TCE

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Roi Danton
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Re: TCE

Beitrag von Roi Danton »

[quote="overhead"]@ Roi Danton

Thema Kindle:

Ich besitze auch einen eBook-Reader, allerdings entschied ich mich "ad hoc" und spontan aus Kostengründen, nachdem ich mich monatelange mit dem Thema beschäftigt hatte, für eine Actions-Gelegeheit bei "Saturn", einen TrekStor 3.0.........
Mit dem Ding kann ich Lesen - ich lese z.B. kostenlose Bücher von:

http://www.gutenberg.org/wiki/Category: ... Ccherregal

http://wiki.mobileread.com/wiki/Free_eB ... /ebooks-de

Unter anderem die Bücher, die andere beim Studium lesen mußten.......

Aber ich kann, wenn ich will, mit dem Stück auch MP3-Musik hören, oder Lumpazie`s verballhornte Titelbilder ansehen, die ich mir daraufgeladen
habe, so kann ich sie zu meinem 2. Club "Zeitmaschinisten" mitnehmen und vorführen, indem Kurt Kobler und "Arcoerasmus" Mitglieder sind......

Ich lese aber auch weiterhin Papier-Ausgaben.........................

Ich habe nie behauptet, dass JEDER einen Kindle haben muss und alles über Amazon downloaden muss. Hat sich bei mir einfach nur so ergeben.

Wichtig ist, dass wir miittels der Reader wieder mehr lesen.

Ich selbst greife auch immer noch gerne auf meine eigene Sammlungen zurück, aber neu kaufe ich ausschließlich nur noch Ebooks. Du bist auch bei den legendären Zeitmaschinisten, darüber hat mir Kurt auch schon berichtet. :rolleyes:

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overhead
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Re: TCE

Beitrag von overhead »

@ Roi Danton

Wenn hier so viel passiert, wann soll ich denn zum "lektorieren" kommen.............................?????? :devil:

Ich komme mit dem Lesen der Story`s ja gar nicht mehr nach.................... :devil:

Gruß overhead

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Roi Danton
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Re: TCE

Beitrag von Roi Danton »

Immer wieder werde ich gefragt, was es eigentlich mit der GA 1.0 auf sich hat, die Ende der Neunziger Jahre im TCE, als Romanzines erschienen sind? Hier eine Zusammenfassung. Ob es diese Romane noch beim TCE gibt, weiß ich nicht, da müsst ihr bei Kurt Kobler oder Joe Kutzner nachfragen. Es waren damals rare Sammelprodukte. Mir selbst gingen damals bei einem PC Zusammenbruch die Dateien verloren. Sie waren noch mit Starwriter geschrieben :lol:

Rückblick der GA-Bände 1-6

Adrian, ein junger Arkonide, dessen Herkunft im Dunkeln liegt, lebt mit zwei Freunden – einem Ertruser- und einem Plophoser-Klon - im Jahre 1147 NGZ in Orbana, der Hauptstadt des Planeten Lepso. Das ‚TRIO’, wie sie sich nennen, schlägt sich mit allerlei Jobs durch und kommt damit einigermaßen zu Recht.
Adrian erfährt durch seine geheimnisvollen Verbindungen früher als andere Milchstraßenbewohner vom Ende der Monos-Diktatur; gleichzeitig erhält er überraschend ein Vermögen, das ihm ein Unbekannter vererbt hat. Er nutzt seinen Wissenstand und seinen überraschenden Reichtum konsequent aus und kann sich den Besitz eines Großkonzerns setzen.
Bei seinen Geschäften lernt er Thora von Orbanaschol kennen, die ihm bei einem Mordanschlag das Leben rettet. Trotz ihrer Konkurrenzsituation verlieben sich Adrian und Thora ineinander.
Als Adrian Arkon besucht, erfährt er endlich etwas über seine Abstammung: Seine Mutter entstammte dem Adelshaus der Zoltral, trug jedoch auch Baalol-Gene in sich, und Adrian hat ihre psionische Begabung geerbt. Sein Vater jedoch ist weiterhin unbekannt, denn Adrian wurde während der Monos-Ära in einem Genlabor in vitro gezeugt.
Im Arkonsystem gibt es Alarm, da Atlan, der als Bevollmächtigter des arkonidischen Senats in Andromeda unterwegs war, auf mysteriöse Weise verschwunden ist, nachdem er die Verhandlungen mit den Tefrodern erfolgreich abgeschlossen hatte. Da es zu diesem Zeitpunkt keine funktionierende Arkonflotte gibt, übernahmen Adrian und Thora die Suche nach dem Unsterblichen.
Bei ihren Nachforschungen erfahren sie von einer geheimnisvollen Gruppe, die sich ‚Kommando Mirona Thetin’ nennt, Kurz darauf wird auch Adrian entführt, offenbar mittels eines Fiktivtransmitters. Nach einigen Tagen taucht er wieder auf, leidet jedoch unter seltsamen Gedächtnislücken.
Auch Atlan meldet sich überraschend wieder zurück, offenbar gesund und in bester Verfassung. Er fordert den 100-Meter-Kugelraumer, mit dem Adrian und Thora in Andromeda unterwegs sind, auf, seine Flottille in die Milchstraße zu begleiten.
Auf Zeqqu, einer andromedanischen Freihandelswelt, ist inzwischen Ronald Tekener unter falschem Namen in einer Undercoveraktion unterwegs. Er wird von einer Gruppe Karaponiden enttarnt; nach einer Reihe von Missverständnissen heuert er sie als Spezialtruppe an. Ronald Tekener macht ferner die Bekanntschaft mit einem geheimnisvollen privaten Geheimdienst, dem Ark’Arkon.
Adrian und Atlan haben sich auf unerklärliche Weise negativ verändert: Sie sind in der Zwischenzeit auf Arkon dabei eine faschistoide Diktatur aufzubauen. Einer Widerstandsgruppe gelingt es beide auszuschalten und als Duplos zu enttarnen.
Man stellt fest, dass hinter dem negativen Geschehen, eine geheimnisumwitterte Organisation, die so genannte ‚Graue Allianz’ steht.
Die Originale von Atlan und Adrian kehren derweil in die Milchstraße zurück.
Die Graue Allianz geht nach dem Rückschlag auf Arkon in die Offensive. Wir machen dabei einen Sprung der Handlung ins Jahr 1244 NGZ.
Der Bau einer NEGASPHÄRE, vom geheimnisvollen MEISTER, organisiert, geht in die Endphase.
Alle Wege führen zur PSI-Welt Pher’Gul. Selbst die arkonidischen Psioniker legen ein seltsames Benehmen an den Tag und tauchen unter, verfolgt von Thora da Orbanaschol. Atlan und einige alte Freunde bauen derweil auf Pher’Gul, der PSI-Scheibenwelt, die ‚Lichtinsel’ auf, ein Projekt das offensichtlich zur letzten Chance für die kleine Schar der positiven Kräfte auf der PSI-Welt wird.
Auch Adrian da Zoltral und sein hathorisches Bewusstseins-Element Hatur kommen nach Pher’Gul und der Hathor erzählt die Geschichte eines großartigen Volkes, aus dem einst die Hüter des Lichts hervorgingen. Diese Geschichte führt zurück in die Zeit der Bändigung des Frostrubins durch die Porleyter vor 2,2 Millionen Jahren. Wir treffen Terak Terakdschan der eben den Order der ‚Ritter der Tiefe’, im Auftrage der Kosmokraten gründet.
Sein Bruder Toran, ein begabter Sanskari-Großmeister, hätte das Potential zu einem Hüter des Lichts, aber er wählt den Weg in die Finsternis und wird zum ‚Dunklen Ritter’, dem Gegenspieler der damaligen Ritter der Tiefe. Von den Chaotarchen erhält Toran Terakdschan den Auftrag auf der PSI-Scheibenwelt eine NEGASPHÄRE zu errichten.
Auf Pher’Gul kommt es schließlich zu einem finalen Endkampf zwischen Gut und Böse. Atlan fällt wieder einmal die Schlüsselrolle zu, ihm den neuen Träger des Zaphorkristalls, der ihn zu psionischer Aktion ermächtigt.
Die PSI-Welt entpuppt sich als ein gewaltiges Artefakt des Volkes der V’Aupertin.
Auf der ‚Lichtinsel’, die Atlan und einige alte Freunde errichtete, sammeln sich die positiven Kräfte von Pher’Gul, während sich der gigantische Rest der Welt, unter dem Einfluss des ‚NICHTS’, eines interdimensionalen Feldes, langsam zu einer NEGASPHÄRE entwickeln wird. Es fehlt allerdings noch eine mentale Kraft, wie beispielsweise eine negative Superintelligenz oder eine entsprechende negative Geistesmacht. Die Negativen von Pher’Gul erwarten mit Spannung die Ankunft dieser Macht, während Toran Terakdschan, der MEISTER, von den Chaotarchen neue Befehle erhält, die im Widerspruch zu den alten

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Roi Danton
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Re: TCE

Beitrag von Roi Danton »

overhead hat geschrieben:@ Roi Danton

Wenn hier so viel passiert, wann soll ich denn zum "lektorieren" kommen.............................?????? :devil:

Ich komme mit dem Lesen der Story`s ja gar nicht mehr nach.................... :devil:

Gruß overhead
Im Moment ist alles gepostet. Jetzt gehts wieder langsamer. Lass dir Zeit.
Grüße Roi Danton

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Roi Danton
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Re: TCE

Beitrag von Roi Danton »

Wurde bereits in einem separaten Thread unter Perry Rhodan Allgemeines gepostet.

Perry Rhodan 51 Jahre eine kleine Hommage.

Es begab sich vor vielen Jahren, als zwei Jungs mit ihrem Fahrrad einen Berg hinaufradelten, um ihre wöchentliche Comics beim Zeitschriftenhändler zu kaufen. Als da waren: Sigurd, Tibor und Nick der Weltraumfahrer innerhalb der Piccoloserie. Da stand im Regal ein Heft mit dem Logo: Perry Rhodan – Erbe des Universum. Es war der Band 262 von William Voltz: Der Meisterplan. Angelockt von dem Logo, dem Titel und dem Coverbild von Johnny Bruck kauften wir den Band und waren seither Perry-Rhodan-Leser. Ich selbst vierundvierzig Jahre lang nach dem Motto: Semper Fi!
Ich habe mich die letzten Jahre, da das Jubi-Jahr 2011 (50 Jahre) immer näher rückte gefragt, was macht den Reiz und permanenten Erfolg der Serie aus? Sicherlich sie war immer ein Spiegelbild ihrer Zeit, was der Erfinder der Serie, Karl-Heinz Scheer im Werkstattband beispielsweise anhand des MdI-Zyklus über das Jahr 1966 bestätigte.
War das aber der alleinige Grund?
Schließlich bin ich zum Ergebnis gelangt, dass die Serie immer wieder in die ‚Goldene Mitte’ zurückkehrte und sie zum Ausdruck brachte. Wie das?
Dieses Forum ist natürlich nicht der richtige Ort, um längere Artikel über dieses Thema auszuführen. Trotzdem einige Zeilen hierzu:
Der Serie, also den Autoren, gelang es schon früh, die beiden polaren Weltbilder des Materialismus und einer ganzheitlichen auch spirituellen Weltsicht einzubringen. Vielleicht nur unbewusst, aber es gelang. Ich möchte es an meinem eigenen Beispiel aufzeigen.
Schon früh war ich von den Romanen eines Clark Darlton und K.H. Scheer gleichzeitig begeistert. Ich war jung und die Raumschlachten eines Scheer gehörten ebenso dazu, wie die Bewusstseinsreisen eines Ernst Ellert, eines Geisteswesen wie ES oder dem für mich damals unvergleichlichen Hüter-des-Lichts: Tengri Lethos.
Als William Voltz das „Zwiebelschalenmodell“ erfand, gelang es ihm für die PR-Serie eine ‚Kosmologie’ zu entwickeln, die allen Lesern, jenen, die ganzheitlich dachten (wie der Schreiber dieser Zeilen), den Anhängern von Action und Military Science Fiktion, sowie den Materialisten und Agnostikern, in die ‚Goldene Mitte’ einzubeziehen.
Wir alle fühlen uns von der Serie angesprochen und bleiben ihr treu – Semper Fi!
Sicherlich, auch ich hatte manchmal Probleme mit ‚meinem Perry Rhodan’. Beispielsweise, als ihr die Hüter-des-Lichts und die Ritter der Tiefe abservierten.
Auch hatte ich anfangs Probleme mit der neuen Richtung von Feldhoff mit seiner Actionlastigkeit, aber die Rückkehr zur ‚Goldenen Mitte’ mit ihrer Kosmologie hat mich bei meinem ‚Perry Rhodan’ bleiben lassen. Inzwischen akzeptiere ich auch den Military-Aspekt. wieder, weil ich von dem vorletzten Stardust-Zyklus absolut begeistert war.
Ich finde es einfach großartig, dass ihr endlich eine zweite terranische Menschheit irgendwo im Universum, in den Fernen Weiten, installiert habt. Mithilfe des Polyport-Transportmediums und den legendären Silberkugeln gibt es Verbindungen zwischen den beiden Menschheitshälften. Schade, dass ihr nicht auch eine ‚Teletransweiche’ für die Arkoniden installiert habt. Die Polarität zwischen der terranischen und arkonidischen Menschheit ist ein weiteres belebendes Element der Serie. Trotz eines neuen Galaktikums gibt es immer noch Gegensätze zwischen Terraner und Arkoniden, die hoffentlich nie enden werden.
Ich bin gespannt, was euch noch alles einfällt.
Viele Leser beklagen sich immer wieder, dass lieb gewonnene Figuren entweder sterben oder zu wenig Berücksichtigung finden.
Ich gehe noch weiter und beklage, dass die Ritter der Tiefe und die Hüter des Lichts nicht mehr in der Serie vorkommen. Ich beklage es, dass ihr die ‚Hohen Mächte’ dorthin schicken wollt: „Wo der Pfeffer wächst.“ (LKS-PR-Nr.2582)
Nein, lieber Arndt. Die Hohen Mächte sind nicht das Einzige in der PR-Serie, die den ‚Sense of Wonder’ ausmachen. Aber ohne sie, ohne die Superintelligenzen, ohne die Ritter der Tiefe und ohne die Hüter des Lichts, fehlt einfach dieser besondere kosmologische ‚Sense of Wonder’ der PR 51 Jahre alt werden ließ. Ich bin mir sicher, dass viele der ehemaligen ‚Voltzisten’ ebenso denken.
Das heißt natürlich nicht, dass dieser Leserkreis, PR den Rücken kehrt, wenn ihr diese Kehrtwende wirklich durchziehen wollt! Für viele von uns Altleser würde in der Woche etwas fehlen, wenn wir „unseren Perry Rhodan“ nicht verschlingen könnten.

Nun es ist so, dass jeder Leser Verluste beklagt. In der Leserkontaktseite des Bandes 2578 gibt Arndt Ellmer eine gute Antwort hierzu. Ich zitiere: „… selber Geschichten über diese lieb gewonnenen Figuren erzählen, diktieren, niederschreiben. Die Fanzines offline und online werden es dir und den anderen Lesern danken.“
Ich gehe noch weiter: Nicht nur über diese Personen, sondern auch über die Themenkreise wie Ritter der Tiefe, Hüter des Lichts, Hohe Mächte nieder zu schreiben und fort zu spinnen. Wir Fans werden das tun. Oder?

Und jetzt kommt noch die PR-Neo hinzu. Zu welchen „Ufern“ soll das noch führen? :st:

Abschließend nochmals nachträglich herzliche Glückwünsche zum 50-Jahres-Jubiläum und zum gerade überstandenen 51. Geburtstag und alles Gute für die Zukunft der beiden PR-Serien. :st:

Roi Danton
Pseudonym eines „Alt-Lesers“
Semper Fi![/quote]

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Roi Danton
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Re: TCE

Beitrag von Roi Danton »

Ich habe mich nun doch entschlossen, die “Graue Allianz 2.0 Neo” im Forum und das früher zu posten. Andere Plattformen, wie der TCE, ACD oder der PROC haben das Nachsehen. Sie mögen mir das verzeihen.
Nachdem bereits die Bullystory gewissermaßen aus dem Band 3 herausgerissen wurde, erlaube ich mir im Anschluss einen Flyer über die Saga hier zu posten.
Hoffentlich hast du nichts dagegen Honor?



G r a u e A l l i a n z 2.0 Neo
SF-Fanserie basierend auf den beiden PR-Romanserien e

Erste Staffel

Von Roi Danton

Falls folgende Begriffe in der GA 2.0 Neo-Serie vorkommen: Perry Rhodan®, Atlan ® und Mausbiber Gucky®, so sind sie eingetragene Warenzeichen der Pabel-Moewig-Verlags KG, Rastatt.

Die GA 2.0 Neo-Serie basiert auf der Perry Rhodan Romanserie und ihres kosmologischen Hintergrunds. Sie greift teilweise auf Elemente der Originalserie und der PR-Neoserie zurück, spielt allerdings in einem eigenen nichtkanonischen „Parallelen PR-Universum“.
Die „Graue Allianz 2.0 Neo-Saga“, versteht sich ausschließlich als eine Fan-Fiktionserie aus dem „Perryversum“ und dient nicht kommerziellen Zwecken. Deshalb wird auch an den oder die Autoren und eventuellen Graphikern kein Honorar bezahlt.
Die GA 2.0 Neo-Serie wird ausschließlich aus Spaß an der Sache produziert. Der Hauptautor Keith Lennardsen, möchte das Schreiben und publizieren, was er selbst gerne liest oder diskutiert. Die Serie soll vor allem die Leser inspirieren und ansprechen, die gerne den „Sense of Wonder“ der PR-Serie in sich erleben und weiterspinnen möchten.
Die GA 2.0 Neo-Serie möchte auch die Ausbreitung der Menschheit ins All ansprechen und fiktiv ausleben.
Die Serie ist kosmologisch und philosophisch ausgerichtet, bringt aber auch genügend Aktion und Crime-Elemente mit in die Handlung ein. Selbstverständlich sollen auch „Wein, Weib und Gesang“ in Anlehnung an den leider verstorbenen Autoren Hans Kneifel nicht zu kurz kommen.

Selbstverständlich möchte die GA 2.0 Neo-Serie auch an den verstorbenen Autor William Voltz erinnern, dessen erfundenes „Zwiebelschalenmodell“ der Kosmischen Evolution, den Verfasser dieser Zeilen in jungen Jahren sehr geprägt hat. Wahrscheinlich regte er ihn damit an, sich schon in frühen Jahren für Kosmologie zu interessieren.
Der Hauptautor der Serie, Keith Lennardsen, greift teilweise auf eigene Storys, die eventuell bereits separat und in einem anderen Zusammenhang in Clubpublikationen veröffentlicht wurden zurück.
Er bedankt sich ferner bei der Fan-Autorin „Selena“, auf deren teilweise bereits in einem anderen Zusammenhang veröffentlichten Texte in Clubpublikationen, er ebenfalls zugreifen durfte.
Diese Texte wurden umgeändert, angepasst und in den Storyrahmen der GA 2.0-Serie adaptiert.

Aufgrund des alleinigen Schreibens und dem Umfang der Fanserie und der bereits in Bearbeitung befindenden zweiten Staffel werden umfangreiches „Textmaterial“ benötigt und dieses Verfahren angewendet.

