Klassiker - Die Kosmischen Burgen (PR 900 - 999)

Unvergessene Abenteuer, legendäre Zyklen - nachgelesen und neu diskutiert.
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Yman
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Re: Klassiker - Die Kosmischen Burgen (PR 900 - 999)

Beitrag von Yman »

GruftiHH hat geschrieben: 16. März 2015, 13:36 Band 905: Sendboten des Alles-Rads (26.12.1978)
Untertitel: Sie sind Todfeinde der Kryn – denn sie verkünden die Wahrheit

Autor: H.G. Francis
HOT hat geschrieben: 16. März 2015, 17:02 Ganz toll, wie H.G. Francis den Courselar und seine Reaktionen auf die Eröffnungen über das Alles-Rad beschreibt. Auch das Timing am Anfang des Romans ist sehr gut gelungen, kleine Schritte, es entwickelt sich alles präzise.

Merkwürdig schnell und einfach gehen dann allerdings die Nachforschungen auf den Monden von Välgerspäre vor sich: Jahrhunderttausende wurden die Wynger von Laire an der Nase herumgeführt, dann kann plötzlich, wer es drauf anlegt, hinter die Kulissen gucken. Kam mir etwa sehr einfach gestrickt vor.
Laire hat die Wynger über Jahrhunderttausende hin manipuliert, weil er Hilfe bei der Suche nach seinem Auge brauchte, und er hat sich offenbar der Religion bedient. Für die Wynger ist dies ein Schock, es geht um etwas Wichtiges, schon klar, die Sache mit Courselar kommt auch im Roman von HGF sehr gut geschrieben herüber, aber wie Rhodan und Plondfair ihre Überzeugungsarbeit leisten, Demeter kommt noch hinzu, irgendwelche Kryn-Priester, all dies führt zu vielen langatmigen Dialogen im Roman, dann gibt es im Hauruckverfahren die Nachforschungen, und nun droht noch ein Teil 2 von HGF, in dem Plondfair und Demeter vor einem Kryn-Gericht stehen.

Man spürt auf jeden Fall eine große Lücke zwischen dem Anfang des Aphilie-Zyklus und dem Anfang des Kosmische-Burgen-Zyklus. Irgendetwas ist mit der SOL passiert, mit der BASIS, die PAN-THAU-RA, Laire, die Wynger usw. Die Serie ist kosmischer geworden, aber entscheidend sind für mich die einzelnen Romane mit ihrer konkreten Handlung, und dieser Roman war langweiliger als sein "Pendant" PR 705.

Einen nachhaltigeren Eindruck haben bisher nur "Das Stummhaus" von Clark Darlton und "Der Quellmeister / Murcons Burg" von Kurt Mahr gemacht. Mit der Entelechie kann ich nicht viel anfangen, weniger als mit der Aphilie, aber die Loower als Volk sind grundsätzlich interessant, und die Geschichte um Laires Auge finde ich auch sehr interessant. Dazu gehört auch, dass es von Boyt Margor für dessen Zwecke missbraucht wird.
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HOT
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Re: Klassiker - Die Kosmischen Burgen (PR 900 - 999)

Beitrag von HOT »

Freut mich, dass dieser Zyklus wieder gelesen und diskutiert wird. Damals hatten wir wirklich viel Freude an der Lektüre und den Diskussionen, wie Ihr ja nachlesen könnt.

"Das Stummhaus" von Darlton aus dem Aphilie-Zyklus ist wirklich ein Meisterwerk.
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nanograinger
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Re: Klassiker - Die Kosmischen Burgen (PR 900 - 999)

Beitrag von nanograinger »

Yman hat geschrieben: 19. Oktober 2020, 23:30 Man spürt auf jeden Fall eine große Lücke zwischen dem Anfang des Aphilie-Zyklus und dem Anfang des Kosmische-Burgen-Zyklus. Irgendetwas ist mit der SOL passiert, mit der BASIS, die PAN-THAU-RA, Laire, die Wynger usw. Die Serie ist kosmischer geworden, aber entscheidend sind für mich die einzelnen Romane mit ihrer konkreten Handlung, und dieser Roman war langweiliger als sein "Pendant" PR 705.
Es ist eine interessante Idee, zwei Zyklen vergleichend zu lesen. Ich bin aber nicht sicher, ob die Wahl, die Zyklen Aphilie und Kosmische Burgen für diesen Vergleich zu nehmen, so gelungen ist.

