"EVOLO" (750 bis 799)

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Yman
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Yman »

Lumpazie hat geschrieben: 24. April 2021, 21:32 Im Jahr 1986 erschien der Band 768 der Atlan-Heftserie:

Die zweite Expedition

von Hans Kneifel
Grauer Lord hat geschrieben: 27. April 2021, 16:21 Die meisterliche Fortsetzung des ersten Ligriden-Fartuloon-Romans durch Hans Kneifel. An Bord des Fernraumschiffs JIKULST, das einen metagravähnlichen Antrieb hat (dennoch wird immer vom Flug durch den Linearraum geschrieben), erreicht die titelgebende „Zweite Expedition“ die Galaxis Bennerton.
An Kneifels zweitem Roman zum Thema Ligriden-Herkunft habe auch ich wenig zu mäkeln. Etwas überraschend fand ich die Zerstörung der KLINSANTHOR, von der 16 Bände zuvor noch eine RZ gab, und auch der Antrieb der JIKULST mit 1,5-Milliarden-facher Lichtgeschwindigkeit bzw. 4 Millionen Lichtjahre pro Tag (nach dem "Pan-Hoff-Prinzip"), ist überraschend. Musste das beides so sein? Und warum?
Grauer Lord hat geschrieben: 27. April 2021, 16:21Aus den Überresten rekonstruieren Fartuloon und die Ligriden weitere Details zur Herkunft der Ligriden; die Vermutung, dass sie von einer versprengten Zghmahkonen-Gruppe abstammen, erhärtet sich etwa durch die Erwähnung der „Rute“ und von Reisen durch Schwarze Löcher. Leser des Aphilie-Zyklus werden sich an den Dakkardimballon und weitere Einzelheiten erinnern.

Das alles ist ruhig und mit sicherem Stil aufgeschrieben.
Der Aphilie-Zyklus, den ich vor wenigen Monaten gelesen habe, kommt jetzt günstig, aber ich frage mich auch, welchen Kenntnisstand Fartuloon hat. Atlan hätte ihm sicher etwas erzählen können, aber anscheinend weiß Fartuloon nichts von Zghmahkonen. Die Hinweise jedenfalls verdichten sich, dass bald etwas mit Schwarzen Löchern geschehen könnte.

Stilistisch - ruhig und sicher sind treffende Adjektive, phasenweise war es mir etwas zu ruhig, aber der Roman macht einen absolut soliden und seriösen Eindruck, genau richtig für dieses Thema.
Grauer Lord hat geschrieben: 27. April 2021, 16:21 Offen bleibt, wie das stolze Volk der Ligriden mit der Erkenntnis umgeht: Werden sie die Hyptons jetzt radikal angreifen? Bewahren sie sich Teile ihrer erfundenen Philosophie, was sich ja im Heft schon andeutete?

Spannende Fragen, wie ich finde.
Ja, das war wirklich interessant, diesen eher philosophischen Fragen nachzugehen, aber es zeichnet sich ja anscheinend ein gewisser Pragmatismus ab. Im Roman (S.14) wird das auch so formuliert: "Wir müssen aus den Trümmern des bisherigen Weltbilds ein neues Gebäude aufrichten. Es wird einfacher, weniger verschnörkelt und zweckmäßiger sein." Und es scheint auch, dass Inua, eine Ligridin, die weder Gwyn noch Gward ist, für diese neue Zukunft ein Beispiel geben könnte.
Grauer Lord hat geschrieben: 27. April 2021, 16:21 Prima auch die exakt zum Heft passende Risszeichnung.
Nicht ganz exakt bzw. der Roman ist widersprüchlich: Im Heft (S.10) heißt es zunächst "Die JIKULST war schwer bewaffnet", was ein paar Seiten später wieder relativiert wird: "Während die offensive Bewaffnung keine spektakuläre Stärke darstellte", und in der RZ ist eigentlich gar keine Bewaffnung zu erkennen. Auch von der Form her sieht die JIKULST gegenüber einem Kugelraumer oder Walzenraumer eher verwundbar aus.
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Lumpazie
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Lumpazie »

Im Jahr 1986 erschien der Band 770 der Atlan-Heftserie:

Lenker der Stählernen

von H.G.Ewers

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Innenillustration:

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Handlung:

Handlung

Im Jahre 3820 machen sich die Koaken auf, um von der Oberfläche des Planeten Relais die Stahlkonstruktionen zu besteigen, um an das Licht zu gelangen. Dabei bedient sich der Heilmittelpriester Atrap der Erzählungen von Calte Mol, der bereits weit in das Stahlgewirr vorgestoßen ist. Diese Berichte beflügeln den Heilmittelpriester, seine schon seit langer Zeit gehegten Pläne wahr zu machen und sich zum Herrscher über die Koaken aufzuschwingen. Er will sein Volk ans Licht führen. Die Koaken werden ihn dann als Meister akzeptieren und verehren. Calte Mol lehnt die Machtgelüste Atraps strikt ab, was für ihn den Tod bedeutet. Der Priester stößt dem Techniker ein Schwert in das Herz. Den Leichnam vernichtet Atrap in einem Säurebad.

In der Wohnung Calte Mols findet er Unterlagen, in denen der Weg in das Stahlgewirr aufgezeichnet ist. Eine schlagkräftige Gruppe muss aufgestellt werden, um Angriffe anderer Stämme oder von Stahlspinnen abwehren zu können. Bei einer Zusammenkunft schwört Atrap zahlreiche Koaken auf seinen Weg ein. Das Verschwinden Calte Mols erklärt er damit, dass sich dieser sofort wieder aufgemacht hat, um das Stahlgewirr weiter zu erkunden. Atrap hetzt die Meute auf, indem er behauptet, der Techniker habe um sein Leben gefürchtet falls bekannt wird, was er entdeckt hat. Im Saal erscheinende Mitglieder des Sicherheitsdienstes verlassen die Versammlung schnell wieder, als sich die Menge gegen sie zu wenden beginnt. Eine Art Leibwache bildet sich wie von selbst und schirmt den Priester ab. Der »Marsch zum Licht« beginnt.

Drabendhor, Mulenus und Helomas, die drei Lenker der Stählernen, verfolgen mit der KHEZY-KCOM ein Raumschiff der Ligriden, das von einem Flottenverband der Hyptons aufgespürt und aus der Galaxie Bennerton vertrieben wurde. Kurz vor den Randzonen Manam-Turus holt die KHEZY-KCOM das Raumschiff ein, bei dem es sich um die JIKULST handelt. Die Lenker der Stählernen feuern mehrere Schüsse mit der Satyr-Faran-Kanone ab. Einen wirksamen Treffer erzielen die Lenker jedoch nicht. Die JIKULST fliegt in den Sternhaufen RC-112. Dort wird Fartuloons Notsignal von Atlan beantwortet. Die Bewahrer der Gerechtigkeit beschließen, dem Arkoniden eine Falle zu stellen. Die Hyptons wollen mit simulierten Funksprüchen Atlan nach Relais locken.

Nach den Erlebnissen in der Vergangenheit des Planeten Torquan, widmet sich Atlan nun den aufgefangenen Hilferufen Fartuloons. Da Fartuloon auf Kontaktversuche nicht antwortet, fliegt die STERNSCHNUPPE zum Sternhaufen Ray-Canar, der als Treffpunkt genannt wird. Die Koordinaten hat die STERNSCHNUPPE im Muruth-System von der STERNENSEGLER überspielt bekommen.

Im System des Sterns Schwertspitze angekommen, bleibt eine Antwort Fartuloons noch immer aus. Erste Zweifel hegen der Extrasinn und Mrothyr, ob tatsächlich Fartuloon die Notsignale ausgesendet hat. Die STERNSCHNUPPE wählt einen Landeplatz im Gewirr der Stahlkonstruktion, der etwa 50 Kilometer vom Ausgangspunkt der Funksignale entfernt ist. Atlan, Chipol und Don Quotte verlassen das Schiff. Mrothyr bleibt als Wache zurück, was dieser als weiteren Hinweis darauf wertet, dass ihm Atlan seit seinem Anschlag nicht mehr vertraut.

Die kleine Gruppe bewegt sich auf durch Flechten und Moose schlüpfrige Stahlträger vorwärts. Stahlspinnen kreuzen ihren Weg. Don Quotte wird von den Robotern als »Gott« eingestuft. Es gelingt ihm, die Stahlspinnen im Sinne Atlans zu beeinflussen. Die Spinnen erklären sich bereit, die Gruppe auf ihren Rücken zu tragen. Dadurch ist der Weg längst nicht mehr so beschwerlich und Atlan und seine Begleiter kommen rasch voran.

Währenddessen hat auch Mrothyr die STERNSCHNUPPE verlassen und beobachtet das Treiben der Stahlspinnen. Einer der Roboter beginnt, auf ihn zu schießen. Der Zyrpher feuert zurück und trifft die Spinne, die daraufhin explodiert. Die Druckwelle fegt Mrothyr von dem Stahlträger und schleudert ihn in die Tiefe. Beim Aufprall auf eine waagrecht verlaufende Strebe glaubt er zerschmettert zu werden. Er rutscht weiter ab und kann sich endlich halten. Allerdings hängt er an einer Strebe, die heftig hin und her schwankt. Mrothyr wendet den Kampf der verlorenen Seele an. Dadurch gelingt es ihm, wie in Trance auf die Oberseite der Strebe zu gelangen. Mrothyr ist am Ende seiner Kräfte. Selbst Vögeln, die auf ihm mit ihren Schnäbeln herumhacken, hat er nichts mehr entgegenzusetzen. Einer sich nähernden Stahlspinne kann er mit übermenschlicher Anstrengung einen Tritt versetzen, die den Roboter in die Tiefe befördert.

In ihrem Stützpunkt sind die Lenker der Stählernen zufrieden, als sie feststellen, dass sich Atlan ihnen nähert. Allerdings bemerken sie auch, dass es ihnen nicht mehr möglich ist, die spinnenförmigen Roboter in ihrem Sinne zu lenken. Falls es ihnen nicht möglich sein wird, die Kontrolle über die Maschinen wiederzuerlangen, präparieren sie die Stahlkonstruktion in der Nähe ihrer Station derart, dass sie unter der Last des Arkoniden zusammenbrechen wird. Den Sturz in die Tiefe wird er nicht überleben.

Atrap dringt mit seiner Anhängerschar immer weiter nach oben vor. Herabfallende Trümmerteile und Explosionen preist er als Zeichen der Götter an, als Einladung, der sie folgen sollen. Ayhja unterstützt ihn dabei. Als das Gebiet der Cylaesten durchquert wird, kommt es zu Kampfhandlungen. Nach der Niederlage der Cylaesten geht es weiter zu einer Station im Stahlgewirr, die von den Cylaesten als Krone bezeichnet wird.

Tief unter sich erblickt Mrothyr die Konturen einer eigenartigen Konstruktion. Er beginnt mit dem mühevollen Abstieg und schiebt sich Zentimeter um Zentimeter voran. Endlich erreicht er das zahnradartige Gebilde. Mrothyr öffnet die Tür und stürzt in einen hellen Raum. Auf Bildschirmen sind seltsame Wesen zu sehen, die die Stahlkonstruktionen erklettern. Auf einem weiteren Schirm ist die STERNSCHNUPPE zu sehen, der sich eine Stahlspinne nähert. Ein blitzschnell aufgebauter Prallschirm schleudert den Roboter in die Tiefe. Als sich weitere Spinnenroboter dem Schiff nähern, drückt Mrothyr eine blaue Taste. Augenblicklich bleiben die Roboter stehen und beginnen, sich zurückzuziehen. Er entdeckt auch seine Freunde, die auf ihren Maschinen reiten. Der Zyrpher belauscht das Gespräch zwischen einem Ligriden und unbekannten Gesprächsteilnehmern, die davon reden, dass sich Atlan von dem Sender hat anlocken lassen und hofft, Fartuloon zu erreichen. Für Mrothyr ist sofort klar, dass Atlans Gruppe in eine Falle gelockt werden soll.

Plötzlich dringen große käferartige Schalenwesen in die Krone ein. Sie kriechen über die Schaltpulte und betätigen mit ihren Füßen die Tasten und Knöpfe. Als Mrothyr sich einmischt, wird er von den Koaken gepackt und aus der Station geworfen. Der Zyrpher macht sich an den Aufstieg zur STERNSCHNUPPE. Spinnenroboter wenden sich gegen die Koaken und rücken auch ihm ziemlich nahe. Von einem Moment zum anderen erstarren die Roboter. Mrothyr flüstert vor sich hin, dass ihn die Spinnen nach oben zur STERNSCHNUPPE tragen sollen. Die Roboter gehorchen seinem Befehl und schleppen ihn mit sich. Mrothyr sieht sich gezwungen, die Krone zu zerstören, um Atlan und seine Freunde nicht zu gefährden. Aus der STERNSCHNUPPE holt er einen Impulsstrahler, eine Abschussröhre und mehrere Mini-Fusionsraketen. Spinnenroboter streben in großer Zahl auf das Schiff zu. Mrothyr feuert eine der Raketen auf die Krone ab. Die glühendheiße Luft der Explosion verbrennt seine letzten Haare. Der Zielschlitten für die Mini-Fusionsbomben rutscht von der Stahlstrebe und verschwindet in der Tiefe. Mehr als 50 Roboter richten ihre Waffen in den Vorderbeinen auf den Zyrpher. Mrothyr flieht.

Atlan stellt mittlerweile einen Meinungsumschwung bei den Stahlspinnen fest. Den Lenkern der Stählernen ist es gelungen, die Befehlsgewalt über die stählernen Spinnen zurückzuerlangen. Atlan zerstört einige dieser Roboter, die auf seine Gefährten das Feuer eröffnet haben. Langsam beginnt auch der Arkonide daran zu zweifeln, ob am Ausgangspunkt der Notsignale tatsächlich Fartuloon auf ihn wartet. Sie kehren um und steigen zur STERNSCHNUPPE auf.

Mrothyr bemerkt drei Gestalten, die mit einer Antigravplattform unweit der STERNSCHNUPPE landen. Explosionen zeigen ihm, dass sich Atlan und seine Freunde unaufhaltsam dem Raumschiff nähern. Mrothyr ist zwar im Besitz mehrerer Mini-Fusionsraketen, kann diese aber nicht abschießen, da er ja die Abschussschiene verloren hat. Kurz vor Erreichen der Fremden rutscht Mrothyr aus und stürzt auf einen Stahlträger. Durch das Geräusch werden die Lenker der Stählernen aufgeschreckt. Ein Impulsstrahl trifft eine der Fusionsraketen und bringt sie zur Explosion. Der Zyrpher und die drei Lenker sterben in einem gewaltigen Feuerball.

Atlan ist erschüttert über den Tod seines Freundes. Er weiß jedoch, dass er, Chipol und Don Quotte ohne Mrothyrs Hilfe nicht überlebt hätten. Die Spinnenroboter haben jegliche Bewegung eingestellt. Atlan schneidet mit seinem Strahler eine Stahlplatte aus den Trägern heraus, richtet sie neben der Landestelle der STERNSCHNUPPE aus und brennt den Namen des Freundes ein. Das Diskusschiff startet. Ein fremdes Raumschiff wird geortet, das aus der Sonnenkorona geflogen ist und das System verlassen hat. Für eine Verfolgung ist es jedoch zu spät.

Der obige Text und Bilder wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Grauer Lord »

Der Roman „Lenker der Stählernen“ beschert uns den tragischen Tod Mrothyrs, des Rebellen von Zyrph. Schauplatz ist die geheimnisvolle Sternenkonstellation „Schwert des Rächers“ oder Ray-Canar, die zuletzt ja vom Zeitteam mit der STERNENSEGLER entdeckt worden war.

Mir hat die bizarre Szenerie des lückenlos von sich gigantisch hoch auftürmenden Stahlstreben umgebenen Planeten Relais sehr gut gefallen. Auch wenn noch unklar ist, wer für diese Konstruktion verantwortlich ist, in der eine Heerschar spinnenartiger Roboter unterwegs ist. Francis schildert die seelischen Nöte Mrothyrs, der nach seiner Verwandlung durch EVOLO nie mehr der Alte geworden ist; zu der gut gelungenen Charakterisierung tragen auch seine Gedanken bei, auf Zyrph rein gar nichts gegen Hyptons und Naldrynnen erreicht zu haben. Der Rebell und Atlan gehen im Streit auseinander, durch seinen wenig heldenhaften, zufälligen Tod durch eine Explosion rettet Mrothyr dem Arkoniden und Chipol am Schluss auch noch unfreiwillig das Leben.

Das ganze ist spannend in Szene gesetzt, eine alte zyrphische Meditationstechnik rettet zwischendurch Mrothyrs Leben vor dem Abrutschen in schwindelerregende Tiefen. Auch die Story um den religiösen Anführer der Koaken, der doch nur nach der Macht strebt, war angenehm zu lesen. Nur die drei Helfer der Hyptons, die Atlan die Falle auf Relais gestellt haben, machten einen etwas merkwürdigen Eindruck: Gentechnisch erzeugte Ligriden- bzw. Fjuker-Mutanten, die per Geistesbefehl Roboter kontrollieren können, ..... naja.

Kritikpunkt noch am Rande: So einiges von Mrothyrs Kampf ums überleben spielte in Sichtweite der STERNSCHNUPPE. Früher hat das Raumschiff mit dem eigenen „Bewusstsein“ schon mal selbstständiger agiert, finde ich. Ein bisschen Hilfestellung hätte drin sein können / müssen.

Vom Sternenhaufen „Schwert des Rächers“ werden wir mit Sicherheit noch viel hören. Nicht umsonst nannte sich der seltsame, türkise „Ritter“ mit dem Harfenschwert, dem Atlan in der Vergangenheit der Krelquotten / Torquanturs begegnete, Canaray. Ein sicher nicht zufälliges Wortspiel mit Ray-Canar, wie es ja auch Mrothyr im Heft auffiel.

Im Extrasinn gibt’s noch interessante Hinweise auf die Psi-Vergangenheit von Manam-Turu und das Wirken des Erleuchteten. Interessant ist die Speku, dass Völker mit viel Psi-Kraft als Fehlentwicklungen nach kurzer Blütezeit rasch wieder verkümmern, wie Krelquotten oder Bathrer. EVOLO wäre demnach eine Fehlentwicklung in höchster Potenz.

