Klassiker - Die Cappins

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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon Yman » 22. September 2018, 10:10

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Heiko Langhans hat geschrieben:Am 18. Juli 1969 erschien der 413. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

H.G. Ewers: Die Sonnenforscher


Handlung
Da eine zurückliegende Auswertung des Unterbewusstseins von Lord Zwiebus keine Erkenntnisse bezüglich der vor über 200.000 Jahren auf der Erde aktiven Fremden ergeben hat, erklärt sich der Neandertaler zu einem erneuten Versuch bereit. Die Deutung der Berichte lässt keinen anderen Schluss zu, als dass unbekannte Außerirdische vor langer Zeit Experimente mit den Neandertalern auf der Erde veranstaltet haben.

Der Verdacht, dass der von dem Accalaurie Accutron Mspoern entdeckte Todessatellit mit diesen Fremden irgendwie in Verbindung steht, verdichtet sich. So wird am 18. November 3432 das Spezialschiff SUN DRAGON einsatzbereit gemacht und mit den Wissenschaftlern Geoffry Abel Waringer, Professor Floyd Jussow und Accutron Mspoern in die Sonne in Marsch gesetzt.


In der Perrypedia-Beschreibung fehlt der Teil, dass Professor Floyd Jussow auf Olymp entführt wurde und Kaiser Anson Argyris in einer neuen Maske eine Aktion starten muss, um den Professor zu finden. Nachdem er dann gefunden wurde und am Unternehmen SUN DRAGON teilnehmen kann, ist er dort ziemlich nutzlos. Das halte ich für eine Schwäche des Romans.

Auch das ganze Drama um Lord Zwiebus und dessen Erinnerungen, die tief in die Vergangenheit zurückreichen, war ziemlich überflüssig. Letztlich kam es nur auf den Accalaurie und Waringer an. Die beiden als Team hätten völlig ausgereicht.

Quinto hat geschrieben:Sonderbar ist allerdings, dass zwar die Sonnenmaterie mit dem Satellitenschutzfeld überhaupt nicht wechselwirkt, insbesondere nicht unerwünscht ins Innere gelangt, das Raumschiff jedoch problemlos einfliegen kann. Und wenn Transformbomben nicht rematerialisieren, dann kann man die Sprengkörper ja auch in gewöhnlicher Form abschießen wie im Falle Tamanium oder Rammversuche durch Robotschiffe probieren, ehe nun der Plan einer Zeitreise gefasst wird. Das ist dann doch zu wenig ausgearbeitet.


HGE lässt solchen Überlegungen bzw. Versuchen, dem Satelliten beizukommen, wenig bis gar keinen Raum. Auch wenn es den Roman nicht langweilig macht, es braucht mehr als die Hälfte des Romans, bis das Unternehmen SUN DRAGON überhaupt erst gestartet wird, da zuerst Lord Zwiebus einer wenig ergiebigen Erinnerungsprozedur unterworfen wird und dann noch ein mehr oder weniger überflüssiger Professor von Olymp herbei geholt wird.

Die SUN DRAGON ist immerhin ein 1500-Meter-Schiff, hat aber nur eine Transformkanone im oberen Pol. Das ist zuwenig. Mit der Emotiostrahlung konnte die Besatzung nicht unbedingt rechnen, aber der eigentliche Verteidigungsmechanismus war das kontrollierte Einlassen von Sonnenmaterie, mit der der Paratronschirm überlastet wurde.

Theoretisch hätte sich der ganze Roman nur damit beschäftigen können, dem Satelliten beizukommen. So konnte nur die Existenz des Satelliten bestätigt werden, so dass nun ernsthaft darüber nachdedacht wird, das sogenannte Ghost-System (Sol-System) zu evakuieren. Hier ist der Roman sogar hochaktuell (auch wegen des endlosen Sonnenschein-Sommers) :
Die Bewohner anderer geeigneter Welten aber würden bestenfalls geringe Quoten aufnehmen.


Perry Rhodan befürchtet, dass die 25 Milliarden Menschen, um ohne aufwendige technische Hilfsmittel überleben zu können auf mindestes tausend Planeten verstreut werden müssten, und
die anderen galaktischen Mächte würden die bettelarmen Emigranten gleich gierigen Wölfen verfolgen, ihnen das letzte Hab und Gut rauben, und sie vielleicht sogar versklaven


Ein technisch-philosophisches Problem stellt sich durch den Roboter des Accalauries: Der hochentwickelte Roboter namens Lobbyhuvos besitzt ein Positronengehirn. Aber wenn die Accalauries und ihre Roboter aus Antimaterie bestehen, müsste der Roboter dann nicht ein Gehirn aus Antipositronen (also Elektronen) haben?

Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon Yman » 22. September 2018, 20:17

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Heiko Langhans hat geschrieben:Am 20. August 1969 erschien der 419. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

William Voltz: Konferenz der Verräter

Handlung
Alaska Saedelaere ist von Perry Rhodan auf den Planeten Precheur geschickt worden, um herauszufinden, welche Machtbasis der Generalkoordinator Esybon Herrihet besitzt. Herrihet ist seit dem Verschwinden des Solsystems Oberhaupt der über 1400 imperiumstreuen Welten und plant, sich in naher Zukunft zum Großadministrator wählen zu lassen.


