Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Unvergessene Abenteuer, legendäre Zyklen - nachgelesen und neu diskutiert.
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Rainer Nagel
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Rainer Nagel »

Stimmt, natürlich fehlt Mory in der Liste, dann stimmt die Zahl wieder.

Trilith Okt hatte wohl einen der offiziell niemals gefundenen.

Rainer
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Heiko Langhans
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Heiko Langhans »

Kann sein, muss aber nicht.

Erstens ist nie eindeutig geklärt worden, ob die 20 Zellaktivatoren von 2103 auch jene waren, die mit fünf weiteren im Jahr 2326 ausgestreut wurden.

Zweitens hatte ES auch nach 2326 wohl noch so viele ZAs (die von 2103?) in Reserve, dass er/es/whatever im Jahr 2749 noch sieben Geräte zur Beseitigung einer mittelkosmischen Krise (PRTB 246) ausloben konnte.

Woher Trilith Okt ihren hatte? Tja ... B-)
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Heiko Langhans »

Am 16. Oktober 1964 erschien der 163. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

Clark Darlton: Das zweite Imperium

Bild

Handlung
Am 2. Januar 2327 stehen 5000 Raumschiffe, 62.000 Lichtjahre von der Erde entfernt, am Rande der Milchstraße mit Perry Rhodan in seinem neuen Flaggschiff ERIC MANOLI 3000 mit Molkex überzogenen Schiffen der Huldvollen gegenüber. Perry Rhodan will sicherstellen, dass Peterle, ein nunmehr befreundeter Schreckwurm und ein havariertes, ebenso mit Molkex überzogenes Schiff der Huldvollen sicher gen Terra transportiert werden kann.

Es kommt zu einer seltsamen Raumschlacht ohne Verluste, da die stärksten Waffen der Solaren Flotte die Molkexpanzerung nicht überwinden können, und bei geschickten Ausweichmanövern, welche ein Kreuzfeuer verhindern, die Angriffswaffen der Huldvollen zu schwach für die Abwehrschirme der Terraner sind.

Rhodan beauftragt Gucky und Ras Tschubai, in ein gegnerisches Raumschiff zu teleportieren, um Video- und Bildaufnahmen vom Gegner zu machen. Bisher hat noch kein Terraner oder Arkonide einen Huldvollen gesehen.

Die beiden Teleporter werden durch das Molkex, welches auch fünfdimensional zu bestehen scheint, auf mikroskopische Größe geschrumpft und erleben gemeinsam ein erheblich verstörendes Abenteuer, bis der Zufall im Rahmen der Raumschlacht die beiden wieder wachsen lässt. Dies aber in einem Spindelraumschiff eines Robotervolkes, welches humanoide Roboter baut, also nicht zu den Posbis gehört. Es gab schon einmal eine kurze Begegnung mit den Terranern vor über 200 Jahren, als Jefe Claudrin einem weiteren Schiff dieses Volkes kurz im Hyperraum begegnete. Die Mutanten können zwar dem Schiff entkommen, doch dieses entflieht den zur Hilfe eilenden Schiffen der terranischen Flotte.

Zwischenzeitlich gelingt die Extraktion des Schreckwurms und des havarierten Schiffes, doch den Huldvollen gelingt es mit einer unbekannten Methode, das Molkex sich restlos in eine unbekannte Strahlung verwandeln zu lassen, so dass es sich verflüchtigt.

---
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dandelion
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von dandelion »

Darlton bringt noch einmal die geheimnisvollen Spindelschiffe ins Spiel. Produkte einer Roboterzivilisation, deren Erschaffer menschenähnlich gewesen sein müssen. Das förderte bei mir reichlich Spekulationen, auch wenn dann nichts mehr davon zu lesen war. CD hat wahrscheinlich zu dieser Zeit über die Auflösung des Rätsels nicht weiter nachgedacht. Zwei unbekannte Sternenreiche zur gleichen Zeit zu erkunden wäre wohl auch zuviel gewesen.

