Die Arkon-Trilogie

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Yman
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Re: Die Arkon-Trilogie

Beitrag von Yman »

Lion hat geschrieben:An einem Lesezirkel würde ich mich schon beteiligen.
Wen könnten wir noch dafür gewinnen? Bin jetzt mit Traversan fast fertig, der nächste logische Schritt wäre wohl die Arkon-Trilogie. Wie lange braucht man etwa für Band 1? Wann soll es losgehen?
Loxagon hat geschrieben:Wenn ich einige Meinungen zur Lesbarkeit bekäme ...

Oh, und ... kann man die Story überhaupt verstehen, ohne andere Romane der Atlan-Serie zu kennen?
Für mich sieht das lesbar aus. Die Atlan-Serie wird man nicht kennen müssen, aber die Anfänge der PR-Serie sollte man ein wenig kennen.
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dandelion
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Re: Die Arkon-Trilogie

Beitrag von dandelion »

Ich habe mir die drei Blaubände vor einigen Monaten gekauft und heute endlich einige Seiten gelesen. Der Anfang ist gut, aber der stammt großteils ja von Scheer. Kein Wunder, das sich da vertrautes Lesegefühl breit macht. Denke schon, daß ich weiterlesen werde, weil mich die Handlungszeit interessiert. Allerdings kenne ich Rainer Castors Schreibweise kaum. Hoffe aber, daß ich damit zurecht komme.
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Icha Tolota
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Re: Die Arkon-Trilogie

Beitrag von Icha Tolota »

    • Ich lese gerade die Arkon-Trilogie.
      1. Buch fertig, das 2. lese ich kapitelweise so alle 4 Wochen.
      Bin ja seit dem Studium an einiges gewohnt, aber R.C. ist einfach
      anstrengend, aber gut. Lohnt sich auf jeden Fall.
      Atlans Zeit als Imperator hat mich schon vor langer Zeit interessiert.
      Hatte mir allerdings auch mehr Einblick in die Vorgänge gewünscht,
      wie er die schlappen Arkoniden auf Vordermann/frau bringt.
      Was ist überhaupt mit den Arkonidinnen los? Liegen die auch alle
      vor ihren Spielgeräten? Wann erziehen sie ihre Kinder?


      Da im Ruhestand,habe ich 2015 noch mal ganz von vorne angefangen, bin
      seit letzten Sommer wieder auf dem aktuellen Stand.
      Habe nochmal von vorne angefangen (Enkelarbeit ist auch so weit erledigt,
      daher viel Zeit), bin jetzt wieder bei Anti-ES.
      so langsam kann ich die Klagen der Midiavisten verstehen,die das ganze
      europäische Mittelalter mit seinem "Klein-Klein" im Kopf haben müssen.
      Überlege im Moment, ob ich es mir antun soll, mich bei der Perrypedia
      zu melden, um alte Lücken zu füllen.
      • pro juventute ad astra
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Clark Flipper
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Re: Die Arkon-Trilogie

Beitrag von Clark Flipper »

Wenn du das Gefühl hast, das dies etwas für dich ist, dann solltest du es probieren.

Du wirst dort viele gleichgesinnte treffen. ;)
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Trans-Pluto
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Re: Die Arkon-Trilogie

Beitrag von Trans-Pluto »

Icha Tolota hat geschrieben:
    • Ich lese gerade die Arkon-Trilogie.
      1. Buch fertig, das 2. lese ich kapitelweise so alle 4 Wochen.
      Bin ja seit dem Studium an einiges gewohnt, aber R.C. ist einfach
      anstrengend, aber gut. Lohnt sich auf jeden Fall.
      Atlans Zeit als Imperator hat mich schon vor langer Zeit interessiert.
      Hatte mir allerdings auch mehr Einblick in die Vorgänge gewünscht,
      wie er die schlappen Arkoniden auf Vordermann/frau bringt.
      Was ist überhaupt mit den Arkonidinnen los? Liegen die auch alle
      vor ihren Spielgeräten? Wann erziehen sie ihre Kinder?
      ...
Ich fand die Arkon-Trilogie auch spannend, aber sehr anstrengend. Teilweise wurde sie mir zu "mystisch".

