Die Dritte Macht - Damals vor 50 Jahren....

Unvergessene Abenteuer, legendäre Zyklen - nachgelesen und neu diskutiert.
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zephydia
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Re: Die Dritte Macht - Damals vor 50 Jahren....

Beitrag von zephydia »

Omar Hawk hat geschrieben:Mein Problem, wenn man das eo nennen will, ist eben gerade der Zeitgeist der frühen 1960er Jahre, der aus den Romanen dringt. Ich habe diese Zeit bewusst erlebt, und ich bin ganz froh, dass sie Geschichte ist. In einem SF Roman wirkt das für mich dann irgendwie kontraproduktiv, weil ich ja durch die inzwischen stattgefundene Entwicklung weiß, dass sich die Zukunft was Umgangsformen betrifft eben nicht so entwickelt hat. Für mich ist Science Fiction oder besser ein Abenteuer in der Zukunft mit den Gepflogenheiten von gestern paradox, wenn Du verstehst, was ich meine. Da kann ich mit den aktuellen Romanen (ich lese ja auch PR NEO) weit mehr anfangen, weil die eben von der heutigen Warte aus geschrieben sind.
Trotzdem lese ich die alten Hefte gerne, aber eigentlich nur aus nostalgischen Gründen.

Bei Tolkien und Doyle ist das was anderes. Die beschreiben ja Abenteuer mit dem Erfahrungshorizont einer Zeit und Welt, die mit meinen eigenen Erfahrungen nichts zu tun haben. Deshalb stören mich da antiquiert wirkende Formulierungen weit weniger. Bei Tolkien kommt noch dazu, dass die Welt, die er beschreibt, völlig fiktiv ist und sich eher aus der Sagenwelt unserer Vorfahren speist.
Das kann ich verstehen. Wenn man eine Zeit aktiv miterlebt hat ist man sich natürlich ihrer unerfreulichen Seiten viel bewuster als wenn man sie nur aus zweiter Hand, also z.B. Filmen, Fernsehen, Erzählungen von Verwandten und Bekannten kennt. Was bei mir der Fall ist.Vermutlich darum wirkt das ganze auf mich zunächst einmal charmant und sympatisch. Wobei es trotzdem gerade im "Die dritte Macht" Zyklus einiges gibt das mich SEHR stört! Vor allem Perrys Machtgehabe geht mir dort oft sehr auf den Geist.
Er kommt da teilweise für mich wirklich wie ein Diktator rüber! Ich bin froh das die Autoren dann sehr schnell gegengesteuert haben. Ich frage mich nur ob das Absicht war oder nicht. War man sich nicht bewusst wie der Titelheld der Serie wirkte? Fand man es angemessen? Oder wollte man ganz bewusst Perrys Entwicklung als Mensch zeigen der erst lernen muss mit Macht und Verantwortung umzugehen?

Was mich an den aktuellen Heften stört ist (neben einigen anderen Dingen) eben gerade ihre starke Anlehnung an die Gegenwart. Manchmal habe ich mir beim Lesen der Hefte um Orplyd und zuvor die Tius in der Milchstraße echt gedacht: Wir sind 3000 Jahre in der Zukunft und in Syrien ist immer noch Krieg?!?. Aber da können die Autoren wohl nicht aus ihrer Haut raus. Nur je weiter man in der Zukunft ist je unglaubwürdiger wirkt auf mich diese starke Einbindung der aktuellen Tagesnachrichten.
Und die modernen Umgangsformen... irgentwie passen die für mich auch nicht wirklich in eine SF-Serie die Jahrtausende in der Zukunft spielt. Z.b. hat die Beziehung zwischen Perry und Sichu oder Fayre und ihrem neuen Freund bei einigen Autoren einfach zu viel von einer Daily Soap für mich. Auch wenn die Hefte grundsätzlich meistens gut bis sehr gut geschrieben sind.

Zu Neo kann ich leider nichts sagen. Ich hatte zwar überlegt mal einzusteigen aber ich bin einfach kein Fan von Reboots. Da gibt es im Kino und im Fernsehen für meinen Geschmack bereits viel zu viele...
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Omar Hawk
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Re: Die Dritte Macht - Damals vor 50 Jahren....

Beitrag von Omar Hawk »

Und so kann ich zur aktuellen EA nichts sagen. Das letzte Mal habe ein Heft der EA vor ca. 16-17 Jahren gelesen, also ein aktuelles.

Ich glaube nicht, dass man Perrys Entwicklung demonstrieren wollte. Ich vermute viel mehr, dass man selbst bald merkte, dass die Hauptperson ein wenig zu unfehlbar und überlegen dargestellt wurde. Auch war man sich vermutlich gar nicht bewusst, dass das ganze Konstrukt der Dritten Macht und vor allem dann später des Solaren Imperiums auf Außenstehende wie eine verkappte Diktatur wirkte. Es gab ja dann auch entsprechende Kritik von eher linken Kritikern. Auch wenn diese Kritik oft schlecht begründet war oder auf nur sehr oberflächlicher Kenntnis der Serie beruhte, einen wahren Kern enthielt sie schon.
Ein Großadministrator mit fast uneingeschränkter Macht, dazu biologisch unsterblich, der immer wieder gewählt wird, wirkt nun mal schnell wie ein Diktator, auch wenn er das nach dem Selbstverständnis der Autoren natürlich nicht ist. Man konnte sich das damals halt nicht anders vorstellen.
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Faktor10
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Re: Die Dritte Macht - Damals vor 50 Jahren....

