Klassiker-Zyklus: die Zeitchirurgen (800 - 850)

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Grauer Lord
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Re: Klassiker-Zyklus: die Zeitchirurgen (800 - 850)

Beitrag von Grauer Lord »

Ich habe jetzt die sehr interessante Stelle in der PR-Chronik 3 von Herrmann Urbanek gefunden. Da wird aus einem Brief von Horst Hoffmann an die Atlan-Expokraten berichtet. Die Anleihen am Perry Rhodan-Kosmos waren nicht nur gut angekommen, bzw. in der Mutterserie erwartete man mehr Kommunikation.

Hoffmann schrieb demnach: „Ich bitte darum, künftig über alles informiert zu werden, was an wichtigem Neuen in die laufende Handlung einfließen soll (siehe PR-Themen!!!) Und zwar, bevor die Exposés geschrieben werden. Dadurch braucht sich keiner auf die Füße getreten zu fühlen, bei PR läuft das seit 1984 so, nicht zum Schaden der Serie.“

Vorher hatte Hoffmann gesagt: „Es gibt durchaus gute Ansätze, aus der PR-Materie zu schöpfen - dazu zählen m.E. insbesondere die Paddler, die Geschichte der Hathor und Horst Idee mit der Erklärung des M 87-Jetstrahls.“ Und weiter: „Alle weiteren PR-Themen aber bitte nicht weiter ausbauen (Kraht!!!), sondern nur aus der gewonnenen historischen Substanz heraus Neues, Atlan-Spezifisches entwickeln.“

Im weiteren legte Hoffmann Gedanken für einen Grals-Zyklus vor, woraus aber wegen der Einstellung der Serie kurz darauf nichts wurde. Interessant finde ich die drei Ausrufezeichen hinter „Kraht“. Ich denke mal, ausgerechnet unter dem Dom eine Zeitgruft anzusiedeln, ist damals beim Redakteur nicht so gut angekommen. Das ist aber natürlich Spekulation und rein subjektiv so herausgelesen. Im allgemeinen sind solche Fundstücke natürlich schon ein Schatz, der vieles erklärbar macht, was unsere Serien(n) betrifft. Schade, dass es so etwas seit vielen, vielen Jahren nicht mehr gibt. Auch die neueste Chronik, so interessant sie auch in der Auflistung von Merchandising-Artikeln etc. ist, lässt solche komplett vermissen. Aber das nur off-topic.
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Tell Sackett
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Re: Klassiker-Zyklus: die Zeitchirurgen (800 - 850)

Beitrag von Tell Sackett »

Grauer Lord hat geschrieben: 7. Juni 2022, 17:09 (...)Im allgemeinen sind solche Fundstücke natürlich schon ein Schatz, der vieles erklärbar macht, was unsere Serien(n) betrifft. Schade, dass es so etwas seit vielen, vielen Jahren nicht mehr gibt. Auch die neueste Chronik, so interessant sie auch in der Auflistung von Merchandising-Artikeln etc. ist, lässt solche komplett vermissen.
Eine "schonungslose" Chronik der PR-Serie müsste wohl auch außerhalb des Verlags erscheinen.
Denn gerade diese "Fundstücke" sind - meiner Ansicht nach - eher unfreiwillig, wenn überhaupt veröffendlicht worden.
Ein Beispiel dafür, wären einige von Horst Hoffmanns Annekdoten aus dem "Alten Forum". Da war schon einiges sehr interessantes dabei (Einführung Thomas Zieglers als neuer Expose-Autor). Allerdings war dort wohl auch vieles lediglich in Hoffmanns Erinnerung so, wie er es dann darstellte (Begräbnis von Johnny Bruck).
Eine weitere wirklich interessante Quelle sind die biographischen Notizen von Inge Mahn über ihren Ehemann William Voltz. Da wird es hoffendlich irgendwann eine gedruckte Veröffentlichung geben.
Die PR-Chroniken hingegen wirken auf mich eher wie ein typisches Making-of eines Hollywoodfilms, wo sich alle lieb haben und eigentlich nichts wirklich Erhellendes beisteuern...Das kann natürlich auch ganz nett sein...
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Lumpazie
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Re: Klassiker-Zyklus: die Zeitchirurgen (800 - 850)

Beitrag von Lumpazie »

Tell Sackett hat geschrieben: 7. Juni 2022, 20:05
Grauer Lord hat geschrieben: 7. Juni 2022, 17:09 (...)Im allgemeinen sind solche Fundstücke natürlich schon ein Schatz, der vieles erklärbar macht, was unsere Serien(n) betrifft. Schade, dass es so etwas seit vielen, vielen Jahren nicht mehr gibt. Auch die neueste Chronik, so interessant sie auch in der Auflistung von Merchandising-Artikeln etc. ist, lässt solche komplett vermissen.
Eine "schonungslose" Chronik der PR-Serie müsste wohl auch außerhalb des Verlags erscheinen.
Spoiler:
Denn gerade diese "Fundstücke" sind - meiner Ansicht nach - eher unfreiwillig, wenn überhaupt veröffendlicht worden.
Ein Beispiel dafür, wären einige von Horst Hoffmanns Annekdoten aus dem "Alten Forum". Da war schon einiges sehr interessantes dabei (Einführung Thomas Zieglers als neuer Expose-Autor). Allerdings war dort wohl auch vieles lediglich in Hoffmanns Erinnerung so, wie er es dann darstellte (Begräbnis von Johnny Bruck).
Eine weitere wirklich interessante Quelle sind die biographischen Notizen von Inge Mahn über ihren Ehemann William Voltz. Da wird es hoffendlich irgendwann eine gedruckte Veröffentlichung geben.
Die PR-Chroniken hingegen wirken auf mich eher wie ein typisches Making-of eines Hollywoodfilms, wo sich alle lieb haben und eigentlich nichts wirklich Erhellendes beisteuern...Das kann natürlich auch ganz nett sein...
Na, die Chroniken sind doch ausserhalb des Verlages erschienen - im Hannibal-Verlag ;)

Ich verstehe aber schon, wie Ihr es meint. Ich kann aber auch die Verlagsverantworlichen bei VPM und die Autoren der Chronik verstehen. Die Gradwanderung der Veröffentlichung von Internas ist nun mal schwierig. Für uns Fans ist das natürlich unheimlich interessant - aber für die Beteiligten? Noch dazu, wenn Sie sich vielleicht nicht mehr wehren können (weil sie z.B. schon verstorben sind). Das ist ein schwieriges Thema. Aber ich muss gestehen, ich bin dennoch ganz bei Euch. Mir hätten solche Schmankerln in der PR-Chronik 4 sehr gut gefallen.

Zwecks Off-Topic - den dürfen wir hier im Atlan-Thread schon auch mal haben :unschuldig: Es ist ja nicht so, das hier dann seitenlang über andere Themen diskutiert wird (so das die Moderatoren gezwungen sind, ganze Teile auszulagern). Noch dazu sind unsere Romane schon erschienen und es diskutieren gerade mal 2 User darüber. Also von daher finde ich das nicht problematisch (ausser es würde sich jemand von Euch darüber beschweren). Aber da so wenig Off-Topic wie hier vorkommt, glaube ich kaum, das dies jemand tut.

Dennoch - wer sich für die Arbeit an den PR-Chroniken interessiert, ist vielleicht hier:

Perry Rhodan Chronik

besser aufgehoben. Rainer Nagel nimmt dazwischen auch einmal Stellung, warum er eben solche Anekdoten wie die von Hoffmann NICHT in die PR-Chronik 4 mit aufnahm.
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Lumpazie
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Re: Klassiker-Zyklus: die Zeitchirurgen (800 - 850)

Beitrag von Lumpazie »

Im Jahr 1987 erschien der Band 826 der Atlan-Heftserie:

Im Dom des Wächterordens

von H.G. Ewers

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Innenillustration:

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Handlung:

Als Atlan nach seiner Rematerialisation im Zeitauge von Magadan Goman-Largo und Tuschkan gegenübersteht, verdächtigt er letzteren zunächst, der falsche Tuschkan zu sein, der ihn und seine Gefährten im Gewölbe auf Khrat in eine Falle gelockt hat. Es gelingt dem Hathor jedoch bald, den Neuankömmling von seiner Echtheit zu überzeugen.

Der Arkonide berichtet von den Ereignissen im Dom Kesdschan. Als Tuschkan vom Angriff auf Terak Terakdschan erfährt, dreht er vor Sorge durch und kann nur mit einem Paralysatorschuss daran gehindert werden, durch den Transmitter zur nicht mehr existenten Gegenstation auf Khrat zu springen.

Goman-Largo berichtet, dass er mit Tuschkan auf Tessal in eine Falle der Zeitchirurgen geraten ist. Anschließend sind die beiden von anderen Metagyrrus befreit und durch eine stehende Nullzeit-Verbindung in das Zeitauge von Magadan geschickt worden.

