Zyklus: Die Zeitpolizei/M87 (PR 300-399)

Unvergessene Abenteuer, legendäre Zyklen - nachgelesen und neu diskutiert.
Antworten
PJoppen
Ertruser
Beiträge: 754
Registriert: 7. Juli 2014, 20:09
Wohnort: in der Nähe von Soest

Re: Zyklus: Die Zeitpolizei/M87 (PR 300-399)

Beitrag von PJoppen »

Äh.. wie kommt Sichu in die Romane?.. Hatte Sie eine Zeitmaschine? :blink:
.. die IT .. schläft nie.., weshalb ich mehr als oft nicht oder spät Antworte. Keine Absicht und ich entschuldige mich schon mal prophylaktisch..
Benutzeravatar
R.B.
Zellaktivatorträger
Beiträge: 1988
Registriert: 28. August 2013, 11:19
Wohnort: Köln

Re: Zyklus: Die Zeitpolizei/M87 (PR 300-399)

Beitrag von R.B. »

PJoppen hat geschrieben: 24. September 2020, 13:19 Äh.. wie kommt Sichu in die Romane?.. Hatte Sie eine Zeitmaschine? :blink:
Nicht so ganz. Ich hab irgendwann mal angefangen, die alten 300 er zu lesen und eine Rahmenhandlung zu schreiben. Die Geschichte spielt auf der RAS TSCHUBAI kurz nachdem Perry Rhodan von seinen Sol Abenteuern an Bord auftaucht. Als Perry dann in der Zentrale steht und etwas von Roi Danton erzählt, bekommt Atlan einen Erzählanfall und redet natürlich von M 87. Perry und Gucky sitzen zunächst neben ihm, hören sich da alles an und quatschen so über das eine oder andere miteinander.

Zwischendurch waren wir auch mal bei Reginald Bull, der mit Toio über die alten M 87 Zeiten und seine Abenteuer redete.

An Bord der RT: Kurz vor Atlans Aufwachen klappt derselbe wieder zusammen und liegt erstmal einfach nur da und schläft. Was die anderen unserer Helden natürlich nicht davon abhält, wieder über M 87 nachzudenken. Einfach nur schmückendes Beiwerk. Die Romanhandlung ist seit einiger Zeit in den Spoiler Tags zusammengefasst. Ich hab ja die Hoffnung, dass es ein bisschen gefällt...
Bleck vun dä Schäl Sick op unsere schöne Dom: Sankt Peter und Maria mit Hohenzollernbrücke
Benutzeravatar
Faktor10
Kosmokrat
Beiträge: 5222
Registriert: 25. Juni 2012, 21:30
Wohnort: Mönchengladbach
Kontaktdaten:

Re: Zyklus: Die Zeitpolizei/M87 (PR 300-399)

Beitrag von Faktor10 »

:st:
Unbelehrbarer Altleser.Allem Neuen aber aufgeschlossen. Leider mit ausgeprägter Rechtschreibschwäche.
Benutzeravatar
Moonbiker
Hüter des Lichts
Beiträge: 38314
Registriert: 25. Juni 2012, 19:34
Wohnort: Meinerzhagen

Re: Zyklus: Die Zeitpolizei/M87 (PR 300-399)

Beitrag von Moonbiker »

R.B. hat geschrieben: 24. September 2020, 13:42 Ich hab ja die Hoffnung, dass es ein bisschen gefällt...
:st:

Günther
Tiberius
Zellaktivatorträger
Beiträge: 1707
Registriert: 25. Juli 2017, 14:35

Re: Zyklus: Die Zeitpolizei/M87 (PR 300-399)

Beitrag von Tiberius »

R.B. hat geschrieben: 24. September 2020, 13:42 Ich hab ja die Hoffnung, dass es ein bisschen gefällt...
Das tut es. :st:
Leser sind in der Überzahl und machen sich demzufolge mehr Gedanken über einen Roman, als es ein Autor je könnte.
Benutzeravatar
AARN MUNRO
Kosmokrat
Beiträge: 8127
Registriert: 16. September 2013, 12:43
Wohnort: Berlin, Terra und die Weiten des Kosmos

Re: Zyklus: Die Zeitpolizei/M87 (PR 300-399)

Beitrag von AARN MUNRO »

Fand den Band ganz gut. Beriot und Monol gut geschildert.Auch Paladin.
Dennoch: Beriot wider normal, auch körperlich korrigiert ... dafür unfruchtbar. wie die KdZ.Ob das soviel besser ist?
"Doc war Pazifist, was ihn nicht daran hinderte, realistisch zu denken!" (Robert A. Heinlein in "The moon is a harsh mistress")
AARNs PR- Artikel auf https://www.zauberspiegel-online.de
Sense of Wonder allein, ist Fantasy. Bei SF erwarte ich logische Zusammenhänge.
"Es wird Zeit, deine Maske aufzusetzen!" sagte Atlan.

And you always see the heroes retreat before defeat. They talk a big fire, but in action they are cheap! (Praying Mantiss).
Benutzeravatar
Klaus 1802
Superintelligenz
Beiträge: 2645
Registriert: 30. Juni 2012, 01:07
Wohnort: Raum Ludwigshafen Terra

Re: Zyklus: Die Zeitpolizei/M87 (PR 300-399)

Beitrag von Klaus 1802 »

R.B. hat geschrieben: 24. September 2020, 13:42 Ich hab ja die Hoffnung, dass es ein bisschen gefällt...
Ich finde das ganze sehr gut,außer der Behauptung
Adams wäre der älteste Terraner nach Tiff. Tiff ist Baujahr 1961
Adame 1918.
Benutzeravatar
AARN MUNRO
Kosmokrat
Beiträge: 8127
Registriert: 16. September 2013, 12:43
Wohnort: Berlin, Terra und die Weiten des Kosmos

Re: Zyklus: Die Zeitpolizei/M87 (PR 300-399)

Beitrag von AARN MUNRO »

Klaus 1802 hat geschrieben: 25. September 2020, 19:29
R.B. hat geschrieben: 24. September 2020, 13:42 Ich hab ja die Hoffnung, dass es ein bisschen gefällt...
Ich finde das ganze sehr gut,außer der Behauptung
Adams wäre der älteste Terraner nach Tiff. Tiff ist Baujahr 1961
Adame 1918.
Korrekt!
"Doc war Pazifist, was ihn nicht daran hinderte, realistisch zu denken!" (Robert A. Heinlein in "The moon is a harsh mistress")
AARNs PR- Artikel auf https://www.zauberspiegel-online.de
Sense of Wonder allein, ist Fantasy. Bei SF erwarte ich logische Zusammenhänge.
"Es wird Zeit, deine Maske aufzusetzen!" sagte Atlan.

And you always see the heroes retreat before defeat. They talk a big fire, but in action they are cheap! (Praying Mantiss).
thinman
Oxtorner
Beiträge: 507
Registriert: 26. Juni 2012, 12:44

Re: Zyklus: Die Zeitpolizei/M87 (PR 300-399)

Beitrag von thinman »

AARN MUNRO hat geschrieben: 25. September 2020, 20:01
Klaus 1802 hat geschrieben: 25. September 2020, 19:29
Ich finde das ganze sehr gut,außer der Behauptung
Adams wäre der älteste Terraner nach Tiff. Tiff ist Baujahr 1961
Adame 1918.
Korrekt!
Falsch. Tifflor ist ein paar Mullionen Jahre auf dem Zahnfleisch gegangen und war da im Gegensatz zu einem bestimmten Arkoniden wach.

thinman
Benutzeravatar
Klaus 1802
Superintelligenz
Beiträge: 2645
Registriert: 30. Juni 2012, 01:07
Wohnort: Raum Ludwigshafen Terra

Re: Zyklus: Die Zeitpolizei/M87 (PR 300-399)

Beitrag von Klaus 1802 »

Sorry habe die Wanderung vergessen
Benutzeravatar
AARN MUNRO
Kosmokrat
Beiträge: 8127
Registriert: 16. September 2013, 12:43
Wohnort: Berlin, Terra und die Weiten des Kosmos

Re: Zyklus: Die Zeitpolizei/M87 (PR 300-399)

Beitrag von AARN MUNRO »

thinman hat geschrieben: 25. September 2020, 20:17
AARN MUNRO hat geschrieben: 25. September 2020, 20:01
Klaus 1802 hat geschrieben: 25. September 2020, 19:29
Ich finde das ganze sehr gut,außer der Behauptung
Adams wäre der älteste Terraner nach Tiff. Tiff ist Baujahr 1961
Adame 1918.
Korrekt!
Falsch. Tifflor ist ein paar Mullionen Jahre auf dem Zahnfleisch gegangen und war da im Gegensatz zu einem bestimmten Arkoniden wach.

thinman

Korrekt! :D
"Doc war Pazifist, was ihn nicht daran hinderte, realistisch zu denken!" (Robert A. Heinlein in "The moon is a harsh mistress")
AARNs PR- Artikel auf https://www.zauberspiegel-online.de
Sense of Wonder allein, ist Fantasy. Bei SF erwarte ich logische Zusammenhänge.
"Es wird Zeit, deine Maske aufzusetzen!" sagte Atlan.

