Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Unvergessene Abenteuer, legendäre Zyklen - nachgelesen und neu diskutiert.
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MHR
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von MHR »

dandelion hat geschrieben: Im PR-TB 206- Die Energiefalle geht es auch um dieses Thema und da sagt Reginald Bull, daß man mit den Zellduschen nicht immer 62 Jahre gewartet hat. Steht so in der Zusammenfassung der PP, ich habe das TB nicht. Also ist der Sachverhalt auch offiziell bestätigt. ;)
Du meinst diese Stelle:


Kann man nichts unternehmen, gar nichts?“
„Uns sind die Hände gebunden“, sagte der Wissenschaftler, der wegen seines Ranges für die Wissenschaft des Imperiums die Zelldusche auf dem Planeten Wanderer erhielt, die ihn relativ unsterblich machte. „Da fällt mir übrigens etwas ein“, sagte Arno Kalup plötzlich. Er trat nahe zu Reginald Bull. „Wann ist bei Ihnen die nächste Zelldusche fällig?“
„Das habe ich nicht so genau im Kopf“, sagte Reginald Bull. „Wir halten den exakten Abstand von zweiundsechzig Jahren nicht immer ein. Ich bin glaube ich, in zwei bis drei Monaten wieder fällig.“
„Ich ebenfalls“, sagte Arno Kalup. „Und das gilt auch für eine Reihe anderer Mitarbeiter. Sie erinnern sich, daß wir immer wieder gemeinsam nach Wanderer geflogen sind, um Zeit zu sparen, auch wenn ein paar von uns noch gar nicht an der Reihe waren.“
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dandelion
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von dandelion »

Ich nehme an, daß dies die bewußte Passage ist. Danke für das Zitat.

Diesmal hat Bull allerdings entgegen den sonstigen Gepflogenheiten sehr lange gewartet, wenn nur noch zwei bis drei Monate zur Verfügung stehen.
Ich kann mir vorstellen, daß im Normalfall 1-2 Jahre vor Ablauf der 62 Jahre die Zelldusche wiederholt wurde. 5 - 10 Jahre vorher, halte ich für wenig glaubhaft und effektiv. Da dies aber zu weiteren wenig ergiebigen Rechenbeispielen führt, nehme ich einfach als gegeben an, daß Bull 2326 an der Reihe war.
Heiko Langhans
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Heiko Langhans »

Am 4. September 1964 erschien der 157. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

Clark Darlton: Explorer in Not

Bild

Handlung
Die EX-3218 mit Kommandant Jak Schonepal fliegt am 1. August 2326 Zannmalon, den zweiten Planeten des Systems EX-Zannma an, welches 12.212 Lichtjahre von Terra entfernt am Rand der Milchstraße liegt. Beim Anflug des erdähnlichen Planeten werden von der Funkstation unerklärliche halborganische Impulse gemeldet, die von Materiestrahlungen überlagert sind. Als die Expedition auf Zannmalon landet, entdeckt sie außerdem ein künstlich angelegtes Höhlensystem in einer Bergkette.

In einer größeren Höhle entdeckt ein Einsatzkommando den ersten Schreckwurm, der tot vor einer fremden Maschine liegt. In weiteren Höhlen finden die Wissenschaftler hunderte Eier des Schreckwurms, erkennen diese aber nicht als solche und nehmen circa 30 Stück mit aufs Schiff, um sie zu untersuchen. Wie der Schreckwurm selbst erweisen sich die Eier als unzerstörbar.

Als am 3. August das Gravestog-Gerät zur Tätigkeit angeregt wird, da Lemy Danger einen Zellaktivator vernichtete, schlüpfen die Hornschrecken aus ihren Eiern. Die Mannschaft der EX-3218 sowie ein Einsatzkommando werden von den äußerst aggressiven Hornschrecken überrascht, die alles mit ihrer Schrecksäure auflösen und fressen. Da sich die Hornschrecken atemberaubend schnell teilen, verlässt die Besatzung des Explorers panikartig das Schiff mit Fluggleitern. Es gelingt ihnen danach noch, einen Funkspruch abzusetzen, in dem sie vor der neuen Gefahr warnen. Mittlerweile ist vom Raumschiff nur noch ein kleiner Hügel vorhanden, und über 150 Personen haben den Angriff nicht überlebt.