Es wäre wirklich interessant gewesen, etwas über Atlans Handlungen zu erfahren, wie er gegen die Dekadenz vorgeht.
Über die Frauen ist leider nicht viel bekannt. Nur das, was Crest bereits in den ersten Romanen sagte. Die Frauen sind weniger von dem allgemeinen Verfall betroffen.
Nur leider erfahren wir nicht, wie wir uns das vorstellen sollen.
Thora ist seiner Aussage nach speziell für ihre Aufgabe geschult worden.
Also frage ich mich, wie dekadent war sie vorher? War sie überhaupt dekadent? Aber dann kann sie die Anforderungen für die Aktivierung ihres Extrasinns nicht erfüllt haben, da die seit Jahratusenden gleich und von Positroniken überwacht werden.
WEnn die Frauen vielleicht gar nicht dekadent waren, wieso haben sie dann nicht die Macht übernommen?
Warum hat Thora ihren Bruder nicht "beerbt"? Schließlich war sie die Schester des Imperators und damit die ranghöchste Arkonidin des Imperiums.

Es ist wirklich schade, daß sich kein Autor mit diesem Thema befasst.
Wir sind nicht die einzige intelligente Spezies im Weltraum!
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Lumpazie
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Re: Die Arkon-Trilogie

Beitrag von Lumpazie »

Trans-Pluto hat geschrieben:
Ich fand die Arkon-Trilogie auch spannend, aber sehr anstrengend. Teilweise wurde sie mir zu "mystisch".

Es wäre wirklich interessant gewesen, etwas über Atlans Handlungen zu erfahren, wie er gegen die Dekadenz vorgeht.
Über die Frauen ist leider nicht viel bekannt. Nur das, was Crest bereits in den ersten Romanen sagte. Die Frauen sind weniger von dem allgemeinen Verfall betroffen.
Nur leider erfahren wir nicht, wie wir uns das vorstellen sollen.
Thora ist seiner Aussage nach speziell für ihre Aufgabe geschult worden.
Also frage ich mich, wie dekadent war sie vorher? War sie überhaupt dekadent? Aber dann kann sie die Anforderungen für die Aktivierung ihres Extrasinns nicht erfüllt haben, da die seit Jahratusenden gleich und von Positroniken überwacht werden.
WEnn die Frauen vielleicht gar nicht dekadent waren, wieso haben sie dann nicht die Macht übernommen?
Warum hat Thora ihren Bruder nicht "beerbt"? Schließlich war sie die Schester des Imperators und damit die ranghöchste Arkonidin des Imperiums.

Es ist wirklich schade, daß sich kein Autor mit diesem Thema befasst.
Einige Fragen können aber schon beantwortet werden:

- Thora konnte Ihren Bruder nicht mehr beerben, weil der Robotregent die Macht übernahm. Zitat aus der Perrypedia:
Zoltral XII. (Thoras Bruder) regierte von 18.941 da Ark (1957) bis 18.958,5 da Ark (1978) und war der letzte Imperator, der ohne die Unterstützung des Robotregenten herrschte. Er wurde im Jahre 1978 durch den Robotregenten aufgrund abnehmender Qualifikation abgesetzt. (PR 38) Thora war nicht greifbar für den Robotregent (da zu der Zeit auf Terra), ob sie die nötige Qualifikation aus Sicht des Robotregenten gehabt hätte, sei mal dahingestellt. Der Robotregent setzte dann den Khasurn der Orcast als neue Imperatorenlinie ein.

- Atlan vorgehen gegen die Dekadenz: Auch hier gibt es Aussagen in den Romanen. Zum einen kamen die Neuarkoniden verstärk in den Einsatz im Imperium (zum Beispiel die Kolonisten von Tats-Tor). Die Degenerationserscheinungen der Arkoniden treten bei ihnen im Jahr 2040 noch nicht auf, stattdessen sind sie agil und reaktionsschnell.

Atlan förderte durch ein genetisches Experiment eine Ansiedlung von Neu-Arkoniden auf Tchirmayn im Ortrog-Samut-System. Diese sollten wieder tatendurstig nach dem Vorbild seiner Vorfahren werden.

