Requien für ES

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Homer G Adams
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Re: Requien für ES

Beitrag von Homer G Adams »

Moin,

So jetzt doch schon der erste Teil der eigentlichen Storysequenzen:


Teil 14

Aus einem parallelen PR-Neoversum, genannt MERONA

2013 - New Mexiko, USA + Mexiko

FBI Agent Cyriell Moreno
Spoiler:
Ich zuckte zusammen, als der Schuss dicht an mir vorbei zog und neben mir einen jungen Soldaten traf. Der andere Soldat griff zu und zog mich mit einem Ruck ins Innere des Hubschraubers. Agent Hawkeye rief nach Agent Niko Quinto. Ich hörte gleichzeitig, dass neben mir der Bordschütze zu feuern begann. Eine eiskalte Hand schien nach meinem Herzen greifen zu wollen.
Sie konnten Niko treffen...
Der Flugschrauber startete und flog in niedriger Höhe auf den Wald zu.
"Setzen Sie sich nach hinten, Madam. Da sind Sie sicherer", sagte eine freundliche Stimme zu mir. Ein junger mexikanischer Major winkte mich nach hinten, und ich folgte ihm. Dort fand ich auch den angeschossenen Soldaten. Ich beugte mich über ihn. Er hatte zum Glück nur einen leichten Streifzug abbekommen.
"Sie dürfen meinen Partner nicht töten", wandte ich mich an den Major. "Er war es nicht, der auf Ihren Soldaten geschossen hat."
"Keine Sorge, Madam. Das haben wir nicht vor, wenn er uns nicht dazu zwingt", erwiderte der Major kryptisch.
Noch immer flog der Kopter dicht am Wald entlang, wobei der Bordschütze immer wieder den Waldrand mit Salven eindeckte. Jedes Mal fürchtete ich um Quintos Leben.
"Tut mir leid, Agent Moreno. Aber Agent Quinto hätte lieber in den Hubschrauber einsteigen sollen. Wir wollten auch ihn in Sicherheit bringen. Er weiß gar nicht, mit wem er sich da eingelassen hat", sagte der Major wieder zu mir. "Das Ding da draußen nimmt keine Rücksicht auf das Leben von Menschen."
Während ich noch überlegte, woher der Major unsere Namen kannte und was er mit ‚Ding‘ gemeint hatte, traf ein helles Licht unseren Kopter. Im gleichen Moment fing der Motor an zu stottern, bis er schließlich ganz aussetzte. Während ich mich verzweifelt irgendwo festklammerte, bekam der Pilot den Flugschrauber wieder unter seine Kontrolle. Als er die Maschine wieder in eine gerade Lage brachte, ließ ich meinen Halt los und sah mich nach dem Major um. Er lag wenige Meter von mir entfernt am Boden. Ich kroch zu ihm hinüber, um ihn zu untersuchen. Als erstes fühlte ich seinen Puls und erkannte, dass er nur bewusstlos war. An seiner Stirn blutete er aus einer leichten Verletzung. In diesem Moment schlug er wieder seine Augen auf.
"Was ist geschehen?", fragte er.
Ich zuckte in einer ratlosen Geste mit den Schultern. Daraufhin wandte er sich an den Piloten und fragte dasselbe. "Wohin fliegen Sie?"
"Zurück zum Stützpunkt, Sir. Bevor ich nicht weiß, was mit der Maschine geschehen ist, fliege ich nicht weiter."
"Ich erinnere mich an ein helles Licht", sagte der Major.
"An das kann ich mich auch erinnern", warf ich ein. "So etwas habe ich noch nie gesehen."
Inzwischen hatten wir den vorläufigen Stützpunkt erreicht, und der Hubschrauber setzte zur Landung an. Wir stiegen aus und gingen auf ein großes Zelt zu, das in der Nähe der großen Höhle stand.
Ich glaubte ein Summen aus der Höhle zu hören, und fragte den Major danach. Doch er lächelte nur geheimnisvoll und bat um etwas Geduld. Die ging mir nun langsam aus, aber trotzdem folgte ich ihm in das Innere des Zeltes. Vielleicht erfuhr ich dort endlich, was ich wissen wollte.
Im Zelt stand ein großer langer Tisch mit Stühlen und auf Zweien saßen Männer, die sich bei unserem Eintritt erhoben. Der rechte war ein Mann von ungefähr fünfzig Jahren im Rang eines Colonel, und der linke war: Agent Hawkeye.
Unwillkürlich blieb ich stehen, doch Hawkeye beachtete meine Überraschung gar nicht, sondern fragte: "Wo ist Agent Quinto?"
"Das sollten Sie doch besser wissen", erwiderte ich. "Schließlich haben Sie vor kurzem da unten auf den Kopter geschossen, dabei einen Mann verletzt und Quinto die Flucht ermöglicht. Wo ist er? Was haben Sie mit ihm gemacht?"
Bevor Hawkeye etwas zu seiner Verteidigung sagen konnte, sprach zum ersten Mal der Colonel: "Ich bin Colonel Griffin, Major Rodriguez kennen Sie ja schon. Und Sie sind Agent Cyriell Moreno vom FBI, nehme ich an."
Ich nickte nur stumm und wartete auf weitere Erklärungen des Colonels. Es interessierte mich, warum er Hawkeye nicht einsperrte und wie Hawkeye es so schnell geschafft hatte hierher zukommen. Noch vor dem Kampfhubschrauber.
Colonel Griffin sah sehr ernst aus, als er mir antwortete: "Wir vom militärischen Geheimdienst haben Ihren Weg sehr genau verfolgt, Agent Moreno. Leider kamen wir dann zu spät, um Sie und Agent Quinto zu warnen."
"Zu warnen? Vor was?"
"Vor dem ‚Ding‘, das sich Ihnen gegenüber als Agent Hawkeye ausgegeben hat." Dabei blickte er zu Hawkeye hinüber.
Wieder dieses Wort: ‚Ding‘. Nun blickte ich Agent Hawkeye fragend und alarmiert an.
Der erwiderte ausdruckslos meinen Blick, bevor er antwortete: "Sie erinnern sich sicher, dass wir uns in Eagle Pass trafen und dort vereinbarten, zusammen nach Mexiko zu fahren. Wir trennten uns kurz, um uns für unser Abenteuer umzuziehen."
Ich nickte. Selbstverständlich wusste ich das noch.
Hawkeye fuhr fort: "Ich betrat also mein Hotelzimmer, und das nächste, an das ich mich erinnere, ist, dass eine Gruppe Soldaten in mein Zimmer stürmte und mich unsanft weckte. Es kostete mich die größte Mühe, ihnen zu erklären, dass ich wirklich der war, für den ich mich ausgab. Dann versuchten wir, Sie und Agent Quinto zu finden, doch Sie waren schon auf dem Weg nach Mexiko. Irgendwie haben Sie es dann auch noch geschafft unsere Beobachter abzuhängen."
"Sie meinen die Männer in dem roten Ford?"
"Ja."
"Aber die haben versucht, auf uns zu schießen. Da dachten wir natürlich, sie wollten uns töten."
"Die Männer wollten Sie nur stoppen."
"Aber das konnten wir nicht ahnen." Mir fiel noch etwas ein: "Wer hat dann am Rio Grande auf Quinto geschossen? Und warum haben Ihre Leute Martins getötet und mit was?"
Jetzt antwortete der Colonel: "Niemand von uns hat diesen Ufologen erschossen. Und die Schüsse auf Agent Quinto waren nur zur Warnung gedacht. Wir wollten verhindern, dass er zu neugierig wird."
Wieso hatte ich das ungute Gefühl, nach Strich und Faden angelogen zu werden?
"Wenn Sie Agent Quinto besser kennen würden, wüssten Sie, dass Sie damit genau das Gegenteil erreicht haben. Was ist nun mit Quintos Begleiter?"
"Er hat anscheinend die Fähigkeit, jede Gestalt anzunehmen. Wir haben ihn entdeckt, als er versuchte, in die Höhle einzudringen. Doch leider ist er uns entkommen. Wir verfolgten ihn, verloren jedoch seine Spur in den USA. Doch dann entdeckten wir ihn wieder in Eagle Pass, aber er entkam uns wieder über die Grenze zurück nach Mexiko. Dann tauchten Sie, Agent Hawkeye und Agent Quinto auf. Wir überprüften Sie und versuchten Sie zu warnen. Einer meiner Männer entdeckte Sie, Quinto und einen Mann, auf den Hawkeyes Beschreibung passte, kurz hinter der mexikanischen Grenze. Wir versuchten Sie aufzuhalten, was jedoch misslang. Den Rest kennen Sie."
"Was ist in der Höhle?"
"Das ist etwas, das Sie und Agent Quinto nicht zu interessieren braucht."
Wütend funkelte ich Griffin an: "Das glauben nur Sie! Hätten Sie von Anfang an mit offenen Karten gespielt, wäre Agent Quintos Leben jetzt nicht in Gefahr."
Colonel Griffin versuchte nicht einmal, sich zu rechtfertigen, sondern zuckte nur mit den Achseln: "Manchmal gibt es Dinge, Agent Moreno, die einfach über unsere Köpfe hinweg entschieden werden. Wir haben nur zu gehorchen."
"Das ist immer die einfachste Ausrede, Colonel."
"Wie auch immer", meinte er. "Auf jeden Fall werden wir jetzt aufbrechen, Quinto und diesen hm, interstellaren Agenten oder was immer er oder es auch sein mag, verfolgen und nicht unsere Zeit mit unnützen Reden vergeuden."
Da hatte er Recht, und so verließen wir das Zelt. Draußen sprach ein Soldat mit Rodriguez, der dann wieder zu uns kam.
"Sergeant James sagte mir gerade, dass eine Patrouille die Spur der beiden entdeckt hat, Sir. Wir würden gerne sofort aufbrechen."
Der Colonel nickte und überließ es Rodriguez, einen Trupp zusammenzustellen. Da es durch unwegsames Gelände gehen würde, mussten wir wieder zu Fuß gehen. Innerhalb kürzester Zeit hatte der Major alles organisiert und los ging es. Natürlich hatten die Soldaten versucht, mich zurückzulassen, doch ich ließ mich nicht dazu überreden. Ich wollte mich auf jeden Fall an der Suche nach Niko beteiligen. Hätte ich gewusst, dass der Colonel mich nur gewähren ließ, um Quinto und diesen Formwandler zu fangen, wäre ich wahrscheinlich nicht mitgegangen.
So setzte uns der Kampfkopter oben am Hügel ab. Wir folgten kaum benutzten Pfaden, die sich an Felswänden entlang schlängelten. Manchmal ging es links oder rechts steil nach unten, und obwohl ich schwindelfrei bin, ersparte ich mir einen allzu langen Blick in die Tiefe.
Nach einigen Stunden legten wir am Hang eines Berges unsere erste Ruhepause ein. Doch schon nach kurzer Zeit ging es weiter. Bald darauf geriet die Schlange ins Stocken.
Rodriguez erklärte mir: "Die Vorhut hat etwas entdeckt. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass es Quinto und der Interstellare Agent oder Infiltrator von welcher außerirdischen Macht auch immer, sind."
"Wo?"
"Etwas voraus."
Wir befanden uns gerade auf einem schmalen Grat zwischen zwei Tälern. Links und rechts ging es abwärts. Am gegenüberliegenden Hang führte ein schmaler Weg den Berg hinauf. Dorthin zeigte Rodriguez. Ich hob mein Fernglas, das ich zwischenzeitlich herausgeholt hatte vor die Augen. Nach kurzer Suche fand ich die Stelle, auf die der Major zeigte.
Tatsächlich!
Deutlich erkannte ich zwei Gestalten, die sich auf dem schmalen Pfad nach oben bewegten. Und ich sah die Soldaten, die sich den Flüchtenden näherten. Irgendwie musste es mir gelingen, Niko Quinto zu warnen.