Insgesamt eine, aus heutiger Sicht, ziemlich märchenhafte Geschichte mit jeweils passenden Zufällen (Nova, Spindelschiff). Absurd ist Tschubais Auseinandersetzung mit dem Roboter, eine Teleportation wagt der Afrikaner nicht, aber Zeit um unter den Armen des Gegners wegzutauchen ist schon. Glücklicherweise gibt es im Robotschiff auch Licht und Luft, warum auch immer.

Dies war der zweite PR-Roman, den ich gelesen habe (der erste folgt nächste Woche) und damals habe ich mich selbstverständlich an diesen Dingen nicht gestört.

Die Huldvollen bleiben weiter die großen Unbekannten. Diesmal stellt sich heraus, daß ihre Offensivwaffen schwach sind. Das wurde beim ersten Zusammentreffen noch anders geschildert, da zerstörten sie reihenweise die Schiffe die Posbis.
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Heiko Langhans »

Re Roboterschiffe:

siehe Clark Darlton: Im Zentrum der Galaxis (PRTB 11).

Nichts wird vergessen. Manchmal lassen sich die Autoren mit der zweiten Erwähnung nur ein wenig Zeit. B-)
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Hamiller
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Hamiller »

Heiko Langhans hat geschrieben:Re Roboterschiffe:

siehe Clark Darlton: Im Zentrum der Galaxis (PRTB 11).

Nichts wird vergessen. Manchmal lassen sich die Autoren mit der zweiten Erwähnung nur ein wenig Zeit. B-)
Naja, habe gerade "Invasion der Igelschiffe" von Peter Terrid gelesen. Will endlich wissen, was aus den Bergleuten geworden ist.

Ich glaube, das wurde auf einem unserer Hamburger Cons auch damals auch schon gefragt. ;-)
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Heiko Langhans »

Die Expokraten lesen mit. Wer die Grossarts hervorpuhlt, kriegt auch ein paar Kumpels aus dem Berg. :D
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dandelion
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von dandelion »

Heiko Langhans hat geschrieben:Re Roboterschiffe:

siehe Clark Darlton: Im Zentrum der Galaxis (PRTB 11).

Nichts wird vergessen. Manchmal lassen sich die Autoren mit der zweiten Erwähnung nur ein wenig Zeit. B-)
In dem Fall verging wirklich nur wenig Zeit. Das Taschenbuch erschien laut PP schon Mitte 1965, also nur wenige Monate nach dem Heft. Ich habe das Taschenbuch aber erst Jahre später gelesen und war dann, soweit ich noch weiß, nicht ganz zufrieden. Irgendwie hatte ich zuvor immer auf eine Fortsetzung der Handlung in der Heftserie gewartet. So im üblichen Stil, mit langsamer Annäherung an das große Geheimnis, hinter dem sich ein gefährlicher, machtgieriger Gegner verbarg, der den Terraner das Äußerste abverlangte usw...
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Waringer »

Heiko Langhans hat geschrieben:Re Roboterschiffe:

siehe Clark Darlton: Im Zentrum der Galaxis (PRTB 11).

Nichts wird vergessen. Manchmal lassen sich die Autoren mit der zweiten Erwähnung nur ein wenig Zeit. B-)
Den Planetenroman Nr. 11 "Im Zentrum der Galaxis" habe ich mal kurz durchgeblättert und eine interessante Stelle gefunden, die sich wie die Blaupause, wie ein früher Entwurf, für den Lemurer-Komplex liest.
S. 91 (3. Auflage):
"Wiederum vergingen Jahrtausende. Draußen in der Milchstraße wurden immer mehr Planeten besiedelt. Die Urrasse der Galaktier breitete sich aus, aber sie verlor den Kontakt untereinander. Auf einem Planeten, weit entfernt von der ursprünglichen Heimat, entstand die Kolonie der Akonen, von der wiederum später die Arkoniden abstammten. Noch weiter dem Rande eines Spiralarms zu, wo alle Traditionen längst vergessen waren, stieg ein verwilderter Mensch von einem Baum und schwang zum erstenmal wieder die Keule. Es war sein erster Schritt in die beginnende Zivilisation. Und auf dem Planet der Galaktier, dem Planeten der gelben Sonne, erreichte die Entwicklung ihren absoluten Höhepunkt."
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Faktor10
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Faktor10 »

Zu Band 163.

