Monos-Ära

Unvergessene Abenteuer, legendäre Zyklen - nachgelesen und neu diskutiert.
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hz3cdv
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Re: Monos-Ära

Beitrag von hz3cdv » 27. Juni 2014, 08:50

Richard hat geschrieben:
bssh hat geschrieben: Mich hat das damals fast zu Tränen gerührt. Und das, obwohl ich Superwissenschaftler noch nie mochte. Es wurde aber so erzählt, und es war reichlich tragisch.
Waringers Ende fand ich auch recht tragisch.
Mich hat am Cantarozyklus gestoert, dass hier sehr viele ZA Traeger/innen aus der Serie geschrieben wurden - das sogenannte "Unsterblichen-Sterben".

Einerseits laesst man die ZA Traeger 100e Baende alle moeglichen Situationen ueberstehen und dann schreibt man andererseits in einem Zyklus gleich mehrere ZA Traeger raus Irgendwie stimmte da meines Gefuehls nach das Verhaeltnis nicht.
Kein Forum - keine Shitstorm. Und es war die gute alte Zeit, als alles viel besser war als heute.

Es zeigt aber, das so etwas halt hin und wieder in einer Endlos-Serie wie PR nötig ist. Die Second-Genesis-Krise zu Anfang der 400er, das Herausschreiben der Ertruser und Riordans in der zweiten Hälfte der 700, das Aufgehen vieler Mutanten in ES gegen Ende der 900er, das Wirken des Henkers von Rasstatt in den 1400er und zu Beginn der 1500er. In letzter Zeit löst man dies besser und trennt sich pö a pö von Hauptpersonen (Kantor, Saedelaere, Tekener). Diejenigen, die dies beklagen, sollten vielleicht bedenken, dass diese "geschicktere Vorgehensweise" im Endeffekt den Einsatz des grossen Hackebeils in einem Roman oder Zyklus erspart.

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Re: Monos-Ära

Beitrag von Langschläfer » 27. Juni 2014, 09:27

Ich habe eigentlich ganz gute Erinnerungen an den Roman.
Das man zur Beendigung der eigenen Existenz dann aber gleich eine Supernova erzeugt ist vielleicht etwas... übertrieben.
Auch wenn man damit natürlich "die Bösen"...

Na, lange her.


Ach ja, warum erinnert mich das Titelbild an einen der modernen Cylonen? ;)
Neun von zehn Stimmen in meinem Kopf sagen mir ständig das ich nicht verrückt bin. Die zehnte pfeift die Melodie von Tetris.
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Re: Monos-Ära

Beitrag von LaLe » 4. Juli 2014, 07:42

Der Roman schildert die Ereignisse, die sich an Bord der BASIS vor ihrer Dezentralisierung im Sektor X-DOOR abgespielt haben und nimmt dabei Bezug auf den Beginn des Cantaro-Zyklus.

PR-TB 326 - Ein Befehl für Hamiller - Arndt Ellmer

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Nachstehenden Text zitiere ich mit freundlicher Genehmigung gemäß den Bedingungen der GNU FDL aus der Perrypedia

Die Tefroderin Anthea ist als Beibootpilotin eingesetzt, während die BASIS auf die Rückkehr des Galaktischen Expeditionskorps wartet, das nach Tarkan aufgebrochen war. Mitte August 448 NGZ kommt es immer wieder zu starken Strukturerschütterungen. Anthea macht Einsätze gegen die Hauri mit, die den Tender KUKULKAN zerstören, und rettet Leo Dürk, als dessen Raumjäger durch ein Strukturbeben zerstört wird. Während der diversen Einsätze werden circa 700 Hauri, die unter Strangeness-Effekten leiden, geborgen und in die Krankenstation der BASIS gebracht. Sandra Bougeaklis und Les Zeron werten Daten aus und erkennen, dass eine Katastrophe kosmischen Ausmaßes bevorsteht.

Waylon Javier unterhält sich mit der Hamiller-Tube über die kosmischen Entwicklungen und über Gerüchte, Ernst Ellert habe sich auf Luna aufgehalten. Da kommt die Meldung, dass Sheela Rogard mit einem Kurierschiff die BASIS erreicht hat. Javier empfängt sie in der Zentrale. Rogard berichtet, dass Ellert tatsächlich im Solsystem war, NATHAN dies aber merkwürdigerweise dementiert. Auch der Vario-500 soll auf dem Mond gewesen sein, und auch dies streitet NATHAN ab. Schließlich überbringt Rogard eine Anweisung des Galaktikums, dass keine Flüge nach Hangay durchgeführt werden dürfen und auch Beobachtungsschiffe vom Strangeness-Wall zurückzuziehen sind. Wenig später teilt die Hamiller-Tube mit, sie habe eine Geheimbotschaft von NATHAN erhalten mit dem Befehl, die Position der BASIS nicht zu verändern.

Anthea erfährt von ihrem Lebenspartner Jeffrey Lakoitse eine eigenartige Beobachtung: Er hatte eine Spur im All geortet, die zur BASIS wies, als ob ein unsichtbares Schiff auf der BASIS gelandet wäre. Die Hamiller-Tube stritt dies aber mit Hinweis auf Routinewartungsmaßnahmen ab. Als Jeffrey Anthea seine Messdaten zeigen will, erkennt er, dass diese, mit ziemlicher Sicherheit durch die Hamiller-Tube, gelöscht worden sind.

Der Ara Herth ten Var, Chefmediziner der BASIS, kümmert sich gerade um seine Patienten, als er einen plötzlichen Druckabfall feststellt, ohne dass Alarm ausgelöst worden wäre. Javier, der ebenfalls anwesend ist, begibt sich in einem SERUN ins All, wo er seltsame Beobachtungen an der Außenhülle macht, die aber die Hamiller-Tube nur mit Ausflüchten beantwortet. Weitere merkwürdige Vorfälle folgen.

Dann greift eine Hauri-Flotte die BASIS an und verlangt die Übergabe aller an Bord befindlichen Hauri. Javier weigert sich. Die Hauri greifen an, aber die Schutzschirme halten problemlos. Plötzlich wird aber Gravitationsalarm wegen einer nahen Strukturerschütterung ausgelöst, und die Situation wird kritisch. Javier gibt Fluchtbefehl, und das Schiff setzt sich unter starkem Rütteln in Bewegung, während die Hamiller-Tube sich erneut seltsam verhält, so dass Javier sich fragt, ob sie den Verstand verloren hat. Die BASIS macht schließlich ohne Befehl einen Überlichtflug über 500 Lichtjahre.

Währenddessen sind Jeffrey und Anthea in abgelegenen Sektionen des Schiffes unterwegs, wo Jeffrey feststellt, dass offenbar die Integrität des Schiffes gefährdet ist. Er vermutet, dass ein Diskonnekt-Feld eingesetzt wurde, denn es klaffen Risse zwischen einzelnen Segmenten, was wohl auch die Erklärung für den beobachteten Druckabfall ist. Da kein Funk möglich ist – vermutlich stört ihn die Hamiller-Tube – begeben sich beide zu Fuß in die Hauptzentrale, wo sie Javier berichten. Die Hamiller-Tube reagiert aber mit einer ausweichenden Erklärung, es sei wohl ein technischer Defekt aufgetreten.

In den folgenden Tagen setzen sich die seltsamen Vorfälle fort. Reparaturen werden nicht oder nur schleppend ausgeführt. Kinderbetreuungsroboter beginnen plötzlich zu sprechen, verstummen aber, wenn Erwachsene erscheinen, und vieles mehr.

Javier schickt einen Kurierkreuzer in die Milchstraße, um alle Ergebnisse zu übermitteln. Er ahnt nicht, dass dieses Schiff sein Ziel nie erreichen wird. Dann stellt er der Hamiller-Tube ein Ultimatum. Sie hat 24 Stunden, den Normalzustand wiederherzustellen und außerdem sofort die Kontrolle über alle Hangars und Beiboote abzugeben. Die Tube akzeptiert sofort, was Javier misstrauisch werden lässt. Er erteilt Anthea und Jeffrey den Auftrag, auf Verdächtiges zu achten.

In der Folge setzen sich überall die seltsamen Ereignisse fort. Die Astrogatorin Deneide Horwikow beobachtet, wie hydroponische Anlagen und vergleichbare Geräte stillgelegt und konserviert werden. Anthea verfolgt, dass Raumjäger in bestimmten Sektionen eingemottet werden. Dabei wird sie von einem TARA III UH-Roboter mit einer Waffe angegriffen. Kurz darauf meldet sich die Hamiller-Tube und fragt sie über Funk, ob sie eine partielle Gedächtnislöschung akzeptiert. Als Anthea sich weigert, teilt die Tube ihr mit, dass sie dann ihren Zeitplan verkürzen müsse. Leo Dürk schließlich sieht, wie sämtliche Schiffe und größeren Beiboote mit großen Mengen an Vorräten beladen werden.

Wenig später muss Herth ten Var miterleben, wie seine Patienten durch Roboter auf ein Schiff verladen werden. Die Hamiller-Tube verweigert alle Auskünfte, bis das Schiff schließlich startet, angeblich mit Kurs nach Pinwheel.

Die Unruhe an Bord der BASIS wächst, aber die Hamiller-Tube reagiert auf keine Anfragen mehr. Daraufhin löst Jeffrey Heimatalarm aus. Javier reagiert mit der Durchsage an alle, dass die Hamiller-Tube als Gegner zu betrachten sei, und erkennt die Absicht der Hamiller-Tube: die Zerlegung der BASIS in ihre Segmente.

Bewaffnete Daniel-Roboter treiben die Crew zu den Beibooten, während andere Besatzungsmitglieder versuchen, Widerstand zu leisten. Gefechte brechen aus, und einige Roboter werden zerstört. Javier, Dürk und andere wollen die Zerlegung der BASIS manuell blockieren, aber das Vorhaben scheitert.

Erneut spricht Javier alleine mit der Hamiller-Tube und teilt ihr seine Schlüsse mit. Er hat erkannt, dass der Vario-500 als Kurier heimlich auf der BASIS war und einen Sonderbefehl überbracht hat. Auch Javier gibt jetzt seinen Widerstand auf und geht an Bord eines der Beiboote vom THEBEN-Typ.

Anthea und Jeffrey haben Freunden noch geholfen, ihre Familie wiederzufinden. Dann gehen sie an Bord des Ultraschlachtschiffes MARCO POLO II, um nach Andromeda zu fliegen. In einer letzten Durchsage wendet sich Javier zum Abschied an alle, während die Dezentralisation der BASIS beginnt. Dann begibt er sich selbst doch noch einmal zur Hamiller-Tube.

Sandra Bougeaklis, die sich an Bord eines THEBEN-Schiffes befindet, ruft verzweifelt nach Javier und gesteht ihm ihre Liebe. Javier ist aber bei der Hamiller-Tube und lässt Sandra abfliegen. Er erkennt dies aber zugleich als einen Fehler.

Die Hamiller-Tube sagt Javier, es stehe ein Leichter Kreuzer für ihn bereit, auch er müsse jetzt gehen. Javier eröffnet der Tube daraufhin, er sei seit heute krank, habe Geschwüre im Körper und werde bald sterben. Dann bittet er um das Versprechen, dass der nächste Kommandant der BASIS ein Terraner sein soll, was ihm die Hamiller-Tube zusagt. Javier besteigt den Kreuzer mit Kurs Milchstraße, wo er den Tod erwarten will.
Die Katze grinste.
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Re: Monos-Ära

Beitrag von LaLe » 5. Juli 2014, 16:52

LaLe hat geschrieben:PR-TB 326 - Ein Befehl für Hamiller - Arndt Ellmer
Den habe ich gestern durchgehabt und muss sagen, dass ich - evtl. auch aufgrund meiner Erwartungshaltung - etwas enttäuscht von dem ansonsten durchaus flott zu lesenden Roman bin.

Unterm Strich ging es um die Dezentralisierung (Demontage) der BASIS und darum wie die Besatzungsmitglieder im Dunkeln tappen und sich erfolglos dagegen zu wehren versuchen. Erhofft hatte ich mir ein bisschen Handlung zu der Zeit direkt danach; wie einzelne Raumschiffe versuchen die Milchstraße zu erreichen oder Welten im Umfeld besiedelt werden. Und so ließ meine anfängliche Begeisterung mit der Zeit nach, als absehbar wurde, dass ich diesen Teil der Geschichte nicht lesen werde.

Dazu trugen auch zwei Textteile in der Mitte des Romans bei, die ich mal als schwächere Stellen bezeichnen möchte.

Auf Seite 84 (Taschenheft) werden politisch korrekte fleischfressende Pflanzen eingeführt, die zwecks Rücksichtnahme auf die Vielfalt der Fauna an Bord der BASIS mit stark eiweißhaltigem und eingedickten Brei ernährt werden :rolleyes: .

Und auf Seite 90 wurde die Logik ein wenig verbogen, ich zitiere mal: [...]Javier schickte einen Schweren Kreuzer in die Milchstraße. Auf einen Funkspruch verzichtete er. Er wollte Gewissheit, dass die Ergebnisse der BASIS auf Terra ankamen.[...] :???:

Wer den Cantaro-Zyklus gelesen hat, muss diesen Roman m. E. nicht mehr lesen. Allen Anderen bietet er jedoch Kurzweil.
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Re: Monos-Ära

Beitrag von Richard » 5. Juli 2014, 17:18

Ich habe mir den Originalroman mal bei einem Tauschshop gekauft und daher ist es schon eine Weile her, dass ich ihn gelesen habe.
Mir ging es aehnlich, ich haette mir auch weiteregehnde Infos erwartet. Letztlich erfuhren wir nicht wirklich was neues ausser vielleicht ein paar Details, wie es auf der BASIS zuging, als sie dezentralisiert wurde.

