Neo-Staffel 25: Die Tiefe

Alles rund um die Neuerzählung der PERRY RHODAN-Saga
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Partoc
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Neo-Staffel 25: Die Tiefe

Beitrag von Partoc »

Da ich zu faul bin um lange Spoiler zu erstellen :o( und die Anzahl der Beiträge im Neo-Bereich sich in Grenzen halten :unschuldig: , habe ich mir gedacht: wieso nicht einfach mal Threads für einzelne Staffeln erstellen, in die man seine Meinung über die Hefte und die Staffeln kundtun kann. Ich hoffe, dass es mal ab und zu jemand nutzt. Sonst wird es vielleicht eine One-Man-Show :D. Wer weiß, vielleicht kommt sogar der ein oder andere Neuleser (oder sogar Rückkehrer) auf die Idee, hier im eingeschlafenen Neo-Bereich mal reinzuschauen :P .
Zuletzt geändert von Partoc am 17. April 2021, 09:03, insgesamt 2-mal geändert.
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Partoc
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Re: Neo-Staffel 25: Die Tiefe

Beitrag von Partoc »

mach ich mal den Anfang

Zeitenwende (Band 250) – Rüdiger Schäfer/Rainer Schorm

Als Wiedereinsteiger, der die Bänder ab 200 nicht kennt, war ich erstmal von der Fülle an Namen – von denen mir einige aus der Originalserie bekannt sind – überwältigt. Ich hatte das Gefühl mein Hirn würde zu rauchen anfangen. Vor lauter Namen und Bezügen, die mir fehlten (beziehungsweise: hatte ich zum Teil ganz andere Assoziationen zu den Namen), musste ich das lesen erst unterbrechen. Den Anfang des Romans habe ich also nicht unbedingt als Einsteiger-/Wiedereinsteigerfreundlich empfunden. Deswegen konnte ich auch die Handlung um den „Kolonisten Aufstand“ und die Notwendigkeit des „Falls Laurin“ nicht so recht nachvollziehen. Schriftstellerisch ist der erste Teil gut und flüssig geschrieben, aber die Protagonisten wirkten auf mich viel zu routiniert eingebaut, also als müsste man sie alle bereits kennen (was bei mir nicht unbedingt der Fall ist :D ).

Ganz anders ist es mit Auris von Las-Toór, bei ihr merkt man, dass sie und die Akonen neu in der Serie sind. Da gibt es eine deutlich stärkere Perspektivdarstellung und deutlich höhere erzählerische Informationsdichte, was mein Interesse weitaus besser geweckt hat :st: . Auch gefallen hat mir den pseudowissenschaftliche Information Anteil :wub: .

Was die Handlung angeht, da haben sich die Expos bei mehreren Zyklen der Originalserie bedient, und dass nicht nur bei dem Abschnitt mit der Durchbrechung des Blauen Schirms der Akonen. Das Szenario mit dem Fall Laurin und das Einsetzen des ATG-Feldes ist eindeutig aus dem Cappin-Zyklus. Wird aber mit Ereignissen aus zwei anderen Zyklen kombiniert, dem Konzil-Zyklus (und das nicht nur wegen dem Auftauchen des Ersten Hetrans) und dem Ayindi-Zyklus. Die Versetzung der Erde an einen anderen Ort der Milchstraße (und die dadurch verursachten Katastrophen) ähnelt der Reise durch den Mahlstrom im Konzil-Zyklus, während der Tausch mit einem Planeten aus dem Blauen System mich stark an das „Projekt Adoption“ erinnert (https://www.perrypedia.de/wiki/Projekt_Adoption).

Insgesamt hatte ich das Gefühl, dass die Expos den Roman mit zu vielen Ereignissen überhäuft hatten. Weniger wäre da vielleicht mehr gewesen. Vor allem das Auftauchen der Sol und des Ersten Hetrans kamen mir dann doch zu schnell (nach all den anderen Ereignissen des Romans :wacko: ) und wirkten auch zu sehr wie ein großer Zufall. Tja, ich weiß, Spannungserzeugung durch plötzliche Wendung der Geschichte :rolleyes: . Ich bin aber kein großer Fan dieser Technik, oft sind solche Wendungen für mich nicht unbedingt logisch nachvollziehbar.