Der Grund ist folgender: Während der Aphilie-Zyklus einen "klassischen Start" hat, mit Zeitsprung, neuer Situation (die Aphilie ist gewissermaßen der Invasionsersatz) und nur weitläufiger Anknüpfung an vorige Handlungen (immer noch mehr als im Vergleich zu Zyklen wie das Kosmische Schachspiel, der praktisch gar keine Anknüpfung an die Altmutanten und Schwarm-Zyklen hat) so ist Band 900 ja (fast) gar kein neuer Handlungsbeginn, sondern die kontinuierliche Fortsetzung der Handlung von Band 850 (wo die Mächtigen, Laire und Kosmische Burgen erstmals erwähnt werden), bzw. Band 854 (Boyt Margor), Band 863 (Demeter), Band 868 (offizieller Beginn des PAN-THAU-RA-Zyklus) Band 878 (Loower) usw.

Oder um es anders auszudrücken: Mit Band 700 geht der grosse Handlungsbogen sozusagen erst los, während bei Band 900 wir den Höhepunkt (850/851 und 860/861) eigentlich schon hinter uns haben.
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Yman
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Re: Band 906 - Das Gericht der Kryn (2.1.1979)

Beitrag von Yman »

GruftiHH hat geschrieben: 23. März 2015, 08:39 Band 906 - Das Gericht der Kryn (2.1.1979)
Untertitel: Entscheidung auf Starscho – die Sendboten sollen sterben

Autor: H.G. Francis
Die Fortsetzung fand ich besser, phasenweise sogar sehr gut. Plondfair und Demeter müssen sich im Bereich der Politik und Intrigen behaupten, während auf dem Ansken-Planet das Rätsel der toten Ansken und verschwundenen Jungkönigin zu lösen ist. Gerade dieser Teil, das Rätselhafte um den Tod der Ansken auf dem unheimlichen Planeten, wie es auch auf dem Titelbild dargestellt ist, gefiel mir sehr gut, ebenso auch die Auswegslosigkeit der Situation der beiden Sendboten.

Die Handlung um Plondfair und Demeter fand ich aber im Abschluss nicht mehr besonders gelungen, da sie sich am Ende mit einfachsten Mitteln helfen konnten. Einfach mal Gürtelschnalle abbrechen und mit einem scharfkantigen Metallstück die Sessel des kleinen Raumschiffs aufschlitzen, et voila. Schnell die zwei Kabel rausziehen, bevor alles explodiert, kurz noch zu Atlan und Laire umgeblendet, fertig. Triumphale Rückkehr der beiden Sendboten.

Galto Quolfahrt fand ich nicht so witzig, wie HGF sich das eventuell gedacht hat, schon gar nicht den wiederholten Witz mit dem verschütteten Kaffee. Dazu kommt noch das gespreizte Geturtele mit der Radiologin. Traurig, dass nur die Königin gerettet wurde, und das auch die einzige war, auf die es ankam. Speziell für das Perryversum gilt: Der Tod eines einzelnen ist eine Tragödie, der Tod von unzähligen Wesen nur eine Statistik.

Als nächstes wird wohl die SOL auf ihre große Fahrt ins Nirgendwo geschickt, womit die Vorgeschichte des Atlan-SOL-Zyklus bald abgeschlossen sein dürfte. Rhodan hat aber noch die BASIS, mit der er sich dann bald auf die Suche nach Laires Auge bzw. den kosmischen Burgen machen dürfte, während die Wynger sich selbst überlassen werden.

Der Kosmische-Burgen-Zyklus erscheint nach wenigen Bänden sehr transparent, während der Aphilie-Zyklus noch mit dem großen Rätsel aufwarten kann, was aus Rhodan und der SOL geworden ist, von der man auf der aphilischen Erde seit 40 Jahren nichts mehr gehört oder gesehen hat.
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Re: Klassiker - Die Kosmischen Burgen (PR 900 - 999)

Beitrag von Yman »

GruftiHH hat geschrieben: 30. März 2015, 09:05 Band 907 - Das Weltraumbaby (9.1.1979)
Untertitel: Abschied von der SOL – ein Raumschiff wechselt den Besitzer

Autorin: Marianne Sydow
Ich fand den sehr emotionalen Roman ziemlich ungewöhnlich und herausragend. Es geht um die Übergabe der SOL, die Stimmung ist feindselig, und Perry Rhodan möchte in der angespannten Situation die SOL nicht einfach so an eine Abspaltung der Menschheit übergeben.