And you always see the heroes retreat before defeat. They talk a big fire, but in action they are cheap! (Praying Mantiss).
Benutzeravatar
Richard
Kosmokrat
Beiträge: 7628
Registriert: 3. Mai 2013, 15:21
Wohnort: .at & TDSOTM

Re: Zyklus: Die Zeitpolizei/M87 (PR 300-399)

Beitrag von Richard »

Dieses "Korrekt!" erinnert mich an Kraftwerk - Das Model.

Ansonsten bin ich mir nicht sicher ob Julian sich selber noch als Terraner empfindet - allerdings wurde er im Atopenzyklus jedenfalls noch seitens der LFT als LFT Bürger betrachtet.
Benutzeravatar
R.B.
Zellaktivatorträger
Beiträge: 1988
Registriert: 28. August 2013, 11:19
Wohnort: Köln

Re: Zyklus: Die Zeitpolizei/M87 (PR 300-399)

Beitrag von R.B. »

Vielen Dank für eure positiven Rückmeldungen! Ich habe mich darüber sehr gefreut und werde mich bemühen, entsprechend weiter zu machen!
:o( :o(
Richard hat geschrieben: 27. September 2020, 00:45 Ansonsten bin ich mir nicht sicher ob Julian sich selber noch als Terraner empfindet - allerdings wurde er im Atopenzyklus jedenfalls noch seitens der LFT als LFT Bürger betrachtet.
Ich glaube es nicht. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, redete Rhodan ihm beim letzten Treffen zunächst mit Tiff an, wie er das gewöhnt war. "Julian", verbesserte Tifflor. Der Haken an der Sache ist, dass man sich als Normalsterblicher (und wohl auch Normalunsterblicher) diesen langen Zeitraum von einer Million Jahren, in der er hauptsächlich mit sich alleine war, einfach nicht vorstellen kann. Vielleicht überkommt ihn ab und zu eine undefinierbare Sehnsucht nach Irgendwas, ab heimisch würde er auf Terra wohl so schnell nicht mehr.
Bleck vun dä Schäl Sick op unsere schöne Dom: Sankt Peter und Maria mit Hohenzollernbrücke
Benutzeravatar
Richard
Kosmokrat
Beiträge: 7628
Registriert: 3. Mai 2013, 15:21
Wohnort: .at & TDSOTM

Re: Zyklus: Die Zeitpolizei/M87 (PR 300-399)

Beitrag von Richard »

Genau (v.w. Julian verbesserte Perry bei der Anrede); war der Grund, warum ich auch "Julian" schrieb und nicht Tiff :).
Benutzeravatar
AARN MUNRO
Kosmokrat
Beiträge: 8127
Registriert: 16. September 2013, 12:43
Wohnort: Berlin, Terra und die Weiten des Kosmos

Re: Zyklus: Die Zeitpolizei/M87 (PR 300-399)

Beitrag von AARN MUNRO »

R.B. hat geschrieben: 27. September 2020, 06:53 Vielen Dank für eure positiven Rückmeldungen! Ich habe mich darüber sehr gefreut und werde mich bemühen, entsprechend weiter zu machen!
:o( :o(
Richard hat geschrieben: 27. September 2020, 00:45 Ansonsten bin ich mir nicht sicher ob Julian sich selber noch als Terraner empfindet - allerdings wurde er im Atopenzyklus jedenfalls noch seitens der LFT als LFT Bürger betrachtet.
Ich glaube es nicht. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, redete Rhodan ihm beim letzten Treffen zunächst mit Tiff an, wie er das gewöhnt war. "Julian", verbesserte Tifflor. Der Haken an der Sache ist, dass man sich als Normalsterblicher (und wohl auch Normalunsterblicher) diesen langen Zeitraum von einer Million Jahren, in der er hauptsächlich mit sich alleine war, einfach nicht vorstellen kann. Vielleicht überkommt ihn ab und zu eine undefinierbare Sehnsucht nach Irgendwas, ab heimisch würde er auf Terra wohl so schnell nicht mehr.
Deshalb war ich dafür, ihn erzähltechnisch zu "resetten", um ihn in der Erzählung zu halten, anstatt ihgn so als Atopenrichter rauszuschreiben.Immerhin könnte man ja eine Miniserien um ihn oder zumindest mit ihm veranstalten.
"Doc war Pazifist, was ihn nicht daran hinderte, realistisch zu denken!" (Robert A. Heinlein in "The moon is a harsh mistress")
AARNs PR- Artikel auf https://www.zauberspiegel-online.de
Sense of Wonder allein, ist Fantasy. Bei SF erwarte ich logische Zusammenhänge.
"Es wird Zeit, deine Maske aufzusetzen!" sagte Atlan.

And you always see the heroes retreat before defeat. They talk a big fire, but in action they are cheap! (Praying Mantiss).
Benutzeravatar
R.B.
Zellaktivatorträger
Beiträge: 1988
Registriert: 28. August 2013, 11:19
Wohnort: Köln

Re: Zyklus: Die Zeitpolizei/M87 (PR 300-399)

Beitrag von R.B. »

Die folgenden Bände 363 (Nacht zwischen den Sonnen) und 364 (Die grüne Bestie) sind von H.G. Ewers

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

"Nein, nein und nochmals nein!"

Gucky wusste zwar nicht, mit wem Sichu da redete, die für ihn unhörbare Antwort kam über den mikroskopisch kleinen Knopf in ihrem Ohr, aber sie hatte zweifellos recht. "Völlig richtig", hörte er. "Dafür seid ihr da. Stellt euch einfach vor, er läge neben Atlan und wäre auch nicht wach zu kriegen." Herrlich, dachte Gucky amüsiert. Da kriegt jemand die andere Seite unserer lieben Frau Dorksteiger mit. "Genau", sagte sie. "Und wenn das Universum explodiert, muss es diesmal eben ohne Perry Rhodan explodieren." Gucky grinste sich eins und sagte zu Sichu: "Gut gemacht, Mädel. Unser größter aller großen Meister soll sich mal austoben. Danach werden wir seine blauen Flecken zählen!"

Austoben, das war in dem 40.000 Personen fassenden Stadion der RAS TSCHUBAI. Vor einer unbedingt notwendigen Mindestbesetzung auf den Stationen abgesehen, schienen sämtliche Besatzungsmitglieder hier auf den Rängen sein und das waren mehr als 33.000 Leute. Einige wenige waren zusätzlich nicht hier, sie hatten sich bei ihrem vorletzten Mittagessen eine Darmerkrankung eingefangen und somit andere Probleme. Selbst schuld, wenn sie immer nur Steaks essen, ging es Gucky durch den Kopf. Die Küche hatte bekannt gegeben, dass bei der Anlage der letzten Zellkultur wohl etwas falsch gelaufen sei. Die Betroffenen sitzen im Moment auf anderen Orten, weil in diesem Fall sogar die Wunderpillen der Mediker nichts bringen. Gucky bedauerte niemanden von ihnen. Die sollen eben mehr Gemüse essen, das ist sowieso gesünder.