Atlan äußert die Vermutung, dass eine derartige Verbindung auch zum Zeitgruft-Operator unter dem Dom Kesdschan möglich sei. Der wiedererwachte Tuschkan bestätigt das. Nach einiger Suche finden die drei die Schaltanlagen für den Nullzeit-Transfer. Es stellt sich jedoch heraus, dass ein Transfer zum ZGO auf Khrat unmöglich ist, weil dieser dezentralisiert wurde.

Als der Hathor über die Situation nachdenkt, erinnert er sich, dass seine Eltern bei ihrer letzten Reise mit einer Sphäre von Khrat kommend einen Zeitgruft-Operator erreicht haben, er kennt auch noch dessen Sextadimmuster. Die Sphäre sollte trotz der Jahrtausende, die vermutlich vergangen sind, noch an ihrem Platz stehen. Als Hathor müsste es Tuschkan möglich sein, diese Sphäre zu benutzen, sie sollte den Weg nach Khrat gespeichert haben.

Tuschkan prüft kurz die Schaltanlage, der fragliche ZGO befindet sich auf Guran und ist vom Zeitauge aus erreichbar. Der Hathor gibt seinen Gefährten noch einige grundlegende Informationen über die Zielwelt, dann startet er den Transport. Gleich darauf stehen die drei in einem Zeitgruft-Operator, atembare Atmosphäre umgibt sie.

Als Atlan sich umsieht, wird ihm klar, dass sie sich in einer sehr bedeutenden Station der Zeitchirurgen befinden. Tuschkan unterbricht seinen Gedankenfluss, er hat den Standort der Sphäre geortet, aber auch Tausende von Kampfrobotern, die die achtzehn Kilometer lange Strecke dorthin blockieren.

Durch einen kombinierten Einsatz von Niveau- und Zeittransmitter will der Hathor sich und seine Begleiter an ihr Ziel bringen. Sie landen in einem Stützpunkt der Zeitchirurgen, Tuschkan und Goman-Largo werden unmittelbar nach ihrer Ankunft von einer Strahlung in Bewusstlosigkeit versetzt. Bevor Atlan sich um die beiden kümmern kann, gerät er unter Beschuss von Cyborgs, die sich auf den Rücken zweier Metagyrrus befinden. Atlan vernichtet die Kunstwesen und paralysiert ihre Träger.

Endlich kann sich der Arkonide seinen Gefährten widmen und sie aufwecken. Wie Goman-Largo anschließend feststellt, befinden sie sich in einem »multidimensionalen Etappenspürer«. Dieser dient zur Steuerung von Kampfeinheiten auf verschiedenen Zeit- und Existenzebenen. Diese Eigenschaft nutzen Tuschkan und der Modulmann, um die gegnerischen Kräfte außer Gefecht zu setzen, während es Atlan überlassen bleibt, mit den stationseigenen Überwachungsanlagen die genaue Position der gesuchten Sphäre zu ermitteln.

Als der Aktivatorträger nach einiger Zeit fündig geworden ist, muss er feststellen, dass die beiden Zeitchirurgen verschwunden sind. Er beschließt daraufhin, den Stützpunkt zu vernichten und aktiviert die Selbstzerstörungsanlage. Die drei flüchten durch einen Gang, zwei kurz darauf erfolgende Explosionen rauben Atlan das Bewusstsein.

Als er wieder zu sich kommt, sind seine Begleiter bereits aktiv geworden und haben einen Durchgang zur Sphäre geschaffen. Tuschkan informiert den Arkoniden, dass er die Energieaggregate der beiden Metagyrrus zu Sprengkörpern umgebaut hat. Deren Detonationen haben Atlan außer Gefecht gesetzt.

Die drei benutzen den Durchgang, der sich im Dach des Zeitgruft-Operators befindet, und gelangen direkt zur Sphäre. Tuschkan deaktiviert das Schirmfeld und sie können eindringen. Atlan entdeckt den Lichtanzug Nofretas, darin ist eine kleine Menge Illusionskristalle verborgen. In diesen Zaphars, wie Tuschkan sie nennt, hat die Hathor seinerzeit ihre Erlebnisse abgespeichert.

Wie der Arkonide und seine Begleiter erfahren, waren Nofreta und Tuschnor auf ihrer Mission Betalauris, der Jagd nach den Zeitchirurgen. Im Zeitgruft-Operator auf Guran wurden sie von einem Roboter in ihrer Begleitung angegriffen, der von Khrat stammte. Atlan begreift, dass eine weitere Macht hinter den Zeitchirurgen stecken muss, die diese manipuliert und deren Fähigkeiten ausnutzt.

Tuschkan startet die Sphäre und steuert sie wie einen Time-Shuttle zum Dom Kesdschan. Der Dom lässt seine gewohnte Ausstrahlung vermissen, er ist wie tot. Sein Hüter Terak Terakdschan ist paralysiert, ausgeschaltet vom Omega-Fixator des unbekannten Angreifers in der Maske seines Enkels.

Dieser befindet sich nach wie vor im Dom. Als Tuschkan dem Fremden gegenübersteht, der wieder die Gestalt des Hathors angenommen hat, kommt es zum Kampf. Der Hathor und sein Ebenbild jagen sich über verschiedene Existenzebenen, Tuschkan kann seinen Gegner schließlich mit seiner Waffe, dem Scutari, ausschalten.

Anschließend gelingt es Tuschkan, das Bewusstsein Terak Terakdschans wieder zu erwecken. Dieser sieht in dem Hathor jedoch seinen Angreifer und versetzt den Dom in psionische Schwingungen, um sich gegen den vermeintlichen Feind zu wehren.

Tuschkan verliert das Bewusstsein. Atlan und Goman-Largo leiden zwar auch unter den Schwingungen, schaffen es aber, sich um ihren Begleiter zu kümmern und diesen aus seiner Bewusstlosigkeit zu holen. Gemeinsam flüchten sie in das Gewölbe unter dem Dom, nachdem der Hathor einen Durchgang geöffnet hat. Die Schwingungen sind auch in dem Gewölbe zu spüren. Während Tuschkan inzwischen immun dagegen zu sein scheint, setzt der psionische Einfluss seinen beiden Begleitern immer mehr zu. Diese leiden unter einer zunehmenden geistigen Verwirrung, ihr Gedächtnis spielt ihnen Streiche. Atlan kann sich schließlich nur noch erinnern wie er mit Anima, Neithadl-Off, Chipol und Dartfur nach Nimroy gelangt ist, die folgenden Ereignisse sind in Vergessenheit geraten.

Unter Tuschkans Führung bewegt sich die kleine Gruppe weiter auf der Suche nach der STERNSCHNUPPE und Atlans zurückgelassenen Gefährten. Nach einiger Zeit tauchen vor ihnen drei Metagyrrus auf. Es sind Widerständler gegen die Zeitchirurgen, sie kämpfen im Zeichen der Regenbogenblume.

Ein Metagyrru namens Huffur-Gwon führt Atlan und seine Begleiter zur STERNSCHNUPPE, wo sie auf Anima und die anderen treffen. Atlan, Anima, Chipol und Dartfur sowie Neithadl-Off und Goman-Largo gehen an Bord. Die Metagyrrus versetzen das Raumschiff wieder nach Nimroy.

Die STERNSCHNUPPE startet durch einen Schacht in den Weltraum des Intern-Kosmos. Weder das Schiff noch seine Insassen haben die leiseste Erinnerung an Khrat. Ein vermeintlich sinnloser Versuch, die RA-perfekt über Funk zu erreichen, bringt einen überraschendes Erfolg. Sie sind zurückgekehrt in ihre Realzeit, man schreibt den 28. Dezember des Jahres 3820.

Der obige Text und Bilder wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
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Grauer Lord
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Re: Klassiker-Zyklus: die Zeitchirurgen (800 - 850)

Beitrag von Grauer Lord »

Trotz des natürlich sehr neugierig machenden Titels „Im Dom des Wächterordens“ (da schlägt das Leser-Herz natürlich höher!) war Heft 826 von H.G. Ewers zumindest in der ersten Hälfte so abgedreht und verwirrend, dass es keinen Spaß mehr machte, das alles zu lesen.

Anfangs schreibt der Expokrat noch aus Atlans Perspektive, dass alles zusammenhängen müsse, die unvorstellbare Gefahr in Alkordoom, Manam-Turu, EVOLO, aber auch Tuschkan und die Rätsel im Sternhaufen Schwert des Rächers. Geboten wird aber eine abenteuerlich-wirre Geschichte mit dem Ziel, über den Umweg des alten Raumschiffs von Tuschkans Eltern bzw. Nofretas Anzug einer Hüterin des Lichts, den Weg nach Kraht zurückzufinden. Dabei rekapituliert Ewers nochmal die Geschichte des bei Primitiven ausgesetzten Hathor-Waisen, der sich sein Leben lang dem Hass auf die Zeitchirurgen gewidmet hat. Das wirkt überzeugend und macht Tuschkan zu einer starken Figur mit mehr Kontur, als sie Goman-Largo hat, der ähnliche Ziele verfolgt.

