"EVOLO" (750 bis 799)

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Lumpazie
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"EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Lumpazie »

Unter dem neuen Großzyklus "Im Auftrag der Kosmokraten" startete der Teilzyklus "Anima, Neithadl-Off und Goman-Largo "(750 bis 799)

Im Jahr 1986 erschien der Band 750 der Atlan-Heftserie:

EVOLO

von Peter Griese

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Innenillustration:

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Handlung:

Handlung

Zu Beginn seiner bewussten Existenz gleichen EVOLOS Gedanken dem eines Kleinkindes. Er muss sich zunächst daran gewöhnen, dass er keinen Körper besitzt. Spuren der verschiedenen in ihm vereinten Bewusstseinsinhalte führen zum Beispiel dazu, dass er Hunger empfindet und sich nach Schlaf sehnt, obwohl beides für ihn eigentlich keine Rolle spielt. Auch ist einer der beständigsten Gedanken am Anfang seiner Existenz der Wunsch nach Spielzeug.

Von Anfang an kommunizierte der Erleuchtete mit EVOLO. Dieser empfindet ihn als Elter, wird aber vom Erleuchteten scharf zurechtgewiesen, wenn er ihn so nennt. Obwohl ihm der Erleuchtete keine Liebe oder Zuneigung zeigt ist EVOLO bestrebt, ein braves »Kind« zu sein. Generell und entgegen den Wünschen des Erleuchteten sehnt sich EVOLO nach positiven Aspekten wie Ruhe, Frieden und Freunde. Im Laufe der Zeit wächst EVOLOS bewusstes Wissen in einem vom Erleuchteten festgelegten Prozess.

Der Erleuchtete schickt EVOLO in erste Einsätze. Dies führt das Wesen auch nach Cirgro. EVOLO berauscht sich regelrecht an der in den Glückssteinen gespeicherten psionischen Energie, ignoriert alle Anweisungen des Erleuchteten und kappt schließlich die bis zu diesem Zeitpunkt ständig bestehende Verbindung zu ihm. EVOLO nutzt seine Abschirm-Psi-Potenziale, um sich der Wahrnehmung durch den Erleuchteten zu entziehen.

Ende des Jahres 3819 verlegt der Erleuchtete sein Domizil zur geheimen Stützpunktwelt Vergatsynn. Er erinnert sich an die Geschehnisse der letzten Zeit und daran, wie alles vor 5000 Jahren begann. Er ist wütend, weil seine Pläne nicht so wie erhofft voranschreiten und sich EVOLO von ihm abgewandt hat und nicht zu finden ist. Doch letztendlich ist der Erleuchtete davon überzeugt, dass er EVOLO wieder unter Kontrolle bringen können wird. Er lässt Verbände der Traykon weiter Angriffe gegen die Hyptons und die Ligriden fliegen, um von diesen ungestört agieren zu können.

Dharys, der ehemalige Diener des Erleuchteten, hält sich unterdessen an Bord eines Raumschiffes eines Flottenverbandes der Ligriden auf. Er reflektiert in Gedanken seine aktuelle Lage. Dharys konnte die Unterstützung des Kommandanten Hellenker für sich gewinnen, nachdem er auf Jomon ein Attentat auf den Ligriden verhindert hatte. Er plant eine Situation zu schaffen, die seinen Sohn Chipol wieder zu ihm zurück führt. Die Ligriden will er benutzen, um an Macht zu gelangen. Letztendlich will er dazu EVOLO für sich gewinnen.

Hellenker versucht einerseits, den unterbrochenen Kontakt zu den Hyptons wieder herzustellen und andererseits EVOLO zu finden. Nach einer Besprechung der oberen Kommandeure müssen er und Dharys ihre Suche an Bord des Transportschiffes GLIMMERTON fortsetzen, die Dharys LJAKJAR im Schlepp mitführt. Die meisten Kommandanten der Ligriden sehen die hauptsächliche Gefahr durch den Erleuchteten und dessen Roboter, an EVOLO wollen sie nicht so recht glauben.

Atlan, Chipol und Mrothyr, die Dharys verfolgen, beobachten von Bord der STERNSCHNUPPE aus, wie sich die GLIMMERTON und die LJAKJAR vom Rest des Flottenverbandes absetzen. In der Hoffnung, auf eine Spur zum Erleuchteten und damit zu EVOLO zu stoßen, folgen sie der GLIMMERTON. Sie werden Zeugen eines Kontaktes Hellenkers zu den Hyptons der Traube der Suchenden. Es gelingt ihnen, eine per Hyperfunk geführte Unterhaltung zu belauschen.

Hellenker versucht die Hyptons davon zu überzeugen, dass Dharys ein wertvoller Verbündeter sei. Dharys selbst versucht mit Andeutungen bezüglich EVOLO zu punkten und stellt in Aussicht, dass er seine Verbündeten zu diesem führen kann. Die Hyptons reagieren zwar verhalten, erteilen Hellenker aber dennoch den Auftrag, mit Dharys ein Bündnis einzugehen, um EVOLO für sich zu sichern.

Ohne Wissen seiner Verbündeten nimmt Dharys Kontakt zu der Gruppe um Atlan auf, indem er seinen Sohn Chipol mit Hilfe einer posthypnotischen Sendung manipuliert. Mit Chipol als Medium teilt er der Besatzung der STERNSCHNUPPE seine Pläne mit und fordert sie auf, ihm zu Scans Planet zu folgen. Dort vermutet er, auf EVOLO zu treffen.

Auf Vergatsynn macht sich der Erleuchtete mithilfe einer Kontaktzelle auf die Suche nach EVOLO. Beim durchforschen der Weiten Manam-Turus stößt er auf eine Ausstrahlung, die der EVOLOS ähnelt. Dies löst in ihm einen Erinnerungsschub an jene Zeit aus, als er noch als körperliches Multiwesen Vergalo die Nachtseite des Planeten Verga einnahm und im Konflikt mit Verga-Ray stand.

Er erinnert sich, dass die Idee für EVOLO von Verga-Ray stammte, wie er Verga-Ray schließlich in sich aufsaugte, an die Auseinandersetzung mit Hartmann vom Silberstern und Anima und daran, wie er sich nach Alkordoom aufmachte. In seiner Erinnerung erlebt der Erleuchtete erneut, wie sich das, was von Verga-Ray in ihm war, gegen die Reise wehrte und wie er es schließlich abstieß. Der Erleuchtete erkennt, dass es sich bei Guray um Verga-Ray handelt und dass es sich bei dem nun als Barquass bekannten Heimatplanet Gurays um die früher Verga genannte Welt handelt.

Der Erleuchtete hält Barquass eine Weile in Beobachtung, da er hofft, dass EVOLO aufgrund der Ähnlichkeit Gurays mit ihm zu dieser Welt kommt. Tatsächlich steuert EVOLO Barquass an. Der Erleuchtete erkennt aber nicht, dass es sich um das von ihm geschaffene Wesen handelt. EVOLO versucht mit Guray zu kommunizieren, erhält von dem von seinen Ängsten beherrschten Guray aber nur wenig Informationen. EVOLO beschließt, zum Ort seiner Geburt zurückzukehren.

Währenddessen entscheidet Atlan, der GLIMMERTON und der LJAKJAR mit großem Abstand zu folgen. Am Ziel angekommen stellt sich heraus, dass sich der dort von Dharys erwartete Erleuchtete nicht mehr auf Scans Planet aufhält. Der Planet selbst dient nun unter dem Namen Verga-Pre als Produktionsstätte für Traykons. Das Traykon-Zentralgehirn verständigt den Erleuchteten, der anordnet, die Neuankömmlinge zu warnen und zu vernichten. Die LJAKJAR und die STERNSCHNUPPE verwüsten mit ihren überlegenen Waffen die Oberfläche und machen die nur von Robotern bewohnte Welt dadurch als Produktionsstätte unbrauchbar.

Die Kampfhandlungen sind zu Ende, als ein milchweißes Etwas den Raum um den Planeten füllt und die Ortung der STERNSCHNUPPE beeinträchtigt. Atlan erkennt, dass es sich um EVOLO handelt. Angsterfüllt ordnet er die Flucht an. Dharys dagegen sieht seine Chance gekommen. Seine erweiterten Sinne haben ihm einen Hinweis auf den Aufenthaltsort des Erleuchteten vermittelt. Als er bemerkt, dass ihm EVOLO folgt, interpretiert er dies in seiner Überheblichkeit als Unterordnung EVOLOS.

EVOLO hat aber andere Absichten. Er spaltet einen kleinen Teil seiner selbst ab, verbindet diesen mit dem Daila-Mutanten und macht diesen damit zu einem gewissen Maß zu einem Teil seiner selbst. Dharys versucht noch kurz Widerstand zu leisten, hat aber keine Chance. Durch den Einfluss EVOLOS wird er zu einem überzeugten, in seiner neuen Rolle glücklichen Anhänger EVOLOS. Hellenker, der Dharys mit der GLIMMERTON folgt, erkennt, was passiert ist und versucht sich abzusetzen. EVOLO lässt das nicht zu und auch er und die Besatzung der GLIMMERTON werden so beeinflusst, dass sie zu Anhängern EVOLOS werden.