Lustig wie die damals noch nach dem richtigen Weg im All gesucht haben, mit Zirkel und Co. :D
Unbelehrbarer Altleser.Allem Neuen aber aufgeschlossen. Leider mit ausgeprägter Rechtschreibschwäche.
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dandelion
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von dandelion »

Waringer hat geschrieben:
Den Planetenroman Nr. 11 "Im Zentrum der Galaxis" habe ich mal kurz durchgeblättert und eine interessante Stelle gefunden, die sich wie die Blaupause, wie ein früher Entwurf, für den Lemurer-Komplex liest.
Das Taschenbuch erschien 1965 kurz vor dem Start des MdI-Zyklus. Bis die Lemurer in der Handlung auftauchten, verging zwar noch mehr als ein Jahr, aber die Vermutung, daß hier eine der Wurzeln für die Verlängerung des menschlichen Stammbaumes in die Vergangenheit zu suchen ist, liegt nahe. War also Darlton der eigentliche Initiator. Ich neige unbewußt immer dazu, alle großen Ideen der frühen Serie alleine Scheer zuzuschreiben.
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Heiko Langhans »

Na ja, dass die Menschheit vor Zeiten aus dem Weltraum gekommen ist, ist ein langgehegter Darlton-Topos, der aber in der SF schon damals auch nicht neu war.
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Waringer »

Nr. 163 Das Zweite Imperium:

Der Roman kann eventuell auf den ersten Blick für etwas Verwirrung sorgen. Welches ist das titelgebende "2. Imperium" in diesem Roman? Das Imperium der "Huldvollen" oder die beschriebene Roboterzivilisation? Der Darltonschen Roboterzivilisation wird jedenfalls mehr Raum im Roman eingeräumt, aber natürlich sind mit dem zweiten Imperium die Huldvollen gemeint. Im Rahmen der Auseinandersetzung zwischen den "Huldvollen" und dem galaktischen Imperium werden Gucky und Tschubai durch einen Teleporterunfall verkleinert, durchleben eine Odyssee und gelangen schließlich an Bord eines Spindelschiffes der Roboterzivilisation.

Darlton beschreibt hier eine Roboterzivilisation mit Spindelschiffen und humanoiden Robotern, die später in der Serie nicht mehr erwähnt wird. Dass Tschubai und Gucky zeitlich genau in den Ausbruch einer Supernova geraten ist nur einer der wenig plausiblen Momente im Roman. Aus einer erschossenen Amöbe kann man auch keine irgendwie geartete Form von "Fleisch" gewinnen. Alles in allem aber ein unterhaltsamer, phantastischer Roman mit dem typischen Darlton-Gucky Mix aus Mysterien, Abenteuern, Verballhornung von Namen und Lagerfeuerromantik, der aber nicht viel zur eigentlichen Handlung beiträgt. An manchen Stellen erinnert der Roman an einige zu dieser Zeit oder später erschienene Filme wie "Die phantastische Reise (Fantastic Voyage)", der im Körper eines Menschen spielt oder "Die unglaubliche Geschichte des Mister C.".

Fundstellen (4. Auflage):
S. 18:
"Ras Tschubai grüßte lässig und rückte seine durcheinandergeratene Kombination zurecht. In der rechten Hand hielt er das elektronische Bild-Ton-Aufzeichnungsgerät. Es war kaum größer als eine Zigarrenkiste."

Digitalkamera? Ob Gucky und Tschubai damit auch Selfies gemacht haben? Heute gibt es jedenfalls Bild-Ton-Video-Aufzeichnungs-Telefonier-Spiel-Surf-Mail-Arbeitsgeräte aka Smartphones. Die ersten Digitalkameras waren aber sicherlich nicht kleiner als eine Zigarrenkiste.

