Spoiler Mission SOL 9: Ins Herz der Finsternis, von Ben Calv

Alles rund um die Miniserie PERRY RHODAN - SOL

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die aktuelle Entwicklung des Zyklus? - Note 1
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Eric Manoli
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Re: Spoiler Mission SOL 9: Ins Herz der Finsternis, von Ben

Beitrag von Eric Manoli »

Nun ja, es kann nicht immer jeder zu 100% Zufrieden sein.

Und manchmal verlieren die anderen. :D
>>Sie unterscheiden sich nicht so sehr von uns, wie ich es befürchtet hatte. Die Anordnung der Organe ist klar, wenn auch unterschiedlich. Das Skelett ist ebenfalls abweichend. Immerhin haben sie Blut wie das unsere.<<

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TCai
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Re: Spoiler Mission SOL 9: Ins Herz der Finsternis, von Ben

Beitrag von TCai »

Kai Hirdt hat geschrieben:
TCai hat geschrieben:
Ce Rhioton hat geschrieben:Fakt ist nun einmal, dass die Miniserie tatsächlich ausschließlich von Autoren verfasst wurde.
Insofern ist es müßig zu spekulieren, ob eine Autorin Mahlia anders/differenzierter/weniger klischeebeladen charakterisiert hätte.
Jedenfalls ist die Figur, wie sie bislang beschrieben wurde, weder Vorbild noch Sympathieträger.

Edit: Nein, nicht das Frauenbild der Autoren ist zu beanstanden - das ist Unsinn und dies hat auch niemand behauptet.
Es ist die Wirkung, die von der beschriebenen Figur ausgeht - diese kommt offensichtlich bei Teilen der LeserInnen anders als von den Autoren beabsichtigt an.
Exakt, das meine ich.
Es ist das was die Figur bei mir auslöst. Klar habt ihr das nicht absichtlich so geschrieben, aber es kommt bei mir so an. Ich gebe nur wieder, was ich empfinde und das darf ja wohl erlaubt sein.
Klar – ebenso wie meine Antwort, dass das auf Schubladendenken hindeutet, wenn Leser Mahlia als repräsentativ für das weibliche Geschlecht verstehen wollen. Ich verstehe wohl, dass es da ein Problem gibt und der Text anders ankommt als beabsichtigt. Die Frage ist nur, ist das ein Problem des Textes, eines des Lesers oder liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte.
Im Zweifelsfall ist immer der Autor schuld. :D

Nein, aber Menschen denken nun mal leider in Schubladen. Unser Gehirn vergleicht und ordnet ein, das ist ein biologischer Prozess. Es wäre natürlich wünschenswert es zu überwinden. Ich fürchte aber, dass wir dazu noch ein paar Generationen brauchen werden. Ich wäre aber vorsichtig damit, das jemandem vorzuwerfen.

Versteh mich nicht falsch. Ich bewundere, was Du da versucht hast. Es hat für mich nur nicht funktioniert. Ich bin da ganz bei Ce Rhioton. In jedem anderen Kontext hätte ich das alles geschluckt. Im Rahmen einer PERRY RHODAN-Miniserie möchte ich etwas anderes lesen. Das ist meine ganz persönliche Meinung. Es gibt sicher Leser, die das anders sehen.

Wer sagt eigentlich, dass ein Roman nicht mehrere Protagonisten haben darf? Wenn Rhodan Dein Protagonist ist, nimmt Mahlia Meyun im Vergleich dazu viel Raum ein.
Für uns alle hoffe ich doch, dass Mahlia nicht repräsentativ ist. :)
»Denn Phantastik schreiben, heißt ja nicht, die Realität mit anderen Mitteln nachzuerzählen, sondern die Realität mit anderen, eben phantastischen Mitteln aufzubrechen.«
Sascha Mamczak

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Kai Hirdt
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Re: Spoiler Mission SOL 9: Ins Herz der Finsternis, von Ben

Beitrag von Kai Hirdt »

TCai hat geschrieben:Wer sagt eigentlich, dass ein Roman nicht mehrere Protagonisten haben darf?
Najanu, das ist schlicht und ergreifend die literaturwissenschaftliche Definition des Begriffs. Es mag mehrere Hauptfiguren geben, aber es gibt nur einen Protagonisten.