Trotz meines Meckerns würde ich sagen, es handelt sich hier um einen schönen, unterhaltsamen Roman. Der von mir 5,80 Punkte (Note: 2+) erhält. Hat mir auf jeden Fall gut gefallen.

Der Zyklus startet beim mir auf jeden Fall mit "ganz gut" und ist bereits sehr Nahe an "sehr gut" :st: .
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AushilfsMutant
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Re: Neo-Staffel 25: Die Tiefe

Beitrag von AushilfsMutant »

Von mir gibts eine 3.
„...der Gastgeber fragt in die Runde, was den jeder gerne zu trinken hätte. Der Kosmokrat reagiert verwirrt, man kann mehr als nur Wasser trinken? Der Chaotarch, der gleich neben an sitzt, fragt sich ob es auch genug Tee/Wasser/Kaffee....Arten im Angebot gibt. Darauf hin, kommt es zum Streit zwischen den Beiden, was den nun die richtige Flüssigkeit zum Trinken sei...“

Auszug auf dem Buch: Die Hohen Mächte und der Moralische Code (Band 14, Seite 345, Absatz 2)
Rhodanfan
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Re: Neo-Staffel 25: Die Tiefe

Beitrag von Rhodanfan »

Ich bin auch Wiedereinsteiger mit Nr. 250 und war zuvor mit der 150 ausgestiegen. Ich bin ehrlich gesagt sogar recht begeistert, klar, ziemlich viel Neues auf einmal (wohl auch für den, der keine Lesepause hatte), aber ich war eigentlich sofort drin. Ich freue mich auf die nächsten Ausgaben.
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M13
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Re: Neo-Staffel 25: Die Tiefe

Beitrag von M13 »

Kurz und knapp: Der Akonen-Abschnitt mit Auris, den fand ich sehr, sehr gut!
Alles andere leider zu dicht gedrängt in seiner Fülle. Das Auftauchen von Leticron als Erster Hetran dann noch ganz am Ende hätte für diesen Band nicht auch noch sein müssen. Zu viel der Cliffhänger, meiner Meinung nach.

Trotzdem: mein Gesamteindruck liegt zwischen "2" und "3" insgesamt.

Die beiden Bände vorher, den Abschluss der letzten Staffel, die würde ich hingegen glatt mit einer "1" oder einer "2" mit Tendenz zur "1" bewerten.

Gruß,
Uwe
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Partoc
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Re: Neo-Staffel 25: Die Tiefe

Beitrag von Partoc »

Hinter der Dunkelwolke (Band 251) - Lucy Guth

Der Roman verläuft größtenteils deutlich gemächlicher als der Vorgänger, was an der geringeren Menge an Ereignissen (die in dem Roman stattfinden) liegt. Davon profitiert auf jeden Fall sowohl die Charakterisierung der Protagonisten, als auch die Darstellungen der Szenen und die technischen, wissenschaftlichen und pseudowissenschaftlichen Erläuterungen.

Eine sehr gute Darstellung und Präsentation des Generationsschiffs Sol. Hat mir sehr gut gefallen und mich irgendwie an eine Mischung aus Holodeck (Star Treck) und der Citadel aus der Mass Effect Trilogie erinnert :st: .

Was mich ein wenig gestört hat, war, dass der Ex-Protektor Rhodan sich keine echten Sorgen um die Terraner machte. Es gab keine Gedankengänge seinerseits, die darauf schließen ließen, dass ihn das Schicksal der Terraner (deren Planet ohne ihr Wissen am falschen Ort gelandet ist) auch nur interessieren würde. Er war nur auf die Expedition fixiert. Kein Wunder also, dass er ein Ex-Protektor ist :fg: . Wenigsten dümpelt er nicht wie seine Originalversion als Administrator (In Neo war er Protektor) durch das Universum :devil: . Also kann er schön „verantwortungslos“ durch die Gegend reisen und jede Menge Unsinn anstellen :rolleyes: .

