"EVOLO" (750 bis 799)

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Lumpazie
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Lumpazie »

Grauer Lord hat geschrieben: 21. November 2021, 10:53 ........Die Heldenfixierung, die in der PR-Serie in den letzten Jahren immer mehr überhand genommen hat, hat mir noch nie gefallen. Es müssen auch Figuren vom Spielfeldrand eine Chance bekommen, was oft viel reizvoller und nicht so platt-eindimensional ist, wie der Held, der alles fügt und dem sowieso nichts passieren kann. Meine Meinung.
Das finde ich interessant als Ansicht. Zu der Zeit, als der Roman geschrieben wurde, war das ein ganz großer Kritikpunkt der Fans. Das zu viele Nebenfiguren die Handlung bestimmen und der eigentliche Namensgeber der Serie - Perry Rhodan - fast nicht mehr im Vordergrund steht. Als Folge davon versetzte man Perry Rhodan dann im Tarkanzyklus an die vorderste Front und die Zyklen darauf kam es Unsterblichkeitssterben (was für eine Wortschöpfung :rolleyes: ).

Und heute wären wir dankbar dafür, wenn mal einige Nebenfiguren etwas mehr Raum bekommen würden, da bin ich ganz bei Dir, Grauer Lord. :-))
Grauer Lord hat geschrieben: 21. November 2021, 10:53
Erscheinungsmonat des Heftes ist laut Impressum am Schluss übrigens der Januar 1987.
Verflixt - etz habe ich den Übergang zu 1987 doch verpasst - die ganzen Romane vorher habe ich immer geguckt, weil ich wusste, der Wechsel bevorstand. Sorry - beim nächsten Roman denke ich dran.
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Grauer Lord »

Hallo Lumpazie, das ist natürlich off-topic, wie man so schön sagt, aber trotzdem nochmal zu deiner Anmerkung: Für mich war die fast komplett perrylose Phase zwischen Band 1250 und 1299 definitiv eine der schönsten Abschnitte. Der Aufbruch der Vironauten nach ESTARTU, viele spannende neue Figuren wie Stalker, Salaam-Siin, die Ewigen Krieger oder der Elfahder Volcayr, dazu immer neue „Wunder“ der 12 Galaxien, die geheimnisvollen Nakken usw. Dazu genug Raum für Julian Tifflor oder Ronald Tekener, an maßgeblicher Stelle Rätsel zu lösen. Vom phantastischen, packenden Aufkommen der Kartanin mal ganz zu schweigen. Es ist kaum zu fassen, wieviel an Kreativität damals in einen so kurzen Abschnitt investiert worden ist.
Für den großen Meister Perry blieben die wirklich großen Dinge, in diesem Fall die Antwort-Verweigerung am Berg der Schöpfung, die Verbannung durch die Kosmokraten. Für mich persönlich war die Figur Rhodan immer nur der Türöffner, der namensgebende Wegbereiter für eine endlose Story über die Menschheit in der Zukunft, die sich dann etwa als Terra-Patrouille, an Bord der SOL oder in der schwarmverdummten Galaxis bewähren muss. Eine superheldenähnliche Figur an der Spitze, die sich selber ständig in Einzelabenteuer stürzen muss, habe ich nie in ihm gesehen. Deshalb ist mir die Erstauflage seit einigen Jahren auch etwas fremd geworden.
Dass eine starke Fixierung auf die Hauptfigur gut gehen kann, zeigt nach wie vor die Naupaum-Episode (unvergesslich der „Markt der Gehirne“), dass der Ansatz schief gehen kann, erkennt man im langweiligen Tarkan-Zyklus. Eine gelungene Synthese sehe ich z.B. im Thoregon-Zyklus.

Bei Atlan lief es ja zyklusbedingt oft ein bisschen anders: Vom Lordadmiral im Hintergrund der USO, der seinen Spezialisten viel Raum für bunte Abenteuer ließ, über den strikt Atlan-bezogenen Ansatz beim Kristallprinzen und auch auf Pthor. Ähnlich der SOL-Zyklus; in Manam-Turu wurde dann aber wieder mal ein Kapitel aufgeschlagen, das auch Platz für andere Figuren ließ. Mir hat das - alles in allem - gefallen.
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Lumpazie »

Ein bisschen Off-Topic darf es schon mal sein - Kollege Yman wird es uns verzeihen und sonst postet hier eh fast keiner. Was den Vironautenzyklus und seinen Nachfolger "die Gänger des Netzes" betrifft, bin ich voll bei Dir. Ich fand, das die Exprokraten Ernst Vlcek mit Kurt Mahr ihre Blütezeit hatten (gefolgt von den Cantaros, den Tarkanteil vergessen wir mal schnell :rolleyes:). Gerade die Mächtigkeitsballung von ESTARTU und Ihre Abwesenheit - dieser ganze Komplex mit dem dritten Weg faszinierte mich damals sehr.

Jetzt aber wirklich wieder zurück zu Atlans Abenteuer. :st:
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Scrooge »

@ Lumpazie und Grauer Lord
Das ist interessant, ich habe fast das Gleiche gestern im Chaotarchen-Thread gepostet, ebenfalls mit Verweis auf den Vironautenzyklus. Ich stimme euch vollumfänglich zu, insbesondere auch bez. der Probleme, die mit einem "Perry Superstar" einhergehen.

Ich freue mich übrigens, dass Ihr (auch du, lieber Yman) den Thread fortführt, also auch die Bände nach 800 bespricht. Ich schätze diesen Thread sehr und würde gerne mitposten, doch mittlerweile ist es zu lange her, dass ich die Romane gelesen habe und mir wird leider die Zeit fehlen, systematisch die Romane wieder zu lesen.
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Lumpazie
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Lumpazie »

@Scrooge

Aber wenn Dich beim Mitlesen sie Erinnerung überkommt - dann poste das ruhig hier, wenn Du es erwähnenswert findest. Oft kann sowas einen Denkanstoß für eine neue Diskussion oder Sichtweise der Romane geben. Wir haben nix dagegen - auch wenn Du nur in Nostalgie schweifen würdest ;)
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Lumpazie »

Im Jahr 1987 erschien der Band 796 der Atlan-Heftserie:

Colemayns zweites Leben

von Hans Kneifel

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Innenillustration:

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Handlung:

Nach seinem Verschwinden von Tobly-Skan erwacht Fartuloon. Er ist nicht wie vorgesehen im Zeitversteck der Calurier angekommen. Die Landschaft, in der er sich nun aufhält, wirkt gepflegt, allerdings auf merkwürdige Art künstlich. Er nennt diese Welt Trostlos. Die Pflanzen sehen, näher betrachtet, wie aus Plastik gegossen aus. Es gibt auch keinerlei Gerüche. In den Lüften sind neben Vögeln auch Flugsaurier unterwegs, was seiner Erfahrung widerspricht. Auf einer Welt mit Vögeln gibt es keine Flugsaurier mehr. Die Saurier, die sich am Waldrand blicken lassen, wirken wie die Arbeit eines Designers.

