Spoiler 2976: Hyperlicht, von M.M. Thurner

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Kardec
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Re: Spoiler 2976: Hyperlicht, von M.M. Thurner

Beitrag von Kardec »

@AARN MUNRO

Ich empfehle eine Reise ins EU-Land Bulgarien :D - evtl. bemerkst du allfällige Unterschiede.

In meiner SF-Phantasie ist Platz für große Unterschiede.
Angesichts der Vorstellung, dass die Planeten Tausende von Lichtjahren voneinander entfernt sind, von unterschiedlichen Kulturen besiedelt wurden und unterschiedliche Entwicklungen genommen haben, empfände ich einen Einheitsbrei langweilig, unrealistisch u. dystopisch.
Stelle mir grad 2 Siedlerschiffe im PR-Jahr 2050 vor. Das eine aus dem vormaligen Saudi-Arabien, dass Wahabiten auf einen Planeten bringt - und ein 2. Schiff, dass 5000 Schweizer aus dem Kanton Zug transportiert :D

In der EU beispielsweise findet man die Zivilisations- u. Industriezentren des "goldenen Bandes" von Kondon bis Mailand, aber auch die Entlegenheit der "d'Outre-Mer".

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halut
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Re: Spoiler 2976: Hyperlicht, von M.M. Thurner

Beitrag von halut »

Kardec hat geschrieben:Ich empfehle eine Reise ins EU-Land Bulgarien :D - evtl. bemerkst du allfällige Unterschiede.
Genau darum geht es doch am Ende. In der EU: ja. In der LFG: nein. Im Perryversum gibt es kein Hartz CCCLXVII.

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halut
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Re: Spoiler 2976: Hyperlicht, von M.M. Thurner

Beitrag von halut »

Clark Flipper hat geschrieben:
halut hat geschrieben:PR ist Fluchtliteratur, ich brauche PR zum Abschalten von dieser Welt. Wenn ich soziale Dystopien sehen will, schalte ich die Nachrichten oder einen beliebigen Krimi ein. Wenn PR mir das Gleiche bringt, kann ich nicht abschalten: PR verärgert mich. Als Leser lehne ich das innerlich ab.
Das ist ein Punkt den ich nachvollziehen kann. Das war auch der Grund warum NEO nie mein Fall wurde.

Aber ich weiß auch, das gerade das ein Aspekt für neuere Leser ist, welche da anders heran gehen.
Sehe ich als Fehleinschätzung. Gleich ob SF, Fantasy, historische Romane etc: Es geht um „weit weg“ von heutigen Problemen. Die Nachfrage ist seit Jahrzehnten konstant, auch wenn sie in den einzelnen Feldern variiert.

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Raktajino
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Re: Spoiler 2976: Hyperlicht, von M.M. Thurner

Beitrag von Raktajino »

eigentlich wäre das durch Enterprise gedeckt. solange die menschen zufrieden sind und es okay finden, muss daraus kein Problem gemacht werden, sondern könnte eine erweiterung des menschlichen Kosmos sein.
:)

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Raktajino
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Re: Spoiler 2976: Hyperlicht, von M.M. Thurner

Beitrag von Raktajino »

alternativ setzte eine wanderbewegung ein wie in der uckermark und alte und kranke blieben zurück. oder man machte in den westen. :D

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Grauleben
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Re: Spoiler 2976: Hyperlicht, von M.M. Thurner

Beitrag von Grauleben »

Ist doch in der LFG auch nicht anders, da gibt es keine Not, sagt jedenfalls WV:
...übrigens: Niemand in der Liga muss noch arbeiten. Wenn er arbeitet, dann nicht aus Not, sondern aus Interesse. Oder aus Leidenschaft...

...Sie gehen respektvoll miteinander um und ermöglichen allen ein von überflüssigen Sorgen befreites, keinen ökonomischen Zwängen ausgeliefertes, selbstbestimmtes Leben...
https://forum.perry-rhodan.net/viewtopi ... 16#p579416

Na gut, da hatte er vermutlich noch nichts von Jesper gehört. Und schon ist sie wieder dahin, die schöne Utopie vom perfekten Leben in der LFG. Traurigessmileyundso. Alsoganztrauriges.