«««««

Atlan da Gonozal in der Maske von ‚Cornel Omaha’ erhob sich aus der Ecke der Zelle, als er Schritte hörte, die sich der Tür näherten. Auch der interstellare Krieger Lesedi, seit einiger Zeit Mitglied des Alpha Teams, sah angespannt aus. Die Tür öffnete sich und Suzanne Cummings und Frederic Richardson wurden herein gestoßen.
Im ersten Moment war Atlan erleichtert, denn das bedeutete, dass den beiden nichts geschehen war. Doch dann gewann die Wut in ihm die Oberhand. Bevor er jedoch etwas sagen konnte, trat ein Mann in den Raum.
„Habe ich mir doch fast gedacht.“
„Nun, es ist ärgerlich, dass Sie dahinter gekommen sind, Cornel Omaha, aber daran ist nichts mehr zu ändern. So können wir vom militärischen Geheimdienst Ihnen wenigstens die Schmach heimzahlen, die Sie uns bereitet haben“, sagte Colonel Griffin mit einem schadenfrohen Grinsen auf dem Gesicht.
„Sie haben schon lange das Geheimnis entschlüsselt und machen Versuche mit interstellarer Technologe“, sagte Frederic.
„Richtig, Doktor Richardson! Oder glauben Sie wirklich, dass nur Sie und Captain Cummings die Weisheit mit Löffeln gefressen haben? Soviel Arroganz ist mir dann doch zu viel.“
„Arroganz? Wer ist hier arrogant?“, fragte Richardson.
„Eigentlich sollte ich mit einem Verräter, der mit feindlichen Agenten und Infiltratoren zusammen arbeitet, gleich kurzen Prozess machen“, sagte Griffin.
„Lassen Sie mich das machen, Colonel“, sagte der eine Soldat wieder, dem Richardson den Schlag in den Magen zu verdanken hatte.
„Aber nicht doch, Korporal! Es muss so aussehen, als wäre das ‚Team ISA 1’ Opfer der Außerirdischen geworden.“
„Wissen Sie eigentlich, dass es interstellare Feinde sind, mit denen wir es zu tun haben?“, fragte Suzanne Cummings.
„Sie haben das in der kurzen Zeit herausgefunden? Mein Kompliment, Captain Cummings. Das hätte ich nicht erwartet“, erwiderte der Geheimdienstmann sarkastisch.
„Eigentlich ist es Frederic gewesen“, schwächte Omaha in der gleichen Tonart ab. Der Cornel blickte ihn bitterböse an.
„Sie können den Schlangen doch nicht in die Hände arbeiten“, fügte Griffin hinzu.
„Colonel Omaha arbeitet nicht mit dem Feind zusammen“, mischte sich da Lesedi zum ersten Mal ein. „Wir bekämpfen die falschen Götter, für die sich die Warlords in ihren vom Chaos beherrschten Reichen, ausgeben.“
„Du bist selbst so einer und stammst aus einem ihren Reichen“, sagte Griffin in scharfen Ton, doch er verstummte, als Lesedi ihn anblickte. Griffin wich unwillkürlich einen Schritt zurück und die anwesenden Soldaten richteten ihre Waffen auf den vorgeblichen humanoiden Söldner der Nichtirdischen.
„Nun, ihr werdet bald Gesellschaft bekommen. Zwei der Agenten des FBI haben wir schon, und den dritten werden wir auch bald haben“, meinte Griffin dann. „Und dann wird es einen bedauerlichen Unfall geben.“
Omaha, alias Atlan, grinste, obwohl die Situation es eigentlich nicht erlaubte, aber dieser Blick von Lesedi konnte in der Tat jeden in die Flucht schlagen. Dann meinte er: „Und Sie glauben, damit durchzukommen?“
Doch Griffin antwortete nicht mehr. Er ging mit seinen Männern hinaus und die Tür wurde zugeschlagen.
„So, was machen wir jetzt?“, fragte Frederic. „Diese Mission habe ich mir irgendwie anders vorgestellt.“
„Vielleicht sollte Lesedi seinen Röntgen-Hitze-Blick verwenden und uns so freibekommen“, meinte Omaha trocken.
„Ich besitze keinen Röntgen-Hitze-Blick, Cornel Omaha“, sagte Lesedi. „Das hat nur Supermann.“
„Du kennst Supermann?“
„Ja, ich lese ihre Comics, Sir und sehe mir ihre Filme mit Christopher Reeve und Smallville an, die sie in unserem Alpha-Stützpunkt in den Tiefen eines Berges bei Taos lagern. Sie sind Klasse. Ihr Erdenmenschen habt wirklich Fantasie, das muss man euch lassen.“
„Könnten wir uns jetzt darüber unterhalten, wie wir hier rauskommen und nicht über Filme?“, fragte Frederic etwas genervt. Atlan lächelte spöttisch. Ausgerechnet, Frederic, der Nerd des Teams stellte genervt fest, das Andere als Er, sich über Filme und Video Games unterhalten.
„Natürlich! Cummings!“
„Sir?“
„Bringen Sie uns hier raus.“
„Wie denn? Vielleicht mit einem Beamstrahl?“
Atlan blickte grinsend nach oben. „Scotty, beam uns up!“
Frederic schüttelte darauf hin nur ergeben den Kopf. Dann blickte er auch Suzanne Cummings an. Ihr schien ganz heiß zu werden, unter dem Blick der drei Männer. Besonders die männliche Ausstrahlung von Cornel Omaha war für sie offenbar wie gewohnt atemberaubend. Sie fing sich allerdings wie immer rasch.
„Na schön! Was würdet ihr Männer nur ohne uns Frauen machen?“
Cummings wandte sich ergeben der Tür zu und begann sie systematisch zu untersuchen. Irgendwie musste man sie auch von innen öffnen können, selbst wenn es keine sichtbaren Stellen gab.