Außerdem erfolgte noch eine "Blutauffrischung" durch die Arkoniden aus dem Raumschiff der Ahnen (PR-Roman 81 und 94).

Warum die Frauen nicht die Macht im Imperium übernommen hatten - na weil die Arkoniden halt Machos sind :lol: Späßle - schau einfach, wann die Romane geschrieben wurden. Bis die erste Impatrix den Thron von Arkon besteigt, braucht es noch knapp 1799 Romane. Auf jeden Fall war Thora nicht degeneriert. Sie hatte doch einen Extrasinn.
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Trans-Pluto
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Re: Die Arkon-Trilogie

Beitrag von Trans-Pluto »

Lumpazie hat geschrieben: ...
Einige Fragen können aber schon beantwortet werden:
...
- Thora konnte Ihren Bruder nicht mehr beerben, weil der Robotregent die Macht übernahm. Zitat aus der Perrypedia:
Zoltral XII. (Thoras Bruder) regierte von 18.941 da Ark (1957) bis 18.958,5 da Ark (1978) und war der letzte Imperator, der ohne die Unterstützung des Robotregenten herrschte. Er wurde im Jahre 1978 durch den Robotregenten aufgrund abnehmender Qualifikation abgesetzt. (PR 38) Thora war nicht greifbar für den Robotregent (da zu der Zeit auf Terra), ob sie die nötige Qualifikation aus Sicht des Robotregenten gehabt hätte, sei mal dahingestellt. Der Robotregent setzte dann den Khasurn der Orcast als neue Imperatorenlinie ein.
Als Inhaberin eines Extrasinns wäre sie zumindest nahe dran an der von Epetran bei der Programmierung geforderten Intelligenzquote von 50 Lerc.
Das "Beeerben" hatte ich vor ihrem Abflug gemeint. Da hätte sie noch die Chance gehabt, ihren Bruder z.B. durch einen Staatsstreich abzusetzen.
Lumpazie hat geschrieben: ...
Warum die Frauen nicht die Macht im Imperium übernommen hatten - na weil die Arkoniden halt Machos sind :lol: Späßle - schau einfach, wann die Romane geschrieben wurden. Bis die erste Impatrix den Thron von Arkon besteigt, braucht es noch knapp 1799 Romane. Auf jeden Fall war Thora nicht degeneriert. Sie hatte doch einen Extrasinn.
Ja, stimmt.
Aber ein Matriarchat oder eine Imperatrice wäre schon etwas gewesen.
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Lumpazie
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Re: Die Arkon-Trilogie

Beitrag von Lumpazie »

Trans-Pluto hat geschrieben:
Als Inhaberin eines Extrasinns wäre sie zumindest nahe dran an der von Epetran bei der Programmierung geforderten Intelligenzquote von 50 Lerc.
Das "Beeerben" hatte ich vor ihrem Abflug gemeint. Da hätte sie noch die Chance gehabt, ihren Bruder z.B. durch einen Staatsstreich abzusetzen.
Jo, das schon - aber hätte Sie einen Grund dafür gehabt? Ist etwas über das Verhältnis zu Ihrem Bruder bekannt? Für einen Staatstreich braucht es so einiges (z.B. Rückhalt vom Militär usw). Ob sie diese Mittel gehabt hätte???

Sie war ja mit Crest auf der Suche nach der "Welt der Unsterblichkeit" - vielleicht war das ja der erste Schritt dazu :P Mit der Unsterblichkeit in der Hand hätte sie einige Anhänger auf Ihre Seite ziehen können :-=

Aber ich glaube nicht, das sie sowas geplant hatte.....
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Andreas Möhn
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Re: Die Arkon-Trilogie

Beitrag von Andreas Möhn »

Nach zwei Dritteln des Blaubands 14 frage ich mich: Was hat Rainer Castor damals eigentlich so gegessen?

