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die aktuelle Entwicklung des Zyklus? - Note 1
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Abstimmungen insgesamt : 182

Re: Spoiler 2999: Genesis, von Kai Hirdt

Beitragvon astroGK » 8. Februar 2019, 18:38

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astroGK
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lichtman hat geschrieben:
Faktor10 hat geschrieben:
Stattdessen fällt reichlich unmotiviert ein anderer Name:

[i]Superintelligenzen, die keine Mächtigkeitsballung aufgebaut haben und durch die Universen ziehen. Wie NADALEE, die Wandlerin, die ES einst begleitete.
Wie wäre es mal mit einem Superintelligenzen Duo CHANTALLE und KEVIN, die durchs Universum ziehen und lauter Schwachsinn produzieren? Rhodan der als Art Babysitter beauftragt war , dem sie entlaufen sind und der jetzt immer hinterher hechelt um das Gröbste noch zu verhindern auf dieser Spur des Grauens :lol: :D
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Leticron59
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Das war er nun - 2999.

Spannend geschrieben, obwohl es manchmal auch ermüdend war, weil man als Leser weiss, dass selbst die unüberwindlichsten Hindernisse dann doch überwunden werden.

Gegen Ende hin hatte er leider Starwars-Niveau: Alle liegen sich glücklich in den Armen, irgendetwas Kuscheliges hüpft durch die Szene - Freunde trennen sich.

Da hätte ich mir mehr versprochen - immerhin ging dieser Grosszyklus 6 Jahre - also fast so lang wie GoT.

Und stand dieser anderen Serien an Schurken-Anzahl nicht nach.

Leider sind wieder viele Fragen offen geblieben.

Für mich die Spannendste: Was war denn das mit den Thogondu ? Wofür hat es die gebraucht ?

Re: Spoiler 2999: Genesis, von Kai Hirdt

Beitragvon R.B. » 8. Februar 2019, 19:16

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R.B.
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Roman gelesen und für gut befunden. Keine Frage.

Wie ich das Ende des 300 Bände umfassenden Großzyklus jetzt finde, weiß ich noch nicht. Irgendwas fehlte mir da. Immerhin waren das 6 Jahre seit Band 2700...
Leticron59 hat geschrieben:Da hätte ich mir mehr versprochen

Ja. So gehts mir auch.

Immerhin war ein Kernsatz darin enthalten, diesmal von Gucky: "Perry I reicht normalerweise voll und ganz, um uns in Schwierigkeiten zu birngen."
Recht hat er. Seit 2999 Romanen ist das so.
:D
Und ein Ende ist nicht absehbar.
"It is a pleasure and an honor to sign the Golden Book of this ancient city (...).
It is in this spirit that I come to Cologne to see the best of the past and the most promising of the future. May I greet you with the old Rhenish saying: Kölle Alaaf!"
John F. Kennedy am 23. Juni 1963 auf dem Balkon des Rathauses zu Köln am Rhein.

Re: Spoiler 2999: Genesis, von Kai Hirdt

Beitragvon Faktor10 » 8. Februar 2019, 19:24

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Faktor10
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Ich habe nach längere Zeit wieder angefangen die EA zu lesen und nicht nur den Spoiler. Band 2999 war nach langer Zeit mein erster wieder. Ich fand den Roman gut. Ganz einfach ausgedrückt. Mögen manche Fragen auch nicht gelöst sein so kann ich damit leben. Ich habe ja wohl auch nicht alle Fragen mitbekommen :D . Kai Hirdt hat sehr flüssig und unterhaltsam geschrieben. Ich hoffe er bleibt der EA erhalten. Nun freue ich mich auf Band 3000.
Unbelehrbarer Altleser.Allem Neuen aber aufgeschlossen. Leider mit ausgeprägter Rechtschreibschwäche.
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Oceanlover
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Ich hätte auch gerne mehr Kai Hirdt in der Erstauflage. :) Toll geschriebener Roman! Zusammen mit dem Band von Wim Vandemaan bilden die letzten von Kai verfassten Hefte die Höhepunkte der letzten Zeit. Ich hätte mir diese Spannung und intensive Handlung gern schon etwas eher gewünscht. Aber Ende gut, alles gut.

Viel Lesestoff, wie der zuendegegangene Großzyklus hat es stets an sich, für die unterschiedlichsten Geschmäcker konzipiert zu sein. Insoweit klar, dass es aus der jeweiligen Sicht Höhen und Tiefen gab. Insgesamt kann ich für mich sagen, dass es nach für mich langweiligen Phasen immer wieder interessant wurde und ich mich insgesamt gut unterhalten fühlte. Die letzten guten Romane machen jedenfalls Lust auf den neuen Zyklus. Ich bin dabei. :)
Nette Grüße
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AARN MUNRO
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Mr Frost hat geschrieben:
Kai Hirdt hat geschrieben:Nee, nee … Ein Seitenhieb gegen das Forum habe ich mir ein einziges Mal geleistet, nach einer wirklich übertriebenen Diskussion über den Ausdruck "Vakuumeinbruch". Ansonsten bleibt das hier Geschriebene schön außen vor. :)

Im übrigen gibt es für den hier aktiven Autor doch überwiegend sehr viel Lob, würde ich meinen...;-)



Ich möchte den Hype ja nicht ausbremsen, aber mir sind schon ein paar Holperer aufgefallen. Aber global gut, zugegeben. ^_^
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AARN MUNRO
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Teumessia schreibt :
Spoiler:
AARN MUNRO hat geschrieben:
Also ich bin noch mitten drin. Einige Handlungsunklarheiten. Mussten die F-16 wirklich abgeschossen werden? Atlan "meckert", das passt nicht zu seinem Psychogramm, er "mahnt" höchstens.


Leider ja. Die Piloten könnten auch Aggregate gewesen sein, die nur nah genug an die RAS THSCUBAI herankommen wollten oder irgendein anderer Trick.