Eine Person hatte etwas ganz besonderes davon: Perry Rhodan. Der Standard - Verbindungshalb der Iron Lions, aber auch sein Ersatzmann hatten die falschen Steaks gegessen. Kurz nach deren Abmeldung hatte sich der Trainer vor Rhodan aufgebaut und ihm eröffnet, dass er sein erstes Spiel zu bestreiten habe. Es sei zwar nur ein Freundschaftsspiel, weil die regulären Meisterschaften erst später ausgespielt würden, aber man spiele immerhin gegen die Siberian Green Tigers von der RT-M 4, der TATJANA MICHALOWNA mit ihren 600 Besatzungsmitgliedern. Er erwarte vollen Einsatz, endete der Trainer seine Ansprache.

Die Siberian Green Tigers, so wusste Rhodan inzwischen, waren niemand anders als die Meistermannschaft aus der Ruhezeit nach dem letzten Einsatz. Rhodans Iron Lions waren dagegen irgendwo im Nirgendwo der Tabelle zu finden gewesen. Na Bravo, dachte Perry. Und alle sind sie hier, um zu sehen, wie Perry Rhodan verdroschen wird. Aber da muss ich jetzt durch. Seine Mitspieler klopften ihm immer noch oder schon wieder grinsend auf die Schulter und meinten, wenn es zu schlimm würde, gäbe es ja auch noch Schiedsrichter. Außerdem sei noch niemand auf dem Spielfeld geblieben.

Perry Rhodan machte sich für sein erstes Spiel erstaunlich gut. Körperkontakten ging er soweit möglich aus dem Weg und er dankte dem Himmel für seine Gabe des Sofort-Umschaltens. Weiterhin dankte er Atlan, dass dieser ihn mit einigen Dagor - Kniffen bekannt gemacht hatte. Der Schiedsrichter hatte nichts gesehen, die Zuschauer auch nicht, weil es so schnell gegangen war und so hatte Perry einen Angriff der Tigers verhindert. Gut, ganz fair war das nicht, aber man musste ja sehen, wo man blieb. Aber um die Wahrheit zu sagen, spielten seine zwölf Mannschaftskameraden für ihn mit und der Gegner schien nur mit der zweiten Garnitur angetreten zu sein. Aber Gegenspieler austricksen konnte er schon. In Ballbesitz schaffte er es mehrmals, links zu täuschen und rechts vorbei zu laufen, um den Ball zu den Zweite-Reihe-Stürmern zu werfen. Schießen ging noch nicht. Das Ei landete nie da, wo es hinsollte. Es fing grundsätzlich an, sich über alle Maßen zu drehen und die Geschwindigkeitsenergie ging in das Eiern über. Der Ellipsoid fiel dann zumeist direkt in die Arme des Gegners.

In den zwei Mal 40 Minuten Echt - Spielzeit ging Rhodan bis an seine Reserven und darüber hinaus. Ich werde mich wohl nie wieder bewegen können, ging es ihm durch den Kopf, als es kurz vor Spielende 27 : 27 stand. Doch dann landete das Ei wie aus dem Nichts genau vor seinen Füßen. Jetzt oder nie mehr!, dachte er, schnappte sich den Ball und rannte los. Er täuschte rechts und links an, ging so dem gegnerischen Tackling aus dem Weg, er lief und lief und lief und hörte das Stadion toben und er lief immer weiter und noch einer und der stürzt sich auf ihn drauf - zu spät - und Perry hat es tatsächlich geschafft. Ein 4 Punkte try. Unmittelbar danach pfiff der Schiedsrichter ab. Das Stadion stand Kopf. Es dauerte eine ganze Weile, bis Rhodan begriff, was passiert war. Gewonnen? Gewonnen! GEWONNEN!!!!

Perry Rhodan, der große Perry Rhodan, schrie wie ein Wahnsinniger seine Freude hinaus. Er rannte über den ganzen Platz hin und wieder zurück und um alle anderen herum und das Gleiche nochmals, bis ihn endlich einer seiner Mitspieler zu fassen bekam. Er und alle anderen sprangen auf ihn drauf und Rhodan hatte das Gefühl, dass die wenigen Stellen seines Körpers, die bislang noch keine blauen Flecken aufgewiesen hatten, jetzt auch ihre Farbe veränderten.

Du meine Güte, dachte Gucky kopfschüttelnd, als er sich das ansah. Er drehte sich um und wollte Sichu nach ihrer Meinung fragen. Sieh mal an. Unsere kleine Ator ist auch nicht besser als der Rest. Sie tobte neben ihm und schrie andauernd Perry und Iron Lions im steten Wechsel. Als dann auch noch eine Dudelsack - Kapelle in den historischen Uniformen der Original Royal Scots Dragon Guard auftauchte und die Hymne der Iron Lions, eine uralte schottische Weise namens Highland Cathedral ertönte, war alles vorbei. Grade, als der Nachbar auf der anderen Seite Gucky mit dem Ball verwechseln wollte, teleportierte er vor lauter Sorge, als armer kleiner Mausbiber von dem Massen erdrückt zu werden, in angenehmere Gefilde.

Perry Rhodan hatte sich lange nicht mehr so wohl gefühlt. Das Schulterklopfen hatte kein Ende genommen und manch einer der Siberian Green Tigers hatte ihn angesehen, als wäre er ein Monster aus einer anderen Welt. Sichu hatte verdammt recht , dachte er zum wiederholten Male und lud beide Mannschaften zu einem offenen Abend auf seine Kosten ein. Es gab diesmal essbare Steaks und das Bier in Farben von hellblond bis tiefschwarz floss in Strömen. Dieser Abend war einer der ganz wenigen Anlässe, in denen Perry es bedauerte, dass sein ZAC alle Nebenwirkungen des Alkohols unterband.

Nach dem Ende des Essens stand Rhodan auf und blickte in die Runde. "Ich danke euch, Jungs", sagte er zu den Sportlern. Auf fragende Blicke hin sprach er weiter: "Es ist für mich durchaus nicht üblich, so offen und herzlich wie hier empfangen zu werden. Glaubt mir bitte, das Teil in meiner linken Schulter macht so manches Mal mehr als nur ein schlechtes Gewissen. Was ich an eurer Stelle natürlich nicht für bare Münze nehmen würde, im Gegenteil, ich dächte, mich würde einer für blöd verkaufen. Aber ihr habt diesen Graben zugeschüttet. Und dass ich mich nach diesem Spiel kaum noch bewegen kann, ist mir völlig egal. Wichtiger ist, dass ihr mich wie einer der Euren behandelt. Ihr glaubt gar nicht, wie wichtig." Er solle sich nicht so haben, war die Antwort. Außerdem müsse er noch viel üben, bis auch nur ein halbwegs vernünftiger Verbindungshalb aus ihm werde. Einer der Spieler kannte sich sogar in altterranischen Sprichwörtern aus und zitierte im Hinblick auf den Siegtreffer das blinde Huhn, das auch einmal ein Korn fand.

Im Laufe des Abends kam dass, was er erwartet hatte. Nein, man sprach ihn nicht auf seinen Zellaktivator an, sondern man forderte ihn auf, etwas aus früheren Tagen zu erzählen. "Wie war das eigentlich während der Sturm- und Drangphase der Terraner vor Urzeiten?" kam die unvermeidlich Frage von dem linken Innendreiviertel Macum "Mac" Holk.

Dann also sogar hier, dachte Perry Rhodan. Er trank einen großen Schluck Bier, lehnte sich zurück und begann zu erzählen. "Wir waren damals in M87 gestrandet und suchten einen Weg zurück in die Heimat, wo die Bestien wüteten", fing er seine Geschichte an.
Spoiler:
Perry Rhodan erzählt:

Wir, das waren die zwei Haluterschiffe mit Fancan Teik und Icho Tolot, die CREST IV samt Besatzung und die BOX 13111. Und zurück nach Hause ging es nur mit einem Dimesextatriebwerk, dass wir uns von den Konstrukteuren des Zentrums erhofften. Natürlich hätten wir es zur Not auch mit den Kalups geschafft, wir hatten ausreichende Mengen an Bord des Fragmentraumers, aber das hätte zu lange gedauert. Außerdem wollten und mussten wir hier vor Ort Sorge dafür tragen, dass aus M 87 keine Angriffe welcher Bestien - Art auch immer mehr in Richtung Milchstraße kamen.

