Requien für ES

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Elena
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Re: Requien für ES

Beitrag von Elena »

Jedenfalls machst Du es ganz schön spannend, Homer! ;)
Ein bisschen gesunder Menschenverstand, Toleranz und Humor - wie behaglich es sich dann auf unserem Planeten leben ließe.
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Homer G Adams
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Re: Requien für ES

Beitrag von Homer G Adams »

Elena hat geschrieben:Jedenfalls machst Du es ganz schön spannend, Homer! ;)

Spannung ist das Alpha und Omega in jeder Story, auch der von Hobbyautoren... ;)
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Elena
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Re: Requien für ES

Beitrag von Elena »

Das stimmt! :st:
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Homer G Adams
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Re: Requien für ES

Beitrag von Homer G Adams »

Elena hat geschrieben:Das stimmt! :st:

Freut mich, dass du es auch so siehst ^_^
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Homer G Adams
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Re: Requien für ES

Beitrag von Homer G Adams »

Hallo nach drei Tagen Pause wieder Online. Sorry für die Verzögerung, aber ich war drei Tage wegen einer schweren Migräne nicht mehr online.

Offenbar hat das verstärkte arbeiten am Bildschirm dafür gesorgt.

Deshalb weiß ich nicht wie lange eine Fortsetzung Gesundheitlich möglich ist…

In jedem Falle gibt es gleich eine Fortsetzung. Wer weiß noch wie lange….

Ad Astra
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Homer G Adams
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Re: Requien für ES

Beitrag von Homer G Adams »

Teil 2

Die fremden Gedanken huschten plötzlich in Mironas Bewusstsein. Sie versuchte alles, um weiter zu kommunizieren, aber der Fremde blockte alle weiteren Versuche mental ab. Mirona empfand nichts mehr, außer einer Form von mentaler Energie in ihr, die ihr Unbehagen bereitete. Sie gab die Kontaktversuche schließlich auf.

Während ihre Gedanken vor Aufregung rasten, surrte eine Flugsonde aus einer Öffnung der fremden Maschine und flog auf ihren Gleiter zu. Mirona öffnete das Verdeck ihres Relmiads, aktivierte zuvor allerdings ein Lärmschutzfeld. Die Sonde durchflog das Feld und landete direkt auf ihrem Schoss.
Das Intercom surrte. Sie aktivierte es. Nur eine Audioverbindung. Die Stimme hörte sich positronisch verzerrt an.
„Öffnen Sie den Kleinroboter. Entnehmen Sie den Datenkristall und legen Sie die ausgehandelten zwanzigtausend Föderations- Credits in das Transportfach. Sobald dies geschehen ist, dekodiere ich den Chip.“

Mirona Lethos entnahm den kristallinen Speicher und legte dafür einen neutralen Kreditchip, geladen mit der ausgehandelten Summe, in das Fach. Der Roboter flog davon, durchquerte das Lärmschutzfeld und steuerte die fremde Maschine an. Dort verschwand er in der kleinen Öffnung, die sich sofort wieder schloss

„Wie immer freue ich mich über unsere Geschäfte. Vielleicht sieht man sich wieder.“

Die Atoranerin wollte etwas fragen, aber ‚Vhratu‘ schaltete bereits ab. Fast gleichzeitig hob sein Gleiter ab und flog rasch in Richtung Flughafen davon.

Mironas Verdacht verstärkte sich. Der Hacker musste zum engsten Kreis ihrer Eltern gehören, sonst würde er wohl nicht in Richtung der LETHOS davonfliegen.

Was den Fremden anging, stand sie vor einem Rätsel. Bei allen Sternengöttern, mit wem hatte sich ihr Vater da nur eingelassen? Stammte die Information wirklich vom verschwundenen Timur?
‚Vhratu‘, was hatte er mit ihrem Vater und seinem Botschafter zu tun?
Lief da eine gewaltige Verschwörung, in die auch ihre Mutter verwickelt war? Lauter Fragen, auf die sie im Moment keine Antworten fand.

Sie würde in jedem Falle in der LETHOS nach dieser fremden Aura forschen. Falls der Fremde mit flog, würde sie es darauf anlegen ihn festzusetzen.
Wie ihr das möglich sein könnte, wusste sie noch nicht. Vielleicht konnte Ranner Olari weiterhelfen.
Alora ta Lethos-Timurdschan hatte dafür gesorgt, dass Ranner ihrem Schiff als Chefingenieur zugeteilt wurde. Wenn nichts mehr ging, würde er immer noch Lösungen finden. Die ältere Lethos fühlte sich wohler, wenn Olari auf ihre Tochter aufpasste. Mirona hatte nichts dagegen, denn sie schätzte den väterlichen Freund sehr. Und verlässliche Besatzungsangehörige benötigte sie so dringend, wie Luft zum atmen…

Sie schüttelte sich. Immer noch hatte sie Mühe den sonderbaren Geschmack aus ihren Gedanken zu bekommen. Die fremde Aura vermochte sie schwer einzuschätzen: weder positiv noch negativ.
Aber was bedeutete das schon in einem Universum, in der die Gesamtheit der väterlichen Superintelligenz ES, welche besonders die Atoraner verehrten, nicht mehr in den alten Gefilden ihrer Mächtigkeitsballung leben konnte? Angeblich seien vor etwa einem Viertel Jahrhundert die Eiris und damit große Teile der Superintelligenz ES in eine parallele Wirklichkeit abgeflossen. Und was war mit der Schwesterintelligenz TALIN los, die sich vor etwa einem Jahrhundert aus ES abgespalten hatte und über Anthuresta und ihren Halo wachte? Sie schwieg seit jenem verhängnisvollen Ereignis vor etwa fünfundzwanzig Jahren.

Ihr Vater Timur hatte sie über diese Kosmologie aufgeklärt, bevor Mirona in die Sanskari- Schule ging. Aber woher wusste Timur davon? Wer bei den hohen Mächten war ihr Vater wirklich, wenn er über diese wichtigen kosmischen Dinge Bescheid wusste?

Die junge Lethos programmierte den Autopiloten langsam, in Richtung Raumhafen zu fliegen. Mirona legte die winzige kristalline Scheibe in das Wiedergabefach ihres Gleiterrechners. In dem kleinen Holotank über der Pilotenkonsole aktivierte sich eine 3D-Projektion.
Während die Maschine, vom Autopiloten gesteuert, abhob und sich rasch in das automatische Verkehrsleitsystem einfädelte, las die junge Frau mit wachsender Faszination die Informationen und gab sich ihren Gedanken über das Gelesene hin.

Die Atoranerin blickte nach einiger Zeit nach draußen. Der Autopilot hatte den hufeisenförmig angelegten Handelsraumhafen von Atarks erreicht. Etwa vier Dutzend unterschiedlich große Raumschiffe parkten auf dem Gelände.

Eben startete ein Raumer. Das ganze geschah in der Nähe ihres Gleiters. Ein schwereloser Ball schien nach oben zu streben. Erst in den höheren Schichten der Atmosphäre wurden die Feldtriebwerke eingesetzt. Eine Sekunde sah es so aus, als ob ein Meteor nach oben schoss. Das nachschwingende Dröhnen des Triebwerks und das donnernde Rückströmen der verdrängten Atmosphäre aus dem Vakuum, der dabei entstehende Sturm und die Turbulenzen, versetzte den Relmiad 60/80 in heftige Bewegungen.

Mirona assoziierte automatisch ein kleines Ruderboot, das in die von einem großen Schiff erzeugten Wellen geriet. Aber der Relmiad war eine hervorragende Maschine. Rasch hatte der Autopilot den Gleiter wieder unter Kontrolle gebracht.

Das Raumschiff erkannte sie inzwischen in dem dunstigen äquatorialen Vormittagshimmel des Kontinents Laman nur noch als ferner Glutpunkt und eine Sekunde später war er im Sternenmeer der Kleingalaxis Atorjan verschwunden.

Mironas Aufmerksamkeit wurde längst vom gewaltigsten Privat-Raumschiff der atoranischen Föderation gefesselt. Ein Gebirge aus Atorstahl erhob sich im Zentrum des riesigen Hafengeländes. Die LETHOS VI durchmaß achtzehnhundert Meter. Das Gigantschiff würde notfalls trotz der Hyperimpedanz, aus eigener Kraft die gewaltige Distanz über zweihunderttausend Lichtjahren zur Ringgalaxis Anthuresta überwinden können.

Der Gleiter landete vor einer Rampe des mächtigen Raumschiffs. Mirona hatte den Autopiloten so programmiert, dass er in die Tiefgarage ihres Appartements zurückkehrte und dort auf ihre Rückkehr wartete.

Sie klappte das Verdeck auf und stieg im gewaltigen Schatten des Titanen aus. Als die junge Lethos den Plastikbetonboden des Raumhafens erreichte und der Relmiad wieder abhob, blieb sie wie immer atemlos und staunend vor den turmhohen Teleskopbeinen des Giganten stehen.

Natürlich wusste sie, dass die Teleskopbeine nur zusätzlich stützten, denn ohne Aktivierung der Antigravtriebwerke würde der Hafenboden einbrechen. Nichts, nicht mal Atorstahl könnte das Gewicht eines Schiffes der Achtzehnhundertmeterklasse tragen.

Der Halbatoranerin stiegen die Gerüche der ständig startenden und landenden Schiffe in die Nase. Die Luft schmeckte metallisch nach Ozon und ionisierten Molekülen.

