10. Klassiker-Lesezirkel April/Mai 2013 - Diskussion

Unvergessene Abenteuer, legendäre Zyklen - nachgelesen und neu diskutiert.

Poll zu "Rückkehr in den Frostrubin"

Umfrage endete am 28. Mai 2013, 07:48

Die Storyline von "Rückkehr in den Frostrubin" ist eines echten Klassikers würdig
4
11%
...sehr gut
2
6%
... gut
6
17%
... mittelprächtig
0
Keine Stimmen
... nicht so toll
0
Keine Stimmen
Der Schreibstil ist eines echten Klassikers würdig
1
3%
... sehr gut
3
8%
... gut
6
17%
... mittelprächtig
2
6%
... nicht so toll
0
Keine Stimmen
"Rückkehr in den Frostrubin" habe ich gelesen in der Erstauflage
6
17%
... in der dritten Auflage
2
6%
... in der fünften Auflage
1
3%
... als ebook
3
8%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 36

taniss
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Re: 10. Klassiker-Lesezirkel April/Mai 2013 - Diskussion

Beitrag von taniss »

NAN hat geschrieben: Für mich reine Gefühlssache.
Habe den Eindruck, für ein paar der anderen bedeutet das besser als sehr gut?

Selbst habe ich sicher über 1000 der Romane der 1. Auflage gelesen und bei manchen Romanen habe ich das Gefühl, dass es sich nicht um 08/15-Romane handelt. Dass ihnen eine besondere Bedeutung zukommt. Vielleicht tatsächlich, weil besser als sehr gut. Vielleicht aber auch, weil für einen ganzen Zeit-Abschnitt typisch und/oder richtungsweisend.

Der vorliegende Roman gehört in letztere Kategorie. Würde ihn definitiv nicht als besser als sehr gut bezeichnen ;-), aber er ist richtungsweisend und er spiegelt ziemlich konzentriert wieder wie die Ausrichtung der Serie zwischen 1000 und 1399 war. (Das stimme ich Faktor10 zu, auch wenn ich seine Bewertung nicht ganz teile. ;-) )

Ein echter Klassiker eben. :-)
Dass ist eine Aussage :D
Dann kann ich von meiner Position aus (Vorwissen fehlt ja) nicht mitentscheiden, ob es sich hier um einen Klassiker handelt.

Aber vom Erscheinungsbild her ist es definitiv ein "Klassiker" keine Frage! :st:
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DelorianRhodan
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Re: 10. Klassiker-Lesezirkel April/Mai 2013 - Diskussion

Beitrag von DelorianRhodan »

Auf der LKS von 1224 wurde bekanntlich der Vortrag "PERRY RHODAN -KURS 1500" abgedruckt, den Thomas Ziegler und Ernst Vlcek auf dem PERRY RHODAN Meeting 1984 gehalten haben. Zunächst geht es um die aktuelle Situation der Serienhandlung (Stand ca. Band 1200). Dann wird ein Ausblick auf den Chronofossilien/Tiefe-Zyklus gegeben, der den größten Teil des Textes einnimmt. Ein großer Teil davon war bei Nr. 1224 auch bereits Geschichte. Erst im letzten Viertel gibt es einen Ausblick darauf, was geschehen könnte, wenn es gelungen sein sollte, den Moralischen Kode zu reparieren. Es werden mehrere Fragen angerissen, wie die Zukunft des Ordens der Ritter der Tiefe, das Verhältnis der Terraner zu den Kosmokraten, die PR in dem Glauben gelassen hatten, dass sie seit Millionen von Jahren nach den Antworten auf die Ultimaten Fragen gesucht hätten, obwohl sie zumindest zwei Antworten längst kannten. Dann folgen Andeutungen über die Vironauten, die Gänger des Netzes, Stalker und schließlich den "Verschollenen und Totgeglaubten" der aus Weltraumtiefen ein Signal schickt.

Ich denke, dass die Andeutungen kaum über Band 1300 hinausgehen. Am weitesten vorgreiflich sind die "Gänger des Netzes", aber mehr als vage Andeutungen sind nicht enthalten. Auf den Tarkan-Zyklus ab Nr. 1350 sind für mich keine Hinweise erkennbar, schon gar nicht auf etwaige Planungen für den Zyklus ab Nr. 1400. Der Titel war ja auch nur "Kurs 1500" nicht "Bis 1500".

Zu den Planungen für den Zyklus ab Nr. 1400 und die legendäre Autorenkonferenz vom Dezember 1987, auf der alles umgeworfen wurde, ist jedoch in der "Chronik" Band 3 einiges zu lesen.
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Re: 10. Klassiker-Lesezirkel April/Mai 2013 - Diskussion

Beitrag von DelorianRhodan »

Vincent Garron hat geschrieben:
Hamiller hat geschrieben:Es ist aber auch schwierig zu beurteilen, wenn man das alles mit dem Moralischen Kode schon kennt. Ist das in diesem Roman wirklich zum ersten Mal erklärt worden?
Ja. Bis dahin war vom Moralischen Kode immer nur die Rede gewesen als einem universellen Schöpfungsprogramm das in Kosmonukleotide unterteilt ist die den Fortbestand des Universums garantieren und und und [an dieser Stelle bitte Textbausteine mit hohem pathetischem Hintergrund einfügen].
Über die konkrete Arbeits- und Wirkungsweise des Moralischen Kodes war bis dahin nichts bekannt.
Das ergibt sich auch daraus, wie Taurec Perry Rhodan erklärt, warum er ihm diese Informationen überhaupt gibt (EA S. 18): "Es ist das grundlegende Geheimnis des Seins, das du aus meinem Mund hören wirst, und vielleicht begreifst du nun, wie verzweifelt die Situation ist, dass einem Geschöpf wie dir dieses Geheimnis enthüllt wird, Perry Rhodan......"
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Re: 10. Klassiker-Lesezirkel April/Mai 2013 - Diskussion

