Klassiker - Die Kosmische Hanse (PR 1000-1099)

Unvergessene Abenteuer, legendäre Zyklen - nachgelesen und neu diskutiert.
Antworten
Benutzeravatar
Yman
Zellaktivatorträger
Beiträge: 1898
Registriert: 6. März 2016, 08:48

Re: Klassiker - Die Kosmische Hanse (PR 1000-1099)

Beitrag von Yman »

Im Spätsommer 1981 erschien Band 1045 der PERRY RHODAN-Serie:

"In den Höhlen von Lokvorth" von Peter Griese.
Nachfolgendes, Text und Bild, wurden per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen:
In den Höhlen von Lokvorth
Bild
Nachdem Jakob Ellmer und Parnatzel mit dem Mädchen Srimavo auf Lokvorth gelandet sind, geschehen seltsame Dinge in dem Forschungszentrum, wo Sarga Ehkesh die Leitung übernommen hat. Demos Yoorn, der Kommandant der Kogge LUZFRIG, bringt die Sache auf den Punkt, als er behauptet, Srimavo sei eine Hexe.

Anfang Februar werden Diebstähle aus dem Hauptlabor festgestellt, in dem eigentlich das kosmische Findelkind Quiupu arbeiten sollte. Adelaie und der Roboter Sherlock, der zur Ausstattung der Kogge gehört, versuchen dem Dieb auf die Spur zu kommen. Wenig später wird bekannt, dass Srimavo, Ellmer und Parnatzel verschwunden sind.

Die drei ungleichen Wesen haben nachts heimlich die Station verlassen, worauf das Mädchen bestand. Diese geht nun konsequent und geheimnisvoll ihres Weges, als hätte sie ein bestimmtes Ziel auf dem Planeten.

Yoorn und seine Besatzung nehmen die Suche nach den Verschwundenen auf, während die meisten Wissenschaftler weiterhin ihrer Arbeit nachgehen. Diese hat zur Zeit wenig mit der Teilrekonstruktion des Virenimperiums gemein, sondern eher mit der Erforschung des Planeten.

Ellmer und Parnatzel folgen dem Mädchen mit den feurig-schwarzen Augen, ohne nach dem Sinn ihres Handelns zu fragen. Sie stehen ganz in Srimavos Bann. Es scheint sogar so, als ob alle Gefahren Lokvorths, und das sind nicht wenige, der Sphinx ausweichen würden. Auch das Wetter ist dort, wo sie sich befindet, erträglich und entspricht damit ganz und gar nicht dem allgemein gültigen klimatischen Verhältnissen des Planeten.

Schließlich findet ein Suchtrupp eine erste Spur der drei Vermissten und damit kann es nicht mehr lange dauern, bis sie gefunden sind. Auch die Suche nach dem Dieb bringt einen Erfolg. Dieser muss die Tunnel des inzwischen abgestorbenen Wurzelsymbionten als Fluchtwege genutzt haben. Dabei weist sein noch unbekanntes Ziel in die gleiche Richtung, in der die drei Vermissten vermutet werden.

Srimavo, Ellmer und Parnatzel entdecken eine domartige Höhle. Hier hat sich Quiupu ein neues Labor eingerichtet. Das kosmische Findelkind ist aber momentan nicht anwesend. Dafür entdeckt die Sphinx in einem energetischen Fesselfeld ein winziges Teil des rekonstruierten Virenimperiums – und ist begierig danach.

Kurz darauf erscheint Quiupu und es kommt zwischen ihm und Srimavo zu einem Duell auf geistiger Ebene. Ellmer und Parnatzel fühlen sich dabei in den kosmischen Leerraum versetzt, in welchem ein Gebilde von strahlender Schönheit und riesiger Ausdehnung schwebt. Aus dem Objekt strahlt ein warmes Licht, das absolute Weisheit und unendliche Macht verbreitet.

Yoorns Suchtrupp, Ehkesh und Adelaie erreichen die Höhle. Die Laborantin schießt dann unerwartet auf eines der von Quiupu errichteten Geräte. Srimavo scheint ihr Vorhaben, die Teilrekonstruktion an sich zu bringen, vorerst aufzugeben. Sie wird transparent und löst sich ganz auf. Der Spuk ist zu Ende und Quiupu behauptet, das Mädchen werde nicht wiederkehren.

Das kosmische Findelkind hat hier in der Abgeschiedenheit die Vishna-Komponente so weit reduziert, dass sie keine Gefahr mehr für die weiteren Experimente bedeutet. Quiupu wählte die Einsamkeit, um die terranischen Wissenschaftler nicht zu gefährden. Dabei weist er auf das Geschehen in Shonaar hin, wo die nicht reduzierte Vishna-Komponente beinahe zu einer Katastrophe führte. Quiupu wird ab sofort wieder in der Forschungsstation arbeiten und offenbart als unfreiwilligen Dieb Adelaie, die er nun aus einer Posthypnose entlässt.

Über Funk wird Terra über seine Fortschritte informiert, und Perry Rhodan erscheint per Distanzlosem Schritt. Schon kurz danach wird er zurückgerufen, denn in der Nähe des Solsystems ist eine fremde Flotte aufgetaucht.
Benutzeravatar
Partoc
Plophoser
Beiträge: 423
Registriert: 3. März 2021, 15:17
Wohnort: Jenseits von Gourdel

Re: Klassiker - Die Kosmische Hanse (PR 1000-1099)

Beitrag von Partoc »

In den Höhlen von Lokvorth (Band 1045) - Peter Griese

Zu Anfang teilt sich der Roman in zwei Handlungsabschnitte. Der Eine beschäftigt sich mit der Suche nach dem Dieb. Hauptakteure sind dabei das Fräulein Andelaie, die man bereits aus Grieses früheren Romanen kennt, und Scherlock, einem ziemlich skurril programmiertem Roboter. Der zweite Abschnitt beschäftigt sich mit Srimavos Suche nach Quiupu, begleitet wird sie dabei von Jakob und dem Matten-Willy Parnatzel. Der erste Handlungsabschnitt war gut verfasst und unterhaltsam, aber der zweite Handlungsabschnitt hat mir deutlich besser gefallen. Ich fand die Ich-Erzählperspektive von Jakob nicht nur flüssiger, er hatte auch irgendwie mehr Feuer in der Erzählung. Ganz zu schweigen von dem SoW, der in diesem Abschnitt einen ständig begleitete. :)

Witzig fand ich, dass Jakob trotz der ganzen Anzeichen – der Sturm, die Tiere und was-weiß-ich-noch-alles meiden Srimavo in einem bestimmten Umkreis, ganz zu schweigen von dem Gesir, der ausbricht um ihnen Deckung zu verschaffen – versuchte immer noch logische Erklärungen zu finden, die nichts mit dem Mädchen zu tun haben. :rolleyes: Ganz anders als die Wissenschaftler, die stempeln das Mädchen sehr schnell als Hexe ab. Der Grund dafür sind ihre Unwetterberechnungen, die sie angestellt haben, die aber nicht eintreffen. Und nachdem Srimavo raus aus der Forschungsstation ist, bricht das Unwetter – wie eine Bestätigung - über sie herein.

Aber auch Zweifel und sogar Angst schleichen sich nach und nach sowohl bei Jakob als auch bei Parnatzel ein. Werden aber immer wieder von Srimavos schwarzen-Flammen-Blick auf Kurs gebracht. Außer am Schluss, da musste sie die Beiden lahmlegen.