Irgendwo donnerte es. Ein weiteres Schiff hatte die oberen Schichten der Atmosphäre erreicht.
Direkt vor ihr lag ein Unterstand, der einen betriebsbereiten Frachtkäfigtransmiitter enthielt. An dem Menü für die Kontrollkonfigurationen las sie das Ziel, die LETHOS VI. Ein Dutzend Spezialroboter wurden von einem Logistikspezialisten herumkommandiert.

„Magh Lethos! Kommen Sie schnell! Gleich wird es stürmisch werden und heftige Turbulenzen aufkommen, wenn die LETHOS ihre Starttriebwerke aktiviert. Der Käfigtransmitter ist auf das Frachtdeck V eingestellt. Sie werden den Deckplan des Schiffes sicher längst im Kopf haben“. Der etwas dickleibige Lemurer kannte das einzige Kind der allgewaltigen Alora natürlich.

Trotzdem lebte Mirona viel zu normal, als dass sie ein Gegenstand der ‚Gelben Presse‘ wäre.
Ihre wenigen Affären wurden in den Klatschkolumnen nur als Randnotiz erwähnt. Alora zahlte sicherlich gewaltige Summen an die entsprechenden Sender und Dienste, um das Privatleben ihrer Familie aus der Presse herauszuhalten.

„Danke, ich komme gerne auf ihr Angebot zurück.“

Der Frachtspezialist lächelte, als die junge Lethos seinen Transmitter benutzte. Sie stieg in den altertümlich wirkenden Käfig und stellte sich auf die Plattform.
Seit die Hyperimpedanz vor mehr als zweihundert Jahren begann, funktionierten die modernen Torbogentransmitter nicht mehr. Die atoranische Zivilisation wurde gezwungen, auf diese alten Transmitter zurück zu greifen. Die Pläne für diese Technologie stammten noch von ES, wie so Vieles in der Föderation. Das wurde in Ator in jeder Schule gelehrt. Die Atoraner waren stolz darauf, dass ‚ihre’ Superintelligenz ihr Volk so schätzte. Seit allerdings TALIN über die ‚Fernen Stätten’ herrschte, hatte sich das geändert, denn die junge SI schwieg und schien die Nachkommen der Motana nicht mehr so zu schätzen. Timur hatte sie alles gelehrt, was er seit jenem Ereignis vor 25 Jahren über die Kosmologie wusste. Auch über die Motana. Es schien sehr viel zu sein. Wieder fragte sich Mirona: „Wer bei den Hohen Mächten bist du wirklich Vater?“

Im ‚Käfig’ blitzte es auf und Mirona empfand sich gleichzeitig auf dem Frachtdeck und auf der Plattform. Nur einen flüchtigen Augenblick dachte sie darüber nach, dass der Sender ihren Körper und ihr Bewusstsein bis in die Struktur der Quarks hinab erfasste, in ein fünfdimensionales Strukturmuster umformte und als übergeordnete Energie abstrahlte, die im Empfänger entsprechend dem Urmuster zurückverwandelt würde.

Heutzutage war die Benutzung eines Transmitters so selbstverständlich wie ein Gleiter.
Kaum jemand machte sich Gedanken über dieses technisch-wissenschaftliche Wunder.
Mironas Welt wurde von solchen ‚Wundern’ geprägt.

Sie entmaterialisierte in einem chaotisch anmutenden Frachtdeck V. Mehr als ein Dutzend Käfigtransmitter arbeiteten parallel und sorgten für diese Geschäftigkeit. Die junge Lethos musste mehrmals automatisch arbeitenden Gabelstaplern, Antigravschwebern, schwerelos von Zugstrahlen bewegten Container und Aggregaten ausweichen.

„Herrin Lethos! Welcher Idiot hat Sie in den Frachtraum V gelotst? Wohin möchten Sie?“

Der Abteilungsleiter des Frachtraums wurde rasch auf die Tochter der Lethos aufmerksam. Dutzende von Kamerasonden kontrollierten jeden Kubikmeter Raumfläche.

„Ich finde mich schon zurecht, Herr Talmend.“

Seinen Namen entnahm sie dem kleinen Sticker auf Brusthöhe seiner graubraunen Arbeitskombination. Auch er gehörte zum Volk der Lemurer. Ohne dies immer noch diskriminierte Volk vom isolierten Inselkontinent Lemura, ginge in der Handels- oder Kriegsflotte nichts mehr. Sie hegte keine Vorurteile über das immer zahlreicher werdende Volk vom Inselkontinent. Im Gegenteil. Die meisten ihrer Freunde fand Mirona in der lemurischen Menschheit.

„Hangar Zwölf“, erklärte sie dem etwas älteren und spindeldürren Logistikspezialisten.

„Verstehe, Ihre DANTA.“

„Genau.“

„Ich programmiere einen Transmitter“, versprach der Mann.

„Danke“.

Ein letzter Blick und so etwas wie ein stilles Seufzen, dann machte sich der Lemurer an die Arbeit. Das nächste Gerät befand sich nur einige Schritte entfernt. Die Konsolenarbeit war eine Sache von wenigen Sekunden.

„Fertig!“ Ein auffordernder Blick traf die junge Frau.

Sie warf dem Mann einen freundlichen Blick zu. „Nochmals, danke.“
„Gern geschehen“, der Lemurer fühlte sich sichtbar angetan über ihre höfliche Art, mit Untergebenen umzugehen.

Mirona blickte nochmals aus Sicherheitsgründen auf die Freizeichen innerhalb des Käfigs. Ein grünes Display beruhigte sie. In einem Lichterregen löste sie sich auf und in Nullzeit materialisierte sie im großen Werkstatthangar.

Mitten drin stand die DANTA.

Das lemurische Wort bedeutete soviel wie ‚Letzte Hoffnung‘ und bezog sich auf ihre bislang hoffnungslose Suche nach ihrem Vater und seiner wahren Identität. Seit einer knappen Stunde hatte sich allerdings alles verändert. Mirona Lethos hatte endlich! eine heiße Spur entdeckt. Alle ihre bisherigen Recherchen dagegen hatten sich als nichtig erwiesen. Das musste sie sich im Nachhinein eingestehen.

Bei der DANTA handelte es sich um einen hundert Meter durchmessenden Kugelraumer. Das Schiff wurde im Werkstatthangar der LETHOS mit der modernsten Technik ausgestattet. Eines der modernen Lineartriebwerke hatten die Techniker bereits eingebaut. Dafür musste der Ringwulst etwas verbreitert werden. Die Kosten der Umrüstung war ein Geschenk ihrer Mutter.

Durch die Verbreiterung des Ringwulstes und der Aufgabe einiger Frachträume, wurde der Platz für das kompakte Lineartriebwerk neuester atoranischer Bauart geschaffen, das normalerweise für ein Zweihundertmeterschiff vorgesehen war.

Vor der jungen Frau flirrte eine Energierampe des 100 Meter- Raumers. Mirona ließ sich von den Kraftfeldern nach oben in die Hauptschleuse tragen. Gleich dahinter erstreckte sich der noch übrig gebliebene Frachtraum.

Überall bewegten sich Roboter auf Antigravschwebern, um die Kisten und Container zu verstauen. Der Cheflogistiker Abram Oldevej leitete das Ganze. Er saß sicherlich in seiner Zentrale und hatte sie bereits im Visier. Sie grüßte in eine der deutlich sichtbaren kleinen, aber leistungsfähigen HoloVid-Kameras hinein. Abram würde sich freuen. Er war ein Mann der praktisch alles in verhältnismäßig kurzer Zeit organisieren konnte, wie er sich immer ausdrückte. Über seine Wege schwieg sich der befreundete Logistiker allerdings meistens aus.

Nur er, der Kapitän und sie als Eignerin, gehörten zu der atoranischen Menschheit. Der Rest der Mannschaft gehörte der lemurischen Art an.

Siebzig Prozent der Neusiedler auf der großen Insel waren Lemurer-Nachkommen, die seit etwa einem Jahrtausend auf ihrer Welt siedelten. Auf Atora öffnete sich immer wieder einmal ein Dimensionstor und transportierte Fremde hierher. Die Wissenschaftler sprachen davon, dass ihr Heimatplanet offenbar ein ‚Knotenpunkt’ innerhalb des Kosmischen Psionischen Netzes darstellte. Was immer das auch bedeuten mochte.

Einer dieser Transporte hatte vor knapp Tausend Jahren einige Tausend Lemurer ausgespieen. Niemand wusste woher sie aus Zeit und Raum kamen. Die Lemurer konnten sich nur noch an ihren Heimatplaneten Neu-Lemuria in Hathorjan erinnern. An mehr nicht. Wahrscheinlich war auch dieser Transport aus Zeit und Raum ein Werk von ES…

Aus diesen Lemurer hatte sich ein Volk entwickelt, das auf dem Inselkontinent Lemura isoliert siedelte und immer noch diskriminiert wurde. Die Atoraner, Nachkommen der alten Hathor aus Hathorjan dachten nur ungern um. Offenbar war ES seinerseits der Meinung gewesen, dass ihrem bisher bevorzugten Volk in den Fernen Stätten, eine Frischzellenkur gut täte. Aber die Atoraner veränderten sich nur langsam…

Schließlich stammten sie von einem uralten Volk aus Hathorjan ab, aus dem sich einst die Hüter des Lichts und die Ritter der Tiefe entwickelten…

Noch sieben Stunden bis zum Start der LETHOS.

Auf dem Weg zum axialen Antigravlift begegnete Mirona keinen weiteren Besatzungsmitgliedern.

