Die unbeliebtesten Zyklen

Unvergessene Abenteuer, legendäre Zyklen - nachgelesen und neu diskutiert.
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gejotha
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Re: Die unbeliebtesten Zyklen

Beitrag von gejotha »

Das Tiefenland und die eeeeennnndlose Armada haben mich die ersten Male fast zum Aufgeben gebracht. Weil ich nie über ein Garagendach verfügte und damals noch knapp bei Kasse war, hab ich auch alles tapfer gelesen, was denn schon mal gekauft und bezahlt war.
Den laufende Tribunals-Zyklus mit den (für mich unsäglichen) Tius hab ich nicht lange durchgehalten. Aber die Kommentare im Spoiler über das aktuelle Heft von Leo Lukas habens geschafft, dieses Heft zu kaufen und mit Vergnügen zu lesen. :D :st:
"Die Mikrobe der menschlichen Dummheit ist unausrottbar." (Curt Goetz)
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Rainer Nagel
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Re: Die unbeliebtesten Zyklen

Beitrag von Rainer Nagel »

Ich habe seinerzeit von 1189 bis 1299 eine Pause eingelegt. Und danach die Romane doch nachgelesen.
Aktueller Chronist der PERRY RHODAN-Serie
Quinto
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Re: Die unbeliebtesten Zyklen

Beitrag von Quinto »

Kreggen hat geschrieben:Es ist einfach nicht möglich, jedem Fan ein passenden Süppchen zu kochen, und das über Jahrzehnte, so wie sich die Einträge lesen.
Zweifellos richtig. Aber auch bei Büchern gibt es Bestseller und Spezialitäten, bei Filmen Blockbuster und, sagen wir mal, Kunst. Auch bei den PR-Zyklen gibt es eben welche, die breitere Leserschichten ansprechen als andere.
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M13
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Re: Die unbeliebtesten Zyklen

Beitrag von M13 »

Einzelbände mal ausgenommen, war's bei mir mit Abstand der "Linguiden"-Zyklus, den ich in der 5. Auflage nachgelesen habe nachdem ich mit Band 2500 und mindestens 1400 Hefte Pause wieder eingestiegen war.

Gruß,
Uwe
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Clark Flipper
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Re: Die unbeliebtesten Zyklen

Beitrag von Clark Flipper »

Auch wenn es eine Weile gedauert hat bis ich mir dessen bewusst wurde,
so muss ich einfach sagen, das ich mich vom Ende des Thoregon-Zyklus nie ganz erholt habe.

Der Zyklus selber hatte mir eigentlich sehr gut gefallen, aber das Ende...

Nach Thoregon konnte mich eigentlich kein Zyklus mehr überzeugen.

Allein schon das zurücksetzen auf den Anfang mit jeden mehr oder weniger zusammengeschusterten Ende,
einige davon kamen mir schon fast Hanebüchen vor, hat ein übriges dazu beigetragen.

Ich denke das es wohl eher an mir gelegen hat,
den ich habe in den Zyklen viele tolle Romane von phantastischen Autoren gelesen,
aber die Zyklenkonzepte waren seitdem nicht mehr meins.

Heute bin ich in erster Linie SiBa-Leser(Aktuell Nr. 13) auf meinen Smartphone
und bin damit ein zufriedener PR-Leser.

Ab und an schaffe ich einen ganzen Roman der Erstauflage,
aber zu oft verliere ich das Interesse auf Grund des Handlungsstrangs.
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"Es geschieht weil es geschah." und "42"
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pluckerwank
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Re: Die unbeliebtesten Zyklen

Beitrag von pluckerwank »

Ich kann dem nur zustimmen.
Ich hatte schon bei der Endlose Armada pausiert, bin irgendwann bei der Großen Leere wieder eingestiegen.
Thoregon hat mir viel Hoffnung gemacht, trotz Dscherro. Aber das Ende habe ich auch nie so richtig verwunden.
Was folgte, waren interessante, für mich z.T. recht gute Anfänge, aber dann immer wieder "Zurück auf Null", z.T mit meiner Ansicht nach hanebüchenen Lösungen.
Nun bin ich wieder seit ein paar hundert Romanen lediglich Spoiler-Leser. Und ob ich bei dem, was ich da so lese in nächster Zeit wieder einsteige, glaube ich jetzt kaum.
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DelorianRhodan
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Re: Die unbeliebtesten Zyklen

Beitrag von DelorianRhodan »

