Klassiker: Der BARDIOC-Zyklus (PR 800-867)

Unvergessene Abenteuer, legendäre Zyklen - nachgelesen und neu diskutiert.
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Baptist Ziergiebel
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Re: Klassiker: Der BARDIOC-Zyklus (PR 800-867)

Beitrag von Baptist Ziergiebel »

So, bin auch weitergekommen.

Zu 852 - Insel zwischen den Sternen gibt es nicht viel zu sagen, ein klassischer Lückenfüller mit einem Gucky Abenteuer von Clark Darlton, wenn auch ganz annehmbar zu lesen. Auffällig fand ich lediglich die ziemlich aus dem Rahmen fallende Nebenhandlung um den uralten Ronald Hennes, der ein ruhiges Plätzchen zum Sterben suchte. Ich könnte mir gut vorstellen, dass CD hier einen realen Bekannten verewigt hat.

853 bis 855 bilden thematisch einen Block. Geht es anfangs zwar noch um die Neubesiedelung der Erde, verlagert sich der Handlungsschwerpunkt aber schon bald und recht massiv hin zu Boyt Margor. Vielleicht hat man gedacht, dass die Schilderung eines Neuaufbaus die Leser eher langweilen würde und ein gewisses Bedrohungspotenzial nicht fehlen darf. Bis jetzt muss ich sagen, dass die Rechnung aufgeht, an teils pathetischen Aufbruchsszenarien hat es zuvor und sollte es später nicht fehlen und Margor entwickelt sich recht interessant. Das liegt vor allem 855 - Spektrum des Geistes, in dem Vlceck den Werdegang Margors ausleuchtet, sowie den seiner Widersacher.

An dieser Stelle gilt es mal wieder eine Lanze für Ernst Vlceck zu brechen. Ich kenne kaum einen Autor, der es so gut versteht, Charaktere herauszuarbeiten und vorzustellen, der mit viel Fantasie ein Gespür für kosmische Entwicklungen oder vielfältige Figuren erzeugt, so wie mir generell kein schlechter Roman von ihm einfallen will. Nicht nur in dieser Epoche der Serie sind es seine Romane, auf die ich mich am meisten freue, mehr noch als bei Voltz oder später Feldhoff. Auch danach, als Exposéautor, sind es "seine" Zyklen, die mich, wenn es auch in Konzeption und Aufbau öfters gemangelt hat, in den grundsätzlichen Ideen und in der Originalität mehr überzeugten, als das meiste was vorher und nachher abgeliefert wurde.

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HOT
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Re: Klassiker: Der BARDIOC-Zyklus (PR 800-867)

Beitrag von HOT »

Baptist Ziergiebel hat geschrieben:
An dieser Stelle gilt es mal wieder eine Lanze für Ernst Vlceck zu brechen. Ich kenne kaum einen Autor, der es so gut versteht, Charaktere herauszuarbeiten und vorzustellen, der mit viel Fantasie ein Gespür für kosmische Entwicklungen oder vielfältige Figuren erzeugt, so wie mir generell kein schlechter Roman von ihm einfallen will. Nicht nur in dieser Epoche der Serie sind es seine Romane, auf die ich mich am meisten freue, mehr noch als bei Voltz oder später Feldhoff. Auch danach, als Exposéautor, sind es "seine" Zyklen, die mich, wenn es auch in Konzeption und Aufbau öfters gemangelt hat, in den grundsätzlichen Ideen und in der Originalität mehr überzeugten, als das meiste was vorher und nachher abgeliefert wurde.
Kannst du mir einen besonders guten Zyklus nennen? Auch ich bin ein großer Freund seiner Romane.

