5. Auflage - Die Linguiden

Unvergessene Abenteuer, legendäre Zyklen - nachgelesen und neu diskutiert.
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Heiko Langhans
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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von Heiko Langhans »

Ein schlichter Vertipper. Die PP wird es als schweren Autorenfehler besuchen. :devil:

Aber ... wenn es gar keiner ist? :o

Wenn dieser Tolot aus einem durch die ES-Verwirrung zugänglichen/überschwappenden Alternativ-Universum stammt? :o :o

Wie war das noch mit dieser wackeligen Strangeness? :gruebel: :unsure: <_<

:P

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Tennessee
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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von Tennessee »

zu Bd. 1552 "Tolots Terror"

Salut,

ergänzend zu LaLes Anmerkungen zum Band, fällt mir auf, dass Icho Tolot eine sehr drastische Handlungsweise wählt, um mit den Linguiden in Kontakt zu kommen: die Drohung, den Kima-Stauch Shaenors zu zerstören, kommt, bei der bekannten Sensibilität und Symbiose von Strauch und Linguide, einem Mordversuch gleich. Genauso gut hätte er Shaenor eine Zwangsteleportation androhen können.
Kein Ruhmesblatt für den Haluter.
Ich bin ja doch immer etwas zwiegespalten: Zum einen finde ich es ziemlich gut, dass die Unsterblichen auch mal moralisch verwerflichere Dinge tun, so wie Icho hier mit seinem, sagen wir es mal polemisch, Mordanschlag. Das bringt die Figuren runter auf eine menschliche und für den Leser leichter zu identifizierende Ebene. Zum anderen ist es natürlich auch schön, Figuren zu haben, zu denen man aufsehen kann und die einen ein Stück weit leiten. Schwierig, schwierig...

Die Erkenntnis, dass die Linguiden jetzt die ZA-Träger sind, ist für den Leser in der Tat nicht so überraschend, da bekannt, aber auch diese Information, die man ja zuvor nur aus der Perspektive der Linguiden erhielt, muss ja auch erzählerisch an die Protagonisten weitergetragen werden. Und da finde ich, mit der Dreingabe eines schön erzählten Romans, die vorliegende Lösung angenehmer als ein schnödes "Ach, übrigens, Perry, wir tragen jetzt die Eier," sagte Shaenor schnoddrig.

@ LaLe
danke. Die Pause dauerte, ich weiß nicht wie lange, es war die Zeit der Persokopie-Pflicht, zwei Jahre, drei Jahre? Heikos Daten-Spoiler habe ich natürlich gelesen, die bieten eine tolle Abrundung des Threads zur 5. Auflage.

lg
Ten.
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„Die Frage ist“, sagte Alice, „ob du Worten so viele Bedeutungen geben kannst“.
„Die Frage ist“, sagte Humpty Dumpty, „wer die Macht hat – das ist alles.“

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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von LaLe »

Heiko Langhans hat geschrieben:...
Jetzt tippe ich mal...auf einen guten Rheinhessen. Anders kann ich mir das nicht erklären :sauf: :saus:
Die Katze grinste.
"Hierzulande ist jeder verrückt. Ich bin verrückt. Auch du bist verrückt."
"Woher weißt du, dass ich verrückt bin?"
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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von LaLe »

Eine Sache war mir dann zum 1552er doch noch unklar. Gegen Ende des ersten Abschnittes des 3. Kapitels steht in der 3. Auflage auf Seite 18, rechts: Seitdem ... Wenn man die Zeitrechnung der Galaxis zugrunde legte, war Honn im Jahr 1148 zu ihnen gekommen, vor genau zwei Jahren. Das ... ist keine Auslassung von mir, sondern wurde im Heft exakt so gedruckt. Steht da in den anderen Auflagen evtl. etwas mehr?
Wenig Sinn macht m.E. in dem Zusammenhang auch der kurz darauf folgende Satz: Dennoch war ihm in den zwei letzten Jahren eine Konkurrenz erwachsen. Wenn er erst vor zwei Jahren kam, konnte das ja auch kaum früher passieren, oder :unsure: ?
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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von LaLe »

Endlich komme ich mal dazu, ein wenig von den auf Halde liegenden Zusammenfassungen ins Reine zu schreiben. Und so folgt hier nun die Zusammenfassung zu

Band 1553 - Stalkers Trick - HGE

Bild

Stalker hält sich seit geraumer Zeit an Bord des Topar-Schiffes GUUR-E-RAHK innerhalb der Milchstraße auf. Nun machen sich die Rebellen allerdings auf dem Rückweg nach Truillau, während es den ehemaligen Sotho in die Mächtigkeitsballung Estartu zieht. So lässt er sich auf dem Planeten Cuurrar absetzen, wo er an Bord seines Fernraumschiffes SCHAGGJAHR wechseln will. Entsetzt muss er jedoch feststellen, dass sein dortiges Depot geplündert wurde und so versucht er die GUUR-E-RAHK in seine Gewalt zu bringen. Deren stellvertretender Kommandant Xeq-U-Cin kommt dem Pteru-Klon allerdings auf die Schliche und kann ihn gefangen nehmen. Der Kommandant Ler-O-San lässt ihn daraufhin auf einer Extremwelt aussetzen.

Etwa zeitgleich operiert die ARDUSTAAR nach ihrer Rückkehr aus Hangay in der Southside der Milchstraße. Dort erreicht sie der Notruf einer terranischen Kolonie und ohne zu zögern brechen Ronald Tekener und Dao-Lin-H'ay auf um zu helfen. In der Nähe des Planeten Ramanat im Backtrack-System gerät der Trimaran jedoch in einen Hinterhalt truillauscher Schiffbrüchiger, die den Hypersender der ARDUSTAAR nutzen wollen um befreundete Einheiten herbeizurufen. Das beschädigte Schiff wird in der Nähe der SHRUN-D-ORG auf Ramanat gelandet um notwendige Reparaturen vornehmen zu können. Dabei kommt es zu Auseinandersetzungen mit den Genormten und Tekener und Dao-Lin-H'ay werden ausgesetzt.

Anschließend überlegen die beiden wie sie ihr Schicksal und das ihrer Besatzung wenden können und entwickeln einen Plan wie sie an Bord des Havaristen gelangen können. Dazu entzünden sie einen großen Petroleumsee, der ihnen ausreichend Deckung bietet um unentdeckt an Bord der SHRUN-D-ORG zu gelangen. Kurz vor Erreichen ihres Zieles dreht jedoch der Wind und die beiden entgehen nur knapp dem Erstickungstod bevor sie in Sicherheit gelangen.

Als die beiden wieder zu Bewusstsein gelangen, gelingt es ihnen zwei Besatzungsmitglieder auszuschalten und deren Waffen an sich zu bringen. Unbemerkt dringen sie dann bis in die Zentrale vor und bringen deren Besatzung in ihre Gewalt. Unmittelbar darauf dringt ein Schiff der Topar in das System ein und wird von der SHRUN-D-ORG als feindliche Einheit identifiziert. Bei den Havaristen handelt es sich somit um Truppen des Bewahrers von Truillau. Tekener und die Kartanin können die Zentrale des Schiffes halten bis es den Rebellen gelingt die regimetreuen Truppen zu überwältigen. Erfreut stellen sie fest, dass es sich bei ihren Helfern um die Topar um Ler-O-San handelt, die ihnen bereits auf Menah beistanden.

Dieser berichtet ihnen nun von der Aussetzung Stalkers, der behauptete wichtige Informationen für die Terraner zu haben. Ler-O-San, den es ohne weitere Verzögerung nach Truillau zieht, übermittelt Tekener die Koordinaten der Extremwelt Topper auf der Stalker innerhalb einer Energiesphäre festsitzt und setzt seine Reise anschließend fort. Die ARDUSTAAR nimmt kurze Zeit später Stalker an Bord, der seine Informationen jedoch ausschließlich an Perry Rhodan geben will. So bricht der Trimaran gen Terra, seinem ursprünglichen Ziel, auf.

Dort ist Rhodan damit beschäftigt verschiedene Unternehmen in Angriff zu nehmen. Während Atlan in M 13 die Aktivitäten der dort agierenden Friedensstifter beobachtet, bereitet Michael Rhodan im Auftrag seines Vaters eine Expedition nach Truillau vor. Dort gilt es das Schicksal Gesils und Eirenes zu klären. Gleichzeitig arbeiten die Wissenschaftler um Myles Kantor daran eine Methode zu entwickeln, mit der die Kunstwelt Wanderer gezielt dazu gebracht werden kann an festgelegten Punkten der Bahn zu materialisieren. Bei all diesen Anliegen kommt ihm Stalkers Anliegen, eine Flotte in die Mächtigkeitsballung Estartu zu senden, gerade recht. Nachdem ihm Sato Ambush bereits berichtete, dass die Nakken bei ihrer Suche nach ES dort ebenfalls aktiv wurden, war er fest entschlossen dort ebenfalls Nachforschungen anzustellen.

Zuvor begleiten Tekener und Dao-Lin-H'ay Stalker nach Cuurrar, wo dieser einige seiner „Habseligkeiten“ an sich nehmen will. Dort angekommen, kann er sich einige Zeit von seinen Begleitern absetzen und sein Geheimdepot aufsuchen. Als er von Tekener und der Kartanin gestellt werden kann mimt er den Unschuldigen und kehrt zusammen mit seiner Kriegskiste TERKELIAN, die er als eine Art Schatztruhe ausgibt, widerstandslos zurück an Bord der ARDUSTAAR.

