Aus der LKS: Anmerkung zur Ausrichtung der EA - was haltet ihr davon?

Aktuelle Erstauflage, zu Hintergründen und möglichen Entwicklungen.
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nanograinger
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Re: Aus der LKS: Anmerkung zur Ausrichtung der EA - was haltet ihr davon?

Beitrag von nanograinger »

Goshun hat geschrieben: 10. Mai 2021, 12:54 Ich bezweifle Icho Tolot war als Dauergast vorgesehen, genausowenig wie Lemy Danger oder Melbar Kasom. Ebenso bei Roi Danton. Dieser wurde sogar aus der Serie geschrieben und ist dann wieder auf Leserwunsch zurückgekehrt.

...

Damit wir vergleichen können warum die Nebenfiguren so blass wirken würde ich mit der Vergangenheit vergleichen wo die Nebenfiguren so interessant waren, sie wurden sogar zu Hauptfiguren erhoben.
Nochmal: Wir reden bzgl. Danton und Tolot aneinander vorbei. Beide waren in den Zyklen ihrer EInführung keine Nebenfiguren. Tolot und die Haluter waren langfristig angelegt. Man hätte sie Ende des M87-Zyklus aus der Serie nehmen können, aber das wäre offensichtlicher Wahnsinn gewesen. Bei Danton hat man das gemacht, das Resultat ist bekannt.

Aber beide kann man aus heutiger Sicht nicht mit Figuren wie Mulholland oder dem TARA-Psi vergleichen. Die Anlage dieser Figuren ist nicht vergleichbar. Lemy Danger oder Melbar Kasom treffen es da schon eher.
Goshun hat geschrieben: 10. Mai 2021, 12:54
nanograinger hat geschrieben: 7. Mai 2021, 12:16 Ihre vorläufigen Ziele sind sich (in Grenzen) sogar ähnlich, sie wollen nämlich in der menschlichen Gesellschaft ankommen
Das sehe ich nicht so. Wo geht das aus den Handlungen oder Gedanken dieser Figuren hervor?
Beim TARA-Psi wird das in Band 3087 und den Romanen davor sehr deutlich gemacht. Es gibt immer wieder Diskussionen, in denen der TARA-Psi seine Gleichberechtigung in Abstimmungen einfordern muss. Er kämpft darum ein gleichberechtigtes Mitglied in der Kommandogruppe zu sein. In einem Roman ist seine Stimme entscheidend für das weitere Vorgehen. Das zeigt deutlich, dass er ein "Gefährte" ist.

Bei Mulholland ist das weniger deutlich, aber auch er trifft zweimal die Entscheidung, sich der Menschheit anzuschließen, einmal in Band 3039 und noch einmal in Band 3081. Und das Perry ihn als Gefährten ansieht, ist völlig klar, (aber andererseits nichts Besonderes, denn so ist Perry nunmal).

Übrigens kämpfte auch Lemy Danger um seine Akzeptanz als gleichwertiger Mensch.
Goshun hat geschrieben: 10. Mai 2021, 12:54 Meiner Meinung nach ist PR nach wie vor eine klassische Heldenreise und wurde auch als solche von Anfang an konzipiert. Darin sehe ich nichts falsches denn das ist das beliebteste Motiv aller Archtypen und zieht praktisch seit vielen Generationen die Menschen in den Bann.
Du überstrapazierst das Konzept der Heldenreise, meiner Meinung nach. Damit kann man einzelne Romane (siehe Kai Hirdts Romane 2962/2963) oder Roman-Blöcke einordnen, oder auch die Entwicklung einer Nebenfigur (!) verstehen, aber für bspw. einen Zyklus taugt es nichts. Und Perrys "Reisen" in den jeweiligen Zyklen passt es nicht. Die Dimensionen der PR-Serie sprengen solche Einzelroman-Konzepte.
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Re: Aus der LKS: Anmerkung zur Ausrichtung der EA - was haltet ihr davon?

Beitrag von Gucky_Fan »

Ich finde aber, dass man in der Redaktion viel Potential verschenkt, in dem man Dao seit Jahrhunderten parkt. Und gerade die Solserie zeigten für mich, dass die Altcharaktere einen großen Charme haben, wenn sie vorkommen.
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Richard
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Re: Aus der LKS: Anmerkung zur Ausrichtung der EA - was haltet ihr davon?