Was Scherlock angeht, an dieser Stelle konnte man fast glauben, es handle sich um einen richtigen Roboter:
Spoiler:
Der Roboter schwieg und ging in die nächsten Räume. Er verweilte überall nur kurz. Adelaie beobachtete ihn genau. Er drehte nie seinen Kopf in alle Richtungen. Sie folgerte daraus, dass Sherlock Aufnahmesensoren besaß, die äußerlich nicht erkennbar waren.
Diese Einschätzung ist dann aber sehr schnell verflogen. Man merkt nach und nach, dass wer auch immer den Roboter programmiert hatte, eine zu starke Leidenschaft für Detektivgeschichten hatte – und das merkt man nicht nur am Namen. Stolziert zum Teil wie ein Geck durch die Gegend und stellt lauter Hypothesen auf, die ab und zu willkürlich wirken, wie bei einem klassischen Detektiv. :lol:

Hier ein paar Bespiele:
Spoiler:
»Nein.« Sherlock hob dozierend eine Hand und streckte den Zeigefinger aus. »Diebe würden in einer Situation wie dieser immer den gleichen Weg benutzen. Diese Schleuse wurde jedoch nur einmal geöffnet. Damit scheiden diese drei aus dem Täterkreis aus.«
Spoiler:
»Wer ist das?«, fragte Quiupu.
»Nur ein Roboter«, beeilte sich Demos Yoorn zu sagen. »Er sollte uns helfen herauszufinden, wer der Dieb war, der nachts das Material aus der Hauptkuppel schleppte.«
Der Virenmann sagte nichts.
»Auch ich habe versucht, diese Nuss zu knacken«, gestand Adelaie. »Immerhin habe ich mehr erreicht als dieser komische und überhebliche Detektivroboter.«
»Darüber lässt sich nicht streiten, Adelaie«, antwortete Sherlock. »Du hast den Dieb nicht gefunden. Ich habe ihn gefunden. Dabei hattest du die besseren Voraussetzungen, ihn zu entlarven.«
»Er spinnt.« Adelaie blickte demonstrativ in eine andere Richtung.
»Es tut mir unendlich leid«, höhnte Sherlock, »dass ich dir sagen muss, dass eine positronisch-biologische Beobachtungs- und Logikeinheit VAR-2B gar nicht spinnen kann.« ( :rolleyes: )
»Bist du damit am Ende deines Vortrags?« Adelaie mimte die Gelangweilte.
»Nein. Ich hatte eigentlich erwartet, dass es dich interessieren würde, wer der Dieb war.«
»Es interessiert mich. Bist du jetzt zufrieden?«
Sherlock räusperte sich.
»Wer hatte Zugang zu Sarga Ehkeshs Safe, in dem der Code für den Eingang der Hauptkuppel aufbewahrt wurde?«
»Sarga und Demos«, antwortete Adelaie.
»Wer kannte genau die Einbruchstelle des Wurzelsymbionten zwischen den Kuppeln?«
»Sarga und Demos und ein Dutzend andere.«
»Wer konnte die Steueranlage der Schleusen manipulieren, ohne dass er beobachtet wurde?«
»Sarga und Kirt. Noch etwas?« Sie kehrte dem Roboter immer noch den Rücken zu.
»Ich habe inzwischen die Aufzeichnungen über die Verfolgung der Lokvorthdelphine studiert. Wer war da der Ansicht, dass man dort draußen in der Wildnis Quiupu treffen würde?«
Adelaie zuckte die Schultern. »Wer? Sarga und Kirt.«
»Dann muss ich meine letzte Frage stellen. Als das Lokvorthteam auf der Erde zusammengestellt wurde, auch das habe ich nachgelesen, wen wollte Quiupu da ausdrücklich auf diese Welt mitnehmen?«
Adelaie stand auf und ging auf den Roboter zu.
»Was willst du damit sagen?«
»Es war eine einzige Person, um die er nachdrücklich ersucht hatte. Es warst du, Adelaie. Und du warst auch die einzige Person, die als Antwort bei allen meinen anderen Fragen hätte erwähnt werden müssen. Nur du kannst Quiupus heimlicher Helfer sein.«
»Du spinnst doch, Sherlock.«
»Dein fehlendes Geständnis hindert mich nicht daran, einen Strafantrag zu stellen«, beharrte der Detektivroboter. »Es sei denn, deine Vorgesetzten sehen von einer Verfolgung der Straftat ab.«
»Ich sehe davon ab«, sagte Sarga Ehkesh. »Ich bin nämlich müde und gehe jetzt schlafen.«
»Das gleiche trifft für mich zu.« Demos Yoorn gähnte lautstark. »Und du Sherlock verschwindest auf die LUZFRIG. Ist das klar?«
»Ich muss noch Quiupu um seine Meinung fragen«, beharrte der Roboter.
Das kosmische Findelkind zog ein kleines Gerät aus seinem Gürtel und setzte es Adelaie an die Stirn.
»Ich kann nur erfolgreich arbeiten«, erklärte er etwas betreten, »wenn ich lange im voraus plane. Bitte verzeih mir die kleine Manipulation eines Gehirnsektors, Adelaie. Du wusstest ja nicht, was du tun musstest. Ihr Menschen nennt es Posthypnose. Jetzt bist du davon befreit.«
Adelaie fiel es wie Schuppen von den Augen.
Sherlock verschränkte die Arme über der Brust und grinste überheblich.
Die Perry Rhodan Serie hats irgendwie mit verrückten Robotern. :pfeif:

Na ja, der Roboter und die Suche nach Quiupu waren zwar unterhaltsam, aber das Prunkstück des Romans ist für mich das Auffinden von Quiupus Virenhöhle und die Konfrontation zwischen Quiupu und Srimavo. Pures SoW. :wub: :st:

Nach dieser Auseinandersetzung behauptet Quiupu Srimavo nicht zu kennen – gleiches gilt für Vamanu. ABER er behauptet, dass ein wichtiger Teil bei der Reproduktion des kleinen Virenimperium-Anteils, dass er hergestellt hatte, die Entfernung der Vishna-Komponente war. In gewisser Weise ein Widerspruch zur Behauptung, dass er Srimavo nicht kennt, das erkennt man aber erst, wenn man weiß wer – oder besser gesagt was - Srimavo ist.

Eine weiter Andeutung in der Hinsicht konnte man Srimavos begrüßende Worte an Quiupu entnehmen:
»Komm zu mir! Ich habe viele Gesichter, aber du hast nur eines.«
So, das TiBi gefällt mir. Ich hatte dabei gleich die Assoziation „Forschungsanlage“. Und erst später fiel mir auf, dass der Gleiter so aussieht als hätte er zwei Augen und eine große, dicke Nase. :lol: Auch die Illustrationen gefallen mir. Auf der einen Srimavo, Jakob und Parnatzel beim Betreten der Höhle. Hier muss ich aber sagen, Srimavo sieht mir für eine Zwölfjährige zu groß aus. In der zweiten Illu hat Sri zwar einen gierigen Blick auf das kleine Virenstück geworfen, aber es sieht für mich weniger nach einer Kugelform und mehr nach einem Gehirn aus. :huh: Was auch immer Srimavo und Quiupu bei ihren geistigem Duell getan hatten, während dessen wird die Kugel sogar als leuchtend und riesig bezeichnet.

Insgesamt ein sehr schöner Roman von Peter Griese, der gekonnt die beiden Handlungsabschnitte „Quiupus Virenimperium“ und „Srimavo“ mit einem schönen Anteil an SoW zusammenführt. Ein großer Teil des Romans fühlt sich sogar so an, als wäre er von Voltz selbst geschrieben worden.