Die Überlebenden ziehen sich auf eine südliche Insel zurück, da die Hornschrecken nur langsam das Meer überqueren. Der erste Ansturm kann abgewehrt werden. Allerdings wird per Zufall eine Hornschrecke versteckt in einem Medizinkoffer entdeckt. Man macht sich daher Gedanken über die Intelligenz dieser Geschöpfe. Inzwischen empfangen die Überlebenden eine Bestätigungsnachricht und hören, dass sich Perry Rhodan mit der ASSOR auf dem Weg befindet.

Trotz erbitterter Gegenwehr müssen die Terraner die Insel räumen und landen auf dem Südkontinent des Planeten. Dort werden sie von Rhodan abgeholt und weggebracht. Zannmalon wird seinem Schicksal überlassen und nicht zerstört, da weitere Untersuchungen wichtige Resultate bringen könnten. Die erste Zusammenkunft mit den Hornschrecken lässt die weitere Gefahr erahnen.

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Kardec
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Kardec »

Das war -von meinem Schulfreund Gerhard mit geliehenen Bänden animiert- mein Einstieg zum regelmäßigen Lesen der Serie.
Von da an hab ich parallel PR am Kiosk gekauft. Erster "regulärer" Band war 199 "Arkons Ende".
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dandelion
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von dandelion »

War bestimmt eine gute Gelegenheit um mit der Serie Bekanntschaft zu schließen. Schon der Untertitel und auch die Informationen im Hauptpersonenkasten („namenloses Grauen“) deuten auf ungewöhnliche Ereignisse hin. Clark Darlton schafft es dann auch über längere Zeit die Spannung zu steigern. Bei jedem Umblättern wartet man darauf, daß die immer bedrohlicher werdende Stimmung endlich Aufklärung erfährt.

Für die Leser des Vorromans wird bald klar, daß die geheimnisvollen Umstände mit Lemy Dangers Schuß auf den Zellaktivator zusammenhängen, nachdem Darlton ständig Datumsangaben mit Hinweisen auf Eysal einstreut. Aber auch nach der Entdeckung des doppelten Schreckens geht es mit der richtigen Portion Dramatik weiter. Die ersten Erfahrungen mit dem „violetten Tod“, der aussichtslose Kampf und das Warten auf die natürlich in letzter Minute eintreffende Rettung sind packend geschildert. Und für den, der es mag, hat auch Gucky noch seinen unvermeidlichen Spaßauftritt.

Für Darlton-Verhältnisse ein rundum gelungener Roman. Ich habe ihn und auch den Folgenden immer wieder mal gern in die Hand genommen
Waringer
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Waringer »

Nr. 157 Explorer in Not:

Eigentlich ein recht schönes Titelbild, das leider aber auch recht wenig mit dem Inhalt zu tun hat. Im Prinzip handelt es sich hierbei um den zweiten Explorer-Roman, d.h. es wird das Abenteuer einer Explorer-Besatzung geschildert. Der erste Explorer-Roman jemals (?) waren die Ereignisse um die EX-2115, Till Leyden und die Entdeckung von Herkules. Andere bekannte Explorer sind später z.B. die EX-8080 oder die EX-2333 unter Vivier Bontainer.