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Clark Flipper
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Re: Klassiker: Der BARDIOC-Zyklus (PR 800-867)

Beitrag von Clark Flipper »

https://www.perrypedia.proc.org/wiki/Ex ... -Heftserie

Hier nach ist er nur in einem Zyklus allein verantwortlich gewesen :
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Re: Klassiker: Der BARDIOC-Zyklus (PR 800-867)

Beitrag von LaLe »

Ich kann 1400 bis 1799 empfehlen. Das gilt auch für viele seiner Romane in dieser Phase. Highlight war für mich der Linguiden-Zyklus (1500-1599). Das sehen allerdings viele komplett anders.
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Richard
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Re: Klassiker: Der BARDIOC-Zyklus (PR 800-867)

Beitrag von Richard »

Clark Flipper hat geschrieben:https://www.perrypedia.proc.org/wiki/Ex ... -Heftserie

Hier nach ist er nur in einem Zyklus allein verantwortlich gewesen :
1660 - 1699 Die Große Leere
Hm, so wie ich die Frage verstanden habe, ging es da eher um die Arbeit von EV als Autor, nicht als Expokrat.

Ich fand beispielsweise den Doppelband rund um das Ende des GdN Zyklus ganz gut (also 1348 + 1349).

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Re: Klassiker: Der BARDIOC-Zyklus (PR 800-867)

Beitrag von LaLe »

Richard hat geschrieben:Hm, so wie ich die Frage verstanden habe, ging es da eher um die Arbeit von EV als Autor, nicht als Expokrat.
Hätte ich jetzt anders gesehen. :gruebel:
HOT hat geschrieben:
Baptist Ziergiebel hat geschrieben:Auch danach, als Exposéautor, sind es "seine" Zyklen, die mich, wenn es auch in Konzeption und Aufbau öfters gemangelt hat, in den grundsätzlichen Ideen und in der Originalität mehr überzeugten, als das meiste was vorher und nachher abgeliefert wurde.
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Re: Klassiker: Der BARDIOC-Zyklus (PR 800-867)

Beitrag von Clark Flipper »

HOT hat geschrieben: Kannst du mir einen besonders guten Zyklus nennen? Auch ich bin ein großer Freund seiner Romane.
Ich lese Zyklus. ;-)
Edith:
:rofl: Aber mit Hilfe der Suche nach Ernst Vlceck kann man bei Readfy schnell alle EBooks finden und lesen. :D
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Richard
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Re: Klassiker: Der BARDIOC-Zyklus (PR 800-867)

Beitrag von Richard »

Und ich lese folgendes
HOT hat geschrieben:
Kannst du mir einen besonders guten Zyklus nennen? Auch ich bin ein großer Freund seiner Romane.
Und da geht es um "seine Romane"- was mE eben den Autor EV betrifft, nicht den Expokrat. Expokraten moegen die Rahmenhandlungen der Romane vorgeben ... aber deshalb sind diese Romane laengst noch nicht deren Romane sondern die Romane der jeweiligen Autoren.

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HOT
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Re: Klassiker: Der BARDIOC-Zyklus (PR 800-867)

Beitrag von HOT »

Ich schließe von seinen guten Romanen auf einen guten Zyklus. Denn wenn jemand eine spannende, vielschichtige mit interessanten Charakteren bevölkerte Romanhandlung gestalten kann, dann doch eigentlich auch einen Zyklus mit selben Qualitäten. Ich mag mich aber täuschen.

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Re: Klassiker: Der BARDIOC-Zyklus (PR 800-867)

Beitrag von Clark Flipper »

Wir fassen zusammen, Ernst Vlceck schrieb nicht nur sehr gute Romane, sondern überzeugte auch durch seine Exposé Arbeit. ;-)
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Haywood Floyd
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Re: Klassiker: Der BARDIOC-Zyklus (PR 800-867)

Beitrag von Haywood Floyd »

HOT hat geschrieben:Ich schließe von seinen guten Romanen auf einen guten Zyklus. Denn wenn jemand eine spannende, vielschichtige mit interessanten Charakteren bevölkerte Romanhandlung gestalten kann, dann doch eigentlich auch einen Zyklus mit selben Qualitäten. Ich mag mich aber täuschen.
Ich seh' das anders: ich habe alle Romane des Autors William Voltz geliebt und verschlungen, aber den Weg, den die Serie unter seiner Expokratur nahm, fand ich einfach nur schlecht: verschwurbelt, langweilig und fantasylastig...
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Re: Klassiker: Der BARDIOC-Zyklus (PR 800-867)

