Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Unvergessene Abenteuer, legendäre Zyklen - nachgelesen und neu diskutiert.
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Waringer
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Waringer »

Faktor10 hat geschrieben:Bei den heutigen Bildern kein wunder. Zumindest sehr oft. :st:
Ich denke, die heutigen Zeichner sind auch ganz exzellent und von den Inhalten oft wesentlich näher dran als z.B. der späte Bruck. Ich habe mehr an die Problematik gedacht, dass es immer schwieriger wird, in der Auslage aufzufallen bzw. Aufsehen zu erregen. Früher an den Kiosken fielen solche Romane einfach mehr auf, weil sie mehr oder weniger einzigartig waren. Für jemanden, der ein Ebook kauft, für den dürfte das Titelbild fast keine Rolle mehr spielen. Impulskäufe über ein schönes Titelbild sollten in diesem Bereich eher unwahrscheinlich sein.
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Richard
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Richard »

Waringer hat geschrieben:
Faktor10 hat geschrieben:Bei den heutigen Bildern kein wunder. Zumindest sehr oft. :st:
Ich denke, die heutigen Zeichner sind auch ganz exzellent und von den Inhalten oft wesentlich näher dran als z.B. der späte Bruck. Ich habe mehr an die Problematik gedacht, dass es immer schwieriger wird, in der Auslage aufzufallen bzw. Aufsehen zu erregen. Früher an den Kiosken fielen solche Romane einfach mehr auf, weil sie mehr oder weniger einzigartig waren. Für jemanden, der ein Ebook kauft, für den dürfte das Titelbild fast keine Rolle mehr spielen. Impulskäufe über ein schönes Titelbild sollten in diesem Bereich eher unwahrscheinlich sein.
Ich glaube, dass bei Impulskaeufen schon eine Bandnumer wie zB 2768 auch ein wenig abschreckend wirkt.
Stimmt natuerlich, mir als eBook Leser ist das Tibi relativ egal. Aber als Stammleser waren die TiBis auch nicht mehr ausschlaggebend, dass ich mir einen Roman gekauft habe oder nicht.

Johnny Bruck hat im Laufe der Jahrzehnte wohl TiBis unterschiedlicher Qualitaet abgeliefert und auch teilweise waren die Darstellungen durchaus am Inhalt nahe drann, teilweise war kein direkter Konnex zum Inhalt erkennbar. Vielleicht hatte er auch in der Hinsicht mehr Freiheiten als seine aktuellen Nachfolger.
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dandelion
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von dandelion »

Bei ebooks dürfte es kaum Gelegenheits- oder Spontankäufer geben. Das vermindert auch die Berechtigung von gut gemachten Titelbildern, die bei gedruckten Heftromanen sicher für zusätzliche Käufer gesorgt haben.
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Richard
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Richard »

dandelion hat geschrieben:Bei ebooks dürfte es kaum Gelegenheits- oder Spontankäufer geben. Das vermindert auch die Berechtigung von gut gemachten Titelbildern, die bei gedruckten Heftromanen sicher für zusätzliche Käufer gesorgt haben.
Ich glaube, dass das mit den Spontankaeufen aufgrund der Titelbilder auch kaum mehr ins Gewicht faellt.

Und ja, ich denke ebenso, dass bei eBooks hoechstens mal ein Gratisdownload jemand einen PR runterladet, der bisher noch nie was von der Serie gehoert hat.
Allerdings werden bei den ebooks ebenso die TiBis angezeigt - sprich ganz umsonst ist ein TiBi dort auch nicht.
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dandelion
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von dandelion »

Richard hat geschrieben: Allerdings werden bei den ebooks ebenso die TiBis angezeigt - sprich ganz umsonst ist ein TiBi dort auch nicht.
Auch ein ebook braucht ein Titelbild. Allerdings kommen die Bilder dort kaum zur Geltung. Insofern befürchte ich, daß die Entwicklung zu weniger qualitätsvollen (und damit billigeren) Bildern führt. Fände ich schade, denn den optischen Anreiz habe ich immer sehr geschätzt. Auch bei Western, Krimis oder den Seewölfen, auch wenn ich die kaum gelesen habe.
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Waringer »

dandelion hat geschrieben: Auch ein ebook braucht ein Titelbild. Allerdings kommen die Bilder dort kaum zur Geltung. Insofern befürchte ich, daß die Entwicklung zu weniger qualitätsvollen (und damit billigeren) Bildern führt. Fände ich schade, denn den optischen Anreiz habe ich immer sehr geschätzt. Auch bei Western, Krimis oder den Seewölfen, auch wenn ich die kaum gelesen habe.
Ein gutes Titelbild trägt sicherlich zur Wertigkeit des "Produktes" bei und sollte in diesem Sinne beibehalten werden.
Es ist halt auch oft die Verpackung, die zählt... B-)
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Heiko Langhans »

