Spoiler 2923: Angriff auf den Spross, von Michelle Stern

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Richard
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Re: Spoiler 2923: Angriff auf den Spross, von Michelle Stern

Beitrag von Richard »

Nun, im "Kriegsrecht" an Bord eines Flottenschiffs gab es zu SI Zeiten durchaus die Todesstrafe.

Ich zitiere aus Band 500:

Im Gegensatz zum Zivilrecht des Imperiums, das die Todesstrafe nicht mehr kannte, war es möglich, an Bord eines im Kampfeinsatz stehenden Raumschiffes die Todesstrafe zu verhängen. Das aber war auch nur dann zulässig, wenn die Straftat das Leben aller Besatzungsmitglieder, die Existenz der Menschheit und überdies das betreffende Raumfahrzeug eindeutig gefährdete.
Das war hier der Fall! Die vorliegenden Berichte der wissenschaftlichen Sachverständigen waren vernichtend. Die achttausend Männer der MARCO POLO waren so gut wie verloren.
Und die Formulierung legt nahe, dass es zumindest mal im SI die Todesstrafe im Zivilrecht gab.
Zuletzt geändert von Richard am 30. August 2017, 22:21, insgesamt 1-mal geändert.
zephydia
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Re: Spoiler 2923: Angriff auf den Spross, von Michelle Stern

Beitrag von zephydia »

nanograinger hat geschrieben: Du missverstehst mich mal wieder. Ich habe nur Beispiele aus unserer realen Welt genannt, in der die Strafverfolgung aus Staatsräson-Gründen entweder ganz oder teilweise ausgesetzt wurde, oder aus der nach Strafverfolgung und einer Verurteilung die Strafe entweder ganz aufgehoben wurde (Beispiel Trumps Begnadigung von Arpaio, sogar bevor das Strafmaß verkündet wurde) oder reduziert wurde (Todesstrafe in lebenslänglich).

Hekener Sharoun hat die erste Möglichkeit eigentlich bereits ausgeschlossen: Toio Zindher wird sich wohl vor Gericht verantworten müssen. Die Möglichkeit der Begnadigung steht im nach einem entsprechenden Prozess vermutlich offen, und hier sehe ich durchaus eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass eine evtl. Haftstrafe von Sharoun in eine Bewährungsstrafe umgewandelt wird. In gewisser Weise ist sie ja schon seit dem Flug der RT nach Larhatoon in einer Bewährungssituation, im aktuellen Roman wird das sogar explizit geschrieben.

Die LFG hat sicher keine Todesstrafe, nicht einmal das SI hatte die, soweit ich erinnere. Ich habe aber auch nichts in der Richtung angedeutet.

Natürlich erwarte ich, dass Bully alles tun wird, um Toios Strafmaß so gering wie möglich zu halten. Es wird ihm aber bei unabhängigen Gerichten nichts nützen, da er offensichtlich befangen ist. Interessant wird es, falls er bei Sharoun um eine Begnadigung bittet. Falls er das tut, würde er sich in Sharouns Schuld begeben, eine für Bully sicher äußerst ungewohnte und unbequeme Situation.

Das ist zwar alles Spekulation, aber ich bin gespannt, wie sich das ausgeht. Ich hatte gedacht, dass dies alles in ein paar Absätzen abgehandelt werden würde, aber nach der doch recht ausführlichen Darstellung in diesem Roman scheint mir dieser Aspekt mehr Bedeutung zu bekommen, als ich erwartet hätte.
Ja vermutlich habe ich Dich falsch verstanden, Du mich aber auch, da ich Dir nämlich in diesen Fall eigentlich sogar zustimme.
Es geht mir NICHT darum das Toio Zinder nun für die nächsten Jahre ins Gefängnis wandert (obwohl es natürlich interessant wäre wie Bully und Shinae damit klarkommen ;) ). Ich gehe davon aus das sie Bewährung bekommt. Und ich habe auch kein Problem damit das Bully als ihr Ehemann versucht ihr zu helfen. Womit ich aber ein ganz großes Problem hätte ist das was Harzzach als "schnellen Dienstweg" bezeichnete. Wenn man die ganze Sache einfach unter den Teppich kehren würde.
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nanograinger
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Re: Spoiler 2923: Angriff auf den Spross, von Michelle Stern

