Fazit Miniserie SOL

Alles rund um die Miniserie PERRY RHODAN - SOL
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Die Serie

war der Hammer
5
10%
hat meine Erwartungen erfüllt
12
24%
hat mich enttäuscht
10
20%
soll eine Fortsetzung bekommen
11
22%
soll bloß keine Fortsetzung bekommen
4
8%
hatte tolle Autoren
6
12%
hat die Autoren wohl überfordert
3
6%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 51

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Macca
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Fazit Miniserie SOL

Beitrag von Macca » 13. November 2019, 22:06

Das also war die SOL-Miniserie. Von vielen herbeigesehnt, auch von mir. Das Ende mag überrascht haben. Für Perry also erst mal keine Rückkehr zur RAS?! Der Kniff, dass in der RAS-Zeitlinie Perry nur für den Bruchteil einer Sekunde weg, er selbst aber monatelang unterwegs war, lässt die Tür offen für eine Fortsetzung. So kann es nun "ewig" weitergehen. Wird es wohl aber nicht.
Von der Handlung der SOL-Serie habe ich mir "was anderes" erwartet. Ein völlig unbekannter Handlungsort?! Roi Danton als wahnsinnig gewordener Diktator?! Roi Danton entführt/verschollen?! Die SOL in der Vergangenheit oder gar Zukunft?!
Aber das Wiedersehen mit der SOL, seiner Kommandantin Fee Kellind und natürlich dem "ewigen Sohn" (also auf Evolux) hat mich sehr gefreut. Überrascht hat mich die Auswahl der Autoren (tolle Leistungen!) und die Darstellung neuer Heldinnen und Helden und der bekannten Helden.
Ich habe die Hefte gerne gelesen, mir das Ende aber schnell grob so vorgestellt, wie es eingetreten ist. Nur mit dem letzten Absatz hätte ich wirklich nicht gerechnet. Klasse!
Aber das alles ist nur meine Meinung. Es gibt bestimmt auch andere...

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AushilfsMutant
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Re: Fazit Miniserie SOL

Beitrag von AushilfsMutant » 13. November 2019, 22:18

Zumindest kann man jetzt begründen warum die Sol 500 Jahre später immer noch weg ist. Sie hilft beim umsiedeln. :lol:
„...der Gastgeber fragt in die Runde, was den jeder gerne zu trinken hätte. Der Kosmograt reagiert verwirrt, man kann mehr als nur Wasser trinken? Der Chaotarch, der gleich neben an sitzt, fragt sich ob es auch genug Tee/Wasser/Kaffee....Arten im Angebot gibt. Darauf hin, kommt es zum Streit zwischen den Beiden, was den nun die richtige Flüssigkeit zum Trinken sei...“

Auszug auf dem Buch: Die Hohen Mächte und der Moralische Code (Band 14, Seite 345, Absatz 2)

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Yman
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Re: Fazit Miniserie SOL

Beitrag von Yman » 14. November 2019, 18:56

Ich bin fast zeitgleich aus der Miniserie (August 2019) und aus der Erstauflage (Juli 2019) ausgestiegen und sehr froh darüber, dass ich mir das (insbesondere die oft stark schwankende Qualität der Romane) nicht länger angetan habe. Die heute neu erscheinenden Romane sind meist genauso hanebüchen wie die alten schon immer waren, aber die alten Romane haben heute wenigstens noch einen nostalgischen Charme.