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Clark Flipper
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Re: Spoiler 2976: Hyperlicht, von M.M. Thurner

Beitrag von Clark Flipper »

halut hat geschrieben:
Clark Flipper hat geschrieben:
halut hat geschrieben:PR ist Fluchtliteratur, ich brauche PR zum Abschalten von dieser Welt. Wenn ich soziale Dystopien sehen will, schalte ich die Nachrichten oder einen beliebigen Krimi ein. Wenn PR mir das Gleiche bringt, kann ich nicht abschalten: PR verärgert mich. Als Leser lehne ich das innerlich ab.
Das ist ein Punkt den ich nachvollziehen kann. Das war auch der Grund warum NEO nie mein Fall wurde.

Aber ich weiß auch, das gerade das ein Aspekt für neuere Leser ist, welche da anders heran gehen.
Sehe ich als Fehleinschätzung. Gleich ob SF, Fantasy, historische Romane etc: Es geht um „weit weg“ von heutigen Problemen. Die Nachfrage ist seit Jahrzehnten konstant, auch wenn sie in den einzelnen Feldern variiert.
Diese Meinung wird auch sicher von einigen geteilt, aber ich kenne genug die anders an die Sache ran gehen.

Diesen Leserern ist auch das "Groschenroman"-Image egal, die suchen Unterhalten die sie auch thematisch fordert. Nix mit Flucht, da sind reale Bezüge erwünscht.
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Grauleben
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Re: Spoiler 2976: Hyperlicht, von M.M. Thurner

Beitrag von Grauleben »

Cool, anspruchsvolle "Groschenhefte". Rein interessehalber, nenne doch mal ein paar Beispiele, scheint es ja zu geben. Ich kenne keine aber lerne gerne dazu.

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Clark Flipper
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Re: Spoiler 2976: Hyperlicht, von M.M. Thurner

Beitrag von Clark Flipper »

Wenn du keinen kennst, trifft es wohl auf dich nicht zu. Alle die es so empfinden, sind aktive EA-Leser.

Ich schließe also daraus, das dieses Beschreibung auf die Mehrzahl der Romane für sie zutrifft, sonst würden Sie es wohl so machen wie so mancher Forist hier.

:gruebel: Allerdings wäre es dann nicht nötig das ich hier über sie Berichte, das Mantra wäre jedem bekannt.
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Grauleben
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Re: Spoiler 2976: Hyperlicht, von M.M. Thurner

Beitrag von Grauleben »

Wie bei so manchen deiner Beiträge verstehe ich nicht was du eigentlich sagen willst. Bin halt ein eher einfaches Gemüt aber lese trotzdem EA. Zum Spass, zur Unterhaltung und Entspannung, aber ganz sicher nicht weil ich hier hohe literarische Qualität erwarte und die Probleme der Welt kritisch hinterfragt sehen möchte. Wobei man aber sicher zugeben muss dass PR für sogenannte "Groschenhefte" schon eher gehobene Literatur ist.

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Clark Flipper
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Re: Spoiler 2976: Hyperlicht, von M.M. Thurner

Beitrag von Clark Flipper »

Gut ist doch, das wir uns einig sind. ;-)
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Raktajino
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Re: Spoiler 2976: Hyperlicht, von M.M. Thurner

Beitrag von Raktajino »

Grauleben hat geschrieben:Ist doch in der LFG auch nicht anders, da gibt es keine Not.
Not ist keine feste Größe. Anders als in Europa, grob gesagt, gibt es in den USA verschiedene Experimente, was Lebensweisen betrifft. Wobei die religiösen Landkommunenversuche am längsten überlebten; wahrscheinlich weniger wegen der Religion, sondern wegen der religiös verbrämten Ideologie als Bindeband.
Die Kommuneversuche in Deutschland haben im Prinzip nicht überlebt. Und selbst Genossenschaften führen ein hartes Leben. B-)
Beim Rest heißt es: Sie werden assimiliert werden. Ob Bulgaren oder nicht. :P

zephydia
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Re: Spoiler 2976: Hyperlicht, von M.M. Thurner

Beitrag von zephydia »

Man kann über den Roman gut finden oder schlecht aber eines ist sicher er wiederspricht dem was Wim Vandemaan z.B. hier
https://forum.perry-rhodan.net/viewtopi ... 40&t=10025 schreibt.