Beitrag von nanograinger »

zephydia hat geschrieben:....Womit ich aber ein ganz großes Problem hätte ist das was Harzzach als "schnellen Dienstweg" bezeichnete. Wenn man die ganze Sache einfach unter den Teppich kehren würde.
Das ist nach diesem Roman eigentlich ausgeschlossen.
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Harzzach
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Re: Spoiler 2923: Angriff auf den Spross, von Michelle Stern

Beitrag von Harzzach »

zephydia hat geschrieben:Sicher wäre das menschlich, nur sollte er dann die Konzequenzen tragen und sich mit seiner Familie für immer komplett ins Privatleben zurückziehen. Denn dann wäre er nicht mehr vertrauenswürdig. Nebenbei nervt mich diese Mauschelei mit den ganzen Sonderposten die speziell für die ZACies geschaffen werden schon seit einer ganzen Weile. Entweder macht man Politik, dann sollte man das aber nach den selben Regeln tun wie jeder andere, oder ma hält sich aus der Politik raus.
Ach, komm ... ohne Homer und seine Society, das Bilderberger- und Illuminati-Äquivalent des Perryversums, die hier ohne Kontrolle und Kenntnis der Regierung absolute Hightech-Schiffe baut und sonst irgendwelche geheimen Dinger dreht, wäre das alles doch nur halb so unterhaltsam :)

Obwohl, aus der Innensicht der Perryversum ... gerade bei Adams wäre ich extrem mißtrauisch. Der gute Mann neigt dazu sich von dahergelaufenen Sothos und Rekrutierungs-"Geschenken" über den Tisch ziehen zu lassen. Wäre ich Hekener Sharoun, ich würde Adams und auch den anderen ZA-Trägern keinen Fingerbreit über den Weg trauen.
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nanograinger
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Re: Spoiler 2923: Angriff auf den Spross, von Michelle Stern

Beitrag von nanograinger »

Harzzach hat geschrieben: Ach, komm ... ohne Homer und seine Society, das Bilderberger- und Illuminati-Äquivalent des Perryversums, die hier ohne Kontrolle und Kenntnis der Regierung absolute Hightech-Schiffe baut ...
Ääh, bist du jetzt auch unter die Legendenverbreiter gegangen? :o
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Harzzach
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Re: Spoiler 2923: Angriff auf den Spross, von Michelle Stern

Beitrag von Harzzach »

nanograinger hat geschrieben:
Harzzach hat geschrieben: Ach, komm ... ohne Homer und seine Society, das Bilderberger- und Illuminati-Äquivalent des Perryversums, die hier ohne Kontrolle und Kenntnis der Regierung absolute Hightech-Schiffe baut ...
Ääh, bist du jetzt auch unter die Legendenverbreiter gegangen? :o
Du meinst, Adams und Bully hätten einfach brav genickt, wenn die LFT-Spitze gesagt hätte: "Nä macht des net!"? Die LFT wurde gnädigerweise in Kenntnis gesetzt. Gebaut worden wäre die RT so oder so. So zumindest meine Interpretation der Vorgänge.

Und dann noch Rhodans Bitte an Adams, vor dem Abflug nach Thoogundenhausen, den neuen LFG-Residenten im Auge zu halten und auf die Finger zu schauen? Das impliziert IMHO, dass Adams auch was unternehmen soll, falls sich die Dinge nicht nach den Wünschen der "ZA-Bande" entwickeln :)

Die Aktivator-Träger werden sich einbringen, solange sie leben. Entweder in offizieller Funktion oder wieder wie weiland Projekt Camelot oder eben wie Adams mit seiner Sechsten Kolonne. Gut für uns Leser, eher etwas unheimlich für die Bewohner der Milchstrasse.
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nanograinger
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Re: Spoiler 2923: Angriff auf den Spross, von Michelle Stern

Beitrag von nanograinger »