Also galt es, die Bestien zu schwächen. Dazu mussten wir aber zuerst eine Bestie, die in Gefangenschaft bei den Okefenokees war, befreien. Das hört sich jetzt verkehrt herum an, aber wir mussten das Vertrauen der KdZ gewinnen. Deswegen die Bestie. Wir wollten von ihr die Koordinaten des Heimatsystems haben. Nun gut, mit dem von Siganesen gesteuerten PALADIN hatten wir nicht wirklich Probleme, Olukh zu entführen. Da die Okefenokees aber Intelligenzen waren, die unbedingt eine ehrliche Zusammenarbeit verdient hatten, wie John Marshall es so treffend formuliert hatte, schickten wir unmittelbar nach unserer Aktion den Druis Agen Thrumb mit etlichen Unterlagen zu ihnen. Diese sollten, so unsere Hoffnung, den Okefenokees beweisen, dass wir in bester Absicht handelten.

Ob die uns glaubten oder nicht, war eine Sache. Die Soldaten von M 87, die Dumfries glaubten uns nicht. Sie tauchten gleich mit einer ganzen Flotte auf, konnten uns aber letztlich nicht aufhalten.

Und Olukh, die Bestie hätte sicherlich den Teufel getan und uns die Koordinaten seines Heimatsystems genannt. Wenn, ja wenn wir nicht den grandiosen Kosmopsychologen Tschu - tut mir Leid, den Rest des Namens habe ich vergessen - an Bord gehabt hätten.

Tschu hatte unseren verdrehten Plan zusammen mit Atlan ausgearbeitet. Wir wollten den Bestien weis machen, dass wir ihnen helfen, um dann mit den so beschafften Fakten auf die KdZ zuzugehen. Bislang hatte das auch funktioniert. Olukh war ausgesandt, um mit uns Kontakt aufzunehmen. Im Gespräch war er allerdings nicht Willens, uns die benötigten Koordinaten zu geben. Dann kam von Tschu die entscheidenden Sätze. "Wie wollen Sie uns beweisen, dass es sich überhaupt lohnt, mit Ihnen Kontakt aufzunehmen? Sie vertreten augenblicklich eine Macht, von der nichts zu hören und zu sehen ist."

Tschu wandte sich ab und tat so, als verließe er den Raum. Olukh rief ihn zurück und nannte ihm tatsächlich das Gewollte, warnte aber gleichzeitig vor Verrat. Damit Olukh sich in den richtigen Händen fühlen würde, sagte Tschu zu Atlan, er möge der Bestie doch alle Beweismittel über die Entdeckung der Kristallwelt der KdZ vorführen.

Die Kristallwelt war die Welt, wo aus gestorbenen Okefenokees durch biophysikalische Hypergenerierung die Konstrukteure wurden. Da hätten die Bestien gerne mehr drüber gewusst...

Es kam aber nicht dazu, weil Olukh plötzlich vor unseren Augen starb. Die nachfolgende Untersuchung ergab, dass die Okefenokees ihm ein besonderes Erinnerungsstück mitgegeben hatten: Einen Etatstopper. Wird so ein Teil aktiviert, saugt es sämtliche Lebensenergie aus dem Betroffenen heraus und der Tod ist die zwangsläufige Folge.

Nun hatten wir ohne Olukh unser Ziel zu erreichen. Es handelte sich um eine Dunkelwolke aus extrem dichten Staub, sonstiger Mikromaterie und etwas, ich sag mal Lebensähnlichem. Das Zeug nannten wir später Protoalgen. Im Inneren dieser Wolke befand sich eine Lebensblase, die wir nach nach Bewältigung einiger Probleme eine erreichten. Atlan nannte die dazugehörende Sonne "Dusty Queen" und wir suchten uns den vermeintlich ungefährlichsten der drei Planeten für eine weitere Exkursion aus. Als unser Team stand, gab es natürlich den damals üblichen handfesten Krach zwischen Atlan und mir. Ich wollte natürlich mit dabei sein, setzte mich durch und es ging los. Wir flogen mit einer Space-Jet, die mit dem neuartigen Ortungsschutz der Freihändler ausgerüstet war.

Wir hatten uns diesen Planeten ausgesucht, weil es dort viele stillgelegte Maschinen gab, die wir näher betrachten wollten. Aber fremden Welten hatten wir damals nicht viel Glück. Entweder man wollte uns gleich verspeisen oder wir schleppten irgendwas ein oder, oder, oder. Hier gab es monströse, zwei Kilometer lange Wesen, die uns nicht gut tun wollten. Wir konnten uns zwar in Sicherheit bringen, aber die Jet war platt. Einfach platt. Icho Tolot kam zwar mit seinem Schiff zu unserer Rettung, das Haluterschiff wurde aber von einem zehn Kilometer (tatsächlich: zehn Kilometer) durchmessenden Flunderwesen abgedeckt.

Das, meine Freunde, war unsere Situation. Wie so oft nicht grade erquickend.....
Rhodan sah sich erneut im Kreise der Anwesenden um und er stellte fest, dass Viele der Anwesenden wohl in Gedanken mit ihm auf der CREST IV waren. Eine Hand erhob sich zaghaft.

"Ihr könnt jederzeit Fragen stellen. Ich werde mich bemühen, sie so gut wie möglich zu beantworten. Ich bitte dabei aber um Berücksichtigung, dass die ganze Geschichte ziemlich lange her ist. Ja, Mac, was kann ich dir beantworten?"

"Warum bist du als damaliger Großadministrator und oberster Chef eigentlich so oft an vorderster Front mit dabei gewesen? Ich hatte während meiner Schulzeit einen Leistungskurs in Geschichte und wir hatten uns damals fast geprügelt, weil die eine Hälfte das für gut und die andere Hälfte es für absoluten Unsinn hielt."

Perry Rhodan hatte mit dieser Frage gerechnet. "Zum einen", antwortete er, "weil ich viel zu neugierig war. Weil ich alles wissen wollte. Und weil ich mir ab und zu nur dann ein Urteil erlauben konnte, wenn ich selber dabei war. Zugegeben, so manches Mal war eine solche Aktion mehr als grenzwertig. Wenn Atlan nicht in seinem Tiefschlaf läge und jetzt hier säße, würde er etwas von einmal Barbar - immer Barbar daherreden und etliche dieser Dinger aus seinem fotografischen Gedächtnis hervorzaubern. Ich hatte mit diesen Aktionen eines unbedarften Greenhorns einfach nur Glück und sehr gute Leute, vor denen ich mich heute noch verneige. Aber, und das war für mich ausschlaggebend, ich konnte von meinen Soldaten vollen Einsatz nur dann verlangen, wenn ich Gleiches leistete. Und bei nicht wenigen dieser vollen Einsätze riskierten und verloren Viele für die Menschheit ihr Leben. Wäre ich nicht mit in Einsätze gegangen, wäre ich mir schäbig vorgekommen."

Nach diesen Sätzen herrschte absolute Stille im Raum. Man hörte noch nicht mal ein Abstellen oder Klirren der Gläser. Zunächst klatschte nur einer, dann wurden es mehr und schließlich gab es Beifall von der ganzen Horde.

Das ist unser Perry Rhodan, wie er leibt und lebt, dachte Gucky, der aus seiner Kabine heraus der Veranstaltung telepathisch folgte. Wäre er nicht genau so, hätte er schon längst das Vertrauen der Menschen verloren.

"Da waren wir also. Gottverlassen, fern der Heimat, Jet zerstört und unsere vermeintliche Rettung war unter einem großen Fladen eingesperrt. Unser Ziel war jetzt nicht mehr nur die Erkundung, sondern auch unsere Befreiung."
Spoiler:
Perry Rhodan erzählt:

Wir hatten mal wieder Glück. Der Namensgeber unseres Schiffes hatte herausgefunden, dass dieses lange Untier auf Lichtsignale reagierte und sich so steuern ließ. Daraufhin brachte er zuerst Tschu, der mit ihm unterwegs war und grade verspeist werden sollte, in Sicherheit und danach schaffte er es, mit Hilfe seiner Clara, so hatte er das Vieh genannt, das Haluterschiff von dem Fladen zu befreien. Es ging zurück in die Space-Jet und danach zur CREST in die Dunkelzone.