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Eric Manoli
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Re: Fazit Miniserie SOL

Beitrag von Eric Manoli » 14. November 2019, 19:14

Vielleicht hilft es ja, wenn du in 20 Jahren wieder vorbei kommst, so wegen der Nostalgie. :gruebel:
>>Sie unterscheiden sich nicht so sehr von uns, wie ich es befürchtet hatte. Die Anordnung der Organe ist klar, wenn auch unterschiedlich. Das Skelett ist ebenfalls abweichend. Immerhin haben sie Blut wie das unsere.<<

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Ce Rhioton
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Re: Fazit Miniserie SOL

Beitrag von Ce Rhioton » 14. November 2019, 19:30

Insgesamt hat die Miniserie meine Erwartungen nicht ganz erfüllt (das allerdings lag in erster Linie an meinen (zu hohen?) Erwartungen im Vorfeld). Vielleicht auch ein wenig am Erscheinungsrhythmus (durch die 14 Tage zwischen zwei Bänden zieht sich die Story doch ein wenig).
Die Autoren machten einen guten bis sehr guten Job. :st:

Alles in allem bin ich zufrieden, rückblickend ist es eine der besseren Miniserien (natürlich auch wegen Alaska - MAH darf gerne weitere Romane verfassen.).

Ich bin im Zweifel, ob ich mir eine Fortsetzung wünschen sollte, denn im Grunde könnte man Gefahr laufen, eine Legende wie die SOL durch zu häufiges Auftreten zu verwässern.

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Eric Manoli
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Re: Fazit Miniserie SOL

Beitrag von Eric Manoli » 15. November 2019, 16:01

Ce Rhioton hat geschrieben:
14. November 2019, 19:30
Ich bin im Zweifel, ob ich mir eine Fortsetzung wünschen sollte, denn im Grunde könnte man Gefahr laufen, eine Legende wie die SOL durch zu häufiges Auftreten zu verwässern.
https://perry-rhodan.net/aktuelles/news ... 020-arbeit
>>Sie unterscheiden sich nicht so sehr von uns, wie ich es befürchtet hatte. Die Anordnung der Organe ist klar, wenn auch unterschiedlich. Das Skelett ist ebenfalls abweichend. Immerhin haben sie Blut wie das unsere.<<

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Re: Fazit Miniserie SOL

Beitrag von Lion » 16. November 2019, 20:24

Ich fand die Serie gerade noch gut. Sehr gut gefallen hat die Intergration von Curcaryen Varantir, Alaska und Evolux. Ich hätte mir aber deutlich mehr von Roi und Zeitgenossen erwartet. Überhaupt nicht gefallen hat mir die Omni-Präsenz von Perry und und Mahlia Meyun. Eine Fortsetzung finde ich deshalb überhaupt nicht gut. Das kann nur schief gehen (Beispiel: PR-Action). Jede Miniserie sollte für sich - wie bisher - alleine stehen!

Trotzallem, es war ein sehr gute Arbeit von Kai und den anderen Autoren (bis auf Mahlia Meyun - 6 Romane mit ihr hätten gereicht!). Leider kam der Spirit der SOL überhaupt nicht rüber, wohl aber der Spirit des Perryversums vor den Atopen. (deshalb Kai ins Exposéteam)

Nochmals und immer wieder: Obwohl Perry Rhodan draufsteht, brauch ich ich Ihn als Person nicht immer und überall! Meiner persönlichen Meinung nach sind die Bemühungen Perry ist solche Handlungsebenen quasi zwanghaft hineinzuziehen, viel zu sehr konstruiert. Obwohl Klaus genau das als absolutes Dogma immer und immer wieder propagiert, bin ich - und nicht nur ich alleine - anderer Meinung! Man sieht es auch in dieser Miniserie wieder. Ich hätte an dieser Miniserie - ohne Perry - und mit deutlich mehr Roi, Fee usw. nicht weniger Freude gehabt! Der Erfolg der Reihe Perry Rhodan lag in der Vergangenheit auch an der Vielfalt von starken Neben-Protagonisten.