Die EX-3218 um den Kommandanten Jak Schonepal entdeckt auf dem Planeten Zannmanol ein merkwürdiges Höhlensystem mit den Überresten eines wurmartigen Lebewesens, welches aus einem merkwürdigen Material besteht und sich jeder Untersuchung entzieht. Nicht weit davon entfernt werden einige "Schoten" aus demselben Material entdeckt und an Bord des Raumschiffs gebracht. Als sich die Schoten öffnen und sogenannte Hornschrecken schlüpfen, kommt es zur Kastastrophe. Die Hornschrecken versprühen eine Säure, die alles Material angreift. Sie teilen sich in rasanter Folge und sondern ein Sekret ab, welches unzerstörbar scheint. Schiff und Besatzung sind bis auf einen Rest verloren, der in Gleitern flüchtet. Auf einer Insel harren die Flüchtlinge längere Zeit aus, bis die ASSOR unter Perry Rhodan eintrifft, um die Überlebenden aufzunehmen.

Unterhaltsamer Roman mit vielen klassischen Horror-Elementen (Monster, grausame Tode, schlüpfende Aliens, diverse Überraschungen) und leider auch typisch unlogisch handelnden Charakteren. CD schildert die langsam aufziehende Gefahr bis zur Katastrophe aber ansprechend. Ein Roman, der aber auch an einigen Logikfehlern krankt. So wird in der Auseinandersetzung mit den Hornschrecken die Existenz rettender Schutzschirme komplett unterschlagen. Im Nachfolge-Roman wird das nicht besser.


Inoffizieller Zellaktivatorzähler: 19 -1 (zerstört)
Planeten: Haknor, Honur, Impos, Velander II, fünfzehn unbekannte Orte/Planeten

Fundstellen (4. Auflage):
S.11:
"Während Schonepal die Landevorbereitungen anlaufen ließ und nach einem geeigneten Platz Ausschau hielt, suchte er sich seine Leute zusammen. Sorgfältig achtete er darauf, daß keine Frau dabei war. Wenn der Planet ungefährlich war, konnten sie bei der zweiten und dritten Phase dabei sein."

Nikki Frickel hätte geflucht und sich einen Whiskey eingeschenkt.

S.60:
"Das Gedankenmuster war ihm fremd. Die Quelle mußte mehrere Lichtjahre entfernt sein."

Telepathie über mehrere Lichtjahre. Bei CD und Gucky ist alles möglich.
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dandelion
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von dandelion »

Die von heutigen Gepflogenheiten abweichende Rolle der Frauen wird auch später noch betont, als Leutnant Higgins froh ist, daß keine weiblichen Mitglieder zu seiner Besatzung gehören. So ist er in seinen Entscheidungen freier. Wenn nur Männer an Bord sind, kann man sich eben unbeschwerter in Gefahr begeben. So war eben das Rollenverständnis in den frühen 60ern im Allgemeinen und bei Clark Darlton sowieso.

Den in Schonepals Gedanken verkleideten Exkurs über die Tätigkeit der Explorerflotte zu Beginn des Romans fand ich recht gelungen, auch wenn Darlton zeitweise ins von ihm gewohnte Fabulieren (Planet der lebenden Steine usw.) abgleitet. Aber als Einstimmung auf die folgenden Erlebnisse in unbekannten Gefilden passt dieses Kapitel ganz gut.
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Haywood Floyd
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Haywood Floyd »

Eines der geilsten TiBis der Serie und ein Roman, den ich auch heute noch - Jahrzehnte später - sehr gut n Erinnerung habe und als 'saumäßig spannend' und 'unheimlich beängstigend' empfand! :st: :st: :st:
"R - E - D"
Waringer
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Waringer »

dandelion hat geschrieben:Die von heutigen Gepflogenheiten abweichende Rolle der Frauen wird auch später noch betont, als Leutnant Higgins froh ist, daß keine weiblichen Mitglieder zu seiner Besatzung gehören. So ist er in seinen Entscheidungen freier. Wenn nur Männer an Bord sind, kann man sich eben unbeschwerter in Gefahr begeben. So war eben das Rollenverständnis in den frühen 60ern im Allgemeinen und bei Clark Darlton sowieso.
CD war aber auch ein Charmeur. Das kann man auch gut daran belegen, wie sorgsam er Miß Peggins durch die Handlung "schleppt", während links und rechts die Mannschaft ins Gras beißt. Sie tritt sogar noch im Nachfolgeroman auf.
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Hamiller
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Hamiller »