Fartuloons Körper ist erschöpft und schmerzt nicht nur in den Gelenken. Er macht sich auf den Weg zu Ruinen, die ebenfalls künstlich wirken. Große Vögel nähern sich. Fartuloon macht die Waffe bereit, deren Kontrolllampe der Energiezelle flackert. Die Raubvögel gehen zum Angriff über. Ein Energiestrahl trifft einen der Vögel. Der Bauchaufschneider meint, schmorenden Kunststoff zu erkennen. Der typische Geruch nach Aas fehlt bei den Vögeln.

Fartuloon betritt einen Turmbau, der für eine Ruine überraschend sauber und frei von Staub ist. Er findet eine Sanitärzelle sowie eine federnde Fläche, die er als Bett benutzen kann und eine Art Herd. Alles wirkt so, als sei es gerade aufgestellt worden. Der Calurier verabreicht sich ein Schlafmittel. Ein Schrei weckt ihn. Im Licht seines Handscheinwerfers findet er ein großes Tier mit kantigem Schädel, großen Ohren und zwei Pranken mit stählern glitzernden Krallen. Wieder flackert die Ladekontrollleuchte. Fartuloon feuert einen Warnschuss ab. Das Raubtier stürzt auf den Calurier zu. Der zweite Schuss scheint nur mehr die halbe Energie zu besitzen. Trotzdem reicht es, der Bestie den Schädel zu spalten und den Körper zu verbrennen.

Den Durchgang des Schlafraumes verschließt Fartuloon nun mit den beiden massiven Türhälften, die zum Zeitpunkt seines Einschlafens noch nicht da waren. Obwohl er auf Tobly-Skan ein volles Energiemagazin mitgenommen hat, ist es jetzt beinahe leer. Er öffnet die Tür und kann keine Überreste des getöteten Raubtieres entdecken.

Fartuloon beginnt nun, die Ruinen näher zu untersuchen. Er findet beschriftete Steinplatten, deren Zeichen er aber nicht lesen kann. Auf einer der Platten steht sein Name in der Schrift der Daila. Ein klickendes und summendes Geräusch führt ihn in einen Hof, wo in einer wuchtigen Astgabel eines Baumes ein halb zerstörter Roboter hängt. Mit dem Skarg hackt er den Ast ab und der Robot stürzt auf den von Moos bedeckten Boden. Er spricht einige sarkastische Sätze in Interkosmo. Fartuloon versucht in den nächsten Stunden, den Roboter halbwegs instand zu setzen.

Am nächsten Morgen verlassen Fartuloon und Geselle den Turm. Der Roboter trägt den Raumanzug und die spärliche Ausrüstung des Caluriers. Die beiden Gefährten arbeiten sich durch sumpfiges Gelände zu einem Hügel vor, aus dem sich Antennen und Kuppeln erheben. Mammutähnliche Kolosse kreuzen ihren Weg, die von einem Rudel riesiger Wölfe mit weißem Fell gejagt werden. Einige der Riesenwölfe greifen auch Fartuloon und Geselle an. Der Bauchaufschneider setzt das Skarg ein, während der Roboter mit beiden Fäusten die Schädel der Angreifer bearbeitet. Der riesige Leitbulle der Mastodonten zieht die Aufmerksamkeit der Wölfe auf sich. Das verschafft Fartuloon eine Atempause. Nach dem Ende des Kampfes zieht der Bulle mit seiner Herde weiter.

Am Fuß des Hügels treffen Fartuloon und Geselle auf eine humanoide Gestalt, die bald hinter einem Busch verschwindet. Der Bauchaufschneider entdeckt ein stark verwittertes Holzschild mit der Aufschrift »Zum Anima Inn«. Im Inneren des kleinen, in den Hang gebauten Hauses, stehen merkwürdig geformte Flaschen, die kühles, mit Kohlensäure versetztes Wasser enthalten. Weiter auf dem Weg zur Spitze des Hügels erhebt sich ein Torbogen mit der Aufschrift »Das Psionische Tor«. Hinter dem Tor erheben sich vier barackenähnliche Gebäude, die eine leere Fläche umschließen, auf der ein Säulenstumpf, eine Kugel und mehrere Würfel stehen. In einem der Gebäude finden Fartuloon und Geselle Leitungen, Schalter und verschiedenste Werkzeuge, bedeckt von einer dicken Staubschicht. In den anderen Bauten gibt es eine Positronik mit Terminals, Hyperfunkgeräte und weiteres Werkzeug. Stunden später ist es Fartuloon gelungen, eine Energiezentrale in Betrieb zu nehmen. In der Zwischenzeit hat Geselle einen Raum bewohnbar gemacht und einen Vorratsschrank mit Konserven gefunden. In der Nacht zieht ein Gewitter auf. Schlangenähnliche Reptilien greifen Fartuloon und Geselle an. Mit äußerster Konzentration gelingt es dem Bauchaufschneider, mit dem Skarg ein Schutzfeld vor sich zu errichten. Geselle teilt Stromschläge mit zwei Kabeln aus, deren energieführende Enden blank liegen. Ein fleischfressender Saurier stürzt sich auf die Schlangenwesen, die die Flucht ergreifen. Die vom Skarg erzeugte Energiefläche bricht zusammen. Der Saurier kämpft weiterhin mit den Schlangen auf dem Platz zwischen den Bauwerken. Neben dem Tier taucht erneut die große, schlanke Gestalt auf. Die kämpfenden Tiere entfernen sich und die Gestalt verschwindet.