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Re: Fazit Miniserie SOL

Beitrag von Ce Rhioton » 16. November 2019, 20:55

Lion hat geschrieben: Ich fand die Serie gerade noch gut. Sehr gut gefallen hat die Intergration von Curcaryen Varantir, Alaska und Evolux. Ich hätte mir aber deutlich mehr von Roi und Zeitgenossen erwartet. Überhaupt nicht gefallen hat mir die Omni-Präsenz von Perry und und Mahlia Meyun. Eine Fortsetzung finde ich deshalb überhaupt nicht gut. Das kann nur schief gehen (Beispiel: PR-Action). Jede Miniserie sollte für sich - wie bisher - alleine stehen!
:st:

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Re: Fazit Miniserie SOL

Beitrag von Verkutzon » 16. November 2019, 21:46

Mich hat die Serie begeistert. Was die Fortsetzung bringt, wird sich zeigen. Da Kai wieder mit dem Projekt betraut ist, bin ich sehr zuversichtlich, dass alles gut kommt. Und das beste ist, es gibt ein Wiedersehen mit Mahlia...:saus: :devil:
Verkutzon sah eine endlose Schwärze. Ein nie gekanntes Schwindelgefühl erfasste ihn. Ungläubig liess er Laires Auge sinken. Aus: PR-Heft 1120

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Re: Fazit Miniserie SOL

Beitrag von Ce Rhioton » 16. November 2019, 21:52

In der PR Mission SOL - Gruppe auf Facebook sprach Kai Hirdt von "Mission SOL - The Next Generation". *hoffhoff*

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Re: Fazit Miniserie SOL

Beitrag von AushilfsMutant » 16. November 2019, 22:13

Da wird ordentlich Arbeit auf den Held der Helden zukommen. Perry kam sah und schrottete - Kks not amused! :devil:
Mal gucken wie er das wieder hinbiegen muss. :o)
„...der Gastgeber fragt in die Runde, was den jeder gerne zu trinken hätte. Der Kosmograt reagiert verwirrt, man kann mehr als nur Wasser trinken? Der Chaotarch, der gleich neben an sitzt, fragt sich ob es auch genug Tee/Wasser/Kaffee....Arten im Angebot gibt. Darauf hin, kommt es zum Streit zwischen den Beiden, was den nun die richtige Flüssigkeit zum Trinken sei...“

Auszug auf dem Buch: Die Hohen Mächte und der Moralische Code (Band 14, Seite 345, Absatz 2)

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Mike Marvel
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Re: Fazit Miniserie SOL

Beitrag von Mike Marvel » 18. November 2019, 10:16

Insgesamt schwach.
Interaktion Perry/Roi ganz schwach nach sooo langer Trennung. Kein Tiefgang. Der Rückblick mit Fees Tagebuch war der Höhepunkt der Reihe.
Unglaubwürdig: Hypnoschulung und schwupps ist man/Frau in der Lage das legendäre Schiff zu führen.
Überhaupt wurde der Status und die Dimensionen der SOL nach der Reaktivierung nicht überzeugend dargestellt.
Dazu noch die kosmokratischen Giganten. War alles eindeutig zu groß und von allen Autoren unzureichend umgesetzt.
Da hatte die so oft geschmähte Betschidenstory um die SOL nach Band 1000 deutlich mehr Charme....
Alaskas Kurzauftritt war okay, aber auch ausbaufähig.
Schade!

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Faktor10
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Re: Fazit Miniserie SOL

Beitrag von Faktor10 » 18. November 2019, 21:18

Zu wenig Sol, zu wenig Roi. Geschichten um Evolux brauch ich nicht. Brauche auch keine Walzen und co.Ich brauche mehr Sol, mehr Roi weniger PR und bitte etwas mehr Bodenständig. Mal ein Besuch bei den KdZ oder den Cappins oder in Naupaum.
Also mich haben die 12 Romane sehr endtäuscht.
Die Sol kann doch überall hinfliegen warum nicht mal zu den sehr alten Stätten.
Für die 12 Bände gebe ich eine fünf.
Unbelehrbarer Altleser.Allem Neuen aber aufgeschlossen. Leider mit ausgeprägter Rechtschreibschwäche.