S. 44:
"Irgendwo existierte also dieses geheimnisvolle Imperium, aber niemand kannte es. Ein Roboter-Reich, mitten zwischen den Sternen und den anderen Sternenreichen. Kein Orterschirm hatte es je entdeckt, und es selbst wurde auch durch keinen Energieschirm geschützt, sondern verließ sich auf seine Isolation - und seine schnellen Patrouillenschiffe, ..."

dandelion hat geschrieben:
Waringer hat geschrieben:
Den Planetenroman Nr. 11 "Im Zentrum der Galaxis" habe ich mal kurz durchgeblättert und eine interessante Stelle gefunden, die sich wie die Blaupause, wie ein früher Entwurf, für den Lemurer-Komplex liest.
Das Taschenbuch erschien 1965 kurz vor dem Start des MdI-Zyklus. Bis die Lemurer in der Handlung auftauchten, verging zwar noch mehr als ein Jahr, aber die Vermutung, daß hier eine der Wurzeln für die Verlängerung des menschlichen Stammbaumes in die Vergangenheit zu suchen ist, liegt nahe. War also Darlton der eigentliche Initiator. Ich neige unbewußt immer dazu, alle großen Ideen der frühen Serie alleine Scheer zuzuschreiben.
In der Nr.162 davor von WiVo gab es ja bereits einen ähnlichen Absatz. Das sieht so aus, als hätte man sich zu dieser Zeit vermehrt darüber Gedanken gemacht.
thinman
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von thinman »

Waringer hat geschrieben:Nr. 163 Das Zweite Imperium:
S. 44:
"Irgendwo existierte also dieses geheimnisvolle Imperium, aber niemand kannte es. Ein Roboter-Reich, mitten zwischen den Sternen und den anderen Sternenreichen. Kein Orterschirm hatte es je entdeckt, und es selbst wurde auch durch keinen Energieschirm geschützt, sondern verließ sich auf seine Isolation - und seine schnellen Patrouillenschiffe, ..."

dandelion hat geschrieben:
Waringer hat geschrieben:
Den Planetenroman Nr. 11 "Im Zentrum der Galaxis" habe ich mal kurz durchgeblättert und eine interessante Stelle gefunden, die sich wie die Blaupause, wie ein früher Entwurf, für den Lemurer-Komplex liest.
Das Taschenbuch erschien 1965 kurz vor dem Start des MdI-Zyklus. Bis die Lemurer in der Handlung auftauchten, verging zwar noch mehr als ein Jahr, aber die Vermutung, daß hier eine der Wurzeln für die Verlängerung des menschlichen Stammbaumes in die Vergangenheit zu suchen ist, liegt nahe. War also Darlton der eigentliche Initiator. Ich neige unbewußt immer dazu, alle großen Ideen der frühen Serie alleine Scheer zuzuschreiben.
In der Nr.162 davor von WiVo gab es ja bereits einen ähnlichen Absatz. Das sieht so aus, als hätte man sich zu dieser Zeit vermehrt darüber Gedanken gemacht.
Sind das die gleichen Spindelschiffe, denen man bereits bei einem der ersten Flüge nach Mechanika über den weg lief ?

thinman
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Heiko Langhans »

Jawoll.
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von dandelion »

Waringer hat geschrieben:Nr. 163 Das Zweite Imperium:

Der Darltonschen Roboterzivilisation wird jedenfalls mehr Raum im Roman eingeräumt,
Genau dadurch wurde meine Erwartungshaltung geweckt und auch die lang gehegte Hoffnung, daß da noch eine großartige Serienhandlung folgen würde. Das war nicht so und deshalb war ich auch von der Nebenbei-Erledigung im Taschenbuch enttäuscht.
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dandelion
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von dandelion »

Heiko Langhans hat geschrieben:Na ja, dass die Menschheit vor Zeiten aus dem Weltraum gekommen ist, ist ein langgehegter Darlton-Topos, der aber in der SF schon damals auch nicht neu war.
Siehe auch seine Begeisterung für die Prä-Astronautik. Bei den Geschichten um die Lemurer ging es aber meines Erachtens eher darum, daß die Erde die Ursprungswelt der humanoiden Zivilisationen in der Milchstraße sein könnte.
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Heiko Langhans »

Am 23. Oktober 1964 erschien der 164. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

