Klassiker - Der Aphilie-Zyklus (PR 700-799)

Unvergessene Abenteuer, legendäre Zyklen - nachgelesen und neu diskutiert.
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Heiko Langhans
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Re: Klassiker - Der Aphilie-Zyklus (PR 700-799)

Beitrag von Heiko Langhans »

Um den 12. August 1977, etwa zeitgleich mit PR 833 und Atlan 306, erschien der 170. Band der PERRY RHODAN-Planetenromane:

Clark Darlton: Das Geheimnis von Wardall

Bild

Handlung
Im Jahr 3437 entdeckt der Explorer EX-174 unter dem Kommando von Major Nephrem ein interessantes Sonnensystem, das den Namen Nephrem-Porth erhält. Offenbar sind zwei seiner Planeten vor langer Zeit zerstört worden. Auffallend ist eine Welt, die den Namen Wardall erhält und Spuren einer Zivilisation trägt. Neben schwankender Gravitation, ungewöhnlichen Strahlungsausbrüchen und der Tatsache, dass es sich um einen Einseitendreher handelt, ist ein Bauwerk bemerkenswert, das sich wie ein mehrere hundert Meter hoher Wall entlang der Zwielichtzone um Wardall zieht.

Die EX-174 landet nicht, sondern kehrt zur Erde zurück. Sowohl Nephrem als auch Professor Porth, sein Stellvertreter, sind unabhängig voneinander zu der Vermutung gekommen, dass sich auf Wardall einer der vier nie gefundenen Zellaktivatoren befinden könnte. Sie beschließen, zunächst zusammenzuarbeiten, quittieren den Dienst und erwerben eine gebrauchte Space-Jet, die den Namen ETERNITY erhält. Dann rekrutieren sie den Ingenieur Deagan und den Piloten Margon und fliegen unter dem Vorwand, Spuren der dortigen Zivilisation erkunden zu wollen, nach Wardall.

Schon bald bricht unter den Männern Misstrauen aus. Porth und Nephrem wissen, dass die beiden angeheuerten Besatzungsmitglieder nichts von ihren Absichten erfahren dürfen, und ihnen ist klar, dass es schließlich zum Kampf um den Aktivator kommen wird. Nach einigen Tagen relativ ergebnisloser Forschung, die lediglich zeigt, dass auf Wardall eine technische Zivilisation existiert haben muss, orten die Männer den Ausgangspunkt einer starken Strahlungsquelle. Zwar ist das typische Signal, das für einen der von ES ausgestreuten Aktivatoren sprechen würde, nicht zu bemerken, aber man entdeckt eine unterirdische Anlage.

Nach längerer Suche können sich die vier Terraner Zugang verschaffen. Sie erreichen eine gut erhaltene unterirdische Anlage, in der ihnen ein großer Metallblock auffällt. Als sie diesen öffnen, finden sie darin tatsächlich einen Zellaktivator – aber er liegt unter einer Art Glasglocke, die selbst dem Einsatz von Impulsstrahlern widersteht. Porth schafft es, alte Anlagen der ausgestorbenen Planetarier in Betrieb zu nehmen. Als er eine Art Sprachlehrfilm abspielen kann, hofft er, darin Hinweise zu finden, wie man an den Aktivator gelangen kann. In mehrtägiger Arbeit kann der Forscher die Sprache der Planetarier erlernen und ihre Geschichte erfahren.

Das humanoide Volk der Kräl lebte vor etwa einer Million bis etwa 800.000 Jahren in diesem System und entwickelte die interplanetare Raumfahrt. Außerdem experimentierten sie stark mit Gravitationsfeldern, um einen interstellaren Antrieb zu erhalten. Ortungsanlagen bemerkten immer wieder unbekannte Raumschiffe im System, doch gab es nie einen Kontakt. Als das erste Sternenschiff starten sollte, wurde es von den Unbekannten vernichtet. Die Kräl gaben aber nicht auf, bauten ein weiteres Schiff, und dieses startete erfolgreich zu anderen Planeten, fand aber keine anderen Zivilisationen. Von einer der Welten wurden seltsame Eier mitgebracht, die sich nicht aufbrechen ließen. Nach einigen Jahren bewirkte eine Gravitationswelle, dass die Eier sich öffneten. Es schlüpften ungeheuer gefräßige, sich schnell vermehrende kleine Ungeheuer – die Terraner erkennen Hornschrecken -, welche die Heimatwelten der Kräl unbewohnbar machten. Einige wenige Überlebende konnten zu einer Dunkelwelt, dem heutigen Wardall, evakuiert werden, wo sie den Wall errichteten, aber nach geraumer Zeit ausstarben. Die Heimatwelten wurden zerstört, um eine Ausbreitung der Ungeheuer zu verhindern.