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Re: Fazit Miniserie SOL

Beitrag von Ce Rhioton » 18. November 2019, 22:09

Ich habe meine Erwartungshaltung befragt, woran es liegen könnte, dass trotz der guten Unterhaltung eine Wolke der Ernüchterung über der Miniserie schwebt.
Und sie nannte mich einen Narren, weil das Früher sich ebenso wenig einstellen kann wie die damalige Jugendzeit.
Die Zeiten ändern sich nicht - es sind wir Menschen, die sich mit der Zeit verändern.
Die eigene Faszination, die wir bereit waren, durch die Legende SOL zuzulassen, ist nicht wiederholbar. Und wenn sie es wäre, wäre es keine gewesen.
Es sind andere Autoren, andere Geschichtenerzähler, andere Geschichten. Geschichten, die im Heute erzählt werden - und im Heute gelesen werden.
Und mal ehrlich: Wollten wir im Heute solche Geschichten wie mit den Betschiden lesen? Verkaufen würde sich solch eine Miniserie m.E. eher ... wie formuliere ich es diplomatisch genug ... nicht.

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Re: Fazit Miniserie SOL

Beitrag von Kardec » 19. November 2019, 01:00

Ce Rhioton hat geschrieben:
18. November 2019, 22:09
I.......................
Und mal ehrlich: Wollten wir im Heute solche Geschichten wie mit den Betschiden lesen?.......
Wollte ich schon im Damals nicht lesen.

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Re: Fazit Miniserie SOL

Beitrag von Richard » 19. November 2019, 02:11

Hmhm - wenn ich hier so die Rückmeldungen mancher bekennender Altleser lese sehe ich mich voll und ganz in meinem Posting vom Dezember letzten Jahres bestätigt ...:

siehe
https://forum.perry-rhodan.net/viewtopi ... ng#p634687
bzw.
https://forum.perry-rhodan.net/viewtopi ... ng#p634761

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Mike Marvel
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Re: Fazit Miniserie SOL

Beitrag von Mike Marvel » 19. November 2019, 10:58

Natürlich besteht/ bestand beim Thema SOL eine gewisse Erwartungshaltung. Die Redaktion wählt für eine solche Miniserie auch mit dem kaufmännischen Aspekt eine Zugnummer. Ist doch klar.
Auch schreiben andere Autoren als vor 30/40 Jahren und der Zeitgeist hat sich geändert.
Trotzdem darf man als Leser doch erwarten, dass z.B. die Begegnung Vater/ Sohn nach so langer Zeit entsprechend gewürdigt wird und nicht nur sehr oberflächlich mit ein paar Nebensätzen abgehandelt wird. Das die Protagonisten Potenzial haben, beweisen die Logbücher von Fee. Da war Emotion und nachvollziehbare Reaktion.
Vieles im Zyklus war einfach oberflächlich und seelenlos. Die Heilerin in ihren Konflikten zwar halbwegs glaubhaft, aber irgendwie auch nervig.
Die ganze Zeitschiene und Entwicklung in wenigen Wochen Handlungszeit passte irgendwie nicht.
Das ganze Kosmokratengedöns war einfach nur groß ohne wirklich zu fesseln. Auch wenn ich hier wieder die Richtung"Früher war alles besser" bemühe. Vergleichbare Schilderungen der Pan-Thau-Ra oder später beim Kampf um Materia waren einfach besser, wuchtiger...
Sorry, da war mehr drin.

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Re: Fazit Miniserie SOL

Beitrag von Heimor » 19. November 2019, 11:06

:rolleyes: Nun , mir hat die Sol Miniserie gut gefallen , freue mich auf eine Fortsetzung.
In der Erstauflage fehlt allen Mitgliedern der RAS TSCHUBAI 500 Jahre, so bleibt PERRY RHODAN und anderen
viel Zeit für Abenteuer in zukünftigen MINI SERIEN oder anderen Handlungsorten.
In der Erstauflage kann man ja nach 500 Jahren alle Erinnerungen löschen.

:devil: Euer Heimor :st:

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Askosan
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Re: Fazit Miniserie SOL

Beitrag von Askosan » 19. November 2019, 11:32

Alles im allem gebe ich der Mini-Serie eine 3-.