Heute vor 50 Jahren, am Freitag, dem 18. September 1964, erschien der 159. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

Kurt Brand: Gucky, der Großwildjäger

Bild

Kurzzusammenfassung
Auf dem Planeten Nytet soll ein Schreckwurm eingefangen werden, die Leitung dieser Operation wird Gucky übertragen. Zusammen mit einem Großwildjäger plant er, Netzfallen dafür zu verwenden, die er und die beiden anderen Teleporter auf den Schreckwurm fallen lassen; und zwar so lange, bis der Schreckwurm sie nicht mehr zerstrahlen kann. Durch einen Fehler Perry Rhodans scheitert die Operation allerdings, als sich mehrere mysteriöse Schiffe nähern und der Schreckwurm sich und das ihn transportierende Raumschiff zerstört. Gucky äußert aufgrund seiner Beobachtungen während dieser Operation den Verdacht, dass die Schreckwürmer intelligent sind.

Handlung
Auch Fragmentraumer der nunmehr befreundeten Posbis werden von Perry Rhodan eingesetzt, um fest zu stellen, welche Planeten noch von den Hornschrecken befallen wurden. Der Planet Nytet gehört zu den derzeit 276 verlorenen Planeten. Hier kann der Posbi-Fragmentraumer BOX-394 außerdem noch einen formlosen Flugkörper mit völlig ungeometrischer Figur und etwa dreihundert Meter Durchmesser orten. Das Schiff hat zahllose Einbuchtungen und Vorsprünge, konvex und konkav gebogene Oberflächen und eine an allen Stellen unebene Oberfläche.

Das Schiff zerstört den Fragmentraumer und kann unerkannt entkommen. Es wurde aber noch gemeldet, dass es den Anschein hat, dass das Schiff etwas auf dem Planeten angeliefert oder abgeholt hat. Perry Rhodan fliegt sofort mit seinem neuen Flaggschiff, der TUDOR, und einem großen Verband an Explorern, Fragmentraumer und Schlachtschiffen dorthin. Als sie Nytet untersuchen, müssen sie feststellen, dass es weder Hornschrecken noch deren merkwürdige Absonderung auf dem Planeten gibt. Dafür fangen die Schiffe drei individuelle Hyperfunkimpulse auf. Es stellt sich heraus, dass nun auf dem Planeten drei Schreckwürmer existieren und die Hyperfunkimpulse von ihnen versandt werden.

Als einige Versuche Rhodans misslingen – sogar mithilfe der Posbis – beauftragt er den Mausbiber Gucky, aufgrund dessen vorlauten Geredes, mit der Gefangennahme eines solchen Schreckwurms. Gucky, zunächst verärgert, dass Perry ihn in so eine Lage gebracht hat, macht sich umgehend ans Werk, das Unmögliche möglich zu machen. Hierbei konfisziert er sogar kurzfristig ein Explorerschiff, um alle erhältlichen Terkonitnetze mit neuesten Schließmechanismen von einem Planeten aus dem benachbarten Lal-System zu besorgen.

Hiernach trainiert er die von ihm erdachte Vorgehensweise mit den Netzen mit seinen Kollegen aus dem Mutantenkorps Ras Tschubai, Tako Kakuta und Tama Yokida. Dann wird der Fangplan realisiert:

Die Schlachtschiffe grenzen mit ihren Strahlern ein Gebiet ein, aus dem der Schreckwurm nicht heraus kann, da sie aus dem Erdboden ein breites Flächenfeld aus Magma erzeugen. Dann springen Hunderte von Kampfrobotern ab, welche den Wurm nur davon ablenken sollen, dass ein Terkonitnetz nach dem anderen auf ihn geworfen wird. Mit vielen Schwierigkeiten gelingt dieser Plan, wobei ein Versuch Guckys, den Schreckwurm mithilfe von Telekinese zu bewegen, dazu führt, dass die Kraft zu ihm zurückgeworfen wird und er sich so praktisch selbst bewusstlos schlägt, was natürlich besonders kraftraubend ist.