Meine Wertung: 6,05 Punkte (Note: 1-)

PS: Um ja nicht das japanische TiBi zu vergessen. Hier ein schönes Bild von Srimavo.
Benutzeravatar
Verkutzon
Zellaktivatorträger
Beiträge: 1666
Registriert: 22. März 2017, 19:41
Wohnort: Grundamoar

Re: Klassiker - Die Kosmische Hanse (PR 1000-1099)

Beitrag von Verkutzon »

Partoc hat geschrieben: 21. November 2021, 11:09Nach dieser Auseinandersetzung behauptet Quiupu Srimavo nicht zu kennen – gleiches gilt für Vamanu.
„Wer sie war und was sie wollte weiss ich nicht.“ (S.56)
Quiupu lügt hier ohne zu erröten (wenn er das überhaupt kann :D ), denn auf Seite 50 steht: Was Quiupu noch in diesen Augen sah, machte ihm mit einem Schlag klar, was geschehen war. Die lodernden schwarzen Flammen konnten nur einen Ursprung haben. Seine Vermutung war erschreckend und verwirrend zugleich.
Er weiss also ganz genau, mit wem er es zu tun hatte, auch wenn er das Mädchen Srimavo noch nie gesehen hat. Hier sagt er die Wahrheit: „Ich habe sie nie zuvor in meinem Leben gesehen.“ (S.56)
Die Ich-Perspektive von Jakob Ellmer macht das Erleben der Geschichte unmittelbarer - man ist sozusagen mittendrin. Die Konfrontation zwischen Quiupu und Srimavo empfand ich dagegen als ziemlich verwirrend und chaotisch. Quiupu versinkt in einem Loch, die Höhlendecke senkt sich, das Universum wird sichtbar, Quiupu ist plötzlich wieder da, dann war Srimavo nicht mehr vorhanden... :wacko:
Sherlock fand ich witzig und der Twist am Schluss mit Adelaie war clever, aber wie sieht dieser Roboter eigentlich aus? Habe ich die Beschreibung seines Aussehens überlesen? Er kann auf jeden Fall ein gekünsteltes Lächeln aufsetzen (S.27) und in der Perrypedia steht, dass er eine humanoide Gestalt besitzt.
Das TiBi ist sehr stimmungsvoll :st:
Verkutzon sah eine endlose Schwärze. Ein nie gekanntes Schwindelgefühl erfasste ihn. Ungläubig liess er Laires Auge sinken. Aus: PR-Heft 1120
Benutzeravatar
nanograinger
Kosmokrat
Beiträge: 6717
Registriert: 18. Mai 2013, 16:07

Re: Klassiker - Die Kosmische Hanse (PR 1000-1099)

Beitrag von nanograinger »

Es ist jetzt 40 Jahre her, seit ich den Roman gelesen habe, aber er ist mir in (relativ) guter Erinnerung. Das will was heißen.

Lokvorth ist hier zum zweiten Male Schauplatz in der Serie (nach 1032). Im Laufe des Zyklus spielt die Handlung noch mehrmals auf dem Planeten. Danach wird Lokvorth (im Cantaro-Zyklus) zum Ort verschiedener Tragödien. Schon seltsam, wie manche Planeten ihre Bedeutung im Lauf der Zeit ändern. Oder vielleicht auch nicht: Von Lokvorth kam praktisch nie etwas Gutes.
Benutzeravatar
Verkutzon
Zellaktivatorträger
Beiträge: 1666
Registriert: 22. März 2017, 19:41
Wohnort: Grundamoar

Re: Klassiker - Die Kosmische Hanse (PR 1000-1099)

Beitrag von Verkutzon »

Partoc hat geschrieben: 21. November 2021, 11:09Auch die Illustrationen gefallen mir. Auf der einen Srimavo, Jakob und Parnatzel beim Betreten der Höhle.
Was der Illustrator auch vorbildlich umgesetzt hat:(und das ist bei den allermeisten Action-Bildern nicht der Fall) Jakob hat seinen Finger lang gestreckt neben dem Abzug! Das ist ein wichtiger Punkt in Militär und Schiess-Sport: solange die Visiervorrichtung nicht auf das Ziel gerichtet ist, ist der Zeigefinger außerhalb des Abzugbügels zu halten. :st:
Verkutzon sah eine endlose Schwärze. Ein nie gekanntes Schwindelgefühl erfasste ihn. Ungläubig liess er Laires Auge sinken. Aus: PR-Heft 1120
Benutzeravatar
Partoc
Plophoser
Beiträge: 423
Registriert: 3. März 2021, 15:17
Wohnort: Jenseits von Gourdel

Re: Klassiker - Die Kosmische Hanse (PR 1000-1099)

Beitrag von Partoc »

Verkutzon hat geschrieben: 23. November 2021, 13:55 Die Ich-Perspektive von Jakob Ellmer macht das Erleben der Geschichte unmittelbarer - man ist sozusagen mittendrin. Die Konfrontation zwischen Quiupu und Srimavo empfand ich dagegen als ziemlich verwirrend und chaotisch. Quiupu versinkt in einem Loch, die Höhlendecke senkt sich, das Universum wird sichtbar, Quiupu ist plötzlich wieder da, dann war Srimavo nicht mehr vorhanden... :wacko:
Das alles sind Beschreibungen dessen, was Jakob mit seinem eigeschränktem dreidimensionalen Wahrnehmung sehen konnte. Der „Kampf“ fand meiner Meinung nach in deutlich höheren Dimensionen statt. Deswegen diese wirre Wahrnehmung. Aber diese hat Griese meiner Ansicht nach richtig toll umgesetzt. Hier hatte ich tatsächlich das Gefühl ein normaler Durchschnittsmensch beobachtet „Höhere Wesenheiten“ bei einem Kampf, ohne dass der Autor durch detailliertes Psi-Gequassel versucht hat, das Unerklärbare zu erklären. Das ist für mich SoW. B-)

Wobei mir jetzt eine Sache auffällt: Quiupu kann mit Srimavo ganz gut mithalten. Der unscheinbare und harmlos wirkende – wenn man von seinen Vireneskapaden absieht :fg: – Quiupu scheint mehr drauf zu haben, als man es am Anfang noch verraten hat. Da frage ich mich, ob sein Entwischen bei seinen Ausflüge in früheren Bändern tatsächlich bloß auf die Unfähigkeit seiner Bewacher zurück geht, oder mehr auf seine Fähigkeiten, die er verborgen gehalten hat.
Verkutzon hat geschrieben: 23. November 2021, 13:55 Sherlock fand ich witzig und der Twist am Schluss mit Adelaie war clever, aber wie sieht dieser Roboter eigentlich aus? Habe ich die Beschreibung seines Aussehens überlesen? Er kann auf jeden Fall ein gekünsteltes Lächeln aufsetzen (S.27) und in der Perrypedia steht, dass er eine humanoide Gestalt besitzt.
Ich kann mich auch nicht an starke Beschreibungen erinnern. Ist ja auch kein Roman von Kurt Mahr. Der hätte den Roboter bis zur unwichtigsten Schraube beschrieben. :D
Benutzeravatar
Yman
Zellaktivatorträger
Beiträge: 1898
Registriert: 6. März 2016, 08:48

Re: Klassiker - Die Kosmische Hanse (PR 1000-1099)

Beitrag von Yman »

Im Spätsommer 1981 erschien Band 1046 der PERRY RHODAN-Serie:

"Terra im Schußfeld" von Clark Darlton.
Nachfolgendes, Text und Bild, wurden per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen:
Terra im Schußfeld
Bild
Es ist der 1. März 425 NGZ, und die Gefahr, die Terra bedroht, ist klar definiert. In einer Entfernung von zwei Lichtjahren zum Wega-System sind vierzehn fremde Raumschiffe von 500 Metern Länge aufgetaucht, die unzweifelhaft eine sechste Zeitweiche installieren. Perry Rhodan, Reginald Bull, Julian Tifflor und die anderen Verantwortlichen gehen davon aus, dass Seth-Apophis jetzt nicht mehr experimentieren, sondern angreifen will. Die negative Superintelligenz zielt dabei wahrscheinlich direkt auf Terra.