Harzzach hat geschrieben:
nanograinger hat geschrieben:
Harzzach hat geschrieben: Ach, komm ... ohne Homer und seine Society, das Bilderberger- und Illuminati-Äquivalent des Perryversums, die hier ohne Kontrolle und Kenntnis der Regierung absolute Hightech-Schiffe baut ...
Ääh, bist du jetzt auch unter die Legendenverbreiter gegangen? :o
Du meinst, Adams und Bully hätten einfach brav genickt, wenn die LFT-Spitze gesagt hätte: "Nä macht des net!"? Die LFT wurde gnädigerweise in Kenntnis gesetzt. Gebaut worden wäre die RT so oder so. So zumindest meine Interpretation der Vorgänge.
Gebaut wäre die RT vielleicht schon, aber niemals mit der Ausstattung, in der sie jetzt existiert (Hypertrans-Progressor, ANANSI, Aagenfelt-Blitz). Und die obige Aussage "ohne Kontrolle und Kenntnis" ist definitiv unrichtig, das ist keine Frage der Interpretation. Die RT wurde schließlich auf (in) Neo-Ganymed (zusammen-) gebaut.
Harzzach hat geschrieben: Und dann noch Rhodans Bitte an Adams, vor dem Abflug nach Thoogundenhausen, den neuen LFG-Residenten im Auge zu halten und auf die Finger zu schauen? Das impliziert IMHO, dass Adams auch was unternehmen soll, falls sich die Dinge nicht nach den Wünschen der "ZA-Bande" entwickeln :)

Die Aktivator-Träger werden sich einbringen, solange sie leben. Entweder in offizieller Funktion oder wieder wie weiland Projekt Camelot oder eben wie Adams mit seiner Sechsten Kolonne. Gut für uns Leser, eher etwas unheimlich für die Bewohner der Milchstrasse.
Sicher soll Adams "was unternehmen" falls Gefahr im Verzug ist und die LFG-Führung es nicht schafft.. Aber was heißt das konkret? Dass er einen Umsturz organisiert, wenn er meint, Sharoun packt es nicht? Das glaubst du doch selbst nicht.
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AARN MUNRO
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Re: Spoiler 2923: Angriff auf den Spross, von Michelle Stern

Beitrag von AARN MUNRO »

nanograinger hat geschrieben:
zephydia hat geschrieben: Man stelle sich mal vor irgendein Ex-Politiker hätte sich in Beate Zschäpe verknallt und würde seinen Einfluss geltend machen damit sie freigelassen wird und einen Job beim Bundesnachrichtendienst bekommt...
Anstatt dir ein spekulatives Szenario zu konstruieren, könntest du ja auch einfach bekannte Beispiele von V-Männern des Verfassungsschutzes oder dem Umgang der USA mit als wertvoll bewertete Nazis anschauen (bspw. Wernher von Braun und über 100 weitere Personen aus dem Peenemünder Raketenprojekt). Und wie war das noch mit Markus Wolf, dem Stasigeneral? Staatsräson ermöglicht viele Dinge.

Und mir ist kein Staat bekannt, in dem nicht das Staatsoberhaupt oder ein anderes Organ des Staates rechtskräftig verurteilte Personen begnadigen kann. Trump hat ja gerade gezeigt, wie das verwendet werden kann, um aus irgendwelchen Gründen genehme Personen vor (manchen) Folgen der Verurteilung zu bewahren. Aber in den USA werden auch immer wieder zum Tode verurteilte Personen von Gouverneuren begnadigt, im Sinne der Umwandlung in lebenslange Haft.

Gruppe Gehlen als Staatsraison genügt als Beispiel..
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Harzzach
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Re: Spoiler 2923: Angriff auf den Spross, von Michelle Stern

Beitrag von Harzzach »

nanograinger hat geschrieben: Sicher soll Adams "was unternehmen" falls Gefahr im Verzug ist und die LFG-Führung es nicht schafft.. Aber was heißt das konkret? Dass er einen Umsturz organisiert, wenn er meint, Sharoun packt es nicht? Das glaubst du doch selbst nicht.
Adams verfügt über nicht näher spezifizierbare Machtmittel und Kontakte, die es ihm erlauben auf galaktischer Ebene aktiv zu werden, ohne dass die LFG darauf Einfluß hat. Wir als Leser wissen, dass Adams in der Regel weiß, was er tut und er sein Handeln nicht von persönlichen Machtinteressen leiten lässt. Aber selbst wenn er es stets "gut meint" ... so viel unkontrollierbare Macht in den Händen von jemandem, der in zwei ausführlichst dokumentierten Fällen Opfer der Manipulation auswärtiger Mächte wurde, die es nicht wirklich gut mit der Milchstrasse und ihren Bewohnern meinten? Aus der Innensicht eines LFG-Verantwortlichen wäre ich gegenüber Adams SEHR mißtrauisch. So wie Monkey und die USO auch eher unfreiwillig und zähneknirschend in die Machtstruktur des Neuen Galaktikums eingebunden wurden, man ihren Status als Vigilanten nicht länger tolerieren konnte ... vielleicht würde die LFG mit Sicherheit gerne auch Adams mehr "im Griff" haben wollen, wenn man ihn denn besser festnageln könnte.