Aber sie ahnte, dass Ranner Olari mit seinem Team bereits bei den letzten
Umrüstungsarbeiten sein würde. Oldevej würde ihn sicherlich informieren, dass die ‚Chefin‘ an Bord gekommen sei. Ranner würde es ihr übel nehmen, wenn sie ihn nicht kurz besuchte.
Der Weg zum großen Maschinensaal führte die junge Lethos über das Plusfeld des Antigravlift, dann über ein Laufband zu einem großen Schott.

Das Tor glitt zur Seite, als ihr Körper das ausgesandte Ultraschallsignal des Torsensors reflektierte. Alle Öffnungsmechanismen der atoranischen Zivilisation, sofern sie nicht gesichert waren, funktionierten auf diese Weise.

Mirona ta Lethos betrat den matt erleuchteten Raum. In ihm wurden neben den Kontrollpulten der Maschinenzentrale, eine Vielzahl von schweren Aggregaten untergebracht. Der Raum wurde optimal ausgenutzt. Die Maschinen waren an den Wänden verankert, an Decke und Fußboden oder an zwei gegenüberliegenden Wänden in kreisförmige Halterungen eingepasst. Auf diese Weise war ihre Standfestigkeit unabhängig von den Richtungsvektoren künstlicher oder natürlicher Gravitationsfelder, erhöht. Die meisten Aggregate hatte Ranner abgeschaltet, nur einige summten im Probelauf.

Mirona mochte keine Maschinistin sein, aber sie unterschied sofort eine Reihe von kleineren Materie/Energiewandlern und eine Serie von Projektoren, die für die Erzeugung von Hüllfeldern für den Linearflug sorgten.

Sie trat endgültig in den Raum. Die Halle mochte fünfzehn Meter durchmessen und etwa acht Meter hoch sein.

Ranner Olari und zehn Technoroboter prüften den Hauptwandler, der dem Lineartriebwerk die nötige Energie lieferte. Das große mit dem Boden und der Decke verbundene Aggregat arbeitete im Probelauf. Bei HHe-Wandler, den atoranischen Haupt-Energielieferanten, wurde die Materie in einem besonderen Prozess zu nahezu hundert Prozent in Energie umgesetzt.
Trotz ihres hohen Entwicklungsstandards mussten sie permanent gewartet und kontrolliert werden. Besonders in einem Raumschiff, in das ein Kompakt-Lineartriebwerk neuester Art eingebaut worden war. Es konnte eine Geschwindigkeit bis 2,3 Millionen Überlicht erreichen.
In Zeiten der Hyperdepression nicht schlecht, aber ein Nichts im Vergleich zu den Metagravtriebwerken in der Zeit vor der Hyperdepression, die weit mehr als 100 Millionen Überlichtgeschwindigkeit erreicht hatten.

Mehrere Kontrollinstrumente hatte Ranner an das Aggregat angeschlossen. Auf ihren grünen Displays wurden die Werte angezeigt. Der Haupt-Materie/Energiewandler (ME-Wandler) summte und der Boden vibrierte.

Ranner Olari, der lemurische Chefingenieur der DANTA maß 1,67 Meter und besaß einen stämmigen kurzen Oberkörper. Er trug einen ölverschmierten blauen Technikeroverall mit unzähligen Taschen. Ranner roch exakt so, wie dieser große Raum: nach Öl, Ozon und Dutzenden Gerüchen, die nun einmal in einem mit Maschinen gefüllten Saal anfielen.

„Hallo Ranner!“

Olari fuhr erschrocken herum, als er die Stimme hinter sich hörte. Er ging wie immer völlig in seiner Arbeit auf. Mit einer fahrigen Bewegung strich er sich über seine Stirnglatze. Die restlichen dunklen Haare hatte er kurz geschnitten. Seine samtbraune Haut entsprach der lemurischen Norm, während seine dunkelbraunen wieselflinken kleinen Augen kurz aufleuchteten, als er Mirona erkannte.

„Ah, mein Kind. Es freut mich, dass du endlich an Bord gekommen bist. Hat dich deine Mutter nicht weggelassen?“

Mironas Antlitz verfinsterte sich. Das scharfkantige, aber normalerweise lustig wirkende Gesicht Olaris, überschattete sich für einen winzigen Augenblick. Ihm wurde wohl bewusst, dass er Unsinn geredet hatte.

„Ich komme direkt aus meiner Wohnung, Onkel Ranner.“

Sie nannte ihn so, weil er zu den wenigen Vertrauten ihrer Mutter zählte, die seit ihrer Jugendzeit menschlich zu ihr gewesen waren. Er und Abram Oldevej, der atoranische Logistiker an Bord der DANTA.

„Heh, Nummer Drei! Was tust du da?“

Mit einer blitzschnellen Bewegung fuhr Olari herum und stauchte den hoch qualifizierten Technoroboter zusammen, der zwar in der Grundstruktur humanoid gebaut war, aber ein Dutzend Tentakel und spezielle Greifarme gleichzeitig ausgefahren hatte und damit arbeitete. Im Grunde ersetzte er drei bis vier menschliche Techniker.
Aber Ranner ließ immer wieder durchblicken, dass seine mechanischen Helfer dumme Maschinen wären.

Mirona grinste, als der korpulente Ingenieur wie ein Irrwisch herumhuschte und dem Maschinenwesen zeigte, wie er es effizienter machen konnte. Seiner Meinung nach…

Die junge Lethos verließ sich auf die hoch entwickelten Roboter, ohne die die intergalaktische Zivilisation undenkbar wäre. In entscheidenden Situationen erwies sich der Mensch oder Hathor allerdings unabdingbar.

Ranner Olari drehte sich mit einer dynamischen Bewegung zu ihr um.

„Entschuldige, Mirona, aber die Robs müssen ständig beaufsichtigt werden, zumal bei den Endkontrollen. Es tut mir leid, dass du dich immer noch nicht besser mit deiner Mutter zu recht findest.“

„Wundert dich das?“

Über das ständig rot angelaufene Gesicht des Chefingenieurs zog sich ein dunkler Schatten.

„Nein, eigentlich nicht.“

Der ‚Onkel‘ schwieg einige Zeit und sein Gesicht wirkte nicht mehr lustig. Mirona lächelte in sich hinein. An ihm konnte sie keine Bartstoppel erkennen. Wie immer arbeitete er mit der Bartentfernungscreme sehr sorgfältig.

„Ich treffe mich heute Abend im roten Salon mit meinen Freunden, die den Flug der DANTA mitmachen. Du bist eingeladen.“

Ranner Olari verzog kurz sein Gesicht.

„Es gibt Spezialitäten von Lemura, dem Inselkontinent. Abram Oldevej ist dabei. Er hat sich selbst wieder übertroffen. Du wirst staunen.“

„Na schön, mein Kind. Eigentlich müsste ich heute noch mit den letzten Tests im Maschinensaal fertig werden. Ich werde trotzdem da sein.“

„Mit Speck fängt man Mäuse“, dachte Mirona amüsiert. Diesen Spruch hatte sie von dem weit gereisten Vater Timur gelernt.

Laut sagte sie: „Du hast bestimmt noch viel Arbeit vor dir, Onkel Ranner. Bis heute Abend.“
„Hm, ja...“
<<<
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Homer G Adams
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Re: Requien für ES

Beitrag von Homer G Adams »

Bekanntlich habe ich von Atopenzyklus und den Jenzeitigen Lande nur separate Romane rausgelesen.

Frage: Wo steckt eigentlich Bully? Nach der Abholung Atlans von Wanderer via Stadt Allerorten müsste er noch in der Galaxis Larhatoon sein?

Oder düst er durch die Stadt Allerorten, mit einem chaotkratisch geprägten Zellaktivator? :devil:
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Elena
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Re: Requien für ES

Beitrag von Elena »

Zuerst einmal: Gute Besserung, Homer! Lass Dir lieber Zeit, als dass Du irgendwann gar nicht mehr kannst. Wir können warten!

Die Geschichte ist toll. Beim Vater musste ich doch glatt an
Spoiler:
Atlan
denken! :D

Bully ist immer noch in Larhatoon. Bisher wurde noch nicht wieder über ihn geschrieben.
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Homer G Adams
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Re: Requien für ES

Beitrag von Homer G Adams »

Elena hat geschrieben:Zuerst einmal: Gute Besserung, Homer! Lass Dir lieber Zeit, als dass Du irgendwann gar nicht mehr kannst. Wir können warten!

Die Geschichte ist toll. Beim Vater musste ich doch glatt an
Spoiler:
Atlan
denken! :D

Bully ist immer noch in Larhatoon. Bisher wurde noch nicht wieder über ihn geschrieben.

Danke Elena. Auch für die Info über Bully. Er könnte also durchaus in Allerorten herumdüsen, da ihm Atlan ja als Ritter der Tiefe vor seinem Aufbruch in die Jenzeitigen Lande gewissermaßen den Weg in Allerorten wieder frei machte....

Über den Vater von Mirona, sage ich nur abwarten


Grüße und

Ad Astra
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sonnenwind
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Re: Requien für ES

Beitrag von sonnenwind »

Elena hat geschrieben:Zuerst einmal: Gute Besserung, Homer! Lass Dir lieber Zeit, als dass Du irgendwann gar nicht mehr kannst. Wir können warten!
Die Geschichte ist toll.

Ich muss mich Elenas Worten anschliessen. Gesundheit ist das Wichtigste, also schreib' doch nur dann, wenn es Dir gut bzw. besser geht, Homer. Jede (r) wird das verstehen. :)
Deine Geschichte ist klasse. :st: Vor allem deshalb, weil Du schön detailliert schreibst und nicht so platt und kurz. Ich kann mich gut in Deine Hauptperson reinversetzen und ich bin wirklich gespannt, was mit dem Vater so los ist. Hoffentlich hat der keinen miesen Charakter.
Keine Ahnung, weshalb Elena beim Vater an Atlan denken muss; wenn ich 'ne väterliche Figur im Perryversum nennen müsste, wären es vielleicht Homer G. Adams oder Crest, aber Atlan?
L.G.
Es geht weiter...
... auch wenn es manchmal nicht so scheint.
Das Leben findet immer einen Weg und blüht plötzlich da wieder auf, wo man es am wenigsten erwartet.