Das ist keine Handlung, das ist ein buchgewordener Fliegenpilzrausch, zu dem man sich nur noch "Shine on Your Crazy Diamond" auflegen kann. Lässt man Psi, Zhy und das ganze "paranormal-transpersonale" Geschwurbel beiseite, das L. Ron Hubbard nicht abgefahrener hätte formulieren können, so zeigt sich das Blauband-Arkonreich als stärker von Magie geprägt als die Schwarze Galaxis, und ich wundere mich, warum es eigentlich immer noch diese Berührungsängste gegenüber dem Atlantiszyklus gibt. Ähm, hat es nicht einmal die Terraner ausgezeichnet, dass ihre Mutanten eine Geheimwaffe waren, auf die die Nachbarn überhaupt nicht vorbereitet gewesen seien? - Allerdings werde ich den Verdacht nicht los, dass dieses Arkon im Wesentlichen das Orbanaschols III. ist, das ganze Zhypsihyperbrimborium also irgendwie schon bei "Atlan exklusiv" angelegt war. Und aus irgendeinem Grund gibt es ja auch die Parafallen, die nach eigenen Angaben besonders Kurt Mahr immer gerne aufstellte, um einen gewissen Mausbiber auf ein dramaturgisch handhabbares Maß zu stutzen (von wegen "blinden Flecken" im Sichtfenster des Millionenäugigen Imperators).

Dabei fing BB14 vielversprechend an, als Rainer Castor, der Großmeister des Infodumps, zunächst einmal seine Gedanken ausbreitete, wie das Kristallimperium eigentlich funktioniert. Und es ist sehr amüsant, mit Hilfe der Perrypedia nachzuverfolgen, wie viele Nebenfiguren aus EA 1-99 sowie den zugehörigen TBs durchs Bild laufen und bei dieser Gelegenheit zuweilen auch eine Art Rehabilitierung erfahren, insbesondere gewisse frühe Springerpatriarchen. Bemerkenswert auch sind die häufigen Anspielungen auf die Jugendabenteuer, die die seinerzeit überfällige Verklammerung zwischen dem Atlan-Zyklus und der EA herstellen: Bedeutet das, man sollte die Blaubände 17-45 vor 14-16 gelesen haben?

Aber schon bei den Szenen aus Sicht der Cyén hat er mich hinter sich gelassen, und die penetrant esoterische Platitüden absondernden Feuerfrauen und Gijathrakos werden mir von Kapitel zu Kapitel unsympathischer. Schließlich versteigt sich Castor zur Weihung eines Atlan-Erzmagiers, der freimütig mit Parakräften beliebiger Form hausiert - bei einem Mentalstabilisierten, das muss man sich vorstellen! - und als Gottkaiser superintelligenter Gnaden seine Allmachtsfantasien austobt, die einem Monos zu Gesicht gestanden hätten. Dazu wartet Castor mit eigenartig aus der Zeit gefallenen Geschlechterstereotypen auf ("Dein männlich-sachlicher, problemorientierter Verstand wird um weibliches Einfühlungsvermögen ergänzt", oder auf gut Terranisch: Weiber haben Herz, aber kein Hirn), die man sicher nicht alleine der patriarchalischen Gesellschaft von M13 zuschreiben kann. Ist das noch genießbar? Auf jeden Fall ist es eine große verpasste Chance.
Die Sternenflotte bestätigt hiermit, dass im Rahmen der Erstellung dieses Beitrags kein Rothemd erschossen, erschlagen, verstrahlt, zerstückelt, gefressen, liquidiert, aufgelöst, transporterverunfallt noch in irgendeiner anderen Weise an Leib, Leben und/oder psychischer Gesundheit geschädigt wurde.
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Richard
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Re: Die Arkon-Trilogie

Beitrag von Richard »

Die Atlan-Trilogie erschien vor rund 20 Jahren, ich habe die Baende damals, als sie erschienen, gelesen. Natuerlich würden mir heuzutage auch so Dinge wie die klassischen Geschlechterstereotypen auffallen, damals waren mir diese Dinge laengst nicht so bewusst obwohl ich zumindest kein Teenager mehr war.
Nach meinem persönlichem Empfinden ist diese Diskussion damals längst noch nicht so in der breiten Masse wie jetzt verankert gewesen.

Was die Mutanten betrifft .. nun, die Feuerfrauen waren mE nur in Summe ein relevanter Faktor und die Gijathrakos lebten meiner Erinnerung nach auch eher zurueckgezogener.

