Klassiker - Die Cappins

Unvergessene Abenteuer, legendäre Zyklen - nachgelesen und neu diskutiert.
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Heiko Langhans
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Klassiker - Die Cappins

Beitrag von Heiko Langhans » 3. April 2013, 20:05

Vor einigen Wochen wurde die Idee geboren, die in Threads wie "Die Dritte Macht" oder "Die Linguiden" recht erfolgreich durchgezogene Zyklenlektüre um einiges zu erweitern und auch zu intensivieren. Damit soll einerseits ein wenig der Nostalgie gefrönt werden (ohne dass der kritische Blick völlig ertrübt), andererseits sollen in den jeweiligen Threads auch Themen ausführlicher behandelt werden, die immer wieder durch die Foren-Threads geistern, ohne dass Neuzugänge oder andere Quereinsteiger so recht wissen, was eigentlich gemeint ist, wenn von Begriffen wie "Konzil", "Meister der Insel", "Gänger des Netzes" oder eben Die Cappinsdie Rede ist.

Die PR-Hefte 400-499 erschienen in den Jahren 1969 bis 1971 und wurden nicht zuletzt durch den sog. "Tausendjahressprung" eher kontrovers aufgenommen: Heft 399 spielt im Jahr 2437, der Folgeroman 993 Jahre später im Jahr 3430. Liebgewordene Haupt- und Nebenfiguren sind endgültig (?) Geschichte, und der Höhenflug des Solaren Imperiums hat ein abrupt erscheinendes Ende gefunden, als unabhängige Menschenreiche sich anschicken, das Solsystem zu vernichten - eine hoch interessante Ausgangslage, aus der sich vieles machen ließ. K.H. Scheer lieferte nur die beiden Jubiläumsromane 400 und 450, alle anderen Hefte wurden von Clark Darlton, H.G. Ewers, Hans Kneifel und William Voltz geschrieben.

Das Ensemble der Nebenfiguren wurde rasch wieder aufgefüllt: Galbraith Deighton, Tipa Riordan, Lord Zwiebus, Ribald Corello, Alaska Saedelaere, die titelgebenden Cappins Ovaron und Merceile, Takvorian, Joaquin Manuel Cascal, Balton Wyt, Mentro Kosum, Senco Ahrat oder Anson Argyris sind vielen heute noch in Erinnerung. Und Schiffe wie die INTERSOLAR oder die berühmtere MARCO POLO bleiben unvergessen.

Auch hier freue ich mich auf eine spannende Lektürerunde. Ab nächstem Mittwoch beginnen wir mit Heft 400. Viel Spaß.

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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von Schnurzel » 3. April 2013, 20:10

Band 409 war mein allererster Perry Rhodan-Roman, ich kenne also den Cappin-Zyklus. Allerdings ist die Lektüre schon ca. 40 Jahre her und mit den Silberbänden bin ich noch lange nicht so weit. Deshalb kann ich zu diesem Thread leider nichts beitragen und beschränke mich auf's Lesen.

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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von cold25 » 3. April 2013, 20:19

Cappins...davon bin ich noch meilenweit entfernt. Dennoch werde ich den Thread verfolgen. So wie es mir scheint unterschied sich der Zyklus von den bis dahin erschienenen doch erheblich oder liege ich falsch?
just READING:

908 William Voltz - Aura des Friedens

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Pangalaktiker
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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von Pangalaktiker » 3. April 2013, 20:26

cold25 hat geschrieben:Cappins...davon bin ich noch meilenweit entfernt. Dennoch werde ich den Thread verfolgen. So wie es mir scheint unterschied sich der Zyklus von den bis dahin erschienenen doch erheblich oder liege ich falsch?
Da war zunächst mal der große Zeitsprung und das Ableben vieler Charaktere. Am Anfang wurde ein Sammelsurium von Themen behandelt, bevor eine klare Linie rein kam (gut, das gab es insbesondere zwischen Band 50 und 100 auch). Perfekt für einen Ganz-Jung-Leser wie mich, der wohl bei einem monolitischen 100-Hefte-Zyklus die Geduld verloren hätte. ^_^
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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von Axo » 3. April 2013, 20:32

cold25 hat geschrieben:Cappins...davon bin ich noch meilenweit entfernt. Dennoch werde ich den Thread verfolgen. So wie es mir scheint unterschied sich der Zyklus von den bis dahin erschienenen doch erheblich oder liege ich falsch?
Damals bin ich da in die Erstauflage eingestiegen (allerdings erst mit Band 478). Im Nachhinein (nachdem ich die alten Zyklen nachgelesen hatte) kann ich sagen, dass der Cappin-Zyklus ein wenig inhomogen war, aber nicht schlecht. Und er war der erste Zyklus, der nahezu nahtlos in seinen Nachfolger überging. Ansonsten war er als letzter von Scheerscher Handlung geprägt. Alle nachfolgenden Zyklen (obwohl Scheer auch noch Schwarm-Exposés geschrieben hat) wichen dann vom Schema der ersten 499 Bände merklich ab.
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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von Slartibartfast » 3. April 2013, 20:57