Aus der Aussensicht von uns Lesern ist Adams natürlich ne coole Socke. Ich mag ihn :)
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Richard
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Re: Spoiler 2923: Angriff auf den Spross, von Michelle Stern

Beitrag von Richard »

Nun ... Adams hat auch schon mal etwas über die Strenge geschlagen wie ich finde.
Ich erinnere da an seine Rolle beim Auftauchen des Warners (Stalkers) . Meiner Einschätzung nach meinte er es da etwas zu gut mit der Hanse und hätte da von Anfang an mit offenen Karten spielen sollen .
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nanograinger
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Re: Spoiler 2923: Angriff auf den Spross, von Michelle Stern

Beitrag von nanograinger »

Okay, auf zur OT-Diskussion dieses Threads, Thema diesmal: Homer G. Adams B-)

Um mal die Perspektive auf HGA etwas gerade zu rücken, möchte ich mal seine Rolle in den dunklen Jahrhunderten (Cantaro-Zyklus) oder der Gon-O Krise (Sternenozean) erwähnen. Diese Episoden zeigen meines Erachtens seinen Charakter mehr als alles andere. Und aus beiden Fällen hat er den Schluss gezogen, dass es wichtig ist, unabhängige Strukturen abseits staatlicher Institutionen aufzubauen, die (hoffentlich) handlungsfähig bleiben, wenn die staatlichen Strukturen versagen, oder übernommen werden. Das ist der Grund für die "Society of Absent Friends", die sich im Neuroversum-Zyklus bewährt hat. Und da dies alles privat und legal organisiert ist, kann die LFG darauf keinen Einfluss nehmen, was ja gerade die Unabhängigkeit gewährleistet.

Im Hamamesch-Zyklus war er übrigens gegen die Eröffnung der Hamamesch-Basare, wohl auch, weil er aus seiner Unvorsichtigkeit mit Stalker gelernt hatte. Dass er dann selbst imprintsüchtig wurde, ist keine Charakterschwäche, denn es hätte jeden treffen können.

HGA ist spätestens seit der Gründung der Neuen USO mit Monkey (von dem wir bisher noch nichts in diesem Zyklus gehört haben) die Person, die sich am weitesten von Perry unabhängig gemacht hat. Und das hat sich für die Menschheit im Besonderen und für die Milchstraße im Allgemeinen schon mehrfach positiv ausgewirkt.
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Harzzach
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Re: Spoiler 2923: Angriff auf den Spross, von Michelle Stern

Beitrag von Harzzach »

nanograinger hat geschrieben: Und da dies alles privat und legal organisiert ist, kann die LFG darauf keinen Einfluss nehmen, was ja gerade die Unabhängigkeit gewährleistet.
Die Sinnhaftigkeit seines Handelns steht ja auch nicht zur Diskussion. Aus meiner Sicht ist Adams der bislang einzige aus der Schar "unserer" Unsterblichen, der die richtigen Lehren aus der Unsterblichkeit gezogen hat. Er macht sich quasi "unsichtbar", übt keinerlei offizielle oder ehrenamtliche Tätigkeiten mehr aus. Adams kommandiert keine Schiffe, keine Geheimbasen. Er ist nicht der Chef einer groß angelegten Geheimorganisation wie Monkey. Adams versteckt sich nicht explizit, so dass kein Bedürfnis entsteht aktiv nach ihm zu suchen. Er macht sich einfach nur sehr unauffällig. Er ist immer noch da, hat eine Wohnanschrift, wohnt auch da ... aber es besteht immer weniger Grund ihn zu besuchen, weil er immer weniger Milchstrassenbürgern als echte, lebende Person im Bewusstsein ist. Adams setzt alles daran in Vergessenheit zu geraten.