Etwas eigen fand ich, dass Sandra Bougeaklis erst zu dem Zeitpunkt Waylon Javier ihre Liebe gestand. Falls ich mich nicht taeusche stand schon Anfangs der 1000er Baende dabei, dass Sandra heimlich in Javier verliebt sei.
So hat sie sich ca. 25 Jahre (!) nicht aufgerafft Javier darauf anzusprechen.Rein vom Gedankengang her finde ich das durchaus tragisch, so lange in einen Menschen verliebt zu sein und ihn dann auch komplett aus den Augen zu verlieren.

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Re: Monos-Ära

Beitrag von LaLe » 5. Juli 2014, 17:23

Richard hat geschrieben:Etwas eigen fand ich, ...
Das war einfach too much Tränendrüse und Gefühlsduselei zum Finale. Hätte der Roman auch nicht wirklich gebraucht.
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Re: Monos-Ära

Beitrag von LaLe » 11. Juli 2014, 07:51

PR-TB 327 - Ich, der Cantaro - Kurt Mahr

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Nachstehenden Text zitiere ich mit freundlicher Genehmigung gemäß den Bedingungen der GNU FDL aus der Perrypedia

Am 14. November 1151 NGZ wird im Sektor Skuur der Milchstraße ein verlassenes Buckelschiff der Cantaro mit dem Namen CHAKTOP-U-MUKHIN entdeckt. An Bord finden sich die Aufzeichnungen eines Cantaro namens Ghebrokhte, die dieser in den Jahren ab circa 490 NGZ angelegt hatte.

Ghebrokhte gehört zu jenen Cantaro, die im Jahr 470 NGZ in der Milchstraße in vitro geboren wurden. In dieser Zeit hielten sich die durch die Große Kosmische Katastrophe angelockten Cantaro schon länger in der Galaxis auf. Sie wurden jedoch wegen der äußerlich baugleichen Schiffe mit den Blitzern gleichgesetzt und insbesondere von den Terranern regelmäßig bekämpft. Ghebrokthe ist ausgebildeter Xenomediker.

Das Schiff TURR-Y-KHAMM, das von Ghebrokhtes Freund Phamaq kommandiert wird, soll 490 NGZ auf dem Planeten Chadiss ein Forschungszentrum errichten, aber die Blitzer greifen den Planeten an. Die Evakuierung gelingt gerade noch, bevor die Oberfläche des Planeten verwüstet wird, aber über 200 fähige Cantarowissenschaftler sterben.

Die TURR-Y-KHAMM fliegt den Planeten Schotschi an, auf dem das oberste Flottenkommando der Cantaro seine Zentrale eingerichtet hat. Ghebrokhte stellt verwundert fest, dass sich vieles bei den Cantaro geändert hat, seit sie Kontakt mit den Herren der Straßen in Amagorta hatten. Das Flottenkommando wurde in Supremkommando umbenannt, und die meisten seiner Mitglieder sind ihm vollkommen unbekannt. Einzige Ausnahme ist ein Cantaro namens Thonkarr. Dieser besucht wenig später Ghebrokhte überraschend in dessen Quartier und bietet ihm ein neues Projekt an. Gemeinsam mit führenden Wissenschaftlern, zu denen Rekhrioch, Fimbraich und Josanghatt gehören, soll er sich dem Klonen einer neuen Generation von Cantaro und Hilfsvölkern befassen. Ghebrokhte nimmt an und bekommt das Raumschiff CHAKTOP-U-MUKHIN. Auch seine Kharima Tichtona wird entsprechend versetzt.

Erster Einsatzort der Gruppe ist zu Ghebrokhtes Verblüffung die Insel Irian auf Terra. Es gibt offenbar jetzt einen Vertrag mit den Terranern. Schon nach wenigen Tagen müssen die Cantaro eine Notoperation durchführen: Galbraith Deighton wurde von Unbekannten sein Zellaktivator gestohlen, sie sollen sein Leben retten. Dies gelingt in mehrtägigem Einsatz, bei dem Deighton zahlreiche syntronische Implantate eingesetzt werden und er in einen Cyborg umgewandelt wird. Etwas später, Deighton liegt noch im Hospital, will Ghebrokhte seiner Gefährtin das Ergebnis der Operation vorführen. Überrascht sehen sie, dass Deighton gerade von Robotern einer weiteren Operation unterzogen wird. Ein Kampfroboter bedroht die beiden Cantaro mit dem Tod und fordert sie auf, sofort zu verschwinden. Sie gehorchen der Gewalt.

Einige Zeit darauf hört Ghebrokhte in seiner Wohnung eine fremde Stimme, die über Interkom mit ihm in einer unbekannten Sprache redet. Ein Translator übersetzt ins Cantarische und Ghebrokhte versteht eine Warnung vor zu viel Neugierde. Der Unbekannte bezeichnet sich dabei als einen Herrn der Straßen!

Neue Befehle versetzen das Wissenschaftlerteam auf den Planeten Sampson, wo eine große Forschungs- und Aufzuchtstation entsteht. Ghebrokhte soll das Erbgut der Cantaro optimieren und eine neue Generation seines Volkes, das sich nur in vitro fortpflanzt, erzeugen. Dabei sind er und seine Kollegen einer neuen Institution unterstellt, die sich als »Projektleitung« bezeichnet. Einer der Projektleiter, ein Humanoider namens Carol Shmitt, der eher an einen Terraner erinnert, fordert Ghebrokhte auf, einen in seinem Haus verborgenen Transmitter zu benutzen. Der Cantaro gehorcht und bekommt seine Befehle, die im Wesentlichen darauf hinauslaufen, die Körperform der Cantaro terranerähnlicher zu machen.

Jahre vergehen mit Forschungsarbeit. Im Jahr 495 NGZ wird der Schutzwall um die Milchstraße vollendet, mit dem die Blitzer eingedämmt werden sollen. Inzwischen hat Ghebrokhte weitere Projektleiter kennengelernt, und alle sehen wie Terraner aus! Im Jahr 498 NGZ wird der erste Klon der neuen Generation gezeugt und von Ghebrokhte und Tichtona auf den Namen Pucht getauft. Schon einige Tage später gibt es eine Explosion im Forschungszentrum, und Pucht ist tot. Die Cantaro wundern sich über die Explosion, die offenbar auf unbekannte Weise eingedämmt worden ist. Josanghatt entdeckt einen in einer Wand verborgenen Schirmfeldgenerator. Einen Tag später stirbt er selbst durch eine Explosion, die sein Haus verwüstet. Gehen Saboteure auf Sampson um?

Da entdeckt Tichtona, die Puchts Überreste untersucht, an dessen Herz eine Manipulation. Offenbar besaß Pucht eine zusätzliche Herzkammer, und diese ist explodiert! Ghebrokhte begibt sich sofort ins Labor, aber er findet nur noch die Leiche seiner Kharima vor. Tichtona wurde mit einer Strahlwaffe erschossen. Ghebrokhte schwört Rache. Da bedroht ihn erneut eine fremde Stimme.

Der Cantaro hat genug. Es gelingt ihm, durch ein Täuschungsmanöver an Bord seines Schiffes zu gelangen und den Planeten zu verlassen. Dann taucht er in der Galaxis unter und beginnt, die Hintergründe zu erforschen. Seine erste Idee ist, seinen alten Kommandanten Phamaq zu befragen, der inzwischen sicherlich General oder noch höherrangig sein muss. Zwei Jahre vergehen, bis es Ghebrokhte gelingt, ein Treffen mit einem Topsider namens Sasirr zu vereinbaren, der als Informationshändler arbeitet. Mittlerweile ist die Blitzer-Gefahr beendet, so dass er sich wundert, wozu eigentlich noch Hilfsvölker geklont werden sollen.

Auf dem Planeten Mizzon trifft der Cantaro den Topsider und erfährt, dass Phamaq auf einem Planeten namens Pachtuq im Khochad-System, einer Art Pensionswelt für hochrangige Cantaro-Offiziere, leben soll. Seltsam ist auch, dass der Topsider ihm erzählt, dass er andere Cantaro getroffen hat, diese aber ganz anders ausgesehen haben. Ghebrokhte erkennt, dass es schon aktive Cantaro vom neuen Typus geben muss.

Ghebrokhte fliegt das Khochad-System, das 230 Lichtjahre vom Bedden-System entfernt ist, an. Er gibt sich als Okhunaar, ein alter, verschollener Freund Phamaqs, aus und landet bei dessen Haus. Der Planet scheint unbewacht. Ghebrokhte ist schockiert, als er Phamaq sieht, denn dieser ist vollkommen vergreist, obwohl er im besten Mannesalter sein sollte. Er gibt sich zu erkennen. Phamaq ist froh, ihn zu sehen, und erzählt, dass die hier lebenden Cantaro alle durch das Essen vergiftet würden und daher vorzeitig alterten. Ein Cantaro der neuen Generation namens Borrhuch fungiert als Betreuer, erscheint aber eher wie ein Bewacher. Ghebrokhte ist entsetzt, als er sieht, was mit seinem Volk passiert.

Am nächsten Morgen ist auch Phamaq tot. Kurz darauf hört Ghebrokhte wieder die ihm bekannte Stimme. Ein Mann, der sich Pedrass Foch nennt, fordert ihn auf, innerhalb von 40 Stunden auf den Planeten Monanghela im Unatha-Sektor zu kommen, dort werde er ihm alles erklären. Ghebrokhte tötet Borrhuch, der ihn bedroht, und fliegt dann den Planeten Monanghela an. Er benutzt jedoch ein Beiboot und programmiert die Syntronik seines Raumschiffes so, dass alle Daten, die er aufzeichnet, gespeichert werden, das Schiff aber auf das Codewort »Pucht« hin die Flucht ergreifen und einen vorher bezeichneten Sektor anfliegen und sich abschalten soll.

In einer Station auf dem Wüstenplaneten erwartet Pedrass Foch den Cantaro. Dieser demonstriert ihm, dass er zugleich alle anderen Herren der Straßen oder »Projektleiter« darstellt, und erklärt ihm, dass er die Cantaro benutzt hat, um die Herrschaft in der Milchstraße zu übernehmen. Er sei aber kein Terraner. Dann verhöhnt er Ghebrokhte und meint, er werde ihn jetzt ebenfalls töten. Ghebrokhte spricht sein Codewort aus.

Die CHAKTOP-U-MUKHIN beschleunigt und entkommt. Eine spätere Untersuchung auf der Oberfläche von Monanghela liefert keine Überreste der Station oder von Ghebrokhte.
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Re: Monos-Ära

Beitrag von LaLe » 11. Juli 2014, 07:52

Weiter geht es mit einem Planetenroman, der mich aktuell schon wieder in seinen Bann gezogen hat, weil er in ganz kompakter Weise die Hintergründe des Cantaro-Zyklus aus Sicht des namensgebenden Volkes beleuchtet. Da kommen wieder Erinnerungen an eines der dunkelsten Kapitel der Rhodan-Historie hoch. Und irgendwie animiert mich der Roman dazu, einige Lücken in der Perrypedia zu schließen. Die Handlungszusammenfassung enthält viel zu viele rote Links.

Richtig genießen kann man den Roman wohl nur mit der Kenntnis der 1400er-Bände. Für alle anderen bleibt aber ein sehr unterhaltsamer Roman in der Art einer Chronik, geschrieben von einem Kurt Mahr in Hochform. Deshalb gibt es von mir eine uneingeschränkte Leseempfehlung. :st:
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Re: Monos-Ära

Beitrag von Rainer1803 » 11. Juli 2014, 08:40

LaLe hat geschrieben:Weiter geht es mit einem Planetenroman, der mich aktuell schon wieder in seinen Bann gezogen hat, weil er in ganz kompakter Weise die Hintergründe des Cantaro-Zyklus aus Sicht des namensgebenden Volkes beleuchtet. Da kommen wieder Erinnerungen an eines der dunkelsten Kapitel der Rhodan-Historie hoch. Und irgendwie animiert mich der Roman dazu, einige Lücken in der Perrypedia zu schließen. Die Handlungszusammenfassung enthält viel zu viele rote Links.

Richtig genießen kann man den Roman wohl nur mit der Kenntnis der 1400er-Bände. Für alle anderen bleibt aber ein sehr unterhaltsamer Roman in der Art einer Chronik, geschrieben von einem Kurt Mahr in Hochform. Deshalb gibt es von mir eine uneingeschränkte Leseempfehlung. :st:
Kann ich nur zustimmen, selbst nach so vielen Jahren kann ich mich noch gut an den Roman erinnern. :st:

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Re: Monos-Ära

Beitrag von LaLe » 18. Juli 2014, 07:46

PR-TB 334 - Hoffnungsträger CILADA - Peter Griese

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Nachstehenden Text zitiere ich mit freundlicher Genehmigung gemäß den Bedingungen der GNU FDL aus der Perrypedia

Im Jahre 797 NGZ wird die Milchstraße von den Herren der Straßen regiert. Botan Chevinn ist ein junger Terraner, dessen Vater, Professor Chevinn, ihn und fünf Freunde mit noch nicht bekanntem Ziel gründlich geschult hat. Nach einem Notruf des Professors fliegen die »Ehernen Sechs«, wie sie sich selbst nennen, mit dem Raumschiff ANIMAECUORE eine Eiswelt an. Sie werden von einer Raumstation angegriffen, können aber durch trickreiche Manöver die Oberhand erringen und die Station zerstören. An Bord sind der Oxtorner Tschenko, der Tokomoner Mobann, Halifer Polat, Cherny Litovsk und Botans Freundin Ditandy.