Alle Namen, Ortsnamen und Personen sind frei erfunden. Übereinstimmungen mit realen Personen
und Geschichten sind rein zufälliger Natur.

Wir suchen noch Mitstreiter für die Serie. Falls Sie an dieser Fanfiktion-Serie als Autor, Graphiker, Zeichner, Ideengeber und vor allem als Lektor mitarbeiten wollen, dann bitte melden unter:


GraueAllianzNeo@email.de



Kurzzusammenfassung:

1. Staffel (Bände 1-6)

Es wird mehrere Handlungsschauplätze von verschiedenen Personen und zweier temporalen Ebenen geben. Die eine spielt in den Jahren zwischen 1853 – 1864 und der zweite Handlungsrahmen im Jahre 2036 a. D.

Atlan da Gonozal wird seine Abenteuer im Jahre 1864 a.D. auf der von Psi dominierten Welt Abjinos erleben. Dort agiert er zusammen mit dem noch aktiven Arkoniden Regir da Barkam im Auftrage des geheimnisvollen intergalaktisch und multidimensional tätigen „Wächterordens“ gegen die Mächte der Finsternis, die sich in der mindestens so geheimnisvollen und mächtigen Gegenorganisation die „Graue Allianz“ sammeln. Sie planen auf Abjinos die „Geburt“ einer unsagbar mächtigen „negativen Abscheulichkeit“ und die Frage stellt sich, ob Atlan, Regir und ihre Gefährten den ersten Angriff aus dem Dunklen Land erfolgreich abwehren können?
Die zweite Hauptpersönlichkeit der GA 2.0 Neo-Saga ist der im Jahre 1828 geborene Richard oder Ricardo de Navia. Seine adelige Mutter starb bei seiner Geburt und er wurde von seinem Vater einem geheimnisvollen „Mountain Men“ namens Benjamin Jäger abgeschoben und von dem Großvater des Babys, Alejandro de Navia, einem asturisch-mexikanischen Grafen aufgezogen.
Wir begleiten in den ersten Bänden den jungen Grafen in seinem abenteuerlichen Leben im Wilden Westen und in Mexiko in den Fünfziger Jahren des 19. Jahrhunderts. Ein wichtiges Thema wird seine Suche nach der tatsächlichen Identität seines Vaters und eines geheimnisvollen Gegenspielers namens „Damian“ werden. Im Laufe seiner teilweise mysteriösen Abenteuer stolpert er immer wieder über den Wächterorden, der offenbar ein großes Interesse an ihm zeigt.

Die zweite parallele Handlungsebene wird das Jahr 2036 a. D. sein und wir erleben mit, wie einige wichtige kommende Handlungsträger der Serie, dieses für die Menschheit so entscheidende Jahr miterleben.
Einer von Ihnen ist der „Sheriff von Terrania“ James Livermore, eine geheimnisvolle Gestalt, offenbar ein „Augment“, d.h. eine genetisch perfektionierte Person, zuvor tätig als Söldner und Geheimagent verschiedener westlicher Dienste.
Er stößt bei seiner Arbeit rund um Terrania und den umliegenden chinesischen Provinzen auf ein neues geheimnisvolles humanoides Volk, das offenbar schon seit 12.000! Jahren heimlich auf der Erde agiert und sich T’Cala nennt. Dieses mysteriöse Volk ist aufgeteilt in die positiven Lumen Tiras und die negativen Kirin Tiras. Sie scheinen beide mit dem „Wächterorden“ und der „Grauen Allianz“ verknüpft zu sein. Etliche der Individuen besitzen formwandlerische Fähigkeiten.
Auch stoßen wir wieder auf den Grafen Richard „Ricardo“ de Navia, der sich von heute auf morgen aus dem Jahr 1864 ins Jahr 2032 versetzt sieht, ohne gealtert zu sein und ohne sich an die letzten 168 Jahre erinnern zu können. Er ist jetzt als Geheimagent des Wächterordens tätig und bekämpft aus dem Untergrund die Kirin Tiras, die sich immer offener zeigen.

Eine weitere wichtige Persönlichkeit offenbart sich in der ersten Staffel in der Gestalt des Dr. Markus Helberg. Der Multimilliardär ist gleichzeitig der Gründer der weltweit biologisch + autark arbeitenden Heimstattbewegung. Diese besitzt inzwischen global gesehen, mehrere Hundert autarke Lebensgemeinschaften, teilweise von Kleinstadtgröße.
Die Bewegung unter Leitung von Markus Helberg gründet mit fünfzehn anderen Multimilliardären den PHOENIX TRUST. Der neue Megakonzern möchte so rasch wie möglich in den Weltraum expandieren und dort erste menschliche Kolonien errichten.
Es stellt sich heraus dass der Trust mit dem ferronischen Konglorement Sternenwanderer
zusammenarbeitet, welcher bereits seit Jahrzehnten heimlich die ersten ferronischen Sternenschiffe erbaut hat. Die Hypertechnik stammt von den Topsidern, die im Gegenzug von den Ferronen mit zwei Transmittern entlohnt wurden. Die Sternenwanderer stehen in Opposition zum Thort- Regime und treten dem PHOENIX TRUST bei.
Die ersten drei ferronisch-irdischen Sternen-Großschiffe gründen schließlich auf einem Planeten in den Plejaden, die erste terranisch-ferronische Doppelkolonie auf Phoenix Prime.
Es stellt sich heraus, dass die Initiatoren des Phoenix Trust von dem Wächterorden technisch und finanziell (durch eine große Menge wertvoller Hyperkristalle) unterstützt werden und der in ihren Augen dilettantisch geführten „Terranischen Union“ kritisch gegenüberstehen. In den drei Großschiffen wird in einigen Einsätzen ein Großteil der Heimstattbewegung und des Know How des Trusts in den Plejadensektor verlagert.
Ebenso wird Reginald Bull mehrere Kurzeinsätze in Ichform haben.

Richard de Navia, als Einsatzagent des Wächterordens, sucht immer noch die Identität seines Vaters, obwohl er schon Vermutungen darüber hegt.

Eine weitere Rolle, spielt die Mehandor Matriarchin Raknaryanti und ihr Klan, der über zwölf überlichtfähige Raumschiffe besitzt.
Die Führungskräfte des Mehandorklans und die sechzehn Koordinatoren des PHOENIX TRUST treffen sich im Gespinst KATOR, das offenbar vom Trust übernommen wurde und vor dem Plejadensternhaufen Position bezieht. Der Raknar-Clan wird Teil des Trusts der künftig über die zwölf Sternenschiffe zusätzlich verfügen kann und im Gegenzug dafür dem Raknar-Klan das Eigentumsrecht über das Gespinst überträgt.

Eine weitere geheimnisvolle Organisation taucht auf, die „Foundation“. Sie ist interstellar tätig und wird von Menschen und Lumen Tiras dominiert. Ihre Einsatzagenten bekämpfen hauptsächlich die Kirin Tiras, welches ein Hilfsvolk der Grauen Allianz ist.

Der Wächterorden, die Graue Allianz und ihre Hilfsvölker benutzen offenbar ein intergalaktisch, interstellar und multidimensional arbeitendes „Faltpunktnetzwerk“, das auf einer geheimnisvollen „Quartalen Kraft“ basiert und interdimensional arbeitende Portale aufbauen kann, die im Kleinen wie ein Transmitternetz wirken und im Großen „Wurmlöcher“ ähneln.

Diese Technologie wurde einst von einem Urvolk, den formwandlerischen „Progenitoren“ entwickelt.
Die wichtigsten Hilfsvölker der Grauen Allianz und des Wächterordens stammen offensichtlich von ihnen ab.
Und die Terraner? Sind sie wie viele andere Völker nur Züchtungen der „Uralten“?
Existieren diese Progenitoren überhaupt noch? Ihre „Werke“, finden die Sucher des Ordens und der Grauen Allianz überall in der Galaxis. Es gibt bereits Überlegungen in der „Foundation“ und wohl auch bei den Kirin Tiras, das dieses „Faltpunkt-Transportnetzwerk“ in die Galaxien der Lokale Gruppe hineinreicht und darüber hinaus.
Offenbar spielt eine mysteriöse „Universale Schneise“ hier eine wichtige Rolle.

Viele dieser Fragen, welche sich die Handlungsträger stellen, werden wohl erst in der zweiten Staffel oder noch später beantwortet werden.

Viel Spaß beim Ebook-Lesen, der ersten Staffel!

Keith Lennardsen alias Roi Danton[/quote]

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Re: TCE

Beitrag von Roi Danton »

Zur Info an alle Leser hier, die GRAUE ALLIANZ 2.0 neo ist mit einem eigenen Thread gestartet.

viewtopic.php?f=21&t=3145

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Re: TCE

Beitrag von Roi Danton »

Endlich! Das neue Paradies 89 ist da! Wieder ein bunter Super-Außenzine. Sehr empfehlenswert.

http://www.terranischer-club-eden.com/

Herzlich Willkommen im Club, Overhead. Deine Lyrik im Para hat mir sehr gefallen. :st:

Auch deine Vorstellung im Para-Intra war super, sehr fannisch. :st:

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Re: TCE

Beitrag von Roi Danton »

Jetzt bringe ich einen Auszug meines Leserbriefs im neuen Para 89 intern, der vielleicht auch einige Foristen hier interessiert. Er soll auch Einblick in die interne Diskussion im Club geben:

„Hallo in die Nacht hinein!

Die Ansichten von KNF über das Bildungsniveau der SF- + Fantasy- Leser sind nicht gerade berauschend. Nun, Perry Rhodan war und ist Trivial-Literatur. Dazu sollte er sich und wir alle bekennen. Wir lieben „unseren“ Rhodan nicht, weil es sich um Welt-Literatur oder großartige Science Fiktion- Literatur handelt, sondern wegen seinen Schwächen und seinem Charme, den uns „Alt-Leser“ ein Leben lang begleitete.

Als wir blutjung waren, waren wir wie die Alt-Autoren KHS, CD, Kurt Mahr und Kneifel begeisterte US-Amerikaner, weil diese den Mond erobert hatten und wir Deutsche und wohl auch einige andere mitteleuropäische Staaten von den Siegermächten Gehirn gewaschen wurden. Das geschah nicht mit monströsen Psycho-Anlagen oder Methoden, sondern nur von der damals wirklich dynamischen amerikanischen „Kultur“. Ich setze sie in Anführungszeichen, weil ich heute natürlich völlig anders darüber denke. Damals waren wir alle „Amerikaner“ und alles schien möglich zu sein.
Eine Öko- oder Sozialbewegung war nicht mal ansatzweise denkbar, es sei denn wir würden uns Ismen aus dem 19. Jahrhundert hingeben.
Mit unserer Weiterentwicklung und auch den 68er veränderten sich auch unsere Weltbilder und wir entdeckten wieder unsere europäische Kultur, und die angesprochenen Sozial- und Ökobewegungen.
Ich persönlich wurde erstmals 1972 mit der Lektüre des Buches: „Die Grenzen des Wachstums“ durch Herbert Gruhl und später „Ein Planet wird geplündert“ mit den Ökoideen der ersten „Grünen“ konfrontiert und wohl auch bis zu meinem materiellen Ende angesteckt. ^^^
Eine zukünftige Welt ohne ökosoziale Ideen und Umsetzungen kann ich mir beim besten Willen nicht mehr vorstellen.

Trotz meiner längst ökosozialen Ausrichtung bin ich Perry Rhodan und der Science Fiktion treu geblieben. Manchmal will man von den „Sachzwängen“ einfach mal ausbrechen in fiktive Welten, die eine positive Zukunft unseres Planeten schildern und die „Dark Future“, die wahrscheinlich wird, auszublenden!

Sind wir SF-Leser wirklich nicht offen genug, für exotische Lebensformen und neue Zivilisationen? Das wir Schwierigkeiten hätten, die namibischen Himba zu begreifen bezweifele ich nicht.
Wenn allerdings Heiko Langhans meint, dass der angeblich „bildungsferne“ durchschnittliche PR-Leser Probleme hätte, selbst die klassisch-griechische Kultur korrekt zu verstehen, dann muss ich mich doch sehr wundern.

Bildet diese klassische hellenische Kultur doch die Grundlage unseres abendländischen Grundverständnisses. Die antiken Klassiker wurden im 15./16. Jahrhundert durch den Kontakt mit der damals den Europäern weit überlegenen arabischen Kultur, hauptsächlich über Toledo, den Abendländer wieder nahe gebracht und dann von ihnen weiterentwickelt.
Die Renaissance und danach die Entwicklung des abendländischen Bewusstseins und Wissenschaft und Technik basieren ursprünglich auf diesen hellenischen Klassikern.
Also bitte meine Damen und Herren, die Hellenen, sollen wir „Durchschnittsleser“ nicht verstehen?
Sicherlich in unserem heutigen tabuisierten glatt gebügelten Mainstream-Bewusstsein wäre eine antike Sklavenhaltergesellschaft und die Unterdrückung der Frau schwer zu vermitteln, aber die hellenische Philosophie als solcher schon. Oder?
Nun was einem SF-Durchschnittsleser als Alienkultur noch zu vermitteln ist oder nicht, soll hier nicht der Gegenstand dieses Artikels/Leserbrief werden.

Nur noch einige Sätze in diese Richtung.

In der heutigen Medienlandschaft wird unsere Gesellschaft immer mehr in zwei Teile gespalten: Einmal in angeblich „Bildungsferne“ und in „Bildungsnahe“ Schichten, welche für die Weiterentwicklung unser Jugend entscheidend sind.
Nun, ich bin nicht kompetent genug, um dies letztendlich zu beurteilen.

Eines weiß ich allerdings. Diese „intellektuelle Elite“ entfernt sich nicht nur politisch, sondern auf allen Ebenen vom „Volk“. Diesem in seiner Mehrheit angeblich „bildungsfernen“ Bürger werden Dinge zugemutet, die irgendwann einen Sturm produzieren, der nur noch eine Antwort kennt: Bis hier hin und nicht weiter! Occupy und Stuttgart 21 sind nur die Fanale, eines beginnenden neuen Zeitalters, in denen sich die informierten Bürger, auch aus „bildungsfernen Schichten“ nichts mehr gefallen lassen.
Ich denke hier nur an das Beispiel Finanzen, wo diese „bildungsnahen“ Teile, die sich selbst als „Elite“ empfinden die Mehrheit schamlos ausnutzen und bis aufs Blut aussaugen. Jetzt soll der kleine Sparer hauptsächlich für den Erhalt eines morschen Geldsystems bluten, weil nur noch eine Inflationierung des Geldsystems die Schuldenproblematik lösen kann. Die „Eliten“ d. h. die „Eingeweihten“ haben längst ihre Anlagen in Sachwerte in Sicherheit gebracht, zumeist in die Schweiz. Es gibt hierzu für die plutokratische Kreise unglaubliche Anlagesysteme, welche sich „Otto-Normal-Sparer“, der das nächste Opfer wird, sich nicht einmal vorstellen kann!
Ein altes Sprichwort sagt: „Wer Wind sät, wird Sturm ernten“. Sollen am Ende wieder die Radikalen, egal welcher Richtung, unsere Zukunft bestimmen?
Hört auf mit der Spaltung in „Bildungsnahe“ und „Ferne“ Kreise, in „Unter- und Oberklassen“. Sollen wir endgültig in eine Plutokratie schlittern, dessen Erhalt nur durch einen Polizeistaat gesichert werden kann? Übrigens in den USA, Brasilien und auch in England ist dieses System schon weit fortgeschritten. Europas „Eliten“ breiten sich darauf vor. Alles dient nur zur Sicherung unseres plutokratischen Systems. Auch die „Sozialisten“ sind letztendlich nur Erfüllungsgehilfen.
Manchmal tauche ich einfach in die Science Fiktion ab, um die Erkenntnisse und Intuitionen dessen was uns real erwartet zu entfliehen…

So jetzt aber zu der Rezension von PR-Neo.

(Anmerkung Autor: Thomas Harbach ist laut Internet in der SciFic-Szene als Rezensent ziemlich renommiert und bekannt. Er hat in Paradies 87 und 88 Neo ziemlich kritisch kritisiert. Derjenige Leser, der sich dafür interessiert, könnte sich die „Paras“, die immer sehr bunt und im Paperback gedruckt sind, beim TCE nachbestellen. Jedes Para ist für jeden fannischen Fan sehr empfehlenswert)

Nun sachlich sind sicherlich keine Argumente dagegen zu setzen. Stilistisch, plottechnisch und schriftstellertechnisch mag dies alles, was der Rezensent schreibt, stimmen.

Trotz all dieser angesprochenen Schwächen, ich sehe ja auch einige, lese ich Neo immer noch wie vor etlichen Jahrzehnten den „Dritte Macht-Zyklus“ so, dass ich es kaum erwarten kann, dass der Band endlich von Amazon automatisch auf meinen Kindle geschickt wird, denn ich lese grundsätzlich nur noch per eBook.

Wenn diese Serie wirklich so schlecht ist, wie rezensiert, dann frage ich mich als Kindle-Leser, wieso die einzelnen Bände immer ganz oben im Kindle Shop, Bereich Science Fiktion landen? Ein Sprichwort sagt: „Wer heilt hat Recht“. Hier übertragen bedeutet es: Wer in dem Amazonranking oben erscheint, hat Recht. ^^^
Aber wir durchschnittlichen Leser sind ja nur angeblich „Lesevieh“, welche die Kassen der Verlage füllen, egal welche Qualität dieses Lesefutter hat oder nicht besitzt.

Polemik beiseite:

Was mich an Neo fasziniert ist, dass das PR-Team meinen geliebten Dritte Macht - und Arkonzyklus neu auflebt, dies in moderner Form. Sicherlich langatmig, aber eindeutig dichter und in meinen Augen auch atmosphärischer, als zuweilen KHS in der Erstauflage schrieb. Ich freue mich beispielsweise über „virtuelle Bedienfelder“ und „Holos“ statt Hebel und Knöpfe und meilenlange Monitorreihen oder „Mikro-Positroniken“, statt häusergroße Positroniken. Damit möchte ich sagen, dass es in meinen Augen den jungen Autoren durchaus gelingt, das Flair der alten Dritten Macht in ein neues Zeitalter und hoffentlich auch vielen jungen Leser nahe zu bringen.
Mit dem gigantischen „Perryversum“ ist das natürlich nicht mehr möglich. In der Erstauflage werden nur noch wir „Altleser“ und vielleicht deren Nachkommen, die mit dem „Perry“ ihres Vaters aufwuchsen, bedient.
Wer weiterhin Perry Rhodan möchte, und ich bekenne mich für diese „Trivialliteratur“ der muss eben versuchen den „Alten Wein in neuen Schläuchen“ zu verpacken.

Ich möchte, dass das PR-Team eben weiter PR schreibt und nicht ihre Kreativität für etwas Neues einsetzen, dann wäre es nicht mehr PR.
Und neue eigene Science Fiktion- Serien scheitern. Eben las ich, dass auch Sternenfaust eingestellt wird.

Thomas Harbach bemängelt beispielsweise die langatmigen und unlogischen Abenteuer des Julian Tifflor- Teams oder die langatmigen Schilderungen beim Aufbau von Terrania.