Da er sowieso nicht mehr schlafen kann, macht sich Fartuloon daran, Geselle zu reparieren. Bis zum Mittag des nächsten Tages sind Beine, Arme und der Brustkasten wieder wie neu. Fartuloon kann einen Schutzschirm über den Anlagen errichten. Die Hyperfunkanlage kann er aber nicht in Betrieb nehmen. Auch die Instandsetzung Geselles schreitet voran.

Der Roboter weckt Fartuloon mitten in der Nacht. Beim Torbogen ist wieder die Gestalt aufgetaucht. Geselle identifiziert sie als Dharys. Der Bauchaufschneider beauftragt Geselle, die Funkgeräte zu reparieren. Als Fartuloon eines der Gebäude betritt, schalten sich alle Bildschirme in. Auf ihnen ist zu lesen, dass er ein Versprechen gegeben hat, EVOLO zu helfen. Dharys sieht den Moment für gekommen. Fartuloon soll den Hinweisen folgen und EVOLO aufsuchen. Da eine Funkverbindung weder mit Atlan oder jemand anderen hergestellt werden kann, widmet sich Fartuloon der Wiederherstellung von Geselles Positronik.

An der Außenseite des Schutzschirmes beginnen lange Ranken emporzuwachsen. Auf den Bildschirmen erscheint eine weitere Nachricht: Fartuloon soll einen Weg finden, um EVOLOS Schätze zu entdecken. Er soll auch den verlorenen Bruder mitbringen. Auch eine Warnung vor den Abtrünnigen flimmert über die Schirme.

Stunden vergehen, in denen Geselles Positronik Fortschritte macht. Ein mardergroßes Tier überbringt dem Bauchaufschneider eine Schriftrolle, die die bereits bekannten Bitten und Aufforderungen enthält. Der seltsame Bote verschwindet in der Dunkelheit. Fartuloon entfernt einen anscheinend fremden Baustein aus Geselles Positronik. Das Programm, das für die Verhaltensstörungen des Roboters verantwortlich war, stellt seinen Betrieb ein. Geselles Zustand und sein Erinnerungsvermögen erholen sich langsam, während das Rankengewirr um den Schutzschirm immer dichter wird.

Geselle erinnert sich, zuletzt Don Quotte genannt worden zu sein. Er berichtet Fartuloon nun von Chipol, Bathrern und Krelquotten, die auf Tobly-Skan von Pzankur gefangen gehalten worden waren. Außerhalb des Energiefeldes wird eine Gestalt sichtbar. Geselle schaltet einen Teil des Schutzschirmes ab. Fartuloon folgt der Gestalt von Dharys, die sich entfernt. Zwei riesige Mastodonten greifen den Bauchaufschneider an und zwingen ihn zur Rückkehr in die Station. Geselle erinnert sich nun an den Augenblick, als er von einem Schemen seiner Fellhaut verlustig wurde, ihm ein Arm abgerissen, ein Bein zerbrochen und ein Ortswechsel durchgeführt wurde. An mehr kann er sich nicht erinnern. Anscheinend ist ihm danach von seinem Entführer ein Arm wieder eingesetzt und jener Bauteil in seiner Positronik platziert worden, der für die Verwirrung Geselles gesorgt hat. Bei dem Entführer dürfte es sich um Pzankur gehandelt haben.

Fartuloon kommt zu dem Schluss, auf EVOLO zu warten, der je weiß, wo der Bauchaufschneider zu finden ist. Ihm selbst sind ja die Hände gebunden. Der Calurier stellt seine Ausrüstung griffbereit zusammen. Der Roboter bewaffnet sich mit einer selbst zusammengeschweißten Doppelaxt. Unter ohrenbetäubendem Lärm beginnt die Erde zu beben und die Gebäude der Station einzustürzen. Der Schutzschirm um das »Psionische Tor« bricht zusammen, dann verschwinden die Trümmer und der Staub ebenso wie die Ranken spurlos. Auch die Bauwerke und Bäume lösen sich auf.

Im Licht der Morgensonne wandern Fartuloon und Geselle durch das den Hügel umgebende Grasland, das von Vögeln, Sauriern und anderem Getier bewohnt wird. Dharys erscheint und zieht sich winkend in Richtung eines kleinen Tafelbergs zurück. Auf dem Weg dorthin werden der Bauchaufschneider und sein Begleiter von Tieren nicht angegriffen. Plötzlich tauchen drei rinderähnliche Tiere mit einem Geweih und einem Schwanz, an dem dreieckige, weiße knöcherne Haken sitzen, auf und greifen an. Geselle durchtrennt einem der Tiere mit einem wuchtigen Hieb mit seiner Axt das Rückgrat. Innerhalb weniger Sekunden erlegt der Roboter das zweite Tier, während das dritte das Weite sucht.

Auf einem Felsvorsprung ist eine kleine Gestalt zu sehen, ein kleiner Junge, unfertig wirkend. Von der Felswand lösen sich Platten und größere Stücke, die zu Boden stürzen und in Splitter auseinanderbrechend sich zu gefährlichen Geschossen entwickeln. Als das Getöse verstummt, bewegen sich die Bruchstücke nur mehr in Zeitlupe fort. Dharys steht zwischen den Büschen und ist für diesen Effekt verantwortlich. Als sich der Staub legt und die letzten Bruchstücke zu Boden gesunken sind, verschwindet Dharys wieder. Der Junge mit dem Kraushaar sitzt unverändert an seinem Platz. Fartuloon und Geselle klettern zu dem Felsvorsprung. Der einer Puppe gleichende Junge behauptet, die körperliche Projektion EVOLOS zu sein. Fartuloon wird nun einiges klar. Trostlos scheint eine Art Spielzeugwelt zu sein, in der das Kind EVOLO den Umgang mit der Wirklichkeit lernt. Der Junge konfrontiert den Bauchaufschneider mit der Frage nach der versprochenen Hilfe. Außerdem berichtet er von der Abspaltung der Psionischen Pakete Pzankur, Zattzykur und Aytakur und den Problemen, die EVOLO vor allem mit Pzankur hat. Fartuloon sieht die Lösung im Planeten Barquass. Nur dort können die Probleme gelöst werden. Als Dank für seinen Rat garantiert EVOLO, dass Fartuloon und seinem Begleiter nichts Lebensbedrohendes zustoßen wird. Zwei extrem helle Punkte entstehen über der Landschaft von Trostlos. Alles löst sich in unzählige Punkte auf, die auf EVOLO zustreben und in den Jungen eindringen. Fartuloon will auf schnellstem Weg den scheinbar sicheren Boden erreichen, der nur mehr aus Stein und Geröll besteht. Dharys erscheint und nähert sich dem Jungen. Ein Traykon-Raumschiff entsteht aus einem der beiden Energiebälle in der Luft und schwebt auf den Felsen zu. EVOLO und Dharys bewegen sich blitzschnell zu dem Schiff, das beschleunigt und sich entfernt.