Was ihn dann in die Lage versetzt all die Strippen zu ziehen, die ihm mittlerweile zur Verfügung stehen, die aber kaum jemand mit ihm in Verbindung bringt. Weil jeder, der seinen Namen noch kennt, denkt, dass er entweder tot ist oder irgendwo auf seinem Landsitz Tee schlürft und die Jahrhunderte verträumt.

Gut, das ist natürlich nix für Perry, geschweige denn den Dicken. Das sind Männer der Tat, die müssen immer wieder aufbauen, was die unerbittlich verstreichende Zeit im Laufe der Jahrtausende wieder einreisst. Perry glaubt immer noch an die Illusion der Tat, während Adams offenbar begriffen hat, dass man als Unsterblicher wesentlich wirksamer tätig sein kann, wenn man gezielt und bewusst NICHTS tut und nur ab und zu ein klein wenig schubst und zieht.
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Kardec
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Re: Spoiler 2923: Angriff auf den Spross, von Michelle Stern

Beitrag von Kardec »

Mir persönlich sind die Aussagen zu HGA zu eplizit. Von Seiten der Serienmacher gibt es keine näheren Angaben über dessen Tätigkeiten - z. B. Leitungsfunktionen in der Wirtschaft (Nachfolge Hanse etc.).
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nanograinger
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Re: Spoiler 2923: Angriff auf den Spross, von Michelle Stern

Beitrag von nanograinger »

Kardec hat geschrieben:Mir persönlich sind die Aussagen zu HGA zu eplizit. Von Seiten der Serienmacher gibt es keine näheren Angaben über dessen Tätigkeiten - z. B. Leitungsfunktionen in der Wirtschaft (Nachfolge Hanse etc.).
Ääh.... Adams war Leiter der Ammandul-Mehan-Handelsgesellschaft in der unmittelbaren Post-TRAITOR-Phase (2500 ff.) und später Leiter dessen "Ergänzung", dem Polyport-Konsortium (PoKon, 2600 ff). Beides waren Handelsgesellschaften des Galaktikums. Da nach dem Abschalten des Polyport-Netzes das PoKon am Ende war, ist wohl auch HGAs Job damit weggefallen, sofern er ihn denn nach der Rückkehr des Sol-Systems aus dem Neuroversum überhaupt noch lange innehatte.


Mir ist aber auch nicht geläufig, ob er überhaupt noch einen Job hat, bspw. in der SYNKOPHA, oder ob er tatsächlich schon ab PR 2700 im Wesentlichen nur noch Privatier war. Sicher war er der Kopf des Konsortiums, der den Bau der RT vorantrieb und finanzierte.
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Hopfi
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Re: Spoiler 2923: Angriff auf den Spross, von Michelle Stern

Beitrag von Hopfi »

Harzzach hat geschrieben:Guter Spoiler, danke Macca :)

Unterhaltsamer, locker-flockiger Roman, danke Michelle :)

Jetzt bleibt nur die Frage:
»Ein Haufen Material für einen Materialtest«, sagte Anderlei fröhlich. Sie saß hinter Bull in einem Pneumosessel und erinnerte ihn dank der schwarzen Kleidung und der geduckten Haltung an eine Spinne, die in einer Ecke ihres Netzes auf die Beute lauerte. »Ist wirklich kein Plasma mehr drin?«
»Nein«, sagte Bull. »Die Schiffe sind ausgemustert, das Plasma entfernt. Es war geplant, sie in Robotfrachtraumer für die Maharani-Etappe umzubauen.«
»Was ...?«, setzte Anderlei an.
Ich schließe mich der Frage an ... was ist die Maharani-Etappe? Die Strecke von Terra (?) zum nächstgelegenen Sternenportal gen Larhatoon? Der Abschnitt von nächstgelegenen Sternenportal zum jeweils nächsten in Richtung Larhatoon? Aufnahme des Handels mit Larhatoon?
Dürfte was mit dem MOTRANS-System zu tun haben.
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Hopfi
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Re: Spoiler 2923: Angriff auf den Spross, von Michelle Stern

Beitrag von Hopfi »

Auch interessant: Kosmokraten? Chaotatchen? Der Spross-Captain hat scheinbar noch nie zuvor die Begriffe gehört. Da hat wohl die botanische Superintelligenz ihre Sprösslinge nicht aufgeklärt.
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Re: Spoiler 2923: Angriff auf den Spross, von Michelle Stern

Beitrag von Hopfi »

