Zehn Fragen zum Zyklus an KNF

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Tostan
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Zehn Fragen zum Zyklus an KNF

Beitrag von Tostan » 15. August 2019, 19:17

Klaus nahm sich dankenswerterweise Zeit und beantwortete zehn Fragen zum Zyklus.

https://www.proc.org/zehn-fragen-an-den ... thos-erde/

:aa:

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Richard
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Re: Zehn Fragen zum Zyklus an KNF

Beitrag von Richard » 15. August 2019, 21:22

Danke für den Link; ich fand die Aussagen durchaus interessant.
V.w. die Frage nach der "Fan Sicht" des Redakteurs: Das kann ich voll und ganz nachvollziehen; KNF ist da viel zu sehr in die Entstehung der Zyklen bzw. eben auch der Romane involviert und dann kommt folgendes (zumindest meiner Ansicht nach) hinzu: wenn er den laufenden Zyklus lobt kommt vermutlich das Feedback "er kann ja gar nichts anderes dazu sagen ..." und sollte er Kritik üben wäre wohl das Feedback "Na wenn der Redakteur den Zyklus schon schlecht findet ...."

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Faktor10
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Re: Zehn Fragen zum Zyklus an KNF

Beitrag von Faktor10 » 15. August 2019, 22:05

Zu der 10 Frage.
Zitat----------Ich glaube, das Rezept ist vergleichsweise einfach. Die Romane müssen spannend sein, die Figuren müssen das Interesse der Leser erwecken, und das Rätsel, das den Zyklus treibt, muss eine gewisse Größe haben, damit es auch fasziniert.
Zitat ende.
So einfach scheint es ja nicht zu sein. KdZ war noch so ein Zyklus. Es müssen nicht immer Rätzel sein die in den letzten drei Romanen gelöst werden. Es muss Handlung sein. Gerade im MdI auch Aktion, geballere usw. vereinfacht ausgedrückt. Handlungen auf Raumschiffen siehe Crest Raumschiffe. Einsame Helden die auch mal anecken. Ein klar sich abzeichnender Gegner, wenn auch noch nicht persönlich bekannt. Figuren die einfach mal handeln an statt auf ihren Psychologen warten.
Ok, hier kommt der alte KHS Fan wieder raus.
Aber die Antwort auf die letzte Frage reizte mich zu diesem Beitrag. :D
Unbelehrbarer Altleser.Allem Neuen aber aufgeschlossen. Leider mit ausgeprägter Rechtschreibschwäche.

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Re: Zehn Fragen zum Zyklus an KNF

Beitrag von ZEUT-42 » 16. August 2019, 01:40

Faktor10 hat geschrieben:Zu der 10 Frage.
KNF auf PROC hat geschrieben:Ich glaube, das Rezept ist vergleichsweise einfach. Die Romane müssen spannend sein, die Figuren müssen das Interesse der Leser erwecken, und das Rätsel, das den Zyklus treibt, muss eine gewisse Größe haben, damit es auch fasziniert.
So einfach scheint es ja nicht zu sein. KdZ war noch so ein Zyklus. Es müssen nicht immer Rätzel sein die in den letzten drei Romanen gelöst werden. Es muss Handlung sein. Gerade im MdI auch Aktion, geballere usw. vereinfacht ausgedrückt. Handlungen auf Raumschiffen siehe Crest Raumschiffe. Einsame Helden die auch mal anecken. Ein klar sich abzeichnender Gegner, wenn auch noch nicht persönlich bekannt. Figuren die einfach mal handeln an statt auf ihren Psychologen warten.
KNF hat das prinzipielle setting eigentlich schön zusammengefasst: Spannung, gut geformte Figuren und ein großes Rätsel.