Die "Endlose Armada" war durchwachsen.
Ab "der Schiffbrüchige" und den Folgeromanen, der Geschichte von Seth-Apophis und auch danach, den Romanen um Ernst Ellert und der "Mini-Erde" ging es aufwärts, vielleicht lag es auch daran, dass mit Thomas Ziegler wieder frischer Wind in die Expo-Redaktion kam.
Auch an einige Romane von Thomas Ziegler habe ich positive Erinnerungen, z.B. an den "Muurt-Wurm". :st:

In der "Tiefe" gab es zumindest einige herausragende Romane, unter anderem wieder von Thomas Ziegler aber auch von Detlev G. Winter.
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Copperblade
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Re: Die unbeliebtesten Zyklen

Beitrag von Copperblade »

Da kann ich leider nur teilweise zustimmen. Während die Seth-Apophis Romane wirklich wieder ein Lichtblick
waren, fand ich die Handlung um Vishna im Grauen Korridor mit Totenerwecker, verfaulendem Ellert u.ä.
grauenhaft. Den Debüt-Roman von Thomas Ziegler mit dem Armada-Flößer zähle ich noch heute zu meinen
Lieblingsromanen. Die Serie insgesamt fand ich aber erst wieder ab dem Netzgänger-Zyklus erträglich.
Lese die PR-Serie in chronologischer Reihenfolge von Anfang an nochmals neu.
Aktueller Stand: Perry Rhodan Heft Nr. 113: "Die Wunderblume von Utik" von Kurt Mahr
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R.B.
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Re: Die unbeliebtesten Zyklen

Beitrag von R.B. »

Aus heutiger Sicht kommen da sicherlich andere Bewertungen raus als - sagen wir mal - 30 - 35 Jahre früher. Die Frage ist nicht einfach zu beantworten, weil auch in Zyklen, die ich für grottig halte, immer wieder Romane dabei waren, die mir klar machten: Das ist der Grund, warum du PR liest. Heute wirklich unbeliebt bei mir?
- Cappins und Gruelfin ab Band 450
- Schwarm
- Altmutanten (für mich das beste Beispiel dafür, dass Tote wie Tek tot bleiben sollten),
- komische Hanse und vor allem Endlose Armada waren mir zu lang (eben endlos, die ganze Geschichte), das ging dann bis in die Chronifossilien hinein. Dat wor nix.
- das Ende des Negasphäre - Zyklus. In einem ansonsten gut und spannend zu lesenden Rahmen killt PR alleine am Schluss im Vorbeigehen eine SI. Also so ein Teil, was in uns höchstens Ameisen sieht. Und weg ist der ganze Verein. Kapier ich bis heute nicht.
- ausgelöst von dem für mich schlechtesten JuBi - Band ever, Band 2500, hatte ich von Anfang an mit Stardust so meine Probleme mit besonders zum Anfang vorhersehbarer Handlung. Der Zyklus hat dann aber noch die Kurve gekriegt. Aber was ein verkorkster Jubi Band zum Anfang so auslösen kann....
- das Neuroversum mit seiner SI Inflation.

Für die nachfolgenden beiden Zyklen mit dem Atopischen Tribunal (eindeutig positiv) und die Jenzeitigen Lande (Tendenz eher mittelmäßig bis negativ) ist es noch zu früh. Mal bis nach Band 2900 abwarten, wenn sich das Alles etwas gelegt hat.
Kreggen hat geschrieben:Es ist einfach nicht möglich, jedem Fan ein passenden Süppchen zu kochen, und das über Jahrzehnte, so wie sich die Einträge lesen.
Genauso isses. Die Expokratie könnte sich ausdenken, was sie wollte, Klöppe gäb's immer. Man kann es eben nicht Jedem recht machen. Wat däm einen sing Ühl, es däm Andere sing Nachtijall. Dat wor ald immer su und dat bliev och immer su.

Wobei es mir völlig genügen würde, wenn die Handlung zumindest mir stets und ständig gefallen würde. Wer sind eigentlich die Anderen? (Klugscheißer - Modus aus)
}-D :devil: :devil:
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ernie
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Re: Die unbeliebtesten Zyklen

Beitrag von ernie »

Moonbiker hat geschrieben:Die Aphilie
Bardioc
PAN-THAU-RA
Die Kosmischen Burgen
Die Linguiden

Günther
So unterschiedlich sind die Geschmäcker

Gerade die erstgenannten Zyklen zählen für mich zu den Highlights
Ad Astra
ernie
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Richard
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Re: Die unbeliebtesten Zyklen

Beitrag von Richard »

Ich ergaenze meine Aussagen um die von mir nicht sonderlich geliebten Zyklen jetzt um den Grosszyklus von 2700 bis 2874.
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GruftiHH
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Re: Die unbeliebtesten Zyklen

Beitrag von GruftiHH »

Man braucht ja die Zyklen nicht überspringen. Bei Perrypedia gibt es ja die tollen Zyklenzusammenfassungen des PROC als E-Books.