Der Roman ist ziemlich spannend mit einer relativ überraschenden Wende am Ende. Das Ganze ist nur ein Trick, den sich Herrihet und Tipa Riordan ausgedacht haben, um Perry Rhodan hervorzulocken, so dass der sich der Galaxis wieder präsentiert.

Es gibt noch 1400 imperiumstreue Welten und 50000 Schiffe der Solaren Flotte, die in der Milchstraße stehen und nicht wissen, was sie tun sollen. Entweder präsentiert sich Rhodan, oder es muss ein Nachfolger bestimmt werden, denn so kann es nach zweieinhalb Jahren nicht mehr weiter gehen.

Interessant ist, dass nun Millionen handgeschriebener Briefe aus dem Sol-System per Post in die Milchstraße gebracht und dort verteilt werden. Auf diese Weise erhalten Familienangehörige erstmals Lebenszeichen von den im Sol-System (Ghost-System) Verbliebenen.

Trotz dieses anzunehmenden Erfolgs, 1400 imperiumstreue Welten und 50000 Schiffe wieder auf Kurs gebracht zu haben, würde eine Evakuierung des Sol-Systems mit 25 Milliarden Bewohnern schwierig werden, aber es wäre wohl auch nicht unmöglich, 25 Milliarden mit Hilfe dieser (plus der im Sol-System stehenden) Schiffe auf 1400 Welten zu verteilen.

Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon Faktor10 » 22. September 2018, 20:59

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Ich habe nie verstanden ob diese 1400 imperiumstreue Welten zum SI gehören?
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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon Yman » 22. September 2018, 21:05

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Faktor10 hat geschrieben:Ich habe nie verstanden ob diese 1400 imperiumstreue Welten zum SI gehören?


Ja und nein. Offiziell nein. Offiziell bestand das Solare Imperium (von mir auch schon mal versehentlich Solarium genannt :lol: ) im Jahr 3430 nur noch aus dem Sol-System. Das stand so auch mal in einer Infobox in einem Heft der Terminus-Miniserie.

Historisch betrachtet gehören die 1400 als imperiumstreue Kolonialwelten noch irgendwie dazu, d.h. es bestehen noch enge Verbindungen, aber die 1400 sind politisch weitgehend unabhängig.

Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon Faktor10 » 22. September 2018, 21:38

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Eigentlich hätte dann PR dort nicht eingreifen dürfen. Es waren nicht „ seine „ Welten.
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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon Yman » 22. September 2018, 21:49

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Faktor10 hat geschrieben:Eigentlich hätte dann PR dort nicht eingreifen dürfen. Es waren nicht „ seine „ Welten.


Der entscheidende Auslöser war, dass ein Abkommen mit Dabrifa im Raum stand. Es sah so aus als ob dieser Herrihet sich zum neuen Großadministrator eines neuen Solaren Imperiums aus diesen 1400 Welten wählen lassen und dann ein verräterisches Abkommen mit Dabrifa schließen wollte. Theoretisch hätte Rhodan in all den Jahren sehr vieles nicht gedurft, angefangen damit, die Dritte Macht in der Wüste Gobi aufzubauen, den Arkoniden Schiffe zu stehlen, usw.

Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon Faktor10 » 22. September 2018, 22:32

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Nun ja, das stimmt auch. Wurde aber damals schlecht erklärt.
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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon Faktor10 » 22. September 2018, 22:35

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Ach , unser Held durfte damals vieles. :rolleyes: :rolleyes:
Heute geht es zu den Soziologen und zum Gericht vorher. Und er liest was die Presse schreibt. :(
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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon Yman » 23. September 2018, 14:47

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Heiko Langhans hat geschrieben:Am 19. September 1969 erschien der 422. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

Hans Kneifel: Die Zeitpendler

Handlung
Der Todessatellit heizt weiter die Sonne auf. Die inneren Planeten müssen inzwischen durch Paratronschirme vor der Sonne geschützt werden. In dieser Situation beschließt die Führung, in 12 Tagen das ATG-Feld abzuschalten, um die solare Menschheit zu evakuieren, wenn nichts Entscheidendes passiert. Die Spezialschiffe SUN DRAGON und SUN DRAGON II kehren unverrichteter Dinge aus der Sonne zurück, die Lage scheint aussichtslos.

Ende Mai 3433 wird eine Gruppe Cappins auf den Todessatelliten in der irdischen Sonne aufmerksam. Die Cappins sind mit einer Experimentalstation im Zeitstrom unterwegs. Aufgrund von Experimenten mit der Zeit und der Absoluten Sechsten Dimension pendelt das Cappinschiff zwischen der relativen Nullzeit und knapp 46 Stunden in der Zeit.