Aber gerade beim MdI-Zyklus gab es noch viel mehr:
  1. ein Aufbruch zum nächsten Ufer (Andromeda) mit einem komplett neuen gigantomanischen Transportsystem, denn Sonnentransmittern schon in Band 200 (immer weiter, höher, besser)
  2. ein "wer bin ich, wo komme ich her, wo geh ich hin" mit der Ersten Menschheit als Ergebnis - mit Zeitreise (Band 264) sowie dem Auftauchen von (schlechten) Kopien von Menschen (Duplos)
  3. ein großer Mythos, die MdI ein Gegner, der über fast 100 Bände aufgebaut wurde und sich am Ende als der schlimmste Feind des Menschen entpuppte: der Mensch selbst
  4. eine positive Utopie, bei der der Mensch immer wieder die größten Schwierigkeiten meistert und vorwärts kommt.
  5. besondere Figuren, besondere Menschen, die sich teils heroisch geopfert hatten (Duplo-Originale) - sogar beim Gegner (Mirona)
  6. Aufteilung in abgeschlossene Kapitel, die aufeinander aufbauten, siehe zum Beispiel die Horror-Geschichte.
Das "wer bin ich, wo komme ich her und wo gehe ich hin" ist vermutlich das mit Abstand wichtigste Element dieser Liste. Das war immer schon sehr wichtig für die PR-Leser und ist ohnehin ein zentrales Thema der SF. Auch bei Einzelfiguren. Die Expo-Autoren K.H. Scheer, Willi Voltz und Robert Feldhoff hatten einen besonderen Draht zu diesem "wer bin ich, wo komme ich her und wo gehe ich hin". Zumindest zeitweise.
  • K.H. Scheer konnte das im MdI-Zyklus sehr gut, aber damit hatte er sein Pulver leider verschossen. Vieles davon fehlte zum Beispiel im KdZ-Zyklus.
  • William Voltz konnte das vom Schwarm (den er, obwohl er nicht in der Expo-Factory saß, mitdefinierte) bis etwa Band 850, danach auch da: Fehlanzeige. Wunderbar war das "wer bin ich, wo komme ich her und wo gehe ich hin" bei der Versetzung der Menschheit in den Mahlstrom, bei der Aphilie, den Konzepten bis hin zur Terra-Patrouille. Ganz toll gemacht damals. Außerdem war Willi Voltz immer sehr gut in der Beschreibung von besonderen Figuren, Losern meistens, also besonderen Figuren, bei denen sich das "wer bin ich, wo komme ich her und wo gehe ich hin" in ganz besonderer Weise ganz persönlich stellte. Alaska gehörte dazu, Ganerc-Callibso ebenfalls. Aber leider nur bis etwa Band 850.
  • Robert Feldhoff auch gut, ihn würde ich an zweiter Stelle nennen. Die Motana, Schildwachen, die Inquisition der Vernunft, die Galaktische Krone, ESTARTU (die erste). Ekatus-Atimoss. Aber deutlich oberflächlicher als bei Willi Voltz.
Was wir nun bislang im Mythos-Zyklus gesehen haben, passt recht gut zu dem, was KNF oben gesagt hatte: Spannung, gut geformte Figuren (highlight war da 3022 von MMT!) und ein großes Rätsel. Aber auch bei den oben für den MdI-Zyklus genannten Elementen hat der neue Zyklus was zu bieten, vor allem:
  1. Der Aufbruch ins Weltall und zu neuen Ufern wurde von Terra im Raptus-Event vollzogen, wir wissen noch nicht, zu welch neuen Ufern.
  2. Der Komplex Terra - Iiya mit den Ayees auf einer leicht veränderten Erde berührt ziemlich eindeutig das "wer bin ich, wo komme ich her und wo gehe ich hin", das kann noch verdammt interessant werden.
Auch bei allen anderen Elementen, die den MdI-Zyklus so besonders machten, sehe ich im neuen Zyklus Ansätze.

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Klaus N. Frick
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Re: Zehn Fragen zum Zyklus an KNF

Beitrag von Klaus N. Frick » 16. August 2019, 12:46

Carrasco hat geschrieben: (sorry für OT, aber ich dachte, das interessiert vielleicht einige)
Vorschlag von mir: Hier geht so was ja ein wenig unter. Mach das doch bei »PR Allgemeines« in einen eigenen Thread, dann finden es potenzielle Betrachter schneller.