Homer G Adams
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Re: Requien für ES

Beitrag von Homer G Adams »

sonnenwind hat geschrieben:
Elena hat geschrieben:Zuerst einmal: Gute Besserung, Homer! Lass Dir lieber Zeit, als dass Du irgendwann gar nicht mehr kannst. Wir können warten!
Die Geschichte ist toll.

Ich muss mich Elenas Worten anschliessen. Gesundheit ist das Wichtigste, also schreib' doch nur dann, wenn es Dir gut bzw. besser geht, Homer. Jede (r) wird das verstehen. :)
Deine Geschichte ist klasse. :st: Vor allem deshalb, weil Du schön detailliert schreibst und nicht so platt und kurz. Ich kann mich gut in Deine Hauptperson reinversetzen und ich bin wirklich gespannt, was mit dem Vater so los ist. Hoffentlich hat der keinen miesen Charakter.
Keine Ahnung, weshalb Elena beim Vater an Atlan denken muss; wenn ich 'ne väterliche Figur im Perryversum nennen müsste, wären es vielleicht Homer G. Adams oder Crest, aber Atlan?
L.G.

Danke Sonnenwind, für deine Worte. Nun ich lasse es wirklich langsam angehen. Es hat keinen Sinn zu lange am Schirm zu sitzen, wenn eine Woche später dann fast gar nichts mehr geht.

Aber da mir immer noch nur so die Ideen im Kopfe nebst Verbesserungen herumschwirren, beispielsweise konnte ich 2011 noch nichts von der Stadt Allerorten wissen, die jetzt Bully und die Ritter der Tiefe nutzen können, muss Einiges umgeschrieben werden.

über Väter, Töchter einfach Handlung abwarten. :unschuldig:

Aber ihr könnt ruhig spekulieren.... :-=

Der parallele HGA wird mit seiner Silberzelle natürlich aus dem 10 Jahrhundert vor Christus in dieser Zeit und Paralleluniversum stranden... :lol:

Mehr wird nicht mehr verraten.
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Todd
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Re: Requien für ES

Beitrag von Todd »

Homer G Adams hat geschrieben:Hallo nach drei Tagen Pause wieder Online. Sorry für die Verzögerung, aber ich war drei Tage wegen einer schweren Migräne nicht mehr online.

Offenbar hat das verstärkte arbeiten am Bildschirm dafür gesorgt.

Deshalb weiß ich nicht wie lange eine Fortsetzung Gesundheitlich möglich ist…

In jedem Falle gibt es gleich eine Fortsetzung. Wer weiß noch wie lange….

Ad Astra

Gute Besserung zunächst einmal. :) Mich hatte die Woche eine Mittelohrentzündung geplagt. :(
Dabei hatte ich Anfang des Jahres für allen beim Universum Gesundheit bestellt. Angesichts der Malaisen, mit denen hier alle
herumlaborieren, frage ich mich, ob ich beim falschen Universum bestellt habe. Jedenfalls wird es wohl Zeit, mich im unsrigen mal
bei der Reklamationsabteilung zu melden... :susp:

Ad Astra!

Todd
shikin haramitsu daikômyô

Homer G Adams
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Re: Requien für ES

Beitrag von Homer G Adams »

[quote="Todd"


Gute Besserung zunächst einmal. :) Mich hatte die Woche eine Mittelohrentzündung geplagt. :(
Dabei hatte ich Anfang des Jahres für allen beim Universum Gesundheit bestellt. Angesichts der Malaisen, mit denen hier alle
herumlaborieren, frage ich mich, ob ich beim falschen Universum bestellt habe. Jedenfalls wird es wohl Zeit, mich im unsrigen mal
bei der Reklamationsabteilung zu melden... :susp:

Ad Astra!

Todd[/quote]

Erstmals auch Gute Besserung und Danke für die gute Wünsche.

Ja mache das mal B-) Aber ob die Reklamationsabteilung auf uns hört? Rede doch mal mit einem Verantwortlichen der Stadt Allerorten.

Diese stehen ja zwischen einer SI und einer Materiequelle. :devil:

Gut, dass du dich auch wieder meldest Todd. Dein Humor tut richtig gut :st:

Auf das Universum!

und

Ad Astra :)
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Re: Requien für ES

Beitrag von Homer G Adams »

Also morgen gibt es wieder eine Fortsetzung.

Ständig tauchen in meinem Kopf neue Ideen hinsichtlich der Saga auf, die ich 2011 (noch vor meinem Schlaganfall) mit Stand 1463 NGZ schrieb. Das bedingt Umschreibungen und Ergänzungen Stand 1519 NGZ (PR 2874) in eine Weiterschreibung auf 1544 NGZ.

Da ich immer noch absolut wütend bin, dass die Expokraten ES + Co aus der 100 Mio Lichtjahre-Zone (das NILUM), rund um die Lokale Gruppe, herauskatapultierten, wird die Anthuresta-Saga für mich immer wichtiger. Nach dem Motto:

Ich schreibe nur, was ich selbst gerne lesen möchte… :D

Dies bedingt folgende Faktoren, welche die Expokraten aus der EA herausschrieben:

Hüter des Lichts, Ritter der Tiefe, Ronald Tekener, kaum noch Bully und noch weniger Homer G.Adams, Freihändler, Zwiebelschalenmodell, Chaotarchen, Kosmokraten, Superintelligenzen, Polyportnetz. ;)

Alle Leser dieses Threads, welche obigen Faktoren in der EA gerne sehen möchten, bietet die Anthuresta Saga, wieder Altbekanntes.

Möge allerdings meine Gesundheit mithalten…. (nur 1,5 Stunden Bildschirmarbeit pro Tag) :o


Frage an Elena. Was ist mit Bostich im Jahre 1519 NGZ. Hält er sich wie Bully immer noch in der Galaxis Larhatoon auf?
„Cappuccino ☕🥐 ist uebrigens ein Hauptgrund, der die Existenz Terras berechtigt erscheinen lässt. “ etwas abgeändert.
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"Wenn der letzte Ritter der Tiefe gegangen ist, werden alle Sterne erlöschen." Alte kosmische Weisheit über die RdT

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Elena
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Re: Requien für ES

Beitrag von Elena »

Zu Deinen Plänen: Du bist unser Retter, Homer! :st:

Zu Deiner Frage: Nein, Bostich ist nicht mehr in Larhatoon, der ist wieder in der Milchstraße, aber von dem hat man zum Schluss auch nichts mehr gelesen.
Ein bisschen gesunder Menschenverstand, Toleranz und Humor - wie behaglich es sich dann auf unserem Planeten leben ließe.
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Homer G Adams
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Re: Requien für ES

Beitrag von Homer G Adams »

Elena hat geschrieben:Zu Deinen Plänen: Du bist unser Retter, Homer! :st:

Zu Deiner Frage: Nein, Bostich ist nicht mehr in Larhatoon, der ist wieder in der Milchstraße, aber von dem hat man zum Schluss auch nichts mehr gelesen.

Große Worte: Retter, Elena B-)

Danke für die Info bzgl. Bostich, gut zu wissen. Ich dachte schon der müsste mit Bully via Allerorten in die MB von TALIN reisen... :devil:

Und jetzt gehts gleich weiter...
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Homer G Adams
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Re: Requien für ES

Beitrag von Homer G Adams »

Teil 3


Interplanetarer Raum von Atora, ein Tag später

Der Panoramasaal der LETHOS VI bot einen hervorragenden Ausblick auf die Sonne. Alles was bei Lethos Intergalactic Rang und Namen hatte, versammelte sich hier. Dazu die Repräsentanten von Atora, nebst Wirtschaftsvertreter des Inselkontinents Lemura, die Presse und Holovision. Sie alle wurden fürstlich bewirtet und warteten auf den großen Augenblick. Die Reden hatte man geschwungen, alles schien bereit zu sein. Hunderte Kamerasonden richteten sich auf jene Stelle im interstellaren Raum, wo es geschehen sollte.

Alora ta Lethos Präsenz beherrschte das Bild. Sie hatte sich in eine schlichte weiße Raumkombination gekleidet.
Da die Hathornachkommen in Anthuresta siebenmal langsamer alterten, als der Rest der humanoiden Abkömmlinge der Motana, die etwa 200-250 Jahre alt werden konnten, wirkte Alora mit ihren 61 Jahren kaum älter, als vor fünfundzwanzig Jahren, damals als sie sich und Timur ta Timurdschan kennen und lieben lernten.

Mirona Lethos ihr beider Spross, stand mit der Führungscrew der DANTA und ihren drei Freunden etwas abseits. Die anwesenden Frauen zeigten offen ihren Neid auf Alora, die wohl schönste, reichste und mächtigste Frau Atorjans.

Die Holovidkameras surrten permanent und richteten sich fast alle auf Alora aus. Die Aufnahmen würden von HoloVid-Sendern aufgekauft werden. Eine bessere Werbung für LI würde es nie geben.

Wieder einmal wurde Mirona bewusst, dass ihr Vater Timur seit drei Jahren fehlte. Wo mochte er stecken? Besaß er eine andere Frau und hatte für sie seine Familie verlassen? Lebten sie irgendwo unerkannt? Die Ring-Galaxie und ihr gigantischer Halo waren bekanntlich groß genug dafür. Dort konnte man einfach untertauchen.