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Arthur Dent
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Re: Spoiler Mission SOL 9: Ins Herz der Finsternis, von Ben

Beitrag von Arthur Dent »

Kai Hirdt hat geschrieben:
TCai hat geschrieben:Wer sagt eigentlich, dass ein Roman nicht mehrere Protagonisten haben darf?
Najanu, das ist schlicht und ergreifend die literaturwissenschaftliche Definition des Begriffs. Es mag mehrere Hauptfiguren geben, aber es gibt nur einen Protagonisten.
Äh, nein. Du schreibst selbst, dass Du Mission SOL aus der Sicht zweier Handelnder aufgebaut hast. In ihren jeweiligen Erzählebenen, die sogar häufig noch räumlich getrennt sind, haben beide die Attribute eines Protagonisten. Und sie haben beide sogar Antagonisten. Abgesehen davon schließt die allgemeine Definition des Protagonisten den Plural nicht aus.

Kai Hirdt
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Re: Spoiler Mission SOL 9: Ins Herz der Finsternis, von Ben

Beitrag von Kai Hirdt »

Arthur Dent hat geschrieben:
Kai Hirdt hat geschrieben:
TCai hat geschrieben:Wer sagt eigentlich, dass ein Roman nicht mehrere Protagonisten haben darf?
Najanu, das ist schlicht und ergreifend die literaturwissenschaftliche Definition des Begriffs. Es mag mehrere Hauptfiguren geben, aber es gibt nur einen Protagonisten.
Äh, nein. Du schreibst selbst, dass Du Mission SOL aus der Sicht zweier Handelnder aufgebaut hast. In ihren jeweiligen Erzählebenen, die sogar häufig noch räumlich getrennt sind, haben beide die Attribute eines Protagonisten. Und sie haben beide sogar Antagonisten. Abgesehen davon schließt die allgemeine Definition des Protagonisten den Plural nicht aus.
Sorry, das ist einfach falsch. Mehrere Perspektivfiguren, ja. Mehrere Hauptfiguren, ja. Aber nur ein Protagonist, da beide Perspektiven über den größten Teil der Zeit zum selben Erzählstrang gehören.

Ist aber im Grunde eh nebensächlich, da die formale Kategorie "Protagonist" eh nur ein Synonym für die inhaltliche Kategorie "Held" darstellen sollte.

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Re: Spoiler Mission SOL 9: Ins Herz der Finsternis, von Ben

Beitrag von Ce Rhioton »

Wenn Perry Rhodan in Handlungsebene Galaxis A aktiv unterwegs ist und Atlan in Handlungsebene Galaxis B (und zwar beide im selben Roman): Wer von beiden ist dann Protagonist des Romans und wer nicht?

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Arthur Dent
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Re: Spoiler Mission SOL 9: Ins Herz der Finsternis, von Ben

Beitrag von Arthur Dent »

Kai Hirdt hat geschrieben:
Arthur Dent hat geschrieben:
Kai Hirdt hat geschrieben:
TCai hat geschrieben:Wer sagt eigentlich, dass ein Roman nicht mehrere Protagonisten haben darf?
Najanu, das ist schlicht und ergreifend die literaturwissenschaftliche Definition des Begriffs. Es mag mehrere Hauptfiguren geben, aber es gibt nur einen Protagonisten.
Äh, nein. Du schreibst selbst, dass Du Mission SOL aus der Sicht zweier Handelnder aufgebaut hast. In ihren jeweiligen Erzählebenen, die sogar häufig noch räumlich getrennt sind, haben beide die Attribute eines Protagonisten. Und sie haben beide sogar Antagonisten. Abgesehen davon schließt die allgemeine Definition des Protagonisten den Plural nicht aus.
Sorry, das ist einfach falsch. Mehrere Perspektivfiguren, ja. Mehrere Hauptfiguren, ja. Aber nur ein Protagonist, da beide Perspektiven über den größten Teil der Zeit zum selben Erzählstrang gehören.

Ist aber im Grunde eh nebensächlich, da die formale Kategorie "Protagonist" eh nur ein Synonym für die inhaltliche Kategorie "Held" darstellen sollte.
In der modernen Definition ist der Protagonist ein aus dem Figurenensemble herausragende Figur. Ein Roman verträgt daher auch mal mehr als 1 Protagonist. Es ist daher nicht falsch, dies zu sagen. Dass Du das gerne anders siehst, sei Dir unbenommen.