Insgesamt beschäftigte sich der Roman überwiegend mit der Sol und ihrer Expedition zur Dunkelwolke
Spoiler:
Taschenuniversum
, wo man auf einen alten Freund trifft
Spoiler:
Tolotos und auch Tro Khon
. Die möglichen Unruhen auf der Erde bzw. die Verhandlungen mit den Akonen treten eher in den Hintergrund, immerhin geht es bei den Verhandlungen mit den Akonen viel diplomatischer zu als in der Originalserie der 60 Jahre :P . Auch schreibt die Autorin überwiegend aus der Perspektive der terranischen Seite, statt der Akonischen. Und mit den Problemen der KI Seneca
Spoiler:
Irrationales Verhalten, dass an menschliches Verhalten erinnert
wird auch der Boden für den nächsten Roman vorbereitet.

Von der weiblichen Autorin profitieren vor allem drei Protagonistinnen: Thora, Sara Maas und Donna Stetson. Gucky ist in der Neo Serie wohl endgültig zum Witzmaskottchen/Mutanten Sidekick der EA mutiert :o) . Während Thora sehr viel Selbstbeherrschung - trotz der Degradierung zur Miss Rhodan-da Zoltral und Ehefrau des ehemaligen Protektors - zeigt :lol: .

Insgesamt eine sehr gute Leistung von Lucy Guth bei der ich nicht nur das Neo-Feeling der frühen Jahre gespürt habe, sondern auch das Gefühl hatte, einen SciFi-Roman zu lesen und nicht bloß ein Weltraumabenteuer :st: . Die ganzen technischen/wissenschaftlichen Abschnitte erinnerten mich dabei stark an Scheers und Rainer Castor, aber mit deutlich besserem literarischem Können :unschuldig: . Irgendwie kann ich mich nicht daran erinnern, dass die Sol je so gut beschrieben wurde. Ich muss aber auch zugeben, dass ich die Atlan-Serie noch nicht kenne.

Meine Wertung zu dem Roman: 6,25 Punkte (Note: 1)

Mit der Durchschnittswertung beider Romane und Sol-Bonus steigt die Staffel auf 6,15 Punkte und wandert (bei mir) von „ganz gut“ zu „sehr gut“.

Hier noch ein paar Daten zu den Sol-Beibooten:
Spoiler:
18 regulär bemannte und 18 rein positronische Korvetten, 18 Leichte Kreuzer, 72 Space-Disks sowie 144 Dragonfly-Raumjäger gehörten dazu. Im Einsatz wurde diese Flottille vom 500-m-Schlachtkreuzer FAIRY aus koordiniert.
Heimor
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Re: Neo-Staffel 25: Die Tiefe

Beitrag von Heimor »

Mir haben beide NEO Romane sehr gut gefallen NEO 250 und 251 ist ein guter einstieg in die Staffel die Tiefe.
Auch für neu Einsteiger die werden hier sehr gut in die Perry Rhodan Welt NEO geführt.
Kann bestimmt noch im Perry Rhodan Online Shop bestellt werden.
www.perry-rhodan.net/shop

Wünsche allen viel Spaß damit auch neu Lesern.

EUER HEIMOR
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GREK987
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Re: Neo-Staffel 25: Die Tiefe

Beitrag von GREK987 »

Oberster Gerichhtshof Terrania.
Verlesung der Anklage.
Grundlage sind die vorliegenden Missionsberichte 250 bis 252

Angeklagt ist die Regierung der Terranischen Union und die Regierung der Solaren Union, sowie die dabei insolvierten Wissenschaftler.

Vorwort:
Demokaratie ist mit Sicherheit die am schwierigsten umzusetzende Regierungsform.
Es ist aber auch die Regierungsform, die jedem Individuum die größtmögliche Freiheit und individualität sowie körperlicher Unversertheit ermöglicht.
Das erfordert aber auch von jedem einzelnen einen besonderen Einsatz für die Demokratie um diese zu erhalten und zu schützen.

Die Regierung ist gewählt worden um diese Demokratie zu schützen und zu leben.