Mirona lächelte maskenhaft für das Publikum, als eine Kamerasonde sie ins Visier nahm. Sie spürte, dass ihr trotz ihres bescheidenen Auftretens im Hintergrund, große Aufmerksamkeit gezollt wurde. Nach ihrer Mutter wurde sie am meisten abgelichtet.

Dabei hasste sie es im gesellschaftlichen Mittelpunkt zu stehen. Die junge Frau galt in der Öffentlichkeit als scheue und exotische Interstellare Abenteurerin.

Mirona spürte Nemus mitfühlenden Blick von der Seite her, ignorierte ihn allerdings. Wann fand diese ganze Tortur ihr Ende? Immerhin waren die endlosen Reden vorbei. Es würde gleich soweit sein.

Nemus Dopoulis fing mit Ranner ein Fachgespräch über die SIG-Technologie an, nachdem er offensichtlich von seiner Freundin ignoriert wurde. Obwohl die beiden halblaut redeten, bekam Mirona das Meiste mit.

„…funktioniert der Stossimpuls-Generator ohne Gegenstation. Er ist ein Produkt der Halbraumtechnologie. Der SIG hat einen hohen Energiebedarf. Mit Hilfe eines orangefarbenen Zapfstrahls wird hochfrequente Hyperenergie der Sonne entnommen“, sagte Nemus.
„Das ist richtig“, entgegnete der Ingenieur Ranner. „Er funktioniert nach Art eines EXTERN INDUZIERTEN Halbraum-Durchgangs, bei dem eine gegenpolige Aufladung des zu transportierenden Objekts ausreicht, um ein so genanntes Tele-Transportfeld aufzubauen. Von außen in ein Halbraumfeld gehüllt und beschleunigt, gleicht der Vorgang dem Linearflug eines Raumschiffs, nur mit dem Unterschied, dass die Ursache im Feuerring des SIG zu suchen ist. Wichtig ist, dass Größe, Masse und Transportreichweite hierbei ausschließlich eine Frage der Energieversorgung ist.“

„Das alles verdanken wir der Zusammenarbeit mit der Stardust-Union. Seit wir vor drei Jahren Dank Timurs Verbindungen freundschaftliche Beziehungen mit den Stardust-Terranern aufnahmen und einen intensiven Wissensaustausch pflegen, ist die wissenschaftlich-technische Entwicklung vor allem in der Antriebstechnik, im Transmitterbau und der SIG-Technologie geradezu explodiert. Wobei die neue Technologie ausschließlich auf die Bedingungen der Hyperimpedanz ausgerichtet wurde“, dozierte Nemus

„Richtig junger Freund, ich frage mich nur, woher die Terraner diese Technologie besitzen, die alles übersteigt, was wir besitzen. Aber sie sind ein großes inzwischen kosmisches Volk.“
„Dort sehe ich den Energiestrahl“, wurde Ranner in seinen Überlegungen unterbrochen.

Nemus deutete aufgeregt auf den fünfhundert Meter durchmessenden rötlichen Zapfstrahl, der von der orangefarbenen Sonne ins All schoss und auf dem 1. Planeten, einer Höllenwelt, verschwand. Längst konnte ihr Heimatplanet Atora nur noch als Ortungsimpuls registriert werden. Natürlich konnte der Betrachter seine Heimatsonne optisch noch als Stern unter Sternen erkennen.

„Theoretisch gibt es weder in der Geschwindigkeit noch in der Reichweite eine Grenze – was allerdings nur vor der Hyperimpedanz galt...“

Die beiden beendeten abrupt ihre Diskussion und schauten gebannt auf das Geschehen, das sich scheinbar vor ihren Augen abspielte, so gut war die Simulation der Schiffs- Ortungssysteme. Auch Mirona blickte jetzt konzentriert auf das riesige Holo, das völlig die kuppelförmige Decke einnahm.

Links ‚unten’ konnte sie die heimatliche Sonne Ato erkennen. Von dorther kam der Zapfstrahl. Ein roter Feuerring stand von einem Augenblick zum anderen mitten im Raum. Undurchdringliche Finsternis umgab ihn, die in regelmäßigen Abständen von einem violetten Fluten und Wallen abgelöst wurde. Dieses Gebräu aus wirbelnden höherdimensionalen Energien erinnerte Mirona an einen aufgepeitschten Ozean. Der Ring wirkte leicht oval und durchmaß an seiner größten Stelle etwa zehntausend Kilometer. Später sollten Großanlagen gebaut werden, die einen Transportring von etwa einer Million Kilometer durchmessen würden. Die junge Frau zweifelte allerdings am Erfolg dieses Vorhabens.

Mironas Gedanken schweiften von diesem technischen Wunderwerk lemurisch-atoranischer-terranischer Technik ab. Sie dachte an das ‚technische Artefakt‘, dass sie und ihre Gefährten auf einem unbekannten Planeten Anthurestas entdeckten. Sie reisten damals vor fünf Jahren auf den Spuren einer Legende, die von einigen anthurestanischen Rassen, mit denen sie freundschaftlichen Umgang pflegten, in die Welt gesetzt worden war.

Angeblich hatten vor etwa einer Million Jahre in der alten Heimat Hathorjan, die so genannten ‚Hüter des Lichts‘ gelebt. Diese ‚Hüter‘ verfügten angeblich über eine unvorstellbare Technik und Ethik. Nur Wenige von ihnen hatten den Legenden zufolge überlebt. Die meisten seien im Kampf gegen ihre Gegner, die sich ‚Inquos‘ nannten, umgekommen.
Einer aus dem uralten Clan der Lethos, Tengri, war – laut den claneigenen geheimen historischen Quellen - der Letzte Hüter des Lichts gewesen. Noch heute wurde der große Vorfahr im Clan, der hier auf Atora überlebte, verehrt.

Mirona und ihre Freunde hatten sich in blutjungen Jahren aufgemacht, um die Spuren der vor einer Million Jahren verfeindeten Rassen und natürlich der Hüter des Lichts zu suchen. Dabei entdeckten sie das ‚technische Artefakt‘, das offenbar einem ‚Hüter‘ gehört hatte. Sie fanden es in einem Sarkophag, der in dem Mausoleum einer goldenfarbenen Pyramide untergebracht auf seine Entdecker wartete. Von dem ‚Hüter-des-Lichts‘ hatten sie allerdings keine Spur mehr gefunden. Die ganze Sache erwies sich als äußerst rätselhaft. Niemand von ihnen hatte sich in der Lage gesehen, das Artefakt zu bergen. Sie mussten es zurück lassen.
Ihrem Vater Timur hatte sie von dem Fund berichtet. Schließlich hatte er vor fünf Jahren die Reise, wenn auch zähneknirschend, genehmigt.
„Gewissermaßen von Abenteurer zu Abenteurer“, dachte sie sarkastisch. Ihre Reise und Abenteuerlust, hatte sie sicherlich von ihrem Vater Timur geerbt.

„Bitte nehmen Sie ihre Plätze ein. Wir fliegen gleich durch den Ring.“

Die junge Atoranerin schüttelte ihre im Moment nutzlosen Gedanken ab und konzentrierte sich auf das Hier und Jetzt.

Für alle Gäste standen genügend Kontursitzplätze zur Verfügung. Alles nahm Platz, auch die führenden Repräsentanten der DANTA. Ranner zwinkerte ihr zu. Ihr kurzer Blick auf die Gefährten wurde lächelnd, gleichzeitig gespannt erwidert.

Wie üblich fehlte Renus Apharis. Er saß sicherlich an dem Hauptrechner der DANTA und verbesserte die Software oder löste fast unmöglich erscheinende mathematische Formeln.
Obwohl auch er zu der Oligarchie des Inselkontinent Lemura gehörte, machte er sich nichts aus den Festlichkeiten. Er galt als das typische zerstreute Computer- und Mathematikgenie, welche die Terraner, laut ihrem Vater Timur‚ ‚Nerds’ nannten. Trotzdem mochten ihn alle.

Lyra Kanesis dagegen genoss es zum erweiterten Kreis der Hauptgäste zu zählen. Bei jeder Ablichtung stellte sie sich in Positur. Obwohl Lyra wie sie alle die schmucklose hellblaue Raumfahrerkombination trug, wirkte sie immer noch wie ein Glamourgirl. Ihre Kleidung passte ihr wie an gegossen und betonte ihre zutiefst weibliche Figur. Würde Mirona mit ihr in den Äußerlichkeiten konkurrieren, hätte sie keine Chance. Wer Lyra allerdings als ‚Modepüppchen‘ unterschätzte, hatte selbst schuld daran.

Die beiden Freundinnen warfen sich einen kurzen Blick zu. Sie grinsten sich an. Trotz Lyras hoher Intelligenz und ihrer exzellenten Ausbildung, hatte sie immer noch nicht begriffen, dass Mirona nicht mit ihr um Nemus konkurrierte. Zumindest seit Mirona auf dem Planeten Sanskaron Hatur kennen lernte...

Der prächtige, rot leuchtende Energiering wuchs an. Das violette Wallen und Fluten im Innern des Kreises konnten sie jetzt hervorragend erkennen. Die LETHOS näherte sich ihm mit fünf Prozent der Lichtgeschwindigkeit.

Am meisten beeindruckte sie allerdings das Bild der Ringgalaxis Anthuresta. Die heimatliche Kleingalaxis Atorjan rotierte zweihunderttausend Lichtjahre ‚oberhalb’ des ehemaligen Zentrums von Anthuresta. Auch sie bildete nur eine kleine Materiemasse, die sich einst nach der Kollision zweier Galaxien bildete.