Nachdem ich Ende der 70er Jahre mit #350 Dritte Auflage furios ins Perryversum gestartet bin, hatte ich in der zweiten Hälfte der 400er meinen ersten kleinen Durchhänger. Die vielen Cappinvölker, das übliche galaxienweite Kastensystem (Moritatoren ...), die nervigen renitenten Carsualscher Bund und Genossen :D, die langen Zeitreisen hin und her, von und zu und mit Ovaron, zunehmender Technikoverkill mit MARCO POLO, Urmutter, Dakkarzeug, verwirrend, etwas nervend. :unsure:



Hat jemand ein Nähkästchen, weshalb sich Scheer letztendlich für den enormen 1000-Jahre-Sprung, Second-Genesis-Krise, Kolonien-Aufstände entschied?
PR-Serie als Spiegel der Zeit und Gesellschaft, 68er-Umbrüche, Demos, Hippies... die Serie zieht mit, muss nach Ansicht der Macher mitziehen?
War äußerer Druck von VPM auf Scheer aufgrund von kritischen Leserzuschriften entscheidend? (was IMHO in WiVos Biografie auf seiner Homepage angedeutet wird, aber vielleicht interpretiere ich das auch falsch)
Waren die 400er-Themen eine kurzfristig getroffene Entscheidung?
Sollte es ursprünglich mit 399 -> 400 kontinuierlicher weitergehen, eventuell ein Zeitsprung nur wenige Jahrzehnte, keine innenpolitischen Zerfallserscheinungen usw.?

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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von cold25 » 3. April 2013, 21:01

Slartibartfast hat geschrieben:.. hatte ich in der zweiten Hälfte der 400er meinen ersten kleinen Durchhänger...
irgendwie hört man das immer wieder von diesem Zyklus :gruebel:
just READING:

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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von Langschläfer » 3. April 2013, 21:21

cold25 hat geschrieben:
Slartibartfast hat geschrieben:.. hatte ich in der zweiten Hälfte der 400er meinen ersten kleinen Durchhänger...
irgendwie hört man das immer wieder von diesem Zyklus :gruebel:
Er hat durchaus seine... Tiefstpunkte.

Allein schon bei der Ribald-Corello-Ebene und deren "Auflösung" sind bei mir mehrfachst die Hefte geflogen - mangels Garagendach vor dem Fenster eben in den Papierkorb. Und auch einige andere Dinge waren... eher tiefseetauglich als in höhere Sphären entführend.

Aber wie alle Zyklen hat er auch seine positiven Höhepunkte, und einige wirklich geniale Romane und Doppelbände finden sich auch hier.
Neun von zehn Stimmen in meinem Kopf sagen mir ständig das ich nicht verrückt bin. Die zehnte pfeift die Melodie von Tetris.
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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von Axo » 3. April 2013, 21:23

Langschläfer hat geschrieben:
cold25 hat geschrieben:
Slartibartfast hat geschrieben:.. hatte ich in der zweiten Hälfte der 400er meinen ersten kleinen Durchhänger...
irgendwie hört man das immer wieder von diesem Zyklus :gruebel:
Er hat durchaus seine... Tiefstpunkte.

Allein schon bei der Ribald-Corello-Ebene und deren "Auflösung" sind bei mir mehrfachst die Hefte geflogen - mangels Garagendach vor dem Fenster eben in den Papierkorb. Und auch einige andere Dinge waren... eher tiefseetauglich als in höhere Sphären entführend.

Aber wie alle Zyklen hat er auch seine positiven Höhepunkte, und einige wirklich geniale Romane und Doppelbände finden sich auch hier.
Und dabei kam die Tiefe sehr viel später. :lol:
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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von Langschläfer » 3. April 2013, 21:28

Axo hat geschrieben:
Langschläfer hat geschrieben:
cold25 hat geschrieben:
Slartibartfast hat geschrieben:.. hatte ich in der zweiten Hälfte der 400er meinen ersten kleinen Durchhänger...
irgendwie hört man das immer wieder von diesem Zyklus :gruebel:
Er hat durchaus seine... Tiefstpunkte.