Porth findet eine zusätzliche Botschaft, die darauf hindeutet, dass nach dem Aussterben der Kräl eine andere Rasse auf Wardall gelandet ist. Sie hat einen Transmitter hinterlassen, der zu ihrer Heimatwelt führen soll. Deagan und Porth benutzen diesen Transmitter. Sie erreichen eine Stadt, die von einer hochentwickelten Kultur erbaut wurde, aber offenbar seit langer Zeit leer steht. Dann können sie sich Zugang zu einem der Gebäude verschaffen. Ein Roboter empfängt die beiden Terraner, redet sie in Interkosmo an und begrüßt sie freundlich. In einem Informationszentrum erfahren sie die Geschichte dieses Volkes. Es handelte sich um jene Rasse, welche die Kräl beobachtete. Da ihr die Gefahr durch die Hornschrecken vertraut war, und sie zudem erkannte, dass die Kräl mit ihren Gravitationsexperimenten in diesem Zusammenhang besonders gefährlich waren, wollten sie die Kräl in ihrem System isolieren. Schließlich mussten sie den Untergang der Kräl mit ansehen und erkannten entsetzt, dass sie falsch gehandelt hatten. In der Folgezeit installierten sie die Botschaft und den Transmitter in der Hoffnung, einst werde eine hochentwickelte Rasse der Spur folgen. Sie starben jedoch schon vor langer Zeit aus.

Der Roboter übermittelt noch eine ausdrückliche Warnung vor den Hornschrecken und serviert den Terranern ein reichhaltiges Mahl. Dann müssen sie die Welt verlassen, sonst würden sie vernichtet. Der Transmitter werde sich nach der Benutzung selbst zerstören. Auf Rückfrage erklärt der Roboter, nichts von dem Zellaktivator zu wissen. Porth und Deagan kehren nach Wardall zurück. Wenig später beginnt die Selbstzerstörung.

Da sich der Zellaktivator nicht bergen lässt, verlassen die Terraner bald darauf den Planeten. Durch einen Hypersturm verliert ihr Schiff nach einigen Lichtjahren alle Energie, und es ist gerade noch eine Notlandung auf einer Sauerstoffwelt möglich.

Viele Jahre später gerät ein Brief, der auf der Erde bei einem Freund zurückgeblieben war, an Icho Tolot. Dieser ist sehr an Wardall interessiert, als er liest, dass dort ein Zellaktivator liegen soll. Als aber Tolot die Welt anfliegt, findet er stattdessen die Überlebenden der DREADFUL und Tipa Riordans Zellaktivator. Er sucht nicht weiter.

Im Jahr 3583 orten Blues auf Wardall eine gewaltige Hyperexplosion, eine von mehreren, die sich fast zeitgleich in der Galaxis ereignen. Sie landen und finden einen gewaltigen Krater. Auf der Suche nach der Ursache erkennen die Blues, dass hier ein Zellaktivator explodiert sein muss. Sie wissen aber nichts vom GKD-Feld der Laren. Stattdessen können sie die 1500 Terraner, die den Absturz der DREADFUL überlebt haben, bergen.

Unterwegs zu einem geeigneten Siedlungsplaneten fangen die Blues einen lichtschnellen Notruf auf. Er führt zu einer Sauerstoffwelt, auf der sich zwei Gräber, zwei tote Terraner bzw. deren Skelette und ein Raumschiffswrack befinden. Sie haben die letzte Ruhestätte der vier Terraner um Porth und Nephrem gefunden. Die überlebenden Piraten siedeln sich auf dieser paradiesisch anmutenden Welt mit Unterstützung der Blues an. Sie begraben Deagan sowie den wenige Tage nach ihm gestorbenen Porth und beginnen ein neues Leben.