Kritikaster hat geschrieben:
Axo hat geschrieben: Nun kann ich mich nicht an irgendeine Kriegserklärung zwischen Tamanium und LFT erinnern und solchermaßen an keinen offiziellen Kriegszustand.
Kriegserklärungen sind im Perryversaum als altmodisch abgeschafft worden. Und zwar schon seit ???. Gab es eine Kriegserklärung gegen den Robotregenten oder die MdI ? Ich galube nicht. Wenn es "in NGZ" also noch ein Kriegsrecht gibt, müssten die Voraussetzungen ganz anders definiert sein als in den früheren realen Vorbildern.
Interessant, dass gerade die Bundesrepublik mit Jordanien über die Immunität ihrer dort zu stationierenden Soldaten verhandelt, damit die nicht jordanischem Recht unterworfen werden können. Das ist wohl das neue "Kriegsrecht".
Im Übrigen war Toio doch damals im Rahmen einer Polizeiaktion zur Ergreifung gesuchter Verbrecher unterwegs. Im Auftrag des Atopischen Tribunals als übergeordneter galaktischer Rechtsmacht. Und der getötete Tekener war als Angehöriger der USO per Definition ein Terrorist. Wo liegt also das Problem? 8-)
Das Solare Imperium hatte eine offizielle Kriegserklärungsformel, die dem Feind per Hyperfunk verkündet wurde, vermutlich mit Bitte um Rückruf. Die Formel kam gegen die Blues und im MdI/M87-Zyklus zur Anwendung.
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Re: Spoiler 2923: Angriff auf den Spross, von Michelle Stern

Beitrag von nanograinger »

Hopfi hat geschrieben:Auch interessant: Kosmokraten? Chaotatchen? Der Spross-Captain hat scheinbar noch nie zuvor die Begriffe gehört. Da hat wohl die botanische Superintelligenz ihre Sprösslinge nicht aufgeklärt.
Du bist im falschen Thread.... B-)
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AARN MUNRO
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Re: Spoiler 2923: Angriff auf den Spross, von Michelle Stern

Beitrag von AARN MUNRO »

Hopfi hat geschrieben:Auch interessant: Kosmokraten? Chaotatchen? Der Spross-Captain hat scheinbar noch nie zuvor die Begriffe gehört. Da hat wohl die botanische Superintelligenz ihre Sprösslinge nicht aufgeklärt.

Fiel mir auch gerade auf ... entweder weit oben abgekappt durch die Thezsche Scherung ...kollektiver, extragalaktischer Gedächtnisverlust ... oder der Sprosscaptain weiß wirklichn ichts über die höhere Zwiebelschale ...vielleicht auch seine SI nicht?
(Ja, auch im falschen T aber sie hängen ja inhaltlich zusammen):
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jogo
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Re: Spoiler 2923: Angriff auf den Spross, von Michelle Stern

Beitrag von jogo »

Lasst uns das trotzdem drüber diskutieren. Es wäre fair für diejenigen, die 2924 noch nicht gelesen haben. Zusammenhängend hin oder her...
Die beste Möglichkeit seine Träume zu verwirklichen, ist aufzuwachen.
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Tiberius
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Re: Spoiler 2923: Angriff auf den Spross, von Michelle Stern

Beitrag von Tiberius »

Kritikaster hat geschrieben:
Oceanlover hat geschrieben:
Mr Frost hat geschrieben:Für mich ein Ärgernis: "Anderlei". Solche überdrehten Figuren nerven mich zunehmend.
Ja, nerven tun sie, aber man muss damit leben und nicht nur im Roman, sondern auch in der Realität (eigene Erfahrung.) :unschuldig: :D
[...] Bin gespannt, wie sie sich weiterentwickeln darf oder ob sie bald die Segel streichen muss, um die männliche Leserschaft nicht zu sehr zu nerven. 8-)
Ja, sie nervt. Aber wenn das gut beschrieben wird, sollte sie, nein muß sie in der Handlung bleiben und sich weiterentwickeln.
Leser sind in der Überzahl und machen sich demzufolge mehr Gedanken über einen Roman, als es ein Autor je könnte.
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Tiberius
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Re: Spoiler 2923: Angriff auf den Spross, von Michelle Stern

Beitrag von Tiberius »