Beitrag von Richard »

Aktuell ist das einzige Raumschiff, mit dem man in halbwegs akzeptabler Zeit nach Hangay reisen kann, die RAS TSCHUBAI und die ist mal wieder unterwegs. Soweit ich es mir gemerkt habe wuerde der Hypertrans-Progresser ohne Salkrit nicht funktionieren und Salkrit ist doch eher sehr, sehr selten. Insofern würde es mich wundern, wenn die Völker Hangays über ein gleichwertiges Triebwerk verfügen mit dessen Hilfe Dao in die Lokale Gruppe reisen kann. Daher erscheint mir aktuell ein Auftauchen von Dao in der EA als eher unwahrscheinlich. Aber ja, auch ich würde mich freuen, wenn sie ev. in der zweiten Zyklushälfte wieder auftauchen würde oder im nächsten Zyklus.
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Goshun
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Re: Aus der LKS: Anmerkung zur Ausrichtung der EA - was haltet ihr davon?

Beitrag von Goshun »

nanograinger hat geschrieben: 13. Mai 2021, 20:17 Tolot und die Haluter waren langfristig angelegt.
Also da gibt es meiner Meinung nach in den Werkstattbänden keinen Hinweis darauf. Wir können natürlich niemanden mehr fragen wie das wirklich war. Aber das allgemeine Muster welches ich bei PR zu bemerken scheine ist folgendes:

Figuren werden eingeführt und es wird getestet wie gut sie ankommen. Kommen sie gut an dann werden sie beibehalten. Kommen sie nicht gut an dann verschwinden sie wieder. Das ist meiner Meinung nach der "natürliche Ausleseprozess" in der Serie.

Ob es ein Konzept gibt wo Figuren, Völker oder Entitäten längerfristig in der Serie "geplant" vorkommen bezweifle ich. Warum? Weil ich meine zu verspüren die Autoren sind mit manchen dieser Langfristigen Ideen nicht mehr glücklich.

Man kann die Kosmokraten oder Chaotarchen nicht mehr "hinausschreiben". Auch nicht die Superintelligenzen oder eben Figuren die niemals "geplant" waren. Soweit ich den Werkstattband richtig interpretiere waren viele Figuren "Alleingänge" die aber bei den Lesern beliebt wurden (z.b. Gucky)

Kosmokraten und Chaotarchen sind ein so lang angelegtes Konzept und wie gesagt, richtig glücklich wirken die Autoren da teilweise nicht darüber...


Meine Meinung ist auch Icho Tolot und Roi Danton waren solche Figuren die getestet wurden. Icho und die Haluter wurden für gut befunden, Roi Danton nicht für gut. Ich vermeine sogar in einem Werkstattband entnommen zu haben er sei "auserzählt".
nanograinger hat geschrieben: 7. Mai 2021, 12:16 Bei Danton hat man das gemacht, das Resultat ist bekannt.
Und genau das stützt meiner Meinung nach meine These...

nanograinger hat geschrieben: 7. Mai 2021, 12:16 Übrigens kämpfte auch Lemy Danger um seine Akzeptanz als gleichwertiger Mensch.
Lemy Danger ist eine vielschichtige Figur mit mehreren Motiven. Einerseits stimme ich völlig zu, er kämpft um die Anerkennung durch die "Menschen". Gleichzeitig ist er auch ein pflichtbewusster Soldat und reibt sich an seinem Freund Melbar Kasom.


Es gibt genau einen Band über den Tara Psi wo er im Fokus steht und ein wenig über ihn erfährt. Da stimme ich zu. Aber die Suppe ist sehr dünn. Und für eine erfolgreiche Nebenfigur ist das meiner Meinung nach zuwenig.

Bei Mullholland ist es meiner Meinung nach noch schlimmer, da gibt es nichtmal einen Band wo es als Person über einen lebenden Fiktivtransmitter hinaus behandelt wird.

