Band 1000 "Der Terraner"

Unvergessene Abenteuer, legendäre Zyklen - nachgelesen und neu diskutiert.
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Quinto
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Re: Band 1000 "Der Terraner"

Beitrag von Quinto »

nanograinger hat geschrieben:Rhodan war der Auserwählte von ES
Nein, war er nicht.
Erstens: Rhodan hatte die Unsterblichkeit von ES erhalten, weil er die gestellten Rätselaufgaben bewältigt hatte. Er hat sich selbst qualifiziert, er wurde nicht von anderen schon vor seiner Geburt auserwählt.
Zweitens: Vor Band 600 der Serie wurde ES als Figur im Hintergrund beschrieben, ein interessierter, sicher auch wohlwollender Beobachter, aber nicht mehr. Die Einigung der Galaxis wurde von ES als Wunsch oder Idee geäußert, sie wurde weder verlangt noch wurden kosmische Katastrophen nie dagewesenen Ausmaßes beschworen, falls dieser Wunsch nicht in Erfüllung gehen sollte. Das alles kam später, hatte und hatte kein Ende, und es hat nicht nur nach meiner Meinung der Qualität der Serie nicht gutgetan. Belegbar ist das selbstverständlich nicht.
nanograinger hat geschrieben:... die von Anfang an von Scheer praktizierte Überhöhung Rhodans
Ich erkläre es extra für dich noch mal von vorne. Scheers Überhöhung oder sein Personenkult, wie immer man es nennen mag, entsprach im wesentlichen dem, was von historischen Gestalten bekannt ist. Er musste nichts erfinden. Deswegen mein Beispiel Bonaparte. Der war nicht nur ein begnadeter Charismatiker sondern der beste Feldherr seiner Zeit und ein außergewöhnlicher Organisator und Politiker. Er konnte besser regieren als andere und er wusste es. Seine Armee und viele Menschen außerhalb der Armee bewunderten ihn über alle Maßen, unter anderem Goethe. Nur leider war er nicht nur Menschenkenner sondern auch Menschenverächter, eine Kombination, die gar nicht so selten ist. Rhodan ist gewissermaßen Bonaparte ohne Menschenverachtung. Noch etwas nebenbei: Kaum ein Mensch hat Lust, sich mit Staatsgeschäften zu befassen, denn jeder hat genug mit sich selbst zu tun. Ein Haus baue ich ja auch nicht selbst sondern beauftrage andere damit. Wenn also jemand da ist, der die Sache in die Hand nimmt und das Volk den Eindruck hat, er kann's, dann wird man ihn nicht nur machen lassen sondern zujubeln. Auch heute.

Der Scheer-Rhodan war die personifizierte politische und militärische Kompetenz. Deshalb wurde er von seiner Umgebung geschätzt und von den Terranern bewundert. Das ist es, was man bei Scheer lesen konnte, auch wenn die entsprechenden Passagen manchmal eher zum Schmunzeln waren wie in Band 100 oder 300. Bemängeln dabei darf man, dass der Mensch Perry Rhodan ein wenig zu kurz kam. All das ist etwas völlig anderes als die spätere Darstellung als Auserwählter mit Kosmokraten-Aura, der die Geschichte des ganzes Kosmos beeinflusst, der Titan, der die Dritte Ultimate Frage beantworten und die Ordnung des "Moralischen Codes" wiederherstellen soll. Allein schon dieser Name: Moralischer Code. Du meine Güte!
nanograinger hat geschrieben:... und es wird weiter auf den Konzepten aufgebaut, die in PR 1000 so klar und deutlich beschrieben sind.
Ich könnte darauf antworten: deswegen lese ich die Serie seit Jahren nicht mehr. Aber damit würde ich Voltz die Verantwortung für die heutigen Zustände zuschieben und das wäre völlig falsch.

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Clark Flipper
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Re: Band 1000 "Der Terraner"

Beitrag von Clark Flipper »

:gruebel: Also ist jedwede Entwicklung in der Serie grundsätzlich Schlecht weil es nicht mehr dem Ursprung entspricht?

Und spielt die Reale Entwicklung der Serie am Mark keine Rolle in der Entwicklung innerhalb der Serie?
Die Ultimativen Antworten des SF:
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Richard
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Re: Band 1000 "Der Terraner"

Beitrag von Richard »

Verkutzon hat geschrieben: Ich frage mich, warum Karl Herbert Scheer, als Autor des ersten Heftes, nicht die 1000 schrieb...?
Ich habe das jetzt auf den Teil verkürzt, auf den ich antworte:
Meiner Ansicht nach ist die Antwort relativ einfach: KHS gehoerte zu dem Zeitpunkt nicht dem Autorenteam von PR an.
Gastautoren gab es erst mehr als 1000 Baende später.