Das sind genau die Szenen, die ich besonders liebe und schätze, da sie eben Dichte und Atmosphäre schaffen. KHS und CD haben damals mit ihrer Idee der PR-Serie etwas Grandioses und bis heute Einmaliges geschaffen, aber diese Dichte war einfach nicht möglich. Band 10 spielte bereits einige Jahre später als Band 9 und die Terraner besaßen von heute auf Morgen eigene lichtschnelle Raumjäger, während sie parallel bereits Raumer bauten, die mit den Arkonidischen mithalten konnten.
Vom damaligen Militarismus und übertrieben „tüchtig“ dargestellten Terraner ganz zu schweigen. Ist da eine kritische Einstellung gegenüber den Angloamerikanern (siehe oben) und ein etwas „weicherer“ Perry Rhodan nicht besser, als ein alles überragender „Großadministrator“? In den Siebzigern Jahren wurden diesen Grundtendenzen der Serie sogar faschistoide Umsetzungen der Serie nachgesagt. Mit dem kosmologischen Überbau den der für mich unvergessene William Voltz dagegensetzte, wurde alles anders.

Um nicht falsch verstanden zu werden, auch ich lese KHS gerne, er war ein großer Trivialautor, aber die heutige Zeit verlangt einfach eine andere Umsetzung dergleichen Ideen aus dem Dritte Macht- und Arkonzyklus.

Darum soll es bei PR-Neo vor allem gehen und das lese ich auch als Alt-Leser noch einmal liebend gerne!
Thomas Harbach kann von mir aus ruhig weiter die Serie zerreißen, ich lese sie nur noch lieber und hoffentlich denken viele Leser in dieser Hinsicht wie ich. In den Augen eines Intellektuellen mag das naiv sein und nicht zu einem Lesen animieren.

Wir anderen „durchschnittlichen PR-Leser“ freuen uns alle zwei Wochen auf den nächsten Kindle Download oder auf das Heft und können es kaum erwarten, die Fortsetzung zu lesen.
Es interessiert uns nicht, ob es Füllromane, ob es langatmige Passagen gibt oder nervige Typen wie diesen jugendlichen Teleporter Chico, extra für jugendliche Neuleser geschaffen.
Wir lieben es, wenn die Handlungsträger ihre langatmigen Gedanken dem Leser offenbaren, oder sich in unwichtigen Nebenhandlungen verzetteln. Damit wird die Handlung dichter. Als Technikfreak ärgere ich mich zwar darüber, dass kaum noch die Pseudotechnikkommentare, das „Technogebabbel“ vorkommt, weil Physiker wie Kurt Mahr fehlen, trotzdem wir lesen und lieben unseren neu/alten Perry weiter, gerade wegen diesen Schwächen, weil wir wissen, dass wir uns unterhaltende Trivialliteratur lesen. Wir nehmen es nicht zu ernst und freuen uns trotzdem dem fiktiven Weg der Menschheit ins All folgen zu dürfen.

Ad Astra

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Re: TCE

Beitrag von Roi Danton »

FÜR HISTORISCH INTERESSIERTE!

DIE LETZTE GELEGENHEIT DIE GROSSE KELTENAUSSTELLUNG ZU BESUCHEN!

„Die Kelten kommen!“

Das Keltenjahr 2012

Die Heuneburg – ein keltischer Fürstensitz

„Die Schwäbische Alb, ein wichtiger Teil der ältesten Hochkultur Mitteleuropas?“

Als der Verfasser dieser Zeilen, ein begeisterter ‚Hobby-Historiker‘, der die Schwäbische Alb 2004 teilweise archäologisch durchwanderte, und bekannt für seine Fantasie ist, erstmals von diesem Gedanken durchzuckt wurde, lachte sein historisch geschulter Verstand nur verächtlich.
Gewiss, die Schwäbische Alb ist durchsetzt und übersät mit Gräbern- und Relikten der Spätbronze- und der Früheisenzeit. Aber diese Überlegung?
Der ‚Archäologen-Verstand‘ sagte der Intuition, dass lange Zeit in der Forschung Einigkeit darüber herrschte, dass als älteste europäische Städte jenseits des hellenistisch-römischen Kulturkreises, die spätkeltischen Oppida des zweiten und ersten Jahrhundert vor Christus zu gelten hat. Stellvertretend für diese Forschungen seien genannt: Manching im donauländischen Bayern, oder Bibracte in Burgund.
Aufgrund neuester Prospektions- und Ausgrabungskampagnen wird aber immer mehr ersichtlich, dass die alten Dogmen nicht länger aufrecht zu erhalten sind. Die Ausgrabungen lassen immer mehr erkennen, dass in Südwestdeutschland, der Schweiz und Ostfrankreich schon im 6. Jahrhundert vor Christus große, komplex strukturierte Siedlungen entstanden, so etwa bei der Heuneburg, am Rande des südöstlichen Albabbruchs durch die Donau zwischen den Städten Sigmaringen und Riedlingen.
Dies alles war dem Verfasser bekannt, schließlich ist er ein eifriger Leser der archäologischen Fachliteratur. In diesem Zusammenhang ist die populäre Fachzeitschrift: „Archäologie in Deutschland“ (AID) zu nennen, die zweimonatlich erscheint, zu empfehlen.

( Konrad Theiss-Verlag GmbH, Mönchhaldenstr. 28, 70191 Stuttgart)

Ebenfalls empfehlenswert ist die locker aufgemachte monatliche Zeitschrift: „History“.
Der Leser fragt sich natürlich wo dem Verfasser diese provokanten Gedanken kamen?
Natürlich auf der Heuneburg.

Der geneigte Leser kann unter: www.heuneburg.de alle bisher bekannten Forschungsergebnisse darüber nachlesen.
Einige Daten sollen genannt werden. Sie sind teilweise aus dem Kurzführer der Heuneburg: Lebendige Geschichte – auf den Spuren der Kelten ...“ entnommen.

Die Region an der oberen Donau gehörte schon lange zu den eindrucksvollsten archäologischen Landschaften in Mitteleuropa. 125 Jahre archäologische Forschungen haben einzigartige Funde und Befunde aufgedeckt.
Auf der Heuneburg selbst wurden erste kleine archäologische Untersuchungen 1923 durchgeführt. 1950 gelang der Durchbruch. Eine Lehrgrabung des Instituts für Vor- und Frühgeschichte der Uni Tübingen deckte eine Mauer in mediterraner Bauweise auf: die mit Türmen bewehrte Lehmziegelmauer.
Griechische Trinkschalen und Weinmischgefäße, Transportamphoren, in denen im 6. Jahrhundert vor Christus Wein vom Mittelmeer (von Massilia) an die obere Donau gelangte, ließen enge Beziehungen zu den Hochkulturen des Mittelmeerraumes erkennen.

Handelt es sich bei der Heuneburg tatsächlich um die von dem griechischen Historiker Herodot (480-430 vC) erwähnte Stadt Pyrene am Ursprung des Istros (Donau)?

Die griechische Wehrmauer, bisher der einzige Nachweis einer solchen Mauer nördlich der Alpen, die zahlreichen griechischen Importe (Keramik, Möbelstücke, Wein) lassen diese Hypothese nicht unwahrscheinlich erscheinen. Auch die aus den Funden ersichtlichen weiträumigen Handelskontakte der Bewohner der Heuneburg, faszinierend für Laien ebenso wie für Fachleute, lassen die internationalen Kontakte erkennen, die im 6. Jahrhundert vor Christus die Landschaft an der oberen Donau mit den Zentren der damaligen Welt verbunden haben.

Seit den Neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde auf dem Burgplateau, der so genannten ‚Akropolis, ein einzigartiges Freilichtmuseum aufgebaut, welche ein Teil der mediterranen Wehrmauer rekonstruiert und mehrere Häuser, wie ‚Werkstatt‘, ‚Wohnhaus‘, ‚Speicher‘ und ‚Herrenhaus‘ originalgetreu nachbaute.

Dazu wurde im nahen Hundersingen ein vorgeschichtliches Museum in einer ehemaligen Zehntscheuer eröffnet. Beides zusammen ist für dieses archäologische Zeitalter, welches die ‚Hallstattkultur‘ genannt wird und zwischen dem achten und fünften Jahrhundert vor Christus angesetzt wird, in ganz Deutschland einzigartig.

Dies alles war dem Verfasser dieser Zeilen bekannt und jetzt diese fast Vision einer großartigen frühkeltischen Kultur, die seltsamerweise im fünften Jahrhundert vor Christus unterging und von der spätkeltischen ‚La-Tene-Kultur‘ ersetzt wurde. Sie hatte erst im zweiten und ersten vorchristlichen Jahrhundert den Stand der Hallstatt-Zivilisation wieder erreicht.

Damals, im sechsten vorchristlichen Jahrhundert, stand Mitteleuropa unmittelbar vor einer städtischen Hochzivilisation, die durchaus mit der griechischen mithalten konnte. Dann der Zusammenbruch, eigentlich unfassbar. Noch heute rätselt die Forschung, was damals im beginnenden fünften Jahrhundert vor Christus geschah.

Der Verfasser dieser Zeilen steht wiederholten Mal auf dem höchsten Punkt des ‚Freiluftmuseums‘ der so genannten ‚Akropolis‘ und blickt über die weite Landschaft jenseits der oberen Donau. Weiter im Süden, etwa eine halbe Autostunde entfernt, liegen der Bodensee und dahinter die Alpen.

Die ‚Heuneburg-Akropolis‘, ragt als ein vergleichsweise regelmäßig geformter, flacher Geländesporn über der Donau hervor. Sie ist noch ein Ausläufer der schwäbischen Südostalb, um die sich die ‚Mutter aller Flüsse‘, die Donau, noch viele Kilometer auf ihrem Weg nach Nordosten, herum windet. Das Heuneburg-Plateau stößt dabei mit steilen Flanken aus dem westlichen Donauufer in die Talaue vor.

Feuchter Nebel steigt rauchartig über den Feldern der Flusslandschaft auf. Der Verfasser setzt sich auf einen Stein. Die Sonne versucht die dünne Dunstschicht zu durchbrechen, was ihr sicher bald gelingen wird. Es ist noch früh. Wahrscheinlich ist er der erste Besucher der riesigen Museumsanlage.
Aus dem realen Bild der rekonstruierten mediterranen Lehmziegelmauern und den verschiedenen Häusern wird eine komplette Mauer, die die mehrere hektargroßen Akropolen umschließt. Aus wenigen Häusern werden Dutzende. Der Nebel, der über den bestellten Feldern der Flussaue liegt, verwandelt sich in Dunst, der jenseits des hauptsächlich hölzernen Häusermeers, das die Akropolis einrahmt, in Auwälder übergeht. Die Landschaft, eine Mischung aus versumpften Auwald und Feldern/Wiesen wirkt plötzlich urig.

Die Autostraße verschwindet im Dunst der Geschichte und wird zu einer antik anmutenden Fernstraße entlang der Donau, die den Osten mit dem Westen verbindet. Auf der Straße bewegen sich keine automobilen Blechlawinen mehr, sondern hochbockige vier- und zweiräderige Ochsenwagen, schwer bepackte Esel, Reiter, Kampfwagen und unzählige Wanderer.
Die Danuvio krümmt sich wie die große mythische Regenbogenschlange, eine Inkarnation der Großen Göttin, durch die weite Tallandschaft. Flachbordige Kähne legen vom Flusshafen ab in Richtung Nordosten.

Über dem Heiligen Berg, dem Bussae, der sich gleich einem Wächter über dem Land erhebt, ergießen sich die Strahlenfluten des Sonnengottes Hel.

Pyrene, die rauchenden Feuer.

Die mächtigen Rauchsäulen der Rennöfen geben der Akropolis und der Stadt, einer Ansammlung von Dörfern, die inzwischen zusammengewachsen sind, den Namen. Die Rennöfen verhütten an den holzreichen Hängen des Mittelgebirges, das auf der Alb gefundene Bohneisenerz, das von den Albbauern im ‚Nebenerwerb‘, abgelesen und an die Verhüttungsbetriebe geliefert werden.
In den Eisenwerkstätten von Pyrene wird das Metall in hochwertige Waffen und andere Eisenwaren verarbeitet. Die Eisenerzeugnisse werden über weite Strecken hin mit hohen Profiten vermarktet.

Die große Ost-West-Fernstraße und eine wichtige Nord-Süd-Verbindung kreuzen sich hier in der Nähe. Ein weiterer wichtiger Faktor ist, dass der Strom ab hier durch flache Kähne schiffbar ist. Dazu kommt eine Flussfurt, die den Verkehr über den Strom ohne Brücke ermöglicht. Alles verkehrsgeografisch hervorragende Gründe, die hier eine große Handelsempore nahe legten.
Vor Generationen hatte ein mächtiger Fürst diese Faktoren zusammengeführt und auf dem Hochplateau eine kontrollierende Burg errichtet. Daraus war längst die Hochstadt des Adels und der Handwerker geworden, während die Normalbevölkerung auf den Höhen ringsum und im Flusstal ihre Dörfer errichteten, die inzwischen zu der Stadt Pyrene zusammengewachsen sind. Unabsehbar ist das Häusermeer inzwischen geworden.

Wenn ein griechischer Händler aus dem mediterranen Massilia Pyrene erreicht, beeindrucken ihn zuerst die rechteckigen Wehrtürme, der in Weiß getünchten luftgetrockneten Lehmziegelmauern. Dieser optische Eindruck der mächtigen Burgfeste, die ineinander verzahnten Dörfer rund um das Plateau und das quirlige Leben in der Handelsempore am Grossen Fluss, erinnert die Hellenen oder Etrusker an ihre eigenen Städte im Süden.
Überall ziehen die Rauchsäulen der Schmiedehäuser in den Himmel über der Stadt. Pyrene, die Stadt der rauchenden Feuer!

Auch die Besiedlung auf dem Plateau hat stadtartige Züge angenommen. Die aus Holz errichteten Gebäude sind überwiegend 4 bis 6 Meter breit und 7-12 Meter lang und in dichten regelmäßigen Zeilen entlang schmaler Wege, Gassen und Entwässerungsgräben angeordnet. Schmelzöfen und spezielle Entlüftungsanlagen in ihnen, sprechen für den hohen technischen Stand der Metallverarbeitenden Industrie. Sie ist mit der griechischen in ihren mediterranen Kolonialstädten vergleichbar. Die Handwerker arbeiten und leben hier oben und das Leben spielt sich in den Gassen ab. Auch das erinnert an die griechischen Pflanzstädte und wurde bislang in dieser Art jenseits der Alpen noch nicht gesehen.

Das Bild aus einem fernen Zeitalter verschwindet vor dem geistigen Auge des Betrachters. Auch der Nebel löst sich auf.

Der Verfasser dieser Zeilen hat einen freien Blick auf den Bussen, der im Nordosten liegt und schon bei den Kelten als ‚Heiliger Berg‘ galt. Wahrscheinlich brannten damals zu Beltene die Heiligen Feuer. Heutzutage krönt eine Wallfahrtskirche den Gipfel. Die Urchristen bauten bewusst oder unbewusst ihre alten Kirchen zumeist auf die ‚Heiligen Plätze‘, oftmals auch auf ‚Landschaftstempel‘.

Der Verfasser lässt den Ausflug in die Geschichte mit einem arkonidischen Camanà im Café des Freilichtmuseums ausklingen. Überall im Raum sind geschichtliche Bücher ausgestellt, die natürlich auch erwerbbar sind. Er schmökert herum und erwirbt das interessante Buch: Vom Steinzeitlager zur Keltenstadt, dass er jedem Interessierten empfehlen kann. Es wurde geschrieben von Martin Kuckenburg und ist im Theiss-Verlag, Stuttgart im Jahre 2000 erschienen.

Tja, liebe Leser, dies war vor einigen Monaten noch ein Ausflug in die archäologische Fiktion, aber seid gestern ist es mehr als das.

Aus der AiD-Ausgabe 5/2004 sollen nun einige Zeilen zitiert werden:

‚Älteste Hochkultur Europas?“:
„ ... lange Zeit hatte man sich bei der Suche nach Indizien auf der Heuneburg für eine zentralörtliche Funktion nur auf den befestigten Burgberg selbst konzentriert. Erst detaillierte Grabungen im Umfeld zeigten, dass die durch eine Lehmziegelmauer repräsentativ geschützte Akropolis von einer riesigen MEHRERE QUADRATKILOMETER umfassenden Außensiedlung eingerahmt war (!!!) Ausgrabungen im Rahmen des DFG-Projektes sollen nun klären, wie sich die Heuneburg und ihre Vorburg bzw. Außensiedlung zwischen der Gründung im 7. Jahrhundert und ihrer Aufgabe im frühen 5. Jahrhundert vor Christus entwickelte. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass hier ein für die damalige Zeit ausgesprochen bedeutender Zentralort mit Handwerkern und überregional agierenden Händlern lag.“

Wieder einmal wird die Intuition von der Wirklichkeit eingeholt. Gespannt verfolgt der Interessierte, was die Ausgrabungskampagnen rund um die Heuneburg ergeben...

(geschrieben Frühjahr 2004)


Wenn ich im Jahre 2012, im „Keltenjahr“ auf diese wieder ausgegrabenen Zeilen zurückblicke, dann muss ich doch Schmunzeln.

Wieder einmal hat mich meine Intuition nicht getäuscht.

2004 war nur zu vermuten, dass die inzwischen ausgegrabene „Außensiedlungen“ von Pyrene, Verzeihung der Heuneburg, tatsächlich stadtähnliche Züge annahmen.
Heute wissen wir, dass damals, also im 6. vorchristlichen Jahrhundert mehrere Tausend Menschen in Pyrene lebten. Wäre es nicht die bedeutendste stadtähnliche Siedlung nördlich der Alpen gewesen, so wäre sie den Hellenen, sicherlich keine Zeile wert gewesen, zumal es im tiefsten „Barbarenland“ lag.

INFO – INFO – INFO:

Ausstellung: Die Welt der Kelten
ORT: Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg
Altes Schloss – Kunstgebäude, Stuttgart
Zeitpunkt: 15.09.2012 – 17.02.2013
Öffnungszeiten: Di – So, 10 – 18 Uhr
Do 10 – 21 Uhr

www: Kelten-Stuttgart.de

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Re: TCE

Beitrag von Roi Danton »

Diesmal eine Mischung zwischen Story und Gourmetküche. Viel Spass beim Lesen und Nachmachen.