Hopfi hat geschrieben:Auch interessant: Kosmokraten? Chaotatchen? Der Spross-Captain hat scheinbar noch nie zuvor die Begriffe gehört. Da hat wohl die botanische Superintelligenz ihre Sprösslinge nicht aufgeklärt.
Ja, wann hat eigentlich ES sein Favoritenvolk aufgeklärt ... ups, überhaupt nicht. Das Wissen mußten sie sich erarbeiten bzw. bekamen sie von anderen, Keloskern zum Beispiel.
Leser sind in der Überzahl und machen sich demzufolge mehr Gedanken über einen Roman, als es ein Autor je könnte.
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Tiberius
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Re: Spoiler 2923: Angriff auf den Spross, von Michelle Stern

Beitrag von Tiberius »

zephydia hat geschrieben:Nebenbei nervt mich diese Mauschelei mit den ganzen Sonderposten die speziell für die ZACies geschaffen werden schon seit einer ganzen Weile. Entweder macht man Politik, dann sollte man das aber nach den selben Regeln tun wie jeder andere, oder ma hält sich aus der Politik raus.
Du meinst die Posten Liga-Kommissar für das Projekt von San für Perry Rhodan und Liga-Kommissar für Post-Eiris-Phänomene für Reginald Bull?
Es gab früher schon LFT-Kommissare, die für bestimmte Situationen ernannt wurden (Geo Sheremdoc, Cistolo Khan). Ein Kommissar, der SAN aufbaut, was ohne Zweifel ein Langzeitprojekt ist, ist für einen Unsterblichen genau der richtige Posten. Ein Kommissar, der sich Gefahren aufgrund des Verschwindens von ES annimmt, ist jetzt mit dem Auftauchen der Sprosse nötig. Den Posten hätte auch jemand anderer übernehmen können, und wenn Reginald Bull nein gesagt hätte, wäre dies vielleicht auch geschehen. Anna Potoman wäre ein Kandidat gewesen, wenn sie nicht schon militärische Oberbefehlshaberin der LFG gewesen wäre.
zephydia hat geschrieben:Aber um beim Thema Bull zu bleiben: Noch steht ja nicht fest was er tun wird und er könnte vermutlich seiner Frau auch helfen ohne korrupt zu werden.
Vielleicht wird das eine Gewissensentscheidung für ihn?
Als Ehemann und Vater (wann haben die eigentlich geheiratet?) will er seiner Ehefrau helfen, damit alle drei zusammenbleiben können und Toio ihre Tochter aufwachsen sehen kann.
Als Gewissensmensch weiß er, daß Toio Verbrechen begangen hat und deshalb eigentlich vor Gericht und bestraft gehört.
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Re: Spoiler 2923: Angriff auf den Spross, von Michelle Stern

Beitrag von Raktajino »

nanograinger hat geschrieben: Michelle Stern hat ihre Romane schon immer eine sehr bildhaft geschrieben, und die von dir erwähnten Beispiele fand ich durchaus passend, viel besser als in manch ihrer frühen Romane.
Kurz zusammengefasst: Overengaged. :D
Oder:
Der Sabine-Töpperwin-Effekt. :D

Beides läuft auf das Gleiche hinaus. :D

Also mehr Gelassenheit täte ich ihr wünschen wollen. :D
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nanograinger
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Re: Spoiler 2923: Angriff auf den Spross, von Michelle Stern

Beitrag von nanograinger »

Toronar hat geschrieben:...
Zweiter Pinkt, der mich gestört hat, liebe Michelle, war das Haus von Bully. Bully lebt seit dreitausend Jahren in einem Haus am Goshun-See. Sein Nachbar ist Gucky. Bully ist ganz sicher das terranische Äquivalent von einem Millionär. Selbst in 40 Jahren Abwesenheit hätte Gucky nicht zugelassen, dass man Bully das Haus weggenommen hätte. Der Unterhalt seines Hauses ist ganz sicher für Jahrhunderte geregelt, auch finanziell. Es gibt aus meiner Sicht keinen Grund, wieso Bully's Haus nicht mehr da sein sollte.
....
Die Häuser der Unsterblichen am Goshun-See existieren nicht mehr, sie wurde im Jahre 1469 NGZ durch das "Nirvana-Phänomen" vernichtet, als das Sol-System in der Neuroversum-Anomalie war. Sonst hätte auch Perry keine Dienstwohnung in der 746 Upper Garnaru Street beziehen müssen.
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