Beitrag von Faktor10 »

Das Konzept der Regierungsform lehnte sich stark an die USA an. Ich lese öfters die ganz alten Romane. Als junger Mensch war es mir nicht aufgefallen aber in den letzten 30 Jahren wohl das PR sehr arrogant rüber kam. Besonders fällt es auf, wenn man die Silberlesungen hört. Dort wird durch das gesprochene Wort dieses noch mal hervorgehoben. Aber schon in den Bänden nach Band 100 wurde es etwas besser. Schlimm fand ich immer die Bezeichnung, Mädchen. Schon damals waren sie Frauen auch wenn manche nur am Herd standen.
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DoroDarkness
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Re: Die Dritte Macht - Damals vor 50 Jahren....

Beitrag von DoroDarkness »

Omar Hawk hat geschrieben: Ein Telekinet kann sich selbst mittels seiner Gabe anheben und bewegen. Gucky hat das mehrfach bewiesen.
In der Tat in Teil 2818 habe ich eine solche Stelle tatsächlich gefunden.
Omar Hawk hat geschrieben: Ich glaube nicht, dass man Perrys Entwicklung demonstrieren wollte.
Nein, könnte ich so auch nicht bestätigen, denn hauptsächlich wird Rhodan meistens durch die Geschichte selber vorangetrieben. Eine Entwicklung würde viel Platz für Innenansichten der Figur benötigen. Nur aus seinen jeweiligen Reaktionen auf eine charakterliche Entwicklung zu schließen, geht mir meistens zu weit.
Omar Hawk hat geschrieben: Ich vermute viel mehr, dass man selbst bald merkte, dass die Hauptperson ein wenig zu unfehlbar und überlegen dargestellt wurde. Auch war man sich vermutlich gar nicht bewusst, dass das ganze Konstrukt der Dritten Macht und vor allem dann später des Solaren Imperiums auf Außenstehende wie eine verkappte Diktatur wirkte.
Das Problem stellt sich bei vielen Superhelden oder so Leuten wie dem Doktor. Manche Autoren machen diese Problematik zum Thema, andere nicht.
Omar Hawk hat geschrieben: Man konnte sich das damals halt nicht anders vorstellen.
Mal ganz provokant in den Raum geworfen: Vielleicht schon, nur hätten solche Konzepte einen weitaus kleineren Käuferkreis ergeben, was für ein kommerzielles Produkt sicherlich ein Problem gewesen wäre.
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Soulprayer
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Re: Die Dritte Macht - Damals vor 50 Jahren....

Beitrag von Soulprayer »

DoroDarkness hat geschrieben:
Omar Hawk hat geschrieben: Ich vermute viel mehr, dass man selbst bald merkte, dass die Hauptperson ein wenig zu unfehlbar und überlegen dargestellt wurde. Auch war man sich vermutlich gar nicht bewusst, dass das ganze Konstrukt der Dritten Macht und vor allem dann später des Solaren Imperiums auf Außenstehende wie eine verkappte Diktatur wirkte.
Das Problem stellt sich bei vielen Superhelden oder so Leuten wie dem Doktor. Manche Autoren machen diese Problematik zum Thema, andere nicht.
Ich denke nicht, dass diese zwei "negativen Konzepte" auf den Doktor anwendbar sind.
Unfehlbarkeit: der dreizehnte Doktor (Peter Capaldi) hat Davros von einem Minenfeld gerettet, obwohl er NICHT wusste, dass es Davros ist.
Überlegenheit: Der zehnte Doktor (David Tennant) hat ja versucht, Davros zu retten obwohl es sein Erzfeind ist. Aber er wollte sich nicht retten lassen und hat ihn einen Zerstörer der Welten beschimpft. Er wollte seine Überlegenheit beweisen, wurde aber quasi in seine Schranken gewiesen. Überlegenheit geht meines Erachtens anders. ^^
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DoroDarkness
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Re: Die Dritte Macht - Damals vor 50 Jahren....

Beitrag von DoroDarkness »

Gut, wenn man seine Analyse mit den Begriffen unfehlbar und überlegen startet, mag das stimmen. Jedoch haben alle grundsätzlich das Potenzial zum Diktator, ebenso wie unser unsterblicher Held. Da ich aktuell gerade die Teile 20 bis 24 gelesen habe, kann ich hinzufügen, dass auch Rhodan hier angeschlagen, kränklich und vor-sich-fiebernd nicht einen unfehlbar überlegenen Eindruck macht. Im Gegenteil führten viele seiner alten Entscheidungen zu diesem Desaster.

Vielleicht sieht man in solchen Diskussionen auch den Begriff Diktator/Diktatur zu einseitig. Wer Zeit und Muße hat, kann doch einmal entsprechende Lexikondefinitionen Punkt für Punkt am Beispiel Rhodan und seiner Dritten Macht abhaken. Denke aber, da bleibt am Ende wenig übrig auf der Habenseite. Was bleibt ist eben hauptsächlich die Wirkung auf den Leser/Zuschauer und die ist sowieso tendenziell emotional geprägt oder entsteht durch Weglassen von belegbaren Fakten, damit sich das Gesamtbild, das man erwartet auch so bestätigt (-> auch Matans falsche Welt). Nur welche Fakten darf man in einem solch inhomogenen Universum wie dem Rhodanschen weglassen? Wo fiese Weltraumratten mal aussehen wie Mickimaus oder wie ein knuffiger pummliger Hamster?