Auf Trostlos fallen die Temperaturen und die Luft beginnt langsam zu vereisen. Der zweite Energieball rast auf Fartuloon und Geselle zu, hüllt sie ein und raubt dem Bauchaufschneider das Bewusstsein. Als er wieder zu sich kommt, hat er den Körper Colemayns. Neben ihm befindet sich Geselle in einem erbärmlichen Zustand. Colemayn ist nun in Alkordoom auf dem Planeten Thorrat.

Der obige Text und Bilder wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Grauer Lord »

Der Kneifel-Roman „Colemayns zweites Leben“ bereitet schon mal vor, was demnächst auf die Leser zukommt: die Rückkehr nach Alkordoom. Jener Galaxis, die wir in Band 699 überstürzt verlassen haben; und die wir nach anfänglichen Aussagen Peter Grieses eigentlich nicht noch einmal besuchen sollten.

Im Heft wird (recht langatmig) geschildert, dass Fartuloon nach seinem Verschwinden durch den Omirgos auf Tobly-Skan nicht in seinem Zeitversteck bei den langbeinigen, schlanken Frauen und dem Rotwein herausgekommen ist. Ihn hat es vielmehr in eine Traumwelt bzw. die Projektion eines Planeten verschlagen, dessen Künstlichkeit von den ersten Zeilen an klar ist. Ihm zur Seite: Der humorvolle und beschädigte Roboter Geselle, hinter dessen verbeulter Karosserie sich Blödel-Schwiegermutter-Don Quotte verbirgt. Es wird viel mit Sauriern & Co. gerungen und im kneifelschen Stil die „Natur“ geschildert, bis es am Ende auf den letzten Seiten zum Zusammentreffen mit EVOLO in Gestalt eines Kindes kommt. Das Psi-Geschöpf macht sich Sorgen um die drei Pakete, die ihm entschlüpft sind. Zattzykur, der verschwunden ist, Pzankur, der in Manam-Turu rebelliert. Und Aytakur - von dem schonmal die Rede war und der Alkordoom als Ziel hatte. Das alles ist schon ganz interessant geschildert, aber nicht unbedingt spannend. Ein ruhiger Roman vor dem großen Knall in 799.

Kurz vor dem Finale nächste Woche, bei dem die positive Vergalo-Abspaltung Guray, der Planet Barquass sowie Anima wichtig sein werden, schickt EVOLO Fartuloon und Geselle in weiser Voraussicht an den zukünftigen Schauplatz, nach Alkordoom. Fartuloon erwacht hier wieder in Gestalt des Sternentramps Colemayn. Ob das der entsprechende Körper aus dem Zeitversteck ist, oder eine auf EVOLOS Psi-Macht zurückgehende Projektion oder Ähnliches, bleibt offen. Der Schauplatz ist jedenfalls der Hinterwäldlerplanet Thorrat, eine Welt einfacher Bauern und Hirten, auf denen es damals (Band 679) zum ersten Kontakt zwischen Atlan und dem angeblichen Evroner Colemayn kam; und nebenbei auch noch ANIMA geborgen wurde. Allerdings liegt Thorrat im Sektor Mesanthor, dem „Sumpf“ genannten Bezirk der früheren Facette Zulgea von Mesanthor. Und nicht wie am Ende des Romans geschrieben im Bereich Ordardor der Facette Gentile Kaz. Aber was soll‘s, für alle Beteiligten lag die Handlung dort ja schon eine ganze Weile zurück …..

Im Extrasinn orakelt Peter Griese schonmal ordentlich über Hinterlassenschaften des Erleuchteten in Alkordoom, eine Verbindung mit Manam-Turu - und bringt die Frage ins Spiel, ob wir es jetzt mit der Gefahr zu tun bekommen, vor der sich
die Kosmokraten so sehr fürchten. Das hat mich damals schon sehr neugierig gemacht.

Das TiBi von Jonny Bruck zeigt übrigens einen hervorragend dargestellten Bauchaufschneider Fartuloon mit Brustharnisch, gezücktem Skarg und stilechter Kombi aus Bart und Glatze!
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Yman »

Lumpazie hat geschrieben: 20. November 2021, 04:17 Im Jahr 1986 erschien der Band 796 der Atlan-Heftserie:

Die Tage der Chadda

von Arndt Ellmer
Grauer Lord hat geschrieben: 21. November 2021, 10:53 „Aber das, was mir jetzt widerfuhr, war ein Schicksal, das ich nicht verdient hatte. Ich war zum bloßen Zuschauer degradiert.“

Wahre Worte, die Atlan da im fulminanten Band 797 „Die Tage der Chadda“ von Arndt Ellmer durch den Kopf gehen. Denn während sich in Manam-Turu die Puzzlestücke allmählich zur großen Auflösung der vielen Themen seit Band 700 zusammenfügen, dümpelt unser Arkonide mit der STERNSCHNUPPE durchs All und ist - vorsichtig gesagt - nicht wirklich auf Ballhöhe. Mutig für eine Abenteuerserie, die ja seinen Namen trägt; dass Anima , Dschadda-Moi, der Berg Cirgrum und andere die vielen wichtigen Dinge vorantreiben, finde ich aber gut. Die Heldenfixierung, die in der PR-Serie in den letzten Jahren immer mehr überhand genommen hat, hat mir noch nie gefallen. Es müssen auch Figuren vom Spielfeldrand eine Chance bekommen, was oft viel reizvoller und nicht so platt-eindimensional ist, wie der Held, der alles fügt und dem sowieso nichts passieren kann. Meine Meinung.
Du sprichst mir hier ganz aus der Seele, aber Atlan hatte in diesem Roman dennoch einen Auftritt, mit dem ich zufrieden war. Atlan wurde klassisch in der Ich-Form dargestellt, und er zeigte sein typisches kämpferisches Verhalten (im Nahkampf an Bord der STERNSCHNUPPE). Dass die Ereignisse ein wenig oder mehr an ihm vorbeiliefen und er keinen Einfluss hatte, ist nicht schlimm, im Gegenteil! So gefällt mir das. Die anderen Figuren stehen nicht am Rand, sondern im Mittelpunkt, und es kommt etwas in Bewegung.

