Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von Lumpazie »

Richard hat geschrieben: 15. August 2020, 04:38
Carrasco hat geschrieben: 14. August 2020, 15:35
Thoromir hat geschrieben: 14. August 2020, 10:55 Für viele stellt sich nun eben die Frage: Welche Version ist jetzt die richtige, die gültige? Das was Homer G. Adams in einer Biografie über Perry Rhodan geschrieben hat, oder das was Atlan erzählt und vermutlich in den Universitäten gelehrt wird?
Es kann ja nicht beides gültig sein, oder doch? Laut Klaus scheint das doch miteinander vereinbar zu sein, einfach dadurch, das künftig die Autoren nur noch Bezug auf den Eschbach Roman nehmen werden und nicht mehr auf die Atlan Blaubände.
Da geht es dir so wie mir nach PR1573 Blick in die Zeit von Marianne Sydow. Ich war begeistert von diesem Roman und später ziemlich enttäuscht, als mir klar wurde, dass das nur eine alternative Realität war, die obendrein mit einem PR-Taschenbuch im Widerspruch steht. Und also wohl nicht offizieller Kanon ist.
Wobei ich mich natürlich frage, ob für die Expo-Factory 1573 schon damals nicht Teil des Kanons war, oder ob man die Taschenbuchversion in dem Moment schlicht nicht auf dem Schirm hatte.

Ähnliche Fragen stellen sich aktuell hier auch ...
Hm? - Im Zweifelsfall würde ich eher mal einen EA Roman als "Kanon" betrachten als ein TB.

Was genau das Heft 1573 betrifft gabs in einer der Diskussionen um diesen Hintergrund der lemurischen Geschichte die Aussage, dass Ernst Vleck das entsprechende Exposee so wie bekannt schrieb obwohl ihm das TB Schmid der Unsterblichkeit bekannt war.

Man könnte aber auch sagen, dass im Band 1573 ein Einblick in eine potentielle Vergangenheit gegeben wurde - das entsprechende Konzept wurde in Band 1390 in die PR Serie eingeführt. Für diese These (alternative Vergangenheit) spricht mE auch die Tatsache, dass in Band 1573 Ernst Ellert die ZAs an Nermo Dhelim übergibt. Aber das mit der Alternativen Vergangenheit hast du schon selber erwähnt.
Ich glaube, dass die Storie im TB Schmied der Unsterblichkeit einfach beliebter war als angenommen, da den Lemurern dadurch noch mehr Technisches Know How zugeschrieben wurde als bis dahin bekannt. Und da die Lemurer das Stammvolk der Terraner sind ist diese Auflösung des Rätsels um die Herkunft der lemurischen ZAs wohl beliebter....
So leicht ist es leider nicht - wäre Band 1573 nur ein Blick in eine potentielle Vergangenheit, wäre das alles kein Problem. Aber der Eingriff in diese Vergangenheit (Übergabe des ausgebranden ZA´s an Nermo Dhelim) hatte die Entstehung der Linduiden zur Folge. Von daher kann man diesen Band nicht einfach so als Blick in eine alternative Vergangenheit bezeichnen. Das war die Kruz mit den Heftroman und dem Taschenbuch, welche Ernst Vlcek wissentlich in Kauf nahm. Er rechnete aber anscheinend nicht damit, das Taschenbuch "Schmied der Unsterblichkeit" die wesentlich beliebtere Variante bei den Lesern war. So musste man das ganze irgendwie verbunden werden, das übernahm Uwe Anton dann mit dem TB 414 Statistiker des Todes.
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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von Lumpazie »

Thoromir hat geschrieben: 14. August 2020, 10:55
Carrasco hat geschrieben: 13. August 2020, 00:20 Hmm ...
Natürlich ist das PR-Universum ein Paralleluniversum. In unserem Universum wurde Perry Rhodan schließlich nie geboren. Die beiden Universen haben sich also spätestens 1936 getrennt. :D
Das ist wohl klar und unbestritten - von keiner Seite :-)
Wir müssen hier etwas vorsichtig mit dem Begriff "Paralleluniversum" umgehen.
Das, was du jetzt Paralleluniversum nennst, ist eher das literarische Universum, das beim Schreiben der Romane erschaffen wird. Jeder Roman - ob Klassiker wie der Simplizissimus oder ein moderner Schicksalsroman spielen in einem eigenen literarischen Universum. Das gilt vermutlich sogar für Biografien.