Dort waren unsere Wissenschaftler der Meinung, die maschinellen Hinterlassenschaften auf dem besuchten Planet dienten zur Herstellung von Dolans. Das schien aber ganz nett schief gegangen zu sein und wir gingen davon aus, dass die Fehlzüchtungen ihre Erzeuger vernichtet hatten. Wozu sollten sonst all die stillgelegten Maschinen gut gewesen sein? Des Weiteren waren wir der Meinung, dass die Bestien von Claras Planet, Norvo mit Nahmen, nicht mit denen von einer der anderen beiden Welten, Pauper identisch waren.

Danach ging die Diskussion über unsere weiteren Vorhaben wieder von vorne los. Wir brauchten zwei Paratronkonverter, um die Haluterschiffe damit auszurüsten. Wir erhofften uns diese von den Bestien, indem wir ihnen von der Kristallwelt der KdZ etwas erzählten...

Der Plan stand mit Hilfe unserer Leute ziemlich schnell, wir rüsteten wieder eine Space-Jet aus und ich nahm Kontakt mit den örtlichen Bestien auf. Chappuy-Kitos hieß der Kerl, der uns zur Seite gestellt werden sollte. Den Namen krieg ich hin, den von Tschu hab ich vergessen. Was man doch für unnützes Zeug behält. Wir vereinbarten eine Landung mit einem Beiboot der CREST, der KC -41. Neben Tschu und dem Hyperphysiker Dr. Bysiphere nahmen wir noch John Marshall, Ras Tschubai, Gucky und natürlich den Paladin mit. Ras und Gucky bildeten unsere eiserner Reserve, die uns im Notfall heraushauen sollte. Bysiphere nahmen sie mit.

Je mehr wir uns mit Pauper beschäftigten, desto klarer wurde für uns, dass dieser Planet die versteckte Hauptwelt der Bestien war. Wir landeten in der Hoffnung auf Hilfe und hatten uns total verkalkuliert. Zunächst wurden wir noch mit den Worten "Willkommen beim Hauptvolk, den Pelewon" begrüßt, aber so ziemlich das Erste, was wir danach von Chappuy-Kitos hörten, war, dass man uns weder einen Paratron-Konverter noch sonstwas liefern werde. Man habe zwar nichts gegen uns persönlich, aber man gedenke eine Galaxis zu erobern. Da werde man sich doch nicht von einem lächerlichen Großraumschiff aufhalten lassen. Man sehe sich leider gezwungen, uns mittels Intervallstrahler zu vernichten.

Wir konnten uns nach dieser freundlichen Begrüßung durch einige Psycho-Spielchen noch eine Weile am Leben halten und hofften, dass wir das so lange schafften, bis John Marshall mit Gucky Verbindung aufnehmen konnte. Gnädigerweise wollte man uns nämlich erst töten, nachdem man die Koordinaten von Monol, der Kristallwelt der KdZ erfahren hatte. Auf diesem Weg erfuhren wir, warum die Bestien überhaupt in der Dunkelwolke leben konnten: Sie hatten eine Technik entwickelt, mit der sie den Strahlungsdruck der Sonne Dusty Queen beeinflussen konnten. So blieben Staubmassen und die Protoalgen außen vor und die Lebensblase stabilisiert.

Einen alten Bekannten trafen wir auch wieder: Den Skoarto. Der Oberste der Skoars, des alten Kriegervolkes von M 87 wollte die Ehre seines Volkes wieder herstellen und war aus diesem Grund in Pauper vorzufinden. Er war im Besitz uralter, geheimer Unterlagen und hatte vorgehabt, die Hauptsteuerzentrale obiger Technik zu zerstören. Der Flug in die Wolke hatte geklappt: Er hatte sich mittels eines Kleinstraumschiffes an einem Schiff der Bestien eingeklinkt. Er konnte seinen Plan nicht umsetzen: Die Bestien hatten ihn längst entdeckt. Und uns Terraner hielt er inzwischen für die Besseren: Er verriet uns, wo die Steuerzentrale zu finden war.

Hier ist ein ausdrückliches Lob an Gucky fällig, ohne den wir das alles nicht geschafft hätten. Er hatte sich mit dem mehrmaligen Transport des Paladins total verausgabt - er war mit ihm in die Steuerzentrale teleportiert. Der Paladin hatte sein Werk verrichtet. Für uns ging es zurück in die KC-41 und danach zur CREST. Zurück an Bord sahen wir, dass Dusty Queen den Strahlungsdruck nicht mehr ausrecht erhalten konnte und die Staub- und Protoalgenmengen bereits begannen, in die Lebensblase vorzudringen. Von den Bestien ging keine Gefahr mehr aus.
Wieder kam die Frage von "Mac" Holk: "Wie kamt ihr eigentlich auf die Schnapsidee, ausgerechnet von den Bestien die Konverter zu kriegen? Ich denke, ihr hättet euch doch vorher ausrechnen können, was die mit euch machen!"

"Du hast völlig recht", antwortete Perry Rhodan. "Glaub mir, wir hatten unsere Lektion gelernt. Mit Psychospielchen war es vorbei. Ehrliche Absichten kann man eben nur mit ehrlichen Methoden verwirklichen. Das war uns eine Lehre!"

Immerhin, dachte Gucky in seiner Kabine. Ohne den Retter des Universums hätte das nicht funktioniert. Schön, dass er es ein paar tausend Jahre später mal merkt. Wo wären die allesamt wohl ohne mich?


-------------------------------------------

Zweimal H.G. Ewers. Das Leben kann ganz schön hart sein, dachte ich. Und dann stellte ich fest, dass der erste Band sich wie geschnitten Brot lesen lies. Tschu, unser Kosmo-Psychologe hat mir zwar zuviel psychologisiert, aber es war auszuhalten. Atlan hat mir nicht gefallen. Überhaupt nicht. So wie Rhodan wieder als derjenige geschildert wird, ohne den nichts, aber auch gar nichts funktioniert, gibt Atlan hier den Kommißkopp ab. Der denkt mir hier zu wenig und predigt zuviel Härte.

An einer Stelle in Band 363 wurde mir wieder klar, dass man in Sachen Perry Rhodan einen Haufen Blödsinn über Jahre hinweg im Kopf behält: Seite 13, rechte Spalte, unten: Rhodan sagt "Die Kurzbezeichnung KdZ finde ich übrigens außergewöhnlich sinnig." Danton darauf: "Grandseigneur waren mir ein leuchtendes Vorbild. Ich denke dabei an Euer Gnaden geniale Abkürzung MdI...". Das konnte ich noch auswendig zitieren und dabei hab ich die Romane vor 40 Jahren zum letzten Mal in der Hand gehabt.

Auch im nächsten Roman ist unser lieber Professor Tschu lustvoll mit seiner Weltverbesserung zu Gange. Er philosophiert mit Ras über Religionen, mit Atlan über Brutalität und mit Gucky über Lullog. War der eine Ewers - Erfindung? Zuzutrauen wäre es ihm. Immerhin gab es in Band 363 diesen obskuren Jonathan, ein mehrdimensionales Wesen. Wozu der gut war, hat sich mir nicht erschlossen. Dann bringt Ewers einen Captain Ladd ins Spiel, der mal eben Atlan mit seiner langjährigen Erfahrung an die Wand labert. Atlan wollte den Bestien gefälschte kosmonautische Daten geben. Du meine Güte! Wesen, die mit ihren Planhirnen sofort ausrechnen können, dass man ihnen nicht unbedingt die richtigen Koordinaten gibt. Also, der Erwer'sche Atlan ist nicht meiner.

Aus den beiden Romanen hätte man ohne Tschu's philosophische Exkursionen locker einen guten Band können. Leider sind es zwei geworden. Und mir ist völlig unklar, wie ein Perry Rhodan auch nur ansatzweise der Meinung sein kann, dass er von diesen Gestalten die Paratrons kriegen kann. Auch wenn mit der Vernichtung der Schaltzentrale zur Regulierung der Sonne letztlich das Ziel - Vernichtung der Zentralwelt der Bestien erreicht wurde. Aber um den Preis eines im Einsatz fast mehrfach zu Tode gekommenen Oberbefehlshabers Perry Rhodan.