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dandelion
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Re: Band 1000 "Der Terraner"

Beitrag von dandelion »

William Voltz war schon der richtige Autor für einen so herausgehobenen Band wie es die Nr. 1000 war. Er war der Expokrat und es war zu diesem Zeitpunkt "seine" Serie.

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Verkutzon
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Re: Band 1000 "Der Terraner"

Beitrag von Verkutzon »

@Richard
@dandelion

William Voltz als Autor der Nr. 1000 ist aus meiner Sicht perfekt! Scheer habe ich in Interviews und auf YouTube als sehr Dominant und auch Fordernd in Erinnerung; darum hätte ich ihn so eingeschätzt, dass er diesen speziellen Jubiläum-Band an sich reisst... Interessant finde ich auch, dass KHS von diesen 1000 Heften „nur“ 51 geschrieben hat.
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Re: Band 1000 "Der Terraner"

Beitrag von Heiko Langhans »

Seine 750+ Exposés zu Perry Rhodan und Atlan hast Du aber schon noch im Hinterkopf, oder? B-)

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Verkutzon
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Re: Band 1000 "Der Terraner"

Beitrag von Verkutzon »

Heiko Langhans hat geschrieben:Seine 750+ Exposés zu Perry Rhodan und Atlan hast Du aber schon noch im Hinterkopf, oder? B-)
Ja klar hab ich das :lol: aber W. Voltz machte auch Exposés und schrieb trotzdem viele Roman-Hefte...
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Verkutzon
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Re: Band 1000 "Der Terraner"

Beitrag von Verkutzon »

GruftiHH hat geschrieben:
Verkutzon hat geschrieben:Vielen Dank an GruftiHH für seine Arbeit und Hingabe in diesem Classic-Tread!
Ups. :o( ....... Danke für die Blumen..... Vielleicht mache ich ja irgendwann mal weiter mit einem Classic-Thread. Im Augenblick ist aber etwas die Luft raus.
Ach nö GruftiHH...jetzt gehts doch frisch und spannend weiter mit dem Hansezyklus...! :D
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Re: Band 1000 "Der Terraner"

Beitrag von dandelion »

Verkutzon hat geschrieben:
Heiko Langhans hat geschrieben:Seine 750+ Exposés zu Perry Rhodan und Atlan hast Du aber schon noch im Hinterkopf, oder? B-)
Ja klar hab ich das :lol: aber W. Voltz machte auch Exposés und schrieb trotzdem viele Roman-Hefte...
So sehr viel mehr waren das während seiner Zeit als Expose-Redakteur gar nicht, nämlich 71 Hefte zwischen den Nummern 650 und 1165. KHS schrieb seine 51 Romane zwischen den Nummern 1 und 500.

Zur Erscheinungszeit von PR 1000 war Scheers Verbindung zur Serie wohl nicht allzu gut. Mit 963 gab er die Arbeit an den Daten-Exposes ab und auf der LKS der Nr. 1000 war er im Gegensatz zu anderen Autoren nicht mit einem Kommentar zum Jubiläum vertreten. Ist schon seltsam, wenn man bedenkt, wie viele Jahre er der Motor der Serie war.

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Richard
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Re: Band 1000 "Der Terraner"

Beitrag von Richard »

Immerhin hat WiVo KHS ca. 1,5 Jahre nach Band 1000 eine Art Comeback ermoeglicht: https://www.perrypedia.proc.org/wiki/Quelle:PR1074.
Meiner Erinnerung nach war das ein Vertrag auf 4 Romane mit einer dem Geschmack von KHS passenden neuen Figur: Clifton Callamon

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Re: Band 1000 "Der Terraner"

Beitrag von Heiko Langhans »

Das war m.W. kein für vier Romane festgelegter Sondervertrag; Scheer war nun ein Teamautor wie jeder andere. Voltz schrieb Scheer allerdings ins Exposé, das ja als Rundschreiben ans gesamte Team und den Verlag ging, er möge unbedingt pünktlich liefern, anderenfalls er - Voltz - den entsprechenden Roman selbst binnen kürzester Frist verfassen würde. Dass in dem Fall eine weitere Zusammenarbeit hinfällig sei, war damit impliziert. Inwieweit die gescheiterte Fortführung von ZbV dabei eine Rolle spielte, kann nur vermutet werden.