Beitrag von LaLe »

Bis zur 999 fand ich die Voltzsche Expokratur genial. Für die Zeit danach teile ich deine Meinung.
Die Katze grinste.
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Re: Klassiker: Der BARDIOC-Zyklus (PR 800-867)

Beitrag von Clark Flipper »

Der Sprung von Vlceck zu Voltz kann man wohl nur nachvollziehen wenn man der Meinung ist, das steter Tropfen den Stein aushölt. Jetzt fehlt nur noch die negative Erwähnung von Ralph und der Kreis ist geschlossen.
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Re: Klassiker: Der BARDIOC-Zyklus (PR 800-867)

Beitrag von LaLe »

Hm, nein? Es ging um die Frage ob man von der Qualität der Romane eines Autors auf seine Qualitäten als Expokrat schließen kann. Und Haywood kam dabei auf den Expokraten des hier besprochenen Zyklus´ zu sprechen.
Die Katze grinste.
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Re: Klassiker: Der BARDIOC-Zyklus (PR 800-867)

Beitrag von Clark Flipper »

Wenn du das meinst.
Dann ist es wohl so.
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Richard
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Re: Klassiker: Der BARDIOC-Zyklus (PR 800-867)

Beitrag von Richard »

Meiner Erfahrung nach stimmt es durchaus, dass nicht jeder guter Autor ein guter Expokrat sein muss; das ist allerdings in dem Sinn keine neue Erkenntnis, man kann das in allen moeglichen Bereichen des Lebens anwenden.
Wenn es nach der "Beförderung" dann nicht mehr klappt/die Leistung in dem neuen Job nicht mehr passt, ist man bis zur Unfähigkeit befördert worden - das ist auch als das Peter Prinzip.

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Baptist Ziergiebel
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Re: Klassiker: Der BARDIOC-Zyklus (PR 800-867)

Beitrag von Baptist Ziergiebel »

HOT hat geschrieben:Kannst du mir einen besonders guten Zyklus nennen? Auch ich bin ein großer Freund seiner Romane.
Hallo HOT, verzeih`die späte Antwort.
Da dies doch etwas in`s OT geht und zudem evtl. spoilert, pack ich meine Antwort mal ins entsprechende Tag.
Spoiler:
Ich beziehe mich oben vor allem auf den Serienbereich von 1500 - 1699. Was mich im Ganzen ansprach und immer noch tut, ist die Abwesenheit früher schon ausgelatschter Serienpfade, auf die man später leider wieder zurückkehrte und zu wahren Canyons vertiefte, nämlich klassische Invasionsszenarien oder Gegner. Die gibt es in diesen Zyklen so nicht. Man hatte zwar jeweils durchaus einen negativen Potenzialwall zu überwinden, um es mal so auszudrücken, aber die Anlagen waren fantasievoller, in jedem Fall kreativer als alles vorher wie nachher, meine ich. Hier spielten Missverständnisse, Krankheiten usw. eine Rolle, die es am Ende gemeinsam zu überwinden galt, nicht das "Monster der Woche", der große Zyklusfeind, der am Anfang unüberwindbar, am Ende eine Flasche war. Und ich bin der Meinung, dass diese Kreativität bei Vlcek sowohl seine Romane, als auch seine Arbeit als Exposéautor kennzeichnete.

Dennoch sind diese Zyklen auch mit Vorsicht zu genießen, ein wenig klingt es in den vorigen Kommentaren schon an. Besonders ab 1600 wird es einigermaßen "haarig", soll heißen uneinheitlich, schillernd in der Qualität oder wie der Forist Tennessee es treffend hier ausdrückte: "Gute Ideen, aber letztendlich bloß halbherzig ausgeführt und halbgar präsentiert."