In seiner Antwort auf meinen LB im Juli 1986 schrieb Peter Griese: „Ich finde, dass Mrothyrs Tod gerade zeigt, dass Hauptpersonen nicht gegen alle Gefahren geschützt sind, denn er war doch eine Hauptfigur.“ Da muss ich mich damals wohl über den Tod des Zyrphers beklagt haben ..... Griese stellt im Zusammenhang mit Mrothyr auch klar, dass das „grüne Ei“ (und damit sicher auch der ganze „grünes Feuer-Mythos“ um den Zyrpher) eine „Nebenhandlung des Autors“ war.
Und (Spoilern kann man in einem Klassiker-Thread ja eigentlich gar nicht): „Auf Alkordoom und das DOMIUM gehe ich nach Band 800 ein.“
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Yman »

Lumpazie hat geschrieben: 1. Mai 2021, 08:55 Im Jahr 1986 erschien der Band 769 der Atlan-Heftserie:

Die Stelen von Torquan

von Arndt Ellmer
Grauer Lord hat geschrieben: 2. Mai 2021, 13:04 Der Roman von Arndt Elmer ist viel zu voll mit Informationen, um das hier alles wiederzugeben. Immerhin wird hier mit einem Roman die Geschichte Manam-Turus skizziert, wie sie vor rund 16 900 Jahren begann.
Ich glaube, die 16900 Jahre beziehen sich auf die Zeit zwischen Zündung der Psi-Sonne und der Gegenwart. Die erzählte Geschichte Manam-Turus beginnt schon vorher.
Grauer Lord hat geschrieben: 2. Mai 2021, 13:04 Die Torquanturs, die auf extreme Weise psibegabten Vorväter der heutigen Krelquotten, „beglückten“ damals wie Missionare mit einer Religion die Galaxis Krelquan . Ihre Botschaft: die Psi-Technik sei das allein seligmachende Prinzip. Ihr Ziel: ein psionisches Reich. Man installierte auf vielen Planeten technische Geräte (Enerpsimens), aber auch organische, gezüchtete Psi-Quellen (Kompaktkörper) und zündete am Ende in einem grauenhaft fehlgeschlagenen Experiment eine „Psi-Sonne“, was die ganze Galaxis ins Unglück stürzte.
Ich hatte da so nicht erwartet, fand den Roman auch teilweise etwas wirr erzählt, aber trotzdem herausragend, wirklich ein Schlüsselroman mit einer sehr faszinierenden Geschichte, Ellmer vs. Ewers, Punkt für Ellmer. Die Hintergrundgeschichte, erzählt von den Stelen, das war eine schöne Idee, die sehr gut umgesetzt wurde.

Auch die Idee, dass Atlan zuerst nicht wusste, ob er nach der Durchquerung des Sextadimschirmes in der Vergangenheit oder Zukunft gelandet war, fand ich sehr faszinierend. Etwas zu kurz geriet für meinen Geschmack der Aufstand der Keloten, da hätte es noch etwas mehr Action geben dürfen, aber das ist dann auch Jammern auf hohem Niveau.
Grauer Lord hat geschrieben: 2. Mai 2021, 13:04 Besonders faszinierend finde ich den Blick in die Geschichte Cairons. Heute eine trockene, wüstenhafte Welt der eher rückständigen Bathrer-Zivilisation. Damals eine Wasserwelt, auf der sich die Bathreer mir riesigen fliegenden Städten technisch fortschrittlich fortbewegten; schon damals gab es dort Psi-Begabte, aber eben nicht in dem für die Torquanturs interessanten Maße. Nach der Explosion der Psi-Sonne verschwanden nach und nach die Meere von Cairon, die fliegenden Städte stürzten ab. Der Städtebau hoch in den Bergen ist als Erinnerung an die vergessene Vergangenheit in den Lüften geblieben. Mit der früheren technischen Zivilisation auf Cairon wird auch die geheimnisvolle alte Station aus Band 705 erklärt, die Atlan dort gefunden hat.

Und besonders faszinierend: Auch die Geschichte um EVOLO und den Erleuchteten hat in dieser Vergangenheit ihren Anfang. Wie es sich Atlan selber zusammenreimt, könnte die Existenz von Verga-Ray und Vergalo durchaus in den Kompaktwesen der Torquanturs liegen. Und wer weiß, eventuell ist auch der „geistige Funke“ von Verga-Ray, sich ein Psi-Geschöpf wie EVOLO als Gedankenspiel auszudenken, auf die Psi-Sonne und das geplante „psionische Reich“ zurückzuführen.
Der Zyklus macht auf mich einen gut ausgedachten Eindruck. Es werden immer wieder Zusammenhänge verdeutlicht, die den Zyklus ab Band 700 wirklich als ganzes Gebilde erscheinen lassen. Die Atlan-Serie gefällt mir momentan besser als je zuvor (über eine solch lange Strecke gesehen).
Grauer Lord hat geschrieben: 2. Mai 2021, 13:04 Ansonsten platzt der Roman fast vor geheimnisvollen Elementen, wie den Stelen, der Gesteins-Psionik, dem Mini-Berg Cirgrum und der „psionischen Gießkanne“, dem Ritter Canaray etc. Dazu hat Mrothyr auch noch Todesahnungen.
Da bin ich wirklich mal sehr gespannt. Es gab eine Einhorn-Vision. Ich weiß noch nicht, wie ich das alles einordnen soll.
Grauer Lord hat geschrieben: 2. Mai 2021, 13:04Der Kurs des Zyklus scheint jetzt halbwegs klar: Dschadda-Moi wird auf irgendeine Art und Weise dafür sorgen, dass das Unrecht, das ihr Volk bzw. dessen Vorläufer, über die Galaxis gebracht hat, irgendwie geheilt wird. Die Krelquotten und ihre Chadda könnten ein wichtiges Instrument gegen EVOLO sein.
Ja, wobei das Problem mit diesen Psi-Kräften oft ist, dass es dann am Ende sogar zu einfach werden könnte, EVOLO zu besiegen. Psi-Kräfte sind das Allheilmittel, immer so stark oder schwach, wie es gerade gebraucht wird. Ich hoffe auf eine überraschende Lösung, bei der sich EVOLO nicht einfach in Sternenstaub auflösen wird.

So toll der Roman nun auch war, mir fällt sehr wenig noch dazu ein. Leider habe ich mir keine Notizen gemacht, sondern einfach in einem Zug durchgelesen. Vielleicht hätte sich ein Doppelband gelohnt, um noch mehr interessante Details und mehr Action unterbringen zu können. Die Ideen hätten locker dafür gereicht. Anfänglich hatte ich auch überlegt, Parallelen zu PR 800 "Die Kaiserin von Therm" zu ziehen, aber dafür waren die Ähnlichkeiten doch zu gering.

Bemerkenswert finde ich aber, wie interessant so ein Zyklus auch ganz ohne Terra, Rhodan, die SOL, usw. sein kann, einfach Atlans großes SF-Abenteuer in einem entfernten Teil des Universums. Die Hyptons bzw. das Konzil als Element aus der PR-Serie waren eine gute Idee, aber mehr braucht es auch nicht an Anleihen aus PR. Manam-Turu ist einer der besten Schauplätze, auch bzgl. des kompletten Perryversums, nicht nur der Atlan-Serie.
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Grauer Lord »

Das finde ich auch. Die überzeugende, atmosphärisch dichte Erzählung seit Band 700, die jetzt gerade mit vielen raffinierten Auflösungen aufwartet, ist sozusagen die Ernte der guten Exposé-Arbeit von Marianne Sydow, der wohl im wesentlichen das Setting der Galaxis Manam-Turu zu verdanken ist. So reime ich mir zumindest die Entwicklung seit dem letzten JuBi-Band zusammen. Krasser konnte der Kontrast zur actionlastigen Handlung in Alkordoom, oder gar zu Galaxien wie Xiinx-Markant gar nicht sein. Nach wie vor wäre es sehr interessant, aus den Exposés zu erfahren, wer da welche Weichen gestellt hat.

Um so betrüblicher, dass Sydow zu dem Zeitpunkt, den wir jetzt gerade lesen, schon nicht mehr Exposé-Verantwortliche war. Den Einstieg von Ewers sehe ich nach wie vor kritisch. Zunächst werden wir aber nicht ganz so viel davon merken, in Manam-Turu ist ja noch einiges zu erledigen!

Was Elemente aus der PR-Serie angeht haben wir jetzt Hyptons, Zghmahkonen und in den Ewers-Privatkosmos-Heften die kosmischen Meisterdiebe aus dem Schwarm und einmal auch eine Anspielung auf Alaska Saedelaere. Das Triggern der Leser über Reminszenzen an die Hauptserie war damals wohl ein gängiges Muster, um den Verkauf zu fördern. In Maßen finde ich das ok, schauen mer mal, was da noch alles kommt (hüstel).
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Lumpazie »

Im Jahr 1986 erschien der Band 771 der Atlan-Heftserie:

Sternenspringen

von H.G.Ewers

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Innenillustration:

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Handlung:

Handlung

Die STERNENSEGLER folgt noch immer dem Schweren Aufklärer der Tessaler. Goman-Largo vermutet, auf Tessal eine Zeitgruft und damit Hinweise auf den Orden der Zeitchirurgen zu finden. Der Ausläufer eines Sextadimschocks stoppt den Flug der beiden Raumschiffe, die kurz zuvor aus dem Linearraum in den Einsteinraum zurückgekehrt sind. Als Quelle des Phänomens wird von POSIMOL das Muruth-System identifiziert. Der Tigganoi misst einen Wert von 11 minus auf der Ariolcanischen Skala an.

Anima fordert vehement die Rückkehr in das Muruth-System. Sie fürchtet, dass Atlan in Schwierigkeiten geraten ist, was Goman-Largo bezweifelt.

Als die Tessaler wieder Fahrt aufnehmen und die STERNENSEGLER folgen will, wird das Schiff von fünfdimensionalen Energien getroffen. Der Schwere Aufklärer ist spurlos verschwunden. Da der Weg nach Tessal nicht bekannt ist, kehrt die STERNENSEGLER in das Muruth-System zurück.

Die STERNENSEGLER materialisiert jedoch nicht wie geplant zwischen Vengro und Cirgro, sondern zwischen Orgro und Cirgro. Anima setzt Funksprüche mit verminderter Sendeleistung an Atlan ab. Goman-Largo lässt das Schiff in einen  Wikipedia-logo.png Orbit um Cirgro einschwenken. Die Krelquotten halten die STERNENSEGLER mit ihren psionischen Kräften an. Dschadda-Moi meldet sich. Neithadl-Off übernimmt die Kommunikation und erklärt, auf der Suche nach ihrem »Schirmherrn der Zeit« Atlan zu sein. Das Zeitbeben ist von der STERNSCHNUPPE verursacht worden, die nach ihrem Start den Sextadimschild um Torquan durchbrochen hat. Atlan soll sich wahrscheinlich im Raumsektor Ray-Canar aufhalten, von wo ein Hilferuf Fartuloons aufgefangen wurde. Da sich Atlan seit seinem Aufbruch von Torquan nicht mehr gemeldet hat, nimmt die STERNENSEGLER Kurs auf Ray-Canar.

Kurz vor Ray-Canar lässt Goman-Largo die STERNENSEGLER anhalten. Durch seine Schulung in den Logikbeziehungen des Kausalnexus ist der Tigganoi zu dem Schluss gekommen, dass die Notrufe Fartuloons eigentlich extrem verdächtig sind. Anima protestiert. Goman-Largo lässt die Orbiterin Hyperfunksprüche mit höchster Sendeleistung ausstrahlen, die nach Atlan rufen. Eine Frist von drei Stunden wird anberaumt, nach deren Ablauf das Schwert des Rächers systematisch abgesucht werden soll. Nussel erscheint in der Zentrale der STERNENSEGLER und spricht von einem Zeichen, das Unheil bedeutet. Als das Einhorn von Goman-Largo darauf angesprochen wird, kann sich Nussel nicht mehr daran erinnern, etwas gesagt zu haben.

Nach Ablauf der Frist beginnt die STERNENSEGLER, einen Stern nach dem anderen anzufliegen. Die nächste Sonne ist Schwarze Witwe. In diesem System sind kein Leben und auch keine Anwesenheit von Raumschiffen festzustellen. Das nächste Ziel ist das System des Sterns Weiße Frau. In diesem System gibt es einige riesige Orbitalstädte, von denen eine erkundet werden soll. Nussel und die beiden Saltics Navak und Sutok nehmen neben Anima und Neithadl-Off ebenfalls an diesem Vorhaben teil. Goman-Largo bleibt im Schiff als Wache zurück.

Die Saltics öffnen ein Schott. Die Gruppe dringt in die Raumstadt ein und findet tief im Inneren einen Raum, der mit goldenen Statuen und Vitrinen voller Edelsteine gefüllt ist. Mit ihrem Quintadimwerfer schießt Anima ein Loch in eine der Vitrinen. Das ruft eine Schar kleiner Roboter auf den Plan, die mit Laserstrahlen auf die Gruppe feuern. Durch die rechtzeitig aktivierten Schutzschirme stellen sie keine Gefahr für die Gefährten dar, die sich aus der Station zurückziehen.

In der zweiten Orbitalstadt wird die WINDSBRAUT entdeckt. Diesmal ist Anima an Bord der STERNENSEGLER zurückgeblieben und Goman-Largo nimmt an der Expedition teil. Der Spezialist der Zeit fliegt die WINDSBRAUT zur STERNENSEGLER, wo das kleine Raumschiff behelfsmäßig an der Unterseite befestigt wird.

Das nächste Ziel ist die Sonne Hexenmeister. Während der Erkundung des Systems misst POSIMOL eine schwache Nuklearexplosion im System Schwertspitze an. Die STERNENSEGLER setzt sich sofort dorthin in Bewegung. Das Schiff schwenkt in einen Orbit um den Planeten Relais ein. Der Ort der Explosion wird geortet. POSIMOL misst die Reststrahlung von drei Mini-Fusionsraketen an, wie sie in der STERNSCHNUPPE mitgeführt werden. Mit der WINDSBRAUT landet die Gruppe an jener Stelle, an der die charakteristischen Energiemuster des Unterlichtantriebs der STERNSCHNUPPE festgestellt werden.

In Sorge um ihren Ritter ist Anima nicht mehr zu bremsen und übernimmt die Führung der Gruppe durch das Gewirr der Stahlträger. Die Gefährten stoßen auf zerstörte und führungslos herumirrende Stahlmänner. Auch eine kleine Gedenktafel mit dem Namen »Mrothyr« wird gefunden. Die beiden Saltics Navak und Sutok entdecken in den Gehirnen der Roboter Datengruppen, die mittels Subultraimpulsen eingespeist worden sind. POSIMOL wird mit der Auswertung der Datengruppen beauftragt. Es handelt sich um Koordinaten, die auf den mittleren Stern der Klinge des Schwertes des Rächers hindeuten.

Bei der Annäherung an Heißer Stahl wird die Zentrale der STERNENSEGLER von dem intensiven Licht des Sterns geflutet. Die Intensität des Lichtes ruft bei Goman-Largo Schmerzen, bei Neithadl-Off und Nussel Panik hervor. Von einem Augenblick zum anderen leuchtet Heißer Stahl wieder wie eine normale Sonne. Nussel spürt das Böse, das um das Schiff herum lauert.

Goman-Largo steuert die STERNENSEGLER in einen engen Orbit um die seltsame Energiekugel, die den Planeten Klingsor darstellt. Als er die Funkanlage aktiviert, dehnt sich Klingsor rasend schnell aus und verschlingt das Schiff. Von einem Augenblick zum anderen schrumpft die Energieballung wieder in sich zusammen und gibt die STERNENSEGLER frei. Klingsor zieht sich so stark zusammen, dass er verschwindet und weder zu sehen, noch zu orten ist. Auf den Bildschirmen der STERNENSEGLER ist nichts mehr von den Sonnen des Schwertes des Rächers zu sehen. Zahlreiche Staub- und Gaswolken leuchten in großer Entfernung in Blau und Rot. In den Lücken zwischen den Wolken funkeln unzählige Sterne.

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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Grauer Lord »

Wie es der Titel „Sternenspringen“ schon andeutet, ist das neue Abenteuer von Anima, Neithadl-Off und Goman-Largo eine mit leichter Hand geschriebene, dabei aber eher planlose Reise durch das rätselhafte „Schwert des Rächers“; auf den Spuren Atlans verschlägt es die STERNENSEGLER in das zu einem stilisierten Krummschwert angeordnete Konstrukt aus neun Sonnen. Eine Konstellation, die nach den jüngsten Erkenntnissen durch die Stelen von Torquan, was die Vergangenheit Manam-Turus angeht, eine viel größere Bedeutung haben kann, als einfach nur eine Ewerssche Eigenkreation zu sein. Geht es hier um die Rache eines noch Unbekannten an den Urhebern des Psi-Chaos in der Zeit der Torquanturs?

Das ganze ist garniert mit rätselhaften Einsprengeln, wie der plötzlichen Eingebung von Nussel, dass dieses Zeichen „Unheil“ bedeute. Die diversen Sonnen bekommen malerische Namen, wie Schwarze Hexe. Es geht in verlassene Orbitalstädte, die Meisterdiebe mischen wieder mit - und am Ende entdeckt die Crew auch noch die Grabplatte Mrothyrs auf Relais. Atlan und die STERNSCHNUPPE sind da aber schon weg.

Der Mischenergie-Planet (was auch immer das ist) Klingsor strahlt die STENENSEGLER am Ende des Heftes als Cliff-Hanger an noch unbekannte Gefilde ab. Offen bleibt, wo das Schiff der Tessaler geblieben ist, dem das Zeitteam zu dessen Heimatsystem folgen wollte. Witzig fand ich ein paar Szenen am Anfang, als Dschadda-Moi als „rasierter Krelquotte“ bezeichnet wurde. Ansonsten hielt sich der Humor in Grenzen, der Roman macht aber neugierig auf das Kommende.

Auffällig ist, dass in der x-ten Folge um das Zeitteam manche Infos auch weiter nur aus schematischen, immer wiederkehrenden Blöcken bestehen, etwa was die Zeitschule von Rhuf angeht, die unbekannte Dauer der Verbannung Goman-Largos nach Xhissas oder auch die Funktionsweise seiner Module. Die wurden ihm „aufgepfropft“, na schön, aber den Stand haben wir nun seit anderthalb Jahren. Was sie genau können und wie sie funktionieren, wissen wir immer noch nicht.