Kurt Brand: Im Banne des Riesenplaneten

Bild

Handlung
Seit der Entdeckung des Planeten Herkules und unter anderem dessen Mondes Impos ist Tyll Leyden nun ungeliebter verantwortlicher Projektleiter. Die mehr als merkwürdige Art Leydens, mit Kollegen und Personal umzugehen, ist oft Anstoß von Beschwerden. Dennoch ist Leyden in der Lage, außerordentliche Fortschritte in Rahmen seiner Tätigkeit zu erarbeiten, so dass Perry Rhodan ihn nicht nur gewähren lässt, sondern ihm sogar besonders großzügige Vollmachten zukommen lässt.

Auf Impos wurde zuvor ein riesiges Hologramm der bekannten Milchstraße, welches durch das als Oldtimer bezeichnete uralte Volk erbaut wurde, entdeckt. Dieses untersucht das Team um Tyll Leyden.

Seitdem auf Eysal der Stoßfrontgenerator aber überall in der Galaxis die Hornschrecken geweckt hat, ergeben sich auch Merkwürdigkeiten auf Herkules, was zu immer größer werdenden Erdbeben auf Impos führt.

Trotz krimineller Aktivitäten einzelner Wissenschaftlerkollegen, genervter Raumschiffkapitäne, bürokratischer Boykotte und der durch Leydens Aufgabenverteilung verwirrten Untergebenen schafft er es, das Geheimnis zu lüften:

Vor etwa 1,2 Millionen Jahren haben die Oldtimer eine so genannte supraheterodynamische Existenz besiegt, auch wenn sie sie nicht vernichten konnten. Dieser „Suprahet“ war ein Wesen, welches halb im Einsteinuniversum, halb aber in der fünften Dimension lebte.

Das Wesen war so groß, dass es mit Vorliebe Sonnensysteme verschlungen hat, indem es feste Materie in Hyperenergie verwandelte und so sich ernähren konnte. Letztlich ist es mit einer Art Riesen-Schreckwurm – inklusive Molkex - zu vergleichen.

Dieses Wesen beginnt, durch den Weckruf des Stoßfrontgenerators erneut zu erwachen.

Perry Rhodan entsendet sofort eine Flotte von 5000 Robotschlachtschiffen, welche die gesamte zur Verfügung stehende Menge an Arkon- und Gravitationsbomben an Bord haben.

Während der gesetzte Countdown abläuft, tauchen einige tausend Schiffe der Huldvollen im gesperrten System auf. Aufgrund der drohenden Gefahr und, um den Countdown nicht zu gefährden, lässt Rhodan die Schiffe ins System.

So detonieren im System 300.000 Arkonbomben und 17 mal 5000 Gravitationsbomben auf dem Riesenplaneten bzw. dem Suprahet, welcher so in die Sonne geschleudert wird.

Doch nur durch die zusätzliche Explosion auf Impos, welche durch die Technik der Oldtimer initiiert wurde, kann das Suprahet vernichtet werden, inklusive aller Planeten im Sonnensystem.

Von der Flotte der Huldvollen wird nicht mehr gesprochen.

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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Haywood Floyd »

Dieses TiBI hat mir damals tatsächlich richtig Angst gemacht: die Sonne empfand ich als BÖSE und die Gestik des Menschen im Vordergrund als geheimnisvoll-unheimlich. OK: ich war erst 11 aber irgendwie hat das TiBi für mich heute noch was... :wub:
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Kardec »

Ich fand es schade, dass das Planetarium von Impos nicht gerettet wurde.
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Haywood Floyd
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Haywood Floyd »

Ja: sehr schade sogar! Das Planetarium der Oldtimer war sehr, sehr beeindruckend in seiner Echtzeit-Darstellung des Galaxis in allen Details! :wub:
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Heiko Langhans »

Zufall oder Absicht - Klaus Frick hat in seinem Blog über den Roman vor 50 Jahren und dessen Exposé geschrieben.

http://perry-rhodan.blogspot.de/2014/10 ... neten.html

Die Zusammenarbeit mit der Redaktion klappt bestens :D
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Klaus N. Frick »