Gründe waren wohl ein wirtschaftlich schwieriges Fahrwasser für die Serie damals, interne Unstimmigkeiten und Vorfälle, die sich in diversen Richtungswechseln äußerten. Dennoch gibt äußerst empfehlenswerte Romane und -reihen, etwa in den 1500ern um Dorina Vaccer oder die Arcoanahefte, wo ich mich kaum an Vergleichbares erinnern kann.
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Re: Klassiker: Der BARDIOC-Zyklus (PR 800-867)

Beitrag von HOT »

Baptist Ziergiebel hat geschrieben:
HOT hat geschrieben:Kannst du mir einen besonders guten Zyklus nennen? Auch ich bin ein großer Freund seiner Romane.
Hallo HOT, verzeih`die späte Antwort.
Da dies doch etwas in`s OT geht und zudem evtl. spoilert, pack ich meine Antwort mal ins entsprechende Tag.
Gründe waren wohl ein wirtschaftlich schwieriges Fahrwasser für die Serie damals, interne Unstimmigkeiten und Vorfälle, die sich in diversen Richtungswechseln äußerten. Dennoch gibt äußerst empfehlenswerte Romane und -reihen, etwa in den 1500ern um Dorina Vaccer oder die Arcoanahefte, wo ich mich kaum an Vergleichbares erinnern kann.

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Re: Klassiker: Der BARDIOC-Zyklus (PR 800-867)

Beitrag von Baptist Ziergiebel »

Vermutlich am 28. Februar 1978 erschien der 862. Roman der Perry Rhodan Serie, mit dem Titel:

Eiswind der Zeit von Clark Darlton.

Bild

Handlung:

Julian Tifflor erhält eine Botschaft von Gäa: Harno möchte abgeholt werden. Homer G. Adams, mit dem zusätzlichen Bewusstsein der Altmutantin und Telepathin Betty Toufry, bricht mit dem Raumschiff HANZARO nach Gäa auf.

Gäa in der Provcon-Faust ist mittlerweile fast verlassen. Mehr und mehr hat sich die Bevölkerung in der Hauptstadt Sol-Town konzentriert. Harno ist in einem Landhaus des ehemaligen Rebellenführers, des Laren Roctin-Par untergebracht. Hier soll er sich unter der Strahlung einer Kunstsonne erholen. Als Roctin-Par sein Landhaus besucht, kommt es zu seltsamen und gefährlichen Effekten: Teile des Hauses werden transparent und verschwinden beinahe; das Haus stürzt fast ein.

Am nächsten Tag kehrt Roctin-Par zusammen mit Hotrenor-Taak zu dem Landhaus zurück. Hotrenor-Taak erkennt, was hier vorgeht: Um Harno herum ist eine Zeitblase oder sogar ein Zeitvakuum entstanden; ähnliches hat Hotrenor-Taak bei Zeitexperimenten der Laren beobachtet. Die Sache ist äußerst gefährlich. Harno muss von Gäa verschwinden, sonst könnte der ganze Planet gefährdet sein. Also bricht Hotrenor-Taak mit der GORSELL und Harno an Bord auf.

Ziel ist das System der grünen Sonne Mugnam mit ihren drei Planeten, 2318 Lichtjahre von Gäa entfernt. Hotrenor-Taak landet auf dem zweiten Planeten Mugnammor, der einigermaßen lebensfreundlich ist. Dann sieht er auf der Oberfläche von Harno Bilder: Sie zeigen Terra in ferner Vergangenheit. Dann geschieht es: Eine Zeitblase entsteht um Harno, erfasst Hotrenor-Taak, und versetzt ihn in die Vergangenheit der Erde.