Immerhin ist seit Band 771 klar, dass sich „Trampolin“ Neithadl-Off zu einem „Paket“ zusammenklappen kann. :D
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Yman »

Lumpazie hat geschrieben: 9. Mai 2021, 11:27 Im Jahr 1986 erschien der Band 770 der Atlan-Heftserie:

Lenker der Stählernen

von H.G.Ewers
Grauer Lord hat geschrieben: 9. Mai 2021, 13:54 Mir hat die bizarre Szenerie des lückenlos von sich gigantisch hoch auftürmenden Stahlstreben umgebenen Planeten Relais sehr gut gefallen. Auch wenn noch unklar ist, wer für diese Konstruktion verantwortlich ist, in der eine Heerschar spinnenartiger Roboter unterwegs ist. Francis schildert die seelischen Nöte Mrothyrs, der nach seiner Verwandlung durch EVOLO nie mehr der Alte geworden ist; zu der gut gelungenen Charakterisierung tragen auch seine Gedanken bei, auf Zyrph rein gar nichts gegen Hyptons und Naldrynnen erreicht zu haben. Der Rebell und Atlan gehen im Streit auseinander, durch seinen wenig heldenhaften, zufälligen Tod durch eine Explosion rettet Mrothyr dem Arkoniden und Chipol am Schluss auch noch unfreiwillig das Leben.
Mir hat der Roman (auch) sehr gut gefallen, angefangen vom Setting, das zwar Parallelen zu bekannten Welten wie Arkon III (zugebaute Industrie-Oberfläche) oder der Hundertsonnenwelt ("Roboterplanet") aufweist, aber doch ganz anders ist. Sehr gut fand ich eben auch diese Dreidimensionalität, die Gefährlichkeit eines Absturzes von oben nach unten, aber auch die eines Aufstiegs aus den Tiefen nach oben.

Hinzu kommt auch die Schilderung der Konflikte durch Francis, dazu zähle ich auch den inneren Konflikt Mrothyrs. So ganz zufällig ist sein Tod am Ende ja nicht, denn er hat ja versucht, Atlan zu retten und es halt eben indirekt erreicht. Sein Tod war tragisch, da er diese Raketenabschussschiene verloren, die Raketen aber noch am Gürtel hängen hatte.

Um Mrothyr selbst ist es etwas schade. Die Figur war eigentlich noch nicht auserzählt, jedenfalls nicht ganz, aber es war auch keine Entwicklung mehr erkennbar, die zu einem vernünftigen Ende geführt hätte, es sei denn, man hätte ihn wieder zuhause abgesetzt, wo er seine Heimatwelt von den Hyptons usw. hätte befreien können. Sein Verhältnis zu Atlan war angespannt, aber nicht so, dass es Spaß gemacht hätte, das immer wieder zu lesen.

Das jetzige Atlan-Team ist etwas zerrupft. In unmittelbarer Nähe sind nur noch Blödel und Chipol. Mal sehen, was daraus jetzt noch wird. Fartuloon, Anima usw. sind auch noch da. Noch mangelt es nicht an interessanten Nebenfiguren.
Grauer Lord hat geschrieben: 9. Mai 2021, 13:54 Auch die Story um den religiösen Anführer der Koaken, der doch nur nach der Macht strebt, war angenehm zu lesen. Nur die drei Helfer der Hyptons, die Atlan die Falle auf Relais gestellt haben, machten einen etwas merkwürdigen Eindruck: Gentechnisch erzeugte Ligriden- bzw. Fjuker-Mutanten, die per Geistesbefehl Roboter kontrollieren können, ..... naja.
Die drei Mutanten waren ein kleiner Schwachpunkt, passten aber schon in die Geschichte hinein, zumal es ja in Manam-Turu von Mutanten bzw. Psi-Talenten nur so wimmelt. Auch die Story mit dem religiösen Anführer passt sehr gut ins Zykluskonzept. Ähnliches gab es auch schon zuvor im Zyklus, hier mal mit einem ziemlich nichthumanoiden Volk. Insgesamt war der Roman sehr gut, sehr spannend, außer Atlan und seinen letzten beiden Getreuen gab es auch nur Verlierer.
Grauer Lord hat geschrieben: 9. Mai 2021, 13:54 Kritikpunkt noch am Rande: So einiges von Mrothyrs Kampf ums überleben spielte in Sichtweite der STERNSCHNUPPE. Früher hat das Raumschiff mit dem eigenen „Bewusstsein“ schon mal selbstständiger agiert, finde ich. Ein bisschen Hilfestellung hätte drin sein können / müssen.
Auch das hat Mrothyr selbst gedacht. Ein wenig Hilfe mit einem Traktorstrahl hätte sehr geholfen. Der STERNSCHNUPPE eine Aversion gegen Mrothyr zu unterstellen ist vielleicht nicht gerechtfertigt, aber es lohnte sich sicher, bei einem nochmaligen Lesen auf das Verhältnis zwischen Mrothyr und der STERNSCHNUPPE zu achten.
Grauer Lord hat geschrieben: 9. Mai 2021, 13:54 Vom Sternenhaufen „Schwert des Rächers“ werden wir mit Sicherheit noch viel hören. Nicht umsonst nannte sich der seltsame, türkise „Ritter“ mit dem Harfenschwert, dem Atlan in der Vergangenheit der Krelquotten / Torquanturs begegnete, Canaray. Ein sicher nicht zufälliges Wortspiel mit Ray-Canar, wie es ja auch Mrothyr im Heft auffiel.
Ja, diese Thematik Schwert, Ritter usw. wird sicher noch eine Rolle spielen. Wir haben ja ein etwas Fantasy-nahes Setting für den Zyklus, Roboter werden ja gerne auch Stählerne oder Stahlmänner genannt, und Mittelalterliches, Mythologisches kam nie zu kurz.
Grauer Lord hat geschrieben: 9. Mai 2021, 13:54 Und (Spoilern kann man in einem Klassiker-Thread ja eigentlich gar nicht): „Auf Alkordoom und das DOMIUM gehe ich nach Band 800 ein.“
Bis dahin ist ja noch eine Weile, aber ich freue mich jetzt schon darau, wenn es wieder nach Alkordoom zurück geht. Nun aber kommt erst mal ein Zweiteiler von Ewers, an dem ich dran bin, und da ist Nussel, das Einhorn, auch ein Fantasy-Element, wieder mit von der Partie, was mich überhaupt nicht stört, im Gegenteil, das macht einiges vom Charme der Serie aus.
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Lumpazie »

Im Jahr 1986 erschien der Band 772 der Atlan-Heftserie:

Die Hölle des Dreigestirns

von H.G.Ewers

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Innenillustration:

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Handlung:

Handlung

Das Verschlingen der STERNENSEGLER durch die Klingsor genannte Energieballung hat Anima gar nicht gut getan. Die beiden Saltics stellen fest, dass die Orbiterin keine Atmungs- und Herzaktivitäten aufweist. Mit der Medobox findet Neithadl-Off sehr schwache Hirnströme. Anima befindet sich in einem Zustand des Scheintodes, der jedoch unbedingt massiv behandelt werden muss, damit sie nicht stirbt.

Auf Goman-Largos Befehl lässt POSIMOL aus einer Wandöffnung einen Cyborg-Tank ausfahren, in den der Modulmann Anima sorgsam hineinlegt. Transparentes Kontaktgel schmiegt sich um den Körper der Humanoiden, das sie perfekt mit den Cyborg-Einrichtungen verbindet. Eine Maske stülpt sich über ihr Gesicht. Die Lebensfunktionen Animas können dadurch auf einem Minimum stabilisiert werden.

Die Besatzung der STERNENSEGLER kann sich nun wieder der fremden Umgebung widmen. Nussel verlangt den sofortigen Abflug aus diesem Gebiet, das seiner Meinung nach Tod und Grauen riecht. POSIMOL stellt fest, dass sich das Raumschiff in einem annähernd kugelförmigen Raumgebiet aufhält, der den Namen Binnenraum erhält.

Goman-Largo lässt den gespeicherten Funkspruch an Atlan ununterbrochen mit höchster Intensität ausstrahlen. Es gibt weder eine Antwort, noch können überhaupt Hyperfunksendungen aufgefangen werden. Ein Linearmanöver soll die STERNENSEGLER aus dem Raumgebiet bringen, doch unbekannte Kräfte wirken von außen auf das Schiff ein und zwingen es in eine kreisförmige Bahn entlang der Grenzen des Sektors. Die STERNENSEGLER kehrt in den Normalraum zurück. Doch auch jetzt ist es unmöglich, das Gebiet zu verlassen. Etwa 1,5 Lichtjahre vom Rand des Gefängnisses wird die STERNENSEGLER auch im Normalraum in eine kreisförmige Flugbahn gezwungen.

Die Sonne Rotes Flackerlicht wird als Ziel ausgewählt. Der Planet Endstation wird von zahlreichen Raumschiffswracks umkreist. Mit der WINDSBRAUT und zwei Stahlmännern als Begleitung landet Goman-Largo auf dieser Welt. Er untersucht die Ruinen einer Festungsanlage. Doch alles ist von den Gewalten atomaren Feuers vernichtet worden. Goman-Largo entschließt sich zur Rückkehr auf die STERNENSEGLER.

Das Schiff fliegt weiter zu Blaues Flackerlicht. Dort wird außerhalb des Ringsystems des sechsten Planeten die OBSERVATORIUM entdeckt. Die beiden Saltics Sutok und Navak sowie Nussel und Neithadl-Off setzen mit der WINDSBRAUT zu dem fremden Raumschiff über. Hinter dem Schleusenraum finden sie fünf Raumanzüge, die für mehr als drei Meter große, aufrecht gehende Lebewesen gedacht sind. An den breiten Gürteln der dunkelblauen Anzüge sind Waffenhalfter befestigt. Die Waffen fehlen jedoch. Die kugelförmigen Klarsichthelme sind vorn stark vorgewölbt. Die Handschuhe sind für je acht Finger vorgesehen.

Über den Hauptkorridor bewegt sich Neithadl-Off auf den Bug des Schiffes zu. Sie gelangt in die Steuerzentrale, wo sie die Sicherheitseinrichtungen des Schiffes deaktiviert. Ihre Gefährten können nun gefahrlos in die Zentrale kommen. Sutok und Navak können die Schiffsaggregate und die Bordpositronik aktivieren. Die Daten über das Aussehen der ehemaligen Besatzung, die vor 1346 Jahren das Schiff verlassen hat, sind aus den Speichern gelöscht worden. Während Neithadl-Off auf die STERNENSEGLER zurückkehrt, bleiben die beiden Saltics und Nussel an Bord. Die RUTENGÄNGER, wie das fremde Schiff eigentlich heißt, folgt der STERNENSEGLER zum System Grünes Flackerlicht.

Auch hier wird, wie schon bei den anderen Systemen auch, der Funkspruch an Atlan immer wieder ausgestrahlt. Die fünfte Welt der Sonne namens Schrottsammler weist ein Ringsystem auf, das aus insgesamt fünf Ringen besteht. Diese bestehen zum größten Teil aus Raumschiffswracks. Zwischen dem fünften Planeten und dem inneren Trümmerring baut sich plötzlich ein blassroter Ring auf. In seinem Inneren erscheint ein violettes Wallen. Trümmerbrocken werden von diesem Transmitterring angezogen und entmaterialisiert. Dann fällt der Ring wieder in sich zusammen und verschwindet. Da sich der Vorgang nicht wiederholt, wird Kurs auf Totes Auge gesetzt.

Die STERNENSEGLER fliegt in einem von der RUTENGÄNGER erzeugten Dakkardimtunnel den Planeten Sarkophag an. Das Schiff kehrt in einer kuppelförmigen Halle im Inneren dieser Welt in den Normalraum zurück. Eine Erkundung der zahlreichen riesigen Hallen in der Umgebung zeigt, dass hier Tausende von Raumschiffen der unterschiedlichsten Bautypen gelagert werden. Diese Einheiten sind mit einer transparenten, harten Schicht überzogen, die sie konserviert und vor Korrosion schützt. In den Werfthallen herrscht eine Temperatur von minus 200 Grad und eine Atmosphäre aus gasförmigen Helium mit einen Druck von 400 Millimeter Hg. Die Konservierung der gigantischen Flotte, die auf ihre Besatzung und Wiederinbetriebnahme zu warten scheint, liegt 1346 Jahre zurück. Eines der Schiffe trägt den Namen PASYMOD.

Nach der Erkundungsmission schalten die beiden Saltics erneut einen Dakkardimtunnel und holen die STERNENSEGLER wieder in den planetennahen Weltraum zurück.

Goman-Largo, der immer wieder von Erinnerungen an den »Schwarzen Ritter« geplagt wird, den er auf dem Planeten Barquass kennengelernt hat, als er auf eine Kristallwelt versetzt worden ist, beschließt, dem Ruf des Unbekannten zu folgen und nach Llokyr zu suchen. Der Modulmann vermutet in Dreigestirn das verborgene Zentrum der Sternenfalle Askyschon-Nurgh. Goman-Largo will mit der WINDSBRAUT in den Raum zwischen den drei Sonnen fliegen, wo eine energetische Hölle herrscht. Neithadl-Off versucht ihren Partner mit einem Paralysator daran zu hindern. Mit einem plumpen Trick entwaffnet er die Vigpanderin. Er übergibt ihr aber sofort wieder die Waffe. Ein Hyperfunkspruch von Atlan wird aufgefangen. Der Arkonide wartet auf Llokyr.

Die RUTENGÄNGER öffnet erneut einen Dakkardimtunnel und befördert auf diesem Weg die WINDSBRAUT mit Goman-Largo nach Llokyr. Auf der Kristallwelt angekommen sendet der Spezialist der Zeit einen Hyperfunkspruch an Atlan aus, der sich unverzüglich meldet und bittet, an Bord kommen zu dürfen. Die von Goman-Largo ausgeschickten Module können zwar eine Masse biologisch lebender Substanz orten, aber deren Emissionen sind nicht jene Atlans. Da der Modulmann nicht gleich antwortet, fordert ihn der angebliche Atlan zu einem Duell auf Leben und Tod heraus. Goman-Largo ist sich sicher, den Schwarzen Ritter oder den »Ritter des Feuers«, den er auf Barquass getroffen hat, vor sich zu haben. Sollte der Tigganoi den geforderten Kampf gewinnen, so ist ihm das Verlassen Llokyrs und der Sternenfalle von Askyschon-Nurgh gewiss. Sollte er jedoch verlieren, muss er dem Unbekannten bis an dessen Ende dienen. Goman-Largo glaubt, dass der Schwarze Ritter an seinem Wissen, das ihm in der Zeitschule von Rhuf vermittelt worden ist, interessiert ist. Der Zeitspezialist bereitet die Selbstzerstörung der WINDSBRAUT vor. Der Ritter lenkt plötzlich ein und bittet Goman-Largo mit ihm zusammenzuarbeiten, um eine Invasion der unter dem Kommando Dulugshurs stehenden Flotten zu verhindern. Als Gegenleistung für eine gleichrangige Stellung sollen Atlan und Chipol getötet werden, da diese jedem Eingriff in die Zeit ablehnend gegenüber stehen. Goman-Largo lehnt diese Bedingung kategorisch ab.

Der Unbekannte erklärt, dass es sich dabei um einen Test gehandelt hat, dem zeitgleich auch Atlan unterzogen worden ist. Beide Prüflinge haben den Test bestanden. Der Ritter sorgt daraufhin dafür, dass sie die Sternenfalle Askyschon-Nurgh verlassen können. Dazu muss jener Ort aufgesucht werden, an der die STERNENSEGLER nach dem Durchgang durch den Pedotransmitter Klingsor aufgetaucht ist. Bevor der Unbekannte sich auflöst, teilt er Goman-Largo noch mit, dass er ihm auf der Spur bleiben wird und dass ihm der Tigganoi irgendwann sein Wissen und Können zur Verfügung wird stellen müssen.

Der echte Atlan meldet sich. Die STERNSCHNUPPE landet mit dem Arkoniden, Chipol und Don Quotte neben der WINDSBRAUT. Ein Dakkardimtunnel holt die beiden Raumschiffe aus der Hölle des Dreigestirns.

Die WINDSBRAUT wird wieder verankert. Alle drei Schiffe fliegen jene Position an, an der sie von Klingsor kommend materialisiert sind. Von einem Augenblick zum anderen befinden sie sich wieder im System von Heißer Stahl. Während Anima wieder erwacht, melden Sutok und Navak, dass sie keine Kontrolle mehr über die RUTENGÄNGER haben. Alle Schaltkonsolen werden von einem undurchdringlichen Energiefeld umhüllt. Die STERNENSEGLER und die STERNSCHNUPPE versuchen, die RUTENGÄNGER abzufangen, was jedoch kläglich misslingt. Das Riesenschiff verlässt den Normalraum.

Der obige Text und Bilder wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Yman »

Ich hoffe, ihr hattet ein paar schöne Feiertage. Leider bin ich doch nicht zum zweiten Teil von Ewers Doppelband gekommen.
Lumpazie hat geschrieben: 16. Mai 2021, 11:50 Im Jahr 1986 erschien der Band 771 der Atlan-Heftserie:

Sternenspringen

von H.G.Ewers
Grauer Lord hat geschrieben: 17. Mai 2021, 17:53 Wie es der Titel „Sternenspringen“ schon andeutet, ist das neue Abenteuer von Anima, Neithadl-Off und Goman-Largo eine mit leichter Hand geschriebene, dabei aber eher planlose Reise durch das rätselhafte „Schwert des Rächers“; auf den Spuren Atlans verschlägt es die STERNENSEGLER in das zu einem stilisierten Krummschwert angeordnete Konstrukt aus neun Sonnen. Eine Konstellation, die nach den jüngsten Erkenntnissen durch die Stelen von Torquan, was die Vergangenheit Manam-Turus angeht, eine viel größere Bedeutung haben kann, als einfach nur eine Ewerssche Eigenkreation zu sein. Geht es hier um die Rache eines noch Unbekannten an den Urhebern des Psi-Chaos in der Zeit der Torquanturs?
Ich fand dieses "Sternenspringen" auch etwas "planlos", bzw. einfach enttäuschend, wenn eine Geschichte nur aus einem zusammenhangslosen Abklappern unwichtiger Orte besteht, und es ist auch frustrierend, wenn man oft nicht richtig weiß, ob etwas Bedeutung für den Zyklus hat oder reine ewerssche Spinnerei/Eigenkreation ist. Bei Ewers gehen ja manchmal die Gäule seiner Phantasie mit ihm durch. Davon abgesehen war der Roman flüssig zu lesen, ohne lächerlichen Humor, da war nichts zu beanstanden.