Anklagepunkte:
Mit der experimentellen Versetzung des Planeten Erde (Terra) und seines Trabanten (Luna) in ein Zeitfeld wurde das Grundrecht jeden einzelnen Bewohners von Erde und Mond verletzt. Die Regierung hat sich damit der größten Verbrechen schuldig gemacht.
Es wurde eine ungetestete experimentelle Technik eingesetzt, ohne zu wissen, welche Nebenwirkungen auftreten können.

Die Angeklagten werden aufgefordert, die Unterlagen zu den durchgeführten wissenschaftlichen Versuchen dieser neuartigen Technik offen zu legen.
- Welche Validierungen und Verifizierungen wurden durchgeführt?
- Gab es Testreihen um diese neuartige Zeittechnik zu testen?
- Wurde eine Sonde um eine Plankzeit in die Zukunft versetzt?
- Wurde ein Raumschiff um eine Plankzeit in die Zukunft versetzt?
- Wurde ein Asterioid, ein Mond oder ein Planet vor dem Einsatz mit Erde und Mond erfolgreich in die Zukunft versetzt?

Wenn diese Versuche nicht stattgefunden haben, wie kommt die Regierung und die wissenschaftliche Elite auf die wahnsinnige Idee, das würde beim ersten Einsatz mit Erde und Mond Fehlerfrei und ohne Nebenwirkungen funktionieren?

Warum wurde stattdessen nicht auf anerkannte technische Verfahren zurückgegriffen, wie z.B. einem Libraschirm?

Wir beantragen die Höchststrafen für die Verantwortlichen aus Regierung und Wissenschaft für die Unterlassungen und vorsätzliche Taten.
Die verantwortlichen Regierungsmitglieder sind unverzüglich aus ihrem Amt zu entfernen, in Gewahrsam zu nehmen oder mindestens unter Hausarest zu stellen.
Unverzüglich ist eine neue demokratische Wahl vorzubereiten und durchzuführen.


Desweiteren werden folgende Zusatzklagen eingereicht:
Zusatzklage 1:
Auf dem Flaggschiff der terrannischen Union wird eine "Neugeborene KI" eingesetzt.
- Weder ist eine dem Anspruch entsprechende Schulung dieser KI für die Aufgabe erfolgt.
- Der KI wurde keine Zeit zur Selbsfindung sowie einer entsprechenden "Kindheit" gewährt.
- Es wurde quasie ein Neugeborener als Gehirn des wichtigsten terranischen Raumschiffes eingesetzt

Forderung der Anklage:
- Der KI SENECA sind die vollständigen Rechte und Pflichten eines vollwertigen Bürgers der terranischen Union zu gewähren
- Sklavenhaltung von KIs muss verboten werden
- Mit dem Bürger SENECA ist wie mit Bürgern der terranischen Union üblich, ein Arbeitsvertrag abzuschliessen, einschliesslich der erforderlichen Vergütungen
- Übliche Freizeiten sind einzuhalten. Ein "Rund um die Uhr" Einsatz der KI ist nicht zulässig
- Auf Wunsch von SENECA ist ein geeigneter Avatar zur Verfügung zu stellen. Alle Kosten dafür hat die terranische Union als Verursacher zu tragen.

Zusatzklage 2:
Auf dem Gebiet der Solaren Union (Luna) ist ungeplant eine extratrestrische künstliche Intelligenz entstanden (Nathan).
- Nathan sind die vollständigen Rechte (und Pflichten) eines Bürgers der solaren Union anzubieten.
- Mit Nathan ist ein alle belange betreffender, vollständiger Dienstleistungsvertrag abzuschließen.
- Zu Überwachung dieses Dienstleistungsvertrages ist eine externe entkoppelte Positronik einzusetzen.
- Bei der Überwachung der Dienstleistungen sind die Individuellen Rechte von Nathan zu berücksichtigen und dürfen nicht beschränkt werden.
- Die durch Nathan erbrachten Dienstleistungen sind dem Umfang entsprechnd zu entlohnen.
- Der Grund und Boden, auf dem Nathan weilt, wurde wiederrechlich in Besitz genommen. Dieser Grund und Boden ist Eigentum der Solaren Union.
- Da diese wiederrechtliche "Inbesitzname" nicht mit Absicht erfolge, sondern ein Unfall gewesen ist, wird die Anwesenheit vorerst geduldet.
- Nathan hat für die Zeit der Nutzung eine entsprechende Pacht zu entrichten. Da es sich um einen bisher ungenutzen abgelegenen Grund auf dem Mond handelt, dürfte es sich um eine niedrige Pachtgebühr handeln.
- Sollte Nathan nicht gewillt sein, Bürger der Solaren Union zu werden, muss ein Zeitplan erstellt werden, innerhalb dessen Nathan sich in die Lage versetzt, Mobil zu werden und bei Ablaufen des Dienstleistungsvertrages den Mond zu verlassen. Die Kosten dafür hat Nathan zu tragen.
- Im Gegenfall, falls Nathan Bürger der Solaren Union wird, sind Nathan Möglichkeiten zu persönlichen Freiheit und zur weiteren Entwicklung zur Verfügung zu stellen (Kostenpflichtig)


