Spoiler 3168: Haus der Maghane, von Wim Vandemaan

Brandheiß: Das allerneueste Heft der Erstauflage, die neuesten Spekulationen!
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der Schreibstil des Autors? - Note 1
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Insgesamt abgegebene Stimmen: 130

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dandelion
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Re: Spoiler 3168: Haus der Maghane, von Wim Vandemaan

Beitrag von dandelion »

Zeitgeist bedeutet nicht immer Fortschritt. In der Serie gab es mal einen Zeitgeist namens Aphilie mit den bekannten Auswirkungen.
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Akronew
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Re: Spoiler 3168: Haus der Maghane, von Wim Vandemaan

Beitrag von Akronew »

Zeitgeist ist weder positiv noch negativ, weder gut noch schlecht und sagt auch nichts über einen möglichen Fortschritt oder Rückentwicklung aus. :o(

Zeitgeist ist nur eine weitere Schublade in unseren Gehirnen. ;)
_________________________________________________________________________________________________
Ich durchstreifte den Vorhof auf der Suche nach dem Aquarium, weil ich der Clansmutter eine Überraschung mitgebracht hatte.
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Carrasco
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Re: Spoiler 3168: Haus der Maghane, von Wim Vandemaan

Beitrag von Carrasco »

Eben.
"Zeitgeist" ist ein Pejorativ, sonst nix.
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Ce Rhioton
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Re: Spoiler 3168: Haus der Maghane, von Wim Vandemaan

Beitrag von Ce Rhioton »

Christian Montillon hat 2015 eine Frage nach dem "Zeitgeist" mit seiner Antwort, in der er stattdessen den Begriff "Spiegel der Zeit" verwendet, ganz gut gekontert.

viewtopic.php?f=40&t=7248
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Grauleben
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Re: Spoiler 3168: Haus der Maghane, von Wim Vandemaan

Beitrag von Grauleben »

:sleep: :sleep: :sleep:
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Ce Rhioton
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Re: Spoiler 3168: Haus der Maghane, von Wim Vandemaan

Beitrag von Ce Rhioton »

Grauleben hat geschrieben: 13. Mai 2022, 17:17 :sleep: :sleep: :sleep:
Das ist ja mal ein originelles Feedback für Story/Autor/Zyklusentwicklung des vorliegenden Romans 3168. B-)
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Pascal Gregory
Siganese
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Re: Spoiler 3168: Haus der Maghane, von Wim Vandemaan

Beitrag von Pascal Gregory »

Sense of Wonder pur, und ein wundervoller Stil.

Ich lese PR immer noch gern, nicht zuletzt, weil gelegentlich Romane wie dieser erscheinen.

1/1/1
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Fallada
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Re: Spoiler 3168: Haus der Maghane, von Wim Vandemaan

Beitrag von Fallada »

Soulprayer hat geschrieben: 12. Mai 2022, 21:01
Kjeldahl hat geschrieben: 11. Mai 2022, 22:02 Dieses Abfeiern von sexueller Ausrichtung als Wert an sich nervt. Jedenfalls mich.
(...)
Trotzdem ist dieses Einfügen von LGBTQ++++ mit der Brechstange ziemlich zeitgeistig.

Wenn homosexuelle Menschen früher Angst hatten (und das hatten sie oft) nahmen sie ein Alibi mit.
Sie sagten dann, es sei ihre Freundin/ihr Freund, meinten das aber vollkommen platonisch.
Und dann war die Überraschung groß, wenn sie später als homosexuell verurteilt und bestraft wurden.

Andere wunderten sich: "Das muss dieser Zeitgeist sein."

Nein, es geht hier um Brandmarkung. Um Verächtung. Um Degradierung der Menschen.
Damals hatten die Leute nicht nur Angst vor denen, die sich "normal" nennen.
Homosexuelle Menschen gehörten in Deutschland nach 1945 noch lange zu den systematisch missachteten Opfern der Nachkriegszeit.
Homosexuelle hatten teilweise Angst vor dem §175 StGB, das noch zwei Jahrzehnte nach dem Nazi-Regime weiterhin in Deutschland in Kraft war.
Und muss ich daran erinnern, dass der Nazi-Paragraf bezüglich "widernatürliche Unzucht" aus dem preußischen Strafrecht von 1851 kommt?
Also noch wesentlich weiter in die Vergangenheit reicht, als das Nazuregime?
Von 1872 bis ins Jahr 1969 wurden sie strafrechtlich verfolgt, im wahrsten Sinne des Wortes.

"Oh, das ist bestimmt dieser Zeitgeist."

Ja, wenn Juristen und Polizisten die Homosexuellenverfolgung als Karriere-Instrument benutzen, DAS ist Zeitgeist.
Und bleiben wir mal kurz bei der Nazizeit, denn selbst die Mithäftlinge waren ein Spiegel der Gesamtgesellschaft:
Sie hatten schon damals die Überzeugung, die Homosexuellen seien zurecht von den Nazis verfolgt worden.
Deswegen waren ja auch in der Nachkriegszeit alle Homosexuellen grundsätzlich von Entschädigungsansprüchen aus der Nazizeit ausgenommen!
Sie waren vorbestrafte Kriminelle und blieben es auch, während die 'Normalen' ihr Leben weiterleben konnten.
Erst 1969 kehrte sich Deutschland vom Moralstrafrecht ab, nachdem 1957 das BverfG den "Sittlichkeitsmaßstab für Strafwürdigkeit" verneint hatte, 1973 gab es eine zweite Reform.
1985, zum 40. Jahrestag der Beendigung des Zweiten Weltkrieges, hat Bundespräsident Richard von Weizsäcker die homosexuellen Menschen in die Liste der NS-Opfer genommen.
Aber: Es waren nur die "getöteten Homosexuellen".
Selbst als in den 70er und 80er Jahren homosexuellen Gruppen an Gedenkfeiern zu den KZ-Gedenkstätten teilnahmen, wurde aus der Bevölkerung großer Widerstand geleistet.