Mirona holte sich die astronomischen Daten Anthurestas vor ihr geistiges Auge: 35.000 Lichtjahre durchmaß die Ringbreite, bei einer Ringdicke von bis zu 1500 Lichtjahre. Die Lücke zwischen Ring und Restkern maß etwa 47.500 Lichtjahre. Anthuresta hatte einen Außendurchmesser von 220.000, sowie einem Innendurchmesser von 150.000 Lichtjahren.
Die Reste des ehemaligen Galaxienkerns erreichten eine Ausdehnung von ca. 55.000 Lichtjahren.

Der Ring weitete sich seit der Durchdringung zweier Galaxien konzentrisch aus. Der andere kollidierte Sternennebel hatte sich inzwischen etwa 3,3 Millionen Lichtjahre von Anthuresta entfernt und gehörte gleichfalls zur Mächtigkeitsballung der neuen Superintelligenz TALIN, die sich aus der inzwischen verschwundenen SI ES vor knapp einhundert Jahren gebildet hatte.

Ataro Kaspon hustete dezent. Der schmale, zierlich wirkende und nur 1,63 Meter große Mann mit der Silbermähne und der smaragdgrünen Hautfarbe, gehörte wie sie zum Volk der Atoraner und damit zu den Hathor. Seine goldenen Muster im Gesicht erschienen matt. Er wirkte wie die Verkörperung eines Militaristen: Steif, arrogant, von sich überzeugt und ausgestattet mit einer Aura der Unnahbarkeit um sich herum. Für das ganze feierliche Gehabe schien er nur Verachtung übrig zu haben.

„Immerhin darin stimmen wir überein!“ dachte Mirona Lethos sarkastisch.

Kaspons für einen Hathor seltsam dunkle Augen fixierten vor allem Lyra. Nicht weil er sie bewunderte, ganz im Gegenteil. Offenbar sah er in der Lemurerin ein verwöhntes Mädchen der herrschenden Klasse, das nichts, aber auch gar nichts auf der DANTA zu suchen hatte. Nicht bei der gefährlichen Mission, die anstand. Denn eine solche würde es sicherlich werden.

Mirona lachte in sich hinein. Der gute Kaspon würde sich noch wundern. Trotz ihres Benehmens hatte sich Lyra zu einer kompetenten Person, nicht nur als Kosmische Archäologin, sondern auch als Raumfahrerin entwickelt. Sie konnte locker mit den besten Ortungsspezalisten der Lethos-Flotte mithalten.

Ranner Olari warf Mirona einen kurzen mahnenden Blick zu. Er sagte nichts, aber die junge Halbatoranerin wusste auch so, was er meinte. Er kannte Lyra und die anderen alten Gefährten durch lange Gespräche mit Mirona, deshalb freute er sich, wenn Ataro Kaspon seinen ersten Denkzettel bekam.

Abram Oldevej der Cheflogistiker schwieg sich wie immer aus. Er liebte diese Festlichkeiten auch nicht, aber er wusste, dass sie nötig waren. Vorhin hatte er einige alte Beziehungen aufgefrischt. Man wusste nie, für was sie noch gut sein konnten.

Er konnte manchmal sehr sarkastisch werden. Der schlaksige hagere, geradezu dürre Mann rieb sich gerade seinen länglichen Glatzkopf. Ein Zeichen dafür, dass er genug von den Reden hatte. Seine dunklen Augen leuchteten kurz auf, als er Mironas Blick spürte. Sie verstanden sich meistens ohne Worte. Neben Ranner kannte sie Abram am besten. Die beiden besaßen Aloras Vertrauen und waren äußerst unglücklich, weil die Tochter nicht gut mit der Mutter auskam. Beide hatten schon vor Jahren versucht, das Verhältnis zu kitten, jedoch ohne Erfolg.

Nemus Dopoulis grinste sie mit seinem jungenhaften Charme an. Mirona mochte ihn, aber für einen Liebhaber zeigte er ihr noch zu wenig Reife, zumindest seit sie Hatur kannte. Irgendwann, so hoffte sie, würde er es schon begreifen und vielleicht doch noch mit Lyra zusammengehen. Sie wünschte es beiden und sie würden ein traumhaftes Paar abgeben.

Der rote Ring des Entstofflichungsfeldes weitete sich aus. In seinem Brodeln, Fluten und Wallen bildeten sich seltsame fraktale Strukturen. Sie veränderten ihre Helligkeit und wirkten auf die Augen der Betrachter wie eine undurchdringliche kosmische Lava. Die Gespräche verebbten überall. Alles schaute gebannt und fasziniert auf den für die meisten unbegreiflichen Prozess.

Dann stürzte die LETHOS regelrecht in das energetische Wallen hinein. Die Ortergeräte zeichneten den rätselhaften Vorgang auf und gaben die Impulse an die Positronik weiter. Diese generierte daraus eine Simulation. Auf den holografischen Darstellungen konnten sie sehen, wie die Energien sich zuerst violett, dann rot und schließlich purpurn darstellten.
Die Schnittfläche des Entstofflichungsfeldes schien vor ihnen zurückzuweichen, dann waberte sie auf, umhüllte Schiff und Besatzung und sog die LETHOS in sich auf. Der eigentliche Transportvorgang durch den Halbraumtunnel dauerte nur fünfundzwanzig Minuten. Das ergab einen Überlichtfaktor von etwa 35 Millionen!

Noch vor drei Jahren erreichten sie gerade mal 15 Millionen Überlicht. Der Wissensaustausch mit der Stardust-Menschheit hatte sich gelohnt. Wie ihrer Mutter auf Vermittlung durch Timur dies gelungen war, blieb ihr Geheimnis. Nun ja, immerhin bestand inzwischen ein Freundschaftsabkommen zwischen den in Anthuresta noch neuen Terranern und der Atoranischen Föderation. Trotzdem, ein solcher Austausch von technischem Know How, war etwas ganz anderes.

Welche Geheimnisse hüteten ihre Eltern noch? Mironas Gedanken kreisten wieder um die familiären Beziehungen zwischen Mutter und Tochter und dem verschwundenen Vater. Mirona wusste, dass sich beide sehr liebten, aber Timur schien ein Kosmischer Reisender zu sein, der sich nur schwer in ein familiäres Umfeld einfügte. Irgendeine rätselhafte Energie schien ihn ständig zum Rumreisen zu treiben. Immer wieder verschwand er ein Jahr oder Monate, aber drei Jahre…
Was das Reisen anging, so nutzte er ein interdimensionales Transportnetz, das ihm irgendeine technisch hoch stehende Organisation zur Verfügung stellte. Er tauchte auf oder verschwand einfach an irgendeinem geheimen Ort auf Alora. Für seine kosmischen Reisen benötigte er selten ein Raumschiff. Ihr Vater schwieg auf Mironas diesbezügliche Fragen. Mirona seufzte vor Grimm auf. Wieso vertraute ihr Timur nicht?

Ein Ruck riss die LETHOS aus dem energetischen Tunnel. Wie schnell fünfundzwanzig Minuten vergingen. Der Anblick der sich ihren Augen darbot konnte Mirona nur mit phantastisch umschreiben, denn die LETHOS VI raste auf drei blaue Riesensterne zu, deren Dreieckstellung sie von ‚oben‘ gut erkennen konnte.

Die gleichartige, künstlich aufgebaute Konstellation stellte sich als ein gigantischer Sonnentransmitter heraus, der jedes Objekt über große Entfernungen hinweg beförderte. Auf den Heckbildschirmen schrumpfte der rötlich leuchtende Ring des Stossimpuls-Teletunnels immer mehr zusammen.

Das Riesenschiff beschleunigte mit hohen Werten. Schließlich hatte es die nötige Geschwindigkeit erreicht. Die LETHOS VI glitt mit etwa dreißig Prozent Sublicht in den Erfassungsbereich des Dreieckschnittpunkts hinein.

Überall wurden von den Medorobotern die Absorberinjektionen verteilt. Dann war es soweit. Mirona injizierte sich das Medikament selbst. Anschließend griffen die veränderten und speziell zum Großtransmitter geformten Hyperenergien der drei blauen Riesensonnen nach der LETHOS.

Das Großraumschiff stürzte in das hyperenergetische Schnittlinienzentrum hinein und entmaterialisierte.
Die junge Frau bekam von diesem Vorgang nichts mehr mit, weil sie von dem Medikament in eine Starre geschickt wurde, die einen kurzen Blackout auslöste.

Dem Erwachen folgte ein schockartiger Zustand des Körpers. Ihr Herz raste, die Lunge schien zu explodieren, jeder Muskel schmerzte und vor ihrem inneren Auge konnte sie nur Strichmuster erkennen. Stechende Gliederschmerzen wüteten in ihrem Körper.
Mirona rang heftig nach Luft und stöhnte laut auf. Irgendetwas zischte. Ihr wurde ein Breitbandmedikament verabreicht. Die Wirkung setzte rasch ein. Langsam erholte sie sich von diesem gewaltsamen Transport.

Mirona öffnete stöhnend die Augen. Die Schleier lichteten sich langsam. Ihr erster Blick galt den Gefährten. Es war ihnen natürlich nicht anders ergangen. Nur die Sonnentransmitter Transport erfahrenen alten Hasen hatten es offensichtlich besser überstanden.

Es handelte sich um Mironas dritte Reise durch den zentrischen Dreiecktransmitter von Atorjan. Ranner, Abram und Kaspon hatten die Strecke bereits mehrere Dutzend Mal passiert. Ihre Körper schienen sich an die Tortur gewöhnt zu haben.