Beim „Vorbeipendeln“ an der Zeit des Solsystems, das 5 Minuten in der Zukunft existiert, können die Cappins den Satelliten erkennen. Der Todessatellit ist viel mehr als das, er ist eine vollständige Raumstation und ein Pedopeiler, der eine Pedotransferierung möglich macht. 8000 von 20.000 Cappins können sich auf den Solaren Satelliten retten.



In diesem Roman kommt nun also die Wende: 8000 Cappins retten sich an Bord des Satelliten und Rhodan, der dies dank seiner Mutanten mitbekommen hat, verbaut ihnen den Rückweg, so dass die Cappins gezwungen sind, um sich selbst zu schützen, den Aufheizprozess der Sonne abzuschalten.

Kneifel bringt hier eine Reihe seltsamer Szenen hinein. Z.B. reiten Atlan, Perry und eine junge Frau mit Pferden und starken Sonnenbrillen durch eine von der Sonne unerträglich helle, sich aufheizende Landschaft. Was das für die Pferde bedeutet, die keine Sonnenbrillen haben, scheint Kneifel nicht klar zu sein.

In einem anderen Kapitel wird kurz zum Uranus umgeblendet, wo ein wunderlicher alter einsiedelnder Kauz, ehemaliger Flottenangehöriger, der dort aufs Altenteil abgeschoben wurde, Besuch von einem "Mädchen" in knallgelbem Raumanzug erhält. Das Mädchen ist eine junge Frau, vermutlich Angehörige der Solaren Flotte, die den Alten retten soll, der nicht einmal erkennen kann oder will, dass sein Besucher eine Frau ist. Die Szene verdeutlicht, dass die Auswirkungen der Sonne bis zum Uranus reichen und dort Stürme verursachen sollen.

Immerhin spricht Lord Zwiebus in diesem Kneifel-Roman völlig normal und neanderthalische Albernheiten werden den Lesern erspart.

Neu vorgestellt wird das Cappin-Hilfsvolk Swampoos (was im Perrypedia-Artikel nicht namentlich erwähnt wird), eine Art Riesenameisen, die eine Säure verspritzen können, die Stahl blasenartig aufquellen lassen kann. Die Angabe im Roman, dass die Swampoos den Terranern bis zum Nabel reichen und also 1,55 Meter groß sind, ist offenkundig unsinnig.

Unsinnig ist auch, dass Rhodan selbst wieder mal einen Risikoeinsatz leitet und an Bord des Cappin-Walzenschiffs geht, das am Ende, kurz bevor er als einer der letzten von Bord geht, von den pedotransferierten Cappins, die es ebenfalls verlassen haben, gesprengt wird.

Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon Yman » 23. September 2018, 22:22

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Heiko Langhans hat geschrieben:Am 26. September 1969 erschien der 423. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

Clark Darlton: Sonderkommando Atlan

Handlung

Am 19. Juni 3433 bereitet Perry Rhodan seine Rede zum Nationalfeiertag vor. Anlass ist die 1462. Wiederkehr der ersten Mondlandung mit der STARDUST.

Die Rede wird vom Flaggschiff der Solaren Flotte, der INTERSOLAR, übertragen. Hauptinhalt ist die aktuelle Cappin-Krise. Und vor allem deren Fähigkeit zur Übernahme von Menschen. Cappins können die ÜBSEF-Konstante eines Menschen anpeilen und diesen übernehmen, ohne dass dies auffällt. Der Übernommene kann sich nach dem geordneten Rückzug eines Cappins an nichts erinnern.


Mir gefällt diese schlampige Perrypedia-Zusammenfassung nicht. Am Anfang, als Rhodan seine Rede hält, ist von der ÜBSEF-Konstante nichts bekannt. So richtig anschaulich wird die Fähigkeit der Cappins erst im Lauf des Romans, und ganz am Ende erst, nach dem der Cappin den übernommenen Deighton (in aller Eile) verlassen hat, fällt der Begriff ÜBSEF-Konstante, da Deighton sich eben doch an das Wissen des Cappins erinnern kann, das wegen der Eile nicht gelöscht wurde.

Deighton ist von Anfang an verdächtig, und das Sonderkommando Atlan, das sich in Guckys Bungalow am Goshun-See trifft, braucht nur noch ein paar Beweise und eine Gelegenheit, den Cappin zu stellen. Interessant fand ich, dass die Mutanten wie z.B. Fellmer Lloyd von Rhodan und Bully gesiezt werden, während Atlan Fellmer duzt.

Das Leben am Goshun-See wird als ziemlich locker dargestellt. Gucky trinkt Alkohol (in Maßen), sorgt sich aber um sein Image als Vegetarier und Anti-Alkoholiker. Über Bully wird so einiges gesagt, dass er sich in Terrania in den Nachtbars herumtreibt und Frauen mit nach Hause nimmt. Außerdem besucht Bully Kabarett- und Varieté-Veranstaltungen. Bullys Bungalow liegt direkt neben dem von Gucky. Das an sich ist schon eine urkomische Situation.

Wie man an der aktuellen Erstauflage sieht, kommen die beiden auch nicht auf Dauer voneinander los.