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Der obige Text wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.

Der Roman beruht auf einer Exposévorlage von Franz Dolenc. Der Inhalt bezieht sich auf die PR-Romane 764 sowie 793-795 (alle in diesem Thread vorgestellt).
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dandelion
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Re: Klassiker - Der Aphilie-Zyklus (PR 700-799)

Beitrag von dandelion »

Thora_da_Zoltral hat geschrieben:
Warum läßt Du die TBs aus, die innerhalb eines Zyklus angesiedelt sind? Hat das einen Grund?
Sinnvoll wäre dies schon und vorstellbar durchaus auch, wenn die TBs chronologisch innerhalb des Zyklus, eingefügt wären.
Vorstellbar wäre es schon. Habe auch schon mal darüber nachgedacht, das zu tun, soweit ich die Taschenbücher habe. Aus Zeitgründen habe ich es dann doch nicht gemacht. Aber es bleibt ein reizvoller Gedanke, auch wenn die wirklich wichtige Handlung natürlich in der Heftserie abläuft.
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Thora_da_Zoltral
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Re: Klassiker - Der Aphilie-Zyklus (PR 700-799)

Beitrag von Thora_da_Zoltral »

dandelion hat geschrieben:
Thora_da_Zoltral hat geschrieben:
Warum läßt Du die TBs aus, die innerhalb eines Zyklus angesiedelt sind? Hat das einen Grund?
Sinnvoll wäre dies schon und vorstellbar durchaus auch, wenn die TBs chronologisch innerhalb des Zyklus, eingefügt wären.
Vorstellbar wäre es schon. Habe auch schon mal darüber nachgedacht, das zu tun, soweit ich die Taschenbücher habe. Aus Zeitgründen habe ich es dann doch nicht gemacht. Aber es bleibt ein reizvoller Gedanke, auch wenn die wirklich wichtige Handlung natürlich in der Heftserie abläuft.
Das ist klar, dass die Haupthandlung in der heftserie abläuft und diese auch erste Priorität hat.

Jedre sieht das auch etwas anders. Wir können ja überhaupt froh sein, dass es das Forum in dieser Form gibt und Leute wie Heiko, die sich sehr engagieren.

Sorry, wenn ich mich etwas "hinter dem Mond" befinde, aber bin noch nicht so lange im Forum. Kämpfe mich erst langsam durch den ganzen Datenberg an Informationen.
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dandelion
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Re: Klassiker - Der Aphilie-Zyklus (PR 700-799)

Beitrag von dandelion »

Heiko Langhans hat geschrieben:Um den 12. August 1977, etwa zeitgleich mit PR 833 und Atlan 306, erschien der 170. Band der PERRY RHODAN-Planetenromane:

Clark Darlton: Das Geheimnis von Wardall
Das ist ein Stoff, aus dem (meine) PR-Träume sind. Hornschrecken, Zellaktivatoren, unbekannte Völker...

Die Zusammenfassung läßt ein spannendes Abenteuer vermuten und einige lose Handlungsfäden werden auch verknüpft. Hätte ich gerne gelesen.
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Thora_da_Zoltral
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Re: Klassiker - Der Aphilie-Zyklus (PR 700-799)

Beitrag von Thora_da_Zoltral »

Dieser Stoff gehört auch zu meinen Lieblingsthemen. Habe das Taschenbuch zwar, aber nioch nicht gelesen. Das werde ich demnächst nachholen.

Lose Handlungsfäden zusammenzuführen fand ich auch schon immer gut. Dafür standen früher die Taschenbücher. Und das vermisse ich sehr in der heutigen Zeit.