Persönliche Worte an das oberste Gericht:
Das sind keine Witzanklagen, sondern es wurden gravierende Verstöße gegen Gesetzte und Grundrechte begangen. Diese müssen geandet werden damit wir zeigen, das unsere Regierung keinen Freifahrtschein für alles hat.
__________________________________________________________
Lasst uns sterben und untergehen und danach retten wir die Welt.
mastersmili
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Re: Neo-Staffel 25: Die Tiefe

Beitrag von mastersmili »

Zu SENECA:

Wie kommt man auf die Idee eine sich gerade zu entwickelnde Positronik in eines der wichtigstes Schiffe des Fall Laurins zu verwenden, hätte da keine normale Positronik gereicht? Gerade da unklar ist wie sich eine zu entwickelnde Positrionik auf so ein Projekt reagiert.

Zur TU/SU

In den USA der realen Welt:
Zur Sicherstellung, dass mindestens ein Amtsträger der Liste auch im schlimmsten Fall überlebt, wird seit 1971 für den Fall der Zusammenkunft vieler Listenmitglieder eine Person als „designated survivor“ (Notfallüberlebender) bestimmt, der sich weitab von Washington für den Fall eines Terroranschlages oder großen Unfalls zur Übernahme des Präsidentenamtes bereithält. Ein solcher „designated survivor“ wird regelmäßig für die Rede zur Lage der Nation bestimmt, bei der ansonsten der Vizepräsident, alle Kabinettsmitglieder und die Mitglieder des Kongresses anwesend sind. Jedoch wird von jeder Partei und von jedem Haus je ein Abgeordneter als weiterer „designated survivor“ bestimmt, sodass diese vier Personen im Notfall dennoch eine parlamentarische Kontrolle auf den, ansonsten unkontrollierten Präsidenten ausüben. Sollten jedoch auch diese Personen umkommen, gibt es keine ausdrücklichen Regelungen, wer dann die Nachfolge antritt: Stellvertretende Minister kämen nicht in Frage, da sich die Nachfolgeregelung ausdrücklich auf vollwertige Kabinettsmitglieder bezieht.
https://de.wikipedia.org/wiki/Nachfolge ... _der_Liste

Der Designated Survivor ist meist ein Kabinettsmitglied das vorher dazu bestimmt wird.



Ich denke das gerade bei dem Fall Laurin ein Designated Survivor der sich zum Zeitpunkt des Transfers auf der Erde aufhält, sinnvoll wäre um im Notfall die Regierungsgewalt zu übernehmen.

Ich mache mir aber auch Gedanken über die Erwartungshaltung der TU/SU Regierung, was haben die erwartet was nach einer erfolgreichen Versetzung passieren würde? Das sich der Konflikt mit den Kolonien in Luft auflöst? Sie kommen so oder so nicht rum den Konflikt zu lösen( den sie sich teilweise durch ihre Arroganz und Überheblichkeit und den fatalen Variable Genome Project und dessen Auswirkungen auf die Kolonisten, die nichts weiteres als hausgemachte Probleme sind). Wobei die Kolonisten auch nicht gerade optimal reagiert haben, was haben sie erwartet was passieren würde wenn sie mit einer Flotte auf die Erde zu steuern ? Wie im Roman beschrieben kann die TU gar nicht anders reagieren als dies als Aufstand oder vlt. Rebellion anzusehen. Die Auswirkungen des Variable Genome Project waren Serienintern Jahrzehnte bekannt und die TU hatte sehr wohl die Möglichkeit gehabt da gegen vorzugehen notfalls mithilfe einer Verfassungsänderung, denn die TU/SU ist mir nicht als Staat bekannt der sich komplett aus der Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik raushält und sich auf innere und äußere Sicherheit und Justiz konzentriert
(siehe Libertarismus).