Asturianische Gourmetküche

Sinnend blickte ich von der Höhe des kleinen spitzwinkligen Plateaus nach Süden. Dort stiegen die Hügel zu Bergketten an und dahinter erhoben die kahlen Zweitausender des Picos de Europa ihre stolzen Häupter in den bewölkten Himmel. Sie bestanden aus Kalkstein und waren ein Teil des Kantabrischen Gebirges in Nordspanien, welches sich über Teile der autonomen Gemeinschaften Asturien, Kastillien-Leon und Kantabrien erstreckte.
Die mit dem Duft der Herbstblüten, dem Harz der Bergwälder, dem letzten Stroh und dem Salz des nahen Meeres durchsetzte Luft, umschmeichelte frisch meine Nase. Die Luft war von einer hohen Feuchtigkeit gesättigt.
Langsam drehte ich mich um und blickte nach Norden. Mein Blick konnte sich nicht satt sehen, am Goldbraunton, den die Buchen und der Ahorn über die Hügelwälder legten. Zwischen einigen mächtigen gelbgrünen Steineichen, die noch teilweise im Saft standen, einem vom geflügelten Volk bevölkerten leuchtenden Vogelkirschbaum und einiger schon im Rot prunkender Linden und Eschen mit mächtigem Umfang war der Blick frei auf den graublauen Golf von Biscaya. Meine Augen konnten gut erkennen, wie stürmisch die Wellen immer und immer wieder gegen die Küste anpeitschten und langsam gischend ausrollten, als wollten sie endlich das hart bedrängte Uferland überwinden. Der heftige Wind, der hier oben heftig blies tat meinem Körper und Geist gut. Tief atmete ich durch, an der „Grünen Küste“ von Nordspanien.
In der hügeligen Landschaft zwischen Meer und Gebirge breiteten sich abwechselnd in herbstlichen Farben leuchtende Wälder, von Schafen und Vieh bevölkerte Weiden und Ackerflächen, dessen frisch gepflügte Felder sich rot-braun über die sanft schwingenden Uferhügel, wie Teppiche ausbreiteten.
Ein schlanker Mann in mittleren Jahren pflückte gerade einige Wildkräuter, die auf der Lichtung des Plateaus in großen Mengen wuchsen. Zuerst hielt ich ihn für einen der Pilger, der auf dem nahen Wanderweg entlang des nördlichen Jakobswegs unterwegs sein mochte, zumindest war er so gekleidet mit seiner praktischen erdfarbenen Kombination, wie sie heutzutage immer mehr zu sehen waren, einem weiten Schlapphut und dem Wanderstab, der neben ihm im Gras lag. Dann allerdings erkannte ich den Korb fast versteckt hinter einem Busch liegend. Er legte seine gesammelten Kräuter sorgfältig in den Bastkorb und blickte auf in meine Richtung.
„Als Pilger unterwegs auf dem nördlichen Camino zwischen Oviedo und Mondonedo und dann weiter hinein ins Landesinnere über Lugo zum südlicheren Hauptweg nach Santiago?“ fragte er mich neugierig.
Er blickte kurz auf meinen knorrigen hölzernen Wanderstab und meine Kleidung, die seiner ähnelte, einschließlich meines breitkrempigen Wanderhutes unter der sich mein braun gebranntes Gesicht und meine langen Haare verbargen. Gestern noch hatte ich sie dunkel gefärbt. Nur meine Augen ließ ich wie sie waren rotgolden.
Prompt fiel sein Blick kurz auf sie, er sagte allerdings nichts.
„Nein, nur eine Wanderung durch diese noch intakte grüne Landschaft.“ Natürlich antwortete ich in Spanisch. In dieser Sprache unterhielten wir uns weiter. Er sprach einen asturianischen Akzent, wie einst mein Großvater.
„Tourist?“
„Sie sind ganz schön neugierig, Senior“, meinte ich lächelnd, ebenfalls in einem asturianischen Spanisch, das ich noch gut beherrschte, schließlich schien die gute alte Zeit für mich nur zwei Jahre zurück zu liegen. Nebenbei stützte ich mich auf meinen knorrigen Wanderstab, den ich gestern in Oviedo für viele Süd-Euros erwarb.
„Entschuldigen Sie, Senior. Aber ich bin von Beruf aus neugierig.“ Er grinste mich an und ich musste ihm zugestehen, dass er eine starke positive Ausstrahlung besaß, die ihn mir sofort sympathisch machte. Manches an ihm erinnerte mich an meinen Großvater. Er entstammte schließlich auch dieser Gegend.
„Kräutersammler?“, fragte ich und blickte auf den gefüllten Bastkorb, der von Wildgemüse, Herbstblüten, Blumen und Kräutern überquoll. Alles Naturprodukte, die man hier sammeln konnte. Das milde Atlantikklima, die rauen Bergwinde und die feuchtsaftige Vegetation, schufen sicher eine hervorragende Qualität. Sinnend blickte ich den Fremden an. Irgendwie kam er mir bekannt vor. Mein nahezu fotografisch arbeitendes Gedächtnis, das ich wohl meinem Vater verdankte, zumindest vermutete ich das inzwischen, fand rasch die Lösung.
Als ich mich vor kurzem spontan entschloss, die alte Heimat meines Großvaters zu besuchen hatte ich mich im Internet darüber informiert. Dort hatte ich ein Foto des Mannes und einen Bericht über ihn gelesen.
„Sie sind der Gourmetkoch Abel Balba!“ entfuhr es mir.
„Das ist richtig. Internet?“
„Natürlich! Mein Gedächtnis ist gut und wie jeder andere Tourist informiere ich mich immer über mein Zielgebiet.“ Balba nickte, leicht lächelnd.
„In ihrem Akzent erkenne ich ein altertümliches asturianisches Spanisch, wie es heute noch Mexikaner sprechen, dessen Vorfahren einst aus Asturien in die Neuen Länder auswanderten.“
Überrascht blickte ich ihn an. „Respekt, Senior Balba. Die Vorfahren meiner Mutter stammen aus Asturien“. Abel Balba nickte. „Man hört noch eine aristokratische Aussprache. Einige meiner gut situierten und reichen Gäste kommen auch aus Mexiko. Wieder blickte er meine Augen an, dann meine dunklen Haare. Anschließend schüttelte er den Kopf.
„Was ist?“ fragte ich ihn etwas irritiert. „Nun, wären Ihre Haare weißblond, hätte ich geschworen, sie wären Alejandro de Navia. Er war bereits mein Gast in Oviedo und er sieht Ihnen verblüffend ähnlich, wenn sie andere Haare hätten. Diese kann man allerdings färben. Aber Sie sind nicht er. Ihre Ausstrahlung ist ähnlich und doch anders, irgendwie reifer, weltmännischer. Sind Sie verwandt?“
„Nicht das ich wüsste, allerdings ist Vieles möglich“, log ich und fuhr fort, als ich seinen misstrauischen Blick bemerkte. Offenbar glaubte er mir nicht richtig. „Um meine Vorfahren und Verwandten habe ich mich wenig gekümmert. Ich bin ständig beruflich unterwegs und Zeit dafür bleibt mir wenig. Mein Name ist übrigens Roger Merrimer und ich schreibe in meiner Freizeit ein Buch über die irdische Urgeschichte.“
Er nickte mir zu, blickte kurz in den Himmel. Dort ballten sich seit einiger Zeit dunkle Wolken zusammen.
„Kommen Sie! Es wird in Kürze regnen und stürmisch werden. In der Nähe habe ich mein Ferienhaus und vorhin Wildgemüse und Kräuter für mein Mittagessen gesammelt. Möchten Sie mir helfen zu kochen? Sie sind eingeladen. Als Mexikaner haben Sie sicherlich Kochqualitäten und ich bin heute alleine.“ Er blickte mich gespannt und freundlich an
„Danke gerne. Es ist mir eine Ehre, Senior Balba!“
„Nennen Sie mich Abel. Darf ich Sie Roger nennen?“ Stumm nickte ich und sah zu wie der Gourmetkoch seinen Korb packte und unterstützt von seinen Stab einen Wanderpfad das Plateau hinunter einschlug. Rasch folgte ich ihm. Abel Balba erklärte mir auf dem Weg, dass er oft morgens noch nicht wusste, was er nachmittags kochen würde. Oft wollte er sich wie früher die Sammler auf einer Wanderung durch das grüne Hügelland inspirieren lassen. Da sein Gourmetlokal in Oviedo ebenfalls am Rande der Stadt, umgeben von grünen Hügeln liege, würde er es auch zu Hause so machen. Für einen Gourmetkoch wie ihn, wären die Zutaten das Alpha und Omega. So drückte er sich wirklich aus. Der Mann war wirklich ein Philosoph. Zwei verwandte Geister hatten sich „zufällig“ getroffen.
Nach einer Wegstrecke von etwa fünfzehn Minuten erreichten wir durch einen Laubwald das Ziel, welches auf einem niedriger gelegenen von einigen Gemüsefeldern umgebenen Hügel stand.
Das Ferienhaus lag in der Nähe einer lokalen Straße und war damit gut zu erreichen. Ein Geländewagen stand vor dem Haus. Verbunden durch einen überdachten offenen Gang konnte Balba das zum Anwesen gehörende asturianische Horreo erreichen. Darunter verstand man hierzulande einen Speicher für Feldfrüchte. Der kleine quadratische Holzbau stand freistehend auf steinernen Pfeilern. Als Unterbau dienten große Steinsteiben. Die Wände besaßen Luftschlitze.
Als er mein Interesse an dem kleinen sonderbaren Gebäude erkannte meinte er:
„Wir bauen hier so, weil das Klima normalerweise feucht und sehr niederschlagsreich ist. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit können nur Speicher die gut belüftet werden, die rasche Verrottung der Vorräte verhindern. Die Schlitze sind klein genug, um Schädlinge wie Mäuse und Ratten abzuhalten und groß genug, um eine gute Durchlüftung zu gewährleisten.
Da ich nur biologische und lokal-traditionell erzeugte und gelagerte Lebensmittelgrundstoffe verwende, habe ich mir dieses Horreo selbst für mein Ferienhaus von einem heimischen Handwerker bauen lassen.“
Nickend bestätigte ich seine etwas sonderbare Überzeugung, wie ich fand und betrachtete das Haus.
Es war weiß getüncht und besaß etwa ein Dutzend einfache Zimmer. Einige wären auch hier zu mieten, wie er mir mit einem Augenaufschlag mitteilte. Die Küche war erwartungsgemäß geräumig und modern eingerichtet. Draußen begann es eben zu regnen und leicht zu stürmen, während wir uns an das Kochen machten. Fachmännisch breitete er die gesammelten Schätze auf einer langen Anrichte aus.
Die meisten Kräuter und Wildgemüse kannte ich. Einige Vorräte und Flaschen holte er aus dem Horreo.
Ein wenig nass legte er die Vorräte zu den Wildfrüchten und stellte die Flaschen etwas beiseite
„Ich habe mich entschlossen eine Gemüselasagne und ein Milchreis als Nachspeise zu bereiten“, meinte er einen nachdenklichen Blick auf die pflanzlichen Rohstoffe und die Sauce werfend, die bereits einige Zeit auf einem kleinen Feuer in einem Kochtopf köchelte. Er hatte sie wohl einige Zeit allein gelassen, um die Kräuter und das Wildgemüse zu sammeln. Der Topf besaß eine Automatik, die dafür sorgte, dass er auch einige Zeit allein gelassen werden konnte, wenn er entsprechend programmiert wurde.
Über die Sauce verlautete er noch nichts.
„Eine gute Idee“, meinte ich und überlegte, was ich zum Kochen beitragen konnte. Schließlich begann ich damit die einzelnen Gemüse und Kräuter zu putzen und herzurichten. Balba half mir dabei, rasch die Leitung übernehmend.
„Sie sind selbst ein nicht übler Koch, Roger“, lobte er mich zwischendurch.
„Das kann man so sagen. Zwar habe ich sicherlich nicht Ihre Qualitäten, Abel, aber verhungern müsste ich nicht.“ Er lachte schallend, während ich an meine lange Vergangenheit zurück dachte. Wenn Balba wüsste…
Manche Hilfsmittel mochten modern sein, aber das Kochen an sich hatte sich nicht allzu sehr verändert.
Zuerst schälten wir die wilden Sellerieknollen, die wir anschließend rieben. Später wollte Abel sie mit den Wildpilzen kochen.
Dann schälten und wuschen wir den Wildlauch und schnitten ihn klein.
Während wir das ebenfalls wilde Mangold und rote Chilischoten aus dem Horreo herrichteten und ihn langsam im Ofen trockneten, so dass sie ihr würziges, leicht karamellisiertes Aroma entfalteten, erzählte er mir von seiner Philosophie. Nebenbei hackten wir die rote Wildbeete roh und garten sie zusammen mit den roten Chilischoten. Anschließend wurden die Lasagneblätter in Wasser gekocht und abgetropft. Die erste Schicht Lasagneblätter wurden mit dem gekochten Mangold und Lauch bedeckt. Die zweite Schicht bildeten die rote Beete und die Chilischoten. Darauf die dritte Schicht Lasagneblätter.
Während wir den Sellerie und die Pilze in die Form schichteten und alles mit einer dicken Schicht des heimischen asturianischen Frischkäse aus dem Horreo bedeckten, meinte Abel Balba:
„Ich meide exotische Zutaten. Essen soll zur Region und zur Saison passen. Ich setze mich stark für eine größere Verbreitung der biologischen Landwirtschaft und eine vernünftige Ernährung ein. In dieser Hinsicht versuche ich Kompromisse zu vermeiden.“
„Verstehe“, meinte ich. „Aber brauchen Sie dazu nicht die richtigen Erzeuger, denn Wildgemüse und gesammelte Kräuter reichen wohl nicht aus?“ Er lachte und meinte, während wir weiter an der Schicht mit asturianischen Frischkäse arbeiteten.
„Gewiss nicht. Wie die meisten lokal arbeitenden Gourmetköche kann ich mich auf ein eigenes Netzwerk mit Erzeugern biologischer und hausgemachter Produkte stützen.“
„Verstehe!“, meinte ich. Können Sie mir Ihre zentrale Philosophie in Kürze vermitteln?“ fragte ich interessiert
„Ja, das kann ich. Es geht hauptsächlich um fünf Punkte.“
Während unseres Gespräches bereiteten wir die Lasagne zum Überbacken vor. Dafür verwendete Balba einen würzig nach Bergen riechenden Schafskäse. Auch von ihm trugen wir eine große Schicht auf.
„Das Ganze braucht im Ofen vierzig Minuten, damit sich die Aromen gut vermischen können“, meinte er und schob die Lasagne in den Backofen.
„Jetzt kümmern wir uns um die Sauce. Ich bereite sie aus einem einheimischen Rotwein, den ich leicht einkochte und zusammen mit etwas Maismehl und etwas Steinpilzpulver eindickte, wie Sie sehen können.“ Das konnte ich.
Wir fügten jetzt das Kochwasser aller verwendeten Gemüsesorten in den Topf hinzu.
„Die Grundsubstanz unserer Sauce köchelte nun schon zwei Stunden im Automatiktopf und müsste gleichzeitig mit der Lasagne fertig sein, wenn sie sämig und glänzend ist. Ihre Arbeit ist getan. Bitte setzen Sie sich, ich überwache das Essen. Möchten Sie einen Sidra?“
Während ich nickte und mich an den Tisch setzte holte er eine Flasche, des hier heimischen Apfelschaumweins öffnete sie und stellte sie auf den Tisch. Aus der Flasche duftete es stark nach Apfel und Erde. Dann holte er zwei kleine Gläser und zwei flache dazugehörende Teller aus einem Holzregal. Er stellte einen der Teller und das dazu gehörende Glas auf den Tisch. Das andere Service hielt er so tief wie möglich in Hüfthöhe in der linken Hand und goss den Sidra aus der Flasche, die er über den Kopf hielt. Natürlich hatte ich von der im Baskenland und in Asturien sonderbaren Einschenkmethode gehört.
Das stark riechende Getränk plätscherte auf den Glasrand und eine gewisse Menge davon in den Holzteller.
„Der Grund für diese Einschenkmethode liegt darin“, erklärte er, „dass der Sidra auf diese Weise dekantiert und so sein charakteristisches Aroma entwickeln kann. Riechen Sie es?“
„Natürlich“, stimmte ich ihm zu. „Es hat einen besonderen Geruch, nach Erde, Luft und Berge.“
„So soll es sein. Sie müssen das Glas, das culin in einem Schluck trinken, damit das Sidra nicht entluftet wird“. Das tat ich, während sich Abel Balba ebenfalls einen Schluck genehmigte.
Dann nahm er die kleinen Teller mit dem verschütteten Sidra und gab sie in die köchelnde Soße.
Als er meinen fragenden Blick sah, meinte er grinsend: „Einen weiteren Spezialtipp von mir. So nun zur Nachspeise.“ Während er ein Milchreis, ein Arroz con leche, bereitete erklärte er mir seine fünf Grundprinzipien in kurzen Erklärungen.
„Der erste Punkt in meiner biologischen Gourmet-Philosophie sind Kurze Wege.
Ich stelle mir immer die Frage: was wächst vor der Haustür?
Eine kluge Küchenkultur sollte auf die lokalen Erzeugnisse der jeweiligen Region bauen, denn nur Ortsnähe garantiert kurze Transportwege und damit Frische.
Dabei kann ich beispielsweise auf ein Netzwerk biodynamischer Erzeuger bauen“, dozierte Abel Balba und fuhr fort. Ich kann Ihnen einen Tipp zum Nachmachen empfehlen. Fragen Sie beim Bauern oder auf den Wochen- oder Bauernmärkten nach alttypischen oder neuen Sorten. Fragen Sie dabei nach heimischen Erzeugern. Inzwischen liefern unzählige Biohöfe längst ausreichend Obst, Gemüse, Fleisch und andere Produkte zu ihren Kunden nach Hause und garantieren so eine frische, saisongerechte und ortsnahe Küche.
Als Punkt zwei nenne ich die eigene Ernte.
In einem Hausgarten hier und in Oviedo produzieren ich und meine Leute viele Zutaten selbst oder habe eben, mein bereits angesprochenes biodynamisches Netzwerk an Lieferanten“, dozierte er.