Doch wo spielt die Handlung derzeit eigentlich? Das findet man als Leser anfangs nur mühsam heraus, es ist das geheimnisvolle Zeitauge von Maghadan in Manam-Turu. Die Stippvisite Tuschkans und Goman-Largos auf Tessal wird nur gestreift, man hätte sie dann ja auch ganz weglassen können. Immerhin erfahren wir, dass es im Volk der Metagyrrus Widerständler gibt, die gegen den Orden der Zeitchirurgen kämpfen, der vielleicht nur eine pervertierte Minderheit des einhornähnlichen Volkes von Telekineten darstellt. Dann wimmelt es nur so von „Sonderschaltungen“ und „Nullzeit-Verbindungen“, zudem erinnert sich Tuschkan an das Sextadimsturkturmuster der Zeitgruft des Planeten, auf dem das Schiff seiner getöteten Eltern wartet - er hat es sich als Fünfjähriger eingeprägt …..

Wer hier aussteigt, hat mein vollstes Verständnis. Und dass ein Leser bei dieser Handlungsführung gar nicht erst bei Atlan eingestiegen ist, dürfte auch auf der Hand liegen. Wenn man die Handlungsstränge nur mit derart verworrenen Ideen und Mitteln zusammenbekommt, dann ist die im Grunde ja faszinierende Ideen-Welt der Zeit-Handlungseben gescheitert.

Am Ende gelingt es, den mächtigen Eindringling in dem Dom Kesdschan zumindest für den Moment zu besiegen. Atlan und Co. landen durch Hilfe der Widerständler aus den Reihen der Metgayrrus wieder in der richtigen Zeit in der Zeitfestung und treffen auf die RA-perfekt. Die Erinnerung an den Dom und seine Geheimnisse (am Rande wird auch sehr schön die Gruft mit den Hinterlassenschaften der Porlyeter zumindest gestreift) verschwinden langsam aus Atlans Gedächtnis, Motto: Die Zeit war noch nicht reif; ähnlich wie in Band 499, als er alle Erinnerungen an den großen kosmischen Überbau wieder verlor.

Und was hat diese ganze Eskapade für die Handlung gebracht? Zumindest eine Sache. So wurde der wichtige Gedanke eingebracht, dass ein Faktor, der erst nachträglich ins Spiel gekommen ist und „aus der Zukunft herabgestiegen ist“, sich der Mittel des Ordens der Zeitchirurgen bedient, um die kosmische Ordnung aus der Vergangenheit heraus zu untergraben. Wie (möglicherweise) mit dem Aussterben der Hathor bewiesen. Den Orden gab’s also schon vorher, was man auch immer von seiner Vorgehensweise halten mag, die Gefahr besteht aber darin, dass eines der beiden Psi-Pakete EVOLOS bekanntlich die Zeit als seine Domäne hat. Das könnte dann wirklich eine Gefahr sein, vor der die Kosmokraten zittern müssen. Das alles hätte man aber bis hierhin wirklich weniger konfus und weniger verschwurbelt schildern können, finde ich. Schade drum.
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Yman
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Re: Klassiker-Zyklus: die Zeitchirurgen (800 - 850)

Beitrag von Yman »

Lumpazie hat geschrieben: 12. Juni 2022, 10:54 Im Jahr 1987 erschien der Band 826 der Atlan-Heftserie:

Im Dom des Wächterordens

von H.G. Ewers
Grauer Lord hat geschrieben: 12. Juni 2022, 11:43 Trotz des natürlich sehr neugierig machenden Titels „Im Dom des Wächterordens“ (da schlägt das Leser-Herz natürlich höher!) war Heft 826 von H.G. Ewers zumindest in der ersten Hälfte so abgedreht und verwirrend, dass es keinen Spaß mehr machte, das
alles zu lesen.
Ich habe den Roman sehr langsam gelesen und fand ihn dann nicht mehr ganz so abgedreht und verwirrend, aber ich bin auch ganz nicht sicher, ob ich wirklich alles verstanden habe. Anscheinend befinden sich Atlan, Tuschkan und Goman-Largo im Zeitauge von Magadan, und es gibt keinen direkten Weg zum Dom Kesdschan auf Khrat. Es geht dann also auf einem Umweg zuerst zum Zeitgruftoperator auf dem Planeten Guran.

Ewers vollbringt immerhin das Kunststück, dass er eigentlich nur ein Drei-Mann-Team losziehen lässt, das irgendwie einen Weg zum Dom finden muss. Dabei ist jeder der drei für sich interessant, wobei es mir gefiel, dass der erste, große Teil aus Atlans Sicht geschrieben wurde, und dann nur ein Kapitel aus der Sicht Tuschkans. Wechselnde Ich-Erzähler begeistern mich ja allgemein nicht so, aber hier hat es gut funktioniert. Ewers kann es auch anders als seine bekannten kapitelweisen Wechselspielchen zwischen Goman-Largo und Neithadl-Off.
Grauer Lord hat geschrieben: 12. Juni 2022, 11:43Anfangs schreibt der Expokrat noch aus Atlans Perspektive, dass alles zusammenhängen müsse, die unvorstellbare Gefahr in Alkordoom, Manam-Turu, EVOLO, aber auch Tuschkan und die Rätsel im Sternhaufen Schwert des Rächers. Geboten wird aber eine abenteuerlich-wirre Geschichte mit dem Ziel, über den Umweg des alten Raumschiffs von Tuschkans Eltern bzw. Nofretas Anzug einer Hüterin des Lichts, den Weg nach Kraht zurückzufinden. Dabei rekapituliert Ewers nochmal die Geschichte des bei Primitiven ausgesetzten Hathor-Waisen, der sich sein Leben lang dem Hass auf die Zeitchirurgen gewidmet hat. Das wirkt überzeugend und macht Tuschkan zu einer starken Figur mit mehr Kontur, als sie Goman-Largo hat, der ähnliche Ziele verfolgt.
Diesen Teil fand ich relativ wirr, denn, wenn Tuschkans Eltern umgebracht wurden, warum nicht auch Tuschkan selbst? Wie schwer wäre das wirklich für jene Unbekannten gewesen? Warum weiß Tuschkan selbst nichts Genaues? Andererseits ist Tuschkan als Figur so interessant wie kaum eine andere seit langer Zeit, und es gelingt Ewers auch ganz gut, diesen ganzen relativ frei erfundenen technischen Firlefanz zu beschreiben, der dem Hathor seine Überlegenheit und Macht verleiht, gleichzeitig aber auch gewisse Stärken mit nachvollziehbaren Schwächen wieder auszubalancieren, um der Figur Glaubwürdigkeit zu geben, z.B. auch wie Atlan Tuschkan mit dem Paralysator, mit der Mündung direkt vorm Gesicht, betäubt, um ihn vor einer Wahnsinnstat zu bewahren, wobei ihm Tuschkans eigener, Kahalab genannter hathorscher Schutzanzug, der eine Art Eigenleben hat, hilft.
Grauer Lord hat geschrieben: 12. Juni 2022, 11:43Dann wimmelt es nur so von „Sonderschaltungen“ und „Nullzeit-Verbindungen“, zudem erinnert sich Tuschkan an das Sextadimsturkturmuster der Zeitgruft des Planeten, auf dem das Schiff seiner getöteten Eltern wartet - er hat es sich als Fünfjähriger eingeprägt …..
Grauer Lord hat geschrieben: 12. Juni 2022, 11:43Wer hier aussteigt, hat mein vollstes Verständnis. Und dass ein Leser bei dieser Handlungsführung gar nicht erst bei Atlan eingestiegen ist, dürfte auch auf der Hand liegen. Wenn man die Handlungsstränge nur mit derart verworrenen Ideen und Mitteln zusammenbekommt, dann ist die im Grunde ja faszinierende
Ideen-Welt der Zeit-Handlungseben gescheitert.
Ich verstehe die Kritik, teile sie auch, aber es ist auch schwierig, so etwas zu schreiben, und ich finde, dass Ewers sich mit diesem Roman schon Mühe gegeben hat. Ich hatte mit Schlimmerem gerechnet, aber ich denke, die Zeiten, in denen Ewers selbst noch rätselte, was er eigentlich vorhat, und versuchte, die Leser hinzuhalten, sind vorbei. Mit Tuschkan als Akteur bekennt Ewers Farbe in der Schilderung des Konfliktes mit den Zeitchirurgen. Was lange Zeit nur ein Ideengespinst war, ähnlich einer zusammenphantasierten Geschichte von Neithadl-Off, wird nun immer konkreter.
Grauer Lord hat geschrieben: 12. Juni 2022, 11:43Am Ende gelingt es, den mächtigen Eindringling in dem Dom Kesdschan zumindest für den Moment zu besiegen. Atlan und Co. landen durch Hilfe der Widerständler aus den Reihen der Metgayrrus wieder in der richtigen Zeit in der Zeitfestung und treffen auf die RA-perfekt. Die Erinnerung an den Dom und seine Geheimnisse (am Rande wird auch sehr schön die Gruft mit den Hinterlassenschaften der Porlyeter zumindest gestreift) verschwinden langsam aus Atlans Gedächtnis, Motto: Die Zeit war noch nicht reif; ähnlich wie in Band 499, als er alle Erinnerungen an den großen kosmischen Überbau wieder verlor.
Das ist natürlich schade, denn ich hatte erstmals seit langem das Gefühl, dass in der Atlan-Serie etwas Bedeutsames passiert, das sich auch hinsichtlich der PR-Serie nicht einfach wieder unter den Teppich kehren lässt. Im Grunde ist der Roman so, wie ich mir Atlan immer gewünscht habe: Wer Atlan nicht liest, verpasst etwas.