Der Professor hat übermittelt, dass er vermutlich in der hiesigen Bastion der »Wahren Herren« bereits von den Gegnern getötet wurde, sie aber nach CILADA suchen sollen. Die sechs Freunde landen, werden aber von einer Übermacht von Robotern attackiert. Ein Fesselfeld ergreift die ANIMAECUORE. Zuerst sterben Ditandy und Mobann, dann fallen Cherny und Halifer. Schließlich stehen Chevinn und Tschenko einem humanoiden Wesen mit einer dunkelblauen Stahlmaske gegenüber, das sie verhöhnt. Tschenkos wütender Angriff bleibt ergebnislos, und er stirbt im Gegenschlag. Dann macht der Unbekannte Chevinn das Angebot, die Seiten zu wechseln. Empört lehnt Chevinn ab und soll sterben, als sein treuer Roboter eingreift und schießt. Der Gegner wird überrascht und getötet. Als Chevinn ihm die Maske abnimmt, ist er entsetzt: Er sieht seinen seit sieben Jahren verschollenen Bruder Ekohun, der zu einem Androiden umgewandelt worden ist! Dieser warnt ihn mit letzter Kraft, dass die Basis sich in 15 Minuten selbst zerstören werde.

Auf der Flucht entdecken Chevinn und sein Roboter, dass Halifer Polat schwerverletzt überlebt hat, und nehmen ihn mit. Doch die Basis explodiert früher als erwartet, und Chevinn verliert das Bewusstsein. Als er wieder erwacht, ist er in einer Medostation auf seiner Heimatwelt Omikron-B, wo ihn Doc Mahoony, ein Freund seines Vaters, versorgt. Er erfährt, dass 18 Tage vergangen sind und er ein Auge und einen Unterschenkel verloren hat, die durch künstliche Implantate ersetzt werden müssen. Botan wehrt sich gegen den Gedanken, damit teilweise künstlich geworden zu sein. Mahoony hat jedoch eine weitere schlechte Nachricht: Buckelschiffe haben die ANIMAECUORE verfolgt und alle Kolonisten von Omikron-B mit Ausnahme einiger sehr alter Menschen verschleppt. Nur Mahoony konnte sich rechtzeitig in den unterirdischen Geheimanlagen, die Professor Chevinn angelegt hatte, verbergen.

Zwei Wochen vergehen mit Rekonvaleszenz. Chevinn findet heraus, dass CILADA auf Portugiesisch »Falle« bedeutet, und beschließt, eine Widerstandsorganisation mit diesem Namen zu gründen. Sein Vater hat ihm einen Datenspeicher hinterlassen, aber nicht den Code. Chevinn ermittelt aber eine auffallende Häufung polynesischer Begriffe, so z. B. sein Vorname und der Name seines Roboters. Der Name Botan bedeutet »Erbe« oder »Vermächtnis«. Als Botan Chevinn diese Erkenntnisse mit Mahoony bespricht und bereit ist, Einbauten für seine Prothesen zu akzeptieren, erfährt er, dass er als Erbe eines alten Planes für die Zukunft der Menschheit kämpfen soll. Er bekommt durch Eingabe des richtigen Codeworts Zugang zu den gespeicherten Daten und lernt, dass es eine schlafende Geheimorganisation namens CILADA gibt, zu der sein Vater gehörte.

In den Jahren 483 NGZ bis 485 NGZ wurde im Dorf Komol-Ton auf der Erde geheim eine leistungsfähige Syntronik, eben der ihm hinterlassene Datenspeicher, erbaut. Federführend war der Hyperphysiker Morton D. Chevinn. Im Jahre 501 NGZ wurde die Syntronik nach Olymp geschmuggelt und befindet sich jetzt auf Omikron-B. Diese Welt wurde in den Jahren 501 bis 600 NGZ als Stützpunkt ausgebaut. In der Syntronik sind alle Erkenntnisse über den wahren Geschichtsverlauf gespeichert, denn es ist von starken Manipulationen der Überlieferungen durch die Herren der Milchstraße auszugehen. Chevinn erfährt, dass das Solsystem seit circa 590 NGZ isoliert ist und die Menschheit im Simusense-Netz, einer Art virtueller Realität, festgehalten wird. NATHAN wurde abgeschaltet und durch die Titansyntronik ersetzt. Der Datenspeicher enthält weiterhin Informationen über weitere Basen der CILADA, Nester genannt.

Chevinn fliegt mit seinem Schiff eine der Welten, Toniak-2, an, aber dort ist alles ausgeräumt worden, vermutlich von den Cantaro. Auf zwei weiteren Welten ist das Gleiche geschehen. Chevinn ist frustriert, als er den Planeten Uppersett anfliegt, der ebenfalls seit mindestens einem halben Jahr verlassen ist. Bei einer näheren Untersuchung der Anlagen wird er von Unbekannten überwältigt und verhört. Sie erklären ihm, als er sich als Mitglied der CILADA ausweist, dass schon einmal Raumschiffe im angeblichen Auftrag der CILADA gekommen seien, dann aber Droiden aus ihnen ausstiegen und alle Einwohner verschleppten. Es gelingt Chevinn, seine Bewacher – es handelt sich um eine Gruppe Jugendlicher – von seinen lauteren Motiven zu überzeugen. Sie erzählen von einer unterirdischen Anlage mit einem Computer. Mithilfe des Familiennamens des Mädchens Mjonka Fyderit, dessen Vater der führende CILADA-Mann auf Uppersett war, erhält Chevinn Zugang zum System. Auf diesem Wege erfährt Chevinn, dass auf dem Meeresgrund von Uppersett Raumschiffe der CILADA verborgen sind. Die 24 Jugendlichen werden evakuiert.

Jahre vergehen mit dem langsamen Aufbau der Organisation CILADA, und das 9. Jahrhundert NGZ bricht an. Botan Chevinn und Mjonka Fyderit werden ein Paar. Berichte über Leute, die verschwinden, weil sie von einer falschen CILADA in Fallen gelockt wurden, machen Chevinn Sorgen. Zugleich führt die CILADA Angriffe auf Klonanlagen durch und erfährt, dass auf dem Planeten Lokvorth ein Großprojekt geplant ist: der Bau des Humanidroms.

Im Jahr 819 NGZ beginnt die CILADA, Pläne bezüglich des Humanidroms zu schmieden. Ein Jahr später, 820 NGZ, treten Botan Chevinn, der Uppersetter Tokas und der Blue Vernyiyi als angebliche Architekten der Firma Hypertor auf Lokvorth auf. Sie erhalten einen Termin bei Endehar Roff, dem Chefarchitekten des Humanidrom-Projekts, und bekommen den Auftrag, den Sektor Holm-Idee mit einem vierdimensionalen Labyrinth und einer illusionären Landschaft auszustatten. Parallel versuchen die drei Widerstandskämpfer, Zugang zu den Computersystemen des Humanidroms herzustellen, doch ist dies unerwartet schwierig. Eines Tages sehen sie eine Delegation seltsamer Schneckenwesen, begleitet von einem Humanoiden mit Stahlmaske, der sich der »Eherne« nennt – und zu Chevinns Entsetzen gehört zu der Gruppe ein ehemaliger Vertrauter seines Vaters, der seit 21 Jahren vermisst wird und jetzt offenbar ein Stück Metall im Nacken implantiert bekommen hat. Es passiert aber zunächst nichts.

Etwas später kann Chevinn aus einem Versteck Simedon Myrrho, ebenfalls der Projektleitung zugehörig, und den geheimnisvollen Cyborg Galbraith Deighton beobachten. Die Arbeit geht weiter, und endlich gelingt der Computerzugriff. Das Team findet heraus, dass die Schneckenwesen wohl Nakken heißen und das Humanidrom für sie gebaut werden soll. Dann versuchen sie, subtil die Baumaßnahmen zu sabotieren, werden aber entdeckt. Als Chevinn sein Büro aufsucht, findet er den Blue tot und Tokas sterbend vor. Er selbst wird von dem Ehernen festgenommen.

Chevinn bekommt ein Nackenimplantat, das ihn versklavt und zwingt, für die Herren der Milchstraße zu arbeiten. Er wird zum härtesten Gegner seiner eigenen Organisation. Mit dem Schiff NUTHEGAN-THAR wird er Anführer der falschen CILADA und errichtet auf Gevonia seine neue Basis. In den nächsten Jahren zerschlägt er die CILADA fast vollständig.

Eines Tages erobern seine Leute Omikron-B. Als Doc Mahoony, Halifer Polat und Mjonka als Gefangene vorgeführt werden, passiert das Unerwartete: Der Zwang, unter dem Botan Chevinn steht, bricht, und sein Minisyn kann aktiv werden und ihn unterstützen. Botan Chevinn schafft es, die drei zu befreien. Er will mit ihnen zu einer neuen Geheimorganisation, die sich WIDDER nennt, fliehen. Unterwegs stellt der Eherne ihn, und es kommt zum letzten Duell, das Chevinn knapp gewinnen kann. Der Eherne erweist sich als sein Bruder Ekohun, denn damals auf der Eiswelt starb nur ein Klon! Chevinn und seine Kameraden tauchen unter. Ihre Spur verliert sich.

Im Jahre 1147 NGZ erhalten Ernst Ellert, Gesil und Alaska Saedelaere bei ihrem Aufenthalt auf Terra über die Rossisten Unterstützung, die auf Informationen von einem Mann namens Chevinn basiert – vielleicht ein Nachkomme von Botan Chevinn?
Die Katze grinste.
"Hierzulande ist jeder verrückt. Ich bin verrückt. Auch du bist verrückt."
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Re: Monos-Ära

Beitrag von LaLe » 25. Juli 2014, 07:40

PR-TB 335 - Die Erben der Machraban - Arndt Ellmer

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Nachstehenden Text zitiere ich mit freundlicher Genehmigung gemäß den Bedingungen der GNU FDL aus der Perrypedia

Das Buch schildert in Episoden die Geschichte der Anoree über einen Zeitraum von mehreren Millionen Jahren.

In der ersten Episode lebt Rabo Montfant, ein Techniker aus dem Volk der Anoree, mit seiner Frau Nurola, einer Ärztin, und sieben Kindern auf dem Planeten Aylay. Die Anoree sind besorgt, denn ihre Sonne Gamesh flackert wesentlich früher als vorhergesagt, und es droht eine zu starke Abkühlung des Planeten. Die Regierung versucht, mithilfe von Experimenten die Sonne zu beeinflussen, aber bisher mit wenig Erfolg. Andererseits gibt es zu wenige Raumschiffe mit Überlichtantrieb, als dass eine Evakuierung der Bevölkerung realistisch wäre. Rabo Montfant gehört zu jenen in der Bevölkerung, die mit der Politik der Regierung unzufrieden sind. Er beschließt, selbst aktiv zu werden.

Seit gut 100 Jahren gibt es immer häufiger seltsame Phantomen, vermutlich von Schiffen eines unbekannten, technisch weit überlegenen Volkes. Die Anoree haben zudem große Raumstädte zwischen der Galaxie Neyscuur und ihrer eigentlichen Heimat, der Kleingalaxie Gorondaar, errichtet. Die dort lebenden Anoree unterscheiden sich bereits körperlich von den Planetenbewohnern und setzen häufig künstliche Implantate ein, vor allem zur Steigerung ihrer Sinneswahrnehmungen. Einer dieser Anoree ist Alander Telaant, der selbst eine Phantomortung miterlebt und zum Regierenden Rat gehört.

Es kommt schließlich zu einer Vorsprache Rabo Montfants beim Rat, aber niemand hört auf sein Vorbringen. Telaant versucht, ihn zu beschwichtigen. Dann wird das Thema der Phantomschiffe diskutiert, von denen die Anoree vermuten, dass sie aus einer anderen Galaxie kommen müssen – und ein Phantom sogar in der Ratshalle entdeckt, das aber wieder verschwindet!

Zwölf Jahre vergehen. Rabo Montfant engagiert sich führend in der Forschung mit erfolgreichen Sonnenexperimenten. Telaant und der Rat lassen dagegen neue Raumschiffe bauen. Außerdem planen sie, den Planeten Aylay mit Schutzschirmprojektoren gegen Sonneneruptionen zu schützen. Es kommt erneut zu einer Konfrontation von Montfant und Telaant, doch erkennen beide, das Wohl des Volkes zu verfolgen. Auch gibt es immer mehr Phantomortungen. Schließlich passiert das Undenkbare: Eines der Phantomwesen nimmt Kontakt zu Montfant auf und stellt sich als Danifkor Tsol vor. Tsol entführt einen Luftbus, mit dem Rabo unterwegs ist, zur Großbaustelle im All, an der die Flotte der Anoree im Bau ist, und setzt ihn dann als Zeichen auf dem dritten Planeten ab. Außerdem warnt er die Anoree vor drohenden starken Erdbeben und rettet durch direktes Eingreifen Montfants Familie vor dem Tod. Rabo Montfant berichtet seine Erlebnisse, lehnt aber das Angebot, Ratsmitglied zu werden, ab.

Jahrzehnte vergehen. Rabo Montfant stirbt schließlich in hohem Alter. Bei seinem Begräbnis ist auch Telaant anwesend und unterhält sich mit der Witwe Nurola. Diese erkennt, dass die Lebenserwartung der Raumstädter viel höher ist als die der Planetenbewohner.