Beitrag von Vincent Garron »

DelorianRhodan hat geschrieben:
Vincent Garron hat geschrieben:
Hamiller hat geschrieben:Es ist aber auch schwierig zu beurteilen, wenn man das alles mit dem Moralischen Kode schon kennt. Ist das in diesem Roman wirklich zum ersten Mal erklärt worden?
Ja. Bis dahin war vom Moralischen Kode immer nur die Rede gewesen als einem universellen Schöpfungsprogramm das in Kosmonukleotide unterteilt ist die den Fortbestand des Universums garantieren und und und [an dieser Stelle bitte Textbausteine mit hohem pathetischem Hintergrund einfügen].
Über die konkrete Arbeits- und Wirkungsweise des Moralischen Kodes war bis dahin nichts bekannt.
Das ergibt sich auch daraus, wie Taurec Perry Rhodan erklärt, warum er ihm diese Informationen überhaupt gibt (EA S. 18): "Es ist das grundlegende Geheimnis des Seins, das du aus meinem Mund hören wirst, und vielleicht begreifst du nun, wie verzweifelt die Situation ist, dass einem Geschöpf wie dir dieses Geheimnis enthüllt wird, Perry Rhodan......"
Ja genau ! Deine Zitate hier in dem thread zeigen vorzüglich die Quintessenz dieses Romans. Danke dafür (ich hätte die auch selber raussuchen können, war aber zu faul dafür, bzw. zu beschäftigt ^^)
Es gibt zwei Dinge die unendlich sind: Das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir aber nicht ganz sicher.
(Albert Einstein)

Erst wenn der letzte Baum gerodet,
der letzte Fluss vergiftet,
und der letzte Fisch gefangen ist,
werdet ihr feststellen, dass man Toilettenpapier nicht essen kann!
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Re: 10. Klassiker-Lesezirkel April/Mai 2013 - Diskussion

Beitrag von LaLe »

Ich bin wieder mit Internetanschluss versorgt, da will ich mich doch mal weiterer eurer Kommentare annehmen.
Günther Drach hat geschrieben:
LaLe hat geschrieben:Stutzen musste ich gegen Ende bei dieser Passage: "Der verschiollene und Totgeglaubte, ein alter Freund Perry Rhodans und der Menschheit, der aus Weltraumtiefen ein Signal schickt. Und dieses Signal ist der Schlüssel zum Tor der Unendlichkeit.". Ich nehme an, dass dieser Passus später durch den Hilferuf ESTARTUS aus Tarkan umgesetzt wurde. Insofern würde mich schon interessieren wer hier mit dem Freund gemeint ist. Irgendwer eine Idee?
Alaska Saedelaere. Das wurde ja sogar umgesetzt (Band 1300).
Auf den wäre ich jetzt nicht gekommen, zumal das Signal (?) im Zeitsprung zwischen Band 1299 und 1300 etwas untergegangen sein muss.
Günther Drach hat geschrieben:
LaLe hat geschrieben: Kapitel 1 (Der Auftrag)
Titan kam schön atmosphärisch (Teerregen) rüber.
Das stimmt allerdings. Und wie anderen auch fiel mir die recht "blumige" bzw. "Wortungetüme bildende" Sprache auf. Mit der kam ich allerdings ganz gut klar. Nur beim jetzigen Parallellesen beider Auflagen (1. und 5.) strengt das etwas an.
NAN hat geschrieben:O.k., interessant, interessiert ;-) das Leben an sich aber die meisten Jahrhunderttausende oder gar -millionen nicht, den das ändert nichts dran, dass die Naturgesetze einfach da sind, wenn man nicht gerade das Pech hat und einem das Kosmonukleotid geklaut wird, was ja doch recht selten der Fall zu sein scheint. Man könnte von hier aus gehend nach der Rückführung des Kosmonukleotids einfach einen Haken an die Sache machen und wieder bodenständige Handlung bringen, ohne, dass etwas verloren ginge.
Eine weitere Möglichkeit wäre wohl die Terminale Symmeeixis gewesen. Aber den Weg dorthin wollten wohl die wenigsten mitgehen.
Das sind dann aber auch Punkte an denen ich mich frage, was wollte Willi eigentlich noch und inwieweit führten Vlcek/Ziegler bzw. Vlcek/Mahr seine Ideen weiter, wandelten diese ab oder warfen sie ganz über den Haufen. Da erhoffe ich mir ein wenig Aufklärung von Band 3 der Chronik.
NAN hat geschrieben: Interessant, LaLe, dass Du auf die gesamte Handlung ab 1000 bezug nimmst, glaube mich zu erinnern, dass ich im Bereich 1000-1099 ebenfalls so meine Probleme hatte (die folgenden paar Hundert Hefte habe ich dann gar nicht erst gelesen ;-) ).
Da dürften wir zwei (mit Faktor10 sind wir schon drei) auch nicht so ganz allein sein. Ich bezweifle ehrlich gesagt auch, dass das nur mit der (Rahmen-)Handlung zu tun hatte. Nervende Betschiden, Porleyter und im Dutzend auftretende Kosmokratenbeauftragte waren eine Sache, aber irgendwie schrieben die Autoren auch anders.
NAN hat geschrieben:
Günther Drach hat geschrieben:
LaLe hat geschrieben:Kapitel 8 (Epilog)
Psychofrost und Eisige Schar bleiben uns auch an dieser Stelle größtenteils erspart. Da hatte mich der Untertitel völlig unnötig in Panik versetzt. Mehr muss ich hierzu nicht schreiben.
Und gerade da spielt Ziegler seine Stärken aus: die Präsenz des Eisigen auf dem Tender läßt dessen Besatzung erstarren, sie wiederholen beständig ihre letzten Aktionen, bis zur völligen Erschöpfung. In meinen Augen durchaus gelungene, sprachlich überzeugende Beschreibung des Erschreckend-Bizarren.