Worum es hier in der Diskussion aber ging ist, ob Perry Rhodan aus Science Fiction Sicht in einem Paralleluniversum spielt. Das ist ja durchaus ein Subgenre der Science Fiction. Ganz bewusst eine Geschichte zu erzählen, die sich von unserer Welt unterscheidet. Da gibt es dann Parallelwelten, in denen der 2. Weltkrieg nie stattgefunden hat, wo die Russen zuerst auf dem Mond landen, und was weiß ich noch. Andreas Eschbach hatte auch so einen Parallelwelt Roman geschrieben mit dem Titel "NSA". In diesem Paralleluniversum hat Nazideutschland schon in den 40er Jahren eine ausgereifte Computertechnik.
Eschbach erklärte irgendwo, das es ihn gereizt hat, dieses Konzept auch für das Perryversum anzusetzen. So entstand der Roman "Perry Rhodan - das größte Abenteuer". Er wollte versuchen, den Punkt zu finden, wo sich das literarische Universum von Perry Rhodan von unserem realen Universum getrennt hat. Und das sollte offenkundig so spät wie möglich passieren.
Was nun etwas problematisch gesehen wird ist: Es hatte früher schon den Versuch gegeben, genau diesen Ansatz zu versuchen: Eben durch Hans Kneifel und Rainer Castor. Dort findet diese Weichenstellung schon 1927 statt, wenn MaoTse Tung stirbt (Ich habe diese Blaubände bisher nie gelesen, diese Information nehme ich also aus dieser Diskussion hier. Wenn ich das falsch verstanden habe, korrigiert mich bitte).

Für viele stellt sich nun eben die Frage: Welche Version ist jetzt die richtige, die gültige? Das was Homer G. Adams in einer Biografie über Perry Rhodan geschrieben hat, oder das was Atlan erzählt und vermutlich in den Universitäten gelehrt wird?
Es kann ja nicht beides gültig sein, oder doch? Laut Klaus scheint das doch miteinander vereinbar zu sein, einfach dadurch, das künftig die Autoren nur noch Bezug auf den Eschbach Roman nehmen werden und nicht mehr auf die Atlan Blaubände.

Es ist etwas verwirrend, weil der Begriff Paralleluniversum für so vieles herhalten muss. Und eine etwas nebenherlaufende Diskussion beschäftige sich eben mit der Frage, ob Scheer und Darlton beim Erfinden ihrer Serie von Anfang an ein Paralelluniversum gedacht haben, das sich vom der Realität erkennbar unterscheidet, oder ob sie eben "nur" ein literarisches Universum erschaffen wollten, das eine fiktive Zukunft unserer Realität beschreiben soll.
Die Problematik mit Atlans Aussagen kann man getrost stehen lassen - den sie fanden wohl schon im Rahmen des Kosmischen Schachspiels von ES und Anti-Es statt. Damit wollte man das Taschenbuch Nr. 337 "Palast der Legenden" kanonisieren - in dem auch das Apollo-Mondprogramm erwähnt wird, welches zur damaligen Zeit in der Originalheftserie nicht gab. Anti-Es spaltete hier schon einen Teil des Original-PR-Kosmos ab (der später zum Anti-Universum wurde). So weit ich weiß ist das auch in den Vorwort der Blaubände erklärt worden.
Das wäre also dann kein Wiederspruch zum Buch von Andreas Eschbach. Atlan hat das wirklich bewusst so erlebt - ob er sich darüber im Klaren ist, das es sich nur um Erlebnisse aus einem Pararelluniversum handelt, weiß ich leider auch nicht. :nixweis:

Scheer und Darlton haben sich über solche Fragen bestimmt überhaupt keine Gedanken gemacht.
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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von Lumpazie »

Richard hat geschrieben: 15. August 2020, 10:43 Alternative Vergangenheiten sind allerdings - wie ich schon angeführt habe - ab Band 1390 - im Rahmen von PSIQs möglich / sozusagen "Serienfakt".