Etwas absurd fand ich Neithadl-Offs neue Fähigkeit, sich zu einem Würfel von 30 cm Kantenlänge zusammenklappen zu können, aber ich nehme es mal so hin, und schaue mal, ob noch einmal davon Gebrauch gemacht wird.
Grauer Lord hat geschrieben: 17. Mai 2021, 17:53 Das ganze ist garniert mit rätselhaften Einsprengeln, wie der plötzlichen Eingebung von Nussel, dass dieses Zeichen „Unheil“ bedeute. Die diversen Sonnen bekommen malerische Namen, wie Schwarze Hexe. Es geht in verlassene Orbitalstädte, die Meisterdiebe mischen wieder mit - und am Ende entdeckt die Crew auch noch die Grabplatte Mrothyrs auf Relais. Atlan und die STERNSCHNUPPE sind da aber schon weg.
Das fand ich erstaunlich, dass auf so etwas wie Mrothyrs Grabplatte noch mal zurückgegriffen wurde. Die Benennungen der Sonnen (Schwarze Witwe, Weiße Frau, Hexenmeister, Heißer Stahl) und die Auftritte des Einhorn Nussels erzeugen eine unheilvolle Stimmung, aber die Gefahr bleibt letztlich sehr abstrakt. Der Schwarze Ritter mit dem Flammengesicht, was kommt da auf uns zu? Die Sternkonstellation ist künstlich, aber was sagt das? Die Orbitalstädte - immerhin springt ein Beiboot für die STERNENSEGLER dabei heraus. Wird Anima damit den Abgang machen?

Auffällig war, dass sich nur Goman-Largo und Neithadl-Off als Erzähler (Berichte) abwechseln, Anima aber nicht in dieser Rolle zu finden ist. Goman-Largo ist auch ziemlich unzuverlässig, seine eigene Mission ist ihm wichtiger als Atlan, was schon fast symbolisch zu verstehen ist: Auch Ewers scheint seine eigene Mission manchmal wichtiger zu sein als Atlan (die Serie).
Grauer Lord hat geschrieben: 17. Mai 2021, 17:53Der Mischenergie-Planet (was auch immer das ist) Klingsor strahlt die STENENSEGLER am Ende des Heftes als Cliff-Hanger an noch unbekannte Gefilde ab. Offen bleibt, wo das Schiff der Tessaler geblieben ist, dem das Zeitteam zu dessen Heimatsystem folgen wollte.
Das Schiff der Tessaler, ihre geheime Heimatwelt, wer weiß, was da noch enthüllt wird. Handlungstechnisch wirkte dieses unaufgelöste Verschwinden zu diesem Zeitpunkt aber sehr chaotisch auf mich, auch der Transfer am Ende ins Unbekannte. In diesem Heft wird sehr chaotisch gesprungen.
Grauer Lord hat geschrieben: 17. Mai 2021, 17:53Auffällig ist, dass in der x-ten Folge um das Zeitteam manche Infos auch weiter nur aus schematischen, immer wiederkehrenden Blöcken bestehen, etwa was die Zeitschule von Rhuf angeht, die unbekannte Dauer der Verbannung Goman-Largos nach Xhissas oder auch die Funktionsweise seiner Module. Die wurden ihm „aufgepfropft“, na schön, aber den Stand haben wir nun seit anderthalb Jahren. Was sie genau können und wie sie funktionieren, wissen wir immer noch nicht.
Da bin ich mal gespannt, ob da überhaupt noch vor Band 800 wirklich mal was Konkreteres noch aufgelöst wird, und ob dann im Rückblick einiges noch mal etwas mehr Sinn ergeben wird. Im Moment glaube ich, das ganze Konzept rund um Goman-Largo und Neithadl-Off dient nur dazu, dass Ewers in seinen Romanen wild hin- und hersprengen kann. In diesem Sinne bin ich jetzt auch mal auf den zweiten Teil gespannt.
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Yman »

Lumpazie hat geschrieben: 23. Mai 2021, 00:12 Im Jahr 1986 erschien der Band 772 der Atlan-Heftserie:

Die Hölle des Dreigestirns

von H.G.Ewers
Danke für's Einstellen, Lumpazie! Titelbild, Illustration und Risszeichnung finde ich gelungen, aber der Roman war sehr langweilig. Ich bezweifele nicht, dass Goman-Largo und Neithadl-Off mit der Raumschifffalle und den Werfthallen voller Raumschiffe eine wichtige Entdeckung gemacht haben, aber der Weg dahin war sehr langweilig.

Anima wird gleich zu Beginn auf Eis gelegt, Atlan kommt kaum vor, und die anderen - Goman-Largo, Neithadl-Off, Nussel und die Saltics - erleben auch nicht wirklich ein großes Abenteuer. Es geht ähnlich wie im Vorgängerroman einfach nur von hier nach da, ohne dass wirklich etwas Spannendes geschieht. Erst gegen Ende mit dem Schwarzen Ritter wird es minimal interessant.

Minimal interessant war auch der Rückblick bzw. Hinweis auf den Sternmarschall Dulugshur. Die Aussage, mit nur zehn Prozent seiner Flotte, also ca. 3500 Raumschiffen, könnte man ganz Manam-Turu erobern, finde ich sehr gewagt.

Am Ende verschwinden Nussel und die beiden Saltics. Schauen wir mal, ob und wann sie wieder auftauchen.

Der nächste Roman von Peter Terrid wird sicher wieder etwas mehr Spaß machen zu lesen.
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Grauer Lord »

Wirklich ein langweiliger Roman, der uns vom „Schwert des Rächers“ in die Sternenfalle Askyschon-Nurgh führt. Von der man (zumindest jetzt) nicht erfährt, wo im Universum sie eigentlich zu suchen ist. 714 Sonnen in einer von Gaswolken gebildeten Kugel, in der die STERNENSEGLER immerzu nur im Kreis geschickt wird, ist im Prinzip nicht uninteressant, endet aber dann doch nur wieder in einem „Sternenspringen“, wie im Heft davor.

Dabei gibt es interessante Details: tausende Raumschiffwracks treiben seit einer gigantischen Schlacht vor 1346 Jahren im All der Sternenfalle, werden von einem schrottsammelnden Transmitter zur Weiterverwertung abgefischt. Dabei handelte es sich wohl um Schiffe vom Typ RUTENGÄNGER, die einst von Zgmahkonen geflogen worden sein müssen. Darauf deutet die geschilderte Form der Raumanzüge hin, der Begriff „Rute“ und natürlich die ganze Story zum Ende: die kosmische Falle wurde errichtet, um die Invasion Manam-Turus durch Sternenadmiral Dulugshur zu stoppen. Wie die Wracks beweisen, ist das auch gelungen. Wer der Fallensteller war und wie das alles mit der Sternenkonstellation „Schwert des Rächers“ zusammenhängt, bleibt diffus und unklar.

Gleiches gilt für den mysteriösen „Ritter“, der schon mehrfach aufgetreten ist und der sich wohl besonders für Goman-Largo (Thema Zeit?) interessiert. Immerhin gibt er noch preis, dass Invasor Dulugshur damals verschwunden ist, heute aber wohl eine neue Invasion plant.

So weit, so gut. Das ganze ist überfrachtet mit immer neuen flackernden Sonnen und rätselhaften Planeten wie vom Fließband, dass man den Schauplätzen kaum noch folgen kann. Ich wusste ehrlich gesagt auch gar nicht mehr, wie Atlan in die Falle geraten ist, möchte aber auch nicht zurückblättern.

Jetzt liegt erstmal ein Doppelband von Peter Terrid vor uns.
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Lumpazie »

Im Jahr 1986 erschien der Band 773 der Atlan-Heftserie:

Die Hölle des Dreigestirns

von Peter Terrid

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Handlung:

Handlung

Im Jahre 3820 wird der purlugische Kosmohistoriker Okendess spätabends von dem Kleenster Kara-Kara aufgesucht. Der Spion ist über die Einzelheiten des bevorstehenden Angriffes der Purluger auf seine Heimatwelt informiert, will aber nicht hinnehmen, dass dieser seinem Dafürhalten nach völlig unsinnige Krieg stattfinden soll. Kara-Kara fordert Okendess auf, ihm von der Vergangenheit der beiden Völker zu berichten. Er hofft, einen Hinweis zu finden, um die Auseinandersetzung doch noch verhindern zu können.

Okendess erklärt sich bereit und beginnt von der ersten Reise der Purluger mit der Haganthur zum Mond Kodahl zu berichten. Dabei ist es zu einigen Pannen gekommen, die von dem Historiker auch unter dem Gesichtspunkt der Enantiodromie gesehen werden. Den Vorschlag der Bodenstation, die Mission abzubrechen und nach Purlug zurückzukehren, lehnte der Kommandant Anderdess ab. Die Besatzung entschloss sich, trotzdem auf Kodahl zu landen. Allerdings wurde der vorgesehene Landeplatz wegen der Kursabweichung verfehlt. Eine Kontaktaufnahme mit der Bodenstation war durch die festsitzende Parabolantenne nicht möglich. Ordenbar stellte Funksignale von einem bisher unbekannten Planeten des Jheisch-Systems fest. Garandip bestimmte die Position dieser Welt genau gegenüber dem Standort Purlugs.

Die Datenmenge des Funksignals war so gigantisch, dass in den Speichern der Haganthur kein Platz dafür vorhanden war. Anderdess ließ die bisher gesammelten Informationen des Fluges löschen und die neuen Daten speichern. Eine erste Auswertung ergab eine schematische Darstellung des Jheisch-Systems, die Schemazeichnung eines Wasserstoffatoms sowie das Bild eines Kleensters. Anderdess bereitete ebenfalls eine Botschaft vor, die er ohne Zustimmung seiner Gefährten abschickte. Der Start von Kodahl verlief problemlos und die Haganthur kehrte wohlbehalten nach Purlug zurück. Anderdess wurde seine Eigenmächtigkeit übel genommen. Der Große Kluut ordnete seine Ermordung an.

Indessen machte man sich auch auf Kleenst Gedanken über den Ablauf einer Kontaktaufnahme. Aus der von Anderdess abgesendeten Nachricht extrahierten die Kleenster neben allerlei anderen Informationen auch das Bild eines Purlugers. Den sensiblen Wesen von Kleenst bereitete der Anblick Unbehagen und sogar Abscheu. Das traf besonders auf die Nahrungsaufnahme und die Fortpflanzung zu. Joro-Dhan war sich sicher, dass ein Kontakt mit den Purlugern für das Volk der Kleenster unzumutbar war. Joran plädierte jedoch für eine kontrollierte Kontaktaufnahme.

Bliptoe und die übrigen Besatzungsmitglieder der Proll wurden dazu ausersehen, den ersten direkten Kontakt zu den Purlugern herzustellen. Im Verlauf der Vorbereitungen wurden die Kleenster darin geschult, in mentalen Kontakt zueinander zu treten und die beim Aufeinandertreffen mit den Wesen vom Nachbarplaneten entstehenden Emotionen auf mehrere Kleenster zu verteilen und so ein seelisches Trauma größtenteils zu verhindern.

Von den beiden Völkern des Jheisch-Systems waren inzwischen zwei große Kommunikationssatelliten im All stationiert worden, die eine ständige Verbindung ermöglichten. Die Vorbereitungen für ein direktes Treffen von Vertretern beider Völker waren über diese Schiene getroffen worden. Je ein Raumschiff wurde von Purlug und von Kleenst gestartet. Sie bewegten sich auf der  Wikipedia-logo.png Umlaufbahn der beiden Planeten aufeinander zu, wo sie sich auf halber Strecke treffen und den ersten Kontakt herstellen sollten. Danach konnte entschieden werden, ob die Schiffe ihren Flug fortsetzen oder umkehren sollten.

Die Proll, das Schiff der Kleenster, hatte ein Gerät an Bord, das eine Kommunikation zwischen den Purlugern und den Kleenstern ermöglichen sollte. Dieser Übersetzer wandelte den Farbkode der Kleenster in die Gebärdensprache der Purluger um.

Als sich die beiden Raumschiffe so weit genähert hatten, dass eine einwandfreie Funkverbindung möglich wurde, nahm Bliptoe an Bord der Proll die schwierige Aufgabe auf sich, mit den Purlugern in Kontakt zu treten. Zur großen Überraschung des Kleensters gab der Purluger einen Laut von sich. Bliptoe war erfreut darüber, dass eine Kommunikation auf akustischer Ebene möglich war. Nach stundenlangen Bemühungen konnte der Übersetzer seine Arbeit aufnehmen und das Gespräch zwischen den beiden Vertretern dieser so unterschiedlichen Völker erleichtern.

Die beiden Raumschiffe näherten sich unterdessen immer mehr. Alles wurde von einer Außenbordkamera aufgenommen, die ihre Bilder nach Kleenst übertrug, wo der Geeinte Weisenrat das Manöver auf den Bildschirmen verfolgte. Die Mitglieder des Weisenrats wurden durch einen Mentalblock aus 400 geschulten Kleenstern vor eventuellen Panikattacken unterstützt.

Als die Proll die purlugische Hellenpar erreicht hatte, dockten die beiden Schiffe aneinander an. Bevor es in der zwischen den Schiffen aufgebauten Kopplungsschleuse zu der direkten Begegnung kam, wurden Grußbotschaften an den Großen Kluut beziehungsweise an die Vehemenz ausgetauscht. Bliptoe und Ulrades nahmen ihre Plätze in der Schleuse ein. Der Kleenster übernahm die Initiative und betrat den Bereich des Purlugers. Ulrades berührte vorsichtig den Skrunsch und auch einen Arm des eigentlichen Kleensters. Die Intimzone, die Verbindung zwischen dem Skrunsch und dem Kleenster, akzeptierte der Purluger nach einer ablehnenden Reaktion Bliptoes sofort. Bliptoe empfand große Sympathie für Ulrades. Der Kleenster verfiel in eine gewisse sexuelle Erregung, wodurch plötzlich das Bestäuber-Insekt aktiv wurde und auf den Purluger zuflatterte. Ulrades waren ähnliche Insekten von Purlug bekannt. In einer automatischen Reaktion schleuderte er seine Fangzunge nach dem Insekt und verschlang es. Vor Entsetzen sprang Bliptoe auf Ulrades zu und prallte auf den Purluger. Die Stacheln des Skrunsch durchbohrten den Gesandten und töteten ihn. Dieser Vorfall ging als »Gesandtenmord« in die Geschichtsbücher der beiden Völker ein. Um das Verhältnis nicht zu trüben, wurde von einem peinlichen Missverständnis gesprochen und der Vorfall vertuscht.

Okendess und Kara-Kara finden also in der Vergangenheit beider Völker nichts, was als Grund für den nun drohenden Krieg dienen kann. Der Purluger ist überzeugt, dass der Krieg von außerhalb des Jheisch-Systems zu den Purlugern und Kleenstern herangetragen wird.

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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Yman »

Grauer Lord hat geschrieben: 28. Mai 2021, 15:48 So weit, so gut. Das ganze ist überfrachtet mit immer neuen flackernden Sonnen und rätselhaften Planeten wie vom Fließband, dass man den Schauplätzen kaum noch folgen kann. Ich wusste ehrlich gesagt auch gar nicht mehr, wie Atlan in die Falle geraten ist, möchte aber auch nicht zurückblättern.
Das geht mir ähnlich. Ein wenig habe ich da den Überblick verloren, was die Reihenfolge bestimmter Ereignisse angeht, und auch nicht mehr in Erinnerung, was Atlan nach Mrothyrs Tod getan hat, bzw. ich bin nicht mal sicher, dass das überhaupt im Detail geschildert wurde, wie Atlan in die Falle geriet.
Grauer Lord hat geschrieben: 28. Mai 2021, 15:48Jetzt liegt erstmal ein Doppelband von Peter Terrid vor uns.
Diesen Doppelband finde ich sehr ansprechend. Bereits nach 20 Seiten definitiv unterhaltsamer als der Doppelband von Ewers. Kara-Kara, ein Spion der Kleenster, besucht den purlugischen Historiker Okendess, um am Vorabend des Krieges diesen Krieg zwischen beiden Völkern zu verhindern, indem nach der Ursache geforscht wird. Das klingt etwas seltsam, aber auch interesssant.

Normalerweise sind Rückblicke nicht besonders spannend, aber hier schildet Terrid sehr schön die Mondlandung eines fremden Volkes, die nicht wenig an das Vier-Mann-Abenteuer in PR-1 erinnert. Außerdem hat Terrid seine Hausaufgaben als SF-Autor gemacht.

Z.B. nennt er eine Unterhaltung schleppend, da die Rechenleistung eines Translators berücksichtigt wird, das Sonnensystem der Purluger hat einen sinnvollen Aufbau, der Leben ermöglicht (zwei innere Planeten, der zweite bewohnte mit Mond, der wichtig ist, um die Achse zu stabilisieren, und einen Gasriesen, der Asteroiden wegfängt, bevor sie das Leben auf dem zweiten Planeten vernichten), und auch solche Details wie die Taktfrequenz eines Rechners oder die 21-cm-Wasserstofflinie sind Terrid geläufig.
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Grauer Lord »

Ein klassischer Roman über einen Erstkontakt zwischen zwei Sternenvölkern, wie sie gegensätzlicher gar nicht sein könnten. „Die Raumfahrer von Jheisch“ ist ein erfrischend anders zu lesender Roman in diesem Zyklus, in dem Peter Terrid mit viel Liebe zum (skurrilen) Detail die Geschichte der Purluger und Kleenster Revue passieren lässt, die in einem Sonnensystem auf genau entgegengesetzten Umlaufbahnen um die Sonne Jheisch kreisen und sich deshalb normalerweise nie begegnet wären, zumindest nicht beim aktuellen Stand ihrer Technik. Eine Szenerie am Rande der „großen Ereignisse“ in Manam-Turu.