PSI Kräfte gehören mE zu den klassischen Grundbestandteilen von SF - insofern ist das jetzt nichts "magisches". Ich kenne von der klassischen Atlanserie nur die ersten 100 Baende und kann daher keinen Vergleich zum Atlantis Zyklus usw. ziehen
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Andreas Möhn
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Re: Die Arkon-Trilogie

Beitrag von Andreas Möhn »

Psi-Mutanten an sich sind Märchenmagier, die nicht so heißen dürfen. In einem Heft des Atlantiszyklus zog Atlan diese Parallele sogar selbst! Dagegen habe ich nichts, und ich bin mir bewusst, dass Psi und Para zu PR gehören wie die Kugelraumer. Aber in BB14 artet das zu einer psychedelischen Lightshow aus, die Handlung durch pseudoreligiöses Geschwurbel ersetzt. Wenn es wirklich vor allem darum ging, dass Atlan einen umfassenden Überblick über sein Imperium erlangt, dann wäre das mit digitaler Vernetzung einfacher zu lösen gewesen als mit Psi, Zhy und Mantra. ;-)

Die vorgestellten Geschlechterstereotypen waren allerdings auch schon zur Jahrtausendwende rückwärtsgewandt. Als BB14 erschien, waren in der EA so starke Figuren wie Jennifer Thyron, Irmina Kotschistowa, Theta von Ariga bereits Geschichte.
Die Sternenflotte bestätigt hiermit, dass im Rahmen der Erstellung dieses Beitrags kein Rothemd erschossen, erschlagen, verstrahlt, zerstückelt, gefressen, liquidiert, aufgelöst, transporterverunfallt noch in irgendeiner anderen Weise an Leib, Leben und/oder psychischer Gesundheit geschädigt wurde.
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Susamo
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Re: Die Arkon-Trilogie

Beitrag von Susamo »

Ich hatte viel Freude mit der Arkon-Trilogie, obwohl ich sie noch nicht vollständig gelesen habe. Den ersten Band fand ich super, die beiden Folgebände habe ich nur teilweise gelesen. Ich habe bei der Originalserie zwangsweise den "Mut zur Lücke", weil ich ab Heft 500 jahrzehntelang nur einen Teil der Romane zur Verfügung hatte. Das änderte sich mit dem Internet, den Silberbänden und e-books, aber ich werde noch viel Zeit brauchen, um alle Lücken zu schließen. Ich konnte Rainer Castors threads daher leider nicht überall folgen, obwohl mich die Geschichte fasziniert hat. Ich wusste schlicht oft nicht, worauf er gerade wieder anspielt. Das machte das Verständnis für mich schwierig, und auch die schnellen Sprünge hin und her zwischen Orten, Zeiten und Protagonisten waren für mich verwirrend. Allerdings haben mir gerade die Feuerfrauen etc. sehr gut gefallen, weil ich mich mit Reiki beschäftige und für mich Rainer Castor's "Esoterik-Geschwurbel" daher Sinn macht. Im Gegenteil, ich fand es toll, dass er sich an Dagor-Mystik herantraut und Arkonidisch bringt (ich bin ein absoluter Fan der arkonidischen Kultur und "entdecke" in meinem Fan-Projekt zur arkonidischen Sprache laufend weitere Aspekte.) Also, Fazit: sehr gut, und furchtbar schade, dass von Rainer Castor dann nicht noch weiteres gekommen ist.
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Andreas Möhn
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Re: Die Arkon-Trilogie

Beitrag von Andreas Möhn »

Susamo hat geschrieben: 11. Mai 2022, 17:17 Allerdings haben mir gerade die Feuerfrauen etc. sehr gut gefallen, weil ich mich mit Reiki beschäftige und für mich Rainer Castor's "Esoterik-Geschwurbel" daher Sinn macht. Im Gegenteil, ich fand es toll, dass er sich an Dagor-Mystik herantraut und Arkonidisch bringt
Das ist interessant. Ich konnte mit den Feuerfrauen und ihrem Parapsibrimborium nicht schrecklich viel anfangen, die hätten nach meinem Empfinden eher in die Schwarze Galaxis gehört als nach Arkon. Die Trilogie hat aber andere Qualitäten, etwa die erstmals nachvollziehbare kosmographische Durchstrukturierung des Tai Ark-Tussan und der historische Unterbau, der die EA relativ schlüssig mit den Atlan-Jugendromanen und mancherlei TBs zu einem Ganzen verzahnt.
Die Sternenflotte bestätigt hiermit, dass im Rahmen der Erstellung dieses Beitrags kein Rothemd erschossen, erschlagen, verstrahlt, zerstückelt, gefressen, liquidiert, aufgelöst, transporterverunfallt noch in irgendeiner anderen Weise an Leib, Leben und/oder psychischer Gesundheit geschädigt wurde.
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Susamo
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Re: Die Arkon-Trilogie