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Soulprayer
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Re: Spoiler Mission SOL 9: Ins Herz der Finsternis, von Ben

Beitrag von Soulprayer »

TCai hat geschrieben:Nein, aber Menschen denken nun mal leider in Schubladen. Unser Gehirn vergleicht und ordnet ein, das ist ein biologischer Prozess. Es wäre natürlich wünschenswert es zu überwinden. Ich fürchte aber, dass wir dazu noch ein paar Generationen brauchen werden. Ich wäre aber vorsichtig damit, das jemandem vorzuwerfen.
Nein; Schubladendenken ist anerzogen oder willentlich herbeigeführt.
"Schubladendenker" sind Leute, die ihre Welt um sich herum kontrollieren wollen und die Realität unverhältnismäßig vereinfachen.

Da brauch man nur mal an die "Manager" und "Vorstände" rüber zu schauen, die sind "typische" Schubladendenker.
Da gibts einen (britischer) Sketch darüber, den ich vor kurzem (wieder) entdeckt habe (es gibt deutsche Untertitel!)

https://www.youtube.com/watch?v=BKorP55Aqvg
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Kai Hirdt
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Re: Spoiler Mission SOL 9: Ins Herz der Finsternis, von Ben

Beitrag von Kai Hirdt »

Ce Rhioton hat geschrieben:Wenn Perry Rhodan in Handlungsebene Galaxis A aktiv unterwegs ist und Atlan in Handlungsebene Galaxis B (und zwar beide im selben Roman): Wer von beiden ist dann Protagonist des Romans und wer nicht?
Siehe Beitrag oben:
Aber nur ein Protagonist, da beide Perspektiven über den größten Teil der Zeit zum selben Erzählstrang gehören.
Wenn du zwei völlig unabhängige Erzählstränge hast, kann jeder davon seinen eigenen Protagonisten haben. Das ist jedoch nicht der Regelfall, und auf Mission SOL trifft es nicht zu. Deshalb habe ich diesen Fall ausgeklammert. Richtiger wäre gewesen zu sagen "Jede Erzählung hat genau einen Protagonisten." (Und jetzt kommt nicht mit Spezialfällen wie Kehlmanns "Ruhm" um die Ecke, die eine völlig unübliche Erzähltechnik nutzen.)

Sorry Leute. Ich benutze literaturwissenschaftliche Begriffe in fachsprachlich korrekter Weise; nicht in aufgeweichter Halbwissen-Form. Sonst verlieren sie ihre Unterscheidungskraft und damit ihren Sinn. Hatten wir neulich schon bei deus ex machina.

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nanograinger
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Re: Spoiler Mission SOL 9: Ins Herz der Finsternis, von Ben

Beitrag von nanograinger »

Kai Hirdt hat geschrieben:...
Sorry Leute. Ich benutze literaturwissenschaftliche Begriffe in fachsprachlich korrekter Weise; nicht in aufgeweichter Halbwissen-Form. Sonst verlieren sie ihre Unterscheidungskraft und damit ihren Sinn. Hatten wir neulich schon bei deus ex machina.
So sehr ich die Verwendung von korrekten Begrifflichkeiten unterstütze, so wenig sehe ich den Sinn dieser Diskussion um die korrekte Semantik von "Protagonist".

Grundsätzlich sehe ich aber die Dinge sehr ähnlich wie Kai in seinem Posting vom 10. Oktober 2019, 19:06. Die Figur der Mahlia ist alles andere als ein Klischee einer Frauenfigur, ihr Geschlecht spielt nur sehr peripher eine Rolle (sie ist Mutter ihrere Kinder und Geliebte von Elpin gewesen, aber die Geschlechter könnten genauso gut umgekehrt sein). Nun ist sie aber Frau und deshalb wirkt sie auf manche Leserinnen und Leser anders als wenn sie ein Mann wäre. Das lässt sich von Autorenseite nicht vermeiden, man kann sich die Leserinnen und Leser ja nicht aussuchen.

Meine Kritik an der Figur der Mahlia fußt weniger auf der Anlage der Figur selbst, die ich im Allgemeinen überzeugend gestaltet und durchaus sympathisch finde (auch und gerade weil sie nicht in allen Dingen heldenhaft und politisch korrekt handelt). Kritikwürdig in diesem Roman finde ich die Überdramatisierung ihrer Zerissenheit.