Schade dass Ziegler damals nicht bei der Serie geblieben ist und sehr sehr schade sein früher Tod, ich hatte mich so über seine Rückkehr gefreut. Ich habe seine Romane, TBs und Kurzgeschichten sehr gerne gelesen.
Sehe ich ähnlich wie Günther.
Ohne zu wissen, was später andere Autoren aus den Eisigen gemacht haben: hier ist die Schilderung auf jeden Fall mal sehr gelungen. :-)
An dieser Stelle ist das Thema in der Tat gelungen geschildert. Den ganzen Komplex um die Minuswelt habe ich aber nicht in bester Erinnerung.
Die Katze grinste.
"Hierzulande ist jeder verrückt. Ich bin verrückt. Auch du bist verrückt."
"Woher weißt du, dass ich verrückt bin?"
"Sonst wärst du nicht hier", antwortete die Katze.

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Vincent Garron
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Re: 10. Klassiker-Lesezirkel April/Mai 2013 - Diskussion

Beitrag von Vincent Garron »

LaLe hat geschrieben:
Günther Drach hat geschrieben:
LaLe hat geschrieben:Stutzen musste ich gegen Ende bei dieser Passage: "Der verschiollene und Totgeglaubte, ein alter Freund Perry Rhodans und der Menschheit, der aus Weltraumtiefen ein Signal schickt. Und dieses Signal ist der Schlüssel zum Tor der Unendlichkeit.". Ich nehme an, dass dieser Passus später durch den Hilferuf ESTARTUS aus Tarkan umgesetzt wurde. Insofern würde mich schon interessieren wer hier mit dem Freund gemeint ist. Irgendwer eine Idee?
Alaska Saedelaere. Das wurde ja sogar umgesetzt (Band 1300).
Auf den wäre ich jetzt nicht gekommen, zumal das Signal (?) im Zeitsprung zwischen Band 1299 und 1300 etwas untergegangen sein muss.
Nein, es ist nicht untergegangen, denn es kam bereits in Band 1272. Im selben Band packten Rhodan und einige seiner Freunde ihre sieben Sachen und machten sich auf in Richtung MB ESTARTU, was zur (bis heute) längsten Abwesenheit des Namensgebers aus "seiner" Serie führte, nämlich bis Band 1298 also 26 Hefte, mithin somit ein halbes Jahr Realzeit !
Es führte außerdem zu dem Kuriosum, dass Rhodan in der Statistik des Chronofossilien-/Vironauten-Zyklus mit 25 Erwähnungen bei den Hauptpersonen des Romans nur auf Platz 3 landete hinter Jen Salik (26) und Atlan (27). Kurios deswegen, weil es ging ja immerhin um Rhodans "Fussabdrücke in der Zeit" mit denen der Moralische Koder repariert wurde :P
Es gibt zwei Dinge die unendlich sind: Das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir aber nicht ganz sicher.
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Re: 10. Klassiker-Lesezirkel April/Mai 2013 - Diskussion

Beitrag von DelorianRhodan »

Vielleicht ein noch Zitat (Schluss eines längeren Monolog Taurecs, unterbrochen von kurzen Fragen Perry Rhodans, über sich, Vishna und die Kosmokraten, in dem er versucht, das Unerklärbare zu erklären (S.42/43 EA): "Aber Vishna hat sich verändert", sagte Rhodan. "Nein" schüttelte Taurec den Kopf. "Die Dunkelheit ist fort, aber sie hat sich nicht verändert. Sie wird sich erst verändern, wenn wir heimkehren; Vishna und ich." "Und dann?" "Dann", sagte Taurech nachdenklich, "dann werden wir erblinden und alles wissen. Wir werden wieder in den hohen Bäumen, unter den weiten Himmeln thronen, und wir werden Licht sein, und dieses Licht wird heller strahlen als alle Sonnen, die es je im Multiversum gegeben hat und geben wird." Der Kosmokrat schwieg, und Rhodan spürte instinktiv, dass damit das Thema für ihn erledigt war. Ärger keimte in ihm auf, denn Taurecs Worte hatten nichts geklärt, im Gegenteil........"
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Re: 10. Klassiker-Lesezirkel April/Mai 2013 - Diskussion

Beitrag von DelorianRhodan »

Das Titelbild: Hier zeigte Johnny Bruck, wie er sich das Dasein der Kosmokraten, erblindet und allwissend, thronend auf den hohen Bäumen unter den weiten Himmeln, vorstellte.
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Re: 10. Klassiker-Lesezirkel April/Mai 2013 - Diskussion

Beitrag von LaLe »

Lumpazie hat geschrieben:
LaLe hat geschrieben:Hallo LaLe,

wäre es dir vielleicht möglich, diesen Vorschautext "Kurs 1500" auch hier im Forum zu veröffentlichen?
Das ist eine Menge Text, und wenn überhaupt, dann werde ich da wohl erst nach meinem Urlaub dazu kommen, den abzutippen. Weil es dann aber auch ein vollständiger Text wäre, frage ich vorher besser mal beim Verlag nach.
Die Katze grinste.
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Re: 10. Klassiker-Lesezirkel April/Mai 2013 - Diskussion

Beitrag von LaLe »

NAN hat geschrieben:Mal eine Frage zur aus der perrypedia zitierten Zusammenfassung:
Kann es sein, dass die inhaltlich in Details ziemlich daneben liegt?
Trifft nach meinen Erfahrungen leider auf viel zu viele Handlungszusammenfassungen zu. Gerade im Linguidenzyklus fiel mir das gehäuft auf und stellenweise hätte eine reine Korrektur dieser "Unrichtigkeiten" den kompletten Text uinlesbar gemacht. Irgendwann fehlte mir auch einfach die Zeit etwas ganz eigenes zu schreiben und "drüberzuschicken". Das generelle Problem der PP ist - zumindest aktuell - die viel zu geringe Anzahl Aktiver, die dann auch noch in völlig unterschiedlichen Bereichen unterwegs sind. Da kann sich das 4-Augen-Prinzip meist nur auf offensichtliche Fehler, die Rechtschreibung und die Form beschränken. Das soll aber auch nicht hier Thema sein. Deshalb ein kleines Sorry an den Rest fürs off-topic.
Die Katze grinste.
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Re: 10. Klassiker-Lesezirkel April/Mai 2013 - Diskussion