Zwischenzeitlich tauchen 38 der mysteriösen Raumer auf, welche der Schreckwurm mit seinen Hyperfunkimpulsen wohl zu Hilfe gerufen hat. Diese zerstören mit wenig Problemen sogar Fragmentraumer.

Als der Wurm keine Chance mehr sieht zu entkommen, begeht er Selbstmord, indem er sich selbst in einer ungeheuren Explosion in die Luft sprengt und hierbei die TUDOR so stark beschädigt, dass das Schiff aufgegeben werden muss. Daraufhin drehen die feindlichen Schiffe ab und verschwinden genauso spurlos im Hyperraum, wie sie gekommen sind.

---
Der obige Text wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
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dandelion
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von dandelion »

Die Unbekannten werden gesichtet, oder zumindest ihre Raumschiffe. Die Schiffe sind unzerstörbar, haben "erstaunlich hohe Beschleunigungswerte" und durchbrechen die "starken Schutzschirme" eines Fragmentraumers mit dem ersten Schuß. Ich glaube, das wurde später anders geschildert.

Kurt Brands Rhodan wirkt seltsam fremd. Er ist irgendwie unwirsch, hat eine "barsche" Stimme und schnell wird ihm manche Sache "zu dumm". Er ist hier wirklich der eher unsympathische "Chef", als der er dauernd tituliert wird. Gefällt mir gar nicht, wie auch der gesamte Roman nicht zu Jubelstürmen Anlass gibt.
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Maxvorstadt
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Maxvorstadt »

Hach ja, die Schreckwürmer. Ich hab sie toll gefunden. Schade dass die aus der Serie entfernt wurden, so eine Rede des Schreckwurmabgeordneten im Galaktikum hat doch was! :lol:
Seltsam? Aber so steht es geschrieben....

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Waringer
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Waringer »

Nr. 159 Gucky der Großwildjäger:

Eher trashiges, wenig detailliertes Titelbild. Kugelraumer ohne Wulst. Während Till Leyden auf Impos forscht, breitet sich in der Galaxis die Gefahr der Hornschrecken aus. Immer mehr Planeten werden von Hornschrecken befallen und damit verwüstet. Ingesamt mehr als zweihundert Planeten sollen schon befallen sein. Ein Posbiraumschiff, die Box-394, wird von einem unbekannten, scheinbar unzerstörbaren Raumschiff abgeschossen. Man beschließt einen Schreckwurm zu fangen, um ihn genauer untersuchen zu können. Wer anders als Gucky käme für die Leitung einer solchen Aufgabe in Frage? Nach kurzer Vorbereitungszeit, die hauptsächlich der Organisation geeigneter Netze dient, wird der Versuch auf Nytet gestartet. Unter dem Einsatz verschiedener Mutanten gelingt es schließlich, den Schreckwurm mit einem Terkonitstahlnetz zu fixieren. Im Endeffekt geht die Aktion aber schief, weil der Schreckwurm sich mitsamt der ASSOR in die Luft sprengt. Nach der TUDOR wurde damit das nächste Superschlachtschiff geschrottet.

Eigentlich hätte man bei dem Titel einen Darlton erwartet. Ist aber nicht so. Die Schilderung Guckys steht der von Darlton in nichts nach. Im Prinzip, denke ich, kein schlechter Roman, der hauptsächlich durch viele kleine Details auffällt, die Kurt Brand sich ausgedacht hat, um dem Roman Tiefe zu geben. Und wie es eben ist, liegt er hin und wieder mit den Details richtig und manchmal nicht. Die Schilderung von Rhodans Tagesgeschäft zu Beginn mit den Meldungen Nathans ist zumindest interessant. Zusammen mit der Nr. 150 findet man hier auch einige der ersten Erwähnungen von Terkonit.


Fundstellen (4. Auflage):
S.11:
"In einem Zeitraum von mehr als hundert Jahren hatten wissenschaftliche Teams die Archive der ehemaligen Arkonwelten gesichert und zum Teil die Originalunterlagen, zum Teil Kopien nach Terrania geschafft. Kein einziges Kartenwerk, und war es noch so alt oder unvollendet, war ihnen entgangen."