So weit ist es dann doch nicht gekommen. Scheer lieferte seine vier Beiträge so pünktlich oder unpünktllich wie jeder andere Teamautor, erlitt dann aber wieder einen gesundheitlichen Einbruch und zog sich erneut aus dem "Tagesgeschäft" zurück. Erst knapp vier Jahre später konnte er sich ein letztes Mal dauerhaft als Teamautor etablieren.

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nanograinger
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Re: Band 1000 "Der Terraner"

Beitrag von nanograinger »

Quinto hat geschrieben:
nanograinger hat geschrieben:Rhodan war der Auserwählte von ES
Nein, war er nicht.
Erstens: Rhodan hatte die Unsterblichkeit von ES erhalten, weil er die gestellten Rätselaufgaben bewältigt hatte. Er hat sich selbst qualifiziert, er wurde nicht von anderen schon vor seiner Geburt auserwählt.
Zweitens: Vor Band 600 der Serie wurde ES als Figur im Hintergrund beschrieben, ein interessierter, sicher auch wohlwollender Beobachter, aber nicht mehr. ....
Erstens hat nicht Rhodan alleine die Rätselaufgaben gelöst, sondern zum großen Teil die Mutanten, und Crest hat auch mitgeholfen, vom Hinweis auf das Rätsel ganz zu schweigen. Wenn sich also jemand qualifiziert hat, dann ist es die Menschheit + Crest. Crest wird aber explizit abgewiesen, obwohl, wie wir gut 30 Bände nach PR 19 feststellen, ES einem anderen Arkoniden einen Zellaktivator gegeben hat. Und natürlich hat ES Perry auserwählt. Die Möglichkeit, Zelldusche nach Gusto zu vergeben, hat ES ihm eingeräumt, und nicht die Menschheit.

Dass die Vergabe der ZAs wie in PR 1000 erzählt nicht gleich abläuft wie in PR 19, ist nun wirklich nicht verwunderlich. Im Prinzip sind die geeichten ZAs eine Art "Stellenausschreibung", und statt auf Bewerber zu warten, werden die Kandidaten aktiv gesucht. Perry ist einer, Atlan der andere. Sie passen zur "Jobbeschreibung", also werden sie geheuert, wobei es im Falle Perrys, aufgrund des Alters beim Auffinden, in mehreren Schritten abläuft (die Kindszene finde ich das mit Abstand stärkste Kapitel im ganzen Roman).

Zweitens: Natürlich ist ES in den ersten Zyklen im Hintergrund, es gibt ja schließlich genug anderes zu erzählen und eine Milchstraße und andere Galaxien zu "eroberen". Aber nichtsdestotrotz ist ES bereits von Anfang an Teil der Serie, und ist oft genug die Rechtfertigung, warum die Terraner und Perry Rhodan voran etwas "Besonderes" sind. Das geht weit über Bonaparte oder anderen realweltlichen Vergleiche hinaus.(Nicht, dass es nicht genug "Bonapartes" gab, die sich von "Gott" oder Ähnlichem berufen fühlten, aber im Perryversum ist das Fakt!)
Quinto hat geschrieben:
nanograinger hat geschrieben:... die von Anfang an von Scheer praktizierte Überhöhung Rhodans
Ich erkläre es extra für dich noch mal von vorne.
Danke für deine herablassenden Worte, es ist immer wieder eine Freude, sowas zu lesen.... :rolleyes:
Quinto hat geschrieben: Scheers Überhöhung oder sein Personenkult, wie immer man es nennen mag, entsprach im wesentlichen dem, was von historischen Gestalten bekannt ist. Er musste nichts erfinden. Deswegen mein Beispiel Bonaparte. .....
Dein Bonaparte-Vergleich sagt vielleicht mehr über dich und deine politischen Ansichten aus, als über Scheers Inspiration für die Figur Perry Rhodans. Es ist absolut kein Geheimnis, dass sich Scheer u.a. an Sun Koh orientierte und die Superhelden aus dem amerikanischen Raum waren sicherlich auch nicht ohne Einfluss auf die Serie (Mutanten etc.). In PR 1000 wird meines Wissen sogar ein Auszug aus einem frühen Expose für Band 1 abgedruckt. So kam es dann nicht, aber von einer Bonaparte-Figur ist das meilenweit weg.
Quinto hat geschrieben: Der Scheer-Rhodan war die personifizierte politische und militärische Kompetenz. Deshalb wurde er von seiner Umgebung geschätzt und von den Terranern bewundert. Das ist es, was man bei Scheer lesen konnte, auch wenn die entsprechenden Passagen manchmal eher zum Schmunzeln waren wie in Band 100 oder 300. Bemängeln dabei darf man, dass der Mensch Perry Rhodan ein wenig zu kurz kam. All das ist etwas völlig anderes als die spätere Darstellung als Auserwählter mit Kosmokraten-Aura, der die Geschichte des ganzes Kosmos beeinflusst, der Titan, der die Dritte Ultimate Frage beantworten und die Ordnung des "Moralischen Codes" wiederherstellen soll. Allein schon dieser Name: Moralischer Code. Du meine Güte!
Nicht nur kam der Mensch bei Scheer zu kurz, auch die "Bewunderung" nahm geradezu absurde Züge an, und damit meine ich nicht die ersten 100 Bände, sondern bspw. den M87-Zyklus und den "1000-jährigen" Großadministrator.