Das ist zumindest mein Gefühl und Meinung die ich beim Lesen habe.
nanograinger hat geschrieben: 7. Mai 2021, 12:16 Du überstrapazierst das Konzept der Heldenreise, meiner Meinung nach.
Das ist eine interessante Meinung. Mich würde interessieren: was ist Perry Rhodan sonst als eine großangelegte Heldenreise? Perry ist als "Der Erbe des Universums" konzipiert.

Klar ist er inzwischen darüber hinausgewachsen... immerhin hat er die Antwort auf die dritte Frage verweigert.

Aber auch Perry ist nicht "auserzählt" meiner Meinung nach.


Interpretiere ich mehr hinein als ist? Vielleicht. Aber wenn dann entspringt es irgendwie dem "Wunsch" Perry Rhodan möge mehr sein als eine schnöde Heftserie wo es nur um "Action" geht.
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Re: Aus der LKS: Anmerkung zur Ausrichtung der EA - was haltet ihr davon?

Beitrag von nanograinger »

Goshun hat geschrieben: 17. Mai 2021, 11:32...
Ob es ein Konzept gibt wo Figuren, Völker oder Entitäten längerfristig in der Serie "geplant" vorkommen bezweifle ich. Warum? Weil ich meine zu verspüren die Autoren sind mit manchen dieser Langfristigen Ideen nicht mehr glücklich.
Dein Gespür in Ehren, aber praktisch alle Milchstraßenvölker waren so angelegt, dass sie kamen, um zu bleiben. Angefangen von Arkoniden, Mehandor, Aras, Antis, Unither, Akonen, Posbis, Jülziish, und eben auch die Haluter (von den Terranerabkömmlingen ganz zu schweigen). All diese Völker bilden den Hintergrund der Milchstraßenhandlung und es wird immer wieder auf sie zurückgegriffen (was nicht ausschließt, dass sie nicht Hunderte von Romanen praktisch unerwähnt bleiben konnten wie die Arkoniden oder Jülziish).
Goshun hat geschrieben: 17. Mai 2021, 11:32...
Meine Meinung ist auch Icho Tolot und Roi Danton waren solche Figuren die getestet wurden. Icho und die Haluter wurden für gut befunden, Roi Danton nicht für gut. Ich vermeine sogar in einem Werkstattband entnommen zu haben er sei "auserzählt".
Icho Tolot und Roi Danton sind völlig unterschiedliche Figuren. Tolot steht für ein ganzes Volk, Danton letztlich nur für sich, nachdem er nicht mehr Chef der Freifahrer war. Man brauchte kein Hellseher zu sein, um zu erahnen, dass Tolot und die Haluter wie eine Bombe einschlagen würden. Danton dagegen war "auserzählt" nachdem er nicht mehr Freifahrerchef war, also nicht für mehr als sich selbst stand. Ihn wiederauferstehen zu lassen war ein Fehler, aber immerhin hat man ihn später als "Schmerzensmann" neu erfunden. Bei Kantiran hat man es konzeptionell besser gemacht.
Goshun hat geschrieben: 17. Mai 2021, 11:32...
Es gibt genau einen Band über den Tara Psi wo er im Fokus steht und ein wenig über ihn erfährt. Da stimme ich zu. Aber die Suppe ist sehr dünn. Und für eine erfolgreiche Nebenfigur ist das meiner Meinung nach zuwenig.
Es gibt zwei Bände mit intensiver Beschäftigung mit dem TARA-Psi, nämlich Band 3030 und Band 3067. Und meiner Meinung nach weiß man nach diesen zwei Romanen mehr über die Person des TARA-Psi (Sallu Brown) als man je über die Menschen Lemy Danger und Melbar Kasom zusammen erfuhr (über ihre Einsätze wissen wir aktuell noch etwas mehr).
Goshun hat geschrieben: 17. Mai 2021, 11:32...
Bei Mullholland ist es meiner Meinung nach noch schlimmer, da gibt es nichtmal einen Band wo es als Person über einen lebenden Fiktivtransmitter hinaus behandelt wird.
Er ist Teleporter, kein Fiktivtransmitter, du verwechselst da was. Mulholland bewegt sich immer mit.