Werde diese Thematik im meiner Lesung aber sicher noch mal entsprechend aufgreifen und zur Diskussion stellen.

ps: unstrittig ist aber auch, dass Doktor Zehn in der Specialserien Marsfolge genau alle Regeln über den Haufen wirft und dabei ist, sich sein Universum so zu schaffen, wie er es will
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Re: Die Dritte Macht - Damals vor 50 Jahren....

Beitrag von Soulprayer »

DoroDarkness hat geschrieben:Gut, wenn man seine Analyse mit den Begriffen unfehlbar und überlegen startet, mag das stimmen. Jedoch haben alle grundsätzlich das Potenzial zum Diktator, ebenso wie unser unsterblicher Held. Da ich aktuell gerade die Teile 20 bis 24 gelesen habe, kann ich hinzufügen, dass auch Rhodan hier angeschlagen, kränklich und vor-sich-fiebernd nicht einen unfehlbar überlegenen Eindruck macht. Im Gegenteil führten viele seiner alten Entscheidungen zu diesem Desaster.
Ja, aber das kann man auch über den Doktor sagen.
"Hätte", "Wäre", "Könnte" sind diese Was-wäre-wenn.
Bei den Episoden von Doctor Who gibt es gute wie auch schlechte Beispiele.
Was ich bspw schlecht fand, war dass der Doktor in "Vampires of Venice" sich nicht für die Vampire eingesetzt hat und eine Lösung für sie erarbeitete. Das war so gar nicht der Doktor, den er eigentlich als Helfer repräsentierte.
Für mich bislang die schlechteste Episode seit Neu-Ausstrahlung.
DoroDarkness hat geschrieben:Vielleicht sieht man in solchen Diskussionen auch den Begriff Diktator/Diktatur zu einseitig. Wer Zeit und Muße hat, kann doch einmal entsprechende Lexikondefinitionen Punkt für Punkt am Beispiel Rhodan und seiner Dritten Macht abhaken. Denke aber, da bleibt am Ende wenig übrig auf der Habenseite. Was bleibt ist eben hauptsächlich die Wirkung auf den Leser/Zuschauer und die ist sowieso tendenziell emotional geprägt oder entsteht durch Weglassen von belegbaren Fakten, damit sich das Gesamtbild, das man erwartet auch so bestätigt (-> auch Matans falsche Welt). Nur welche Fakten darf man in einem solch inhomogenen Universum wie dem Rhodanschen weglassen? Wo fiese Weltraumratten mal aussehen wie Mickimaus oder wie ein knuffiger pummliger Hamster?
Ein gutes Beispiel in dieser Kerbe ist Supreme Commander Servalan aus Blake's 7. B-)
DoroDarkness hat geschrieben:Werde diese Thematik im meiner Lesung aber sicher noch mal entsprechend aufgreifen und zur Diskussion stellen.
Immer gern. :)
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Re: Die Dritte Macht - Damals vor 50 Jahren....

Beitrag von Clark Flipper »

:gruebel: In welchen der ersten 50 Bände spielt der Dr. mit?
Oder ist es gar Dr. Haggard oder vielleicht Dr. Manoli? :rolleyes:
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Re: Die Dritte Macht - Damals vor 50 Jahren....

Beitrag von Soulprayer »

Ok, ich höre auf mit meinem rumge"nerd"el :D
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Re: Die Dritte Macht - Damals vor 50 Jahren....

Beitrag von Homer G Adams »

Faktor10 hat geschrieben:Das Konzept der Regierungsform lehnte sich stark an die USA an. Ich lese öfters die ganz alten Romane. Als junger Mensch war es mir nicht aufgefallen aber in den letzten 30 Jahren wohl das PR sehr arrogant rüber kam. Besonders fällt es auf, wenn man die Silberlesungen hört. Dort wird durch das gesprochene Wort dieses noch mal hervorgehoben. Aber schon in den Bänden nach Band 100 wurde es etwas besser. Schlimm fand ich immer die Bezeichnung, Mädchen. Schon damals waren sie Frauen auch wenn manche nur am Herd standen.

Prinzipiell sehe ich es auch so. Als junger Mensch (Schüler + Teenager) erlebte ich die Sechziger Jahre und ab 1966 las ich voller jugendlicher Begeisterung PR. Zwischen 1961 und 1965 las ich zuerst Nick den Weltraumfahrer.

Junge Leute von heute können wohl nicht mehr begreifen, welche Aufbruchstimmung vor allem in der Raumfahrt in den 60er herrschte. Wir saßen familienweise am einzigen existierenden Fernsehen und sahen die Sendungen mit voller Begeisterung und Raumschiff Orion ab 1966 an. Die Großeltern wurden von uns Jungen informiert, was ‚dort oben’ war B-)

Wir jungen PR-Leser empfanden uns als ‚Terraner’ und entwickelten ein ‚Kosmisches Bewusstsein’, was immer das aus heutiger Sicht auch bedeuten mag :lol:

Politik spielte erst ab der 68er Jahre, ich war damals Teenager, eine Rolle. Aber wer die 60er als ‚verstaubte’ Zeit aus der heutigen Sicht sieht, ohne es persönlich erlebt zu haben, dem halte ich entgegen: Wir gingen voller Begeisterung und Fortschrittsgläubigkeit in diese Zeit und unsere Eltern bauten unser Land wieder nicht nur materiell auf. Politisch waren diese Zeiten auch nicht schlimmer als heute. Die Lager des damaligen Kalten Krieges haben sich leider wieder seit 2014 gebildet und unsere westliche Gesellschaft spaltet sich eben wie weiland zwischen 1929 bis 1932 in zwei sich zwei feindlich gesinnte Lager, die sich nur noch mit Hass begegnen und dem jeweils Anderen die Intelligenz absprechen. :o

Also wirklich, so ‚finster’, wie in einigen Beiträgen hier dargestellt, waren die 60er nicht. Und solche Begriffe wie ‚Diktator Rhodan’ und militaristisch gesinnte Dritte Macht und Solares Imperium kommen mir ziemlich bekannt und ‚antiquiert’ vor. Wir hatten diese politische Diskussion über PR bereits in den Siebziger, wo ich mich leider ebenfalls für zwei Jahre beteiligte. Als Juso konnte ich doch aus ‚politischen Gründen’ nicht noch PR-Lesen lesen. Das wurde dann rasch besser und ich holte die Bände zwischen 550 und 650 danach nach. Die alte Überzeugung ein Terraner mit einem kosmischen Bewusstsein zu sein setzte sich rasch wieder durch B-)
Spätestens seit WiVo das Ruder bei PR übernahm beruhigten sich die Gemüter wieder.

Ich brauchte Monate, um die Entscheidung der Mods zu verstehen, die Politik aus dem Forum raus zuwerfen. Bitte haltet Euch daran und versucht die Sechziger Jahre nicht mit der Brille der heutigen NICHT BESSEREN Welt zu betrachten.

Auch die angeblich ‚antiquierte’ Sprache der Gründungsautoren klingt nur aus der Brille der heutigen Zeit so. Ich persönlich halte sie für erfrischend und vor allem KHS war auch stilistisch ein sehr guter Autor. Punkt! :-=
„Cappuccino und Earl Grey ☕🍵🥐 ist uebrigens ein Hauptgrund, der die Existenz Terras berechtigt erscheinen lässt. “ etwas abgeändert.
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Re: Die Dritte Macht - Damals vor 50 Jahren....

Beitrag von zephydia »

quote="Faktor10"]Das Konzept der Regierungsform lehnte sich stark an die USA an. Ich lese öfters die ganz alten Romane. Als junger Mensch war es mir nicht aufgefallen aber in den letzten 30 Jahren wohl das PR sehr arrogant rüber kam. Besonders fällt es auf, wenn man die Silberlesungen hört. Dort wird durch das gesprochene Wort dieses noch mal hervorgehoben. Aber schon in den Bänden nach Band 100 wurde es etwas besser. Schlimm fand ich immer die Bezeichnung, Mädchen. Schon damals waren sie Frauen auch wenn manche nur am Herd standen.[/quote]

Ja den Begriff "Mädchen" fand ich auch immer etwas unglücklich wobei das vermutlich einfach der Sprachgebrauch war und nicht bewusst geschrieben wurde um die weiblichen Charaktere herabzusetzten.
Homer G Adams hat geschrieben: Prinzipiell sehe ich es auch so. Als junger Mensch (Schüler + Teenager) erlebte ich die Sechziger Jahre und ab 1966 las ich voller jugendlicher Begeisterung PR. Zwischen 1961 und 1965 las ich zuerst Nick den Weltraumfahrer.

Junge Leute von heute können wohl nicht mehr begreifen, welche Aufbruchstimmung vor allem in der Raumfahrt in den 60er herrschte. Wir saßen familienweise am einzigen existierenden Fernsehen und sahen die Sendungen mit voller Begeisterung und Raumschiff Orion ab 1966 an. Die Großeltern wurden von uns Jungen informiert, was ‚dort oben’ war B-)

Wir jungen PR-Leser empfanden uns als ‚Terraner’ und entwickelten ein ‚Kosmisches Bewusstsein’, was immer das aus heutiger Sicht auch bedeuten mag :lol:

Politik spielte erst ab der 68er Jahre, ich war damals Teenager, eine Rolle. Aber wer die 60er als ‚verstaubte’ Zeit aus der heutigen Sicht sieht, ohne es persönlich erlebt zu haben, dem halte ich entgegen: Wir gingen voller Begeisterung und Fortschrittsgläubigkeit in diese Zeit und unsere Eltern bauten unser Land wieder nicht nur materiell auf. Politisch waren diese Zeiten auch nicht schlimmer als heute. Die Lager des damaligen Kalten Krieges haben sich leider wieder seit 2014 gebildet und unsere westliche Gesellschaft spaltet sich eben wie weiland zwischen 1929 bis 1932 in zwei sich zwei feindlich gesinnte Lager, die sich nur noch mit Hass begegnen und dem jeweils Anderen die Intelligenz absprechen. :o

Also wirklich, so ‚finster’, wie in einigen Beiträgen hier dargestellt, waren die 60er nicht. Und solche Begriffe wie ‚Diktator Rhodan’ und militaristisch gesinnte Dritte Macht und Solares Imperium kommen mir ziemlich bekannt und ‚antiquiert’ vor. Wir hatten diese politische Diskussion über PR bereits in den Siebziger, wo ich mich leider ebenfalls für zwei Jahre beteiligte. Als Juso konnte ich doch aus ‚politischen Gründen’ nicht noch PR-Lesen lesen. Das wurde dann rasch besser und ich holte die Bände zwischen 550 und 650 danach nach. Die alte Überzeugung ein Terraner mit einem kosmischen Bewusstsein zu sein setzte sich rasch wieder durch B-)
Spätestens seit WiVo das Ruder bei PR übernahm beruhigten sich die Gemüter wieder.