(Tipp zum Nachmachen: Wer keinen Garten hat, kann auch in gemieteten Beeten gärtnern (lassen). Infos unter: www.meine-ernte.de oder www.bauerngarten.net)

Während mir Abel Balba einen kleinen Vortrag hielt bereitete er wie bereits angesprochen, das asturianische Milchreis. Dabei gab er einen Liter Milch und etwa 100 Gramm Zucker aus einheimischen Rüben und zwei Esslöffel Vanillezucker in einen großen Topf. Dann hobelte er mit dem Apfelschäler die Schale einer Zitrone und schüttete die Substanz zusammen mit einer zerbrochenen etwa fünf Zentimeter großen Zimtstange in den Kochtopf. Das Ganze würzte er mit frischen klein zerhackten Wildkräutern und ließ es langsam erhitzen. Kurz vor dem kochen der Milch rührte er etwa 100 Gramm Rundkornreis hinein.
„So“, meinte er. „Auch der Arroz con leche muss jetzt vierzig Minuten bei geringer Hitze köcheln. Ich muss ihn immer wieder umrühren, denn der Reis darf keineswegs alle Flüssigkeit aufsaugen, sondern muss am Ende noch suppen.“
Während er diese Arbeiten machte genehmigte ich mir weitere zwei kleine Gläser des Sidra und goss sie selbst ein. Balba zeigte sich amüsiert, dass ich etwa zwei Mal mehr daneben goss als er.
„ Weitere Punkte meiner Philosophie“, sagte er zwischendurch.
Punkt Drei ist die lokale Tradition.
Dabei frage ich mich immer, wie meine Kindheit schmeckte? Jeder erinnert sich doch an typische Gerichte von früher: Omas Apfelkuchen, Mamas Auflauf. Der Anwender meiner Philosophie sollte die Rezepte der Region oder Familie sammeln. Sie reflektieren das Leben, die History und Kultur der Heimat und sollten erhalten werden.
Punkt vier ist das Sammeln und vielleicht aus das Jagen im lokalen Umfeld.
Wie vorhin, durchstreife ich dabei meine üppige Heimat rund um Oviedo, um mich von Kräutern und Meeresfrüchte wie Austern am Strand, essbare Wildblüten, Wildkräuter, Wildgemüse, Naturweine von sandigen Hügeln und so weiter überraschen zu lassen.
Als fünften und letzten Punkt meines Kurvortrags neben dem Kochen“, er grinste mich bei diesen Worten an, „ nenne ich das Motto Vielfalt tut gut…
Überall auf der Erde hat sich im letzten Vierteljahrhundert der biologische Garten – und Landbau ausgebreitet. Wir entdecken auf allen Kontinenten reiche lokale Ressourcen, die wir klug nutzen müssen, statt das Land mit Monokulturen zu zerstören und uns von Importen abhängig zu machen. Nur eine abwechslungsreiche Ernährung ist gesund!“
„Und wer gut isst, lebt in Harmonie“, ergänzte ich und fuhr fort:
„Dabei fällt mir eine in Mexiko heimische Tradition, des Milpa ein. Dabei handelte es sich um ein Landwirtschaftsystem, das schon von den Mayas eingeführt wurde. Hauptsächlich werden Mais, Bohnen und Kürbisse zusammengefasst. Sie werden gemeinsam angebaut und bilden eine Symbiose. Der Mais dient den Bohnen als Rankhilfe und liefert im Gegenzug dem Mais den Stickstoff, während die Blätter des Kürbisses den Boden abdecken und so Erosion durch Regen und Austrocknung verhindern. Diese Pflanzenkombination wird von den indigenen Völkern auch „die drei Schwestern“ genannt“, erklärte ich.
Abel Balba nickte. „Ein guter Beitrag zu meinem fünften Punkt, der Vielfalt. Inzwischen ist die Lasagne fertig und der Milchreis in Kürze.“
Er servierte unser Hauptgericht garniert mit einem bunten Strauß von Wildblüten und Blumen von heute Morgen. Die Gemüselasagne war ein Gedicht! Die Geschmacksvariationen, die ich herausschmecken konnte, waren eindrucksvoll. Entsprechend lobte ich ihn und gab meine positiven Kommentare ab.
Er wehrte mein Lob allerdings ab.
„Als Gegenleistung empfinde ich unsere interessante Gespräch Senior Merrimer oder wie immer sie heißen mögen.“ Als er mein erschrockenes Gesicht sah lächelte er nur wissend.
„Ich hörte von Alejandro de Navia, der übrigens ein Freund von mir ist, dass es einen heimlichen Zweig seiner Familie gäbe. „Wenn sie dies offiziell nicht zugeben wollen, ist das Ihre Sache, Roger. Das Ganze geht mich nichts an. Kosten Sie das Arroz con leche!“
Er sagte es, holte den Topf mit dem Milchreis und goss ihn in eine große weiße Servierplatte aus Keramik. Danach ließ er es kurz abkühlen. Dann servierte er ihn und ich genoss ihn zusammen mit meinem Gastgeber. Anschließend meinte ich:
„Er war der leckerste Milchreis, den ich je aß. Die Arroz con leche ist leicht fruchtig und eignet sich wie ich das sehe auch hervorragend zu gekochten Früchten, beispielsweise einem Pflaumenkompott. Übrigens Abel, ich würde Ihnen gerne beim Abwasch helfen.“
„Das ist wahr, Roger und auf Ihr Abwaschangebot komme ich gerne zurück.“
Es wurde für mich noch ein lehrreicher Nachmittag. Da er auch hier in seinem Ferienhaus zwei einfache Zimmer vermietete nahm ich eines davon. Drei Tage später schieden wir als Freunde und ich hatte meine Kochkunst erheblich verbessert, was mir bei den folgenden Abenteuern noch sehr zu Gute kommen sollte.


Mystische Bergwanderung zum kretischen Ida und Küche

Es war im August des Jahres 2035, als ich von Chania aus in das Zentrum der Insel, in ihr Herz, ins Tal von Asomatos fuhr. Das Kloster lag neu restauriert wie eh und je am Fuße des Ida. Da ich den einst göttlichen Berg mit seinen zwei Gipfeln vor mir auftauchen sah, beschloss ich den kretischen Stier sogleich an seinen beiden Hörnern zu packen.
Aus dem Tal von Asomatos erhob sich der Ida frei und unverdeckt empor. Obgleich das Kloster nicht viel über Meereshöhe lag, erschien der Ida nicht so gewaltig, wie man es bei seinen zweieinhalbtausend Metern vermuten sollte, er lag da gelassen und majestätisch mild. Er hatte es nicht nötig damit zu prunken, dass er der höchste ist.
Im unteren Bereich war er bewachsen und voller Klüfte und Schründe.
Darüber, klar abgegrenzt, begann sein oberer Bereich mit nacktem Gestein, maßvoll gerundet und es endete in jenem Doppelgehörn, das überraschenderweise dem uralten Inselsymbol, dem Stierhorn, glich.
Abend für Abend, erlebte der Berg seine Lichtweihe. Dann wurde er erst wirklich zum Inselmittelpunkt, dem legendären Geburtsort es obersten Zeus. Dann leuchtet sein Sockel in rostigem Braun, aber darüber, im oberen Teil, verharrte eine Weile das Licht in einem Gelb, das einst im Glauben der Anhänger göttlich war. Rasch fällt er anschließend ins Dunkel der Nacht.

Unser Aufstieg begann in dem Bergdorfe Minoia, einer neu gegründeten autarken Ökosiedlung, die sich seit einem halben Jahr der Heimstattbewegung des Markus Helberg angeschlossen hatte. Das diesjährige europäische Treffen der Bewegung fand hier im Asomatos-Tal statt.
Wir, das heißt Abel Balba der Gourmetkoch und meine Wenigkeit, Ricardo de Navia, nahmen uns einen berg- und naturkundigen Führer (Guide) mit, der sich lediglich als Alexis vorstellte.
Um elf Uhr zogen wir los in die Bergnacht des Jahres 2035, in der es sich besser steigt im August als am glutheißen Tage. Es war eine Nacht vor dem Vollmonde; wir würden also gut sehen können und, da bei Vollmond der Auf- und Untergang des Tag- und Nachtgestirns übereinstimmte, Licht bis zum Morgen haben.
Alexis erwies sich als ein intelligenter junger Mann der Bewegung, dessen Gesellschaft angenehm war. Er hatte die kretischen Funkelaugen, war mittelgroß und behände und stieg weitaus am besten von uns: sein luftiges weißes Leinenhemd leuchtete immer vor uns durch die Nacht. Sein Gang war bemerkenswert harmonisch, aufrecht und stolz und ohne jeden Zwang, geschmeidig. Auch war er von der immer gleich bleibenden Munterkeit der Menschen dieses Landes, die es als eine natürliche Höflichkeit ansahen, dem Touristen ihre gute Laune und ihren naiven Frohmut zu schenken, sozusagen als Gastgeschenk
Einen eigentlichen Weg gab hinauf zum Ida gab es von dieser Seite aus nicht, nur einige Wanderpfade. Gleich zu Beginn zählte der Führer die Bergquellen auf, die wir stoßen würden, samt ihrer Güte und Kälte. Wir konnten uns also darauf einrichten. Er liebte diese Quellen und war stolz über sein Gebirge, erzählte uns von deren Höhlen und der Fauna und Flora. Er liebte den Ida aus vollem Herzen. Balba fragte den armen Alexis ein Loch in den Bauch. Es ging über Wildkräuter und Wildgemüse, die es hier überall gab. Nach biodynamischen Grundgesetzen spielte auch das Mondlicht beim Wachsen eine Rolle und immer wieder stopfte Balba Kräuter und Wildgemüse in seinen Spezialrucksack, der für solche Wanderungen und Bergsammlungen ausgerichtet war. Trotz des Tragegestells auf dem Rücken, bewegte sich der Bergmensch Balba, er stammte ursprünglich aus den asturanischen Bergen, gewahnter und beweglicher über die Berge, obwohl ich nur einen kleinen Rucksack trug und körperlich jünger war.
Die Hinwendung vieler europäischer Menschen in den letzten beiden Jahrzehnten zum Traditionellen und Alten was sich bewährt hatte, nach all den Krisen und Untergängen, welche die „Europäische Union“ über die Menschen des europäischen Süden gebracht hatte, bis sich der Norden und Süden endlich besannen, hatte zu dieser ökologisch ausgerichteten Neubesinnung vieler Menschen geführt. Gerade auf Kreta, welches einst zu Zeiten des Minos, Europa das erste Licht der Vernunft und Kultur gebracht hatte, kam es in den letzten zwanzig Jahren zu einer radikalen ökologisch und solidarisch ausgelegten Restauration des Land- und Gartenbaus im Einklang mit der Natur. Der Kapitalismus angloamerikanischer Natur, wurde verachtet und wenn möglich gemieden. Die Solidarität wurde wieder großgeschrieben.

Der runde Mond ging endgültig auf und sein Licht fiel voll auf den Hang, Bäume, Felsen und unsere Wandergestalten warfen scharfe Schatten. Der Berg wurde, je höher wir stiegen, immer umfangreicher für uns, und immer sehnsüchtiger und weiter erschienen die samtblauen Säume der schwindelten Höhen. Der Tageswind hatte sich gelegt. Seidene Ruhe lag in den lichtlosen Tälern: Schleier der Nacht. Von da und von dort, unbestimmbar woher, scholl der leise Sang der Grillen, der die Stille erst hörbar machte. Zuweilen drang Hundegebell aus den tiefen Gründen.
Je höher wir wanderten, erschien dann irgendwann im Süden der Insel das Meer. Im spiegelnden Scheine des Mondes war seine ferne Verheißung ein Wunder. Die ganze Nacht war es: Zauberinseln und Ströme in flüssigem Glanz, all dies und noch viel mehr schien in einer Art von Traumzeit zu liegen, sichtbar werdend im silbernen Licht der Luna.
Es war wirklich eine magische Nacht.
Da wir steil empor klommen, schienen die Wege, die wir im Voraus nicht sahen, geradewegs in den Himmel zu führen. Wir stiegen in die Sterne hinein.
In den Vollmondnächten war es unmöglich die Schafe im Pferch zu halten, weil ihr Verstand wohl nicht zwischen Tag und Vollmondnacht unterscheiden konnte. Sie liefen, überzogen weidend den Hang und belegten den stumpfblauen Dämmer der Nacht mit den weißlichen Tupfen ihres Felles.
Traumverloren erscholl der Klingklang der zahllosen Glocken.
Mondschwärmende Schafe an den Hängen des einst heiligen Berges Ida. Eine verklungene Zeit schien wieder zu erstehen. Wir konnten diesem Zauber kaum widerstehen.
Irgendwann hatten wir Durst, immerhin mochten wir wohl um drei Uhr zwölf- oder fünfzehnhundert Meter hoch gestiegen sein.
Der Hang war steil, und da die Nacht das Reich der Phantasie belebte und alles Natürliche in dieses Mythenreich zu verschieben schien, waren wir mehr angespannt, als es uns gut tat.
Der Pfad wurde felsig, wir nahmen die Hände zu Hilfe und kletterten eine Weile im Scheine des Monds, wie Gemsen in die Höhe. Das Weiß des Guides kletterte voran. „Sollten wir uns nicht absichern?“ fragte ich schließlich ziemlich bang. Alexis winkte ab. „Nicht nötig Ricardo. Wir sind fast am Rastpunkt.“
Dann tauchte der Quellplatz, einer von denen die der junge Kreter längst ausführlich beschrieben hatte, vor uns auf.
Es war nur ein kleiner Rastort unter einem überhängenden Felsen, und ebenso steil verschwand unter uns der Hang. So standen wir eigentlich auf einem kleinen entrückten Miniaturplateau, das hoch über dem Tale hing und hoch über der nächtlichen Welt.
Aus dem Felsen drang plätschernd ein Strählchen kalten Wassers und wurde von einem hölzernen Trog aufgefangen, der sorgfältig aus hölzernen Schindeln bestand und plaudernd kaskadenartig in vier, fünf weitere Tröge von ausgehöhlten Stämmen, die auf engem Raum im Zickzack hinter- und untereinander angeordnet waren fiel, um möglichst viel Trankfläche zu schaffen. Es rann und sickerte von Trog zu Trog in lieblicher Nachtmusik. Es war das schönste Wasserspiel, das ich je sah.
Wir ließen uns nieder und tranken still.
Laut pries der Guide die Güte und Kühle des Quells, der der einzige weitum und der höchste in den Bergen sei. Die Quelle hieß Aplita.
„Was für ein schöner archaischer Name“, rief Balba entzückt aus. „Jetzt fehlt nur noch eine Quellnymphe!“ Alexis sah sich verstohlen und versunken um. Einen Moment wusste ich nicht ob die beiden scherzten. Sie waren Anhänger einer besonderen Esoterik, welche wir vom Wächterorden seit Jahrhunderten nur Nase rümpften registrierten. Nicht das wir reine Verstandesmenschen gewesen wären, aber eine archaische Esoterik war auch nicht unser Ding.
Prompt fühlte ich den vorwurfsvollen Blick von Balba auf mir ruhen.
„Den Zauber des Ortes kannst du doch auch spüren?“
„Durchaus, du Neo-Druide. Aber mit eurer mystischen archaischen Esoterik habe ich nichts am Hut.“ Alexis und Abel Balba blickten mich fast wie einen Eindringling vorwurfsvoll an, sagten aber nichts weiter dazu. Beide gehörten nicht zu den Eingeweihten des Ordens, aber wussten über uns durchaus Bescheid, soweit die Gerüchte in der Heimstattbewegung über den uralten Orden, dessen fünften Einweihungsgrad ich inzwischen besaß, kursierten.
Der Mond, der uns voll beschien, umrandete die Wassertröge mit silbernen Säumen und mit dem Zauberspiel unermüdlich erregter Wellenkreise.
Sternschnuppen, viele und großartig nahe, wie der August sie brachte, fuhren vor uns über den Himmel und manche ließen, nachdem sie verzischt, die Flammenschrift weißlicher Schweife zurück. In einer Art von Vision sah ich Menschen in den Weltraum fliegen. Die Raumschiffe hatten Stab- und Kugelform. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich natürlich nicht ahnen, was uns das Jahr 2036 bringen würde…
„Könnte es nicht hier gewesen sein, dass das Kind Zeus, umsorgt von den Quellnymphen Helike und Kynosura, am Brunnen spielte, während die Ziege Amalthea im Schatten der Felswand lag, die das göttliche Kind gesäugt und zum Dank als ein Sternbild an den Himmel versetzt wurde?“ sagte Balba in die milde der Nacht hinein, mich neckend. Er wollte mich herausfordern, mehr über den Orden zu erzählen, welcher bereits seit Jahrtausenden existierte und die Wege vieler bedeutender und einfacher Menschen aller Zeiten berührte und bestimmte. Aber ich hatte geschworen, das Wenige, das ich wusste zu verschweigen. Unsere Organisation war zellenartig aufgebaut. So konnte am Wenigsten ausgeplaudert werden, schließlich hatten wir mächtige Feinde.
„Kleiner Zeusquell am Ida! Unbesungen und unberühmt. So hoch über der schlafenden Welt du tropfest...“, sagte plötzlich Alexis in die Stille hinein, meinen Blick bewusst meidend.
Um drei Uhr, also zwei Stunden vor Sonnenaufgang machten wir uns auf. Wir stiegen weiter im Fels, diesmal abgesichert durch eine Leine, die durch Haken gezogen werden konnten, die den Kletterpfad absicherten, denn wir kletterten nicht mehr am freien Hang, sondern im Innern von Schluchten und Klippen. Die steilen Blicke ins Tal und die Tiefen waren verschlossen, entrückt das Wunder des silbernen Meeres.
Alexis ging auf für mich unkenntlichem Pfade voran zwischen gewaltigen Blöcken. Bisweilen verschwanden wir ganz im Dunkel der Schatten, dann gerieten wir wieder in Strähnen weißen fließenden Lichts.
Es begann hier, so hoch droben, ein schöner, merkwürdiger Eichenwald wie eine uralte Heiligkeit des Dodonischen Zeus, eine Steineichenart, deren Blätter klein, wie aus Metall geschnitten und mit Dornen besetzt waren. Es handelte sich um uralte Eichen. Der Boden war weich vom gestorbenen Laub und lautlos der Tritt unserer Bergstiefel.
So stiegen wir wohl eine Stunde durch Fels und durch Wald, bis wir den Kamm der Kette erreichten, die den Idagipfel umgürtete. Wir hatten die Waldgrenze erreicht. Von hier ab erhob sich der obere und nackte Berg.
Das war das letzte Stück unseres Anstiegs. Wir klommen über die Halden, dessen Schieferschutt vor uns, das Bild von etwas abgelebt Uraltem heraufbeschwor, von etwas, das jenseits von Zeit, ja Raum zu sein schien. Die Magie der kretischen Berge erfasste auch mich.
Der Mond stand jetzt tief und schwamm über einem Meer auf einer Straße kupfrig-rauchigen Rots. Noch immer kämpften unsere Körper gegen die Schwüle der Nacht an und das Steigen fiel uns immer schwerer. Die fort geschrittenen hellenischen Sommer ermatteten und zehrten, man fühlte die Schwäche rascher und härter in sich. So kletterten wir gehemmt und langsam hinauf.
Als wir nahe am Gipfel waren, ging im Osten die Sonne auf. Langsam wurde die Welt aus dem Blauen der Nacht neugeboren. Zuerst gewann das Meer seine Farbe, ein lichtes Blau, durchscheinend wie edles Gestein. Dann erhielten die Berge ihr summendes, tönernes Braun. Die Welt sah, wie immer von oben, panoramaartig leblos aus. Das kleine Leben der Dörfer und Felder, schien unendlich entrückt, fast traumhaft zu sein. Sogar die Flächen des Weins zeigten von oben nur der Farbe der Erde.
Etwas Rotes, Flammendes quoll aus dem Osten, ein sengender Brand. Ströme aus Licht zerteilten die Welt. Die Ebenen in der Tiefe, die Meere in der Ferne, die Berge riss es empor in die einst von Göttern zugewiesenen Höhen. Was vorher im Schoßdunkel der Nacht verborgen lag, jetzt trat es in das Licht des neuen Tages.
Das war einst die Ordnung des Zeus gewesen, diese Teilung der Welt, die sich täglich von neuem vollzog. Die Ordnung der hellenischen Welt, in Nacht und Tag, Götter und Menschen, Meer, Himmel und Land.
Hier standen wir am Throne des Lichts. Hier konnten einst und heute die Gläubigen den Göttern nahe sein. Ich konnte es an der Entrücktheit der beiden Esoteriker neben mir erkennen. Die Stille wurde fast unheimlich. Mir verschloss sich diese Welt. Allerdings wusste ich nicht, ob sie in einer anderen Realität doch existieren mochte?
Morgenwind kam auf und es wurde rasch kühler.
Wir hatten inzwischen den Gipfel erreicht. Es war eine Grotte vorhanden, eine Art Kapelle aus geschichtetem Stein, halb in der Erde, mit nichts als einem Heiligenbild. Das primitive Gehäuse hätte auch eine minoische Weihestatt sein können. Ein umwirktes Steinrund und eine Zisterne. Der Guide stieg hinein und schöpfte Wasser für uns, was wir gerne annahmen.
Jetzt war es deutlich, wie hoch wir gestiegen waren. Die Insel, die so ausgedehnt ist, dass man in ihren Tälern vergessen konnte, dass sie Insel ist, war zu einem schmalen Steg reduziert. Doch die Meeresweiten im Süden und Norden schienen unendlich.
Seltsam: der Sonne abgewandt im südlichen Westen erschien das Meer wie gedunsen und schwärzlich, es war eine breite, sich verjüngende Straße. Am Horizont gar schien es sich aufzuwölben und siedend empor zu wallen im nebligen Dunst. Ich besann mich lange, was das denn sei, bis es mir einfiel: das war der Schatten des Ida, den die aufgehende Sonne erzeugte und bis an den Rand der sichtbaren Welt warf.
Die Landschaften der Insel ordneten sich wunderbar übersichtlich und klar. Da war der Saum der Küstenstädte im Norden, im Süden die Ebene, die Messara, wundervoll fast dahin geschmettert zwischen zwei Bergketten, und über alles erhoben sich die drei gleich hohen Gebirge, an denen die einst göttliche Insel dreimal am Himmel befestigt schien: die Weißen Berge im Westen, der Ida im Zentrum, auf dem wir standen und der Dikte im Osten, der Sonne entgegen.
In der Ferne nicht mehr sichtbar, lagen drei Weltteile, in deren Netz sich Kreta an einem zentralen Knotenpunkt lag: fast gleichweit von Afrika, Asien und Europa entfernt.
Wir stiegen wieder ab, sammelten die beim Anstieg besprochenen Wildkräuter und Wildgemüsen und erreichten pünktlich zum Mittagessen kochen Minoia.
Abel Balba hatte Lust die Kretische Küche zu zelebrieren und Alexis und ich der Graf de Navia wurden zu Küchengehilfen degradiert!