Hotrenor-Taak kommt auf Kreta, etwa 8000 v. Chr, in der Nähe eines Palastes an. Die anwesenden Männer und Frauen bemerken ihn nicht, er kann durch sie hindurchgehen. Es scheint, als wären sie nicht real, aber in Wirklichkeit ist es Hotrenor-Taak, der ein Gespenst ist. Besonders auffällig ist eine wunderschöne weibliche Gestalt, die einen Kopf größer als alle anderen anwesenden Menschen ist. Sie wird Demeter genannt und als Göttin verehrt. Die ihr angebotenen Opfergaben lässt sie durch einen Kleintransmitter verschwinden, was für die primitiven Menschen wie ein Wunder aussieht.

Als die HANZARO nach kurzem Aufenthalt auf Gäa auf Mugnammor ankommt, findet die Besatzung einen Krater anstelle des Raumschiffes GORSELL vor. Adams und Betty Toufry erkunden den Krater, der eine seltsame Ausstrahlung hat, und fallen ebenfalls in die Vergangenheit. Sie können noch einmal entkommen, gehen jedoch erneut in die Vergangenheit und retten schließlich Harno und Hotrenor-Taak.

Auf der Erde erhält Julian Tifflor Nachricht von Ausgrabungen auf Kreta: Eine prä-mionische Kultur wird gefunden, von der bisher nichts bekannt war. Payne Hamiller, ständig unter dem Einfluss von Boyt Margor, fliegt nach Kreta um genaues von den Ausgrabungen zu erfahren.

---

Der obige Text wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.

Warum wird bei den Erscheinungsterminen der Romane in der Perrypedia eigentlich nur noch das Jahr, nicht mehr der Tag angegeben?
Hübsches Titelbild übrigens.

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Tiberius
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Re: Klassiker: Der BARDIOC-Zyklus (PR 800-867)

Beitrag von Tiberius »

Baptist Ziergiebel hat geschrieben:Warum wird bei den Erscheinungsterminen der Romane in der Perrypedia eigentlich nur noch das Jahr, nicht mehr der Tag angegeben?
Weil es Diskrepanzen bei den Veröffentlichungsterminen gibt, wurden die genauen Datumsangaben herausgenommen.
Siehe https://www.perrypedia.proc.org/wiki/Pe ... B6schen.3F als Einstieg.
Leser sind in der Überzahl und machen sich demzufolge mehr Gedanken über einen Roman, als es ein Autor je könnte.

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Baptist Ziergiebel
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Re: Klassiker: Der BARDIOC-Zyklus (PR 800-867)

Beitrag von Baptist Ziergiebel »

Ah, danke!

Vermutlich am 7. März 1978 erschien der 863. Roman der Perry Rhodan Serie, mit dem Titel:

Die schlafende Göttin von H. G. Francis.

Bild

Handlung:

Jandra Kays, vom Planeten Trao nach Terra übergesiedelt, erhält ein Stück karges Bergland zugeteilt, das sich ausgerechnet etwa 500 Meter von den historischen Tempelanlagen des Orakels von Delphi entfernt befindet. Als sie sich die uralten Reste des Tempels ansieht, hört sie eine wispernde Stimme, die sie langsam unter ihre Kontrolle bringt. Zehn Minuten später ist sie nicht mehr Jandra Kays, sondern Perse. Sie befiehlt einem Regierungsbeamten, der sie begleitet hat, sie nach Kreta zu bringen. Der Beamte hält sie für verrückt, doch einige Zeit später entführt sie seinen Gleiter und wirft ihn aus 2000 Metern Höhe aus dem Gleiter hinaus.