Oomph Amber
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Re: Zehn Fragen zum Zyklus an KNF

Beitrag von Oomph Amber » 16. August 2019, 14:43

Ich glaube wir dürfen bei allem Schwelgen in der Vergangenheit nicht vergessen, dass unsere Lieblingsserie
immer ein Abbild der Zeit ist in der die einzelnen Zyklen entstanden. Heute lockt man z.B. mit Raumschlachten
ala KHS keine Neuleser an.
Klaus muss an dieser Stelle darauf achten, dass der Stil der Romane Neuleser kompatibel ist, wir alten Säcke
erledigen uns rein biologisch. Mir fällt seit 3000 vermehrt auf, dass allgemein bekannte Dinge nochmal breit
erklärt werden. Hier zeigt sich wohl, dass Neuleser "herangefüht" werden sollen.

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Klaus N. Frick
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Re: Zehn Fragen zum Zyklus an KNF

Beitrag von Klaus N. Frick » 16. August 2019, 15:52

Oomph Amber hat geschrieben:Mir fällt seit 3000 vermehrt auf, dass allgemein bekannte Dinge nochmal breit
erklärt werden. Hier zeigt sich wohl, dass Neuleser "herangefüht" werden sollen.
»breit erklärt« ist m.E. auch nicht richtig, wenn ich das mal anmerken darf. Potenzielle Neuleser sind ja nicht doof. Die kapieren schon, was wir erzählen – wir müssen es nur klar und spannend vermitteln. Das ist sehr schwierig ...

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Rebecca
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Re: Zehn Fragen zum Zyklus an KNF

Beitrag von Rebecca » 17. August 2019, 11:50

Ich glaube der MdI-Zyklus hatte tatsächlich nicht nur wegen den abstrakten Elementen, sondern den tatsächlichen Inhalten bezüglich des Serienhintergrunds und den Auswirkungen so viele Fans.

Dem MdI-Zyklus hebt auf dieser Ebene vieles ab von dem was danach kam (und von dem was davor kam, insofern, dass es der erste 100-Bände-Zyklus war).

1. Erster Großzyklus mit 100 Bänden
- mit einem Plot, der die ganze Lage und Wahrnehmung der kulturell-historischen Situation in der Milchstraße neu definiert (aus den Emporkömmlingen Terranern, werden die wahren Erbe der alten mächtigen Lemuria-Zivilisation während die Sternenreiche der Akonen und Arkoniden zu den Nachkommen von Kolonisten werden).

2. Erste große Reise in eine fremde Galaxie, der Sprung über die große Leere
- das was man da findet ist maßgeblich nicht nur für Vergangenheit sondern auch Gegenwart der Milchstraße
- prägt das Bild für die Zukunft ohne Dauerkontakt nach Andromeda
- sehr actionreiche Mischung aus Politik/Spionage/Mystery/Schlachten-romanen.

3. Zentrale Aufwertung der Vergangenheit der Terraner und ihrer galaktischen Bedeutung
- Erstes großes Imperium, deren Überlebenden, auch nach dem Untergang die Galaxie dominiert haben (Akonen, Arkoniden).
- Ausgewanderte Lemurier als Herrscher einer ganzen Galaxie (Andromeda)
- Terra als "wahre" Keimzelle und Terraner als "direkte" Lemuriaabkömmlinge und damit nicht länger die freche Neurasse, sondern quasi die Rückkehr der "großen Alten", der "wahren Lemurier", die sich quasi regeneriert haben durch den Rückfall in die Bronzezeit und nun wieder ihr altes Erbe antreten (übernehmen ja quasi auch zeitweise die Gesamtführung der Galaxie - Stichwort: Vereintes Imperium - wird im MdI-Zyklus nicht auch die Kriegswelt Arkon III vernichtet und damit das arkonidische Imperium weiter degradiert während NATHAN zur großen Werftswelt wird? Oder war das bei den Konstrukteuren des Zentrums?).