Hoch interessantes und plausibles Detail. Die Terraner haben also über mehr als hundert Jahre im großen Stil nach der Bildung des Zweiten Imperiums arkonidische Original-Unterlagen entwendet und ins Solsystem gebracht. Gute Idee von Kurt Brand so etwas anzuführen. Waren darunter nur Karten oder wurden auch technische Unterlagen, Forschungsergebnisse etc. "gesichert". Ob die Arkoniden dieses "Beutegut" jemals wieder zurückgefordert haben? Bostich?

S. 13:
"Auf weniger als dreitausend Kilometern Distanz trugen zwei furchtbare Transformstrahlen die Sprengladungen genau ins Ziel. auf einen winzigen Fleck, der nur dreihundert Meter Durchmesser besaß, entwickelte sich rapid eine Energie von 2000 Gigatonnen TNT.
Wo sich gerade noch ein formloses Raumschiff befunden hatte, stand nun eine grelle Sonne, die Licht und Energie nach allen Seiten versprühte."

S. 27:
"Der Plasmakommandant in der BOX-45 mußte in diesem Augenblick einem Transformturm Feuererlaubnis gegeben haben,ohne vorher Rhodan nachzufragen.
Ein gigantischer Geschützturm spie einen der furchtbaren, alles vernichtenden Strahlen aus.Der Schuß traf den Schreckwurm an der rechten Seite. Das Tier schwankte leicht, aber es verging nicht unter der freigewordenen Energie."

Die Wirkung der Transformkanone wird hier inkonsistent dargestellt. Einmal als Kanone, einmal als Waffe mit Strahlwirkung. Vielleicht ein Flüchtigkeitsfehler oder ungenaue Beschreibung. Abgesehen davon wurde die Transformkanone zu dieser Zeit oft gerne als Transformstrahler bezeichnet.

S. 35:
""Terkonit?" Der Metallfachmann stutzte. "Ja, Terkonit unterscheidet sich von den meisten Stahlarten durch hohe Zerreißfestigkeit und hohen Schmelzpunkt. Außergewöhnlich großen Widerstand gegenüber Strahlen besitzt es nicht.""
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Maxvorstadt
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Maxvorstadt »

Im Posbizyklus war das auch so ein Geeiere mit den Transformkanonen, mal Strahl, mal was anderes und irgendwann dann die Form die sie dann endgültig hatten, nämlich über den Hyperraum verschossene Bomben die am Ziel materialisieren und sofort explodieren. Damals gab es wohl noch keine so gute Koordination zwischen den Autoren, so dass jeder schrieb was er sich unter einem gewissen Namen vorstellte.
Im Posbizyklus wurden ja auch den Lineartriebwerken Reichweiten zugeschrieben die im Widerspruch zum späteren MDI-Zyklus standen. Da flog Perry mal flugs ein paar Hunderttausend Lichtjahre in den Leerraum und wieder zurück, da hätten die Triebwerke im MDI Zyklus locker für den Hin- und Rückflug nach Andromeda langen müssen! :D
Seltsam? Aber so steht es geschrieben....

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Richard
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Richard »

Maxvorstadt hat geschrieben:Im Posbizyklus war das auch so ein Geeiere mit den Transformkanonen, mal Strahl, mal was anderes und irgendwann dann die Form die sie dann endgültig hatten, nämlich über den Hyperraum verschossene Bomben die am Ziel materialisieren und sofort explodieren. Damals gab es wohl noch keine so gute Koordination zwischen den Autoren, so dass jeder schrieb was er sich unter einem gewissen Namen vorstellte.
Im Posbizyklus wurden ja auch den Lineartriebwerken Reichweiten zugeschrieben die im Widerspruch zum späteren MDI-Zyklus standen. Da flog Perry mal flugs ein paar Hunderttausend Lichtjahre in den Leerraum und wieder zurück, da hätten die Triebwerke im MDI Zyklus locker für den Hin- und Rückflug nach Andromeda langen müssen! :D
Tja, man sieht, dass der Degrader auch schon in den Fruehzeiten der PR Serie erbarmungslos zugeschlagen hat :devil: .
So konnte man so Sachen wie die Mehrstufenraumer auf Konzepte der "realen" Raumfahrt zurueckgreifen, die wohl Kurt Mahr gekannt hat .