Insgesamt war ich eigentlich sehr zufrieden mit dem Roman. Ich denke, ich habe verstanden, was Ewers mit dem Roman wollte, und ich fand die Handlung überraschend spannend geschrieben, besonders, da eigentlich nur eine einzelne Gruppe aus nur drei Männern agiert. Diese drei Leute sind aber, auch hinsichtlich ihrer Absichten, teilweise so unterschiedlich, dass das für sich genommen schon interessant war. Jedenfalls war es ein erheblicher Unterschied zu früheren Romanen, in denen Atlan mit reinen "Mitläufern" wie Chipol oder Anima unterwegs war.
Grauer Lord hat geschrieben: 12. Juni 2022, 11:43Und was hat diese ganze Eskapade für die Handlung gebracht? Zumindest eine Sache. So wurde der wichtige Gedanke eingebracht, dass ein Faktor, der erst nachträglich ins Spiel gekommen ist und „aus der Zukunft herabgestiegen ist“, sich der Mittel des Ordens der Zeitchirurgen bedient, um die kosmische Ordnung aus der Vergangenheit heraus zu untergraben.
Das ist eine interessante Idee, und ich bin mal gespannt, wie es weitergeht. Ewers als Expokrat ist schon sehr anstrengend, ein normaler Leser kann da teilweise kaum folgen, so wirr und sprunghaft wie vieles ist.
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Re: Klassiker-Zyklus: die Zeitchirurgen (800 - 850)

Beitrag von Lumpazie »

Im Jahr 1987 erschien der Band 827 der Atlan-Heftserie:

Jododoom, der Prophet

von Hans Kneifel

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Innenillustration:

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Handlung:

Im Januar 3821 durchstreift die HORNISSE nach einer Reparatur auf New Marion wieder die Sonnensteppe. Kommandant Geselle und Colemayn suchen sowohl nach einer Spur von Atlan als auch nach den in den letzten Monaten entführten Personen sowie Informationen über die WELT DES EWIGEN LEBENS. Ein Eindringen in den Nukleus ist nicht mehr möglich, dieser ist durch eine Barriere unbekannter Natur komplett abgeriegelt, vermutlich auf Initiative der Schwarzen Sternenbrüder. Diese Abschottung hat aber zumindest den erfreulichen Nebeneffekt, dass auch keine Schatzsucher mehr in das Zentrum Alkordooms einfliegen können.

Neben der HORNISSE sind auch Schiffe der Celester, insbesondere der alkordischen Feuerwehr, unterwegs in der Sonnensteppe, darunter die WEINGART. Deren Besatzung ortet eines Tages zwei längliche spindelförmige Raumschiffe, die aus dem Nukleus kommen. Geselle und Colemayn wollen sich persönlich darum kümmern und lassen die HORNISSE die Verfolgung aufnehmen. Die Fremden fliegen den Planeten Como im Sonnensystem AK-4166 oder Aqafier, wie der Stern von den eingeborenen Intelligenzen, den Comern, genannt wird.

Die Bewohner der Siedlung Unzählbare Quellen durchleben eine kurze Zeit des Schreckens als plötzlich ein großes zweibeiniges, metallenes Wesen, begleitet von einem kleinen schwebenden Etwas, bei ihnen auftaucht. Der Fremde spricht jedoch ihre Sprache und vermag sie bald zu beruhigen. Er nennt sich Jododoom, der Prophet, sein stummer Begleiter ist sein »Schatten« Jodokat. Stumm ist der Schatten jedoch nur nach außen hin, mit Jododoom kann er telepathisch kommunizieren. Die beiden sind auf der Suche nach einem Heiligtum, dass Hyperfunkgerät heißt und vor achtzig Jahren von anderen Fremden, Celestern, zurückgelassen wurde.

Die raubtierhaften aber freundlichen Comer können ihm zwar nicht direkt helfen, jedoch wissen sie aus Legenden noch von den Besuchern von den Sternen. Sajel, ein Jäger des Stammes, führt die beiden Fremden zu dem alten Einsiedler Givrom, der die alten Geschichten besser kennt. Dieser glaubt, dass das Heiligtum seinerzeit von einer Karawane in das Eisgebirge gebracht wurde, ein Stamm von Fischern könnte näheres wissen.

Sajel ist nicht in der Lage, die Fremden zu diesem Stamm zu führen, dafür braucht es einen Wegspürer. Die drei machen sich auf den Rückweg nach Unzählbare Quellen, wobei Jododoom offenbart, dass er fliegen kann. Unterwegs bemerken der Prophet und sein Schatten, dass Raumschiffe über sie hinwegdonnern. Sie wissen, sie werden verfolgt. Kaum in der Siedlung angekommen, startet Jododoom auch schon wieder, auf dem Rücken trägt er den Wegspürer Alikoo.

An Bord der HORNISSE beobachtet man, wie die beiden Spindelraumer immer wieder den Planeten Como überfliegen, offensichtlich fieberhaft auf der Suche nach etwas. Colemayn beschließt, mit einem Beiboot aufzubrechen und ebenfalls die Suche aufzunehmen, allerdings indem er Kontakt zu den Comern aufnimmt. Gemeinsam mit den Thatern Sharfedt und Vandresh sowie dem Jukter Twardjy Pyong macht sich der Sternentramp auf den Weg.

Der Wegspürer Gindi erreicht bei der Suche nach einem neuen Siedlungsplatz für seinen Stamm ein Hochplateau. Dort steht eine unheimliche Statue, die den Kopf eines fremden Wesens darstellt. Plötzlich kommt ein merkwürdiges Ding vom Himmel, dem jemand entsteigt, der genauso aussieht. Zu Gindis Erleichterung erweist dieser Jemand sich als friedlich und spricht auch noch seine Sprache. Er stellt sich als Colemayn vor.

Aus ein paar Informationen des Wegspürers und einigen unterwegs aufgefangenen Funksprüchen kann Colemayn ein Gesamtbild zusammensetzen. Die Spindelraumer suchen ein Wesen, das als Prophet bezeichnet wird, die Suche scheint sich inzwischen auf ein Gebirge zu konzentrieren. Gindi erklärt sich bereit, den Sternentramp dorthin zu begleiten, bittet aber um eine Gegenleistung. Zu fünft geht die Reise weiter.

Auf dem Weg in die Berge ortet Vandresh eine fliegende Gestalt, die auf einer Geröllhalde in der Nähe einer Höhlensiedlung niedergeht – der Prophet. Als es langsam dunkel wird, landet auch das Beiboot der HORNISSE am Rand des Dorfes. Mit Gindis Hilfe ist schnell ein friedlicher Kontakt zu den Bewohnern, die sich Höhlen-Hang-Bauern nennen, hergestellt.

Jododoom, den Colemayn aufgrund seines metallenen Äußeren gleich als Roboter erkennt, erfährt von den Comern den Standort eines Tempels in dem sich das gesuchte Heiligtum, der Hypersender, befindet. Der Sternentramp, der noch nicht mit dem Propheten hat sprechen können, will gerade vorschlagen, mit der HORNISSE dorthin zu fliegen, als die Siedlung von den Spindelraumern angegriffen wird. Colemayn verschafft sich außerhalb der Höhlen einen Überblick und bittet dann Geselle über Funk um Unterstützung. Als er in die Höhle zurückkehrt, sind Jododoom und Jodokat verschwunden. Gemeinsam mit Gindi und Alikoo sowie einem alten Comer namens Khambada nimmt Colemayn die Verfolgung mit dem Beiboot auf.

Jododoom, der sich von einem Wegspürer namens Kermanhahi zu dem Tempel geleiten lässt, diskutiert unterwegs lautlos mit seinem Schatten. Die beiden sind sich noch nicht ganz einig, was sie von dem Sternentramp und seinen Begleitern halten sollen. Sie beschließen aber letztendlich, ihnen zu vertrauen.

Geselle fliegt mit der HORNISSE ebenfalls Como an. Auf dem Weg zum Gebirge wird das Schiff von einem der Spindelraumer attackiert, kann den Gegner jedoch in die Flucht schlagen. Das zweite Raumschiff aus dem Nukleus schwebt bereits über dem Tempel der Spitze und hat einige Beiboote ausgeschleust. Geselle lässt die HORNISSE erneut angreifen, um die Fremden von den Ereignissen auf der Planetenoberfläche abzulenken.