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Viele der Elemente wurden in späteren Zyklen versucht, aber nicht mit der gleichen Konsequenz (zumindest mein Eindruck):

Beispiele:

CAPPINS:
Auch hier wird die Vergangenheit der Terraner weiter aufgedeckt neue Offenbarungen sollen kommen. Aber es hat nicht diese Wirkung, weil die Doppelwirkung im MdI-Zyklus kam, dass es nicht nur die Neudefinition der Vergangenheit durch den neuen Blickwinkel war, sondern mit einer "Aufwertung" der Terraner einherging.
Ein ähnlicher Effekt würde wohl erfordern, dass die Terraner besondere kosmische Gene haben oder so, weil ihre Entstehung darauf zurückgeht, dass eine mächtige alte Superintelligenz (o.ä.) quasi in einem Volk wiedergeboren wurde oder ähnliches.

Andere Beispiele wurde die Neudefinition der Vergangenheit von Terraner und Milchstraße eine Rolle spielte, aber nie den gleichen Effekt hatte, von den man noch Zyklen später zerrt sind:
- im Thoregonzyklus die Geschichte um den Chronisten von ES (Neudefinition um ES und die Bedeutung der Terraner, aber gleichzeitig eher eine Degradierung des Volkes, weil nur wichtig wegen der Zeitschleife)
- im Sternenozeanzyklus die Geschichte um die Motana und die gemeinsamen Ursprünge mit den Terranern. Auch hier erfolgt keine direkte Aufwertung der Terraner, hinzu kommen viele fantastische Elemente, die letztlich dann auch (anders als die Auswirkungen von MdI) vollständig entsorgt werden.
- im THEZ-Zyklus die Geschichte um die Onyronen. Auch hier zwar eine Neudefinition der Geschichte, aber erneut keine Auf-, sondern eine gefühlte Abwertung der Terraner und ihrer Bedeutung.

Beispiele wo die große Reise nicht den gleichen Impact hatte, liegen meist daran, dass sie nicht genauso mit den Bezügen von Vergangenheit, Gegenwart und(!) Zukunft der Serie verbunden sind (auch wenn viele Reisen für sich spannend sind - aber eben nicht wie Andromeda):

Große Leere
Konstrukteure des Zentrums (hier der Versuch der Verbindung vor allem auch über die Haluter/Bestien)
Cappins

Ähnliche Momente in den Kurzzyklen vor MdI, wo ähnliche Effekte auftraten und funktionierten:
Crest bei ES: "Eure Zeit, Arkoniden, ist abgelaufen." - BÄMM - massive Aufwertung der Terraner gegenüber dem mächtigen Sternenimperium
POSBIS: Bis heute eine der mächtigsten militärischen Verbündeten der Terraner, wo in jedem Zyklus, bei dem es auch um militärische Macht geht, geklärt werden muss, was mit ihnen ist.
Auftauchen der Akonen: Dritte Degradierung der Arkoniden (und dadurch Aufwertung der Terraner nach ES Ablehnung und Robotregent) - Sieg der Terraner über das nicht degenerierte "Ursprungsvolk" der Arkoniden

Warnung

Die "Aufwertung" der Terraner funktioniert nicht automatisch. Der Grund, warum es im MdI-Zyklus funktionierte war, dass es ein Umfeld war, wo die Terraner durch diese Aufwertung nicht komplett herausfielen (es gab die MdI, die Tefroder, die Haluter und wir hatten die Geschichten der OLDTIMER).
Die "Aufwertung" darf auch nicht einfach abstrakt mystisch sein ohne Ausdruck in der Handlung zu finden. Hier war das Erbe der Lemurier letztlich auch mit eine Rechtfertigung, dass die Terraner es so schnell und erfolgreich schafften Technik zu adaptieren, weiterzuentwickeln und quasi Spitze zu sein.
Letzteres ist eine Eigenschaft, die erzählerisch zu vielen Problemen geführt haben mag, aber durch deren "Rückstufung" viel "Flair" der "Spezies Terraner" verloren ging. So wie (m.E.) später viel Flair verloren ging, als man das arkonidische Imperium endgültig zerschlagen hat und deren Flair der "militaristischen Großmacht" damit versucht hat neu zu definieren.