Und klar, in den fruehen 1960igern waren vermutlich Telefone noch nicht ganz so verbreitet und auch die Briefpost war halt eher langsamer als heuzutage (vermute ich mal ...). Moeglicherweise war die ganze Abstimmung hinsichtlich der Infoverteilung damals auch noch nicht ganz so professionell aufgezogen wie dann spaeter ab zB den 1990igern .
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Kardec
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Kardec »

Richard hat geschrieben:........
Und klar, in den fruehen 1960igern waren vermutlich Telefone noch nicht ganz so verbreitet und auch die Briefpost war halt eher langsamer als heuzutage (vermute ich mal ...)......
Nö - die Post war keineswegs langsamer............
und zur Verbreitung des Telefons: da mach ich es mal wie "Elena" :D :D :D :D :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes: :P :P :P :P :devil: :devil: :sn: :sn: :sn: :sn: :sn: :sn: :nein: :nein: :nein: :lol: :lol:
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Richard
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Richard »

Kardec hat geschrieben:
Richard hat geschrieben:........
Und klar, in den fruehen 1960igern waren vermutlich Telefone noch nicht ganz so verbreitet und auch die Briefpost war halt eher langsamer als heuzutage (vermute ich mal ...)......
Nö - die Post war keineswegs langsamer............
und zur Verbreitung des Telefons: da mach ich es mal wie "Elena" :D :D :D :D :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes: :P :P :P :P :devil: :devil: :sn: :sn: :sn: :sn: :sn: :sn: :nein: :nein: :nein: :lol: :lol:
Tja, manchmal sagen Worte doch mehr als nur eine Ansammlung von Smileys. Ich koennte jetzt wuerfeln um rauszufinden was du tatsaechlich ueber die Verbreitung des Telefons sagen wolltest.
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Haywood Floyd
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Haywood Floyd »

Richard hat geschrieben:
Kardec hat geschrieben:
Richard hat geschrieben:........
Und klar, in den fruehen 1960igern waren vermutlich Telefone noch nicht ganz so verbreitet und auch die Briefpost war halt eher langsamer als heuzutage (vermute ich mal ...)......
Nö - die Post war keineswegs langsamer............
und zur Verbreitung des Telefons: da mach ich es mal wie "Elena" :D :D :D :D :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes: :P :P :P :P :devil: :devil: :sn: :sn: :sn: :sn: :sn: :sn: :nein: :nein: :nein: :lol: :lol:
Tja, manchmal sagen Worte doch mehr als nur eine Ansammlung von Smileys. Ich koennte jetzt wuerfeln um rauszufinden was du tatsaechlich ueber die Verbreitung des Telefons sagen wolltest.
Zur Verbreitung des Telefons: Wir hatten schon vor 1960 ein Telefon - aber nur weil mein Vater es beruflich brauchte und sein Arbeitgeber es bezahlte - und das war damals schon was besonderes; von meinen Freunden hatten mehr als die Hälfte keines (und wir waren alles Kinder aus Mittelstandsfamilien, wie man das damals nannte). An der Wählscheibe des schwarzen Kastens brachte mein Dad ein Schloss an, um zu verhindern, dass ich und meine Schwestern zu viel telefonierten. Ich lernte aber schnell den Trick, mit der Hörergabel zu wählen... :unschuldig:

Mitte der 60er, war dann das Telefon grau, kleiner und viiieeel weiter verbreitet!
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Kardec »

Im privaten Bereich gab es noch keine 100%ige Abdeckung. Aber der Personenkreis der hier debattiert wird hatte selbsverständlich ein Telefon.
Ich hab mich amüsiert über die Vorstellung wie die 60er waren - drum meine smileys.
Die Post war schnell u. zuverlässig wie immer das auch organisiert war - übrigens waren auch die Züge pünktlich :D
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Richard »

Kardec hat geschrieben:Im privaten Bereich gab es noch keine 100%ige Abdeckung. Aber der Personenkreis der hier debattiert wird hatte selbsverständlich ein Telefon.
Ich hab mich amüsiert über die Vorstellung wie die 60er waren - drum meine smileys.
Die Post war schnell u. zuverlässig wie immer das auch organisiert war - übrigens waren auch die Züge pünktlich :D
Die Anfaenge der Serie liegen bei 1961 - der MDI Zyklus hat wohl so rund 1965 begonnen.