Pro:

Perry in Höchstform. Mit seiner einzigartigen Tatkraft hat er wie üblich eine „Lawine“ losgetreten.

Faszinierende Figuren wie Varantir haben auch voll überzeugt.

Sobald Alaska auftaucht ist „Sense of Wonder“ angesagt und auch das hat mir sehr gut gefallen.

Neue Aspekte von Evolux wurden spannend geschildert. Eine der schillernden Welten des Perryversums.

Kontra:

Nicht gefallen hat mir das Übermaß an sozialer Interaktion. Phasenweise kam ich mir vor wie bei GZSZ. Mahlia hat spätestens ab der Hälfte der Mini-Serie nur noch genervt.

Die Gegner fand ich viel zu schwach geschildert. Die Organisation der Eoracten empfand ich als nicht ernst zu nehmende Bedrohung. Hinzu kommt, dass eine solche Organisation auf Evolux, über einen solch langen Zeitraum, unentdeckt operieren kann, völlig unrealistisch ist. Mir hat ein Hauptgegner wie Kirmizz oder Kintradim Crux gefehlt.

Die Konzeption der Mini-Serie fand ich in diversen Punkten nicht stimmig. Insbesondere die Handlung der letzten beiden Bände wirkte arg an den Haaren herbeigezogen. Die nahezu vollautomatische Umrüstung der SOL im Kolonnen-Dock, und zwar in Rekordzeit, ist völlig abwegig.

Der Transport von Perry nach Evolux ist meiner Meinung nach sehr grenzwertig. Die Beauftragten der Kosmokraten sind nicht allmächtig. Woher sollte Alaska die genaue Position vom Perry kennen, um einen solchen Transport einleiten zu können? Perry trägt keine Ritteraura mehr. Soll sein ZAC über Millionen von Lichtjahren geortet worden sein?

Perry ist auch nicht in einer Transmitter-Gegenstation auf Evolux herausgekommen, sondern in der freien Natur. Das heißt, es wurde eine Art Fiktivtransmittersystem eingesetzt.

Falls die Kosmokraten wirklich über solche Mittel verfügen, warum wurden diese dann in der Vergangenheit nicht eingesetzt? Als Atlan und Perry ihren Dienst als RdT hinschmissen, hätte ein Bevollmächtigter der Kosmokraten die beiden auf eine Kosmokratenwelt transportieren lassen können, um - vorsichtig formuliert - ein klärendes Gespräch zu führen. Wie bekannt ist, geschah so etwas nicht.

Auch bei der Sache mit den GESETZ-Gebern habe ich gestaunt. CHEOS-TAI sollte die SOL vor ungefähr 150 Jahren abfangen, aber das misslang. Wie ist der GESETZ-Geber dann ins Innere von Evolux gelangt? Soll der Sequenz-Rat den Einflug des GESETZ-Gebers ins System und sein Verschwinden im Inneren einfach hingenommen haben?

Bisher hieß es, dass auf Evolux kobaltblaue Walzen produziert werden. Von GESETZ-Gebern war nie die Rede. Am Bau des GESETZ-Gebers NEUBEGINN soll Varantir maßgeblich mitgewirkt haben. Wie soll das funktioniert haben? Varantir ist im Jahre 1347 NGZ von Hangay nach Evolux aufgebrochen. Soll in dieser kurzen Zeit der GESETZ-Geber gebaut worden sein? Für eine kobaltblaue Walze werden 10.000 Jahre benötigt. Falls der GESETZ-Geber aber schon fast fertig war, dann hat Varantir nicht maßgeblich mitgewirkt. Also das passt alles vorne und hinten nicht.

Insbesondere der Endspurt der Mini-Serie war mir nicht schlüssig genug. Daher hält sich bei mir die Begeisterung in Grenzen, dass die Serie fortgesetzt wird.