Die alte Aufteilung der Rassen nach gewissen Spezialitäten mag teilweise vielleicht unrealistisch oder "rassistisch" erscheinen, aber erzählerisch machen solche Verortungen Sinn:

Akonen - technologisch fortschrittliche Spionagemacht mit spezialisiertem Militär in kleiner Anzahl - Xenophob und Isolationistisch
Arkoniden - militärische Großmacht mit Degenerationserscheinungen
Springer - Volk der Händler
Überschwere - Volk der Söldner, die die Händler beschützen
Aras - Volk der Mediziner und Ärzte
Swoon - Volk der Mikrotechniker
Haluter - Volk der mächtigen uralten Wesen mit Hochtechnologie und Militär, aber einzelgängerisch, zurückhaltend und in geringer Anzahl

tatsächlich haben die Terraner mit ihren Kolonievölkern ja einige der Fremdrassen quasi aus ihren Nischen verdrängt (was die Terraner aufgewertet hat, aber eben erzählerisch den anderen Völkern den Platz in der Geschichte ein wenig genommen hat Bsp.: Swoon und Siganesen).

Hach sorry fürs Off-Topic. Aber danke KNF für deine zahlreichen und aufschlußreichen Antworten.

Rebecca
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Re: Zehn Fragen zum Zyklus an KNF

Beitrag von Kardec » 17. August 2019, 13:43

@Rebecca

Arkon III wurde in Band 199 (war mein erster regulär am Kiosk gekaufter Band) von den Gatasern mit Unterstützung der Akonen vernichtet - also im letzten Band vor Beginn des MdI-Zyklus.

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Re: Zehn Fragen zum Zyklus an KNF

Beitrag von Rebecca » 17. August 2019, 13:59

Kardec hat geschrieben:@Rebecca

Arkon III wurde in Band 199 (war mein erster regulär am Kiosk gekaufter Band) von den Gatasern mit Unterstützung der Akonen vernichtet - also im letzten Band vor Beginn des MdI-Zyklus.
Aber immerhin auch thematisch da um die Zeit herum. *kopfwieg * Danke für den Hinweis!
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Re: Zehn Fragen zum Zyklus an KNF

Beitrag von AushilfsMutant » 17. August 2019, 20:23

Das war am Schluss des Mini Zyklus mit Hondro&Co. Bostich hat ja dann neu Arkon 3 „gebastelt“. :P
„...der Gastgeber fragt in die Runde, was den jeder gerne zu trinken hätte. Der Kosmograt reagiert verwirrt, man kann mehr als nur Wasser trinken? Der Chaotarch, der gleich neben an sitzt, fragt sich ob es auch genug Tee/Wasser/Kaffee....Arten im Angebot gibt. Darauf hin, kommt es zum Streit zwischen den Beiden, was den nun die richtige Flüssigkeit zum Trinken sei...“

Auszug auf dem Buch: Die Hohen Mächte und der Moralische Code (Band 14, Seite 345, Absatz 2)

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Re: Zehn Fragen zum Zyklus an KNF

Beitrag von Tennessee » 18. August 2019, 00:12

AushilfsMutant hat geschrieben:[...] Bostich hat ja dann neu Arkon 3 „gebastelt“. :P
Salut,

was Rebeccas Gedankengang von Auf- und Abwertung der Völker ja auf interessante Weise bestätigt.

lg
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„Die Frage ist“, sagte Alice, „ob du Worten so viele Bedeutungen geben kannst“.
„Die Frage ist“, sagte Humpty Dumpty, „wer die Macht hat – das ist alles.“

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Re: Zehn Fragen zum Zyklus an KNF

Beitrag von Julian » 19. August 2019, 07:59

Anfangs las ich nicht korrekt die Überschrift zu den Fragen an den Chef persönlich, also dem Macher bei Rhodan.