Ich brauchte Monate, um die Entscheidung der Mods zu verstehen, die Politik aus dem Forum raus zuwerfen. Bitte haltet Euch daran und versucht die Sechziger Jahre nicht mit der Brille der heutigen NICHT BESSEREN Welt zu betrachten.

Auch die angeblich ‚antiquierte’ Sprache der Gründungsautoren klingt nur aus der Brille der heutigen Zeit so. Ich persönlich halte sie für erfrischend und vor allem KHS war auch stilistisch ein sehr guter Autor. Punkt! :-=
:rolleyes:Meine Güte. Ich hatte nicht vor jemanden mit dem was ich geschrieben habe zu beleidigen. Ich stehe aber dazu das ich Rhodans Verhalten in diesem ersten Zyklus der Serie teilweise sehr unsympatisch fand. Ich schrieb übrigens auch nicht das er ein Diktator war sondern wenn ich mich jetzt mal jetzt selbst zitieren darf er das er teilweise für mich wie einer rüber kam. Damit bezog ich mich auf sein Verhalten gegenüber vorallem Bully aber auch Crest, Thora, Manolli überhaupt eigentlich jedem der damals ihn und seine Pläne unterstüzte. Er bügelte jeden Wiederspruch einfach ab und setzte weiterhin auf seine militärische Autorität die er aber seit dem Ende des ersten Heftes natürlich nicht mehr hatte. Er schien jeden als reine Befehlsempfänger zu betrachten. Aber wie Faktor 10 schrieb änderte sich das zum Glück bereits nach den ersten 100 Bänden meiner Meinung nach wurde er eigentlich schon im "Atlan und Arkon" Zyklus etwas zugänglicher. Ich hatte auch nicht vor über Politik zu diskutieren sondern über Perry Rhodans Entwicklung als Charakter in der Serie. Da muss man nicht gleich mit den Mods drohen. Dachte ich jedenfalls bisher... Und den Schreibstil der alten Hefte habe ich nicht kritisiert das waren Leser der schon erheblich länger als ich dabei sind.Nebenbei ich mag Scheers Romane.

Aber da Du mir jetzt ganz deutlich klargemacht hast das ich damals nicht dabei war, über kein wie Du es nennst "kosmisches Bewustsein" :rolleyes: verfüge und darum auch kein recht habe hier mit zu diskutieren halte ich jetzt meine Klappe. Obwohl ich über die alten Zyklen (die angenehmerweise noch völlig frei von "kosmischen Bewustsein" waren) gerne mitdiskutiert hätte. Aber auf Zoff mit Dir habe ich keinen Nerv.
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Re: Die Dritte Macht - Damals vor 50 Jahren....

Beitrag von zephydia »

Übrigens verstehe ich jetzt warum soviele Leute hier angemeldet sind aber praktisch nie was schreiben...
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Re: Die Dritte Macht - Damals vor 50 Jahren....

Beitrag von dandelion »

Ja, die 60er-Jahre waren ein Jahrzehnt des Umbruchs, in dem sich viele Wertvorstellungen verändert haben. Aber mit zunehmendem zeitlichen Abstand schwindet naturgemäß die Erinnerung daran. Logischerweise lesen sich auch die Romane vom Ende des Jahrzehnts anders als die ersten Hefte von 1961.

Auch die Personendarstellung änderte sich natürlich. Anfangs ist Rhodan nicht unbedingt eine Person zum liebhaben. Viel zu autoritär und manchmal mit kaum verständlichen Aktionen. Ein gutes Beispiel dafür ist der unverständliche und tödliche bodennahe Überflug über das russische Lager in einem der Venusromane. Da wirkt Rhodan alles andere als sympathisch.

Als Politiker habe ich mir Rhodan eigentlich auch nie vorstellen können. Dafür ist er viel zu ehrlich und geradlinig. Am überzeugendsten war er für mich als Kommandant verschiedener Raumschiffe auf Missionen weitab von Terra.
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Re: Die Dritte Macht - Damals vor 50 Jahren....

Beitrag von Clark Flipper »

zephydia hat geschrieben:Übrigens verstehe ich jetzt warum soviele Leute hier angemeldet sind aber praktisch nie was schreiben...
Vielleicht ist das ja auch besser so, wo es doch so viele sind und da du es jetzt verstehst. :devil:

Also zu einer guten Diskussion gehören immer zwei und meistens habe Sie durch aus unterschiedliche Meinungen. :unschuldig:
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Re: Die Dritte Macht - Damals vor 50 Jahren....

Beitrag von Homer G Adams »

zephydia hat geschrieben:Übrigens verstehe ich jetzt warum soviele Leute hier angemeldet sind aber praktisch nie was schreiben...
Ja so ist das halt mit dem Schreiben. Wir sollten immer daran denken, dass Rhodanisten, die Perry seit den Sechziger Jahre lesen, die Serie vielleicht anders sehen, als eventuelle Newbies welche PR mit der Brille aus der heutigen Sicht zu deuten versuchen.
Wer als Teenager die Aufbruchsstimmung, welche die PR-Serie in den Sechziger für eine große Zahl von jungen Lesern damals generierte, selbst miterlebte, sieht die Serie vielleicht etwas anders, als solche die das nicht miterlebten.