EVOLO wird auch auf die STERNSCHNUPPE aufmerksam, die der GLIMMERTON und der LJAKJAR zu diesem Zeitpunkt in 1,62 Lichtjahren Abstand folgt. Dharys befürchtet, dass EVOLO ihn aufgeben würde, falls er Atlan für sich gewinnen könnte. Daher überzeugt er EVOLO, lediglich die KI der STERNSCHNUPPE zu übernehmen und die Besatzung dem Erleuchteten als Geschenk zu übergeben. Die STERNSCHNUPPE versucht noch, Atlan auf das Geschehen aufmerksam zu machen. Doch dieser ist tief in Gedanken über die Kosmokraten, seinen Auftrag und seinen weiteren Weg, den er wieder selbstbestimmt beschreiten will, versunken. Atlan ignoriert selbst einen Hinweis seines Extrasinns. So kommt es, dass der Arkonide erst auf die Übernahme des Schiffes durch EVOLO aufmerksam wird, als es bereits zu spät ist.

Als EVOLO sich Vergatsynn nähert, erwartet ihn ein wütender Erleuchteter. Mit seinen psionischen Kräften schlägt er auf EVOLO ein, um ihn erneut zu unterwerfen. Alles Flehen EVOLOS bleibt ungehört. Schließlich wird EVOLO der auf ihn ausgeübte Druck zu viel und ermutigt von Dharys schlägt er zurück. Der Erleuchtete wehrt sich mit all seiner Kraft, hat gegen sein Geschöpf aber keine Chance. Kurz vor seinem Ende nimmt der Erleuchtete Kontakt zu Atlan auf. Er teilt dem Arkoniden mit, dass ihm die Kosmokraten eine Nachricht geschickt hätten. Diese hätten in Angesicht der Existenz EVOLOS und des Umstands, dass sich Atlan innerlich von ihnen abgewandt hatte, aufgegeben. Der Erleuchtete überträgt Wissen auf Atlan und reaktiviert den Reservegeist der STERNSCHNUPPE. Dann vergeht der letzte Rest dieses einstmals mächtigen Wesens.

Die STERNSCHNUPPE nutzt die Chance, um so schnell wie möglich aus der Nähe EVOLOS zu fliehen. Atlan wird sich bewusst, das ihm keine Mittel zur Verfügung stehen, um EVOLO bei einer erneuten Begegnung erfolgreich entgegenzutreten.

Anmerkungen

Der Roman beginnt mit dem »Umzug« des Erleuchteten nach Vergatsynn. Die Geschichte EVOLOS vom Zeitpunkt des Erwachens seines Bewusstseins bis zum Einsatz auf Cirgro werden erst in Kap. 4 aus der Warte EVOLOS geschildert. Zwischen den einzelnen Kapiteln kommt es immer wieder zu kleineren Zeitsprüngen. Für die Zusammenfassung wurde der Übersichtlichkeit zuliebe auf eine Nachbildung dieser Struktur verzichtet, das Geschehen zeitlich geordnet zusammengefasst.
Die Kap. 1 und 6 leitet je ein Zitat aus einem Gedicht  Wikipedia-logo.png Erich Kästners ein. Auch Kap. 10 wird mit vier Zeilen eines Gedichts eingeleitet, aber ohne Angabe des Autors.
Der Erleuchtete ordnet das Traykon-Zentralgehirn auf Verga-Pre an, die Neuankömmlinge zu warnen und gleich zu vernichten. Da es wenig Sinn ergibt, den Eindringlingen keine Gelegenheit zum Rückzug zu geben beziehungsweise zu warnen, wenn doch gleich die Vernichtung folgen soll, wahrscheinlich ein Schreibfehler; eventuell aber auch einfach Ausdruck der Irrationalität des Erleuchteten.


Der obige Text und Bilder wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
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Yman
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Yman »

Ein Ende ist offenbar auch immer wieder ein neuer Anfang, und es mag Zufall sein, dass der Atlan-Klassiker-Zyklus 700-749 nun ausgerechnet am Jahresende 2020 mit dem nachdenklich stimmenden Roman "Die Verrückten von Barquass" von Marianne Sydow endete, und nun mit Band 750 "EVOLO" ein neuer Unterzyklus startet, der auf literarischer Ebene widerzuspiegeln verspricht, was uns im kommenden Jahr erwartet.

Ich habe den Band noch nicht gelesen, hoffe aber, es noch dieses Jahr zu schaffen, vielleicht sogar noch vor Weihnachten. Das Heft macht einen sehr guten, prall gefüllten Eindruck, und ich bin in großer Vorfreude, das nächste Jahr diesen Zyklus 750-799 mit euch lesen zu dürfen.

Man kann die Prognose wagen, dass auch 2021 kein normales Jahr werden wird, und umso wichtiger erscheint es mir, diesen Klassiker-Zyklus zu lesen und manches, das in der Realität Unbehagen auslöst, durch den Filter einer klassischen SF-Abenteuer-Literatur zu betrachten, bei der sich Utopie und Dystopie die Waage halten.
Scrooge
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Scrooge »

Die 750 hat ein wirklich tolles Titelbild, einmal etwas ganz Anderes - sowohl im Vergleich zu den "üblichen" Bruck-Jubiläums-Tibis (Planeten/Krater etc.) als auch die Jubi-TBs seit Band 2000. :st:
Scrooge
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Scrooge »

Einmal eine vielleicht blöde Frage: Woher stammt eigentlich der Titel dieses Unterzyklus? Ich höre das zum ersten Mal. Wurde das bereits damals so festgelegt?
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Lumpazie
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Lumpazie »

Das ist eine gute Frage, lieber Scrooge - also ich weiß es nicht. Habe den Titel von der Perrypedia und mir kommt es vor, als ob hier nur die Hauptpunkte des Teilzyklus zusammengewürfelt wurden. So quasi das man die Ära Griese/Sydow von der Ära Griese/Ewers trennen kann. Ob das dann damals schon der Titel als Unterzyklus war oder der noch unter dem Vorzyklus "das neue Konzil" weiter lief - :nixweis: - vielleicht kann der Graue Lord etwas dazu sagen?

Das Titelbild passt klasse zur der Fantasywelle, die damals vorherrschte. Besonders prisant - ungefähr zur selben Zeit wird in der Mutterserie als Symbol von ES die Taube eingeführt (tja, da schlug wohl etwas der Zeitgeist durch). Später änderte Robert Feldhoff das Symbol von ES dann in Schmetterlinge um :D
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Grauer Lord
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Grauer Lord »

Hallo Scrooge und Lumpazie! Ich glaube, die Einteilung in Unterzyklen mit einem plakativen, titelgebenden Namen kommt oftmals aus dem nachträglichen Versuch von uns Lesern, die komplexe Handlung zu strukturieren; zum Beispiel für die Aufbereitung in der Perrypedia. Dazu kommt, dass sich dieses Prinzip im schematischen SOL-Zyklus regelrecht angeboten hat („HIDDEN-X“, „Anti-ES“, „Namenlose Zone“).

Als ich damals Band 700 aufschlug, war von solchen Kapiteln jedenfalls gar keine Rede. Auf der LKS stand an keiner Stelle, dass jetzt der Unterzyklus „Neues Konzil“ anfängt; das hätte ja auch zu viel von dem verraten, was alles noch kommt. Dass man dagegen die Hefte ab 674 „Alkordoom“ nennen konnte, wenn man das wollte, ergab sich wiederum von selbst, auch ohne dass einem das gesagt wurde. Der Titel für die Hefte ab Band 750 müsste in dieser Logik dann schon eher „EVOLO“ lauten, und nicht „Anima, Neithadl-Off und Goman-Largo“. Generell war Peter Griese in dieser Zeit bestrebt, die starre Aufteilung in Zyklen generell aufzulösen und „fließende Übergänge“ zu schaffen. Der jetzige Strang sollte irgendwann mal in das Thema „Rand des Universums“ übergehen. Dazu hat er später nur noch ein Taschenbuch schreiben können („Am Rand des Universums“, Nr. 307).