Payne Hamiller ist unterwegs nach Kreta, zu den Ausgrabungen von Czerk Matzlew. Es ist ihm nicht gelungen, gegen den Willen von Boyt Margor irgend jemandem von Matzlews Fund zu berichten. Bei den Ausgrabungen angekommen, schickt er alle Wachen weg. Matzlew zeigt ihm seinen Fund: Unter 6000 Jahre alten griechischen Tempelanlagen befindet sich ein Hallenkomplex, der aus terkonitähnlichem Stahl gebaut worden ist. Diese Anlage ist weder terranischen noch lemurischen Ursprungs. Matzlew zeigt Payne Hamiller seinen wichtigsten Fund: In einem Schrein befindet sich eine weibliche Gestalt von klassischer Schönheit, anscheinend im Tiefschlaf. Matzlew glaubt, dass dies Demeter ist, die griechische Fruchtbarkeitsgöttin. Die Halle ist nach Matzlews Untersuchungen 8000 v. Chr. gebaut worden, und Demeter muss für etwa 6000 Jahre aktiv auf der Erde gelebt haben, bevor sie sich in den Tiefschlaf versetzen ließ. Wieder gelingt es Hamiller nicht, die Behörden zu verständigen, und am Abend hat er ein Treffen mit Boyt Margor, dem er alles berichtet. Auf Veranlassung Margors gibt er am nächsten Tag den Auftrag, dass Demeters Schrein zu einer Forschungsstation in Durban, Südafrika, gebracht werden soll.

Eawy ter Gedan, eine der drei Gäa-Mutanten, hört einen Funkspruch mit, in dem zu hören ist, dass Hamiller nach Kreta unterwegs ist. Leider ist ihnen das Geld ausgegangen, daher betätigen sich Eawy ter Gedan, Bran Howatzer und Dun Vapido erst mal als Detektive. Der Sohn eines Profi-Dagorkämpfers ist vor einem wichtigen Kampf vom Manager seines Gegners entführt worden, und der Kämpfer wird erpresst. Vier Stunden später haben die drei Mutanten das Kind befreit und haben 5000 Solar Belohnung auf ihrem Konto.

Demeters Schrein wird nach harter Arbeit in einen Lastengleiter verfrachtet und ist unterwegs nach Durban, als Jandra Kays alias Perse auf Kreta ankommt. Sie gerät mit Matzlew aneinander, was von den Gäa-Mutanten beobachtet wird, und kurze Zeit später wird der Lastengleiter unabhängig von den drei Mutanten, von Matzlew und von Perse verfolgt. Perses Gleiter geht die Energie über dem Mittelmeer aus, doch zu ihrem Glück wird sie von Matzlew aufgefischt, der erfährt, wer Perse ist: Sie ist Demeters Tochter. Unterdessen beginnen über Nairobi die Batterien des Lastengleiters auszufallen. Der Gleiter landet, um bei einer Reparaturstation neue Hochleistungsbatterien zu erhalten. Die Gäa-Mutanten nutzen die Gelegenheit, um den Gleiter zu entführen. Und weil die lokale Polizei Hamiller für einen Plünderer hält, erhalten sie einigen Vorsprung.

Matzlew und Perse haben den Lastengleiter eingeholt, und Perse steigt auf den Lastengleiter um. Czerk Matzlew will ihr folgen, doch das gefällt ihr nicht, und Matzlew ist der zweite Mann, der aus einem Gleiter zu Tode fällt. Durch einen Anruf von Julian Tifflor hat Hamiller inzwischen die Unterstützung der Polizei gefunden. Der Lastengleiter wird über dem Viktoriasee eingeholt, die Besatzung betäubt und am Rand des Sees ausgesetzt. Perse bleibt unbemerkt an Bord, während die Gäa-Mutanten einiges an Zeit verlieren, aber schließlich doch ihren Weg nach Durban finden. Unterwegs brechen sie in eine Polizeistation ein und besorgen sich Paralysatoren. In der Forschungsstation in Durban übernimmt Boyt Margor die Kontrolle. Payne Hamiller wird nach Imperium-Alpha gerufen, um sich um Harno zu kümmern, der von seinen Erlebnissen in ferner Vergangenheit auf Kreta berichtet. Danach wird er für weitere Stunden in Besprechungen festgehalten.