Jododoom und seine beiden Begleiter erreichen den Tempel, von dem nur noch eine Ruine steht. Alleine arbeitet sich der Prophet durch Schutt und Staub und findet einen Zugang in ein Kellergewölbe. Dort steht eine hölzerne Truhe, darin das Hyperfunkgerät, das er nach oben trägt.

Auch Colemayns Beiboot hat inzwischen den Tempel erreicht. Als Jododoom an dem Funkgerät hantiert, schafft der Sternentramp es endlich, den Roboter in ein Gespräch zu verwickeln. Er erfährt, dass Jododoom den Celestern mitteilen will, dass die ACORAH-CEN bereit sei, ein Schiff, das die Barriere durchfliegen kann. ACORAH-CEN, diesen altalkordischen Begriff übersetzt Colemayn mit »Zentrum von Alkordoom«.

Der Prophet muss schließlich erkennen, dass das Hyperfunkgerät defekt ist. Colemayn lädt ihn ein, an Bord der HORNISSE zu kommen. Bevor sie jedoch starten können, greifen die Beiboote des Spindelraumers an und versuchen Jododoom zu vernichten. Als dieser flüchtet, stürzt er einen Abhang hinunter und bleibt liegen, offenbar schwer beschädigt.

Der HORNISSE gelingt es schließlich, einen Teil der Angreifer abzuschießen, der Rest fliegt zurück in das Nukleusschiff, dieses setzt sich ab. Einige Zeit danach ortet man eine Explosion.

Colemayn lässt den Propheten mit einem Traktorstrahl bergen. Als er den vermeintlichen Roboter untersucht, stellt sich heraus, dass es sich um eine Art Rüstung für ein etwa vierzig Zentimeter großes hominides Wesen handelt. Jododoom lebt, ist aber schwer verletzt. Jodokat, sein Schatten, der zunächst verschwunden scheint, gesellt sich wenig später wieder zu ihm.

Als der Sternentramp eines der abgeschossenen Beiboote untersucht, findet er die Leichen eines Thaters und eines Celesters, vermutlich Schatzsucher oder Entführte. Es scheint als hätten sie unter Fremdeinfluss gestanden.

Bevor die HORNISSE wieder ins All aufbrechen kann, ist noch die Gegenleistung zu erbringen. Gindi hätte gern etwas technische Unterstützung bei der Erstellung eines Weges zu dem Hochplateau auf dem man ihn aufgelesen hat. Diesem Wunsch kommt Colemayn gerne nach.

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Grauer Lord
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Re: Klassiker-Zyklus: die Zeitchirurgen (800 - 850)

Beitrag von Grauer Lord »

Im Grunde war ich ja froh, die immer spektakuläre Handlungsebene um Zeitfestung, Hathor, Metagyrrus etc. mal zum Durchschnaufen zugunsten der viel bodenständigeren Science fiction der Alkordoom-Ebene verlassen zu können. Doch „Jododoom, der Prophet“ von Hans Kneifel wird auch dadurch nicht wirklich zu einem meiner Lieblingsromane.

Beschrieben wird der weiterhin vergebliche Versuch der HORNISSE, an den Barrieren, die die Schwarzen Sternenbrüder um das Zentrum von Alkordoom gelegt haben, vorbeizukommen. Entdeckt wird dabei die von bronzezeitlichen, wolfsähnlichen Geschöpfen bewohnte Welt Como. Die ist interessant für einen ganz neuen Faktor im Spiel: das aus dem Nukleus kommende Duo aus Jododoom und Jodokat. Beide stehen mit dem geheimnisvollen Ur-Volk der Galaxis in Zusammenhang (oder gehören ihm sogar an); der eine sieht aus wie ein Miniaturmensch, hat aber weder Knochengerüst, Organe etc. und lässt sich in einem Robotkörper transportieren. Der andere schwebt lautlos in der Luft und wirkt optisch wie ein Konglomerat aus zwei verschmolzenen Nüssen, verständigt sich telepathisch. Die Botschaft des Heftes: Beide kommen aus dem Nukleus und wollen den Celestern mitteilen, dass ein Raumschiff namens ARCORAH-CEN kommen wird, mit dem alle Barrieren der Sternenbrüder überwunden werden können. Also das lang ersehnte Gadget für Colemayn und die anderen, um endlich mal weiterzukommen. Von der Ruinenwelt Hypothek aus „Kein Kredit für die HORNISSE“ ist noch bekannt, dass Acorah der altalkordische Name für Alkordoom ist, Cen soll wiederum Synonym für den Nukleus bzw. das Zentrum sein.

Um diesen Beginn der Enthüllungen aus der Zeit VOR dem Erleuchteten spinnt Kneifel eine der üblichen Geschichten aus der Perspektive eines schlichten Planetenbewohners, dazu kommt es zu Gefechten mit zwei Raumern der Sternenbrüder, die das seltsame Gespann bis nach Como verfolgt haben. Ich fand das alles nur leidlich spannend und hätte lieber erfahren, warum die Geschöpfe aus dem Nukleus ausgerechnet mit den Celestern Kontakt wegen der ARCORAH-CEN aufnehmen wollen. Aber das löst sich ja wahrscheinlich noch auf. Vom Stil und der Spannung her fand ich das Heft nur durchschnittlich geschrieben, das konnte Hans Kneifel schon viel besser.

Das TiBi stellt sehr gelungen eine Szene aus dem Roman dar, die Wolfs-Illu von Robert Straumann ist schön in den Text eingepasst, wie das früher oft mit den Illus von Bruck gemacht worden ist.
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Yman
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Re: Klassiker-Zyklus: die Zeitchirurgen (800 - 850)

Beitrag von Yman »

Lumpazie hat geschrieben: 19. Juni 2022, 07:17 Im Jahr 1987 erschien der Band 827 der Atlan-Heftserie:

Jododoom, der Prophet

von Hans Kneifel
Grauer Lord hat geschrieben: 19. Juni 2022, 17:19 Im Grunde war ich ja froh, die immer spektakuläre Handlungsebene um Zeitfestung, Hathor, Metagyrrus etc. mal zum Durchschnaufen zugunsten der viel bodenständigeren Science fiction der Alkordoom-Ebene verlassen zu können. Doch „Jododoom, der Prophet“ von Hans Kneifel wird auch dadurch nicht wirklich zu einem meiner Lieblingsromane.
Ich denke, er wird auch eher in die Kategorie schnell vergessen fallen. Das Bodenständige war durchaus eine Erholung. Jododoom sucht nach einem Hypersender, seine Gegner suchen ihn, das hätte auch spannend sein können.
Grauer Lord hat geschrieben: 19. Juni 2022, 17:19 Die Botschaft des Heftes: Beide kommen aus dem Nukleus und wollen den Celestern mitteilen, dass ein Raumschiff namens ARCORAH-CEN kommen wird, mit dem alle Barrieren der Sternenbrüder überwunden werden können. Also das lang ersehnte Gadget für Colemayn und die anderen, um endlich mal weiterzukommen.
Zuerst gibt es nur mal eine Ankündigung, gut, das ist zu verstehen, so fällt das Gadget nicht vom Himmel, aber man sieht dann schon auch, wie lange es dauern kann, bis in kleinen Schritten die Fortschritte zustande kommen. Ich will nicht sagen, etliche Romane waren überflüssig. Es kommt eben darauf an, was ein Autor aus seinem Exposé macht. Er kann sich ja spannende Nebenhandlungen ausdenken.
Grauer Lord hat geschrieben: 19. Juni 2022, 17:19 Um diesen Beginn der Enthüllungen aus der Zeit VOR dem Erleuchteten spinnt Kneifel eine der üblichen Geschichten aus der Perspektive eines schlichten Planetenbewohners, dazu kommt es zu Gefechten mit zwei Raumern der Sternenbrüder, die das seltsame Gespann bis nach Como verfolgt haben. Ich fand das alles nur leidlich spannend und hätte lieber erfahren, warum die Geschöpfe aus dem Nukleus ausgerechnet mit den Celestern Kontakt wegen der ARCORAH-CEN aufnehmen wollen. Aber das löst sich ja wahrscheinlich noch auf. Vom Stil und der Spannung her fand ich das Heft nur durchschnittlich geschrieben, das konnte Hans Kneifel schon viel besser.
Mein Eindruck war auch, dass Kneifel hier sehr routiniert geschrieben hat, eine seiner üblichen Geschichten, ganz okay, immerhin hat er noch verschiedene Perspektiven zu bieten, z.B. Gindi, der Wegspürer, so dass es nicht langweilig war. Die Raumschlacht fand ich wenig interessant, interessant aber schon eher Kneifels eigenen Kommentar, durch den Mund Geselles (S.43): "Endlich wieder eine Raumschlacht zwischen hoffentlich gleichwertigen Gegnern." Nur, dass Kneifel dann nicht wirklich liefert. Auch stilistisch war er schon besser, aber ich bin noch zufrieden. Ingesamt ist es ein Roman, den ich gemütlich lesen und am Ende sorglos wohlwollend abhaken konnte, und ich freue mich auf den nächsten.
Grauer Lord hat geschrieben: 19. Juni 2022, 17:19Das TiBi stellt sehr gelungen eine Szene aus dem Roman dar, die Wolfs-Illu von Robert Straumann ist schön in den Text eingepasst, wie das früher oft mit den Illus von Bruck gemacht worden ist.
Das hat mir auch sehr gut gefallen, war auch mein erster Gedanke, nur dass Bruck in guten Zeiten damals teilweise gleich drei oder vier solcher Illustrationen pro Heft lieferte. Beim Tibi fällt mir negativ auf, wie unverschämt viel Platz der Serien-Name ATLAN in Ultra-Großbuchstaben und der Titel einnehmen. Gefühlt bleibt da in der Mitte grade noch ein schmaler Streifen für das Bild übrig.
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Re: Klassiker-Zyklus: die Zeitchirurgen (800 - 850)