Wir lassen es einfach dabei und akzeptieren die jeweilige andere Meinung.
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Re: Die Dritte Macht - Damals vor 50 Jahren....

Beitrag von Homer G Adams »

dandelion hat geschrieben:Ja, die 60er-Jahre waren ein Jahrzehnt des Umbruchs, in dem sich viele Wertvorstellungen verändert haben. Aber mit zunehmendem zeitlichen Abstand schwindet naturgemäß die Erinnerung daran. Logischerweise lesen sich auch die Romane vom Ende des Jahrzehnts anders als die ersten Hefte von 1961.

Auch die Personendarstellung änderte sich natürlich. Anfangs ist Rhodan nicht unbedingt eine Person zum liebhaben. Viel zu autoritär und manchmal mit kaum verständlichen Aktionen. Ein gutes Beispiel dafür ist der unverständliche und tödliche bodennahe Überflug über das russische Lager in einem der Venusromane. Da wirkt Rhodan alles andere als sympathisch.

Als Politiker habe ich mir Rhodan eigentlich auch nie vorstellen können. Dafür ist er viel zu ehrlich und geradlinig. Am überzeugendsten war er für mich als Kommandant verschiedener Raumschiffe auf Missionen weitab von Terra.

Stimme dir Wort für Wort zu Dande! :st:
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Re: Die Dritte Macht - Damals vor 50 Jahren....

Beitrag von zephydia »

Clark Flipper hat geschrieben:
Also zu einer guten Diskussion gehören immer zwei und meistens habe Sie durch aus unterschiedliche Meinungen. :unschuldig:
Ja, nur wenn jemand in eine Diskussion kommt (an der er sich zuvor überhaupt nicht beteiligt hatte) und sich das recht herausnimmt, einfach nur weil er schon länger dabei ist, die Diskussion beenden zu wollen, weil ihm die Richtung nicht gefällt in der sie sich bewegt finde ich das :übel: . Sowas steht nur den Mods zu. Aber wenn ich sehe was im "55 Jahre Perry Rhodan" Glückwusch Thread abgelaufen ist...
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Re: Die Dritte Macht - Damals vor 50 Jahren....

Beitrag von zephydia »

Homer G Adams hat geschrieben:
Ja so ist das halt mit dem Schreiben. Wir sollten immer daran denken, dass Rhodanisten, die Perry seit den Sechziger Jahre lesen, die Serie vielleicht anders sehen, als eventuelle Newbies welche PR mit der Brille aus der heutigen Sicht zu deuten versuchen.
Wer als Teenager die Aufbruchsstimmung, welche die PR-Serie in den Sechziger für eine große Zahl von jungen Lesern damals generierte, selbst miterlebte, sieht die Serie vielleicht etwas anders, als solche die das nicht miterlebten.

Wir lassen es einfach dabei und akzeptieren die jeweilige andere Meinung.
WENN Du meinen Post gelesen hättest, hätte Dir eigentlich auffallen müssen das ich die Aufbruchsstimmung der alten Serie nicht kritisiert habe, auch nicht den Schreibstil. Und selbst wenn, wäre das so schlimm? Aber ich bleibe dabei: Die Charakteriesierung Rhodans war problematisch und nicht notwendigerweise typisch 60er - wenn man zum Beispiel Captain Kirk oder Orions Cliff McLane zum Vergleich nimmt, besteht da ein ziemlicher Unterschied zu Perry Rhodan.
Und im Aphilie-Zyklus fand ich ihn auch nicht gerade sympatisch (von vernünftig will ich gar nicht reden) wenn man da an seine wilde Entschlossenheit denkt um jeden Preis, egal wieviele Opfer es kosten täte die Laren sofort aus der Milchstraße zu vertreiben, selbst Atlan und dessen NEI betrachtete er da als Feinde weil sie ihn nicht bedingungslos unterstützen wollten.
Aber egal...
Zuletzt geändert von zephydia am 20. Februar 2017, 22:50, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Die Dritte Macht - Damals vor 50 Jahren....

Beitrag von Homer G Adams »

zephydia hat geschrieben:
Homer G Adams hat geschrieben: Ja so ist das halt mit dem Schreiben. Wir sollten immer daran denken, dass Rhodanisten, die Perry seit den Sechziger Jahre lesen, die Serie vielleicht anders sehen, als eventuelle Newbies welche PR mit der Brille aus der heutigen Sicht zu deuten versuchen.
Wer als Teenager die Aufbruchsstimmung, welche die PR-Serie in den Sechziger für eine große Zahl von jungen Lesern damals generierte, selbst miterlebte, sieht die Serie vielleicht etwas anders, als solche die das nicht miterlebten.