Wir erleben eine Mondlandung der tapferen Purluger mit, es gibt kluge Überlegungen zur Kontaktaufnahme zwischen geistig und körperlich verschiedenen Fremdwesen. Terrid schildert den Flug zum Mond mit viele Liebe zu technisch-astronautischen Details und einer Prise Humor. Dass ausgerechnet der Körperbau der einen Partei für das andere Volk ein Tabu darstellt, ist eine spannende Konstellation.

Was der Roman zu diesem Stand des Zyklus für eine Bedeutung hat wird sicher erst kommende Woche klar. Dann ist dieser Unterzyklus bereits zur Hälfte um. Da beide Völker, wie am Ende berichtet wird, in einen von außen gesteuerten Krieg abrutschen, kommen dafür eigentlich nur Hyptons oder EVOLO als Drahtzieher infrage.

Interessant ist das irgendwie ungelenk wirkenden Titelbild, das nicht von Jonny Bruck stammt. Die beiden Aliens darauf sehen exakt so aus, wie im Roman geschildert. Wurde das Heft also auf Grundlage dieses Bildes geschrieben, die beiden Völker nach diesem Vorbild kreiert? Oder hat ganz fix jemand zum Pinsel gegriffen?
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von TRIICLE-X »

Grauer Lord hat geschrieben: 31. Mai 2021, 16:35 Interessant ist das irgendwie ungelenk wirkenden Titelbild, das nicht von Jonny Bruck stammt. Die beiden Aliens darauf sehen exakt so aus, wie im Roman geschildert. Wurde das Heft also auf Grundlage dieses Bildes geschrieben, die beiden Völker nach diesem Vorbild kreiert? Oder hat ganz fix jemand zum Pinsel gegriffen?
Da bin ich gerade mal zufällig hier rein gestolpert, kann aber hierzu etwas sagen !
Es ist richtig, diese Bilder wurden von Hans-Günter Hauptmann damals in heutzutage ja üblichen 4er-Staffeln(hier z.B. 771 bis 774) für die ATLAN Serie erstellt, da Bruck krankheitsbedingt nicht mehr alles schaffen konnte.
Ich war damals wegen dieser Bilder etwas zwiegespalten. :gruebel:
Die Bilder hatten nicht ganz die zeichnerische Qualität von Bruck und wirkten etwas Comic-mäßig. Aber sie waren im Gegensatz zu vielen Bruck-Bildern wiederum von den Details her sehr nah an den Romaninhalten orientiert.
Tja, was soll ich sagen ..., man kann halt leider nicht immer alles zugleich haben ... :nein:
Jedenfalls nicht, bis ein Jahrzehnt später Swen Papenbrock für die PR-Serie angeheuert wurde, der beides so wunderbar zu vereinen wusste. :clap:

Zum Roman selber kann ich noch sage, dass ich das Heft 2x gelesen habe. Das erste mal zum Erscheinungstermin und dann nochmal wie den ganzen Zyklus in einem Rutsch von 1997 bis 1998.
Und auch wenn dieser Roman auf den ersten Blick wie eines der berüchtigten Lückenfüller-Exemplare erscheint, so hat sich der Roman doch gerade deswegen in mein Gedächtnis gebrannt !
Dieser Roman funktioniert auch ganz ohne Anbindung an den restlichen Zyklus oder das restliche Perryversum. Und ich würde gerade deswegen dieses Heft jederzeit jedem interessierten Kind, das wissen will, was es mit SF auf sich hat, als SF-Erstlingsroman in die Hand drücken !!! :-D
Der Roman vereinigt einige der wichtigsten mit SF verbundenen Handlungselemente, in einer wirklich ungewöhnlichen Perspektive, da es in dem Heft ja keine Menschen als die üblichen Identifikations-Figuren für den Leser gibt !
Der Erstkontakt wird ja sonst weitgehend immer mit uns Menschen als eine der am Kontakt beteiligten Parteien geschildert.
Das dass hier mal nicht der Fall war und der Leser in eine mehr objektive Perspektive gebracht wird, hat mich damals beim ersten lesen wirklich sehr positiv überrascht.
Somit war und bleibt der Roman auch weiterhin für mich etwas sehr originelles und ein zeitloser Lesetipp innerhalb der Perryversums, auch wenn man keine Zeit oder Lust auf den umgeben ATLAN-Zyklus hat.
Gut gemacht, Herr Terrid ! :clap:
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Lumpazie »

Im Jahr 1986 erschien der Band 774 der Atlan-Heftserie:

Die Propheten von Jheisch

von Peter Terrid

Bild

Innenillustration:

Bild


Handlung:

Handlung

Okendess und Kara-Kara wissen, dass der Krieg zwischen den beiden bewohnten Planeten des Jheisch-Systems immer näher rückt. Kara-Kara teilt dem Purluger mit, dass 70 Raumschiffe von Kleenst in diesem Moment starten und zur Station Yahamk-Gatt unterwegs sind. 20 Schiffe dieser Flotte transportieren radioaktiven Staub, eine Substanz, die für die Purluger tödlich ist. Mit einem Blitzangriff sollen die drei Raumhäfen auf Purlug, die dem interplanetaren Verkehr dienen, angegriffen und die dort stationierten Schiffe der Purluger vernichtet werden. Kleenst wird den Großen Kluut zur Kapitulation auffordern. Zur Beschleunigung der Entscheidungsfindung soll mit der Absetzung des radioaktiven Staubes gedroht werden.

Der Plan der Purluger ist um keinen Deut besser. Yahamk-Gatt soll erobert werden und die routinemäßig eintreffenden kleenstischen Schiffe aufgebracht werden. Die um diese Einheiten verstärkte Flotte der Purluger soll Kleenst angreifen und die Raumhäfen bombardieren. Um diese Aktion zu unterstützen haben die Purluger bereits vor Monaten eine zweite große Flotte nach Lakopp geschickt. Die kilometergroßen Eisbrocken in den Ringen des Planeten sind eingesammelt und in Richtung Kleenst beschleunigt worden. Beim Eintritt in die Atmosphäre werden die Brocken verdampfen und als Wasser auf den Planeten abregnen. Dies würde zum Chaos unter den Kleenstern führen, die auf Feuchtigkeit bekanntlich mit einem rauschähnlichen Zustand reagieren. Zusätzlich werden genetisch manipulierte Reptilien auf Kleenst abgesetzt, die die für die Vermehrung der Kleenster notwendigen Insekten fressen werden.

Okendess und Kara-Kara sind sich darüber einig, dass all diese Maßnahmen zum Untergang beider Völker führen würden. Die beiden so verschiedenen Wesen zerbrechen sich die Köpfe, wer der wahre Urheber des drohenden Krieges sein und welchen Nutzen dieser aus zwei entvölkerten Planeten ziehen könnte.

Die beiden Wissenschaftler – bei den Kleenstern gilt Spionage als Wissenschaft – kommen zu dem Schluss, dass die erst seit einigen Monaten auftretenden Glaubenskulte um Kluuthor auf Purlug und den Retter von Kleenst den schwelenden Konflikt schüren.

Auch auf Kleenst selbst macht sich der Purluger Bruchfile Gedanken über den bevorstehenden Krieg. Er spricht mit dem Wissenschaftler Morkandip über den regen Zulauf, den die Bewegung des Retters von Kleenst genießt. Die beiden so unterschiedlichen Wesen kommen überein, intensiv daran zu arbeiten, die psionisch bedingte Abneigung der Kleenster gegen die Purluger auszuschalten. Erst dann wäre eine Zusammenarbeit für die Zukunft möglich.

Bruchfile findet heraus, dass die aus dem Psi-Knoten Tertins entnommenen Zellen eine Charakteristik aufweisen, die darauf hindeutet, dass sie von einem völlig anderen Lebewesen stammen. Der Purluger stellt die These auf, dass die Kleenster mit psionischen Mitteln von außen manipuliert werden. Diese These wird davon untermauert, dass Tertins Bewegungsstörungen vor etwa drei Monaten, noch vor dem Besuch einer der ersten Versammlungen der Diener des Retters von Kleenst, aufgetreten sind. Der junge Kleenster bricht die Befragung abrupt ab und verlässt sichtlich nervös und anscheinend unter Zwang das Labor. Mit einem auf purlugische Verhältnisse umgebauten Rollwagen folgen Bruchfile und Morkandip dem ebenfalls mit einem derartigen Fahrzeug unterwegs befindlichen Tertin. Die Kleenster, die der Versammlung zuströmen, stammen sowohl aus den untersten Bevölkerungsschichten als auch aus hochgestellten Kreisen.

Mit nur wenigen Worten gelingt es den Dienern des Retters eine einzigartige Stimmung hervorzurufen. Eine unübersehbare Menge von Kleenstern ist so positioniert, dass sich farbliche Muster in dem Meer von Körpern bilden und wieder verschwinden. Zehntausende Einzelwesen bilden eine Art Super-Kleenster mit fünf Zackenarmen. Der große Kleenster beginnt langsam um seine Mittelachse zu rotieren. Im Zentrum bleibt der Platz für den Retter von Kleenst frei. Von den Dienern geht ein helles, gleißendes Licht aus. Auch Morkandip kann sich der Stimmung nicht entziehen. Wie zwischen ihnen vereinbart, verabreicht Bruchfile dem Kleenster ein Medikament, das die Aktivität des psionischen Knotens in dem Gehirn des Wissenschaftlers dämpft. Kälte breitet sich in Morkandips Körper aus. Die Konzentration auf die Diener und die übrigen Kleenster lässt schnell nach. Morkandip erwacht wie aus einem Hydro-Rausch. Die sich ständig bewegenden Kleenster bilden ein hypnosuggestiv gebildetes Kollektiv ohne eigenen Willen. Der Wissenschaftler sieht in den Dienern des Retters die Verursacher einer Massenhypnose, die in einem Hass auf die Purluger gipfelt. Morkandip ist sich sicher, dass derjenige, der die versammelten Kleenster psionisch beeinflusst, vor Ort sein muss. Zusammen mit Bruchfile macht er sich auf den Rückweg in die Stadt. Er will versuchen, die Purluger zu informieren und um Hilfe zu bitten.

Bruchfile hält von dieser Absicht nichts. Er will den geheimnisvollen Retter, dessen Gegenstück sicherlich auf Purlug genauso aktiv ist, finden und stellen. Er kann nur mit einem Raumschiff nach Kleenst gekommen sein. Bei der nächsten Versammlung am folgenden Abend wollen Morkandip und Bruchfile den Retter finden. In der Zwischenzeit spricht Bruchfile mit Okendess auf Purlug. Es stellt sich heraus, dass dort ebenfalls mit dem gleichen Problem gekämpft wird. Bruchfile hat auch erfahren, dass die beiden Flotten längst gestartet und zu ihren Zielen unterwegs sind.

Am nächsten Abend begeben sich Bruchfile und Morkandip mit ihren Rollwagen zum Versammlungsort, wo die Diener des Retters erneut in Erscheinung treten werden. Doch kurz vor dem Ziel scheren sie aus der Kolonne aus und fahren zu einer Mulde, die vom Versammlungsort etwa 500 Meter entfernt ist. Sie installieren drei Spiegel und bestimmen die Laufzeit eines Laserstrahls zwischen diesen. Ein Rechner ermittelt die Zeit, die das Laserlicht für den diagonalen Weg zwischen den Spiegeln benötigt. Eine Abweichung der Laufzeit bedingt die Anwesenheit eines unsichtbaren Gegenstandes – dem Beiboot des Retters. Da sich in Bodennähe keine Erstreckung der Laufzeit des Laserstrahls ergibt, muss das fremde Raumschiff in der Luft schweben. Mit hochgeschleuderten Sandkörnern, die auf das unsichtbare Schiff treffen, stellt Bruchfile die äußere Form fest. Das keilförmige Schiff ist etwa 20 Meter lang, sieben Meter hoch und acht Meter breit. Bruchfile findet eine Schleuse, durch die sie in das Innere des Beibootes eindringen können. Durch die Einrichtungsgegenstände wird bald klar, dass die Fremden zwei Beine und zwei Arme besitzen müssen. Ein Raumanzug bringt Gewissheit über die Körperform. Für den Kleenster ist es unverständlich, wie derartige Wesen die Raumfahrt entwickeln konnten. Der Kopf kann eigentlich nur ein Gleichgewichtsorgan beherbergen, sodass kein Platz mehr für ein Gehirn bleibt. Die Versorgung des Denkapparates in einer solchen Höhe macht eine Versorgung mit Nahrung eigentlich unmöglich. Außerdem ist die Verletzungsgefahr durch die zu erwartenden häufigen Stürze des Körpers gewaltig.

Als der geheimnisvolle Retter in sein Beiboot zurückkehrt, verstecken sich Morkandip und Bruchfile. Sie beobachten, wie Yattrup ein heißes Bad nimmt. Morkandip verabreicht dem riesengroßen, aus gallertartigen weichen Gewebeansammlungen bestehenden abgrundtief hässlichen Körper eine Dosis des Psi-Blockers. Bruchfile richtet seine Laserwaffe auf den Retter. Ein von Yattrup ausgesendeter Körperpfeil kann den Kleenster nicht unter ihre Kontrolle bringen. Es wird ihr gestattet, ihre Kleidung anzulegen. Ein Übersetzungsgerät ermöglicht die Verständigung. Yattrup stellt sich als Daila vor. Sie teilt dem Kleenster und dem Purluger den weiteren Verlauf der Geschehnisse mit. Die Flotten der Purluger und der Kleenster werden sich gegenseitig aufreiben, was den Invasoren in die Hand spielen wird. Mit ihrer Hilfe werden die Kleenster einen technischen Aufschwung ungeahnten Ausmaßes erfahren.

Auf Wunsch von Morkandip ist Yattrup bereit, das Beiboot zu starten. Das Ziel ist die Raumstation Yahamk-Gatt. Der Daila wird eine weitere Dosis des Psi-Blockers injiziert, um ihre erwachenden Fähigkeiten wieder zu betäuben. Zusätzlich wird sie gefesselt. Bruchfile übernimmt die Steuerung des Bootes. Er entdeckt die Waffenkontrollen. Dem Purluger gelingt es allerdings nicht, die hohe Fahrt des Raumschiffes zu drosseln, als Yahamk-Gatt in Sicht kommt. Das Boot passiert die Station und rast auf Purlug zu. Die Flotte der Kleenster hat die Heimat Bruchfiles bereits erreicht. Der Purluger kann seine Artgenossen allerdings nicht warnen, da er das Funkgerät nicht bedienen kann. Ein von Purlug startendes Raumschiff wird geortet. Kluuthor, in Wirklichkeit der Krelquotte Gulp, nimmt Funkkontakt auf. Gleichzeitig teleportiert Yattrup in Gulps Schiff. Bruchfile feuert eine Breitseite auf das gegnerische Schiff ab. Es wird beschädigt. Gulp findet den Tod. Yattrup gelingt es, das Mutterschiff, das auf dem Mond des Planeten Kleenst gelandet war, zu erreichen und EVOLO über die bisherigen Geschehnisse zu unterrichten.

Die Entität hat schon vor geraumer Zeit ein Auge auf das Jheisch-System geworfen. Besonders die schwach psi-begabten Kleenster haben es EVOLO angetan. Für die Purluger hat er eigentlich keine Verwendung. Yattrup und Gulp haben den Boden für eine Übernahme des Systems aufbereitet. Die Kleenster, mit psionischen Körperpfeilen gefügig gemacht, haben Purlug angegriffen, die Abwehr ausgeschaltet und ein Ultimatum gestellt. Nach Stunden heftiger Gegenwehr hat der Große Kluut, nach der Übernahme von Yahamk-Gatt und der gesamten Flotte der Purluger durch die Kleenster, kapituliert. Die Purluger werden den Kleenstern als Diener bei dem ungeheuren technischen Aufschwung zur Hand gehen. Das Jheisch-System würde zu einem neuen Stützpunkt der Entität werden. Yattrup wird jeden Widerstand niederschlagen. Die Daila genießt das volle Vertrauen EVOLOS.

EVOLO plagen jedoch eigene Probleme. Ihm bleiben nur noch wenige Tage, ehe er sich wieder im Psionischen Tor wird stabilisieren müssen. Noch bevor er das Psionische Tor erreichen kann, bemerkt er in seinem Inneren mehrere Ballungen von Potentialen, die sich als selbständige Einheiten verstehen und nicht mehr der Kontrolle EVOLOS unterstehen. Der Entität gelingt es nicht, den Abspaltungsprozess aufzuhalten. Unter starken Schmerzen trennt sich Aytakur aus der Körpersubstanz EVOLOS. Die neuentstandene Entität macht sich auf den Weg nach Alkordoom. Doch der Prozess ist damit noch nicht beendet. Auch Pzankur mit dem Ziel Chmazy-Pzan und Bennerton sowie Zattzykur verlassen den bisherigen gemeinsamen Körper. Zattzykurs Ziel bleibt unbekannt.

EVOLO nimmt mit Dharys Kontakt auf. Dieser teilt der Entität mit, dass die bisherige 55-Tage-Frist bis zur nächsten notwendigen Stabilisierung nicht stabil ist. Die nächste Stabilisierung wird nur noch halb so lange anhalten. Auch bei der darauf folgenden wird sich die Zeitspanne erneut halbieren. Da sich der Prozess fortsetzt, dauert es nicht mehr lange, bis EVOLO sich ständig im Psionischen Tor aufhalten wird müssen. Außerdem hängt der Stabilisierungseffekt von der Masse des psionischen Materials ab. EVOLO droht nun entweder durch die immer kürzer werdende Zeitspanne zwischen den Stabilisierungen zu verschwinden oder er bleibt stabil, verliert jedoch an Masse, was ebenfalls gleichbedeutend mit seinem Ende sein wird.

Die Entität hat zwar einen Triumph im Jheisch-System erzielt, doch die Zeit arbeitet gegen sie.