Geoffry Abel Waringer hat wegen des Fehlschlags der Mission Zeitbrücke Spezialbomben entwickelt, die telepathisch-telekinetisch ferngezündet werden können. Diese Bomben sollen nun gegen die noch im Bau befindliche Zeitweiche eingesetzt werden.

Am 3. März startet das NEBULAR-Schiff MILKY WAY, Kommandant Marge van Schaik, mit Rhodan, Waringer, Ras Tschubai, Fellmer Lloyd und Gucky zu den vierzehn Schwingenschiffen, wie sie aufgrund ihres Aussehens inzwischen genannt werden. Das Schiff bezieht im Abstand von einem Lichtmonat Position und wird vom Gegner nicht geortet. Anschließend teleportieren Gucky und Tschubai in den Einsatz, während Lloyd telepathischen Kontakt zu ihnen hält. Sie nehmen zwei der neuartigen Bomben mit.

Als sie die gegnerischen Schiffe erreichen, stellen sie fest, dass diese eine Keramikbeschichtung besitzen. Der Ilt empfängt außerdem die Gedanken der Besatzung, die Gucky als Sawpanen bezeichnet. Gucky ist schnell bedrückt, denn die Gedanken der Sawpanen sind durchzogen von Depression und Trauer. Die beiden Mutanten können die Sawpanen auch beobachten, die in Rüstungen stecken, die ebenso isoliert sind wie ihre Schiffe.

Als sie noch spekulieren, welchen Sinn diese Isolierungen haben könnten, entstehen Energiefelder auf dem Schwingenschiff, und sie geraten in einen Sog. Die Teleportation versagt und sie werden ins Innere der Zeitweiche gerissen, die von den Sawpanen energetisch aufgeladen wird. In deren Y-Bereich beobachten sie eine Lichtbrücke, die vermutlich zur Beschaffung des Zeitmülls dient. Um herauszufinden, woher die Zeitweiche den Zeitmüll holt, springen die beiden Teleporter in die Lichtbrücke. Sie finden sich in einem irrealen Raumzeit-Kontinuum wieder. Ihre langsame Wiederverstofflichung geht einher mit dem Auftauchen eines marsgroßen Planeten, der ihr Ziel wird. Auch die Lichtbrücke ist hier zu finden, sie scheint erste Schübe Zeitmüll geografisch abzustecken.

Auf der MILKY WAY vergeht die Zeit in banger Hoffnung auf die Rückkehr der beiden Mutanten. Am 7. März scheint die Zeitweiche schließlich betriebsbereit zu sein.

Gucky und Tschubai vergraben die mitgeführten Bomben. Sie hoffen, dass sie selbst beim ersten Testlauf zurück in die Zeitweiche gelangen, und dass die Bomben beim darauf folgenden Testlauf in die Zeitweiche geholt werden. Als die Lichtbrücke schließlich umschaltet, gekennzeichnet durch einen farblichen Wechsel, befinden sie sich im Gebiet des ersten Schubes. Kurz darauf befinden sie sich wieder auf der Zeitweiche. Sie teleportieren in ein Schwingenschiff, um die Sawpanen vor der bevorstehenden Vernichtung der Zeitweiche zu warnen, was ihnen schließlich auch gelingt.

Auf der MILKY WAY wird die Ankunft von Zeitmüll geortet. Wenig später feuert die Zeitweiche, und der Müll materialisiert in einer Entfernung von einem halben Lichtjahr in Richtung Solsystem. Lloyd kann aufgrund der einsetzenden energetischen Aktivitäten keinen Kontakt mehr zu Gucky und Tschubai aufnehmen, sollten diese überhaupt zurückkehren.

Der nächst Schub von Zeitmüll erscheint in der Zeitweiche und die Gucky empfängt sofort die mentalen Impulse der Zünder. Er bringt die Bomben zur Explosion und die Zeitweiche hört auf zu existieren. Anschließend entführen die beiden Teleporter einen hochgestellten Sawpanen namens Tascerbill und kehren mit ihm zur MILKY WAY zurück.

Die vierzehn Sawpanenschiffe werden von der MILKY WAY und zur Unterstützung herbeigerufenen Raumern der LFT aus dem Sektor Wega vertrieben. Tascerbill soll sicherheitshalber nicht ins HQ-Hanse gebracht werden.
Das Titelbild gefällt mir wirklich sehr gut. Ich wünschte, viele der aktuellen Titelbilder wären so.
Benutzeravatar
Verkutzon
Zellaktivatorträger
Beiträge: 1666
Registriert: 22. März 2017, 19:41
Wohnort: Grundamoar

Re: Klassiker - Die Kosmische Hanse (PR 1000-1099)

Beitrag von Verkutzon »

Eine blitzsaubere Geschichte von CD, hat mir sehr gut gefallen! Geradlinig erzählt und praktisch ohne langweilige Passagen. :st:
Schön auch der Einschub am Anfang, als Rhodan sich an eine Meldung von Jen Salik erinnert (beschrieben in Heft 1020), der bei seiner Rückkehr in die Milchstrasse in M13 „groteske Raumschiffe“ und ein „gigantisches leuchtendes Objekt“ sah.
Darlton beschreibt einen Mausbiber, der gar nicht so unbeschwert ist, wie sonst üblich in seinen Romanen. Er wird von Zweifeln und Skepsis geplagt und von unguten Gefühlen (Seite 13). Gleichzeitig ärgert sich Gucky über seine Gewohnheit, Vorgesetzten zu Widersprechen und hohe Risiken einzugehen (Seite 30).
Was die Rüstungen der Sawpanen angeht, sind die Beschreibungen widersprüchlich. Gucky glaubt sich (bei der Erstsichtung eines Sawpanen) in einen Ritterfilm versetzt. Die InnenIllu zeigt aber etwas völlig anderes! Gucky bezeichnet später den Schutzanzug als „Wurstrüstung“. Hingegen auf dem TiBi von Heft 1047
Spoiler:
ist wiederum ein Sawpane in einer klassischen Ritterrüstung abgebildet.
Als Ras und Gucky durch die Lichtbrücke gerissen werden, bewegen sie sich an einer Erde in einer anderen Dimension (oder im Dyoversum! :o) ) vorbei. Diese Szene hatte etwas magisches.
Auf dem marsähnlichen Planeten, wo sie schliesslich landen, weht ein Wind, der kein Wind ist. Gucky nennt es „den Wind der Zeit“ - schön.
Heftige Kritik erfährt Perry von seinem Freund Marge, der den Unsterblichen despektierlich als Friedensengel bezeichnet (Seite 38) und auch gleich wenig friedfertig zurechtgewiesen wird. :huh:
Was ist mir noch aufgefallen? Ahja: Gucky sagt „...dann lasse ich mich fliggurisieren.“ (Seite 47) Was das wohl heissen mag?
Verkutzon sah eine endlose Schwärze. Ein nie gekanntes Schwindelgefühl erfasste ihn. Ungläubig liess er Laires Auge sinken. Aus: PR-Heft 1120
Benutzeravatar
Verkutzon
Zellaktivatorträger
Beiträge: 1666
Registriert: 22. März 2017, 19:41
Wohnort: Grundamoar

Re: Klassiker - Die Kosmische Hanse (PR 1000-1099)