Lustig war der Versuch, eines Tomatenfabrikanten, den Hauptgezeitenwandler auf Merkur zu zerstören, weil die veränderte Sonnenstrahlung angeblich seine Tomaten austrocknet.

Die Stärke des Romans besteht darin, zu verdeutlichen, dass nur zwei Cappins ausreichen, damit Tausende Menschen zu Unrecht verdächtigt werden und gleichzeitig nur zwei übernommene Menschen ausreichen, um einen großen Schaden anzurichten.

Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon thinman » 24. September 2018, 13:21

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Yman hat geschrieben:
Heiko Langhans hat geschrieben:Am 26. September 1969 erschien der 423. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

Clark Darlton: Sonderkommando Atlan



Mir gefällt diese schlampige Perrypedia-Zusammenfassung nicht. Am Anfang, als Rhodan seine Rede hält, ist von der ÜBSEF-Konstante nichts bekannt. So richtig anschaulich wird die Fähigkeit der Cappins erst im Lauf des Romans, und ganz am Ende erst, nach dem der Cappin den übernommenen Deighton (in aller Eile) verlassen hat, fällt der Begriff ÜBSEF-Konstante, da Deighton sich eben doch an das Wissen des Cappins erinnern kann, das wegen der Eile nicht gelöscht wurde.


Beschwer Dich nicht hier, änders einfach ;-) .
Das ist das Grundprinzip eines Wikis.
Es gibt genügend Baustellen wie Anachronistische Begriffe, die zumindest durch Anmerkungen kommentiert werden sollten, bloß dazu ist die PP-Personaldecke einfach zu dünn.

thinmann

Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon Yman » 24. September 2018, 22:28

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thinman hat geschrieben:Beschwer Dich nicht hier, änders einfach ;-) .
Das ist das Grundprinzip eines Wikis.
Es gibt genügend Baustellen wie Anachronistische Begriffe, die zumindest durch Anmerkungen kommentiert werden sollten, bloß dazu ist die PP-Personaldecke einfach zu dünn.


Ich glaube, bei PP ist nichts mehr zu retten. Die wird einfach weiter vor sich hin wuchern.

Band 424 liegt nun vor mir, von William Voltz, mit einer klassischen Risszeichnung des Nullzeitdeformators von Rudolf Zengerle und einem schönen Titelbild von Johnny Bruck. Ich glaube, das ist einer der genialsten PR-Romane und Zeitreiseromane aller Zeiten. Endlich ist es soweit: Es geht in die Vergangenheit! Perry, Bully, Gucky, Waringer und wie sie alle heißen.

Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon Klenzy » 25. September 2018, 10:15

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Off topic Perrypedia -> gerne hier weiter:

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Mach langsam! Das Leben ist zu kurz, um sich zu beeilen.

Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon Yman » 25. September 2018, 15:18

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Heiko Langhans hat geschrieben:Am 3. Oktober 1969 erschien der 424. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

William Voltz: Im Zeitstrom verschollen

Handlung
Der terranische Nullzeitdeformator wird im Enadatal, einem Hochtal der Fidschi-Insel Viti Levu, errichtet. Kurz vor der Fertigstellung der Zeitmaschine wird ganz in der Nähe ein Skelett gefunden, das zum Teil aus Pferde- und zum Teil aus Menschenknochen besteht. Vergleiche mit den Zentauren aus der griechischen Mythologie werden diskutiert.


Dieser Text stammt aus Perrypedia. Vielleicht habe ich es überlesen, aber so weit ich mich erinnere, taucht der Begriff Zentauren im Roman gar nicht auf. Zwischen Dr. Bashra, Dr. Drewjek und Perry Rhodan findet auch keine wirkliche Diskussion darüber statt, sondern vieles bleibt zwischen den Zeilen ungesagt. Perry Rhodan weist darauf hin, dass das Mischwesen mit Energiewaffen getötet wurde, und mutmaßt, die Besatzung des Nullzeitdeformators könnte es bei der Ankunft getötet haben, und deswegen würden sie es jetzt, 200.000 Jahre später, am Ort des Start- und Zielpunktes finden. Allein diesen Beginn fand ich schon sehr gelungen. Später sitzt Bashra im Sessel, täuscht Bewusstlosigkeit vor, und denkt über das Wesen nach, aber ohne den Begriff Zentaur zu verwenden.

Mitglieder der Expedition sind Perry Rhodan, Atlan, Geoffry Abel Waringer, Gucky, Fellmer Lloyd, Ras Tschubai, Icho Tolot, Alaska Saedelaere, Lord Zwiebus, das Thunderbolt-Team mit ihrem Paladin III, und Joaquin Manuel Cascal. Die Wissenschaftler Kenosa Bashra, Claudia Chabrol, Voigt Gosling, Wentworth Gunnison, Tajiri Kase, Bhang Paczek und Multer Prest gehören ebenfalls zur Besatzung.