Und gerade im LInguidenzyklus hat sich ES in den letzten beiden Bänden eine alternative Vergangenheit "erstellt" die gewissermassen seine Entwicklung in Richtung Materiesenke "rechtfertigt".
War das nicht eher so gemeint, das er damit die Entstehung zur Materiesenke verhindern wollte??? :gruebel:
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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von Richard »

Lumpazie hat geschrieben: 24. August 2020, 13:17
Richard hat geschrieben: 15. August 2020, 10:43 Alternative Vergangenheiten sind allerdings - wie ich schon angeführt habe - ab Band 1390 - im Rahmen von PSIQs möglich / sozusagen "Serienfakt".

Und gerade im LInguidenzyklus hat sich ES in den letzten beiden Bänden eine alternative Vergangenheit "erstellt" die gewissermassen seine Entwicklung in Richtung Materiesenke "rechtfertigt".
War das nicht eher so gemeint, das er damit die Entstehung zur Materiesenke verhindern wollte??? :gruebel:
Nein bzw. ich habe es nicht so interpretiert. Es wurde da ein Szenario aufgezeigt, dass letztlich in die Entwicklung einer Materiesenke münden musste, ES schuf sich mE da die zum aktuellen Zustand passende Vergangenheit, die wohl durch die geballte Ladung an negativen PSIQs, von denen er getroffen wurde, für ihn quasi "Realität" war.
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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von Lumpazie »

Richard hat geschrieben: 25. August 2020, 03:42
Lumpazie hat geschrieben: 24. August 2020, 13:17
Richard hat geschrieben: 15. August 2020, 10:43 Alternative Vergangenheiten sind allerdings - wie ich schon angeführt habe - ab Band 1390 - im Rahmen von PSIQs möglich / sozusagen "Serienfakt".

Und gerade im LInguidenzyklus hat sich ES in den letzten beiden Bänden eine alternative Vergangenheit "erstellt" die gewissermassen seine Entwicklung in Richtung Materiesenke "rechtfertigt".
War das nicht eher so gemeint, das er damit die Entstehung zur Materiesenke verhindern wollte??? :gruebel:
Nein bzw. ich habe es nicht so interpretiert. Es wurde da ein Szenario aufgezeigt, dass letztlich in die Entwicklung einer Materiesenke münden musste, ES schuf sich mE da die zum aktuellen Zustand passende Vergangenheit, die wohl durch die geballte Ladung an negativen PSIQs, von denen er getroffen wurde, für ihn quasi "Realität" war.
Mmmmmmhhh….kann man so sehen, muss man aber nicht. In der aktuellen Lage, in der sich ES befand, steuerte er auf die Entwicklung zur Materiesenke zu - gewollt hat er das bestimmt nicht. Daher versuchte er die Vergangenheit zu ändern, damit diese Entwicklung nicht eintritt. In wie fern das etwas gebracht hätte, erfuhren wir nicht mehr, da die Nakken die ZA´s zur Explosion brachten und ES damit heilten.

Aber das ist sicher eine Interpretationssache.
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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von Richard »

Also das Szenario in diesem alternativen Ablauf war schon *sehr* negativ. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ES sich so ein negatives Szenario geschaffen hat um sich danach zu retten.