Perse kommt in der Forschungsstation an und sieht Boyt Margor, den sie als Jandra Kays schon einmal getroffen hat. Sie hält ihn für verantwortlich und beschließt, ihn zu töten, um die Arbeiten an Demeters Schrein zu stoppen. Einem der anwesenden Wissenschaftler bricht sie das Genick. Anschließend verlangt Boyt Margor von ihr, Demeter zu wecken. Doch Perse erkennt seinen Charakter, und dass die anwesenden Wissenschaftler unter seiner Kontrolle stehen. Lieber will sie Demeter töten, als zu riskieren, dass sie in die Gewalt von Boyt Margor gerät. Sie greift Margor an, der sie mit seinen psionischen Kräften tötet – eine weitere ausgetrocknete Leiche.

Die Gäa-Mutanten kommen an. Im Schutz eines Unwetters, welches von Dun Vapido erzeugt wurde, nähern sie sich der Forschungsstation. Sie kommen gerade in dem Moment an, als Boyt Margor mit Gewalt Demeters Schrein öffnet. Es kommt zu einem psionischen Schock, der sämtliche anwesenden Wissenschaftler tötet. Während die drei Gäa-Mutanten ebenfalls unter dem psionischen Schock leiden, der von Demeters Schrein ausgeht, kann Boyt Margor mit Demeter entkommen.

...

Der obige Text wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.

Gruß.
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Re: Klassiker: Der BARDIOC-Zyklus (PR 800-867)

Beitrag von Richard »

Der Roman weckte - als ich ihn zum ersten Mal las - grosse Erwartungshaltungen betreffend der mit Demeter verknüpften Handlungsfortschritten.

Was mir unklar blieb wie Jandra Kayes tatsächlich unter dem Einfluss von Perse kam bzw. wie sich Perse inklusive ihrem Wissen über Demeter in Jandra festsetzte bzw. wie der Geist von Perse überlebte um Jandra dann übernehmen zu können. Das wurde mE nicht erklärt.

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Re: Klassiker: Der BARDIOC-Zyklus (PR 800-867)

Beitrag von Baptist Ziergiebel »

Tach zusammen, zum wiederholten Male bitte ich meine längere Abwesenheit zu entschuldigen, diesmal auf Grund der Inkompetenz meines Internetanbieters, weswegen ich seit bald einem Monat ohne Internet bin. Bzw der Techniker der Telekom die zu mehrfach vereinbarten Terminen mal einfach nicht erscheinen. Saubande, allesamt.
Mit etwas Glück wird es ja vielleicht ab nächster Woche was damit, so dass ich ab da wieder Romane einstellen könnte, allerdings ohne Garantie. Vielleicht springt jemand auch vorsichtshalber für mich ein?

Gruß.
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Re: Klassiker: Der BARDIOC-Zyklus (PR 800-867)

Beitrag von Baptist Ziergiebel »

Am dritten (Internettechnikertermin-) Tag auferstanden von den (Internet-) Toten! Es geschehen noch Wunder.

Vermutlich am 14. März 1978 erschien der 864. Roman der Perry Rhodan Serie, mit dem Titel:

Demeters Flucht von H.G. Francis.

Bild

Handlung:

Als die Polizei bei dem brennenden Forschungszentrum in Durban ankommt und mehrere verbrannte Leichen findet, werden Bran Howatzer, Dun Vapido und Eawy ter Gedan verhaftet. Einige Tage später kehrt Payne Hamiller völlig ahnungslos nach Durban zurück und findet das zerstörte Labor. Er wird beinahe auch verhaftet, dann trifft er die Mutanten im Gefängnis. Die drei wissen über seine Abhängigkeit von Boyt Margor Bescheid, und zum ersten Mal kann Hamiller frei über sein Problem reden. Er erfährt, dass Margor mit Demeter unverletzt entkommen ist, und sorgt anschließend für die Freilassung der Mutanten.