Auf Terra sind wenige Tage später die Vorbereitungen für die Estartu-Expedition abgeschlossen. Die ROBIN tritt gemeinsam mit Salaam Siins HARMONIE und Siela Correls MUTTER die Reise in das Reich der zwölf Galaxien an. Geleitet wird das Unternehmen von Ronald Tekener und Dao-Lin-H'ay. Perry Rhodans ODIN fliegt entgegen der ursprünglichen Planung M 13 an. Die dortigen Aktivitäten der Linguiden erfordern Rhodans Anwesenheit vor Ort.
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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von LaLe »

Zu Band 1553

Die Handlung hatte allein den Zweck die an bislang sehr verschiedenen Orten agierenden Teilnehmer der Estartu-Expedition – das neue Dreamteam Tekener/H'ay und Stalker zusammenzubringen. Dazu bedient sich HGE des Hintergrundes um die Unterwanderung der Milchstraße durch Truillauer.

Mit für mich erfreulich wenigen Eigenkreationen kam der Autor dabei aus und dennoch gab es einige Punkte, die mich etwas irritierten. Da wären zum einen die regimetreuen Genormten, die sich nach ihrem Kommandanten benennen. Soviel Individualität wurde denen bislang noch nicht angedichtet.

Das ist aber Nichts gegen die Aussage Kurt Mahrs im Computer, der behauptet dass Stalker als Doppelagent auch für den Bewahrer tätig war und deshalb von den Topar ausgesetzt und quasi zum Tode verurteilt wurde. Entweder habe ich das Überlesen oder im Roman stand da wirklich nichts von – zumindest nicht so deutlich wie im Computer.

Etwas fehlerhaft formuliert war dann auch der Untertitel. Dass niemand Stalker gewachsen ist habe ich zumindest bei seinem Kaperversuch der GUUR-E-RAHK anders wahrgenommen.

Unterm Strich war das aber ein Ewers, der mir vergleichsweise gut gefiel und mich zu unterhalten wusste.
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Heiko Langhans
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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von Heiko Langhans »

Aus mir selbst nicht nachvollziehbaren Gründen habe ich damals und auch jetzt die Truillau-Romane nie gemocht - unabhängig von den Autoren. Die Ebene brachte mir nichts; die Milchstraße fand ich viel fesselnder.

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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von LaLe »

Band 1554 - Kinder des Monos - HGF

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Auf Skiagatan, einer etwa 1200 Lichtjahre von Arkon in Richtung Milchstraßenperipherie gelegenen Welt, unterhalten die Monkin – eine Gruppierung überwiegend von Piraterie lebender Bionten- einen ihrer zwölf Stützpunkte. Geleitet wird dieser von dem General, dem es vor Jahren als bislang einzigem gelang zwei Asorpflanzen anzupflanzen. Diese haben inzwischen gewaltige Ausmaße angenommen und bilden über der Paraisschlucht ein schützendes Dach. So bietet dieser Ort vergleichsweise gute Lebensbedingungen auf einer ansonsten eher unwirtlichen Welt. Unter den Monkin gibt es jedoch auch Gruppierungen, die ihren Lebensraum mit allen Mitteln ausweiten wollen. Angeführt von dem Aufrührer Shohank trennen diese einen Ableger der beiden Pflanzen ab um mit diesem an anderer Stelle ein zweites Refugium errichten. Dabei werden die Gewächse jedoch so stark beschädigt, dass beide Pflanzen eingehen. In dieser ausweglos erscheinenden Situation erreicht den General die Nachricht, dass im nahegelegenen Rusuma-System linguidische Friedensstifter aktiv geworden sind. Mit dem Ziel einen Zellaktivator an sich zu bringen stellt der Monkin eine Flotte zusammen.

Auf Arkon I hat Atlan unmittelbar nach seiner Rückkehr veranlasst, dass alle verfügbaren Informationen über die arkonidische Geschichte der Jahre 6100 bis 6000 vor Christus zusammenzutragen und ausgewertet werden. Von Interesse sind dabei vor allem alle Hinweise auf die TARKONIS, die zu dieser Zeit auf Viron abstürzte. Die Suche gestaltet sich jedoch sehr aufwändig und so kann der Historiker Enderoa selbst fünf Wochen nach Beginn der Arbeiten keine konkreten Ergebnisse vorweisen. Zu dieser Zeit werden die Linguiden mit Zustimmung des Imperialen Rates in M 13 aktiv. Nachdem sie zum neuen Hilfsvolk der Superintelligenz ES ernannt wurden, gehenj sie nun daran eine neue galaktische Ordnung zu installieren. Erste Anlaufstellen sollen dabei die Völker der Naats und Springer sein. Wenige Tage später erfährt Atlan dann, dass die Linguiden auch bei den Überschweren vorstellig wurden und entschließt sich nun gemeinsam mit Perry Rhodan das Treiben der Linguiden etwas genauer in Augenschein zu nehmen.

Auf Archetz werden sie von dem Patriarchen Trautkar Leipes empfangen, den Rhodan einst aus einer misslichen Lage befreite. Auf dessen Anwesen lassen sich Atlan und Rhodan berichten wie die Linguiden agieren. So erfahren sie, dass den Springern in Aussicht gestellt wurde im Zuge der Neuordnung der Galaxis eine bedeutendere Rolle als zuletzt einnehmen zu können, eine Botschaft die bei vielen Springern freudig aufgenommen wird. Die Unterredung wird jäh unterbrochen als es zu mehreren Explosionen kommt. Urheber ist eine Flotte der Monkin, die im Trubel um die Linguiden beinahe unbemerkt in einen Orbit über Archetz gelangen konnte. Der General, dessen Stimme Atlan und Rhodan seltsam bekannt vorkommt, fordert die Bewohner des Planeten auf ihm neben einer Vielzahl an Gütern einen Friedensstifter auszuliefern. Anderenfalls würden die Piraten Archetz mit Transformgeschützen bombardieren.

Einer Entscheidung über die Auslieferung eines Friedensstifters werden die Patriarchen dann enthoben. Dorina Vaccer erklärt sich bereit an Bord der PALLU zu gehen und sich in die Hände der Monkin zu begeben. Begleitet wird sie dabei von Perry Rhodan, der mit ihr an Bord des Zubringerschiffes bleibt bis die Piraten ihr Ziel erreicht haben. Dort setzt er sich ab und taucht zunächst unter. Dorina Vaccer wird hingegen in den Palast des Generals gebracht und muss dort feststellen, dass sie mit ihren Fähigkeiten nicht in der Lage ist die Bionten zu beeinflussen. Als deren Anführer ihren Zellaktivator an sich nehmen will, taucht der totgeglaubte Shohank auf, stiehlt das lebensverlängernde Gerät und kann sich absetzen bevor ein anderer der Anwesenden reagiert.

Ailka, die Gefährtin des im Sterben liegenden Generals weiß jedoch von dem Versteck des Aufrührers und folgt diesem. Shohank lässt sich von der Frau überrumpeln, die ihm den Zellaktivator abnehmen kann, sich diesen aber kurz darauf von Perry Rhodan entwenden lässt, der ihr gefolgt war. Zurück im Palast kommt für den General, in dem Rhodan den Bionten Zoporra von Kyon erkennt, jede Hilfe zu spät. Der Monkin verstirbt in den Armen Ailkas und droht mit seinen letzten Worten die Rache des Strategen an. Bei diesem soll es sich um den Anführer aller Monkin handeln. Bevor die Bionten ihre Rachsucht an Rhodan und der Friedensstifterin ausleben können, greift der Arkonide Atlan ein und setzt ein Einsatzkommando ab, das die beiden rettet. Dorina Vaccer erhält ihren Zellaktivator zurück und Atlan bricht in das Arkon-System auf. Von dort hat ihn eine Nachricht Theta von Arigas erreicht. Der Historiker Enderoa soll seine Nachforschungen unter Hinweis auf eine Schande für das gesamte arkonidische Volk eingestellt haben.
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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von LaLe »

Zu Band 1554 - Kinder des Monos - HGF
Abgesehen davon, dass die Linguiden ihre neue Tätigkeit als Hilfsvolk von ES aufnehmen greift dieser Roman (und viele spätere) eine Thematik des Cantaro-Zyklus wieder auf. Was wurde aus den Bionten bzw. wie will man mit diesen zukünftig verfahren?

Mir fiel in diesem Zusammenhang auf, dass Atlan und auch Rhodan die Linguiden recht eindringlich darauf drängen sich der Problematik anzunehmen. Aber wenn man mal ganz ehrlich ist, was haben Terraner und ehemalige ZA-Träger denn in den 20 Jahren zuvor für den sog. Bio-Müll getan? Da missachten unsere Protagonisten m. E. aber ganz massiv den Grundsatz „zum Scheißen in den Keller zu gehen, wenn man im Glashaus sitzt“.

Die Handlung um den versuchten ZA-Diebstahl hätte ich nicht gebraucht, aber irgendwo musste die Verbindung zur anderen Handlungsebene ja her.

Insgesamt ein unterhaltsamer Roman, der aus der Masse aber nicht unbedingt herausragt. Ansonsten fällt mir bei Francis-Romanen immer wieder auf, dass er ein recht dankbarer Autor für die Perrypedia ist. Er lieferte mit jedem Band Dutzende neuer Begriffe.