Beitrag von LaLe »

Hamiller hat geschrieben:Ich weiß noch, dass ich damals beim Lesen der 3.Auflage von Band 1250 enttäuscht war. Im Grunde fand ich, waren nur alle schrittweisen Entdeckungen der Tiefenland-Handlungsebene aus den 50 Heften davor zusammengefasst worden.
Der war nun allerdings eines meiner persönlichen Highlights dieser Ära :D . Vielleicht habe ich eine Vorliebe für Handlungszusammenfassungen? In kleinerem Rahmen beherrschte Kurt Mahr es eigentlich immer ganz gut, die Handlungen vorangegangener Bände zusammenzufassen um dem Leser noch einmal zu vermitteln, wo er eigentlich gerade steht. Das fiel mir in der 5. Auflage zuletzt immer häufiger auf.
Die Katze grinste.
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Re: 10. Klassiker-Lesezirkel April/Mai 2013 - Diskussion

Beitrag von LaLe »

taniss hat geschrieben:Hallo Zusammen,

da dies mein erster Perry Rhodan Lesezirkel ist und ich nicht weiß, ob LaLe diese öfters moderiert, möchte ich Ihm dennoch für die Anregungen und Organisation danken. :D :st:
Danke und :welcome: . Es ist der Achte für mich.
Für mich war der Einstieg in den Roman "Rückkehr in den Frostrubin" von Thomas Ziegler im Prinzip ein richtiges Abenteuer! Warum? Weil ich derzeit bei Ausgabe 5 der Neo-Serie bin und somit sämtliche Zusammenhänge oder Geschehnisse vor diesem Roman nicht kenne. Natürlich wurde mir hier im Forum geraten, das eine oder andere im Perryversum nachzuschlagen, was ich aber absichtlich nicht getan habe. Ich wollte schauen, ob es möglich ist, den Roman zu lesen, ohne dass die Vorgeschichte bekannt ist.
:respect: und ich hätte das wohl auch so gehandhabt.
Zuvor stellte sich mir die Frage, was Ihr unter einem Klassiker im Bezug zu den Perry Rhodan Romanen versteht! Dies entzieht sich mir bis dato.
Wie NAN schon schrieb, das definiert wohl jeder für sich und anders. Wesentliches Kriterium ist für mich vor allem der Inhalt und die Bedeutung dessen für die gesamte Serie. Und da geht eigentlich kaum mehr als die erstmalige Beschreibung der Funktionsweise des Moralischen Kodes.

Die Bewertungskriterien sind übrigens nicht in Stein gemeißelt sondern durchaus diskutabel. Da wäre dann aber die Nachbereitung der richtige Zeitpunkt.

Würde mich freuen, wenn noch mehr von dir kommt.
Die Katze grinste.
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Re: 10. Klassiker-Lesezirkel April/Mai 2013 - Diskussion

Beitrag von DelorianRhodan »

Da gibt es aber neben der erstmaligen Beschreibung der Funktionsweise des Moralischen Kodes schon mehr. Da ist einerseits wie Taurec es begründet, dass er derartige bedeutsame und grundlegende Dinge, auf denen das Sein des Universums beruht, einem nach seiner Ansicht minderwertigen Geschöpf wie Perry Rhodan überhaupt offenbart. Das zeigt deutlich, wie die Kosmokraten ihr Verhältnis zu Perry Rhodan und den Terranern sehen, nämlich wie der Gärtner zu den im Garten lebenden Ameisen. Und aus mehreren Abschnitten des Romans ergibt sich, wie wenig die Ameisen das Dasein und die Beweggründe des Gärtners für sein Handeln verstehen können und wie wenig den Gärtner die Ameisen interessieren.

Das Verhältnis der Terraner zu den Kosmokraten wird neu definiert werden.

Die Aussagen des Romans sind auch grundlegend für die weitere Entwicklung der Serie, die schließlich zur Verweigerung des Gehorsams gegenüber den Kosmokraten führt. Dies wird geschildert im Doppelband 1271/1272 von Kurt Mahr ("Finale in der Tiefe"/Revolte der Ritter"). Auch dieser Doppeldband ist grundlegend für die die weitere Entwicklung der Serie und legt den Grundstein für den Zyklus ab Nr. 1300, u.a. mit dem Ruf des Verschollenen und Totgelaubten, der auf der LKS im Text des Vortrags "PERRY RHODAN Kurs 1500" erwähnt wird (die Doppelnummer 1271/1272 wäre vielleicht auch eines Lesezirkels würdig).