Aber es geht hier nicht um Scheer und seine Inspiration für die Figur Perry Rhodan, sondern um PR 1000 von Voltz. Und man braucht den Roman nur zu lesen, um festzustellen, dass es eine gerade Linie von PR 19 zu PR 1000 gibt. Das ist doch letztlich das Thema des Romans, die "kosmische Bestimmung" der Menschheit, jenseits von ewigem Gekämpfe und der sinnfreien Expansion des "größer, weiter, schneller", eine qualitative Entwicklung und nicht nur eine quantitative. Diese Linie hätte vielleicht in eine etwas andere Richtung geführt, wenn Scheer gesundheitlich in der Lage gewesen wäre, die Serie bis zu PR 1000 zu führen, aber das war er nicht. Und da er schon seit mindestens den 200er Bänden von Voltz viele Ideen aufnahm, wäre die Richtung vielleicht gar nicht so anders gewesen.

Und was die Zeit nach PR 1000, mit den Ultimaten Fragen und dem Moralischen Kode angeht: Hast du nicht vor kurzem im "Altmutanten-Thread" bemängelt, dass "esoterische" SF in PR angeblich nie "Wurzeln" schlug? Sind aber nicht gerade die kommenden, sagen wir, 300 Romane ein Musterbeispiel von Esoterik in der PR-Serie?

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Hegete_Hegha
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Re: Band 1000 "Der Terraner"

Beitrag von Hegete_Hegha »

Naja - das Fazit für MICH ist - so sehr ich Willi Volz als Autor geliebt habe und mich über jeden und auf jeden Roman von ihm gefreut habe - sowenig hat er mir als Expoautor gefallen. Die Richtung die er der Serie gab - ab Band 1000 denke ich auch frei vom "Übervater" Scheer der vieleicht im Hinterkopf bei ihm vorher noch beeinflussend war - hat mir persönlich nicht zugesagt. Das war nicht die Art von SF die ich lesen wollte. Ein Universum in dem dann letzendlich alles von "Hohen Mächten" bestimmt ist und in dem Perry Rhodan als Erfüllungsgehilfe agiert war nicht meins. Aber sei es drum - die HM spielen aktuell ja Gott-sei-Dank nicht die große Rolle - TEZ ist hinter dem Zeitriss verschwunden - Alles gut.

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Re: Band 1000 "Der Terraner"

Beitrag von Haywood Floyd »

Hegete_Hegha hat geschrieben:Naja - das Fazit für MICH ist - so sehr ich Willi Volz als Autor geliebt habe und mich über jeden und auf jeden Roman von ihm gefreut habe - sowenig hat er mir als Expoautor gefallen. Die Richtung die er der Serie gab - ab Band 1000 denke ich auch frei vom "Übervater" Scheer der vieleicht im Hinterkopf bei ihm vorher noch beeinflussend war - hat mir persönlich nicht zugesagt. Das war nicht die Art von SF die ich lesen wollte.
So ging's mir auch, schon bevor ich dann frustriert ausstieg: WV als Romanautor genial :st: ; WV als Expokrat nicht mein Geschmack :o . Mit ihm als Expo hätte die Serie vermutlich auch den Band 1500 wohl nicht lange überlebt - zuviel fantasylastige Elemente (die andere besser konnten und können) und zu wenig SciFi und Space Opera (die PR hervorragend konnte und kann).
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wearing smells from laboratories, facing a dying nation of moving paper fantasy.
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Faktor10
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Re: Band 1000 "Der Terraner"

Beitrag von Faktor10 »

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Richard
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Re: Band 1000 "Der Terraner"

Beitrag von Richard »

Zum Einen scheint mir das irgendwie auch eine Art "Generationsunterschied" zu sein: Ich bin wohl merklich jünger als ihr beide (Faktor 10, HF) und mir gefallen die Zyklen, die WiVo entworfen hat, durchaus.Klar, auch bei ihm gabs Durchhänger - aber die gabs auch unter KHS als Expokrat.