Beitrag von Scrooge »

Grauer Lord hat geschrieben: 7. Juni 2022, 17:09 Im weiteren legte Hoffmann Gedanken für einen Grals-Zyklus vor, woraus aber wegen der Einstellung der Serie kurz darauf nichts wurde. Interessant finde ich die drei Ausrufezeichen hinter „Kraht“. Ich denke mal, ausgerechnet unter dem Dom eine Zeitgruft anzusiedeln, ist damals beim Redakteur nicht so gut angekommen. Das ist aber natürlich Spekulation und rein subjektiv so herausgelesen.
Ich kann mich daran erinnern, dass mich die Kraht-Episode faszinierte, und zwar u.a. deshalb, weil mir die Querverknüpfungen zur PR-Serie aufgefallen sind, die aber so wohl gar nicht von allen intendiert waren. Ich las damals parallel die 1. und (bis zu ihrer Einstellung) die 2. Auflage, und in der 2. Auflage war die Kraht-Episode zu jenem Zeitpunkt noch nicht lange vorbei. Und in der 1. Auflage erreichten fast "zeitgleich" (Erscheinen der Hefte) Ernst Ellert und Testare ebenfalls die Gewölbe unterhalb von Kraht, zumindest meiner Erinnerung nach (Band 1366). Da es hier aber (anders als ich damals vermutete) keine inhaltlichen Querbezüge gab, kann ich das Missfallen von Horst Hoffmann schon nachvollziehen, denn die zeitliche Koinzidenz war sehr auffällig. Ich frage mich aber auch, warum der Redakteur von der Handlung offensichtlich so überrascht war - mussten die Handlungsentwürfe und Exposés nicht von der Redaktion freigegeben werden? Warum hat Horst Hoffmann das nicht gestoppt, wenn es so sehr sein Missfallen erregte?
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Re: Klassiker-Zyklus: die Zeitchirurgen (800 - 850)

Beitrag von Lumpazie »

Lumpazie hat geschrieben: 19. Juni 2022, 07:17 Im Jahr 1987 erschien der Band 827 der Atlan-Heftserie:

Jododoom, der Prophet

von Hans Kneifel

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Innenillustration:

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Spoiler:
Handlung:

Im Januar 3821 durchstreift die HORNISSE nach einer Reparatur auf New Marion wieder die Sonnensteppe. Kommandant Geselle und Colemayn suchen sowohl nach einer Spur von Atlan als auch nach den in den letzten Monaten entführten Personen sowie Informationen über die WELT DES EWIGEN LEBENS. Ein Eindringen in den Nukleus ist nicht mehr möglich, dieser ist durch eine Barriere unbekannter Natur komplett abgeriegelt, vermutlich auf Initiative der Schwarzen Sternenbrüder. Diese Abschottung hat aber zumindest den erfreulichen Nebeneffekt, dass auch keine Schatzsucher mehr in das Zentrum Alkordooms einfliegen können.

Neben der HORNISSE sind auch Schiffe der Celester, insbesondere der alkordischen Feuerwehr, unterwegs in der Sonnensteppe, darunter die WEINGART. Deren Besatzung ortet eines Tages zwei längliche spindelförmige Raumschiffe, die aus dem Nukleus kommen. Geselle und Colemayn wollen sich persönlich darum kümmern und lassen die HORNISSE die Verfolgung aufnehmen. Die Fremden fliegen den Planeten Como im Sonnensystem AK-4166 oder Aqafier, wie der Stern von den eingeborenen Intelligenzen, den Comern, genannt wird.

Die Bewohner der Siedlung Unzählbare Quellen durchleben eine kurze Zeit des Schreckens als plötzlich ein großes zweibeiniges, metallenes Wesen, begleitet von einem kleinen schwebenden Etwas, bei ihnen auftaucht. Der Fremde spricht jedoch ihre Sprache und vermag sie bald zu beruhigen. Er nennt sich Jododoom, der Prophet, sein stummer Begleiter ist sein »Schatten« Jodokat. Stumm ist der Schatten jedoch nur nach außen hin, mit Jododoom kann er telepathisch kommunizieren. Die beiden sind auf der Suche nach einem Heiligtum, dass Hyperfunkgerät heißt und vor achtzig Jahren von anderen Fremden, Celestern, zurückgelassen wurde.

Die raubtierhaften aber freundlichen Comer können ihm zwar nicht direkt helfen, jedoch wissen sie aus Legenden noch von den Besuchern von den Sternen. Sajel, ein Jäger des Stammes, führt die beiden Fremden zu dem alten Einsiedler Givrom, der die alten Geschichten besser kennt. Dieser glaubt, dass das Heiligtum seinerzeit von einer Karawane in das Eisgebirge gebracht wurde, ein Stamm von Fischern könnte näheres wissen.

Sajel ist nicht in der Lage, die Fremden zu diesem Stamm zu führen, dafür braucht es einen Wegspürer. Die drei machen sich auf den Rückweg nach Unzählbare Quellen, wobei Jododoom offenbart, dass er fliegen kann. Unterwegs bemerken der Prophet und sein Schatten, dass Raumschiffe über sie hinwegdonnern. Sie wissen, sie werden verfolgt. Kaum in der Siedlung angekommen, startet Jododoom auch schon wieder, auf dem Rücken trägt er den Wegspürer Alikoo.

An Bord der HORNISSE beobachtet man, wie die beiden Spindelraumer immer wieder den Planeten Como überfliegen, offensichtlich fieberhaft auf der Suche nach etwas. Colemayn beschließt, mit einem Beiboot aufzubrechen und ebenfalls die Suche aufzunehmen, allerdings indem er Kontakt zu den Comern aufnimmt. Gemeinsam mit den Thatern Sharfedt und Vandresh sowie dem Jukter Twardjy Pyong macht sich der Sternentramp auf den Weg.

Der Wegspürer Gindi erreicht bei der Suche nach einem neuen Siedlungsplatz für seinen Stamm ein Hochplateau. Dort steht eine unheimliche Statue, die den Kopf eines fremden Wesens darstellt. Plötzlich kommt ein merkwürdiges Ding vom Himmel, dem jemand entsteigt, der genauso aussieht. Zu Gindis Erleichterung erweist dieser Jemand sich als friedlich und spricht auch noch seine Sprache. Er stellt sich als Colemayn vor.

Aus ein paar Informationen des Wegspürers und einigen unterwegs aufgefangenen Funksprüchen kann Colemayn ein Gesamtbild zusammensetzen. Die Spindelraumer suchen ein Wesen, das als Prophet bezeichnet wird, die Suche scheint sich inzwischen auf ein Gebirge zu konzentrieren. Gindi erklärt sich bereit, den Sternentramp dorthin zu begleiten, bittet aber um eine Gegenleistung. Zu fünft geht die Reise weiter.

Auf dem Weg in die Berge ortet Vandresh eine fliegende Gestalt, die auf einer Geröllhalde in der Nähe einer Höhlensiedlung niedergeht – der Prophet. Als es langsam dunkel wird, landet auch das Beiboot der HORNISSE am Rand des Dorfes. Mit Gindis Hilfe ist schnell ein friedlicher Kontakt zu den Bewohnern, die sich Höhlen-Hang-Bauern nennen, hergestellt.

Jododoom, den Colemayn aufgrund seines metallenen Äußeren gleich als Roboter erkennt, erfährt von den Comern den Standort eines Tempels in dem sich das gesuchte Heiligtum, der Hypersender, befindet. Der Sternentramp, der noch nicht mit dem Propheten hat sprechen können, will gerade vorschlagen, mit der HORNISSE dorthin zu fliegen, als die Siedlung von den Spindelraumern angegriffen wird. Colemayn verschafft sich außerhalb der Höhlen einen Überblick und bittet dann Geselle über Funk um Unterstützung. Als er in die Höhle zurückkehrt, sind Jododoom und Jodokat verschwunden. Gemeinsam mit Gindi und Alikoo sowie einem alten Comer namens Khambada nimmt Colemayn die Verfolgung mit dem Beiboot auf.