Mit den Ereignissen auf Cirgro mit dem Berg Cirgrum, der einen Evolutionssprung vollzieht, zeigt sich die Galaxis Manam-Turum einmal mehr als mystischer psi-umwitterter Ort. Selten wurde in der Serie so gelungen mit dem Thema Psi umgegangen wie in diesem Zyklus. Es wird auch noch mal gezeigt, dass Psi-Kräfte auch einen entsprechenden Charakter erfordern, wenn sie nicht zum Untergang führen sollen. Das ist natürlich auch eine klare Anspielung auf die Krell(quotten) aus "Alarm im Weltraum", deren Psi-Kräfte über Nacht den Untergang brachten, weil ihre geistige Reife nicht ihren Kräften entsprach. In dieser Hinsicht ist der Roman absolut überzeugend.
Grauer Lord hat geschrieben: 21. November 2021, 10:53 EVOLO wird aus Animas Sicht erneut als „nicht böse“ dargestellt, er sei nur in Manam-Turu möglich gewesen, wo es in der Natur mehr Psi-Komponenten gegeben hat, als anderswo (und was ist mit Alkordoom, frage ich mich da??). Dazu kommt der prägende Einfluss dieser Katastrophe auf zahllose Völker Manam-Turus, für die beispielhaft die Bathrer von Cairon und die Daila stehen. In der Gegenwart fügen sich Geistes-Kollektive der Bathrer und der Krelquotten zu sogenannten LINKS zusammen, Dschadda-Moi „opfert“ sich in einer zu Herzen gehenden Szene und geht buchstäblich in jedem Einzelnen ihres Volkes auf. Die Evolution des Berges Cirgrum (ist das jetzt schon eine Superintelligenz?) ist ganz großes kosmisches Kino!
Wenn so etwas wie in diesem Roman gut geschrieben ist, ist es wirklich großes Kino. Ob der Berg nun eine Superintelligenz ist? Ich glaube nicht, nur ein "höheres Wesen". Ich denke, es gibt da etliche Zwischenstufen zwischen einem einzelnen Krelquotten und einer ausgewachsenen SI. Dass EVOLO nicht böse ist, ist relativ. Was ist böse? Die Absicht, oder das Tun? EVOLO ist für den Tod vieler Wesen verantwortlich, aber für den Leser wird die Sache moralisch etwas vereinfachend dargestellt: Nur noch ein eigenständig gewordener Teil von EVOLO, Pzankur, ist böse. Irgendeinen Feind muss es ja am Ende geben, den man klassisch besiegen kann.
Grauer Lord hat geschrieben: 21. November 2021, 10:53 Das EVOLO-Paket Pzankur wirkt dagegen jetzt schon etwas mickrig, in einer tollen Szene setzt Anima ihre Kraft ein und lässt eines von Pzankurs Geschöpfen regelrecht zerbröseln. Es wirkt schon so, als,ob Pzankur, der sich ja in der Hypton-Galaxis eine Abfuhr geholt hat, das schwächste der drei von EVOLO abgespaltenen Komponenten ist. Die entsprechende Handlung mit seinen Phantomen und Schemen sowie die Entführungen nach Tobly-Skan fand ich in den letzten Wochen auch echt schwach. Aber was soll’s, jetzt geht’s in die letzten beiden Wochen dieses Zyklus.
Ja, stimmt, das war alles etwas schwach, aber es ist immer noch besser, sprich überzeugender und glaubwürdiger als all das Übertriebene, was sonst oft am Ende eines Zyklus aufgefahren und in einer unglaubwürdigen Wendung gegen alle Wahrscheinlichkeit doch noch besiegt wird.
Grauer Lord hat geschrieben: 22. November 2021, 14:57 Für mich war die fast komplett perrylose Phase zwischen Band 1250 und 1299 definitiv eine der schönsten Abschnitte. Der Aufbruch der Vironauten nach ESTARTU, viele spannende neue Figuren wie Stalker, Salaam-Siin, die Ewigen Krieger oder der Elfahder Volcayr, dazu immer neue „Wunder“ der 12 Galaxien, die geheimnisvollen Nakken usw. Dazu genug Raum für Julian Tifflor oder Ronald Tekener, an maßgeblicher Stelle Rätsel zu lösen. Vom phantastischen, packenden Aufkommen der Kartanin mal ganz zu schweigen. Es ist kaum zu fassen, wieviel an Kreativität damals in einen so kurzen Abschnitt investiert worden ist.
Finde ich auch. Mir gefällt die Phase 1250-1299, aber auch 1200-1250 sehr gut. Es ist sicher nicht ganz einfach, da jetzt Parallelen zu ATLAN zu ziehen, aber ich denke, dass es PR-Zyklen gibt, die dem Flair der ATLAN-Serie am nächsten kommen, und diese Phase gehört sicher dazu.
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Lumpazie
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Lumpazie »

Im Jahr 1987 erschien der Band 799 der Atlan-Heftserie:

Das Psionische Komplott

von Peter Griese

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Handlung:

An Bord der STERNSCHNUPPE wacht Atlan nach einer kurzen Ruhepause mit der durch seinen Extrasinn gestärkten Vermutung auf, dass etwas Fremdes sein Bewusstsein berührt und dabei hinter einer Blockade eine Nachricht abgelegt habe. Indem er die Geschehnisse der letzten Zeit rekonstruiert, gelingt es Atlan, diese Blockade aufzuheben. Die Nachricht weist ihn nachdrücklich darauf hin, dass er sich als Sieger fühlen werde. Dieser Sieg werde aber in Wirklichkeit eine Niederlage sein, was sich ihm offenbaren werde, falls er wahrhaftig kosmisch denke. Außerdem wird Atlan dazu aufgefordert, den LINK-Gedanken zu ergründen. Er sei das Steuer-LINK und soll sich nach Barquass begeben.