Der obige Text und Bilder wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
Es is kein’ Ordnung mehr jetzt in die Stern’,
D’ Kometen müßten sonst verboten wer’n;
Ein Komet reist ohne Unterlaß
Um am Firmament und hat kein’ Paß;
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Grauer Lord »

Die Einschätzung von @TRIICLE-X teile ich voll und ganz. Den Doppelromann um Purluger und Kleenster kann man wirklich losgelöst vom aktuellen Zyklus als gelungenen, zeitlosen Beitrag zum Thema Erstkontakt lesen. Wenn man sich die letzten Seiten des Romans von Peter Terrid und den Extrasinn zu Gemüte führt, stellt sich aber schon die Frage, warum die Story zu diesem Zeitpunkt so intensiv geschildert wurde; letztlich ging es ja nur darum, die Psi-begabten Kleenster für ein Dasein als Hilfsvolk zu konditionieren und gleichzeitig die Purluger kalt zu stellen. Sei’s drum, die tollen, detaillierten Schilderungen der Völker durch Terrid waren hervorragend.

Der eigentliche große Handlungsfortschritt kommt aber am Schluss: In einem unfreiwilligen Geburtsprozess sondert EVOLO die drei psionischen Pakete ab, von denen schon einmal kurz die Rede war. EVOLO steht dem Programm des Erleuchteten, das in ihm tickt und arbeitet, völlig hilflos gegenüber; auch seine Fluchten aus dem Psionischen Tor können nur noch in immer kürzeren Zeitabständen stattfinden.

Mit den drei Paketen haben die Expos damals listig das Tor zu weiteren Handlungsschauplätzen ausserhalb Manam-Turus aufgestoßen: Pzankur eilt in Richtung Hypton-Galaxis und Bennerton; Aytakur strebt in Richtung Alkordoom und weckt beim Leser die Sehnsucht, nach dem liebgewonnenen Schauplatz. Denn was mag wohl aus den Celestern geworden sein? Konnten die Facetten sich an der Macht halten? Was ist mit Artefakten des Erleuchtete, wie dem DOMIUM? Und wie ging es in der Sonnensteppe weiter?

Zu guter Letzt sondert sich dann noch Zattzykur von EVOLO ab und verschwindet in den Gefilden der Zeit. Dem Thema, das bisher durch Neithadl-Off und Goman-Largo in diversen Doppelbänden bespielt wurde; wohl nicht ohne Grund. Denn es könnte natürlich durchaus sein, dass Handlungselemente in Manam-Turu auf Zeitmanipulationen in der Vergangenheit zurückzuführen sind, die wiederum erst durch die „Geburt“ Zattykurs im Hier und Jetzt eingeleitet werden konnten. Wir werden es sehen.

Der Extrasinn hat auch noch einiges zum Weg EVOLOS beizutragen. EVOLO kommt von Evolution, hieß es immer. Wenn man an seine Ausbreitung mittels der Körperpfeile denkt, lag die Idee nahe, dass EVOLO eine kosmische Evolution auslöst, indem er sich immer weiter verbreitet. Jetzt sieht es eher so aus, dass er selber einer Evolution unterliegt und Psi-Pakete mit ganz speziellen Aufgaben absondert. EVOLO ist zwar sehr mächtig (wie in Band 750 geschildert), aber eben auch nur Werkzeug einer Macht, die es nicht mehr gibt und gegen deren sich automatisch abspulende Pläne wohl nicht viel zu machen ist. Im Grunde könnte einem EVOLO fast ein bisschen Leid tun.

Dass die Gefahr, vor der die Kosmokraten angeblich zittern, nicht in der Unterwerfung der Kaytaber oder anderer Völker Manam-Turus bestehen kann, war ja eigentlich immer klar.
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Lumpazie »

Im Jahr 1986 erschien der Band 775 der Atlan-Heftserie:

Paradieswelt Siebenmond

von Marianne Sydow

Bild

Innenillustration:

Bild


Handlung:

Handlung

In den Tiefen von Manam-Turu bahnt sich eine Entscheidung an. Goman-Largo und Neithadl-Off wollen mit der STERNENSEGLER die Zeitgruft auf Tessal besuchen, während Atlan mit der STERNSCHNUPPE Aklard als Ziel auserkoren hat. Anima, die sich an Bord der STERNENSEGLER aufhält, ist gegen das Vorhaben des Modulmannes. Sie verlangt, auf die STERNSCHNUPPE wechseln zu können. Anima will an der Seite ihres Ritters sein. Unmittelbar nachdem die Orbiterin an Bord der STERNSCHNUPPE geht, beschleunigt die STERNENSEGLER und verschwindet zwischen den Sternen.

Chipol hat Anima in der Schleuse des Raumschiffes erwartet und bringt sie zu Atlan, der sie herzlich begrüßt. Die Orbiterin trägt die Bitte vor, den Flug nach Aklard zu unterbrechen. Neuigkeiten könnten die Daila auch per Funk berichten. In ihren Augen ist ein Besuch Aklards daher nicht notwendig. Auch die STERNSCHNUPPE selbst ist für eine kleine Tankpause, um die Energievorräte wieder aufzufüllen. Atlan hat selbstverständlich die innere Unruhe Animas bemerkt, die sich in ihre Kabine zurückzieht.

Dort beginnt sie zu meditieren. Plötzlich entsteht vor ihrem inneren Auge das klare Bild eines Planeten, der sie zu rufen scheint. Sieben helle Monde umlaufen diese friedliche Welt. Der größte Trabant weist ein rotschimmerndes Muster aus Kratern und strahlenförmig auseinanderstrebenden Linien auf. Das Bild verändert sich und zeigt nun eine Insel in einem Fluss, auf der ein uralter halb verfallender Tempel zu finden ist. Auf einem steinernen Podest sitzt ein neunbeiniges Wesen, das eine Einladung ausspricht. Das Bild verschwindet übergangslos. Fünf Stunden sind vergangen.

Als Anima in die Zentrale der STERNSCHNUPPE zurückkehrt, hat Atlan in der Zwischenzeit tatsächlich Funkkontakt zu den Daila aufgenommen und von EVOLOS Schwierigkeiten mit dem Psionischen Tor erfahren. Der Ikuser Promettan hat mit seiner Familie auf Aklard Schutz gesucht und den Daila diese Informationen überbracht. Atlan hat vor, das Psionische Tor zu vernichten. Eine schlagkräftige Flotte der Daila wird die STERNSCHNUPPE unterstützen.

Anima äußert starke Bedenken gegen dieses Vorhaben, das außerdem ihren eigenen Plänen widerspricht. Sie hält eine gewaltsame Lösung des Problems EVOLO für nicht zielführend und befürchtet, dass sich die Gefahr, die von der Entität ausgeht, noch verschärfen wird. Sie ist der Meinung, EVOLO müsste in eine Situation gebracht werden, in der er seine Fähigkeiten nicht mehr nutzen kann. Wie dies geschehen soll, ist ihr selbst nicht klar. Atlan beharrt jedoch darauf, EVOLO zu vernichten.

Bis zum Eintreffen der Flotte der Daila werden noch ein paar Tage vergehen. Anima rät, die Zeit zur Erholung zu nutzen und den Planeten Siebenmond aufzusuchen. Die STERNSCHNUPPE meldete sich mit einigen Details über diese Welt, nur einige Lichtjahre von Yumnard entfernt, womit sich das Psionische Tor in Reichweite der Hyperortung befindet.

Nach wenigen Stunden wird Siebenmond erreicht. Die STERNSCHNUPPE landet nahe der Siedlung der Quarner. Sechs Reiter auf ihren echsenähnlichen Tieren halten vor dem Schiff an. Mit Gesten werden Atlan und Anima, die die STERNSCHNUPPE verlassen haben, eingeladen, in ihre Siedlung zu kommen. Ehe sich der Arkonide und die Orbiterin entschließen können, der Einladung zu folgen, werden sie von den Quarnern gepackt und auf die Tiere gehoben. In schnellem Ritt geht es in die Stadt. Dort wartet ein von Quattermarna ausgerichtetes Festmahl auf sie. An der reichlich gedeckten Tafel treffen Atlan und Anima auch auf vier Wodoker. Atlan ist von den Künsten der Wahrsager nicht gerade überzeugt und begeistert. Als das Festmahl von einem Augenblick zum anderen vorbei ist, werden Atlan und Anima aufgefordert, den Saal zu verlassen. Während die Wodoker ihre flugfähigen Tiere besteigen, nehmen der Arkonide und die Orbiterin erneut auf den Echsenwesen Platz. Kylo ist bereit, einen Blick in Atlans Zukunft zu werfen, die nach seiner Aussage dunkel und gefährlich ist. Mehr kann der Wodoker nicht sagen. Auf Atlans Frage nach Jaha und Mulo gibt er deren Aufenthaltsort bekannt. Die beiden Wahrsager sind in der Stadt der Gyrten am Ufer des Sees Tomawara zu finden. Kylo, Xana, Tomo und Gyla schwingen sich auf dem Rücken ihrer Flugechsen in die Lüfte, während Atlan und Anima zur STERNSCHNUPPE gebracht werden. Dort verschwinden die Quarner bereits wieder in der Dunkelheit, noch ehe Atlan und Anima die Schleuse betreten können.

Am nächsten Morgen statten Atlan, Anima und Chipol der Tempelanlage hoch über der Stadt der Quarner einen Besuch ab. Die Tempel sind seit langer Zeit verlassen, werden nach Atlans Meinung jedoch von irgendjemandem gepflegt.

Das nächste Ziel der STERNSCHNUPPE ist der See Tomawara. Auf einem freien Feld nahe der Stadt der Gyrten setzt das Schiff auf. Die Wodoker haben mit ihren Tieren bereits die Stadt erreicht. Atlan, Anima und Chipol werden durch die Stadt geführt. Im Garten des Hauses von Graschmon treffen sie auf acht Wodoker. Noch während Atlan um eine Weissagung bittet, verursacht aufkommender Wind einen Regen von Nüssen, der auf die Gäste Graschmons niederprasselt. Jaha sagt Atlan voraus, dass dieser einen schweren Fehler begehen wird, sich aber nicht nach ihrer Warnung richten wird, da er die Fähigkeiten der Wodoker ohnehin anzweifelt. Die Gyrten öffnen die für sie wertvollen Nüsse und verzehren die Früchte. Graschmon sieht seinen Besitz in Gefahr und lässt zottelige schwarze Ungeheuer, so groß wie Doggen, aus den Ställen, um den Diebstahl zu verhindern. Die Wodoker ziehen sich schnell aus dem Garten zurück und vereinbaren mit Atlan noch einen Treffpunkt im Tal der Steine. Die drei Gefährten werden von Trukjoh durch eine schmale Pforte aus dem Garten geleitet. Ein Boot bringt sie in eine schmale Bucht. Der Gyrte gewährt ihnen Gastfreundschaft und bringt sie in der Nacht zur STERNSCHNUPPE zurück.

Im Tal der Steine sagt Jaha, »die Heimliche«, Atlan voraus, dass er einen schweren Fehler begehen wird. Er wird etwas zerstören, das nicht zerstört werden darf. Die Wodokerin kann nur sagen, dass das Ding, das Atlan zerstören wird, etwas völlig Fremdes ist. Was danach geschieht, kann Jaha nicht voraussagen. Dann wendet sich die Wahrsagerin ab.

Atlan wendet sich nun an Mulo, »den Ahnenden«, und fordert diesen auf, Chipol die Zukunft vorauszusagen. Der Wodoker kann das Ende des langen Weges, den der junge Daila beschreiten muss, nicht erkennen. Er sagt auch, dass Chipols Schicksal von den Entscheidungen Atlans abhängig ist. Der Ahnende spricht von Dharys, dem Vater Chipols. Der Hass des Jungen trifft nicht nur dessen Vater, sondern vor allem Chipol selbst. Chipol hat Angst vor dem, was die Seele von Dharys durchleiden muss – und er mit ihm. Mulo rät dem Jungen, diesen Hass zu überwinden und auf diese Weise den quälenden Träumen zu entrinnen.

Auch Anima erfährt eine Weissagung. Auch ihr Schicksal ist eng mit Atlan verbunden. Mehr als dass ihre Zukunft von dessen Entscheidungen abhängig ist, vermag Mulo nicht zu sagen.

Über Atlans Zukunft soll viel Dunkelheit liegen. Auch seine Vergangenheit ist unter einem dunklen Schleier vergraben. Mulo berichtet von der Ermordung von Atlans Vater, der Rache und der Machtübernahme des Bruders seines Vaters. Der Lehrmeister Atlans hat dafür gesorgt, dass er den Mord und die Rache für lange Zeit vergessen musste. Doch auch in der Vergangenheit gibt es dunkle Schleier. Die Jahre hinter den Materiequellen sind nicht zu durchdringen. Die Frage, wo Atlan in dieser Zeit gewesen ist, beantwortet der Arkonide nicht. Im Übrigen ist Atlan dabei, einen folgenschweren Fehler zu begehen, wie ihm bereits Jaha gesagt hat. Doch da der Arkonide den Wodokern nicht glaubt, wird er die Warnungen nicht ernst nehmen.

Mit diesen Worten ziehen sich alle Wodoker in ihre kleinen Zelte zurück. Anima fragt nach dem Schicksal von Atlans Vater. Atlan erzählt von Fartuloon, der ihn aufgezogen hat. Dieser hat ihm einen kleinen Omirgos-Kristall vor die Augen gehalten und ihm befohlen, einige Dinge anders zu sehen, als sie sich wirklich ereignet haben. Erst Jahrtausende später hat sich Atlan an die tatsächlichen Ereignisse erinnern können. Unbehagen plagt den Arkoniden, woher der Wodoker dies alles hat wissen können.

Atlan hält weiter an seinem Vorhaben fest, das Psionische Tor zu zerstören. Am nächsten Morgen suchen Jaha und Mulo Atlan auf. Die beiden Wodoker sind sich nicht einig, welche der beiden Möglichkeiten von Atlans Zukunft eintreffen wird. Sie bitten ihn, gemeinsam mit ihnen Ojujo aufzusuchen.

Die STERNSCHNUPPE macht sich auf den weiten Weg über einen Gebirgszug zu jener Insel, auf der Ojujo lebt. Das Schiff landet am Ufer. Einige Zeit später treffen Wodoker mit ihren Flugwesen ein. Zwei der Wahrsager holen Atlan und Anima ab. Chipol bleibt auf Animas Rat in der STERNSCHNUPPE zurück – zu Atlans großem Erstaunen ohne Widerrede. Im Tempel am höchsten Punkt der Insel sitzt Ojujo auf einem niedrigen Podest aus grauem Stein. Die Wodokerin sagt Atlan auf den Kopf zu, auf ihre Weissagungen ohnehin nicht hören zu wollen. Lediglich Anima, der sie bereits in deren Träumen begegnet ist, ist an ihrer Zukunft interessiert.

Trotz der Ablehnung eröffnet Ojujo dem Arkoniden, dass er ein Ding zwischen den Sternen zerstören will, was ungeahnte Folgen haben wird. Es wird auch viele Opfer kosten, um das Böse zum Guten zu wenden. Hilfe von sehr vielen und mächtigen Wesen wird notwendig sein. Diese Hilfe wird nur unter sehr großen Gefahren gewährt werden. Atlan soll versuchen, jeden Fehler zu vermeiden, da seine Situation schon schlimm genug ist. Auch Ojujo spricht von Atlans Vergangenheit. Plötzlich verändert sich anscheinend Atlans Umgebung. Er sieht ein vierjähriges Kind, das von einem kahlköpfigen Mann mit schwarzem Bart durch eine Geheimtür davongetragen wird. Er erlebt die Aktivierung seines Extrasinnes und sieht den geheimen Stützpunkt auf Kraumon. Er sieht die Mörder seines Vaters sterben, den Omirgos-Kristall Fartuloons, den Untergang von Atlantis und den Roboter Rico, Perry Rhodan, den Robotregenten von Arkon, Razamon, Laire, die SOL, den Wasserpalast von Krandhor, die Spoodiewolke, Alkordoom, Sarah Briggs, Colemayn, das lebende Raumschiff Anima, das Auge des Erleuchteten und die STERNSCHNUPPE.

Ojujo berichtet von einem Verlust, den Atlan erleiden wird, der für ihn aber sehr angenehm sein wird, obwohl er ihn in manchen Situationen bedauern wird. Zu weiteren Aussagen ist die Wodokerin nicht bereit und schickt Atlan und Anima fort. Sie verschwindet hinter einem Stein, der sich in der Wand des Gewölbes bewegt.

Atlan und Anima machen sich auf den Rückweg zur STERNSCHNUPPE. Chipol erwartet sie bereits mit der Nachricht, dass die Flotte der Daila eingetroffen ist.

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Re: "EVOLO" (750 bis 7

Beitrag von Grauer Lord »

Der Roman beginnt mit einem Anschlussfehler, wie man ihn im PR-Kosmos sonst nicht erlebt hat: Der ominöse „Tuschkar“, den Marianne Sydow im ersten Satz erwähnt, ist in den beiden Bänden um die Sternenfalle gar nicht erwähnt worden. Da der Besagte aber vor einer Gefahr aus der Vergangenheit gewarnt haben soll, kann nur der ominöse „Ritter“ gemeint sein, der in Zusammenhang mit dem „Schwert des Rächers“ auftauchte, sich in der Vergangenheit auch mal „Canaray“ nannte. Da Sydow ja bis einige Hefte zuvor Exposé-Autorin war, wird sie schon gewusst haben, was sie da schrieb; sie hat sich offenbar darauf verlassen, dass Ewers diesen Namen in seinem früheren Doppelband eingeführt hat. Jetzt kennen wir ihn eben, ohne nähere Informationen bekommen zu haben.

Der kleine Fehler ändert aber nichts daran, dass „Paradieswelt Siebenmond“ für mich einer der besten Romane des Zyklus ist, in dem Marianne Sydow noch einmal ihren wohltuenden, magisch-mythischen Touch in die Serie einbringen konnte, der uns seit Band 700 begleitet. Auch schafft sie es, der Figur Anima, die ansonsten bloß langweilige Staffage war, seitdem sie ihren Status als lebendes Raumschiff verloren hat, wieder Leben einzuhauchen. Es ist schwer zu verstehen, warum eine so wichtige Figur bisher so stiefmütterlich geführt worden ist.