In seiner Antwort vom 27.3.1985, da lief die Handlung in Manam-Turu gerade an, schrieb Griese auf einen Brief von mir: „Der Zyklus wird kein festes Ende haben. Wie machen in Zukunft „fließende Übergänge.“

Wo ich gerade beim Blättern bin: Seit der LKS in Band 749 kennen wir die Ankündigung, dass die Handlung auch nach Alkordoom zurückschwenken wird - was ich super fand und immer noch finde. Ein Thema, bei dem wohl abrupt umgedacht wurde: In seinem Brief vom 4. 6. 1985 schrieb PeGe mir noch: „Eine Rückkehr nach Alkordoom wird nicht diskutiert. Das war der „Einstieg“. Wir sind aber in jeder Hinsicht „offen.“ Jetzt wissen wir, dass der große Rahmen doch eine Rückkehr vorsah. Wann und wie, will ich aber jetzt besser nicht spoilern.
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Lumpazie
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Lumpazie »

Danke Grauer Lord für das Zeitzeugnis! Ich war damals zwar auch schon dabei, lass aber Hardcoverbände, der Heftroman war mir noch fern. Aber genau so, wie Du das beschreibst, dachte ich es mir auch. Ähmlich ist es ja mit den PR-Altzyklen, die man nach der Einführung von Oberzyklen (Bereich 1600/Großes kosmisches Rätsel) auch versuchte im Nachhein eine Struktur zu geben.
Ich werde mal jemanden von der Perrypedia darauf ansprechen und ihm darum bitten, das die Perrypedianer das mal diskutieren und evtell auch abändern. Mir würde der Unterzyklusname EVOLO auch viel besser gefallen - die Perrypedianer sind da sehr offen für solche Vorschläge :st:
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Yman
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Yman »

Lumpazie hat geschrieben: 19. Dezember 2020, 17:52 Unter dem neuen Großzyklus "Im Auftrag der Kosmokraten" startete der Teilzyklus "Anima, Neithadl-Off und Goman-Largo "(750 bis 799)

Im Jahr 1986 erschien der Band 750 der Atlan-Heftserie:

EVOLO

von Peter Griese
Verglichen mit früheren literarischen Grausamkeitenm, wenn Peter Griese sich in der Rolle als Ich-Erzähler einer Superintelligenz versuchte, ist dieser Roman eine Wohltat. EVOLO wendet sich gegen seinen Schöpfer, den Erleuchteten und vernichtet diesen, während Atlan mit der STERNSCHNUPPE es gerade so schafft, EVOLOs Bann zu entkommen.

Das Wort EVOLO taucht im ersten Kapitel 56 Mal auf. Die Handlung beschränkt sich darauf, aufzuzeigen, wie der Erleuchtete einige Fehler macht, die zu seinem Ende führen. Erschreckend schwach ist die Verteidigung seines Traykon-Wefttplaneten Verga-Pre.

Mir ging das alles ein wenig zu schnell, aber vom Ergebnis her bin ich neugierig, wie die nächsten Schritte Atlans aussehen, der nun von den Kosmokraten losgelassen ist.
Grauer Lord
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Grauer Lord »

„EVOLO“ ist ein pralles Heft, das Peter Griese auf der Höhe seines Schaffens zeigt. Die Innenansicht des Erleuchteten, aber auch die des kindlich denkenden und handelnden EVOLO, werden gut rübergebracht, die gefürchteten Monologe eines Anti-Homunk etc. leben nicht noch einmal auf. Klasse auch die für einen SF-Roman sicher total unüblichen Zitate von Erich Kästner: „Alles, was er plante, blieben Pläne.“ Besser kann man den Erleuchteten angesichts seines Endes gar nicht charakterisieren. Ansonsten ist der Roman voller Details, die man besser selber lesen sollte.

Was mich leicht enttäuscht hat, ist die nur grob skizzierte Geschichte des Erleuchteten. Klar, wir wissen jetzt, dass er vom Einseitendreher Verga in Manam-Turu stammt, wo ein offenbar quasi humanoides Volk zu einem Konglomerat aus Milliarden Körpern zu einem (oder besser: zwei?) gigantischen Organismus/en verschmolzen ist. Warum, und was dahintersteckt, wird wohl nie geklärt. Bösartig und machtgierig war Vergalo auf der Nachtseite, verträumt, verspielt und den schönen Dingen zugetan Verga-Ray im Hellen. Interessanterweise geht die Idee für EVOLO ausgerechnet aus einem Gedankenspiel Verga-Rays hervor, das dieser aber nie umsetzen wollte. Als die dunkle die helle Seite verschlang und zu „Vergalo“ wurde, nahm er diese geniale Idee für das mächtigste Werkzeug des Universums gleich mit in sich auf.

Nannte Vergalo sich deshalb später „der Erleuchtete“, wegen dieses einen Gedankens? Eine Frage, die man mit einem Satz leicht hätte klären können. Es aber leider nicht getan hat.

Der Rest der Story mit der Aufteilung Vergalos und dem Zurücklassen Gurays ist allbekannt, auch die Angst vor Anima erklärt. Es ist schon erstaunlich, dass die Expos damals alle Fäden zu einer befriedigenden und spannenden Auflösung verknüpft haben, allein mit den Elementen, die von Anfang an in den Zyklus eingebracht worden sind. Ein deus ex machina, wie es heute oft in der Erstauflage die Handlung zum Ende hin richten muss, war hier nicht nötig.

Am Ende geht der Erleuchtete an seiner eigenen Grausamkeit und Kälte gegenüber seinem Geschöpf zugrunde, EVOLO ist er nicht gewachsen. Was EVOLO kann, ist ungewiss, in jedem Fall ist „der Plan“ in seiner psionischen DNA verankert, so wie der Erleuchtete es mal programmiert hat. Bedeutet: Auch nach dem Tod des Juwels wird sich sein Produkt immer weiter entfalten, auch wenn es seinen Schöpfer gar nicht mehr gibt. Die Sinnlosigkeit pur.

Alles in allem ein Meilenstein der Serie, auch wenn der aufgepeppte Innenteil mit informativen Rückblicken, Poster etc. wohl nicht mehr genug neue Leser binden konnte. Auf die nächsten 50 Wochen, frohes Fest und ruhige, gesunde Tage!
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Lumpazie »

Im Jahr 1986 erschien der Band 751 der Atlan-Heftserie:

Der lange Weg nach Aklard

von Hubert Haensel

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Innenillustration:

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Handlung:

Handlung

Der Daila Tolden ist zu genügend Geld gekommen für einen Glücksstein, der seine parapsychischen Fähigkeiten unterdrückt. Dadurch sieht er seine Chance gekommen, nach Aklard zurückzukehren. Er heuert gegen den Widerstand des Navigators Chrrtl, der ihn für einen Unglücksbringer hält, an Bord der STERNENLEUCHTEN an, einem altersschwachen Frachtschiff der Ngomis.

Als Bezahlung für den Transport soll Tolden Wartungsarbeiten ausführen. Dabei passiert ein Unfall. Ein Druckschlauch platzt und sein Gesicht wird mit Öl geschwärzt. Chrrtl sieht dies in seinem Aberglauben als weiteren Beweis dafür, dass Tolden nicht zu trauen ist und besteht darauf, dass dieser Abstand hält.

Der Kommandant der STERNENLEUCHTEN, Musan'J'irkis, gibt dem Drängen seines Navigators insofern nach, als dass er Tolden von den Arbeiten abzieht. Dadurch ergibt sich die Frage der Bezahlung für den Flug neu. Musan'J'irkis will den Glücksstein Toldens haben und deutet an, dass er den Daila andernfalls auf einer Welt aussetzt, die von keinem Raumschiff angeflogen wird.

Durch weitere seltsame Erscheinungen erkennt Tolden, dass er im Zusammenspiel mit seinem Glücksstein neue Paragaben entwickelt, die er noch nicht gut steuern kann. Er ist nun der Telekinese mächtig, sowie ein Zünder. Das führt zu einer Revolte der Besatzung und Musan'J'irkis ist gezwungen, Tolden auf dem Planeten Tirspun abzusetzen.

Dort kämpft Tolden ums Überleben und verfeinert dabei den Umgang mit seinen neuen Fähigkeiten. Nach einigen Wochen beobachtet er in der Abenddämmerung einen Kampf zwischen Raumschiffen in unmittelbarer Nähe seines Planeten.

Den Kampf fechten fünf Schiffe der Daila gegen sieben Ligridenschiffe auf. Die Dailaflotte war auf dem Weg nach Aklard. Geführt wurde die Flotte vom Obersten Rat Aksuum, der von Verhandlungen zurückkam, die er mit Rebellen gegen das Neue Konzil führte. Die Dailaschiffe sind heillos unterlegen. Während des Gefechtes erkennt Aksuum, dass er in eine Falle des Verräters Geriag geraten ist. Nachdem das Schiff, die SONNE VON AKLARD, wrackgeschossen ist, kommt es zu einem Zweikampf zwischen Aksuum und Geriag. Aksuum unterliegt. Als er wieder erwacht, steckt er in einer Rettungskapsel. Eine Nachricht Geriags besagt, dass die Ligriden selbst Beiboote vernichten, er hofft, dass wenigstens Aksuum überlebt.

Tolden beobachtet den Absturz der Rettungskapsel und lauert Aksuum auf. Von ihm erfährt er, dass er auf Tirspun ausgesetzt wurde. Aksuum hat ein mobiles Funkgerät dabei und nach wenigen Tagen empfangen die beiden Signale von ligridischen Suchtrupps. Zunächst flüchten sie, werden jedoch aufgespürt. Um Aksuum zu schützen, da die Ligriden nur nach einer Person suchen, stellt sich Tolden. Dank seiner Paragaben kann er wieder entkommen, denn in höchster Not entdeckt er, dass er auch teleportieren kann. Es gelingt Tolden die Ligriden soweit zu verwirren, dass diese schließlich abziehen.

Nachdem die beiden wieder zusammengefunden haben, entdeckt Aksuum, dass Tolden parabegabt ist, steht aber dennoch weiter zu ihm. Nach weiteren Wochen werden sie schließlich von einer kleinen Suchflotte gerettet. Tolden, der nicht als Mutant entdeckt werden will, wirft seinen Glückstein noch auf Tirspun weg, doch Aksuum beobachtet dies und nimmt den Stein an sich.