Ich finde es auch bedenklich das die noch unabhängigen Nationalstaaten und der Chinesische Bund mit den Kopf für was hinhalten müssen, was die TU/SU vermasselt hat. Es würde mich nicht wundern wenn sie nicht gerade begeistert auf den Fall Laurin reagieren, natürlich wird man sich nach dem misslungenen Transfer einander helfen allerdings denke ich das es sich die TU mit dem Chinesischen Bund und den unabhängigen Nationalstaaten für eine Weile verscherzt hat. Die TU hat sich mit dem Fall Laurin einen Bärendienst erwiesen genauso wie die Kolonisten deren Vorgehen mit der Flotte der TU theoretisch die Möglichkeit gibt die Kolonisten und ihre politischen Forderungen zu diskreditieren.

Was ist denn eigentlich mit den Vereinten Nationen und den anderen internationalen und regionalen Organisationen gibt es sie noch und inwiefern spielen die noch eine Rolle? Die wurden seit Ewigkeiten nicht mehr erwähnt.
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Partoc
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Re: Neo-Staffel 25: Die Tiefe

Beitrag von Partoc »

Endlich komm ich auch dazu, Neo zu lesen. :D
Und dann gleich drei auf einen Streich. :juhu:

Kampf um SENECA (Band 252) – Susan Schwartz

In diesem Roman verlagert sich die Handlung komplett in das Akonsystem. Die Probleme mit SENECA und diplomatische Verhandlungen zwischen den Terranern und Akonen sind der zentrale Kern des Romans.

Hierbei erzählt die Autorin aus der Perspektive mehrerer Protagonisten (es gab sogar sehr viele Charaktere in diesem Roman). Im Vergleich zu dem Vorgängerroman wirkte der Schreib-/Erzählstil von Susan auf mich etwas altmodischer. Was nicht unbedingt schlecht sein muss. Altmodische Stile haben auch ihre Vorteile. Die Charaktere werden oberflächlicher beschrieben, also mit weniger Innenleben der Protagonisten, dafür aber mit mehr Gesamtzusammenhang der abhandelnden Situation.

Von den geschilderten Charakteren und Inhalten haben mir die Abschnitte mit Merle van Leeuwen und der Akonin Pinar von Rohan am besten gefallen (auch wenn der Abschnitt mit dem Weltraumausflug doch etwas zu sehr in Jugendliteratur abdriftete. Diese Aufgabe hätte man wohl eher ferngesteuerten Roboterdrohnen überlassen sollen und nicht irgendwelchen Wissenschaftlern mit mangelnden Erfahrung mit Weltraumeinsetzen überlassen sollen). Insgesamt empfand ich die „Schreibe“ von Susan als gut, kam nicht an den Vorgängerband heran, war aber gut. :)

Inhaltlich hatte ich etwas mehr zu kämpfen. Die einzelnen Episoden mit den Akonen und Terranern, die mit der Situation haderten, fand ich gut, nur hätte mir dabei etwas mehr Einblick in die Kultur der Akonen gewünscht.

Die Notregierung der Terraner, bestehend aus einer Schiffskommandantin und einigen Senioren (einschließlich Julian Tifflor), war als Diplomatendelegation dann doch zu wenig. :o
Das Zusammenspiel des Falls Laurin, des „Kolonisten Aufstands“ und eine Notregierung scheinen für mich bis jetzt die größte Schwäche der Staffel zu sein. Auch mangelte es mir in dem Roman an einer höheren Tiefe im Bereich der Politik, als würden die Autoren das Thema unbedingt meiden wollen. B-)

Was SENECA angeht, war ich am Schluss auch ein wenig enttäuscht. Ich hätte mir mehr technische Wissenschaft und weniger „Kinderpsychologie“ mit zu viel hollywoodschen Cyberspace gewünscht.
Das Szenario mit den Nanomaschinen, den „korrupten“ Energiekommandos und der Einigung der Terraner und Akonen nach einer verhinderten Katastrophe war dann auch etwas zu typisch EA.