Meine Grosseltern vaeterlicherseits bekamen scheinbar als eine der ersten in der Gegend ein Telefon und das war lt. Erzaehlungen eher gegen Ende der 1970iger und die hatten einen Bauernhof und konnten gut davon leben.
Muetterlicherseits hatten die Grosseltern vermutlich deutlich frueher ein Telefon - das uralte Teil habe ich sogar noch in Erinnerung ;). Aber der Grossvater war immerhin Chef der oertlichen Kaeserei und zaehlte wohl damit vermutlich schon zum guten Mittelstand.

Wie man anderswo lesen konnte waren/sind die Autoren tendeziell - falls Hauptberuflich - eigentlich immer Freiberufler und daher ist und war wohl auch in den 1960igern das jeweilige Einkommen von der Auftragslage abhaengig.
Ob die bei allen so gut war, dass sie sich bereits in dein 1960igern Telefone leisten konnten weiss ich natuerlich nicht.
Kurt Mahr wanderte dann ja mal in die USA aus - spaetestens dann werden die Telefonate mit ihm eher nicht mehr so haeufig gewesen sein.

Was die Post betrifft ... nun, ich kenne die Post hier in *.at "von innen" - ich war zu Schul- und Studienzeiten immer wieder mal "Urlaubsersatzkraft" bei den Zustellern - sprich ich habe da im Sommer als Brieftraeger gearbeitet.
Mag sein, dass es in der Zuverlaessigkeit bzw. Schnelligkeit in *.de anders ist/war als in *.at .
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Maxvorstadt
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Maxvorstadt »

Kurz noch was zur Verbreitung des Telefons:
Ich hab gern die alten Edgar Wallace Romane gelesen -die sind aus den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts- da sind Telefone Alltagsgegenstände. Und auch in den Filmen von Karl Valentin -30er Jahre- sind Telefone etwas alltägliches.
Auch die Post war früher interessanterweise flotter. Schon bei Edgar Wallace -der keine SF schrieb- kann man lesen dass Briefe am Morgen abgeschickt wurden und am Abend des selben Tages ankamen!
Seltsam? Aber so steht es geschrieben....

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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Richard »

Maxvorstadt hat geschrieben:Kurz noch was zur Verbreitung des Telefons:
Ich hab gern die alten Edgar Wallace Romane gelesen -die sind aus den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts- da sind Telefone Alltagsgegenstände. Und auch in den Filmen von Karl Valentin -30er Jahre- sind Telefone etwas alltägliches.
Auch die Post war früher interessanterweise flotter. Schon bei Edgar Wallace -der keine SF schrieb- kann man lesen dass Briefe am Morgen abgeschickt wurden und am Abend des selben Tages ankamen!
Was die Post betrifft .. nun, in England gab es zumindest auch mal eine Frueh- und Nachmittagszustellung. Vielleicht gibt es das immer noch, k.a. Insofern war es damals wohl zumindest innerstaedtisch moeglich Briefe am Morgen abzuschicken, die dann bei der Nachmittagsverteilung angeliefert wurden.

Ich kenne sowas hier in *.at nicht.
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Kardec
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Kardec »

@Richard

Möglicherweise war der Unterschied zw. Stadt u. Land deutlich größer als heute.

Als Halbösterreicher komme ich ja nicht in die Versuchung des Österreich-Bashings :D . Tatsächlich war Ö in den 50ger u. 60er Jahren entwicklungsmäßig hinter D zurück. Als Kind u. Jugendlicher hab ich zeitweise in der Weststeiermark auf dem Dorf gewohnt und immer meine Sommerferien verbracht. Da hatte tatsächlich niemand Telefon - wir hatten auch kein fließendes Wasser. Das wurde aus dem Ziehbrunnen geschöpft. Glaub um 1970 rum wurde die Wasserleitung gelegt - bin aber nicht sicher.