Niemand sprach etwas, weil jeder mit sich selbst zu tun hatte. Dann wurden die Blicke fast automatisch vom Panoramaschirm angezogen. Sie waren über Talon II, dem Justierungsplaneten des Sonnendreiecks im ehemaligen Zentrum Anthurestas, herausgekommen.

Obwohl Mironas Verstand ihr sagte, dass sie mittels eines Direkttransports von Atorjan in das Zentrum des ehemaligen Kerns von Anthuresta versetzt wurden, staunte ihr emotional animiertes Gemüt noch immer wie ein Kind.

„Bei den Hütern des Lichts! Zweihunderttausend Lichtjahre in Nullzeit. Frühstück auf Atora, Abendessen in Anthuresta.“

Erleichtertes Lachen nach der Tortur. „Davon sind wir noch weit entfernt, Nemus“, widersprach Ranner grinsend und trank ein den Organismus stabilisierendes Gebräu.

„Aber mit Hilfe der Stoßimpuls-Technologie und einer Großtransmitter-Straße müsste es klappen. Voraussetzung natürlich, dass wir weitere Sonnentransmitter finden.“

„Vielleicht in zweihundert Jahren, wenn überhaupt.“

Ranner und Dopoulis lieferten sich ein erneutes Wortgefecht, während die anderen still das Panorama genossen.

Nur Kapitän Kaspon schien es sachlich und kühl zu akzeptieren. Wieso staunen, es handelte sich lediglich um eine technische Leistung. Der Mann hatte einfach keine Fantasie. Nicht zum ersten Male fragte sich Mirona, wieso ihre Mutter auf seine Anwesenheit bestanden hatte.

Wahrscheinlich meinte sie, die drei alten Hasen würden die jungen Wilden auf den Boden der Tatsachen halten.

Unter der LETHOS lagen sechs Pyramiden. Links davon der große Raumhafen von Talon II. Jeder Transmittertransport von außen in die Großgalaxis wurde vom Sonnendreieck nach hier weitergeleitet.

Die LETHOS kam zweihundert Meter über den sechs Pyramiden zum Stillstand.
Mehrere Raumschiffe näherten sich der Rematerialisierungszone. Das Flaggschiff von Lethos Intergalactic verließ diesen Bereich, tauschte Informationen aus und speiste die positronische Post aus Atorjan in das anthurestanische Hyperfunknetz, das allerdings seit der Hyperdepression nicht allzu weit reichte.

Jedes Raumschiff, das von den Sonnentransmittern der Halosternhaufen oder Kleingalaxien kam, brachte ein umfangreiches Datenpaket mit und leitete es weiter. Umgekehrt wurde es auch so gemacht. Bislang wurden im Halo fünf solche Sonnentransmitter entdeckt. Das Sonnendreieck in Atorjan, war die dritte Anlage gewesen.

Aber dies würde sich noch ändern. Der ringförmige Außenbereich von Anthuresta zog sich weit dahin. Weitere Sonnentransmitter würden sicherlich bald sowohl in den Halogebieten, als auch im Ring und im zentralen galaktischen Restsektor entdeckt werden. Man suchte sie erst wieder, seit die Hyperdepression über das Universum hereinbrach. Zuvor erreichten die Schiffe selbst siebzig bis hundert Millionen Überlichtgeschwindigkeit und dieses archaische Transportnetz wurde damals nicht benötigt. Jetzt schien alles anders zu sein.

Die LETHOS ließ Talon II hinter sich und flog einige Zeit im Sublichtmodus. Nach zehn Minuten ging sie in den Linearflug über mit dem Zielpunkt des geheimen Stützpunkts der Lethos Intergalactic in Anthuresta.

Die Führungsmannschaft der DANTA machte sich auf den Weg zu ihrem Schiff.
„Möchtest du dich nicht von deiner Mutter verabschieden?“, fragte Nemus, der sich zu Mirona gesellt hatte.

„Nein, das haben wir bereits gemacht. Außerdem bin ich nicht gut auf sie zu sprechen.“
Der gut aussehende dreißigjährige Mann aus der Oberschicht des Inselkontinents Lemura schüttelte traurig den Kopf. Er trug seine langen schwarzen Haare nach hinten zu einem Zopf geformt.

„Sie tat nur das, was jede gute Atoranerin tun würde. Wir wissen nicht, ob wir heil und gesund zurückkehren. Unsere Reise ist kühn. Bislang riskierte noch kein Schiff unserer Größe diese Tour. Niemand weiß was uns erwartet.“

Die beiden ließen den anderen einen immer größeren Vorsprung. Ihr Weg führte sie über Antigravlifts und Gleitbänder.

„Wenn du so denkst, frage ich mich, wieso du diese Reise mitmachst?“
Die Gefährten hatten bereits einen weiteren Lift erreicht, während die Beiden immer noch auf einem langsameren Gleitband dahin glitten.

Nemus fing sich geschickt ab, als sie das Transportband verließen und half Mirona, die infolge des Transmitterschocks immer noch Gleichgewichtsprobleme hatte, beim Verlassen des Bandes

Sie blieben einen Augenblick stehen und blickten sich an. Es war noch genügend Zeit, bis zum Start der DANTA.

„Du redest Unsinn“, schimpfte Nemus Dopoulis und hielt Mirona fest. „Meinst du, das lasse ich mir entgehen? Schon unser letztes Abenteuer vor fünf Jahren war ganz nach meinem Geschmack. Eure ständigen Grabenkämpfe sind langsam nur noch lästig.“

„Wirklich?“, fragte Mirona und spürte wie die alte Bitternis wieder in ihr hoch kroch.

Nemus schüttelte den Kopf und hielt sie immer noch fest. „Auch ich musste vor der Universität ein Internat besuchen. Sicher war das nicht zu vergleichen mit dem, was du durchmachen musstest, weil ich meinen Vater viel öfters sehen konnte als du. Aber vielleicht hatten deine Eltern ihre Gründe.“

Nemus lächelte sie spöttisch an. „Aber genau das liebe ich an dir, deine Unnachgiebigkeit.“
Er gab ihr einen kleinen Kuss auf die Backe.
Auch Mirona musste lächeln. Sie hatte die kleine Liebkosung des Lemurer emotionslos hingenommen.

„Wir Atoraner sind alle im Hinblick auf unsere genetische Nachkommenschaft paranoisch veranlagt, weil wir uns kaum noch vermehren. Es geht soweit, dass ich unter Druck gesetzt wurde bis ich zustimmte, mir Eizellen entnehmen zu lassen. Sie werden in der genetischen Bank des Lethos-Clans, für ‚alle Fälle‘ gelagert, wie Alora zu sagen pflegt. Falls wir nicht mehr zurückkehren, werden sie künstlich besamt und von einer anderen Frau ausgetragen.“

„Na und? Was glaubst du, was ich tun musste? Wir Lemuriden sind nicht besser. Mein Vater gab nur deshalb die Genehmigung für die Forschungsreise, weil ich Samen für die Dopoulis-Genbank zur Verfügung stellte.“

„Unsere beiden Rassen sind krank“, zischte Mirona wütend. Ihr Lächeln verschwand aus ihrem Gesicht. „Ich finde es wirklich verrückt. Zwischenzeitlich sollte es keinem Feind mehr gelingen uns total auszulöschen. Irgendwo in diesem Galaxienhaufen zu der Anthuresta gehört, wird selbst im Extremfall ein Zweig unseres Volkes überleben.“
„Darum geht es nur in zweiter Linie, Mirona.“

„Ja, ja ich weiß. Vor allem meine sanskarifähigen Gene sind ihnen zu wichtig. Der Traum meines Volkes, vor allem unseres Clans ist, dass die Hüter des Lichts wieder aus uns entstehen, oder die Ritter der Tiefe. Alora verfügt woher auch immer, über Informationen, dass irgendeine Kosmische Institution wieder versucht, den alten Ritterorden wieder aufleben zu lassen. Da könnte ich doch eine Kandidatin sein!“

Sie sagte es so bitter und voller Sarkasmus, dass Nemus zuerst seufzte und dann verzweifelt den Kopf schüttelte.
„Was rege ich mich eigentlich auf, Miri. Ich kenne dich und deine Ansichten schließlich lange genug. Trotz der atoranischen Fremdenfeindlichkeit genießen wir Lemurer auf dem Inselkontinent das Privileg der Meinungsfreiheit und völlige Selbständigkeit in wirtschaftlicher und verwaltungstechnischer Hinsicht.“

„Du solltest deine Naivität langsam hinter dir lassen, Nemus. Die Föderation ist kein Wohltäter, selbst wenn sie sich demokratisch gebärdet. Sie gestattet euch dies nur, weil wir infolge der Expansion der Sternenflotte immer mehr Soldaten und Raumfahrer brauchen. Euch werden inzwischen die niedrigen und mittleren Ränge zu gestanden, ganz zu schweigen von eurer wirtschaftlichen und politischen Eigenständigkeit. Das Wohnrecht gestatten wir euch nur auf dem Inselkontinent. Wir wollen von euch noch immer strikt getrennt wohnen und leben. Allein eure Hautfarbe stört die meisten unserer Bürger. Und sie sprechen davon, dass in unserem Volk wieder ein Hüter geboren werden könnte. Zum Lachen! Es gibt Kräfte, aber lassen wir das. Du hast recht, die anderen warten. Wir sollten ihnen keine Gründe zum weiteren Tratsch geben. Gehen wir.“

Nemus wollte noch etwas sagen, dann zuckte er die Schulter und folgte seufzend der jungen Lethos.
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Re: Requien für ES

Beitrag von Elena »

Ah, ein Blick auf die Anfänge! Sehr kosmisch, sehr schön! :st:
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Homer G Adams
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Re: Requien für ES

Beitrag von Homer G Adams »

Elena hat geschrieben:Ah, ein Blick auf die Anfänge! Sehr kosmisch, sehr schön! :st:

Ja diesen Blick auf die Anfänge liebe ich.