[Anmerkung Autor:
keine Ahnung was für ein Typ dieser Neo- Atlan ist, der Comic liest, Startrek und Superman-Filme anschaut und diese auch noch liebt, oder zumindest schätzt... :devil: :fg:
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Re: Requien für ES

Beitrag von Homer G Adams »

Elena hat geschrieben: 19. Oktober 2020, 22:22 Na, dann viel Erfolg! :st:
Danke, den kann ich gebrauchen. Schreibenergie, Fantasie und Unterbewusstsein ist etwas auf das man sich leider nicht verlassen kann. :D
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Re: Requien für ES

Beitrag von Homer G Adams »

So jetzt noch ein Info-Intermezzo:

I N T E R M E Z Z O

Paralleluniversum MERONA, 2015
Bericht Homer G. Adams
Spoiler:

Mein Name ist Homer Gershwin Adams. Geboren bin ich 1960 im angelsächsischen Teil des United Kingdom. Obwohl ich das UK, speziell das Viktorianische Zeitalter schätze, liebe ich den keltisch walisischen Teil meines Heimatlandes.

Aus diesem Grunde habe ich auch meinen Geschäftssitz nach Cardiff verlegt.

Geschäftssitz?

Nun ja, ich bin wie man 2015 so gerne sagt, privater und unabhängiger ‚Internationaler Investor‘. Mit meinen Recherchen und Anlage- Intuitionen, liege ich zu mehr als fünfundneunzig Prozent stets richtig. Deshalb machte ich bereits vor fünf Jahren meine erste Milliarde. Bis heute sind es nun fast zehn Milliarden geworden.

Seit einer Woche liegt mir das Angebot eines mir unbekannten noch weit größeren Investors vor, zusammen mit ihm, die GENERAL COSMIC COMPANY (GCC), eine neue gigantische Holding zu gründen. Er bietet mir für acht Milliarden Euros an, einundfünfzig Prozent der gemeinsamen Holding zu erhalten, wobei er den gleichen Betrag investiert und zusätzlich revolutionäre Hightech-Erfindungen einbringt. Ich soll die GCC im Gegenzug leiten. Er würde nur in Maske halbjährlich Strategiesitzungen beiwohnen wollen, aber ansonsten mit der laufenden Geschäftsführung nichts im Sinn haben.

Keine Ahnung, wieso er mir dieses Angebot macht. Meine Intuitionen sagen Ja, aber der Umstand, dass ich den Geheimnisvollen nicht kenne, lassen mich zögern. Auch meine Rechtsabteilung kann absolut nichts Negatives am Angebot finden. Rechtlich sind selbst die kleinsten Aspekte festgelegt und narrensicher.

Aber in meinen Augen ist das Angebot zu gut und ich ahne, irgendeinen Haken voraus, der irgendwann noch seinen Preis fordern wird.

Ergo habe ich ‚Gwydion‘ eingeschaltet. Einen noch geheimnisvolleren Freund von dem ich nur seinen Namen und einige seiner Fähigkeiten kenne. Er tauchte vor neun Jahren in meinem Umfeld auf und sagte von sich, dass er sein Gedächtnis komplett verloren habe und auf der Suche nach seinem wahren Selbst wäre.

Waren wir das nicht Alle?

Egal, wir waren nur per Brief!!! im Zeitalter des Internets in Kontakt. Er gab mir immer eine neue postlagernde Adresse an. So trafen wir uns mal wieder in einer typischen Hafenkneipe an der Westküste von Wales. Der Stadtname spielt keine Rolle. Wichtig war, dass es in der Kneipe, ein Hinterzimmer gab, in dem wir uns ungestört unterhalten konnten. Der Wirt kannte offenbar Gwydion und sorgte für eine perfekte Abschirmung, Getränke und Essen.

Ich trank gerade einen Earl Grey der nach walisischen Teezeremoniell gebrüht wurde, dazu gab es selbst gemachte Welsh Cakes.

Der Auftritt von Gwydion war wie immer großartig in seiner Bescheidenheit. Sicherlich er trug einen grauen Kapuzenmantel und sah mit seinem wallenden weißen Bart und seinen weißen Haaren, mehr wie ein druidischer Zauberer früherer Zeiten aus. Allerdings gab er sich ziemlich naturnah und einfach. Er sah ziemlich alt aus, allerdings strahlten sowohl seine grünlichen Augen und sein Wesen eine jugendliche Vitalität aus. Ein nicht zu bestimmender Typ.
Auf meine erste Frage, als wir uns damals vor neun Jahren trafen, ob er ein druidischer Neo Guru darstellte, meinte er nur: „Das wüsste ich aber inzwischen.“ Solche sybillinischen Bemerkungen standen an der Tagesordnung.