Allein schon bei der Ribald-Corello-Ebene und deren "Auflösung" sind bei mir mehrfachst die Hefte geflogen - mangels Garagendach vor dem Fenster eben in den Papierkorb. Und auch einige andere Dinge waren... eher tiefseetauglich als in höhere Sphären entführend.

Aber wie alle Zyklen hat er auch seine positiven Höhepunkte, und einige wirklich geniale Romane und Doppelbände finden sich auch hier.
Und dabei kam die Tiefe sehr viel später. :lol:
Ähm... die fällt bei mir unter "wer bohrt mir bitte ein Loch bis in den Erdkern". Wie auch ein paar andere Dinge aus diesem... Gewürge.
Neun von zehn Stimmen in meinem Kopf sagen mir ständig das ich nicht verrückt bin. Die zehnte pfeift die Melodie von Tetris.
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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von Werner Fleischer » 3. April 2013, 22:14

Es ist immer sehr schwer ohne Zugang zu den Quellen einen Zyklus zu beurteilen. Das sehe ich immer wieder in unserer Diskussion zum Atlantiszyklus wo ich mich oftmals mit Hilfe der Quellen rückversichern möchte ob eine These von mir auch stimmen kann!

Nu zum Cappin Zyklus. Wenn wir die Bände 1 - 399 betrachten so fällt sehr stark auf das die Menschheit immere größere Entfernungen im Weltraum überbrückt, immer stärkere Gefahren besiegt und die Story sich von der Grundidee wiederholt. Es mag sein das Karl Herbert Scheer und William Voltz diese Gefahr erkannten und hier bewußt gegensteuern wollten. Zudem griffen die Exposeautoren und die begleitenden Autoren immer noch auf das Personal der 200er Bände zurück und bei den Mutanten auf Personen die bereits in der Frühzeit der Serie eingeführt wurden. Mit dem Cappin-Zyklus wird hier eine scharfe Zäsur vollzogen. Normalsterbliche wie Don Redhose waren verstorben und viele beliebte aber inaktive Figuren die anscheinend zum Ballast wurden verschwanden in Rückblicken aus der Serie oder hatten im Falle des Doppelmutanten noch einen letzten heldenhaften Auftritt.

Weiterhin fällt auf das Karl Herbert Scheer eine völlig eine Szenerie um Perry Rhodan gestaltete. Das Solare Imperium war nicht mehr das einzige Reich der Menschheit, weitere Mächte in Form von Terranerabkömmlingen hatten sich in der Galaxis etabliert. Dies kann nicht von einem Tag auf den anderen passieren, sondern solche Entwicklungen brauchen Jahre, Jahrzehnte, Jahrhunderte. Allerdings übersahen Voltz und Scheer völlig das es auch andere Völker wie die Terraner in der Milchstraße gab, die bei diesen Auseinandersetzungen anscheinend nur als Zuschauer beteiligt waren.

Auch für die neue Entwicklung von Waffensystemen und Raumschiffen benötigten Karl Herbert Scheer und William Voltz um glaubwürdig zu bleiben einen Zeitsprung.

Schwierig ist es sicherlich herauszuarbeiten welche Ideen und Personen (hier dürfte es bei einigen Charakteren etwas einfacher sein) auf Scheer oder auf Voltz zurückgehen. Allerdings kann anhand einiger Romane schon ausgemacht werden das Voltz kräftig die Muskeln im mystisch-fantastischen Bereich spielen ließ und erste Anzeichen von späteren Entwicklungen sind durchaus in der Figur von Kytoma erkennbar. Und hier glaube ich nicht das diese Figur auf Scheer zurcükgeht.

Der Cappinzyklus war für alle Autoren eine große Herausforderung, sowohl von der inhaltlichen Seite wo zunächst völlig unmotiviert mehrere Handlungsfäden in die Welt gesetzt wurden aber auch von der reinen Schreibarbeit. Letztendlich schrieben an dem Zyklus gerade einmal 4 Autoren 98 Romane. Karl Herbert Scheer dürfte da mit zwei geschriebenen Romanen nicht besonders ins Gewicht gefallen sein. Natürlich schrieben diese Autoren alle auch noch Taschenbücher und ggf. andere Publikationen.