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LaLe
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Re: Fazit Miniserie SOL

Beitrag von LaLe » 19. November 2019, 11:53

Ich war ja Mitte des zweiten Heftes bereits raus. Das hatte auch andere Gründe, aber eben auch den, dass mich die Handlung bis dahin so gar nicht packen wollte. Die größten Bauchschmerzen hatte ich mit der alternativlosen Prämisse, dass wo Perry draufsteht auch Perry drin sein muss und die SOL von dieser One-Man-"Army" und hypnogeschulten "Eingeborenen" schon im ersten Band flottgemacht werden kann. Ist ja nicht so, dass es um die SOL herum nicht genug Charaktere gäbe, die eine Handlung ohne Perry himself tragen können.

Gerne hätte ich mich im weiteren Verlauf von Entwicklungen überraschen lassen. Evolux bzw. Tare-Scharm als Handlungsort reizte mich ungemein und wenn ich lese, dass man wieder von Alaska (MAH) hörte, dann schmerzt es mich schon ein wenig, dies nicht gelesen zu haben.

Meine Enttäuschung hält sich insofern in Grenzen als ich von einer Miniserie nicht erwartet habe, dass sie mich ähnlich begeistern könnte wie eine separate (am besten zyklenübergreifende) Handlungsebene bzw. Nebenhandlung innerhalb der EA. Da wäre dann die mir arg aufstoßende Prämisse auch nicht erforderlich gewesen. Mit der Aussicht auf eine weitere Miniserie wird das nicht besser, war meine Hoffnung doch eher die, dass es eine Rückkehr in die EA gibt (kann ja noch kommen).

Für mich kann ich sagen, dass es weder die EA ab Band 3000 noch diese Miniserie geschafft haben mich als Leser zurückzuholen.

@Richard

Mir gefielen die Romane um die SOL sowohl in der Aphilie-Phase als auch im THOREGON-Zyklus und dem Themenkomplex um die Negasphäre. Wenig in Erinnerung geblieben sind mir die Romane um die Endlose Armada und die Chronofossilien. Das mag aber auch dem schwachen Gesamteindruck geschuldet sein, den diese Zyklen bei mir hinterlassen haben.
Die Katze grinste.
"Hierzulande ist jeder verrückt. Ich bin verrückt. Auch du bist verrückt."
"Woher weißt du, dass ich verrückt bin?"
"Sonst wärst du nicht hier", antwortete die Katze.

Lewis Carroll, Alice im Wunderland

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Re: Fazit Miniserie SOL

Beitrag von Yman » 19. November 2019, 19:01

LaLe hat geschrieben:
19. November 2019, 11:53
Ich war ja Mitte des zweiten Heftes bereits raus. Das hatte auch andere Gründe, aber eben auch den, dass mich die Handlung bis dahin so gar nicht packen wollte. Die größten Bauchschmerzen hatte ich mit der alternativlosen Prämisse, dass wo Perry draufsteht auch Perry drin sein muss und die SOL von dieser One-Man-"Army" und hypnogeschulten "Eingeborenen" schon im ersten Band flottgemacht werden kann.
Das hätte ich ja noch ausgehalten. Was mich dann auf die Palme brachte, war, dass Perry mit seinen 3000 Jahren Erfahrung ständig Anfängerfehler machte, z.B. dass er immer wieder die Kontrolle über die SOL verlor, gefangen genommen wurde, so als fragwürdige Standardmethode, auf billige Art Spannung zu erzeugen. Ich habe einfach keine Lust mehr zu lesen, wie Perry gefühlt Woche für Woche freiwillig immer bei der kleinsten Erpressung sofort alle Waffen abgibt, den SERUN auszieht und dann in Unterwäsche in einer Gefängniszelle steht und mit seinen Wächtern über Moral diskutiert.

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Re: Fazit Miniserie SOL

Beitrag von Klapauzius » 20. November 2019, 08:33

Mein Fazit: Hat Spass gemacht zu lesen! Klar waren einige Romane schwächer, es waren aber auch sehr gute dabei. Und der Handlungsbogen war schon sehr gut durchdacht.