Ein Nachtrag noch zu Band 1553:
Ohne das jetzt nochmal nachzulesen - wie haben die Truillauer eigentlich den fingierten Notruf der terranischen Kolonie abgestrahlt? Nur zur Erinnerung, die ARDUSTAAR wollten sie kapern um eigene Einheiten mit einem Hyperfunkspruch herbeirufen zu können. Ich habe gerade das Gefühl mit dem Roman einen völlig sinnfreien Plot vorgesetzt bekommen zu haben.
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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von Tennessee »

LaLe hat geschrieben:Zu Band 1554 - Kinder des Monos - HGF
Abgesehen davon, dass die Linguiden ihre neue Tätigkeit als Hilfsvolk von ES aufnehmen greift dieser Roman (und viele spätere) eine Thematik des Cantaro-Zyklus wieder auf. Was wurde aus den Bionten bzw. wie will man mit diesen zukünftig verfahren?

Mir fiel in diesem Zusammenhang auf, dass Atlan und auch Rhodan die Linguiden recht eindringlich darauf drängen sich der Problematik anzunehmen. Aber wenn man mal ganz ehrlich ist, was haben Terraner und ehemalige ZA-Träger denn in den 20 Jahren zuvor für den sog. Bio-Müll getan? Da missachten unsere Protagonisten m. E. aber ganz massiv den Grundsatz „zum Scheißen in den Keller zu gehen, wenn man im Glashaus sitzt“.
Salut,

und in der Tat. Ein Roman der auf überraschend subtile Weise - wenn man beim Lesen die eigene Festplatte ein wenig gebootet hat - an der schönen Hülle der (ex)unsterblichen Protagonisten kratzt. Hier entsteht auch der etwas sündige Gedanke, ob ES nicht vielleicht, trotz aller Verwirrung, mit seinem Vorwurf, die Unsterblichen hätten ihre Aufgaben um den Frieden und den Erhalt der Ordnung in der MB ES nicht erfüllt, nicht doch ein Stück Recht hat.
Ebenfalls positiv zu vermerken ist die Tatsache, dass hier erneut Probleme/ Thematiken aus dem vorherigen Zyklus aufgegriffen und - das vor allem!! - weitererzählt wurden. So erschafft man eine fortlaufende Geschichte, die die Zukunft erzählt.
LaLe hat geschrieben:Zu Band 1554 - Kinder des Monos - HGF
Die Handlung um den versuchten ZA-Diebstahl hätte ich nicht gebraucht, aber irgendwo musste die Verbindung zur anderen Handlungsebene ja her.
Mh... Mir hat es schon ganz gut gefallen, dass Dorina der ZA entwendet wurde. Letztendlich haben die Linguiden mit den Eier-Amuletten die gleichen Probleme wie Rhodan und Co - Was, wenn sie mal geklaut werden? Die Unsterblichkeit ist eine Sache, an die man sich so schnell gewöhnt.

Der Vergleich in die Zukunft ist natürlich interessant: Als Dorina der ZA ein zweites Mal entwendet werden wird, reagiert sie ganz anders....
LaLe hat geschrieben:Zu Band 1554 - Kinder des Monos - HGF
Insgesamt ein unterhaltsamer Roman, der aus der Masse aber nicht unbedingt herausragt. Ansonsten fällt mir bei Francis-Romanen immer wieder auf, dass er ein recht dankbarer Autor für die Perrypedia ist. Er lieferte mit jedem Band Dutzende neuer Begriffe.
Geste der vollinhaltlichen Zustimmung!

Anmerken möchte ich aber mal das arg missratene Titelbild. Erstens hatte ich mir Linguiden doch ein wenig anders vorgestellt, meist doch mit etwas mehr Haar und zweitens mag ich mich doch - ohne gleich prüde sein zu wollen - wundern: Ist das ein Perry Rhodan-Heft oder Werbung für einen sado-maso-Comic?

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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von LaLe »

Tennessee hat geschrieben:Anmerken möchte ich aber mal das arg missratene Titelbild. Erstens hatte ich mir Linguiden doch ein wenig anders vorgestellt, meist doch mit etwas mehr Haar und zweitens mag ich mich doch - ohne gleich prüde sein zu wollen - wundern: Ist das ein Perry Rhodan-Heft oder Werbung für einen sado-maso-Comic?
Vor allem im direkten Vergleich mit dem Titelbild zu Band 1505 fällt die fehlende Körperbehaarung auf. Dort hatte Dorina noch einen grünen Ganzkörperpelz (sofern man das bei einer bekleideten Linguidin mit Sicherheit sagen kann :D ). Schlimm fand ich an dem Titelbild aber eher die Figur im Hintergrund. Die Innenillu mit Shohank vermittelte da ein etwas anderes Bild und passte auch besser zu meiner Vorstellung von dem Aufrührer. Über das Thema künstlerische Freiheit mag ich an dieser Stelle aber nicht diskutieren wollen. Nur soviel - weniger wäre da mitunter echt mehr.
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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von LaLe »

Heiko Langhans hat geschrieben:Aus mir selbst nicht nachvollziehbaren Gründen habe ich damals und auch jetzt die Truillau-Romane nie gemocht - unabhängig von den Autoren. Die Ebene brachte mir nichts; die Milchstraße fand ich viel fesselnder.
Nach der Lektüre von Band 1556 (dazu demnächst mehr) geht es mir mit den Stalker-Romanen so.
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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von LaLe »

Band 1555 - Zu Arkons Ruhm und Ehre - KM

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Nach seiner Ankunft auf Arkon I setzt sich Atlan umgehend mit Theta von Ariga in Verbindung. Die Kommandantin der ATLANTIS berichtet ihm – soweit ihr bekannt - von den Ereignissen, die dazu führten, dass Enderoa seine Nachforschungen über das sogenannte Zeitalter Demarons einstellte. Demnach stieß der Historiker in der Chronik der Familie von Tereomin auf Erkenntnisse, die ihn von einer Schande für das ganze arkonidische Volk reden ließen, bevor er die Ergebnisse seiner Arbeit vernichtete. Theta gelang es zuvor einige Dateien zu kopieren und visuell aufzubereiten. Diese präsentiert sie nun Atlan.
  • Eines Tages erschien Haemon von Tereomin vor Imperator Reomin I. und unterbreitete diesem einen fantastischen Vorschlag. Um ein Zeichen der Größe des auf dem Höhepunkt seiner Macht befindlichen Imperiums wollte er inmitten des Einflussgebietes der barbarischen Blues eine Drei-Planeten-Konstellation errichten wie sie auch das Arkonsystem prägt. Der Imperator war von dem Vorschlag begeistert und ließ die Vorbereitungen für eine entsprechende Expedition umgehend in Angriff nehmen. Gänzlich anders nahm der Vater Haemons, Gheetar von Tereomin die Nachricht auf. Weder gefiel ihm die Vorstellung, dass der Protegé seines Sohnes, der Emporkömmling Barishon von Amharu die begleitende Kreuzerflotte befehligen sollte noch die Zusage Haemons an den Imperator ein Drittel des Familienvermögens zur Finanzierung des Unternehmens beizusteuern.
    Der Zorn Gheetars war so gewaltig, dass er einen Anschlag auf Haemon verüben ließ, dem dieser nur knapp entging. Als er von dem Scheitern des Attentats erfuhr starb Gheetar von Tereomin. Der Öffentlichkeit wurde der Leibdiener Pelath als Täter präsentiert, der sich daraufhin das Leben nahm.

An diesem Punkt endet die Aufzeichnung. Da sich aus dieser keine Hinweise auf eine Schande für das arkonidische Volk in seiner Gesamtheit ergeben, sieht Atlan keinen anderen Weg als Enderoa auf seine Sichtweise hin anzusprechen. Auf dessen Anwesen findet er jedoch lediglich den Leichnam des Historikers vor und einschließlich eines Abschiedsbriefes sprechen alle Umstände für einen Selbstmord. In dieser letzten Mitteilung ist die Rede von einem Mitwisser um die „Schande“ und Atlan glaubt, dass es sich hierbei um das Oberhaupt der Familie von Tereomin handelt. So sucht er schließlich das Mitglied des Imperialen Rates Pantero von Tereomin auf. Dieser weigert sich zunächst weitergehende Informationen preiszugeben. Erst als Atlan damit droht den Rat einzuschalten und im Gegenzug versichert für die Familie nachteilige Informationen nicht öffentlich zu machen, soweit sie nicht zum Verständnis der Herkunft der Linguiden erforderlich sind, händigt ihm Pantero die Aufzeichnungen aus. Diese lässt Atlan ebenfalls von Theta von Ariga aufbereiten.

  • Bereits fünf Tage nach dem auf ihn verübten Attentat brach Haemon mit der RIUNAN in die Eastside auf. Begleitet wurde das Schiff von fünf Kreuzern, die zunächst den Bereich um das Haemon-System genannte Zielgebiet sicherten. Währenddessen begannen die Projektarbeiten mit der Einrichtung der technischen Anlagen auf dem kleinsten der sechs Monde von Haemon I. Inmitten dieser ersten Phase des Unternehmens wurde der auf vorgeschobenem Posten operierende Kreuzer MERIBAN von einem fremden Kugelraumschiff angegriffen und aufgefordert diesen Raumsektor zu verlassen. Als weitere Kreuzer zur Unterstützung herbeieilten, setzten sich die Fremden in ein 80 Lichtjahre entferntes System ab. Dorthin folgten ihnen die TARKONIS und die TETRAAM, die sich erst Stunden später mit einem Notruf wieder meldeten. Auf Weisung Haemons flogen die verbliebenen drei Kreuzer unter Führung der MERIBAN das unbekannte System an. Dort konnten sie das Wrack der TARKONIS auf dem vierten Planeten orten. Von einer Bergung etwaiger Überlebender sah der Kommandant Durbar von Taxon allerdings ab, da in der Nähe größere Flottenverbände operierten und der Planet gute Überlebensbedingungen bot.