Wenn einerseits die meisten Waren in der Lfg kostenlos sind und es trotzdem Welten wie diesen Planeten hier gibt, ja wie muss man sich dann das System LFG vorstellen? Wie in Hunger Games wo im Capitol Überfluss herrschte und in den Randbezierken (von der Regierung gewollt) bitterste Armut?
Poltische Aussagen in einer Science Fiction Serie sind schön und gut aber wenn man sie auf eine Weise in die Handlung einbaut dass sie allem was bislang über den Handlungshintergrund gesagt wurde wiedersprechen...
Hier ging es MMT wohl eher darum darauf hinzuweisen wie schlimm die Politik des Solare Imperiums seiner Meinung nach war (und einen Kommentar zur Gegenwart zu schreiben) was der Roman über die LFG aussagt das hat er vielleicht nicht bedacht.

Merkosh
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Re: Spoiler 2976: Hyperlicht, von M.M. Thurner

Beitrag von Merkosh »

Herr Thurner, bitte zum Chefgespräch *g*

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Raktajino
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Re: Spoiler 2976: Hyperlicht, von M.M. Thurner

Beitrag von Raktajino »

zephydia hat geschrieben:Wenn einerseits die meisten Waren in der Lfg kostenlos sind und es trotzdem Welten wie diesen Planeten hier gibt, ja wie muss man sich dann das System LFG vorstellen?
Eigentlich ist das nicht so schwer. :D
Wie etwas im Solsystem gehandhabt wird, muss nicht verbindlich sein für andere Sonnensysteme. Die Ausgestaltung bleibt diesen vorbehalten. Jedenfalls wird das Solsystem anderen nix aufdrücken.
So weit die Theorie.
Wird das Gefälle zu groß und kommen andere Ereignisse wie Aggressoren, Naturereignisse und/oder schwindende Hoffnung, kriegen wir eine galaktische Völkerwanderungsbewegung.
Das wäre dann Praxis.

zephydia
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Re: Spoiler 2976: Hyperlicht, von M.M. Thurner

Beitrag von zephydia »

Raktajino hat geschrieben:
zephydia hat geschrieben:Eigentlich ist das nicht so schwer. :D
Wie etwas im Solsystem gehandhabt wird, muss nicht verbindlich sein für andere Sonnensysteme. Die Ausgestaltung bleibt diesen vorbehalten. Jedenfalls wird das Solsystem anderen nix aufdrücken.
So weit die Theorie.
Wird das Gefälle zu groß und kommen andere Ereignisse wie Aggressoren, Naturereignisse und/oder schwindende Hoffnung, kriegen wir eine galaktische Völkerwanderungsbewegung.
Das wäre dann Praxis.
Aber es ist doch seltsam, wenn die Technologie existiert (ähnlich wie bei den Replikatoren in Star Trek) die meisten Waren praktisch kostenfrei herzustellen, warum sie dann auf Jesper nicht genutzt wird. Selbst wenn man dort die Philosophie verfolgen sollte das freie Verfügbarkeit von Waren zu Dekadenz führt spräche nichts dagegen zumindest die grundlegenden Berürfnisse zu decken. Alles andere ist hirnlose Grausamkeit und man würde erwarten das den Politkern von Jesper von der LFG in schlimmsten Fall mit Ausschluss des Planeten gedroht werden würde, oder mit Absetzung der Regierung. Liga freier Galaktiker schön und gut, aber wenn die eigentlichen Bewohner einer Welt (die ja da es neuerdings LFG und nicht mehr LFT heisst wohl auch Mitglieder der Liga sind) von den Siedlern so behandelt werden wäre es Aufgabe der Liga da etwas gegen zu tun.