Mit einer flugfähig gemachten Desensibilisierungsfunktion (kurz: DSF) machen sich Atlan und Jaka Jako auf den Weg nach Barquass. Jaka sorgt dafür, dass die DSF dergestalt psionische Zustände nach außen projiziert, dass Pzankur den Eindruck gewinnt, ein Teil seiner selbst nähere sich dem Planeten. So gelingt es ihnen, die von Pzankur errichteten Barrieren zu überwinden. Auf dem Weg zum Planeten erscheint Fumsel an Bord der DSF, drückt sein Missfallen gegegenüber Jaka Jako aus und verschwindet wieder.

Beim Durchqueren der von Guray errichteten letzten psionischen Sperre kommt es in ungefähr 20.000 Kilometern Höhe anscheinend zu Schäden des Antriebssystems. Jaka Jako steigt aus, um die Schäden zu beseitigen. Da erscheint für kurze Zeit Fumsel wieder, die DSF ist wieder voll funktionsfähig und der Antrieb aktiviert sich. Anscheinend will Gurray Atlan von Jaka Jako trennen. Atlan sieht keine andere Möglichkeit, als den Ikuser zurückzulassen.

Auf Barquass gerät unterdessen Anima in eine Falle eines Teilwesens Pzankurs. Aufgrund der der psionischen Evolution eigenen ewigen Gesetze kann Pzankur Anima nicht töten. Das Wesen setzt sie daher fürchterlichen Illusionen aus, die sie zum Selbstmord treiben sollen. Als Anima schließlich nachzugeben scheint, holt Pzankur Anima aus den Illusionen zurück und übergibt ihr in Gestalt eines abgrundtief hässlichen Zwerges eine Waffe. Anima richtet diese zunächst gegen sich selbst, beschießt aber letztlich den Zwerg. Der Schuss kann den Zwerg aber nicht verletzen. Stattdessen richtet er Schaden im HEIM DER VOLLENDUNG an. Anima erkennt ihren Fehler und heilt den entstandenen Schaden. Daraufhin erscheint Chossoph und weist sie darauf hin, dass das HEIM DER VOLLENDUNG ein Teil Gurays sei und sie ihn verletzt habe. Guray habe sich daher wieder gänzlich zurückgezogen.

Animas Ringen mit Pzankur setzt sich fort. Sie kann einen gewissen Teilsieg für sich erringen. Pzankur gibt danach seine Versuche auf, sie zum Selbstmord zu treiben. Stattdessen isoliert er sie komplett von ihrer Umgebung, damit sie ihrer Funktion als LINK nicht nachkommen kann. Doch Anima ist zuversichtlich, dass ihr geholfen werden wird, den dem Steuer-LINK, Atlan, ist es erlaubt, mit Waffen zu kämpfen. Sie hatte ihn kurz auf Barquass wahrgenommen und beginnt nun, auf ihn zu warten.

Atlan sieht sich der Verfolgung durch Pzankur ausgesetzt, kann sich aber mit Hilfe der psionischen Tarnung der DSF vor ihm verstecken und zum HEIM DER VOLLENDUNG fliegen. Der einzige Zugang wird zwar von Pzankur abgeschirmt, aber mit Hilfe des Geisterdolchs kann sich Atlan Lücken in die Wände schneiden und so in das Gebäude eindringen. Es gelingt ihm mit einer gefundenen Hyperfunkstation Kontakt zum Raumhafen von Aklard herzustellen und Unterstützung anzufordern. Schließlich läuft er aber in eine Falle und verliert das Bewusstsein. Als er wieder erwacht, befindet er sich bei Anima.

Anima versucht dem Arkoniden die Situation und die Hintergründe des psionischen Komplotts zu erklären. Ihr eigenes Ziel ist es, durch ihre Beteiligung zu einer normalen Arkonidin zu werden. Atlan versteht danach etwas mehr, mancher Zusammenhang erscheint ihm aber weiterhin unverständlich und phantastisch.

Mit Hilfe des Geisterdolchs kann Atlan sich und Anima aus ihrem Gefängnis befreien. Pzankur-B tritt ihnen in Verkleidung als Vetti entgegen, wird aber von Anima durchschaut. Pzankur-B greift Atlan an und scheint die Oberhand zu haben. Da greift Dharys ein und ermöglicht Anima und Atlan die Flucht. Anima nimmt aus der Ferne Dharys' Tod war.

Die beiden gelangen schließlich in den Zentralraum. Atlan kann die einzelnen Komponenten des psionischen Komplotts durch bloßes Rufen erscheinen lassen. Noch bevor das psionische Komplott abgeschlossen werden kann greift aber Pzankur ein und vernichtet das HEIM DER VOLLENDUNG.

In dieser Situation unterstützt Vetti heimlich Atlan, indem er die Zeit verlangsamt ablaufen lässt und Guray isoliert den Arkoniden für etliche Stunden von der Wirklichkeit Barquass und damit dem Zugriff Pzankurs. Von Guray erfährt Atlan, dass die von ihm angeforderte Unterstützung von Aklard auf Tobly-Skan den Stützpunkt Pzankurs vernichtet hat. Nun reiben sie Pzankurs Traykon-Flotte auf. Die Aufgabe, Pzankur endgültig zu vernichten, liegt aber bei Atlan.

Von Guray wieder in die Wirklichkeit von Barquass entlassen, gelingt es Atlan beinahe mit der Unterstützung Jaka Jakos, der inzwischen ebenfalls auf der Welt ist, Vettis, EVOLOS, und der DSF Pzankurs psionische Fähigkeiten zu neutralisieren. Pzankur ist so gezwungen, eine feste Gestalt anzunehmen. Mit dem Rest seiner Fähigkeiten bemächtigt sich Pzankur aber des Kombistrahlers Atlans. Der Arkonide tötet daraufhin in Notwehr Pzankur mit dem Geisterdolch.