Ich hatte echt gelesen man meinte es wäre gelungen ein gleiches Szenario aufzubauen wie einst beim legendären Meister der Insel Zyklus.

Statt Tolot eine Thesan als Auftakt.

Statt einem gefestigten Imperium im Hintergrund eine nun nicht überschaubare Konstellation aus Sicht von Rhodan im Band 3.000.

gr J, warum nur gelingt es nicht vom Szenario so etwas ähnliches aufzubauen in der heutigen Zeit?


Aber ein großes Dank für die Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit bei der Beantwortung der Fragen!
Neugier, Trailer, Spoiler - der Weg zur dunklen Seite sie sind.
"Es ist ein Gesetz, daß das Universum intelligentes Leben tragen soll". (Atlan 499)
»Nachor dachte darüber nach, aus welcher schier endlos großen Menge täglicher Erlebnisse sich die Persönlichkeit eines Lebewesens formte, wie vielen Veränderungen und Verfeinerungen ein Charakter ausgesetzt war, wie er wachsen konnte oder zerbrechen unter dem Eindruck immer neuer, nie versiegender Erfahrungen ...«

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Re: Zehn Fragen zum Zyklus an KNF

Beitrag von halut » 22. August 2019, 15:24

Oomph Amber hat geschrieben:Klaus muss an dieser Stelle darauf achten, dass der Stil der Romane Neuleser kompatibel ist, wir alten Säcke
erledigen uns rein biologisch.
Wir Altleser sind wichtiger. Sonst sind wir ohne biologische Ursache weg, bevor Neuleser da sind.
KNF hat geschrieben:da habe ich keine Fan-Ansichten mehr. Das geht nicht.
Ich denke, diese verschiedenen Wahrnehmungen verursachen Probleme.

Da schreibt MMT, dass der frühe Tod der Posmi ein großer Fehler war, dann mag das nach literarischen Regeln ein großer Fehler sein. Allein, ich nehme es nicht besonders war. Mein Blick als Leser ist detailnäher: Wenn ein Fluss bergauf fließt, es keine Erklärung gibt und die anwesenden Figuren es nicht beachten, dann tut mir das weh. Denn das sehe ich. Den Konzeptfehler nicht.

Ich bemühe mal einen Vergleich. Wenn eine Straße durch ein Tal nicht den optimalen Verlauf nimmt, weil der Straßenplaner einen Fehler gemacht hat, dann bemerkt den Fehler ein anderer Straßenplaner. Mir als Autofahrer entlockt er kaum ein bewusstes Stirnrunzeln. Das sieht beim Schlagloch ganz anders aus.

Gleiches gilt für Figuren. Real kann ich den Leuten nur vor den Kopf gucken. Aber heute brauchen alle Figuren Tiefe. Das verzehrt die Perspektive; sie entspricht nicht mehr meiner täglichen Wahrnehmung. So z.B. bei einem Unfall: Die Polizisten polizeien und die Sanitäter sanitäten. Keiner offenbart seine Lebensgeschichte und seine psychischen oder moralischen Probleme. Sie sind eindimensional. Sie sind dadurch auf effektiv und effizient, während literarische Figuren sich gerne selbst (und der flotten Handlung) im Weg stehen.