Mir sind derzeit zwei Fan-Projekte bekannt, die dieses Handicap oder besser: diese Tradition aufgreifen. Da ist einmal der TCE mit seinen Extended-Werken und dann das in den Startlöchern stehende "PR-OutBack" des Teams von CC-Zeitlos. Kennt noch jemand ein solches Projekt? Bin hier im Forum bisher auf noch keines gestoßen, was aber nichts heißen will.
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dandelion
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Re: Klassiker - Der Aphilie-Zyklus (PR 700-799)

Beitrag von dandelion »

Thora_da_Zoltral hat geschrieben: Lose Handlungsfäden zusammenzuführen fand ich auch schon immer gut. Dafür standen früher die Taschenbücher.
Ich finde es auch gut, wenn offen gebliebene Themen außerhalb der Heftserie vertieft und zu einem Ende geführt werden. In gewisser Form wird das wohl auch in den Miniserien gemacht. Trotzdem wären neue Planetenromane eine schöne Sache, vielleicht im Wechsel mit der Neuauflage von "Klassikern".
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Yman
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Re: Klassiker - Der Aphilie-Zyklus (PR 700-799)

Beitrag von Yman »

dandelion hat geschrieben:Ich finde es auch gut, wenn offen gebliebene Themen außerhalb der Heftserie vertieft und zu einem Ende geführt werden. In gewisser Form wird das wohl auch in den Miniserien gemacht. Trotzdem wären neue Planetenromane eine schöne Sache, vielleicht im Wechsel mit der Neuauflage von "Klassikern".
Das mit den Miniserien ist ja gut und schön, da konnte ich mich jetzt auch zumindest einmal mit anfreunden, aber am liebsten hätte ich das alte Format, also wie die alten schmalen Taschenbücher mit festem, kartonierten Einband. Das waren noch Zeiten. Die Zeitabenteuer waren da auch echte Höhepunkte. So etwas müsste es wieder geben.
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Thora_da_Zoltral
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Re: Klassiker - Der Aphilie-Zyklus (PR 700-799)

Beitrag von Thora_da_Zoltral »

Yman hat geschrieben:
dandelion hat geschrieben:Ich finde es auch gut, wenn offen gebliebene Themen außerhalb der Heftserie vertieft und zu einem Ende geführt werden. In gewisser Form wird das wohl auch in den Miniserien gemacht. Trotzdem wären neue Planetenromane eine schöne Sache, vielleicht im Wechsel mit der Neuauflage von "Klassikern".
Das mit den Miniserien ist ja gut und schön, da konnte ich mich jetzt auch zumindest einmal mit anfreunden, aber am liebsten hätte ich das alte Format, also wie die alten schmalen Taschenbücher mit festem, kartonierten Einband. Das waren noch Zeiten. Die Zeitabenteuer waren da auch echte Höhepunkte. So etwas müsste es wieder geben.
Volle Zustimmung! Die alten Taschenbücher waren einfach das Beste. Die Miniserien sind kein wirklicher Ersatz, sondren allenfalls Ergänzungen. Und die neuen Doppeltaschenhefte mit den Nachauflagen der alten TBs sind zwar für Neuleser ganz gut, aber wie Dandelion schon erwähnt hat, hier neben den Klassikern auch neue Inhalte zu veröffentlichen, das würde mich ebenfalls begeistern.
Am liebsten wäre mir das alte Format, aber das wird es wohl nicht mehr geben. Rainer Nagel, was meinst Du dazu?
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Heiko Langhans
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Re: Klassiker - Der Aphilie-Zyklus (PR 700-799)

Beitrag von Heiko Langhans »

Um den 9. September 1977, etwa zeitgleich mit PR 837 und Atlan 310, erschien der 171. Band der PERRY RHODAN-Planetenromane:

Peter Griese: Das Erbe der Pehrtus

Bild

Handlung
Die SOL befindet sich etwa auf der halben Strecke zwischen der Milchstraße und dem Mahlstrom der Sterne, als bei einem Orientierungsstopp eine eigenartige grüne Substanz im Weltraum erscheint, die nicht geortet werden kann. Die grüne Farbe wird immer intensiver und verstärkt sich im Raumschiff immer noch, obwohl die Paratronschirme aktiviert werden. Perry Rhodan und Atlan da Gonozal bitten den Kelosker Dobrak um Rat. Dieser bezeichnet das Gebilde als Grüne Null, da es in keiner Dimension richtig ausgeprägt ist, aber ansonsten ist auch er ratlos. Der Versuch, mit einer Linearetappe der grünen Materie zu entkommen, scheitert, denn auch nach dem Flug bleibt alles grün.