Auch die Ligriden haben mit einer Suchflotte gerechnet und sich im Tirspun-System versteckt gehalten. Es kommt zum Kampf und die Ligriden scheinen die Oberhand zu behalten. Dann tauchen unvermittelt 30 scheibenförmige Raumer auf und greifen die Ligriden sofort an. Nachdem diese vernichtet sind, umkreisen sie auch das Schiff der Daila. Aksuum entwickelt in dieser Phase durch den Glücksstein telepathische Fähigkeiten und erlebt das Ende des Kampfes zwischen EVOLO und dem Erleuchteten mit. Als EVOLO obsiegt, drehen die scheibenförmigen Raumer unvermittelt ab und verschwinden.

Bei der Rückkehr nach Aklard sind die Usurpatoren verschwunden. Auch hier tauchten die Scheibenraumer auf und vertrieben sowohl die Ligriden als auch die Hyptons.

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Norman
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Norman »

Scrooge hat geschrieben: 21. Dezember 2020, 14:52 Einmal eine vielleicht blöde Frage: Woher stammt eigentlich der Titel dieses Unterzyklus? Ich höre das zum ersten Mal. Wurde das bereits damals so festgelegt?
Diesen Titel für einen Unterzyklus hat es so offiziell nie gegeben! Die einzige Erklärung woher, das stammt ist eine in der Perrypedia angefangene (und nie beendete) grobe Handlungszusammenfassung (der Atlan-Hefte 709 und 710) im Artikel zum Zyklus "Im Auftrag der Kosmokraten". Dies hat somit weder eine Relevanz zu den Heften 750-799 noch haben diese Überschriften einen "offiziellen" bindenden Charakter. Sie wurde rein subjektiv von den dem damaligen Verfasser angelegt.

In diesem Zusammenhang möchte ich bemerken, dass auch Michael Theisen in seinem Atlan-Zeitraffer Teil 8 (Hefte 751-850) keinerlei Titel für Unterzyklen benutzt. Einzig Schroty (von Bernd Labusch) benutzt in seiner Materiequelle Titel, an denen Ihr Euch eventuell orientieren könntet. https://www.pr-materiequelle.de/atlan/atlankos.htm
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Lumpazie
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Lumpazie »

Norman hat geschrieben: 29. Dezember 2020, 15:41
Scrooge hat geschrieben: 21. Dezember 2020, 14:52 Einmal eine vielleicht blöde Frage: Woher stammt eigentlich der Titel dieses Unterzyklus? Ich höre das zum ersten Mal. Wurde das bereits damals so festgelegt?
Diesen Titel für einen Unterzyklus hat es so offiziell nie gegeben! Die einzige Erklärung woher, das stammt ist eine in der Perrypedia angefangene (und nie beendete) grobe Handlungszusammenfassung (der Atlan-Hefte 709 und 710) im Artikel zum Zyklus "Im Auftrag der Kosmokraten". Dies hat somit weder eine Relevanz zu den Heften 750-799 noch haben diese Überschriften einen "offiziellen" bindenden Charakter. Sie wurde rein subjektiv von den dem damaligen Verfasser angelegt.

In diesem Zusammenhang möchte ich bemerken, dass auch Michael Theisen in seinem Atlan-Zeitraffer Teil 8 (Hefte 751-850) keinerlei Titel für Unterzyklen benutzt. Einzig Schroty (von Bernd Labusch) benutzt in seiner Materiequelle Titel, an denen Ihr Euch eventuell orientieren könntet. https://www.pr-materiequelle.de/atlan/atlankos.htm
Hallo Norman, danke für die Aufklärung und den Tipp. Ich weiß jetzt nicht genau, ob Du auch meine PN erhalten und schon gelesen hast - aber wäre es möglich, das Du dann den Titel zu diesem Unterzyklus änderst (bzw. das mal bei Euch Perrypedianern vorschlägst/zur Diskussion stellst)? "Evolo" wäre doch viel passender, als diese Aneinanderreihung von H.G. Ewers Figuren.
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Norman »

Lumpazie hat geschrieben: 29. Dezember 2020, 16:54 ...
Hallo Norman, danke für die Aufklärung und den Tipp. Ich weiß jetzt nicht genau, ob Du auch meine PN erhalten und schon gelesen hast - aber wäre es möglich, das Du dann den Titel zu diesem Unterzyklus änderst (bzw. das mal bei Euch Perrypedianern vorschlägst/zur Diskussion stellst)? "Evolo" wäre doch viel passender, als diese Aneinanderreihung von H.G. Ewers Figuren.
Ja ich habe die PN zuvor gelesen. Ich kann aber leider nicht auf sie antworten (da meine Anzahl Beiträge hier noch <30 sind). Deshalb die obige Antwort hier an dieser Stelle:

Jeder mit einem Account kann in der Perrypedia Änderungen vornehmen auch ihr könntet das. Ich habe die Kapitelüberschrift ausnahmsweise auf Euren Wunsch hin rausgenommen. Diese Zykluszusammenfassung ist aktuell sehr lückenhaft. Da ich zu diesem Zyklus nicht im Thema bin, wäre es schön wenn jemand von Euch sich des Artikels annehmen würde.

@Mod: Bitte Titel dieses Thread ändern in Klassiker-Zyklus: "EVOLO" (750 bis 799)
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Lumpazie »

Norman hat geschrieben: 29. Dezember 2020, 22:44
Ja ich habe die PN zuvor gelesen. Ich kann aber leider nicht auf sie antworten (da meine Anzahl Beiträge hier noch <30 sind). Deshalb die obige Antwort hier an dieser Stelle:

Jeder mit einem Account kann in der Perrypedia Änderungen vornehmen auch ihr könntet das. Ich habe die Kapitelüberschrift ausnahmsweise auf Euren Wunsch hin rausgenommen. Diese Zykluszusammenfassung ist aktuell sehr lückenhaft. Da ich zu diesem Zyklus nicht im Thema bin, wäre es schön wenn jemand von Euch sich des Artikels annehmen würde.

@Mod: Bitte Titel dieses Thread ändern in Klassiker-Zyklus: "EVOLO" (750 bis 799)
Ach, sorry, das mit deiner Postinganzahl habe ich glatt überlesen! >-<

Danke das Du die Änderung übernommen hast - dachte eigentlich, das dies nicht so einfach über den Kopf der anderen Perrypedianer geht. Aber wenn ich es richtig verstehe, dann kommt es erst zu einer Diskussion, wenn jemand anderes etwas gegen die Änderung einzuwenden hat.

Die Zykluszusammenfassung für den Teilzyklus - wäre das nicht etwas für dich, Grauer Lord?
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Norman »

Lumpazie hat geschrieben: 30. Dezember 2020, 10:53 ...
Danke das Du die Änderung übernommen hast - dachte eigentlich, das dies nicht so einfach über den Kopf der anderen Perrypedianer geht. Aber wenn ich es richtig verstehe, dann kommt es erst zu einer Diskussion, wenn jemand anderes etwas gegen die Änderung einzuwenden hat.
...
Es benötigt bei kleineren Änderungen innerhalb der Perrypedia keine langwierigen Abstimmungsprozesse!

Die Devise heißt: "Sei mutig!", heißt jeder (mit Account) darf ändern. Allerdings werden Änderungen auch von anderen geprüft. Sollte jemand damit nicht einverstanden kann er entweder eine Diskussion anstoßen oder auch wieder alles zurück ändern oder sonstwie anpassen. Gelebte Schwarmintelligenz halt!

Bei gravierenden Änderungen empfiehlt es sich allerdings im Vorfeld eine entsprechende Diskussion anzustoßen. In der aktuellen Form ist diese fragmentarische Zusammenfassung, die zudem seit einiger Zeit verwaist ist, noch komplett umgestaltbar.
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Grauer Lord »

Nach dem JuBi-Band 750 geht es im ersten Roman der Handlung (die heißt auf dem Titel nun: „Das große SF-Abenteuer“, der Kosmokratenbezug ist weg) bodenständig weiter. Das soll „Der lange Weg nach Aklard“ von Hubert Haensel aber nicht abwerten, der Roman um den Dail-Mutanten Tolden ist bunt und abwechslungsreich. Schon mit der Anfangs-Szene auf dem gewitterumtosten Raumhafen auf Cirgro wird der Leser eingefangen, bunt und abenteuerlich geht‘s an Bord eines schrottreifen Frachters weiter. Es folgt ein wenig „Robinson Crusoe im Weltall“, bis Tolden auf den auch uns bekannten Daila-Anführer Aksuum stößt, der über Toldens unfreiwilligen Exil von Ligriden abgeschossen wurde.

Ein atmosphärisch dichtes Heft, das zeitlich meist vor dem Ende des Erleuchteten spielt. Tolden bringt einen Glücksstein mit sich, der somit nicht dem Abweiden durch EVOLO zum Opfer gefallen ist. Ein bisschen dick aufgetragen sind wohl all die Mutantenkräfte, die Tolden so haben soll. Am Ende entwickelt Aksuum ja auch welche - so dass wir es möglicherweise bei diesem Glücksstein mit einem ganz besonderen Exemplar zu tun haben. Mal sehen, ob da noch etwas kommt. Bemerkenswert fand ich noch die Brutalität, mit der die Ligriden gegen die Daila-Raumschiffe vorgegangen sind; inzwischen scheint das Neue Konzil zu merken, dass sich in deren Reich etwas tut. Ein gelungener Auftakt, find ich. Nächste Woche geht’s weit mit Fartuloon.