Beitrag von Susamo »

Andreas Möhn hat geschrieben: 11. Mai 2022, 22:13
Susamo hat geschrieben: 11. Mai 2022, 17:17 Allerdings haben mir gerade die Feuerfrauen etc. sehr gut gefallen, weil ich mich mit Reiki beschäftige und für mich Rainer Castor's "Esoterik-Geschwurbel" daher Sinn macht. Im Gegenteil, ich fand es toll, dass er sich an Dagor-Mystik herantraut und Arkonidisch bringt
Das ist interessant. Ich konnte mit den Feuerfrauen und ihrem Parapsibrimborium nicht schrecklich viel anfangen, die hätten nach meinem Empfinden eher in die Schwarze Galaxis gehört als nach Arkon. Die Trilogie hat aber andere Qualitäten, etwa die erstmals nachvollziehbare kosmographische Durchstrukturierung des Tai Ark-Tussan und der historische Unterbau, der die EA relativ schlüssig mit den Atlan-Jugendromanen und mancherlei TBs zu einem Ganzen verzahnt.
Damit hast Du ohne Frage recht. Ich konnte das nur eben nicht gut genug würdigen, weil ich einiges über das Perryversum erst später erfuhr, bzw. jetzt immer noch nicht weiß. Außerdem kam ich erst wieder so richtig zu PR, als über das Tai Ark'Tussan all das schon bekannt war und ich mit diesem Niveau dann auch in Berührung kam. Die Zeit, wo der historische Unterbau fehlte, ging an mir vorüber. Ich hatte die Atlan-Serie im Alten Arkon (Spinnenwüste bis Tod Orbanschols ) gelesen und fand mich da gut zurecht, hatte auch schon meine eigenen Fan-Projekte laufen (z. B. alle 24 Götter und Göttinnen, lang bevor die Version von Rainer Castor veröffentlicht wurde). Arkonidische Mystik, Kultur und Geschichte ist mein Ding, darum gefiel mir die Arkon-Trilogie auch so gut, ebenso wie z.B. "Für Arkons Ehre" und die beiden Folgebände, auch von Rainer Castor. Dass hier Lücken geschlossen wurden, worauf Du zu Recht hinweist, fiel mir gar nicht so auf, wie ich zu meiner Schande gestehen muss. Danke für die Info!
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Re: Die Arkon-Trilogie

Beitrag von Andreas Möhn »

Susamo hat geschrieben: 11. Mai 2022, 22:49 Damit hast Du ohne Frage recht. Ich konnte das nur eben nicht gut genug würdigen, weil ich einiges über das Perryversum erst später erfuhr, bzw. jetzt immer noch nicht weiß.
Das ging mir teilweise ähnlich. Ich bin zwar mit den Handlungssträngen der EA vertraut, auf die die Trilogie anspielt, hatte die Jugendabenteuer aber nie gelesen. Die Bezüge auf diese erschlossen sich mir nur aus der Perrypedia, ebenso Castors beiläufige Integration zahlloser Nebenfiguren aus den ersten EA-Zyklen und sogar längst vergessenen PR-TBs (Macht Spaß, nachzuvollziehen, welche Liebe zum Detail er da hineingepackt hat!).