Der Leichte Kreuzer JAYMADAHR unter Kommandant Win Ogilvie soll die Ausdehnung der grünen Wolke vermessen. Zur Crew gehört die Ortungstechnikerin Rosy Breuer. Es zeigt sich, dass die Wolke grob die Form der SOL angenommen hat und sechs Lichtjahre lang ist. Der Funkkontakt des Kreuzers zur SOL reißt ab und eine Rückkehr zum Schiff ist unerwartet schwierig, gelingt aber schließlich.

Rhodan gibt Befehl, die SOL in ihre drei Zellen zu trennen, aber die Trennung wird nicht ausgeführt. Der Rechnerverbund SENECA-Shetanmargt gibt widersprüchliche Aussagen von sich. Allerdings stellen Dobrak und das Shetanmargt die These auf, die grüne Materie sei biologischer Natur.

Währenddessen untersucht der Arzt Dr. Perm Merveur den »Schiffstrottel« »Sol«. Dieser Mann, dessen richtiger Name Rurik Conic lautet, hat keine messbare Gehirnkapazität. Daher wird er von manchen Besatzungsmitgliedern gequält, während Rosy Breuer ihn regelmäßig beschützt. Dr. Merveur und Rosy kommen auf die Idee, dass Gucky Rurik Conic telepathisch durchleuchten könnte. Der Mausbiber ist gerne zur Hilfe bereit und teleportiert, macht aber wider Erwarten einen Fehlsprung und verspätet sich erheblich. Als er Rurik Conic untersucht, bezeichnet er diesen als Null-Mutanten, denn er kann ihn psionisch überhaupt nicht wahrnehmen und auch nicht telekinetisch beeinflussen.

Auch andere Mutanten, wie der Teleporter Ras Tschubai, haben jetzt Probleme, ihre Fähigkeiten anzuwenden. Dann meint Rosy Breuer, auf einem Korridor eine Materialisation in der grünen Wolke zu sehen, die an einen Kopf mit Augen erinnert. Sie informiert die Zentrale. Entsprechende Phänomene werden zunehmend gemeldet. Zugleich verlieren alle Mutanten immer mehr ihre Kräfte. Dobrak versucht Kontakt mit dem unbekannten Wesen herzustellen und verliert das Bewusstsein. Als er wieder zu sich kommt, spricht er davon, das Wesen sei »böse«. Außerdem meint er, es suche definitiv Kontakt, aber dies müsse in seiner Urform geschehen.

Ein neues Phänomen tritt auf: Alle Uhren an Bord laufen immer langsamer, zudem werden alle Personen im Schiff müde und schlafen schließlich ein. Nur die Zellaktivatorträger und Dobrak können dem Dornröschen-Effekt getauften Phänomen vorerst widerstehen. Dobrak konstruiert mit Hilfe des Shetanmargts eine Art Waffe, die er Prytlgzarg nennt und die gegen die illusionären Materialisationen wirken und das Wesen zwingen soll, seine Urform anzunehmen. Schließlich bleiben alle Uhren stehen. Auch die Aktivatorträger mit Ausnahme Rhodans schlafen ein.

Da gibt es eine Überraschung: Rurik Conic ist noch wach! Er weckt Rosy, von der er sich Hilfe erhofft und beide melden sich bei Dobrak. Es zeigt sich, dass Rurik Conic eine Art unbewusstes Abwehrfeld gegen den Dornröschen-Effekt projiziert, das eine Person schützen kann. Auf diese Art kann Rhodan – auch er ist inzwischen dem Effekt erlegen – geweckt werden. Das Shetanmargt analysiert, dass das Wesen ursprünglich von etwas, das ihm bekannt war, zur SOL gelockt wurde, sein Ziel jetzt aber Rurik Conic sein muss. Außerdem weist es darauf hin, dass alle Personen an Bord der SOL vom Tode bedroht sind.

