Mir gefallen die Romane seit längerem gut bis sehr gut. Der eine oder andere Roman weniger, aber das hat meist damit zu tun, dass mir persönlich das Thema nicht so gefällt. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Roman schlecht geschrieben wurde oder eventuell die Zyklusplanung nix taugt. Mit dem Benoten habe ich persönlich vor sehr vielen Monaten aufgehört, weil ich mich fragte, was es für einen Sinn macht, wenn ich abstimme aber andere Leser nicht. Generell fände ich es schöner, wenn sich jeder Forist an den Abstimmungen beteiligen würde und nicht solche schwachen Argumente zieht wie ich...
Die beste Möglichkeit seine Träume zu verwirklichen, ist aufzuwachen.
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Atlantis
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von Atlantis »

Bin ich Froh, das nicht alle so wie ich, ihn Bewerte.
Etliche Mängel in der Storie. Über die Leistung von C.M schweige ich lieber.
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HerbertSeufert
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von HerbertSeufert »

@jogo

Mit etlichen Schlussfolgerungen hast Du recht!
Ich z.B. habe noch nie einen Roman oder ein Titelbild »benotet«. Weder im Schlechten noch im Positiven.

Ich sehe darin wenig Sinn, belastbare Statistiken sind daraus nicht mal fürs Forum, schon gar nicht für die Autorenschaft oder den Verlag ableitbar.

Wie hätte ich den vorliegenden Roman auch bewerten sollen?
Für mich war er auf Grund meiner beschränkten Erwartungshaltung nicht schlecht.
Exposé? Weiß ich nicht, was da für ein genauer Impetus für die letzten 40er-Bände vorliegt.

Ich könnte mir nach der Titelvorankündigung vorstellen, dass die Sache irgendwie in Heft Nr. 2947
kulminiert. Nach meiner Meinung in der Handlungsebene von PR-I (RT). Beginn einer neuen Reise?

Aber zuvor?
Ein billiger und finaler Sofortsieg über die Thoogondu-Invasionspläne in der Milchstraße durch die USO bzw. Monkey, quasi im Erstanlauf, kommt mir wenig wahrscheinlich vor.
Da denke ich eher, dass sich die Sache mit der HaLem-Schiene verknüpft.

Deshalb bin ich durchaus hoffnungsvoll:
»It‘s not over till it‘s over!«
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Clark Flipper
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von Clark Flipper »

Wenn man das Forum z.b. über Tapatalk besucht, sieht man nichts von einer Bewertung.

Schon gar nicht kann man bewerten.

Ich persönlich vermisse es allerdings auch nicht.
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Verkutzon
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von Verkutzon »

Ich persönlich finde die Benotung gut. Ich lese den jeweiligen Spoiler nie, ich will das Heft ohne Vorkenntnisse lesen. Nachträglich ist es interessant zu sehen, wie die verschiedenen Leser den Roman beurteilen, ohne dass eine Erklärung dafür abgegeben werden muss. Ein Erklärungstext provoziert vielfach Angriffe - als würde ein Ritter einem anderen den Fehdehandschuh hinwerfen. Die Benotung dagegen ist Neutral und anonym...
Verkutzon sah eine endlose Schwärze. Ein nie gekanntes Schwindelgefühl erfasste ihn. Ungläubig liess er Laires Auge sinken. Aus: PR-Heft 1120
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von Clark Flipper »

Verkutzon hat geschrieben:Die Benotung dagegen ist Neutral und anonym...
Und biete allein durch eine Benotung mit 6 viel Platz für Diskussion. :rolleyes:
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nanograinger
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von nanograinger »

Atlantis hat geschrieben:Bin ich Froh, das nicht alle so wie ich, ihn Bewerte.
Etliche Mängel in der Storie. Über die Leistung von C.M schweige ich lieber.
Hallo? Der Roman ist von Hubert Haensel? :nein:
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von Carrasco »

Je konkreter die Erwartungen, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass sie enttäuscht werden. :devil:

Deshalb beschränke ich mich auf allgemeine Erwartungen wie innere Logik, Nachvollziehbarkeit der Handlung, Dynamik, Spannungsaufbau, Aha-Erlebnisse usw. :D
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von Mr Frost »

Carrasco hat geschrieben:Je konkreter die Erwartungen, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass sie enttäuscht werden. :devil:

Deshalb beschränke ich mich auf allgemeine Erwartungen wie innere Logik, Nachvollziehbarkeit der Handlung, Dynamik, Spannungsaufbau, Aha-Erlebnisse usw. :D
Durchaus richtig. Und gerade hinsichtlich der letzteren Punkte gibt es leider immer wieder (auch) Anlaß für Kritik, und keinesfalls (nur) Grund für kontinuierliches Lob.
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Arthur Dent
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von Arthur Dent »

nanograinger hat geschrieben:
Atlantis hat geschrieben:Bin ich Froh, das nicht alle so wie ich, ihn Bewerte.
Etliche Mängel in der Storie. Über die Leistung von C.M schweige ich lieber.
Hallo? Der Roman ist von Hubert Haensel? :nein:
Hi nanograinger! Da ja die "Erwartungshaltung" und die Befriedigung oder Enttäuschung derselbigen eine große Rolle zu spielen scheint, darfst Du dich darüber nicht wundern. Atlantis hatte die Erwartung von CM eine Leistung angeboten zu bekommen und wurde zu Recht bitter enttäuscht. :devil:
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Carrasco
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von Carrasco »

Oder aber Atlantis hat hochbrisante, streng geheime Insiderinformationen, dass das Exposé für 2942 von CM und nur von CM stammt. :D
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Clark Flipper
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von Clark Flipper »

Herbert!? :unsure:
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Rainer1803
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Re: Spoiler 2942: Geschwisterkampf, von Hubert Haensel

Beitrag von Rainer1803 »

Ich wundere mich ja auch immer wenn Autoren etwas anderes schreiben als ich erwarte. :devil:
Früher war halt alles besser, da waren wir Kinder und haben genommen wie es kam :unschuldig:
und warum verrät uns keine das Ende des Zyklus :o
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