Dann .. diese immer wieder kehrende Aussage "wenn WiVo so weitergemacht hätte wäre die Serie wohl mit Band 1500 eingestellt worden" .... Ich bin mir sicher, dass auch WiVo auf sinkende Verkaufszahlen reagiert hätte und entweder selber die Handlung anders gestaltet oder auch mal die Expokratenverantwortung in andere Hände gegeben hätte.
Offensichtlich wäre die PR Serie auch mit dem für KHS typischen Verlauf den Bach runtergegangen - ansonsten hätte er selber nicht begonnen selber daran was zu ändern.

Mir hat Band 1000 jedenfalls gut gefallen, als ich ihn das erste Mal las (lange nach dem Ersterscheinungsjahr ...).
Ich wollte mehr von den kosmischen Zusammhängen lesen und hoffte auf eine baldige Fortsetzung dieser Thematik.
Aber nach Band 1000 folgten erst mal etliche Betschidenromane,die man meiner Ansicht nach durch etwas straffen hätte können. Da wurde schon etwas zu viel Tempo rausgenommen. Aber das kam eben nach Band 1000.

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nanograinger
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Re: Band 1000 "Der Terraner"

Beitrag von nanograinger »

Hegete_Hegha hat geschrieben:Naja - das Fazit für MICH ist - so sehr ich Willi Volz als Autor geliebt habe und mich über jeden und auf jeden Roman von ihm gefreut habe - sowenig hat er mir als Expoautor gefallen. Die Richtung die er der Serie gab - ab Band 1000 denke ich auch frei vom "Übervater" Scheer der vieleicht im Hinterkopf bei ihm vorher noch beeinflussend war - hat mir persönlich nicht zugesagt. Das war nicht die Art von SF die ich lesen wollte. Ein Universum in dem dann letzendlich alles von "Hohen Mächten" bestimmt ist und in dem Perry Rhodan als Erfüllungsgehilfe agiert war nicht meins. Aber sei es drum - die HM spielen aktuell ja Gott-sei-Dank nicht die große Rolle - TEZ ist hinter dem Zeitriss verschwunden - Alles gut.
Eigentlich hatte ich gehofft, dass in diesem Thread etwas mehr Analyse des Romans (und auch des Hintergrunds und der Perspektive, die er eröffnet) gemacht wird, bevor man seine Bewertung abgibt. Mir ist es eigentlich egal, ob Forist X WiVo als Autor toll, aber als Expokrat mies fand, das ist ja eine rein persönliche Sache jedes Foristen.

Wenn ich nun hier lese, "Ein Universum in dem dann letzendlich alles von "Hohen Mächten" bestimmt ist und in dem Perry Rhodan als Erfüllungsgehilfe agiert,..." dann frage ich mich einfach: War das denn so? War bei WiVo letztendlich alles von den Hohen Mächten bestimmt? (Und wenn ja, was war dann der Schwarm oder die Aussteuung der ZAs unter Scheer? ) Oder hatte Perry und seine Menschheit in vielen Dingen großen Einfluss, weil die Pläne der Hohen Mächte sich nicht ausgingen, oder gegenseitig neutralisierten? Hat tatsächlich Perry Rhodan als "Erfüllungsgehilfe" agiert, oder hat er nicht ganz konkrete Eigeninteressen seiner Terraner oder Galaktiker verfolgt (bspw bei der PAN-THAU-RA, der "Entrümpelung" der MQ oder kommend die Abwehr/Befriedung von Seth-Apophis). Und hat er möglicherweise sogar schon die Revolte der Ritter im Voraus angelegt (die er aber nicht mehr umsetzen konnte, weil er vorher verstarb), oder ging das auf Thomas Zieglers, Ernst Vlceks oder Kurt Mahrs Ideen zurück? Gibt es denn irgendeinen Hinweis, dass WiVo bspw. die dritte Ultimate Frage am Berg der Schöpfung beantworten wollte? (Ja, das ist jetzt weit vorausgegriffen, aber hier wird ja auch das angebliche Ende der Serie mit Band 1500 wieder durch's Dorf getrieben).

Solcher Art Fragen interessieren mich, und hierzu interessieren mich auch die Meinungen anderer Foristen. Wäre schön, etwas dazu zu lesen.