Mal ein richtig böser Darlton-Roman. Was an der Stelle auch notwendig war, um Hornschrecken als ernste Bedrohung einzuführen und meiner Meinung nach gut funktioniert hat.
Quinto
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Quinto »

Ich schließe mich den bisherigen Meinungen zu 157 an. Ganz klar zeigt Darlton hier, dass er sein Handwerk als Heftautor versteht, wenn er nur will. Leider setzte er zu oft andere Schwerpunkte.
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dandelion
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von dandelion »

Waringer hat geschrieben: wie sorgsam er Miß Peggins durch die Handlung "schleppt"
Beim Lesen hatte ich da plötzlich Miss Piggy vor Augen. Da war es mit der Ernsthaftigkeit erst mal vorbei. Dabei hat sich Darlton diesmal mit der Namensgebung erkennbar Mühe gegeben. Das war beileibe nicht immer so.
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Richard
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Richard »

dandelion hat geschrieben:
Waringer hat geschrieben: wie sorgsam er Miß Peggins durch die Handlung "schleppt"
Beim Lesen hatte ich da plötzlich Miss Piggy vor Augen. Da war es mit der Ernsthaftigkeit erst mal vorbei. Dabei hat sich Darlton diesmal mit der Namensgebung erkennbar Mühe gegeben. Das war beileibe nicht immer so.
Nun, fuer die Assoziation mit Miss Piggy konnte CD allerdings nicht: zur Erscheinungszeit des Romans gabs die Muppets noch nicht.
Heiko Langhans
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Heiko Langhans »

Am 11. September 1964 erschien der 158. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

Clark Darlton: Die Geißel der Galaxis

Bild

Handlung
Unkenntnis und Unvorsichtigkeit sowie nicht nachvollziehbare Gründe führen zu einer Invasion der gefürchteten Hornschrecken auf immer mehr Planeten.

Die Überlebenden der EX-3218 und der Ereignisse auf dem Planeten Zannmalon konnten von Perry Rhodan und seinem derzeitigen Superschlachtschiff ASSOR gerettet werden. Leider schmuggelte ein weiterer Überlebender aus verblendeter wissenschaftlicher Neugier eine schlafende Hornschrecke mit an Bord. Nach einiger Zeit erwacht sie und beginnt, sich zu teilen. Schon nach kurzer Zeit sind die sich dauernd teilenden Hornschrecken so zahlreich, dass die ASSOR aufgegeben werden muss. Die Überlebenden der Besatzung entkommen mit der Kaulquappe K-9, und steuern einen Planeten mit für Menschen ausreichender Atmosphäre an, doch auch hier an Bord sind schon Hornschrecken, und auch die Kaulquappe muss evakuiert werden. Um sicher zu gehen, dass bei einem Absturz auf dem Planeten keine einzige Hornschrecke überlebt, lässt Perry Rhodan die Reste seiner Mannschaft mit Raum- bzw. Kampfanzügen und in Schwebepanzern das Schiff evakuieren und stellt die automatische Steuerlenkung des Schiffes auf Kurs zur Sonne.

Während all dieser Zeit konnte rechtzeitig veranlasst werden, dass Notsignale gesendet wurden.

Es stellt sich heraus, dass man eine unbekannte Zivilisation auf etwaigem Stand Terras gegen 1930 erreicht hatte, als sie einem Atomkrieg durch Außerirdische zum Opfer fielen. Aufgrund des atomaren Krieges wird der Planet Hirosha getauft.

Auch finden sie die lebende Fassung des Wesens, das die Überlebenden von Zannmalon schon einmal tot fanden: einen Schreckwurm. Perry beschließt zu versuchen, den Schreckwurm zu töten, um zu verhindern, dass dieser eventuell Hornschrecken gebiert und diese dem Planeten den Rest geben. Dies fordert weitere Opfer unter den Schwebepanzern und deren jeweiligen Besatzungen, und es stellt sich heraus, dass noch nicht einmal durch gebündelte Strahlen von sieben Schwebepanzern der Schreckwurm angekratzt wird. Tatsächlich erhält er Kraft durch die auf ihn verschossenen Energiestrahlen.