„Diwr nod da!“ (Guten Tag)
„Sut wyt ti“? (Wie geht es?)
„Da diolch!“ (Danke, gut)

Auch heute bestellte er beim Wirt nur eine Welsh Leek Soup, eine Lauchsuppe, dazu bestellte er einen Kräutertee, in den er dann noch irgendein eigenes Zeug schüttete. Der Wirt behandelte ihn ziemlich ehrerbietig.

Wiederum fragte ich mich, ob er doch nicht als Neo Druide einem der neuen keltischen spirituellen Gruppen vorstand. Ich wusste weder wo er wohnte, noch wie er seinen Lebensunterhalt gestaltete. An Finanzmitteln schien es ihm allerdings nie zu mangeln.

Nachdem er seine Lauchsuppe gegessen und einen tiefen Schluck seines Kräutersud verköstigt hatte, kam er auf meine Bitte zurück.

„Homer, ich habe die Unterlagen, die du mir zugeschickt hast, mit meinen Mitteln geprüft und heiße die Existenz der GCC unter deiner Leitung für gut. Die Zeit für eine solche Gesellschaft ist reif. Die irdische Menschheit möchte nicht den spirituellen Weg gehen, deshalb sollte sie sich zumindest technisch nachhaltig den Herausforderungen der Zukunft stellen. Mein Gedächtnis mag immer noch nicht zurückgekehrt sein, aber meine Intuition, wie die deine eigene sagt uns, dass eine GCC notwendig werden wird. Auch das TELTRIS Projekt muss finanziert werden. Zudem solltest du Finanzen für ein weiteres Zukunftsprojekt, das der irdischen kollektiven Sicherheit dient, bereithalten oder aufbauen. Meine Intuition sagt mir, dass im Moment auch für mich undefinierbare Hintergrundmächte in Stellung gehen. Der Kampf um die Zukunft dieser Menschheit hat gerade erst begonnen.
Nein, stelle keine weiteren Fragen. Ich weiß auch nicht mehr. Aber meine Intuitionen geben Roten Alarm, wie deine eigenen.“
„Also beziehen wir unsere Wacht, Druide.“
„Eigentlich möchte ich nicht, dass du mich so nennst. Aber egal, deine Wortwahl ist ansonsten korrekt. Wir müssen wirklich im Kampf gegen das kommende Chaos, so etwas wie die Wächterrolle übernehmen.“
„Eine andere Frage Gwydion.“
„Ja?“
„Was weißt du über den unbekannten Investor und die Gruppe, welche die bahnbrechenden Erfindungen zur Verfügung stellt?“
„Es tut mir Leid, Homer. Da kann ich dir leider nicht helfen.“

Das bezweifelte ich zwar, aber gut, dann eben nicht. Mein Sinn für Recherchen über das Supernaturelle und Geheimnisvolle wurden geweckt.

Da glich ich Agent Mulder von Akte X oder den Winchesterbrüdern.

„Mister X, ich forsche nach dir!“ dachte ich. Dann redete ich mit Gwydion über Gott und die Welt, welche immer gefährlicher und unübersichtlicher wurde.
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Re: Requien für ES

Beitrag von Elena »

Wow, drei tolle Geschichten. Ob Gwydion wohl identisch ist mit ES?
:pfeif: :pfeif: :pfeif:
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Re: Requien für ES

Beitrag von Homer G Adams »

Elena hat geschrieben: 20. Oktober 2020, 23:27 Wow, drei tolle Geschichten. Ob Gwydion wohl identisch ist mit ES?
:pfeif: :pfeif: :pfeif:

Moin Elena,

Keine Ahnung, obwohl deine Spatzen etwas Anderes pfeifen. :)

Aber da gibt es ja auch noch den Wächterorden. Er ist dimensionsübergreifend tätig. :rolleyes:

Aber wir müssen wohl warten bis Gwydion zumindest einen Großteil seines Gedächtnisses wieder hat.

Da muss wohl ein mächtiger Blitzdinger am Werk gewesen sein., :devil:
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Re: Requien für ES

Beitrag von Elena »

Tja, entweder ES oder der Blitz - wer weiß! :D
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Re: Requien für ES

Beitrag von Homer G Adams »

Elena hat geschrieben: 21. Oktober 2020, 17:16 Tja, entweder ES oder der Blitz - wer weiß! :D
N'abend Elena,

Ja, wer weiß. :rolleyes:
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Re: Requien für ES

Beitrag von Elena »

:rolleyes: Du! :D
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Re: Requien für ES

Beitrag von Homer G Adams »

Elena hat geschrieben: 22. Oktober 2020, 00:30 :rolleyes: Du! :D
Moin Elena,

Keine Sorge irgendwann gibt's mehr von Gwyneth dem Druiden. :)

Gerade formt sich im Hinterstuebchen des Neuralnetzes was wir Gehirn nennen, die Ankunft des Druiden, wo auch immer. Immerhin stehen für die Galaktischen Wächter ja insgesamt sieben parallele Erden und Universen zur Verfügung.
Sie sind bekanntlich ja durch immer mehr Knotenpunkte der Multiversalen Psionischen Matrix miteinander verbunden. Es gibt dort immer mehr natürlich entstande Welten Portale. Noch ein Tipp. Eine dieser Erden Koennte durch was auch immer nur noch marginale Übereinstimmungen mit unserer Erde haben. :fg:
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Re: Requien für ES

Beitrag von Homer G Adams »

Elena,

Noch eins. So wie dieser Druide da oder was er auch immer sein mag, immer mehr Ideenraum einnimmt, beweist mir mal wieder selbst daß du nur wenig eines Zyklus klar planen kannst. Zumindest für mich als Hobby Autoren ist das sehr vage. Das meiste entwickelt sich aus dem Unterbewussten, jenem unbekannten Land, heraus :rolleyes:
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Re: Requien für ES

Beitrag von Elena »

Ja, und so entstehen dann die Stories, die Du selbst gerne lesen möchtest. ;)
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Re: Requien für ES

Beitrag von Homer G Adams »

Elena hat geschrieben: 22. Oktober 2020, 18:13 Ja, und so entstehen dann die Stories, die Du selbst gerne lesen möchtest. ;)
Eben. Etwas Anderes käme für mich einfach nicht infrage. :D
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Re: Requien für ES

Beitrag von Elena »

Ich könnte mir vorstellen, dass das auf alle Hobby-Autoren zutrifft. ;)
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Re: Requien für ES

Beitrag von Homer G Adams »

Elena hat geschrieben: 22. Oktober 2020, 23:11 Ich könnte mir vorstellen, dass das auf alle Hobby-Autoren zutrifft. ;)
N'abend Elena,

Stimmt. Die Mühen nimmt man nur auf sich, wenn man das was geschrieben wird, auch selbst gerne liest. :o
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Re: Requien für ES

Beitrag von Homer G Adams »

Moin,

so den nächsten Teil.