Nachdem die Gefahr durch Pzankur abgewehrt ist, bildet sich das HEIM DER VOLLENDUNG neu. Im Zusammenspiel aller Beteiligter vollzieht sich das psionische Komplott und das Wesen BARQUASS entsteht. Das neu entstandene Wesen zieht sich zurück, um zu ruhen. Anima verliert ihre psionische Besonderheit und wird dadurch zu einem Wesen gleich einer normalen Arkonidin und fühlt sich nun bereit, ihr weiteres Leben an der Seite Atlans zu verbringen.

Die STERNSCHNUPPE macht sich auf den Weg, um ihre Energievorräte aufzufüllen. Da trifft eine Nachricht für Atlan ein. Er soll zum Sektor Garpand fliegen, um dort einen Verwandten von jemanden zu treffen, denn er vor 1414 Jahren in Andromeda getroffen habe.

Der obige Text und Bilder wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
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Grauer Lord
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Grauer Lord »

Naja.

Für einen 99er Abschlussband ist „Das Psionische Komplott“ von Peter Griese ein bemerkenswert dürftiger Roman, wie ich finde. Es tut mir auch Leid, dass ich zum Abschluss dieses Kapitels - und am 2. Advent zudem - zum Teil deutliche Worte finden muss….

Es hakt einmal auf der inhaltlichen Ebene, weil es ja gemäss der Serien-Logik nun wirklich schon lange sonnenklar war, dass alle Elemente, die man in einem neuen Abschnitt nicht mehr gebrauchen kann, irgendwie zu etwas Neuem verschmelzen werden, von dem man dann natürlich nie wieder etwas hören wird. Wie das mit KING in 649 der Fall war. Bei PR wurde früher immer die Karte gezogen: „ging in ES auf“. Das empfinde ich persönlich als langweilig und öde; aber was soll’s, Guray, EVOLO und die Verschmelzung der Krelquotten in „Vetti“ werden eben zu BARQUASS. Und Feierabend.

Was mich abgesehen davon noch mehr frustriert hat, ist der platte Stil, den Griese hier abliefert. Steuer-LINK, Brücken-LINK, Erhalt-LINK und Keine-Ahnung-was-noch-LINK lassen sich so schon schlecht lesen, aber noch weniger in sinnvollen Dialogen auch sprechen. So ergeben sich grauenhafte Sätze wie dieser: „Ich bin gekommen, um mit dem Geist des LINKS Anima und der Kraft des Erhalt-LINKS der Bathrer für dich, EVOLO und das Fragment-LINK namens Vetti im psionischen Komplott meine Rolle zu spielen, die euch eine neue Zukunft eröffnen soll.“ Gruselig, Griese schreibt wie ein Schatten seiner selbst.
Auch die Fragmentierung Pzankurs führt zu Stilblüten der besonderen Art: „Pzankur-B!“ schrie Anima. Mal ernsthaft: Wer würde wirklich in einer Notlage so einen Namen schreien? Marianne Sydow fehlte eben an allen Ecken und Enden.

Aber genug davon, der Zyklus ab Band 700 war sehr farbige, abenteuerliche und meist gute Unterhaltung. Selten wurde uns Lesern eine Galaxis so nahe gebracht, wie Manam-Turu. Offen bleibt, wer die rätselhafte Stimme „in Atlans Kopf“ war, die ihm prophezeit, sein Sieg sei eine Niederlage, an deren Folgen „wir alle zerbrechen können.“ Schneller lässt sich die Funkbotschaft am Ende aufklären: Ein Verwandter des Träumers, den Atlan vor 1414 Jahren auf dem Weg nach Tamanium in Andromeda begegnet ist - das kann nur ein Vertreter des Volkes der Hathor sein, aus dem der Hüter des Lichts Tengri Lethos, aber auch der Begründer des Wächterordens der Ritter der Tiefe, Terak Terakdschan, entstammen. Ich weiß nicht, ob die am Ende des MdI-Zyklus plötzlich eingeführten Hathor eine Eigenkreation von H. G. Ewers waren, in der Folge hat er jedenfalls die damit verbundenen Themen immer wieder als private Spielwiese für Hefte und Planetenromane genutzt. Auch bei Atlan griff er somit auf die Vergangenheit der Hauptserie zurück - und dabei sollte es auch nicht bleiben, wie die nächsten Hefte zeigen.

Ich freue mich schon auf die Romane ab Band 800, die (leider) das letzte Kapitel unserer Serie einleiten!
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Richard
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Richard »

Ad Hathor ... jedenfalls wurden die Hathor deutlich in den PR Kosmos integriert und - letztlich - ist Perry in der EA aktuell mit einer Frau aus einem Teilvolk der Hathor liiert.
fenny
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von fenny »

Also ich fand den Manam-Turu-Teil der Geschichte sehr unterhaltsam, er hat mir von den Bänden ab 675 am besten gefallen.
Auch weil man viele Planeten mehrmals besucht hat (Aklard, Cairon, Zyrph, Krelquan) und sich am Ende wirklich heimisch gefühlt hat. Ich mochte auch die Geschichte der Ligriden, die Geschichte von Hartmann vom Silberstern, die Geschichte der Tessaler und einige Romane um Guray und seine Abgesandten.

Atlan ist ja eigentlich in einer schwierigen Situation, er hat es mit einer Reihe mächtiger Psi-Wesenheiten zu tun (der Erleuchtete, EVOLO, Guray, Pzankur), hat aber weder einen geeigneten Schutz gegen sie noch eine wirkungsvolle Waffe. Daher ist er erst ständig auf der Suche nach ihnen, und wenn er sie dann mal gefunden hat, kann er eigentlich nur die Flucht ergreifen, weil er ihnen nichts entgegenzusetzen hat.

Seine depressive Phase konnte ich daher sehr gut verstehen. Ihm bleibt im Grunde nur, die psionisch begabten Völker für einen Kampf gegen EVOLO zu motivieren.

Dass Evolo am Ende nicht besiegt sondern befriedet wurde, fand ich durchaus überraschend und eine gute Lösung.