Beitrag von Verkutzon »

Yman hat geschrieben: 18. April 2021, 18:23 Nachfolgendes, Text und Bild, wurden per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen:
Noch ein Nachtrag:
Heft 1012 war das letzte, in dem auf dem Vorsatzblatt folgendes steht:
Exposé-Redaktion: K.H. Scheer und William Voltz
Ab Heft 1013 bleibt die Stelle leer...
Verkutzon sah eine endlose Schwärze. Ein nie gekanntes Schwindelgefühl erfasste ihn. Ungläubig liess er Laires Auge sinken. Aus: PR-Heft 1120
Benutzeravatar
Andreas Möhn
Terraner
Beiträge: 1159
Registriert: 16. Februar 2013, 14:35
Kontaktdaten:

Re: Klassiker - Die Kosmische Hanse (PR 1000-1099)

Beitrag von Andreas Möhn »

Verkutzon hat geschrieben: 28. November 2021, 09:44 Was ist mir noch aufgefallen? Ahja: Gucky sagt „...dann lasse ich mich fliggurisieren.“ (Seite 47) Was das wohl heissen mag?
Das Fliggurisieren ist ein witziger Rückgriff auf PR593. Gucky hatte den Begriff dort dem Hirn eines Paramags entnommen, der diese Behandlung gerne seinem Vorgesetzten hätte zukommen lassen, konnte aber seine Bedeutung nicht erklären.
Die Sternenflotte bestätigt hiermit, dass im Rahmen der Erstellung dieses Beitrags kein Rothemd erschossen, erschlagen, verstrahlt, zerstückelt, gefressen, liquidiert, aufgelöst, transporterverunfallt noch in irgendeiner anderen Weise an Leib, Leben und/oder psychischer Gesundheit geschädigt wurde.
Benutzeravatar
Verkutzon
Zellaktivatorträger
Beiträge: 1666
Registriert: 22. März 2017, 19:41
Wohnort: Grundamoar

Re: Klassiker - Die Kosmische Hanse (PR 1000-1099)

Beitrag von Verkutzon »

Andreas Möhn hat geschrieben: 28. November 2021, 11:35Das Fliggurisieren ist ein witziger Rückgriff auf PR593. Gucky hatte den Begriff dort dem Hirn eines Paramags entnommen, der diese Behandlung gerne seinem Vorgesetzten hätte zukommen lassen, konnte aber seine Bedeutung nicht erklären.
Netter Einfall von Clark :st: Die Wortschöpfung lag ja einige Jahre zurück...
Verkutzon sah eine endlose Schwärze. Ein nie gekanntes Schwindelgefühl erfasste ihn. Ungläubig liess er Laires Auge sinken. Aus: PR-Heft 1120
Benutzeravatar
Partoc
Plophoser
Beiträge: 423
Registriert: 3. März 2021, 15:17
Wohnort: Jenseits von Gourdel

Re: Klassiker - Die Kosmische Hanse (PR 1000-1099)

Beitrag von Partoc »

Terra im Schussfeld (Band 1046) – Clark Darlton

Der Roman ist ein gut verfasstes, leicht lesbares und ein Darlton-routiniertes Gucky-Ras-Tschubai-Abenteuer. Aber am Anfang musste ich einfach mit dem Kopf schütteln. Da entdeckt man vor der sprichwörtlichen Tür Terras vierzehn vogelähnliche Raumer, die eine Zeitweiche aufbauen. Und prompt fast Rhodan den Plan einen Einsatztrupp loszuschicken, um wieder Bomben zu legen und Informationen zu beschaffen. Einen Back-up-Plan gibt’s nicht. :rolleyes: Rhodan zieht nicht einmal richtig in Betracht, ob es vielleicht sicherer wäre, gleich mit einer Flotte die Eindringlinge anzugreifen, die nichtfertiggestellte Zeitweiche zu erobern und zu untersuchen. Und alle kuschen dabei vor Rhodan. Selbst Tifflor, der Erste Terraner. <_< Nur um, als der Kontakt zu Gucky und Ras abbricht, sich Sorgen zu machen, ob man nicht von Anfang an anders hätte vorgehen sollen.
Verkutzon hat geschrieben: 28. November 2021, 09:44 Heftige Kritik erfährt Perry von seinem Freund Marge, der den Unsterblichen despektierlich als Friedensengel bezeichnet (Seite 38) und auch gleich wenig friedfertig zurechtgewiesen wird. :huh:
Um genauer zu sein:
Spoiler:
Marge van Schaik, der die Zentrale betrat, bekam Farbe ins Gesicht. Obwohl er alles tat, sich zu beherrschen, platzte er heraus: »Ich habe es ja gleich gesagt! Wir hätten Weiche und Schwingenschiffe mit der MILKY WAY angreifen und vernichten sollen, aber unser Friedensengel Perry wollte ja nicht hören und ...«
»Halt den Mund, Marge!«, fuhr Rhodan ihm dazwischen. »Du kennst genau meine Gründe, denn ich habe sie dir auseinandergesetzt. Und du hast zugestimmt! Ras und Gucky werden zurückkehren, davon bin ich fest überzeugt. Und dann werden sie Erkenntnisse mitbringen, die für uns lebenswichtig sind. Marge, kümmere dich um deine Kontrollen, bitte!«
Was ist dabei Rhodans Begründung, wieso man die Weiche und ihre Erbauer nicht einfach aus dem All pustet. Man könnte entdeckt werden und dann würde man eine siebte Weiche irgendwo aufbauen, wo die Terraner sie möglicherweise nicht finden würden. Da fragte ich mich, woher sollten sie (in dem Fall Rhodan) wissen, dass man genau das vielleicht nicht längst getan hat, oder was Seth-Apophis daran hindern soll, nach der Zerstörung der Zeitweiche nicht genau das zu tun. So richtig durchdacht scheint mir der Plot nicht zu sein. :nein:

Clark Darlton konnte es auch nicht unterlassen, eine kleine Dialog-Szene einzubauen, in der Ras erkennt, dass Rhodan gern selber das Einsatzkommando – wie beim letzten Mal – anführen würde. Es wird ihm aber ausgeredet.

Auch bei den Bomben hatte ich gedacht, was sollen künstliche Mentalimpulse sein. :???: Und wieso hat man solche Sachen nicht noch weiterentwickelt. Zu beispielsweise künstlichen Telepathen. Oder wenigstens zu einem künstlich telepathischen Kommunikation. So was wäre ziemlich nützlich. Kann aber auch sein, dass es sich bei der Idee entweder um einen Einzelfall oder bloß um eine von Darltons Eigenkreationen handelt.