Wieder Jahre später wird auf der Raumstadt Heyderan Alarm ausgelöst, denn in unmittelbarer Nähe ist plötzlich ein Schwarzes Loch erschienen, das immer näher kommt. Berylla, eine weibliche Anoree, erkennt, dass nicht etwa der Abstand zum Schwarzen Loch sinkt, sondern dieses offenbar wächst. Dann entdeckt sie einen getarnten Fremden in der Zentrale der Raumstadt, bevor die Stadt scheinbar hinter den Ereignishorizont sinkt. Als ein Suchschiff, bemannt mit Anoree und Vasuuren, erscheint, fehlt jede Spur von Heyderan. Der Schiffskommandant Menander Sobral ist besorgt, denn seine Familie lebte in der Stadt. Dann bemerkt er, dass das Schwarze Loch nur eine optische Täuschung ist, denn die Orter zeigen nichts an. Im nächsten Moment wird ein fremdes Raumschiff entdeckt. Sobral lässt Kurs in das Schwarze Loch nehmen; sofort wird die Raumstadt sichtbar. Dann meldet sich die Stimme eines Unbekannten, die sagt, die Anoree hätten die Prüfung bestanden.

Weitere Jahre verstreichen, und auch Alander Telaant ist ein alter Mann geworden. Da kommt es endlich zum Kontakt mit den Fremden. Telaant fliegt nach Aylay, wo eine riesenhafte Raumstadt erschienen ist. Grazile, humanoide Fremdwesen, die sich Amarena nennen, zeigen sich den Anoree. Auch Danifkor Tsol ist unter ihnen. Die Amarena sind die Herren der Schwarzen Sternenstraßen, eines interstellaren Netzwerks, das Schwarze Löcher benutzt, um große Entfernungen zu überbrücken. Die Anoree sollen ihre Nachfolge antreten, da sie sich ins Exil nach Amagorta zurückziehen wollen. Die Amarena erzählen ihre Geschichte und erklären, dass sie die Anoree wegen ihrer fortgeschrittenen Ethik ausgesucht hätten. Telaant stirbt zufrieden in den Armen Tsols.

Sehr viel Zeit vergeht, 72.000 Jahre seit Antritt des Erbes. Die Anoree ändern ihre Namensstruktur, indem sie nur noch Nachnamen haben. Die Raumstädter haben kaum noch Gemeinsamkeiten mit den Planetenbewohnern. Als neue Heimatwelten sind vor gut 2000 Jahren Jauccron und Passanay besiedelt worden. Tellur Montfant, der sich jetzt Montfur nennt, fliegt nach Heyderan zu Gesprächen, denn er will die Raumstädter vor Degeneration warnen. Sie glauben ihm zunächst nicht, doch dann kehren schließlich alle 20 Raumstädte in die besiedelten Systeme zurück. Je zehn gehen in den Orbit der beiden Siedlungswelten.

Immer weiter schreitet die Zeit voran. In einer Episode wird von dem Anoree Fliederlieder berichtet, dessen Aussehen dem der Anoree vor 100.000 Jahren entsprechen soll. Er lebt als Ausgestoßener wie ein Streuner, was in der Anoree-Sprache »cantarui« heißt, und hat mit Dranoga, einer anderen Ausgestoßenen, eine Familie gegründet. Die Anoree sind stark degeneriert, und ohne die Hilfe der Aiscrou wären die Sternenstraßen wohl nicht mehr nutzbar. Die Nachkommen der einstigen Raumstädter sind immer stärker bestrebt, sich mit Implantaten zu verbessern, wogegen es von der Mehrheit der Anoree vehemente Opposition gibt. Die Raumstädte selbst sind in Vergessenheit geraten.

Fliederlieder besucht den verlassenen alten Heimatplaneten Aylay, wo er eine Pyramide mit dem Erbvertrag zwischen den Anoree und den Machraban genannten Fremden entdeckt. Er findet aber auch alte Aufzeichnungen, die den richtigen Namen Amarena enthalten, und erfährt von den Raumstädten. Nach einem Ruineneinsturz wird er schwer verletzt und erwacht in einer Klinik auf Jauccron, wo er von der Existenz eines Geheimbundes erfährt, der sich »Organisation der Wanderer« nennt und das genetische Erbe der Raumstädter fortführt. Die Mitglieder setzen auf Implantate und erklären Fliederlieder, er sei eine neue Hoffnung für das ganze Volk. Der Name Amarena gerät aber vollkommen in Vergessenheit.

Erneut vergehen Jahrhunderttausende, das Erbe liegt zwei Millionen Jahre in der Vergangenheit. Kriege haben den Anoree zu schaffen gemacht, bis sie schließlich allen Nicht-Anoree verboten haben, die Sternenstraßen zu benutzen. Auch sie selbst reisen kaum noch. Ein Anoree namens Montfant besucht Aylay, wo aber kaum noch Spuren zu finden sind. Der Konflikt zwischen Anoree und den jetzt Cantaro genannten Raumstadtnachfahren schwelt immer noch. Zugleich suchen die Anoree nach den Machraban, aber ohne Erfolg.

Schließlich finden die Cantaro in der Kleingalaxie Hourpha seltsame Trümmer, die sie als Spur zu den Machraban verstehen. Das ganze Teilvolk verlässt seine Brüder durch das Schwarze Loch Tophama und löscht nach der Reise die Passagedaten. Für gut 700 Jahre wird kein Anoree mehr von den Cantaro hören.

Dann, im 12. Jahrhundert NGZ nach der Zeitrechnung der Milchstraße – es gibt bei den Anoree kaum noch technische Fortschritte – kehren Tausende von Cantaro-Schiffen in die Heimat zurück. Ihr Anführer nennt sich Shoudar und berichtet vom Ende der Amarena. Die Anoree begrüßen die lange verschwundenen Brüder und bitten sie, ihren alten Siedlungskontinent auf Jauccron wieder zu besiedeln. Damit ist das Volk wieder vereint.
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Re: Monos-Ära

Beitrag von LaLe » 25. Juli 2014, 07:46

LaLe hat geschrieben:PR-TB 335 - Die Erben der Machraban - Arndt Ellmer
Das ist mit Sicherheit einer der von mir am intensivsten gelesenen Planetenromane.

Wer sich für die Geschichte der Anoree und der Amarena interessiert, dem seien die Hefte 1441 - 1444 (Mahr und Ellmer) und 1471/2 (Feldhoff/Vlcek) ans Herz gelegt. Für mich ist vor allem der Zweiteiler vom Duo Feldhoff/Vlcek ganz großes Kino und Pflichtlektüre in Sachen SoW.
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Re: Monos-Ära

Beitrag von Heiko Langhans » 25. Juli 2014, 08:10

Dem ist nur zuzustimmen. Nebenher schlägt der Roman auch noch Brücken zur Urgeschichte der menschlichen Lebensformen aus den 1200er Bänden.

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Re: Monos-Ära

Beitrag von LaLe » 1. August 2014, 07:44

PR-TB 341 - Vasall der Galaxis - Arndt Ellmer

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Der Roman befasst sich mit einzelnen Episoden aus dem Leben von Galbraith Deighton in den Jahren 448 NGZ bis 1144 NGZ.

448 NGZ

Galbraith Deighton fliegt von der Erde zum Mars, wo er den galaktischen Vertreter der Akonen treffen möchte. Vor vier Wochen ist das letzte Hangay-Viertel materialisiert, aber es fehlt immer noch eine Nachricht vom Tarkan-Verband. Als Deighton unterwegs ist, werden plötzlich Erschütterungen des Hyperraums gemeldet. Wenig später erscheint ein deformiertes Raumschiffswrack im Solsystem. Deighton geht mit einem Untersuchungskommando an Bord. Das Schiff ist die AURIGA, eine Einheit der Tarkan-Flotte, aber es gibt keine Überlebenden, und alle Syntrons sind zerstört. NATHAN lässt das Wrack nach Luna bringen. Außerdem wird eine Nachrichtensperre verhängt. Deightons Treffen mit dem Akonen Ilauro Dropis findet statt, aber es ist unergiebig.

Das zweite Kapitel ist Ende April 448 NGZ, wenige Tage nach der Rückkehr vom Unternehmen Ragnarök, angesiedelt. Deighton macht sich Vorwürfe wegen der hohen Verluste bei der Mission. Er erinnert sich an ein Treffen mit Ernst Ellert, bei dem dieser ihm in NATHAN die Perle Moto gezeigt hat und von einer Gefahr für die Menschheit sprach, und wie er Zeuge war, als NATHAN den Vario-500 beauftragte, der Hamiller-Tube den Befehl zur Dezentralisierung der BASIS zu überbringen.

Geoffry Abel Waringer ist immer noch abwesend, was Deighton misstrauisch werden lässt. Er hat den Verdacht, dass NATHAN versucht, Terras Wissenschaftlerelite von der Erde fernzuhalten. Daher besucht er den innersten Sicherheitsbereich NATHANS und fragt nach den Hintergründen. NATHAN ist bereit, ihm Ellerts Botschaft vorzuspielen. Deighton ist entsetzt über das, was er erfährt, und erklärt NATHAN seine bedingungslose Bereitschaft, die Galaxis zu beschützen.

449 NGZ

Immer wieder greifen Flotten der Hauri Schiffe und Planeten der Milchstraße an. Gravitationsbeben sind ebenfalls eine ständige Bedrohung. Am 31. Dezember 448 NGZ wird Deighton auf der Straße von einem Mob angegriffen. NATHAN schickt einen Roboter namens Burt, der ihn rettet und ihm von nun an als Leibwächter dienen wird.

Eine Konferenz mit Waringer und Homer G. Adams findet statt, bei der das weitere Vorgehen besprochen werden soll. Auch sind Ortungen geheimnisvoller Buckelschiffe ein Thema. Deighton setzt seine Vorstellungen durch: Perry Rhodan und die anderen Teilnehmer der Tarkan-Expedition werden für tot erklärt. Auch die BASIS wird der Öffentlichkeit als zerstört gemeldet. NATHAN soll einen Verteidigungsplan für die Milchstraße ausarbeiten.

Am 4. April 449 NGZ fliegt Deighton mit der ARANCHA in die Nähe der Galaxie Hangay. Er erlebt, wie ein Gravitationsbeben eine große Handelsflotte der Springer vernichtet, bevor er wegen eines Hauri-Angriffes den Befehl erteilt, nach M 13 zu fliegen. Homer G. Adams nimmt ebenfalls an der Schlacht teil, in der 44 Einheiten den Arkoniden zu Hilfe kommen. Das Gefecht gegen die Hauri-Übermacht scheint aber aussichtslos, bis plötzlich die geheimnisvollen Buckelschiffe auf Seiten der Galaktiker eingreifen und die Hauri in die Flucht schlagen.

Deightons Schiff fliegt alleine in die Milchstraße zurück. Aufgrund eines merkwürdigen Gefühls lässt er eine Überlichtetappe unterbrechen. Kurz darauf zerstört ein Gravitationsbeben das Schiff, aber die Besatzung kann sich in Beiboote retten. Deighton erhält dabei Kontakt zu einem Buckelschiff, dessen Insassen sich Cantaro nennen. Ein Cantaro namens Enshouwar stellt ihm eine Zusammenarbeit in Aussicht, bevor das Schiff sich wieder tarnt und verschwindet. Deighton und die anderen werden kurz darauf gerettet.

Bei einer Krisensitzung des Galaktikums in der MUTOGHMANN SCERP gibt es erneut Uneinigkeit. Insbesondere die Akonen, aber auch Blues und Topsider wollen gegen den gemeinsamen Verteidigungsplan stimmen, da sie eigene Lösungen bevorzugen. Deighton redet im Saal und erwähnt auch die Cantaro. Es gelingt ihm, eine Mehrheit auf seine Seite zu ziehen.

461 NGZ

In den Jahren seit 455 NGZ kommt es immer öfter zu Angriffen der so genannten Blitzer, bereits der vierte Planet wurde von ihnen zerstört. Das Verhältnis zwischen Deighton und Adams hat sich immer weiter verschlechtert. Wegen der ähnlichen Raumschiffe hält Adams die Cantaro für identisch mit den Blitzern.

Weiterhin greifen immer noch Hauri-Flotten zahlreiche Ziele in der Milchstraße an. Im Jahr 453 NGZ haben die Cantaro den Galaktikern ein Zehnjahresultimatum gestellt, für Frieden zu sorgen, sonst würden sie eingreifen. Die Kosmischen Basare BERGEN, NOWGOROD, LÜBECK und HAMBURG sind im Kampfeinsatz, doch Adams verweigert Deighton die beiden restlichen Basare.

Waringer arbeitet inzwischen an neuen Waffensystemen, aber die Experimente scheitern. Deighton befiehlt, die Versuche einzustellen und einen außer Kontrolle geratenen Versuch zu zerstören. Stattdessen fliegt er nach M 3, um die Porleyter um Unterstützung zu bitten. Er erhält tatsächlich umfangreiche Technik, aber dennoch unterliegen die galaktischen Einheiten ihren Gegnern.

Deighton hat sich eine Station auf Titan bauen lassen, in der er sich immer häufiger aufhält. Streit mit Adams ist mittlerweile an der Tagesordnung. Eines Tages dringt ein Unbekannter in die Basis ein und zerstört Burt. Der Fremde erweist sich als ein Bote der Cantaro, ein Droide, der sich Hamilton nennt. Er scheint ein Terraner zu sein, hat jedoch einen Buckel und Handprothesen. Die Cantaro bieten Deighton Zusammenarbeit mit regelmäßigem Austausch an.