Die Prophezeiung hat sich erfüllt, da dadurch, dass Atlan EVOLO zumindest zeitweise daran gehindert hat, sich mit Hilfe des Psionischen Tores zu stabilisieren, sich diese Psionischen Pakete abgespalten haben,

ACHTUNG MASSIVER SPOILER
Spoiler:
die dann zu den schwarzen Sternenbrüdern wurden.
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Yman
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Re: "EVOLO" (750 bis 799)

Beitrag von Yman »

Lumpazie hat geschrieben: 27. November 2021, 10:34 Im Jahr 1987 erschien der Band 798 der Atlan-Heftserie:

Colemayns zweites Leben

von Hans Kneifel
Grauer Lord hat geschrieben: 28. November 2021, 10:48 Im Heft wird (recht langatmig) geschildert, dass Fartuloon nach seinem Verschwinden durch den Omirgos auf Tobly-Skan nicht in seinem Zeitversteck bei den langbeinigen, schlanken Frauen und dem Rotwein herausgekommen ist. Ihn hat es vielmehr in eine Traumwelt bzw. die Projektion eines Planeten verschlagen, dessen Künstlichkeit von den ersten Zeilen an klar ist. Ihm zur Seite: Der humorvolle und beschädigte Roboter Geselle, hinter dessen verbeulter Karosserie sich Blödel-Schwiegermutter-Don Quotte verbirgt. Es wird viel mit Sauriern & Co. gerungen und im kneifelschen Stil die „Natur“ geschildert, bis es am Ende auf den letzten Seiten zum Zusammentreffen mit EVOLO in Gestalt eines Kindes kommt. Das Psi-Geschöpf macht sich Sorgen um die drei Pakete, die ihm entschlüpft sind. Zattzykur, der verschwunden ist, Pzankur, der in Manam-Turu rebelliert. Und Aytakur - von dem schonmal die Rede war und der Alkordoom als Ziel hatte. Das alles ist schon ganz interessant geschildert, aber nicht unbedingt spannend. Ein ruhiger Roman vor dem großen Knall in 799.
Hans Kneifel arbeitet sich mit seinem Helden mal wieder an der Natur ("Natur" = psionische Kulisse) ab, gefährliche Tier, Hunger, Durst usw. Ich weiß solche Romane zu schätzen, spannend sie nicht unbedingt, aber auch nicht nervig wie manches andere.

Natürlich gibt es auch hier klassische Vorbilder, Jules Verne, Robinson Crusoe, usw. und Kneifel als Autor steht da nicht unbedingt schlecht in einer solchen Reihe. Er ist vielleicht nicht einer der ganz großen Schriftsteller seiner Zeit gewesen, aber ich beschwere mich nicht über seine Romane. Figuren wie Blödel sind bei ihm sehr angenehm dargestellt, und auch wenn die Spannung manchmal fehlt, gelingt es ihm doch, die Neugier eines Lesers aufrecht zu erhalten.

Allerdings habe ich im Roman wenig gefunden, was sonderlich nennenswert wäre. Sprachliche Besonderheiten, interessante Ideen und dergleichen, insofern war der Roman nur durchschnittlich. Und für eine Nummer 798, eins vor dem großen Finale, so eine ruhige Geschichte zu bringen, das ist für sich genommen auch schon bezeichnend. Es ist, als wollte man die Leser am Ende des Zyklus gar nicht mehr richtig wachrütteln und echte Werbung für die Serie bzw. den nächsten Zyklus machen, sondern einfach nur den Zyklus ruhig nach Hause fahren: Alles wird irgendwie gut, EVOLO kann auch nett und freundlich sein, Manam-Turu verabschiedet sich, in Alkordoom geht es weiter.
Grauer Lord hat geschrieben: 28. November 2021, 10:48 Kurz vor dem Finale nächste Woche, bei dem die positive Vergalo-Abspaltung Guray, der Planet Barquass sowie Anima wichtig sein werden, schickt EVOLO Fartuloon und Geselle in weiser Voraussicht an den zukünftigen Schauplatz, nach Alkordoom. Fartuloon erwacht hier wieder in Gestalt des Sternentramps Colemayn. Ob das der entsprechende Körper aus dem Zeitversteck ist, oder eine auf EVOLOS Psi-Macht zurückgehende Projektion oder Ähnliches, bleibt offen. Der Schauplatz ist jedenfalls der Hinterwäldlerplanet Thorrat, eine Welt einfacher Bauern und Hirten, auf denen es damals (Band 679) zum ersten Kontakt zwischen Atlan und dem angeblichen Evroner Colemayn kam; und nebenbei auch noch ANIMA geborgen wurde. Allerdings liegt Thorrat im Sektor Mesanthor, dem „Sumpf“ genannten Bezirk der früheren Facette Zulgea von Mesanthor. Und nicht wie am Ende des Romans geschrieben im Bereich Ordardor der Facette Gentile Kaz. Aber was soll‘s, für alle Beteiligten lag die Handlung dort ja schon eine ganze Weile zurück …..
Danke für die Zusammenfassung! So genau konnte ich mich nicht mehr erinnern ...
Grauer Lord hat geschrieben: 28. November 2021, 10:48 Im Extrasinn orakelt Peter Griese schonmal ordentlich über Hinterlassenschaften des Erleuchteten in Alkordoom, eine Verbindung mit Manam-Turu - und bringt die Frage ins Spiel, ob wir es jetzt mit der Gefahr zu tun bekommen, vor der sich
die Kosmokraten so sehr fürchten. Das hat mich damals schon sehr neugierig gemacht.
Die Rückkehr nach Alkordoom begrüße ich sehr, da war ja vieles offen geblieben, während Manam-Turu nun doch allmählich ausführlich beschrieben wurde. Der Schauplatzwechsel tut der Serie noch einmal gut.
Grauer Lord hat geschrieben: 28. November 2021, 10:48 Das TiBi von Jonny Bruck zeigt übrigens einen hervorragend dargestellten Bauchaufschneider Fartuloon mit Brustharnisch, gezücktem Skarg und stilechter Kombi aus Bart und Glatze!
Das Titelbild ist schon beeindruckend, wie es Fartuloon mal als Abenteuer und Kämpfer zeigt. Sonst hätte ich eher den Eindruck eines dicklich-gemütlichen Lehrmeisters, dessen Harnisch kaum mehr als ein reiner Spleen war. Das Skarg habe ich mir aber auch anders vorgestellt.
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