Für mich war es sozusagen klar, dass ES in dem Szenario zur Materiesenke geworrden wäre, ohne wenn und aber. Das letzte Schaubild war doch, dass Atlan mit Hilfe von Mirona ganze Raumschiffe voller ZAs in die Milchstrasse geschickt hat, die alle ca. 100 funktionieren sollten (lt. der Erklärung von Atlan).
Und dann gabs diese Hochrechnung, dass durch die Jagd nach auf die ZAs in der Milchstrasse buchstäblich alles den Bach runter gehen würde.
Ich zitiere mal aus der Perrypediazusammenfassung des Bands 1598:
20. August 2448: Die ISANDHLUANA unter Huntington erfährt von vielen tausend Signalen, die das typische Erkennungszeichen eines Zellaktivators ausstrahlen. Rhodan und Huntington dringen in eines der Raumschiffe ein, die die Zellaktivatoren tragen. Das Funkgerät ist auf Andromeda eingestellt: An der Seite von Mirona Thetin erklärt Atlan seinem Erzfeind die Bedeutung dieses Geschenks: Fünf Milliarden Zellaktivatoren wurden von ihm zur Milchstraße entsandt, jeder dieser Aktivatoren soll für etwa hundert Jahre wirken. Da sich diese enorme Zahl auf keine Weise monopolisieren lässt, wird auf absehbare Zeit das Chaos in der Milchstraße ausbrechen, denn alle Wesen werden einen Zellaktivator besitzen wollen. Das Solare Imperium ist dem Untergang geweiht, und eines Tages will Atlan sich dann persönlich an Rhodan rächen.
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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von Lumpazie »

Richard hat geschrieben: 26. August 2020, 18:22 Also das Szenario in diesem alternativen Ablauf war schon *sehr* negativ. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ES sich so ein negatives Szenario geschaffen hat um sich danach zu retten.

Für mich war es sozusagen klar, dass ES in dem Szenario zur Materiesenke geworrden wäre, ohne wenn und aber. Das letzte Schaubild war doch, dass Atlan mit Hilfe von Mirona ganze Raumschiffe voller ZAs in die Milchstrasse geschickt hat, die alle ca. 100 funktionieren sollten (lt. der Erklärung von Atlan).
Und dann gabs diese Hochrechnung, dass durch die Jagd nach auf die ZAs in der Milchstrasse buchstäblich alles den Bach runter gehen würde.
Ich zitiere mal aus der Perrypediazusammenfassung des Bands 1598:
20. August 2448: Die ISANDHLUANA unter Huntington erfährt von vielen tausend Signalen, die das typische Erkennungszeichen eines Zellaktivators ausstrahlen. Rhodan und Huntington dringen in eines der Raumschiffe ein, die die Zellaktivatoren tragen. Das Funkgerät ist auf Andromeda eingestellt: An der Seite von Mirona Thetin erklärt Atlan seinem Erzfeind die Bedeutung dieses Geschenks: Fünf Milliarden Zellaktivatoren wurden von ihm zur Milchstraße entsandt, jeder dieser Aktivatoren soll für etwa hundert Jahre wirken. Da sich diese enorme Zahl auf keine Weise monopolisieren lässt, wird auf absehbare Zeit das Chaos in der Milchstraße ausbrechen, denn alle Wesen werden einen Zellaktivator besitzen wollen. Das Solare Imperium ist dem Untergang geweiht, und eines Tages will Atlan sich dann persönlich an Rhodan rächen.


Das stimmt schon - allerdings hat die realle Entwicklung ja erst zu den Geschehnissen geführt, das ES sich zur Materiesenke entwickelt (Versetzung Hangays, Doriferschock usw). Daran waren Atlan und Perry Rhodan beteiligt - wenn beide nun Feinde wären, hätte es diese Entwicklung nicht geben. Die Geschichte wäre anders verlaufen..... (so war mein Ansatz damals).


In der Perrypedia steht, ES hätte einen Fiebertraum. Ich denke, das trifft es am besten.
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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von Haywood Floyd »

Kurz resümiert: das BUch ist uninspiriert und hat mich geärgert, weil es nie zu Potte kam.
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Eric Manoli
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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von Eric Manoli »

Haywood Floyd hat geschrieben: 2. September 2020, 16:14 Kurz resümiert: das BUch ist uninspiriert und hat mich geärgert, weil es nie zu Potte kam.
Ich finde nicht, daß es deinen Beitrag ähnliche ist. :nein:

Ähnlich wie bei den Europa Hörspielen, ertappte ich mich immer wieder dabei wenn das Hörbuch im Hintergrund läuft. :rolleyes:

Irgendwann spreche ich dann im Geiste mit, manchmal auch ohne. :rofl:
>>Sie unterscheiden sich nicht so sehr von uns, wie ich es befürchtet hatte. Die Anordnung der Organe ist klar, wenn auch unterschiedlich. Das Skelett ist ebenfalls abweichend. Immerhin haben sie Blut wie das unsere.<<
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AushilfsMutant
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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von AushilfsMutant »

Mir hats gefallen.