Danke übrigens für das Ändern des Unterzyklus-Namens. So liest sich das ganze gleich viel besser!

Ob ich mal eine Zykluszusammenfassung auf die Beine gestellt bekomme, Lumpazie - vom Gefühl her ja, von der Zeit momentan eher nicht. Die Idee habe ich aber auch schon längere Zeit.
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Yman »

Lumpazie hat geschrieben: 27. Dezember 2020, 08:48 Im Jahr 1986 erschien der Band 751 der Atlan-Heftserie:

Der lange Weg nach Aklard

von Hubert Haensel
Grauer Lord hat geschrieben: 30. Dezember 2020, 14:56 Nach dem JuBi-Band 750 geht es im ersten Roman der Handlung (die heißt auf dem Titel nun: „Das große SF-Abenteuer“, der Kosmokratenbezug ist weg) bodenständig weiter. Das soll „Der lange Weg nach Aklard“ von Hubert Haensel aber nicht abwerten, der Roman um den Dail-Mutanten Tolden ist bunt und abwechslungsreich. Schon mit der Anfangs-Szene auf dem gewitterumtosten Raumhafen auf Cirgro wird der Leser eingefangen, bunt und abenteuerlich geht‘s an Bord eines schrottreifen Frachters weiter. Es folgt ein wenig „Robinson Crusoe im Weltall“, bis Tolden auf den auch uns bekannten Daila-Anführer Aksuum stößt,
der über Toldens unfreiwilligen Exil von Ligriden abgeschossen wurde.

Ein atmosphärisch dichtes Heft, das zeitlich meist vor dem Ende des Erleuchteten spielt.
Atmosphärisch dicht ja, aber auch trostlos. Der Beginn auf dem Flughafen hatte schon etwas Bedrückendes, Regen, Dreck, keine Vergnügungen, dann kam die Raumfahrt, angefüllt mit Misstrauen und Konflikten, während der Tolden seine Kräfte entdeckte, und dann der trostlose Aufenthalt auf dem Schlammplaneten. Dieses "Robinson Crusoe im Weltall" war zwar gut geschrieben, aber auch sehr trostlos.

So ganz ist mir auch nicht klar geworden, was der Verräter Geriag eigentlich im Sinn hatte. Wahrscheinlich sollten die Mutanten an Bord der kleinen Flotte alle sterben, damit die Ligriden die Daila danach in Ruhe lassen und der Status Quo erhalten bleibt. Eine Schwäche des Romans ist, dass die Motive der beiden Daila Geriag und Aksuum nicht wirklich deutlich werden, bzw. es wird nicht so richtig deutlich, um was es am Ende des Romans überhaupt geht.

Ich fand auch die Aufteilung des Romans nicht ganz gelungen. Es gibt eine für meinen Geschmack zu lange trostlose Vorgeschichte des Daila-Mutanten Tolden, aber dann dreht sich die Geschichte um Raumschlachten zwischen Daila, Ligriden und unbekannten Scheibenschiffen kurz bevor EVOLO den Erleuchteten vernichtet. Dieser zweite Abschnitt wurde mir dann zu hastig erzählt.

Interessant ist eine Kritik auf der LKS, wo ein Leser meint, dass in dem Zyklusabschnitt, der Manam-Turu spielt, fast immer die Daila im Mittelpunkt stehen, was vielleicht nicht hundert Prozent stimmt, aber ausgerechnet für diesen Roman trifft es zu. Atlan kommt auch gar nicht vor. Ob das für Neueinsteiger so ideal ist, wage ich zu bezweifeln.

Ich bin nun gespannt, ob der lange Weg nach Aklard nun bald zu Ende ist und die Daila ein geeintes, von der Herrschaft des Konzils befreites Volk aus Mutanten und Nichtmutanten sein werden, die sich ihre Paragaben mit Hilfe von Glückssteinen irgendwie teilen können, oder ob sich das noch länger hinzieht.

Grauer Lord hat geschrieben: 30. Dezember 2020, 14:56Tolden bringt einen Glücksstein mit sich, der somit nicht dem Abweiden durch EVOLO zum Opfer gefallen ist. Ein bisschen dick aufgetragen sind wohl all die Mutantenkräfte, die Tolden so haben soll. Am Ende entwickelt Aksuum ja auch welche - so dass wir es möglicherweise bei diesem Glücksstein mit einem ganz besonderen Exemplar zu tun haben.
Ob dieser Glücksstein etwas Besonderes ist, ist eine gute Frage. Aber es kann auch einfach nur sein, dass EVOLO nicht alle erwischt hat. Die Mutantenkräfte waren Präkognition, Telekinese, Pyrokinese und Teleportation, das ist schon eine ganze Menge, und es können ja immer noch neue dazu kommen. Im Heft lautet die Erklärung, dass der Stein die Kräfte über Wochen lang absorbiert und gespeichert hat und sie dann in geballter und gegebenenfalls veränderter Form freigibt, was ein interessantes Konzept ist.

Auf jeden Fall wünsche allen hier einen guten Rutsch, und ein gesundes frohes neues Jahr! :feuerwerk:
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Lumpazie »

Im Jahr 1986 erschien der Band 752 der Atlan-Heftserie:

Aufbruch aus dem Zeitversteck

von Hans Kneifel

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Innenillustration:

Bild


Handlung:

Handlung

Auf der ligridischen Raumstation BASTION II kommt es zu einer Konferenz zwischen Ligriden und Hyptons. Es geht dabei ums das weitere Vorgehen bei der Eroberung Manam-Turus. Die Lager sind dabei gespalten, man macht sich gegenseitig Vorwürfe. Die Ligriden vermuten, dass die Hyptons auf Zeit spielen und auf irgendetwas warten. Bevor es zu gegenseitigen Schuldzuweisungen für die durch den Erleuchteten und dessen Traykons erlittenen Rückschläge in der Expansionspolitik des Neuen Konzils kommt, unterbrechen Felur und Lorad die Konferenz.

Beim erneuten Zusammentreffen vermuten die beiden Stationskommandanten noch immer, dass die Hyptons vor ihnen verbergen, dass sie im Konzil mit einem weiteren, unbekannten Partnervolk zusammenarbeiten. Die beiden Ligriden versuchen die Fledermauswesen dazu zu bewegen, zuzugeben, dass dieses Volk bei der Unterwerfung Manam-Turus als Unterstützung für die Ligriden zum Einsatz kommen soll. Die Paralogik-Psychonarkotiseure verwehren sich vehement dieser Unterstellung.

Thyss und Phynt teilen Lorad und Felur unmissverständlich mit, dass keine zusätzlichen Einheiten aus der Heimatgalaxie der Ligriden nach Manam-Turu verlegt werden und dass es auch kein weiteres Konzilsvolk gibt. Die vorhandenen Ressourcen sollen sich auf den Kampf mit dem Erleuchteten und EVOLO konzentrieren.

Lorad, ein hoher Diener des Gward, ist jedoch von den Beteuerungen der Hyptons nicht überzeugt. Er informiert Hartnay, Utamag, Londways und Falcamir über seine Zweifel. Die Ligriden wollen einige Raumschiffe ausrüsten und zu einer Geheimmission in die Milchstraße schicken, in der sie nach dem vermuteten Volk suchen sollen. Dazu soll Hoonrust absolut vertrauenswürdige Personen anwerben. Es werden schließlich fünf Schiffe mit insgesamt 40 Frauen und Männern als Besatzung bereitgestellt, die den Flug in die Milchstraße antreten werden. Als Flaggschiff der kleinen Flotte ist die CANTRISS vorgesehen, deren Kommandant Hoonrust den Oberbefehl übernimmt.

Im so genannten Zeitversteck hat Fartuloon den Colemayn-Körper in einer transparenten Kugel in seinem Stützpunkt deponiert und seinen eigenen Körper wieder übernommen. Der Calurier bereitet sich auf die Rückkehr nach Manam-Turu vor. Die Zeit vertreibt er sich in angenehmer Gesellschaft Artamays. Nach Tagen der Ruhe und Entspannung schreitet Fartuloon, ausgerüstet mit dem Skarg und seinem zerkratzten Harnisch, den Nullzeit-Pfad entlang und entmaterialisiert.

Der Calurier gelangt auf den Planeten Sandy Dala, wo er im Inneren eines Monolithen einen Omirgos-Kristall versteckt hat. Fartuloon findet einen ligridischen Stützpunkt, der allerdings von Traykon-Schiffen des Erleuchteten zerstört wurde. Die Pioniereinheit scheint noch einen Notruf abgesetzt zu haben. Tags darauf landen drei Beiboote. Fartuloon gibt sich zu erkennen und wird von Saarnoy mitgenommen. Auf diese Weise gelangt der Sternentramp nach BASTION II. Dort wird er in eine Zelle eingesperrt. Mit dem Skarg manipuliert er die Essensausgabe und erhält so wohlschmeckende Speisen und ein weinähnliches Getränk. Mit dem Schwert beeinflusst er auch die Videoüberwachung des Zellentraktes, den er nun auf dem Bildschirm in seiner Unterkunft überblicken kann. Auch das Schloss seiner Zellentür stellt für das Schwert kein Hindernis dar. Fartuloon sucht den Wächter Purcarrh auf, um über ihn an den Kommandanten von BASTION II heranzukommen.