Jetzt schläft auch das Bioplasma SENECAS ein und das Notprogramm BIO-OFF wird aktiviert, um den rein positronischen Betrieb zu ermöglichen. Dobrak setzt das Prytlgzarg ein, als wieder eine Manifestation erfolgt. Einige Zeit darauf erscheint offenbar die Urform des unbekannten Wesens, ein versteinertes Gehirn von etwa einem halben Meter Durchmesser. Die Speicher SENECAS enthalten keine Hinweise auf ein derartiges Gehirn, aber als Rhodan wieder geweckt wird, identifiziert er es sofort als ein Pehrtus-Gehirn, wie er es in der Galaxie Naupaum angetroffen hatte. Ein Energieschuss auf das Gehirn bleibt wirkungslos.

Tatsächlich ist dies die Urform der Pehrtus, denn diese Wesen entwickelten sich auf einem Sonderweg der Evolution. Zunächst Einzelzellen, wurden sie zu komplexeren Verbänden, die ihre Heimatwelt Materie fressend durchstreiften. Schließlich begannen sie sich gegenseitig zu verschlingen und dabei den jeweils Schwächeren zu assimilieren. Am Ende der Entwicklung stand ein riesiges Kollektivgehirn, das sich aus rationalen Erwägungen wieder in mehrere Gehirne aufteilte. Die Pehrtus hatten niemals andere Körper. Als sie in Kontakt mit Raumfahrern aus dem Volk der Yulocs kamen, integrierten sie diese gnadenlos und es kam zu einem lange währenden Vernichtungskrieg. Schließlich konnten die Yulocs diesen Krieg mit Hilfe mentaler Kräfte für sich entscheiden und nur einige wenige versteinerte Pehrtusgehirne blieben zurück. Das Kollektivwesen floh in die Weite des Universums. Als dann eines der Gehirne Rhodan begegnete, gelangte diese Information zu ihm und führte es zur SOL. Dort aber fand sich ein noch besser geeignet erscheinendes Integrationsobjekt: Rurik Conic.

Dobrak setzt ein anderes keloskisches Gerät, ein Uchzplar, ein, um das Gehirn zu aktivieren. Das Gehirn sendet aber sofort Selbstmordimpulse aus, es will alle störenden Personen aus dem Weg räumen, damit es Rurik Conic integrieren kann. Es dringt in dessen Geist ein, doch unerwartet stößt es auf Widerstand. Rurik Conic kämpft ein mentales Duell, bei dem er intuitiv die positiven Gefühle Rosy Breuers dazu heranzieht, sich zu stärken. Er selbst bedient sich des Uchzplar und kann das körperliche Gehirn vernichten. Dann löst sich sein eigener Körper auf und er nimmt nur noch kurz Abschied von Rosy Breuer.

Rurik Conic erweist sich als dem Pehrtus-Wesen überlegen. Er wird nicht integriert, sondern wird der dominierende Teil eines neu entstandenen, positiv geprägten Geistwesens.

Die grüne Wolke besteht nicht mehr. Die Crew der SOL erwacht und der Flug kann weitergehen.

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Günther Drach
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Re: Klassiker - Der Aphilie-Zyklus (PR 700-799)

Beitrag von Günther Drach »

Heiko Langhans hat geschrieben:Um den 9. September 1977, etwa zeitgleich mit PR 837 und Atlan 310, erschien der 171. Band der PERRY RHODAN-Planetenromane:

Peter Griese: Das Erbe der Pehrtus
Ich erinnere mich mit Grausen an die angebliche Entstehungsgeschichte/"Evolution" der Pehrtus. Riesige Gehirne, die alles verschlingend über Kontinente wandern ... Brr. Wirklich keine Sternstunde Grieses. Passte in meinen Augen auch nicht zu den Informationen im Gehirnodyssee-Subzyklus.
Ziemlicher PR-Trash.
Fairy tales do not give the child his first idea of bogey. What fairy tales give the child is his first clear idea of the possible defeat of bogey. The baby has known the dragon intimately ever since he had an imagination. What the fairy tale provides for him is a St. George to kill the dragon.
― G.K. Chesterton