Von außen konnten die Aggregate doch gar nichts machen. Der HÜ-Schirm war aktiviert. Selbst bei Explosionen hätte das nichts getan.
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astroGK hat geschrieben:
lichtman hat geschrieben:
Faktor10 hat geschrieben:
Stattdessen fällt reichlich unmotiviert ein anderer Name:

[i]Superintelligenzen, die keine Mächtigkeitsballung aufgebaut haben und durch die Universen ziehen. Wie NADALEE, die Wandlerin, die ES einst begleitete.
Wie wäre es mal mit einem Superintelligenzen Duo CHANTALLE und KEVIN, die durchs Universum ziehen und lauter Schwachsinn produzieren? Rhodan der als Art Babysitter beauftragt war , dem sie entlaufen sind und der jetzt immer hinterher hechelt um das Gröbste noch zu verhindern auf dieser Spur des Grauens :lol: :D



Du könntest sie auch VALERIAN und LAURELINE/VERONIQUE nennen. :D
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Re: Spoiler 2999: Genesis, von Kai Hirdt

Beitragvon Brazos » 9. Februar 2019, 11:41

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Brazos
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Der Roman an sich war sehr gut geschrieben und flüssig zu lesen. Für den Autor hier eine klare Nr. 1.

Aber... das soll ein x999er Band sein? Dafür war er zu belanglos und zu vorhersehbar.

Zumindest für mich war leider klar, dass Adam rausgeschrieben wird. Und das auch noch in dieser Form, dass ja - vielleicht - doch noch Reste von ihm auf Wanderer unterwegs sind. Kann man nicht ein einziges Mail einen Bösewicht wirklich final aus der Serie katapultieren. Mir ist schon klar, dass die Reste als Aufhänger benutzt wurden, um Ernst Ellert auf Wanderer zu deponieren (wofür wurde er eigentlich wieder erweckt?).

Ebenso kam in letzter Zeit deutlich rüber, dass die Autoren nichts mit diesem komischen (Vogel-)Pärchen anfangen konnten, die Vermutung lag nahe, dass auch hier zum Zyklusende was passiert.

Dass der Weltenbrand gelöscht wird, war auch klar. Ich hätte mir gewünscht, dass beim Löschen etwas schiefgeht, eventuell in der Form, dass die Milchstraße für ein paar hundert Jahre trotz allem nicht bewohnbar wird, der Rest des Weltenbrandthemas (Unumkehrbarkeit, Ausbreitung, etc.) aber doch erledigt wird. Da hätte man - glaube ich - viele interessante Storylines daraus kreieren können.

Das ganze spielt auf Wanderer, aber der SoW, der sonst immer auf Wanderer vorherrscht, war leider überhaupt nicht vorhanden, die Story hätte auf jedem x-beliebigen Planeten spielen können.

Ich will gar nicht mit der Entsorgung der Statue bzw. des (Super-)Mutanten anfangen, hier kam für mich keinerlei sinnvoll begründete Motivation vom Mutanten rüber, warum er das getan hat, was er im Roman dann getan hat.

Zum Zyklus:
Überhaupt kann ich mit dem Zyklus nicht so wirklich viel anfangen, bei dem Gemini-Thema in der Milchstraße habe ich mich durchquälen müssen (vor allem bei den ganzen Kinder-Romanen), die Thoogondu waren vom Konzept her interessant, aber irgendwie kam mir vor allem das Gilden-Thema zu flach rüber, da hätte man ruhig noch weiter in die Tiefe gehen können. Und das Weltenbrand-Thema (vor allem die Adam- und Rhodan II-Romane waren für mich auch teilweise eine große Quälerei).

Es ist wirklich schade, denn in diesem Zyklus wurden so viele Themen geöffnet (zu viele?), die enormes Potential hatten, das leider großteils vergeben wurde, weil - meines Erachtens aufgrund der Fülle an Themen - das meiste nur sehr oberflächlich behandelt wurde, dafür gab es so "tolle" Romane, die sich hauptsächlich um Kinder drehten und andere Romane, die eher psychologischen Abhandlungen glichen, als spannenden SF-Romanen.

Band 3000 - Ausblick
Und wenn ich mir die Thematik ab Band 3000 ansehe (zumindest aus den bisherigen Infos, die man hat), dann weiß ich wirklich nicht, was ich davon halten soll. Nur kurz ein paar Gedanken dazu:

    Mythos Erde - heißt wohl die Erde/Sonnensystem ist verschwunden / nicht erreichbar / gesperrt etc. - ganz was Neues, ich glaube, das hatten wir schon mal...

    Perry ist der Feind in der Milchstraße - ist wohl der Böse, weil er den Weltenbrand ausgelöst hat (zumindest der offiziellen Meinung nach), dass er ihn gelöscht hat, konnte ja nicht kommuniziert werden. Hier wird also die Handlung: Perry ist der Feind in die Milchstraße verlegt, anstatt in einer anderen Galaxis abzuhandeln, naja

    Und es gibt wieder neue "Invasoren" in der Milchstraße, die für Frieden sorgen bzw. sorgen wollen und als die Guten angesehen werden? Ääääääh, hatten wir nicht ein ähnliches Thema in den letzten paar hundert Bänden? :unschuldig:
Vielleicht erwarte ich zu viel von den heutigen Autoren/der heutigen Redaktion, aber so wirklich reißt mich der Ausblick nicht vom Hocker (ich bin vermutlich auch schon zu lange dabei, als dass es noch viel Neues gibt, ich weiß nicht).

Ich hätte gerne wieder mal einen Zyklus, der nach SoW riecht ohne ins extrem Fantasy-artige wie die unselige Geschichte mit den Jenzeitigen Landen, abzudriften; einen Zyklus, in dem die Milchstraße mal keine (oder fast keine) Rolle spielt, in dem es ausnahmsweise keine Invasoren gibt, die wieder mal die Erde und die Milchstraße bedrohen; einen Zyklus, in dem - ohne psychologisches Gemurks - Perry und Co die Helden sind und in fernen Galaxien wirklich spannende SoW-Rätsel finden und lösen (ich denke dabei sehr gern an einen Zyklus wie die Kosmischen Burgen). Sowas in dieser Richtung halt. Ich mag einfach strahlende Helden, die nicht jede Entscheidung hunderttausendmal hinterfragen und auch noch seitenlang Innenansichten für eine kleine Entscheidung beschrieben werden.