Das beginnt mit der Einstiegsszene, in der aus ihrer Perspektive geschildert Perry einen unlöschbaren Atombrand auslöst, der (wie wir später erfahren) keineswegs unlöschbar ist, sondern von selbst abbricht. Das wurde ihr auch erklärt, und auch wenn ihr Misstrauen gegnüber Heltamar berechtigt ist, ist es völlig idiotisch zu glauben, dass Heltamar (oder gar Perry) Evolux als Ganzes durch einen Atombrand vernichten möchte (nebenbei halte ich es auch für unwahrscheinlich, dass ein Atombrand nicht durch höherdimensionale Schutzschirme eingedämmt werden kann). Dann scheint sie (oder Ben Calvon Hary) vergessen zu haben, dass Michael Rhodan mit Perry (in ihrer Anwesenheit) in Band 5 der Serie kommuniziert, es also durchaus klar ist, dass die Besatzung des Mittelteils der SOL noch vor wenigen Tagen (der Evolux-Zeit) lebte. Ihre Argumente gegen eine Rettungsmission an diesem Punkt des Romans sind also unsinnig.

Später schlägt sie sich dann voll auf die andere Seite und überzeugt die Besatzung der SZ-1 von der Richtigkeit einer Rettungsmission. Und als dann die Rettung unmittelbar möglich ist, verweigert sie zunächst die Kopplung der SZ-1 an den Mittelteil aus fadenscheinigen Gründen, nachdem sie unmittelbar zuvor argumentierte, dass "ihre Leute" wie etwa Pravo Ylapp nicht zurückgelassen werden sollen. Das wird ihr dann besonders (melo-) dramatisch durch ihre Kinder (die seltsamerweise die einzigen außer ihr sind, die vom Vibra-Psi noch nicht außer Gefecht gesetzt wurden) ausgeredet.

Sorry wenn ich das so deutlich sage, aber diese der reinen Dramaturgie geschuldeten Sinneswechsel disqualifizieren für mich den Roman (nicht die Person der Mahlia) in diesem Aspekt der Handlungsführung. Kurz gesagt: Das ist in diesem Aspekt echte Trivialliteratur.

Ansonsten finde ich den Roman gut geschrieben, auch für mich die bisher beste Arbeit von Ben Calvin Hary.

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Soulprayer
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Re: Spoiler Mission SOL 9: Ins Herz der Finsternis, von Ben

Beitrag von Soulprayer »

Um mal wieder auf das Thema zurückzukommen...

In der EA ist Perry Rhodan nur für Sekundenbruchteile weg, in der Miniserie vergehen Tage wenn nicht gar Wochen.
Für mich riecht das eindeutig nach Hohen Mächten.
D.h. eigentlich sollte in den nächsten drei Bänden noch die treibende Kraft in Mission SOL irgendwie noch in Erscheinung treten.

Möglicherweise haben die Kosmokraten nach ein "paar Jährchen" Ausschau nach der SOL gehalten, weil sie diese für irgendwas benötigen.
Und als sie diese nirgendwo gefunden haben, holten sie kurzerhand Perry Rhodan auf Evolux - wo sie zuletzt gesehen wurde.
Letzter Zeitpunkt, an dem Perry Rhodan hochdimensionale Technik einsetzte, war die Dakkarspange in der Sternengruft.
D.h. es sind etwa 30 Perry-Jahre, in denen der oder die Agitator(en) auf eine Gelegenheit warteten.

Oder die Chaotarchen haben irgendwie erfahren, dass die Kosmokratenwelt eine Protochaotische Zelle untersuchen.
Sie wollen nun DREI Fliegen mit einer Klappe schlagen und den Agitator Perry Rhodan "ins Boot holen".
Sie erreichen damit, dass die Zelle in den Händen der Kosmokratendiener vernichtet wird - mit Perry und der SOL, die sie nicht übernehmen konnten.
Aka "wenn wir die SOL nicht haben können soll sie keiner haben!"
Damit soll auch die Chaotarchentechnik einem aufmüpfigen Volk nicht mehr zur Verfügung stehen.
Sie brauchten nur eine Person, die schon ein wenig Vertrauen auf Evolux besitzt und eine zwielichtige Person, die händeringend die Chaoszelle beschützen will - und schon ist ein Interessenkonflikt vorprogrammiert, der (hoffentlich) zum Ziel führt.