    Während sich Haemon von Tereomin noch Gedanken über eine etwaige Gefährdung seines Projektes machte, materialisierte ein Raumschiff der Fremden in der Nähe der RIUNAN. Diese gaben sich als Vertreter einer außergalaktischen Macht zu erkennen und übermittelten eine längere Botschaft. Gegen Ende der Kommunikation erreichten die MERIBAN und ihre Begleitschiffe ebenfalls das Haemon-System und eröffneten sofort das Feuer auf die Fremden. Deren Schiff und die RIUNAN wurden bei dem gefecht so schwer beschädigt, dass sie auf Haemon I abstürzten. Der Ausfall des Flaggschiffes wiederum führte dazu, dass die auf Haemon I/6 zu verarbeitenden Energien nicht mehr kontrolliert werden konnten. Der Mond verging daraufhin in einer gewaltigen Detonation und auf Haemon I niedergehende Bruchstücke des Himmelskörpers lösten eine verheerende Katastrophe auf dem Planeten aus. Ein kurze Zeit später eintreffender Verband der Fremden veranlasste Durban von Taxor dazu, das System ohne einen Versuch die Schiffbrüchigen zu retten zu verlassen. Haemon von Tereomin wurden wegen des Scheiterns des Projektes sein Rang und Namen aberkannt. Sämtliche öffentlichen Aufzeichnungen zum Unternehmen Tiga Ranton wurden gelöscht.

Nach dem Ende der Simulation, die keinerlei Informationen über die Botschaft der Fremden, dafür aber konkrete Hinweise darauf, dass es sich bei Ihnen um Tefroder handelte, enthielt, meldet sich die Medikerin Mayhel Tafgydo bei Atlan. Bei der Untersuchung des Leichnams von Enderoa stellte sich heraus, dass dieser ein bewusstseinveränderndes Mittel eingenommen hatte. Da Theta von Ariga zwischenzeitlich eine Notiz des Historikers auswerten konnte, aus der hervorgeht, dass dieser die Bedenken Panteros zur Verwertung der Aufzeichnungen aus der Familienchronik nicht nachvollziehen konnte, ist Atlan klar, dass der Historiker vom Oberhaupt der Familie von Tereomin getötet wurde. Dieser steht zu seiner Tat und wird den Behörden übergeben.

Am Ende bleibt Atlan die Erkenntnis, dass die Linguiden von schiffbrüchigen Arkoniden und Tefrodern abstammen. Völlig überraschend ist für ihn aber, dass offensichtlich bereits vor mehr als 10.000 Jahren Vertreter der Meister der Insel in der Milchstraße aktiv waren.
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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von LaLe »

Band 1555 - Zu Arkons Ruhm und Ehre - KM

Nach Lektüre dieses Romans kann ich nicht wirklich nachvollziehen was manch einer in diesem Forum gegen Romane um arkonidische Intrigen im Speziellen oder die Milchstraße als Handlungsort im Allgemeinen hat. Mich selbst zähle ich zur Riege derer, denen es gegen den Strich geht alle zwei Jahre (100 Bände) neue austauschbare Völker, (ferne) Schauplätze und Superintelligenzen vorgesetzt zu bekommen, die nach Ende eines Zyklus bestenfalls als Randnotiz weiterexistieren dürfen. Ich erwarte von einer fortlaufenden Serie, dass man Dinge, die zum Inventar gehören, pflegt. Dazu gehört für mich, dass man diese nicht nur gelegentlich erwähnt (wenn überhaupt), sondern ihnen Tiefe verleiht und Geschichten um diese herum entwickelt. Wie das vernünftig geschehen kann, zeigt m. E. der Linguidenzyklus (und da scheint es nicht nur mir so zu gehen). Wie bereits hier die Entwicklung eingeleitet wird, die viel viel später zur Inthronisierung Bostichs und der Verleihung eines ZA an diesen führen soll oder Thematiken wie der Monos-Schöpfer, die Suche nach den Zeittafeln von Amringhar, die Bionten, die Zellaktivatordiebstähle (da kommen wir noch zu) und vieles andere aus dem vorhergehenden Zyklus aufgegriffen werden (ganz zu schweigen von noch olleren Kamellen wie Stalker oder jetzt den MdI), verleiht der Serie eine Tiefe und ein Gefühl von "hier bin ich zuhause", wie ich es in der aktuell EA (immer noch Stand 2611) einfach nicht habe. Natürlich gibt es auch in der 5. Auflage neue und ferne Dinge (Truillau) aber im Gegensatz zu heute sind die die Beimischung und nicht "unsere Heimat". Darum gefällt mir der Linguidenzyklus so gut (und ich weiß, dass ihn manch einer richtig öde findet).

Den Roman von Kurt Mahr fand ich übrigens auch klasse. Weiß eigentlich irgendwer ob der evtl. für KHS eingeplant war? Der hatte sich in diesem Zyklus ja bislang der Arkoniden angenommen.
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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von LaLe »

Band 1556 - Schatten der Vergangenheit - AE

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Fünf Wochen nach ihrem Aufbruch hat die ROBIN auf ihrem Weg in das Reich der Zwölf Galaxien der Mächtigkeitsballung Estartu bereits eine Strecke von sechs Millionen Lichtjahren zurückgelegt. Die Reise verlief bis dahin recht ereignislos, allein das Wirken Stalkers sorgt für leichte Unruhe an Bord. Der ehemalige Sotho streut immer wieder Gerüchte darüber, dass das Fernraumschiff einst von Monos präpariert worden sei und dessen Fluch beizeiten die Besatzung treffen würde. Rätsel gibt auch Stalkers als Container ausgegebene Kriegskiste auf über deren Zweck und Inhalt nichts bekannt ist. So hat sich eine Gruppe junger Kadetten zum Ziel gesetzt, die Aktivitäten des Pteru-Klons zu überwachen und dessen Geheimnisse aufzuklären.

In der Folgezeit lässt Stalker nicht nach und verunsichert weitere Crewmitglieder mit seinen ominösen Andeutungen. Immer öfter verschwindet er für längere Zeit im Inneren seines Containers während es an unterschiedlichsten Stellen im Schiff zu unerklärlichen Energieschwankungen kommt. Die Ereignisse gipfeln dann im Verschwinden des Kadetten Jantz Petranz, der nach einer Übung nicht mehr aufzufinden ist. Die Kommandantin Shina Gainaka lässt daraufhin den Metagravflug abbrechen und das Schiff durchsuchen. Die Aktion bleibt jedoch erfolglos und als es kurz darauf zu Explosionen an Bord kommt löst die Ertruserin Alarm aus.

Nun kommt es immer wieder zu Zusammenstößen zwischen Besatzungsmitgliedern und einem unsichtbaren Fremden. Verdächtigt wird erneut Stalker, der sich jedoch in seinem Quartier aufhalten soll. Tatsächlich hat er dort lediglich ein Abbild seiner selbst platziert um sich ungesehen im Schiff bewegen zu können. Ronald Tekener und der Anti Voun Braata können den Klon schließlich im Schwimmbad ausfindig machen. Dort ergeht er sich erneut in geheimnisvollen Andeutungen darüber, dass noch weitere Besatzungsmitglieder verschwinden würden, er jedoch inzwischen zu begreifen begänne was genau an Bord vorgehe.

Eine Analyse der bisherigen Ereignisse durch MUTTER kommt zu dem Ergebnis, dass der Unbekannte sehr wahrscheinlich aus einer Hyperraumblase heraus agiert und mit ziemlicher Sicherheit nicht mit Stalker identisch sei.

Drei Tage später sind bereits fünf Raumfahrer spurlos verschwunden und so unternimmt Tekener einen beinahe verzweifelten Versuch dem Gegner ein Gesicht zu verleihen. Der Kadett Leander Feyering stellt sich als Lockvogel zur Verfügung und wird tatsächlich Ziel einer Entführung. Die ihn begleitenden mobilen Kameras können aufnehmen, wie um den Kadetten herum mehrere Module materialisieren und nach Erzeugung eines flimmernden Energiefeldes mit diesem verschwinden. Als die Führungscrew die Aufnahmen in der Zentrale sichtet stößt Stalker zu der Gruppe hinzu und nutzt erneut die Gelegenheit durch seine Äußerungen für Unruhe zu sorgen. Gegen Ende seiner Vorstellung bringt er den Vorschlag an auf einem Planeten zu landen um den Angreifer, der es offensichtlich auf die Besatzungsmitglieder abgesehen hat aus dem Schiff zu locken und zu stellen.