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Tennessee
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Re: Band 1000 "Der Terraner"

Beitrag von Tennessee »

Salut,

als ich damals den "Terraner" las, war ich von dem Roman eher enttäuscht gewesen. Es war ja stets ein ehrfürchtiges Raunen im Fandom gewesen, wenn man von Band 1000 sprach, aber als ich ihn schließlich erreichte, konnte ich das nicht so empfinden. Vielleicht lag das aber auch daran, dass ich schon andere - zukünftige - Bände und Nebenprodukte (Lexika etc.) gelesen hatte, (ich kam quasi aus der Zukunft und las die Vergangenheit) und somit schon viele der Inhalte kannte. Sicherlich haben die Leser der damaligen Erstauflage das ziemlich anders empfunden.
Stilistisch war der Band okay, aber auch mit den Graffitis als Kontrapunkt wusste ich wenig anzufangen. Wie gesagt, vielleicht wegen meiner Vorkenntnisse.

Die EU sah ich in der Kosmischen Hanse eher weniger, sondern ich las das - vielleicht kurios verquert - eher als historischen Schritt, weg von den "antiken Imperien" (der Römer) hin zu einer moderneren, aufgeklärten Renaissance. Und darum war für mich die NGZ auch nachvollziehbar und willkommen. Es war ja nicht nur eine Organisation, die da entstand, sondern auch eine neue Stufe der Entwicklung. Aber vielleicht steckt da auch viel mehr EU hinter, ohne dass ich das bedacht hatte. Die EU als realpolitische Anleihe ist ja schon sinnvoll.

Rhodan war allerdings, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, nie der Auserwählte von ES, sondern ebenso wie Atlan ein Auserwählter der Kosmokraten. Auch die ZA-Eier waren ja komsokratisch geeicht und ES bloß der Bewahrer für die neuen Kosmokratenhelden. Das mag, nanograinger, vielleicht auch erklären, warum ES Atlan einen ZA verlieh, Crest eine Zelldusche verweigerte. ES war bei Atlan schlicht und ergreifend handlungsgebunden. (Im sehr kontroversen Linguiden-Zyklus gibt es ja zu der Geschichte der Unsterblichkeit noch ein paar weitere Anmerkungen...)
Umso schöner ist es ja, dass ES sowohl mit Perry als auch mit Atlan (und besonders mit Bully) viel Freu(n)de hatte, obwohl die Personen ihm quasi aufgezwungen wurden. So ein hübscher Zufall. *grinst wie eine satte Katze*

Ich glaube, dass WV auch Vieles in der Geschichte ES-Rhodan-Atlan zu einem runden Bild bringen wollte ...

Das zunächst folgende Konzept von der Menschheit im Dienste der Hohen Mächte, mochte ich theoretisch gut leiden. Ich dachte mir, dass es logisch ist, wenn die Menschen "im Konzert der erwachsenen Völker" mitspielen, sie auch eine Position oder ein Ethos wählen aus dem heraus sie agieren. Das dies aber letztendlich zu solch abstrusen Dingen wie die Chronofossilien oder Taurecs mysteriösen Bannspruch für die Milchstraße führt, war dann doch arg abgedreht. Ich hoffte dann später auch ESTARTU, die GdN oder Thoregon...
(Babylon 5 hat dieses Konzept später mit den Vorlonen und den Schatten wieder aufgegriffen und m.E. (im Rahmen einer TV-Serie) zu einem schönen Ende gebracht.)

Ich finde, unter der Prämisse eines Punktuelllesers (Hey, ich kann drei "l" in einem Wort benutzen *grins*), aktuell kaum noch Dinge wieder, die Band 1000 angerissen hat: Die Ritter-Aura ist verschwunden, Monos und Bd 1800 haben die Hanse verschwinden lassen, die Kosmokraten und die Chaotarchen scheinen beide keine hohen Mächte zu sein und ein "Konzert der erwachsenen Völker" für das man einen Standpunkt wählen muss, erkenne ich auch nicht mehr.

Das muss nun nichts Schlimmes sein. Band 1000 ist nun auch schon ein paar Jahrzenhte vergangen. Aber es gibt eines, das ich diesem Band, so enttäuschend ich ihn für mich fand, doch immer wieder positiv zugestehen muss: Dieser Band hat ein (Serien? Personen? Handlungs?) Profil gegeben, das - seltsamerweise? - sogar noch heute nachwirkt. Und DAS ist die große Leistung von Band 1000.

lg
Ten.
„Ein Wort“, sagte Humpty Dumpty, „bedeutet genau das, was ich es bedeuten lasse, nichts anderes.“
„Die Frage ist“, sagte Alice, „ob du Worten so viele Bedeutungen geben kannst“.
„Die Frage ist“, sagte Humpty Dumpty, „wer die Macht hat – das ist alles.“

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Clark Flipper
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Re: Band 1000 "Der Terraner"

Beitrag von Clark Flipper »

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Das Bild steht auf meinen Windows 10 Systemen als Anmeldebildschirm zu meinen Profil.