Zunächst bringt ihn Purcarrh zu Argazill. Fartuloon versucht den Ligriden zu überzeugen, dass er völlig harmlos ist und nur auf einem Schiff die Station verlassen will. Da in nächster Zeit keine Schiffsbewegungen zu einem Planeten zu erwarten sind, wird Fartuloon wieder zurück in seine Zelle gebracht. Er erhält von Purcarrh den Auftrag, sich um den Gesundheitszustand der Gefangenen zu kümmern, da er erklärt hat, Arzt zu sein.

Bei dieser Aufgabe gelingt es ihm, Kornen Fus, Sparken und Rubernek für einen geplanten Ausbruch aus BASTION II zu gewinnen. Als Fluchtfahrzeug soll ihnen ein in einem nahen Hangar stehendes noch unbenanntes Raumschiff dienen. Mithilfe des Skarg können die auf ihrem Weg zum Hangar liegenden Energiebarrieren überwunden werden. Es gelingt ihnen, unbehelligt an Bord des Raumschiffes zu gehen. Die Triebwerke werden aktiviert. In einem Funkspruch an die Kommandozentrale von BASTION II erklärt sich Fartuloon bereit, den angeblichen Testflug zu beginnen. Er erhält tatsächlich problemlos die Startfreigabe. Das Schiff verlässt die Station. In Anlehnung an den Magnortöter gibt Fartuloon dem Schiff den Namen KLINSANTHOR. Nun kann die Suche nach Atlan beginnen.

Der obige Text und Bilder wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Yman »

Lumpazie hat geschrieben: 3. Januar 2021, 11:55 Im Jahr 1986 erschien der Band 752 der Atlan-Heftserie:

Aufbruch aus dem Zeitversteck

von Hans Kneifel
Fartuloon keht als Figur auf das Spielfeld zurück. Hans Kneifel lässt sich sehr viel Zeit, dies darzustellen. Der Roman ist eine Art Zwischenbericht, Atlan kommt darin gar nicht vor. Man erfährt, wie Fartuloon auf einer paradiesischen Welt lebt, zusammen mit einer Frau, und wahrscheinlich ist es mehr die Lust auf ein Abenteuer als wirklich die reine Absicht, Atlan zu Hilfe zu kommen, warum er diesen Rückzugsort, das sogenannte Zeitversteck verlässt.

Zuerst taucht er auf einem Planeten auf, auf dem eine ligridische Pioniereinheit niedergemetzelt wurde, von dort aus wird er als Gefangener auf die Raumstation BASTION II gebracht, wo er mit Hilfe seines Wunderschwertes Skarg ein Raumschiff an sich bringen und damit fliehen kann. Zwei Zyrpher und ein Daila begleiten ihn.

Das Raumschiff ist laut der sehr schönen Risszeichnung relativ groß, 96 Meter lang, und sehr schnell. Erstaunlich, dass dieser Gravopuls-Unterlichtantrieb Werte von 1125 km/sec² erreicht. Sehr interessant ist diese Multidronscheibe, und dass das scheibenförmige Beiboot STERNSCHNUPPE getauft wurde.

Sehr merkwürdig finde ich den Nuklo-Überlichtantrieb. Was ist das?

In einer Nebenhandlung erfahren wir vom Misstrauen der Ligriden gegenüber den Hyptons, wie einige Diener des Gward eine Expedition in eine Galaxie ausrüsten, die zu betreten ihnen von den Hyptons verboten wurde. Mich hat dabei etwas geärgert, dass Hans Kneifel ständig Milchstraße als Synonym zum Begriff Galaxie verwendet. Es wäre besser Milchstraße ausschließlich für den Eigennamen der Galaxie zu verwenden, in der sich das Sol-System, Arkon usw. befinden.

Mit dem Stil Kneifels kam ich in diesem Roman ansonsten sehr gut zurecht, und ich fand den handlungstechnisch eher ruhigen Roman auch nicht langweilig. Der Plot bzw. das Exposé dürften Kneifel sehr entgegen gekommen sein.
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Lumpazie »

Im Jahr 1986 erschien der Band 753 der Atlan-Heftserie:

Die Konzilsjäger

von Arndt Ellmer

Bild

Innenillustration:

Bild


Handlung:

Handlung

Auf dem Planeten Aklard sind Yukan, Correg und Dennar auf dem Kontinent Bajukkan unterwegs. Sie sind so genannte Konzilsjäger. Im Gebiet der Warnenden Senke vermuten sie eine versprengte Gruppe von Ligriden. Doch sie finden nur Schoofils, die sich durch die Senke bewegen. Opala macht Yukan auf eine merkwürdige Tatsache aufmerksam. Die Tiere lassen sich durch die Daila nicht stören. Ein Energiestrahl aus Yukans Waffe trifft einen der Schoofils. Das Tier explodiert mit einem dumpfen Knall. Wie in einer Kettenreaktion erleiden die übrigen Schoofils ein gleichartiges Schicksal. Die Maschinen haben in ihrem Inneren Proviant und Ausrüstung transportiert. Opala hat mit ihrer parapsychischen Fähigkeit festgestellt, dass die Schoofils keine Gedankenmuster ausstrahlen.

Die Frau spürt die Abneigung, die ihr Yukan entgegenbringt. Zornig entfernt sie sich von der Gruppe der Konzilsjäger. Dabei entdeckt sie den durch Sandmassen getarnten Eingang zu einem Stützpunkt der Ligriden. Sie beobachtet einige der Besatzer, die sich auf den Weg zur Warnenden Senke machen. Opala folgt ihnen und schaltet einen der Ligriden nach dem anderen mit ihrem Paralysator aus. Die vier im Stützpunkt verbliebenen Ligriden werden von Yukan, Correg und Dennar angegriffen. Beim Schusswechsel findet einer der Ligriden den Tod, die übrigen ergeben sich. Der Faust des Toten entnimmt Yukan die Klaue eines Hyptons.

Aksuum trifft auf Aklard ein und wird von Urlysh empfangen. Die Obersten Räte des Planeten kommen überein, den auf der Heimatwelt der Daila tätigen Mutanten Glückssteine zur Verfügung zu stellen, um ihre parapsychischen Kräfte zu verstärken. Hyperfunksprüche werden abgesetzt, um jeden Daila aufzufordern, seinen Stein nach Aklard zu bringen.

Die GHYLTIROON unter ihrem neuen Kommandanten Doppohl dient den Daila als Koordinierungsstelle für die dailanischen Raumschiffe, die die an den Grenzen des Suuma-Systems kreuzenden Verbände der Ligriden beobachten. Ein kleines würfelförmiges Schiff stößt durch die Linien der Ligriden. Doppohl vermutet ein Schiff mit Daila, die Glückssteine transportieren. Doch er irrt sich gründlich. Ein Energiestrahl wird von dem Ankömmling abgefeuert. Mallosh kann den Würfel außer Gefecht setzen. Ein kleines Beiboot wird von der GHYLTIROON mit einem Traktorstrahl an Bord gezogen. Eine Familie aus dem Volk der Naldrynnen protestiert gegen die Aufbringung ihres angeblichen Transportschiffes. Während des Gesprächs explodiert der Würfel. Den Naldrynnen wird erlaubt, wieder an Bord des Beibootes zu gehen. Das kleine Boot fliegt die ligridischen Schiffe an.

Im Quellenbunker auf Aklard sind die Quellenplaner von der Versorgung durch die Ligriden abgeschnitten. Die Konzilsjäger haben die Nachschubwege abgeschnitten. Den Bunker haben sie allerdings noch nicht entdeckt. Susu und die übrigen 37 Hyptons sehen ihre Mission auf Aklard als gescheitert an. Das Neue Konzil ist im Einflussbereich der Daila ohne Erfolg geblieben. Dem Ligriden Onwein werfen die Hyptons des Kerns der Quellenplaner vor, nicht genug für die Aufrechterhaltung der Versorgung zu tun. Die Hyptons drohen, sich mächtigerer Helfer bedienen zu müssen. Onwein ist schockiert und schlägt vor, Aklard erneut im Handstreich einzunehmen. Die Hyptons sollen ihnen die dailanischen Mutanten vom Leib halten. Stahlmänner führen Onwein aus dem Quellenbunker der Hyptons, die die Loyalität der Ligriden einmal mehr in Frage stellen.

Yukan und seine Konzilsjäger sind im Gebiet zwischen Lamarkan und Vleberken unterwegs. Ihr Gleiter wird beschossen und stürzt ab. Bis auf ein paar schmerzende Prellungen sind alle Insassen unversehrt. Die Daila finden einen Eingang in eine unterirdische Station. In mehreren Räumen lagern Waffen und Ersatzteile sowie zwei automatisch arbeitende Energiekanonen. Speisereste zeugen davon, dass der Stützpunkt vor etwa zwei Tagen verlassen worden ist. Yukan ordnet an, die Waffen und die Nahrungsmittelvorräte unbrauchbar zu machen. Über Funk rufen sie aus Bajukkan Hilfe herbei. Der Oberste Rat Kerschens holt sie persönlich ab und empfiehlt, aus der Lage der bisher gefundenen Stützpunkte der Ligriden ein Muster abzuleiten, um vielleicht auf diese Weise einen Hinweis auf das vermutete Versteck der Hyptons zu erlangen.