Zu den Jugendabenteuern würde ich heute aber unbedingt empfehlen, sie in Form der Blaubände zu lesen, denn Castor hat das reichlich triviale Niveau der Hefte stilistisch erheblich angehoben und um viele bisher unbekannten Einzelheiten arkonidischer Kultur erweitert. Wenn ich so dreist sein darf: Als Redakteur war RC deutlich besser als als Autor. *duckunnwech*
Die Sternenflotte bestätigt hiermit, dass im Rahmen der Erstellung dieses Beitrags kein Rothemd erschossen, erschlagen, verstrahlt, zerstückelt, gefressen, liquidiert, aufgelöst, transporterverunfallt noch in irgendeiner anderen Weise an Leib, Leben und/oder psychischer Gesundheit geschädigt wurde.
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Re: Die Arkon-Trilogie

Beitrag von Susamo »

Andreas Möhn hat geschrieben: 12. Mai 2022, 09:59
Susamo hat geschrieben: 11. Mai 2022, 22:49 Damit hast Du ohne Frage recht. Ich konnte das nur eben nicht gut genug würdigen, weil ich einiges über das Perryversum erst später erfuhr, bzw. jetzt immer noch nicht weiß.
Das ging mir teilweise ähnlich. Ich bin zwar mit den Handlungssträngen der EA vertraut, auf die die Trilogie anspielt, hatte die Jugendabenteuer aber nie gelesen. Die Bezüge auf diese erschlossen sich mir nur aus der Perrypedia, ebenso Castors beiläufige Integration zahlloser Nebenfiguren aus den ersten EA-Zyklen und sogar längst vergessenen PR-TBs (Macht Spaß, nachzuvollziehen, welche Liebe zum Detail er da hineingepackt hat!).

Zu den Jugendabenteuern würde ich heute aber unbedingt empfehlen, sie in Form der Blaubände zu lesen, denn Castor hat das reichlich triviale Niveau der Hefte stilistisch erheblich angehoben und um viele bisher unbekannten Einzelheiten arkonidischer Kultur erweitert. Wenn ich so dreist sein darf: Als Redakteur war RC deutlich besser als als Autor. *duckunnwech*
Vielen Dank für die Info! Bisher habe ich die Blaubände ignoriert, weil ich den Inhalt zu kennen glaubte und ja eine ganze Reihe von Heftromanen gar nicht berücksichtigt wurden (durchaus berechtigt vom Standpunkt einer fließenden Lesbarkeit aus). Dass es da Ergänzungen gab, wusste ich nicht, und habe jetzt wieder etwas, auf das ich mich freuen kann. Ich schätze Rainer Castor in beiden Funktionen gleich hoch, das ist aber, wie meistens, eine Geschmacksfrage. Deine Sichtweise ist genauso gültig und berechtigt-wunderbar, denn wenn alle Leute gleich wären, wäre es auf diesem Planeten furchtbar langweilig und wir hätten nichts zu diskutieren! Vielen Dank und Liebe Grüße aus Wien!
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Re: Die Arkon-Trilogie

Beitrag von Andreas Möhn »

Susamo hat geschrieben: 12. Mai 2022, 10:28 Vielen Dank für die Info! Bisher habe ich die Blaubände ignoriert, weil ich den Inhalt zu kennen glaubte und ja eine ganze Reihe von Heftromanen gar nicht berücksichtigt wurden (durchaus berechtigt vom Standpunkt einer fließenden Lesbarkeit aus). Dass es da Ergänzungen gab, wusste ich nicht, und habe jetzt wieder etwas, auf das ich mich freuen kann.
Ich hab mal einzelne Heftabschnitte mit den entsprechenden Passagen in den Blaubänden verglichen. Die Ergänzungen sind z. T. erheblich und vertiefen die Einbettung in Geschichte und Kosmographie des Perryversums dramatisch. Und am Schluss schlägt Castor den Bogen zurück zu "Für Arkons Ehre" und fügt als letztes Kapitel des letzten Bandes die dort enthaltene, aber überarbeitete Rückblende wieder ein. Es handelt sich dabei um die nur an zwei Stellen leicht gekürzte Fassung, die zuvor als "Splitter 4" im Umlauf war.
Die Sternenflotte bestätigt hiermit, dass im Rahmen der Erstellung dieses Beitrags kein Rothemd erschossen, erschlagen, verstrahlt, zerstückelt, gefressen, liquidiert, aufgelöst, transporterverunfallt noch in irgendeiner anderen Weise an Leib, Leben und/oder psychischer Gesundheit geschädigt wurde.
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Re: Die Arkon-Trilogie