Quinto hat geschrieben:Ich habe Heft 424 nach sehr langer Zeit mal wieder gelesen. Es war die reinste Erholung von der gegenwärtigen Tristesse. Woher kommt das bloß? Denn die Handlung finde ich nicht sonderlich spannend, letztlich geht es nur um die Vorbereitungen der Zeitexpedition und die Blockadeprobleme nach dem Start. Aber Voltz legt wie so oft den Fokus auf die handelnden Personen, ihre persönlichen Probleme, ihre Ängste, Eifersüchteleien und Wünsche, selbst wenn es nur um den Wunsch nach dem nächsten Bier geht, und baut so aus einer eher drögen Vorlage einen kurzweiligen Rhodan-Roman. Genau darin zeigen sich seine Qualitäten als Heftautor. Schon der Anfang mit dem Skelett-Rätsel ist ausgezeichnet. Und so etwas wie diese schräge Nummer mit dem Siganesen-Team macht Spaß und lockert die Handlung auf. Nicht zu vergessen ist der Roman in verstehbarer Sprache geschrieben (weder ist ein Glossar nötig noch muss Perrypedia bemüht werden), die Dialoge sind verständlich und eingängig, keine prasselnden Wortkaskaden verdecken einen dünnen Inhalt und man verirrt sich nicht in verschlungenen Handlungsfäden.


Jedem dieser Sätze muss ich zustimmen. William Voltz gelingt es wunderbar, die Figuren lebendig werden zu lassen, aber auch die Handlung konnte mich überzeugen. Die Startvorbereitungen haben mich nicht gelangweilt, und es wurde dann auch ganz schnell sehr bedrohlich in der Gegenwart. Immerhin taucht eine vernichtende Strahlungsquelle auf, und zwei Vulkane brechen aus. Die Auswirkungen der Zeitreise auf die Gegenwart werden erfahrbar. Erst als in der Vergangenheit der Deformator zur Ruhe gekommen ist, verschwindet auch die Energieglocke in der Gegenwart.

Mir gefällt auch, wie Voltz Dinge zu Ende bringt, obwohl der Roman nur der Beginn einer längeren Handlung ist. Z.B. dass die Insel Viti Levu wieder zur Ruhe kommt, aber der Tourismus auf der Insel ist erledigt. Am Anfang trifft Dr. Bashra den einheimischen Barmixer Myko, den er einen Philosophen nennt. Der Roman endet mit Myko, der nun an seine eigenen Geschichten von einem Berggott Weiko-La (Mount Lemur) glaubt, und dass Dr. Bashra diesen Berggott beleidigt hat, und dass sich Weiko-La an Bashra gerächt hat.

Ein anderer Einheimischer, Honkman-Jame, der als Eremit im Tal des Startpunktes lebt und den Geologen und Ingenieuren mit seinem Wissen über den Mount Lemur geholfen und viel Arbeit erspart hat, ist beim Start des Deformators getötet worden. Er ist diese typische tragische Gestalt, die es in Voltz-Romanen oft trifft, hier allerdings nur eine Nebenfigur, die allerdings auch einen gewissen Bezug zu Bashra hat. Der Roman von Voltz hinterlässt einen sehr geschlossenen Eindruck.

An Bord des Deformators ist die Spannung zwischen den Gruppenmitgliedern, die das äußere Geschehen sehr unterschiedlich verarbeiten, fast greifbar. Interessant ist, dass nur eine Frau, Dr. Claudia Chabrol an Bord ist, für die sich einige Männer (insbesondere Gosling, Cascal, Prest und Bashra) mehr oder weniger interessieren.

Mir hat auch gut gefallen, dass der erste Stopp zur Zeit der Lemurer stattfand, und es da einige Kämpfe und brenzlige Situationen gab. Icho Tolot und Zwiebus hatten Probleme und verließen, nicht mehr Herr ihrer Sinne, den Deformator. Rhodans Gruppe wurde in einem Shift angegriffen. Die TARAs mussten eingreifen. Auf dem Titelbild ist das zu sehen.

Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon nanograinger » 25. September 2018, 16:03

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Yman hat geschrieben:
Handlung
Der terranische Nullzeitdeformator wird im Enadatal, einem Hochtal der Fidschi-Insel Viti Levu, errichtet. Kurz vor der Fertigstellung der Zeitmaschine wird ganz in der Nähe ein Skelett gefunden, das zum Teil aus Pferde- und zum Teil aus Menschenknochen besteht. Vergleiche mit den Zentauren aus der griechischen Mythologie werden diskutiert.


Dieser Text stammt aus Perrypedia. Vielleicht habe ich es überlesen, aber so weit ich mich erinnere, taucht der Begriff Zentauren im Roman gar nicht auf. .....

Die Romanbeschreibungen der älteren Zyklen sind oft Übernahmen oder Zusammenfassungen aus anderen Quellen. In vielen Fällen sind die Beschreibungen sehr knapp, und Fehler wie die von dir bemerkten sind auch nicht selten.

Der Artikel zu PR 424 stammt aus dem Jahr 2005, die wesentlichste Änderung seither stammt von Heiko Langhans aus dem Jahr 2013, der die Liste der Teilnehmer um die Wissenschaftler ergänzte.