Da bin ich wohl doch zu viel alte Schule :o(

Nichtsdestotrotz werde ich - wie schon die letzten 37 Jahre - jede Woche PR weiter lesen und vielleicht werde ich ja positiv überrascht.

Sorry, eigentlich wollte ich nur kurz meine 2Cents abgeben, aber irgendwie ist daraus wohl ein Dollar geworden. :unschuldig:

Have a nice Day!

Re: Spoiler 2999: Genesis, von Kai Hirdt

Beitragvon ParaMag » 9. Februar 2019, 13:52

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Faktor10 hat geschrieben:Ich habe nach längere Zeit wieder angefangen die EA zu lesen und nicht nur den Spoiler. Band 2999 war nach langer Zeit mein erster wieder. Ich fand den Roman gut. Ganz einfach ausgedrückt. Mögen manche Fragen auch nicht gelöst sein so kann ich damit leben. Ich habe ja wohl auch nicht alle Fragen mitbekommen :D . Kai Hirdt hat sehr flüssig und unterhaltsam geschrieben. Ich hoffe er bleibt der EA erhalten. Nun freue ich mich auf Band 3000.


In den Kurzgeschichten "Die verlorenen Jahrhunderte" wird noch was zum Schicksal z. B. Florence Hornigold und den Gäonen erzählt.
Florence war auf jedenfall gut.

Nun nachträglich zum von mir Beschriebenen "da fehlt noch was und das Duo 98/99er als Vorbereitungsromane für den 3000 zu sehen". Dabei wurde meiner bescheidenen Meinung nach "vergessen" das es ein Abschlußroman für mehrere Jahre mehr oder weniger Lesevergnügen sein soll.
Dies liegt m. M. n. aber nicht an den Autoren, diese haben m. M. n. teils hervorragende Arbeiten abgeliefert. Mir hat öfters das verbindende, der übergeordnete Zusammenhang gefehlt, die teils hervorragenden Ideen zu einem größeren Ganzen zu verbinden.
Wie geschrieben meine bescheidene Meinung und Gefühl. :unschuldig:
Es ist schon ein großer Fortschritt, den Willen zum Fortschritt zu haben.
Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr.

Re: Spoiler 2999: Genesis, von Kai Hirdt

Beitragvon Casaloki » 9. Februar 2019, 14:23

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Der letzte Roman endete mit den Schreien Homunks. Was mir einen Schauer über den Rücken laufen lies. Und nun, in 2999? Hat er damit aufgehört. Ich hab weder verstanden, warum er geschrien hat noch, warum er jetzt damit aufgehört hat. :(
"Ich habe Dinge gesehen, die ihr Menschen niemals glauben würdet. Gigantische Schiffe, die brannten, draußen vor der Schulter des Orion. Und ich habe C-Beams gesehen, glitzernd im Dunkel, nahe dem Thannhäuser Tor. All diese Momente werden verloren sein in der Zeit, so wie Tränen im Regen." Blade Runner
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Brazos hat geschrieben:
Spoiler:
Der Roman an sich war sehr gut geschrieben und flüssig zu lesen. Für den Autor hier eine klare Nr. 1.

Aber... das soll ein x999er Band sein? Dafür war er zu belanglos und zu vorhersehbar.

Zumindest für mich war leider klar, dass Adam rausgeschrieben wird. Und das auch noch in dieser Form, dass ja - vielleicht - doch noch Reste von ihm auf Wanderer unterwegs sind. Kann man nicht ein einziges Mail einen Bösewicht wirklich final aus der Serie katapultieren. Mir ist schon klar, dass die Reste als Aufhänger benutzt wurden, um Ernst Ellert auf Wanderer zu deponieren (wofür wurde er eigentlich wieder erweckt?).

Ebenso kam in letzter Zeit deutlich rüber, dass die Autoren nichts mit diesem komischen (Vogel-)Pärchen anfangen konnten, die Vermutung lag nahe, dass auch hier zum Zyklusende was passiert.

Dass der Weltenbrand gelöscht wird, war auch klar. Ich hätte mir gewünscht, dass beim Löschen etwas schiefgeht, eventuell in der Form, dass die Milchstraße für ein paar hundert Jahre trotz allem nicht bewohnbar wird, der Rest des Weltenbrandthemas (Unumkehrbarkeit, Ausbreitung, etc.) aber doch erledigt wird. Da hätte man - glaube ich - viele interessante Storylines daraus kreieren können.

Das ganze spielt auf Wanderer, aber der SoW, der sonst immer auf Wanderer vorherrscht, war leider überhaupt nicht vorhanden, die Story hätte auf jedem x-beliebigen Planeten spielen können.

Ich will gar nicht mit der Entsorgung der Statue bzw. des (Super-)Mutanten anfangen, hier kam für mich keinerlei sinnvoll begründete Motivation vom Mutanten rüber, warum er das getan hat, was er im Roman dann getan hat.

Zum Zyklus:
Überhaupt kann ich mit dem Zyklus nicht so wirklich viel anfangen, bei dem Gemini-Thema in der Milchstraße habe ich mich durchquälen müssen (vor allem bei den ganzen Kinder-Romanen), die Thoogondu waren vom Konzept her interessant, aber irgendwie kam mir vor allem das Gilden-Thema zu flach rüber, da hätte man ruhig noch weiter in die Tiefe gehen können. Und das Weltenbrand-Thema (vor allem die Adam- und Rhodan II-Romane waren für mich auch teilweise eine große Quälerei).

Es ist wirklich schade, denn in diesem Zyklus wurden so viele Themen geöffnet (zu viele?), die enormes Potential hatten, das leider großteils vergeben wurde, weil - meines Erachtens aufgrund der Fülle an Themen - das meiste nur sehr oberflächlich behandelt wurde, dafür gab es so "tolle" Romane, die sich hauptsächlich um Kinder drehten und andere Romane, die eher psychologischen Abhandlungen glichen, als spannenden SF-Romanen.