(Die habe ich jetzt erst für mich entdeckt). Es ist schön einfach so die Lücken zu schließen bzw. auch noch mal nachzulesen. Da kommt so manche Erinnerung wiede hoch. Respekt an die Macher. :respect:
* Am Ende des Regensbogen sehen wir uns wieder. *
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Tell Sackett
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Re: Die unbeliebtesten Zyklen

Beitrag von Tell Sackett »

Kreggen hat geschrieben:Tja, ich fand die Endlose Armada toll, und kaufe mir nun zusätzlich noch die passenden aktuellen Silberbände.
Und die Romane, die in der Tiefe spielten, habe ich nun bereits zum 3. Mal gelesen (1 x als sie erschienen, 1 x vor ca. 10 Jahren, 1 x in den Osterferien 2016) - weil sie mir sehr sehr gut gefallen haben. Auch jetzt wieder. :D
Sehe ich ähnlich.
Vom Setting fand ich die Endlose Armada großartig; auch den Beginn fand ich keineswegs zäh oder gar langweilig...
Die Armada-Schmiede hingegengefielen mir gar nicht; sie erschienen mir recht einfallslos und so furchtbar stereotyp "böse", dass sie eher an Karl-May-Bösewichte erinnern, als an exotische Gegenspieler.
Die Tiefe hingegen war wirklich überraschend - habe den ausgeprägten Widerwillen (schon damals) bei vielen Lesern aber durchaus verstanden.
Das Szenario finde ich bis heute sehr innovativ, aber...eben anders, als Perry Rhodan bis dahin funktionierte.
Überhaupt zählt für mich die Exposé-Phase Thomas Zieglers zum besten, was die Serie zu bieten hat.
Aber auch das ist...natürlich...Geschmacksache :D
rikecathleen
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Re: Die unbeliebtesten Zyklen

Beitrag von rikecathleen »

Bei mir zerfällt die Bewertung in zwei Teile.
Zum einen eine Bewertung aus der Erinnerung: Die Altmutanten, unsäglich die Dscherro, bei den Betschiden bin ich ausgestiegen.

Daneben bewerte ich jeden einzelnen Band. Der Mittelwert der Bewertungen ergibt dann die Bewertung des Zyklus. Und siehe da: Diese Bewertung weicht doch erheblich von der Bewertung nach Gefühlslage ab.
Die Altmutanten gehören zu den Top 10.
Am schlechtesten: Die Kosmische Hanse, Die Linguiden, Tarkan
GECP
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Re: Die unbeliebtesten Zyklen

Beitrag von GECP »

Außer den aktuellen Bänden 2700 - 2849 eindeutig der Cappin-Zyklus.

Als ich als Jugendlicher die Hefte zum erstenmal gelesen habe, fand ich die Hefte nach Band 400 einfach schrecklich. Das Solare Imperium nur noch eines von vielen, die meisten Bekannten aus "alten Zeiten" leben nicht mehr, ganz schlimm. Aber heute ist mir klar: es ging gar nicht anders. Das Solare Imperium war einfach zu dominant in der Milchstraße und immer dieselben Hauptpersonen wird irgendwann auch langweilig. So weit, so gut.

Aber was hat man aus dieser neuen Ausgangssituation gemacht? Gar nichts!!!

Carsualscher Bund, Imperium Dabrifa, Zentralgalaktische Union, Freihändler, Wissenschaftler, Prospektoren, Nomaden, Piraten (habe ich noch eine Gruppierung vergessen?) - das hätte Stoff für unendlich viele Romane gegeben, aber nach ein paar Heften war irgendwie überhaupt keine Rede mehr davon.

Die Accalauries - im Prinzip eine wirklich interessante Idee, aber daß "rein zufällig" zum richtigen Zeitpunkt das Ynkelonium entdeckt wird und Accutron Mspoern "rein zufällig" auch noch den Sonnensatelliten entdeckt, sowas aber auch.