465 NGZ stellen sie ein erneutes Ultimatum.

490 NGZ

Immer wieder haben die Galaktiker die Porleyter in den vergangenen Jahrzehnten um Unterstützung gebeten, bis diese sich schließlich weigerten. Daraufhin ließ Deighton einen Angriff gegen sie fliegen, der aber geradezu spielerisch abgeschlagen wurde.

Die Handlung setzt ein, als die HALUTA gerade wieder im Schwarzen Loch verschwunden ist. Deighton wird jetzt der »Puppenspieler«, aber auch der »Vasall der Galaxis« genannt, da er sein Leben in den Dienst der Milchstraße gestellt hat. In der letzten Zeit ließen die Weltraumbeben nach, doch die Hauri griffen immer noch an.

Hamilton erscheint: Der Cantaro Enshouwar will Deighton sehen. In einem Gespräch erfährt Deighton, dass Hamiltons Gedächtnis gelöscht wurde und er seine Handschuhe niemals ablegen darf. Er scheint aber Deighton aus der Vergangenheit zu kennen. Deighton stimmt einem Treffen mit dem Cantaro zu.

Deightons Beziehung mit Vanity Fair zerbricht, da sie von ihm schwer enttäuscht ist, nachdem er verlangt hatte, dass sie Rhodan verführt, um Informationen zu erlangen. Auch mit Adams gibt es erneut Streit, beide gehen im Zorn auseinander. Deighton ahnt nicht, dass er Adams niemals wieder sehen wird.

Das Treffen mit dem alten Cantaro Enshouwar findet statt. Dieser eröffnet ihm, dass die Cantaro auch ohne Zustimmung des Galaktikums einen Freundschaftsvertrag schließen würden. Deighton will sich das Angebot überlegen.

Einige Zeit später, circa Januar 491 NGZ, ist Deighton als Kriegsminister des Galaktikums wieder einmal alleine in seiner Station, als Ortungsalarm gegeben wird. Ein fremdes Schiff landet in der Nähe und ein Phantomwesen durchdringt alle Sicherheitsvorkehrungen. Es macht Deighton bewegungsunfähig und stiehlt seinen Zellaktivator. Den sicheren Tod vor Augen, ruft Deighton die Cantaro zu Hilfe. Hamilton sagt diese zu und erscheint kurz vor dem Ende der kritischen 62-Stunden-Frist.

Mit einem Transmitter begeben sich Hamilton und Deighton zu einer geheimen Stützpunktwelt der Cantaro. Enshouwar, der in Pension gehen wird, da eine neue Generation von Cantaro übernehmen soll, hat offenbar als letzten Befehl die Anweisung gegeben, Deighton zu retten, da er wichtig für die Milchstraße ist. Deighton erhält einen Klonkörper mit Cyborgelementen. Er wundert sich aber, von einer noch höheren Autorität der Cantaro zu hören, den Herren der Straßen, und noch mehr wundert er sich über den Namen, den einer von diesen tragen soll: Ager Catomen, der seines Wissens ein Hanse-Sprecher ist.

Deighton bekommt auch syntronische Gehirnelemente eingepflanzt, die ihn, ohne dass er es richtig bemerkt, beeinflussen und zu Entscheidungen im Sinne der Herren der Straßen bewegen. Entsprechend stimmt er dem Vertrag mit den Cantaro zu.

In den nächsten Jahrhunderten werden mehr und mehr Körperteile wegen fortschreitenden Explosiven Zellverfalls durch künstliche Elemente ersetzt. Deighton wird immer stärker der »Mann des Systems«.

1144 NGZ

Deighton ist dem System hörig. Er glaubt fest, dass alles Leben außerhalb des Walls um die Milchstraße erloschen ist, er aber dazu beigetragen hat, die Völker der Galaxis zu retten.

Ein Treffen mit dem geheimnisvollen WIDDER-Anführer Romulus, von dem er glaubt, dass es Waringer ist, findet statt, bleibt aber ergebnislos. Romulus ist nicht bereit, sich ihm zu erkennen zu geben.

Wieder einige Zeit später, kommt Deighton zu Tode, als er sich mit dem zurückgekehrten Perry Rhodan trifft, der ins Solsystem gebracht werden soll. Deighton stirbt aber mit einem Gefühl der Zufriedenheit. Seine letzten Gedanken gelten dem geheimnisvollen Hamilton, den er seit circa 491 NGZ nicht mehr gesehen hat.

Im Epilog wird geschildert, dass Hamilton von den Cantaro auf einen abgelegenen Planeten gebracht wurde, wo er starb. Vermutlich war Hamilton identisch mit Waylon Javier, denn man erkennt an seiner Leiche die bekannten Kirlian-Hände.
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Re: Monos-Ära

Beitrag von LaLe » 8. August 2014, 07:43

Weil es thematisch perfekt zum Planetenroman der letzten Woche passt, kommt heute das

PR-Extra 14 - Catomens Gesetze - Achim Mehnert

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Nachstehenden Text zitiere ich mit freundlicher Genehmigung gemäß den Bedingungen der GNU FDL aus der Perrypedia

Perry Rhodan und viele andere Unsterbliche sind seit 448 NGZ verschollen. Ein grausamer Krieg tobt seitdem in der Lokalen Gruppe. Hauri-Amokläufer überfallen scheinbar wahllos Planeten und töten jeden, der sich ihnen in den Weg stellt. Die Milchstraße hat außerdem unter den Angriffen der so genannten Blitzer zu leiden, deren Raumschiffe ganze Planeten vernichten. Der jahrzehntelange Konflikt führt allmählich zu umfassenden gesellschaftlichen und politischen Umwälzungen. Das friedliche Galaktikum, eine Vereinigung der Milchstraßenvölker, wird in einen Kriegsrat umgewandelt. Galbraith Deighton, der nach dem Diebstahl seines Zellaktivators in einen Cyborg nach dem Vorbild der Cantaro umgewandelt wurde, wird Kriegsminister. Homer G. Adams bleibt zunächst Finanzsprecher der Kosmischen Hanse. Er ruft den Geheimdienst Hanse-Security ins Leben. Die Agenten werden in Erinnerung an ein legendäres Privatdetektivbüro auch als »Pinkertons« bezeichnet.

Im Oktober 491 NGZ wird Ager Catomen zum Hanse-Sprecher gewählt. Der Mann ist Adams nicht geheuer. Tatsächlich nagen die in den folgenden Jahren von Catomen initiierten Hanse-Verordnungen an den Grundfesten der Demokratie. So werden im Juli 492 NGZ Militäreinheiten auf den vier verbliebenen Kosmischen Basaren stationiert – ein Schlag ins Gesicht für die zuvor rein zivilen Einrichtungen, und ein Affront für die galaktischen Partnervölker, denn es kommen ausschließlich terranische Soldaten zum Einsatz. Hanse-Sprecherin Palina Gosren-Hysak wird zur Defensivbeauftragten dieser Einheiten ernannt. Ihr Sekretär Farlon Stretter arbeitet eng mit Adams zusammen. Im Jahre 493 NGZ fallen Palina gewisse verdächtige Vorgänge auf, über die sie Adams informieren will. Dazu kommt es nicht mehr; Palina kommt am 6. März bei einem Unfall mit einem sabotierten Gleiter ums Leben. Bei der Trauerfeier für Palina wird Adams auf einen Unbekannten aufmerksam, den er vom Pinkerton-Agenten Garsten Brouch beschatten lässt. Ein Treffen in der Kneipe Quarbers Inn im Atlan Village wird arrangiert. Der Unbekannte gibt sich als Stalker zu erkennen; der ehemalige Sotho trägt eine Ganzkörpermaske und gibt sich als Aden Milton aus. Er warnt Adams vor einem neuen Gegner, der im Hintergrund agiert. Stalker weiß nur, dass das Projekt VIRTUS etwas mit diesem Gegner zu tun haben muss. Mit Stalkers Raumschiff BURLESQUE fliegen die beiden alten Freunde am 7. März zum Beryll-System im Halo der Milchstraße ab.

Noch am selben Tag, dem 7. März, fordert Catomen aufgrund neuerlicher Hauri-Angriffe eine Einberufung der Hanse-Sprecher im STALHOF und eine Reduzierung der Hanse-Sprecher auf neun Personen, damit schneller auf akute Bedrohungen reagiert werden kann. Die entsprechende Sitzung aller im Solsystem anwesenden Hanse-Sprecher findet am 9. März statt. Das Ansinnen wird von NATHAN und von Galbraith Deighton unterstützt. Eine Wahl zum Hanse-Sprecher soll nicht mehr stattfinden, stattdessen sollen die neun neuen Sprecher von NATHAN und Deighton nach ihrer Qualifikation aus dem Kreis der bisherigen Hanse-Sprecher ausgewählt werden. Zur Durchsetzung dieser Regelung muss das Ausnahmerecht erklärt werden. Diese Gesetze, Catomens Gesetze, werden schließlich von den anwesenden Hanse-Sprechern gebilligt. Unter Mithilfe des durch Ager Catomen manipulierten Galbraith Deighton wird zusammen mit dem ebenfalls manipulierten NATHAN eine Auswahlliste für die zukünftigen neun einzigen Hanse-Sprecher erstellt. Als Ergebnis dieser Auswahl werden am 10. März neben Galbraith Deighton die folgenden acht Namen genannt: Ager Catomen, Carol Shmitt, Wello Banir, Endehar Roff, Dorian Waiken, Farlon Stretter, Simedon Myrrho, Remin Killian. Was zu diesem Zeitpunkt außer den acht Letztgenannten niemand weiß: alle acht Personen sind Herren der Straßen beziehungsweise Avatare eines einzigen Wesens: Monos. Monos hat damit die Macht auf Terra, in der Kosmischen Hanse und in der Milchstraße. Damit haben die Dunklen Jahrhunderte begonnen.

Adams, von den Geschehnissen auf Terra nicht informiert, erreicht am 10. März das Beryll-System. Auf dem Planeten Persienne im Beryll-System baut die Tempelton Mining Corporation die nur dort vorkommenden hochwertigen Jiquola-Hyperkristalle ab, angeblich im Auftrag der Hanse. Adams ist darüber aber nicht informiert. Da von der Firmenchefin Carina Tempelton, bei der Adams und Stalker inkognito vorsprechen, keine genaueren Auskünfte zu erhalten sind, sehen sich die beiden die Hyperkristallmine persönlich an. Abgesehen davon, dass die Minenarbeiter unter der Strahlung der Kristalle leiden und von Überschweren bewacht werden, sind keine Auffälligkeiten feststellbar. Adams lüftet seine Tarnung und erfährt, dass Ager Catomen Projektleiter von VIRTUS ist. Auftraggeber ist Deighton. Die Mine ist bereits erschöpft, die Kristalle sollen am 13. März von der Kogge GRAKARU abgeholt werden. Kurz nach dem Eintreffen der GRAKARU erscheint ein Cantaro-Buckelschiff. Es vernichtet die Kogge und die BURLESQUE. Die ausgebeutete Mine wird ebenfalls zerstört. Das Cantaro-Schiff verschwindet mit den gestohlenen Kristallen.

Adams lässt sich danach abholen. Stalker setzt sich mit unbekanntem Ziel ab. Zurück auf Terra erfährt Adams am 16. März von Catomens letztem Coup. Adams wurde kaltgestellt, er ist kein Hanse-Sprecher mehr. Er hat nur noch beratende Funktion als Finanzsprecher. Die einzigen beiden Hanse-Sprecher, die es gewagt haben, Catomens Gesetzen zu widersprechen, sind spurlos verschwunden und vermutlich tot. Verbittert stellt Adams Catomen und Deighton zur Rede, erfährt jedoch nichts über die Hintergründe von VIRTUS. Es kommt zu einem ernsthaften Zerwürfnis zwischen Adams und Deighton. Am 20. März überlebt Adams nur knapp einen Mordanschlag. Brouch stößt Adams aus der Gefahrenzone, als ein Überschlagsblitz aus einem manipulierten Transmitter zuckt, und bezahlt dies mit dem eigenen Leben. In seinem Büro findet Adams einen von Stalker hinterlassenen Holowürfel, der weitere Warnungen und eine Bitte enthält. Adams soll eine Armee für Perry Rhodan bereithalten.

Adams weiß zwar, dass Catomen als treibende Kraft hinter den aktuellen Geschehnissen steckt, aber er ahnt nicht, wer der Mann wirklich ist und welche Ziele er verfolgt und dass er einer der Avatare des Monos ist. Die Jiquola-Kristalle benötigt Catomen alias Monos zum Aufbau eines Walles, der die gesamte Milchstraße einschließen und sämtlichen Funkverkehr unterbinden soll. Die Fertigstellung des Funkwalles ist nur der erste Schritt zum Aufbau einer Falle für Perry Rhodan, den Monos auf eine noch nie dagewesene Art und Weise vernichten will.
Die Katze grinste.
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"Woher weißt du, dass ich verrückt bin?"
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Re: Monos-Ära

Beitrag von LaLe » 14. August 2014, 21:34

Thematisch passt es vielleicht nicht ganz hier rein, aber von den Handlungszeiträumen her schon. Deshalb geht es weiter mit

PR-TB 345 - Die Geheimarmee des Kriegers - Peter Griese

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Ronald Tekener erhält im Jahr 1171 NGZ eine Botschaft auf einem Datenabspielgerät. Eine Nachricht besagte, das Gerät sei ihm oder Jennifer Thyron nicht vor dem Jahr 600 NGZ auszuhändigen. Bedingt durch die Cantaro-Herrschaft, geriet das ganze zunächst in Vergessenheit.