Mein Einstige in die EA begann mit 1111 und daher gelangte ich ersten über Umwege zu diesen Roman.

Trotzdem war ich ein Kind dieses Zeitgeistes und wurde beim lesen von selben getragen.

WiVo bringt in seiner speziellen Art mein Kopfkino zum laufen.

Der erste Terraner!

Und das war auch genau der Satz der für mich für Crest steht und damit zu Scheer.

Für mich schließt sich hier der Kreis und bricht auf zur Unendlichkeit. :D

Edit: Ich grinse jetzt auch wie eine dicke Katze, weil ich bei Ten einen gut habe. ;-)
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Re: Band 1000

Beitrag von Tennessee »

Clark Flipper hat geschrieben:[...]

Edit: Ich grinse jetzt auch wie eine dicke Katze, weil ich bei Ten einen gut habe. ;-)
Warum hast du denn bei mir einen gut? Das verstehe ich nicht. *kopfkratz*

lg
Ten.
„Ein Wort“, sagte Humpty Dumpty, „bedeutet genau das, was ich es bedeuten lasse, nichts anderes.“
„Die Frage ist“, sagte Alice, „ob du Worten so viele Bedeutungen geben kannst“.
„Die Frage ist“, sagte Humpty Dumpty, „wer die Macht hat – das ist alles.“

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Re: Band 1000 "Der Terraner"

Beitrag von Clark Flipper »

So, nach dem ich Ten erklärt habe in welch auswegsloser Situation er sich befindet, noch etwas zum Roman.

Ich habe beim lesen gedacht das WiVo eigentlich einen für ihn untypischen Roman geschrieben hat, was ich durch die Aussage von Ten bestätigt sehe.

Ich hatte den Roman gerade erst vor wenigen Wochen nochmals gelesen und ich sehe es so, das WiVo für die Utopie die er vermitteln möchte auf einige seiner stärken in seinen normalen Romanen verzichtet.
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Re: Band 1000 "Der Terraner"

Beitrag von palmerwmd »

Ich erinner mich vond Band 1000 sehr entauescht gewesen zu sein. :(

Statt der handfesten Handlung eines Schluesselromans gab es noch mehr inhaltlose und gequalte Mystik. :unsure:

Dieser Roman und die schwache Zyklen danach haben bei mir zur langsamen Abwendung von der Serie gefuehrt. -_-

Nocht heute habe ich irgendwie das Gefuehl die eigentliche PR Serie war 1- bis etwa 799 oder so. :devil:

Voltz hatte grosse Fantasie aber zu viele Handlungs elemente wurden eingebracht die eigentlich wie wir im Amerikanischem sagen einen "jump the Shark" effekt haben.

Der Begriff kam aus einer sehr erfolgreichen TV serie hier, ueber Geschichten in einer hiesigen Kleinstadt.. und der lokale Hecht der "Fonzi" sprang in einer Episode mit einem Motorrad ueber einen Hai im grossen Wasssertank.

Amuesante Episode.. aber irgenwie .. wo geht man danach hin.?. das "normale Kleinstadt mileu" die das Erfolgsrezept bis dahin war..war dadurch total geprengt.. und die Serie verlor an interesse.

Fuer mich was das exessive Zwiebelschalen modell und immer mehr mystik mit Kosmokraten und Superintelligenzen statt der Ueberlebenskampf von Individuen und Voelkern eine art "Jump the Shark".

Und Band 1000 ist dafuer der Meilenstein.

Danach habe ich jahrzentelang die Serie kaum verfolgt und lieber wieder die 1-900 oder so gelesen. Auch in den speaten 700ern, 800er oder gar 900er (die Tragik des Amtranik und seiner Laboris war Klasse gemacht...weiss irgendwer was aus den Laboris geworden ist?) hatten hier und da noch mini zyklen mit was ich bei mir "Rhodanismus" nenne.. also eine klasse deutsche Interpretation des "Space Opera" Genres.

(aber z.B., Die endlosen Episoden iin den 900ern mit den laecherlichen Zwottern waren.. na.. mehr peinlich anstatt "richtiger" PR.)