Wie es der Zufall will, befindet sich inmitten des Leerraumes ein kleiner Sternhaufen mit einem geeigneten Planeten. Auf Maniacs End ist es dann aber weniger das Bestreben des Roboters, der sich gegenüber seinen Gefangenen als Diener des Monos bezeichnet, die Besatzung gefangen zu nehmen. Vielmehr will er sie von Bord der ROBIN treiben um das Schiff seinem rechtmäßigen Herrn zu überreichen. Jantz Petranz gelingt es den Diener davon zu überzeugen, dass sich dieser zunächst der Anwesenheit seines Herrn versichern müsse. Daraufhin verlässt der Maniac das Raumschiff und wird von den außerhalb postierten Raumfahrern zerstört. Die Zerstörung ist dann allerdings so umfassend, dass aus den Überresten der Maschine keinerlei Rückschlüsse auf ihren Ursprung und Auftraggeber mehr gezogen werden können. Anschließend setzt die ROBIN ihren Flug fort.
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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von LaLe »

Zu Band 1556 - Schatten der Vergangenheit - AE

Wäre ich bösartig veranlagt, müsste ich jetzt schreiben dass ich mit meinen kognitiven Fähigkeiten spätestens dann an unüberwindbare Grenzen stoße, wenn Intrigen der Marke Stalker auf Ellmersche Logik treffen. Ich nehme jetzt einfach mal an, dass der Roman allein zum Ziel hatte einem über Monate andauernden Flug ein wenig Farbe und Action zu verleihen. Darauf hätte ich in diesem konkreten Fall gerne verzichtet.

Die Behauptung Monos hätte einen auf Assih-Barang entsorgten Prototyp mit einem Diener wie dem geschilderten Maniac präpariert um Zugriffe Fremder auf sein Schiff zu unterbinden geht m. E. schon stark in Richtung hanebüchen. Ganz abgesehen davon glaube ich auch nicht, dass dem so war, sondern es sich hierbei um eine Behauptung Stalkers handelte. Von den Protagonisten scheint aber keiner diese Art von Bedenken zu haben und wenn dann werden diese sehr zart angedeutet und gleich wieder vergessen.

Wenn ich auf der ROBIN etwas zu sagen hätte, dann würde ich die nächste Gelegenheit nutzen und den Container samt ehemaligen Sotho im Leerraum aussetzen. Bei aller Liebe und allem berechtigten Interesse an der ein oder anderen Information die Stalker haben mag, ist es mehr als fahrlässig eine riesige Kiste unbestimmten Inhaltes an Bord zu nehmen und selten dämlich dazu nicht auf die Idee zu kommen, dass der Maniac evtl. aus eben dieser kam. Wobei sich mir in diesem Fall nicht wirklich erschließen würde, was Stalker mit der Aktion bezweckte, aber da mag Tek mit seiner Vermutung richtig liegen, dass es auf Maniacs End ein weiteres Depot Stalkers gab.

Neben diesem generellen Problem mit dem Plot gab es dann eine spezielle Stelle an der sich mir die Logikhärchen steil stellten. In der 3. Auflage kommt es auf Seite 25, dass Jantz Petranz vermutet sein Kamerad könne den Compiler für seine Simusense-Imitation an Tek oder Salaam Siin übergeben haben. Gerade beim Expeditionsleiter hätte er ihn dann ja auch gleich anschwärzen können und warum nun ausgerechnet der Ophaler das Gerät verwahren sollte, wissen wohl nur der psychisch labile Ertruser und der Autor.

Etwas gefoppt fühlte ich mich dann auch in meiner Erwartungshaltung zum Inhalt des Romans. Die Verbindung aus Titel und Titelbild ließ mich irrigerweise annehmen, man würde etwas über die früher angedeutete Tätigkeit Stalkers für den Bewahrer erfahren. EHE sage ich nur.

Dass ich diesen Roman ein drittes Mal lese wird wohl erst dann passieren, wenn ich tatsächlich mal daran gehen sollte den Linguiden-Zyklus in der Perrypedia aufzuarbeiten. Das liegt aber glücklicherweise in ganz weiter Ferne.
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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von Tennessee »

Salut,

es ist hier schon allein der Titel Zu Arkons Ruhm und Ehre, der mich ein bisschen schmelzen lässt wie eine Schneeflocke im Sonnenlicht. Ein bisschen episch, ein bisschen bombastisch, ein bisschen kitschig, ein bisschen gefühlig - bei mir entstand doch eine kleine Gänsehaut.
Und welch eine Überraschung, als es dann nicht Ruhm und Ehre war, welche als Essenz der arkonidischen Machenschaften zu Tage trat, sondern Schimpf und Schande, Scham und falsche Ehrauffassung. Ich kann hier - mal wieder - LaLe nur zustimmen:
LaLe hat geschrieben:Band 1555 - Zu Arkons Ruhm und Ehre - KM

Nach Lektüre dieses Romans kann ich nicht wirklich nachvollziehen was manch einer in diesem Forum gegen Romane um arkonidische Intrigen im Speziellen oder die Milchstraße als Handlungsort im Allgemeinen hat. [...] Ich erwarte von einer fortlaufenden Serie, dass man Dinge, die zum Inventar gehören, pflegt. Dazu gehört für mich, dass man diese nicht nur gelegentlich erwähnt (wenn überhaupt), sondern ihnen Tiefe verleiht und Geschichten um diese herum entwickelt. Wie das vernünftig geschehen kann, zeigt m. E. der Linguidenzyklus (und da scheint es nicht nur mir so zu gehen).
So wie auch bei Topsidern zeigt der Linguidenzyklus an dieser Stelle, dass die Entwicklungen und Veränderungen bei bekannten Völkern sehr wohl in eine Geschichte eingewoben werden können und zwar nicht dergestallt, als dass die erzählte Geschichte als plumpes Vehikel zur Völkerdarstellung dient, sondern in der Form, als dass durch die erzählte Geschichte, welche auf den höhren Erzählbogen des Zyklus' rekurriert, zugleich Volksgeschichte transportiert wird. Es geht nicht darum, einen "biographischen Roman der Arkoniden" zu schreiben, der eher für sich selbst steht, sondern eine kontextgebundene Geschichte zu erzählen, welche aktuelle Entwicklungen in der arkonidischen Gesellschaft in sich trägt. Soetwas kann nur ausschnitthaft geschehen, und das ist keine Schwäche. Sondern ein Angebot an den Leser, sich die verschiedenen Ausschnitte zu erlesen und selbst zu einem Gesamtbild zusammenzufügen.
Für alles andere gibt es die perrypedia.
LaLe hat geschrieben:Band 1555 - Zu Arkons Ruhm und Ehre - KM

Wie bereits hier die Entwicklung eingeleitet wird, die viel viel später zur Inthronisierung Bostichs und der Verleihung eines ZA an diesen führen soll [...]
Für mich ist die Verleihung der Unsterblichkeit an Bostich noch heute eines der unlogischsten, überflüssigsten und erzwungsten Ereignisse rund um die ZAen. Ich habe sie damals nicht begriffen und tue das auch heute immer noch nicht.
LaLe hat geschrieben:Band 1555 - Zu Arkons Ruhm und Ehre - KM

[...] Thematiken wie der Monos-Schöpfer, die Suche nach den Zeittafeln von Amringhar, die Bionten, die Zellaktivatordiebstähle (da kommen wir noch zu) und vieles andere aus dem vorhergehenden Zyklus aufgegriffen werden (ganz zu schweigen von noch olleren Kamellen wie Stalker oder jetzt den MdI), verleiht der Serie eine Tiefe und ein Gefühl von "hier bin ich zuhause", wie ich es in der aktuell EA (immer noch Stand 2611) einfach nicht habe. Natürlich gibt es auch in der 5. Auflage neue und ferne Dinge (Truillau) aber im Gegensatz zu heute sind die die Beimischung und nicht "unsere Heimat". Darum gefällt mir der Linguidenzyklus so gut (und ich weiß, dass ihn manch einer richtig öde findet).
Ich meine, dass die Autoren/ Expokraten/ Redakteure hier das Perryversum noch ganz anders gestalten wollten. Sowohl "Cantaro" als auch "Linguiden" sind zwei sehr bodenständige Zyklen, die "vor der eigenen Haustüre" kehren und die "Ferne" ist tatsächlich eine Ferne, nicht undedingt in der Erwähnung von großen räumlichen Entfernungen, sondern fern als Bewusstseinszustand. Ich lese die aktuelle Erstauflage ja nicht, darum kann ich nur bedingt etwas zu den Geschehnissen dort sagen, aber mir erscheint es doch so, dass Phänomene wie "Polyporthöfe" das Bewusstsein von Ferne (und das ist auch "Fremdheit") eher vermindern. Bei den Linguiden ist die Reise zur MB ESTARTU auch eine Reise in die Fremdheit: Was ist dort geschehen, wie schaut es da aus, wir nähern uns mal langsam an... Dies ist auch bei der bald anstehenden Reise nach Andromeda zu bemerken. Die Reisezeit selbst sind nur wenige Tage, aber die Ferne als Fremdheit ist riesengroß. Und das muss auch erzählt werden.
LaLe hat geschrieben:Band 1555 - Zu Arkons Ruhm und Ehre - KM
Den Roman von Kurt Mahr fand ich übrigens auch klasse. Weiß eigentlich irgendwer ob der evtl. für KHS eingeplant war? Der hatte sich in diesem Zyklus ja bislang der Arkoniden angenommen.
Keine Ahnung. Das ist doch eine Frage für den Heiko. Der weiß das doch sicher.

lg
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„Ein Wort“, sagte Humpty Dumpty, „bedeutet genau das, was ich es bedeuten lasse, nichts anderes.“
„Die Frage ist“, sagte Alice, „ob du Worten so viele Bedeutungen geben kannst“.
„Die Frage ist“, sagte Humpty Dumpty, „wer die Macht hat – das ist alles.“

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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von Heiko Langhans »

Der weiß es leider auch nicht. In Anbetracht des Produktionsvorlaufs ist es immerhin möglich, wobei Mahr nun nicht gerade arkoniden-unwissend war. M.E. hat er sich um erste Satron-Sprachschnipsel verdient gemacht.