Tekener stellt fest, dass es sich um Aufzeichnungen handelt, die Pathythia Baal, ein Anti-Teenager mit der Paragabe der Realholografie, im Jahr 455 NGZ für ihn und seine inzwischen verstorbene Lebenspartnerin hinterlassen hat.

Damals waren Tekener und Thyron mit dem Virenschiff LASHAT in der Mächtigkeitsballung Estartu unterwegs. Pathythia, die sie adoptiert hatten, begleitete sie, trennte sich aber dann wegen Heimweh in der Galaxie Erendyra von ihnen, um mit der NAUTILUS die Heimreise in die Milchstraße anzutreten. Seitdem hatte keiner von ihnen jemals wieder von Pathythia, kurz »Path« genannt, gehört.

Sie berichtet nunmehr, dass sie einige Tage vor dem Treffen mit der NAUTILUS in ihrer Kabine überraschend Plump, den Distelfrosch eines Raumfledderers, den die drei vorher kennengelernt hatten, vorgefunden hat. Dieses halbintelligente Wesen murmelte Worte wie »Heimweh«. Daher beschloss Path, ihn heimlich mitzunehmen. Beim Abschied schwor sie, nie wieder die Realholografie einzusetzen, da diese Fähigkeit sie nur unglücklich machte. An Bord der NAUTILUS kam es dann schnell zu Spannungen mit dem Kommandanten Aaron Contarget, einem humanoiden Mischling. Insgesamt war die Stimmung nicht gut.

Die Virenintelligenz des Schiffes bot an, Plump zu analysieren. Dabei wies sie darauf hin, dass Berichte anderer Vironauten über sehr an ihn erinnernde Wesen, die aber hochintelligent waren, Sothalk sprachen und von den Pterus gnadenlos gejagt wurden, vorlagen. Sie konfrontierte Plump mit der Rassenbezeichnung, nämlich Dyraner, und löste so tatsächlich eine Reaktion aus. Daraufhin schlug sie eine genauere Untersuchung im Labor vor. Auf dem Weg dorthin kam es zu einer Konfrontation mit Contarget, die Path unbewusst löste, indem sie ein Hologramm von Tekener erzeugte, der Contarget niederschlug, nachdem er sie mit einem Paralysator bedroht hatte.

Im Labor stellte sich heraus, dass Plump in Wahrheit Jauntecc hieß, vom Planeten Dyra im Kerjahot-System der Galaxie Erendyra stammte und dringend dorthin zurückwollte. Eine dauerhafte Behandlung seiner blockierten Intelligenz und Erinnerungen war aber der Virenintelligenz vorerst nicht möglich. Daraufhin fingierte sie den Funkruf eines Vironauten, der angeblich in dem System abgeholt werden wollte.

Im Kerjahot-System geriet die NAUTILUS in eine Falle und wurde von fremden Raumschiffen unter Führung eines Pterus namens Whasp aufgebracht. Contarget, Path und ein weiterer Vironaut wurden als angebliche Spione eines anderen Ewigen Kriegers abgeführt. Dann aber gelang dem Schiff die Flucht, bevor es zerstört werden konnte.

In der Zelle weihte Path ihre Gefährten in die Existenz Jaunteccs, den sie versteckt bei sich hatte, ein. Außerdem gelang es ihr, den von der Virenintelligenz kurz vorher fertiggestellten Immunmodulator dem Dyraner zu spritzen. Tatsächlich begann dieser zu wirken, und die Erinnerung kehrte zurück. Jauntecc berichtete, wie die Dyraner lebten und er in einer Falle in die Gefangenschaft einer Organisation namens Whasps Riege geriet, ihm aber die Flucht gelang.

In der Folge gelang dank Paths Mutantenfähigkeit ihr und Jauntecc der Ausbruch. Dabei tötete sie Whasp, indem sie ihn mithilfe von realholografisch erzeugtem Sprengstoff explodieren ließ. Da Jauntecc andere gefangene Dyraner spüren konnte, begaben sich beide auf die Suche. Path schützte sich mithilfe eines Deflektorschirms ihres Anzuges gegen Entdeckung.

Sie erreichten eine große Fabrikanlage mit zahlreichen in Käfigen gesperrten Dyranern. Die Fähigkeit der Dyraner, in ihren Körpern fast jede flüssige Substanz zu synthetisieren, wurde hier durch Whasps Riege zur Herstellung von Dy-Säure, einer eigentlich geächteten Substanz mit extremer Sprengwirkung ausgenutzt. Die entsprechenden Dyraner waren alle geistig versklavt.

Zu Paths Überraschung sah sie in der Halle den totgeglaubten Whasp. Es gelang ihr, Funkkontakt zur Virenintelligenz der NAUTILUS herzustellen. Diese hatte inzwischen die Widerstandsbewegung der Mardelaner, einer ebenfalls von Whasps Riege versklavten humanoiden Rasse, kontaktieren können. Whasp war der Animateur des Kriegers Kalmer, der offenbar seit Jahrhunderten eine Geheimarmee aufbaute, die aus versklavten Dyranern und Mardelanern bestand.

Jauntecc setzte seine Erkundungen fort. Path musste erneut eingreifen, als er von Robotern bedroht wurde, und erfuhr, dass sich in einer zweiten Fabrik ebenfalls versklavte Dyraner befanden, die als lebende Bomben konditioniert wurden. Path tötete einen weiteren Whasp, der sich als Roboter herausstellte. Außerdem gelang es Jauntecc, aus einem Computer zahlreiche Daten abzuzapfen.

Die Virenintelligenz wurde gebeten, ein gut getarntes Beiboot zu schicken, was auch geschah. Die drei Vironauten und Jauntecc nahmen Kurs auf Dyra. Die Datenauswertung ergab, dass auf dem Planeten Quolat, auf dem die Vironauten gefangen waren, die Erstkonditionierung der Sklaven erfolgte. Auf dem Planeten Pierank im gleichen System befand sich ein Flottenarsenal, in dem auch die versklavten Mardelaner im Tiefschlaf bereitgehalten wurden. Schließlich spielte noch der Planet Looyaun eine Rolle, auf dem der Blumenhüter, ein ebenfalls konditionierter Mardelaner, sich mit der Gewinnung besonderer Blütenstaubarten befasste, die für die geistige Beeinflussung der Sklaven verwendet wurden.

In den nächsten Tagen wurden mit den Dyranern und Mardelanern Pläne für einen Aufstand geschmiedet. Als erstes erfolgte ein Vorstoß nach Looyaun, wo es mithilfe der Fähigkeiten der Dyraner gelang, den Blumenhüter, einen greisen Mardelaner, aufzuspüren und aus der geistigen Kontrolle zu befreien. Er erklärte sich schnell bereit, den Aufständischen mithilfe spezieller Blütenstaubmischungen zu helfen.

Sieben Tage vergingen. Im Laufe dieser Zeit wurde der Blütenstaub nach Pierank und Quolat geschmuggelt und weitere Vorbereitungen getroffen. Path erhielt weiterhin einen speziellen Sensor, um in der Lage zu sein, den echten Whasp von seinen Robotdoubles zu unterscheiden. Schließlich kam der Tag X. Die gefangenen Mardelaner und Dyraner konnten mithilfe des Blütenstaubes von der Kontrolle befreit werden, doch da erschienen zahlreiche Kampfraumschiffe im System, und Whasp forderte über Funk die Kapitulation.

Path handelte und setzte ihre Holografie-Fähigkeit ein, um riesige Hindernisse im All zu erzeugen, mit denen die Feindschiffe kollidierten. Auf diesem Weg gewann sie die Raumgefechte für die Rebellen. Whasp meldete sich erneut über Funk und forderte ein Treffen mit Path. Sie nahm zusammen mit Aaron Contarget und Jauntecc an. Auf dem Planeten Pierank begegnete ihr neben einigen Robotern erneut Whasp, dem sie erzählte, sie wäre eine Inkarnation der ESTARTU. Ihr Ortungsgerät zeigte aber, dass dies nicht der echte Whasp war, dieser aber in der Nähe sein musste. Daraufhin lockte Path Whasp mit einem Bluff aus der Reserve und erkannte, dass er sich in einem der Roboter verbergen musste. Jauntecc lieferte ihr ein Dy-Säure-Muster, mit dem sie den Roboter und damit auch Whasp explodieren ließ. Im nächsten Moment, sie fühlte sich erschöpft und konnte ihre Gabe nicht mehr gebrauchen, wollte einer der weiteren Roboter sie erschießen. Contarget warf sich dazwischen, rettete ihr das Leben, starb aber selbst. Seine letzten Worte waren eine Bitte um Verzeihung. Dann setzte Path noch einmal ihre letzte Para-Energie ein und zerstörte auch diesen Roboter.

Die Schlacht gegen Whasps Riege war gewonnen, die Dyraner und Mardelaner befreit. Path aber fühlte eine Leere im Kopf, als ob sie ihre Gabe überanstrengt und – endlich – verloren hätte.

Damit endet der Bericht. Tekener fragt sich, ob er eines Tages erfahren wird, wie es Path weiter ergangen ist.
Die Katze grinste.
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Re: Monos-Ära

Beitrag von LaLe » 22. August 2014, 07:49

PR-TB 368 - Terra in Trance - Robert Feldhoff

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Oderik Stern ist ein Zehner, das heißt, er ist zehn Jahre alt und lebt auf den Straßen von Terrania. Terrania ist zerstört, die Bewohner kämpfen in den Schutthalden und Müllbergen ums Überleben. Die Rostknochen, also die Erwachsenen, werden in ihren Wohntuben von Robotern versorgt, die Kinder müssen ums Überleben kämpfen. Auf der Straße regiert das Recht des Stärkeren, die stärksten sind die Zwölfer, ältere Kinder kennt Oderik nicht, man munkelt zwar von Dreizehnern, aber spätestens als Zwölfer wird man normalerweise von den Botkommandos geschnappt und in die Internate gebracht. Die abgeholten Rostknochen kommen in die Bezirke – erzählt man, denn zurückgekommen ist noch keiner.

Als Oderik nach seinen Streifzügen zurück nach Hause kommt, erwartet ihn bereits sein Vater, dieser hat heute zwei Speicherchips bekommen, die besagen, dass Oderik sich melden soll, um in das Internat gebracht zu werden und seine Eltern in die Bezirke. Doch sein Vater erzählt Oderik von einem Forscher, der im Geheimen ein Raumschiff baut, um zum Orion zu fliegen, sein Vater weiß sogar, durch Gerüchte, wo dieser Forscher zu finden ist, nahe der »Blinden Wände« soll sich eine gigantische Schutthalde befinden, dort sei der Fluchtpunkt Orion. Die Familie beschließt, sich bis dorthin durchzukämpfen. Das Unternehmen gelingt, doch es endet in einem Fiasko, denn der Fluchtpunkt Orion ist nichts weiter als ein Trick. Als sie das Innere der Halde erreichen, sieht Oderik gerade noch ein Zählwerk mit der Zahl 21655 und hört eine Stimme, die sagt: DIE PERSONEN WERDEN JE NACH ALTER IN BEZIRKE UND INTERNATE VERBRACHT. ALLE WERDEN ALS FLÜCHTIG IDENTIFIZIERT..

Oderik spürt noch einen starken Schmerz an der Hand, dann verschwindet diese kahle Welt. Als er erwacht, ist er Sebastian Detchev, er lebt in einem Ausbildungszentrum. Doch mit der Zeit kommt ihm manches komisch vor, ab und an erlebt er ein Phänomen, das er »Rastersehen« nennt, dann verschwimmt seine Sicht und er sieht dahinter einen kahlen Raum.

Immer wieder ertappt sich Sebastian, wie er an Oderik Stern denkt, obwohl er nicht weiß, wer dies ist. Irgendetwas ist seltsam. Bei einem Ausflug stirbt Sebastian, doch im Paradies stirbt niemand so schnell, denn der Klirr-Klang-Gott schenkt einem ein neues Leben zurück. So verbringt Oderik Stern viele Jahre im Simusense, bis er erwachsen ist. Immer wieder hat er dieses Rastersehen, dann bricht er aus dem virtuellen Netz aus und begreift.

Nach dem Aufwachen ist er sehr geschwächt, doch er regeneriert sich und durchstreift ein halbes Jahr lang die Geisterstadt Terrania. Dann trifft er auf eine Gruppe Simusensefreie und schließt sich ihr an. Dabei verliebt sich Oderik in Briee, auch sie zeigt ihm gegenüber Gefühle.

Dann taucht eine Gestalt namens Gigacom-Interpreter auf, er wird von den Simusensefreien fast schon als Gott gesehen, dieser verteilt freie Simusensechips – denn wenn man einmal das Netz verlassen hat, kommt man nicht wieder hinein – und Multitasker, mit denen man in die Träume anderer eindringen kann.

Die Simusensefreien stürzen sich begierlich auf die Geräte und gehen wieder freiwillig ins Netz, denn die Einöde Terrania ist fast nicht zu ertragen. Nur Oderik weigert sich.

Mit Briee zeugt er ein Kind, fast alle Freien haben sich in zwei lose Lager gespalten: die Traumhelfer und die Traumjäger. Irgendwann geht auch Oderik ins Netz, er will dem Klirr-Klang-Gott entgegentreten und ihn vernichten, doch er hat die Macht unterschätzt, die hinter dem Ganzen steht. Er verliert bei dem Zweikampf mit Dorian Waiken den Verstand. Briee findet ihn irgendwann, dann wird seine Tochter Kia geboren. Die beiden setzen sich aus Terrania ab.
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Re: Monos-Ära

Beitrag von LaLe » 22. August 2014, 08:45

Zu PR-TB 368 - Terra in Trance - Robert Feldhoff

könnte ich seitenweise schreiben, bildet er für mich zusammen mit den Heften 1491 "Transit nach Terra" und 1492 "Das dunkle Netz" doch so etwas wie die Essenz der dunklen Seite der PR-Serie.