Aber ja, Mulholland hatte m.W. noch keine einzige Szene, die aus seiner/ihrer Perspektive erzählt wurde. Außerdem wurde er/sie bisher mehr oder weniger "unpersönlich" geschildert. Aber das wird sich entwickeln, hoffe ich zumindest.
Goshun hat geschrieben: 17. Mai 2021, 11:32...
nanograinger hat geschrieben: 7. Mai 2021, 12:16 Du überstrapazierst das Konzept der Heldenreise, meiner Meinung nach.
Das ist eine interessante Meinung. Mich würde interessieren: was ist Perry Rhodan sonst als eine großangelegte Heldenreise? Perry ist als "Der Erbe des Universums" konzipiert.
...
Die "Heldenreise" Perrys war im Prinzip mit Band 49 beendet. Danach stand Perry für die Menschheit, und ein Volk ist kein "Held" im Sinne einer Heldenreise. Die Person Rhodans, bzw. Rhodan als Mensch, kommt überhaupt erst mit Voltz (wieder) in den Vordergrund.

Als was die Serie nach über 3000 Bänden literarisch anzusehen ist, kann ich dir nicht sagen. Wieviele Serien dieser Art gibt es denn? Exakt eine. Ich glaube nicht, dass dafür eine literarische Kategorie existiert. Stell diese Frage doch an die Exposeautoren, die sind ja beide im Bereich der Literaturwissenschaften einschlägig bewandert.
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Goshun
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Re: Aus der LKS: Anmerkung zur Ausrichtung der EA - was haltet ihr davon?

Beitrag von Goshun »

Ich empfinde diese Diskussion als erfrischend :) Meiner Meinung nach bringen wir valide Argumente wie man Dinge sehen kann... so bitte auch meine Antwort zu interpretieren. Wir sehen offensichtlich sehr viele Dinge unterschiedlich gerade deswegen ist, zumindest für mich, diese Diskussion bereichernd. Ich denke nicht wir werden uns gegenseitig irgendwie "überzeugen" und das ist auch gar nicht der Sinn.

Mir geht es um die Darstellung meiner Meinung.


nanograinger hat geschrieben: 17. Mai 2021, 16:47 Dein Gespür in Ehren, aber praktisch alle Milchstraßenvölker waren so angelegt, dass sie kamen, um zu bleiben.
Das sehe ich nicht so. Die IVs, Die Orgh, die Druuf, Motuner, Moofs, Aquas, Soltener, Solitude-Intelligenzen und und und. Die Aufzählung ist endlos.

Es gibt mehr Völker die wieder sang und klanglos verschwunden sind als welche die gekommen sind um zu bleiben. Jetzt zu sagen diejenigen die geblieben sind waren "geplant" und diejenigen die verschwunden sind waren es eben nicht ist ein Zirkelschluss... Wir wissen es nicht und deswegen darf man da auch spekulieren.
nanograinger hat geschrieben: 17. Mai 2021, 16:47 Tolot steht für ein ganzes Volk, Danton letztlich nur für sich, nachdem er nicht mehr Chef der Freifahrer war. Man brauchte kein Hellseher zu sein, um zu erahnen, dass Tolot und die Haluter wie eine Bombe einschlagen würden.
Tolot ist in seinem Volk ein Außenseiter. Haluter werden als zurückhaltend beschrieben die sich an und für sich nicht einmischen und neutral bleiben. Man brauchte auch kein Hellseher sein um zu erahnen Lemy Danger und Melbar Kasom würden wie eine "Bombe" einschlagen.

Ich kann wieder nicht nachvollziehen wenn man das Ergebniss anschaut und das Ergebnis als Argument nimmt dafür das Ergebnis zu erklären.
nanograinger hat geschrieben: 17. Mai 2021, 16:47 Er ist Teleporter, kein Fiktivtransmitter, du verwechselst da was. Mulholland bewegt sich immer mit.
Für mich ist ein Fiktivtransmitter ein Gerät welches einen Materietransport auf sechdimensionaler Basis ohne Gegenstation auf dem Zielort durchführen kann.

Es ist natürlich eine Streitfrage ob eine Schmerzteleportation "sechsdimensional" ist. Wahrscheinlich nicht. Worauf ich bei der Wortwahl des Wortes "Fiktivtransmitter" hinauswollte ist eine Benutzung als Gerät wo man ohne Gegenstation trotz entsprechender Sicherung zum Zielort kommen kann.