"Das ist halt dieser Zeitgeist."
Ich könnte kotzen!

Vor 28 Jahren (1994) wurde homosexuell-diskriminierende Strafrechte vollständig abgeschafft.
Vor erst 20 verdammten Jahren (2002) hat der Bundestag beschlossen, dass die NS-Urteile gegen Homosexuelle Unrecht waren.
Vor 5 Jahren wurden die meisten Homosexuellen, denen durch §175 StGB Unrecht geschah, von der Bundesrepublik rehabilitiert und entschädigt, geringfügig aber nur...!
Erst vor 4 Jahren, 2018, hatte Frank-Walter umfassende Worte gewählt und auch die in der NS-Zeit verfolgten Homosexuellen erinnert.
Und es werden IMMER NOCH Tag für Tag schwule und lesbische Menschen beschimpft, eingeschüchtert, erniedrigt, verfolgt, bloßgestellt, angegriffen, getötet und ermordet.

Und wenn ich dann heutzutage, im Jahr 2022, solche - entschuldigt: - gequirlte Sch***e über "Zeitgeist" lese, gehe ich die verdammte Wand hoch!
Danke für deinen engagierten Post :st: Ich stimme allem was du geschrieben hast zu 100% zu.
Was ist das größte auf dem Planeten Erde? Die menschliche Dummheit! Und da schließe ich mich selbst mit ein :o Zum Glück gibt es aber auch noch etwas anderes: Die uns innewohnende Kraft der Hoffnung!

https://www.igadka.wordpress.com - Rezensionen der Hefte der EA seit Sommer 2019 und eigene Werke. Hinweis: Spoilergefahr nur beim expliziten Aufrufen einer aktuellen Rezension :unschuldig:
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Atlantis
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Re: Spoiler 3168: Haus der Maghane, von Wim Vandemaan

Beitrag von Atlantis »

Es gibt auch Leute die keine Homos mögen. Jeden so wie Er / Sie es mag.
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Richard
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Re: Spoiler 3168: Haus der Maghane, von Wim Vandemaan

Beitrag von Richard »

Und jetzt bitte Stop.
Das gleitet schon in tagespolitische Themen ab.
ZEUT-42
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Re: Spoiler 3168: Haus der Maghane, von Wim Vandemaan

Beitrag von ZEUT-42 »

Atlantis hat geschrieben: 14. Mai 2022, 20:02Es gibt auch Leute die keine Homos mögen. Jeden so wie Er / Sie es mag.
Richard hat geschrieben: 14. Mai 2022, 20:19Und jetzt bitte Stop. Das gleitet schon in tagespolitische Themen ab.
Es gleitet ab. Also zurück zum Band 3168.

Denn passend in Band 3168 hatten wir eine Sorgorin, die wir in einem späteren Lebensalter als Sorgoren kennengelernt haben (Spateese). Denn Sorgoren wechseln im Alter das Geschlecht. Wie sehen da sorgorische Familien und Partnerschaften aus? Macht euch mal Gedanken...
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Richard
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Re: Spoiler 3168: Haus der Maghane, von Wim Vandemaan

Beitrag von Richard »

Ad Geschlechterwandel:
Nichts, was wir nicht schon mal in PR hatten...:

Mönche in Shaogen-Himmelreich.
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Tennessee
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Re: Spoiler 3168: Haus der Maghane, von Wim Vandemaan

Beitrag von Tennessee »

ZEUT-42 hat geschrieben: 14. Mai 2022, 22:47 [...] Macht euch mal Gedanken...
Habe ich dann auch mal gemacht! War ziemlich spannend und ich fand's interessant, diesem Gedankengang zu folgen. Da ich mich aber nicht die Gefahr begeben möchte, die PR-Serie an die oder eine Realität anzuknüpfen, fülle ich das inhaltlich nicht weiter an und grinse lieber wie eine satte Katze.

lg
Ten.

P.S. chapeau @ soulprayer
„Ein Wort“, sagte Humpty Dumpty, „bedeutet genau das, was ich es bedeuten lasse, nichts anderes.“
„Die Frage ist“, sagte Alice, „ob du Worten so viele Bedeutungen geben kannst“.
„Die Frage ist“, sagte Humpty Dumpty, „wer die Macht hat – das ist alles.“
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nanograinger
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Re: Spoiler 3168: Haus der Maghane, von Wim Vandemaan

Beitrag von nanograinger »

Richard hat geschrieben: 14. Mai 2022, 23:05 Ad Geschlechterwandel:
Nichts, was wir nicht schon mal in PR hatten...:

Mönche in Shaogen-Himmelreich.
Da muss man nicht soweit zurück: Auch die Munuam wechseln im Laufe ihres Lebens das Geschlecht. Allerdings spielt das (bisher) praktisch keine Rolle.

In PR spielen solche Gedankenspiele allgemein eine geringe Rolle. In Romanen wie "Die linke Hand der Dunkelheit" von Ursula K. Le Guin ist die fehlende geschlechtliche Festlegung von fundamentaler Bedeutung. Ein sehr empfehlenswerter Roman (natürlich nicht nur deshalb).
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