Für mich ist Nr. 1224 ein bedeutender Schlüsselroman und Klassiker der Serie, mehr als die meisten "Jubiläumsbände".
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Re: 10. Klassiker-Lesezirkel April/Mai 2013 - Diskussion

Beitrag von Günther Drach »

DelorianRhodan hat geschrieben:Das Titelbild: Hier zeigte Johnny Bruck, wie er sich das Dasein der Kosmokraten, erblindet und allwissend, thronend auf den hohen Bäumen unter den weiten Himmeln, vorstellte.
Uff. Das hatte ich doch schon geschrieben.
Lies einfach nochmal Kapitel 6 und dann frag dich, ob Bruck hier nicht mit einiger künstlerischen Freiheit Szenen aus der Armada-Show wiedergibt.
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Re: 10. Klassiker-Lesezirkel April/Mai 2013 - Diskussion

Beitrag von Günther Drach »

DelorianRhodan hat geschrieben:... und wie wenig den Gärtner die Ameisen interessieren.
Wrde mich schon interessieren, an welchen 'mehreren Abschnitten des Romans' du diese Aussage festmachst.
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Re: 10. Klassiker-Lesezirkel April/Mai 2013 - Diskussion

Beitrag von Günther Drach »

DelorianRhodan hat geschrieben:Vielleicht ein noch Zitat (Schluss eines längeren Monolog Taurecs, unterbrochen von kurzen Fragen Perry Rhodans, über sich, Vishna und die Kosmokraten, in dem er versucht, das Unerklärbare zu erklären (S.42/43 EA): "Aber Vishna hat sich verändert", sagte Rhodan. "Nein" schüttelte Taurec den Kopf. "Die Dunkelheit ist fort, aber sie hat sich nicht verändert. Sie wird sich erst verändern, wenn wir heimkehren; Vishna und ich." "Und dann?" "Dann", sagte Taurech nachdenklich, "dann werden wir erblinden und alles wissen. Wir werden wieder in den hohen Bäumen, unter den weiten Himmeln thronen, und wir werden Licht sein, und dieses Licht wird heller strahlen als alle Sonnen, die es je im Multiversum gegeben hat und geben wird." Der Kosmokrat schwieg, und Rhodan spürte instinktiv, dass damit das Thema für ihn erledigt war. Ärger keimte in ihm auf, denn Taurecs Worte hatten nichts geklärt, im Gegenteil........"
Also bei mir geht der Text weiter:
..., denn Taurecs Worte hatten nichts geklärt, im Gegenteil, sie hatten das Rätsel um die Region jenseits der Materiequellen nur vertieft. Aber dann sagte er sich, dass es nicht Taurecs Schuld war.
Mit welchen Worten sollte man eine Region beschreiben, die jenseits aller Worte exstierte?
Es ist ein Problem der Sprache, dachte Rhodan. Die Sprache ist ein Spiegel des Bewußtseins und der Welt, in der man lebte. Für ein neues Bewußtsein und eine neue Welt benötigt man neue Worte, und wer jene neue Welt noch nie gesehen hat, wer sie nicht versteht, weil sie für sein Bewußtsein zu fremd ist, der wird auch diese Worte nicht verstehen.
Das klingt für mich etwas anders als dein abgeschnittenes Zitat. Rhodan versteht das zugrundeliegende Kommunikationsproblem. Da steckt schließlich keine Überheblichkeit des Kosmokraten dahinter, er kann die Welt hinter den Materiequellen dem Menschen einfach nicht verständlich beschreiben.

Seufz. Okay, ich weiß, Kosmokraten sind eigentlich böse, nehmen nur dann dann Rücksicht auf die Wesen der Niederungen, wenn es ihren Plänen nützt und so weiter und so weiter. Das ist für mich so ein langweiliger, uninteressanter Ansatz. Der, der Göttin sei dank, in diesem Roman noch nicht so platt vertreten wurde.
Der Roman zeigte mir ein einsames, verzweifeltes Wesen (Taurec), der zu einem endlosen Dasein in einer Hölle verdammt war. Definitiv kein hinterhältiges, rücksichtsloses Wesen. Und Rhodan hat Verständnis und Mitgefühl für ihn.
Wortlos stand Rhodan auf, trat zu dem Kosmokaten und legte ihm seine Hand auf die Schulter.
"Du bist nicht allein", sagte er leise.
Das Wesen, das wie ein Mensch aussah, aber kein Mensch war, hob langsam den Kopf.
"Ich bin immer allein gewesen", murmelte der Kosmokrate.
"Jetzt nicht mehr."
Gut, so was ist halt nicht mehr zeitgemäß. Kosmokraten und Chaotarchen dürfen einfach nicht mehr sympathisch sein. Tss, wie langweilig.
Hismoom, Cairol, die Diener der Materie ... die sind in ihrer Abgehobenheit, in ihrer Gefühllosigkeit dermassen langweilig. Ich ziehe Taurec, Vishna, Laire, die Mächtigen immer noch vor.

Ja, ich weiß, welche schlimmen Dinge Taurec nun tun wird. Aber wie schon erwähnt: seine Handlungen sind erklärbar (nicht unbedingt entschuldbar). Er hat eben Jahrmillionen in dieser Hölle zugebracht, hatte die Erlösung vor Augen und dann kneift diese blöde Mensch.

Taurec, Vishna, Gesil, Eirene. Würde mal gerne wieder von ihnen lesen. Und zur Anwechslung was positives. Die bösen bösen Kosmokraten, denen es so egal ist, was die Wesen der Niederungen antreibt, ich wiederhole mich: das ist doch so ein langweiliges Konzept. Genauso wie das 'Leben an sich' (für mich ein entsetzliches Unwort) keine einheitliche Fraktion bildet, die nur hehre Ziele verfolgt, sind Kosmokraten (und auch Chaotarchen) keineswegs durchweg böse, nur auf ihre Vorteile bedacht, die Wesen der Niederungen ausnutzend. (Schwärme, Ritter der Tiefe -- das klingt für mich immer noch positiv.)

Böse ist natürlich das falsche Wort. Kosmokraten sind nicht gut oder böse. Auch Chaotarchen sind nicht böse. Obschon die einen ein Universum erhalten wollen, in dem ich leben kann, und die anderen das so umbauen wollen, dass ich nicht mehr darin leben kann. Hmm.
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rikecathleen
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Re: 10. Klassiker-Lesezirkel April/Mai 2013 - Diskussion

Beitrag von rikecathleen »

Ich habe meine Bemerkungen mehr am Text orientiert.
Passagen, die mir besonders aufgefallen sind, habe ich markiert und mit einem kommentar versehen.
Anschließend habe ich sie sortiert und versucht, ein Fazit zu ziehen.