Band 3000 - Ausblick
Und wenn ich mir die Thematik ab Band 3000 ansehe (zumindest aus den bisherigen Infos, die man hat), dann weiß ich wirklich nicht, was ich davon halten soll. Nur kurz ein paar Gedanken dazu:

    Mythos Erde - heißt wohl die Erde/Sonnensystem ist verschwunden / nicht erreichbar / gesperrt etc. - ganz was Neues, ich glaube, das hatten wir schon mal...

    Perry ist der Feind in der Milchstraße - ist wohl der Böse, weil er den Weltenbrand ausgelöst hat (zumindest der offiziellen Meinung nach), dass er ihn gelöscht hat, konnte ja nicht kommuniziert werden. Hier wird also die Handlung: Perry ist der Feind in die Milchstraße verlegt, anstatt in einer anderen Galaxis abzuhandeln, naja

    Und es gibt wieder neue "Invasoren" in der Milchstraße, die für Frieden sorgen bzw. sorgen wollen und als die Guten angesehen werden? Ääääääh, hatten wir nicht ein ähnliches Thema in den letzten paar hundert Bänden? :unschuldig:
Vielleicht erwarte ich zu viel von den heutigen Autoren/der heutigen Redaktion, aber so wirklich reißt mich der Ausblick nicht vom Hocker (ich bin vermutlich auch schon zu lange dabei, als dass es noch viel Neues gibt, ich weiß nicht).

Ich hätte gerne wieder mal einen Zyklus, der nach SoW riecht ohne ins extrem Fantasy-artige wie die unselige Geschichte mit den Jenzeitigen Landen, abzudriften; einen Zyklus, in dem die Milchstraße mal keine (oder fast keine) Rolle spielt, in dem es ausnahmsweise keine Invasoren gibt, die wieder mal die Erde und die Milchstraße bedrohen; einen Zyklus, in dem - ohne psychologisches Gemurks - Perry und Co die Helden sind und in fernen Galaxien wirklich spannende SoW-Rätsel finden und lösen (ich denke dabei sehr gern an einen Zyklus wie die Kosmischen Burgen). Sowas in dieser Richtung halt. Ich mag einfach strahlende Helden, die nicht jede Entscheidung hunderttausendmal hinterfragen und auch noch seitenlang Innenansichten für eine kleine Entscheidung beschrieben werden.

Da bin ich wohl doch zu viel alte Schule :o(

Nichtsdestotrotz werde ich - wie schon die letzten 37 Jahre - jede Woche PR weiter lesen und vielleicht werde ich ja positiv überrascht.

Sorry, eigentlich wollte ich nur kurz meine 2Cents abgeben, aber irgendwie ist daraus wohl ein Dollar geworden. :unschuldig:

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Ich bin da ganz auf Deiner Seite. Fast alle die von Dir angesprochenen Themen sind auch meine Meinung. Weg von der MS, hin in ferne Gegenden, mit Flotten oder kleineren Gruppen von Schiffen, auf zu fernen, fremden (technischen) Abenteuern ... mit vielen schönen Entdeckeungen, Kämpfen, Kommandounternehmen, mit Perry, Bully und Atlan vornweg. aber ich bin auch zu sehr slte Schule ... dazu wird_s wohl erst einmal nicjt kommen.
Zuletzt geändert von Moonbiker am 9. Februar 2019, 15:06, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Tags verbessert
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Re: Spoiler 2999: Genesis, von Kai Hirdt

Beitragvon Tennessee » 9. Februar 2019, 15:44

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Tennessee
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Die Neukonnotation des Tradierten oder das pseudoparadoxe Symbolspiel der Genesis

Der Abschlussband des Genesis-Zyklus hat mich in mehrfacher Hinsicht überrascht. Erwartet hatte ich so einiges, nicht aber einen Roman, der in inhaltlich vielfältiger Weise richtungsweisend für uns Leser sein würde und dessen symbolischer, metaphorischer und metaphysischer Gehalt eine Art konzeptioneller Imprint der zukünftigen Perry Rhodan Serie darstellt.

Aber alles der Reihe nach: Rhodan erreicht mit der RAS TSCHUBAI und seinen Begleitern die Kunstwelt Wanderer. Die Begegnung mit dieser Welt ist alles andere als wunderbar. Die Kunstwelt des einstigen Mentors der Menschheit zeigt sich fast schon fremd, ablehnend und von von jeglicher Vertrautheit befreit, die sonst selbst in Restschwingungen und zuversichtlicher Gewissheit unseren Protagonisten immer zur Seite stand; ES selbst ist abwesend oder anwesend oder nicht existent - und mit all dem ist auch schon der erst Schlüssel gegeben, der diesen Roman in einer seiner Tiefenbedeutung on seiner hermetischen Tiefe befreit.
Gemeinsam mit den Protagonisten erlebt oder besser erliest der Perry Rhodan-Fan den aktuellen Zustand Wanderers und erlebt dabei eine Entromantisierung eines der konstantesten Elemente der PR-Serie: Wanderer ist fremd, unvertraut und damit dekonstruiert der Roman die über viele Jahre hinweg aufgebaute symbolische Konstante des Kunstplanten. Der sachliche, ja beinahe schon ignorante Blick der Handlungsträger auf die Wunder Wanderers, nimmt auch den Blick des Lesers mit auf einen Bedeutungswandel, eine Art „Neukonnotation des Tradierten“, der den gewachsenen symbolischen Boden Wanderers umdeutet und auf eine neue Blickrichtung leitet, die wir vielleicht in Zukunft noch stärker erlesen werden: Aus Vertrautheit wird das Fremde, die Sicherheit weicht der Ablehnung; die Kunstwelt Wanderer ist nicht mehr der gewohnte Sitz der Superintelligenz ES, welcher auch stets für die gute Sittlichkeit der Haupthandlungsträger stand. Die Fremdheit wird zur Metapher der Ablehnung und der Werteneuorientierung der unsterblichen Protagonisten.