Beitrag von Susamo »

Andreas Möhn hat geschrieben: 12. Mai 2022, 17:24
Ich hab mal einzelne Heftabschnitte mit den entsprechenden Passagen in den Blaubänden verglichen. Die Ergänzungen sind z. T. erheblich und vertiefen die Einbettung in Geschichte und Kosmographie des Perryversums dramatisch. Und am Schluss schlägt Castor den Bogen zurück zu "Für Arkons Ehre" und fügt als letztes Kapitel des letzten Bandes die dort enthaltene, aber überarbeitete Rückblende wieder ein. Es handelt sich dabei um die nur an zwei Stellen leicht gekürzte Fassung, die zuvor als "Splitter 4" im Umlauf war.
Also die "Raumschlacht im Khorsal-System", eine der wenigen Passagen, die es über Atlans Zeit bei der Raumflotte Arkons gab. (wenn nicht die einzige, abgesehen von der Sache mit Dolphart). Auf Deine Anregung hin habe ich soeben begonnen, Blauband Nr. 17 zu lesen, und bin wieder in der Spinnenwüste. Ich war eine Jugendliche, als ich diese Geschichte das letzte Mal las, das ist bald 35 Jahre her. Dadurch ist es für mich relativ "Neu " und macht wieder Spaß. Auf jeden Fall sind solche Pausen zwischen der Arbeit im Home-Office (ich bin Buchhalterin) sehr entspannend!
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Andreas Möhn
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Re: Die Arkon-Trilogie

Beitrag von Andreas Möhn »

Genieße ihn! Er ist eine veritable Neuentdeckung.
Die Sternenflotte bestätigt hiermit, dass im Rahmen der Erstellung dieses Beitrags kein Rothemd erschossen, erschlagen, verstrahlt, zerstückelt, gefressen, liquidiert, aufgelöst, transporterverunfallt noch in irgendeiner anderen Weise an Leib, Leben und/oder psychischer Gesundheit geschädigt wurde.
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Re: Die Arkon-Trilogie

Beitrag von thinman »

Andreas Möhn hat geschrieben: 8. Mai 2021, 18:38 Nach zwei Dritteln des Blaubands 14 frage ich mich: Was hat Rainer Castor damals eigentlich so gegessen?

(snip) Bedeutet das, man sollte die Blaubände 17-45 vor 14-16 gelesen haben?
Nein, nur die Atlanhefte von Band 50 bis 199... :devil:

Dazu wartet Castor mit eigenartig aus der Zeit gefallenen Geschlechterstereotypen auf ("Dein männlich-sachlicher, problemorientierter Verstand wird um weibliches Einfühlungsvermögen ergänzt", oder auf gut Terranisch: Weiber haben Herz, aber kein Hirn), die man sicher nicht alleine der patriarchalischen Gesellschaft von M13 zuschreiben kann. Ist das noch genießbar? Auf jeden Fall ist es eine große verpasste Chance.
Jein - Castor schildert hier das arkonidische Imperium als es sich seiner alten Blüthe wieder entsann - es waren ja die Schläfer, die in einer pervertierten jahrzehntausendjährigen (abgesehen von der ersten Generation) Kultur sozialisiert worden sind, die sie defakto nur als Gebärmaschinen für eine neue Robotzivilsation gesehen hat. Daß Atlan jetzt ein überzeugter feministischer Aktivist unter KHS gewesen wäre, würde uns doch jetzt sehr Wunder nehmen.
Castor hat einige Retcons vorgenommen, aber er hat nicht die Empfindlichkeiten des ausgehenden ersten Viertels des 21. Jahrhunderts erahnen können. Der Grundstock der PR Serie stammt nunmal aus der hochzeit des Kalten Krieges zwischen Spacerace und Kubakrise.
Ich glaube ich sollte mich mal wirklich um meinen Artikel "Vom Kanonenboot und Telegraphenkabel zu Transition und Hyperfunk - der Einfluß des britischen Weltreiches auf die Perry Rhodan Serie" kümmern.

thinman
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