Zunächst Krohn Meysenhart und seine Crew. Sprachliche Highlights habe ich gesondert einsortiert, daher fehlen sie hier, soweit sie Krohn Meysenhart betreffen.


Alles für die satten Bürger der Erde, dachte Meysenhart mürrisch.
Er verkauft sich. KM verspottet seine Kunden. Das macht ihn nun wirklich nicht sympathisch.

"Irgendwie müssen wir ja die Leasingrate für die KISCH bezahlen.
Krohns Motivation.

"Was für Bilder!" ächzte Meysenhart begeistert.
Ein Reporter durch und durch. Im Angesicht des Chaos und persönlicher Gefahr denkt er zunächst an seinen Beruf. Gerade im Gegensatz zu Wonnejunge, der nach Rettung schreit. Beeindruckend. Und das macht ihn sehr sympathisch, nachdem er zuvor als eher gewinnorientiert beschrieben wurde. Ein wenig widersprüchlich ist das allerdings schon.

Nein, dachte Meysenhart. Die terranischen Medien werden das Material nur verwässern.
zu den Medien zählt doch auch Meysenhart. Hier scheint der Autor seine Vorurteile einfließen zu lassen.

"Das musst du sogar", erwiderte der Nachrichtenmann. "Denn der Unterschied zwischen einem Terraner und einem richtigen Terraner ist der, dass der erste mit seinem fetten Hintern auf der Erde sitzen bleibt, während der zweite sich kopfüber in alle Abenteuer stürzt, die die Sterne für die Wagemutigen bereithalten."
hier kommt wieder die Arroganz zum Ausdruck.

Kontinente verdampften. Städte zerfielen zu Staub. Wir kennen den Krieg, Brüder und Schwestern, und weil wir ihn kennen, werden wir nicht zulassen, dass er erneut unsere Welten heimsucht.
Was hat das alles mit der Endlosen Armada zu tun?

Wir schworen, unsere Geistesgaben für die Bedrängten und Unterdrückten einzusetzen und über die Völker der Milchstraße zu wachen. Und wir halten Wacht.
Bewundernswert, aber wo ist der Bezug zur Endlosen Armada?

Entsetzlich! dachte Krohn Meysenhart. Ding-Dong muss wahnsinnig sein, unseren fünfhundert Milliarden galaktischen Zuschauern einen derartigen Schrott zuzumuten! Ich muss eingreifen, diesem aberwitzigen Treiben ein Ende machen … Fieberhaft begann Meysenhart nach einem eleganten Weg zu suchen, den Siganesen aus der Show auszublenden.
Er ist doch Regisseur. So etwas darf doch gegen seinen Willen auch in einer Live-Sendung nicht passieren.

Ich hatte keine Ahnung, welchen Schund er für die Showblöcke ausgeheckt hat.
das ist nun wirklich unrealistisch. Bei 500 Mrd. Zuschauern und der Sendung seines Lebens.


Fazit:
Zu Beginn erscheint alles schlüssig. Mit fortschreitender Dauer sind mir immer mehr Widersprüche aufgefallen. Insbesondere ist mir völlig unverständlich, wie ein Chefregisseur seinem Team beim beruflichen Höhepunkt seines Lebens freie Hand gibt und keine Ahnung hat, wie diese Crew diese Freiheit ausfüllt. Das wäre ja so, als ließe sich ein Tennisprofi für das Wimbledon-Endspiel die Ausrüstung von seinem Masseur zusammenstellen und ist dann überrascht, mit was für einem Schläger er dann aufschlägt - vor 500 Mrd. Zuschauern.

Dabei gefällt mir KM eigentlich hervorragend. Das liegt wohl daran, dass mir die besondere Art seines Humors außerordentlich liegt.
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DelorianRhodan
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Re: 10. Klassiker-Lesezirkel April/Mai 2013 - Diskussion

Beitrag von DelorianRhodan »

Ich gebe zu, dass mein Zitat unvollständig war, das war aber auch deutlich erkennbar gemacht. Ich habe den für mich wichtigsten Teil für diesen Komplex zitiert. Dass Taurec leidet, habe ich in einem anderen Zitat in diesem Thread bereits gepostet.

Ich wollte auch Taurec nicht als Bösewicht darstellen, tut mir leid, wenn das so rüber gekommen sein sollte.

Eigentlich müsste man Kapitel 4 und 5 des Romans von Seite 38-48 komplett zitieren, um diese Szenerie anschaulich zu machen.

Ich versuche es trotzdem mit weiteren Ausschnitten:

S. 38: "Der Frostrubin!" stieß Perry Rhodan entsetzt hervor"....................."Der Frostrubin explodiert! Taurec neben ihm stimmt ein rauhes Gelächter an...............Etwas Fremdes erscheint von ihm Besitz ergriffen zu haben. Ein Einfluss, der nicht der Außenwelt entstammte, sondern den Tiefen seiner eigenen Seele. "Du Narr!" brüllte Taurec. "Siehst du nicht, was wirklich geschieht? Siehst du es nicht?""