Ribald Corello, körperlich ein Zwerg, aber geistig ein Riese. Ebenfalls eine sehr gute Idee, auch wenn der Wandel von "gut" zu "böse" ein bißchen sehr einfach war und die Reise von Joak Cascal in die Vergangenheit einfach nur völliger Blödsinn (und deshalb wahrscheinlich auch in den Silberbänden weggelassen wurde). Wenn mit einem gigantischen Aufwand eine Expedition in die Vergangenheit durchgeführt wird, um eine Zielperson (Gevoreny Tatstun) auszuschalten, dann wird dieser Auftrag auch ausgeführt. Statt dessen bekommt Joak Cascal auf einmal einen Anfall von Moralismus und reist unverrichteter Dinge zurück in die Gegenwart.

Die anschließenden Reisen in die Vergangenheit, um den Todessatelliten auszuschalten, waren einfach nur grauenhaft langweilig. Atlantis, Lemuria, Zentauren, Zyklopen, Pseudo-Neandertaler, (Luft-)Schiffe, Asphaltseen, 50 Jahre vor, 50 Jahre zurück, in den Silberbänden wurde das meiste davon weggelassen, und trotzdem war es unsagbar öde.

Und überhaupt, warum die Cappins sich eine Galaxis, die 36 Millionen Lichtjahre von ihrer Heimatgalaxis entfernt ist, für die Aufzucht der Präbios ausgesucht haben, habe ich nie verstanden. Und unmittelbar nach den Ulebs im M87-Zyklus schon wieder Lebewesen, die andere geistig (oder körperlich) übernehmen, ein bißchen mehr Phantasie wäre auch nicht schlecht gewesen.

Ovaron war nicht der erste und nicht der letzte Ganjo und als er der Zeitexpedition von Perry Rhodan in der Vergangenheit begegnet ist, war er auch nicht (relativ) unsterblich. Warum haben die Ganjasen dann 200.000 Jahre auf seine Rückkehr gewartet? Gab es nach ihm keinen weiteren Ganjo? Oder waren die einfach nur so schlecht? Das war alles sehr undurchsichtig.

Der Flug nach NGC 4594 war gut beschrieben und die Ankunft sorgte für die ersten Gänsehautmomente (der schwer verletzte Moritator Scholschowo erwacht aus der Bewußtlosigkeit, als Ovaron den Raum betritt und sagt immer wieder "Ganjo wird kommen!"). Und die Idee, sich in einer verwüsteten Galaxis zurechtfinden zu müssen, war auch nicht schlecht. Aber alles so breitgetreten und langgezogen, einfach nur unbeschreiblich langweilig. Und der Kampf gegen die Takerer war ebenfalls eine seltsame Mischung aus langatmig und schnell, schnell (Takera wird in einem Heft vernichtet, die Clans oder Kriegsdiener werden in einem Heft eingeführt und sind am Ende des Hefts schon wieder abgehakt).

Was bleibt mir von diesem Zyklus in Erinnerung? Einige sehr gute Romane (400 "Menschheit im Zwielicht", 450 "Aufbruch der MARCO POLO", 467 "Der letzte Mann der DOLDA" / 468 "Der Telekinet", 487 "Ich, der Ganjo" usw.) - und sehr viel Füllmaterial. Selbst in der (stark) gekürzten Fassung in den Silberbänden / Silber-Editionen nur schwer zu ertragen (wenn ich nur an 442 "Die Bestien von Zeut" denke, was für ein ausgemachter Blödsinn).

Aber sehen wir es einmal positiv. Im Schwarm-Zyklus haben die Autoren wieder die Kurve gekriegt und ab Band 600 oder 650 ist es richtig gut geworden.
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dandelion
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Re: Die unbeliebtesten Zyklen

Beitrag von dandelion »

Na, irgendwie hat dich der Zyklus ja doch beeindruckt, wenn ich mir die Länge deines Beitrages ansehe. ;)

Mich hat am Cappinzyklus vor allem das endlose Hin und Her in Gruelfin gestört. Bei den guten Romanen sollte die Nr. 433 nicht unerwähnt bleiben. Auch 408 gehört für mich zu den Höhepunkten des Zyklus.
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Faktor10
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Re: Die unbeliebtesten Zyklen

Beitrag von Faktor10 »

Band 451 bis ca. 470 weglassen und Mercant wiederbeleben. Dann passt der Zyklus, irgendwie. :D
Unbelehrbarer Altleser.Allem Neuen aber aufgeschlossen. Leider mit ausgeprägter Rechtschreibschwäche.
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Onot
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Re: Die unbeliebtesten Zyklen

Beitrag von Onot »

Ach ja, der (mehr oder weniger) gute alte Cappin-Zyklus.