Die Überlebenden erhalten Rettung und Unterstützung durch das Schlachtschiff CANTOR, doch auch deren zehn Hauptgeschütze reichen nicht aus. Erst eine K-Bombe kann dem Schreckwurm den Garaus machen. Gucky nimmt als Telepath merkwürdigerweise aber eine Art Schadenfreude während des Todes wahr, kann aber die allzu fremdartigen Gedanken des Schreckwurms nicht anders als vage empathisch wahrnehmen.

Auf Verdacht eines der Überlebenden von Zannmalon suchen sie Höhlen und finden zum einen degenerierte Mutanten, Überlebende der vernichteten Zivilisation, und zum anderen eine ähnliche Maschine wie auf Zannmalon. Zwar wird vermutet, dass diese zur Kontrolle unbekannter Wesen über den Schreckwurm hier versteckt ist, doch aus Vorsicht vor negativen Überraschungen rühren Perry Rhodan und seine Gefolgsleute sie nicht an. Sie entscheiden sich, Hirosha mit der CANTOR zu verlassen, einer gefahrvollen Zukunft entgegen.

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dandelion
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von dandelion »

Ganz so gut wie den Vorgänger hat Darlton diesen Roman doch nicht hinbekommen. War auch schwieriger, denn der Schrecken ist ja bekannt, von nun an geht es um die Hintergründe.

Der Beginn hat aber noch die Dramatik des letzten Heftes. Über all die Jahre ist mir daraus die Szene im Gedächtnis geblieben, in der die beiden letzten Überlebenden des Stützpunktes auf Amazon ihre Strahler umklammern, um auf den Grund des Flusses gezogen zu werden. Ich weiß nicht, ob so etwas im Tod überhaupt möglich ist, aber das hat damals sogar einen Freund beeindruckt, der ansonsten mit Rhodan oder SF nichts am Hut hatte. Als Jugendlicher ist man (oder war man, vielleicht ist es heutzutage anders) für Pathos eben sehr empfänglich.
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Heiko Langhans »

Einer jener Rmane aus den ersten etwa zehn Jahren, die auf einem durch Atomkrieg verseuchten Planeten spielen - einerseits als interessanter (und bewährter) Hintergrund, andererseits als Warnung.

Umweltzerstörte Planeten waren im vergleich seltener. Einen Planeten im Endstadium eines Klimawandels vermisse ich noch. Hat die ohnehin minimale politische Komponente so sehr nachgelassen?
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Richard
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Richard »

Heiko Langhans hat geschrieben:Einer jener Rmane aus den ersten etwa zehn Jahren, die auf einem durch Atomkrieg verseuchten Planeten spielen - einerseits als interessanter (und bewährter) Hintergrund, andererseits als Warnung.

Umweltzerstörte Planeten waren im vergleich seltener. Einen Planeten im Endstadium eines Klimawandels vermisse ich noch. Hat die ohnehin minimale politische Komponente so sehr nachgelassen?
Ich vermute, dass in der Zeit einfach die Gefahr eines Klimawandels noch laengst nicht so praesent war wie heuzutage.
Selbst in unserer Zeit ist der moeglicherweise stattfindende Klimawandel immer noch sehr umstritten ...
Heiko Langhans
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Heiko Langhans »

Schon klar, ich meinte mit der Umweltthematik auchnicht die ganz alten Romane, sondern die der Voltz-Ära und danach bis heute. Da gibt es wenige "hautnahe" Szenarien - von Naupaum zwischen den Zeilen mal abgesehen.