Nun gut. Band 364 endet auch philosophisch. Alles andere hätte mich auch gewundert. Ehrliche Absichten, meint der Großadministrator, kann man nur mit ehrlichen Methoden verwirklichen. Welche Weisheit zum Schluss.
Bleck vun dä Schäl Sick op unsere schöne Dom: Sankt Peter und Maria mit Hohenzollernbrücke
Benutzeravatar
AARN MUNRO
Kosmokrat
Beiträge: 8127
Registriert: 16. September 2013, 12:43
Wohnort: Berlin, Terra und die Weiten des Kosmos

Re: Zyklus: Die Zeitpolizei/M87 (PR 300-399)

Beitrag von AARN MUNRO »

Immerhin ist die Bestienfrage in M87 nun geklärt. ews wunderte mich bereits damals, dass die KdZ nicht merkten oder wussten, dass die Pelewon etc. Sternsysteme in M 87 okkupiert hatten, die sie anscheinend (KdZ) in 80.000 Jahren nicht gefunden haben ... und Perry erledigt das dann im Alleingang.Schon bei den beiden Bestien auf Dwellion (343) fragte man sich, wo die herkommen ...
"Doc war Pazifist, was ihn nicht daran hinderte, realistisch zu denken!" (Robert A. Heinlein in "The moon is a harsh mistress")
AARNs PR- Artikel auf https://www.zauberspiegel-online.de
Sense of Wonder allein, ist Fantasy. Bei SF erwarte ich logische Zusammenhänge.
"Es wird Zeit, deine Maske aufzusetzen!" sagte Atlan.

And you always see the heroes retreat before defeat. They talk a big fire, but in action they are cheap! (Praying Mantiss).
Benutzeravatar
Faktor10
Kosmokrat
Beiträge: 5222
Registriert: 25. Juni 2012, 21:30
Wohnort: Mönchengladbach
Kontaktdaten:

Re: Zyklus: Die Zeitpolizei/M87 (PR 300-399)

Beitrag von Faktor10 »

Das war wohl ein Koordinierungsfehler der Autoren denke ich
Unbelehrbarer Altleser.Allem Neuen aber aufgeschlossen. Leider mit ausgeprägter Rechtschreibschwäche.
Benutzeravatar
Faktor10
Kosmokrat
Beiträge: 5222
Registriert: 25. Juni 2012, 21:30
Wohnort: Mönchengladbach
Kontaktdaten:

Re: Zyklus: Die Zeitpolizei/M87 (PR 300-399)

Beitrag von Faktor10 »

Mal ein paar Schalter und Maschinen sprengen und schon geht eine Großmacht unter. Ne, ne, Zeiten waren das damals.
Unbelehrbarer Altleser.Allem Neuen aber aufgeschlossen. Leider mit ausgeprägter Rechtschreibschwäche.
Benutzeravatar
AARN MUNRO
Kosmokrat
Beiträge: 8127
Registriert: 16. September 2013, 12:43
Wohnort: Berlin, Terra und die Weiten des Kosmos

Re: Zyklus: Die Zeitpolizei/M87 (PR 300-399)

Beitrag von AARN MUNRO »

Faktor10 hat geschrieben: 7. Oktober 2020, 14:11 Mal ein paar Schalter und Maschinen sprengen und schon geht eine Großmacht unter. Ne, ne, Zeiten waren das damals.
Na ja, theoretisch ginge das auch in der Realität.In der Ufologie wird kolportiert, dass sowohl US-als auch russische Raketenbasen fremdmanipuliert wurden, bis zum vorletzten Moment des Abschusses der Atomraketen.die einben wurden aus- die anderen scharfgeschaltet bei angeblichen UFO-Sichtungen.. Was da dran ist an Wahrheit, kann ich allerdings nicht sagen.
"Doc war Pazifist, was ihn nicht daran hinderte, realistisch zu denken!" (Robert A. Heinlein in "The moon is a harsh mistress")
AARNs PR- Artikel auf https://www.zauberspiegel-online.de
Sense of Wonder allein, ist Fantasy. Bei SF erwarte ich logische Zusammenhänge.
"Es wird Zeit, deine Maske aufzusetzen!" sagte Atlan.

And you always see the heroes retreat before defeat. They talk a big fire, but in action they are cheap! (Praying Mantiss).
Benutzeravatar
Richard
Kosmokrat
Beiträge: 7628
Registriert: 3. Mai 2013, 15:21
Wohnort: .at & TDSOTM

Re: Zyklus: Die Zeitpolizei/M87 (PR 300-399)

Beitrag von Richard »

AARN MUNRO hat geschrieben: 7. Oktober 2020, 11:06 Immerhin ist die Bestienfrage in M87 nun geklärt. ews wunderte mich bereits damals, dass die KdZ nicht merkten oder wussten, dass die Pelewon etc. Sternsysteme in M 87 okkupiert hatten, die sie anscheinend (KdZ) in 80.000 Jahren nicht gefunden haben ... und Perry erledigt das dann im Alleingang.Schon bei den beiden Bestien auf Dwellion (343) fragte man sich, wo die herkommen ...
Ach, Perry hat einfach ein Gespür für solche Sachen. Als er beispielsweise - aus der Sicht des M87 Zyklusses - vor ein paar Jahrzehnten Handlungszeit - Richtung Andromeda flog hat er auch zielsicher jenes Sonnensystem angesteuert, in dem Kalak seine KA-Preiswert geparkt hatte .
Benutzeravatar
AARN MUNRO
Kosmokrat
Beiträge: 8127
Registriert: 16. September 2013, 12:43
Wohnort: Berlin, Terra und die Weiten des Kosmos

Re: Zyklus: Die Zeitpolizei/M87 (PR 300-399)

Beitrag von AARN MUNRO »

Richard hat geschrieben: 10. Oktober 2020, 02:47
AARN MUNRO hat geschrieben: 7. Oktober 2020, 11:06 Immerhin ist die Bestienfrage in M87 nun geklärt. ews wunderte mich bereits damals, dass die KdZ nicht merkten oder wussten, dass die Pelewon etc. Sternsysteme in M 87 okkupiert hatten, die sie anscheinend (KdZ) in 80.000 Jahren nicht gefunden haben ... und Perry erledigt das dann im Alleingang.Schon bei den beiden Bestien auf Dwellion (343) fragte man sich, wo die herkommen ...
Ach, Perry hat einfach ein Gespür für solche Sachen. Als er beispielsweise - aus der Sicht des M87 Zyklusses - vor ein paar Jahrzehnten Handlungszeit - Richtung Andromeda flog hat er auch zielsicher jenes Sonnensystem angesteuert, in dem Kalak seine KA-Preiswert geparkt hatte .
Ja, trotz der Qualität der Ortungsgeräte statistisch gesehen unwahrscheinlich. :D Aber so wars nunmal.
"Doc war Pazifist, was ihn nicht daran hinderte, realistisch zu denken!" (Robert A. Heinlein in "The moon is a harsh mistress")
AARNs PR- Artikel auf https://www.zauberspiegel-online.de
Sense of Wonder allein, ist Fantasy. Bei SF erwarte ich logische Zusammenhänge.
"Es wird Zeit, deine Maske aufzusetzen!" sagte Atlan.

And you always see the heroes retreat before defeat. They talk a big fire, but in action they are cheap! (Praying Mantiss).
Benutzeravatar
Faktor10
Kosmokrat
Beiträge: 5222
Registriert: 25. Juni 2012, 21:30
Wohnort: Mönchengladbach
Kontaktdaten:

Re: Zyklus: Die Zeitpolizei/M87 (PR 300-399)

Beitrag von Faktor10 »

Ist heute nicht anderes. :D
Unbelehrbarer Altleser.Allem Neuen aber aufgeschlossen. Leider mit ausgeprägter Rechtschreibschwäche.
Benutzeravatar
AushilfsMutant
Terraner
Beiträge: 1388
Registriert: 8. August 2018, 15:53
Wohnort: Terrania

Re: Zyklus: Die Zeitpolizei/M87 (PR 300-399)

Beitrag von AushilfsMutant »

Faktor10 hat geschrieben: 11. Oktober 2020, 18:21 Ist heute nicht anderes. :D
Heute sinds halt passende Mutanten.
„...der Gastgeber fragt in die Runde, was den jeder gerne zu trinken hätte. Der Kosmokrat reagiert verwirrt, man kann mehr als nur Wasser trinken? Der Chaotarch, der gleich neben an sitzt, fragt sich ob es auch genug Tee/Wasser/Kaffee....Arten im Angebot gibt. Darauf hin, kommt es zum Streit zwischen den Beiden, was den nun die richtige Flüssigkeit zum Trinken sei...“