Die erste Hälfte der Hundertschaft war für mich sehr ansprechend, verschiedene Themen/Handlungsstränge wickelten sich um - und ineinander, fast wie in ganz alten Zeiten. Veränderte politische Gegebenheiten, Accalauries, Ribald Corello, Secon-Genesis-Krise, Sonnensatellit, die ersten Reisen in die Vergangenheit (Lemurer!). Letztere fand ich richtig gut. Saugut. Das Treffen Ovaron:Zeitreisende war etwas zu langatmig... Fast schon langweilig.

Die zweite Hälte, die Reise der Marco Polo nach Gruelfin und ihr Wirken dort, war definitiv zu lang. Der Einsatz auf dem Arenaplaneten und der Einsatz der Siganesen hätte in jeweils einem Heft abgehandelt werden können, überhaupt die ganze Handlung hätte gestrafft werden können.

Unter Umständen liegt das schlechte Abschneiden dieses Zyklus aber auch nicht unbedingt an dieser Überlänge. Was wäre, wenn der Cappin-Zyklus (mit Modifikationen) als erster 100er-Zyklus ab Heft 200 gekommen wäre und der MDI-Zyklus danach? Wäre das dann der erste große Wurf gewesen? Mit großartigen, genialen Ideen?

Der MDI-Zyklus war energiegeladen, es sprühten die Ideen nur so (ja, auch mit Horror). Haben die Autoren in den ersten 4 Zyklen unterschiedliche Handlungsstränge zusammengebracht, die teilweise nichts miteinander zu tun hatten, außer zur gleichen Zeit stattzufinden, so machte man das Gleiche jetzt auch - ordnete aber alle "unterschiedlichen" Handlungsstränge dem einen Hauptthema unter, so dass ein durchgängiger 100er-Zyklus entstand. Zum ersten Mal.
Der Nachfolgezyklus (3xx) baute teilweise auf den 200ern auf - auch gut, wenn auch nicht mehr ganz so energie- und Ideengeladen.

Ja, und dann der Cappin-Zyklus.
Der dritte Zyklus in Folge, der nach dem gleichen Muster gestrickt war. Einziger Unterschied: mehr/größere Technik/Raumschiffe - weitere Entfernungen - weiter zurück in die Vergangenheit (50.000 - 70.000 - 200.000 Jahre). Rhodan zwischendurch immer mal weg: unerreichbar zwischen den Galaxien, dann in Andromeda - in M87 - in Gruelfin.
In dem "immer noch einen drauf, immer höher, immer schneller" wurden zwar Einzelhefte teilweise immer noch gut und auch sehr gut geliefert, aber das Konzept des Cappin-Zyklus war definitiv veraltet - oder besser überstrapaziert.

Sicher, der Schwarm-Zyklus brachte dann ganz andere Kost, genauso wie die Altmutanten (ich mag ihn) oder das Schachspiel, die kamen aber zu spät. Der 400er-Zyklus hätte getrost etwas anderes sein sollen, mit anderer Ausrichtung. Dann hätte sich der Cappin-Zyklus vielleicht besser plaziert.
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Re: Die unbeliebtesten Zyklen

Beitrag von GECP »

dandelion hat geschrieben:Na, irgendwie hat dich der Zyklus ja doch beeindruckt, wenn ich mir die Länge deines Beitrages ansehe. ;)
Wenn ich nur geschrieben hätte "Der Cappin-Zyklus war schlecht", dann wäre es auch nicht recht gewesen. Florymonth, der Dieb von Gruelfin - wer hat sich nur so einen Blödsinn ausgedacht? Und von der Qualität gab es einiges in dem Zyklus.
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dandelion
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Re: Die unbeliebtesten Zyklen

Beitrag von dandelion »

GECP hat geschrieben:
Wenn ich nur geschrieben hätte "Der Cappin-Zyklus war schlecht", dann wäre es auch nicht recht gewesen.
Mir war dein Beitrag sehr recht. War interessant zu lesen. Meine Antwort war auch nicht als Kritik gedacht. Im Gegenteil, ich kann so manches nachempfinden. Der Cappinzyklus gehört nicht gerade zu meiner Lieblingslektüre.
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Re: Die unbeliebtesten Zyklen

Beitrag von GECP »

dandelion hat geschrieben: Mir war dein Beitrag sehr recht. War interessant zu lesen. Meine Antwort war auch nicht als Kritik gedacht. Im Gegenteil, ich kann so manches nachempfinden. Der Cappinzyklus gehört nicht gerade zu meiner Lieblingslektüre.
Ich habe das auch nicht als Kritik empfunden. :)

Vielleicht habe ich den Cappin-Zyklus auch nur als so unsagbar öde empfunden, weil ich jeden Abend im Bett noch ein paar Seiten gelesen habe. Und dann habe ich ein paarmal am Ende schon gefragt: Worum ging es in dem Heft eigentlich?