Der Vergleich zielte eher auf das Wort "Gerät" ab. Ein Gerät welches wie ein Teleporter funktioniert (also ohne Gegenstation Dinge von A nach B bringt) gibt es in der Serie meines Wissens nicht (Sieht man es von Sallu ab... aber da ist wohl weniger der robotische Teil verantwortlich).

Das Gerät was dem am nächsten kommt ist der Fiktivtransmitter.

Aber wie gesagt: es ging mir eher darum eine Person wurde praktisch wie ein Gerät behandelt... und hat ohne murren sich selbst in Gefahr gebracht ohne zu hinterfragen warum sie das überhaupt tut und wozu...


Meiner Meinung nach kann man an den aktuellen Romanen im Zyklus ab 3100 sehr gut sehen was ich meine da hier in meinen Augen eine Verbesserung eingetreten ist: Die Protagonisten haben jetzt Gefühle, Motive und eigene Wege.
nanograinger hat geschrieben: 17. Mai 2021, 16:47 Aber das wird sich entwickeln, hoffe ich zumindest.
Zumindest hier sind wir uns einig. Der Charakter hat noch viel Potential...
nanograinger hat geschrieben: 17. Mai 2021, 16:47 Die "Heldenreise" Perrys war im Prinzip mit Band 49 beendet.
Das sehe ich nicht so. Die Heldenreise ist meiner Meinung nach nach den 20000 Jahren beendet.
Wenn überhaupt.

Die Idee ein Mensch entwickelt eine kosmische Perspektive durch eine lange Lebensdauer ist für mich faszinierend.
Der Spagat den Perry da vorhat ist nicht einfach.

Die Autoren haben mit Tifflor meiner Meinung nach gut gezeigt: so eine Entwicklung kann einen die Menschlichkeit kosten.

Es bleibt für mich eines der interessanten Dinge in der Serie: welchen Weg geht Perry Rhodan?
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Re: Aus der LKS: Anmerkung zur Ausrichtung der EA - was haltet ihr davon?

Beitrag von nanograinger »

Goshun hat geschrieben: 18. Mai 2021, 14:25...
Ich denke nicht wir werden uns gegenseitig irgendwie "überzeugen" und das ist auch gar nicht der Sinn.
Das sehe ich genauso.
Goshun hat geschrieben: 18. Mai 2021, 14:25...
nanograinger hat geschrieben: 17. Mai 2021, 16:47 Dein Gespür in Ehren, aber praktisch alle Milchstraßenvölker waren so angelegt, dass sie kamen, um zu bleiben. Angefangen von Arkoniden, Mehandor, Aras, Antis, Unither, Akonen, Posbis, Jülziish, und eben auch die Haluter (von den Terranerabkömmlingen ganz zu schweigen). All diese Völker bilden den Hintergrund der Milchstraßenhandlung und es wird immer wieder auf sie zurückgegriffen (was nicht ausschließt, dass sie nicht Hunderte von Romanen praktisch unerwähnt bleiben konnten wie die Arkoniden oder Jülziish).
Das sehe ich nicht so. Die IVs, Die Orgh, die Druuf, Motuner, Moofs, Aquas, Soltener, Solitude-Intelligenzen und und und. Die Aufzählung ist endlos.

Es gibt mehr Völker die wieder sang und klanglos verschwunden sind als welche die gekommen sind um zu bleiben. Jetzt zu sagen diejenigen die geblieben sind waren "geplant" und diejenigen die verschwunden sind waren es eben nicht ist ein Zirkelschluss... Wir wissen es nicht und deswegen darf man da auch spekulieren.
Spekulieren kann man immer, aber ich meine schon, dass es wesentliche Unterschiede zwischen deiner Liste von Völkern und meiner Liste gibt (mit Ausnahme der Unither). Die Druuf gehören nicht zu den Milchstraßenvölkern, passen deshalb schon nicht dazu, und mit dem Schließen der Überlappungszone war Schluss (bis zu einer Wiederaufnahme im TB-Zyklus "Das Rote Universum").