Der eigentliche Einsatz war schon sehr unterhaltsam zu lesen. Rhodan schickte seinen unzuverlässigsten, verlässlichsten Mann :D … äh :o , ich meine Mausbiber Leutnant Guck. :pfeif:

Ist er eigentlich noch Leutnant. Aus Ermangelung eines Dienstranges nenne ich ihn einfach:
Hansischer-Universum-rettende-über-all-zu-gleich-Aufräumer-Mäusebiberich Guck. :o)

Beim erneuten Einsatz geschahen wieder einige Wunderdinge. Wobei ich mich fragte, was es mit der Szene mit der Sonne und der Erde ohne Menschen – einem möglichen Paralleluniversum – auf sich hatte. Wohl ebenfalls eine Eigenkreation von Darlton, wie er sie ab und zu gern einbaut. Die anderen Elemente innerhalb der Zeitweiche hingegen kamen mir bekannt vor und passten gut zu den vorherigen Erzählungen. Die hat Darlton gut geschildert und in die Handlung eingebaut. Das Prunkstück des Romans waren für mich aber die Begegnungen mit den fremdartigen „Wurstrittern“. Deren Fremdartigkeit wurden sehr gut vom Autor in Szene gesetzt. Insgesamt empfand ich den letzten Abschnitt als den besten des Romans. ^_^

Das TiBi hat tatsächlich – jedenfalls für mich – den SoW-Effekt. Aber dieser zweite Terraner mit dem Schwänzchen stört mich. :huh: Sollte der nicht nur einen Meter groß sein. :unschuldig: Und sind seine Arme und Beine nicht etwas ZU lang geraten. Aber trotzdem eine gute Darstellung der Szenen, wo Gucky und Ras durchs Multiversum – oder was auch immer – flattern. Dazu gibt es auch eine passende Illustration, wo man die beiden auch genau erkennen kann. Aber auch da sind mir Guckys Arme und Beine etwas zu lang geraten. Na ja, ich bin ja auch schließlich ein Anhänger des japanischen Guckys. :-)) In der zweiten Illu kann man einen begeisterten Gucky mit Ras erkennen, die einem der „depressiven Wurstritter“ nachspionieren.

Trotz einiges Gemeckers meinerseits war der Roman für mich der Beste von Darlton im Zyklus. Ob das an dem Inhalt lag oder daran, dass Darlton endlich Gucky wiederhat. Wahrscheinlich an beidem. Und der Roman wartet auch mit einigen Begrifflichkeiten auf, wo man bloß den Kopf schütteln kann, typisch Gucky und typisch Darlton. Schrotthaufen, Wurstritter, Nullzeit, Zeitwinde und fliggurisieren.

Meine Wertung: 5,45 Punkte (Note: 2)
Benutzeravatar
Andreas Möhn
Terraner
Beiträge: 1159
Registriert: 16. Februar 2013, 14:35
Kontaktdaten:

Re: Klassiker - Die Kosmische Hanse (PR 1000-1099)

Beitrag von Andreas Möhn »

Eigenartigerweise wird mit diesem Band das viel versprechende Thema der Zeitweichen abrupt abgewürgt, was mir beim ersten Lesen arg sauer aufstieß. Nur im nächsten Block dieser Handlungsebene wird lapidar die Info nachgeschoben, es seien jetzt alle vernichtet. Kein Wort darüber, wie das auf einmal möglich gewesen sein soll, da man bisher doch nur weiß, wie man eine ausschaltet, die noch nicht fertig gebaut ist.
Die Sternenflotte bestätigt hiermit, dass im Rahmen der Erstellung dieses Beitrags kein Rothemd erschossen, erschlagen, verstrahlt, zerstückelt, gefressen, liquidiert, aufgelöst, transporterverunfallt noch in irgendeiner anderen Weise an Leib, Leben und/oder psychischer Gesundheit geschädigt wurde.
Benutzeravatar
Verkutzon
Zellaktivatorträger
Beiträge: 1666
Registriert: 22. März 2017, 19:41
Wohnort: Grundamoar

Re: Klassiker - Die Kosmische Hanse (PR 1000-1099)

Beitrag von Verkutzon »

Andreas Möhn hat geschrieben: 29. November 2021, 18:34 Eigenartigerweise wird mit diesem Band das viel versprechende Thema der Zeitweichen abrupt abgewürgt, was mir beim ersten Lesen arg sauer aufstieß. Nur im nächsten Block dieser Handlungsebene wird lapidar die Info nachgeschoben, es seien jetzt alle vernichtet. Kein Wort darüber, wie das auf einmal möglich gewesen sein soll, da man bisher doch nur weiß, wie man eine ausschaltet, die noch nicht fertig gebaut ist.
In diesem Band wurde resümiert, dass Seth-Apophis und ihre Helfer die Zeitweichen gar nicht richtig bedienen können. Es wird berichtet, dass die Weiche, die Arxisto „beschiesst“, immer noch sinnlos feuert, obwohl der Planet längst vollständig evakuiert war. Das gleiche wurde auch bei den anderen Zeitweichen beobachtet...
Meine Spekulation: Seth-Apophis hat das sinnlose Unternehmen abgebrochen, wohl auch im Hinblick, dass Rhodan auf dem Sprung war, die Milchstrasse zu verlassen - Richtung Khrat zum Dom von Kesdschan.
So zähle ich mir das Geschehen irgendwie an den Fingern ab B-)
Verkutzon sah eine endlose Schwärze. Ein nie gekanntes Schwindelgefühl erfasste ihn. Ungläubig liess er Laires Auge sinken. Aus: PR-Heft 1120
Benutzeravatar
Partoc
Plophoser
Beiträge: 423
Registriert: 3. März 2021, 15:17
Wohnort: Jenseits von Gourdel

Re: Klassiker - Die Kosmische Hanse (PR 1000-1099)

Beitrag von Partoc »

Verkutzon hat geschrieben: 28. November 2021, 09:44 Darlton beschreibt einen Mausbiber, der gar nicht so unbeschwert ist, wie sonst üblich in seinen Romanen. Er wird von Zweifeln und Skepsis geplagt und von unguten Gefühlen (Seite 13). Gleichzeitig ärgert sich Gucky über seine Gewohnheit, Vorgesetzten zu Widersprechen und hohe Risiken einzugehen (Seite 30).
Ja, Gucky kommt deutlich komplexer daher, als der bloße typische Spaßvogel. :) Dafür weisen anderen Charakteren Mängel auf. Was mir da spontan außer Rhodans Ausraster und seinem schon verbohrtem Beharren auf seinen Plan - oder Bullys schon fast depressiv passives Verhalten - einfällt, ist Ras Tschubais einfältiger Kommentar zu Gucky, als der Tascerbill als Gefangenen mitschleppen will. Er soll in dort lassen, wo er ist, schließlich kann ihn ja keiner verstehen. :rolleyes:
Verkutzon hat geschrieben: 28. November 2021, 09:44 Was die Rüstungen der Sawpanen angeht, sind die Beschreibungen widersprüchlich. Gucky glaubt sich (bei der Erstsichtung eines Sawpanen) in einen Ritterfilm versetzt. Die InnenIllu zeigt aber etwas völlig anderes! Gucky bezeichnet später den Schutzanzug als „Wurstrüstung“. Hingegen auf dem TiBi von Heft 1047
Spoiler:
ist wiederum ein Sawpane in einer klassischen Ritterrüstung abgebildet.
Die Beschreibungen der Rüstungen sind deswegen widersprüchlich, weil sie (und ihre Besitzer) unterschiedlich waren. Nicht nur bei der Größe. Auf der Illustration wird beispielsweise Tascerbill mit einer Größe von ca. 2 Metern und ohne einen erkennbaren Kopf dargestellt. Andere hatten vogelähnliche Gestalten. Usw.