Auszug auf dem Buch: Die Hohen Mächte und der Moralische Code (Band 14, Seite 345, Absatz 2)
Benutzeravatar
R.B.
Zellaktivatorträger
Beiträge: 1988
Registriert: 28. August 2013, 11:19
Wohnort: Köln

Re: Zyklus: Die Zeitpolizei/M87 (PR 300-399)

Beitrag von R.B. »

Perry Rhodan spürte eine schwere Hand auf seiner rechten Schulter. "Auf ein Wort", sagte die Hand. Rhodan drehte sich herum und sah in das sehr nahe Gesicht des Spielers, den er mit dem kleinen Dagor - Kniff kurzfristig außer Gefecht gesetzt hatte. "Mein Name ist Michail Semjonowitsch und meine Vorfahren lassen sich bis ins tiefste Sibirien zurück verfolgen." Ja, so siehst du auch aus, dachte Rhodan. So hatte er sich früher immer den "typischen Russen" vorgestellt. Fehlt nur noch die Flasche Wodka.
Semjonowitsch wusste um sein Äußeres und fuhr fort: "Ich bin der rechte Innendreiviertel der Siberian Green Tigers. Man nennt mich auch den Death Raiser der Liga. Ich war so gut wie durch. Das ist nämlich meine Spezialität. Ich suche mir ein angreifendes Opfer, erleichtere dieses Opfer um den Ball und pflege danach das Feld bis vorne hin umzupflügen. Anschließend gibt es einen Vier - Punkte - Try mit nachfolgender Chance auf Erhöhung. Das wären sechs sichere Punkte. Und dann kommt so ein dahergelaufener Kerl an, der ein Rugby - Ei nicht von einem Frühstücksei unterscheiden kann. Eine halbe Sekunde später sitze ich auf dem Hosenboden, der Ball ist weg und du, du wirfst ihn danach in aller Ruhe zu deinen Stürmern und die machen natürlich Punkte. Du kannst mir erzählen, was du willst, aber zuerst erklärst du mir diesen Trick."

Ganz nüchtern ist der nicht mehr, ging es Rhodan durch den Kopf und überlegte, was er dem Gegenüber sagen sollte. Der Rest der beiden Mannschaften sah sich das Spektakel interessiert an. Aber grade in den Moment, als Semjonowitsch Rhodan packen wollte und der sich wieder auf seine Dagor - Tugenden besann, lief der Death Raiser gegen eine Wand. Da für Rhodan jedoch keine Wand sichtbar war, konnte das nur einen Grund haben. "Wir werden gleich aufgefordert, in die Zentrale zu kommen", piepste der Grund hinter ihm.

"So", sagte Gucky zu Semjonowitsch. "Wir sind ein lieber Tiger, setzen uns uns wieder brav an den Tisch und trinken weiter Bier." Er packte den verwirrten Spieler der Tigers telekinetisch und setze ihn unter dem Gelächter seiner Kameraden wieder an seinen angestammten Platz in der Runde. Unmittelbar danach stand ein Holo des Kommandanten Cascard Holonder mitten im Raum.

"Ich bin untröstlich, dass ich diese feuchtfröhliche Runde um ihre bezahlende Hauptperson erleichtern muss, aber ich bitte Perry Rhodan und Gucky in die Zentrale. Der Rest darf weiter feiern." Rhodan sah in die Runde, wünschte den Spielern noch viel Spaß und bedauerte im Stillen, dass es schon wieder vorbei war. Ich komme zurück zu euch, dachte er. Aber wie oft hatte er sich dergleichen schon vorgenommen? Andererseits: Wenn Holonder ihn aus einer solchen Runde heraus holte, musste etwas passiert sein. Er grübelte noch, als er mitsamt Gucky an der Hand schon in der Zentrale stand, wo sie beide bereits vom Kommandanten und Sichu Dorksteiger erwartet wurden.

Perry sah die Beiden fragend an, während Gucky schon große Augen in Richtung Zentralebildschirm machte und ein lang gezogenes "Ooooh" von sich gab. "Hätten wir unseren Orientierungshalt nur kurze Zeit früher oder später gemacht, wären wir nie darauf gestoßen. Herrschaften, so wie es aussieht, haben wir vor uns die KC-37, ein Beiboot der legendären CREST IV."

Es folgte eine der wenigen Situationen, in den man Perry Rhodan sprachlos erleben konnte. Ja, das war ganz klar eine 60 - Meter Korvette. Wenn er mit allem gerechnet hatte, damit auf keinen Fall. "ANANSI?" fragte er. "Ja, es ist eindeutig," hörte die Zentralebesatzung die Stimme der Semitronik. "Die Positronik reagiert auf den Flottencode aus 2430 der alten Zeitrechnung. Alle anderen Daten und Berechnungen stimmen überein. Es handelt sich zweifellos um die KC-37."

"Teilt die Positronik etwas darüber mit, wie sie hierhin gekommen ist?" fragte Rhodan. "Nein", antwortete ANANSI. "Sie behauptet, ich hätte sie erst hier an dieser Stelle eingeschaltet und das Schiff habe schon immer hier im Raum gehangen. Meine ersten Untersuchungen haben ergeben, dass von dem Beiboot keine Gefahr ausgeht."

Rhodan sah Gucky fragend an. "Du stellst sogar dann dumme Fragen, wenn du den Mund nicht aufmachst. Das kann noch nicht mal Bully. Respekt." Gucky nickte Rhodan gönnerhaft zu. "Aber selbstverständlich will ich dahin und das umgehend!"

Die RAS TSCHUBAI hatte das kleine Schiff mittels ihrer Traktorstrahlen herangezogen, so dass es nur noch 250 Kilometer entfernt war. Man beschloss, vorsichtshalber zwei TARA's vorab an Bord zu schicken und nachzufolgen, sobald diese grünes Licht gaben. 45 Minuten später war es soweit. Gucky teleportierte mit Perry Rhodan direkt in die Zentrale. Ein Heer von Wissenschaftler und Technikers folgte auf dem üblichen Weg.

"Als wäre das Ding nagelneu und noch nie bewegt worden", bemerkte Gucky staunend. Rhodan nickte. "Irgendwas stimmt hier nicht. An der ganzen Geschichte stimmt was nicht. Wir reden nur noch über M 87, dabei haben wir weiß Gott wichtigeres zu tun. Und jetzt finden wir auch noch dieses Beiboot. Einfach so. Da hat uns einer am Haken. Zweifellos."

"Positronik!" Rhodan war neugierig, was jetzt kam.
"Ja, Sir", kam von einer seltsam modulierten Stimme, der man anmerkte, dass sie aus früheren Jahrhunderten stammte.
"Du weißt, wer ich bin?"
"Sie sind Perry Rhodan, der Großadministrator des Solaren Imperiums, Sir", kam die Antwort.
"Wie kommst du hier hin?"
"Ich wurde hier soeben durch den korrekten Code in Betrieb genommen, Sir."

"Das war ANANSI", sagte Gucky. "Da sind alle möglichen und unmöglichen Codes des Solaren Imperiums und seiner Nachfolger gespeichert. So kommen wir nicht weiter. Gucky kramte in seinem Gedächtnis. "Wenn ich mich recht erinnere", sinnierte er, "war die KC-37 die einzige Korvette, die von einer Frau kommandiert wurde. Major Lys Sonders. Ja, so hieß sie. Die hat mich immer so nett im Nacken gekrault."

"Und keiner hat sich getraut, sie einzusetzen, weil sie eine Frau war. Dabei waren ihre Leistungen garantiert besser, als die eines so manchen männlichen Kollegen, sonst hätte sie es nicht bis auf die CREST geschafft." Rhodan gab sich selber gedanklich einen Schlag in den Nacken, weil er damals auch nicht besser gewesen war als der Rest des Solaren Imperiums. Das war heute zum Glück anders. Wie wäre die Geschichte wohl verlaufen, hätten wir damals etwas mehr Gleichberechtigung zugelassen, ging ihm durch den Kopf und er dachte an die aufmunternden Gespräche mit seiner Frau.