Eine fast unscheinbare Szene, die mir im Gedächtnis blieb, ist wie Rhodan in einer Messe der SOL an einem Tisch sitzt und anstelle eines Menüs zur Auswahl von Speisen und Getränken nur zwei Symbole angezeigt bekommt. Nach dem Drücken erhält er ein nicht besonders tolles Standardgetränk und Standardesssen. Das Symbolische ist, Rhodan soll auf der SOL keinen Spaß mehr haben. Man will ihn vergraulen, was er sich aber so nicht bieten lässt.

Darüber ob Rhodan richtig gehandelt hat, kann man geteilter Meinung sein. Dafür, dass er die SOL nicht einfach so herausrückt, ohne zu wissen, was eigentlich los ist, habe ich volles Verständnis, aber die Feindseligkeit der Solaner hat er nicht überwinden können, im Gegenteil. Die späteren Zustände auf der SOL, wie Atlan sie vorfinden wird, werden schon angedeutet.

Warum die Solaner so ein großes Geheimnis um das Weltraumbaby machten, ob sie zurecht fürchteten, die Mutter könnte mitsamt Baby zur BASIS transferiert werden, ist schwer zu sagen. Der Roman endet dann auf einer sehr traurigen Note. Helma Buhrlo, die Mutter des Weltraumbabys, stirbt bei der Geburt, und die SOL entschwindet am 24. Dezember des Jahres 3586 in der Unendlichkeit des Weltalls.
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Nisel
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Re: Klassiker - Die Kosmischen Burgen (PR 900 - 999)

Beitrag von Nisel »

So unterschiedlich können Empfindungen sein beim Lesen. Ich fand den Roman fürchterlich unglaubwürdig, total konstruiert und die Stimmung die er erzeugen sollte, hat sich nicht eingestellt, im Gegenteil, das was stattfand war Frust.
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Scrooge
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Re: Klassiker - Die Kosmischen Burgen (PR 900 - 999)

Beitrag von Scrooge »

Nisel hat geschrieben: 21. Oktober 2020, 15:04 So unterschiedlich können Empfindungen sein beim Lesen. Ich fand den Roman fürchterlich unglaubwürdig, total konstruiert und die Stimmung die er erzeugen sollte, hat sich nicht eingestellt, im Gegenteil, das was stattfand war Frust.
Ja, interessant wie unterschiedlich die Einschätzungen sind! Mir hat der Roman nämlich sehr gut gefallen, was wahrscheinlich auch daran liegt, dass ich eigentlich immer gerne Romane von Marianne Sydow gelesen habe. :)
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Yman
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Re: Band 908 - Aura des Friedens (16.01.1979)

Beitrag von Yman »

GruftiHH hat geschrieben: 7. April 2015, 08:18 Untertitel: Sie ist die Königin – sie soll die PAN-THAU-RA-Gefahr bannen

Autor: William Voltz
In der Anfangsszene macht Gucky Ärger, weil er im Gegensatz zu Tolot nicht mit in den Einsatz darf. Letztlich scheint es so, dass Gucky ohne seine Paragaben eher als Hindernis betrachtet wird. Perry und Tolot kommen aber auch ohne ihn aus. Das eigentliche Problem existiert nur in Laires Kopf, der sich nicht von der PAN-THAU-RA trennen will.

Sämtliche Transmitter des Sporenschiffs werden auf die Außenhülle gebracht, wo sie ein Transmitterfeld erzeugen, dass die PAN-THAU-RA irgendwo zwischen den Dimensionen parkt, so dass Laire aber noch Zugriff hat. Im Inneren des Schiffes sorgt die an Bord gebrachte Ansken-Königin für Frieden. Laire kann nun mit den Terranern auf die Suche nach seinem Auge gehen.