In der Zwischenzeit formieren sich die ligridischen Schiffe am Rande des Suuma-Systems zu einer keilförmigen Formation, deren Spitze auf Aklard weist. Doppohl gibt für die Flotte Vollalarm. Ein Funkspruch von Aklard wird aufgefangen, in dem alle dailanischen Schiffe aufgerufen werden, der Heimatwelt zu Hilfe zu eilen. Urlysh meldet sich und fordert Doppohl auf, seine Qualitäten zu zeigen. Ganno bemerkt zu dem Obersten Rat, dass der Kommandant seltsam anmutende Befehle erteilt. Urlysh ist mit dieser Auskunft hoch zufrieden. Er befiehlt den drei Daila, ihren Kommandanten gewähren zu lassen und nicht einzugreifen. Doppohl spürt, dass mit den Angriffspulk aus 47 Einheiten etwas nicht stimmt. Die 39 Daila-Schiffe nehmen neue Positionen ein. Plötzlich spaltet sich der Keil in zwei Teile, von denen einer die dailanischen Raumschiffe als Ziel auserkoren hat, während der andere in die Nähe der beiden Monde Aklards vorstößt. Das gibt den Daila die Möglichkeit, mit einer Guerillataktik die Ligriden anzugreifen. Bis jetzt ist allerdings noch kein Schuss gefallen.

Plötzlich befiehlt Doppohl den Kommandanten den Rückzug nach Aklard. Die Heimatwelt soll abgeriegelt werden. Ganno, Mallosh und Trom verstehen den Sinn dieser Anordnung nicht. Als mehr als 200 Raumschiffe aus dem Hyperraum auftauchen, wird Doppohls Befehl klar. Die Ligriden geben ihre Formation auf. Erneut meldet sich Urlysh und informiert die Besatzung der GHYLTIROON darüber, dass der Kommandant sich eines der Glückssteine bedient. Bei den fremden Raumern handelt es sich um Traykon-Schiffe des Erleuchteten, die die Ligriden einkreisen und innerhalb kurzer Zeit 35 Einheiten der Ligriden vernichten. Von einem Augenblick zum anderen stellen die Traykons die Kampfhandlungen ein und verschwinden wieder. Aksuum vermutet, dass es sich um Nachzügler gehandelt hat, die erst jetzt von den Vorgängen um den Erleuchteten und EVOLO erfahren haben.

Doppohl nimmt Funkverbindung mit den zwölf verbliebenen Ligriden-Schiffen auf und verlangt, dass sie den Machtbereich der Daila verlassen und nie wieder zurückkehren.

Im Quellenbunker warten die Hyptons immer noch auf Nachschub. Die Funkanlage wird aktiviert und es meldet sich Weißwert, der ihnen anbietet, sie von Aklard wegzubringen. Die Hyptons spielen mit dem Gedanken, das Angebot anzunehmen. Onwein kehrt nach mehr als einer Woche in den Quellenbunker zurück. Er bringt Proviant, der allerdings teilweise für die Fledermauswesen aus Chmacy-Pzan ungenießbar ist. Der Ligride, der den Funkkontakt mitverfolgt hat, drängt die Hyptons, Weißwerts Angebot nicht auszuschlagen. Andernfalls werden die Ligriden ihre Verstecke verlassen, um nicht zu verhungern. Stahlmänner werfen Onwein aus dem Bunker.

Urlysh und Aksuum sind mit den Tests mit den Glückssteinen hoch zufrieden. Die Fähigkeiten der Mutanten haben sich um ein Vielfaches verstärkt. Nachwirkungen sind nicht festzustellen. Da die Steine auch unbegabten Daila zu parapsychischen Fähigkeiten verhelfen, haben die Wissenschaftler Untersuchungen angestellt. Sie haben festgestellt, dass die Mutantenfähigkeiten bei allen Daila vorhanden sind. Immer mehr Glückssteine treffen auf Aklard ein. Yukan und seine Gruppe von Konzilsjägern werden von den beiden Obersten Räten empfangen. Opala und Sopdan erhalten je einen Glücksstein.

Die Ortungsanlagen der GHYLTIROON erfassen ein diskusförmiges Raumschiff, das in das System einfliegt. Als es die ligridischen Linien passiert, wird es beschossen. Der Diskus hüllt sich in einen rosafarbenen Schutzschirm und erwidert das Feuer. Obwohl das Diskusschiff anfliegenden Daila-Raumschiffen den Weg in das Suuma-System freischießt, ist Doppohl überzeugt, dass die Ligriden dailanische Schiffe gekapert haben und nun versuchen, auf Aklard zu landen. Die GHYLTIROON rast mit Höchstwerten auf den Diskus zu und feuert die schwachen Bordkanonen ab. Doppohl kann eine Unterhaltung an Bord des Diskusschiffes mithören. Mallosh erkennt die Stimme Atlans. Der Arkonide warnt die Daila vor etwa 50 anfliegenden Kampfschiffen der Ligriden. Die STERNSCHNUPPE landet auf dem Raumhafen von Bajukkan.

Im Regierungsgebäude berichtet Atlan den Obersten Räten Aksuum und Urlysh vom Ende des Erleuchteten und der Gefahr, die nun von EVOLO ausgeht. Er berichtet mit Rücksicht auf Chipol nur wenig von Dharys. Ein Alarm unterbricht die Besprechung. Die Ligridenschiffe formieren sich zu einem neuen Angriff. Urlysh bittet Atlan, sich mit der STERNSCHNUPPE den Konzilsjägern anzuschließen und die Abwehr der Angreifer den Daila mit ihren von den Glückssteinen unterstützten Mutanten zu überlassen. Die STERNSCHNUPPE fängt zwei Funksprüche auf. Einer geht an die Ligriden und fordert unverzüglich ein Schiff mit Nahrungsmitteln an, der andere ist an einen gewissen Weißwert gerichtet und fordert eine dringende Kontaktaufnahme an.

Yukans Gruppe ist auf etwa 20 Personen angewachsen. Durch die bisher entdeckten zwölf Verstecke der Ligriden hat sich ein Gebiet in der Hallanebene herauskristallisiert. Opala gelingt es, unterstützt von ihrem Glücksstein, die Abschirmung des Stützpunktes zu durchbrechen und die Hirnwellenmuster der Hyptons aufzufangen. Aus dem hohlen Inneren der mächtigen Baumstämme in der Ebene quellen Stahlmänner hervor. Atlan, Mrothyr und die Konzilsjäger dringen durch diese Öffnungen in den Quellenbunker ein. Stahlmänner stellen sich ihnen entgegen. Telekinetisch begabte Mutanten sorgen für schwere Verluste unter den Robotern. Einer der parapsychisch unbegabten Daila verlor durch einen Strahlschuss sein Leben.

Erneut nimmt Weißwert mit dem Kern der Quellenplaner Kontakt auf. Er fordert für seine Hilfe von den Hyptons und Ligriden als gleichberechtigter Partner in das Neue Konzil aufgenommen zu werden. Nach einer kurzen, aber heftigen Diskussion stimmen die Hyptons zu. Nach ihrer Rettung wollen die Quellenplaner und der Born der Ruhe mit dem Psionischen Tor EVOLO einfangen und sich untertan machen.

Die Konzilsjäger dringen in die Unterkunft der Hyptons ein. Noch bevor sie die Fledermauswesen in ihre Gewalt bringen können, trifft Weißwert ein. Die Decke der Halle stürzt ein und die Hyptons werden in die Höhe gezogen. Einige von ihnen werden von Gesteinstrümmern getroffen und stürzten in die Tiefe und in den Tod. Der Traktorstrahl transportiert die Quellenplaner in die LJAKJAR.

Die Reste der ligridischen Flotte ergreifen die Flucht. Aus den Datenspeichern im Quellenbunker kann eine Liste aller Stützpunkte der Ligriden im Suuma-System geholt werden. Die Konzilsjäger leisten ganze Arbeit bei der Aushebung dieser Verstecke. Aklard gehört von nun an wieder den Daila.
Der obige Text und Bilder wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Grauer Lord »

Band 752 ist ein angenehm zu lesender Roman, der das Rätsel um Fartuloon und sein Volk, die Calurier, ein Stück weiter ausbaut. Die Schilderung des Zeitverstecks ist ansprechend und verstärkt den geheimnisvollen Charakter der Figur Fartuloon, dessen Colemayn-Körper am Ende krank wurde und nicht mehr richtig funktionierte. Colemayn wird auch in einem Satz als „Beobachter der Kosmokraten“ bezeichnet, möglich, dass dies die Rolle war, die dem Sternenwanderer anfangs zugedacht war, bevor den Expokraten der Kniff mit Atlans altem Weggefährten eingefallen ist. Wo die Körper herkommen, die im Zeitversteck lagern, ist noch nicht klar; neben Colemayn und Fartuloon wird noch eine Identität namens „Sharmanom“ erwähnt. Ich fürchte, wir werden das alles nie erfahren. Ebensowenig, welche Herkunft die schöne Artamay eigentlich hat. Das Motiv hinter Fartuloons Einsatz für Atlan scheint derzeit nur darin zu bestehen, einem alten Freund aus der Patsche zu helfen. Ob da noch mehr kommt?