Doch nun zum Zentrum des Geschehens, den Kampf der Protagonisten gegen Adam von Aures. Zugegeben - und das könnte man dem Roman wohlwollend zur Kritik reichen - ist dieser Teil des Romans voller - zu voll? - Andeutungen, Symboländerungen, metaphorischer und metaphysischer Doppelhandlungen. In einem pseudoparadoxen Symbolspiel tritt Adam von Aures gegen unsere Protagonisten an. Adam, der nicht umsonst den biblischen Namen des ersten Menschen trägt, will eine neue Lebenssphäre des technisch-maschinellen Lebens schaffen. Schon sein Name deutet an, dass Adam hier als Urvater einer neuen Lebenswelt verstanden werden soll, Schöpfer und Erschaffer zugleich, skrupellos, zielorientiert und ohne moralische Grenzen. Wie die Figur Adams in der Bibel trägt dieser Name zugleich das Wissen um den Sündenfall mit sich und der Leser wird mit der diffus konturierten Gewissheit konfrontiert, dass das Handeln Adams trotz aller göttlichen Schöpferkraft mit einem unmoralischen Wertekosmos gefüllt ist. Und es ist ausgerechnet das Leben, in der Form der Zellaktivatoren, das Adam zum Scheitern bringen wird. Für ihn und für den Leser zeigt sich dieser Widerspruch als delikater Leckerbissen der Ironie: Ausgerechnet das Ewige Leben auf der Welt des ewigen Lebens bringt dem Schöpfer einer neuen Lebenssphäre den Tod bzw. durchkreuzt seine Pläne. Dabei transzendiert der opferungsvolle Tod Lua Virtanens und Vogel Ziellos' die technisch-materielle Diesseitigkeit Adams in die Bedeutungslosigkeit. Entgegen der Pläne Adams hat sich eben keine Lebenswelt des Technisch-Maschinellen gezeigt, sondern eine Lebenswelt des Geistigen und des Bewusstseins. Und so ist es auch kein Zufall, dass Adam von Aures Tod durch den Geist des Supermutanten Assan-Assoul vollzogen wird, welcher dadurch die erzählerische Absolution erhält und als Anti-Held Böll'scher Manier in die Rhodan-Geschichte eingehen wird: Wanderer bleibt der Ort der Unsterblichkeit, aber keiner Unsterblichkeit der technischen Errungenschaft mehr, sondern es ist ein a-lokaler Ort der Transzendenz, auf der die Unsterblichen, welche ihr ewiges Leben den kleinen Maschinchen namens Zellaktivator verdanken fremd bleiben werden. Auch deshalb ist es wohl keine Überraschung, dass ES, obgleich ein Geisteswesen der Unsterblichkeit, als Verleiher der Zellaktivatoren auf diesem Wanderer nicht mehr anzutreffen sein wird. Seine Gabe ist die Gabe des maschinellen Ewigen Lebens - Wanderer wird dieses nicht mehr willkommen heißen. Rhodan selbst wird dies im Roman auch erleben: Der Retter des Universums fühlt sich betrogen: „Das auch?“ - Eine lapidare Deutung seiner Rettungsaktion durch den Androiden Homunk und die nachgereichte Erklärung, dass die MB ES nun sicher sei vor „Vaganten“ verdeutlichen, dass Rhodan und Atlan nichts weiter mehr sein werden, als Informationsträger, die an der Gestaltung durch Wanderer nicht mehr beteiligt sein werden. Damit einher geht allerdings auch ein großer Befreiungsschlag: Wie der Ausbruch aus der fremdverschuldeten Unmündigkeit stellt die Neukonnotation Wanderers den Anfang wahrer Freiheit dar. Ungezwungen von den moralisch-sittlichen Symbolwelten Wanderers und der Superintelligenz ES werden sich unsere Protagonisten als Kinder der Aufklärung erkennen, sie sind metaphorische Freiheitskämpfer einer mündigen Menschheit. Die folgenden Bände werden den Weg dahin zeigen!

Durch diesen Roman erhält der Genesis-Zyklus nun letztendlich doch auch seine wahre Klärung und Erklärung. Es ist ein multidimensionaler Schlussstein, der wie ein Diamant mit vielen Facetten auf die vielen Ebenen der „Genesis“ anzudocken versteht. Die Erschaffung einer neuen Lebenswelt als utopisch-materieller Schöpfungsakt durch Adam von Aures ist die eine Seite dieser Facetten. Aber auch die oben ausgeführt Neukonnotation des Tradierten ist eine Genesis, ebenso wie auf der Seite der Leserschaft eine Genese der Neusymbolisierung initiiert wurde. Ein Roman, der auf vielen Ebenen zu überzeugen verstand und der in seiner literarischen Doppelführung ein Stück Zukunft der PERRY RHODAN Serie generiert - noch eine Genesis.

Abschließend sei noch kurz etwas zur Stilistik des Romans gesagt: Oszillierend zwischen fragil-intimer Sachlichkeit und lexikalischer Emotionalität brillierte Hirdt als ein Autor einer neuen Generation. Er bewies, dass er die symbolisch-metaphorisch aufgeladene Doppeldeutigkeit des Romans in geerdeter Prosa zu bändigen wusste und es zugleich verstand, die poetische Literarizität des Romankonzepts zu bewahren. Damit zeigte er sich als ein Autor von dialektischer Klarheit, der Strukturalismus und Dekonstruktivismus zu vereinen verstand und dem es gelang, den Leser zu einen wunderbaren Solotanz zu Zweien zu verführen.

lg
Ten.

P.S. Da ich dem Notensystem, so wie es ist nichts abgewinnen kann, habe ich niet "gevotet".
„Ein Wort“, sagte Humpty Dumpty, „bedeutet genau das, was ich es bedeuten lasse, nichts anderes.“
„Die Frage ist“, sagte Alice, „ob du Worten so viele Bedeutungen geben kannst“.
„Die Frage ist“, sagte Humpty Dumpty, „wer die Macht hat – das ist alles.“

Re: Spoiler 2999: Genesis, von Kai Hirdt

Beitragvon astroGK » 9. Februar 2019, 15:45

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Brazos hat geschrieben:Der Roman an sich war sehr gut geschrieben und flüssig zu lesen. Für den Autor hier eine klare Nr. 1.