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Re: Zehn Fragen zum Zyklus an KNF

Beitrag von Ce Rhioton » 22. August 2019, 15:32

halut hat geschrieben:
Oomph Amber hat geschrieben:Klaus muss an dieser Stelle darauf achten, dass der Stil der Romane Neuleser kompatibel ist, wir alten Säcke
erledigen uns rein biologisch.
Wir Altleser sind wichtiger. Sonst sind wir ohne biologische Ursache weg, bevor Neuleser da sind.
Aber sind nicht alle Leser gleich (wichtig)?
Davon abgesehen ist die Anzahl der Leser ja nicht wirklich wichtig - die Käufer halten die Serie am Laufen.
Und solange unsere Abos nicht gekündigt werden, ist unser Ableben ja nicht weiter von Belang. :nixweis:

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Re: Zehn Fragen zum Zyklus an KNF

Beitrag von halut » 22. August 2019, 21:21

Ce Rhioton hat geschrieben:
halut hat geschrieben:
Oomph Amber hat geschrieben:Klaus muss an dieser Stelle darauf achten, dass der Stil der Romane Neuleser kompatibel ist, wir alten Säcke
erledigen uns rein biologisch.
Wir Altleser sind wichtiger. Sonst sind wir ohne biologische Ursache weg, bevor Neuleser da sind.
Aber sind nicht alle Leser gleich (wichtig)?
Wenn du Wachstumsraten von 100% hast: ja.
Davon abgesehen ist die Anzahl der Leser ja nicht wirklich wichtig - die Käufer halten die Serie am Laufen.
Was proportional zur Zahl der Leser ist.
Und solange unsere Abos nicht gekündigt werden, ist unser Ableben ja nicht weiter von Belang. :nixweis:
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Re: Zehn Fragen zum Zyklus an KNF

Beitrag von ZEUT-42 » 23. August 2019, 00:36

halut hat geschrieben:
Ce Rhioton hat geschrieben:
halut hat geschrieben:
Oomph Amber hat geschrieben:Klaus muss an dieser Stelle darauf achten, dass der Stil der Romane Neuleser kompatibel ist, wir alten Säcke
erledigen uns rein biologisch.
Wir Altleser sind wichtiger. Sonst sind wir ohne biologische Ursache weg, bevor Neuleser da sind.
Aber sind nicht alle Leser gleich (wichtig)?
Wenn du Wachstumsraten von 100% hast: ja.
Blödsinn. Alle Leser sind gleich wichtig, woher die kommen, ist kurzfristig und mittelfristig vollkommen egal.
Und solange unsere Abos nicht gekündigt werden, ist unser Ableben ja nicht weiter von Belang. :nixweis:

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Re: Zehn Fragen zum Zyklus an KNF

Beitrag von Klapauzius » 23. August 2019, 09:33

halut hat geschrieben:Ich bemühe mal einen Vergleich. Wenn eine Straße durch ein Tal nicht den optimalen Verlauf nimmt, weil der Straßenplaner einen Fehler gemacht hat, dann bemerkt den Fehler ein anderer Straßenplaner. Mir als Autofahrer entlockt er kaum ein bewusstes Stirnrunzeln. Das sieht beim Schlagloch ganz anders aus.

Schöner Vergleich!

Der Straßenplaner merkt, welcher Fehler gemacht wurde. Otto Normalverbraucher hingegen wundert sich über die vielen Staus, das Defizit in der Gemeindekasse, oder die vielen Kreuze am Wegesrand. Die literarischen Regeln existieren ja nicht als "L'Art pour l'Art" im luftleeren Raum.

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Re: Zehn Fragen zum Zyklus an KNF

Beitrag von Eric Manoli » 23. August 2019, 11:15

Ist zwar aus einem anderen "Fragen..." - Thread, aber ich denke es passt auch hier...
Klaus N. Frick hat geschrieben:
Eric Manoli hat geschrieben:Die Serie ist wie sie ist.
Wenn sie genug Leser findet bleibt sie bestehen.
Das klingt sehr einfach, stimmt aber hundertrozentig.
>>Sie unterscheiden sich nicht so sehr von uns, wie ich es befürchtet hatte. Die Anordnung der Organe ist klar, wenn auch unterschiedlich. Das Skelett ist ebenfalls abweichend. Immerhin haben sie Blut wie das unsere.<<

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Re: Zehn Fragen zum Zyklus an KNF

Beitrag von Dragonchild » 24. August 2019, 12:10

halut hat geschrieben: Ich denke, diese verschiedenen Wahrnehmungen verursachen Probleme.