Die Szenerie auf der Paradieswelt gefällt mir gut, auch wenn letztlich alle Hintergründe im Dunkeln bleiben. Warum hier so viele Völker leben, bleibt der Phantasie überlassen. Ebenso was, wissenschaftlich betrachtet, hinter den Prophezeiungen stecken könnte, die Atlan betreffen. Dass er eine folgenschwere Fehlentscheidung treffen wird, wird sich klar auf die Aktion gegen das Psionische Tor beziehen. Ob EVOLO sich dadurch noch weiter aufsplittern wird? Für mich total interessant waren aber vor allem die Erinnerungen an Atlans gelöschte Erinnerungen: die Kristallprinz-Abenteuer - mainipuliert durch Fartuloon und einen Omirgos in Band 299. Die Abenteuer auf Ptohr und in der Schwarzen Galaxis - blockiert in Band 499 (ich glaube durch ES?); dazu die Erinnerungen an die Zeit hinter den Materiequellen, die ja kürzlich erst in PR wieder eine Rolle spielten. Für mich ist das eine Art Verbeugung vor den Atlan-Lesern und ihrer Lesetreue; und noch einmal ein stiller, aber trotzdem fulminanter Beitrag von Marianne Sydow. Das kann man sicher auch anders sehen, ist halt meine Meinung. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber es folgen glaube ich, jetzt nur noch zwei weitere Atlan-Hefte von Marianne bis Band 800.
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Yman »

Grauer Lord hat geschrieben: 31. Mai 2021, 16:35 Ein klassischer Roman über einen Erstkontakt zwischen zwei Sternenvölkern, wie sie gegensätzlicher gar nicht sein könnten. „Die Raumfahrer von Jheisch“ ist ein erfrischend anders zu lesender Roman in diesem Zyklus
Ich fand den Roman auch sehr erfrischend, wobei es ja ein Doppelroman ist. Peter Terrid konnte sich hier richtig austoben. Einiges habe ich weiter oben ja schon dazu geschrieben, speziell zu den Science-Fiction-Details. Kurios fand ich, dass das Bild, dass die Purluger ein Format von 523x719 hat. Ich wüsste nicht, dass diese beiden Zahlen eine tiefere Bedeutung haben. Atlan 523 stammt zwar auch von Peter Terrid, aber nicht Band 719. Es sind zwei Primzahlen ... Mehr fällt mir nicht ein. Etwas seltsam fand ich auch eine Anspielung auf den gödelschen Unvollständigkeitssatz: "Jarandess Satz lautet: Ich bin, obzwar wissenschaftlich-logisch einwandfrei abgeleitet, dennoch nicht beweisbar - der Satz ist wahr, weil richtig abgeleitet, aber nicht beweisbar" Worin sieht Terrid den Unterschied zwischen ableiten und beweisen?
Grauer Lord hat geschrieben: 31. Mai 2021, 16:35 Was der Roman zu diesem Stand des Zyklus für eine Bedeutung hat wird sicher erst kommende Woche klar. Dann ist dieser Unterzyklus bereits zur Hälfte um. Da beide Völker, wie am Ende berichtet wird, in einen von außen gesteuerten Krieg abrutschen, kommen dafür eigentlich nur Hyptons oder EVOLO als Drahtzieher infrage.
Der Roman hat sehr gut gefallen. Dass EVOLO hinter allem steckt, wird jedoch bereits auf der Vorspannseite (Rota-Seite) des Heftes bekannt gegeben, also massiv gespoilert!

Grauer Lord hat geschrieben: 31. Mai 2021, 16:35 Interessant ist das irgendwie ungelenk wirkenden Titelbild, das nicht von Jonny Bruck stammt. Die beiden Aliens darauf sehen exakt so aus, wie im Roman geschildert. Wurde das Heft also auf Grundlage dieses Bildes geschrieben, die beiden Völker nach diesem Vorbild kreiert? Oder hat ganz fix jemand zum Pinsel gegriffen?
Die beiden Titelbilder (A 773 und 774) sind zwar nicht von Bruck, aber sehr passend zum Roman. Meine Vermutung: Eine Auftragsarbeit für die Atlan-Serie.
Lumpazie hat geschrieben: 6. Juni 2021, 15:04 Im Jahr 1986 erschien der Band 774 der Atlan-Heftserie:

Die Propheten von Jheisch

von Peter Terrid
Grauer Lord hat geschrieben: 6. Juni 2021, 16:46 Die Einschätzung von @TRIICLE-X teile ich voll und ganz. Den Doppelromann um Purluger und Kleenster kann man wirklich losgelöst vom aktuellen Zyklus als gelungenen, zeitlosen Beitrag zum Thema Erstkontakt lesen. Wenn man sich die letzten Seiten des Romans von Peter Terrid und den Extrasinn zu Gemüte führt, stellt sich aber schon die Frage, warum die Story zu diesem Zeitpunkt so intensiv geschildert wurde; letztlich ging es ja nur darum, die Psi-begabten Kleenster für ein Dasein als Hilfsvolk zu konditionieren und gleichzeitig die Purluger kalt zu stellen. Sei’s drum, die tollen, detaillierten Schilderungen der Völker durch Terrid waren hervorragend.
Ich finde auch, dass man den Roman ziemlich losgelöst von der Serie lesen kann und die detaillierten Schilderungen der Völker sehr gut gelungen sind. Aufgefallen sind mir in diesem Roman die oben offenen Häuser und die Rollwagen der Keenster sowie deren Sicht auf humanoide Wesen, abscheuliche Kreaturen, die kaum ihr Gleichgewicht halten können, usw.
Grauer Lord hat geschrieben: 6. Juni 2021, 16:46Der eigentliche große Handlungsfortschritt kommt aber am Schluss: In einem unfreiwilligen Geburtsprozess sondert EVOLO die drei psionischen Pakete ab, von denen schon einmal kurz die Rede war. EVOLO steht dem Programm des Erleuchteten, das in ihm tickt und arbeitet, völlig hilflos gegenüber;
Es bleibt natürlich schon die Frage, wieso wir hier einen ganzen Doppelroman über zwei Völker bekommen, am Ende aber nur die letzten drei Seiten wirklich wichtig erscheinen, aber man kann es auch so lesen, dass einem kleinen Erfolg EVOLOs das riesige Problem seiner Selbstauflösung gegenüber steht. EVOLO engagiert sich auf verschiedenen Planeten, was immer sehr interessant ist, besonders, wenn alles so wie in diesem Doppelroman detailliert beschrieben wird, aber es sieht nicht so aus, als ob er letztlich die Kontrolle über sein angestrebtes Reich behalten wird.
Grauer Lord hat geschrieben: 6. Juni 2021, 16:46Mit den drei Paketen haben die Expos damals listig das Tor zu weiteren Handlungsschauplätzen ausserhalb Manam-Turus aufgestoßen: Pzankur eilt in Richtung Hypton-Galaxis und Bennerton; Aytakur strebt in Richtung Alkordoom und weckt beim Leser die Sehnsucht, nach dem liebgewonnenen Schauplatz. Denn was mag wohl aus den Celestern geworden sein? Konnten die Facetten sich an der Macht halten? Was ist mit Artefakten des Erleuchtete, wie dem DOMIUM? Und wie ging es in der Sonnensteppe weiter?
Anfangs hätte ich nicht gedacht, dass sich der Zyklus einmal so entwickeln würde, dass wir eine solche Fülle von interessanten Schauplätzen bekommen würden, die man alle gerne noch einmal besuchen möchte, um zu sehen, was daraus geworden ist.

Grauer Lord hat geschrieben: 6. Juni 2021, 16:46Zu guter Letzt sondert sich dann noch Zattzykur von EVOLO ab und verschwindet in den Gefilden der Zeit. Dem Thema, das bisher durch Neithadl-Off und Goman-Largo in diversen Doppelbänden bespielt wurde; wohl nicht ohne Grund. Denn es könnte natürlich durchaus sein, dass Handlungselemente in Manam-Turu auf Zeitmanipulationen in der Vergangenheit zurückzuführen sind, die wiederum erst durch die „Geburt“ Zattykurs im Hier und Jetzt eingeleitet werden konnten. Wir werden es sehen.
Ich bin da sehr gespannt. Es ist schon fast schade, dass die klassische Serie nur noch bis Band 850 und nicht bis Band 1000 reicht.
Grauer Lord hat geschrieben: 6. Juni 2021, 16:46Dass die Gefahr, vor der die Kosmokraten angeblich zittern, nicht in der Unterwerfung der Kaytaber oder anderer Völker Manam-Turus bestehen kann, war ja eigentlich immer klar.
Den Verlust einer einzelnen Galaxie können die Kosmokraten sicher verkraften, aber Alkordoom und Manam-Turu waren ja eigentlich nur Labor bzw. Werkstatt für etwas Gefährliches, das theoretisch das ganze Universum gefährden könnte. Im Grunde ist EVOLO ja eine Körperfresser-Geschichte in großem kosmischen Maßstab, räumlich und zeitlich, mit der Besonderheit, dass noch Mechanismen der Evolution ins Spiel kommen - Raum, Zeit und Evolution, das klingt schon noch etwas Bedrohlichem für die Kosmokraten.
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Lumpazie »

Im Jahr 1986 erschien der Band 776 der Atlan-Heftserie:

Ein Schlag gegen EVOLO

von Peter Griese

Bild

Innenillustration:

Bild


Handlung:

Handlung

Nach dem Zwischenspiel auf Siebenmond und der Kontaktaufnahme mit Herub Ghoran, dem Kommandeur des dailanischen Flottenverbandes, der in der Nähe des Ukenzia-Systems Position bezogen hat, nähert sich ein unbekanntes weißes, ballförmiges Flugobjekt mit 20 Metern Durchmesser und einer mehrere hundert Kilometer dicken Aura der STERNSCHNUPPE. Anima ist sich sicher, dass es sich bei dem Objekt nicht um EVOLO handelt. Das Objekt nähert sich unaufhörlich der STERNSCHNUPPE. Auch von Atlan angeordnete Kursänderungen macht es mit. Als die Lichterscheinung erlischt, wird das Objekt schnell als Traykon-Schiff identifiziert. Dharys nimmt auf psionischem Weg Kontakt auf und fordert die Schaltung einer Strukturlücke im Schutzschirm der STERNSCHNUPPE. Das Raumschiff, Don Quotte, Anima und auch Chipol drängen Atlan, dem Begehren stattzugeben. In der Zentrale wird ein rötlicher Paratronschirm aufgebaut, der eine Projektion des ehemaligen Daila umhüllt. Das Hologramm beteuert, dass keine Gefahr von ihm ausgeht. Auf Atlans Einwand, dass EVOLO Stabilisierungsprobleme hat, erklärt Dharys, dass die Ikuser bereits mit Erfolg an einer Dauerstabilisierung arbeiten. Der Daila warnt davor, gegen Yumnard, die Ikuser oder das Psionische Tor vorzugehen, was gleichbedeutend mit dem Untergang Atlans wäre. Atlan gibt den Feuerbefehl auf das Traykon-Schiff. Das Hologramm löst sich auf und das Traykon-Schiff flieht.

Obwohl Anima meint, dass Atlan einen schweren Fehler begeht, hält der Arkonide am Angriff auf das Psionische Tor fest. Während Atlan die letzten Geschehnisse auf Siebenmond in seinen Gedanken Revue passieren lässt, kommt er zu dem Schluss, dass er nur aus einem Grund so vehement gegen Animas Ansichten hinsichtlich der Bekämpfung EVOLOS auftritt – er liebt seine Orbiterin. Kurz darauf trifft er sich mit Herub Ghoran. Der Kommandant stellt Gotta und Rut Jeunen, Zom Parzik und Lomo Delvonk vor, die bei dem bevorstehenden Einsatz gegen das Psionische Tor eine Schlüsselrolle spielen werden. Atlan ist sich sicher, dass sich Dharys im Tor oder auf Yumnard aufhält. Ghoran überträgt dem Arkoniden das Gesamtkommando bei dieser Aktion. Atlan will äußerste Vorsicht walten lassen und Verluste so weit wie möglich vermeiden. Bevor der Angriff auf das Psionische Tor beginnt, unterhält sich Atlan noch auf der KERZENSCHEIN mit Promettan, dessen gesamte Familie sich an Bord des Schiffes aufhält. Der Traubeningenieur hat schon die Ikuser auf Yumnard darüber informiert, dass diese von den Daila abgeholt werden. Die einseitige Kontaktaufnahme ist über ein kleines Gerät erfolgt, das Promettan in seinem Schultergürtel mit sich führt.

Ein Zeitplan für den Angriff wird ausgearbeitet. Dabei arbeiten BPO-1 und die STERNSCHNUPPE eng zusammen. Am 14. Mai 3820 starten die DORA, die TACK sowie zwölf Kampfschiffe und der Transporter CERRI. Bei der Umrundung des Planeten Yumnard stellt Lomo Delvonk eine von dieser Welt ausgehende Gefahr fest. Die gewonnenen Ortungsdaten werden an die KERZENSCHEIN und die STERNSCHNUPPE überspielt. Die TACK setzt Don Quotte beim Psionischen Tor ab. Der Roboter findet eine Schleuse und dringt in das Tor ein. In der Beobachtungs- und Steuerzentrale ist das Rotlicht eingeschaltet und niemand anzutreffen. Auf einem der Bildschirme ist die Oberfläche Yumnards zu sehen. Ein verschwommenes Echo deutet auf energetische Aktivität und eine Metallansammlung hin. Don Quotte berechnet die Koordinaten dieses Phänomens und stellt fest, dass sie mit der Stelle übereinstimmen, an der Lomo Delvonk einen Gefahrenherd geortet hat. Der Roboter sucht die Hyperfunkanlage, um einen Funkspruch an Atlan abzusetzen. Doch bevor er sein Vorhaben in die Tat umsetzen kann, erscheint auf einem Bildschirm die Warnung, dass er getötet werden wird, sollte er den Sender aktivieren. Don Quotte aktiviert seinen Defensivschirm, was aber nicht verhindert, dass er von einem Traktorstrahl hochgerissen wird. Vier stählerne Arme verbinden sich mit den Energien seines Schutzschirmes und halten ihn fest. Auch als er das Feld abschaltet, entkommt er nicht dem Zugriff der Stahlarme. Eine weitere Meldung warnt ihn davor, weitere Energiesysteme einzuschalten, andernfalls würde er zerquetscht werden. Dharys scheint den Roboter zu beobachten. Nach einiger Zeit betritt ein Ikuser den Raum und macht sich an einem Schaltpult zu schaffen. Die Stahlarme werden zurückgezogen und der Roboter ist wieder frei. Olk bringt Don Quotte in einen kugelförmigen leeren Tank, in dem Jokar und Fjeddertan auf sie warten.

In der Zwischenzeit beginnt sich der verschwommene Fleck, den Delvonk aufgespürt hat, zu bewegen. Der Stern der Nacht hat die Systeme der TZUKU-PZAN aktiviert. Die TZUKU-PZAN gibt ihre bisherige Tarnung auf, hebt ab und beschleunigt in Richtung des kleinen dailanischen Verbandes. Der Stern der Nacht gibt den Feuerbefehl. Zwei Schiffe der Daila werden getroffen. Die Strukturzerrütter verursachen eine Zertrümmerung der Einheiten in mehrere Teile, die von Explosionen zerrissen werden. Ein drittes Schiff muss auf Yumnard notlanden.

Die sechs Staffelschirme der TZUKU-PZAN können das Wirkungsfeuer der Daila mühelos abwehren. Die Raumschiffe der Daila sind zum Rückzug gezwungen. Die TZUKU-PZAN setzt zwölf JIK-Roboter ab, die die Triebwerke der CERRI außer Funktion setzen. Das Flunderschiff aktiviert seinen vollen Raumortungsschutz und zieht sich in ein neues Versteck zurück.

Atlan und seine Gefährten rätseln über den unbekannten Angreifer. Der Extrasinn behauptet, dass das fremde Raumschiff den Hyptons zuzurechnen sei. Dharys hat einen genialen Schachzug getätigt. Er hat das Psionische Tor völlig desaktiviert. Der Standort des Flunderschiffes ist ihm längst bekannt gewesen. Seine Rechnung, dass die Hyptons den Abtransport der für sie so wichtigen Ikuser nicht zulassen werden, ist aufgegangen.

Ein Himmelfahrtskommando wird zusammengestellt. Ihm gehören Atlan, Herub Ghoran, Zom Parzik, Lomo Delvonk, Gotta und Rut Jeunen an. Anima bittet die STERNSCHNUPPE verlassen und auf die KERZENSCHEIN überwechseln zu dürfen, da sie dieses Unternehmen für Schwachsinn hält. Chipol begleitet sie. Ghoran übergibt das Kommando über die Flotte an Parla Singh.

Don Quotte und Olk bleiben im Psionischen Tor nicht untätig. Der Ikuser wird durch einen Metallring vor den Impulsen des Suggestivpotenzers geschützt und steht daher nicht unter der geistigen Kontrolle von Dharys. Sie beginnen, das Innere des Tores zu erkunden und werden von energetischen Schirmfeldern eingeschlossen.

Dharys nimmt Kontakt mit der TZUKU-PZAN auf. Er erklärt, dass er in seine Pläne einbezogen hat, dass das Flunderschiff den ersten Vorstoß der Daila unter Atlan abwehren würde. Er fordert Unterstützung bei dem bevorstehenden Kampf und der Verhinderung der Entführung der Ikuser. Der Daila bietet die Überlassung der Techniker an, wenn EVOLOS Stabilisierung vollendet ist. Der Stern der Nacht reagiert allerdings nicht darauf. Die Techniker an Bord der TZUKU-PZAN haben inzwischen eine Möglichkeit gefunden, das Psionische Tor zu zerstören ohne die TZUKU-PZAN zu gefährden.

Die DORA und die TACK kehren zur Hauptflotte zurück ohne eine Nachricht von Don Quotte aufgefangen zu haben. Das Psionische Tor hat sich in einen neuartigen Schutzschirm gehüllt, dessen Natur selbst Promettan unbekannt ist. Anima meldet sich aus der KERZENSCHEIN. Die augenblickliche Pattsituation findet sie gut. Atlan soll versuchen, die Besatzungen der CERRI und der POLOR zu bergen. Falls EVOLO erscheint, soll der Arkonide es ihr ermöglichen, mit ihm zu sprechen.

Olk, den die Positronik nicht als Eindringling ansieht, wird durch eine Strukturlücke aus der Halle gelassen. Das dahinterliegende stählerne Tor gleitet zur Seite und gibt den Blick auf zwei hyptonische Roboter frei, die auf Olk zurasen. Don Quotte beschleunigt mit Höchstwerten, zieht seine Waffen aus dem Verstecken im Fell und feuert auf die beiden Stahlmänner, die explodieren. Noch bevor das Tor wieder in seine Verriegelung zurückfallen kann, hat es Don Quotte passiert.