Nur auf die genannten Romane bezogen, zeigt Robert dass er nicht nur ein Meister des Voltzens ist, sondern bei aller Düsternis auch immer ein kleiner Funken Hoffnung durchschimmert. Das Ende von Terra in Trance erinnert mich deshalb aufgrund der in mir hochkommenden Gefühle (kann man von einem Unterhaltungsroman mehr verlangen?) stark an das Ende von Band 1470 "Museum der Archäonten". Da wusste ich am Ende auch nicht ob ich lachen oder weinen sollte.

In Terra in Trance ist im Hinblick auf die virtuelle Realität des Simusense die Rede von einem Paradies der Narren und heutzutage stellt sich mir tatsächlich die Frage ob wir nicht schon längst in einem solchen leben. Insofern sind Roberts Simusense-Romane für mich mehr als nur sehr gute und düstere Unterhaltung, sondern auch im RL von Relevanz.

Dass sie in dem aktuellen PR-Kompakt nicht enthalten sind, ist vermutlich dem Umstand geschuldet, dass der Planetenroman vor nicht allzu langer Zeit bereits eine Wiederveröffentlichung erfahren hat. Anderenfalls hätten die da m. E. reingehört.

Fazit: Wer die Romane nicht kennt, hat noch was zu tun (und die Handlungszusammenfassung in der PP wird dem Roman nicht wirklich gerecht).
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Re: Monos-Ära

Beitrag von LaLe » 29. August 2014, 07:42

PR-TB 375 - Halo 1146 - Götz Roderer

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Im Jahr 449 NGZ befinden sich das TSUNAMI-Pärchen WALHALLA und WYOMING auf dem Rückweg aus der Galaxie Hangay, wo sie im Unternehmen Ragnarök, einer Mission gegen die Hauri, unterwegs waren. Im Halo der Milchstraße angekommen, wird die WYOMING wegen eines Triebwerksschadens aufgegeben und versteckt.

Die WALHALLA setzt den Flug fort, bis das Raumschiff von Hauri gestellt und vernichtet wird. Eine Space-Jet, die sich gerade auf Erkundungsflug befand, wird kurz nach der Zerstörung des Mutterschiffes ebenfalls abgeschossen und stürzt auf dem Planeten EX 1576-45/II in einem verlassenen Sonnensystem des Halo ab. Die gesamte Mannschaft, bestehend aus dem Kommandanten der Jet, Da'Tory, dem Ertruser Braninghan und dem Ortungsspezialisten Joergens, kommt dabei um.

Im Jahr 1146 NGZ wird das Wrack von der BAALAGH, einem Schiff der Widder, entdeckt. Ein Bergungsteam, bestehend aus Jalhena Berrings und Chinnok Chan, kommt bei dem Versuch, das Wrack zu untersuchen, fast ums Leben, da das Wrack von den Hauri vermint wurde. Allein ein Memorekorder mit dem Tagebuch des Ortungsspezialisten Joergens wird von Jalhena Berrings gerettet. Das Tagebuch liefert Aufschlüsse über die Ereignisse im Jahr 449 NGZ.

Roi Danton hat sich zu dieser Zeit den Widdern und den Freihändlern von Phönix angeschlossen. Er erfährt von der Entdeckung und begibt sich mit der NARNA, das ebenfalls ein übrig gebliebenes Raumschiff der TSUNAMI-Flotte ist, zum Planeten EX 1576-45/II, wo er sich mit Jalhena Berrings und Chinnok Chan trifft. Der ATG der NARNA ist irreparabel defekt, und die Tatsache, dass es möglicherweise einen weiteren versteckten TSUNAMI im Halo gibt, der über ein funktionierendes ATG verfügt, veranlasst Roi Danton zur Suche nach dem verschollenen TSUNAMI. Jalhena Berrings und Chinnok Chan schließen sich Roi Danton und der Besatzung der NARNA an.

Was die Besatzung der NARNA zu diesem Zeitpunkt nicht weiß, ist, dass die NARNA aufgrund eines Defektes ein Ortungsleck besitzt, das in seltenen Zuständen entsteht. Aufgrund des Ortungslecks werden sie von feindlichen Karaponiden-Raumschiffen aufgespürt. Sie können sich jedoch verstecken und den Karaponiden entkommen.

Kurz darauf kommt es zu einem weiteren Feindkontakt. Diesmal handelt es sich um ein unbekanntes Schwingenschiff, das eine Jet, die sich auf einem Erkundungsflug befand, abschießt. Drei Tage später werden erneut Schwingenschiffe von einer Jet geortet. An der georteten Stelle finden sie jedoch nur die TAKANUR, ein 2000 Jahre altes 80-Meter-Kugelraumschiff, das von den Schwingenschiffen schwer beschädigt wurde. Roi Danton und Jalhena Berrings können, kurz bevor das Wrack explodiert, einen Hauri retten, der sich in einer Medobox befindet. Der Hauri, der an der Zentrumspest erkrankt ist, stirbt jedoch kurz danach. Vor seinem Tod berichtet er, dass er Janik paak Duur heißt, und bittet Roi Danton, »den Uleb« auf Manjok IV zu kontaktieren, um ihm zu berichten, dass er von Azthenas angegriffen wurde.

Unerklärlich ist für Roi Danton, wie der Hauri an der Zentrumspest erkranken konnte, da zu dieser Zeit der Weg in die Milchstraße durch den Chronopulswall versperrt war. Sie beschließen, die Welt Manjok IV mit einer Korvette der NARNA zu besuchen und »den Uleb« zu finden. Insbesondere auch deswegen, weil das Sonnensystem von Manjok IV in dem Bereich liegt, in dem der verschollene TSUNAMI vermutet wird.

Auf Manjok IV angekommen, geben sich Roi Danton und die Mannschaft als Händler aus. Danton, Siddha Tomken, Jalhena Berrings und Card Willom verlassen die Korvette und sehen sich in der einzigen Stadt des Planeten um. Die restliche Besatzung bleibt zurück.

Was Danton und seine Gefährten nicht wissen, ist, dass sich auf diesem Planeten tatsächlich ein Haluter namens Nratogh Pan versteckt, der als »Der Uleb« bezeichnet wird. Sein Versteck ist die verlassene Station, in der das verschollene TSUNAMI-Raumschiff WYOMING versteckt wurde. Nratogh Pan ist ein Informationshändler. Er und seine Organisation benutzen die Station seit mehr als 100 Jahren als Basis. Es ist ihm gelungen, die Stationspositronik umzuprogrammieren und die Einrichtungen für sich zu nutzen. Er benutzt das ATG des TSUNAMIS, um sich in gefährlichen Situationen in der Zukunft zu verstecken. Dies hat ihm den Spitznamen »der Uleb« eingebracht.

Nratogh Pan hatte herausgefunden, dass die Azthenas, die Manjok IV als Basis benutzen, in der Atmosphäre ein Gift ausgesetzt haben, das durch ein Funksignal aktiviert werden kann. Mithilfe des Gifts können die Azthenas über jeden auf Manjok IV sofort die Kontrolle übernehmen. Nratogh Pan setzt jedoch eine Substanz als Gegenmittel ein, die dem Gift entgegenwirkt. Die Substanz ist allerdings sehr selten und wirkt nur für eine bestimmte Zeit. Der von Danton gefundene Hauri Janik paak Duur war Nratogh Pans Vertrauter, der sich regelmäßig mit der TAKANUR auf den Weg machte, um die Substanz zu beschaffen.

Kurz nach der Ankunft Dantons und seiner Gefährten erfährt Nratogh Pan von ihnen. Er beschließt, die Fremden erst nur zu beobachten, lässt ihnen aber von einem Siganesen unbemerkt das Gegenmittel injizieren. Diese bemerken dies zwar, können aber die Wirkung und die Absicht des Mittels nicht erkennen.

Dantons Gruppe fällt ein merkwürdiger Humanoide mit einem Hauri und einem Nakken im Gefolge auf, dem die Einheimischen angstvoll ausweichen. Danton folgt dem geheimnisvollen Trio bis zu deren Raumgleiter. Er findet heraus, dass der Humanoide ein Mutant ist, als dieser einen Dockarbeiter, der sich unbedacht dem Raumgleiter des Humanoiden näherte, kaltblütig mittels Psi-Kräften ermordet. Sie beobachten den Gleiter eine Stunde und werden unverhofft durch eine hochfrequente Hyperstrahlung angegriffen. Alle verlieren sofort das Bewusstsein, werden aber von ihren SERUNS geschützt, die sofort im Notfallprogramm einen Schutzschirm aufbauen und den Antigrav aktivieren. Siddha Tomkens SERUN hat jedoch eine Fehlfunktion und explodiert. Sie wird infolge dessen entführt.

Nachdem Danton, Willom und Berrings ihr Bewusstsein wiedererlangen, werden sie erneut angegriffen und paralysiert. Diesmal von Nratogh Pans Leuten. Während die drei in einem Shift zu Pans Basis gebracht werden, gelingt Danton fast die Flucht. Er wird aber erneut übermannt. In der Station erkennt Nratogh Pan sofort an Dantons Zellaktivator, dass es sich bei ihm um einen Unsterblichen handelt. Er vermutet in Danton zuerst zwar einen Klon der Cantaro und stellt ihn auf eine Probe. Er ist aber schnell überzeugt, dass es sich um den echten Roi Danton handelt. Danton erzählt Nratogh Pan vom Schicksal Janik paak Duurs. Über Nratogh Pan erfährt wiederum Danton, dass Janik paak Duur Kontakt zu einem Janusköpfigen hatte. Danton vermutet im Janusköpfigen Stalker, mit dessen Hilfe der Hauri vermutlich den Chronopulswall überwinden konnte.

Nratogh Pan, der nun Roi Danton vertraut, zeigt ihm die WYOMING. Das Schiff ist flugunfähig, da es keinen funktionierenden Hypertrop besitzt. Danton schlägt Nratogh Pan ein Geschäft vor. Er will Pan einen Hypertrop geben, wenn der ihm dabei hilft, Siddha Tomken zu befreien. Nratogh Pan lehnt das Geschäft vorerst ab, da Siddha Tomken von den Azthenas, zu denen auch der Mutant gehört, entführt wurde. Es sei zu gefährlich. Danton kann ihn allerdings dann doch überzeugen.

In einem verzweifelten Kampf gelingt es Dantons Gruppe mithilfe Nratogh Pans Leuten, Siddha Tomken zu befreien, die in einer Festung der Azthenas gefangen gehalten wurde. Im Rückzug werden sie allerdings eingekesselt, und Danton ist bereit zur Aufgabe. Dank eines mutigen Einsatzes von Jalhena Berrings gelingt ihnen dann dennoch die Flucht. Angeschlagen und mit letzter Kraft verstecken sie sich und warten darauf, von ihrer Korvette abgeholt zu werden. Die Besatzung der Korvette wird allerdings in der Zwischenzeit von den Azthenas kontrolliert, da sie deren Giftgas eingeatmet hatten. Die Korvette greift zuerst Dantons Gruppe an, stürzt dann aber ab.

Die NARNA wird über den automatischen Notruf der abstürzenden Korvette informiert und startet sofort zum Planeten Manjok IV. Dort wird sie allerdings von einer Übermacht an Schwingenschiffen der Azthenas erwartet. Es bleibt ihnen nichts anderes übrig, als sich in der Korona der Sonne zu verstecken. Doch die Fehlfunktion im Ortungsschutz stellt sich diesmal als ihr Glück heraus. Es werden wieder die Karaponiden angelockt. Diese verwickeln sich sofort in Kämpfe mit den Azthenas. Die NARNA nutzt die Verwirrung aus, um Danton und seine Gruppe sowie die unter der Droge stehenden Besatzung der Korvette zu retten.

Am Ende überlässt Danton Nratogh Pan einen Hypertrop und macht sich danach auf den Weg in die Milchstraße.
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Re: Monos-Ära

Beitrag von LaLe » 5. September 2014, 07:41

PR-TB 381 - Verlorenes Leben - Hubert Haensel

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Anfang des Jahres 448 NGZ ist das terranische Raumschiff FOUNDATION mit einer Besatzung von 89 Personen, darunter zahlreichen Kadetten der Liga-Flotte, auf einer Ausbildungsmission am Rand der Milchstraße im Einsatz. Zu den Kadetten gehört der junge Wayne Antas.

Es werden verschiedene Simulationen eingesetzt, um die Kadetten zu testen. Dann kommt es zu einem Zusammentreffen mit der TRAINEE, einem weiteren Schulschiff, bei dem diese durch das eigenmächtige Handeln der Kadettin Ellen Morrey sehr nah an der FOUNDATION aus dem Hyperraum austritt.

Die beiden Schiffe sollen die Folgen der bisher erfolgten Transfers von Vierteln der Galaxie Hangay in der Milchstraße untersuchen. Antas hat hierbei neue Ideen, die tatsächlich zur Entdeckung eines auffallend veränderten Sterns führen. Bei einem weiteren Flugmanöver tritt Ellen Morrey erneut sehr forsch auf und erhält einen Verweis durch den Kapitän Bruce Baxter.