Schwächen waren mMn:
- Dass Alaska Perry über den Shod-Spiegel nach Evolux holt ist reine Magie, keine Science Fiction. Das hätte deutlich besser beschrieben werden müssen. Ich vermute mal, dass das aus Platzgründen unterlassen wurde, um nicht die Spannung des letzten Bandes durch zuzviel Erläuterung zu stören. Aber trotzdem: hätte das nicht vorgezogen werden können?
- Dass eine kosmokratische Hochzivilisation wie Evolux über so lange Zeit einen chaotischen Kern einfach übersieht ist nicht glaubwürdig; auch wenn ich sehe, dass das durch Eoracts Intrige begründet wird.
- Untote, Gespenster ... für meinen Geschmack waren zu viel Horrorelemente verbaut.

Absoluter Pluspunkt waren:
- Die Charactere und ihre Darstellung. Vielschichtig, nachvollziehbar, oft herrlich subjektiv. Nicht immer sympathisch, aber das muss auch nicht sein. Man vergleiche nur mal Mahlia Meyun in ihrer Entwicklung mit der nach meinem Empfinden viel zu eindimensionalen Gry O'Shannon der aktuellen Erstausgabe!
- Die ineinander verschachtelten, aber trotzdem in sich logisch konzipierten Intrigen. Immer wieder gibt es hinter der anscheinenden Wahrheit eine Andere, und so weiter. Hatte das ja schon mal mit Asimovs Foundation verglichen, und das ist ein riesen Lob.
- Das alte Selbstverständnis der Solaner ist wieder da; bin ganz nostalgisch geworden!

Insgesamt freue ich mich auf die nächste Miniserie.

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Re: Fazit Miniserie SOL

Beitrag von Zukunft1 » 22. November 2019, 19:50

Schließe mich Faktor 10 an das mit dem Chaos hat nur genervt , bin enttäuscht :devil:

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Re: Fazit Miniserie SOL

Beitrag von Laurin » 23. November 2019, 04:48

Einige Kommentare hier haben es für mich gut getroffen:
Lion hat geschrieben:
16. November 2019, 20:24
... Ich hätte mir aber deutlich mehr von Roi und Zeitgenossen erwartet. Überhaupt nicht gefallen hat mir die Omni-Präsenz von Perry und und Mahlia Meyun.
...
Nochmals und immer wieder: Obwohl Perry Rhodan draufsteht, brauch ich ich Ihn als Person nicht immer und überall! Meiner persönlichen Meinung nach sind die Bemühungen Perry ist solche Handlungsebenen quasi zwanghaft hineinzuziehen, viel zu sehr konstruiert. Obwohl Klaus genau das als absolutes Dogma immer und immer wieder propagiert, bin ich - und nicht nur ich alleine - anderer Meinung! Man sieht es auch in dieser Miniserie wieder. Ich hätte an dieser Miniserie - ohne Perry - und mit deutlich mehr Roi, Fee usw. nicht weniger Freude gehabt! Der Erfolg der Reihe Perry Rhodan lag in der Vergangenheit auch an der Vielfalt von starken Neben-Protagonisten.
Mike Marvel hat geschrieben:
18. November 2019, 10:16
... Interaktion Perry/Roi ganz schwach nach sooo langer Trennung.
...
Überhaupt wurde der Status und die Dimensionen der SOL nach der Reaktivierung nicht überzeugend dargestellt.
Dazu noch die kosmokratischen Giganten. War alles eindeutig zu groß ...
Faktor10 hat geschrieben:
18. November 2019, 21:18
Zu wenig Sol, zu wenig Roi. ...
Ich brauche mehr Sol, mehr Roi weniger PR und bitte etwas mehr Bodenständig. ...
Mike Marvel hat geschrieben:
19. November 2019, 10:58
... Trotzdem darf man als Leser doch erwarten, dass z.B. die Begegnung Vater/ Sohn nach so langer Zeit entsprechend gewürdigt wird und nicht nur sehr oberflächlich mit ein paar Nebensätzen abgehandelt wird. ...
LaLe hat geschrieben:
19. November 2019, 11:53
... Die größten Bauchschmerzen hatte ich mit der alternativlosen Prämisse, dass wo Perry draufsteht auch Perry drin sein muss und die SOL von dieser One-Man-"Army" und hypnogeschulten "Eingeborenen" schon im ersten Band flottgemacht werden kann. Ist ja nicht so, dass es um die SOL herum nicht genug Charaktere gäbe, die eine Handlung ohne Perry himself tragen können. ...
Insgesamt fand ich es aber positiv, dass man sich endlich mal wieder dem Thema SOL widmet, wenn auch 'nur' in einer Miniserie. Und klar, dass es schwer werden würden, die damit verbundenen Erwartungen zu erfüllen ... und es gab auch eine Menge guter Ideen. Sehr gut gefiel mir Band 7 von MAH.
:st:

Irgendwie wurde dann aber zu viel in die Handlung hineingepackt, sodass Perry eigentlich nur mit dem Feuerlöscher von Brandherd zu Brandherd hetzte. Wirkliches SOL-Flair entstand selten, und auch die Möglichkeiten solch faszinierender Charaktere wie Alaska oder Roi wurden viel zu wenig genutzt, statt dessen musste leider wieder Perry in der Rolle des Universalhelden im Vordergrund stehen - ehrlich, irgendwann kann man das nicht mehr lesen, und wird auch einfach vollkommen unglaubhaft.

Mahlia Meyun fand ich anfangs interessant, dann aber lange Zeit nur noch als 'Dramaqueen' nervend. Erst gegen Ende gewann sie wieder an Format zurück.

Gut fand ich ja, dass die Geschichte dann doch zu einem guten Ende gebracht wurde, und die SOL nicht geschrottet wurde - es besteht also noch Hoffnung ...
:rolleyes:

Was ich mir von der Fortsetzung wünschen würde:
- Rhodan muss unerwartet doch heim / die Geschichte wird von Roi getragen
(oder bringt die Katze wieder an Bord)
- Weniger Overkill / Gigantismus - dafür mehr Zeit für Reflexionen und Tiefgang
- Weniger Feuerwehr-Modus - mehr Staunen über die Wunder des Universums
- Am Ende perspektivische Überleitung der SOL mit Roi Danton zurück in die EA

Ansonsten habe ich HIER noch ein bisschen dazu gebloggt.

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Re: Fazit Miniserie SOL

Beitrag von halut » 23. November 2019, 22:45

Rhodan:
Rhodan agiert nicht, er reagiert nur und lässt sich nach Autorenbedarf auf der Nase rumtanzen oder gefangen nehmen; Letzteres immerhin elf Mal in zwölf Heften. In der Miniserie ist er kein Könner. Er übersieht Möglichkeiten; insbesondere Gelegenheiten zur Risikominimierung vermeidet er.

Die Heilerin:
Sie agiert als pubertierende Erwachsene. Wenn ich das erleben möchte, schalte ich RTL2 oder so etwas ein. Im realen Leben vermeide ich solche Personen; warum sollte ich meine Zeit mit unerträglichen Romanfiguren verschwenden?

Die Unsterblichen:
Auch wenn es meist Beschreibungen von anderen sind: Die Unsterblichen werden als egoistisch, machtbesessen, rücksichtslos und inkompetent beschrieben. Das mag für einen Autoren, der einsam am Schreibtisch sitzt, unterhaltsam sein. Aber wenn ich solche Typen erleben will, muss ich nur in die Firma gehen. Ich brauche das nicht auch noch beim Entspannungslesen.

Details:
Die Autoren haben sich um viele Details bemüht. Zwar nicht immer erfolgreich, aber im Großen und Ganzen fand ich es gut. Dafür ein Lob von mir.

Fortsetzung:
PR-Action und Atlan-Lordrichter ff sind das beste Argument gegen eine Fortsetzung von Miniserien im selben Szenario.

Alles in allem gilt deshalb für mich: Ich bin aus den Miniserien raus.

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