Teil 15

Aus dem parallelen PR-Neoversum MERONA

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Agent Niko Quinto
Spoiler:

Langsam erwachte in mir immer mehr das Misstrauen gegen Agent Hawkeye. Am Stand der Sonne erkannte ich, dass wir uns in einem großen Bogen zu unserem Ausgangspunkt zurückbewegten. Was hatte Hawkeye vor? Ich beschloss ihn darauf anzusprechen.
"Was soll das, Lester? Warum bewegen wir uns im Kreis?"
Hawkeye stoppte mitten im Schritt, drehte sich blitzschnell zu mir herum und packte mich an den Rockaufschlägen. Seine Augen funkelten mich böse an. Und jetzt war ich mir sicher, dass sie rot aufleuchteten.
"Hör zu, Quinto! Stell keine dummen Fragen mehr, sondern mach' lieber, was ich dir sage. Das hier ist mein Fall. Meine Angelegenheit. Du könntest es sonst bereuen."
Erschreckt blickte ich in seine Augen, in denen sich etwas Fremdartiges spiegelte. Etwas stimmte nicht mit ihm.
Ich packte seine Arme und sagte: "Lass mich los. Sonst werde ich ungemütlich. Wenn du meine Hilfe nicht willst, warum hast du mich und Moreno dann überhaupt um Hilfe gebeten? Wir sind jetzt beide auf der Flucht vor einem Teil des militärischen Geheimdienst."
Hawkeye ließ mich los und trat einen Schritt zurück. Er lachte. "Du gefällst mir, Quinto. Ich finde dich amüsant, weiß du das?"
Diese Bemerkung irritierte mich zwar, doch bevor ich darauf etwas erwidern konnte, packte mich Hawkeye schon wieder am Arm. Doch diesmal war er nicht wütend, sondern zeigte zum gegenüberliegenden Hügel. Auch ohne Fernglas konnte ich die Verfolger erkennen.
"Sie haben uns eingeholt", stellte ich nüchtern fest.
"Vielleicht sind sie besser trainiert als wir", meinte Hawkeye.
"Komm schnell. Ich kenne einen Fluchtweg. Außerdem solltest du deinen Körper wieder mehr trainieren. Dir wächst bereits ein kleiner Wampen."
Bevor ich auf diese leider berechtigten Einwendungen meines Akademie-Freundes eingehen konnte, hastete dieser bereits den Weg hoch. Und ich beeilte mich, ihm zu folgen. Es stimmte, ich musste mehr an meiner Kondition arbeiten. Oder ich wurde langsam wirklich zu alt für körperlich anstrengende Sondermissionen. So quälte ich mich die letzten Meter hinauf und sah Hawkeye kopfschüttelnd über mir auf einem Felsvorsprung stehen. Wieder dachte ich über meine FBI-Karriere nach. Als Ermittler mit wahnsinnig vielen Erfolgen musste ich doch immer wieder in den Einsatz. Besonders wenn es um Ufos ging. Mein Lieblingsthema. Cornel Omaha hatte mich bereits angesprochen. Mal sehen, was sich da tat. Eine mysteriöse, eindrucksvolle Persönlichkeit. Er verbarg mehr Geheimnisse wie dieser walisische Druide Gwydion, dem ich bereits einmal bei einer Mission in Wales über den Weg lief. Manchmal wurde meine kleine Abteilung sogar von dem MI5 angefordert. Moreno und ich galten als Experten, wenn es um Ufos oder supernaturelle Fälle ging.

Hinter meinem Begleiter entdeckte ich einen niedrigen Höhleneingang. Wie weit er in den Berg führte, konnte ich von meiner Position aus nicht feststellen.
"Krieche' da rein", befahl mir Hawkeye.
"Warum sollte ich? Da drinnen haben sie uns doch gleich."
"Weil ich es sage", Hawkeye hatte plötzlich eine Waffe in der Hand. "Quinto, ich sage es nicht noch einmal."
Sein Blick war stahlhart, und ich begriff, dass er es ernst meinte. So kroch ich widerstrebend durch die enge Öffnung. Der Gang war so niedrig, dass ich nicht aufrecht stehen konnte. Ich kroch tiefer hinein und sah mich dann nach Hawkeye um. Er war nirgends zu sehen. Dafür sah ich draußen helle Lichter aufblitzen und hörte entfernte Schreie. Neugierig geworden entschloss ich mich, umzukehren und nachzusehen. Doch in diesem Moment verdunkelte sich der Höhleneingang und Hawkeye tauchte auf.

"Quinto, schnell! Krieche' weiter", rief er mir entgegen. "Sie sind mir dicht auf den Fersen."
So kroch ich also wieder vorwärts. Nach ungefähr hundert Metern sah ich voraus einen hellen Lichtschein, der sich als Ausgang entpuppte. Ich kroch ins Freie und sah mich überrascht um. Wir mussten den Berg durchquert haben.
Ich blickte Hawkeye fragend an: "Woher hast du das gewusst?"
"Ich war schon einmal hier", lautete seine lakonische Antwort.
Langsam reichte es mir. Agent Moreno hatte recht gehabt. Hawkeye war nicht mehr der, den ich von der FBI-Akademie her kannte.
"Was waren das für seltsame Lichter?", fauchte ich ihn an.
"Ich habe nichts gesehen."
Wütend ging ich auf ihn zu. "Lüge mich nicht an. Ich glaube dir kein Wort mehr. Erst das seltsame Licht, dass den Hubschrauber traf, deine unglaublichen Ortskenntnisse und dann vorhin die Lichter, die du wieder nicht gesehen haben willst. Ich möchte jetzt die Wahrheit von dir hören."
"Quinto, ich habe dir die Wahrheit gesagt", er drehte sich um und wollte weitergehen.
"Halt!", Mein Ruf ließ Hawkeye erstarren. "Bevor du mir nicht die Wahrheit sagst, gehe ich keinen Schritt weiter."
"Oh doch. Du wirst."
Er stand jetzt so dicht vor mir, dass ich seinen Atem spüren konnte. Seine Augen funkelten, und ich fühlte eine Feindseligkeit von ihm ausgehen, die mich erschaudern ließ. Was war nur los mit ihm? Ein ungeheurer Verdacht durchzuckte mich und ließ mich nicht mehr los. Ich beschloss, ihn nicht noch mehr zu reizen oder ihn merken zu lassen, dass ich ahnte, wer oder was er war.
"Schon gut, alter Freund. Du hast ja recht. Für Erklärungen ist später immer noch Zeit. Jetzt sollten wir erst einmal verschwinden, bevor unsere Verfolger uns einholen."
Er sah mich misstrauisch an, doch ich erwiderte betont gleichgültig seinen Blick.
Schließlich nickte er: "Sehr vernünftig, Quinto."
Während ich ihm folgte, achtete ich darauf Spuren zu hinterlassen. Waren unsere Verfolger vielleicht meine Verbündeten? Nun achtete ich auf jede Bewegung meines Begleiters. Wer war er? Was war er? Oder hatte er nur den Körper meines Freundes übernommen? Es wäre nicht das erste Mal gewesen, dass ich so etwas erlebte. Ich musste da an verschiedene, hm paranormale Fälle denken.
Wir waren tatsächlich dabei in einem großen Bogen zu unserem Ausgangspunkt zurückzukehren. Ich hoffte nur, dass Hawkeye die Soldaten nicht getötet hatte. Mein Freund kam mir nur noch wie ein Rätsel vor.
Es war früher Nachmittag, als wir wieder an unserem Ausgangspunkt ankamen. Ich erkannte deutlich den Bergkamm, hinter welchem die geheimnisvolle Höhle lag.
"Wir sind da", sagte Hawkeye.
"Glaubst du nicht, dass es jetzt an der Zeit ist, mir zu erklären, weshalb du dich so seltsam benommen hast?", fragte ich.
"Wir haben unsere Verfolger in die Irre geführt. Die suchen sicher überall, nur nicht hier nach uns", meinte Hawkeye, ohne auf meine Frage einzugehen.
Ich hoffe, du irrst dich, dachte ich. Laut sagte ich: "Hoffentlich hast du recht. Was machen wir jetzt?"
"Du bist mein Schlüssel da hinein, Quinto."
Überrascht blickte ich ihn an. "Wie meinst du das? Wenn ich da hinuntergehe, werde ich genauso verhaftet wie du", erklärte ich.
Wieder gab mir Hawkeye darauf keine Antwort, sondern lächelte nur vor sich hin. Ich ahnte nichts Gutes und beschloss, ihn nicht aus den Augen zu lassen.
"Sie da! Bleiben Sie, wo Sie sind. Sie sind umstellt!"
Der Ruf, der aus allen Richtungen zu kommen schien, ließ uns erstarren. Überrascht blickten wir uns um. Aus drei Richtungen kamen Soldaten auf uns zu. Nur unser Rücken war noch frei, doch da gähnte der Abgrund. Ich begriff, dass meine Taktik aufgegangen war und sie uns gefolgt waren. Vielleicht hatten sie auch geahnt, wohin wir wollten.
Ich sah eine Frau zwischen den Soldaten auftauchen: Moreno
"Gehen Sie weg von ihm, Quinto. Der Kerl ist nicht das, was Sie von ihm glauben", rief mir Moreno entgegen. Sie trat etwas zur Seite und gab damit den Blick frei auf den Mann hinter ihr: Hawkeye. Ich hatte es geahnt.
"Das weiß ich, Moreno", rief ich zurück und machte gleichzeitig einen Schritt zur Seite. Doch ich hatte die Rechnung ohne den Interstellaren Agenten oder Infiltrator gemacht. Er reagierte unglaublich schnell. Bevor ich einen zweiten Schritt machen konnte, fuhr er herum und packte mich am Arm. Ein Griff und seine Arme umschlangen meine Kehle.
Er musste unglaubliche Kraft besitzen, denn sein Griff schnürte mir die Luft ab, und ich war zu keiner Gegenwehr mehr fähig.
"Wenn ihr näher kommt, töte ich Quinto", rief er den Soldaten zu.
Er machte einen Schritt rückwärts, und ich fühlte den Hauch des Abgrunds hinter mir. Der Formwandler machte einen weiteren Schritt, wir fielen hinunter. Ich schloss die Augen und hörte Moreno entsetzt aufschreien. Jeden Augenblick erwartete ich den tödlichen Aufprall, doch nichts dergleichen geschah. So wagte ich es, wieder die Augen zu öffnen.
Wir schwebten über dem Abgrund!
Eine kleine Schlucht tauchte unter uns auf, und langsam glitten wir darauf zu. Am Grunde der Schlucht setzte das feindliche Wesen mich ab. Wir blickten uns wortlos an.
Schließlich brach ich das Schweigen und wagte zu fragen: "Wer sind Sie? Woher kommen Sie?"
Er antwortete mit einem kleinen Lächeln. Doch weiter ging er auf meine Frage nicht ein. „Ich könnte Ihnen helfen", sprach ich weiter.
Ein eigenartiges Funkeln war in seinen Augen zu erkennen: "Das wirst du. Keine Sorge, Quinto."
Von oben waren jetzt Geräusche zu vernehmen. Doch ich kam nicht dazu, um Hilfe zu rufen. In seiner Hand erschien etwas, das wie eine Waffe in Form einer Schlange aussah. Bevor ich reagieren konnte, schoss ein Lichtstrahl daraus hervor und hüllte mich ein. Ich fühlte einen ungeheuren Schmerz und plötzlich gingen alle Lichter aus und ich fiel in eine große Dunkelheit.