Die beiden alten Freunde saßen vor dem Panoramabildschirm und blickten auf die RAS TSCHUBAI. Ihre Gedanken waren bei ihrem verstorbenen Weggefährten gleichen Namens und bei ihrem alten Flaggschiff.

"In dieser seltsamen Dunkelwolke hatten wir ja die Stammwelt der Bestien gefunden", erinnerte sich Gucky. "Die Sonne baute dort den notwendigen Druck auf, um die Staub- und Lebenspartikel draußen zu halten."

"Ja, und auf der eigentlichen Zentralwelt der Bestien hatten die dazu benötigten Maschinen gesprengt und es war nur noch eine Frage der Zeit, bis dort alles unbewohnbar wurde. Wir hatten vor Ort aber noch eine weitere Welt zu untersuchen."
Spoiler:
Perry Rhodan erinnert sich:

Wir waren in einer Art Blindflug in Richtung des ersten Planeten mit Namen Zootkohn unterwegs. Da der Strahlungsdruck der Sonne Dusty Queen nicht mehr reguliert wurde, blieben der Staub und das seltsame Protoleben nicht mehr in der eigentlichen Wolke, sondern verteilten sich jetzt auch in dem Drei-Planeten-System. Wir kamen nur mit einer kurzen Linearetappe und Berechnungen unserer Positronik zum Ziel. Das eigentliche Sonnensystem hatte noch circa sechs Tage vor sich, spätestens dann würde die inzwischen stark pulsierende Sonne explodieren.

Da fragt sich natürlich nach dem Grund unseres Vorstoßes. Der erklärte sich ganz einfach durch Hinweise und Erläuterungen des Skoartos, der von unseren Psychologen Tschu und Dacran in die Mangel genommen wurde. Angeblich sollten sich dort die letzten Geheimnisse in Sachen Bestien klären lassen und so war unsere Richtung vorgegeben. Eine dortige Landung sollte aber nicht ganz so einfach werden, wie wir uns das vorgestellt hatten. Als erstes flüchteten Icho Tolot und Fancan Teik. Sie berichteten etwas von einer für sie tödlichen Strahlung, die aus satetillenartigen Maschinen kam. Mithin war klar, dass Zootkohn nicht von jedem x - beliebigen Haluterähnlichen angeflogen werden konnte. Ein Icho Tolot floh vor keiner Vermutung.

Uns konnte die Strahlung nichts anhaben, allerdings hatte sie etwas gegen Teleporter. Ich denke, Gucky, du weißt noch, dass Ras und du zurück geschleudert wurden. Also ging es mit zwei Beibooten, der KC-1 unter Major Hole Hohle und der KC-41 unter Major Bob McCisom durch einen besonderen Korridor nach unten.

Und was wir dort vorfanden, hat uns die Sprache verschlagen. Roi entdeckte sie zuerst. Pelewons, die aus den Eiern gefangener Skoars Dolans züchteten. Widerlich. Wobei man zusätzlich sagen muss, dass die Pelewons alleine zu dieser Zucht nicht in der Lage waren. Sie hatten nämlich Unterstützung: 62 hyperregeneriete und suggestiv beeinflusste Okefenokees unterstützen sie. In der Zwischenzeit hatten unsere Wissenschaftler zudem festgestellt, dass diese Anlage an die 70.000 Jahre alt war. Erbaut von den Vorfahren der heutigen Okefenokees, wurden dort die ersten Bestien gezüchtet. Und dann kam die Geschichte mit dem Zauberlehrling, der die Geister, die er rief, nicht mehr loswurde. Jahrtausende langer Kampf und Panik, letztlich die Umstrukturierung einer ganzen Galaxis waren die Folge.

Mit den gezüchteten Dolans wurden wir fertig. Die CREST IV war zum Glück ein Vorfahr unserer heutigen Trägerschiffe. Atlan schleuste 40 Korvetten und 50 Space-Jets aus, mit denen wir die Zucht-Raumschiffe zerstörten.

Und bei uns? Natürlich hatten die Pelewons inzwischen Lunte gerochen. Atlan erreichte uns aus der CREST. Man hatte mehrere tausend Schiffe der Bestien geortet, die jetzt vor der Einflugschneide warteten, um eingelassen zu werden. Zweihundert waren durch, etwa zehntausend waren noch unterwegs. Da hätte auch die CREST nicht gereicht. Ja, das wäre der richtige Zeitpunkt zur Umkehr gewesen, völlig klar. Aber wir standen wenige Meter vor dem Zentrum der Anlage, hatten noch etwas zu klären und schafften es tatsächlich, die 62 Okefenokees zu befreien, als der Skoarto plötzlich durchdrehte. Der Gedanke an die Bestien und die auch hier latent vorhandene Strahlung machten ihn wahnsinnig. Mitten in dem Inferno starb er durch Strahlschüsse einer bislang verborgenen Automatik innerhalb von Sekunden.

Sein Tod hatte wohl eine Art uralter Sonderschaltung ausgelöst. Eine seelenlose Stimme plärrte etwas im Zentrums-Idiom. In 15 Minuten, so die Übersetzung, würde alles explodieren. Die Korvette, die auf uns gewartet hatte, nahm uns auf und es ging zur bereits flüchtenden CREST. Wir waren noch nicht ganz an Bord, da explodierte Zootkohn.
"Wenn ich mir das so überlege," meinte Gucky, "ist das ja alles nicht zu fassen gewesen. Ich meine, die Pelewons, Bestien hin oder her, es waren und sind haluterähnliche Wesen. Und als solche können sie nicht dumm gewesen sein. Innerhalb von 70.000 Jahren haben die es nicht geschafft, sich in der Dunkelwolke absolut abzusichern. Technische Fortschritte hat es anscheinend auch keine gegeben. Und wir? Wir tauchen dort auf und sorgen mal eben im Vorbeigehen für den Untergang dieses Systems. Wenn ich nicht genau wüsste, dass es genauso war, würde ich es nicht glauben."

"Ja, da hast du nicht unrecht", antwortete Perry Rhodan. "M 87 war heftig. Von Anfang bis Ende. Aber unterm Strich immer noch viel zu einfach."

------------------------------------------------------------------------------------------

Das ist einer der ganz alten Romane meiner Sammlung. Zu dem Erstauflagenteil fehlt sogar die Umschlagseite. Dafür ist die Heftung aber noch in Ordnung. Meistens ist es genau andersherum. Wie dem auch sei, als ich anfing, den Roman zu lesen, fühlte ich mich auf eine seltsame Art direkt zu Hause. Atlan fühlte sich wieder wie Atlan an und wir haben mit Dr. Eileen Dacran tatsächlich eine weibliche Hauptperson, die mehr ist als eine Krankenschwester. Mit ihrer hohen Intelligenz braucht sie sich vor niemandem zu verstecken. Nur: Ein Mädchen ist sie immer noch. Als sie sich erdreistete, mit aktuellen Informationen und Untersuchungsergebnissen in die Zentrale zu gehen, wurde sie prompt von einem Leutnant angesprochen: "Wo wollen Sie hin, Mädchen?" Das hätte der wohl bei keinem männlichen Besatzungsmitglied gesagt. Aber wir sind eben in 1968.

Unsere allergnädigste Majestät baggert die Arme von Anfang bis Ende des Romans an, er läuft aber immer wieder vor die Pumpe. Überhaupt ist sie sehr selbstbewusst: Als Hole Hohle nach einem von Dantons Sprüchen unverschämt grinste, wies sie ihn scharf mit den Worten: "Kümmern Sie sich um Ihre Hebel, Soldat!" zurück. Danach hatte sie vor ihm Ruhe. Ihr Chef Tschu hatte sich in diesem Roman körperlich verändert: In meiner Fantasie sah er bis dato immer so ähnlich wie ein Buddha aus. Bis ich hier gelesen habe, dass er ziemlich hager war. Jetzt habe ich ein Problem.

Für mich ein gut lesbarer Roman. Für die Gesamt - Handlung (siehe Guckys Anmerkungen oben) konnte Kneifel ja nichts. Veni, vidi, vici. Noch.
Bleck vun dä Schäl Sick op unsere schöne Dom: Sankt Peter und Maria mit Hohenzollernbrücke
Antworten

Zurück zu „PERRY RHODAN Classics“