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Re: Klassiker - Der Aphilie-Zyklus (PR 700-799)

Beitrag von Thora_da_Zoltral »

Dem kann ich mich nur anschließen. ist eines der wenigen Negativ-Beispiele, wie man interessante Themen nicht nochmals aufgreifen sollte.
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dandelion
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Re: Klassiker - Der Aphilie-Zyklus (PR 700-799)

Beitrag von dandelion »

Mit den Untertiteln ist das halt so eine Sache. Sie sollen informativ sein, Spannung erzeugen, aber natürlich auch nicht zu viel vom Inhalt verraten. Das ist nicht so einfach und gelingt demgemäß nicht immer. Aber Formulierungen vermeiden, die unfreiwillig komisch sind, sollte schon möglich sein.

"... in den Fesseln der Grünen Null".

Das lädt Nicht-Rhodanisten zur Häme direkt ein. Hat ungefähr die gleiche Qualität wie "Angriff der Killertomaten" und ähnlicher Quark.
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Thora_da_Zoltral
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Re: Klassiker - Der Aphilie-Zyklus (PR 700-799)

Beitrag von Thora_da_Zoltral »

Passende Untertitel zu finden ist wirklich schwierig. Hier die Banance zu finden ist eine Gratwanderung, die leider nicht immer gelingt. Bei diesem TB hier gut gemeint, aber "etwas" verfehlt.
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Re: Klassiker - Der Aphilie-Zyklus (PR 700-799)

Beitrag von Gowron »

Mich würde interessieren, ob dieser Thread als "Bardioc" (PR 800-867) fortgeführt wird.
Ich habe mittlerweile weitergelesen und vielleicht gibt's ja den ein oder anderen Mitleser.

Der Zyklus fängt auch ganz gut an. Heft 800 "Die Kaiserin von Therm" ist so eine Lebensgeschichte von einem Überwesen, wie es sie ja auch heute noch ab und zu in der Serie gibt. Im Vergleich sehr gut gelungen, finde ich! Der Roman erschien auch als Goldedition, ausgesucht als einer der 20. besten Romane (Platz 17). Zu Recht!

Heft 801 "Sirenen des Alls" war ebenfalls gut gelungen und bei Heft 802 "Planet der toten Kinder" habe ich mich über das Cover gefreut: Ich mag René Magritte und hier wurden gleich 2 Gemälde von ihm eingebaut. :D :st:

Aber dazu vielleicht mehr in einem eigenen Thread?!?
Heiko Langhans
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Re: Klassiker - Der Aphilie-Zyklus (PR 700-799)

Beitrag von Heiko Langhans »

Eine Einleitung ist in Vorbereitung B-)
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Re: Klassiker - Der Aphilie-Zyklus (PR 700-799)

Beitrag von Thora_da_Zoltral »

Das hört sich gut an, denn den Groß-Zyklus bis Band 999 schätze ich sehr. Damit stehe ich gewiß nicht alleine da.
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Richard
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Re: Klassiker - Der Aphilie-Zyklus (PR 700-799)

Beitrag von Richard »

Jein: einerseits stellt für mich das PR Geschehen von Band 700 bis 999 sowas wie das "Golden Age" der PR Serie dar.
Andererseits gab es da auch Teilzyklen, die ich nicht so toll fand (zb die Story rund um Boyt Margor oder auch - wie schon im entsprechenden Thread erwaehnt die Endphase des Kosmischen Burgen Zyklusses, als Dinge wie "Hordeninstink" und "Ritterwissen" meiner Ansicht nach etwas überbetont wurden). Auch die Stories um diese Feinsprecherei hatte seine Längen ....
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HOT
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Re: Klassiker - Der Aphilie-Zyklus (PR 700-799)

Beitrag von HOT »

Es ist nicht immer alles super zwischen 800 und (bisher) 961, aber trotzdem sehr empfehlenswert. Lese seit dem Konzil-Zyklus über ca. 5 Jahren daran.
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Thora_da_Zoltral
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Re: Klassiker - Der Aphilie-Zyklus (PR 700-799)

Beitrag von Thora_da_Zoltral »