Als ich 58 nach Hof/Bayern zog waren Telefone Allgemeingut.
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Heiko Langhans »

Maxvorstadt hat geschrieben:Kurz noch was zur Verbreitung des Telefons:
Ich hab gern die alten Edgar Wallace Romane gelesen -die sind aus den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts- da sind Telefone Alltagsgegenstände. Und auch in den Filmen von Karl Valentin -30er Jahre- sind Telefone etwas alltägliches.
Auch die Post war früher interessanterweise flotter. Schon bei Edgar Wallace -der keine SF schrieb- kann man lesen dass Briefe am Morgen abgeschickt wurden und am Abend des selben Tages ankamen!
Das war eine englische Eigenart. Post wurde in den Großstädten während der viktorianischen und edwardianischen Ära bis zu acht Mal am Tag ausgetragen, meist allerdings durch "freischaffende" Botenjungen.

In den Jahren unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg waren funktionierende Telefone in deutschen Privathaushalten aus einsichtigen Gründen eher spärlich gesät. B-)
Heiko Langhans
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Heiko Langhans »

Am 25. September 1964 erschien der 160. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

Kurt Mahr: Der Spiegel des Grauens

Bild

Handlung
Joel Carso wird mit einem neunköpfigen Team freiwilliger Spezialisten an Bord der CAROL D. zu dem Planeten gesendet, auf dem die Terraner das erste Mal mit den Hornschrecken zu tun bekommen hatten: Zannmalon. Obwohl ein Großteil der angeblich hochintelligenten Spezialisten sich höchst unvorsichtig und unlogisch benimmt und daher sterben muss, können die Überlebenden dennoch wider all dieser Umstände einige interessante Entdeckungen machen:

Das Sekret, was die Hornschrecken absondern, wird nun Molkex genannt. Zu diesem Molkex verflüssigen sich die Hornschrecken auch nach ihrem Tod. Nach geraumer Zeit sammelt sich das Molkex zu einem Hügel, in dessen Inneren ein Schreckwurm entsteht. Nachdem dieser geboren wird, sendet er Hyperfunkimpulse, und die fremden Raumschiffe kommen, um das Molkex mit ihrer Technik abzusaugen und die Schreckwürmer an Bord zu nehmen.

Die Maschinen, die die Terraner auf jedem Planeten gefunden haben, auf dem die Hornschrecken gewütet haben, sind nur dazu da, die Spuren zu verwischen, indem sie akustisch alles töten, was noch auf dem Planeten überlebt hat.

Vom Expeditionsteam kehren nur Joel Carso und drei weitere Überlebende lebendig zur Erde zurück.

---
Der obige (spärliche) Text wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
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Haywood Floyd
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Haywood Floyd »

Hab ich als sehr spannenden und beklemmenden Roman in Erinnerung. Alleine schon den Planetennamen 'Zannmalon' empfand ich damals als bedrohlich. Auch das TiBI ist recht heftig! - Dieses Molkex und die Hornschrecken und Scheckwürmer machten mir wirklich Angst - ich war halt auch noch ein Kind...
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Hamiller
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Hamiller »

Furchtbarer Roman. Man sieht's auch an der Zusammenfassung aus der Perrypedia, dass der Zusammenfasser von der Charakterisierung der Gruppe schwer irritiert war und die Neutralität beim Zusammenfassen mal bleiben gelassen hat: "Obwohl ein Großteil der angeblich hochintelligenten Spezialisten sich höchst unvorsichtig und unlogisch benimmt und daher sterben muss..."

Und im Schlusssatz schwärmt Joes Carso auf einmal von seiner Gruppe, was mich als Leser ratlos zurückließ.

Das Konzept, ein paar Leute quasi zu Fuß Schreckwürmer erforschen zu lassen, habe ich weder in diesem noch dem Roman der nächsten Woche verstanden. Voltz macht da aber mehr draus.
Quinto
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Quinto »

Hamiller hat geschrieben:Das Konzept, ein paar Leute quasi zu Fuß Schreckwürmer erforschen zu lassen, habe ich weder in diesem noch dem Roman der nächsten Woche verstanden.
Der Gegensatz zwischen gesundem Menschenverstand einerseits sowie dramaturgischen und stimmungsmäßigen Erfordernissen andererseits zieht sich durch die ganze Serie. Die Erkundung fremder Welten durch ein kleines Kommando gehört zu den Standard-Szenen der Rhodan-Serie. Man könnte vielleicht auch Satelliten oder Drohnen einsetzen, Roboter hinschicken. Aber für eine interessante oder lustige Geschichte gibt so etwas wenig her, man müsste andere Ideen produzieren. Will man das, wenn vielleicht die Zeit drängt?
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