Re Bostich: Der fing ja als Randerwähnung in Heft 1800 an, wurde dann aber bis Heft 2000 immer wichtiger. Mit dem Traversan-Zyklus begann ein Ausbau Atlans, der in der Arkon-Trilogie und den folgenden Blaubänden noch weiter ins Rampenlicht gerückt wurde. Ich kann mir vorstellen, dass Bostich dann als eine Art Anti-Atlan aufgebaut wurde, wofür ein ZA nicht das schlechteste Mittel ist - allerdings sind die beiden nur relativ selten unmittelbar aneinandergeraten. Bostich hat aber seither all jene inner-arkonidischen Erlebnisse, zu denen Atlan als Teil-Ausgestoßener und Welten-Bummler kaum kommt.

Sein Heft 1400 und noch einmal seit Heft 1800 hatte das Team einen immer gewaltigeren Wanderzirkus aufgebaut, der immerhin mit Heft 2500 eine Teilentsorgung erfahren hat. Dass Bostich nunmehr zum Bürokraten geworden ist - warum denke ich jetzt an "The Shield"? :D

Waringer
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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von Waringer »

Um Nr. 1550 habe ich mit PR pausiert, da ich damals im staatlichen Auftrag durch die Heide marschieren musste und die ersten fünzig Bände auch wenig unterhaltend empfunden habe. Die Romane wurden aber weiter gesammelt, so dass ich die zweite Hälfte nun lesen kann. Besser spät als nie. :o( Vielleicht bessert sich mein Eindruck von diesem Zyklus, obwohl ich starke Zweifel habe ...

Allgemein stellt diese Zeit, dieser Zyklus oder eher Bereich, in der PR-Geschichte meiner Meinung nach eine Wende dar. Ich unterscheide immer gerne in eine alte Perry Rhodan Serie, die so um 1200-1600 mit dem Ausscheiden von Voltz, Darlton, Mahr, Scheer und dem herrausschreiben alter Zellaktivatorträger (Cantaro- u. Linguiden-Zyklus) endete und in die darauf folgende neue PR-Serie.

Warum ich diesen Zyklus bis jetzt nicht mag?

Nun, ich habe eine starke Abneigung gegen Plots bzw. Stories, die sich aus dem Geisteszustand von Charakteren herleiten. Man macht so etwas nur, wenn man nicht weiter weiß oder ein bestimmtes Ziel erreichen will. Es ist billige Dramaturgie, wenn man eine Handlung aus einer plötzlichen Verwirrung oder Verrücktheit eines Charakters herleitet. Und eine verrückte, verwirrte Superintelligenz (ES) ist sozusagen das Nonplusultra eines verrückten Charakters und schon vom Begriff her eigentlich ein Oxymoron. Von fehlenden Kontrollmechanismen bzw. ärgerlicher Plausibilität ganz zu schweigen. ES war sowieso immer nur gut als homerischer Onkel in homöopathischen Dosen.

Nun aber mal einige Punkte:
Ich denke, dass sich die Terraner und Zellaktivatorträger in diesem Zyklus hinterfragen müssen, ihre Handlungsweisen überdenken und in Konkurrenz mit anderen, den Linguiden, treten, ist eine gute, sympathische Idee. Aber das haben sie auch schon früher in einzelnen Romanen getan oder sollten es immer tun. Deshalb taugt diese Idee meiner Meinung nach kein bißchen für einen ganzen Zyklus - schon gar nicht über hundert Hefte oder zwei Jahre. So etwas kann man in 5-10 Romanen behandeln, aber dann sind auch alle Aspekte beleuchtet. Im Prinzip hat man diesen Aspekt aber auch schon sehr früh mit Atlans Rolle in der PR-Serie eingeführt u. behandelt, indem Rhodan sich von dem Arkoniden in vielen Handlungen moralisch distanzierte.

Das man überhaupt gar nicht genügend Stoff hatte, um diesen Zyklus mit Leben zu erfüllen, zeigt sich wieder in den letzten Bänden. In diesen Bänden wird die Handlung durch Zufälle (Steinschlag etc.), Drangwäsche oder ewig langwieriges, wiederholtes Suchen und Hinterfragen von Charakteren (Aramus Shaenor), nichtigen Beschreibungen von Lebensumständen, in die Länge gequält. Früher (tm) hätte man 1550-52 in einen Roman gepackt. Die folgenden Bände sind nicht viel anders.

Gut fand ich Robert Feldhoffs Beschreibung von Tolot. Die Linguiden in ihrer teilweise phlegmatischen Anarchie u. die Motivation der arrogant geschilderten Linguiden-Sprecher blieben mir aber fremd.

Nr. 1553 (Stalkers Trick) war eine solider, leidlich spannender Roman, aber nichts besonderes. Die Schilderungen Daos und Tekeners waren OK u. unterhaltsam. Da war Action, Spannung, Geplänkel zwischen Dao u. Tek u. etwas Mystery mit Stalker. Kein Fortschritt in der Handlung. HGE hat das routiniert und gekonnt heruntergespult.

Nr. 1554 (Kinder des Monos)
Nie war ein Zellaktivator attraktiver, als auf diesem Titelbild - auch wenn JB seine eigene Vorstellung von den Linguiden hatte. Vielleicht war die Einführung u. Schilderung der Linguiden als haarige Beatles eher ein Fehler. JB hat sich eh oft nicht daran gehalten. Dorina Vaccer versagt und PRs Eingreifen rettet ihr den Zellaktivator in einer Auseinandersetzung mit biontischen Piraten (Monkiten). Man könnte spekulieren, ob das eingreifen PRs an dieser Stelle den späteren Niedergang der Linguiden sogar verzögert hat ...

Nr. 1555 (Zu Arkons Ruhm und Ehre)
Ein Roman, der hauptsächlich durch die Beschreibung der arkonidischen Verhältnisse hervorsticht. Hat mir gefallen. Das arkonidische Imperium will als Zeichen der Macht vor ca. 10000 Jahren in der Eastside ein Planeten-System ähnlich dem Arkons errrichten. So waren sie, die Arkoniden. Dabei gerät es zufällig an Tefroder(!), die sich dort in der Nähe niedergelassen haben. Es kommt zu einer Auseinandersetzung in deren Verlauf ein Mond zerstört wird u. Raumschiffe der Arkoniden u. Tefroder auf Haemon I abstürzen.

Viel Lärm um fast nichts. Am Ende kommt heraus, dass die Linguiden vermutlich von Tefrodern und Arkoniden abstammen. Soso. Ob das eine gute Idee war? Der Roman lebt hauptsächlich von der Beschreibung der arkonidischen Lebensweise. Diese ominöse Schande für das arkonidische Volk wird für meinen Geschmack etwas zu stark hervorgehoben. Trotzdem saubere Arbeit von Mahr.

Nr. 1556 (Schatten der Vergangenheit)
Nach den Bionten aus 1554, nun ein weiterer Roman aus dem Cantaro-Restezyklus. Tekener & Co. benötigen für ihre Reise nach Estartu, der Suche nach dem Bewahrer von Truillau, ein Raumschiff.

Die Wahl fällt ausgerechnet auf einen alten, suspekten Raumer aus Prä-Monos Zeiten, die ROBIN. Natürlich befindet sich an Bord des Raumers inzwischen eine alte Monos-Anlage bzw. ein Roboter, der das Raumschiff übernehmen und Monos übergeben will. Die Handlung, erzählt aus der Sicht der eher unbekannten Besatzungsmitglieder, plätschert auf der Reise so vor sich hin. Einige Besatzungsmitglieder verschwinden, bis es gelingt den Roboter zu erledigen. Stalker ist dabei, wie üblich, keine grosse Hilfe. Es könnte sogar sein, dass die Anlage aus seinem Container stammt. Ein Lückenfüller, der von AE routiniert runtergespult wird. Ich bin allerdings mit keinem der Charaktere warm geworden. Und ja, ich hätte Stalker wahrscheinlich auch vor die Tür bzw. die Außenschleuse gesetzt. Leider war dieser Roman wohl nötig, um die lange Reise nach Truillau zu veranschaulichen.

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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von Tennessee »

Heiko Langhans hat geschrieben:[...]

Re Bostich: Der fing ja als Randerwähnung in Heft 1800 an, wurde dann aber bis Heft 2000 immer wichtiger. Mit dem Traversan-Zyklus begann ein Ausbau Atlans, der in der Arkon-Trilogie und den folgenden Blaubänden noch weiter ins Rampenlicht gerückt wurde. Ich kann mir vorstellen, dass Bostich dann als eine Art Anti-Atlan aufgebaut wurde, wofür ein ZA nicht das schlechteste Mittel ist - allerdings sind die beiden nur relativ selten unmittelbar aneinandergeraten. Bostich hat aber seither all jene inner-arkonidischen Erlebnisse, zu denen Atlan als Teil-Ausgestoßener und Welten-Bummler kaum kommt.

[...] Dass Bostich nunmehr zum Bürokraten geworden ist - warum denke ich jetzt an "The Shield"? :D
Salut Heiko,

es gäbe viel dazu zu sagen, dass Bostls Unsterblichkeit irgendwie serienunlogisch ist - oder bisher von den Autoren (unter Berücksichtigung meiner Unkenntnis zur EA) überhaupt gar nicht konsequent umgesetzt wurde. Aber das würde den Thread zu stark ins OT treiben, denke ich mir mal. Also lass ich es lieber mal bleiben. So wichtig ist es bzw. er, glaube ich, auch nicht.