Heiko Langhans hat geschrieben:Zufall oder Absicht - Klaus Frick hat in seinem Blog über den Roman vor 50 Jahren und dessen Exposé geschrieben.

http://perry-rhodan.blogspot.de/2014/10 ... neten.html

Die Zusammenarbeit mit der Redaktion klappt bestens :D
Das war Absicht ...
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von dandelion »

Heiko Langhans hat geschrieben:Zufall oder Absicht - Klaus Frick hat in seinem Blog über den Roman vor 50 Jahren und dessen Exposé geschrieben.

http://perry-rhodan.blogspot.de/2014/10 ... neten.html
"Damals wurde von einer »ungeheuren Gefahr gesprochen, von der die Galaxis bedroht wird«."

Dies wurde doch am Anfang des Zyklus als Grund für die Flucht von ES und das Ausstreuen der Zellaktivatoren angegeben. Aber dann bekamen die Autoren, wie hier nachzulesen, kalte Füsse und es wurde zurückgerudert. ES hatte sich geirrt und die Gefahr war gar nicht so groß.
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Re: Vor 50 Jahren - Das zweite Imperium

Beitrag von Waringer »

Nr. 164 Im Bann des Riesenplaneten:

Tyll Leyden und sein wissenschaftliches Team untersuchen die auf Herkules und seinen Monden seit einiger Zeit verstärkt auftretenden Beben. Die Arbeit auf Impos wird nicht nur durch die Beben behindert, sondern auch durch Leydens Zwist mit seinem wissenschaftlichen und intriganten Widersacher Sascha Populos. Als Leyden schließlich trotz aller Hindernisse herausfindet, dass sich im Innern von Herkules eine Suprahet genannte Existenz befindet, wird das gesamte Sonnensystem mit Hilfe von Gravitationsbomben und den alten Anlagen der Oldtimer auf Impos in den Hyperraum versetzt und vernichtet.

Ein technischer Roman von Kurt Brand mit langsam steigernder Spannung und drohend am Horizont aufziehender Gefahr eines wiedererwachenden Suprahets, symbolhaft dargestellt an der sich drehenden Statue des Oldtimers und der sich verstärkenden Beben auf Impos. Man hätte sich eine etwas genauere Beschreibung des Suprahets gewünscht. Die Figur des Tyll Leyden bekommt in diesem Roman im Rahmen der Auseinandersetzung mit seinem Kontrahenten Sascha Populos etwas mehr Kontur und Schärfe. Die Vernichtung der Anlagen der Oldtimer und des Planetariums ist bedauerlich, aber der zu dieser Zeit übliche Weg der Entsorgung. Ex und hopp. Recycling wurde erst später eingeführt. Interessant ist auch, dass das galaktische Imperium im Prinzip einen Sonnenkiller bzw. eine etwas aufwendigere Waffe besaß, um ein komplettes Sonnensystem zu vernichten.


Fundstellen (4. Auflage):
S. 26:
"[...]Er ist weder der Typ eines Kommandanten noch der eines wissenschaftlichen Leiters. Er ist, so hat es den Anschein, ein Opportunist, der allen Schwierigkeiten ausweicht. Er nimmt es widerspruchslos hin, wenn ihm ein Auftrag abgeschlagen wird; zu strikten Verboten gibt er kein Kommentar. Aber plötzlich, Sir, stellt Leyden seine Chefs vor vollendete Tatsachen. Dieser Mann kennt alle Schliche und Winkelzüge, um doch sein Ziel zu erreichen. Er geht immer den Weg des geringsten Widerstandes. Dabei sind ihm Unsauberkeiten oder verbotswidriges Handeln nicht vorzuwerfen."

So wie Tyll Leyden hier geschildert wird, kann man sich die Frage stellen, ob diese Figur ein alter ego Kurt Brands war, in dem er vielleicht autobiografische Bezüge und Probleme aus seinem Umfeld dargestellt und verarbeitet hat. Sind eigentlich die genauen Gründe für das etwas später erfolgte Zerwürfnis und Ausscheiden aus dem Autorenteam bekannt?
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