Wiedermal viel Gemecker meinerseits um verpasste Chancen. Soll aber nicht heißen, der Roman sei total schlecht. Es ist ein guter Unterhaltungsroman. Leider aber auch nicht viel mehr. :unschuldig:

Meine Wertung: 5,40 Punkte (Note: 2)

Die Amber-Protokolle (Band 253) – Rainer Schorm

Wow, der Roman ist auf jeden Fall eine Wucht. Es kommt nicht oft vor, dass ich beim Lesen eines PR-Romans das Gefühl habe, es handelt sich um Hard Si-Fi. :-))
Dieser Roman strotzt nicht nur so vor pseudotechnischen Begriffen, sondern der Leser wird förmlich unter wissenschaftlichen Begriffen und Theorien (vor allem aus der Quantenmechanik) regelrecht begraben.
Ich mag so etwas, aber nach einiger Zeit hat auch bei mir irgendwann das Gehirn angefangen zu Rauchen. :wacko:
Und als ob das nicht reichen würde, gibt es jede menge Querverweise und Verknüpfungen zu früheren Ereignissen.

Was Protagonisten angeht, da konzentrierte sich der Autor hauptsächlich auf Icho Tolot und Tro Khon und ihre Geschichten. Und die beiden werden vom Autor gekonnt geschildert. :st:

Die erste Hälfte des Romans hat mir sehr gut gefallen. Die Reise durch von Tro Khon bis zum Anfang des Universums (sogar die Theorie des Voruniversums wurde erwähnt) und sein Aufeinandertreffen mit dem merkwürdigen Wesen Tiamat waren herausragend geschildert. Pures SoW. :st:
Auch der Beginn von Tolots Reise in Richtung eines Signals fand ich klasse. In der zweiten Hälfte, in der Tolot Tro Khon aus seiner Gefangenschaft (die man auf dem Titelbild sehen kann) befreit und sich mit ihm auf die Suche zum Zielpunkt des Signals begibt, wird ein wenig langgezogen, so dass meine anfängliche Begeisterung etwas abflaut.
Erst als die beiden an ihrem Zielpunkt, einer verlassenen Station der Loower oder Vorgänger(es gibt Spekulationen, dass beide verwandt sein könnten), ankommen und es zu einer erneuten Konfrontation mit Tiamat kommt, wird es wieder interessant.

Ganz zum Schluss werden einige Spekulationen angestellt: über Tiamat, ob das Misslingen des Falls Laurin und das Auftauchen der Sol tatsächlich auf Zufällen basieren(endlich werden solche Fragen gestellt :unschuldig: ).

Der eine oder andere mag mit diesem Roman seine Probleme haben, ich fand ihn geil. Tolle Beschreibungen, tolle Story, tolle Darstellung der Bestie/ des Haluters und hatte ich bei dem Roman das Gefühl, dass etwas Großes aufgebaut wird. :st:

Meine Wertung: 6,50 Punkte (Note: 1)

Die Exemplarische Instanz (Band 254) - Rüdiger Schäfer

Für mich bis jetzt das beste Band der Staffel. Sehr gut vom Autor verfasst. Schön flüssig und modern. Die Handlung gut nachvollziehbar, ohne einen Überschuss an Dramatik, Verfolgungsjagden oder einem hetzendem Schreibstil, den viele als spannend betrachten. B-)

Was die Charaktere angeht, deren Innenleben wurde ebenfalls sehr gut umgesetzt, egal ob Tekerer, Thomas, Bully, Leticron oder der „gestrandete Akone“. Rundum eine hervorragende Kombination aus vergangener Ereignissen und nachfolgende Charakterentwicklungen/-schicksale, sowie die Beschreibungen der einzelnen Szenen. Rüdiger Schäfer hat hier meinen Lesegeschmack hervorragend getroffen. :st:

Inhaltlich war der Roman wohl nicht, was die meisten als Spannungsroman bezeichnen würden, aber was man als spannend bezeichnet, ist ja bekanntlich relativ. :D
Ich fand den Roman ziemlich interessant und (wie schon erwähnt) gut nachvollziehbar.