Was ist "The Shield"? Ich habe gelesen, dass es eine TV-Serie ist, aber was ist daran so "bostelich"?

lg
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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von Heiko Langhans »

Detective Vic Mackey, die Hauptfigur, ist ein korrupter Drecksack, der es sich so ziemlich mit allen verdirbt, aber aufgrund der Kriminallage gebraucht wird. Am Ende der letzten Staffel wird er in den Innendienst versetzt - für ihn ein Schicksal schlimmer als der Tod.

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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von Tennessee »

Heiko Langhans hat geschrieben:Detective Vic Mackey, die Hauptfigur, ist ein korrupter Drecksack, der es sich so ziemlich mit allen verdirbt, aber aufgrund der Kriminallage gebraucht wird. Am Ende der letzten Staffel wird er in den Innendienst versetzt - für ihn ein Schicksal schlimmer als der Tod.
Salut Heiko,

dank dir.

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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von Loborien »

Wenn ich mich hier ein wenig durcharbeite vermisse ich die gute alte Zeit der 1400/1500er Bände, da hatte man noch das richtige Perry Rhodan Feeling der ersten 3-400 Hefte.. selbst die 1600er waren noch ganz ok.
Meine eigene Welt : https://lobosworlds.wordpress.com/
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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von Tennessee »

Salut Waringer,

schön, dass sich in diesem Thread auch jemand zu Wort meldet, der der lobenden und wohlmeinenden Bewertung des "Linguiden-Zylus'" eher kritisch gegenüber steht. Das macht Freude!

Ich will dann gerne mal auf einzelne Punkte deiner Anmerkung eingehen. Ich hoffe, dabei nicht zu verkopft und zu verquast zu sein und niemanden mit zu viel Text zu ermüden.
Waringer hat geschrieben: [...] Allgemein stellt diese Zeit, dieser Zyklus oder eher Bereich, in der PR-Geschichte meiner Meinung nach eine Wende dar. Ich unterscheide immer gerne in eine alte Perry Rhodan Serie, die so um 1200-1600 mit dem Ausscheiden von Voltz, Darlton, Mahr, Scheer und dem herrausschreiben alter Zellaktivatorträger (Cantaro- u. Linguiden-Zyklus) endete und in die darauf folgende neue PR-Serie.
Ich sehe das genau so wie du. Auch m.E. begann mit den 1600er Bänden eine neue Ausrichtung und Ära der PR-Serie, die sich zu Beginn vor allem durch teilweise neue ZA-Träger und die neue Form der ZAen repräsentierte. Auch war hier schon ein Beginn der neuen kosmischen Fernen, böse Zungen mögen es auch als kosmische Leeren beurteilen, größerer Kosmolgie und brachialerem SoW zu beobachten.
Waringer hat geschrieben: Warum ich diesen Zyklus bis jetzt nicht mag?

Nun, ich habe eine starke Abneigung gegen Plots bzw. Stories, die sich aus dem Geisteszustand von Charakteren herleiten. Man macht so etwas nur, wenn man nicht weiter weiß oder ein bestimmtes Ziel erreichen will. Es ist billige Dramaturgie, wenn man eine Handlung aus einer plötzlichen Verwirrung oder Verrücktheit eines Charakters herleitet. Und eine verrückte, verwirrte Superintelligenz (ES) ist sozusagen das Nonplusultra eines verrückten Charakters und schon vom Begriff her eigentlich ein Oxymoron. Von fehlenden Kontrollmechanismen bzw. ärgerlicher Plausibilität ganz zu schweigen. ES war sowieso immer nur gut als homerischer Onkel in homöopathischen Dosen.
Ich würde dir in dem Falle zustimmen, wenn ES als verrückte Entität auch Protagonist und Haupthandlungsträger wäre. In der Tat ist ES' Verwirrung ein sehr chaotisches und somit auch ungeplantes oder vielleicht auch unplanpares Element des Zykluskonzepts, welches sehr zufällig und für den Leser nicht logisch nachvollziehbar dem Zyklus und den Protagonisten die Daumenschrauben anzieht.
ES' Verwirrung ist Anstoßpunkt und das "Störelement im Status Quo", mit dem jeder PR-Zyklus beginnt, aber die Handlung emanzipiert sich m.E. doch in der Weise von der Verrücktheit, als dass es nicht ES ist, der hier agiert, sondern die ehemaligen ZA-Träger, welche nun so gar nichts Verrücktes an sich haben, sondern allein unter der für sie existenziellen Verwirrung ihrer Haus und Hof SI zu leiden haben. Und genau diesem existenziellen Leiden wohnt eine ausgesprochene Reichhaltigkeit für die Zyklusgestaltung inne. Diese ist nicht sehr actionlastig, da sie stärker auf die innere Verfassung der Protagonisten rekurriert, aber letztendlich viel mehr Entwicklungs- und Veränderungsspielraum für die Protagonisten in sich trägt: Denn es ist doch nicht so, dass Charaktere von der auf sie einwirkenden Handlung unbeeinflusst bleiben, sondern dass das Geschehen auch Veränderungen in ihnen hervorruft. Diesbezüglich - und da wage ich mal einen Sprung ans Zyklusende - versagt der "Linguiden-Zyklus" grandios und kann sein zuvor erarbeitetes Potential nicht einlösen. Wie Schade.

Würde es als Analogie nicht doch ein wenig hinken, könnte man hier auch Herrn Dürrenmatt zu Hilfe bitten, der in seinen "Physikern" gerade das Absurde, die verrückte Wendung und das Element des Irrationalen als einzige noch wirklich funktionierende Konzeption von Dramatik hervorhob. Aber da wir hier nicht in der Hochliteratur schwelgen, lasse ich das direkt mal wieder fallen. Nur um deiner Aussage von "billiger Dramaturgie" einmal die Spitze zu nehmen, mag ich den Herrn Dürrenmatt einmal kurz hervorkramen.

Dass Oxymora ("verwirrte Superintelligenz") erst mal nichts Schlechtes, sondern etwas Reichhaltiges sein können, zeigen m.E. auch klassische Oxymora wie "Hassliebe", "Aussnahmeregel" oder"offenes Geheimnis".
Waringer hat geschrieben: Nun aber mal einige Punkte:
Ich denke, dass sich die Terraner und Zellaktivatorträger in diesem Zyklus hinterfragen müssen, ihre Handlungsweisen überdenken und in Konkurrenz mit anderen, den Linguiden, treten, ist eine gute, sympathische Idee. Aber das haben sie auch schon früher in einzelnen Romanen getan oder sollten es immer tun. Deshalb taugt diese Idee meiner Meinung nach kein bißchen für einen ganzen Zyklus - schon gar nicht über hundert Hefte oder zwei Jahre. So etwas kann man in 5-10 Romanen behandeln, aber dann sind auch alle Aspekte beleuchtet. Im Prinzip hat man diesen Aspekt aber auch schon sehr früh mit Atlans Rolle in der PR-Serie eingeführt u. behandelt, indem Rhodan sich von dem Arkoniden in vielen Handlungen moralisch distanzierte.
Das kling interessant, wie ich finde, und fände es sehr schön, wenn du mir anhand von Beispielen deine Meinung noch mal verdeutlichen könntest:
  • - Wo haben die ZA Träger sich schon früher legitimieren und vergleichen müssen?
    - Wo sollten Sie es getan haben, aber haben es nicht getan?
    - Was ist Rhodan moralische Distanzierung zu Atlan?
Und die Frage aller Fragen überhaupt: Haben sie sich /hat er (Rhodan) sich dadurch verändert? Wie bereits gesagt, ich finde nicht, dass der "Linguiden-Zyklus" letztendlich dahingehend etwas geleistet hat, aber er hatte m.E. das meiste Potential dazu.
Waringer hat geschrieben: Das man überhaupt gar nicht genügend Stoff hatte, um diesen Zyklus mit Leben zu erfüllen, zeigt sich wieder in den letzten Bänden. In diesen Bänden wird die Handlung durch Zufälle (Steinschlag etc.), Drangwäsche oder ewig langwieriges, wiederholtes Suchen und Hinterfragen von Charakteren (Aramus Shaenor), nichtigen Beschreibungen von Lebensumständen, in die Länge gequält. Früher (tm) hätte man 1550-52 in einen Roman gepackt. Die folgenden Bände sind nicht viel anders.
Hm.... Ich sehe das gar nicht so sehr als ein Zeichen für "fehlenden Stoff", sondern als ein Zeichen für eine ruhigere und langsamere Erzählweise. Es muss nicht alles in zwei Bände gepresst werden, auch wenn es dem "Linguiden-Zyklus" gut getan hätte, wenn dies punktuell geschehen wäre (s. mein erstes Posting in dem Thread). Ich halte es sogar für erzählerisch reichhaltiger. In dem Thread zu "Das Lied von Eis und Feuer" werden häufig die verschiedenen Perspektiven gelobt, die Martin in seinen Romanen verarbeitet; die gleiche Information aus den Blickwinkeln unterschiedlicher Protagonisten. Ähnliches geschieht hier doch auch: Der Leser weiß schon mit Band 1550, dass die Linguiden nun die ZAen besitzen, aber erst in Band 1552 wird erzählt, wie dieses Wissen öffentliches Gut wird, mit der Konsequenz, dass die erste ZA-Trägerin zwei Bände später beklaut wird. Für den Leser ist der Gehalt der Neuinformation erst mal gering, aber erzählerisch ist dies der Sprung vom "erzählenden Lexikon" zum "Erzählen einer Geschichte".