Habs gelesen und gehörbucht (xD).
„...der Gastgeber fragt in die Runde, was den jeder gerne zu trinken hätte. Der Kosmokrat reagiert verwirrt, man kann mehr als nur Wasser trinken? Der Chaotarch, der gleich neben an sitzt, fragt sich ob es auch genug Tee/Wasser/Kaffee....Arten im Angebot gibt. Darauf hin, kommt es zum Streit zwischen den Beiden, was den nun die richtige Flüssigkeit zum Trinken sei...“

Auszug auf dem Buch: Die Hohen Mächte und der Moralische Code (Band 14, Seite 345, Absatz 2)
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Klaus N. Frick
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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von Klaus N. Frick »

Heute freut sich der Redakteur im Redaktionsblog darüber, dass die Belegexemplare von »Perry Rhodan - das größte Abenteuer« als Taschenbuchausgabe in der Redaktion eingetroffen sind.

Hier geht's zum Blogtext:

https://perry-rhodan.blogspot.com/2020/ ... nbuch.html
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Klaus N. Frick
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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von Klaus N. Frick »

Gleich auch die Langversion:

Ein beeindruckendes Taschenbuch

Heute sind die Belegexemplare bereits eingetroffen; in den Handel kommt das Werk ja offiziell im November: »Perry Rhodan – das größte Abenteuer« von Andreas Eschbach liegt dann auch im Format eines Taschenbuches vor. (Die Hardcover-Version, die sich meiner Ansicht nach als Weihnachtsgeschenk hervorragend eignet, gibt es natürlich weiterhin im Handel.)

Ich bin parteiisch und sicher nicht objektiv. Aber ich halte den »Eschbach-Klopper«, wie das Buch bei uns intern heißt, für einen idealen Band, um die Hintergründe für die Person Perry Rhodan zu verstehen. Zugleich ist es ein unterhaltsamer Roman über die vierziger bis sechziger Jahre, nicht nur aus amerikanischer Sicht, der sich sehr leicht liest und in den man bei der Lektüre richtiggehend eintauchen kann.

Sicher ist die Taschenbuchform für manche Leser ein neuer Anreiz, sich auf den Roman einzulassen. (Es ist in der Tat handlicher als die schwere Hardcover-Version …)
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Klaus N. Frick
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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von Klaus N. Frick »

Hier ist die offizielle Information dann auch mal: »Perry Rhodan – Das größte Abenteuer« gibt es als Taschenbuch; den starken Roman von Andreas Eschbach kann man nun auch im preiswerten Format lesen.

Hier:
https://perry-rhodan.net/aktuelles/news ... aschenbuch
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Klaus N. Frick
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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von Klaus N. Frick »

Bevor ich es vergesse, weise ich noch ganz schnell auf das Gewinnspiel zum ersten Advent hin, das wir veranstalten. Man kann die Taschenbuch-Ausgabe des Andreas-Eschbach-Romans gewinnen.

Weitere Informationen:
https://perry-rhodan.net/aktuelles/news ... euer%C2%AB
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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von Julian »

Hatte es die Tage in der Hand, die Taschenbuchausgabe.

Aber bisher hatte ich es nicht wirklich geschafft das Buch durch zu lesen.

Immer noch Original verpackt steht es im Schrank, als Sammlerobjekt, auch wenn ich vielleicht mal etwas anderes behauptet haben sollte.

Offen und ehrlich für auch neue Medien habe ich nun kostenlos bei Audible herein gehört.

Mir gefiel die Sprache des Vorleser.

Also die fast 1 Gig an Daten mobil herunter geladen für knapp 10Euro.

Nun habe ich noch gute 27 Stunden im zuhören.
Neugier, Trailer, Spoiler - der Weg zur dunklen Seite sie sind.