KRETA – KÜCHE

Fladenbrote mit Kräutern

Zu Weizenvollkornschrot wird Hefe lauwarmes Wasser, Salz, und viel Olivenöl, Knoblauchzehen, gehackter Rosmarin und frisch gehackter Oregano genommen. Die ganze Mischung wird zu Fladen gerollt und bei 210 C im Holzofen gebacken.
Entscheidend für das Gelingen ist das Bestreichen des Teigs mit der Kräuter-Knoblauch-Paste.

Gefülltes Brot
Dieses kräuterwürzige ‚Psomi Jemisto‘ birgt Paprika, Oliven, Feta und Endivie im Innern
Für die Füllung können Paprikaschoten, Endivien- oder anderer grünes Blattgemüse verwendet werden, Zwiebel, Knoblauchzehen, Olivenöl, Salz, Pferrer Kalamat-Oliven, Feta, gehackte Petersilie, gehackter Dill und Pfefferminze verwendet.
Die Füllung wird vorbereitet und gemischt, dann auf dem größeren Teigfladen verteilt, dabei etwa 4cm Rand frei gelassen. Der kleinere Fladen wird so auf die Füllung gelegt, dass er diese völlig bedeckt. Das Eigelb mit Wasser verquirlt, dann den Teigrand damit bestreichen und leicht gefältelt auf die obere Teigplatte gekappt. Etwas andrücken. Das Ganze wird auf einem Blech gelegt etwa 1 Stunde gehen gelassen, dann gebacken.

Tomatensalat
Tomaten in Scheiben schneiden und auf Tellern anrichten. Die Peperoni in Ringe schneiden, zwiebeln schälen und hacken. Den Feta in etwa ein Zentimeter großen Würfel schneiden. Peperoni, Zwiebeln, Käse, in Salzlake oder in Öl gelegte Oliven und Sardellen auf den Tomaten anrichten.
Essig, Salz, Pfeffer und Öl verrühren und gleichmäßig über den Salat träufeln. Mit den Petersilienblättchen bestreuen und servieren. Dazu passt ungesäuertes Weizenbrot.

BAUERNSALAT
Die Tomaten putzen und Achteln. Stiel entfernen und jedes Achtel einmal quer halbieren. Die Salatgurke warm waschen, mit Küchenpapier trockenreiben und in Würfel schneiden.
Paprika, wie die Zwiebeln in gleichmäßige Ringe schneiden. Den Feta in Stück zerbröckeln. Essig, Zitronensaft, Öl, Salz und Pfeffer verrühren, Tomaten, Gurke, Paprika, Käse und Oliven in eine mittelgroße Schüssel füllen, mit dem Dressing übergießen und den Salat vorsichtig mischen. Abschmecken und mit Oregano bestreuen.

Fischeintopf
In ganzen, in Scheiben geschnittenen Hahn und viel leckerem Sommergemüse als Einlage.

BOHNENSALATE
Mal mit Oliven, mal mit Kabeljaurogen, aber immer mit den großen weißen Bohnenkernen.
Gerauchter Kabeljaurogen verleiht den weißen Bohnen eine pikante Note. Durch den Garprozess bei Räuchern wird der Rogen so fest, dass er sich ohne weitres in Scheiben schneiden lässt. Zu den Bohnen kommt dann noch Knoblauch, Zwiebeln, Olivenöl Petersiele, Pfeffer, kleiner Kopfsalat. Aus allem einen Salat bereiten.

Gebackene Auberginenscheiben
Sie werden mit einem Mix aus Schafskäse und würzig-frisches Tzatziki gefüllt.
Die Auberginenscheiben mit Mischung werden gefüllt und paniert gebraten

Tzatziki
Aus Salatgurke, Salz, Knoblauchzehen und Schafmilchjoghurt, Olivenöl, Pfeffer und fein geschnittenen Dill zubereiten.

Gefüllte Weinblätter
Das Hackfleisch in die Pfanne zu den Zwiebeln geben und unter Rühren krümelig bratenden vor gekochten Reis, die Schalotten und Kräuter unter das Hackfleisch mischen. Alles drei Minuten unter Rühren braten.
Die Hackfleisch-Reis-Mischung mit Salz, Pfeffer und dem Zitronensaft kräftig würzen. Alles gut durchmischen. Die Weinblätter vorher mit kochendem Wasser überbrühen, kalt abspülen und Trockentupfen. Diese Blätter von beiden Seiten über die Füllung schlagen. Aufrollen und dabei darauf achten, dass die Füllung ganz eingehüllt ist. Die gefüllten Weinblätter jeweils mit den Nahtseiten nach unten die Form legen. Mit Wasser und Olivenöl beträufeln. Die gefüllten Weinblätter in der Form im Backofen garen lassen.
Sauce: Joghurt in einer Schüssel glattrühren, Zwiebeln, Knoblauch schälen, fein hacken und mit der Pfefferminze unter den Joghurt rühren. Salzen und pfeffern. Die Weinblätter mit der Sauce servieren. Sie schmecken warm und kalt gleichermaßen.

BOHNEN MIT TOMATENSAUCE UND FETAKÄSE

Gefüllte Zucchini
Sie werden mit einem Kugelausstecher ausgehöhlt. Das Fruchtfleisch kommt in die Mischung aus Lammhackfleisch, Oliven und Kräutern, dann werden sie gegrillt oder gegart.

Lammfleisch-Spieße


Frikadellen mit Paprika und Schafkäse

LAMMPILAW (Pilaw ist ein ursprüngliches Reis-Pfannengericht mit Hammel- oder Hühnerfleisch

Reispfanne mit Tomaten, Kürbisse und Lammfleisch

HUHN IN KAPERNSAUCE
Gesalzene Kapern und ein griechischer Rotwein gibt dem Huhn das kräftige Aroma.

GEFÜLLTE ROTBARBEN
In Weinblätter gehüllte und gegrillte Rotbarbfische sind eine Delikatesse Hellas.

Fischpilaw
Reis, Fisch und Gemüse werden harmonisch in der Pfanne gebraten.

Muschelpilaw

Fisch und Shrimps auf Zucchiniragout

Fisch aus dem Ofen.

Gebackener Fisch mit griechischem Salat

Nudelauflauf mit Lamm

Auberginen-Tomaten-Gemüse

Kretischer Gemüseauflauf

Gemüseeintopf mit Feta-Käse

Musaka mit Tomaten in Olivenöl: Gemüseauflauf

Slartibartfast
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Re: TCE

Beitrag von Slartibartfast »

Roi Danton hat geschrieben:der vielleicht auch einige Foristen hier interessiert. ...
Tut er, bedankt! Ebenso für die anderen Texte. :)

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Roi Danton
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Re: TCE

Beitrag von Roi Danton »

Aus meinen Storys und Kommentaren, die ich in den letzten Tagen im Forum gepostet habe, könnt ihr ersehen, dass ich Ökosozial eingestellt bin und mir Gedanken über Neue Wege mache. Trotzdem entfliehe ich gerne und oft in die Fantasiewelt von Perry Rhodan. Beides schließt sich nicht aus.
Ab heute beginne ich deshalb im TCE-Thread mit einer Artikelserie in diese Richtung der Neue Wege, die ich in der "Heimstattbewegung" in dem GA 2.0 Serien-Thread angedeutet habe. Ihr könnt den Thread gerne noch einmal nachlesen ;) :P


„Neue Wege!“

Regionale Konzepte gegen wirtschaftlichen und sozialen Abstieg

von Keith Lennardsen (Roi Danton)


Hier sollen vor allem Komplementär-lokale Wege aufgezeigt werden, die ein Mittel gegen den verheerenden wirtschaftlich sozialen Abstieg größerer Bevölkerungsschichten sein können.
Gefährlich hohe Arbeitslosigkeit in Europa, Überschuldung, aber auch Umwelt- und Klimakatastrophen, Sinn- und Strukturkrisen - die alten Werte und Traditionen scheinen überholt zu sein - kurz wir steuern auf eine der gewaltigsten Herausforderungen der Menschheitsgeschichte zu: dem Übergang von der Industriegesellschaft ins ja was?
Die Massenmedien berichten fast täglich von den Folgen der Überschuldung, Sinnkrisen und der Zwietracht, die dem Neuen Zeitalter vorausgehen. Die andere Seite der Medaille; der Durchbruch neuer kreativer Ideen, kommt viel zu kurz oder fehlt ganz, weil die Medien immer noch der Ausdruck des Massenbewusstseins sind, das im Alten verhaftet ist.
Aber überall wird inzwischen ein alternatives Kommunikationssystem installiert. Es versteht sich auch als Bindeglied zwischen der alten und neuen Zeit. Bewusste individuelle Menschen mit einem Verständnis für die Einheit allen Lebens, inmitten der industriellen Zivilisation oder Mitglieder einer der neuen Gemeinschaften können einzelne Schaltkreise des neuen Netzwerkes sein.
Immer wieder wird von einem „Dritten Weg“ gesprochen.
Gibt es einen solchen Weg zwischen globalisierten Kapitalismus und Partei-Kommunismus?
Im Moment ist er nur ein Versprechen, vielleicht auch eine Verheißung. Eines wissen wir allerdings mit Sicherheit: Wir müssen

Neue Wege

beschreiten! Wir wollen versuchen diese ins Bewusstsein, zu rufen.


A. Theoretischer Teil

Unser Geld- und Verschuldungssystem

Definition

Das Geld als Blut unserer Wirtschaft ist im Grunde seines Wesens nur Tauschmittel! Wie das Blut im menschlichen Körper sollte es in einem natürlichen Kreislaufsystem kreisen, um Stockungen zu vermeiden, die schließlich zu Krankheiten führen.
Wir kennen ihre Namen: Inflation und Deflation. Aber es sind nur Symptome eines mit dem Tode ringenden Systems.
Was lässt den für das Geldwesen so wichtigen Umlauf stocken?
Nun, das Geld als Tauschmittel war schon seit der Einführung der Münzen auf Gold- und Silberbasis mit einem großen Nachteil verbunden.
Zwei Punkte waren es vor allem, die diese Schwäche herbeiführten. Zum einen gab es keine Expansionsmöglichkeiten, wenn es der Warenumlauf erfordert hätte und zum anderen wurde es nur gegen einen ausreichenden Zins zur Verfügung gestellt.
Und genau hier kommen wir zum Kern der Sache – dem Zins!
Der eigentliche Sinn des Geldes ist, es sei hier zum zweiten Male erwähnt, der eines Tauschmittels. Nur durch dieses System ist Arbeitsteilung und damit eine Marktwirtschaft möglich. Ein weiteres sich selbst regelndes System ist das Gesetz von Angebot und Nachfrage. Die genannten Faktoren würden, wie die vergangenen Kulturen von Sumer bis heute beweisen, ausreichen, um eine effektive freie und soziale Marktwirtschaft, zu gewährleisten.
Da das eigentlich neutrale Tauschmittel Geld, das auf Edelmetalle basierte, nicht durch den Abbau mit der wachsenden Gütermenge Schritt halten konnte, kam es rasch zu ersten deflationären Erscheinungen. Die Geldbesitzer erkannten, das es sich lohnte Gold/Silber anzusammeln und nicht auszugeben, weil die Kaufkraft des Tauschmittels durch den Preisverfall der Güter anstieg. Durch die Geldansammlung wurde die umlaufende Geldmenge immer kleiner und die Güterpreise fielen weiter. Durch fallende Preise lohnte es sich immer mehr Geld anzusammeln. Die deflationäre Abwärtsspirale war bereits in der Antike geboren.
Im Grunde hatten die alten Staaten nur die Möglichkeit dem Zusammenbruch zu entgehen, wenn das Machtzentrum die eroberten Provinzen auspresste und durch die zufließenden Edelmetalle am Leben gehalten wurde. Am römischen Weltreich war dies gut erkennen. Als die militärische Expansion durch den Limes und starke Feinde beendet wurde, verarmte die Bevölkerung in kürzester Zeit. Durch den Zusammenbruch des Finanzsystems ging auch die Gesellschaft unter.
In der modernen Zeit wurde Papiergeld eingeführt. Allerdings wurde die teilweise Golddeckung erst anfangs der Siebziger Jahre des 20. Jahrhundert aufgelöst, weil die expansive Güterproduktion einer modernen Gesellschaft auch dieses ‚Bretton-Wood System‘ eliminierte. Eine ungedeckte Papierwährung ermöglichte es der Notenbank, die benötigte Menge an Tauschmittel dem Bedarf der Wirtschaft anzupassen. Trotzdem wurde immer noch eine Schwachstelle nicht ausgemerzt, was schließlich zum Zusammenbruch in den nächsten Jahrzehnten führen könnte.
Für die Stabilität des Geldwesens ist entscheidend, so sagen Experten, dass ein durchschnittliches Preisniveau durch das Verhältnis der Produktion zur umlaufenden Geldmenge entwickelt und gehalten wird. Es muss stabil bleiben, um den Marktteilnehmer planbare Bedingungen zu bieten. Nur wenn die richtige Menge an Tauschmittel, im Vergleich zur Gütermenge umläuft, kann der Preisindex stabil bleiben. Deflation und Inflation können so vermieden werden. Eine Notenbank kann zwar die ausgegebene Geldmenge bestimmen, jedoch hat sie kaum Einfluss auf den Umlauf. Das Geld kann beliebig zurückgehalten werden. Bei deflationären Tendenzen wird das eigentliche Tauschmittel entfremdet und gehortet.
Diese Eigenschaft des Geldes gibt dem Geldbesitzer die Möglichkeit ZINS zu verlangen. Ist der Zinssatz niedrig, wird das Geld zurückgehalten. Die Warenanbieter und Arbeitnehmer jedoch stehen unter Angebotsdruck, da die Güter ihren Wert verlieren und der Arbeitende seine Arbeitskraft zur Aufrechterhaltung des Einkommens anbieten muss. Der Geldbesitzer jedoch kann warten, bis die Zinsen und die Investionsmöglichkeiten seinen Wünschen entsprechen.
Der bekannte Geldexperte HELMUT CREUTZ, rechnet beispielsweise vor, wie die Preise kalkuliert werden. Zinsleistungen der Unternehmen werden als Kapitalkosten ebenso, wie Material- und Personalkosten oder Steuern in die Verkaufspreise mit einberechnet.
Helmut Creutz ermittelte, dass wenn man die Zinskosten in Arbeitszeiten umrechnet, dann müßte jeder Erwerbstätige 1950 etwa drei Wochen pro Jahr, 1975 sieben Wochen und im Jahr 2000 bereits mehr als ein Vierteljahr nur für Zinsen arbeiten. Damit fallen heutzutage etwa 25 Prozent Zinsen an, die jeder zahlt, auch wenn er schuldenfrei ist.
Bei besonders kapitalintensiven Waren oder Dienstleistungen wie zum Beispiel Raffinerieprodukten oder Wohnungsmieten liegt der Zinsanteil der kalkulierten Endpreise bei sechzig bis achtzig Prozent!
Wie es in einer Marktwirtschaft nun mal ist, die nach dem Grundgesetz von Angebot und Nachfrage arbeitet, stehen auf der anderen Seite natürlich auch die Zinseinkünfte von Privathaushalten. Aber diese verteilen sich leider nicht entsprechend den Zinskosten, sondern analog zur Höhe der zinsbringenden Vermögen.
Nur zehn Prozent aller Haushalte sind die Nutznießer, und diese kleine Minderheit gewinnt dabei genau so viel, wie alle anderen neunzig Prozent verlieren.

Helmut Creutz erhielt 1989 einen Lehrauftrag an der Universität Kassel und wurde von verschiedenen Seiten als Kandidat für den alternativen Nobelpreis vorgeschlagen. Er befasst sich seit 20 Jahren mit Analysen des existierenden Wirtschaftssystems und der vorhandenen Geldordnung. Sein bekanntes Buch: ‚Das Geldsyndrom‘ ist 2001 in der sechsten Auflage bei ECON erschienen 1

Der Zins resultiert aus der Überlegenheit des Geldes über Ware und Arbeit. Er entsteht, wenn das Geld Tausch- und Wertaufbewahrungsmittel zugleich ist.
Beide Funktionen sind aber nicht gleichzeitig machbar. Ist das Geld im Umlauf, wirkt es als Tauschmittel, kann jedoch nicht im Tresor als Schatzmittel dienen. Wenn es als Letzteres dient, kann es nicht der Wirtschaft als Tauschmittel zur Verfügung stehen.
Damit ist eine langfristig stabile Wirtschaft nicht möglich. Durch den Zinseszinseffekt wird die Situation noch verschärft. In einer Welt, die von der Entropie beherrscht wird, muss dieser Effekt irgendwann zum Zusammenbruch des Systems führen. Es führt letztlich dazu, dass die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden. Durch die Überbewertung des Geldes wird das Ansehen der Arbeit immer geringer. Eine Zinswirtschaft, und damit der Missbrauch des Tauschmittels Geld, führt irgendwann zum wirtschaftlichen und schließlich auch gesellschaftlichen Kollaps. Die Kulturgeschichte hat das immer wieder bewiesen.
Um das Geld der Besitzer in den Wirtschaftskreislauf zu bringen, schlägt Helmut Creutz vor, dass eine Art von ‚Negativzins‘ oder Gebühr durch öffentliche Einrichtungen berechnet werden muss, die das Kapital allein aus ‚Renditeüberlegungen‘ zur Investition in der Wirtschaft bringt. ‚Belohnungen‘ für die Freigabe, also der Zins, würde zum Allgemeinwohl im Zuge der Marktwirtschaft mit der ‚Geldblockierungsgebühr‘ in Konkurrenz treten und den Zins in Richtung Null tendieren lassen.

Explodierende Verschuldung:

Durch den Zinseszins wächst das Geldvermögen auf der einen, die Verschuldung auf der anderen Seite. Durch die Entropie ist längst die Todesspirale eingeläutet. Ein Schuldenabbau ist nicht mehr möglich. Sie explodieren bis zum Bankrott.
Bereits Anfang des neuen Jahrtausends können die Verbindlichkeiten beispielsweise des Staates, der Länder und Kommunen in Deutschland nicht mehr getilgt werden. So müssen neue Verbindlichkeiten aufgenommen werden, um die alten Schulden zu bezahlen.

Es kommt zum negativen Zinseszinseffekt. Eine Todesspirale!

Längst haben wir den ‚Point of no Return‘ überschritten.