Da schreibt MMT, dass der frühe Tod der Posmi ein großer Fehler war, dann mag das nach literarischen Regeln ein großer Fehler sein. Allein, ich nehme es nicht besonders war. Mein Blick als Leser ist detailnäher: Wenn ein Fluss bergauf fließt, es keine Erklärung gibt und die anwesenden Figuren es nicht beachten, dann tut mir das weh. Denn das sehe ich. Den Konzeptfehler nicht.

Ich bemühe mal einen Vergleich. Wenn eine Straße durch ein Tal nicht den optimalen Verlauf nimmt, weil der Straßenplaner einen Fehler gemacht hat, dann bemerkt den Fehler ein anderer Straßenplaner. Mir als Autofahrer entlockt er kaum ein bewusstes Stirnrunzeln. Das sieht beim Schlagloch ganz anders aus.
Ich habe hier im Forum Diskussionen darüber gelesen was früher anders war. Vielleicht ist es das heute nicht alle aber ganz viele der Autoren Literaten sind., Haben sogar Germanistik studiert. Schreiben viel besser als ihre Vorgänger. Aber früher schrieben Leute aus allen Ecken PR. Physiker und Arbeiter. Willy Voltz hat glaube ich sogar in einer Fabrik gearbeitet.Die achteten weniger auf literarische Regeln. Aber brachten alle ihre Erfahrungen mit. Aus Literatursicht ist es unwichtig ob Perry und Bully miteinander reden. Sogar falsch weil es den Erwartungen entspricht. Ich kann nicht für andere sprechen aber für mich hat da was gefehlt.

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Re: Zehn Fragen zum Zyklus an KNF

Beitrag von ovaron29 » 30. August 2019, 16:47

@Tostan
Die 5 Ilya fand ich auch toll. Ich hoffe, dass ich jetzt bis zum Ende des Zyklus dabei bleibe.
Seit 1961 Fan.

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Re: Zehn Fragen zum Zyklus an KNF

Beitrag von Tostan » 31. August 2019, 10:40

ovaron29 hat geschrieben:@Tostan
Die 5 Ilya fand ich auch toll. Ich hoffe, dass ich jetzt bis zum Ende des Zyklus dabei bleibe.
*daumendrück*
Ich hoffe, dass ich dir durch die Interviews eine zusätzliches Zuckerl biete, um dranzubleiben.

:aa:

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Re: Zehn Fragen zum Zyklus an KNF

Beitrag von ovaron29 » 1. September 2019, 15:05

Tostan hat geschrieben:
ovaron29 hat geschrieben:@Tostan
Die 5 Ilya fand ich auch toll. Ich hoffe, dass ich jetzt bis zum Ende des Zyklus dabei bleibe.
*daumendrück*
Ich hoffe, dass ich dir durch die Interviews eine zusätzliches Zuckerl biete, um dranzubleiben.

:aa:

-O- Tostan -O-
Die Interviews waren gut. Ich habe bei diesem Zyklus erst 4 Romane versäumt, jetzt bleibe ich dabei. Es gibt in diesem Zyklus auch weniger Geschwurbel, als in den 2700-2800ern. Und jetzt geht es bald zum Galaxiengeviert. Wird bestimmt spannend. :st:
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Re: Zehn Fragen zum Zyklus an KNF

Beitrag von Tostan » 6. September 2019, 23:54

ovaron29 hat geschrieben:
Tostan hat geschrieben:
ovaron29 hat geschrieben:@Tostan
Die 5 Ilya fand ich auch toll. Ich hoffe, dass ich jetzt bis zum Ende des Zyklus dabei bleibe.
*daumendrück*
Ich hoffe, dass ich dir durch die Interviews eine zusätzliches Zuckerl biete, um dranzubleiben.

:aa:

-O- Tostan -O-
Die Interviews waren gut.
Freut mich
:aa:

-O- Tostan -O-
To Live Is To Die

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