Ich fand den Roman nicht wirklich spannend. Interessant, dass Perry Laire belügt, indem er ihn glauben macht, die Menschheit besäße viele Schiffe wie die BASIS und die SOL. Ein Roboter wird das nicht so schnell vergessen.
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nanograinger
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Re: Band 908 - Aura des Friedens (16.01.1979)

Beitrag von nanograinger »

Yman hat geschrieben: 21. Oktober 2020, 21:02...
Interessant, dass Perry Laire belügt, indem er ihn glauben macht, die Menschheit besäße viele Schiffe wie die BASIS und die SOL. Ein Roboter wird das nicht so schnell vergessen.
Das sicher nicht. Aber es ist sozusagen ein Zeichen des "Respekts" vor Laire, dass man ihn mit "weißen Lügen" umzustimmen versucht. Man behandelt ihn wie einen Menschen, nicht wie einen Roboter.

Dass er trotzdem ein Roboter ist und deshalb einer Programmierung unterliegt, ist ein Thema, das in Band 959 relevant wird.
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Yman
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Re: Band 909 - Die Falle der Kryn (23.01.1979)

Beitrag von Yman »

GruftiHH hat geschrieben: 14. April 2015, 08:35 Band 909 - Die Falle der Kryn (23.01.1979)
Untertitel: Flug in den Hinterhalt – ein Prophet in Nöten

Autor: Hans Kneifel
Es scheint, dass mit diesem eher unscheinbaren Roman die Wynger-Handlung abgeschlossen wird. Beim Lesen hatte ich plötzlich vergessen, wer der Autor ist. Einige konnte ich ausschließen, aber ich kam zunächst nicht drauf, dass es Hans Kneifel war.

Die drei in Demeter Verliebten, Danton, Hamiller und noch ein Typ, sind mit einer Space-Jet von der BASIS gestartet und gehen bald schon den Kryn eine Falle, und sie werden auf einen Gefängnisplaneten, eine Dschungelwelt, deportiert. Dort zetteln sie einen Aufstand an, und mit Pfeil und Bogen gelingt die Befreiung.

Nachdem bereits auf der PAN-THAU-RA eine Zeit des Friedens eingeläutet wurde, geschieht dies nun auch bei den Wyngern, wo die Macht der Kryn durch Aufdeckung ihrer Intrigen gebrochen wird. Danton kann Demeter an Bord der BASIS in die Arme schließen, und die BASIS kann endlich losfliegen, um nach Laires Auge, den kosmischen Burgen und der Materiequelle zu suchen.

Der Zyklus hat nun seine etwas holprige Startphase hinter sich. Einige Altlasten aus vorhergehenden Zyklen scheinen aus dem Weg geräumt, und es sollte nun endlich richtig losgehen.
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Re: Band 909 - Die Falle der Kryn (23.01.1979)

Beitrag von nanograinger »

Yman hat geschrieben: 22. Oktober 2020, 14:01 Die drei in Demeter Verliebten, Danton, Hamiller und noch ein Typ,.... und mit Pfeil und Bogen gelingt die Befreiung.
Eindeutig Sandal Tolk, der Rächer der Burg Cr... ach nein, es ist sein Wiedergänger Hytawath Borl. B-)
Yman hat geschrieben: 22. Oktober 2020, 14:01 Nachdem bereits auf der PAN-THAU-RA eine Zeit des Friedens eingeläutet wurde, geschieht dies nun auch bei den Wyngern, ...
Es gibt noch den ziemlich überflüssigen Band 943 (auch von Kneifel), wo das Thema Demeter und die drei Werber nochmals eine Rolle spielt (die Wynger nur ganz peripher), aber dann ist das Thema endgültig durch.

Bevor es "los geht" kommt aber erst noch ein Ellert/Ashdon-Roman (schließt an Band 893 an).
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Yman
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Re: Klassiker - Die Kosmischen Burgen (PR 900 - 999)

Beitrag von Yman »

GruftiHH hat geschrieben: 20. April 2015, 08:46 Re: Band 910 - Planet der Telepathen (30.01.1979)
Untertitel: Hetzjagd auf Sceddo – ein Abenteuer mit Ernst Ellert

Autor: Clark Darlton
Ernst Ellert auf dem Planeten der Telepathen, da hätte ich mir etwas mehr erwartet. Einer der Telepathen hat etwas gegen Wesen mit zwei Bewusstseinen und will unbedingt Ellerts Tod. Beim Versuch eine Bombe am Triebwerk des Raumschiffs anzubringen stirbt Ellerts Todfeind Kalus, wie auf dem Titelbild dargestellt.