Aber vielleicht liege ich auch komplett falsch - aber irgendwie muss Perry ja auch zurück, vortrefflich durch ein ähnliches Feld wie auf der RAS TSCHUBAI.
VG
Soulprayer

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Kai Hirdt
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Re: Spoiler Mission SOL 9: Ins Herz der Finsternis, von Ben

Beitrag von Kai Hirdt »

@nanograinger: Da habe ich eine andere Lesart. Mahlia handelt insofern konsistent, dass sie stets und immer ihre Leute schützen will. Nur mit jeder Veränderung der äußeren Situation hat sie andere Idee, was denn jetzt das Beste für ihre Leute wäre. Diese "beweglichen Ziele" sind für mich nicht dramaturgische Krücken, sondern Ausdruck ihrer Überforderung mit dem Kommando.

Ce Rhioton
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Re: Spoiler Mission SOL 9: Ins Herz der Finsternis, von Ben

Beitrag von Ce Rhioton »

Unabhängig von den unterschiedlichen Sichtweisen finde ich es erfreulich, wie Kai Hirdt als verantwortlicher Exposé-Autor hier im Forum Rede und Antwort steht.
Ist, wie uns allen bewusst ist, nicht (mehr) selbstverständlich.

George
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Re: Spoiler Mission SOL 9: Ins Herz der Finsternis, von Ben

Beitrag von George »

Ce Rhioton hat geschrieben:Unabhängig von den unterschiedlichen Sichtweisen finde ich es erfreulich, wie Kai Hirdt als verantwortlicher Exposé-Autor hier im Forum Rede und Antwort steht.
Ist, wie uns allen bewusst ist, nicht (mehr) selbstverständlich.
:st:

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Eric Manoli
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Re: Spoiler Mission SOL 9: Ins Herz der Finsternis, von Ben

Beitrag von Eric Manoli »

Da gebe ich dir auf jeden Fall recht.
Daher auch von mir vielen Dank!
Vorrangig an Kai, aber auch an seinen Mitstreitern, schließlich war er nicht alleine bereit sich hier zu melden.

Das dies heutzutage seltener ist, das könnte eventuell daran liegen, daß man nach einer gewissen Zeit die Lust verliert.

Wenn es sich mal um solche Diskussionen handelt wir hier, dann denke ich kann jeder der Autor damit umgehen.

Wenn man aber jeder Besuch im Forum solche Formen annimmt, dann kann ich durchaus nachvollziehen wenn man mit der Zeit die Lust daran verliert.

Ich meine mich erinnern zu können, daß so mancher Forist der Meinung war, die Autoren müssten hier alles einstecken, schließlich sei man ja ein zahlender Kunde.
>>Sie unterscheiden sich nicht so sehr von uns, wie ich es befürchtet hatte. Die Anordnung der Organe ist klar, wenn auch unterschiedlich. Das Skelett ist ebenfalls abweichend. Immerhin haben sie Blut wie das unsere.<<

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nanograinger
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Re: Spoiler Mission SOL 9: Ins Herz der Finsternis, von Ben

Beitrag von nanograinger »

Kai Hirdt hat geschrieben:@nanograinger: Da habe ich eine andere Lesart. Mahlia handelt insofern konsistent, dass sie stets und immer ihre Leute schützen will. Nur mit jeder Veränderung der äußeren Situation hat sie andere Idee, was denn jetzt das Beste für ihre Leute wäre. Diese "beweglichen Ziele" sind für mich nicht dramaturgische Krücken, sondern Ausdruck ihrer Überforderung mit dem Kommando.
Die Figur Mahlia ist natürlich so angelegt, dass sie mit dem Kommando in den dramatischen Zuspitzungen der letzten beiden Romane überfordert ist, keine Frage. Und eine entsprechende situative Anpassung/Bewertung ist dazu auch passend.

Aber wie in Band 6, als die emotionale Tränendrüse zu sehr gedrückt wurde, wird hier die "innere Zerissenheit" zu sehr überstrapaziert, meiner Meinung nach an zumindest zwei Stellen, nämlich am Anfang, als es um die Lösung des "Pfropfens" geht, und dann gegen Ende, als der Mittelteil gekoppelt werden soll und Mahlia das ablehnt. Ich hätte es akzeptieren können, wenn ihr "Nein" einfach instinktiv gewesen wäre, aber als ihr klar gemacht wird, dass sie auch Pravo Ylapp durch ihre Weigerung (vermutlich) zum Tode verurteilen würde, hätte sie einlenken müssen. Die Kinder-überzeugen-Mutter-Episode war too much, zu konstruiert und zu melodramatisch.