All die anderen Völker deiner Liste haben eine sehr begrenzte Funktion, die sie nach einem, zwei, vielleicht mal drei Romanen erfüllt haben. Bei Gelegenheit wird aus Nostalgiegründen auf sie zurückgegriffen, aber sie sind rein funktional. Die Völkern meiner Liste haben typischerweise Sternenreiche, teilweise ganze Imperien. Sie aus der Serie zu nehmen hätte entweder einen Völkermord bedeutet, oder sie hätten die Milchstraße verlassen müssen. Die Völker meiner Liste waren ganz klar dazu angelegt, die Milchstraße dauerhaft mit Leben (und potentiellen Konkurrenten) zu bevölkern. Deshalb waren sie auch für eine Entwicklung prädestiniert, selbst wenn diese bei ihrer Einführung teilweise noch nicht definiert war.

Meine Liste benennt "Hauptvölker", deine Liste beinhaltet "Nebenvölker", die nur eine sehr begrenzte Funktion haben. Aber da es keine Personen sind, sondern Völker, bleiben auch sie erhalten. Die Moofs spielten bspw. in Band 2769 eine Rolle.
Goshun hat geschrieben: 18. Mai 2021, 14:25...
nanograinger hat geschrieben: 17. Mai 2021, 16:47 Tolot steht für ein ganzes Volk, Danton letztlich nur für sich, nachdem er nicht mehr Chef der Freifahrer war. Man brauchte kein Hellseher zu sein, um zu erahnen, dass Tolot und die Haluter wie eine Bombe einschlagen würden.
Tolot ist in seinem Volk ein Außenseiter. Haluter werden als zurückhaltend beschrieben die sich an und für sich nicht einmischen und neutral bleiben. Man brauchte auch kein Hellseher sein um zu erahnen Lemy Danger und Melbar Kasom würden wie eine "Bombe" einschlagen.
Tolot ist zunächst kein echter Außenseiter, er ist ein junger Haluter mit aufkommender Drangwäsche. Die halutische Gesellschaft besteht bekanntlich aus ausgeprägten Individualisten, da passt der menschliche Begriff "Außenseiter" sowieso nicht.

Und sorry, aber der Ersteindruck Tolot überragt den von Lemy Danger (auch in Kombi mit Kasom) bei weitem. Die Gefahr bei Tolot war eher, dass er allen anderen die Show stiehlt, und dass man ihn und die Haluter deshalb aus der Serie entfernt. Die Gefahr sah ich bei Lemy Danger (und den Siganesen, aber auch Ertrusern) jetzt nur sehr bedingt. B-)
Goshun hat geschrieben: 18. Mai 2021, 14:25...
Ich kann wieder nicht nachvollziehen wenn man das Ergebniss anschaut und das Ergebnis als Argument nimmt dafür das Ergebnis zu erklären.
Das tue ich aber nicht. Vielleicht ein Beispiel: Die Akonen. In Band 100 entdeckt und aus iher selbstgewählten Isolation herausgeholt. Natürlich sind sie angepisst und ihre "Volkscharakteristika" (womit man in dieser Phase der Serie viel zu sehr arbeitete), also ihre Arroganz und Verschlagenheit, lässt sie sofort zu Gegnern der Terraner werden, dann durch die Posbi-Gefahr in die Galaktische Allianz mit Arkon und Terranern "gezwungen", verlassen sie diese im nächsten Zyklus sobald Rhodan verschwunden ist und die Jülziish auftauchen. Schließlich spielen sie ein Rolle in der Vernichtung von Arkon III. All das passiert nicht "zufällig", oder weil die Reaktionen auf die Akonen von Leserseite so toll waren. Und diese Geschichten hätten mit den Völkern deiner Liste nie erzählt werden können.
Goshun hat geschrieben: 18. Mai 2021, 14:25
nanograinger hat geschrieben: 17. Mai 2021, 16:47 Er ist Teleporter, kein Fiktivtransmitter, du verwechselst da was. Mulholland bewegt sich immer mit.
Für mich ist ein Fiktivtransmitter ein Gerät welches einen Materietransport auf sechdimensionaler Basis ohne Gegenstation auf dem Zielort durchführen kann.
Und es bewegt sich selbst nicht mit. Das ist der Unterschied zu einem Teleporter wie Mulholland, Gucky, Tschubai, Kakuta... . Corello hatte teilweise die Fähigkeit eines Fiktivtransmitters, aber nicht die vorher genannten.
Goshun hat geschrieben: 18. Mai 2021, 14:25 Meiner Meinung nach kann man an den aktuellen Romanen im Zyklus ab 3100 sehr gut sehen was ich meine da hier in meinen Augen eine Verbesserung eingetreten ist: Die Protagonisten haben jetzt Gefühle, Motive und eigene Wege.
Nun, Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Wenn du meinst, dass es tatsächlich einen Unterschied gibt zwischen der Beschreibung der Figuren vor und nach 3100 (und zwar im Durchschnitt, nicht im Einzelfall), dann möchte ich dir diese Illusion nicht nehmen. Tatsache ist aber, dass weiterhin die gleichen Autorinnen und Autoren schreiben.
Goshun hat geschrieben: 18. Mai 2021, 14:25
nanograinger hat geschrieben: 17. Mai 2021, 16:47 Die "Heldenreise" Perrys war im Prinzip mit Band 49 beendet.
Das sehe ich nicht so. Die Heldenreise ist meiner Meinung nach nach den 20000 Jahren beendet.
Wenn überhaupt.
Ich fürchte, wir reden aneinander vorbei. Ich meine mit Heldenreise die in Literatur und Film oft verwendete Grundstruktur. Wo in dieser Struktur, meinst du, befindet sich die PR-Serie heutzutage? (Wähl dir die deiner Meinung nach passende Variante).
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Goshun
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Re: Aus der LKS: Anmerkung zur Ausrichtung der EA - was haltet ihr davon?