Achtung! Wer sich nicht spoilern lassen will, sollte den versteckten Bereich meiden:
Spoiler:
Eine eher friedlich Invasion, bei der die Überschweren peinlich darauf achten zwar energisch, aber nicht übermäßig grausam zu erscheinen.
Man ist stark an der Übernahme der TU/SU interessiert, vor allem an einer intakten Infrastruktur.
Der „Notregierung“ bleibt dabei keine große Wahl, als mit den Invasoren zusammenzuarbeite.
Man erfährt auch, dass die Arkoniden sich für den harten Weg entschieden hatten, was zu Millionen Toten geführt hat.
Die Überschweren scheinen auf irgendeine Art und Weise aus der Vergangenheit (vor 10tausen Jahren) zu stammen und waren, sowie die die Naats der Jetztzeit, arkonidisches Kanonenfutter.
Leticron von der „Exemplarische Instanz“ residiert von seiner Burg aus.
Dort gibt es einen runden Tisch für 10 Mitglieder des Rats der Exemplarische Instanz, zu dem auch einige Mitglieder der Regierungen der TU und SU gehören sollen, einschließlich Bully.
Die Geheimagenten gehen in den Untergrund (Fall „Dornröschen“), auch Thomas.
Tekerer versucht einem Überschweren in die Weichtele zu treten, und bricht sich fast den Fuß. :D
Trifft Jennifer Thyron und muss mit ihr flüchten.
Die Überschweren sind sehr gut über die Terraner informiert, die Informationen stammten von einem Maskenträger namens Braas`cooi.
Und dieses Zitat ist sehr aussagekräftig:

Für einen winzigen Augenblick verspürte der Erste Hetran den unwiderstehlichen Drang, Braas'cooi zu packen und ihm die Maske vom Gesicht zu reißen. Doch dann hörte er in seiner Erinnerung wieder die Worte des mysteriösen Humanoiden: Wenn du das tust, wirst du augenblicklich sterben.

Und Bully muss ständig die Zähne zusammenbeißen:

Ein guter Diplomat versteht es, seinen Partner mit einem Kaktus zu streicheln. Das hatte Perry Rhodan irgendwann mal zu ihm gesagt. Und dann hinzugefügt: Das Problem bei dir, lieber Reg, ist, dass du selbst ein Kaktus bist.
Also ein rundum gelungener Roman, der auch zum Schluss durchblicken lässt, dass vieles, was passiert ist, möglicherweise nicht auf Zufällen basiert, sondern etwas Großes im Gange ist.

Meine Wertung: 6,65 Punkte (Note: 1)

So, die Hälfte der Staffel ist rum. Mir gefällt die hohe Qualität der Hefte. Auch die Inhalte wie die Sol, die Amberstation, die Schwarze Sonne, die Artefakte und die Handlung rund um die Überschweren, Letricon und den Maskenträger wecken mein Interesse.
Einzig negativ ist die mangelnde Beschäftigung mit der Politik (bzw. deren Komplexität) und die nicht ganz nachvollziehbare Notwendigkeit und Umsetzung des Falls Laurin.


Meine Wertung für die Staffel: 6,27 Punkte (Note: 1)

Also immer noch "sehr gut". :st:
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Partoc
Marsianer
Beiträge: 172
Registriert: 3. März 2021, 15:17
Wohnort: Jenseits von Gourdel

Re: Neo-Staffel 25: Die Tiefe

Beitrag von Partoc »

Partoc hat geschrieben: 12. Juni 2021, 10:48
...
Was die Charaktere angeht, deren Innenleben wurde ebenfalls sehr gut umgesetzt, egal ob Tekerer, Thomas, Bully, ...
:unschuldig: Gemeint ist natürlich Ronald Tekener, nicht Tekerer. :P
Irgendwie verwechsle ich das ständig. Ob es an den Takerern liegt.
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