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Re: Spoiler Mission SOL 9: Ins Herz der Finsternis, von Ben

Beitrag von icho_tolot »

Das Thema nehme ich natürlich ernst. Dennoch schmunzle ich über die Frauenbild-Diskussion im Bezug auf diesen Roman offengestanden ein Bisschen. Aber ich verrate nicht, warum. Wer mich ein wenig kennt, kann es sich womöglich halbwegs denken.

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TCai
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Re: Spoiler Mission SOL 9: Ins Herz der Finsternis, von Ben

Beitrag von TCai »

icho_tolot hat geschrieben:Das Thema nehme ich natürlich ernst. Dennoch schmunzle ich über die Frauenbild-Diskussion im Bezug auf diesen Roman offengestanden ein Bisschen. Aber ich verrate nicht, warum. Wer mich ein wenig kennt, kann es sich womöglich halbwegs denken.
:D

Wobei mich schon interessieren würde, wie andere Frauen Mahlia Meyun sehen.
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Re: Spoiler Mission SOL 9: Ins Herz der Finsternis, von Ben

Beitrag von Carrasco »

Wenn man sich mal vor Augen führt, wie sehr sich die Rollenbilder von Mann und Frau in den letzten 100 Jahren unserer Realzeit geändert haben, und wenn man das dann ins Jahr 5000 extrapoliert, wird klar: In dieser fernen Zukunft kommt man mit unserer immer noch recht antiquierten Sichtweise aus dem Jahr 2019 nicht weit.
Geschlecht oder auch sexuelle Orientierung werden da für die Definition der eigenen Identität wahrscheinlich überhaupt keine Rolle mehr spielen. Jeder kann und darf sein, wie und was er will. Da wird sich niemand mehr über harte Frauen oder weinende Männer wundern. Klischees bzw. Antiklischees dieser Art werden längst in Vergessenheit geraten sein.
Mahlia agiert nicht als Frau, sondern einfach als Mensch. Als Individuum.

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Re: Spoiler Mission SOL 9: Ins Herz der Finsternis, von Ben

Beitrag von Ce Rhioton »

Wünschenswert wäre das.
Doch ist der Mensch nicht, wie er sein sollte. Der Mensch ist, wie er ist.
Der Mensch ändert sich nicht.
Nicht in Jahrhunderten. Nicht in Jahrtausenden.

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Re: Spoiler Mission SOL 9: Ins Herz der Finsternis, von Ben

Beitrag von Carrasco »

Jetzt bist du aber ein bisschen zu pessimistisch ... :D

Der Mensch hat sich doch schon geändert in den letzten Jahrhunderten. Ich z.B. lebe deutlich lieber im Jahr 2019 als im Jahr 1933 oder 1600.

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Arthur Dent
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Re: Spoiler Mission SOL 9: Ins Herz der Finsternis, von Ben

Beitrag von Arthur Dent »

Puh, hier werden viele Themen angerissen. Carrasco’s Beitrag teile ich insofern, dass sich Menschen in der Zukunft, wie sie in der PR-Serie fiktiv geschildert werden, hinsichtlich ihrer Herkunft oder ihres Geschlechts anders definieren als heute in der realen Welt. Dazu haben diverse Entwicklungen in der Serie beigetragen, wie beispielsweise die Kolonisierung anderer Welten und Rückbesiedlung der Erde. Ob sich dadurch der Mensch auch in ethischer Hinsicht geändert hat, muss hinterfragt werden. Siehe zweites Solares Imperium. Die hatten ihre Probleme mit „Fremden“, um es mal so auszudrücken. Und ob die Menschheit der Zukunft intelligenter ist, darf erst recht bezweifelt werden. Stellen wir in unserer realen Welt doch schon fest, dass die Intelligenz nachweisbar wieder sinkt.
Das alles ist jedoch unerheblich, denn die fiktiven Geschichten in der Zukunft werden von Autoren aus dem Hier und Heute geschrieben. Und selbst wenn diese höchsten ethischen und moralischen Grundsätzen folgen würden, geht es ihnen jedoch darum, spannende Romane zu schreiben. Und die handeln immer noch von Menschen, mit all ihren Schwächen. Natürlich gibt es dann die Vertreter hier, die sich mehr „positive“ Utopien wünschen (Stichwort Friede-Freude-Eierkuchen). Aber die Frage muss erlaubt sein, wie lange uns eine solche Utopie zu unterhalten vermag?
Mahlia Meyun ist, blendet man(n) mal Geschlecht aus, das Ergebnis einer besonderen Fiktion. Ihre Vorfahren waren Menschen und sind als Kinder mit wenigen Erwachsenen in eine wenig beneidenswerte Situation geraten. Sie haben technisch ein Downgrade erfahren und mussten ums Überleben kämpfen.
Die spannende Frage ist doch eigentlich, ob sich dadurch auch die Menschen geändert haben? Welche Werte wurden den Kindern von den wenigen Erwachsenen vermittelt und haben diese selbst an ihre Kinder weitergegeben? Kann man Mahlia Meyun in ihrer Sozialisation mit einem Menschen Terras vergleichen, der in der gleichen fiktiven Zeit lebt?