Beitrag von Goshun »

nanograinger hat geschrieben: 18. Mai 2021, 23:31 All die anderen Völker deiner Liste haben eine sehr begrenzte Funktion, die sie nach einem, zwei, vielleicht mal drei Romanen erfüllt haben.
Sie haben eine begrenzte Funktion weil sie nicht so populär waren. Ursache -> Wirkung. Nicht: Wirkung -> Ursache.

Wären sie populärer geworden hätten sie auch keine begrenzte Funktion.


Ich denke wir haben eine unterschiedliche Vorstellung davon wie eine Serie gemacht wird. Ich bin überzeugt es entstehen sowohl Dinge auf dem "Reißbrett" genauso wie es einen Einfluss hat wie gut oder schlecht eine Figur bei den Lesern ankommt.

Ich gebe mal ein Beispiel: Philip der Ennox bekommt einen ZA.

Das lässt für mich folgende Spekulation zu: die Figur ist eigentlich für eine längere Zeit geplant die über ein paar Zyklen hinausgeht, auf dem Reißbrett sozusagen. Nachdem die Figur anscheinend nicht so funktionierte wie gedacht wurde sie recht schnell wieder entfernt.


Wie begrenzt oder umfangreich eine "Funktion" einer Figur ist hängt meiner Meinung nach schon auch von der Popularität ab.
Für mich ist das eine Stärke des Teams: auf der einen Seite zu experimentieren und auf der anderen Seite zu erkennen falls etwas nicht funktioniert ohne stur am "Plan" festzuhalten. Das ist für mich ein Erfolgsrezept der Serie!
nanograinger hat geschrieben: 18. Mai 2021, 23:31 Ich fürchte, wir reden aneinander vorbei. Ich meine mit Heldenreise die in Literatur und Film oft verwendete
Es ist ja nicht "eine" Heldenreise sondern die Heldenreise von vielen Protagonisten. Alaska hat seine eigene Reise, Perry hat seine. Natürlich kann man da nicht "einen Status" festmachen an dem sich alle befinden.

Perry befindet sich im "BS2 – Blake Snyder Beat Sheet" immer zwischen 8 und 10.

Die Heldenreisen sind auch ineinander verschachtelt, ich behaupte ja nicht das PR ein simples Konstrukt ist.

Die englische Seite zeigt das besser in der Graphik rechts oben:

https://en.wikipedia.org/wiki/Hero%27s_journey

Die Heldenreise ist ein Kreislauf und das haben wir bei PR ganz sicher.
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