Und mir ist es ziemlich schnurz, wie man den Effekt nun nennt. Aber alle zwei Jahre eine sog. Jahrhundertflut im deutschen (Um-)Land ist vielleicht ein bisschen viel. Und auch ein Vogel Strauß tut sich schwer, Schlick zu atmen. B-)
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dandelion
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von dandelion »

Heiko Langhans hat geschrieben:Einer jener Rmane aus den ersten etwa zehn Jahren, die auf einem durch Atomkrieg verseuchten Planeten spielen - einerseits als interessanter (und bewährter) Hintergrund, andererseits als Warnung.
Wobei in diesem Fall der Angriff aus dem All kam und die Zerstörungen nicht durch einen planetaren Konflikt verursacht wurden. Ich nehme an, die Übeltäter waren die noch Unbekannten, die das Terrain für die Schreckwürmer vorbereiten wollten. Kann mich nicht mehr erinnern, aber ich nehme an, daß das noch aufgeklärt wird.
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Haywood Floyd
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Haywood Floyd »

Heiko Langhans hat geschrieben:Einer jener Rmane aus den ersten etwa zehn Jahren, die auf einem durch Atomkrieg verseuchten Planeten spielen - einerseits als interessanter (und bewährter) Hintergrund, andererseits als Warnung.

Umweltzerstörte Planeten waren im vergleich seltener. Einen Planeten im Endstadium eines Klimawandels vermisse ich noch. Hat die ohnehin minimale politische Komponente so sehr nachgelassen?
Bitte nicht...!!! - Das ist sowas von abgedroschen: gääääääähn... :muede: :sn: :ciao:

Falls ich tatsächlich moralinsaure Märchen lesen will, greife ich zu Grimms gesammelten Werken! :devil:
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Heiko Langhans »

Hä? Wieso moralinsauer? Oder abgedroschen?

Ein extrapolatives Szenario hat a priori mit keinem der Begriffe etwas zu tun. Und darum geht es in der SF.
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Waringer »

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Nr. 158 Die Geisel der Galaxis: :)

Amüsant, dass anscheinend jemand in der 4. Auflage versucht hat, den Titel zu verschlimmbessern und daraus dann ein "Die Geisel der Galaxis" geworden ist. Gutes Titelbild, besonders diese schräge Perspektive im Filmwesen als "dutch angle" bekannt. Ein ehemaliges Besatzungsmitglied der vernichteten EX-3218, Prof. Nordmann, schmuggelt eine Hornschrecke zu Untersuchungszwecken an Bord der ASSOR. Natürlich bricht diese Hornschrecke aus und vermehrt sich, wodurch in dessen Verlauf die ASSOR und ihre Besatzung von den Hornschrecken überrannt wird. Die ASSOR ist verloren. Mit dem letzten verbliebenen Beiboot, bemannt mit Perry Rhodan und dem Rest der Besatzung, wird ein System angesteuert. Auf diesem Planeten, der anscheinend zerstört wurde, kommt es zu einem Zusammenstreffen mit einem sogenannten Schreckwurm, einer überdimensionalen Hornschrecke. Bei der darauf folgenden Auseinandersetzung wird der Schreckwurm offensichtlich getötet.

Auch in diesem Roman bekommt man wieder alles geboten, was man von Darlton erwartet: Mysterien, Gucky, ein Monster und Lagerfeuerromantik mit Miß Peggins. Darlton liebt Lagerfeuer (und Miß Peggins?). Aber auch dieser Roman ist wieder etwas plotdriven. Abgesehen von dem Nichteinsatz von Schutzschirmen gegen die Hornschrecken, wartet die Besatzung der ASSOR mit dem Aussetzen jeglicher Beiboote, bis dies nicht mehr möglich ist. Unrealistisch. Mit der Konsequenz des Totalverlustes eines Superschlachtschiffs und fast aller Beiboote. Keine Raumschiffsbesatzung würde sich so verhalten. Unter einer unerfahrenen Raumschiffsbesatzung wäre so etwas vielleicht noch plausibel gewesen, aber eher nicht unter jemandem wie Perry Rhodan - jedenfalls nicht so wie er sonst beschrieben wurde. Ansonsten schildert CD die Handlung leidlich spannend, auch wenn er dabei auf einige Klischees, wie den heimlich handelnden Professor, zurückgreift, um die Katastrophe auszulösen. Zumindest die Hornschrecken wurden in die Handlung eingeführt.