Agent Cyriell Moreno

Die beiden Gestalten am gegenüberliegenden Hang hatten uns bemerkt und versuchten zu entkommen. Wenn ich Quinto doch nur hätte warnen können!
Major Rodriguez und ich schlossen zu den Soldaten auf.
Einer der Soldaten gab uns seinen Bericht, dann sagte er: "Sir, nachdem sie zwei Drittel des Hanges überwunden hatten, waren sie auf einmal verschwunden."
"Verschwunden? Wie meinen Sie das?"
Bevor der Soldat Rodriguez antworten konnte, hörten wir Geschrei von oben.
"Was ist da oben los?", Rodriguez sah kurz hinauf und lief los.
Der Soldat und ich folgten ihm so schnell wir konnten. Doch wir kamen nur gerade rechtzeitig, um die ganze Gruppe Soldaten am Boden liegend zu finden. Nur mit Mühe konnte ich einen Laut des Entsetzens verhindern. Hatte der Alien alle getötet? Ich lief zu dem mir am nächsten liegenden Mann, doch zu meiner Erleichterung war er nur bewusstlos.
Sie waren alle nur besinnungslos.
"Hier!", rief der Soldat. "Sehen Sie, Sir. Eine Höhle."
Wir liefen zu ihm hinüber und entdeckten einen niedrigen Höhleneingang.
"Darin müssen sie verschwunden sein", vermutete Rodriguez. Er wandte sich an den Soldaten. "Sie bleiben bei den Bewusstlosen. Agent Moreno und ich sehen nach. Sollten die Männer aufwachen, folgen Sie uns sofort."
"Verstanden, Sir."
Inzwischen war ich schon in die Höhle gekrochen und hörte, dass Rodriguez mir folgte. Die Höhle führte schnurgerade durch den Berg. Es schien ein Tunnel zu sein. Da ich nicht so groß wie die Männer war, kam ich gut voran. Schon nach kurzer Zeit entdeckte ich voraus einen Lichtschimmer. Der Außengang? Langsam kroch ich ins Freie und sah mich um. Kein Mensch war zu sehen. Major Rodriguez erschien neben mir.
"Haben Sie etwas entdeckt, Agent Moreno?"
"Nein. Ich kann von Quinto und dem feindlichen Wesen nichts entdecken."
Geräusche von hinten ließen uns herumfahren, doch es waren nur die Soldaten, die aus dem Tunnelausgang hervor krochen. Sie sahen alle noch reichlich mitgenommen aus.
"Melden uns zur Stelle, Sir", sagte einer der Soldat.
Ich suchte inzwischen den Boden nach möglichen Spuren ab. Plötzlich stutzte ich. Etwas hatte meine Aufmerksamkeit erregt. Ich lief darauf zu und hob den kleinen Gegenstand auf. Ein Taschenmesser! Es kam mir bekannt vor, und so drehte ich es auf die andere Seite. Die Initialen sprangen mich fast an: N.Q.
Es war Quintos Messer.
"Haben Sie etwas gefunden, Agent Moreno?"
Ich erhob mich und zeigte Rodriguez das Messer. "Es gehört Quinto."
"Ob er es verloren hat?"
"Das glaube ich nicht. Ich vermute eher, dass er es absichtlich fallen gelassen hat."
"Das würde aber bedeuten, dass er weiß, wer sein Begleiter ist."
"Zumindest, dass er etwas ahnt", schwächte ich seine Meinung ab.
Die Soldaten waren erfahrene Spurenleser. Sie fanden schnell Hinweise, die nur von Quinto stammen konnten. Nach einiger Zeit war eines klar: die Spur führte eindeutig in einem weiten Bogen zurück zum Stützpunkt.
"Was soll das?", fragte Rodriguez. "Will der Kerl uns linken?"
Während ich darüber nachdachte, fiel es mir wie Schuppen von den Augen.
"Major Rodriguez, lassen Sie Ihre Männer zum Stützpunkt zurückkehren."
"Warum, Agent Moreno?"
"Verstehen Sie nicht, Major? Das ganze war von Anfang an ein Ablenkungsmanöver. In Wirklichkeit hat er nur ein Ziel: die Höhle. Dort gibt es etwas, dass er haben will. Diese ganze Verfolgungsjagd dient nur dazu, uns davon abzulenken. Hätte Quinto uns nicht die Hinweise gegeben, würden wir die beiden sicher noch irgendwo in der Wildnis suchen."
Rodriguez schien ein heller Kopf zu sein. Er kapierte schnell. Innerhalb kürzester Zeit befanden wir uns wieder auf dem Rückweg. Um das ganze abzukürzen, funkten wir an einer günstigen Stelle den Stützpunkt an und ließen uns per Hubschrauber abholen. Während Quinto und der Fremde den ganzen Weg mühsam zurückgehen mussten, befanden wir uns längst wieder im Stützpunkt und konnten in aller Ruhe unsere Falle aufstellen. Diesmal würden wir ihn nicht wieder entkommen lassen. Ich hoffte nur, dass Quinto den Alien nicht merken ließ, dass er Verdacht geschöpft hatte. Würde das der Fall sein, gab ich keinen Cent mehr für sein Leben.
Das schlimmste war das Warten, die Ungewissheit. Stunden vergingen, dann endlich war es soweit. Einer der Wachposten meldete, dass er die beiden gesichtet hatte. Ich atmete auf. Quinto lebte noch.
Die beiden hatten nicht bemerkt, dass sich der Ring um sie längst geschlossen hatte und sie in der Falle saßen. Nun galt es Quintos Begleiter zu überwältigen, ohne das Leben von Niko zu gefährden.
Der richtige Hawkeye befand sich wieder bei uns. Seite an Seite beobachteten wir, wie die beiden sich auf dem Kamm auf die Lauer legten. Sie schienen nicht zu ahnen, dass sie beobachtet wurden.
Colonel Griffin gab das Zeichen, und die Soldaten rückten von drei Richtungen auf Quinto und den Außerirdischen zu und schlossen den Ring um sie. Da hinter ihnen der Abgrund gähnte gab es dort keine Fluchtmöglichkeit.
Ich hörte, wie Griffin die beiden aufforderte sich zu ergeben und gesellte mich gefolgt von Hawkeye zu den Soldaten, in der Hoffnung, dass Quinto mich sehen und hören konnte. Ich rief ihm eine Warnung zu und trat zur Seite, um Quinto den Blick auf Hawkeye zu ermöglichen.
"Das weiß ich, Moreno", gab Quinto zur Antwort und trat einen Schritt von dem Fremden weg.
Doch dieser reagierte blitzschnell. Bevor Quinto sich in Sicherheit bringen konnte, hatte der Fremde ihn gepackt und benutze ihn als Schutzschild.
"Wenn ihr näher kommt, töte ich Quinto!", rief er uns zu.
Colonel Griffin hielt die Soldaten zurück, doch der Interstellare machte einen weiteren Schritt zurück und stürzte sich in den Abgrund.
"Quinto!", rief ich entsetzt und sprang nach vorne, auf den Abgrund zu. Zu meinem Erstaunen sah ich die beiden nicht zerschmettert am Boden liegen. Die beiden schienen in der Luft zu schweben. Auch die Soldaten neben mir sahen es. Einige bekreuzigten sich. Quinto und der Fremde schwebten auf eine kleine Schlucht zu und waren kurz darauf in ihr verschwunden.
"Hinterher! Lasst sie ja nicht entkommen!", hörte ich Colonel Griffin wutentbrannt rufen.
Eine hektische Aktivität entstand, während die Soldaten sich auf den Weg nach unten machten. Zusätzlich erschien ein Hubschrauber und setzte Soldaten in der Schlucht ab. Agent Hawkeye und ich machten uns ebenfalls auf den Weg, und nur kurze Zeit später hörten wir Rufe.
"Agent Moreno! Wir haben Agent Quinto gefunden!", rief mir ein Soldat zu. "Er lebt."
Dem Himmel sei dank, dachte ich und lief los. Quinto lag am Boden zwischen zwei großen Steinen und schien gerade zu sich zu kommen. Vorsichtig kletterte ich über einige kleinere Steine und setzte mich neben ihm auf den Boden.