Aber im Augenblick lese ich den "Dritte Macht"-Zyklus - auch abends im Bett. Den Zyklus kenne ich bis jetzt nur aus den Büchern bzw. Hörbüchern. Ab und zu ist auch ein Heft dabei, das nicht so gut ist (Nr. 9 "Hilfe für die Erde" hätte man auch weglassen können), aber die meisten Hefte gefallen mir gut bis sehr gut.
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Richard
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Re: Die unbeliebtesten Zyklen

Beitrag von Richard »

GECP hat geschrieben:
dandelion hat geschrieben:Na, irgendwie hat dich der Zyklus ja doch beeindruckt, wenn ich mir die Länge deines Beitrages ansehe. ;)
Wenn ich nur geschrieben hätte "Der Cappin-Zyklus war schlecht", dann wäre es auch nicht recht gewesen. Florymonth, der Dieb von Gruelfin - wer hat sich nur so einen Blödsinn ausgedacht? Und von der Qualität gab es einiges in dem Zyklus.
Ein "Problem" des Cappinzyklusses war vermutlich auch die relativ geringe Anzahl der Autoren, die da mitwirkten.
Ich habe das jetzt aus dem Perrypediaartikel reinkopiert:
Anzahl der Hefte pro Autor im Cappinzyklus:
William Voltz: 27
H. G. Ewers: 26
Hans Kneifel: 23
Clark Darlton: 22
K. H. Scheer: 2

Wenn man die beiden KHS Romane weg laesst kann man sagen, dass im Prinzip 4 Leute den Cappinzyklus geschrieben haben.

Im M87 Zyklus waren das schon ein mehr:

William Voltz: 25
H. G. Ewers: 24
Clark Darlton: 21
Kurt Mahr: 11
Hans Kneifel: 11
K. H. Scheer: 5
Conrad Shepherd: 3
--
Da koennte man sagen, dass rund 5 Leute mehr als 90 Hefte geschrieben haben.

Und jetzt noch der MDI Zyklus:

William Voltz: 25
H. G. Ewers: 25
Clark Darlton: 19
Kurt Mahr: 16
K. H. Scheer: 13
Kurt Brand: 2

Da haben 5 Autoren den Zyklus (98 Hefte ...) geschrieben.

Man sieht ganz klar: im Cappin Zyklus hatte man wohl einen Autor weniger als in den Jahren davor.
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dandelion
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Re: Die unbeliebtesten Zyklen

Beitrag von dandelion »

K.H.Scheer hat immer weniger Romane selbst geschrieben. Sicher ein Manko, er war zu dieser Zeit zusammen mit Voltz der beste Autor. Für meine Begriffe war es ein Fehler, auch in diesem Zyklus unbedingt hundert Hefte erreichen zu wollen. Da gingen die Ideen aus.
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Faktor10
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Re: Die unbeliebtesten Zyklen

Beitrag von Faktor10 »

Ich habe die Ursache gefunden warum der Cappin Zyklus manschen nicht gefällt.
Hans Kneifel hat 23 Romane geschrieben. :D
Bin ja schon weg. :saus:
Unbelehrbarer Altleser.Allem Neuen aber aufgeschlossen. Leider mit ausgeprägter Rechtschreibschwäche.
GECP
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Re: Die unbeliebtesten Zyklen

Beitrag von GECP »

Faktor10 hat geschrieben:Ich habe die Ursache gefunden warum der Cappin Zyklus manschen nicht gefällt.
Hans Kneifel hat 23 Romane geschrieben. :D
Bin ja schon weg. :saus:
Ich kenne Hans Kneifel hauptsächlich von den Atlan-Zeitabenteuern, aber die Abenteuer mit Joak Cascal waren nicht besser und nicht schlechter als die anderen Hefte auch. Na ja, den einen oder anderen lockeren Spruch hätte man vielleicht weglassen können. In der x-ten Wiederholung nervt es nur noch. Aber wie gesagt, für mich hat bei diesem Zyklus eher der schlüssige Handlungsrahmen gefehlt.
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