Wir lassen es einfach dabei und akzeptieren die jeweilige andere Meinung.
WENN Du meinen Post gelesen hättest, hätte Dir eigentlich auffallen müssen das ich die Aufbruchsstimmung der alten Serie nicht kritisiert habe, auch nicht den Schreibstil. Und selbst wenn, wäre das so schlimm? Aber ich bleibe dabei: Die Charakteriesierung Rhodans war problematisch und nicht notwendigerweise typisch 60er - wenn man zum Beispiel Captain Kirk oder Orions Cliff McLane zum Vergleich nimmt, besteht da ein ziemlicher Unterschied zu Perry Rhodan.
zephydia hat geschrieben:
Homer G Adams hat geschrieben:
Ja so ist das halt mit dem Schreiben. Wir sollten immer daran denken, dass Rhodanisten, die Perry seit den Sechziger Jahre lesen, die Serie vielleicht anders sehen, als eventuelle Newbies welche PR mit der Brille aus der heutigen Sicht zu deuten versuchen.
Wer als Teenager die Aufbruchsstimmung, welche die PR-Serie in den Sechziger für eine große Zahl von jungen Lesern damals generierte, selbst miterlebte, sieht die Serie vielleicht etwas anders, als solche die das nicht miterlebten.

Wir lassen es einfach dabei und akzeptieren die jeweilige andere Meinung.
WENN Du meinen Post gelesen hättest, hätte Dir eigentlich auffallen müssen das ich die Aufbruchsstimmung der alten Serie nicht kritisiert habe, auch nicht den Schreibstil. Und selbst wenn, wäre das so schlimm? Aber ich bleibe dabei: Die Charakteriesierung Rhodans war problematisch und nicht notwendigerweise typisch 60er - wenn man zum Beispiel Captain Kirk oder Orions Cliff McLane zum Vergleich nimmt, besteht da ein ziemlicher Unterschied zu Perry Rhodan.


Sorry, wahrscheinlich habe ich zu emotional reagiert.
Der Perry der Anfangszeit kann man kontrovers diskutieren. Wir haben das anfangs der Siebziger bereits ausgiebig getan und sind zu keinem Ergebnis gekommen.
Dann kam ja Voltz an die Macht und vermittelte uns ein anderes PR-Bild.
Nun Cliff McClane agierte in einem potentiell, sagen wir es mal simpel, äußerst autoritärem Staat und Kirk verstieß permanent gegen die Regeln des Erstkontaks der Föderation.
Trotz seines autoritären Stils vermittelte uns Perry immer noch die Vision des ‚Terraners’ welche Voltz dann zum ‚Kosmischen Bewusstsein’ weiterentwickelte.

]
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zephydia
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Re: Die Dritte Macht - Damals vor 50 Jahren....

Beitrag von zephydia »

Homer G Adams hat geschrieben:


Sorry, wahrscheinlich habe ich zu emotional reagiert.
Der Perry der Anfangszeit kann man kontrovers diskutieren. Wir haben das anfangs der Siebziger bereits ausgiebig getan und sind zu keinem Ergebnis gekommen.
Dann kam ja Voltz an die Macht und vermittelte uns ein anderes PR-Bild.
Nun Cliff McClane agierte in einem potentiell, sagen wir es mal simpel, äußerst autoritärem Staat und Kirk verstieß permanent gegen die Regeln des Erstkontaks der Föderation.
Trotz seines autoritären Stils vermittelte uns Perry immer noch die Vision des ‚Terraners’ welche Voltz dann zum ‚Kosmischen Bewusstsein’ weiterentwickelte.

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Ja, tut mir auch leid. Ich habe da ebenfalls emotionaler reagiert als ich wollte. Wahrscheinlich deshalb weil ich mich selbst als Fan von K.H. Scheer betrachte und der Meinung bin das man ihm teilweise sehr Unrecht tut wenn man ihn einfach in die Ecke "Militarist" steckt. Er schrieb natürlich mit Begeisterung Action-Romane, aber wirklich als kriegsverherrlichend würde ich seine Sachen nicht bezeichnen. Es ist auf jedenfall interessant das damals am Ende fast immer der Gegner zwar besiegt aber nicht komplett vernichtet wurde ( siehe Aras, Springer/Mehandor, Blues, Tefroder). Auserdem legte Scheer meiner Meinung nach viel mehr wert auf komplexe Charakteriesierung seiner Hauptfiguren z.B Atlan (seinen Atlan fand ich übrigens viel interessanter als den von Hans Kneifel, obwohl der natürlich auch was hatte ) oder das Psycho-Team Tekener und insbesondere Kennon in den ersten beiden von ihm geschriebenen Atlan Romanen, als seine Kritiker ihm zugestehen wollen.
Und ich kann mich auch erinnern die eine oder andere Stelle gelesen zu haben wo er uns einen Einblick gab wie er sich Perry Rhodan als Charakter vorstellte und da war er jetzt nicht wirklich der strahlende Supermann sondern wirkte ganz menschlich.

Deshalb interessierte es mich eben ob die ursprüngliche Darstellung Perry Rhodans als Anfang einer Entwicklung geplant war.
Zuletzt geändert von zephydia am 20. Februar 2017, 23:42, insgesamt 1-mal geändert.
Homer G Adams
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Re: Die Dritte Macht - Damals vor 50 Jahren....

Beitrag von Homer G Adams »

zephydia hat geschrieben:

Sorry, wahrscheinlich habe ich zu emotional reagiert.
Der Perry der Anfangszeit kann man kontrovers diskutieren. Wir haben das anfangs der Siebziger bereits ausgiebig getan und sind zu keinem Ergebnis gekommen.
Dann kam ja Voltz an die Macht und vermittelte uns ein anderes PR-Bild.
Nun Cliff McClane agierte in einem potentiell, sagen wir es mal simpel, äußerst autoritärem Staat und Kirk verstieß permanent gegen die Regeln des Erstkontaks der Föderation.
Trotz seines autoritären Stils vermittelte uns Perry immer noch die Vision des ‚Terraners’ welche Voltz dann zum ‚Kosmischen Bewusstsein’ weiterentwickelte.