Beim TiBi 1047 gehe ich davon aus, dass Johnny Bruck von der berühmten „Künstlerischen Freiheit“ gebrauch gemacht hat. :) Da hat sich Alfred Kelsner deutlich stärker an den Beschreibungen der Rüstungen aus dem Roman mit ihren wurstartigen Umwicklungen gehalten.
Andreas Möhn hat geschrieben: 29. November 2021, 18:34 Eigenartigerweise wird mit diesem Band das viel versprechende Thema der Zeitweichen abrupt abgewürgt, was mir beim ersten Lesen arg sauer aufstieß. Nur im nächsten Block dieser Handlungsebene wird lapidar die Info nachgeschoben, es seien jetzt alle vernichtet. Kein Wort darüber, wie das auf einmal möglich gewesen sein soll, da man bisher doch nur weiß, wie man eine ausschaltet, die noch nicht fertig gebaut ist.
Im Laufe des Romans wurde die Zeitweiche fertiggestellt. Hatte sogar zwei Probeläufe. Im Roman wird erwähnt, dass normalerweise drei Probeläufe durchgeführt werden müssen, bis man sie „ausrichtet und zum Einsatz freigibt“. Jedenfalls, zerstört wurde eine funktionierende Zeitweiche. ;) Aber das Hineingelangen lief deutlich leichter ab als bei einer aktiven Zeitweiche. Also, nach diesem Roman hatte man eine Strategie, wie man bei der Zerstörung der Zeitweichen vorgehen soll. Mutanten in die Zeitweiche reinbringen, Bomben legen und per telepathischen-telekinetischen Zündern hochgehenlassen. Und natürlich hinausteleportieren. Ich vermute, damit war das Thema fürs Expo abgehackt. 8-)

Was mich eher beschäftigt, ist, dass danach keine weiteren Zeitweichen mehr eingesetzt wurden. Entweder hatte Seth-Apophis diese Strategie nach der Zerstörung der 6 Zeitweichen aufgegeben. Oder sie hatte nur diese 6 Zeitweichen zur Verfügung. Wenn die zweite Vermutung zutrifft, dann frage ich mich, wieso 5 davon auf Testläufe verschwendet wurden und Seth-Apophis die Erde dann nur noch mit einer Zeitweiche angreifen ließ.
Benutzeravatar
Partoc
Plophoser
Beiträge: 423
Registriert: 3. März 2021, 15:17
Wohnort: Jenseits von Gourdel

Re: Klassiker - Die Kosmische Hanse (PR 1000-1099)

Beitrag von Partoc »

Hab nach den Risszeichnungen der Schwingenschiffe der Sawpanen gesucht. Und hab dabei noch mehr gefunden. :D
Hier noch einige nachgereichten Links zu den Risszeichnungen einiger Raumschiffe, die in diesem Zyklus vorgekommen sind:

Die Schwingenschiffe der Sawpanen: http://www.rz-journal.de/Downl/1099.html
Passend zum Band 1046.

Dann gibts noch das Kastenschiff der Mascinoten aus dem Doppelband 1029/1030: http://www.rz-journal.de/Downl/1091.html

Das Schiff des Heilers der Quarantäneflotte von SEOL-O-LORRATH aus Band 1023: http://www.rz-journal.de/Downl/1083.html

Das Kranische Schiff SANTONMAR aus dem Doppelband 1004/1005: http://www.rz-journal.de/Downl/1055.html

Das Nest der achten Flotte des HERZOGTUMS von KRANDHOR aus Band 1003: http://www.rz-journal.de/Downl/1051.html

Dann gibts noch eine Risszeichnung des Hauptschiffs der HERZÖGE von KRANDHOR: http://www.rz-journal.de/Downl/1063.html
Bin aber nicht sicher, ob solch ein Schiff bisher vorgekommen ist. :gruebel:
Benutzeravatar
Yman
Zellaktivatorträger
Beiträge: 1898
Registriert: 6. März 2016, 08:48

Re: Klassiker - Die Kosmische Hanse (PR 1000-1099)

Beitrag von Yman »

Im September 1981 erschien Band 1047 der PERRY RHODAN-Serie:

"Sklaven der Superintelligenz" von H. G. Francis.
Nachfolgendes, Text und Bild, wurden per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen:
Sklaven der Superintelligenz
Bild
Icho Tolot und Bruke Tosen sind mit einem halutischen Raumschiff von der BASIS geflohen. Ihre Versuche, gegen die von der Superintelligenz Seth-Apophis ausgeübte mentale Beeinflussung aufzubegehren, erweisen sich als zwecklos und werden direkt oder indirekt durch den rechten Handschuh vereitelt. Plötzlich empfangen die beiden Sklaven der Superintelligenz einen klaren Auftrag. Tolot und Tosen reagieren entsprechend und das Raumboot nimmt Kurs auf die Hundertsonnenwelt. Das Raumschiff geht in eine Parkposition in vier Lichtjahren Entfernung von der Welt der Posbis. Danach verlässt der Handschuh das Raumschiff und fliegt allein weiter. Tolot und Tosen können sich nicht erklären, welche Absichten der Handschuh verfolgt.

Fellmer Lloyd, Gucky und Ras Tschubai erreichen den von Carsh Fogon kommandierten Kosmischen Basar ROSTOCK mit dem entführten Sawpanen Tascerbill. Ein wissenschaftliches Team, zu dem auch der Kosmopsychologe John Crawl gehört, nimmt sich sofort des Sawpanen an. Am Beginn stehen die Untersuchung der Rüstung sowie der Versuch der Kommunikation. Die Untersuchungen und Verständigungsversuche fruchten nicht. Crawl ahnt, dass Unheil bevorsteht, und drängt darauf, dass die Rüstung des Fremdwesen geöffnet wird. Lloyd, der die Untersuchungen leitet, willigt schließlich ein.

Crawl schneidet die Rüstung mit einem Desintegrator auf. Die Rüstung fällt nach dem Öffnen in sich zusammen und ein gazeähnliches Wesen mit knotigen Verdickungen kommt daraus hervor. Es entkommt aus dem Labor. Fast gleichzeitig wird Eindringlingsalarm ausgelöst. Doch schnell wird erkannt, dass damit nicht Tascerbill gemeint ist. Perry Rhodan erscheint per Distanzlosem Schritt. In der anfänglichen Hektik wird die Rüstung des Sawpanen außer Acht gelassen. Ein Unbekannter vernichtet sie. Zwei Wissenschaftler behaupten, sie hätten einen schwarzen Handschuh gesehen.

Tascerbill dringt in die positronischen Geräte der Zentrale ein, löscht Programme und verschwindet wieder. Die Telepathen können ihm aufgrund seiner depressiven Ausstrahlung folgen. Allmählich wird klar, dass der Sawpane von einer weiteren Partei verfolgt wird und dass es sich dabei tatsächlich um einen Handschuh handelt. Dieser wird von mehreren Besatzungsmitgliedern gesichtet. Crawl versucht den Handschuh zu packen und wird schwer verwundet.

Gucky fordert Energiefeldprojektoren an. So kann Tascerbill eingefangen werden. Er wird in ein Labor gebracht. Der Handschuh löst dort eine schwere Explosion aus. Tascerbill wird tödlich verwundet. Kurz vor seinem Tod bemerken die Telepathen, dass sich die depressive Ausstrahlung des Sawpanen wandelt. Sie nehmen das Glücksgefühl des Sterbenden wahr.