Eigentlich wäre es schön, wenn die Leser der Klassiker-Zyklen (und damit meine ich die Leute, die die Romane tatsächlich lesen wie du, Yman, und nicht nur aus der Erinnerung posten) solche Fehler korrigieren, bzw die Artikel anderweitig vervollständigen.

Aber da du dich dazu scheinbar nicht aufraffen kannst, habe ich nun den Satz über die angebliche Diskussion zu Zentauren entfernt.

Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon thinman » 25. September 2018, 17:02

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Yman hat geschrieben:
Heiko Langhans hat geschrieben:Am 3. Oktober 1969 erschien der 424. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

William Voltz: Im Zeitstrom verschollen

Handlung
Der terranische Nullzeitdeformator wird im Enadatal, einem Hochtal der Fidschi-Insel Viti Levu, errichtet. Kurz vor der Fertigstellung der Zeitmaschine wird ganz in der Nähe ein Skelett gefunden, das zum Teil aus Pferde- und zum Teil aus Menschenknochen besteht. Vergleiche mit den Zentauren aus der griechischen Mythologie werden diskutiert.


Dieser Text stammt aus Perrypedia. Vielleicht habe ich es überlesen, aber so weit ich mich erinnere, taucht der Begriff Zentauren im Roman gar nicht auf. .


Es wird ein "Reitergrab" gefunden un einer der Wissenschaftler wundert sich, daß kein Pferdeschädel vorhanden ist, er fragt nach ob denn etwas aus dem Grab entfernt wurde, bekommt die Antwort, daß man den Schädel des Reiters entfernt habe, während er sich über die Wirbelsäule wundert. Dann stellt er fest, daß nur ein Lebewesen in diesem Grab liegt. Deutlicher kann WiVo den Zentauren nicht thematisieren ohne das Wort zu verwenden. Im Band zuvor speißte Bull ja bereits in einem Restaurant "zum Zentauren".

thinman

Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon Yman » 25. September 2018, 20:54

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Heiko Langhans hat geschrieben:Am 10. Oktober 1969 erschien der 425. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

Hans Kneifel: Die Attacke der Zentauren

Handlung
Die Zeitexpedition bewegt sich in ihrer zweiten Etappe 2000 Jahre weiter in die Vergangenheit der Erde. Diesmal landet sie 55.421 Jahre in der Vergangenheit, gerechnet von der Realzeit des Jahres 3433. Die Expeditionsteilnehmer gehen davon aus, dass die Lemurer zu dieser Zeit ungefähr auf einem Entwicklungsstand sind, der mit dem 18. Jahrhundert der zweiten Menschheit vergleichbar ist.

Die Idylle bei einer ersten Erkundung trügt. Die Gruppe wird von Zentauren und Neandertalern angegriffen, die zum Teil über Raketengeschosse verfügen.


Es stellt sich heraus, dass die Lemurer bzw. Menschen seit 150.000 Jahren einen Abwehrkampf gegen die sogenannten Präbios (Zentauren, Neandertaler und Argazaten genannte Fischmenschen) führen, d.h. demnach hat sich auf der Erde zwischen dem Jahr 200.000 v.Chr. und dem Jahr 50.000 v.Chr. nicht viel Interessantes ereignet. Die Lemurer entwickelten sich nach dem Kontakt mit der Deformatorbesatzung in nur 2000 Jahren zu einer raumfahrenden Zivilisation, die es dann mit den Halutern zu tun bekam.

Den Roman fand ich nicht besonders interessant. Die Kämpfe fand ich sehr langweilig. Hans Kneifels bzw. Joaquin Cascals Späßchen mit den Wortspielchen zu Dr. Claudia Chabrols Namen gingen mir sehr bald auf die Nerven, und Cascal als Figur, die sich immer in den Vordergrund drängte, ebenso. Als Autor hätte ich mir lieber Clark Darlton gewünscht, als Hauptfiguren Atlan, Gucky, Lloyd und Tschubai, aber auf keinen Fall Cascal.

Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon Yman » 26. September 2018, 21:45

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Heiko Langhans hat geschrieben:Am 17. Oktober 1969 erschien der 426. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

H.G. Ewers: Das Ding auf dem Mond

Handlung

In der Realzeit, Mitte August 3433, warten die Verantwortlichen der Solaren Regierung weiter auf ein Lebenszeichen der Zeitexpedition. Ein Ausbruchversuch der Cappins wird ohne Probleme zurückgeschlagen.

In der Vergangenheit ist der Ertruser Tajiri Kase von seiner Verletzung genesen. Atlan, Alaska Saedelaere, Fellmer Lloyd und Joaquin Manuel Cascal starten mit der Space-Jet MOPY aus dem Nullzeitdeformator zu einem Erkundungsflug ins All.

Beim Überflug des lunaren Südpols bricht Alaska mit Schaum vor dem Mund zusammen. Auch Fellmer spürt sechsdimensionale Impulse. Die Orter entdecken eine circa 30 Meter lange goldene Spindel, eine Miniaturausgabe des Todessatelliten. Die Space-Jet setzt sich zur Erde ab, um niemanden zu gefährden.