Inoffizieller Zellaktivatorzähler: 19 -1 (zerstört)
Planeten: Haknor, Honur, Impos, Velander II, fünfzehn unbekannte Orte/Planeten

Fundstellen (4. Auflage):
S.34:
"Die darauf abgebildeten Wesen waren Humanoiden, wahrscheinlich Abkömmlinge von frühen Arkoniden. Sie hatten sich auf Hirosha selbstständig entwickelt, die Atomenergie wiederentdeckt und sich dann gegenseitig vernichtet. Immer wieder war es die gleiche Geschichte. Es gab nichts Unvernünftigeres als ein vernunftbegabtes Wesen."

S. 36:
""Mein Gefühl sagt mir, daß Gucky Recht hat. Ganz abgesehen von der Tatsache, daß eine derartige Atomtechnik auf dieser Welt unwahrscheinlich erscheint, hätte eine Vernichtung nicht derart total sein können. Wenigstens eine der beiden Parteien hätte überlebt, denn es wurde ja nicht der Planet an sich vernichtet oder unbewohnbar gemacht. Alles erweckte den Eindruck, als sei noch jemand dagewesen. der nach der Katastrophe systematisch alle Überlebenden getötet habe. Wenn dem aber so war, wo ist nun jener , der es tat? Er ist nicht mehr hier, also kam er auch nicht von hier. Gucky hat recht. Der Zerstörer kam aus dem Weltrraum.""
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dandelion
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von dandelion »

Waringer hat geschrieben:
Nr. 158 Die Geisel der Galaxis: :)

Amüsant, dass anscheinend jemand in der 4. Auflage versucht hat, den Titel zu verschlimmbessern und daraus dann ein "Die Geisel der Galaxis" geworden ist.
Das ist lustig. Da war wohl jemand am Werk, der vom Inhalt keine Ahnung hatte. In der 5. Auflage wurde aus der Geisel wieder eine Geißel, dafür war das Titelbild spiegelverkehrt. Dabei wurde aus dem Rechtshänder, der im Original den Strahler auf der linken Seite trägt ein Linkshänder mit Waffe auf der rechten Körperseite. Aber das Bild ist eindrucksvoll, Mensch und Bestie in unmittelbarem Kontakt. War sicher ein Kaufanreiz.
Waringer
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Waringer »

dandelion hat geschrieben: Das ist lustig. Da war wohl jemand am Werk, der vom Inhalt keine Ahnung hatte. In der 5. Auflage wurde aus der Geisel wieder eine Geißel, dafür war das Titelbild spiegelverkehrt. Dabei wurde aus dem Rechtshänder, der im Original den Strahler auf der linken Seite trägt ein Linkshänder mit Waffe auf der rechten Körperseite.
Hm, ja, da sind wohl einige Unfälle passiert. Das ungewöhnlichste Heft, das ich besitze, ist die Nr.6 Das Mutantenkorps in der 3. Auflage. Der Roman ist im Innenteil ein Original der 1. Auflage bzw. Nachdruck (Schriftsatz, Kopfzeile, Impressum) von 1961. Nur das Cover bzw. die Umschlagseite stammt von der 3. Auflage (Balken neue überarbeitete 3. Auflage).
dandelion hat geschrieben: Aber das Bild ist eindrucksvoll, Mensch und Bestie in unmittelbarem Kontakt. War sicher ein Kaufanreiz.
Die Roman-Titelbilder waren zu Beginn am Kiosk sicherlich ein Blickfang und Kaufgrund, später immer weniger.
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Faktor10
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Faktor10 »

Bei den heutigen Bildern kein wunder. Zumindest sehr oft. :st:
Unbelehrbarer Altleser.Allem Neuen aber aufgeschlossen. Leider mit ausgeprägter Rechtschreibschwäche.
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