Kritik ist wie Schleifpapier- es kratzt, aber es kann zu mehr Glanz verhelfen.
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Andreas Möhn
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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von Andreas Möhn »

Nun sollte man berücksichtigen, dass die "Geschichte des 20. Jahrhunderts n.C." (nach Castor) nicht nur in Blauband 13 eine Rolle spielt, sondern auch in Blauband 16, also in der Arkon-Trilogie. Indem der Eschbach für kanonisch erklärt wurde, ist also mit einem Federstrich die ganze Blaubandreihe ungültig und man braucht sie nicht mehr zu lesen.
Die Sternenflotte bestätigt hiermit, dass im Rahmen der Erstellung dieses Beitrags kein Rothemd erschossen, erschlagen, verstrahlt, zerstückelt, gefressen, liquidiert, aufgelöst, transporterverunfallt noch in irgendeiner anderen Weise an Leib, Leben und/oder psychischer Gesundheit geschädigt wurde.
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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von nanograinger »

Andreas Möhn hat geschrieben: 4. Mai 2021, 09:50 Nun sollte man berücksichtigen, dass die "Geschichte des 20. Jahrhunderts n.C." (nach Castor) nicht nur in Blauband 13 eine Rolle spielt, sondern auch in Blauband 16, also in der Arkon-Trilogie. Indem der Eschbach für kanonisch erklärt wurde, ist also mit einem Federstrich die ganze Blaubandreihe ungültig und man braucht sie nicht mehr zu lesen.
Humorig würde ich sagen, dass das Eschbach-Buch ein verdammt dicker Federstrich ist, wenn man bei der Metapher bleibt. B-)

Aber im Ernst: Die ersten 13 Blaubände sind "eine durch Hans Kneifel und Rainer Castor stark überarbeitete und fehlerbereinigte Neuaufsetzung der beliebten Atlan-Zeitabenteuer. Diese ersetzen aufgrund ihrer fehlerbereinigten Form die ursprünglich in den Planetenromanen veröffentlichten und teils sehr fehlerbehafteten Originale." Zitat Perrypedia

Die Bände 14-16 drehen sich um Ereignisse, die höchstens in homöopathischen Dosen in manchen Rückblicken überhaupt mit der Geschichte des Eschbachs-Buchs in Berührung kommen (soweit ich das aus der Perrypedia erkennen kann, ich habe die Romane nicht gelesen).

Daraus also zu urteilen, dass mit der Kanonisierung des Eschbach-Romans "die ganze Blaubandreihe ungültig" wurde, halte ich für nur ein gaaaanz kleines bisschen übertrieben.

Oder ganz pragmatisch gesprochen: So wie die Blaubände teilweise "Fehlerbereinigungen" der Zeitabenteuer waren, ist der Eschbach-Roman eine "Fehlerbereinigung" der betroffenen Blaubände (oder auch PR-Romane, das wurde ja ausgiebig diskutiert).

Aber Begriffe wie "Pragmatismus" und "Kanon" sind bei manchen Personen offenbar unvereinbar....
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Tiberius
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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von Tiberius »

Andreas Möhn hat geschrieben: 4. Mai 2021, 09:50 Nun sollte man berücksichtigen, dass die "Geschichte des 20. Jahrhunderts n.C." (nach Castor) nicht nur in Blauband 13 eine Rolle spielt, sondern auch in Blauband 16, also in der Arkon-Trilogie. Indem der Eschbach für kanonisch erklärt wurde, ist also mit einem Federstrich die ganze Blaubandreihe ungültig und man braucht sie nicht mehr zu lesen.
Da kann ich dir nicht zustimmen.
Auch wenn die Redaktion den Eschbach-Wälzer im gesamten kanonisch erklärt, ist er dies für mich (und andere) eben nicht.
Die geschilderte Kindheit Rhodans ist für mich kanonisch, da sie sonst nirgendwo geschildert wurde. So viel ich weiß.
Aber was die Raumfahrtgeschichte angeht, so gibt es Widersprüche (auch in den Atlan-Zeitabenteuern von Kneifel in den Planetenromanen als auch im Blauband 13), die mir so nicht gefallen. Das Buch von Eschbach musste da Kompromisse machen. Das Erscheinungsjahr 2019 markierte den 50sten Jahrestag der Mondlandung, also musste deren Vorgeschichte in das Buch aufgenommen und mit der von Perry Rhodan verknüpft werden. Was trotz allem gut gelungen ist. Trotzdem ist sie für mich nicht kanonisch.