Selbst die ‚Zurückhaltung‘ des Staates hilft nicht, da die ‚Sparmaßnahmen‘ gerade die Kaufkraft der unteren Schichten trifft, die das meiste Konsumieren. Die Wirtschaftsleistung sinkt weiter. Die deflationäre Todesspirale dreht sich immer schneller.
Während auf der einen Seite die Schulden zunehmen, kommt es zu einer immer größeren Vermögenskonzentration in den Händen Weniger. Bereits 1996 wurde in einer UNO-Studie ermittelt, dass die Hälfte des Welteinkommens im Besitze der 358 reichsten Milliardäre ist. Selbst in Deutschland befand sich 1996 achtzig Prozent des Produktionsvermögens in den Händen von nur 3% der Bevölkerung. Bis zum Jahre 2012 hat sich die Situation noch verschärft.


Eine Zukunftsvision ...

Ist das Geld Schatzmittel, so kann es nicht Tauschmittel sein, weil es aufbewahrt wird. Zurückgehaltenes Geld ist generell deflationär veranlagt, weil es für Stockungen im Waren/Dienstleistungs-Verkehr sorgt.
Die künftig ganzheitlich denkenden Verantwortlichen könnten sich vergegenwärtigen, wie das Geld nur als Tauschmittel dient. Sie erinnern sich gelesen zu haben, wie zu Zeiten des ‚Wärageldes‘ Anfang der Dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts, einen Tauschbon schufen, der phänomentale Erfolge zeitigte.
Sie wollen dieses System wieder einführen und sie entwickeln neben unzähligen lokalen Komplementärwährungen, den ‚Globo‘. Sie machen ihn als Referenzwährung und das regionale Geld fälschungssicher und statten es mit einem Wertminderungssystem aus. Es müßte jährlich gegen neue Gutscheine ausgetauscht werden und bei diesem Vorgang, beispielsweise einer Wertminderung von 5% ausgesetzt sein. Diese fünf Prozent gehen an gemeinnützige Projekte.
Der Leser kann sich den Effekt vorstellen. Der ‚Globo‘ und seine regionalen Währungen läuft rasch in der Wirtschaft um, der Kreislauf wird geschlossen. Dazu war kein ‚Zins‘ nötig, weil das Tauschmittel wie das ‚Blut im Körperkreislauf‘ funktionierte und das Ganze am Laufen hielt. Jeder Inhaber des Tauschbons wollte das ‚Wertmindern‘ verhindern und so Kosten ersparen. Aus reinem Eigennutz heraus wurden die Komplementärwährungen zinsfrei weitergegeben, um Waren und Dienstleistungen, Darlehen und dividendenbringende Anlagen über die Banken zu erwerben. Die entstehenden Gebühren bei den Anlagen lagen etwa bei ein Prozent Vermittlungsgebühren. Der Schuldner hatte ein zinsfreies Startkapital, um sein Unternehmen aufzubauen. Die Wirtschaft hatte keine drückende Zinslast zu bedienen. Monopole verlieren ihre Wirkung und Neue entstehen nicht. Plötzlich gab es eine Flut von Neugründungen kleiner Unternehmen. Der Neuaufbau ging ähnlich rasch vonstatten wie das sogenannte deutsche ‚Wirtschaftswunder‘ nach dem verlorenen 2. Weltkrieg. Die Arbeitsteilung auch auf dem sogenannten ‚Dienstleistungssektor‘, erreichte neue Rekorde. Es lohnte sich wieder Erfindungen zu machen und sie umzusetzen. Die Arbeitslosigkeit verschwand. Es kam soweit, dass das Entgelt für die Arbeit oder Dienstleistung so hoch wurde, dass die Arbeitszeit freiwillig verkürzt wurde. Man nutzte die Zeit um sich kulturell, spiritiuell und beruflich fortzubilden. Die junge nachfolgende Generation sprach von der Alten Welt nur von einem ‚Dunklen Zeitalter‘ in dem Monopole und Ismen die Welt beherrschten. Die Jungen meinten die Alten erzählten Seemannsgarn, als sie darüber berichteten, dass vor der ‚Stunde Null‘, die Menschen mehr als die Hälfte ihrer Lebenszeit für die Zinseszinslast weniger Monopolisten arbeiteten. Wie blöde waren sie nur gewesen? Die junge Generation wuchs in geistiger Freiheit auf, achtete die Natur und genoss eine wirtschaftliche Freiheit wie nie zuvor. Alte Strukturen wurden entweder isoliert und wenn sie aggressiv wurden neutralisiert. Viele von ihnen akzeptierten schließlich, nachdem sie sahen, dass das ‚Neue Geldsystem‘ funktionierte, die Gegebenheiten. Eine neu gegründete ‚Notenbank‘ wurde verpflichtet, soviel Zahlungsmittel in Umlauf zu bringen, dass der Durchschnitts-Preisindex über Waren und Dienstleistungen konstant blieb. Wenn der Index nach unten zeigte wurde Geld von der ‚Notenbank‘ gedruckt und an alle Bürger gleichmässig verteilt. Stieg der Index, wurde Geld dem Wirtschaftskreislauf entzogen. Dazu konnte, nur um ein Beispiel zu nennen, die Gebühr für den Rücktausch angehoben oder der Termin unvorbereitet während des Jahres durchgeführt werden. Betrügereien der Notenbank war nicht möglich, weil die Bürger jederzeit anhand des durchschnittlichen Preisindex überprüfen konnten, ob die Tauschmittel richtig verwaltet wurden. Nach dem Motto: ‚Wehret den Anfängen‘ konnte dadurch neue Monopole verhindert werden.
Durch die lokalen Währungen entstand eine echte Basisdemokratie. Eine gleichmässige Verteilung des Tauschmittels erzeugt in einer monopolfreien Marktwirtschaft, Demokratie. Befindet sich das Geld allerdings, wie vor dem Kollaps, in den Händen Weniger, so haben diese über ihre ‚Organe‘ wie Rechtsanwälte, Politiker, Massenmedien und Banken, die eigentliche Macht. Die demokratischen Wahlen sind nur Kosmetik, weil sie alle dem Kapital ‚dienten‘.
Durch das neue zinsfreie Geld als Tauschmittel (es gibt eine zusätzliche goldgedeckte ‚Anlagewährung) lebten die Menschen erstmals in einer echten monopolfreien Marktwirtschaft, die im Grunde gegen die Entropie ausgerichtet war. Dies ist eine bemerkenswerte Feststellung. Sie gründet sich auf langfristige Dauerhaftigkeit. Die Menschen sind frei, ungezwungen und neidfrei. Jede Form des Wohlstandes resultierte aus eigener Leistung. Das ‚Ducken‘ müssen vor hierarchischen Strukturen ist für die junge Generation, wie ein ‚Märchen aus Tausendundeiner Nacht‘. Aber sie sind auch einsichtig genug, ihre erkämpften Freiheiten in einem ‚Goldenen Zeitalter‘, gegen neu aufkeimende destruktive entropische Kräfte, notfalls mit der Waffe in der Hand zu verteidigen. Sie sind eine wehrhafte Demokratie, so wie einst die alten Eidgenossen.

Noch die junge Generation erlebte die unglaubliche Tatsache, einer Zwanzig-Stunden-Woche. Es reichte immer noch für ein Gutes Leben. Wer länger arbeitete und mehr materiellen Wohlstand genoss, dem wurde es gegönnt. Schließlich erwarb er es mit seiner Leistung. Durch den Wegfall der Zinslasten wurde dieses Wunder möglich. Viele Bürger hörten mit 50 Jahren völlig mit arbeiten auf, da alle materiellen Bedürftnisse befriedigt waren. Sie wollten sich ihrer spirituellen Weiterentwicklung oder künstlerischen Talenten widmen. Durch eine bewußte organisch-biologische Kreislaufwirtschaft wurde eine Ausbeutung der Natur vermieden. Das ‚Solare Zeitalter‘, das heisst die Ausnutzung der Sonnen- und Windkraft auf allen Ebenen, dazu gehörte auch der solar erzeugte Wasserstoff für die Brennstoffzellen oder das Pflanzenöl, ersetzte jenes der Ausbeutung der Ressourcen. Eine solche Wirtschaft setzte der Entropie enge Grenzen.

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Re: TCE

Beitrag von overhead »

@ Roi Danton

Irgenwie so wie Deine Zukunftsvision sahen mal die Anfangsträume der "Grünen aus.................. :unschuldig:

Aber das "System" - wenn wir es so nennen wollen - hat auch sie alle Korrumpiert.............. :devil:

Das "System" zu erschüttern, ja sogar zu ändern, könnte in Gewalt (sprich 3.Weltkrieg)....ausarten! :devil:

Aber die "Bequemlichkeit" des Einzelnen spricht erst einmal dagegen.......!!!!!! :fg:

Leider!!!!!!!

Gruß overhead

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Re: TCE

Beitrag von Roi Danton »

overhead hat geschrieben:@ Roi Danton

Irgenwie so wie Deine Zukunftsvision sahen mal die Anfangsträume der "Grünen aus.................. :unschuldig:

Aber das "System" - wenn wir es so nennen wollen - hat auch sie alle Korrumpiert.............. :devil:

Das "System" zu erschüttern, ja sogar zu ändern, könnte in Gewalt (sprich 3.Weltkrieg)....ausarten! :devil:

Aber die "Bequemlichkeit" des Einzelnen spricht erst einmal dagegen.......!!!!!! :fg:

Leider!!!!!!!

Gruß overhead
Overhead, ich stimme dir mit allen deinen Aussagen voll zu. :st: :devil:

Nur, ich weiß nicht wer es gesagt hat, meinte mal sinnbildlich, dass wenn ich wüsste Morgen gehe die Welt unter, dass ich heute noch ein Apfelbäumchen setzen würde.

Will sagen, dass wir an das Gute im Menschen einfach glauben müssen, sonst kommt wirklich eine Bad Earth auf uns zu. Der Druck der Sachzwänge wird uns irgendwann demnächst zu einem Umdenken auf allen Ebenen zwingen, weil wir mitten in einer Zeitenwende stehen. Das wird vor allem die Jungen zur Handlung zwingen. Wir "Alten" können nur, wenn wir Fähigkeiten dazu haben, mit der "Feder" solche Alternativen aufzuzeigen.

Nein ich bewahre mir den Glauben an die Zukunft, zumindest die Hoffnung.

In diesem Sinne

Hope the Best

Gruß Roi Danton

Danke für deinen Beitrag. Jedem das Seine! :rolleyes:

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Re: TCE

Beitrag von overhead »

@ Roi Danton

Es gibt eine SF-Serie, in der auch deutsche Schrfitsteller mitgeschrieben haben, mittlerweile glaube ich über 60 Bände (ist aber
von Heyne irgenwohin gewandert), die eine solche Zukunft beschreibt ........... :devil:

Ich weiß nicht, ob Du sie kennst - SHADOWRUN !!!!!!!! :st:

In Der ist ziemlich genau beschrieben, was mit uns poassiert, wenn die Banken und Riesenfirmen die "Regierung" auch nach außen
hin - ohne "armselige Politiker", die eh keiner braucht - übernehmen........................... :fg: .

Bad Earth ist dagegen ein armseliger Abklatsch....................... }-D

Und, machen wir uns nichts vor, wir haben doch das Geld nicht, das gebraucht würde, um etwas zu ändern................ :(

Ist doch leider so - wir werden uns anpassen müssen....................... :wacko:

Ich lese SF und Fantasy, aber im Leben bin ich Realist !!!!!! :devil:

Gruß overhead

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Re: TCE

Beitrag von Roi Danton »

overhead hat geschrieben:@ Roi Danton
Und, machen wir uns nichts vor, wir haben doch das Geld nicht, das gebraucht würde, um etwas zu ändern................ :(

Ist doch leider so - wir werden uns anpassen müssen....................... :wacko:

Ich lese SF und Fantasy, aber im Leben bin ich Realist !!!!!! :devil:


Gruß overhead
Das ist die Realität, das sage ich, der sich in diesen Dingen ein kleines bißchen auskennt :-=

Euro-Schulden und Co…

Mit dem Euro-Gipfel im Juli 2012 entschieden sich die Euro-Politiker für eine „Bankenunion“.
Damit haben unsere gewählten Repräsentanten für uns Alle eine Kollektivhaftung nicht nur
für den ESM beschlossen, sondern gewissermaßen alle Banken mit hinein in die
Garantie genommen.
Bekanntlich finanzieren vor allem die Banken der Euro-Südländer die Staatsschulden ihrer
Heimatländer in einem hohen Prozentsatz. Durch diese Bankenunion wurde der deutsche
Normalsparer indirekt in diese kollektive Haftung mit einbezogen. Eine grobe Schätzung der Haftung
durch den ESM und diese Bankenunion liegt bei Billionen Euro!!!

Dies ist eine Zahl die über die Vorstellungskraft von „Otto Normalsparer“ soweit hinausgeht, so dass
sich die Mehrheit der Leute nicht mehr dafür interessiert.
War es Zufall, dass sich die Eurokraten gerade in der Hochphase der Fußball-EM, mit diesem
eminent wichtigen Thema, das alle interessieren sollte, befassten und solch weitreichende Entscheidungen
trafen?
Ein Schelm mag derjenige sein, der darüber spekuliert, dass zu einem Zeitpunkt indem halb Europa
nur den Euro-Fußball im Kopf hatte, eben diese Entscheidungen getroffen wurden…

Man kann den Bundesverfassungsrichter nur eine „glückliche Hand“ wünschen, bei ihrer Entscheidung
über den ESM…

Was kann in dieser Situation getan werden?

Ein erster richtiger Schritt war die positive Zinsentscheidung der EZB. Sie machte allen Marktteilnehmer
klar, dass die EZB alles tun wird, um Europa vor einer Depression ala 1929 zu bewahren.
Diese Depression wäre das normale Ergebnis der eingeleiteten Sparmaßnahmen. Die EZB machte symbolisch
allen Beteiligten klar, dass sie notfalls die geldpolitische Bazooka herausholen würde, um das Schlimmste
abzuwenden.

Zurzeit starrt die Börsengemeinde wie das sprichwörtliche „Kaninchen auf die Schlange“, auf jede Äußerung
des Fed-Chefs Ben Bernanke, ob er ebenfalls weiter die Druckerpresse für die US-Schulden anwerfen möchte.
Das er es tun wird und zur Bazooka greifen wird, wenn es ernst werden sollte, hat er mit seinen bisherigen
Taten und Äußerungen hinlänglich bewiesen.
Es ist schon witzig, wie in den Börsensälen und wahrscheinlich auch in den heimischen „Daytrading-Stuben“
jeder auf den Index starrt.
Was soll dieser kleine Ausflug in das Seelenleben eines Börsianers? Kritiker mögen bezweifeln, ob diese Spezi
überhaupt ein solches besitzt, da die wenigstens Menschen noch an ein solches „geistiges Selbst“ glauben.

Nun, all diese Worte sollen nur darauf hindeuten, dass der Verfasser dieser Zeilen, fest damit rechnet, dass die
Zentralbanken einfach die nicht oder nur zu extrem hohen Zinssätzen, zu finanzierenden Staats-Schulden, durch
die Druckerpresse decken wird.

Das „Fiat-Lux-Geld“ wird die Liquidität, hervorgerufen durch die Ausweitung der Geldmenge, in nie gekannte Höhen
treiben.
Der nachdenkliche Börsianer fragt sich schon, wohin mit all dieser Liquidität? Zumal wenn er weiß, dass der
Konstitutionelle Anleger, einschließlich der Banken und der private Anleger, der ebenfalls eine hohe Liquidität
hält, dieses Fiat-Lux-Geld „arbeiten“ lassen muss, um damit Profite zu erzielen.

Die staatlichen Anleihen, werden inzwischen gemieden, wie der „Teufel das Weihwasser“ meidet.

Wenn diese sichere bisherige Geldmaschine ausfällt, wohin also mit dem Fiat-Lux-Geld?

Fazit: Allein die EZB oder die Zentralbanken entscheiden über die Höhe der Geldmenge. Ich möchte nun nicht ausholen. Im Grunde geht es darum, das Geld ein Tauschmittel sein und der Gemeinwirtschaft dienen sollte und nicht als Wertanlage gehortet werden kann. Die Horter sollen in Sachwerte anlegen und nicht im Geldwert. Die Zentralbanken können das umsetzen. Es ist also ein gesellschaftliches Problem. Ich habe das doch in meinem Artikel geklärt. Lies doch mal nach.
Das Geld wäre da, es muss nur richtig eingesetzt werden. Es liegt am politischen oder gesellschaftlichen Willen. in dieser Richtung werden zukünftige die Kämpfe gehen.

Es ist also ein Trugschluss den die Wissenden den Nichtinteressierten einreden wollen, das Geld wäre nicht da. Die Liquidität ist da und muss nur eingesetzt werden.

Auch ich bin Realist und lese SciFic. Also bitte... :-=

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Re: TCE

Beitrag von Roi Danton »

overhead hat geschrieben:@ Roi Danton

Es gibt eine SF-Serie, in der auch deutsche Schrfitsteller mitgeschrieben haben, mittlerweile glaube ich über 60 Bände (ist aber
von Heyne irgenwohin gewandert), die eine solche Zukunft beschreibt ........... :devil:

Ich weiß nicht, ob Du sie kennst - SHADOWRUN !!!!!!!! :st:

In Der ist ziemlich genau beschrieben, was mit uns poassiert, wenn die Banken und Riesenfirmen die "Regierung" auch nach außen
hin - ohne "armselige Politiker", die eh keiner braucht - übernehmen........................... :fg: .

Bad Earth ist dagegen ein armseliger Abklatsch....................... }-D

Ich lese SF und Fantasy, aber im Leben bin ich Realist !!!!!! :devil:

Gruß overhead
Natürlich kenne ich Shadowrun und Bad Earth, darum geht es nicht.

Die SciFic weltweit sollten mal ruhig eine Zukunftsgesellschaft überlegen, die nicht auf "Manchesterkapitalismus" oder primitiven Kommunismus fusst, sondern auch mal die Social-Fiktion mit berücksichtigen. Mir gefällt auch ein Kapitalist Roi Danton oder eine Feudale Gesellschaftskultur wie Arkon, aber realistisch sind sie nicht.

Auch in die SciFic sollte Realismus in der Social-Fiktion einkehren. Es ist durchaus Zeit, eine Art "Heimstättenbewegung" wie in GA anvisiert überlegt werden. Zur Abrundung dürfen durchaus noch Trusts und Megakonzerne in der Galaxis rumwerkeln. Aber sie sollten Alternativen haben. Cy hat das in seiner guten Analyse mit den Möglichkeiten einer positronischen Robotergesellschaft mit unbegrenzter Energie und Ressourcen dargelegt.