S. 39: Taurec lachte erneut. "Die Mauern bröckeln!" schrie er laut mit überschlagender Stimme. "Die Mauern stürzen ein? Hört ihr mich? Hört ihr mich?"................."Ich komme, ihr Hohen Mächte", kreischte Taurec wie von Sinnen. "Ich komme heim zu euch, die ihr blind in eurer Größe thront. Unter den tausend und tausend Himmeln, die sich über euch spannen, ohne Anfang und Ende. Die Ketten sind gesprengt, die Ketten halten mich nicht, und der Kerker zerbricht. Holt mich heim."
....................
"Ich gehe", verkündete Taurec. "Ich wollte nie zu diesem Ort. Ich wollte nicht hinuntersteigen zu den Schatten Aber sie haben es von mir verlangt. Weißt du", flüsterte er, dass sie grausam sind, ohne zu wissen , was Grausamkeit ist? Warum sonst hätten sie mir das angetan? Warum sonst hätten sie dasvon mir verlangt?" Seine Gestalt verschwand im roten Licht. "Ich kehre heim" sagte Taurec. "Es ist genug. Ich kann es nicht mehr ertragen. Niemand kann so etwas ertragen". Er wirbelte herum und drohte mit der Faust dem brennenden Weltraum. "Genug!" brüllte er. Ich habe getan, was getan werden muss, und nun holt mich heim! Holt mich endlich heim! Ich felhe euch an- laßt mich nicht mehr hier!" Aber die Zeit, flüsterte es aus dem Nichts. Sag, was ist mit der Zeit? Und mit den dunklen Dingen, die auf ihren Schwingen zu dir kommen? "Sie lügen", sagte Taurec, "aber sie wissen nicht, was Lüge ist. Sie haben es nie gewußt, und sie wissen alles".


Einen absatz später folgt dann Güther Drachs letztes Zitat in seiner Stellungnahme.
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DelorianRhodan
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Re: 10. Klassiker-Lesezirkel April/Mai 2013 - Diskussion

Beitrag von DelorianRhodan »

Ich bin der Meinung und dass wird in diesem Roman klar, dass Taurec hier tatsächlich als Opfer und nicht als Täter dargestellt wird. Ich habe auch bereits geschrieben, dass, so wie ich es verstehe, Taurec und Vishna in diesem Band als Außenseiter unter den Kosmokraten beschrieben werden.

Aus Sicht der Kosmokraten, die auch Taurec benutzen, sind die Terraner (und die anderen Wesen in den "Niederungen") nichts anderes als Ameisen in ihrem Garten, deren Schicksal sie eigentlich nicht zu interessieren braucht. Nur in besonderen Notlagen setzt man sie ein und gibt ihnen nur die Anweisungen bzw. Informationen, die sie unbedingt brauchen. Was aus ihnen wird, interessiert sie nicht. Peter Terrid hat in einem anderen Roman und in einem anderen Zusammenhang sinngemäß einmal geschrieben, die Auseinandersetzungen der Terraner mit anderen Völkern seien so bedeutend wie bei einem Schachspiel Mikrobenämpfe auf der Oberfläche eines in Vergessenheit geratenen Bauern.
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DelorianRhodan
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Re: 10. Klassiker-Lesezirkel April/Mai 2013 - Diskussion

Beitrag von DelorianRhodan »

Günther Drach hat geschrieben:
DelorianRhodan hat geschrieben:Das Titelbild: Hier zeigte Johnny Bruck, wie er sich das Dasein der Kosmokraten, erblindet und allwissend, thronend auf den hohen Bäumen unter den weiten Himmeln, vorstellte.
Uff. Das hatte ich doch schon geschrieben.
Lies einfach nochmal Kapitel 6 und dann frag dich, ob Bruck hier nicht mit einiger künstlerischen Freiheit Szenen aus der Armada-Show wiedergibt.

Wo hast du das geschrieben?
Deine Interpretation des Titelbildes unterscheidet sich doch sehr von meiner, denke ich.
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Re: 10. Klassiker-Lesezirkel April/Mai 2013 - Diskussion

Beitrag von Vincent Garron »

DelorianRhodan hat geschrieben:Ich bin der Meinung und dass wird in diesem Roman klar, dass Taurec hier tatsächlich als Opfer und nicht als Täter dargestellt wird. Ich habe auch bereits geschrieben, dass, so wie ich es verstehe, Taurec und Vishna in diesem Band als Außenseiter unter den Kosmokraten beschrieben werden.
Ich weiß nicht ob es vor Band 1224 oder erst danach gesagt wurde, aber die Außenseiterrolle der beiden hat durchaus triftige Gründe.
Während Vishna aufgrund ihrer Herkunft (die reichlich unklar ist, möglicherweise war sie eine negative Superintelligenz, hat sich erst als Materiesenke geläutert und wurde dann eine Kosmokratin) schon ein fragwürdiges Verhältnis zu den "normalen" Kosmokraten hatte, wurde über Taurec irgendwo mal ausgesagt, dass er irgendwas mit dem Verschwinden von TRIICLE-9 vor 100 Millionen Jahren zu tun hatte und deswegen von den Kosmokraten verbannt wurde. Weiter wurde ausgesagt, dass die beiden sich schon immer zu den Niederungen hingezogen fühlten und sich deswegen dort aufgehalten hätten.
Vielleicht ist es aber auch genau dieses ambivalente Verhältnis zu den Niederungen, bzw. dem Raum hinter den Materiequellen, welches zumindest Taurecs sehr "flexiblen" Charakter erklärt. Gefangen in den Niederungen die er eigentlich mag, sieht er was hinter den Materiequellen auf ihn wartet, bekommt ganz schlimm Heimweh (vereinfacht ausgedrückt) und gibt dann mal richtig Gas und unternimmt rücksichtslos alles, wovon er sich erhofft wieder hinter die Materiequellen gehen zu dürfen.

Vieles von dem was ich jetzt geschrieben hab ist aus der Erinnerung abgerufen. Aber falls ich mich jetzt nicht allzusehr geirrt habe, könnte Band 1224 auch einen Wendepunkt in Taurecs Charakterisierung markieren ;)
Es gibt zwei Dinge die unendlich sind: Das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir aber nicht ganz sicher.
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Erst wenn der letzte Baum gerodet,
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und der letzte Fisch gefangen ist,
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Re: 10. Klassiker-Lesezirkel April/Mai 2013 - Diskussion

Beitrag von Günther Drach »

DelorianRhodan hat geschrieben:
Günther Drach hat geschrieben:
DelorianRhodan hat geschrieben:Das Titelbild: Hier zeigte Johnny Bruck, wie er sich das Dasein der Kosmokraten, erblindet und allwissend, thronend auf den hohen Bäumen unter den weiten Himmeln, vorstellte.
Uff. Das hatte ich doch schon geschrieben.
Lies einfach nochmal Kapitel 6 und dann frag dich, ob Bruck hier nicht mit einiger künstlerischen Freiheit Szenen aus der Armada-Show wiedergibt.