Aber... das soll ein x999er Band sein? Dafür war er zu belanglos und zu vorhersehbar.
Belanglos für einen x999er?
Band 999 Rhodan kehrt nach Hause zurück. Gucky möchte nicht als Kaiser dargestellt werden. Die Orbiter Bedrohung ist keine mehr, weil Perry den Ritterstatus hat.
Oder war Band 1999 tatsächlich soviel besser als 2999?

Re: Spoiler 2999: Genesis, von Kai Hirdt

Beitragvon Casaloki » 9. Februar 2019, 16:08

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Tennessee hat geschrieben:Die Neukonnotation des Tradierten oder das pseudoparadoxe Symbolspiel der Genesis

Prima Analyse, die aber erst in vielleicht 10 Jahren und dann retrospektiv überprüfbar werden wird. (Oder sein wird? Wie muss es denn nun heissen?) Jetzt finde ich es noch zu früh, die Bedeutung dieses Romanes für "künftige Generationen" zu ermessen.
"Ich habe Dinge gesehen, die ihr Menschen niemals glauben würdet. Gigantische Schiffe, die brannten, draußen vor der Schulter des Orion. Und ich habe C-Beams gesehen, glitzernd im Dunkel, nahe dem Thannhäuser Tor. All diese Momente werden verloren sein in der Zeit, so wie Tränen im Regen." Blade Runner

Re: Spoiler 2999: Genesis, von Kai Hirdt

Beitragvon Tennessee » 9. Februar 2019, 16:31

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Tennessee
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Casaloki hat geschrieben:[...] retrospektiv überprüfbar werden wird. (Oder sein wird? Wie muss es denn nun heissen?) [...]


Salut Casaloki,

ohne Gewähr, so wie bei den Lotto-Zahlen:

1. Etwas wird überprüfbar werden. - Ist m.E. Futur-Passiv: Es wird überprüfbar (durch Leser) werden.
2. Etwas wird überprüfbar sein. - Ist m.E. Futur-Aktiv: Es wird (als Fakt) überprüfbar sein.

Richtig ist übrigens beides!

lg
Ten.

Edith: Obwohl.... *grübel*.... Das Wort "überprüfen" kann ja nur im Passiv stehen. Ein Überprüfen wird ja immer durch jmd/etwas durchgeführt... *grübel*.... Die deutsche Grammatik ist ein Wunderwerk der Fallen. *grinst wie eine satte Katze*

Piaf: Obwohl... "überprüfbar" ist ein Adverb.... *grübel* - Vergiss einfach, was ich geschrieben habe. :D
„Ein Wort“, sagte Humpty Dumpty, „bedeutet genau das, was ich es bedeuten lasse, nichts anderes.“
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Troh.Klaus
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Ein gelungener Roman, wenn auch nicht der ganz große Wurf zum Finale.

Mein kurzes Fazit zum Zyklus:

Ich bin nie wirklich warm damit geworden.
Nach dem Abzug der Atopen hatte ich gehofft, dass damit der aus meiner Sicht unsägliche JZL-Zyklus erledigt ist und alles was damit zu tun hatte, weg geschert wurde.
Die Thoogondu und die Gemini hätten auch ohne AvA und Weltenbrand ein interessantes Setting abgegeben.

Ich hoffe inständig, dass in dem neuen Zyklus nicht noch ein Krakenarm aus dem JZL-Zyklus auf seine Amputation wartet.
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Leticron59
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Es ist in der Tat erkennbar, dass die Menschheit offenbar künftig und auf lange Zeit ohne die Unterstützung einer SI auskommen muss.

Tut der Serie ja sicherlich auch mal gut.

Trotzdem bleibt ein schaler Nachgeschmack, wenn doch offenbar nach 6 Jahren alles auf einen Wellenbrand hinausläuft, der zu löschen war,
was nicht einfach, aber eben auch nicht unmöglich war.


Nur mal zur Erinnerung:

Dafür wurde ganz am Anfang des Zyklus eine Hilfsflotte zerschossen, später durch die Tiuphoren u.a. Ertrus verwüstet.

Der Chef hat sich fürs Solsystem erschiessen lassen.

Die Haluter bekamen die Pest, auf Arkon lief eine Art BREXIT

Tek ist tot , Gaumarol ist dahin , 3 Zellaktivatoren haben das Zeitliche gesegnet.

In der Folge gab es die Scherung - scheint im Nachhinein eine überzogene Lösung gewesen zu sein.

Eine pubertäre SI namens GESHOD wollte wohl erst mitspielen, hat es sich dann aber doch anders überlegt oder so...

Dann haben wir noch die GEMENI , die jetzt auch unverrichteter Dinge nach Hause fahren.

Und die in meinen Augen vollkommen überflüssigen Thogondu, die ES etwas zu neugierig wurden und die er deshalb verbannt hat.

Wenn man überlegt, welche Narrenfreiheit PR später hatte...


Wieviele Galaktiker könnten noch leben, hätte man gleich am Anfang AvA beim ersten Auftreten einen ZA an den Kopf geballert ?

In meinen Augen ein krasses Versagen des Atopischen Tribunals.

Die Herren Richter haben den Beipackzettel der Zukunft anscheinend nur überflogen
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Troh.Klaus
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Leticron59 hat geschrieben:Es ist in der Tat erkennbar, dass die Menschheit offenbar künftig und auf lange Zeit ohne die Unterstützung einer SI auskommen muss.
Die Herren Richter haben den Beipackzettel der Zukunft anscheinend nur überflogen

Tut ja nix. Da sie vom Ende der Zeit aus agieren, können sie ja nach jedem Fehlschlag eine neue Mission Possible starten, bis es irgendwann klappt. Das war z.B. der Trick bei Tifflors Raumschiff. Nur im Thez-losen gescherten Universum funzt das nicht mehr, da diese Trennung ja am Ende der Zeit angekommen resp. von dort initiiert wurde.
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Arthur Dent
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Troh.Klaus hat geschrieben:Ein gelungener Roman, wenn auch nicht der ganz große Wurf zum Finale.