Der erste Teil des Zyklus hat meines Erachten nach einen starken experimentellen Charakter, beim zweiten Teil ging die Redaktion auf Nummer Sicher und das alte Szenario aus den Bänden 1 - 399 wurde reaktiviert.
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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von Rainer Nagel » 3. April 2013, 23:46

Zum Zeitsprung schreibt K.H. Scheer im Werkstattband von 1986:

"Während der Münchener Besprechung kamen wir überein, diesmal einen großen Zeitsprung einzubauen, um der PR-Serie neue Impulse geben zu können ...
...
Nur diese Zeitspanne ermöglichte das plötzliche Vorhandensein neuer Techniken, neuer Völker mit etablierten kosmischen Staatsgebilden sowie den Aufbau eines Konfliktstoffes, wie er bislang in der PR-Serie nicht vorgekommen war.
...
Regierungsformen wurden erdacht und wieder handschriftlich notiert. Das alte Solare Imperium war unbeherrschbar geworden, ein Angriff durch die Vereinten Mächte drohte.
All diese Entwicklungen hatten Jahrhunderte in Anspruch genommen, aber ohne den erwähnten Zeitsprung wären sie nicht in logisch fundierter Form zu schildern gewesen."

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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von Slartibartfast » 3. April 2013, 23:58

Werner Fleischer hat geschrieben:Das Solare Imperium war nicht mehr das einzige Reich der Menschheit, weitere Mächte in Form von Terranerabkömmlingen hatten sich in der Galaxis etabliert. Dies kann nicht von einem Tag auf den anderen passieren, sondern solche Entwicklungen brauchen Jahre, Jahrzehnte, Jahrhunderte.
Nur teilweise Zustimmung. Niemand, nicht einmal die westlichen Geheimdienste hatten erwartet, dass sich DDR, Sowjetunion, Warschauer Pakt und fast alle kommunistisch-sozialistischen Diktaturen innerhalb weniger Monate, Jahre in Luft auflösen. Innerhalb zwei, drei Jahre wurde unsere Weltordnung komplett umgekrempelt.
Kurz danach überrollten Korea und China die Weltmärkte mit ihren Produkten.

Nachdem die Perryversum-Erde und wichtige Kolonien bis zur #399 dank der Zeitpolizei fast Hops gegangen wären, hätte es Scheer IMHO problemlos innerhalb von 10, 20, 30 Jahren weitgehend so werden lassen können entwickeln können wie es in Heft #400 nach 1000 Jahren der Fall war.
Zuletzt geändert von Slartibartfast am 4. April 2013, 12:34, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Ergänzung und Typos

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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von Slartibartfast » 4. April 2013, 00:00

Höllengeier hat geschrieben:Zum Zeitsprung schreibt K.H. Scheer im Werkstattband von 1986: ...
Danke Rainer!

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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von Werner Fleischer » 4. April 2013, 00:07

Nun mag es sein das sich Unruhen sehr schnell entwickeln aber es gibt auch den Gegenbeweis. Das römische Reich brachte es in seiner imperialen Zeit auf rund 700 Jahre Herrschaft über den Mittelmehrraum. Zugrunde ging es an vielen Faktoren, aber Aufstände überlebte das Reich relativ leicht. Auch die zeitweiligen Abspaltungen im Osten und Westen führten im 3. Jahrhundert nicht zum Untergang.

Indien benötige rund 150 Jahre zur Unabhänigkeit von Großbritannien. Scheers und voltz Konzept übertragen auf heute sähe wohl so aus das sich verschiedene Bundesstaaten von den USA lösen wollen. Schottland befindet sich seit 500 Jahren im Loslöschungsprozess von Großbritannien.

Im Grunde kann nicht nur ein Baustein herausgenommen werden und separat betrachtet werden. Meiner Meinung nach sprachen viele Gründe für einen Zeitsprung.

Scheers Niederschrift fand übrigens gut 20 Jahre nach dem Zeitsprung statt.
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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von Kapaun » 4. April 2013, 00:11

Beim Cappin-Zyklus bin ich wohl eher nicht dabei.

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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von Rainer Nagel » 4. April 2013, 00:20

Werner Fleischer hat geschrieben: Scheers Niederschrift fand übrigens gut 20 Jahre nach dem Zeitsprung statt.
Ich weiß - deshalb hatte ich das Veröffentlichungsjahr angegeben. Dass über solche Zeiträume oft vieles geschönt/verdrängt/vergessen wird, ist schon klar. Aber es ist eine der wenigen offiziellen Quellen zum Thema. Man könnte allenfalls noch darüber spekulieren, dass Kurt Bernhardts Wunsch "Jeder Jubelband muss ein noch größerer Knüller werden!" da mit reingespielt hat - das wird oft genug nicht nur in diesem Beitrag erwähnt. Alles andere ist ein nettes Gedankenspiel, das wir aber nicht belegen können.

Inhaltlich ist es sicherlich nicht falsch, davon auszugehen, dass nach zwei eher ähnlichen Zyklen diesmal etwas vollkommen Anderes gemacht werden sollte. Dann wiederum wurde es das in der zweiten Hälfte des Cappin-Zyklus dann letztlich doch nicht, also ist auch das müßig.