Quinto schlug die Augen auf.
"Ganz ruhig", sagte ich lächelnd: "Was machen Sie nur wieder für Sachen? Ich war sehr besorgt um Sie."
"Was ist passiert? Wo bin ich?", fragte er verwirrt und wollte sich schnell aufrichten.
Ich hielt ihn zurück. "Sachte, Quinto. Wir wissen nicht genau, was passiert ist. Wir haben Sie hier bewusstlos gefunden. An was erinnern Sie sich noch?"
Quinto überlegte. "Ich stürzte, nein, schwebte mit dem Formwandler in die Tiefe. Wir unterhielten uns kurz, und dann schoss er mit einem Gegenstand, der wie eine Schlange aussah auf mich. Ich verlor das Bewusstsein. Das ist alles, woran ich mich erinnere."
„Eine Schlange! Jemand hat mit einer Schlange auf Sie geschossen.“
„Ich weiß, wie sich das anhört, aber es war eine außerirdische Waffe und sie hat mich betäubt.“
Colonel Griffin tauchte neben uns auf. "Er ist nirgends zu finden. Wahrscheinlich hat das Ding sich abgesetzt und ist uns wieder entkommen." Griffin blickte auf Quinto herunter. "Ich bin Colonel Griffin. Es freut mich, dass Sie alles gesund überstanden haben, Agent Quinto."
Mein Partner nickte nur knapp. "Danke."
Quinto versuchte aufzustehen, und ich griff schnell zu. Er war noch etwas wacklig auf den Beinen, aber sonst schien er alles gut überstanden zu haben. Hawkeye gegenüber verhielt Quinto sich äußerst zurückhaltend, was mich eigentlich verwunderte. Schließlich konnte dieser nichts für die Untaten, die der Fremde in dessen Gestalt angerichtet hatte. Ich machte Quinto darauf aufmerksam.
Zuerst schien es, als wolle Quinto verärgert reagieren, doch dann glitt ein Lächeln über seine Gesichtszüge.
"Sie haben natürlich recht, Moreno", an Hawkeye gewandt: "Tut mir leid, alter Freund, aber die letzten Tage waren etwas chaotisch und hektisch für mich."
"Das kann man wohl sagen, Quinto. Hektisch ist gar kein Ausdruck für die Ereignisse der letzten Tage", meinte Hawkeye. "Was mag der Formwandler hier wohl wollen?"
"Ich weiß es nicht", antwortete Niko. "Vielleicht hat er aufgegeben und ist untergetaucht."
"Das glaube ich nun nicht", widersprach ich. "Der Interstellarer Agent oder was immer er auch sein mag, hat etwas vor und viel dafür riskiert hier her zu kommen. Da wird er doch kurz vor dem Ziel nicht aufgeben."
"Agent Moreno hat recht", mischte sich Griffin ein. "Auf jeden Fall werden wir jetzt aus der Schlucht verschwinden."
Wir stimmten zu und hatten kurze Zeit später das Armeelager erreicht.
Colonel Griffin wandte sich an Quinto: "Sie hätten uns viel Ärger erspart, wenn Sie gleich mit Agent Moreno in den Hubschrauber gestiegen wären."
"Sie mögen wohl recht haben, Colonel. Aber ich kannte ja die Zusammenhänge nicht", verteidigte sich Quinto und zuckte bedauernd mit den Achseln. "Andernfalls wäre ich sicher eingestiegen. Aber vielleicht ist der Außerirdische gar nicht so bösartig. Vielleicht will er nur etwas finden."
"Er hat auf meine Männer geschossen", funkelte Griffin Quinto wütend an.
"Sie haben doch zuerst auf uns geschossen. Zuerst unten am Bach und dann auf dem Hügel. Ihre Männer haben mit einem Maschinengewehr auf uns gefeuert. Vielleicht hat der Interstellare was auch immer, aus seiner Sicht in reiner Notwehr gehandelt. Er kommt aus einer uns völlig unbekannten Kultur. Wissen wir, was bei ihnen Recht und Unrecht ist? Er hätte mich und Hawkeye schließlich töten können."
"Unbekannte Kultur? Von einem Alien-Planeten? Sie spinnen, Quinto. Ich glaube immer noch, dass er das biogenetische Erzeugnis eines verrückten irdischen Wissenschaftler ist. Die arbeiten doch längst an neuen Frankensteins."
Bevor die Unterhaltung der zwei in einen handfesten Streit ausartete, trat ich zwischen sie. "Meine Herren, beruhigen Sie sich." Ich drehte mich zu Quinto um: "Was soll das, Quinto? Wieso verteidigen Sie den Gestaltwandel so."
Einen Augenblick schien es mir, als wolle Quinto wütend aufbrausen, doch dann beruhigte er sich und meinte: "Ich versuche nur, mich in die Lage des Unbekannten zu versetzen, Moreno. Alles muss so andersartig für ihn sein. Das ist alles. Entschuldigen Sie."
"Ich nehme Ihre Entschuldigung an", entgegnete ich knapp. "Doch anstatt uns zu streiten, sollten wir jetzt überlegen, was wir als nächstes tun können."
Hawkeye, der bisher alles ruhig beobachtet hatte, mischte sich ein: "Moreno hat recht. Auch ich bin der Meinung, dass der Unbekannte, ob nun bösartig oder nicht, ein bestimmtes Ziel hat, und ich kann mir auch denken welches: die Höhle! Colonel Griffin, bisher haben Sie mir den Zutritt verwehrt. Ich denke aber, das ist nun hinfällig. Wir sollten schnellstens nachsehen. Der Wandler kann uns jede Gestalt vorgaukeln. Vielleicht ist er schon längst drinnen."
"Unmöglich! Niemand kann die Höhle betreten. Nur ich kenne den richtigen Code, und der ist nur hier drinnen", dabei zeigte er mit dem Finger auf seinen Kopf. "Deshalb muss der wer auch immer, auch so umständlich handeln. Er könnten Ihnen zwar meine Gestalt vorgaukeln, aber was fängt er ohne Zugangscode an?
"Vielleicht kennt er den", widersprach Niko.
"Das ist nicht möglich, Quinto", meinte der Colonel herablassend. "Den alten Code haben wir längst geändert. Aber das ist auch alles, was wir erreicht haben."
"Wir sollten auf jeden Fall nachsehen", drängte Quinto. "Wissen wir, welche technischen Hilfsmittel ihm zur Verfügung stehen?"
Griffin blickte Quinto wütend an, gab ihm dann widerstrebend doch Recht. So machten wir uns endlich auf den Weg zur Höhle, um deren Geheimnis zu erfahren. Hätte ich noch einen Blick zurückgeworfen, hätte ich Griffins höhnisches Grinsen gesehen. So aber blieben wir, begleitet von einem Trupp Soldaten, vor dem Eingang der Höhle stehen. Der Colonel trat entschlossen ein. Wir standen vor einer riesigen glatten Wand. Kein Eingang war zu erkennen, nur ein kleines schwarzes Kästchen mit ... ja, was waren das für Symbole? Ich hatte so etwas noch nie gesehen.
"Das ist das Einlass-Schloss", erklärte Colonel Griffin. "Unsere Wissenschaftler haben Jahre gebraucht, um es zu öffnen. Den Eierköpfen gelang es sogar, den Code zu ändern. Als der Alien oder der Frankenstein zum ersten Mal hier eindringen wollte, hat er sicher eine Überraschung erlebt."
Zu meinem Erstaunen holte er die gleiche runde Scheibe heraus, von der Quinto eine im Wasser gefunden hatte und drückte diese auf eines der mir unverständlichen Symbole. Die Scheibe passte genau. Griffin drehte die Scheibe und tippte in unregelmäßiger Reihenfolge auf die anderen Symbole. Anscheinend wusste er genau, was er tat, denn ein leises Summen erklang, und die bisher undurchdringliche Wand begann sich zurückzuschieben. Sie stellte sich als ein riesiges Tor heraus.
Überwältigt blieb ich stehen!
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Re: Requien für ES