Für mich gab es von 650 bis 999 fast keine Aussetzer. Gut, das mit den Feinsprechern war etwas in die Länge gezogen. Für damalige Verhältnisse war es jedoch etwas Neues. Dieser Großzyklus begründete im Übrigen auch unser aller Liebling, das Fernraumschiff SOL, das später immre mal wieder auftauchen sollte, auch weit nach Band 1000.
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Richard
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Re: Klassiker - Der Aphilie-Zyklus (PR 700-799)

Beitrag von Richard »

Nun, fuer mich ging der "eigentliche" Charakter der SOL mit der Rückführung in die Handlung in Band 1950 verloren.
Aktuell wuerde es mir wenig bis gar nichts ausmachen, wenn man auch diese fliegende Hantel mal entsorgen wuerde.

MIr waere lieber gewesen, man haette die BASIS als Fernraumschiff in der Handlung behalten, haette mE. aus rein logistischer Sicht mehr Sinn gemacht.
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Thora_da_Zoltral
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Re: Klassiker - Der Aphilie-Zyklus (PR 700-799)

Beitrag von Thora_da_Zoltral »

Die BASIS hätte natürlich auch ein besseres Schicksal verdient, aber dann auch die CREST III, die MARCO POLO, die THEODERICH usw. usf.

Ich jedenfalls bin froh, dass es die SOL immer mal wieder schafft, erwähnt zu werden. Es ist das Schiff in der Serie mit der wohl längsten History auf Seiten der Terraner.
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Re: Klassiker - Der Aphilie-Zyklus (PR 700-799)

Beitrag von Mehathor »

Wie ich sehe, habe ich die Lektüre des Aphilie-Zyklus einige Monate zu spät angefangen. Die meisten Fans sind da schon Hunderte von Heften weiter... :-= Mein momentaner Stand ist PR 707. Tja, was soll ich dazu sagen - nach 7 Romanen, die 1974-75 erschienen, finde ich die Story von damals besser als die aktuelle Handlung der 1. Auflage. Eigentlich ist das gar nicht so lustig und ich hoffe, dass mir der neue Zyklus ab 2900 mehr Spaß machen wird.
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Re: Klassiker - Der Aphilie-Zyklus (PR 700-799)

Beitrag von cc-zeitlos »

Halte ruhig dem Zyklus ab 2900 die Stange, denn manche Zyklen brauchen erfahrungsgemäß einige Bände, bis sie so richtig Fahrt aufnehmen.

Dass Dir der Aphilie-Zyklus so gut gefällt, das adelt ihn nur noch mehr, denn er ist einer der besten der ganzen PR-Geschichte. Und ich kenne die Serie von Anfang an, weiß also, wovon ich rede. :D

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Re: Klassiker - Der Aphilie-Zyklus (PR 700-799)

Beitrag von Richard »

Ich denke, es gibt auch genug Leute, die den Aphiliezyklus nicht so toll fanden - v.a. wohl auch, weil deren "geliebtes" SI da in Brueche lag.

Die Grundidee des Aphiliezyklusses war jedenfalls in der PR Serie neu und man musste sich wohl erstmals damit auseinanersetzen, dass die Mehrheit der Terranern sozusagen "zu den Boesen" zaehlten - wenngleich auch unfreiwillig.
Und - zumindest fuer kurze Zeit (in Heften gemessen) - war Bully mal Staatschef - ein Novum in der PR Serie bis dahin.
cold25
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Re: Klassiker - Der Aphilie-Zyklus (PR 700-799)

Beitrag von cold25 »

Richard hat geschrieben:Ich denke, es gibt auch genug Leute, die den Aphiliezyklus nicht so toll fanden - v.a. wohl auch, weil deren "geliebtes" SI da in Brueche lag.
Genau das empfand ich dagegen als aufregend. Es war düster, zeitweise hoffnungslos. Die Erde in einer völlig fremden Galaxis. Als ob das nicht schon schlimm genug wäre: die Menschheit durch die fremde Sonneneinstrahlung ihrer Merkmale und Grundzüge beraubt.
just READING:

908 William Voltz - Aura des Friedens
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