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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von Kapaun » 4. April 2013, 00:32

Höllengeier hat geschrieben: All diese Entwicklungen hatten Jahrhunderte in Anspruch genommen, aber ohne den erwähnten Zeitsprung wären sie nicht in logisch fundierter Form zu schildern gewesen."

Rainer
Sollte sich FB mal zu Gemüte führen ...

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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von Werner Fleischer » 4. April 2013, 00:40

Höllengeier hat geschrieben:
Werner Fleischer hat geschrieben: Scheers Niederschrift fand übrigens gut 20 Jahre nach dem Zeitsprung statt.
Ich weiß - deshalb hatte ich das Veröffentlichungsjahr angegeben. Dass über solche Zeiträume oft vieles geschönt/verdrängt/vergessen wird, ist schon klar. Aber es ist eine der wenigen offiziellen Quellen zum Thema. Man könnte allenfalls noch darüber spekulieren, dass Kurt Bernhardts Wunsch "Jeder Jubelband muss ein noch größerer Knüller werden!" da mit reingespielt hat - das wird oft genug nicht nur in diesem Beitrag erwähnt. Alles andere ist ein nettes Gedankenspiel, das wir aber nicht belegen können....

Rainer
Richtig und im Grunde ist das auch ein Grund warum es wenig Ansätze zu einer Perry Rhodan Forschung gibt. Ohne Quellenzugang kann wenig erarbeitet werden. Wo würde die Karl May Forschung stehen wenn nicht systematisch sich Menschen nach Quellen umgesehen hätten und vieles ertragreiches erarbeitet haben.
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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von Karbur » 4. April 2013, 08:08

Heiko Langhans hat geschrieben:Ab nächstem Mittwoch beginnen wir mit Heft 400. Viel Spaß.

Was heisst das genau und wie wird das funktionieren? Diskutieren wir dann wöchentlich einen Roman oder "wild" durcheinander?
Bin ja, wie bekannt, gerade im Cappin-Zyklus. Beim ersten Intervall könnte ich super folgen und auch mitmachen, beim zweiten hab ich Angst vor Spoilern :unschuldig:

Danke!
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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von Heiko Langhans » 4. April 2013, 08:31

Eben nicht wild durcheinander, darum geht es ja. Jede Woche einen. :st:

Und Diskussionsbeiträge, die sich auf "schon gelesene" Hefte beziehen, sind ausdrücklich willkommen. Die besten Gedanken kommen oft später. :D

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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von Karbur » 4. April 2013, 08:39

Na wunderbar! Das klingt nach einem Thread, in dem ich dann wohl öfters bin. :st:
Freu mich drauf!
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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von Onot » 4. April 2013, 13:55

Karbur hat geschrieben:Na wunderbar! Das klingt nach einem Thread, in dem ich dann wohl öfters bin. :st:
Freu mich drauf!
*anschließ* :D

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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von Faktor10 » 4. April 2013, 23:30

Die Ribald-Corello-Ebene fand ich super. Soweit ich Zeit habe mache ich mit. Nach PR im Bild und Versuchen die EA zu lesen, so 2- 3 Bände, bin ich mit Band 498 richtig eingestiegen. Meine Mutter schickte es mir als 14 Jährigen zu mir, ich war in Kinderkur. Damit fing es an. Ich finde diesen Zyklus immer noch gut, auch wenn er zerrissen ist. Und ich mag ZEITABENTEUER.
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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitrag von erzkoenig » 5. April 2013, 01:13

Ich bin beim sogenannten Cappin-Zyklus wirklich zwiegespalten. Erstens möchte ich, dass der Zyklus von 400-4099 wirklich gespalten wird in 400 -450 "Menschheit im Zwielicht" und 450 - 499 in "Die Cappins". Letztere hatten zwar im Zykluns von 450 durchaus kräftige Erwähnung, waren aber nebst der innerggalaktischen Probleme eher zweitrangig. Und der zyklusinterne Abschluss hatte (449) hatte nur die Bewältigung innergalaktischer Probleme zuzm Thema (abgesehen für den ZA für O).

Und - das sei meine bescheidene Meinung - einen der besten Zyklen in der PR-Geschichte beendet. Was das ab 450 betrifft, war es bestenfalls durchschnittlich. Darum bin ich auch dafür, den Zyklus zu trennen. Vor allem in der Beurteilung.
Es sollte uns nachdenklich stimmen, dass "jemanden anführen" im Deutschen auch heißen kann jemanden zu betrügen
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