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Ja, tut mir auch leid. Ich habe da ebenfalls emotionaler reagiert als ich wollte. Wahrscheinlich deshalb weil ich mich selbst als Fan von K.H. Scheer betrachte und der Meinung bin das man ihm teilweise sehr Unrecht tut wenn man ihn einfach in die Ecke "Militarist" steckt. Er schrieb natürlich mit Begeisterung Action-Romane, aber wirklich als Kriegsverherrlichend würde ich seine Sachen nicht bezeichnen. Es ist auf jedenfall interessant das damals am Ende fast immer der Gegner zwar besiegt aber nicht komplett vernichtet wurde ( siehe Aras, Springer/Mehandor, Blues, Tefroder). Auserdem legte Scheer meiner Meinung nach viel mehr wert auf komplexe Charakteriesierung seiner Hauptfiguren z.B Atlan (seinen Atlan fand ich übrigens viel interessanter als den von Hans Kneifel, obwohl der natürlich auch was hatte ) oder das Psycho Team Tekener und insbesondere Kennon in den ersten beiden von ihm geschriebenen Atlan Romanen.
Und ich kann mich auch erinnern die eine oder andere Stelle gelesen zu haben wo er uns einen Einblick gab wie er sich Oerry Rhodan als Charakter vorstellte und da war er jetzt nicht wirklich der strahlende Supermann sondern wirkte ganz menschlich.

Deshalb interessierte[/quote]

Ja jetzt hört sich das Ganze wieder versöhnlich an. Als ein Mensch der die ‚Goldene Mitte’ liebt, schätze ich das.
Bzgl. KHS stimme ich dir voll zu. Ihn rein als ‚Militärist’ sehen zu wollen, entspricht ihm in keiner Weise. Auch deiner Sicht, dass er die ‚Gegner’ überleben ließ spricht gegen den ‚Kanonen-Herbert’. Was die Springer oder Mehandor angeht, so hätte ich auch die Version des PR-Neo in der EA lieber gesehen. :unschuldig:
Stimmt, auch KHS Charakterisierungen sind teilweise weniger schablonenhaft, als beispielsweise Kneifels Schilderungen von Atlan in den Zeitabenteuern. Als Fan-Autor liebe ich natürlich trotzdem die farbigen Abenteuer von Kneifels Helden, auch seinen Atlan, trotz der Schablonen.
Aber KHS liebe ich vor allem wegen seiner Visionen, dass er PR überhaupt ‚erfand’ und auch fundiertes Ingenieurwissen farbig in die Serie einbringen konnte.
Stimmt KHS war viel vielschichtiger als ihn seine Gegner schilderten und in eine Ecke drängen wollten.
Für heute
Good Night und

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Re: Die Dritte Macht - Damals vor 50 Jahren....

Beitrag von dandelion »

DoroDarkness hat geschrieben:
Und die Titelbilder?

Heft 20: Finde diese Anzüge nicht wirklich schick, ausserdem stand nirgendwo im Text, dass man auf der Venus die Komplett-Kompletttauchausrüstung braucht.
Aber der Hintergrund ist schön. Feuerspeiende Vulkane und Flugsaurier, so muß die Venus sein. Lustig sind die Kugelpanzer. Weiß nicht mehr, ob die im Roman so beschrieben werden.
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Re: Die Dritte Macht - Damals vor 50 Jahren....

Beitrag von Homer G Adams »

dandelion hat geschrieben:
DoroDarkness hat geschrieben:
Und die Titelbilder?

Heft 20: Finde diese Anzüge nicht wirklich schick, ausserdem stand nirgendwo im Text, dass man auf der Venus die Komplett-Kompletttauchausrüstung braucht.
Aber der Hintergrund ist schön. Feuerspeiende Vulkane und Flugsaurier, so muß die Venus sein. Lustig sind die Kugelpanzer. Weiß nicht mehr, ob die im Roman so beschrieben werden.

Also Dande, gibt es auf der PR-Venus auch Flugsaurier? Meine mich nur an Landsaurier und Wasserbiester zu erinnern. Vulkane schon... :unsure:

Sollte es wissen, da demnächst im Storythred 'Regien für ES' die Venus eine Rolle spielen wird.
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Re: Die Dritte Macht - Damals vor 50 Jahren....

Beitrag von Soulprayer »

Ich meine mich zu erinnern, dass oberhalb der Baumkronengrenze fliegende, gefährliche Dinger hausen.
Spontan denke ich an die Spinnen, aber ob es noch Dinosaurier gibt, bin ich mir unsicher.
VG
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Homer G Adams
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Re: Die Dritte Macht - Damals vor 50 Jahren....

Beitrag von Homer G Adams »

Soulprayer hat geschrieben:Ich meine mich zu erinnern, dass oberhalb der Baumkronengrenze fliegende, gefährliche Dinger hausen.
Spontan denke ich an die Spinnen, aber ob es noch Dinosaurier gibt, bin ich mir unsicher.
Wahrscheinlich Spinnendinger :-= :devil:
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