Mein kurzes Fazit zum Zyklus:

Ich bin nie wirklich warm damit geworden.
Nach dem Abzug der Atopen hatte ich gehofft, dass damit der aus meiner Sicht unsägliche JZL-Zyklus erledigt ist und alles was damit zu tun hatte, weg geschert wurde.
Die Thoogondu und die Gemini hätten auch ohne AvA und Weltenbrand ein interessantes Setting abgegeben.

Ich hoffe inständig, dass in dem neuen Zyklus nicht noch ein Krakenarm aus dem JZL-Zyklus auf seine Amputation wartet.

Ich denke, ich kann Dich beruhigen. Das ExpoTeam machte hier in München nicht den Eindruck, dass es Thez und die Scherung überhaupt jemals nochmal aufgreifen wird. CM fand deutliche Worte.

Re: Spoiler 2999: Genesis, von Kai Hirdt

Beitragvon Goedda » 10. Februar 2019, 00:02

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Goedda
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Ich fand den Beginn des Roman stark mit der Rede von Perry Rhodan und der anschliessenden Diskussion bezüglich dieser Entscheidung (die Leute, die gehen wollen, auch gehen zu lassen). Kein Abschweifen an einen anderen Schauplatz oder ein Intermezzo aus den Gedanken eines Protagonisten, einer vergangenen oder zukünftigen Handlung. Sondern direkt hinein in die "Action" und zwar nahtlos dort wo der Vorgängerroman aufgehört hatte. MMn hat es sich bezahlt gemacht, dass Kai beide Romane dieses Doppelromans schrieb. Die anschliessende, kurze Besprechung bezüglich diesem Entscheid gefiel mir auch. Sachlich wurden Argumente ausgetauscht und PR konnte seine Entscheidung rechtfertigen, ohne die anderen zu brüskieren oder zu verärgern. Was mich ein wenig überraschte, war, wie viele Besatzungsmitglieder schlussendlich lieber ihr Glück mit Beibooten suchten und Perrys Mission nicht unterstützen wollten. Das mag realistisch gewesen sein, stimmte mich aber schon ein wenig traurig. Was ist aus den idealistischen Terranern geworden? Vielleicht sind sie nun wirklich emanzipiert und man muss sie ziehen lassen, wenn sie es denn wollen. Zudem, wer Perry blindlings folgt, hat u.U. eine kurze Lebensdauer… sollte man auch im Hinterkopf behalten ;)
Dann die Landung auf Wanderer mit der RAS und der "surreale" (©Macca) Angriff technologisch rückständiger Einheiten auf die RAS. Dabei fragte ich mich schon, wie AvA es schaffen konnte, einen 7D-Hyperzeit-Dingsbums-Schirm um Wanderer entstehen zu lassen, gleichzeitig aber keine anständige Waffe zur Hand hatte, um die RAS aufzuhalten. Das wurde im Verlauf des Romans dann aber doch sehr gut erklärt mit den Aussagen, dass AvA sich erst seit 2 Tagen auf Wanderer befände und dass schwere Waffen eh nicht optimal wären, weil die Stadt aufgeweckt werden könnte und diese dann Vergeltung üben würde. Das fand ich ein sehr gelungener Kniff von Kai, um die Auseinandersetzung zwischen PR und AvA spannend zu halten.
Überhaupt war die ganze Auseinandersetzung sehr spannend mMn, weil die kopierte Ritteraura zu verblassen und der Weltenbrand dauerhaft zu werden drohte. Ein klassisches Rennen gegen die Zeit, wobei die Zeit immer wieder manipuliert wurde und so dieses Rennen gegen die Zeit beinahe unerträglich werden liess.
Aber mit "Bauernopfern" konnten PR und seine Mitstreiter sich schliesslich doch quasi bis zur Ziellinie retten und AvA konfrontieren. Dass es dann der tefrodische Supermutant - von Zeno Kortins Dominanz durch PR befreit - war, der den entscheidenden Schlag gegen AvA durchführte bzw. half, ihn durchzuführen, das hatte ich nicht kommen sehen. Ich sollte mehr Aufmerksamkeit auf die Gespräche von PR und seinen diplomatischen Geplänkeln legen. Ein Dankeschön an Kai an dieser Stelle, dass er diesen Faden im Roman wieder aufnahm und so schön erläuterte, weil so schlampige Leser wie ich das sonst schlicht nicht bemerkt hätten. :(
Beim grossen Finale fand PR II nicht mal ein unrühmliches Ende, sondern überlebte und darf nun tatsächlich in sein Universum / seine Enklave zurückkehren. Mehr noch, er erhielt von Homunk die Möglichkeit, zwischen den verschiedenen Enklaven zu reisen. Das ist schon was, ein ebenfalls unsterblicher PR mit ähnlichen ideologischen Vorstellungen wie PR I, der auf Wanderer und seinen Enklaven umherreist… hm, nur nicht zu viel darüber nachdenken, Wanderer und seine Enklaven sind SI-Zeugs. Da kriege ich höchstens Kopfschmerzen. Und (diesen) Wanderer werden wir wohl in absehbarer Zeit nicht wiedersehen.
Ellert II begleitet PR II auf seiner Mission, das wäre mMn nicht nötig gewesen, weil Ellert I schon lange nicht mehr im PR-Universum herumspukt. Aber damit kann ich auch gut leben, dieser Ellert war zwar den Terranern freundlich gesinnt, aber ich persönlich konnte mich nie ganz mit dieser Figur anfreunden.
Lua und Vogel blieben ebenfalls auf Wanderer zurück. Das sah ich nicht kommen. Zwar hatten sie nach der ATLANC und den JZL nie eine richtige, ihre Talente fordernde und fördernde Aufgabe, aber ich dachte, diese beiden wären noch jung und da käme vielleicht noch etwas. Der aufmerksame Leser hatte natürlich schon im letzten Roman bemerkt, dass eine ausserordentliche Affinität zwischen Wanderer und diesen beiden Unsterblichen bestand, und ahnte, dass sie womöglich auf Wanderer bleiben würden. Homunks Begründung, dass es keine qualifiziertere Personen im Universum für den Posten als Navigator von Wanderer gäbe, bleibt mMn nichts mehr hinzuzufügen. Und Luas und Vogels Begründung, dass sie eben keine Terraner wären und sich in der Milchstrasse bzw. auf gewöhnlichen Planeten nie ganz heimisch gefühlt hätten, dem konnte ich auch nur zustimmen. Und wenn sie schon nicht die Milchstrasse als Heimat anerkennen konnten, so stammen doch ihre Vorfahren aus dieser Galaxie und Atlan weilt ja auch (meist, wenn nicht gerade im Dakkarraum oder sonstwo) in der Milchstrasse. Ich schätze also die Wahrscheinlichkeit, dass wir Lua und Vogel einmal wiedersehen werden höher ein als z.B. bei Alaska und seiner kosmischen Frigatte.