Der Handschuh verschwindet aus dem Basar und kehrt zu Tolot zurück. Er unterbindet dessen Versuch, mit dem Raumschiff vor ihm zu fliehen.
Ein solider Roman von "Tolot-Spezialist" Francis mit einem reduzierten, aber ausdrucksstarken Titelbild von Bruck. Tolot im Bann von Seth-Apophis ist für mich immer ein Genuss zu lesen. Der Zyklus geht allmählich in "Halbzeit", und bis jetzt steht es ganz gut um den Zyklus.
Benutzeravatar
Andreas Möhn
Terraner
Beiträge: 1159
Registriert: 16. Februar 2013, 14:35
Kontaktdaten:

Re: Klassiker - Die Kosmische Hanse (PR 1000-1099)

Beitrag von Andreas Möhn »

Dann reiche ich gerade noch meine uralte Handskizze zweier Schwinggenschiffe nach:

Bild
Die Sternenflotte bestätigt hiermit, dass im Rahmen der Erstellung dieses Beitrags kein Rothemd erschossen, erschlagen, verstrahlt, zerstückelt, gefressen, liquidiert, aufgelöst, transporterverunfallt noch in irgendeiner anderen Weise an Leib, Leben und/oder psychischer Gesundheit geschädigt wurde.
Benutzeravatar
Verkutzon
Zellaktivatorträger
Beiträge: 1666
Registriert: 22. März 2017, 19:41
Wohnort: Grundamoar

Re: Klassiker - Die Kosmische Hanse (PR 1000-1099)

Beitrag von Verkutzon »

Andreas Möhn hat geschrieben: 4. Dezember 2021, 18:27 Dann reiche ich gerade noch meine uralte Handskizze zweier Schwinggenschiffe nach:
Spoiler:
Bild

Gut :st:

Heft 1047:
Einerseits hat mich das Thema des Heftes (Untersuchung von Tascerbill) interessiert, andererseits empfand ich die Umsetzung als nicht so gelungen. H. G. Francis schreibt locker und routiniert, aber er führt mit John Crawl eine Figur ein, die so unnötig wie störend ist. Ein Besserwisser wie er im Buche steht und immer wieder quengelt: „Ich habe es ja gesagt!“ und „Auf mich hört ja keiner!“
Das Gravo-Tennis-Spiel auf vier Seiten empfand ich als überflüssig und ich habe den Verdacht, dass der Autor hier den Roman strecken musste, um das Heft voll zu bekommen...
Ganz amüsant fand ich die Sprengladung in Tolots Magen. ;) Seite 21/22. Ichos lapidarer Kommentar: „Ich musste rülpsen, es ging nicht anders.“ :D
Komisch ist der Begriff „Alarmpfeifen“ (Seite 29/61), statt Alarmsirenen.
Ganz lustig: Gucky, der den Sawpanen, der ohne Rüstung ein gazeähnliches, flatterndes Geschöpf ist, verknoten will, wenn er frech wird...!
Verkutzon sah eine endlose Schwärze. Ein nie gekanntes Schwindelgefühl erfasste ihn. Ungläubig liess er Laires Auge sinken. Aus: PR-Heft 1120
Benutzeravatar
Andreas Möhn
Terraner
Beiträge: 1159
Registriert: 16. Februar 2013, 14:35
Kontaktdaten:

Re: Klassiker - Die Kosmische Hanse (PR 1000-1099)

Beitrag von Andreas Möhn »

Eine Bemerkung am Rande: Es hat mich schon recht gestört, dass die Sawpanen im 1100er-Zyklus nie wieder gesehen wurden. Willi Voltz hatte vor lauter Armadaschmieden und Vishna-Plagen den ganzen Seth-Apophis-Komplex schlicht aus den Augen verloren, wie Arndt Ellmer einmal durchblicken ließ. Das war sicher auch seiner Krankheit zuzuschreiben.
Die Sternenflotte bestätigt hiermit, dass im Rahmen der Erstellung dieses Beitrags kein Rothemd erschossen, erschlagen, verstrahlt, zerstückelt, gefressen, liquidiert, aufgelöst, transporterverunfallt noch in irgendeiner anderen Weise an Leib, Leben und/oder psychischer Gesundheit geschädigt wurde.
Benutzeravatar
Akronew
Ertruser
Beiträge: 973
Registriert: 29. Januar 2021, 13:32
Wohnort: M 82

Re: Klassiker - Die Kosmische Hanse (PR 1000-1099)

Beitrag von Akronew »

Ich kann das nicht bestätigen. Gerade das Ende von Seth wurde in meinen Augen sehr gut erzählt
und die Story war für mich immer so zwischen geschoben, so Gefühlt zwischen 1050 und 1150.
Fand ich damals interessant, weil so jedes Jahr ein "Höhepunkt" vorhanden war.

Weshalb man bei WiVo immer irgendwas hineininterpretieren muss, das verstehe ich nicht.

Er gehört für mich zu den großen der Serie und weshalb man da immer solche Dinge erfinden muss,
auch Jahrzehnte nach seine Tod, muss wohl an persönlichen Befindlichkeiten liegen.
Zumal durch seine Frau seine Lebenslauf ziemlich klar belegt ist.
_________________________________________________________________________________________________
Ich durchstreifte den Vorhof auf der Suche nach dem Aquarium, weil ich der Clansmutter eine Überraschung mitgebracht hatte.
Benutzeravatar
Andreas Möhn
Terraner
Beiträge: 1159
Registriert: 16. Februar 2013, 14:35
Kontaktdaten:

Re: Klassiker - Die Kosmische Hanse (PR 1000-1099)

Beitrag von Andreas Möhn »

Da braucht man gar nichts zu interpretieren. Laut Arndt Ellmer hatte Voltz selbst eingeräumt, das Thema aus den Augen verloren zu haben. Auf Ellmers Veranlassung hin seien dann noch die beiden Hefte um das Brennende Heer und den HÜTER nachgeschoben worden, und das ist der Grund, warum die so seltsam abgetrennt vom Handlungsblock um das Ende der Seth-Apophis stehen: Als er Voltz darauf angesprochen habe, dass der Zyklus schon halb rum sei und man noch immer gar nichts über die Machtstrukturen der SI wisse, seien die Exposees zu ihrem Untergang schon geschrieben gewesen.
Die Sternenflotte bestätigt hiermit, dass im Rahmen der Erstellung dieses Beitrags kein Rothemd erschossen, erschlagen, verstrahlt, zerstückelt, gefressen, liquidiert, aufgelöst, transporterverunfallt noch in irgendeiner anderen Weise an Leib, Leben und/oder psychischer Gesundheit geschädigt wurde.
Benutzeravatar
Akronew
Ertruser
Beiträge: 973
Registriert: 29. Januar 2021, 13:32
Wohnort: M 82

Re: Klassiker - Die Kosmische Hanse (PR 1000-1099)

Beitrag von Akronew »

Kann man das nachlesen, oder hat er es nur dir so erzählt?
_________________________________________________________________________________________________
Ich durchstreifte den Vorhof auf der Suche nach dem Aquarium, weil ich der Clansmutter eine Überraschung mitgebracht hatte.
Benutzeravatar
Andreas Möhn
Terraner
Beiträge: 1159
Registriert: 16. Februar 2013, 14:35
Kontaktdaten:

Re: Klassiker - Die Kosmische Hanse (PR 1000-1099)

Beitrag von Andreas Möhn »

Akronew hat geschrieben: 5. Dezember 2021, 19:42 Kann man das nachlesen, oder hat er es nur dir so erzählt?
Weder noch. Darüber hat er auf der Frankfurter Buchmesse vor einer größeren Zuhörerrunde gesprochen. Das ist eigentlich kein Thema, das man auf der LKS ausbreitet.
Die Sternenflotte bestätigt hiermit, dass im Rahmen der Erstellung dieses Beitrags kein Rothemd erschossen, erschlagen, verstrahlt, zerstückelt, gefressen, liquidiert, aufgelöst, transporterverunfallt noch in irgendeiner anderen Weise an Leib, Leben und/oder psychischer Gesundheit geschädigt wurde.
Benutzeravatar
Akronew
Ertruser
Beiträge: 973
Registriert: 29. Januar 2021, 13:32
Wohnort: M 82

Re: Klassiker - Die Kosmische Hanse (PR 1000-1099)

Beitrag von Akronew »

Möhn-Mythos?
_________________________________________________________________________________________________
Ich durchstreifte den Vorhof auf der Suche nach dem Aquarium, weil ich der Clansmutter eine Überraschung mitgebracht hatte.
Antworten

Zurück zu „PERRY RHODAN Classics“