Im Grunde ist der Roman eine Geschichte, wie eine Space-Jet gegen ein besseres Raumschiff ausgetauscht wird, das den intergalaktischen Abgrund überbrücken kann, was für Ellert, der im Auftrag von ES agiert, enorm wichtig ist. Es steht also viel auf dem Spiel.

So eine Raumschifftauschgeschichte ist keine schlechte Idee, und zusammen mit einem Planet voller Telepathen hätte daraus etwas wirklich Spannendes werden können, eine Heist-Story, aber der Roman ist leider nur durchschnittlich gut. Eine Zivilisation, die nur oder vorwiegend aus Telepathen besteht, wäre für sich genommen schon interessant gewesen, aber Clark Darlton fällt dazu leider nicht wirklich viel ein.

Der Hintergrund, dass das Telepathenvolk sich mit Satellitenstrahlung großteils selbst sterilisiert hat und am Aussterben ist, ist auch nicht wirklich etwas Neues, aber auch hier hätte sich eine gute Geschichte angeboten. So aber wird man von diesen Telepathen, den Sceddors, vermutlich nie wieder etwas hören.

Sehr gelungen fand ich, dass Ellert/Ashdon in Begleitung eines nicht ganz alltäglichen Roboters unterwegs sind. Auch hier ist noch Potential.
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Re: Klassiker - Die Kosmischen Burgen (PR 900 - 999)

Beitrag von Yman »

GruftiHH hat geschrieben: 27. April 2015, 09:01 Band 911 - Der Helk des Quellmeisters (6.2.1979)
Untertitel: Jagd auf Boyt Margor, den Mutanten von Gäa

Autor: Ernst Vlcek
GruftiHH hat geschrieben: 4. Mai 2015, 08:33 Band 912: Die Truppe der Berserker (13.02.1979)
Untertitel: Boyt Margors Triumph – und Niederlage

Autor: Ernst Vlcek
Dieser Doppelroman hat mir sehr gut gefallen. Jeder treibt seine Pläne voran, sowohl Boyt Margor als auch die LFT und die Loower. Den kleinsten Anteil haben die Loower, denen allmählich das Heft des Handelns aus der Hand genommen wird.

Boyt Margor erschafft eine neue Groß-Klause im Hyperraum, aber der Nachtteil war von Anfang an, dass es ohne das Auge keinen einfachen Weg zurück gibt. Natürlich hat Margor nicht mit dem Verlust des Auges gerechnet, aber rein theoretisch hätten ja auch irgendwann die "Batterien" des Auges erschöpft sein könne. Ich nehme mal an, dass es keine Risszeichnung von Laires Auge gibt, die Boyt Margos technische Kenntnisse widerspiegelt.

Entelechie hält sich in Grenzen, und der Helk des Quellmeisters scheint ein Roboter zu sein, der zu sinnvollem, durchtriebenem eigenständigen Handeln fähig ist und seine Umgebung nicht dauernd mit seinen Marotten nervt.

Die LFT macht eine halbwegs gute Figur, mit Julian Tifflor, Homer G. Adams, Ronald Tekener haben sich einige zuverlässige Aktivatorträger des Loower-Problems angenommen, aber sie spielen ein sehr riskantes Spiel als sie das Schiff des Quellmeisters auf einen geheimen Stützpunkt in den Saturnringen bringen. Theoretisch könnte ein Konflikt mit den Loower, Boyt Margor hin oder her, jederzeit wieder aufflammen.

Interessant, dass sich dieser ziemlich große diskusförmige bemannte Stützpunkt der Solaren Flotte auch zu Leticrons Tagen in den Saturnringen verstecken konnte. Das ist ziemlich unglaubwürdig, denn die Saturnringe wie auch der Saturn selbst waren von den Überschweren gut besucht.

Interessant war auch dieses Terraner-Abkömmlingsvolk als Experiment eines unter dem Einfluss einer Psychode stehenden Aras. Diese Beserker müssen ständig ausrasten, aber je mehr sie ausrasten, um so schneller verbrauchen sie sich.