Waringer hat geschrieben: Nr. 1554 (Kinder des Monos)
Nie war ein Zellaktivator attraktiver, als auf diesem Titelbild - auch wenn JB seine eigene Vorstellung von den Linguiden hatte. Vielleicht war die Einführung u. Schilderung der Linguiden als haarige Beatles eher ein Fehler. JB hat sich eh oft nicht daran gehalten.
Naja, deine persönliche Freude an dem attraktiven Bild will ich dir nicht nehmen. *zwinker* Dennoch bleibt, auch vor dem Hintergrund von Brucks künstlerischer Freiheit, dass dieses TiBi eine elementare Falschdarstellung eines Fremdvolkes ist. Die Blues mit rosa Flaum würde ja auch keiner akzeptieren, auch nicht, wenn ich sagen würde, dass es eine Fehler gewesen sein könnte, die Blues als blaufläumige Aliens zu erfinden und sie als "Pinks" sicher besser gewesen wären. Und, naja, die Arkoniden hätte ich mir auch gerne etwas sonnengebräunter gewünscht. Die Blassiertheit ist vielleicht ein Fehler gewesen.
Aber das war jetzt polemisch, ich konnte nicht widerstehen. *grinst wie eine satte Katze*

Waringer hat geschrieben: Dorina Vaccer versagt und PRs Eingreifen rettet ihr den Zellaktivator in einer Auseinandersetzung mit biontischen Piraten (Monkiten). Man könnte spekulieren, ob das eingreifen PRs an dieser Stelle den späteren Niedergang der Linguiden sogar verzögert hat ...
Das könnte man. Moralisch macht Perry aber hier eine gute Figur. Anders als Tolot ein paar Bände zuvor.

Waringer hat geschrieben: Nr. 1555 (Zu Arkons Ruhm und Ehre)
[...]
Viel Lärm um fast nichts. Am Ende kommt heraus, dass die Linguiden vermutlich von Tefrodern und Arkoniden abstammen. Soso. Ob das eine gute Idee war?
Warum war oder wäre es denn eine schlechte Idee?
Waringer hat geschrieben: Nr. 1556 (Schatten der Vergangenheit)
[...] Und ja, ich hätte Stalker wahrscheinlich auch vor die Tür bzw. die Außenschleuse gesetzt. [...]
Ich bin beim Lesen richtig aggressiv geworden, spätere Bände sogar noch aggressiver. Stalker hätte bei Wasser und Brot auf irgendeiner einsamen Planteninsel vor sich hin vegetieren dürfen.

Nou, ich hoffe, ich war nicht zu ausführlich, verkopft, verquast oder sonst wie nervig.

lg
Ten.
„Ein Wort“, sagte Humpty Dumpty, „bedeutet genau das, was ich es bedeuten lasse, nichts anderes.“
„Die Frage ist“, sagte Alice, „ob du Worten so viele Bedeutungen geben kannst“.
„Die Frage ist“, sagte Humpty Dumpty, „wer die Macht hat – das ist alles.“

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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von LaLe »

Band 1557 - Die Bionten von Drumbar - RF

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Während die TABATINGA Mitte des Jahres 1172 NGZ in den Randgebieten der Milchstraße operiert, erreicht das Schiff ein Notruf von Drumbar. Die dort lebenden Bionten bitten um Unterstützung, da ihre Welt von Piraten angegriffen wird. Nikki Frickel zögert nicht lange und bricht umgehend in das im Halo der Galaxis gelegene Drei-Sterne-System auf.

Dort sieht sich Faragit, der Vorsteher der letzten 12.000 noch verbliebenen Bewohner, in einer für ihn ungewohnten Situation. Hat er das Leben der Bionten in der Siedlung Ybor bislang gut organisieren können, so überfordern ihn die aktuellen Entwicklungen. Immer wieder kommt es vor, dass einzelne Dorfbewohner spurlos verschwinden ohne dass jemals ein solcher Vorgang beobachtet werden konnte. Als sich diese Vorfälle häufen, lässt Faragit eine groß angelegte Suchaktion durchführen, die jedoch ebenfalls keinen Erfolg bringt. Als er selbst das "Zeughaus" aufsucht, eine Gebäude in dem die Bionten technische Gerätschaften verwahren, die sie selbst jedoch kaum nutzen, fällt ihm auf, dass ein Hyperfunksender entwendet wurde. Obwohl er sich den Diebstahl nicht erklären kann, lässt er den Vorfall auf sich beruhen und teilt lediglich einige Bewohner als Wachen ein.

Als am 30. Juni die TABATINGA über dem Planeten auftaucht, zeigen sich die Bionten erstaunt. Von dem Funkspruch, der das fremde Schiff nach Drumbar führte, ist ihnen ebenso wenig bekannt, wie von einem Piratenüberfall. Nikki Frickel lässt die Sache jedoch nicht auf sich beruhen und geht mit einem 6-köpfigen Landekommando in den Einsatz. Diesem gehört unter anderem die Biontin Nuurim dak Alban an. Die Analytikerin wurde vor einigen Jahren von einer Ghettowelt befreit und verrichtet nunmehr im Rahmen des Projektes UBI ES ihren Dienst an Bord.

Während der folgenden Tage nimmt die Gruppe um Nikki Frickel ihre Nachforschungen auf und versucht den Urheber des Notrufes ausfindig zu machen. In dieser Zeit kommen sich Faragit und Nuurim dak Alban, die sich vom ersten Augenblick an zueinander hingezogen fühlten, immer näher. Wenige Tage später erreicht eine Monkin-Flotte unter dem Befehl des Generals Pabradoor Drumbar. Dieser verlangt die Übergabe der im Zeughaus verwahrten Hightech und zeigt wenig Verständnis für Behauptung Faragits nicht zu wissen wovon er rede. Immerhin haben die Monkin vor einigen Tagen einen Funkspruch an die Bewohner gerichtet und ihr Kommen angekündigt. Als der Vorsteher die Herausgabe der Geräte verweigert reagiert der General mit der Landung von sechsen seiner zwölf Raumschiffe. Die TABATINGA greift auf Weisung Frickels nicht ein, die eine gewaltsame Auseinandersetzung mit den Piraten vermeiden will.

Um die Plünderung des Zeughauses zu verhindern, blockieren tausende der Bionten das Gebäude. Daraufhin kommt es zu einer Gewaltorgie, die mit vielen Verletzten und einem Toten endet. Als die Piraten kein Durchkommen durch die ihnen im Weg stehenden Massen sehen, erschießt Pabradoor den Bionten Gavras. Die Dorfbewohner fliehen daraufhin panisch und obwohl der Weg nun frei wäre ziehen sich die Piraten zurück. Ursächlich für den Rückzug ist allerdings weniger die Haltung der Bionten von Drumbar, sondern die Tatsache, dass über dem Planeten zwei Schiffe der Linguiden eingetroffen sind.

Dorina Vaccer und Aramus Shaenor nehmen Verhandlungen mit den Monkin auf und machen dabei langsam aber sicher Fortschritte. Dies ändert sich jedoch schlagartig als der Bluesklon Liici-Pjee-Nyr den General wegen dessen Verrats an den Zielen des Strategen erschießt und selbst das Kommando über die Piraten übernimmt. Der Monkin spricht auf die Gabe der Friedensstifter nicht an und nimmt neben diesen viele Dorfbewohner und mit Merlin Pitts und Leedar Navi auch zwei Besatzungsmitglieder der TABATINGA als Geiseln. Anschließend stellt er ein Ultimatum. Sollten ihm innerhalb eines Tages nicht sämtliche geforderten Gegenstände ausgeliefert werden, wird er alle Dorfbewohner jagen und fangen lassen. Diese müssten sich dann den Monkin anschließen oder würden erschossen.

Da sich die Dorfbewohner weiterhin weigern und aus Ybor abzusetzen versuchen, macht der General seine Drohung wahr. In seinem gewaltsamen Treiben wird er jedoch jäh gestört als eine arkonidische Flotte unter der Führung von Atlans ATLANTIS eintrifft und kurzen Prozess mit der Piratenflotte macht. Im Anschluss daran stellt sich heraus, dass Nuurim dak Alban mit den Monkin zusammenarbeitete. Als Faragit die Biontin überführt, zeigt sich diese wenig einsichtig und schlägt das Angebot des Vorstehers aus mit ihm auf Drumbar zu bleiben. Als sie ihn erschießen will explodiert der präparierte Strahler und die Analytikerin der TABATINGA stirbt auf der Stelle.

Als sich Nikki Frickel den Dorfvorsteher zur Brust nimmt, gesteht dieser ihr einige Informationen vorenthalten zu haben. Als die Terranerin im Zeughaus die Stelle ausfindig macht an der das entwendete Hyperfunkgerät stand berichtet ihr Faragit von zwei Wissenschaftlern, die abseits der Dorfgemeinschaft, die die beiden meidet, leben und ihren Forschungen nachgehen. Für Nikki Frickel ist der Zusammenhang mit der mysteriösen Funkbotschaft und dem Verschwinden einzelner Dorfbewohner, von dem Faragit nun auch erstmals berichtet, offensichtlich und so beschließt sie die beiden aufzusuchen.
Die Katze grinste.
"Hierzulande ist jeder verrückt. Ich bin verrückt. Auch du bist verrückt."
"Woher weißt du, dass ich verrückt bin?"
"Sonst wärst du nicht hier", antwortete die Katze.

Lewis Carroll, Alice im Wunderland

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