Wo hast du das geschrieben?
Deine Interpretation des Titelbildes unterscheidet sich doch sehr von meiner, denke ich.
viewtopic.php?p=122007#p122007
=> Kapitel 6, die Armadashow. Ich sehe das Titelbild als freie Umsetzung des Geschilderten: der Blue mit Schwert und Blütenrüstung, die sich in Schmetterlinge und Tauben verwandelt. Raphael Dong (nicht sehr vorteilhaft getroffen) auf dem Riesenpilz. Die siganesischen Tänzerinnen (ohne Kirschen).
Fairy tales do not give the child his first idea of bogey. What fairy tales give the child is his first clear idea of the possible defeat of bogey. The baby has known the dragon intimately ever since he had an imagination. What the fairy tale provides for him is a St. George to kill the dragon.
― G.K. Chesterton

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Re: 10. Klassiker-Lesezirkel April/Mai 2013 - Diskussion

Beitrag von DelorianRhodan »

Günther Drach hat geschrieben:
DelorianRhodan hat geschrieben:
Günther Drach hat geschrieben:
DelorianRhodan hat geschrieben:Das Titelbild: Hier zeigte Johnny Bruck, wie er sich das Dasein der Kosmokraten, erblindet und allwissend, thronend auf den hohen Bäumen unter den weiten Himmeln, vorstellte.
Uff. Das hatte ich doch schon geschrieben.
Lies einfach nochmal Kapitel 6 und dann frag dich, ob Bruck hier nicht mit einiger künstlerischen Freiheit Szenen aus der Armada-Show wiedergibt.

Wo hast du das geschrieben?
Deine Interpretation des Titelbildes unterscheidet sich doch sehr von meiner, denke ich.
viewtopic.php?p=122007#p122007
=> Kapitel 6, die Armadashow. Ich sehe das Titelbild als freie Umsetzung des Geschilderten: der Blue mit Schwert und Blütenrüstung, die sich in Schmetterlinge und Tauben verwandelt. Raphael Dong (nicht sehr vorteilhaft getroffen) auf dem Riesenpilz. Die siganesischen Tänzerinnen (ohne Kirschen).
Ich sehe es nicht so wie du. Das was du geschrieben hast, unterscheidet sich sehr von meinem Post.
Deshalb war ich irritiert, dass du meintest, ich hätte deinen Post wiederholt. Das habe ich nicht. ;)
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Günther Drach
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Re: 10. Klassiker-Lesezirkel April/Mai 2013 - Diskussion

Beitrag von Günther Drach »

DelorianRhodan hat geschrieben:
Günther Drach hat geschrieben:
DelorianRhodan hat geschrieben:
Günther Drach hat geschrieben:
DelorianRhodan hat geschrieben:Das Titelbild: Hier zeigte Johnny Bruck, wie er sich das Dasein der Kosmokraten, erblindet und allwissend, thronend auf den hohen Bäumen unter den weiten Himmeln, vorstellte.
Uff. Das hatte ich doch schon geschrieben.
Lies einfach nochmal Kapitel 6 und dann frag dich, ob Bruck hier nicht mit einiger künstlerischen Freiheit Szenen aus der Armada-Show wiedergibt.

Wo hast du das geschrieben?
Deine Interpretation des Titelbildes unterscheidet sich doch sehr von meiner, denke ich.
viewtopic.php?p=122007#p122007
=> Kapitel 6, die Armadashow. Ich sehe das Titelbild als freie Umsetzung des Geschilderten: der Blue mit Schwert und Blütenrüstung, die sich in Schmetterlinge und Tauben verwandelt. Raphael Dong (nicht sehr vorteilhaft getroffen) auf dem Riesenpilz. Die siganesischen Tänzerinnen (ohne Kirschen).
Ich sehe es nicht so wie du. Das was du geschrieben hast, unterscheidet sich sehr von meinem Post.
Deshalb war ich irritiert, dass du meintest, ich hätte deinen Post wiederholt. Das habe ich nicht. ;)
Du hast das "Uff. Das hatte ich doch schon geschrieben." falsch verstanden. Ok, meine Schuld. Ich habe nie gemeint, dass du meinen Post wiederholst. Was ich meinte war, dass deine Interpretation einfach falsch ist und ich zuvor doch bereits erklärt habe, was Brucks Bild darstellte: Szenen aus der in Kapitel 6 beschriebene Armada-Show, zugegeben mit einigen künstlerischen Freiheiten, aber auf jeden Fall identifizierbar.
Fairy tales do not give the child his first idea of bogey. What fairy tales give the child is his first clear idea of the possible defeat of bogey. The baby has known the dragon intimately ever since he had an imagination. What the fairy tale provides for him is a St. George to kill the dragon.
― G.K. Chesterton

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Re: 10. Klassiker-Lesezirkel April/Mai 2013 - Diskussion

Beitrag von NAN »

Wobei Günther auch meiner Meinung nach recht hat, dass das Bild die beschriebene Szene wiedergibt.

Das gesagt: Bin ein großer Anhänger des Gedanken, dass echte Kunst nicht nur das wiedergibt, was sich der Künstler ursprünglich gedacht hat, sondern darüber hinaus geht, unterschiedliche Interpretationen erlaubt.

Insofern, kann zwar ebenfalls nicht ganz nachvollziehen, wie Du auf Deine Interpretation kommst, DelorianRhodan, aber spricht in gewisser Weise wohl einfach nur für die "Qualität" des Bildes. :-)
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