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Re: Spoiler Mission SOL 9: Ins Herz der Finsternis, von Ben

Beitrag von Carrasco »

Mein Eindruck ist, dass sich die Menschheit im Laufe der Jahrhunderte durchaus weiterentwickelt, und zwar in eine positive Richtung. Sowohl in der Realität, als auch in PR. Das ist ja durchaus Teil der positiven Utopie PR.
Aber diese Entwicklung ist natürlich eine Zickzacklinie und macht immer wieder heftige Rückschläge durch - sowohl in der Realität als auch in PR. Unter anderem diese Rückschläge und wie man sie überwindet ergeben die spannenden Geschichten, die wir ja alle lesen wollen. Da bleibt also genug Platz für Bösewichte und ethisch verkorkste Figuren. Aber auf lange Sicht, im großen Maßstab, geht die Tendenz in die richtige Richtung.

Ist zumindest mein Eindruck. Man kann es natürlich auch Hoffnung nennen. :D

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Re: Spoiler Mission SOL 9: Ins Herz der Finsternis, von Ben

Beitrag von Ce Rhioton »

Carrasco hat geschrieben:Man kann es natürlich auch Hoffnung nennen. :D
Die Hoffnung betrügt uns. Und doch trägt sie uns weiter. :)

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Arthur Dent
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Re: Spoiler Mission SOL 9: Ins Herz der Finsternis, von Ben

Beitrag von Arthur Dent »

Arthur Dent hat geschrieben:...
Die spannende Frage ist doch eigentlich, ob sich dadurch auch die Menschen geändert haben? Welche Werte wurden den Kindern von den wenigen Erwachsenen vermittelt und haben diese selbst an ihre Kinder weitergegeben? Kann man Mahlia Meyun in ihrer Sozialisation mit einem Menschen Terras vergleichen, der in der gleichen fiktiven Zeit lebt?
Carrasco hat geschrieben:Mein Eindruck ist, dass sich die Menschheit im Laufe der Jahrhunderte durchaus weiterentwickelt, und zwar in eine positive Richtung. Sowohl in der Realität, als auch in PR. Das ist ja durchaus Teil der positiven Utopie PR.
Aber diese Entwicklung ist natürlich eine Zickzacklinie und macht immer wieder heftige Rückschläge durch - sowohl in der Realität als auch in PR. Unter anderem diese Rückschläge und wie man sie überwindet ergeben die spannenden Geschichten, die wir ja alle lesen wollen. Da bleibt also genug Platz für Bösewichte und ethisch verkorkste Figuren. Aber auf lange Sicht, im großen Maßstab, geht die Tendenz in die richtige Richtung.

Ist zumindest mein Eindruck. Man kann es natürlich auch Hoffnung nennen. :D
Die Diener Senns und andere Figurenentwicklungen könnte man unter den geschilderten Umständen als einen Rückschlag einstufen. Oder eben als das Hervortreten von Eigenschaften einstufen, die doch noch nicht abgelegt wurden. Ein Mittler zwischen den Welten hätte in Mission SOL auch die Hauptfigur Perry Rhodan sein können. Doch dem Helden verpassten die Autoren einen eigensinnigen, teilweise etwas selbstgefälligen Anstrich.

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