Also auch hier Realismus rein und nicht nur über Weltraumlifte unendlich zu lamentieren. :P :-=

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Re: TCE

Beitrag von Roi Danton »

2. Der spirituell-buddhistisch-urchristliche Pfad, als Weg
über die Entropie hinaus...

Wir müssen darauf vertrauen, dass der Schöpfer uns nicht nur eine Heimstatt gab, in der die Entropie herrscht...
Seine Wesenheit geht über die Thermodynamik und alle physikalischen Gesetze hinaus. Alle Religionen verkünden, dass mit IHM solche Qualitäten wie ‚Allmacht‘ und ‚Allweisheit‘ verbunden sind. Wenn wir uns diese Erkenntnisse der Religionsverkünder zu Eigen machen, dann würden wir uns auf dem Weg zum wahren Menschentum begeben. Aber menschen gemachte Dogmen helfen uns nicht weiter. Wir müssen die Botschaften wirklich verinnerlichen. Vielleicht erkennen wir etwas im Andersgläubigen, dass uns fehlt oder verloren gegangen ist. Vor allem müssen wir bei uns beginnen und unser Bewusstsein weiten. Daran festzuhalten, dass wir einen multidimensionalen Kern besitzen, egal ob wir ihn Geist und seine feinstoffliche Form, Seele oder wie auch immer nennen. Allein die Erkenntnis, dass es so ist, verändert alles in uns. Aber der Rest sind die Mühen der Ebenen. Es wird uns nichts geschenkt. Einfach nur glauben reicht nicht aus. Wenn die Umwelt, die Welt, die physikalische Manifestation einer höher wirklichen Allheit ist, dann sehen wir die Früchte in ihr. Wir erschrecken vor uns selbst. Die Natur als jener Teil, der immer noch nach den ursprünglichen Prinzipien funktioniert, sollte ein Vorbild für uns sein. Da wir auch sie geschädigt und pervertiert haben, werden wir die Folgen tragen müssen. Wir sehen es in jedem Jahr in einem erschreckenderen Maße durch neuerliche Klimakatastrophen. Schlussendlich wird sie mächtiger sein, wie jüngst wieder die schreckliche Flut in Südostasien bewies. Entweder wir beugen uns oder wir werden endgültig von der ‚irdischen Schule‘ abgerufen, vielleicht in Seinssphären, die unserem eigentlichen Bewusstseinszustand entsprechen...
Das, was wir eine hoch entwickelte Zivilisation nennen, wird für diejenigen die weiter hier leben, vielleicht auf einer Terra Nova, wie eine Saga, ein neues ‚Atlantis‘ sein. Vielleicht eine Warnung, nicht mehr den verderblichen Weg des Zweiten Atlantis zu gehen.


Buddhistisch oder urchristliche-spirituelle Lebensweise

Gibt es nicht ein Beispiel wie man menschenwürdig leben kann, ohne permanent gegen die entropischen Gesetze zu verstoßen? Dieser ‚Verstoß‘ wird den Untergang unserer bisherigen rein materialistischen Lebensweise bringen.
Wir behandelten dieses Thema zur Genüge.
Eine wirklich gut durchdachte Propagandamaschinerie will uns ständig einreden, dass mann/frau das oder jenes haben müsse, damit sie/er glücklich, zufrieden und angesehen leben könne. Ständig ‚bewundern‘ wir diese ‚Leitbilder‘ in der Werbung.
Kann sich der rein materialistisch gesinnte Mensch ein einfacheres und bescheideneres Leben überhaupt noch vorstellen? Man verbindet das natürliche einfache Leben mit Armut und Not. Es scheint für die meisten von uns grauenvoll und nicht lebenswert.
Trotzdem beweisen auch heutzutage Menschen ständig, dass ein Leben mit geringerem Aufwand, mit niedrigerem Lebensstandard, durchaus lebenswert und sinnvoll sein kann.
Wir müssen von der Quantität zur Qualität übergehen. Die früheren Generationen haben die Qualität höher geschätzt, als wir ‚modernen Menschen‘. Ihre produktionstechnischen Maßnahmen waren mehr auf die Qualität ausgerichtet und weniger auf die Massenfertigung.
Langsam wächst die Erkenntnis, dass Güter, die mit viel menschlichem Zeitaufwand und mühevoll hergestellt wurden, zwar in Geld ausgedrückt ‚teurer‘ sind, aber es doch wert sind, angeschafft zu werden.
Wir erfreuen uns an diesen Dingen.
Das Wegkommen vom Massenkonsum ist für viele allerdings auch eine Frage des Mutes nach Einfachheit.
Wir fürchten uns davor, wenn wir diese bescheidenere Lebensführung praktizieren, als arm, untüchtig und wenig erfolgreich zu gelten.
Wer möchte auch schon ein ‚Looser-Image‘ besitzen?

Der geisttötende Materialismus, der uns von der Schule über die Massenmedien, bis hin in die Familien ständig vor Augen geführt wird, schuf einen Lebensstil, der extrem umweltfeindlich ist. Er lässt die Menschen letztlich unzufrieden und unglücklich mit sich und der Umwelt allein.

Gibt es Menschen, die mit bescheidenen Ansprüchen glücklich und zufrieden leben? Wo gibt es solche Anregungen, die zu einem neuen Lebensstil führten, könnten?
Sicher, wir kennen die Aussteiger, die in Ökodörfern, Kommunen und Gemeinschaften leben. Aber für die meisten Menschen bleibt dies zu extrem.

Ist die buddhistisch-urchristliche Lebensweise eine Alternative?

Zig Millionen Menschen praktizieren ein Leben mit bescheidenen Ansprüchen und leben in der Regel weit glücklicher und zufriedener als wir. Diese Menschen könnten uns wertvolle Anregungen für einen neuen ganzheitlichen Lebensstil geben.
Der Autor denkt hier an die buddhistische Wirtschaftslehre, die in ähnlicher Form auch die Urchristen in ihren Gemeinschaften praktizierten.

Bei der buddhistischen Wirtschaftslehre hat der Faktor Arbeit eine dreifache Funktion:

1. Die Arbeit muss dem Menschen die Möglichkeit geben, seine Fähigkeiten zu entwickeln.
2. Die Arbeit soll dem Menschen helfen, aus seiner Ichbeschränktheit herauszutreten, indem sie ihn in einer gemeinsamen Aufgabe mit anderen Menschen verbindet.
3. Die Arbeit muss Waren und Dienstleistungen hervorbringen, die ein anständiges und menschenwürdiges Dasein erlauben.

In unserer westlichen Industriegesellschaft wurde nur der dritte Aspekt berücksichtigt. Unsere gesamte Wirtschaft und Arbeitsorganisation wurde darauf ausgerichtet.
Für einen praktizierenden Buddhisten wäre es unerträglich, seine Arbeit so auszurichten, dass sie für ihn langweilig, Nerven aufreibend oder verdummend wird. Nach seiner Überzeugung hieße es, dass er die Waren wichtiger nehme, als den Menschen. Er sähe es als ein geistiges Armutszeugnis an. Er sänke dadurch auf die primitivste Stufe des Materialismus hinab. Der Buddhist kennt auch keine Trennung von Arbeit und Muse. Für ihn ist die Arbeit ein Mittel, um seinen Charakter zu läutern. Sie besteht für ihn nicht darin die menschlichen materiellen Bedürfnisse, zu mehren. Nach seiner Überzeugung würde ihn dies unzufriedener machen. Nach buddhistischer Überzeugung bildet sich der Charakter vor allem durch eine fruchtbare und sinnvolle Arbeit.
Für ihn ist die Arbeitslosigkeit besonders schlimm. Nicht, nur weil das notwendige Einkommen fehlt, sondern weil vor allem ein wichtiger Lebensfaktor wegfällt, die für seine Bewusstseinsevolution wichtig ist. Jede buddhistische wirtschaftliche Planung zielt auf Vollbeschäftigung hin. Allerdings wird der Arbeitsbereich der Frau in der Familie und nicht in den Fabriken und Büros gesehen.
Der rein materialistisch denkende Mensch ist wirtschaftlich gesehen an möglichst vielen Gütern interessiert. Der Buddhist strebt nach Befreiung von dem Reinkarnationszyklus. Er muss sich deshalb immer mehr spirituell entwickeln. Er steht dabei dem körperlichen Wohl nicht ablehnend oder feindlich gegenüber. Nicht der Wohlstand als solcher, sondern die Verhaftung und die Überbewertung des Wohlstands steht seiner spirituellen Weiterentwicklung im Wege. Es geht nicht darum die Lebensfreude auszumerzen, sondern die Begierde danach.

Das buddhistische wirtschaftliche Grundmotiv ist deshalb Einfachheit und Gewaltlosigkeit. Diese drückt sich in der Schonung der Umwelt und der Rohstoffe aus. Der buddhistische Lebensstil ist deshalb so rational, dass er mit erstaunlich geringen Mitteln wirklich langfristig befriedigende Ergebnisse erzielt.
Der Buddhist möchte mit einem möglichst geringen Aufwand ein Höchstmaß an Wohlsein erreichen. Er verwendet beispielsweise für die Bekleidung nur gute Stoffe, die entsprechend länger halten. Etwas Armseliges oder Schäbiges zu schaffen, würde er als menschenunwürdig ansehen.

Die westlichen Ökonomen sind es gewohnt, den Lebensstandard an der Höhe des Jahreseinkommens zu messen. Sie sind davon überzeugt, dass es einem Menschen besser geht, wenn er mehr verbrauchen kann, als einer der weniger zur Verfügung hat. Er strebt die Maximierung des Verbrauchs an. Er sieht die rohstoffverschwenderische Wegwerf-Mentalität, die Lebenshetze und Lebenslast, als notwendiges Übel an.

Ganz anders der oben angesprochene buddhistische Lebensstil. Er praktiziert ein hohes Maß von Lebensgenuss bei relativ niedrigem Verbrauch von Ressourcen. Dies ermöglicht dem Menschen eine Lebensweise ohne großen Druck und Stress. In der noch reinen buddhistischen Lebensweise ist deshalb Diebstahl und Raub weit seltener, als in der westlichen Industriegesellschaft. Im Buddhismus wird Genügsamkeit gepredigt und nicht übermäßiger Konsum angeregt.
Die Buddhisten halten jene Wirtschaftsweise für die rationalste, welche die heimischen Rohstoffe für den eigenen Verbrauch verarbeiten. Importabhängigkeit, der Zahlungsausgleich und Arbeit, für die ausländische Investoren erzwingt, wird für unökonomisch gehalten. Ganz zu schweigen von den hohen Transportkosten, die einen zusätzlichen Aufwand erzeugen, der vermieden werden kann.
Die Lehre Buddhas verlangt eine ehrfürchtige und gewaltfreie Haltung gegenüber den Menschen, Tieren und Pflanzen. Jeder Buddhist sollte beispielsweise alle paar Jahre einen Baum pflanzen und ihn pflegen.
Unsere Welt wurde ärmer und dunkler, weil man anstatt die Bäume zu erhalten und zu pflanzen, Raubbau an den Wäldern treibt.
In der Statistik einer ‚globalisierten Welt‘ kommt natürlich ein Land mit buddhistischer Wirtschaftsmentalität sehr schlecht weg. Das Bruttosozialprodukt ist niedrig und ein ‚Wirtschaftswachstum‘ ist kaum zu sehen.
In der westlichen Industriegesellschaft gelten Menschen, die bezüglich der Wirtschaft und Lebensweise eine dem Buddhisten ähnliche Einstellung an den Tag legen, als überholt und idealistisch veranlagt, als ‚Looser‘.
Aber ist heutzutage, wo der rein industrielle Weg in eine Sackgasse gerät, die immer mehr Menschen in die Arbeitslosigkeit zwingt und die Überschuldung der Kommunen, Länder und Staaten überhand nimmt, nicht ein Umdenken in die Richtung des buddhistischen oder urchristlichen Weges, zwingend notwendig?
Nur die Verbindung des Geldes in seiner Funktion als reines Tauschmittel und dieses ganzheitlichen Denkens kann unsere Gesellschaft vor dem totalen Kollaps retten.
Wollen wir wieder faschistische oder ‚kommunistische‘ Regierungen, die das Chaos noch verstärken würden, an die Regierung kommen lassen?
Wollen wir einen dritten Weltkrieg, der alles zerstören würde, was uns heilig ist?
Wann erkennen wir, dass das rein materialistische Denken nicht nur Raubbau an Rohstoffen und der Lebensqualität treibt, sondern uns auch seelisch ärmer macht?
Der Materialismus ist letztlich eine Lebenseinstellung, die der wahren Natur des Menschen nicht entspricht.
Diese Denkart führt schließlich in seiner Konsequenz zu all dem Übel, das sich zurzeit bergeweise vor uns auftürmt, und führt schließlich zu der Konvergenz der Katastrophen, die schlussendlich unsere materielle Existenz gefährdet.
Für einen ganzheitlichen Denker ist es deshalb klar ersichtlich, dass der Materialismus eine geistige Fehlentwicklung ist, die sich uns nun durch die genannten Probleme verstärkt in unserem Umfeld niederschlägt. Wir ‚ernten‘, was wir ‚gesät‘ haben, um ein weiteres kosmisches Gesetz anzusprechen.
Ist es heutzutage, wo Millionen von Arbeitslosen und die totale Überschuldung aller Systeme jedem Mitbürger offenbar werden, nicht Zeit, NEUE WEGE, zu gehen?
Ist der buddhistische oder der urchristliche Weg so abwegig, völlig jenseits unserer Vorstellungskraft?
Wäre es in einer Zeit, in der die wirtschaftliche und materielle Beschränkung, die Umweltkatastrophe und die Rohstoffknappheit verstärkt in unser Bewusstsein dringt, nicht angemessen, ein solches Wirtschaftssystem zu studieren, um brauchbare Anregungen und Impulse für die im Westen wirklich dringlich gewordenen Wirtschafts- und Denkreformen zu bekommen?

Natürlich müssen wir nicht Buddhisten werden! Das Abendland hat seine eigenen spirituellen Wurzeln und Traditionen, die in einem Urchristentum wurzeln. Wir müssen uns nur auf unsere eigentlich geistigen Ursprünge besinnen.
Die Lehre Jesu, ist eine ökologisch-spirituell-ganzheitliche Botschaft, die wir nur ergreifen müssen!

Wenn es uns allerdings nicht gelingt durch die Schulen und Massenmedien eine ganzheitliche Lebenseinstellung in den Menschen zu wecken, dann werden uns die ökologischen, sozialen, wirtschaftlichen und politischen Katastrophen einfach überwältigen!
Je länger wir die ZEITENWENDE in unserem Denken hinausschieben, desto schlimmer und drastischer werden die negativen Folgen für uns werden. Irgendwann in nicht allzuferner Zukunft wird jener kritische Punkt überschritten sein, nach welchem eine Umkehr nicht mehr möglich ist. Wenn die Zerstörung zu weit fortgeschritten ist, dann sind die Schäden irreparabel und apokalyptischen Szenarien suchen uns heim.
Wenn es uns nicht in kürzester Zeit global gelingt, die alten staatlichen Streitigkeiten beizulegen und eine neue ganzheitliche wirtschaftliche Ordnung und Lebensweise durchzusetzen, die Bevölkerungsexplosion zu vermindern, eine weltweite Partnerschaft auf allen Ebenen zu erreichen und das Wettrüsten zulasten der Umwelt und Ressourcen zu stoppen, dann werden die globalen Probleme derartige Ausmaße annehmen, dass ihre Bewältigung menschliche Fähigkeiten übersteigt.

Hierzu einige Adressen:

HOLON-Institut
c/o Barbara u. Gunter Hamburger
Stockacher Str. 29
D-78579 Neuhausen o.E.

www.Holoninstitut.de

www.tiefenoekologie.de

Zeitschrift OYA
Am See 1
17440 Klein Jasedow
www.oya-online.de

Aus dem Prospekt:
…die Zeit ist reif für eine Zeitschrift wie Oya. In den verschiedenen Bereichen der kulturkreativen Bewegungen entstehen die Vision und Praxis einer neuen Kultur, in der es um das Leben und Beziehungsfähigkeit geht, statt um Macht und Profitgier...

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Re: TCE

Beitrag von overhead »

Mein Lieber Roi Danton !

Es bei allem, was Heute passiert, immer die Frage, ob eine Kultur, die nachweislich aus "Hilfsarbeitern" und "Angelernten"
besteht, Weltführer sein kann oder darf......................... :unschuldig:

Und da das "Amerikanische" Handeln und Ihr "Way of Life" (The Winner takes it all - To the Devil with Loosers) zur Zeit
selbst in Afrika und China (Einzige Ausnahme Nord-Korea) gilt................................ :devil:

Man müßte also erst einmal die gesamte "Bildung" der Menschen in "normale" Bahnen lenken, um eine Wirkung, wie
Du sie Dir vorstellst, zu erreichen..................... :-=

Und das dauert zumindest eine Generation lang, also 30 Jahre.................... :gruebel:

Hat unsere Welt soviel Zeit ? Oder werden wir doch "Shadow Run" erleben ?

Gruß overhead

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Re: TCE

Beitrag von Tanuki »

overhead hat geschrieben:Oder werden wir doch "Shadow Run" erleben ?
Natuerlich. Das sicherste Zeichen dafuer ist das vermehrte auftreten von Trollen. :pfeif:

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Roi Danton
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Re: TCE

Beitrag von Roi Danton »

Tanuki hat geschrieben:
overhead hat geschrieben:Oder werden wir doch "Shadow Run" erleben ?
Natuerlich. Das sicherste Zeichen dafuer ist das vermehrte auftreten von Trollen. :pfeif:
Tanuki, wem unterstellst du nun Trolling, Overhead oder mir? :devil:

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Roi Danton
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Re: TCE

Beitrag von Roi Danton »

Und da das "Amerikanische" Handeln und Ihr "Way of Life" (The Winner takes it all - To the Devil with Loosers) zur Zeit
selbst in Afrika und China (Einzige Ausnahme Nord-Korea) gilt................................ :devil:

Man müßte also erst einmal die gesamte "Bildung" der Menschen in "normale" Bahnen lenken, um eine Wirkung, wie
Du sie Dir vorstellst, zu erreichen..................... :-=

Und das dauert zumindest eine Generation lang, also 30 Jahre.................... :gruebel:

Hat unsere Welt soviel Zeit ? Oder werden wir doch "Shadow Run" erleben ?

Gruß overhead[/quote]

Nein hat sie nicht, trotzdem glaube ich nicht an das Shadow-Run-Szenario, du kennst ja mein naives Motto: wenn morgen die Welt unterginge würde ich doch noch einen Apfelbaum pflanzen. Will sagen, Es liegt allein an uns.

Wir in Europa sollten unsere Kultur erneuern und dem American Way of Life entgegenstellen. Es spielt keine Rolle, wenn dieser gerade herrscht.
Ich glaube an eine geistige Widergeburt Europas. :st:
Übrigens Tanuki unterstellt dir oder mir Trolling. :wub:

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overhead
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Re: TCE

Beitrag von overhead »

@ Tanuki

Wer als "Tanuki" im Fernsehen Werbung für Elektro-Klamotten macht.............? :D

Uns auf dem TCE-Thread "trolling zu unterstellen............................ :fg:

Und in anderen Threads noch nicht mal Cybermancer kritisieren............... :o(


Gruß overhead

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Tanuki
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Re: TCE

Beitrag von Tanuki »

Roi Danton hat geschrieben:
Tanuki hat geschrieben:
overhead hat geschrieben:Oder werden wir doch "Shadow Run" erleben ?
Natuerlich. Das sicherste Zeichen dafuer ist das vermehrte auftreten von Trollen. :pfeif:
Tanuki, wem unterstellst du nun Trolling, Overhead oder mir? :devil:
Wieso? Du hast doch von Shadow Run gesprochen. Und was taucht in Shadow Run noch alles auf? Ausser dem ganzen Cyber-Kram? Richtig. Elfen, Orcs, Trolle. Schon lange her, dass ich das gelesen habe. Aber ich glaubt, die Orcs oder die Trolle sind zuerst erschienen. Elfen 'erwachten' wohl spaeter. ;)

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