Hoch interessant sind die Entwicklungen auf BASTION II: Das lange vorbereitete Rätsel um die Ligriden und ihre Beziehung zu den Hyptons beginnt sich zu lüften. In einem sensationellen Akt des Verrats werden fünf Schiffe heimlich in Richtung Ligriden-Heimtagalaxis geschickt. Dort gibt es einen benachbarten Sternennebel, den die Hyptons für Tabu erklärt haben, obwohl er viel näher liegt und sich schon deshalb besser für eine Invasion durch das Konzil geeignet hätte, als Manam-Turu. Die Frage, die die Ligriden umtreibt: Gibt es (dort) noch ein drittes Konzilsvolk, hinter ihrem Rücken? Auffällig, dass die Ligriden für
ihre Heimat nie einen Namen nennen und nur von den „Ahnenwelten“ sprechen. Angeblich fangen sie sogar schon an, die Erinnerung an ihre Heimatgalaxis zu vergessen.

Alles total spannend, auch ohne Atlan. Die Serie hat ab Band 700 so viele Schauplätze aufgeworfen, dass die Entwicklung auch ein paar Bände ganz ohne den alten Arkonidenhäuptling prächtig weiterläuft.
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Yman »

Grauer Lord hat geschrieben: 10. Januar 2021, 17:47 Wo die Körper herkommen, die im Zeitversteck lagern, ist noch nicht klar; neben Colemayn und Fartuloon wird noch eine Identität namens „Sharmanom“ erwähnt. Ich fürchte, wir werden das alles nie erfahren. Ebensowenig, welche Herkunft die schöne Artamay eigentlich hat.
Wo die Spur Fartuloons in der Serie bzw. Mutterserie enden wird, weiß ich nicht, aber ich hoffe, dass dies nicht das letzte war, was wir über das Zeitversteck zu lesen bekamen.
Grauer Lord hat geschrieben: 10. Januar 2021, 17:47Die Frage, die die Ligriden umtreibt: Gibt es (dort) noch ein drittes Konzilsvolk, hinter ihrem Rücken? Auffällig, dass die Ligriden für ihre Heimat nie einen Namen nennen und nur von den „Ahnenwelten“ sprechen. Angeblich fangen sie sogar schon an, die Erinnerung an ihre Heimatgalaxis zu vergessen.
Da bin ich auch mal sehr gespannt, was da noch kommen wird. Ein nur aus zwei Völkern bestehendes Konzil wäre jedenfalls sehr merkwürdig. Auch drei Völker wären nicht sehr viel.
Lumpazie hat geschrieben: 10. Januar 2021, 09:23 Im Jahr 1986 erschien der Band 753 der Atlan-Heftserie:

Die Konzilsjäger

von Arndt Ellmer
Der Roman war gut zu lesen, wenn auch teilweise einiges sehr chaotisch war. Dabei beziehe ich mich vor allem auf die Vorgänge im Weltraum, wo es nicht immer klar war, wer wann warum gegen wen kämpft.

Die Daila schaffen es wohl, gegen das Konzil, d.h. vor allem gegen die Ligriden anzukämpfen, und endlich können sich auch mal die Mutanten beweisen und bei der nicht begabten Bevölkerung ein Umdenken erreichen. Dabei spielen auch die Glückssteine eine Rolle.

Außerdem gelangen auch die Hyptons auf dem Daila-Hauptplaneten in die Schusslinie, werden aber überraschend von Dharys, der wohl eigene Pläne hat, mit seinem Schiff LJAKJAR gerettet. Bei all dem mischt am Ende auch Atlan wieder mit, wenn auch nur in einer untergeordneten Rolle.

Ich denke, dass dieser Band mehr dem Abschluss der Daila-Thematik aus dem letzten Unterzyklus dient, und man noch nicht so richtig sehen kann, wohin sich die Handlung entwickeln wird.

Klar ist nur, dass die Hyptons noch lange nicht geschlagen sind, sie planen sogar, EVOLO mit Hilfe eines sogenannten psionischen Tors einzufangen, und auch die Ligriden, die zwar auf dem Rückzug aus der 100-Lichtjahre-Raumkugel der Daila sind, sind noch lange nicht geschlagen. Außerdem könnte bald ein drittes Konzilsvolk in Erscheinung treten. Und EVOLO selbst ist natürlich auch noch da.

Welche Rolle die Kosmokraten noch spielen werden, Atlan muss ja zumindest am Ende des Zyklus wieder in seine Rolle als Orakel zurückkehren, wird sich zeigen.

Auf der LKS wird herausgestellt, dass EVOLO keinesfalls eine Superintelligenz oder auf dem Weg dahin ist und es erst nach Band 800 so richtig mit den Zeitchirurgen weiter gehen soll.
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Lumpazie
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Lumpazie »

Lumpazie hat geschrieben: 10. Januar 2021, 09:23 Im Jahr 1986 erschien der Band 753 der Atlan-Heftserie:

Die Konzilsjäger

von Arndt Ellmer
Bild
Ich glaube, das ist das erste und auch einzige Tibi, wo einmal Hyptons abgebildet sind :gruebel: Leider nur im Hintergrund.....
Es is kein’ Ordnung mehr jetzt in die Stern’,
D’ Kometen müßten sonst verboten wer’n;
Ein Komet reist ohne Unterlaß
Um am Firmament und hat kein’ Paß;
Und jetzt richt’ a so a Vagabund
Und die Welt bei Butz und Stingel z’grund
(Johann Nestroy)
Grauer Lord
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Grauer Lord »

„Die Konzilsjäger“ ist wirklich ein eher chaotischer Roman, aus dem man mehr hätte machen können. Inhaltlich gibt’s aber ein paar interessante Infos: So haben die Traykon-Flotten des Erleuchteten vor dessen Ableben noch ordentlich unter den Ligriden und Hyptons auf Aklard aufgeräumt. Dort haben sich wiederum zahlreiche, aus dem Exil zurückgekehrte Daila-Mutanten versammelt, um die letzten Verstecke der Besatzer auszuräumen. Eigentlich ein spannendes Setting, der Einsatz und die Charakterisierung der „Konzilsjäger“ war aber dann doch sehr schlicht geraten. Ganz schön finde ich eingeflochtene Redensarten der Daila, wie „noch immer stand alles wie Glut und Asche“, sowie Anspielungen auf die Manam-Turu-Legende vom „Rauchstreifen“. Gut war auch, dass Arndt Ellmer an die Ereignisse um den Gesandten von Trysh und die Oase mit dem unaussprechlichen Namen Rhyikeimym erinnert hat, wo ein wichtiger Teil der Daila-Revolte gegen das Konzil begonnen hat. Auch die altbekannte GHYLTITOON war wieder mit von der Partie.
Ansonsten gab’s ein paar interessante Innenansichten aus dem Bereich der Hyptons, die langsam an Manam-Turu und der Einflusssphäre der Daila zu verzweifeln beginnen. Auch Cairon scheint ihnen große Sorgen zu machen. Dass sich hinter dem ominösen „Weisswert“ ausgerechnet Dharys verbirgt, wusste ich nicht mehr. Für die Zukunft haben wir jetzt den Hinweis, dass die Hyptons EVOLO mit einem „psionischen Tor“ in ihre Gewalt bringen wollen. Da sie selber ja keine Technik entwickelt haben, muss es sich dabei ja wohl um ein Instrument eines der von ihnen unterworfenen Völker handeln, evtl. aus ihrer Heimat.
Also: interessante Details, dennoch ein nur mittelprächtiger Roman.
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Yman
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Yman »

Lumpazie hat geschrieben: 12. Januar 2021, 12:33 Ich glaube, das ist das erste und auch einzige Tibi, wo einmal Hyptons abgebildet sind :gruebel: Leider nur im Hintergrund.....
Ja, wirklich schade. Dabei sind sie für den Zyklus doch eigentlich sehr wichtig und eigentlich ein extrem dankbares Motiv zum Zeichnen, zumindest weil es Vorlagen gibt, die man abmalen kann. Warum wussten die Zeichner mit den Hyptons nicht mehr anzufangen?
Grauer Lord hat geschrieben: 13. Januar 2021, 15:12 Für die Zukunft haben wir jetzt den Hinweis, dass die Hyptons EVOLO mit einem „psionischen Tor“ in ihre Gewalt bringen wollen. Da sie selber ja keine Technik entwickelt haben, muss es sich dabei ja wohl um ein Instrument eines der von ihnen unterworfenen Völker handeln, evtl. aus ihrer Heimat.
Finde ich ja auch sehr interessant und von den Autoren noch zu wenig gewürdigt, dass die Hyptons tatsächlich selbst sehr wenig, wenn überhaupt, Technik in die Hand nehmen. Ich kann mich an keine einzige Szene erinnern, in denen sie irgendetwas in der Hand haben, schon gar keinen Impulsstrahler, oder auf irgendeinen Knopf drücken. Sie hängen nur rum und reden. Bei ihnen läuft alles nur über Sprache.
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