Noch eine Bemerkung zu Homunk. Ich lache selten laut beim Lesen eine PR-Romans, aber diese beiden Witze, die Homunk machte, das war so skurriler, trockener Humor, ich musste beide Male laut auflachen. Streng genommen nicht der Homunk, den wir in der Vergangenheit kennenlernen durften, aber es passte hervorragend in den Roman im Kontext "Aufbruch zu neuen Ufern", er war nicht mehr unter der Fuchtel von ES und vielleicht war es das letzte Mal, dass wir von Homunk gehört haben. Da darf man sich solche Skurrillitäten erlauben.

Fazit: Ein flüssig zu lesender, mMn sehr spannender Roman mit einem Happy End (für die meisten). Natürlich bleiben Fragen übrig, aber das hat wenig mit dem Roman selber zu tun, sondern mit dem Zyklus. Ich werde deshalb nicht weiter darauf eingehen, denn Kai Hirdt hat es verdient, eine Rezension seines Heftes zu erhalten, ohne die Ereignisse und Meinungen der letzten 6 Jahre in diesen einen Roman einfliessen zu lassen - PR 2999 hin oder her.
Würde ich benoten, würde ich eine 1-1-X geben, ich habe am Roman selber absolut nichts zu beanstanden. Kommt auch selten genug vor. :st:

Re: Spoiler 2999: Genesis, von Kai Hirdt

Beitragvon Kritikaster » 10. Februar 2019, 12:51

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Arthur Dent hat geschrieben:. Das ExpoTeam machte hier in München nicht den Eindruck, dass es Thez und die Scherung überhaupt jemals nochmal aufgreifen wird. CM fand deutliche Worte.

Ja, die "Scherung" hat tatsächlich einige Wesen für immer und ewig aus der Serie verbannt. Das war hier bei der "Wanderung" ganz anders. Bei buchstäblich jedem Wesen wurde gleich hier und jetzt schon die Hintertür aufgezeigt, durch die es wieder in der Serie auftauchen könnte. Wobei ich auf's Äußerste hoffe, dass keiner je wieder erscheint. Denn der Einzige, der komplett entsorgt wurde war Zeno Kortin (und sein Mitbewohner). Und am Beispiel Zeno haben wir nun wirklich erleben dürfen, wie blutleer wieder Auferstandene durch die Serie geistern. Diese "Niemand geht jemals so ganz"-Thematik im Heft hat mir deshalb die Sorgenfalten auf die Stirn gezaubert. 8-)

Re: Spoiler 2999: Genesis, von Kai Hirdt

Beitragvon Kritikaster » 10. Februar 2019, 12:56

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Tennessee hat geschrieben:Die Neukonnotation des Tradierten oder das pseudoparadoxe Symbolspiel der Genesis

Mir war nicht bewusst, dass man die Entkleidung der ES/Wanderer-Geschichte von jedem Sense of wonder und den routinemäßigen Sieg von Perry über den fiesen Gegner zum Ende eines Zyklus in derart bombastische Begriffe fassen kann. Respekt. 8-)

Re: Spoiler 2999: Genesis, von Kai Hirdt

Beitragvon Arthur Dent » 10. Februar 2019, 12:58

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Arthur Dent
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Kritikaster hat geschrieben:
Arthur Dent hat geschrieben:. Das ExpoTeam machte hier in München nicht den Eindruck, dass es Thez und die Scherung überhaupt jemals nochmal aufgreifen wird. CM fand deutliche Worte.

Ja, die "Scherung" hat tatsächlich einige Wesen für immer und ewig aus der Serie verbannt. Das war hier bei der "Wanderung" ganz anders. Bei buchstäblich jedem Wesen wurde gleich hier und jetzt schon die Hintertür aufgezeigt, durch die es wieder in der Serie auftauchen könnte. Wobei ich auf's Äußerste hoffe, dass keiner je wieder erscheint. Denn der Einzige, der komplett entsorgt wurde war Zeno Kortin (und sein Mitbewohner). Und am Beispiel Zeno haben wir nun wirklich erleben dürfen, wie blutleer wieder Auferstandene durch die Serie geistern. Diese "Niemand geht jemals so ganz"-Thematik im Heft hat mir deshalb die Sorgenfalten auf die Stirn gezaubert. 8-)

Ist etwas Off-Topic hier, aber Rüdiger Schäfer hat in München beim Con gesagt, dass er es als Leser bedauerte, dass die Serie es nicht schafft, echte Schnitte zu setzen. Er will als Expo in Neo 199 einen solchen Schnitt machen. Und auch viele Dinge abschließen.
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Arthur Dent hat geschrieben: Das ExpoTeam machte hier in München nicht den Eindruck, dass es Thez und die Scherung überhaupt jemals nochmal aufgreifen wird. CM fand deutliche Worte.

Dann vielleicht der/die/das nächste Expo/team?

Denn irgendwer wird irgendwann dieses durch die Thez'sche Scherung angerichtete Kuddelmuddel mal in die Hand mehmen, auseinanderdröseln und erklären müssen um der Serie ihre Glaubwürdigkeit, Plausibilität und Konsistenz wieder zu geben... :rolleyes:
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