Das an sich hätte eine interessante, gute Geschichte abgegeben, aber es kommt anders. Nach der Rückkehr zur Erde fallen alle Antigravaggregate und höherdimensionalen Schutzschirme aus, eigentlich so ziemlich alles an Hypertechnik, ausgenommen Impulsstrahler und Desintegratoren, und mit diesen Waffen werden ganze Horden von Präbios zu Asche verbrannt. Es geht wohl in die Zehntausende, und es wird immer wieder betont, dass man keine Wahl habe, da es um das Überleben der Ersten und Zweiten Menschheit geht.

Erfreulicherweise spielt Cascal nur noch eine kleine Rolle, Perry Rhodan und Atlan stehen im Vordergrund. Da es zum Kontakt mit den Lemurern kommt, spielen auch der Anthropologe Bashra und der Psychologe Multer Prest eine Rolle, was den Roman in dieser Hinsicht noch angenehm gestaltet, aber das Niveau des Voltz-Romans, mit dem die Zeitreise startete, wird nicht erreicht.

Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon Yman » 9. Oktober 2018, 17:06

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Heiko Langhans hat geschrieben:Am 24. Oktober 1969 erschien der 427. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

Clark Darlton: Am See der Götter


Handlung
In der Realzeit des Jahres 3433 brütet Reginald Bull über den Tücken der Zeitparadoxa und fragt sich, warum Zeit vergeht, bis die Expedition zurückkehrt...

55.000 Jahre vor der Jetztzeit hat die Expedition handfeste Probleme. Alle auf 5- und 6-D Basis arbeitenden Geräte sind ausgefallen. Mit den beiden Shifts, einem lemurischen Flussschiff, der MONOSATIS, und einem lemurischen Luftschiff, der ARGON, wird eine Expedition ausgerüstet, die ins Land Thoronis und zum Schwarzen See führt. Der See soll die Basis der Goldenen Spindel sein.


Ich fand den Roman tödlich langweilig. Bis zur Ankunft am Schwarzen See (aus Asphalt) vergeht eine endlos langweilige Zeit. Wie im letzten Roman greifen wieder Zentauren, Zyklopen usw. an, und wieder einmal werden die Impulsstrahler eingesetzt, um die Angriffe mit hohen Verlusten für die Angreifer abzuwehren, ohne dass sich dadurch etwas Wesentliches ändert. Am Asphaltsee unternehmen Ras und Gucky einen Teleporterversuch, der misslingt. Sie müssen dann von Tolot und dem Paladin gerettet werden und können danach nicht mehr teleportieren. Es deutet sich an, dass der Paladin vorrücken und die Station im See ausschalten muss. Da der nächste Roman "Die Stunde der Thunderbolts" heißt und von William Voltz stammt, habe ich Hoffnung, dass es wieder besser wird.

Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon Yman » 6. Februar 2019, 17:03

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Yman
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Heiko Langhans hat geschrieben:Am 31. Oktober 1969 erschien der 428. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

William Voltz: Die Stunde der Thunderbolts


Die Nullzeitdeformator-Expedition hat eine Insel erreicht, die von einem glühenden Asphaltsee umgeben und durch einen Schutzschirm gesichert ist. Außerdem geht von der Insel eine schädliche Strahlung aus, die Tiere tötet und Positroniken stört. Auf der Insel soll sich die goldene Spindel befinden, die den Deformator an der Rückkehr in die Gegenwart hindert.

Da andere Alternativen ausscheiden, soll der Paladin, während die Inselpositronik mit Vulkanausbrüchen beschäftigt ist, durch den Asphaltsee zur Insel gelangen und den Schutzschirm ausschalten, so dass die beiden Shifts und vier Kampfroboter nachrücken können. Die beiden Teleporter Gucky und Tschubai teleportieren zu 23 Vulkanen, um diese später per Knopfdruck durch Sprengungen aktiv werden lassen zu können. Das Problem ist: Brechen zu viele Vulkane gleichzeit aus, könnte die ganze Insel im entstehenden Chaos versinken, mit unabsehbaren Folgen.

Anfangs beschreibt der Roman die gedrückte und angespannte Stimmung sehr gut, die im Lager der Expedition herrscht. Danach erfolgt ein Angriff der Präbios, der natürlich abgewehrt wird. Dabei spielt eine Tolot eine bedeutende Rolle. Gucky und Tschubai werden aktiv, die Vulkane werden aktiv, und dann kommt die Stunde der Thunderbolts. Der Paladin marschiert in den Asphaltsee. Obwohl das für Perry-Rhodan-Verhältnisse nicht wirklich etwas Besonderes ist, gelingt es Willi Voltz daraus, einen relativ spannenden Roman zu machen.