Nebenbei hätte man so eine Geschichte vielleicht auch so aufbauen können dass nach der Tiu-Invasion die Versorgungslage in der Milchstraße allgemein mieserabel ist.
Dass z.B die Tius ihre Indoktrinatoren darauf programmiert hatten die Maschinen zur Materieumwandlung vorrangig anzugreifen. Oder dass durch das Trauma das die Vernichtung von Archetz für die Springer bedeutete der Handelelsverkehr in der Milchstraße nicht mehr richtig funktioniert (z.B weil die Mehandor völlig überhöhte Preise verlangen oder viele von ihnen vermehrt auf Piraterie setzen), usw und deshalb auch weniger Güter auf konventionellen Wege von Planeten wo die Technologie noch existiert, geliefert werden können. So oder ähnlich hätte man eine solche Situation erklären können wenn man es gewollt hätte.

Abgesehen davon: Mir Wim Vandemaans utopisch angehauchte PR-Welt nun mal einfach besser als dieses Die-Welt-ist-schlecht-und-wird-immer-schlecht-sein-egal-ob-einzelne-versuchen-was-zu-ändern-basta.
Sorry für's zutexten. :o(

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Grauleben
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Re: Spoiler 2976: Hyperlicht, von M.M. Thurner

Beitrag von Grauleben »

Die Darstellung widerspricht dem Geist der Serie, wurde ja auch schon von anderen Foristen angemerkt. Müssen wir jetzt zum äussersten Mittel greifen und den Band zum "kontrafaktischen Roman" erklären? Das wäre ja echt brutal, schauder *g*.

zephydia
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Re: Spoiler 2976: Hyperlicht, von M.M. Thurner

Beitrag von zephydia »

Es gibt so Momente wo ich mir fast Wünsche dass Band 3000 mit den Worten
"Nie wieder Videospiele" stöhnte Perry Rhodan gequält, als er sich mit zitternden Fingern die Messinghaube vom Kopf zog.
beginnt. :unschuldig:

Goedda
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Re: Spoiler 2976: Hyperlicht, von M.M. Thurner

Beitrag von Goedda »

zephydia hat geschrieben:...
Nebenbei hätte man so eine Geschichte vielleicht auch so aufbauen können dass nach der Tiu-Invasion die Versorgungslage in der Milchstraße allgemein mieserabel ist.
Dass z.B die Tius ihre Indoktrinatoren darauf programmiert hatten die Maschinen zur Materieumwandlung vorrangig anzugreifen. Oder dass durch das Trauma das die Vernichtung von Archetz für die Springer bedeutete der Handelelsverkehr in der Milchstraße nicht mehr richtig funktioniert (z.B weil die Mehandor völlig überhöhte Preise verlangen oder viele von ihnen vermehrt auf Piraterie setzen), usw und deshalb auch weniger Güter auf konventionellen Wege von Planeten wo die Technologie noch existiert, geliefert werden können. So oder ähnlich hätte man eine solche Situation erklären können wenn man es gewollt hätte.
Ich finde die Idee ganz gut und bin etwas beschämt, dass mir das als "älterer" Leser gar nicht eingefallen ist. Die Milchstrasse hatte ja die dunklen Jahrhunderte, etliche Invasionen und Vernichtungen und nach der letzten grossen Invasion durch TRAITOR hiess es auch, dass dies die Wirtschaft für 100 Jahre oder so schwächen würde. Die Tius sind glaube ich noch vor dem Ablauf dieser 100 Jahre in die Milchstrasse eingefallen, zu einem Zeitpunkt als das AT bereits de facto die Macht übernommen hatte.
Gepaart mit der Ignoranz und Arroganz der terranisch-stämmigen Siedler könnte dies durchaus die Situation auf Jesper erklären.