Eine Projektion von Dharys materialisiert vor dem nun wieder verschlossenen Tor. Die von dem Roboter abgefeuerten Strahlschüsse machen ihm nichts aus. Der ehemalige Daila teleportiert bis kurz vor Don Quotte und versucht diesen mit seinen telekinetischen Kräften hochzuheben. Der Roboter reagiert mit der Hochschaltung seines Gravoreglers. Don Quotte packt Olk und springt auf Dharys zu, der erneut teleportiert und verschwindet. Don Quotte und der Ikuser kehren in den kugelförmigen Tank zurück, wo Jokar und Fjeddertan das Flunderschiff auf einem Planetoiden lokalisieren konnten. Ein rotes Energiefeld und eine Wand aus Formenergie hindern die Ikuser und Don Quotte am Verlassen dieses Raumes.

Die TACK überspielt eine Nachricht an die STERNSCHNUPPE, die der Raumjäger aufgefangen hat. Die Sendung ist verstümmelt. Lomo Delvonk analysiert zahlreiche Impulse, die für ihn Gefahr bedeuten. Nach der Entfernung dieser Impulse kann die STERNSCHNUPPE die Nachricht entschlüsseln. Don Quotte hat darin Koordinaten übermittelt, die auf den Aufenthaltsort der TZUKU-PZAN hinweisen. Da die Positionsangaben unvollständig und nicht wiederherstellbar sind, ist es nicht leicht, den Standort des Flunderschiffes zu bestimmen. Doch durch ein Ausschlussverfahren kristallisiert sich schnell heraus, dass das Schiff auf einem Planetoiden gelandet sein muss. BPO-1, der die Nachricht ebenfalls übermittelt worden ist, stellt fest, dass eine Nachricht von Dharys auf Don Quottes Funkspruch gelegt worden ist. Dharys teilt mit, dass jegliche Aktion zu unterlassen ist. Ukenzia und die Ikuser werden von EVOLO als Eigentum betrachtet. Extrasinn, BPO-1 und STERNSCHNUPPE sind sich einig, dass Dharys blufft. Allerdings ist Eile bei der Evakuierung der Ikuser geboten. Die STERNSCHNUPPE mit Atlan, Ghoran, Zom Parzik, Lomo Delvonk, Gotta und Rut Jeunen fliegt jenen Planetoiden an, auf dem die TZUKU-PZAN vermutet wird. Das Diskusschiff ortet Streustrahlungen – das Flunderschiff ist gefunden. Die Teleporter bringen ihre Gefährten in das Innere der TZUKU-PZAN. Sie materialisieren in einem Tannenwald, einem Teil der Tarnvorrichtungen des Flunderschiffes. Gotta und Rut Jeunen konzentrieren sich bis ein Spalt im Boden des Raumes erscheint. Atlan deponiert eine Spezialbombe aus den Arsenalen der STERNSCHNUPPE im felsigen Gestein. Nachdem er die Fernzündungsanlage aktiviert hat, teleportiert ihn Herub Ghoran in einen technischen Sektor der TZUKU-PZAN, wo er eine zweite Bombe versteckt. Die Eindringlinge sind entdeckt worden, worauf der Lärm der Alarmsirenen hindeutet. Der nächste Sprengsatz verschwindet hinter einem Projektor der Tarneinrichtung. Ein weiterer Sprung endet mitten in zwei Gruppen von Stahlmännern, die sofort das Feuer auf den Daila eröffnen. Der Defensivschirm bricht zusammen und Herub Ghoran stirbt. Atlan ergibt sich den Robotern, denen er mit der Zündung der letzten Bombe droht. Der Stern der Nacht meldet sich und ist für Verhandlungen bereit.

Im Psionischen Tor bittet Don Quotte seine neuen Freunde, ihn an die Zentralpositronik des Tores anzukoppeln. Er überschüttet diese mit Informationen, bis sie die Datenflut an einen separaten Speicher umleitet. Dieser Vorgang ermöglicht es Don Quotte, Zugriff auf einen Teil der Informationsspeicher zu erlangen. Der Roboter kann die Sperre des Verstecks aufheben. Gleichzeitig findet er den Standort des Suggestivpotenzers heraus. Gemeinsam mit Olk macht er sich dorthin auf den Weg.

Der Stern der Nacht setzt Atlan darüber in Kenntnis, dass ihm die Platzierung von mindestens zwei Bomben bekannt ist. Die Hyptons informieren ihn auch über den Tod der beiden Teleporter und die Gefangennahme der Begleiter. Atlan schlägt ein Bündnis auf Zeit gegen EVOLO vor. Der Stern der Nacht besitzt die Möglichkeit, das Psionische Tor zu zerstören. Die Hyptons sind bereit, auf EVOLO zu verzichten, da sie dieses Wesen ohnehin nicht in den Griff bekommen können. Aber auf die Ikuser verzichten sie auf keinen Fall. Noch während des Gesprächs sendet Atlan einen Hyperfunkimpuls an Parla Singh, um die Flotte an Yumnard heranzuführen und die Ikuser zu evakuieren.

Die Traube bietet eine Transmitterverbindung zum Psionischen Tor an. Lomo Delvonk und Rut Jeunen dürfen Atlan begleiten. Gotta Jeunen soll als Rückversicherung an Bord der TZUKU-PZAN bleiben, bis Atlan die Bomben entschärft hat. Der Arkonide und die beiden Daila gehen durch das Abstrahlfeld des Transmitters und materialisieren im Psionischen Tor. Unmittelbar nach ihnen kommt auch ein Roboter der Hyptons an, der unter einem Arm einen zylindrischen Körper trägt, sofort losstürmt und in den Gängen verschwindet. Der Empfangstransmitter vergeht in einer schwachen Explosion. Die Hyptons melden sich auf einen Funkanruf hin und erklären, Gotta auf dem Planetoiden in ihrem Raumanzug auszusetzen, sobald die Bomben entschärft sind. Atlan strahlt die notwendigen Signale ab, die die Bomben bis auf eine entschärfen.

Don Quotte und Olk erreichen den Suggestivpotenzer. Der Roboter zerstört mit seiner Waffe mehrere Projektoren. Die Ikuser im Psionischen Tor, die auch an dem Gerät gearbeitet haben, schütteln die Beeinflussung ab. Dharys schwebt in einem Energiefeld heran. Er verschont Don Quotte und die Ikuser mit der Begründung, dass EVOLO Kräfte, wie sie von Atlan und Don Quotte verkörpert werden, braucht, besonders jetzt, da das Psionische Tor verloren ist. Die Umrisse des ehemaligen Daila beginnen zu verschwimmen. Lachend erklärt er, EVOLO gerufen zu haben.

Die Zentralpositronik des Tores meldet einen unlöschbaren Atombrand und ordnet die sofortige Evakuierung an. Atlan nimmt Kontakt auf. Die Hyptons haben an zwei Stellen den Atombrand gelegt. Parla Singh schickt ein Raumschiff, das die Kampfgefährten und die Ikuser an Bord nimmt. Während die Ikuser von Yumnard abgeholt werden, wird die CERRI repariert. Die JIK-Roboter werden aufgespürt und vernichtet. Der Atombrand erreicht die Energievorräte des Psionischen Tores. Die folgenden Explosionen und der Ausbruch unkontrollierter Hyperenergien stören für einige Sekunden alle Kommunikationssysteme. Yumnard wird längst geräumt sein, ehe die Energiewelle den Planeten erreicht. Die TZUKU-PZAN wird trotz ihrer Tarnschirme geortet. Das Flunderschiff fliegt Yumnard an. Atlan formiert die Kampfschiffe zu einem Angriff auf die Hyptons. Die TACK wird zu jenem Planetoiden geschickt, auf dem sich Gotta Jeunen befinden müsste. Die Flotte, unterstützt von der STERNSCHNUPPE riegelt den Planeten ab. Mit den Strukturzerrüttern können die Hyptons vier dailanische Schiffe mit leichten Schäden zum Abdrehen zwingen. Als Parla Singh den Abflug der Transporter mit den Ikusern nach Aklard meldet, stößt die TZUKU-PZAN mitten in einen Pulk der dailanischen Schiffe vor und erzielt vier Treffer. Von der TACK kommt die Meldung, dass Gotta Jeunen gefunden worden ist – allerdings ist sie tot. Atlan aktiviert die Zündung der letzten an Bord des Flunderschiffes verbliebenen Bombe. Die Explosion erschüttert das Raumschiff. Die Daila setzen sofort nach. Unter konzentriertem Feuer beginnen die Abwehrschiffe der TZUKU-PZAN zu flackern.

Als auch die STERNSCHNUPPE in den Kampf eingreifen will, verbietet es Atlan. Dadurch gelingt es der TZUKU-PZAN sich abzusetzen und im Raum zu verschwinden.

Anima und Chipol kehren auf die STERNSCHNUPPE zurück. Von dem Psionischen Tor existieren nur noch Trümmer. Die Flotte formiert sich zum Abflug. Dharys hat das Inferno mit Sicherheit überlebt, ist aber wie die Hyptons verschwunden. Eine mondgroße weiße Wolke erscheint im Ukenzia-System. EVOLO reagiert nicht auf die Kontaktversuche Atlans. Der Arkonide lässt von den Dailaschiffen das Feuer eröffnen. Anima ist sich sicher, dass der Arkonide wieder einen Fehler begeht. Tatsächlich lässt Atlan das sinnlose Feuer einstellen. Trotz hochgefahrener Schutzschirme steht Dharys plötzlich in der Zentrale der STERNSCHNUPPE. EVOLO spricht durch ihn zu Atlan. Die Entität hat noch 21 Tage Zeit bis zur nächsten Stabilisierung. Da sie den Arkoniden eventuell noch brauchen kann, verzichtet sie auf dessen Tod. Atlan erfährt, dass sich EVOLO, falls die Stabilisierung nicht gelingt, durch Absonderung von psionischen Paketen weiter ausbreiten wird. Diese Pakete, von denen ihn drei bereits verlassen haben, werden ihre eigenen Machtbereiche aufbauen und das Universum überschwemmen, womit sich der ursprüngliche Plan des Erleuchteten erfüllen wird. Atlan ist dann der Verursacher dieser Katastrophe.

Der obige Text und Bilder wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
Es is kein’ Ordnung mehr jetzt in die Stern’,
D’ Kometen müßten sonst verboten wer’n;
Ein Komet reist ohne Unterlaß
Um am Firmament und hat kein’ Paß;
Und jetzt richt’ a so a Vagabund
Und die Welt bei Butz und Stingel z’grund
(Johann Nestroy)
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Re: "EVOLO" (750 bis 7

Beitrag von Yman »

Lumpazie hat geschrieben: 13. Juni 2021, 09:27 Im Jahr 1986 erschien der Band 775 der Atlan-Heftserie:

Paradieswelt Siebenmond

von Marianne Sydow
Grauer Lord hat geschrieben: 13. Juni 2021, 15:46 Der kleine Fehler ändert aber nichts daran, dass „Paradieswelt Siebenmond“ für mich einer der besten Romane des Zyklus ist, in dem Marianne Sydow noch einmal ihren wohltuenden, magisch-mythischen Touch in die Serie einbringen konnte, der uns seit Band 700 begleitet. Auch schafft sie es, der Figur Anima, die ansonsten bloß langweilige Staffage war, seitdem sie ihren Status als lebendes Raumschiff verloren hat, wieder Leben einzuhauchen. Es ist schwer zu verstehen, warum eine so wichtige Figur bisher so stiefmütterlich geführt worden ist.
Diesen Anschlussfehler, dass uns ein Name bekannt geworden ist, den wir nach den Ewers-Romanen noch nicht kennen dürften, halte ich für nicht besonders tragisch. "Paradieswelt Siebenmond" ist auf jeden Fall ein Roman, der im Gedächtnis bleibt, was natürlich an Marianne Sydow liegt. Tatsächlich erwacht Anima bei ihr zu neuem Leben, auch wenn ich es nicht ganz so sehe, dass Anima meist nur langweilige Staffage war. Anima hatte immer so ihre Momente, aber eben auch inaktive Phasen. Die Handhabung von Figuren ist manchmal schwer nachzuvollziehen, wobei das Problem oft darin besteht, dass bestimmte Autoren sich schwer damit tun, Figuren mit nur wenig Text interessant zu gestalten.

Gute Autoren, wie z.B. William Voltz schaffen es immer wieder, mit wenigen Absätzen Interesse an einer Figur zu wecken. Allgemein wäre es mal interessant, die Schreibprozesse verschiedener Autoren zu kennen, besonders, welche Überlegungen sie zu den Figuren anstellen.

Grauer Lord hat geschrieben: 13. Juni 2021, 15:46 Die Szenerie auf der Paradieswelt gefällt mir gut, auch wenn letztlich alle Hintergründe im Dunkeln bleiben. Warum hier so viele Völker leben, bleibt der Phantasie überlassen. Ebenso was, wissenschaftlich betrachtet, hinter den Prophezeiungen stecken könnte, die Atlan betreffen. Dass er eine folgenschwere Fehlentscheidung treffen wird, wird sich klar auf die Aktion gegen das Psionische Tor beziehen. Ob EVOLO sich dadurch noch weiter aufsplittern wird?
Die Paradieswelt war letztlich weniger eine Urlaubswelt, wie ich zuerst dachte, auch nicht wirklich paradiesisch, sondern mehr ein Ort für eine spirituelle Reise. Die Prophezeiungen waren sehr mystisch, und vieles bleibt sehr rätselhaft, z.B. war Atlan der Meinung, dass es irgendwo jemanden gibt, der das Dasein der vielen Völker auf dem Planeten irgendwie aus dem Hintergrund steuert, und theoretisch muss es ja irgendeine Erklärung für alles geben. Der Planet wurde und wird ja anscheinend immer wieder mal von Raumschiffen angeflogen, nicht so oft, dass sich ein Raumhafen lohnen würde, aber auch nicht so selten, dass das Auftauchen eines Raumschiffes etwas Besonderes wäre. Auch das ist sehr rätselhaft.

Atlans geplante Aktion gegen EVOLO bzw. das Psionische Tor überrascht mich etwas. Damit hätte ich erst zu einem späteren Zeitpunkt gerechnet, denn ich muss Anima hier zustimmen: Wenn man EVOLO das Psionische Tor wegnimmt, verliert EVOLO an Berechenbarkeit, und das macht ihn womöglich noch gefährlicher. Es ist durchaus möglich, dass EVOLO sich dann in viele Splitter aufspaltet, die nicht unbedingt harmloser sein müssen als EVOLO als Ganzes.

Die eigentliche Spannung des Romans ergibt sich aus dieser Spannung zwischen Atlan und Anima, auch so eine Art Yin und Yang, wenn man will, und aus der Rätselhaftigkeit des Ganzen.
Grauer Lord hat geschrieben: 13. Juni 2021, 15:46 Für mich total interessant waren aber vor allem die Erinnerungen an Atlans gelöschte Erinnerungen: die Kristallprinz-Abenteuer - mainipuliert durch Fartuloon und einen Omirgos in Band 299. Die Abenteuer auf Ptohr und in der Schwarzen Galaxis - blockiert in Band 499 (ich glaube durch ES?); dazu die Erinnerungen an die Zeit hinter den Materiequellen, die ja kürzlich erst in PR wieder eine Rolle spielten. Für mich ist das eine Art Verbeugung vor den Atlan-Lesern und ihrer Lesetreue; und noch einmal ein stiller, aber trotzdem fulminanter Beitrag von Marianne Sydow. Das kann man sicher auch anders sehen, ist halt meine Meinung. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber es folgen glaube ich, jetzt nur noch zwei weitere Atlan-Hefte von Marianne bis Band 800.
Ich fand das auch alles sehr interessant, und es bleibt auch der Eindruck, dass man als Atlan-Leser ernst genommen wird. Atlans Geschichte ist wichtig, nur schade halt, dass die Serie bald zu Ende ist und auch von Marianne Sydow darin nur noch wenige Romane kommen. Atlan 795 war ihr letzter. Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Stille Romane müssen nicht schlecht sein, wenn es den Autoren gelingt, Interesse zu wecken, was hier eindeutig der Fall ist. Da habe ich den letzten Doppelroman von Ewers ganz anders in Erinnerung. Nichts gegen einen Ewers in Bestform, aber hier und da hätte ich in letzter Zeit lieber noch etwas mehr von Marianne Sydow gelesen.
Grauer Lord
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Grauer Lord »

Vielleicht lag es ja an der Hitze, aber „Ein Schlag gegen EVOLO“ ist für mich ein enttäuschender Roman von Peter Griese, der seit einigen Heften (ausgenommen 750) für mich kaum noch wieder zu erkennen ist. Auch dieser Roman ist kein wirklicher Vergleich zu den starken, kosmischen Momenten, die er im SOL-Zyklus geschildert hat. Fesseln konnte mich gerade noch die Szene am Anfang, als es um die vergiftete Chemie zwischen Atlan und Anima ging; und vielleicht auch noch sein Grübeln über frühere Beziehungen, wie zu Tyari und Sarah Briggs. Obwohl es Atlan auf der Paradieswelt geweissagt wurde, ist er dann trotzdem voll dabei, mit Sturheit und einem Angriff auf das Psionische Tor größeres Unheil zu stiften. Anima erscheint da vernünftiger, auch wissender, dass im Fall EVOLOS Verstand und Herz/ Empathie vonnöten sind.

Das ganze Hin und Her mit Don Quotte, Dharys und den Ikusern hat mich nicht fesseln können. Das Flunderschiff der Hyptons ist zumindest eine ganz innovative Erfindung, wenngleich ganze Baumgruppen und Wälder als Tarnung schon etwas merkwürdig erscheinen, wenn man sich ja auch mit energetischen Täusch-Bildern tarnen könnte. Auf der völlig verpixelten RZ ist selbst mit der Lupe nichts von diesen Einrichtungen zu sehen.

Was von der düsteren Prophezeiung EVOLOS am Ende zu halten ist, werden wir noch sehen. Dass er sich mit unzähligen Fragmenten über den ganzen Kosmos ausbreiten wird, ist nicht anzunehmen. Bereits jetzt kann man wohl sicher sein, dass
Anima an der Stelle noch eine große Rolle spielen wird. Und dass Gewalt gegen das Psi-Geschöpf nicht zum Ziel führt.
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