Man sollte es pragmatisch sehen: Jeder hat so seinen eigenen privaten Kanon, und wir können bis in alle Ewigkeit darüber diskutieren, welcher der wahre Kanon ist. :D

Und ansonsten: Sch... auf den Kanon, entweder mir gefällt die Geschichte in einem Buch/Heftroman/sonst was, oder sie gefällt mir nicht. Nur das ist schlussendlich wichtig.
Leser sind in der Überzahl und machen sich demzufolge mehr Gedanken über einen Roman, als es ein Autor je könnte.
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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von Akronew »

nanograinger hat geschrieben: 4. Mai 2021, 13:42 Aber Begriffe wie "Pragmatismus" und "Kanon" sind bei manchen Personen offenbar unvereinbar....
Vor allem wenn es um die Blaubände geht.
Wenn hier schon über den Kanon in Zusammenhang zu den Mini-Serien philosophiert wird,
dann sind die Blaubände schon fast gar kein Teil der Serie mehr. :rolleyes:
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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von Ce Rhioton »

Tiberius hat geschrieben: 4. Mai 2021, 14:31 Das Buch von Eschbach musste da Kompromisse machen. Das Erscheinungsjahr 2019 markierte den 50sten Jahrestag der Mondlandung, also musste deren Vorgeschichte in das Buch aufgenommen und mit der von Perry Rhodan verknüpft werden.
Ist das denn Kanon, dass die Mondlandung 1969 stattfand?

SCNR :D
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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von nanograinger »

Tiberius hat geschrieben: 4. Mai 2021, 14:31...
Jeder hat so seinen eigenen privaten Kanon ...
Dieser Satz widerspricht sich selbst. Das Wort Kanon hat durchaus etliche Bedeutungen, aber keine davon beinhaltet eine privaten Aspekt. Ein Kanon wird entweder in einer Gruppe ausgehandelt oder verordnet (wie bei der Kirche).

Ein "privater Kanon" ist nichts anderes als eine Meinung.
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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von Klaus N. Frick »

nanograinger hat geschrieben: 4. Mai 2021, 13:42
Die Bände 14-16 drehen sich um Ereignisse, die höchstens in homöopathischen Dosen in manchen Rückblicken überhaupt mit der Geschichte des Eschbachs-Buchs in Berührung kommen (soweit ich das aus der Perrypedia erkennen kann, ich habe die Romane nicht gelesen).

Daraus also zu urteilen, dass mit der Kanonisierung des Eschbach-Romans "die ganze Blaubandreihe ungültig" wurde, halte ich für nur ein gaaaanz kleines bisschen übertrieben.

Oder ganz pragmatisch gesprochen: So wie die Blaubände teilweise "Fehlerbereinigungen" der Zeitabenteuer waren, ist der Eschbach-Roman eine "Fehlerbereinigung" der betroffenen Blaubände (oder auch PR-Romane, das wurde ja ausgiebig diskutiert).
Danke für diese Aussage. Ich hätte es nicht so klar sagen und schreiben können und stimme hundertprozentig zu.
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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von Yman »

Welche Fehler wurden denn von Andreas Eschbach durch sein Buch bereinigt?
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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von nanograinger »

Yman hat geschrieben: 4. Mai 2021, 21:23 Welche Fehler wurden denn von Andreas Eschbach durch sein Buch bereinigt?
Ganz polemisch, ääh pragmatisch gesagt: Alles, was dem Eschbach-Roman widerspricht, ist ein Fehler, der durch den Eschbach-Roman beseitigt wurde. B-)

Aber nur mal ein Beispiel: Band 1, Anfang September 1961 veröffentlicht, setzt die erste Mondlandung ins Jahr 1971. Tatsächlich war aber die erste Mondlandung bereits im Juli 1969, ein Ergebnis des Apolloprogramms, das bereits im Juli 1960 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde und durch Kennedys berühmte Rede am 25. Mai 1961 (als "Antwort" auf Gagarins Erdumrundung) im Ziel geändert und gefördert wurde. Von all dem findet sich in Band 1 ff. kein Wort. Wir haben also eine SF-Serie, die weder die schon bekannten Fakten aufnahm noch den Zeitpunkt der Mondlandung (in der Rückschau) vorwegnahm.