Beitrag von Elena »

Oh weh! Ich befürchte, das Alien hat sich in Quinto verwandelt und die sind drauf reingefallen. Nicht mal einen Gedanken haben sie an diese Möglichkeit verschwendet, obwohl sie doch von seinen Fähigkeiten wissen und obwohl Moreno seltsame Verhaltensweisen bemerkt hat. Blöderweise hat sie darüber nicht weiter nachgedacht. Na, das kann ja heiter werden.
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Re: Requien für ES

Beitrag von Homer G Adams »

Elena hat geschrieben: 26. Oktober 2020, 00:57 Oh weh! Ich befürchte, das Alien hat sich in Quinto verwandelt und die sind drauf reingefallen. Nicht mal einen Gedanken haben sie an diese Möglichkeit verschwendet, obwohl sie doch von senen Fähigkeiten wissen und obwohl Moreno seltsame Verhaltensweisen bemerkt hat. Blöderweise hat sie darüber nicht weiter nachgedacht. Na, das kann ja heiter werden.
Moin Elena,

Keine Ahnung 🤔 :D
Das Schlimme ist, dass die Fortsetzung noch warten muss. Denn der nächste Teil spielt auf der parallelen Erde von Gwydion. Und die ist seit kurzem alles Andere als lebenswert. 🤬      :o
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Re: Requien für ES

Beitrag von Elena »

Du weißt es bestimmt. :D

Oh weh, armer Gwydion.
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Re: Requien für ES

Beitrag von Homer G Adams »

Elena hat geschrieben: 26. Oktober 2020, 09:25 Du weißt es bestimmt. :D

Oh weh, armer Gwydion.
Schaun mer maal :rolleyes:
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Re: Requien für ES

Beitrag von Homer G Adams »

hallo

leider bin ich gestürzt und habe mir den arm schwer gebrochen.

deshalb setze ich hier für 1 bis 2 monate aus.

sorry
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Re: Requien für ES

Beitrag von Elena »

Oh weh, Du Ärmster. Brauchst Dich nicht entschuldigen, aber danke, dass Du trotz Deiner Probleme hier Bescheid gegeben hast.

Wünsche Dir gute Besserung und nach Möglichkeit Schmerzfreiheit. Alles Gute!
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Re: Requien für ES

Beitrag von Meiner Einer »

Gute Besserung, Homer, alles Gute. :troest:
Tiberius
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Re: Requien für ES

Beitrag von Tiberius »

Gute Besserung, Homer, und möge der Arm komplikationsfrei verheilen. :troest:
Leser sind in der Überzahl und machen sich demzufolge mehr Gedanken über einen Roman, als es ein Autor je könnte.
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Eric Manoli
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Re: Requien für ES

Beitrag von Eric Manoli »

Gute Besserung. ;)
>>Sie unterscheiden sich nicht so sehr von uns, wie ich es befürchtet hatte. Die Anordnung der Organe ist klar, wenn auch unterschiedlich. Das Skelett ist ebenfalls abweichend. Immerhin haben sie Blut wie das unsere.<<
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Hyperfunker
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Re: Requien für ES

Beitrag von Hyperfunker »

Auch von mir gute Besserung. :st:
Vy 73 de Der Hyperfunker
Amateurfunk, eine Brücke zur Welt.
Vielleicht auch in andere Galaxien? :D
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