Jododoom, der sich von einem Wegspürer namens Kermanhahi zu dem Tempel geleiten lässt, diskutiert unterwegs lautlos mit seinem Schatten. Die beiden sind sich noch nicht ganz einig, was sie von dem Sternentramp und seinen Begleitern halten sollen. Sie beschließen aber letztendlich, ihnen zu vertrauen.

Geselle fliegt mit der HORNISSE ebenfalls Como an. Auf dem Weg zum Gebirge wird das Schiff von einem der Spindelraumer attackiert, kann den Gegner jedoch in die Flucht schlagen. Das zweite Raumschiff aus dem Nukleus schwebt bereits über dem Tempel der Spitze und hat einige Beiboote ausgeschleust. Geselle lässt die HORNISSE erneut angreifen, um die Fremden von den Ereignissen auf der Planetenoberfläche abzulenken.

Jododoom und seine beiden Begleiter erreichen den Tempel, von dem nur noch eine Ruine steht. Alleine arbeitet sich der Prophet durch Schutt und Staub und findet einen Zugang in ein Kellergewölbe. Dort steht eine hölzerne Truhe, darin das Hyperfunkgerät, das er nach oben trägt.

Auch Colemayns Beiboot hat inzwischen den Tempel erreicht. Als Jododoom an dem Funkgerät hantiert, schafft der Sternentramp es endlich, den Roboter in ein Gespräch zu verwickeln. Er erfährt, dass Jododoom den Celestern mitteilen will, dass die ACORAH-CEN bereit sei, ein Schiff, das die Barriere durchfliegen kann. ACORAH-CEN, diesen altalkordischen Begriff übersetzt Colemayn mit »Zentrum von Alkordoom«.

Der Prophet muss schließlich erkennen, dass das Hyperfunkgerät defekt ist. Colemayn lädt ihn ein, an Bord der HORNISSE zu kommen. Bevor sie jedoch starten können, greifen die Beiboote des Spindelraumers an und versuchen Jododoom zu vernichten. Als dieser flüchtet, stürzt er einen Abhang hinunter und bleibt liegen, offenbar schwer beschädigt.

Der HORNISSE gelingt es schließlich, einen Teil der Angreifer abzuschießen, der Rest fliegt zurück in das Nukleusschiff, dieses setzt sich ab. Einige Zeit danach ortet man eine Explosion.

Colemayn lässt den Propheten mit einem Traktorstrahl bergen. Als er den vermeintlichen Roboter untersucht, stellt sich heraus, dass es sich um eine Art Rüstung für ein etwa vierzig Zentimeter großes hominides Wesen handelt. Jododoom lebt, ist aber schwer verletzt. Jodokat, sein Schatten, der zunächst verschwunden scheint, gesellt sich wenig später wieder zu ihm.

Als der Sternentramp eines der abgeschossenen Beiboote untersucht, findet er die Leichen eines Thaters und eines Celesters, vermutlich Schatzsucher oder Entführte. Es scheint als hätten sie unter Fremdeinfluss gestanden.

Bevor die HORNISSE wieder ins All aufbrechen kann, ist noch die Gegenleistung zu erbringen. Gindi hätte gern etwas technische Unterstützung bei der Erstellung eines Weges zu dem Hochplateau auf dem man ihn aufgelesen hat. Diesem Wunsch kommt Colemayn gerne nach.
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EIne Rückmeldung von Robert Straumann habe ich auch bekommen und will Sie Euch nicht vorenthalten:

Titelbild Johnny Bruck: Ein schöne Fotomontage von Bruck, bestehend aus verschiedenen Fotovorlagen subtil zusammengefügt. Mit den von Hand gemalten Raumschiffen, wirkt das Bild (durch die Motive aus der bekannten Umwelt) glaubhaft; sozusagen pseudorealistisch. Die Vermischung, von Realität und Fantasie, hat mir schon immer gefallen.

Auch auf mich wirkten die grossen Schriftzüge immer störend und vor allem die Untertitel sind einfach zu gross gehalten. Da bleibt tatsächlich für das Motiv selbst (im Querformat) wenig Raum. Bruck hat es jedoch geschafft das Wesentliche auf diesen kleinen Raum zu beschränken, was nicht so einfach ist, da irgendwie trotzdem das ganze Cover "gefüllt" werden muss.

Meine Illustration: Ich war auch ganz überrascht als ich die Illustration in den Text eingebunden vorfand. Es wurde so von der Redaktion festgelegt und ist dadurch so was wie eine Hommage an die "alten" Illustrationen. Hut ab vor Johnny welcher damals, für ein bescheidenes Honorar, die Romane mit so viel Zeichnungen geschmückt hat.
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Re: Klassiker-Zyklus: die Zeitchirurgen (800 - 850)

Beitrag von Lumpazie »

Im Jahr 1987 erschien der Band 828 der Atlan-Heftserie:

Der Klon erwacht

von Falk Ingo Klee

Bild

Innenillustration:

Bild


Handlung:

Die HORNISSE unter der Führung von Kommandant Geselle und seinem »Vater« Colemayn ist nach wie vor in der Sonnensteppe Alkordooms unterwegs. An Bord befinden sich neben der Besatzung drei weitere Lebewesen, der Prophet Jododoom mit seinem »Schatten« Jodokat sowie der Klon Hage Nockemanns. Alle drei befinden sich in der Medo-Station des Raumschiffes.

Nockemann liegt seit seiner Erschaffung durch die Samariter von Alkordoom in einer Art Koma. Obwohl ihm körperlich nichts zu fehlen scheint und auch die eingepflanzte Mnemo-Kapsel funktioniert, ist es dem Roboter Geselle bisher nicht gelungen, seinen ehemaligen Chef aus der Zeit auf der SOL aufzuwecken.

Noch deutlich kritischer ist die Lage Jododooms, der schwere Verbrennungen erlitten hat. Das vierzig Zentimeter große Wesen ist nur äußerlich ein Humanoider, sein Körper verfügt über keinerlei bekannte Organe, er ähnelt im Aufbau mehr einer Amöbe. Geselle wagt es trotz seiner hervorragenden Kenntnisse nicht, selbst medizinisch einzugreifen. Er hat den Patienten in einen Regenerationstank gelegt und muss ansonsten auf die Selbstheilungskräfte des Körpers vertrauen.

Versuche, Kontakt zu Jodokat aufzunehmen, scheitern. Jododooms Schatten, der optisch an eine übergroße Erdnuss erinnert, schwebt nur reglos über dem Tank.

Unvermittelt erscheinen sechs kleine walzenförmige Raumschiffe vor der HORNISSE und greifen sofort an. Im letzten Moment gelingt es Geselle, sein Schiff in den Linearraum zu bringen und zu flüchten. Der Roboter steuert das System einer Sonne vom G-Typ an und landet auf dem zweiten der insgesamt sechs Planeten.

Servant, wie Geselle die Welt getauft hat, ist unbewohnt und macht einen geradezu paradiesischen Eindruck. Colemayn genehmigt sich und der Mannschaft Urlaub.

Während sich die Besatzung auf dem Planeten vergnügt, sieht Geselle, nach einem weiteren gescheiterten Versuch Hage Nockemann zu wecken, keine andere Möglichkeit mehr, als die Samariter von Alkordoom um Hilfe zu bitten. Als er das Sambol betätigt, zeigt dieses jedoch keine Reaktion, egal wie oft er es versucht. Das scheint die Aussage Arien Richardsons zu bestätigen, der vor Wochen behauptet hat, die SvA würden außerhalb des Nukleus nicht mehr aktiv. Diese Einschätzung erweist sich jedoch einige Zeit später als Irrtum, ganz schwach beginnt das Sambol zu leuchten. Die Samariter haben den Hilferuf erhört!

Auf Servant macht der Vermes Shah Run Tai eine merkwürdige Beobachtung. Er sieht draußen zwei Thater, die sich zur selben Zeit an Bord der HORNISSE befinden. Als er Colemayn davon berichtet, ist der Sternentramp äußerst besorgt. Er schlägt Geselle vor, den Planeten zu verlassen. Der Roboter befürchtet jedoch, dadurch das Zusammentreffen mit den SvA unnötig hinauszuzögern. Kurz darauf schlägt die Positronik der HORNISSE Alarm, ein Eindringling ist an Bord.

Geselle und Colemayn eilen zu Jododoom. In dessen Krankenzimmer ortet der Roboter tatsächlich ein fremdes Wesen, das jedoch unsichtbar ist. Er nimmt es unter Beschuss und zusammen mit Colemayn kann er den Fremden vertreiben.