Was haben die Expokraten z.B. mit den Ator, den Nachkommen der Hathor in Anthuresta gemacht? Jenem Volk, aus dem einst die HdL und die RdT entsprangen?

Sichu, nun ja, eine weitere gute Wissenschaftlerin, diesmal kein Mann, sondern ein Hathorabkömmling. :lol:

Wo bleibt die Old School ala Kosmologie eines Voltz?

Egal, wohin der Weg der EA geht. Ich gehe ihn nicht mit. Dann halt nur noch jene Zyklen neu im Kindle runterladen, die meinem Geschmack entsprechen. Lieber noch einmal oder mehrfach Lesen, was ich gerne lese. Oder noch besser:

Das Schreiben, was ich selbst gerne lesen würde.

Diejenigen, die folgen, können ja diesen Thread lesen. :rolleyes: B-) :devil:

Möge, die Gesundheit reichen, die Story weiter zu posten, soweit eben die Kraft reicht...

Ganz ohne PR geht es eben auch nicht, nicht nach 51 Jahren!

In diesem Sinne

Zu den Sternen
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Re: Requien für ES

Beitrag von Homer G Adams »

Hier ein kosmisches Schmankerl hinsichtlich Atlans, der ab Teil sieben oder acht wieder ins Geschehen eingreift.

Hoffentlich wird nicht zuviel verraten oder noch mehr Appetit gemacht. B-)

Internes Logbuch von Atlans Logiksektor

1519 NGZ brachte uns die Atopenkapsel aus den Jenzeitigen Landen zurück in das Standarduniversum. Allerdings nicht in die Milchstraße, sondern an den Rand des NILUM. Dort rotierte eine Intergalaktische Handelsstation, eine Plattform der Paddler KA - SELTENE PRODUKTE am Rande einer Galaxis. Diese hieß Maudaan und war 50 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt. Hier lag einst der Ausgangspunkt des Blackhole-Transmitternetzwerkes der Amarena. Inzwischen wurde das Transportnetz, auch durch das Einwirken der Terraner im Jahre 1147 NGZ still gelegt und der Völkerbund aus diversen Galaxien zerbrach. Wir kamen nicht dazu uns zu informieren, was aus diesen Völkern inzwischen geschah, die plötzlich isoliert waren.

In der Paddlerplattform lebten nicht nur Paddler, sondern viele intergalaktische Wesen, die am Handel interessiert waren. Einer davon war ein so genannter ‚Kosmischer Händler’, der sich ständig hinter einer Holomaske verbarg. Jedes Wesen, sah ihn, als Mitglied seines Volkes. Atlan meinte, dass er eine Aura besäße, die durchaus mit denen eines Ritters der Tiefe mithalten konnte.
Von ihm erfuhren wir Vieles. Zum Beispiel über das NILUM. Atlan und er vertrauten sich auf eine Art und Weise, die mir fremd blieb.

Hm, das NILUM.

Bei dem NILUM handelte es sich um eine 100 Millionen- Lichtjahrezone rund um die Lokale Galaxiengruppe in der keine EIRIS von Superintelligenzen existieren kann. Die Eiris und damit die Superintelligenz selbst flossen in das ‚Thez-Versum’ ab. In diesem ‚was auch immer’ des höherdimensionalen und außerhalb des Zwiebelschalenmultiversums liegenden ‚Raumes’ herrscht das ‚Nichts’, bezogen auf unsere gewohnte Realität. Welche Kräfte auch immer für dieses ‚Nichts’ oder NILUM (THEZ + Co?) in unserer Raumzeit verantwortlich zeichneten, sie sorgten dafür, dass innerhalb dem NILUM chaotische und wilde interdimensionale Energien wirkten, die für eine extrem erhöhte Hyperimpedanz, bis hin zonenweit zu Verhältnissen, wie in den ‚Archaischen Perioden’, führten. Dies bedeutet, dass höherdimensionale Technikanwendungen in diesen Zonen unmöglich sind. Nur der Einsatz von ferronischer Hochtechnik (vor dem Kontakt mit den Terranern) ist dort noch möglich. Ergo liegt das NILUM ‚außerhalb’ der normalen Raumzeit. Was aus den Bewohnern dort drinnen wird, weiß nur THEZ ^^^.

Es gab viele Flüchtlinge aus dem NILUM, die sich am Rande dieser Zone ansiedelten. Dort existierten diverse Klein- und Großgalaxien. Ein gigantischer wochenlanger Hypersturm aus dem NILUM hervorgebrochen, hatte dafür gesorgt, dass sich viele Kristallformationen in Hyperkristalle der unterschiedlichsten Qualitäten in den Jahrzehnten nach dem MEGA-Hyperorkan formten. Auch in der Folgezeit wehten aus dem NILUM immer wieder schwere Hyperstürme in Richtung der angrenzenden Galaxien, Kugelhaufen etc herüber, die hier immer wieder zu Neubildungen von Hyperkristallen führten und führen.
Durch die sich ständig bildenden Hyperkristalle, finden sich viele Händler, auch die Kosmischen Händler mit ihrer Hochtechnik dort ein. Die Kosmischen Händler verkauften gegen hochwertige Hyperkristalle oder PSI-Materie, Antriebsmodule, die auch im Zeitalter der Hyperimpedanz einen Überlichtfaktor von 50 Millionen erreichte. Sie nannten ihre Module, die sie auch warteten ‚Goonblöcke’. Sie konnten an jedes Raumschiff angekoppelt und nicht nachgebaut werden…
Ein derartiger Versuch endete mit einer Desintegration des Goonblocks!

Mehrere Breviaturen werden vom Protokoll Technischer Betrieb (PTB) der Stadt Allerorten in diese Randzone hineingebaut. Natürlich tummeln sich in der Randzone auch immer mehr Beauftragte/Entitäten von Superintelligenzen, Chaotarchen und Kosmokraten, um das NILHUM zu untersuchen.
Offenbar gibt es nur wenige solcher Zonen im Multiversum…

Vom Gesandten der Kosmischen Händler erfuhren wir auch, dass in KA – SELTENE PRODUKTE eine Breviatur der Kosmischen Stadt Allerorten existierte.
Da wir nicht in die Milchstraße reisen konnte, weil sie im Zentrum des NILUM lag, bereiste Atlan ein Jahr lang via Brevizonen von Allerorten den Kosmos.

Einige astronomische Werte über die 50 Millionen-Radiuszone von der Lokalen Gruppe aus in jede Richtung gerechnet:

50 Millionen Lj entfernt von der Milchstraße liegen nicht nur die Galaxien Maudaan und Neyscuur, sondern genau die Hälfte der Mächtigkeitsballung von THERMIOC.
Auch ein Teil des Virgo- Galaxienhaufens (40-60 Millionen Lichtjahre-Entfernung) mit seinen insgesamt 2000 Galaxien.
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Elena
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Re: Requien für ES

Beitrag von Elena »

Also, dass Atlan nicht in die MS kann, weil die - wieder mal - abgeschnitten ist, ist jetzt nicht mein Ding, aber auf die Geschichte selbst bin ich trotzdem gespannt! :-))
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Re: Requien für ES

Beitrag von Homer G Adams »

Elena hat geschrieben:Also, dass Atlan nicht in die MS kann, weil die - wieder mal - abgeschnitten ist, ist jetzt nicht mein Ding, aber auf die Geschichte selbst bin ich trotzdem gespannt! :-))
Gründe:

Die Geschichte spielt hauptsächlich sowieso in den FERNEN STÄTTEN

Aber vor allem ärgere ich mich über die Eiris/SI-freie Zone (NILUM) und mache die Lokale Gruppe unzugänglich.

Außerdem siedeln längst viele Galaktiker inzwischen dort Draußen in den Fernen Weiten. Leider kam dies in der Serie viel zu selten zum Ausdruck.

Diese Story, soll auch auf diesen Umstand hinweisen.

Elena, wenn du Geschichten von der MS oder LG willst, dann lies einfach die EA weiter.

In dieser Story gibt es keine Geschichten aus dem NILUM, in meinen Augen dem Nichts seit die Expokraten die alten PR-Fundamentals verlassen….
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Re: Requien für ES

Beitrag von Elena »

Hallo! Ich hab doch geschrieben, dass ich trotzdem auf die Geschichte gespannt bin.
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Re: Requien für ES

Beitrag von Homer G Adams »

Elena hat geschrieben:Hallo! Ich hab doch geschrieben, dass ich trotzdem auf die Geschichte gespannt bin.

Sorry, reagiere wohl etwas dünnhäutig. Aber der Groll, dass es ohne ES + Co weitergeht hält leider an. Aber da kannst du ja nichts dafür.

Da bleibt einem Rhodanisten der Old School, nur noch alle jene Zyklen aufs Kindle runterladen, die ich nochmals gerne per ebook lesen möchte.

Im Rhodanversum ist man ja glücklicherweise nicht auf die momentane Linie der EA angewiesen. ;)
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Re: Requien für ES

Beitrag von Elena »

Ich bedaure es ja auch, kein ES, kein Atlan, zumindest für die nächste Zeit! Wieder mal warten! Traurig! :sad:
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