...nur so nebenbei, ich persönlich benötige nicht für jeden "M***" in PR eine Erklärung. Es ist mMn keine Fluchtliteratur, auch nicht eine auf ein Genre limitierte Geschichte, sondern Unterhaltungsliteratur. Und dieser Roman hat mich gut unterhalten.

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AARN MUNRO
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Re: Spoiler 2976: Hyperlicht, von M.M. Thurner

Beitrag von AARN MUNRO »

Zephydia schreibt:
Spoiler:
Poltische Aussagen in einer Science Fiction Serie sind schön und gut aber wenn man sie auf eine Weise in die Handlung einbaut dass sie allem was bislang über den Handlungshintergrund gesagt wurde wiedersprechen...

Meines Erachtens hat MMT hier einfach ein wenig übertrieben. Ansonsten stimme ich zu: die Sozialkritik mag ja auf die Gegenwart zielen, aber sie passt überhaupt nicht in den Kanon der Serie, die Fluchtliteratur wird hier von vielen Lesern ernst genommen ... reinster Eskapismus. Mich selbst störten auch immer bereits die marginalen Anspielungen von LL auf die Gegenwart und den Zeitgeist.Manchmal originell-lustig aber oft auch nervend. Manche mögen das gern lesen, warum auch nicht? MMT kann ja hierzu einen freien Roman verfassen außerhalb der Perryserie.
"Doc war Pazifist, was ihn nicht daran hinderte, realistisch zu denken!" (Robert A. Heinlein in "The moon is a harsh mistress")
Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann!
"Jetzt geht es erst richtig los! Perry Rhodan!" ES in Band 650
AARNs PR- Artikel auf https://www.zauberspiegel-online.de
Wenn ich Sense of Wonder will, lese ich Fantasy. Bei SF erwarte ich logische Zusammenhänge.
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Re: Spoiler 2976: Hyperlicht, von M.M. Thurner

Beitrag von zephydia »

Goedda hat geschrieben:
...nur so nebenbei, ich persönlich benötige nicht für jeden "M***" in PR eine Erklärung. Es ist mMn keine Fluchtliteratur, auch nicht eine auf ein Genre limitierte Geschichte, sondern Unterhaltungsliteratur. Und dieser Roman hat mich gut unterhalten.
Normalerweise brauche ich auch nicht für alles eine Erklärung, manchmal finde ich es sogar besser wenn nicht alles haarfein auseinanderdividierd wird, nur in diesem Fall fand ich es einfach zu auffällig. Da finde ich besser wenn zum Beispiele reale Themen wie Fake-News auf der Thoogondu Handlungsebene eingebaut werden aber ohne das der Serienkosmos gebrochen wird. Auch das kann zum Nachdenken bringen vielleicht mehr als wenn die Absicht völlig im Vordergrund steht.

Was die Fluchtliteratur angeht: Muss die den tatsächlich immer etwas schlimmes sein? Es gibt da ein interessantes Zitat von Ursula K. Le Guin (das manchmal fälschlich auch Tolkien zugeschrieben wird, der Ähnliches sagte aber nicht genau diese Worte benutze).
"Fantasy is escapist, and that is its glory. If a soldier is imprisioned by the enemy, don't we consider it his duty to escape?. . .If we value the freedom of mind and soul, if we're partisans of liberty, then it's our plain duty to escape, and to take as many people with us as we can!"
Dem muss man nicht zustimmen aber ich sehe nichts falsches darin ab und zu meine Gedanken von den all zu realen Problemen ruhen zu lassen und mich mit etwas zu beschäftigen das Freude bereitet und daraus Kraft zu schöpfen mich wieder der Realität zu stellen. :)

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Re: Spoiler 2976: Hyperlicht, von M.M. Thurner

Beitrag von Clark Flipper »

Daran ist auch nichts falsches.
Es ist eine Art an das Thema heran zu gehen.
Es gibt aber auch andere. ;-)
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zephydia
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Re: Spoiler 2976: Hyperlicht, von M.M. Thurner

Beitrag von zephydia »

AARN MUNRO hat geschrieben:

Meines Erachtens hat MMT hier einfach ein wenig übertrieben. Ansonsten stimme ich zu: die Sozialkritik mag ja auf die Gegenwart zielen, aber sie passt überhaupt nicht in den Kanon der Serie, die Fluchtliteratur wird hier von vielen Lesern ernst genommen ... reinster Eskapismus. Mich selbst störten auch immer bereits die marginalen Anspielungen von LL auf die Gegenwart und den Zeitgeist.Manchmal originell-lustig aber oft auch nervend. Manche mögen das gern lesen, warum auch nicht? MMT kann ja hierzu einen freien Roman verfassen außerhalb der Perryserie.
Wie ich oben schrieb muss (meiner Meinung nach ) Eskapismus nicht notwendigeweise was schlimmes sein. Ich meine im Fernsehen Sport gucken oder Abends auf Partys gehen ist doch auch Eskapismus aber dass wird nicht annährend so negativ gesehen. :nixweis:

Aber es gibt noch etwas dass mir an der Entwicklung von PR (und eigentlich allen größeren SF-und -Fantasy-Marken derzeit) auffällt: Das die Schilderung einer positiven Zukunft nicht mehr möglich zu sein scheint. Man schaue sich doch nur mal Star Trek Discovery an!

Und gerade auch bei PR fällt das ins Auge. Wie ich schon mal schrieb:Die Sterblichen sind (Kanon)futter und die Unsterblichen werden wie Bälle über den Rasen gekickt. Dinge die früher einmal positiv waren (das Solare Imperium z.B) werden nachträglich auf eine Art uminterpretiert das sie auf einmal tatsächlich zu Behauptungen aus dem berühmt-berüchtigten Monitor Bericht passen. :(
Und die Gegenwart des Perryversums? Eigentlich ein hoffnungsloser Fall voll von KOSHS und GESHODS und QUIN-SHIS. Und jetzt eben die nette Enthüllung das die LIGA zwar eine freie ist aber eben nicht für alle ihre Mitglieder. Und da hilft es auch nicht das ein einzelner Sportler plötzlich seinen Idealismus entdeckt.

Natürlich ist nichts sicher und ich erwarte nicht dass mir jemand dabei zustimmt aber vielleicht hat der Optimismus von z.B. Star Trek ja doch ein ganz klein wenig dazu beigetragen das aus dem kalten Krieg damals kein heißer wurde, einfach in dem man den Leuten zeigte dass etwas anderes möglich sein kann?
Und kann man dann die Darstellung einer optimistischen Zukunft (und wirklich utopisch war weder die Welt von Star Trek noch von PR jemals wirklich) immer noch einfach nur als eskapistisch bezeichnen?

So genug gequasselt. Ich entschuldige mich hiermit für meinen vielleicht viel zu langen Text aber ich wollte vermeiden dass meine Kritik an diesem Heft anders aufgefasst wird als beabsichtigt.

zephydia
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Re: Spoiler 2976: Hyperlicht, von M.M. Thurner

Beitrag von zephydia »

Clark Flipper hat geschrieben:Daran ist auch nichts falsches.
Es ist eine Art an das Thema heran zu gehen.
Es gibt aber auch andere. ;-)
Da hast Du natürlich recht. Ich kann nur für mich selbst sprechen.

Ce Rhioton
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Re: Spoiler 2976: Hyperlicht, von M.M. Thurner

Beitrag von Ce Rhioton »

zephydia hat geschrieben:Dinge die früher einmal positiv waren (das Solare Imperium z.B) werden nachträglich auf eine Art uminterpretiert das sie auf einmal tatsächlich zu Behauptungen aus dem berühmt-berüchtigten Monitor Bericht passen. :(

Ich möchte diese Thematik nicht weiter vertiefen, da sie an dieser Stelle OT ist.
Doch Zeitgeist hin, Zeitgeist her ... bisweilen vermisse ich heute - bei der Neuinterpretation der PR-Historie - den Respekt vor der Leistung ehemaliger Autoren. :unsure:

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