Wahrscheinlich wird man von denen aber auch nichts mehr sehen oder hören, im Gegensatz zu Boyt Margor, der sich noch einen Weg aus seiner Klause herausfinden wird. Da bin ich mal sehr gespannt, wie das gelingt.
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Re: Klassiker - Die Kosmischen Burgen (PR 900 - 999)

Beitrag von Nisel »

Yman hat geschrieben: 25. Oktober 2020, 15:44 Boyt Margor erschafft eine neue Groß-Klause im Hyperraum, aber der Nachtteil war von Anfang an, dass es ohne das Auge keinen einfachen Weg zurück gibt. Natürlich hat Margor nicht mit dem Verlust des Auges gerechnet, aber rein theoretisch hätten ja auch irgendwann die "Batterien" des Auges erschöpft sein könne. Ich nehme mal an, dass es keine Risszeichnung von Laires Auge gibt, die Boyt Margos technische Kenntnisse widerspiegelt.
Nach so einer Zeichnung habe ich auch schon gefragt und gesucht, aber leider nichts gefunden. Ich hab so meine Probleme, mir das Ding wirklich vorzustellen. Vielleicht hätt da mal einer unserer Hobbyzeichner Lust drauf? *fragend in die Runde schau*

Was er mit seinen Klausen zu erreichen glaubte, habe ich allerdings bis heute nicht verstanden, die waren so sinnlos wie überflüssig. Meine Meinung zu Boyt Margor ist allerdings auch schon hinreichend bekannt, so daß ich mir und Euch das jetzt erspare zu wiederholen.
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Re: Band 947: Der Matazema-Plan (16.10.1979)

Beitrag von Nisel »

GruftiHH hat geschrieben: 11. April 2016, 09:48 Untertitel: Kemoaucs Burg verschwindet - und eine Eiswelt wird zur Falle

Autor: H.G. Francis

http://www.perrypedia.proc.org/mediawiki/images/3/36/PR0947.jpg


Kemoaucs' Burg

Jagur und seine UFOnauten dringen in die Burg Kemoaucs' ein. Diese ist jedoch schon durch einen sehr schwer zu knackenden Sicherheitscode geschützt. Als sie weiter vordringen bemerkt Jagur, dass die Androiden immer mehr abgelenkt werden. Viele der gesammelten Gegenstände von Kemoauc haben ihren Reiz - auch Jagur droht diesem zu erliegen.
Ich hab nach einer Pause in der ich Anderes gelesen habe, jetzt gestern den Roman angefangen. Viel ging nicht mehr, ich war müde und hab nur die ersten Seiten gelesen, daher auch das verkürzte Zitat.
Da hat die herbeigeholte "Spezialpositronik mit hoher Kreativität" 54 Züge gebraucht um aus dem Schloß die richtige Zahl zwischen 1 und 10.000.000 rauszukriegen. Ganz ehrlich? Ich hab das grad mal bissl durchgerechnet und notiert... ich hab 23 Züge für die richtige Zahl gebraucht. Angeblich hat das Schloß ja sogar noch geholfen damit, wieviele Zahlen an der richtigen Stelle wären etc.
Allein die Angabe "zu hoch/zu niedrig" hat mir gereicht.
Ohne die Leistungen als Autor zu schmälern, aber Mathemaktik war wohl nicht grade seine Stärke?

Ansonsten kann ich noch nicht viel sagen, mal sehen wie der Rest läuft... :)
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Re: Klassiker - Die Kosmischen Burgen (PR 900 - 999)

Beitrag von Haywood Floyd »

Das Heft 947 ist mir insofern unvergesslich geblieben, als es einer der Romane war, die mich damals in meinem - seinerzeit noch schwebenden - Entschluss bekräftigten, dass ich besser aufhören sollte, die Serie weiter zu lesen... :ciao: :help: :sleep:
"We starve-look at one another short of breath, walking proudly in our winter coats
wearing smells from laboratories, facing a dying nation of moving paper fantasy.
Listening for the new told lies with supreme visions of lonely tunes."


'The Flesh Failiures' - G. MacDermot, G. Ragni, J. Rado (1967)
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Re: Klassiker - Die Kosmischen Burgen (PR 900 - 999)

Beitrag von Nisel »

Interessantes Detail für mich war jetzt die Beschreibung, wie Bully die Sauerstoffgeräte ohne Energieversorgung konstruiert... also ich hab da an einen 3-D-Drucker denken müssen :D
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