Unterdessen kommt Kershyll Vanne, der Hamillers Verhalten verdächtig findet, bei den Ausgrabungen in Kreta an. Er wird von Vincent Zavitz empfangen, dem Stellvertreter des toten Czerk Matzlew. Als Vanne sich die Ausgrabungen ansieht, zündet Zavitz, ein Paratender Boyt Margors, eine Bombe und Kershyll Vanne wird verschüttet.

Boyt Margor hat Demeter durch den Busch bis zu einer Siedlung getragen. Er bringt einen Ingenieur unter seine Kontrolle, der ihm einen Gleiter besorgt und fliegt nach Teheran. Dort bringt er Demeter, die noch immer nicht aufgewacht ist, in eine kleine Spezialklinik für Schocktherapie, wo sie untersucht wird. Sie ist eindeutig nicht menschlich, aber den Menschen sehr ähnlich. Sie erhält Medikamente, die sie wecken sollen, doch vorläufig ohne Erfolg. Als Boyt Margor versucht, sie mit seinen Psi-Kräften unter seine geistige Kontrolle zu bringen, wacht sie auf. Zuerst hat sie noch einige Probleme, bis ihr Körper sich von der langen Schlafpause erholt. Demeter scheint keine Erinnerung zu haben, und vorläufig bringt Margor sie in einem Haus in Taschkent unter.

Payne Hamiller bereitet sich auf einen Besuch zur BASIS vor, in der Hoffnung, Boyt Margor so zu entkommen. Stattdessen hat er ein Treffen mit Margor, der ihm befiehlt, Kershyll Vanne auf Kreta zu befreien und so dem Verdacht gegen ihn ein Ende zu bereiten. In kurzer Zeit wird Vanne befreit, doch Hamiller kommt ihm immer noch verdächtig vor.

Am nächsten Tag ist Demeter aus dem Haus in Taschkent verschwunden und die übrigen Bewohner sind bewusstlos. Demeter entführt einen Gleiter und gibt ihm zufällige Zielkoordinaten ein, die sie nach Athen führen. Sie erkennt, dass sie nicht gerade unauffällig gekleidet ist, und geht einkaufen – leider ohne zu bezahlen. Sie entkommt, indem sie einen zweiten Gleiter stiehlt. Danach lernt sie so schnell und so viel wie möglich aus dem Fernsehen, und es gelingt ihr, einen Flug nach New York zu ergattern.

Die Gäa-Mutanten versuchen, Demeter zu finden und fliegen zuerst nach Kreta. Dann hört Dun Vapido im Radio von dem Kleiderdiebstahl, der ziemlich ungewöhnlich war, und sie nehmen Demeters Spur auf. Diese ist beinahe in New York angekommen. Um ihre Spur zu verwischen, täuscht sie einen Maschinenschaden vor und lässt sich von einem Fischerboot aufgabeln. Dort gibt es Fisch zu essen, und dieser bekommt ihr gar nicht. Ihr nichtmenschlicher Körper verträgt das Fischprotein nicht. Sie wird in ein Krankenhaus eingeliefert und kommt gerade noch mit dem Leben davon.

Eine Ärztin des Krankenhauses überlässt Demeter eine Kreditkarte. Sie flieht und kann Boyt Margor gerade noch so entkommen. Die Flugrichtung ihres Gleiters ist Norden. Sie sucht Unterschlupf in einer neu angelegten Siedlung, doch dann sind sowohl die Gäa-Mutanten als auch Boyt Margor wieder auf ihrer Spur. Sie kann wieder gerade noch einmal entkommen.

In Terrania-City gibt Julian Tifflor bekannt, dass der Starttermin für die BASIS auf den 1. Mai 3586 festgesetzt ist. An diesem Tag wird sie zur Galaxie Tschuschik aufbrechen, um dort nach PAN-THAU-RA zu suchen.

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Re: Klassiker: Der BARDIOC-Zyklus (PR 800-867)

Beitrag von HOT »

Obwohl schon etwas her, dass ich den Roman gelesen habe, erinnere ich mich gerne an die rasante Handlung. Auch ich war sehr gespannt, was die Demeter uns bringen wird.

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