Obwohl die Gefahr beseitigt scheint, legt Jodokat ein merkwürdiges Verhalten an den Tag. Statt wie gewohnt ruhig über dem Krankenlager zu schweben, zieht das Wesen hektische Kreise und hat seinen Arm ausgefahren. Dem Hinweis folgend, findet Geselle eine Sprengladung unter Jododooms Regenerationstank. Der Roboter aktiviert seinen Schutzschirm und wirft sich auf die Bombe. Die kurz darauf erfolgende Explosion richtet nur minimale Schäden an.

Angesichts dieser Ereignisse erklärt sich Geselle jetzt doch bereit zu starten, jedoch befindet sich noch ein Jagdtrupp auf Servant, um die Vorräte aufzustocken. Als die Jäger mit zwei erlegten Hirschkühen zurückgekehrt sind, hebt das Schiff ab.

Kurz nach dem Start ist eines der beiden Tiere verschwunden. Geselle und Colemayn vermuten ein weiteres Attentat auf den Propheten, sie eilen zu ihm. Noch auf dem Weg instruiert der Roboter die Schiffspositronik, einen Schutzschirm um das Medo-Center zu errichten. Die Maßnahme zeigt Wirkung, eine seltsam unfertige, halb durchsichtige Gestalt verfängt sich in den Energiefeldern. Geselle erinnert sich an ähnliche Wesen aus Manam-Turu, die von EVOLO stammten.

Als er das Wesen befragen will, scheint es sich für einen Sekundenbruchteil in einen Kaytaber zu verwandeln, dann zerfällt es zu Staub. Ein herbeigerufener Roboter entsorgt die Überreste ins All. Kurz darauf erreicht ein Funkspruch die HORNISSE, eine Drohung der »anderen Hälfte« des Toten. Der Absender gibt an, im Auftrag der Schwarzen Sternenbrüder zu handeln.

Irgendwann erreicht tatsächlich ein Raumschiff der Samariter von Alkordoom die HORNISSE. Es ist die TAU DES LEBENS, das vermutlich letzte Schiff der SvA, das sich noch außerhalb des Nukleus befindet. Fünf der Samariter, wie üblich alles Roboter, kommen an Bord. Je zwei kümmern sich um die beiden Patienten, Zember, ihr Kommandant, bleibt in der Zentrale der HORNISSE.

Die beiden Roboter, die Geselle zu Hage Nockemann begleitet, erzielen einen schnellen Erfolg. Nach kurzer Zeit sitzt der Solaner bereits auf seinem Bett. Anders verhält es sich im Falle Jododooms. Als die zwei Samariter seiner ansichtig werden, erstarren sie sofort, und sind mit keinem Mittel zu einer Reaktion zu bewegen.

Geselle, Colemayn und die anderen SvA kommen überein, Bilder von Jododoom und Jodokat zur TAU DES LEBENS zu übermitteln. Deren Schiffspositronik soll sie analysieren. Das Vorhaben scheitert, unmittelbar nach Erhalt der Bilder schaltet sich auch die Positronik ab.

Mit Zembers Erlaubnis zerlegen Geselle und der genesene Hage Nockemann einen der desaktivierten Samariter in seine Einzelteile. Während sie bei der Arbeit sind, erscheint eines der bereits bekannten Walzenraumschiffe wieder auf der Bildfläche und greift sowohl die HORNISSE als auch die TAU DES LEBENS an. Ohne Schiffspositronik ist insbesondere letztere auf das Höchste gefährdet.

Einer der Thater schlägt ein Ablenkungsmanöver vor, um den Walzenraumer wegzulocken. In diesem Moment explodiert das feindliche Schiff. Die Erklärung folgt kurz darauf über Funk, Breckcrown übermittelt seinen Gruß, antwortet aber auf keine Nachfragen. Er ist offenbar gleich wieder verschwunden.

Hage Nockemann, unterstützt von Geselle, findet bei der Untersuchung des Samariters tatsächlich ein winziges Bauteil, in dem das Abbild eines Wesens gespeichert ist, das aussieht wie Jododoom und wie dieser über einen schwebenden Begleiter mit der Form einer Erdnuss verfügt. Dieses Bauteil hat offensichtlich die Macht, die Positronik auszuschalten.

Daraufhin lässt Zember aus den anderen beiden Samaritern das entsprechende Teil ausbauen. Nun können sie sich um Jododoom kümmern. Obwohl der Patient schon im Sterben gelegen hat, können sie sein Leben retten und ihn vollständig heilen. Er benötigt nur noch einige Stunden Ruhe.

Währenddessen widmen sich Geselle und Nockemann weiter dem Bildspeicher. Sie finden heraus, dass er die Erbauer der Samariter zeigt. Als sie Zember damit konfrontieren, kann dieser es nicht glauben. Die Erbauer sind seit 4000 Jahren ausgestorben.

In der Kommandozentrale der HORNISSE gibt es erneut Alarm. Wieder ist ein Raumschiff in unmittelbarer Nähe erschienen. Die Aufregung ist jedoch umsonst, das Schiff ist die ACORAH-CEN, der Raumer, den Jododoom angekündigt hat.

Als Jododoom erwacht ist, fragt er Geselle, ob sich Celester an Bord befinden, das ist aber nicht der Fall. Dann ruft er Zember zu sich. Auch dieser verfällt sofort in Starre, wird aber von dem Propheten durch einen einfachen Befehl reaktiviert. Daraufhin erkennt der Roboter in ihm einen der Erbauer.

Bevor Jododoom die HORNISSE verlässt, teilt er Geselle noch mit, dass Jodokat seine Lebensgefährtin ist, dann nimmt auch er die Form einer Erdnuss an und beide schweben davon.

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Re: Klassiker-Zyklus: die Zeitchirurgen (800 - 850)

Beitrag von Grauer Lord »

„Der Klon erwacht“ von Falk-Ingo Klee startet eher verhalten mit einer Art Zwischenstopp bzw. Kurzurlaub der HORNISSE auf einem paradiesischen Planeten. Das Titelbild, das fast schon wie das eines Anglermagazins aussieht, zeigt eine der belanglosen Szenen dort. Klee nutzt die kurze Verschnaufpause der Handlung, um den Prozess des Erwachens von Hage Nockemann darzustellen. Die bissigen Dialoge zwischen Hage und Blödel in seiner Geselle-Gestalt lasen sich abschnittsweise sogar ganz originell. Das erste „Wiedersehen“ der beiden war zwar knapp, aber auch recht emotional und damit angemessen geschildert. Dafür ist aber die Darstellung Colemayns seit einiger Zeit völlig daneben. Nichts ist von dem Mythos des mysteriösen Planetenwanderer der Hefte ab Zyklusbeginn übriggeblieben, ebenso wenig von der Identität Fartuloons, der ja irgendwie in Colemayns Körper / Geist weiterleben müsste. Anstatt bekommen wir eine plump und polternd daherschwadronierende und daueralkoholisierte Figur, die bei einem kurzen Sprint durch die nicht eben große HORNISSE aus der Puste kommt. Das alles wird weder Colemayn noch Fartuloon gerecht, die jeder für sich großartige Figuren sind.

Ansonsten baut sich die Lösung der großen Rätsel auf: Jododom und Jodokat gehören als Vertreter des Volkes der Alkorder auch zu den Erbauern der Samariter von Alkordoom, der mächtige Raumer ACORAH-CEN taucht auf; dazu gibt‘s ein kleines Lebenszeichen des rätselhaften „Breckcrown“, einer Stimme aus der Vergangenheit der SOL-Ära. Und beim Vergehen eines Spions der Schwarzen Sternenbrüder ist ganz kurz ein Kaytaber zu sehen - Hinweis auf die Genese der beiden Psi-Pakete aus der Substanz EVOLOS.

Das ganze ist jetzt nicht unbedingt super spannend geschrieben, ich habe das Heft aber trotzdem in einem Rutsch durchgelesen. Interessanter als der belanglose Planet zu Beginn des Romans wäre es gewesen, bekannte Elemente der Sonnensteppe aus dem Zyklusbeginn einzuflechten, etwa die Steppenpiraten, den Planeten der Llodals oder viele der damals nur angerissenen Phänomene dieser ursprünglich ja sehr geheimnisvollen Zone. Aber das hätte wahrscheinlich den Blick vom wesentlichen abgelenkt. Denn schon ab nächster Woche wird mit dem Geheimnis der Alkorder die fulminante Endphase des letzten Atlan-Zyklus eingeleitet.
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Re: Klassiker-Zyklus: die Zeitchirurgen (800 - 850)

Beitrag von Lumpazie »

Lumpazie hat geschrieben: 26. Juni 2022, 11:40 Im Jahr 1987 erschien der Band 828 der Atlan-Heftserie:
Innenillustration:

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Diese Innenillustration von Robert gefällt mir sehr gut! :st: Etwas Abwechslung zu den Portraits. Welche Modelle aus der Realität standen hier wohl Pate? War Robert zu dieser Zeit nicht in seiner Wehrdienstzeit? Erinnert mich etwas an die Datenblätter, die seinerzeit im PR-Report erschienen. Sowas vermisse ich in den heutigen PR-Heften sehr. :(
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