Dabei stellt Voltz das Ubootähnliche der Situation heraus, in der die Thundertbolts gefangen sind. Sie sind zum Erfolg oder zum Untergang verurteilt. Der glühende Asphalt ist nicht die größte Bedrohung. Die größte Bedrohung ist die Inselstrahlung, die die Positronik lahmzulegen droht. EIn Totalausfall der Positronik verurteilt den Paladin zur Bewegungsunfähigkeit. Interessant dabei war, dass die Positronik als lernfähig im Sinne einer künstlichen Intelligenz dargestellt wurde, die in der Lage ist, Teilausfälle zu kompensieren.

Am Ende wütet der Paladin im Inneren der Insel und zerstört Dutzende von Robotern und wichtige Anlagen, bis der Schutzschirm zusammenbricht und weitere Expeditionsmitglieder nachrücken können. Dieser Teil, die letzten zehn Seiten, war dann nicht mehr so interessant. Eine automatisierte Station ist an sich schon nicht sehr interessant, und es geschah dann auch nichts Besonderes, außer dass die riesige goldene Spindel durchsichtig wurde und verschwand, wonach der Deformator wieder funktionierte.

Atlan und Perry philosophieren noch ein wenig darüber, ob das Verändern der Vergangenheit vorherbestimmt war oder nicht bzw. ob es gefährlich ist oder nicht. Perry wirkt hier sehr sorglos.

Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon Richard » 7. Februar 2019, 05:04

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Richard
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Perry wusste wohl auch da bereits: "Es geschieht weil es bereits geschah!".

Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon Homer G Adams » 12. Februar 2019, 15:33

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Spoiler:
So, jetzt eben gerade PR-Nosta aus dem Jahr 1969 von Kneifel gelesen. Dort führte Kneifel die Figur von Joaquin Cascal ein. Glaube der zweite Band von Cascal. Kneifel Figuren damals sind ja alle ‚Marlboro Männer’, die sich ziemlich gleichen. :D

Was mich an solchen Retro-Romanen fasziniert ist folgende Szene. Da wird Cascal von Solab-Agenten zu einem Solab-Treffen überraschend abgeholt. Seine Freundin wartet mit dem Frühstück auf ihn und er ‚ruft’ sie schnell mal an, dass er drei Tage weg ist. Dabei benutzt er natürlich KEIN Handy oder Komlink, sondern muss rasch in die nächste Tarsi…äh, Visiphon-Zelle, um die Freundin zu kontaktieren.
Dann hört er Musik auf Kassetten und das im Jahr 3433.

Selbst SF-Autoren konnten sich 1969 nicht vorstellen, wie rasch vor allem die Kommunikationstechnik sich entwickelt. Auf der anderen Seite setzt er sich in Transmitterkabinen und überwindet mal geschwind 7000 Lichtjahre und geht durch ein temporales Feld, dass ihn einige Sekunden in die Zukunft versetzt, um ins Solsystem zu gelangen. Wen es interessiert es ist der Cappin- Zyklus.

Das mit den Telefonzellen und Kassettenrekorder sind einfach köstliche Retro-Momente die zur EA-Serie gehören.

Wir Alt-Leser lieben einfach diese Nostalgie- Szenen. Oder?
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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon Richard » 13. Februar 2019, 02:07

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Also damals - 1969 - waren diese Dinger halt noch allgegenwärtig im Alltag.

Spoiler:
Zumindest hier in *.at gibts immer noch Öffentliche Telefonzellen - ich glaube, die Telekom ist verpflichtet eine gewisse Anzahl davon zu betreiben damit auch Leute, die nicht aus dem betreffenden Ort stammen, telefonieren können. Wobei interessanterweise - oder eben konsequenterweise - hier primär Münztelefone betrieben werden.
-> Münzen hat man wohl eher mal als passende Telefonwertkarten ... wobei natürlich Telefonwertkarten an sich weniger Arbeit machen weil man da kein Geld abholen muss ;) ).

Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon Moonbiker » 13. Februar 2019, 08:57

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Re: Klassiker - Die Cappins

Beitragvon Homer G Adams » 13. Februar 2019, 10:08

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Richard hat geschrieben:Also damals - 1969 - waren diese Dinger halt noch allgegenwärtig im Alltag.

Spoiler:
Zumindest hier in *.at gibts immer noch Öffentliche Telefonzellen - ich glaube, die Telekom ist verpflichtet eine gewisse Anzahl davon zu betreiben damit auch Leute, die nicht aus dem betreffenden Ort stammen, telefonieren können. Wobei interessanterweise - oder eben konsequenterweise - hier primär Münztelefone betrieben werden.
-> Münzen hat man wohl eher mal als passende Telefonwertkarten ... wobei natürlich Telefonwertkarten an sich weniger Arbeit machen weil man da kein Geld abholen muss ;) ).



Mag stimmen, aber Cascal hielt sich im Jahr 3433 auf und dort gab es immer noch Zellen. Transmitterzellen okay, aber Telefon.. :-=

Nein, ich war ja damals erst drei Jahre bei PR. Niemand konnte sich damals die Entwicklung der Computer und Komm-Technik vorstellen.

Heutzutage gehört das halt zum Charm der alten PR-Romane. Und viele 'Altleser' lesen das halt sehr gerne. :st:
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