Die Schiffe fliegen das veränderte, unbewohnte Sonnensystem an und stellen fest, dass die Spektralklasse sich geändert hat und ein Mond durch Gravitationseffekte zerstört wurde. Während der Messungen kommt es plötzlich durch den vierten Hangay-Transfer zu einer starken Hyperschockwelle. Über die Hälfte der Besatzungsmitglieder beider Schiffe stirbt, und schwere Schäden werden verursacht. Zudem beginnt die Sonne, sich aufzublähen. Der LFT konnte die Position nicht mehr gemeldet werden, bevor der Hyperfunk ausfiel.

Beide Schiffe versuchen, für Reparaturen auf dem Planeten Oddness I zu landen. Dabei macht die FOUNDATION eine Bruchlandung. Die Crews beschließen, die TRAINEE zu reparieren und die FOUNDATION auszuschlachten.

Einige Tage vergehen. Alle Überlichtantriebe und Hyperfunkanlagen sind defekt, der Kalup scheint aber reparabel. Nach wie vor gibt es Konflikte zwischen Ellen Morrey und den Offizieren, doch erkennt Morrey auch die Gefahr, die von der Sonne ausgeht, als erste. Diese entfernt sich nämlich aus dem System! Dadurch kommt es zu Erdbeben, und es wird immer kälter.

Als Ellen Morrey eigenmächtig Spuren im Schnee untersucht, wird sie von großen Raupenwesen angegriffen. Wayne Antas rettet sie jedoch. Eine Woche später startet die TRAINEE.

Der erste Linearflug muss schon nach kurzer Zeit wegen einer Störung abgebrochen werden. Zwei Tage vergehen mit erfolglosen Reparaturversuchen, dann ist klar, dass die TRAINEE nie wieder überlichtschnell fliegen kann. Es gibt immer mehr Streit an Bord.

Schließlich wird beschlossen, im Dilatationsflug ein 55 Lichtjahre entferntes System anzufliegen, auf dem sich ein Stützpunkt des Galaktikums befinden soll. Das Schiff kommt dort im Jahr 503 NGZ an, wird jedoch von der Station beschossen. Auf Funksprüche erfolgt keine Reaktion.

Die TRAINEE landet dennoch, doch muss die Besatzung feststellen, dass alle Raumschiffe auf dem Hafen nur noch Wracks sind, die offenbar von einer fremdartigen Waffe zerstört wurden. Ein Erkundungstrupp dringt in die Basis ein, wo alles ruhig ist. Man findet Skelette und Kampfspuren. Schließlich gelingt es, zwei Überlebende, nämlich einen Ara und einen umweltangepassten Terraner zu finden, die jedoch verwirrt und feindselig sind. Der Terraner droht mit einer Waffe, wird aber paralysiert. Der Ara kann dann überzeugt werden.

Die Menschen der TRAINEE erfahren von der Großen Kosmischen Katastrophe und dem Krieg, der über die Milchstraße gekommen ist, sowie von den Angriffen der Hauri. Die Überlebenden werden an Bord genommen. Auch gelingt es, mithilfe von aus den Wracks ausgebauten Teilen den Linearantrieb zu reparieren.

Der Versuch, weiter in die Milchstraße einzudringen, scheitert. Die TRAINEE landet in einer heftigen Raumschlacht, in der galaktische Raumschiffe von Unbekannten dezimiert werden. Gleichzeitig verhalten sich einige Besatzungsmitglieder seltsam, was Wayne Antas misstrauisch werden lässt. Das Schiff gerät schließlich auf der Flucht in merkwürdige Zeiteffekte, die auf einen so genannten Chronopulswall zurückzuführen sein sollen. Antas erkennt, wie sich die beiden Überlebenden enttarnen. Es handelt sich um zwei Echsenwesen, die nach eigener Aussage durch die Katastrophe hier gestrandet waren und nach Hause wollen.

Sie stehlen ein Beiboot und verlassen die TRAINEE, die in erheblichen Schwierigkeiten ist. Antas will sie verfolgen und nimmt das zweite Beiboot. Kurz darauf explodiert hinter ihm das Schiff. Antas ist der einzige Überlebende, was ihn sehr mitnimmt. Insbesondere der Verlust von Ellen Morrey erschüttert ihn sehr.

Auf der Flucht wird Antas' Raumboot von einem Energiestrahl schwer beschädigt, und das Fahrzeug treibt steuerlos mit nahezu Lichtgeschwindigkeit durchs All, was erneute Dilatationseffekte zur Folge hat. Antas verliert in den nächsten Monaten an Bord fast den Verstand.

Schließlich wird er von einem Kugelraumer namens QUEEN LIBERTY gerettet, erfährt aber von dessen Besatzung auch das aktuelle Jahr: 1151 NGZ! Er hat 700 Jahre Geschichte übersprungen.
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Re: Monos-Ära

Beitrag von LaLe » 12. September 2014, 07:56

PR-TB 389 - Schach den Cantaro - Hubert Haensel

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Tarni Perst, die Tochter von Amica Perst und Quando Perst, der als Hangarmeister mit der CIMARRON im Zuge der Tarkan-Expedition verschollen ist, erwacht nach unbestimmter Zeit aus dem Kälteschlaf. Sie hatte sich gemeinsam mit ihrer Mutter nach schrecklichen Erlebnissen während des Hundertjährigen Krieges entschlossen, sich einfrieren zu lassen, und dazu an Bord des umgebauten alten Frachtschiffes PEACE-LOVING II begeben. Tarni stellt fest, dass es an Bord zu schweren Fehlfunktionen gekommen ist. Viele der Schläfer sind tot, manche schon verwest oder skelettiert. Nach längeren Versuchen, die Kontrolle über das Raumschiff zu erlangen, wachen weitere Schläfer auf und unterstützen sie. Es stellt sich heraus, dass das Schiff offenbar von einem Asteroiden getroffen und schwer beschädigt wurde. Auch Tarnis Mutter wird nie wieder erwachen.

Das Schiff verfügt über keinen funktionierenden Hyperfunk, und die Triebwerke lassen sich auch nicht steuern. Doch da taucht ein Raumschiff in der Nähe auf. Die zuerst besorgten Menschen sind erleichtert, als es sich als Space-Jet RESISTANCE der Organisation WIDDER zu erkennen gibt und Hilfe anbietet. Der Anführer der kleinen Gruppe heißt William Ada und kommt an Bord. Er berichtet, dass man inzwischen das Jahr 614 NGZ schreibt, die Milchstraße abgeriegelt wurde und die Cantaro regieren. Dann fragt er, wer sich den Widdern anschließen möchte.

Tarni ist unsicher und wartet zunächst die Evakuierung anderer Schläfer ab. Bevor sie sich entscheiden kann, taucht ein Buckelschiff der Cantaro auf. Die RESISTANCE kann gerade noch fliehen. Cantaro, die überraschend menschenähnlich aussehen, entern die PEACE-LOVING II und betäuben Tarni und ihre Gefährten, darunter den Piloten Torne Maggas.

Tarni erlebt in der Folge seltsame Alpträume und Visionen. Sie erkennt nicht, dass sie gründlich verhört wird, und spricht auch von ihrem Vater. Dann erwacht sie in einer Zelle, bevor sie sich mit einigen Aras konfrontiert sieht. Der Cantaro Camaarden, der offenbar eine führende Position innehat, erzählt ihr, dass Perry Rhodan und dessen Gefährten um 490 NGZ das letzte Mal gesehen wurden, inzwischen aber eine Widerstandsorganisation namens WIDDER entstanden ist, deren Anführer sich Romulus nennt und von dem er glaubt, dass es sich um Quando Perst handeln könnte. Als Tarni jede Kooperation verweigert, zeigt der Cantaro ihr Aufnahmen eines fünfjährigen Mädchens, das ihr jüngeres Ebenbild ist. Die Cantaro haben Tarni geklont!

In der Folge soll Tarni Bionten ausbilden, von denen die Cantaro hoffen, dass sie über Mutantenfähigkeiten verfügen. Sie ist entsetzt, als sie ein Echsenwesen mit dem Gesicht von Maggas vor sich sieht. Die Echse nennt sich Chech, ist aber freundlich. Da Tarni keine Wahl bleibt, befolgt sie die Befehle. Es folgen zahlreiche Testverfahren, bei denen die Bionten gegen Raubtiere und andere Gefahren bestehen müssen. Viele sterben, doch es stellt sich heraus, dass einige, darunter Chech als Telepath und ein Doppelkopfwesen namens Kordd als Hypno, über starke Psikräfte verfügen.

Chech und andere Bionten wollen Tarni die Flucht von dem Planeten, der eine Dschungelwelt ist und Becknamborr genannt wird, ermöglichen. Tarni befreit noch ihre Klontochter und zerstört zahlreiche deformierte Embryos, die aus ihrem Genmaterial gezüchtet wurden. Dann gelingt ihr in einem Frachtcontainer an Bord des Springerschiffes MOGHUIRA I die Flucht. Auf dem Planeten Red Hot verlässt Tarni in der Stadt Booster-Town das Schiff. Alles ist völlig heruntergekommen und von Slums geprägt. Die Bewohner, Angehörige aller bekannten Rassen, sind oftmals kriminell und drogensüchtig. Bei einem Überfall werden Tarni und ihre Klontochter, die sie Amica getauft hat, von einem Springer namens Totares gerettet. Dieser ist an der Herkunft der Droge Magamorr interessiert. Tarni gibt vor, die Position des Herkunftsplaneten zu kennen, und erhält so von Totares ein Quartier.

Sie sucht in öffentlichen Datenbanken nach Hinweisen auf die WIDDER, findet aber sehr wenig. Auch scheinen die Geschichtsdaten teilweise verfälscht worden zu sein. Sie selbst stellt aber bei sich ebenfalls Gedächtnislücken fest. Es gelingt Tarni, Totares falsche Koordinaten zukommen zu lassen, doch dieser durchschaut und verfolgt sie. Eine Frau, die sich als Widder-Agentin Thelma Hedswille vorstellt, rettet sie vor dem Verfolger und erklärt, ihre Datenbankabfragen hätten die Widder auf sie aufmerksam werden lassen.

Tarni erstattet Bericht, und als sie von den Bionten mit Parakräften spricht, halten die Widder die Hinweise für äußerst bedeutend. Thelma bringt Tarni und Amica zu einem Treffen mit der RESISTANCE, wo sie auch William Ada wiedersieht. Dieser ist misstrauisch, denn es sind 15 Monate vergangen, seit die PEACE-LOVING II von den Cantaro gekapert wurde. Dennoch wird ein Treffen mit der QUEEN LIBERTY arrangiert, und Tarni geht an Bord, wo sie der geheimnisvolle Romulus im Schutz eines Deflektorschirms empfängt.

Beide sprechen miteinander. Tarni äußert erst die Vermutung, Romulus sei Perry Rhodan, was dieser verneint. Dann fragt sie, ob er ihr Vater sei, doch auch dies trifft Romulus zufolge nicht zu. Er gibt aber zu, ein Unsterblicher zu sein.

Es wird beschlossen, einen Schlag gegen den Planeten Becknamborr zu führen. In der Nacht steht jedoch Tarni auf, schleicht sich zu Romulus' Kabine – sie stellt fest, nur teilweise einen freien Willen zu haben – und schießt mit einem Energiestrahler auf ihn. Romulus kann gerade noch ausweichen, ist aber immer noch in Gefahr. Amica ist ebenfalls in der Kabine und fordert Tarni geistig auf, Romulus zu töten. Sie ist eine Suggestorin. Mit einer großen Willensanstrengung kann Tarni sich aus dem Bann befreien und Amica erschießen. Sie wird festgenommen, hat aber zuvor erkannt, dass Romulus Homer G. Adams ist.

Ein Verhör und eine medizinische Untersuchung beweisen Tarnis Unschuld. Sie war eine Marionette der Cantaro. Der geplante Angriff wird dennoch ausgeführt. Die RESISTANCE wird geopfert, um die MOGHUIRA I zu kapern und diese nach Becknamborr zu fliegen. Dort stellen sich die Anlagen als viel größer als in Tarnis Erinnerung heraus. Mit einem Kampfkommando und zahlreichen Kampfrobotern stößt Tarni vor, und es gibt harte Kämpfe.

Sie kann Kontakt zu Chech herstellen, der sie in einer Halle als Gefangener erwartet. Sie begibt sich mit Ada und einer kleinen Kampfgruppe dorthin, doch es ist eine Falle! Kordd übernimmt mit seinem Hypnokräften die Widder, und Chech eröffnet Tarni, dass alles von Anfang an geplant war, um Romulus auszuschalten. Auch Camaarden ist in dieser Stunde seines Triumphs anwesend.

Doch Tarni nimmt alle Willenskraft zusammen. Sie schafft es, kurzzeitig den Bann zu brechen und Korrd zu töten. Dann schießt der Cantaro auf sie, und sie bricht zusammen. Später wird sie erfahren, dass es Ada und den Kameraden gelang, Camaarden und Chech zu besiegen und mit ihr durch einen Transmitter zu fliehen. Tarni wird Agentin der Widder, doch ihre schweren Verletzungen machen es notwendig, sie mit umfangreichen Cyborg-Teilen zu versehen.

Im Epilog 622 NGZ ist sie gemeinsam mit William Ada im Einsatz.
Die Katze grinste.
"Hierzulande ist jeder verrückt. Ich bin verrückt. Auch du bist verrückt."
"Woher weißt du, dass ich verrückt bin?"
"Sonst wärst du nicht hier", antwortete die Katze.

Lewis Carroll, Alice im Wunderland

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