Aber je weiter wir vom letzen Expose des KH Scheer wegkamen (spaete 600er) je weniger "Deutsche Space Opera" und je mehr Mystik und Zwiebelschalen modell hatten wir.
Am Anfang war das noch interressant wo die reste des Solaren Imperiums (was die terraner in der SOL und im NEI ja waren) tragisch durchs Universum schipperten das gab Tiefe, ohne mystik..... zumindest am Anfang.. aber es war dann am Ende ein weiterer schritt in die "neue " Richtung..

Der W Voltz war eine begnadeter PR Autor .... einer der besten ueberhaupt..and sehr Fantasievoll... aber die Expose Richtung der Serie unter ihm,..nach KH Scheer war, fand ich, eine langsame aber merkliche Abwendung vom "eigentlichen" PR.

Und der Band 1000 ist dafuer ein Meilenstein.. weniger Handlung.. mehr Kosmokraten bims, mehr Mystik.

Spaeter mit dem Kriegerkult, dem Reich Tradom gab es wieder gute "Space Opera" :st: und ich hab beide Zyklen mit e-bestellung gelesen.
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palmerwmd
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Re: Band 1000 "Der Terraner"

Beitrag von palmerwmd »

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GruftiHH
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Re: Band 1000 "Der Terraner"

Beitrag von GruftiHH »

Verkutzon hat geschrieben:
GruftiHH hat geschrieben:
Verkutzon hat geschrieben:Vielen Dank an GruftiHH für seine Arbeit und Hingabe in diesem Classic-Tread!
Ups. :o( ....... Danke für die Blumen..... Vielleicht mache ich ja irgendwann mal weiter mit einem Classic-Thread. Im Augenblick ist aber etwas die Luft raus.
Ach nö GruftiHH...jetzt gehts doch frisch und spannend weiter mit dem Hansezyklus...! :D
Mal sehen. Eventuell steige ich noch mal wieder mit den Silberbänden ein. Hefte auf jeden Fall nicht mehr. Die SBs gefallen mir sehr gut, da sie aufgearbeitet worden sind.

Aber macht dann überhaupt ein Thread sind?
* Am Ende des Regensbogen sehen wir uns wieder. *

zephydia
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Re: Band 1000 "Der Terraner"

Beitrag von zephydia »

Für mich ist Band 1000 ein sehr interessanter Roman. Interessanterweise eher der Höhepunkt des vorherigen als der Start des neuen Zyklus. Mir gefiel einiges daran sehr gut. Zum Beispiel freute es mich dass die Bewustseine der Mutanten doch noch in gewisserweise selbstständig agieren konnten. Carfesch konnte sogar wieder zu einem körperlichen Wesen werden, wenn auch nur in Form einer scheinbar materiellen Projektion (ähnlich vielleicht den Holodeck-Projektionen auf der Enterprise). Und ES gab Perry endlich mal sinvolle Informationen statt ihn mit mysteriösen Andeutungen abzuspeisen . Ich muss sagen dies ist einer der wenigen Romane die ich gelesen habe in dem ES fast schon sympatisch war, auch wenn die Tatsache das ES Perry offensichtlich von Kindheit an beeinflusste zumindest sehr ambivalent ist.

Perry wurde hier auf interessante Weise geschildert: Unsicher, geradezu verloren. Und hier funktionierte es auch wohingegen in vielen neueren Heften Perrys ständige Beschäftigung mit sich selbst übertrieben und aufgesetzt wirkt. Der Unterschied ist für mich dass Willy Voltz mich überzeugen kann dass Perry Rhodan hier eine echte Krise durchmacht wohingegen er in den neueren Heften auf mich oft einfach nur wie ein Teenager wirkt, der Teenager typisch das ganze Universum auf seine eigenen Befindlichkeiten reduziert.

Die Handlung um die Suche nach den beiden Auserwählten gab dem Roman dann noch einen Schuss SF-Abenteuer auch wenn dass ganze auch etwas Düsteres, beinahe Tragisches hatte.

Was mir nicht gefiel waren die Graffitis. Ich weiss, sie sind bei vielen Lesern sehr beliebt aber auf mich wirkten sie einfach zu gewollt, zu sehr der Versuch etwas Wertvolles zu schreiben. Aber vielleicht bin ich auch einfach nur zu zynisch dafür. Zumindest damals war es bestimmt sehr ungewöhnlich reale Probleme in einem Heftroman so deutlich anzusprechen.
Alles in allem ein sehr gutes Heft und für mich ein viel besserer tausender Jubieläumsband als 2000, obwohl Robert Feldhoff und Ernst Vlcek zwei Autoren waren deren Sachen mir oft sehr gut gefielen funktionierte dieser Roman für mich viel weniger als 1000.

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