Ist das ein Problem? Nicht unbedingt, aber wenn man fast 60 Jahre danach die Geschichte bis zu diesem Zeitpunkt erzählen möchte, hat man eben nicht den Luxus, die reale Geschichte glaubwürdig ignorieren zu können. Also hat Eschbach das Apollo-Programm in seinen Roman eingebaut und ist im letzten möglichen Moment von der Realwelt abgewichen. Und das geschah unter der Präsidentschaft von Nixon und nicht unter der eines fiktiven Präsidenten Johnston ( offensichtlich eine "Extrapolation" von Lyndon B. Johnson, der in einer anderen Welt 1971 US-Präsident hätte sein könenn, es aber tatsächlich nicht war).
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Yman
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Re: Andreas Eschbach und sein PERRY RHODAN-Buch

Beitrag von Yman »

nanograinger hat geschrieben: 4. Mai 2021, 23:21
Yman hat geschrieben: 4. Mai 2021, 21:23 Welche Fehler wurden denn von Andreas Eschbach durch sein Buch bereinigt?
Ganz polemisch, ääh pragmatisch gesagt: Alles, was dem Eschbach-Roman widerspricht, ist ein Fehler, der durch den Eschbach-Roman beseitigt wurde. B-)
Das Buch beseitigt also keine Fehler, sondern es erschafft neue Fehler, indem es nachträglich diejenigen Teile der PR-Serie, die dem Buch widersprechen, zu Fehlern erklärt.

Das Buch hätte eine nette Ergänzung sein können, eine Hommage, was auch immer, aber es ist Blödsinn, so zu tun, als wäre das Perryversum bis 1961 nur ein völlig normales Paralleluniversum des realen Universums. Das Eschbach-Buch ist nur ein Versuch, nachträglich etwas mit Gewalt zurechtzubiegen, was jemandem aus ideologischen oder ökonomischen Gründen nicht in den Kram passt.

Es ist wirklich interessant, wie die PR-Verantwortlichen mit der Geschichte der Serie umgehen bzw. umgegangen sind. Ein Perry Rhodan, der mal geraucht hat, Telepath war und Ecken und Kanten hatte, passt nicht mehr ins Konzept, Positroniken mit Lochkarten haben Steampunk-Charme, wirken aber trotzdem befremdlich, und es gibt sicher noch so ein paar Dinge, die man nachträglich gerne geändert haben möchte.

Eine Methode scheint nun zu sein, manches einfach stillschweigend unter den Tisch fallen zu lassen, als ob es nie passiert wäre bzw. es wird zurechtgebogen, wenn sich die Gelegenheit bietet, z.B. auch schon in der Nachbearbeitung der Serie in den Silberbänden.

Wesentlich ist für mich die Art und Weise, wie man mit etwas umgeht. Dass Perry mal starker Telepath war und heute nicht mehr ist, ist für mich kein Problem. Das Problem besteht für mich darin, wie man dahin gekommen ist, dass Perry kein Telepath mehr ist. Das stößt mir sauer auf. Und ähnlich sehe ich da auch manches bzgl. des Eschbach-Buchs.

Interessant finde ich, was von wem heute als Problem angesehen wird. Für mich sind Lichtjahre große Raumschiffe im Dienste Vishnas, 20 Millionen Jahre zu Fuß durch irgendwelche Tunnel zu laufen und ähnlicher Blödsinn, für den man sich als PR-Leser gelegentlich in Grund und Boden schämen müsste, weitaus größere Probleme als jene sogenannten "Fehler", die das Eschbach-Buch "bereinigt".
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